AtISHdr»c<:erst. Kt«ttv»r. Zur^i^eoc, ulua 4. T«lep!)on 84. Sei«gs»retse» lO-^ U'^ 10--^ 50-— lS'^ ^50 Äbliol««. MDnatUcy .'^llÜtUen . Durch Posl . D^rlv^'vst oikkktN.. ?lu?land: monatlich (kmzelnuinmer . . Ho.-lnwns^'Kummer Vit Bestl'Äuni, der Z?ür Elsweni?« wc mtnb«» ftentzetnen'^onat. av^ttl^aib für mlndiuer!' kreiVkon ite einzusk-' de.,.^u bean« wertend» Urici« ohneMarte werden nicht d?rüctkchtigl lnlerc,lenannadm» m ^aribor lKt d«? «d.nlniitration dertZeitung : .^surHiHe«» «lica 4 in t.'jubliana Uei Äesklia? «nd Matrlic. ln v tjlZtlüsr ». t.tkiei»retch,>talieiAe^ Antrag',tnÄte» allen «nt» «enannahm» stellen. Rr tS7 FreUag. den t. September tS22 S2 Jahrg. VaWe Gebiete. Gebiete, die für ihre Bewohner di« zum Levens unterhalt notwendigsten Mittel nicht ausbringen können, nennt man Passiv. Unser dinch seinen Agrarrcichtum fast verschriene Staat hat auch solche Gebiete. Das kroatische Küstenland, Dalmatien mit seiner Inselwelt und das montenegrinisch - herzegvwinische Karstplat<^ sind pafsw, und zwar so sehr, daß sie Jahr auf, Jahr aV auf die Unterstützung der Zentralrogierung angewiesen sind. Im allgemeinen handelt eS sich darum, diesen Gebieten jährlich ein gewisses Quantum — hauptsächlich an Maismehl — zur Verfügung zu stellen, also eine programmatische Arbeit abzuleisten, die den normalen Gang des ganzen StaatSverwaltungSaPParateS nicht im nmdesten zu stören braucht. Dkse Versorgungsarbeit unserer passiven Gebiete erfolgt aber nicht so programmatisch und organisatorisch vor^dacht, wie sich dies der mit Vertrauen zu seinen Bolkövertretern erfüllte Staatsbürger gerne vorstellt. Seinerzeit hat man der Verwaltung der zugrunde gegangenen Monarchie nicht mit Unrecht den Lorwurf gem.icht, daß die Behandlung dieser Gebiete eine stiefmütterliche und eines großen KulturstaateS unwürdige wäre. Immerhin kan» eS damals doch me zu Approvisionie-rungSverlcgenheiten, zumal durch den Besitz der beiden Häfen Flume und Triest, dann durch den sehr regen Schiffahrtsverkehr in kurzer Zeit die geforderten Men^ an Mehl Änd sonstigen Lebensmitteln in Orte gebracht werden konnten, von lvelchen aus die weitere Versorgung deS Landes erleichtert war. Die ApproviiionierungZverhältnisie unserer passiven Gebiete sind im Grunde genommen inlmer nur ein Verkehrsproblem gewesen. dessen Lösung nach der Vereinigung und k^^rüildung deZ SHT'SwatcS nicht vereinsacht, sondern erschwert wiirde. ^rch dcn Verlust der leistungsfähigen Häsen stieg die Bedeutung der anderen bisher vernachlässig-kn Küstenplähe und ihrer Eisenbahnverbindungen mit dem Hinterlande und insbesondere der schleunigste Ausbau dieser letzteren schien das dringendste Gebot der anga^oche nen neuen Zeit. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt, 1a noch mehr, mit jedem neuen Jahr dringen in der Sommerszeit Gerüchte in die Welt, Dalmatien, seine Inselbewohner, die örno gorcen usw. hungerten, HllsSaktionen wären dringend erwünscht. Die Gerüchte mögen übertrieben und ausgebauscht sein, an Glaub Würdigkeit gewinnen sie durch die Gleichgül tigkeit, mit welcher die Lösung deS dalmati nischen Verkehrsproblems aufgenommen W^d. Jeder Wirtschaftshos kann sm kleinen mtt Her StaatSwirtschast verglichen werden und so wie man beim Besuch eines MrtschaftS-hofeS aus den ersten Blick den Einfluß deS Verwalters erkennen kann, so ist es auch bei der StaatSwirt?schaft. Der umsichtige Verwalter findet für alleS eine Verwendung, sein sovgtttder und' ordnender Einfluß ist ü.^-all zu merken, ün den Grenzen des GuteS «betrso wie im Innern deS Wohnhauses und in d^ Wirtschaftsgebäuden, im ^rrschastS-und bm Gsfindeabort. Die angeführten pasiiven Gebiete sind bei knS auch Grenizgebiete. Wer v^n Ueber^ee zu uns kommt, stößt vorerst an unsere pasii-ven Gebiete, er merkt daS Elend, mit dem die Bevölkerung zu käinpfen hat, hört klagen, die zu unv orte »Haften Vergleichen die An Regung bieten und die Grundlage zu einer falschen Vemte'rlung unseres Landes und unserer Verhältnisse sin«d schon gegeben. Dos vsterrelchistvx Vroblem. »-^rcicht wird, kin pomis^s Hand<>lz°Mt » M- . ^ « I « äu machen, Ware aber nlchtS Staats-, sondern Telegramme der „MarSurße? Zeitung . Parteipolitik. Die sich jährlich wiederholen- Nom, 59. August. In dem heute abgehal- seitigen Produktionszweige, über die Schaf- den ApprovisionierungHfragen erlauben aber tenen Ministerräte erstattete Schatzkanzler fung großer Industriesyndikate für den Roh- den Schluß, das; unsere passiven Gebiete in Paradore einen eingehenden Bericht über die stosfverkehr sowie über die Aenderung großer der Pa^teipolitik eine besondere Rolle zu spie- zwischen dem Minister deS Aeußern Schanker Unternehmen beabsick)tigt, wobei eine Kon- len scheinen. und ihm einerseits und den Vertretern Oe- trolle den: italimischen Kapital überlassen! Die Berquiclling von Partei- und Staats- sterreichs, dem Bundeskanzler Dr. Seipel und werde. ^ interessen in unserem politischen Leben dürfte SektionSchef Dr. Schiiller stattgehabten Be- Beograd, 31. August. Amtlich wird ver- eine von den entscheidenden Mitursachen sein, sprechungen. Der Ministerrat nahm die Mit- lautbart: Der hicsige italienische Geschäfts- > daß man unserer wirtschaftlichen Entwicklung teilung zur Kenntnis und ermächtigte den träger erschien hellte mittags im Ministerium' im allgemeinen so wenig Vertrauen entgege, Schatzminister, unter Mitwirkung der öfter- deS ^eußeren bei dem Gehilfen des Miristers, i zubringen pflegt. A. L. reichischen Vertreter die Studien fortzusetzen, dem bevollmächtigten Minister NoSku, um im! um Oesterreich Hilfe ^u bringen und die Namen der italienischen Regierung bezüglich' ^ Schwierigkeiten zu überwlifden. der italieni'schen Politik gegenüber Oester- « reich folgend? zu erklären: Die italienische Nom, 30. August. Die Blätter stellen fest, Politik gegen Oesterreich ist von der streng- Tragödie elner Königs tochter. Blätterineldungen auZ Brüssel zufols,i^ daß Nlit dem gestrigen Ministerrat die italie- sten Durchführung deS Vertrages von Saint. Exlaiserin Charlotte ihre durch die Hei-n'iicki-österrl'ickisck-'n Nl'r^andlunat'n dc'n ?!tali<'n strikte bal- nifch-österreichischsn Verhandlungen nicht ab- Germain inspiriert, den Italien strikte hal geschlossen seien. Es sei beschlossen worden, ten wird, was eS auch vl^n den anderen verein Drittel des 70-Millionen-KredkteS so- langen wird. Demnach wird sich Italien jeder gleich, den Restbetrag innerhalb der ersten Aenderung des StatuS quo widersetzen. Aus zehn Tage des MonateS September auSzu- diesen Gründen wird es sich vor erzieltem zahlen. „Messagero" fügt hinzu, wenn man Einvernehmen mit seinen Verbündeten und )ie Besprechungen fortsetze, so bedeute das, interessierten Nachbarstaaten jeder Entschei-daß man die Entscheidung des Völkerbundes dung beziiglich der Rekonstruktion Oesterabwarte, um dann von Worten zu Taten zu reichs enthalten. Die in Verona geführten schreiten. DaS Blatt behauptet, eS seien Ein- Verhandlungen waren reln ökonomischen zelverträge über die Beveiniguitzg beider- Chakatters. , ^ Dle^Ottttfche NeparaNonsstage. Telegramm der.Marvurger Zeitung". rat mit dem Erzherzog Maxmilian verlorene StaatMrgerscha'ft wieder erworben. So trocken die Meldung lautet, so hat sie doch wieder die Aufmerksamkeit auf jenes Drama gelenkt, in dessen Mittelpunkt auch sie vo^ nahezu sechzig Jahren stand. Es gibt kamn ein ergreifenderes Schi^l'al als das dieser Frau aus königlichem Geblüt. Als am 17. Jilli 18H1 die mexikanische Regierung außerstande war, die ausländischen Gläichiger zu ^zahlen, drang Frankreich auf Besetzung des Landes. England, welches dem ""^Kaiser Napoleon dem Dritten nicht frei« Hand lasien wollte, brachte daraufhin am 31. Oktober 1861 die Konvention von Londsn zustande, derzuifolge Frankreich, England und Spanien beschlossen, „chre Untertanen zu schützen und die Republik zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu zwingen". Am 24. Nove:irl)er wurde ein diesbezi^^lic'^eS UM« matum an Mexiko gerichtet, und als dieses wirkungslos blieb, rüstete man ein Expeditionskorps aus. Der Zertpunkt war insofern? günstig, als die Vereinigten Staaten infolge des Bürgerkrieges gebundene Hände hatten. Das spanische Geschwader landete bereits am 14. Jänner 1862 in Veracruz. Erst bann erschienen die Franzosen und Engländer. So rasch dieses Bündnis aber zustandegekommen war, so schnell wurde es brüchig. Die Franzosen waren über die Mitanwesenheit der Alliierten ungehalten, es kam zu Streitigkeiten, und so begannen Spanien und England auif Betreiben des letztere» Verhandlungen mit den Mexikanern. Sie einigten sich mit denselben im Feber^ vertrage von Soledad dahin, ihre Truppen wieder einzuschiffen, und so blieben ine Franzosen allem. Sie setzten die Expedition zwar auf eigene Faust fort, wurden aber im Mai 1363 vor Puobla geschlagen und mußten, wahrend Engländer und Spanier scha« denfroh im Hintergrunde blieben, in Untä« Der lntervarlamentorifche Kongreß ln Wlen. Telegramm der „Marburger Zettnng^. Wien, 30. August. In der Nachmittags- parlamentarischen Konferenz dem Völker sitzung der interparlamentarifchen Konferenz bunde zu überinitteln, damit eine Abschaf- j tigkeit verharren. Um diese Zeit trafen Ver< referierte der Berichterstatter Montet (Frank- fung des allgemeinen MilitärdienstzwangeS! stSrkungen ein, mit deren Hilfe die Belagen reich) über daS Thema: Die Einschränkung und die Abrüstungsmaßnahmen, die von der l rung Pueölas unter Forey aus^nommen der Rüstungen un!d die Arbeiten deS Völker- Völkerbundssitzung vorgesehen sind, mit em-! wurde. Am 27. Mai gelang der Swrm aus bundeS. Nach einem geschichtlichen Ueberblick begriffen werden mögen. Senator Merlin ^ die Stadt, und am 10. Juni konnten die über die Abrüstungsfrage schlug er eine Nie- tFrankreich) beaittragte, der beantragten Re- Truppen siegreich einziehen. Nun war eS solution vor, worin die interparlamentarische solution zuzustimmen un?d betonte, daß es.! aber der Pariser Regierung klar, daß Eng-Konferenz ben Wunsch ausspricht, daß die um den Militarismus in Europa zu beseiti- ^ land und Spanien niemals in eine Ann^ Böl^rbundsversammlimg Beschlüsse zugun- gen, notwendig sei, die Vereinigten Staaten i tierung Meri7o5 durch Frankreich willige« sten' der allgemeinen Abrüstung fasie, daß die von Europa ins Leben zu rufen. Gothheim«würden, auch hatte man sichere Anzeichen Arbeiten der Kommission für die Einschrän- erklärte, eS gebe nur einen Weg, den Krieg dafür, daß die Vereinigten Staaten nach Ve endigttng des Bürgerkrieges unbedingt au^ die !^ite Englands treten würden. Da war es nun Napoleon, welcher Ven kung der Rüstungen fortgesetzt werden, bis abzuschaffen, das sei die Verständigung über zur Ausarbeitung eineS vollständigen Abrü- das Maß der Rüstungen. Nachdein noch ein stungsplanes, der sofort durchführbar sei. Vertreter Dänemarks erklärt hatte, die Ma- Der Berichterstatter Münch (Dänemmk), der joritat der dänischen Gruppe müsse gegen die ^ österreichischen Hof ermutigte, einen kaiserli^ über die allgemeine Dienstpflicht referierte, Resolution stimme«, weil die allgemeine - ch^'n Prinzen zum Kaiser von Mexiko auS< erklärtes daß die ernstliche Vernrinderung der Dienstpflicht ein .Hauptgrundsatz des dänischen rufen zu lassen. Auf diese Weise hoffte er im Mftungen nur m^lich sei, wenn man die demokratischen Geistes sei, ergriff Bernstein ^ Falte des Gelingens dennoch die OberhanV Zahl der zu den Fahnen Berufenen herab- (Deutfchland) nochmals das Wort und kriti- ^ zu erhalten. In Wien lagen nun die Ver< j s^t. Der Vertreter i^oßbritannienS, Mad- sierte die gegenwärtigen Zustände in Ungarn. Hältnisse folgendermaßen. Die ehrgeizige Die regelmäßige friktionSlose Versorgung ^ dtson, beantragt, daß nun die 20. interparla- Apponnyi trat in längeren Ausführungen Er^erzogin Sofie hatte den jimgen Kaiser unserer passiven Gebiete ist ein Staatsinter-> mentarische Konserenz daS internationale Bernstein entgegeil. Hierauf wurde die Reso- Fran^z Josef mit ihrer Nichte Elisabeth ver-esse. Aus dem Brot, das diesen Bewohnern .Büro beauftrage, die ResoWil^'^ der ,Wcr-. lutiM MAMet, ebnjo der Antrag Ma-ddisons. mäblt. Diese war aber aar nickt die von tbr Paris, SO. August. Die ReparationÄkom-Mission nahm die Ausführungen deS deutschen Staatssekretärs Schröder entgegen. Wie der „TempS" meldet, hat Schröder zwei Vorschläge gemacht. Nach dem ersten soll ein Goldmarkdcvot geschaffen werden, das die Durchführung der Holz- und Kohlenlieferun-gen sicherstellen würde. Nach dem zweiten Vorschlag würden Kontrakte abzuschließen sein, durch welche die deutschen Industriellen für die Lieferungen verantwortlich gemacht würben. Paris, 30. August. In der Nachmittags-sitzung der Reparationskommission führte Schröder auS: Die Anregung der deutschen Regierung geh/ dahin, daß feste Lieferungs-Verträge zunächst bis Ende 1923 in der gleichen Weise abgeschlossen werden, wie in geschäftlichen Verträgen. Die deutsche Regierung hat gestern mit den maßgebenden Vertretern der Kohlenindustrre ein grundsätzliches Einverständnis darüber erzielt, die Verhandlungen dahin fortzusetzen, daß die Lieferungen durch private wirtschaftliche Organisa- tionen übernommen werden. Die deutsche Regierung schlägt deshalb vor, daß sofort in Wiesbaden Verhandlungen zwischen den abnehmenden Stellen der alliierten Mächte und den liefernden Syndikaten, vertreten durch die Herren Hugo Stinnes, Peter Klöckner, Thießen und Silberberg unter Beteiligung der Reichsregierung aufgenommen werden. Die Verhandlungen über die Lieferung von Holz könnten sich dann unmittelbar an die> Verhandlungen betreffend die Kohle an- ? schließen. Die Weiterührung der Verhandlungen mit den Industriellen hat natürlich nur dann einenZweck, wenn uns dieReparations-kommission wenigstens einen Fingerzeig geben kann, ob überhaupt Aussicht darauf besteht, daß man auf Grundlage dieses Gedankens zur Gewährung deS beantragten Zahlungsaufschubes bis Ende 19S2 kommen kann. Ich bitte daher die Reparationskommission, mir zunächst eine Antwort auf die Frage zu geben, ob der Gedanke der Lieferungsverträge geeignet erscheint, als Bedingung für den Zahlungsaufschub zu dienen. erwählte Braut. Frche Kontrolle der auswärtigen Poli-^ Pasio den Aufenthalt in Marienbad unter tik und koloniale Mandate und der Völker-, brechen und in der erp^.en Woche des Mona« tes September in Bszgrad eintreffen. Te? Vertreter des Ministerpräsidenten TimoLiic-dänischen (Gruppe die Einladung, die nächste j viionferenz zu verwel-; sen. Dr. Maltesen ülierreichte nan^ens der! ji^ous.ren^ 1923 odl'r 192! in Kopenhagen abzuhalten. Präsident Dr. Matafa dankte für die Einladung. herrscht in Athen, wo die Presse die Heerführer in haftiger Weise angreift und ihnen Unvorsichtigkeit vorwirft. WÄ'B. Parks, 39. August. Wie aus Adana gemeldet wird, sott die türkische Kavallerie noch erbitterten Kämpfen Eski Schehir genommen haben. Der Bormarsch der Türken dauert in allen Abschnitten an und hat eine Tiefe bis zu 70 Kilometern erreicht. Bevorstehende gusammenkunst Dr. Ni«e!6 m» Schanzer. WKB. Rom. 29. August. Eine Telegra-phenagentur kündigt eine Zusammenkunft! de§ Ministers des Aeußsren Schanzer mit dem jugoslawischen Minister des Aeußeren > Dr. Nin^iö an. Die Unruhen in Irland. WKB. Dublin, 30. August. Im Gefangen- ^ Hause von Maryborough internierte Jrregu- ^ läre haben am Abend ihre Lagerstätten in Brand gesteckt. Das Gebäude stand alsbald in Flammen. Die Wache mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen, um die Gefangenen im Zaume zu halten. Am Morgen stürmten die nationalen Truppen das Gefangenhaus und stellten die Ordnung wieder her. Ministerrat AM. Beogrod, 31. August. Die Frage des Konkordates ist noch immer Gegenstand des Wie gemeldet, wird der Ministerpräsident Studium eines besonderen Ausschusses. XelephonlsOe Nachrichten. Die Krise i« d«r »schrchvIlowaU^schea yn^usfrZe. WKB. Prag. 2^. Ailgust. Ter Arbeitgeber-Verband der Glasindustrie teilt mit, das; in-« folge des hohen KTonenkurseS in Kürze alle Mitgliedersabriken den Betricb werden einstellen müssen. Die Zahl der vl^ssia?lrbeitHlo-sen in dieser Branche, di? lieute 4000 beträgt, we^de sich dann verdoppeln. Ark-eiter seien nur teilweise bes6)äftigt. Die Nekämysung der Teuerung i« »er Ts^echvNow Ebenso ist Berto Latin! ein begeistertes Mit» ^ glied der Fafcistenorgan5sation. ! Kurze Nachrichten. ! Rom, 29. August. Me „Tribuna- im?«, sichert, daß die Meldungen über die Zufam-menziehung jugoslawischM Truppen an der > österreichischen Grenze «icht der Wahrheit i entsprechen. ! WKB. Santiago de Chile, I0. August. Vo^ j den Z22 Personen, die sich an Bord des Dam- > pfers „Otaw" befunden hatten, sind nur S j Personen gerettet worden^ darunter zwei tags fand eine Sitzung des Völkerbundsaus-gung sonst den l^jp^ühlen der Antipathie, Tat-! schusscS der Koalitionsparteien statt, in der fache ist, daß er ihn eines Tages von Wien'iiber die notwendigen Maßnahmen gegen die abkornmandierte. .^iebei lernte Max einmal die wunderschöne Tochter des Königs Leopold Te^'erung und gegen die industrielle Krise beraten wurde. Es wurde beschlossen, der Ae- des Ersten von Belgien und seiner Gemahlin gierung jede nur mögliche Ilntcrstützung bei Prinzessin Louise von Orleans, Tochter des! ihrem Vorgehen .'^u gewähren. ?hemaligen Königs Ludwig Philipp des Er-- ..«x stm v°n ?^r°nlr?ich, Ch°rl°tw. k->mcn^ Ticse j »riech»»««» ««» »te sar»«,. war am 7. Juni 1840 zu Brüssel geboren WKB. Konpanckwpel, A0. August. D?r von und le5te am belgischen Königshofe. Mar ver- der griechischen Armee noch der Einnahme liebte sich bis üb.'r die !?''"e'n und war tief-'von Afiun-ch »u »nkrwclw ,g. Erzherzogin Sofie, welche ihr Spiel ver-! Schon vorher war nun Charlotte, die ih-toren sah, trachtete nun für ihren Liebling ren Gatten abgöttisch liebte, nach Europa Max die von Napoleon angebotene mexi^ani- ! s,efahren, um zunächst Napoleon um Hilf» zu sche Kaiserkrone zu erlangen. Ihrem Rate - bitten. Der Franzosenlaiser speiste sie indesfolgend, sagte er endlich am 10. April 1A64^ sen mit leeren Redensarten ab. Ausfallender-der mexttanischen Deputation in Miramare j weise wollte aber auch Franz Josef nicht ernst zu, den Thron zu besteigen. Nachdem er sich ^ lich intervenieren. Nun eilte die jun^ge Kai-noch die päpstliche Weilie geholt, landete er! serin zum Papste und bat ihn kniefällig um am 2!). Mai in Veracruz, um am 13. Jimi in i Unterstützung. Er möge Napoleon bewegen, die Hauptstadt einzuziehen. Seine Regierung ^ Truppen zu senden, da der ganze Plan docl) aber war vom ersten Tage an unglücklich, (^r j von Frankreich ausgeggen sei. Der Papst verfeindete si6i unt seineiß, will ich eine Aufgabe ?rMen. Vielleicht runzelst Du die Stirn —^ doch rede mir nicht dagegen, Rüdiger —! diesmöl ble'ibe ich fest! ! Ich habe noch eine alte Schuld zu bezahlen — die Schuld gegen Marie Wirlberger Mtd ihre Kinder! Ich will nach ihnen forschen und will versuche??, noch gut zu machen, was ich einst ge-fchlt. Sonst kann ich nicht ruhig sterben. Sollte mein armes Weib nicht mehr sein, vielleicht von Kuirrmer dahiirgerafft — so leben doch sicher noch die beiden Kinder, Erich und Leouore. Da Maria alle Unterstützung zurückgewiesen hat, muß ich nlich allerdings darauf gefaßt machen, die Kinder in untergeordneten Stellungen, vielleicht in dürftigen Lebensverhälwissen, z>l finden. — Meine Feigheit hat mich ja stets gehindert, Flach ihnen zu forschen, und außerdem, so lange Lella noch meine Frau war. konnte ich das nicht — um des Friedens willen! Wie dem auch sei, tapfer sehe ich allen 'Möglichkeiten und Enttäuschungen entgegen. Und dennoch sage ich mir: Kinder, die eine lolche Mltter wie Mari^ Wirlberger aehabt haben, kl>nnen keine minderwertigen Menschen geworden sein. Daraus baue ich. Und sollte ich sie finden, dann will ich um die Liebe meiner Kinder werben — ich will den Rest meines Lebens ihnen widmen, will ihnen den Platz, die Stellung geben, die ihnen gebührt! Gott hat mich schwer gestraft, indem er mir Thekla und Ossi nahui, er hat mich arm genmcht, aber jetzt li-o^fe ich zuversichtlich, daß er Gnade üben und mir dafür Erich und Leonore wiedergeben wird! Dann bin ich kein einsamer Mann mehr! Der Gedanke an Maria hat mir in den letzten Jahren keine Ruhe mehr gelassen, und unaussprechlich ties beklage ich menie Sä)uld gegen sie. Kurz und trügerisch war das dafür eingetauschte Gltick — nach Flittergold griff ich, achtlos das echte Gold beiseite werfend. Bei ihr wäre ich ein glücklicherer M^nn geblieben, als i chjetzt bin, wo ich die Snm-me meines Lebens ziehe und sehe, daß mir nur ein großes Defizit geworden ist! Was ist aller äußerer Glanz, alle Stellung im Leben, wenn die innere Zufrie'denheit und das Glück fehlen! Gern würde ich alles hingeben, was ich bin und habe, körmte ich mir das G'lücksgefühl zurücKansen, das ich früher bel^lsen bei allen äußeren SKwiersg-keits» Und wenn ich Maria wiederfinde — sie wird mir verzeihen — sie ist großmütig und ' gut. — Nicht wahr, Rüdiger, Du gönnst es mir? — Gme Spur will ich zuerst verfol-^ gen und ich bitte Dich — doch nein, schreiben ' kann ich es Dir nicht, Du würdest vielleicht ! an meinent Verstände zweiseln . . > s Einen Rat möchte ich Dir zum Schluß ' geben, Rüdiger — vielleicht ist er bei Dir 'unnlZtig, der Du ja in jeder Beziehul»g so . korrekt bist imd handelst. Trotzdem: Begegnet Dir ein Mädchen, das Du lieben kannst, j und das Deiner Liebe auch wert ist, dann frage nicht viel nach dem Stande, nach ihrer 'Familie — sieh ihren Wert als Mensch an ! und führe sie in Dein Haus. — Und Du wirst ein Glück genießen, das wohl weitab ' liegt von dem, was so viele „Gluck" Trennen, das aber innerlicher, dauernder und wertvoller ist! Nimm Dir ein Bevspiel cm mir: denke an Lella und mich. Lasse mich meinen Weg gehen, Rüdiger — ich fühle, er ist der richtige--" Der Lögatiovsrat schüttelte den Kopf, sprang wieder aus und ^gann seine Wan!^-! vung durch daS Zimmer von neuem. ! EcfteuUch war es gerade nicht, was der ^ Bruder plante; er mußte aus schwere Enttäuschungen gefaßt sein. Doch die verhMte er sich ja selbst nicht. Wer w?iß aber, wie man Otto^s aMützen wür^ ^ ^ Doch nein, er dmste nicht ungerecht denken! Das würde Maria Wirlberger nicht tun! So deutlich war ihm !»as BeÜd der trauri-l gen, blaffen Frau in Erinnerung, und ihres trotzigen, stolzen Knaben, wie der hochaufge-vrchtet dchtand: „Vom Vater «chme ich nichts an!" Und sie hatten Wort schalten. Niemals hatten sie von sich hören lassen ober «mf ihnen zukommende Rechte gepoi^. Er besann sich weiter. Äl war noch da^ bildschöne Töchterchen mit den großen, dmvk-len Augen — ein prächtiges Mädchen nnchte es gMorden sein! Wie mochte dessen Lchen sich gesta>ltet haben? Rüdiger hatte jetzt doch anÄers Vmlen gelernt ÄS damals vor zchn Jahren, nu^ so schroff und abweisend wie in jenem jugendlichen Ungestüm. DeSlhaW wollte er dem Bruder auch nicht hind^ich sein, wollte ihm sogar mit Rat und Tat beistehen, wenn es erforderlich seiln sollte — sc!^ nM er stch selbst von d« ihm doch zuweLen tfuA«chen Erinnerung freimachen wollte: daß er damals zu rücksichtslos vorgegangen, zpl e?n-seitig geurbellt hatte! Die bitteren Vorwürfe des arnren, schwergekräMen WeibeS hatten lange noch einen peinlichen Nachhall ^ Hm erweckt. Und wieder las er den Brief bis Mi de» Stelle, wo sein Bruder ihn bat, Lore Ber». il aer zu Eäciliens ZvMtma Ml «Aminiß« Arsislj au» Jelca nach 5plit zurück, gekehrt. V<^ Wird sich noch einize Lage in Marienbad aufhalten. Die beiden Außenminister besuchten heute gemeinsam mit Aöing Atetsander die ^kodawerke in Pilsen. Aus unserem RedaktionSverbande. Mit Heutigem Tage ist Redakteur Herr Richard Watzlawek-Sanneck ausgeschieden. Er wird sich zunächst seinen montanlstijchen Unternehmungen widmen und sodann mit seiner Gattin, die bekanntlich zu einer Konzerttournee in Nordamerika verpflichtet ist, die R^ise nach New antrc^ten. — T'^s l^chriftleitung der „Marburgcr Zeitung" har Herr Heinrich Haas übi>rnommen. An die Leser der „Marburgcr Zeitung"! Persönliche Umständ« zwangen mi6i,die Stelle deS leitenden Redatteurs der „Marburs^er ^»^ltung" auszugeben und von diesenl Blatte zu scheiden. Ich danke allen verehrten Lesern, Mitarbeiterv und Freunden der „Marbur-ger Zeitung" für das Vertrauen, das sie während meiner Tätigkeit in mich gesetzt haben und bitte sie, mir ihre Tympatl?ien auch weiterhin zu bewahren. Richard Watzlawek-San neck, Chefredakteur der „Balkan-Kor-respondenz", Wien. Trauu»fi. Am 23. Auaust fand in der ^vanaelllchsn ^orfak Jose^'. Cczan-jevci 14; Rojko Josef, Sp. Duplet; Hlter Hin-?o. Jelovec 18; AriLej Janez, 27; Zamolo Stanislao, Sv. Lcnart. Ersatzge-schworene: Seree Josip, Nova? Rudolf, BoZiL Jznaz. Pvohaska Franz, Ratzek Josef, Großmcmn Martin, ^uzelf Lcepold, snZhar Blnko, Troha Karl, sämtliche in Mariöor. Zweite Mustermesse in Cjubljana. Die Vorbereitungen für die zweite Muster» messe in ejubljana die in der Zeit vom ?. bi» 11. September stattfindet wird, find nabezu beendet. Schon nach dem, was man bisher steht, muß man annebmen, daß dicße Messe noch weit mehr dieten wird, als die des vorigen Jahres, lieber achtzig pamtlone find erbaut worden. Da» ^n-^ spektoriat der Staatibahl.en in tjubljana vers^Snd'gte die Mcsssleitung, daß all« jene Messebesucher, dis auf ihren heimatlichen l?ahnstationen auf Grund dre t^Wmaitonen eine halbe Lahrkarte erhalten haben, sondern den ganzen Lab, preis zahlen mutzten, sich il^re Lohnkarten aufheben und nicht beiin Ausgang abgaben mLgur freien ^eimfahit bemi^t werden.— Die Niesseleqitimationen find in Maribor auch im t^andelsaromium und in derVuchliandlung Veirl ezh^lUich. Her«b?etz»«a de? TeleKram«»ie»iiih ren fiir die TschLcha^<»w«fei.> Auf Grund der Verordnung des Post-u nd Telearc,phen-Ministerium» Nr. 48 862 vom 2S. August sind die gen, wie Tanz. Ronfettischlacht, Glückshafen usw. usw. Mangel an verschiedenen Taba?» sorlen. iUes uns mitgeteilt wird, herischt seit unaesöhr zehn Tagen in den Tabaktrafiken von Maribor ein empfindttcker Mangel an Damenji,»aretten und an feinsten ^erzegovina Tabak, während man diese Sorten in der U e ni-afik des Lsauptoerlages wenigstens bis zum 29. An,)ust in jeder gewünschten Menge rrhielk. Wäre es nicht möglich, die Taba'» vor üte anläßlich der Lassung verhältnis-m^giq aufzuteilen? Ls kann doch nicbt den Rauchern zugemutet werden, eventuell bis a^f den Ljauptplatz zu laufen. Neiterlunfiftücke der Kosasen wie uns gemeldet wird, findet Sonntag, den 3. September um vier Uhr nachmittag das l.tzte Kunstreiten der KubaN'Aosaken statt. Die Aosaken, die bisher in ihren halsbreche. r!schen Kunststücken unerreicht waren, werden auch diesmal großartige ReiterkunfifiScke vorsühren. Um die Prämie von 60.000 Rr. können auch andere Personen in den tvett-bewerb eintreten. Auf dem Rennplätze wird die Militärmusik konzertieren. Die Eintrittspreise betragen sür Sitzplätze 20 Dinar, fkir ?!el^plAtze 10 Dinar; Äudenten zahlen für Stellplätze 5 Dinar. Der Karten vor verkauf findet in der Tabaktrafik in der Gosposka uslca statt. Lür Soldaten, Invalide und ^vaisen nach Invaliden ist der Eintritt frei. Nachfeier des Nrbeiterturnvereines „5'loga" Samstag den 2. September ver« anstanstaltet die Sektion Studenci des Arbeiterturnvereins ,»Sloga^ eine Nachfeier im Gasthau» Moder in Stndenci gegenüber der SüdbahnwerkstStte. Zlnfanß 6 Uhr abends. Der Eintritt ist frei. Der Reingewinn wird zur Anschaffung von Turngeräten. Verhaftung eines falschen Polizeiagenten. Aus Zagreb, 31. d. M. wird berichtet; Kellner Anton MaruZiL stellt« sich auf ^r Straße einem Polizisten als Polizeiagent vor und verlangte von ihm die Verhaftung eines jungen Manne» m der Kap. lolska pivana. Der Polizist erkannte sofort, daß er e» mit einem Betrüger zu tun hatte nnd verhastete den falschen Polizeiagenten, der sofort gestand, eine unwahre Zlussage gemacht zu haben, um die verhaftuna eines Manne» zu erwirken, der ihm mit Tätlichkeiten gedroht habe. Eine Tragödie auf dem Dorfe. Am Unken Drinaufer, bei SeljiL Ada fanden dieser Tage ksirten einen gräßlich zugerichteten t^eichnam, der später als der des Besitzers vid Iovanovii^ erkannt wurde. Die Gendarmerie leitete die Unterluchuna em und ton- r seil anK statiert?, daß Iovanor^'L von seiner Lran nnd seinem Brnder, die mit einander em verhÄAnis hülsten, ermordet worden war. Die beiden haben die Tat bere»!s eingestanden. Ci» k-njes Dorf ni-dergebrannt Aus poZega w'rd genteldet, daß ini Dc'rfe Kuöeoo ein Lran) ausbrach, der in^olae dcr großen Dürrs und des herrschenden lv^isss « mangels mit ra^^nder Schnelligkeit um sich griff und das ganze Dorf einäscherte. Die ganze Ernte nucte ein Raub der L'amüien. Das Leuer därfke durch Unachtsamkeit ver-ursacht wordtn sein. Die .^leischpreise in Sarassvo. In- folge Änkens der Viehpreise wllrden in Sarajevo die ^leiset wird, veröffentliche die „Times" eine Meldung aus holländischer tZZaelle, wonach Kaiser Wilhelm einer kvitwe, die zwar nickt königlichen Blutes, w?l?l ab r königliclien Rcnges ist, die Heirat ver^pro!?en habe. Sis habe den Kaiser mit ihren drei Kwdern in l^olland besucht. Die ^cirat soll im U?inter stattfinden. Es handle sich um die Dan,?, von der man bereit» gesprochen, daß der Kaiser sie heiraten werde. Slowenische Schulen in tveftfalen. Unsere Gssandschaft in Verlin ist beim Vortigen Kultusministerium vorstellig geworden, um ihm den Vun^ch der westfälischen Slowenien nach eigemn Schulen zu unterbreiten, ^n U?cstfalen find etwa 30.000 Slowenen angesiedelt, die sÜ. ihre Kmder Unterricht in der Muttersprache erstreben. Da» KuUus-minifier.um hat sich grundsätzlich mit der Einrichtung slowenischer Schulen in lvsst» falen bereit erklärt. Verschüttete Arbeiter. Vorigen Dienstag ereignete sich beini Bcrhnbaue in Rakovica an der Strecke Rakovica—Topiider ein sehr schweres Unglück. Me- ginnt dt.'r dicscr ^^'.lon. „Tl'r .^öllenrs'itei'", der dem Film gar nlchl sa logcrr weil ün. r- da er ,/Zjiw/'n- trale" iü. 'N Äoii^'^rt. alier W?-!. Paganini uüd d::: Als d?r arofzi: ^'.'.ganiiii bis 1K10» auf einer Ü5N',crt"cisc in Wien eine Troschle bcnüt-:?, fi?iderte d?r Kittil"?er fs'r die ku^'^e Zeit 5 „TaS ist Prei'^> sür eine Ciitvittskzrlc zu P^^ganini-Z Kon»ert heute abend", an!w!.>rt''t'' er, als der Meister sein Erstaunen ü^er den Preis ausdrückte. „Ich liebe Musik nnd möchte auch einmal den grossen I^iÄn^tler hi?ren, deshalb Hab? ich meine Preise für h:!tte verdrypelt", sÜIte er hin^)u. Paganini e und bezahlte am Ziel die vcrl^nzte ^u'.nme. DeZ Abends erkannte der brave Fiaker iu dem Ki'lnstler seinen Fahrgast wieder, ^n seiner Begeisterung verschaffte er sich am folgenden Ta^e Zntritt zn Paganini und bat ihn, an der Rückseite seines Wagens die zwei Worte anbringen zu dürfen: „PaganiniS Cabriolet." — „Meintwegc^n", erwiderte lachend der Meister, „schreibe darauf, waS du willst!" — Der .^utsch?r hatte richtig gerechnet: alle Welt wollte mit dem „ll^aganini"-Wagen fahren, trotzdem der gerisiene Rosselenker ziemlich hohe Preise nahm. Zrc>ei Jahre später konnte er sich mit seinem erworbenen Vermögen ein Gasthaus kaufen; daS „Ea» brrolet" hatte ihm ein sammeln-iütiger Eng--länder für tau'send Pfund St'srling abge^ nommen. Das Ende eines He^st'^plerS. In einet Zelle des Polizeigsfängnisses am Alexanderplatz in Berlin starb e'in Mann, der noch vor ganz kurzer Zeit zu den bekanntesten .?>och-staplern der Welt gehörte und drssen Nmne besonders fsnseitS deS großen TeicheS außer-« ordentlich bekannt war. Bernhard Fran^ Seraphim Grünbanm begann seinen Le-benslau'f vor et^lna K0 Icchren als Stalljunge deS Kaisers Franz Joseph in W:en Dann wurde er Soltmt und Prwatdicner ei« nes Erzherzogs, der als Rittmeister in einem Husarenregiment diente. Nach seiner Dienstentlassung tauchte er pliitzlich, 22 Jah^ re alt, mit einem Monokel im Lluge und einer, weissen Nelke im Knopfloch und einem Kammerdiener hinter sich in einem der vornehmsten Londoner Hotels auf. Er nannte sich „Baron Grünbaum", verkehrte in den ersten Klubs und spielte niit vielem Glück. Enipfehlungsfchreiben, die die Unterschrrfteg bestbekannter Namen trugen, öffneten ihm dann w Amerika die Tiircn cineS jeden Mil^ lionärpalastes, bis ihn schließlich ein ge« fälfchter Sckeck ins Gefängn'is brachte. Nachdem er 10 V^nate verbüßt, kghrte er wieder nach London zurück, wo er jetzt als „Graf Gregory" auftauchte. Einige Jahre verbrachte er in London und Paris. Aber dann war er wagha'lsig genng. wieder nach Ame«, rika zurückzukehren, natürlich als „Gras", und nun erreichten seine Schwindeleien den Höhepunkt. Er wurde einer der intimsten Freunde des älteren Vanderbilt, und bald gab eS kaum ein Mitglied der amerikanischen Haute finance, das er nicht boschwindelt hät-te.Auch hatte er nicht verabsäumt, sich in Anrerika zu verheiraten. Aber dann kam der Zusammenbruch nnid der „Graf Gregory" wurde entlarvt. Er kam wieder inS Zuchthaus. Dann ging es bergab mit ihm. Zuletzt machte er sich dadurch Geld, daß er seine Memoiren an eine amerikanische Zeitung ver^ kaufte, und dann kam er mit seinen Dollars wieder nach Europa zurück. Er wollte hier in Nuhe leben, da er für Hochstapeleien schon zu alt geworden war. Er kam nach Berl^. Aber seine Mittel gingen auS. Er fälschte Schecks. Blieb, wo er wohnte, die Miete schuldig. Verübte kleine Betrügereien. Wurr de ertappt, verhaftet und inS Gefängnis ein4 geliefert, wo er nun einem Her^schlaae erlegen ist. Dvfse. Zagreb notiertE RJRD GUNZL M Der Dinar notiert in Zürich 1.42;^ DMM Zagreb, 31. August. Borbörse: Paris 7.37, Schu>eiz 17.37, London 4.?2, Berlin 7.1?, Wien 0.13, Prag 3.25, Mailand 4.20, Dollar 9l).73. Die jugoslawische Krön- notiert in Ziirich 1L5! Zürich, 31. August. Borbl)rse: Paris 40.55, Zagreb 1.Z5, London 23.46, Berlin 0.36?»^ Prag 17.25, Italien 2.?.05. New ?)ork 52ki, Wien 0.0075, Budapest 0.27 Warschau 0.06. Nr. lyv — ZI. Kleiner Anzeiger. ffabritsnttte und gedrauchke Sch»«ib««Ichw<« liefert das l. SvezialseichSft für Schreib' «oschmen u«d Bllrsartikel Ant. Äud. Legat. Maribor. Hlovenska uttca 7. S9S1 Schtne goldene V«m«n»hr mit Doppeldeckel «ird geg.ebensolche ^er?e»Nhr mit Auf^ahiunq ge« fGuscht. Nnzujragen Ober. Park-cale. SS2S ZiealMNen W«lh»«siA Vrautal verkäuflich. Adresse in der Verw. K927 Sin y«»Nte«I»a»s in Poissane «it Feld und Obstgarten preis-»ert verkSuslich. Anfr. Aleksan« drova cesti !49. Treml. 637! MV« mit Weingarten in Varltor verl^iiufltch. 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