piZM» mk«« s Mkl pr«?« oin 1 SV 72 Ar»o»>«ti»t «»«»»»»tNOk SckttMtGkV«^ »wiiidW dir. 2S70) »o^lo Vopßmlding u«t öuek«jnie!r»r«l tawsurd»» 2024): »1.4; NilNl-ösk««, l« »loakcko, Llmla» ul.17. ISS vonnsr iag 6«n 14. luI! W32 I. ln ^aridof: »lurcicov« ul. 4 (V«s«slrunqj. ksrug»prOl>O: ^koisn, monstl. 23 Vin, ?u«tel!sn 24 Oin. äufcli k'osi monsti. 22 vi», für «t»» librlg» /^u»!sn6 monstl. SS vta. ^in«lnummsr i di» 2 0»» »4«m»kch»» «»e6>« alokt r«turniok^ Neuer Dorstoh der Zapaner Um die Ostchinabahn — Weitere Verschärfung in den russisch-japanischen Beziehungen Nie t5,gevnifse des euro« väNlhen Natlvnalltäten-tongttsjes (Bon uniLtcul ständigen Wiener Mitarbeiter) i e n, Juli 1V32. Zum erston Mak' seit acht Jahren war l)7sprach.' über dn'? völlige Versasii.'n des ^^'i^'lterlinnd^^'s in allen Frag^'n der Minder-ljcit^'n abfüllren künneii wie in Wien, wo si,' i^anz von selbst in den Mittelpunkt des jlcni^resseS c^erückt wurde. Der Völkerbund hatte ilbrilien^'ü lieucr seinen eigenen Beobachter 5U dem ^ionIref; entsendet und sein Bericht ivird die Tatsachen nicht übersehen dürscu, das', das Niveau dieses Konk^resses i^hr wesentlich über dem Durchschnitt ähnlicher Ta«.iul,gen stand, die sich mit europäi-slln''.- Politik befassen. Ter Präsident beS Kongresses, der frn-ile>ivenische Abgeordnete inl italienischen Parlainent Tr. Iosip '.LÄ i l s a n hat in seiller ^röfsnungZrede die nationalen Ät'inderli.'iten die V^gbereiter einer b'^sse-reil 'Zukunft geilannt, die vermittelnd und anc.gieicheud 5>wis(l',en zwei Völkern, befruch-tuld und vered^'kld zwischen zlvei Kulturen Itehell. Er Imt freilich zur gleichen Zeit anch fl^ftstelkell müss.'u, dlisi die Lebensrechte der ?^uilderheiten l,och iiumer nichts ll>eniger als allgemein anerlauut sind und das^/es vor allein die Ideologie des Nationalstaa-tentuius gewesen ist, die durch ihre Verinen-guug von 5taat und NaÜon die gegenwärtige >^itiilosp!)äre der Unsicherheit und Fried lojigleit geschaffen hat. Tie Allgeineingültig-teit der Gruliizsäi^e des Nationalitätelirech-lec> itn europäischen Raum erlveist sich immer nlehr als die entscheidende ^rage für das Zcoilgrefjberatungen. Es ivar einnial der grosse Jrrtnnl der Friedensverhandlungen geivesen, das; nur eillzelne Staaten vertraglich zn einem Schutz der Minderheiten verpflichtet lvurden und daß inan nicht schon daulals eine einheitliche Norin festgelegt hat. Die Folge ift, daß sich die nicht ver» pflichteten Staaten gegen jedes gesunde ^>!echtsempfinden für berechtigt halten, ge gen die Nationalitäten vorzugel)en, lväh-rcnd ans der anderen Seite die zu dein Min-derlieitenschntz besonders vcrpflickiteten Ctaa teil sicli natürlich gleichsain degradiert fi'lh-lcil müssen. Die Forderung nach einer gerechten ^'ös'ing der Nationalitätenfrage, die dlr Ltongres; neuerlich «rlM, wird auf die Dauer nicht nl,erfüllt bleiben können. Aber die (^^rniidlage einer solchen Lösung kann ilur aus der Erkenntnis heraus gefunden werden, das; ausnahinlos alle europäischen "Staaten in gleicher Weise zur Achtung der Rechte der Nationalitäten verpflichtet sein m^i'lssen und das, es nicht angeht, hier Unterschiede zn machei,, wie das hellte geschieht. (Z. R. bei Italien. A'nm. d. Red.) Vvil groszer Bedeutung waren die Erklärungen der verschiedenen Archen für dre M o s k a u, 13. Juli. Berichten aus HabarowSk zufolge kam es auf dem Eisenbahnknotenpunkt bei Charbin zu einem neuerlichen russifch-ja-panfchcn Zwischenfall. Die Japaner forderten den dortigen Ttationschcf aus, die Verwaltung an die japanischen Beamten zu iiberqeben. Die Anqeftellten der Ostchinesischen Bahn lehnten jedoch diese Auf- forderung ab. Die Japaner bekümmerten sich jedoch fcheinbar wenig um diesen Protest und besetzten einfach die Station und tibernahmen die Verwaltung deS Bahn. Hofes. Man rechnet in hiesigen politisckien Kreisen, daß dieser neuerliche Vorfall ge eignet fei, die ohnehin nicht guten russisch-japanischen Beziehungen weiter zu oerschürfen. Streit um Ostgrönland Die norwegische Regierung erklärt das „König Friedrich VI.-Land" sür okkupiert — Tänemark protestiert O s l o, l3. Juli. Die norwegische Regierung veröffentlicht eine Bekanntmachung, durch die der östlichste Teil Grönlands, das sogenannte „König Friedrich Vl-'Lanv", als normeqischcS Äaatsgebiet erklärt wird. Das Gebiet ist unbewohnt und wurde bislang von Zeit zu Zeit von Fischern und Jagdexpeditionen auf gesucht. K l> p e n h a g e n, 13. Juli. Der dänische Ministerpräsident bezeichnet die LkkupationScrklärung der norwckischen Regierung in bezug auf Ostgrönland als einen direkten Verstoß ^gen den im Jahre 1924 zwischen Norwegen und Dänemark abgeschlossenen Vertrag. Es gehe in diesem Falle um ein Gebiet, das ohne Zweifel der Kolonie Gritnland unterstellt fei. Herrlots Kammermehrhett Nach dem Ausscheiden der Sozialisten aus der Mehrl^itsgruppe. — tteine Besttrchtun-gen siir das Schicksal der Regierung. Paris, 13. Juli. Die gestrige Abstimmung in der Äainnier sowie das Ausscheiden der Sozialisten alls der Mehrl)eit wird in politisch^'n Dreisen weder als Uelierraschung noch als Befürchtung in bezng anf das Schicksal des .erden, Nx.'nn sich in lveiterer Auslvirkung die bereits angekündigten Spaltnngserscheinungen inllerhalb der von 5)erriot geführten radi-kalsozialiften Partei fortsetzen sollten, da der linke Flügel bekanntlich offen mit den Sozialisten kotettiert. Bal'as Tob Morgen Beisetzung des Schuhkünigs. — Wie das Unglück geschah. — Die Sachwalter von Bat'as Erbe. Prag, 13. Juli. Wie nun festgestellt lvcrden konnte, eretg-liete sich das FbuMugunglück nicht üb^ Chlumaö, au>ch stieh idas vom Piloten Brou« kek gelenkte Fluggelig nicht gegen einen Sälornstein. Bat'a startete uin 6 Uhr früh trot) der ÄÄlrnung seines Piloten wegen des schien Nabels zu einem Flug nach der Schweiz (liicht nach Dresden, wie unsere gestrige Ju'ormation flautet hat; Anm d. Red.), wo sein wjAhriger Sohn sich b<.fin° ^et. Das ^lug^eug stürzte einige Minuten nach dem Start (höchstwathrscheinlich infolge Motordefektes) aus einer Hölie von 7fl<) Metern herab uild wurde durch den Anprall zertrüulmert. Vat'a wurde in schwerverletztein Zustande vorgefunden. Er wurde sogleich ins Krankenhaus transportiert, starb jedoch bereits untenvegs. Bat'a hinterläftt die Witine nnd den 19-fahrigen Sohn Jan, der in Vellinzona :ve>lt Die Veifchnnsi deS Schu>hkönigs findet morgen, Donnerstage um 1l^ Uhr von deil Ba.» t'mvcrken aus ftatt. Au t^er Leichenfeier wer den netten Vertretern der Re^-^ierling alle i!^eaint'' Frage der Präferenzen zwischen dein Mutterlande und den Dolniniolls. Wirijch^'.?!ö-und Fillanzfragen init besonderer Berücksichtigung der Stabilisierullg der We6)selkurse. HoNands Bubgetvefizi« Haag, l3. Juli. Nach dem Bericht der Kommission i>>el:cr wird der Abgan>g iul Hollälldis6^'elr Staalö-haushalt im Jalir<' nicht weniger 108 Millionen hollärrdische l^u>sd?n betragen. Diese? Defizit foll durch einc nx!'rg<'bi!n-de Herabsekung der staatlichen An'gibell sowie der Ausgaben der Gemeinden ac^?ckt werden. Totschlag P t u j. 13. Juli. In DraZenci am Tramelde fovd^'rie ain Diellstag nachmittags all^u reichlicher Alkoholgenuß wieder ein Menschv'nopvr. Dorfe ivar eine l^7uv^>e von beimkelircnden Rekruten ei?lgetroffen, die iiu l^^astliau'.' lustig zechte. Zwischen den angebeiterten Viii' schen kam es, wie dies leider schon zur wohnheit geworden ist, zu eineu? Stre!:. d'r bald in Tätlichkeiten a^U'-artete. Die Hintepss griffen schließlich zu Messern und be-i^inneir einallder zu tearlieiten. Hiebei i'er'el)te ein gewisser Stesan H o st n i k seinem ^a'ne"-raden Bartholomäus o l c mebrere 'I'.'es, se'rstiche in die Brust, so das^ der Bur'ck'S auf der Stelle seinen t^ist aufgal». Die Leiche w'ur'de in die Totentaulner in Hafdina überführt. Tie Gendarinerie 'o''cht nach dein Täter, der seitdem verschwunden ist. Freiheit und Crhaltnng des Volkstums. Ue-bereinstilnimend halben sich die Vertreter der römtfch-katholisch<'il. der evangelischen, der ukrainisch-llnierteil uild der griechisch-ortho-doxen Kirckie für die Volkstlimspflege durch die Kirchen und zur ^lotniendigkeit der Muttersprache für den (^k'tte-^dienst bekannt ulid fie haben jeden Mischrauch der Kirche und ihrer Einrichtungen sür die Zu>eck? eiller Entnationalisierung Nlit aller Entschieden- heit abgelehnt. Mit so grundsäj.-^licher Klarheit mag dieser Gedanke noch niemals vorher vor aller Oeffentlichkeit ausgesprochen worden seil! und inan wird mit der Annahme nicht sehlgel)en, daf^ sich die Portragell-den troti ihrer an siä) persönli'chen (siilstel lung der Zustiurmung ihrer Nirchen versi-cki>ert hatten. Wenn jetzt solche Richtliliien alifgesk'llt nx'rden, so bedeutet dus vielleicllt leine tiefgreisende Neuorientierung der ttir- Börsenbericht 9 j u b l i a n a, 13. Juli. Divisen: 'Berlin 1337.24 bis 13.t>>01, Zürich Iw?.!'.', 1102.85, London 199.W bis 2<)I.5i;, Neu>. York Scheck 5612.."^ bis Paris 221.12 bis 222.2^, Prag 1W.67 bis 2>!^..')3, Trieft 28t1.(is> bis 289.09. Zagreb, 13. Jnli. Devisen: Verlin 13^i3.!^7 bis i:i44.-!7, Maitalld 2>^N.A) bis 289.99, London 199.9<'> bis -9l..'V, N«.'u'.u'rk S12.^8 bis 5x'>N.1-1. Paris 221.l9 bis 222..^1, Prag ll>i>.t>< bis I('7..')!^. Zürich 1097.!^, bis 1102.95). Z ü r i ch, 13. Juli. Devisen: Paris 2015^12.'), London 18.2.", Newnork '>13.->5, Mailand 2C..17, Prag 1.V19. Perlin 12>.70. chen selbst. Das; man sich aber gerade vor diesom Foruul dazu bekannt hat. otnvohl diese Richtlinien znm Scliaden l'on >tirche und Volkstum nur allzu oft in '^>ergess^'n-heit geraten waren, darf llidem Ziel" hätte reden können, da Deutschland erst zlvei Jahre vorher das Abstimmen über die LchlusMhlung von 25 Milliarden unterzeichnet halic. Die deutsche Delegation habe trotz der Unmöglichkeit dieser Zahlungstilgung die Reparationsfrage nicht mit einem einseitigen Beschluß erledigen können. Es blieb also nur der der Verhandlungen. Dir Kanzler bedauerte, daß es nicht möglich gewesen sei, alle Verpflichtungen zu streichen, doch werde die dcutj6)e Wirtschaft durch das Ergebnis von Lausanne nicht mehr gefährdet. Der Kanzler betonte ferner, daß mit dem Doung-Plan auch die Sanktiousbestini>mungen abgeschasst seien. Man dürfe nicht vergessen, daß Deutschland im Falle des Mißlingens von Lausanne die Annuität des .Hoover-Schul-denfeieri'ahres im Betrage von 1W Millionen Mark in zehn Jahren bezählen müßte, was je!)t abgeschafft sei. Wichtig sei, daß Deutschland seine Souveränität über die Reichsban^ und die Reichsbahn erzielt habe. Die Diskriminierung Deutschland von der Kriegsschuld sei de sacto erzielt worden, wenn auch nicht formell, und zwar durch Streichung des lehten Absatzes des Kapitels VI!! des Bersailler Vertrages. Schließlich sei es von Wi6>tigkeit, daß sich die Beziehungen der Etaaten untereinander verbesserten. Wirtschaftsminister Warmbo ldt erklärte, die in Lauscinne erzielte Lösung sei für Deutschland besser als die durch die Unterbrechung der Verhandlunssen herausgeschlagene Solution. Selbst für den Fall, dasi Deutschland von alten Reparationen lxsreit worden wäre, müßte es drei Milliarden auf ll^rund der im Hoover-Jahre eingestellten Zahlungen leisten. Bei eiue^m «Gt nieMI Am ZI. Au»u«t 1SZ2 vitä «lie Der englischePremierminister Vkacdonald l^i lges im Hotel Beau Rivage in Ouchy bei der Unterzeichnung des Lausanner Vectra-1 Lausanne. Laufanne DebatteimenMchen Llnterhaus Eine große Rede Churchills — Konservative Kritik — Macdonalds Exposee L o n d o n, 12. Juli. ^trafford Cripps erklärte im Namen der Labour Partt) im Unterhaus, wer an der zukünftigen Zivilisation der Menschlwit interessiert seie, müsse die ^deutschen und französischen Staatslnänner in chrer >Liu-sicht b^lückivün^chen, niit ivelcher die Lösung der Roparationsfra'ge erreicht wurde. Allc englischen Parteien >seien den englischen Vertretern dantbar, die bei dem großen Werk von Lausanne mitgearbeitet hätten. Churchill erklärte, er könne sich den Ausführungen des Vertreters der Labour-Anschein, daß nian in erster Linie Deutsch-Party nicht anschließen, denn es l^alv dsrr land an dem Ergebnis der Lausanner ikon-fercnz zu iteglückw-ünschen habe. In nicht ein mal 15 Jahnen nach dein Weltkrie^^? wurde Deutschland von allen Lasten befreit, mit denen die furchtkmren Schäden repariert lt'er den sollen, die den englischen Nachbarn angetan wurden. Die von England und den Vereinigten Staaten nach den: Kriege in Deutschland investierten Kapitalien übersteigen uul vieles die von Deut'schland erlegten Rcparatlonen. Deutschland habe aus (^)rund des Friedensvertrages drei große Personell-dampfer als Sachlieferung abgetreten, uin herllach mit geliehenenl Aelde dr.'i viel kes-sere Schiffe zll baueii, mit delien das Bla>ue Balld gewonnen und gehalten wurde. Die Anleihen, mit deilen dles« drei deutschen Schiffe erbaut wurden, befinden sich unter dem Moratorium, während England seillen großen Dampier der Cunard Line nicht weiterbauen könlle, iveil die Gelder nicht zurückgeströmt seien. In seinen ll>eiteren Ausführungen verlangte Churchill von der 3tsgierung genaue Aiifklärmlgen darüber, wie es nach Lausanne mit der Privatschuldenrege^llng auf l^runid des Eaillaiir-Vertrages stvhs. Man habe bislaug der Ansicht huldigen können, daß England seiiien europäischen GläM-gern Schuldeil lind Rcparationell ohne Rück ficht auf die eigenen Verpflichtin^qen den USA. gegellüber llachgelasscil habe. Von Lau sänne heißt es, es sei ein sogenanntes „g''nt-leman agreeincilt", die RaNfizieriing lverde also so lange hiilausgeschobeil, bis sich die Zignatarinächte init den eigenen l^'-läul-igern verglichen hätteil. Cl^urchill verwies auf die Behauptungen ei,liger Blätter, daß man im Falle der Nichtratifizierung des Lausanner Vertrages zum ?1oung-PIan zurückkehren nvrde. Wer noch daran glanlie, fichr Chur- angenomttlen, daß sie bestenfalls Vonds für Millionen ol?n<' Schädigung des deutschen iikreditS unterbringen, dann bezahle Deutschlaild am I. Juli nur 24 Millionen Mark sür Zinsen uild Aniortisieruug anstatt der früher erwähnteil 17.'» Millio» llen. Dics sei gailz bestinlmt ein grosser Erfolg der Lausanner Konserellz. ckiill fort, daß Dentschlalrd jemals z>tM ?1ouilg-Plan zuruckke.)ren werde, der bedür« ie eiller besonderen ärztlickM Beh>7ndlung, sei aber die Lausaniler Lösuntj von der Re-aebilng der englischen Verpflichtull-gen in den '^>ereiniglen Staaten aMngig, dann steht das Ergebnis von Lalisanlle auf einem sehr niedrigen Niveau. Jelle Stellen der Rede Ehnrchills, in de» nen Kritik anl Lausanner Vertrag geübt wur de, wurden von den Äonlservativen init Beifall entgegengenoinlnen. London, 12. Juli. In der Nachmittagssih.ung des Unterhauses hielt Preniienninister Macdonold sein lnit Spannung erwartetes Erposee über das Ergebllis der Lausanner Konferenz. Bänke ulld Tritmnen l»aren vor Beginn der Situillg voll liesettt. Dasselbe gilt für die Diplonlatenlogen. ?lls Macdonald den Sitzungslsaal betrat, wurden ihm große Ova tionen bereitet. Um 14 Uhr begailn Macdonald lllit seiner Rede ,in der er u. a. sagte: „Ich glaube, das Laiisanner Ak"kommen und sein Ergebnis köiliien zu der Regelling jeiler Reparatioilssragen führen, deren Spu ren wir in allen ökoimmischen Schivierigk^^i-ten finden, die die Welt feit Kriegsende bedrücken. Solange die Reparationen bestehen, gibt es leine Sanierung. Kommt es in Deutschland zu keiner Sailierung, so '^ibt es mich für uns keine Sanierung. Wo lväre die Welt ohne Lallsanne? Ich glaute. die Aom'erellz hat der bisherigen Üngewißlieit ein Ende bereitet. „Den Eimvand, die Re-gierungell illnßtell den Alisgang gewisser Wahlen abivarten, lehnte MacdollOld nlit dein Benl'erken ab, er sei des Wartens satt gelvorden. Es sei ein lächerlicher Vedanke. die Welt könnte bis zuin M>ärz des komiiieil den Jahl-es warten. In seinen lveite'^en Ausführllngen gab Macdonald die nachstr-heilde Titilation der ein.zelnen Staaten: Delitschlalld leistete mlr Reparationen. Frankreich, Euglalld und noch aiidere Staaten bezahlten ihre KriegÄchuldell und erhielten ihre gelielienen Sunimen auch sukzessive zul'ück. Nur Amerika n>ar !n der '.«n-iinterbrochenen Lage des Enlpfängers der Suinmen. Jede von den drei genannten Nruppc-n lehnte die Verkn^üpfiing ihrer Forde rull gen und der eigellen Vel1?flichtungen ab. Der dciutsch.e Kanzler von Papen ^?abe ihin, Ma'donald, noch ain Freitag die Frage vorgelegt, ob eiiie Staateilkonferellz folgen ilvrde, weiiil Lausailne zuni Scheitern konlilie. Macdoilald habe ihn, darauf ern'?-dert: „Selbstlierständlich koinmt es zu eiiler Staatenkonferenz, iveil ivir ja sonst zuln ?1oniig-Plan zur-i'icksehren lnüßten." Schließlich erklärte Macdonald, eS hake nieniaild ein Recht, die Vereilligten Staaten ivegen der schon eiilinal eillgenoinnlenen Haltung zu tadeln. Es sei ivohl bekannt, daß die U'5A. keine diesibezügli^n Verpflich- »utlttnöen! lU»»? — Ueder«lt erktltlleli! tungen auf sich genommen haben, ebenso bekannt sei aber auch die Tatsache, daß kein Volt in der Welt so hilfsbereit sei me das ainerikanilsche, um aus den Schwierigkeiten herauszutommen, die uns umgeben. Macdonaild sprach sich dann gegen Genf als Sitz der WeltivirtschastSkonferenz auS. „Ich bin glücklich, daß uns Lausailne mit Frankreich nähergebracht hat iiild daß sich Frankreich und Deutschland uns genähert haben. Wir nlüssen gemeinsam bestrebt sein, die bestehenden Schlvierigkeiten ^vegzur^u-men. Die britische Regierung wird auch weiter im guten Willen zur Erhaltung des Frie dens in der Welt beitragen." Die Rede deS Prelnierministers wurde vom ganzen Unterhaus mit stürmischem Beifall entgegengenommen. NeglerungsumbUdung w der Tschechoslowaset? Prag, 12. Juli. In der letzten Zeit sind wiederholt Zom-binaionen üter eine Regierungsumtzil-dun-g in Umlauf gesetzt wovl^n. Darnach sollte M a l Y P e t r das Ministerpräsldium übernehnlen, während Biskovsky daS Justizportefeuille überllehmen sollte. Meiß-« ner oder .tz a nl p l kämen indessen für das Jnnenininisterium in Frage. Die „Narodnti Osvobozenny" schreiben hiezu, daß diese Kolnbination lv-ohl in ähn-lic^r Form verwirklicht werden köilnte. Wann es znr Unlkilduing komnlen »verde, stehe noch nicht fest. Es könne dies iln Herbst seili, vielleicht auch erst iin Jäniler oder sp^ ter. Das hänge von der Entwicklling der politischen Lage ab. Auf die Veränderungen im Kabinett drängen S t a n e k, der Führer der lnährisckien Agrarier, und .HodSa, der Führer der slowakischen Agrarier. Die Sc^zialdemokraten seien mit der Politik Udrzials und Slaviks nicht cinve-rstanden, auch Verteidigullgsminister ViZkovskt? er-freine sich nicht der besten Stilnpathieseit er sich so zäl'>e allen Streichungen iin .'ixeres etat und der Heralisetzung der Militärdienst-.zeit auf 14 Monate entgegenigestellt hat. Diese Umstände seien ernster Natur und könnten gar leicht zu einer Regierungskrisc^ führen. Der Kandidat für den Wiener er.ibischSsli», che» Stuhl. Wien, 12. Juli. Wie in informierten Kreise»l verlautet» hat der Bischof von Gurk, Dr. Adani H e f-ter, die Berufung alls den Wiener erzbi-schöflickM Stuhl abgelehnt. Unter den ernstesten BenZerbern ^findet sich der Pro'pst und Stadtpfarrer von Innsbruck Dr. W e i n g a r t n e r, der eine ülieraus ra-sck)« Karriere in der .Hierarchie gemacht hat und als feinsinniger ^riftsteller, Seelsorger und Kunstkenner bekannt ist. Ein jugoslawisches Schiff gestrandet. L o n d o n, 12. Juli. Das Reuterbüro berichtet, daß nach einer Lloydmeldung aus San Vincent der jugoslawische Dampfer „T r i g l a v" auf der Reise von Rotterdaln nach Buenos Aires l:uf einen Felsen in der Nähe des K a p V e r-d e aufgefahren ist. Obwohl der Dampfer in ernster Lage sei, bestehe keine Gefahr, daß er untergehen könnte. Die Besatzung des Schif. fes ist außer Gefahr. Der „Triglav" ist daS nlodernste Schiff des ,'Jugoslawisch. Lloyd"; er wurde 1V29 erbaut und hat 10.300 Tonnen. AZonnerStafl. den ^MarlKorer Nummer .^.,. El» MenMenilNd wächst unter Asien aus Tie Schauergeschichten von Tarzan, dem unter Affen herangewachsenen Menschen, mit dessen Abenteuern vor einiger Zeit ein sederflinker englischer Romanschriftsteller die Lesewelt beglückte, sind fast vergessen, aber das Leben schreibt weiter solche Romane, wie eine Meldllng ans Johannesburg zeigt. In den: Bezirk von Drakensberg in Siid-cifrika war vvr vier Monaten ein kleiner Knabe verschwunden und konnte trotz eifrigen (-ilcheilS nicht gefunden werden. Nun beuierlten klirzlich Bergsteiger zwischen den ^elsschlilchten ein Kind, das mit einer Herde von Pavianen zusammen herumlief. Man glnllbte zunächst, daß es sich um einen Jungen handelte, mit dem die Tiere vertraut gelvorden tvaren und der mit ihnen gelegentlich spielte. Aber einer der Bergsteiger beschlos^, der Sache näber nachzugehen, und bemerkte, daß das stind mit den Affen zusammen auf allen Vieren in eine .^>l.chle kroch, .s'^ier wurden Stücke rohen Fleisches, abgenagte Schafssknochen und Maiskolben ge--funden, die von den Feldern des benachbarten Tales stamniten. Tas ^ind hatte sich in seiner (5rnäluling wie in seiner Haltung den Affen vollständig angepaßt. Es wurde aus der Schar seiner seltsamen Spielgefährten gerettet uud den Eltern wiedergegeb^'N. Äugend ou? Abwegen (Gymnasiasten als Räuberbande — Aus» st'szoncrregsnde ^ntdrsiung in Banja!ula. - - Seit ^wci Isihren tominen im !itna-l>vgt?niua'i'l!n von V a n j a l u k a an-liebstälilc vor. Tie Ti<'b5voll und man tain w.'d liaiauf, daß hi'.'r nur sehr einge-wciht^e Persom'n in V<'tracht tänien. Eines wuvdl' der Professor ain dortigen l.''>l>iiulli>inni L ö w v unter dem '^^erdachte, !>^'r Tiel' zu sein, kurzerhand entlassen. Ti<' Ti-.'lisiäl)le hielten aber an. Tann siel der auf dcn Prof'l'ssor !^i a 6 a l o. Zahlreime V^^'clz^ire konnten al'er kein Licht in die Solche liringen. Die ganze Äugele-lt wulde vorerst geheinl gelialten und das l^iynllwsiuul versuchte seilest, den Tieb zu sasseu, aber es gelalig nicht. Vor v'lui'^eu T'.'!i'!en verschwand aus der ^ .lu^lej des Sekreläro ein betrag von T!u n-. s^'Ni wurde ein Sicherlieitsdicust ei!lq>.'k>"ilu't n'.l^ die Scliule Tag und Alachs l..v".val!>l. 7^u der ^X'ack)t von Donu<'.^'c'taq auf 7vr'il'.^^ beluerlle ein Schuldien<'r aus seinem ^^iund.iaug, dasj sich eine Tür tiewegle. u'.achl.' iosort Licht nnd sprang, mit einen, 'i^evei^'er bewaffnet in das Ülassen-^'^iunuev. traf er zu seiner großt>?n Hebe rraic'^u ü<'n lt-j^hrigen Sol?n d.'s Leh-r..'rs o s' i einen Schüler des (^Zyinna-siu!l?s, diibe: au. wi.' er sich gerade die Ta-j^l)en >nit geitohl"uen t^egei'.ständen füllte. aestaud bei dieser (^Gelegenheit, daß er, gemeiniam uiit oein gleichaltrigen .h a--s a n b o ^ i c, d^u 5os>n eines angesehe^-nen Bürsiers nnd A l i l o v i L, dem ?ol?n einl.'s l^irundb'^'siliero, seit drei fahren syi'le-lualisch die Schnle beraulne. Tie drei (^ym-naii^^steu hat«ui eine ^liänb^'rbandc gebildet nud sich die Beute ehrlich geleilt. Sie be-slichten i^tinos und gaben viel (^'»eld aus, was nicht iveiter ausgefallen war, wcil ihre l^l^tern gut siluiert waren. Sie gestanden all? Tiebstähle ein, auch jene, für »velche der Professor aus dem (^>lnn nasiuui eutlassen worden N'ar nnd gabei? an, daß sie bas Ganze als ein interessantes nud aufr^'qeudes Spiel betrachteten. »Ils der ?>ater von der Verliaftung seine>5 Sohlle-:' horte, machte er einen Selbstnuud-verinch, der aber noch znr rechten Zeit ver-lziudert werden tonnte. Schwerlnvuftrle und Fünf jahrplan Das „unverzeihliche" Zurückbleiben derselben Moskau,!?. Juli Das Kommissariat für Zchkverinduftrie übt in einem Erlaß an den ihm unterstellten Unternehninngen scharfe Kritik wegen Nichterfüllung der Fünfjahrplanguote. Die Produktion in der Schweriudustrie sei m „unverzeihlicher Werse" zurückgeblieben nnd es wird eine ganze Reihe von Maßnahmen zur B<'schleunigttng der Er^-^ugung und zur .Hebung der G'üte angeordnet. Bssonders imist das Ziommissariat darauf hin, daß die Tageserzeugung von Roheisen, die im Mai Tonnen betrug, auf einen Tages-dnrchschintt von 170.sM Tonnen zurückg«' gangen sei. Äußerdcin lasse die Stahl- und WalzstahlerAeu-gung außerordentlich zu mün schen üt^ig und die Siemens-Martin-Oefen seien wegen dauernder Ausbesserungen nur ein Drittel der Zeit im Betrieb. Die Ri'lckgänge in der Eisen- und Stahlindustrie seien auf die Unfähigkeit der leitenden Personen zurückzuführen. Die tech' nischen Spezialisten sollen sich weniger in den technisc^n Büros und inehr in den Werken aufhalten. Schließlich wird angeord net, daß die gesamte Eisen- und Stahlindustrie von ;ei^t ab in drei Schichten arbeiten soll, um Rußlands ivachfenden Hunger nach Metall zu befriedigeT, und die großen, jetzt im Gang befindlichen Bauarbeiten nicht ins lStom Flug um die Erde'dauernd den gli^cklichen Zufall, und nur diesen, in An-spru6) zu nehmen. Es bleibt also bis auf weiteres bei dem Weltrekord, den die amerikanischen Flieger Post und (^'utty vor einem Jahr aufgestellt haben. Die glücklichieren Borgänger Matterns und Griffins hab<'n die Erde in 8 Tagen Stunden l'mkreist. Wie lange noch werden Post und Gatty Inhaber dieses Weltrekordes sein? Es ist zu vermuten: nicht sehr lange. Matteru und Griffen dürften s(I,?n bald waghalsige Nachf^'laer finden. —D. Bei Hämvrrhoidalleiden, Verstopfung, Tali'.luisen, Abszessen, .Harndrang, Stan-NN' ''.'7, '^renzschmerzen. Brnitbekloinmen-hei^, 'ochen. Schwindelanfällen bringt der Gebrauch des naliirliclien „5^-ranz-Jofcf"-B?tterwass?r> immer angenehme Erleichterung. Flissiär'ite für Innerlichkranke lassen in vielen Fäl'en fli-itäglil-si frül) nnd abend--etn-'- ein bals'e'. l'^las F'-'^nz-'^yses-Wasser triltken. Das ,.Fra'iz.!l^okes".Vitierwlisser ist in Aoo. lln'len. Trvtterien und Spe^ereil^andlun^eu er- iviltli/-!, Die dlckilen Menschen Ein französischer Forsuug'5reiscnder, der s^'eben aus Afrika zurückgekehrt ist, berM)-tet, daß er au.f seinen Reisen 'ui slj>ivarzen Erdteil Negerprinzessinnen iiesehen hat, die so unglaublich dick waren, daß sie nicht allein ausstehen konnten, ^'hre Arme hingen weich und schwer wie niäciitige Puddings aui Wrper herab. Bei diosen Non !»tindi>eit au werden die Prinzessinnen gleichsau: mit Milch gemästet. Al>cr der Rekord der Ticke ist daruin doch nicht Mono.pol der Schwarzen. Bon ei-nei!, Engländer Spo^oner. der einen Messerstich in die Magengegend erhielt, l'erichten die behandelnden Aerzte, daß er eine solide ,'>x'ttsrhicht, einen regelrechten Fettpanzer von nicht iveniger als 12 Zeutiineter Ticle hatte. In Lincr>ln in Amerika stellte mon vor Jahren ein tvahres Monstrum von Mens^lien vor, der genan 548 Pfund wog und einen Uinfanq von drei Metern unl) vier Zentin,eter hatte. In der Pariser niedizinisclien Schnle wird l>eute noch der Gipsabgilß der Marie Elage ben>ahrt. !'ie nur l.tt-t groß n'!ar und dabei den n,ärchen-hafteil Taillenunlsailg von I.vg Meter besaß. Aber der j^lönig der Dicken war doch der Engläiider .<>opritts. Er war ivvhl der dickste Meusä), der je gelebt hat, denn er Votz Pfund, und die medizinische Wiss.'nschaft hat sich eingehend nnt ibm beschäni.it. Er -tarb buchstäblich an Erstickung. nach>.ein ihn Barnum als Schaustück engagier! und überall gezeigt hatte. Sin neuer Brennstoff aus Vetroteum u. Kovlenfiaub 'Ter der Eunard-Linie gehörende tDzean» danipf-i.r .,Sclithja" berichtet auf radiotele-graphischem Wiege, daß alle Erwartungen, die in den Erfolg bei Berivendung eines neuen Brennstoffes geseht wurden, überboten worden sind. Der Dampfer, der sich auf deni '^^e^ nach Newlwrk bkfin>det. führ» als '^eil seiner Brennstoffvorräte Tonnen einer neuen Mischung von Petroleum mit ^?os>lenstaub, eines Patentes d?r Ennard-Gesellscliaft. Sie ist dos Ergebnis mehrjähriger Versuche und setzt sich etwa ans Prozent Kvhleuftaub und 60 Pro^^nt Naphta zusainmen. Es wurde nachgewi^ien, daß dieser neue Breimnstoff technisch in g.leick)er Weise vern'endet nx'rden kann wie t^r übliche Naphtabrennstoff nnd daß er in den üb-liclA'n Naiphtaöfen verbrannt nvrden kann. Tie Presse begrüßt das erfolgn'iche Ergebnis dieser Bersnckie als nene. Aussichten >ur Lösung der K>ohlenfrise in Großbritannien, da die E-nnard-l^sellschaft allein jährlich e-t uia l Million Tonnen Naphtal'renn'toff »m Auslande kauft. Wenn dieser Brennstoff in dem beschriebenen Verhältnis mir britiscs>er Kohle geinischt wird, .geni'igt es, bloß Tonnen Naphta im Ausland zu kaufen und es lverden Tonnen britiscl>er !?ol>lo Verwender werden. Der Geliebten den Kopf abqetrennt. Mailand, 12. Juli. Eine blutige Liebestragödie ereignete sich dieser Tage bi'i Jntra. Der Lttjäl^rige Schuhmacher Faliteli-uo lauerte seiner Geliebten auf, mit der er durch ein Machtwort ihrer Eltern das Liebesverhältnis nicht aufrechterhalten dnrste und ftellte sie zur Rede. Tas Mädchen erklärte, sie füge sich deu Eltern und denke nicht daran das Liebesverhältnis sortzusetzen. Daraufhin versetzte er dem Mädclien zahlreiche Stiche. Während sich das Mädciien von dem wie wütend anf sie lossteclienden Mann freizumachen versuchte, pcickte sie Fan telino bei den Haaren nnd trennte ihr nnt einem gelvaltigen Schnitt den ^iopf von dem Rumpfe. Einige Frenndinnen des Mädchens waren Zeuginnen dieses grauenha'ten Vc^r-falles. Nach den: Morde verscknvand der Mörder mit den: Rnfe: Jetzt konnnen die Eltern dran!" im Walde und konnte bisher nicht ausgeforscht werden. Me das Sacharm entdeckt wurde Vor ui^igciähr fünf ^''^ahr^elinlen er;^>.'ri-uientierte i^er Chemiker F ah lbe rg an r>erschiedenen aus deni ^leinki^'Äcnlevr .gewonnenen Präparaten in seincni Laborai:.^-rium, das in einenl Vororr Nen'norl-> lag. In seinem wlsscnschaftlickien Eifer kain er gar nicht dazu, sc in Sch nkenbr^'-tckien, das er sich zuni FrüMlck niitgenonnnen imlte. zu verzehren. Er bolte dies a<'endi' ii: seinem Heinl nach, aber das Bröicken l>arrc c:-nen ausfallend süs'.en Geschinack. An ein Verspeisen war niciit uiehr zu denken. Unwillkürlich fragte sict) der l5heiniler: Wol^vr rührt diese Süßigifeit des Brotcliens? Sie konnte nur aus dem Laboralorinui stain-men. Flugs begab er sich dorthin, unt trocknet hatte, verlieh, nxnn man einen Ge« gen stand mit ihnl in Beri'lhrn ng braclue, diesem den anffallend süßen s^<'sclnnack. Tnrcl> planuiäsnges Forschen '^ellte Faklberg fest, daß diese nterkivürdige !5ioren müsse, das aus deni Teinol, einem Bestand des Sts'inkohlcii teeres, staunute. Weitere Un!ers!nln:ngen führten ihn dazu, di^' Zuiannuei'.sel^^uns? dieser merkwi'irdigen Verbindung zn ergrnn-den. Ter Ebennker nennt die'e Verl'indung mit dem hübM'n kurzen Wort: „^rtbosul-faniidol^enzoesäureanlwdrid". Mit diesen: Sprachungeheuer ist 'ür den, dc'r mit der '''e-l)eiUrsprache der (!shemie Be'ciieid uvis^, >ie Verbindung ganz deutlich charakterisiert. Sie ben Jahre nach der eigentlillx'n Entdecknng ging nian daran, d'e Verbindnng im ^^ro-ßen darzustellen. Man ia'nif das ^acliarl'i. das völlig rein ist und die 'iinss>undelifa ^>e Süßigkeit des .Nohr>uckcrr Prof. M ravljat in geheimer Sitzung über einige Personnlangelegenheitcn. Für den Rechtsausschuß berichtete dann Gclneinderat Herr Dr. K a l a n. In den .hei.nuUsvorband wurden aufgcno.mmcn Frau Maria MegliL un'd Frau Anna Top-ja-k. — Auf dem Magistratsgebäude werden nicht mehr zwei Ctaatsfahnen ausgehängt wcr!>en, da diese jedesmal beschädigt wcr-dcn, sondern nur eine auf einem Halbmast. Für den Wirtschaftsausschuß berichtete Referent G«inderat Herr Prof M r a v-l i a k. Die Gemeinde wird neue Fensterscheiben für die König-Alelsander-^iasernc' anschaffen. — Herr Macelski aus Zagreb, (Eigentümer einer Vill« aus dem Jasefiber-stellte der Ztadtgemeinde folgenden An-irog. Für den FaN, das; die Stadtgemeinde eine '^tras^e auf den Iofefiberge von der Kapelle bis zur ViNa Della Mea fertig baut, würde Herr Macelski für den Ztraßenbau W.lXXl Dinar beisteuern unt-Dr der Bedingung, daß mnt den Arbeiten sofort begonnen wird und die iZtraße noch bis zum Hcrbstv fertig gestellt wird. Außerdem müßte die <^?em'einde verbürgen, daß auf dieser Straße ein ständiger Automobilverkehr gestattet sein würde. Schließlich niüßte die Gemeinde .Herrn Macelski ein Grundstück auf dem Iofefiberge zu Arrondationszwecken verkaufen. Ter Ausschuß schlug vor, diesen Antrag anzunehmen. Die endgültige .Herrichtung der Strasse würde 30.000 Dinar kosten. Die Stadtgemeinde hat für den Vau dieser Stra ßc 30.000 Dinar i^ur Verfügung; wnrde die Unigebungsgemeinde d^en seinerzeit zugesagten Beitrag leisten, so könnte mit dem Pau der Straße begonnen »verden. Ueber den Antrag entspann sich eine heftige Debatte. So niurde besonders von Gcmeinde-rat .Herrn Dr. Skoberne hervorgehoben, daß die Stadtgemeinde in erster Linie für ihre eigenen lStraszen in der Stadt zu sorgen habe, die keinesivegs im besten Zustande wären, nicht aber in der Umgebungö-genwinde, in nvlcher der Josesiberg liegt, eine Straße bauen solle. Die Umgebungs-genreinde hingegen trage für ihre eigenen Straßen zu M'nig Sorge und lehne konsequent jede Zahlung ab, die aus gemeinsamen Angelegenheiten herrühren. Schließlich einigte man sich dchin, daß i)ie Angelegenheit vettagt bzw. dem Ausschüsse zum noch-innligen Studium verwiesen wird. Dcis Ansuchen des Fallschirnifabrikanten Herrn Slavko Leviönik um Herabsetzung des Kaufpreises für das von ihm gekaufte Grundstück am Unterlahnhofe wurde abgelehnt. — Der Kaufmann.Herr Franz Mes-ko, der auf der Insel hinter dem Realgymnasium eine Villa baut, ersuchte um Anschluß an die Kanalisation, Wasserleitung und an das elektrische Stromnetz. Die Kanalisierung und Installierung der Wasser, leitung auf Kosten der Gemeinde wurde ab-l^elehnt, der elektrische Anschluß aber auf Kosten des Ansuchenden gestattet. — Herr Professor Bitenc wird eine Bauparzelle auf denl Iofefiberge neben der Villa des Herrn Della Mea verkauft, wenn der jetzige Reflektant auf diese Parzelle diese nicht bald zu erstehen gedenkt._Die verheirateten Stadt bediensteten werden im Herbste von der Stadtgemeinde Brennholz und Kohle gegen Ratkmzahlung erhalten und zwar Klafterholz zum ermäßigten Preise von 250 Dinar, Kleinholz aber zu 280 Dinar für die Klafter. Der Wirtschaftsverein der Postangestellten in Celje wird Holz aus deiu städtischen Walde zum Tagespreise erhalten. Für den Bauausschuß berichtete Refereut Gemeinderat Herr Direktor B r i n a r. Dem .Herrn Franz Prelog wird der Aufbau einer Mansarde und einer Terasse auf seinem Hause Za sresii-^ Nr. 5 gestattet und zwar unter den Bedingungen, die von der Technischen Abteilung des Stadtuiagistrats vorgeschrieben werden. — Der Bau der Querstrl^ße zwischen der Oblakova ulica und Jenk^va ulica wird vorderhand aufgelassen, bis zur Ausarbeitung des definitiven Regulationsplanes darf das Terra'n nicht verbaut werden. O«» m» mit n«»«m vorsi« 5o ^!» «ii» Lo!s!i, lelimontHitsl», ic^ün !>«> i'iimm«!. u. linij ru g«n»«n »ncisksn r!i« «nt- i^i» >!n,iAastig« Wiklcung vln S.«o dl» ZZ.00 Vin 25.00 unÄ >5.00 ^ugo»I. 4 co. 0.». 0. j., U«kldo, Hochspannung im belgi'chen Strettrevler Der Sreit iui belgischen Kohlcnr-evier spitzt sich von Tag zu Tag mehr zu. Zur Sicherung der Ordivttng hat die Regierung ^tvei Regi-nienter tnit Panzerautos und Maschinengs-u'-ehrcn ins Unruchegebiet Mchickt. Da gegen Mrbig 70.000 'ötrbeiter streiken und ein Hungermarsch nach Brüssel geplant ist, muß init weitercu Unrulxn gercilet lverden. Unser Bild zeigt berittene Polizei vor dem Zechentor einer Grube bei Charleroi. 'i' An Rheumatismus Leidende fühlen lich viel Icsser nach Gebrauch des S i s a k cr M i n e r a l w a s s e r s in: S i s a k s r I 0 Äbad. 70V0 c. Ausfliiglerziige auf der Strecke s^agreb —Celje. Vor vierzehn Tagen br^ichte ein Zagreber Blatt einen Artikel, in dem die Vlnfl'chrung eines Sonderzuss.''.' für Ausflügler von Za^eb nach Celje vorgesäilagen wurde. Die Eisenbahnverwaltung hat nun diesem Wunsche stattgegeben. In der Zeit vom 10. Juni bis 18. Septeillber wird an Sonn- und Feiertagen von Zagreb nach Celje ein Ausflüglerzug verkehreu und zwar mit der Abfahrt von Zagreb mu 0.35 Uhr uud Ankunft in Celje nm 0.25 Uhr. Aus Celje kehrt der Zug um 20.50 Uhr zurück uud kommt am Zagreber Hauptbahnhofe um 23.49 Uhr an. Der Zug wird in beiden Richtungen an allen Stationen und Haltestellen halten. Fahrgäste, die den Zug in beiden Richtungen benü^n werden, genießen ein 50?S ige Fahrpreisermäßigung. c. Wiederaufbau der Wallfahrtskirche auf dem Oelberg. In der Nacht auf den 5. d. ist die bekannte Wallfahrtskirche auf dem Oelberg im Sanntal niedergebrannt. Die Holzteile der Türme und das Kirchendach sind vollkommen, das Innere der Kirche dagegen teilweise vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf niehrere hunderttausend Dinar, da von der Kirche fast nur die nackten Mauern übriggeblieben sind. Bei diefer Gelegenheit sei erwähnt, daß das Kirchendach mit Ziegeln, teilweise auch mit Blechplatten, die Türme dagegen mit Schindeln gedeckt waren. Aus den Mitteln der Pfarre und der heimischen Beviilkerung kann der Wiederaufbau der Kirche nicht bestritten werden, insbefondere da bei der Restaurierung auf die architektonischen Besonderheiten des Baues Rücksicht geuommen und die .Kirche im alten Stil wieder hergestellt werden muß. Das Pfarramt in Polzela sowie der Bauausschuß wenden sich deshalb an die Oeffentlichkeit mit dem Ersuchen um Zuschüsse zum Wiederaufbau der ZVallfahrtskirche auf dem Oelberg. Jeder, auch der kleinste Beitrag ist herzlich will kommen und wird dankbar angenommen. Die Zuschüsse sollen an das Pfarramt Polzela gerichtet werden. Um der Aktion zu einem größeren Erfolg zu verhelfen, werden freiwillige Spenden auch von Bevollmächtigten eingesammelt. Beiträge entgegenzuneh-ttien sind nur jene Personen berechtigt, die » lyit einem Allsweis des Pfarranites in Polzela oder luil einem von dieser Stelle bestätigten Sammelbogen ausweisen können. Aus Vwi P. Sponsion. Dieser Tage erfolgte an der Zagreber Universität die Sponsion des bekannten Sportsiuannes und Sohnes des l/ier im Ruhestände lebenden Steuerober-verwalters Tobias Herrn Bruno T o- b ias zum Magister der Pharmakologie^ Wir gratulieren! Aus Voliikane Po. Herr Alois Rezman, der bekannte und beliebte Religionsprofefsor aus Maribor, welcher hier bei seinen Eltern zur Erholung weilt, ist ernstlich erkrankt und gibt sein Zustand zu schwerster Besorgnis Anlaß. Frisch und mnnter hielt der Herr Professor Diens. tag in der Pfarrkirche zn Poljkane den Früh gottesdienst und fetzte sich dann mit einer Zeitung in den Garten. Plötzlich hörte der alte Vater einen lauten Seufzer uud sodann einen dumpfen Fall. Herbeigeeilt, fand er seinen Sohn in tiefster Bewußtlosigkeit am Boden liegen. Professor Rezman leidet an einenl schU'eren.Herzfehler. p. Betrligercien eines Prioatangestellten. Der Reifende einer hiesigen Mühle führte in letzterer Zeit ein flottes und bewegtes Leben, welches zu seinem Einkommen in keinem Verhältnisse stand. Autofahrten, Zechgelage, großer Kleideraufwand usw. waren auf der Tagesorduung. Die eingeleitete Revision förderte große Unterschlagungen zu Tage, welche auf raffinierteste Art durchgeführt wurden. Der Defraudant flüchtete, dock) ge-lang es den Flüchtling zu eruieren und deui Gerichte einzuliefern. Epott Tennismtlfterflhaft der MNtel-ichUIer Nach >iportlich beuierlensiverten und .;eit-'.vcise auch heiß uuchrirtent.n Käuipsen wur-vergangenen Sonlitag nun «luch die Teu-nismelsters6)a''t Äer Mittelschüler -.u ^ndr sseführt. An der .ilonkurreuz, die vier Spieltage in Anspruch nahm, beteiligten sich 20 junge begeisterte Anhänger des neißen Siportes, die sich recht interessante Känlpse aufbüriieten. Im Einzelkanlpf setzte sich auch Heuer P u-8 enja k erfolgreich durch, lvenn er diesmal auch schmor gegen U n e r in der Vorschlußrunde zu kämpfen bakte. DeA zimi ten Platz na'iin k a p i n in Anip.lch, der lieuer neilerdiini.'^ s chöne Forischritte verzeichnet, al^er iü.iuer noch die iiöligu ö e n j a k und U n g e r hervor. Zivei-te wurden G e r z i n i ö und Z k a ft i n, währel^d sich H a l b ä r t h - L e t t n e r und Jäger-Schmiedererden dritten Platz teilen. Es spielten: Haloärth» Lettner gegen Kamenov-Lapatanov 7:5, 6:3; Jäger-iSchuüderer Men Jote-Franco 6:0, 6:0; PuZeujak-Unger gegen Badl-Iäger 6:0, 6:0; Gerziniö-Zkapin gegeil Halbärth-Schmi derer 6:1, 6:0; PuZenjak-Unger gegen Ger-ziniö-Kkapin 8:6, 6:1. Auch im gemischten Doppcl wurde die Meisterschaft au-'getrageu. Den Sieg Hollen sich hier Frl. Leskovar und P :i 8 e n« ' a k. Die Einzelergebnisse ivaren: Frl LeA. tovar-Pu«enjak gegen Geschwister Lcltner 6:0, 6:0; Geschwister Gerziniö ^egcn Frl. VerstovSek-Lapatanviv 6:3, 6:2; Frl. Lesko-var-Pusenjak gegen Geschivister GerziniS 12:10, 6:0. Als Veranstalter fungierte Heuer die Ten-nissektion ides SK. ^lezniöar. Außer die-^em stifteten auch „Rapid" und „Vtarib-zr- sowie die Firmen Jv. Legat, Zlatoroq, Cirilo. va tiskarna und Jv. Peöar schnmcke Preise, wofür ihnen der Dank der Wettbo.verlv ausgostprochen wird. Als Turnierleiter machte sich der Abiturient PuSenjak verdient. Als uuisichti-ge Schiedsrichter erhielten W. B a l un> W. U n g e r ztvei schöne Ehrenpreise.' ! Akanz Aukulsevi6 spielte Sonntag in Innsbruck in der Vorfchlusirunde der Tiroler Meisterschaft gegen den Meister der Dschechoislo-lvakei Men.^I. Vkenzel behielt mit 6:4, 6:3 die Oberhand. Menzel gewann die Meisterschaft mit einem 6:3, 6:4. 6:2-S!eg gegen Matejka. : „vradjanski" boykottiert Ljubljana. Vergangenen Sonntag kam es beim Mei-sterschafsspiele „GradjanSki"—„Primzrje", das mit 3:3 endete, zu uuliebfainen Szenen, an denen sick» auch das Publikum beteiligt haben soll. Einige Spieler .,Grad;an-?kii" sollen sogar tätlich angegriffen uwrden kein. „Gradjanski" übermittelte iin Zusamii'en. hang mit diesen Zwiifchenfällen an den Ner-band ein Schreiten, in dem er be?annt.^lbt, auf Ljubljanaer Boden nicht niehr antreten zu wollen. : Spanien-Iugostawien. Das Rückspiel Spanien—Jugoslawien wird am 30. April 1933 zur Erledigung gelangen. Das Spiel ivird in Beograd stattfinden. Spanien bcab. ^chtigt noch weitere Landerkämpfe gegen Bulgarien nnd Rumänien ausziutragea. : Auf ZYY.WV Dinar soll sich das Teiizit der Balkan-Eup-Spiele belaufen. : G. K. Gvoboda. Donnerstag, den 14. d. um 17.30 Uhr obligatorifches Training mit der ersten Mannfchaft „Seleznii^ars" am Ei. senbahnersportplatz. Zuverläßiges Erschei. nen aller Pflicht! Kino Union-Tonlino. Ab l)eute, Mittwoch läuft der prächtige deutsche Tonfilm „König der Vagabunden". Ein Praktiverk deufcher Ton-ilulindulstrie. UnioN'Tonkino. Der Filn? „.lsönig der Vagabunden" ist nicht rechtzeiliq cingelang:. dal>er läut heute, Mittir»och der Schlager „Liebesparade" mit Maurire Clievalier. Ab luorgen, Donnerstag rollt der erstklassige Film „König der Vagabunden". ^onnerStaq, den N. IM. ^Marlbrirer Nummer 1^. ^«Zcal OHZ^vUlRlc «Kerlnge BautatigkeN Die tristen WirtschastsverMniss« haben auch auf die Bautätigkeit in den beiden leh-ten Jahttn bestimmenden Einfluß genom-tt.en. Nach der Fertigstellung des Gebäudes des Kreisamtes für Arbeitevvevsicherung u. des Palais der Banalsparkasse hat sich Heu« er die Bautätigkeit nur auf zwei gri^^re Bauten erstreckt. Das Berg'sche Geschäftshaus sioht bereits seiner Bollendung entgegen während das Geschäfts« und Wohnhaus des Zahnarztes Dr. Stamol kaum das erste Stockwerk erreicht hat. Die Arbeiten wurden wegen der Schwierigkeiten, die sich bei der Flüssigmachung der immobilen Gelder geltend machten, arg in die Länge g<-zegen, da am Bau nur eine stark verringerte Anzahl von Arbeitskräften beschäftigt ist. Die gesamte übrige Bautätigkeit Seschrän!te sich fast durchwegs auf Aleinbauten. Auch in der gestrigen Sitzung des Stadtrates wurden wieder nur für Kleinbauten Baubewilligungen erteilt. In der ErjavL.'va nlica 9 wird der Lehrer Franz Öiöek ein Hachparterrehaus erbauen. Einen ähnliclien Bau wird der Finanzrespizient Franz Za lcZnik in der Pregljeva ulica 9 ausführen. Fcra^r wird ein ebenerdiges Wohnhaus von Iv. Bodopivec in der Marxova ulica er richtet werden. Franz und Anna Franceko--vis erhielten die Banbewilligung für ein .HochMrterrehaus in der Metelkova nlira L?;. ^rner wird am Zcherbaum-.Hause am Grajski trg, das der Rechtsanwalt Dr. Blan ke erworben hat, das Portal mngebaut lver-d?n und neue Geschäftsräume gesckiaffen nierden. (5inen Umbau wird auch die Han' delsfrau Marie Baönik aiu .'^'^ause Gospoö^ka ulica 33 vornehmen, schliesslich werden im giof-Haus in der cesta 50 Maga- zinsräume errichtet wcrden. Der 'Stadtrat erteilte fcrncr noch eine Reihe von B'^nvilligungen zun: Mzug von Neu-lauten. Die Staudplagk Kaum haben sich die Mewittenvolken der leyten Tage verzogen und brennt die Juli-sonne wieder heiß auf Stadt und Land, setzt die Staubplage abermals ein. ES ist klar, dafi es unmöglich ist, jegliche Staubbildung zuf den Verkehrswegen zu verhindern. Dazu müßten alle Straßen und Gassen der Stadt asphaltiert sein, was viele Millionen erheischen würde. Aber bekämpfen kann man die Siaubbildung wohl. Die Stadtgemeinde sorgt ja dafür, um ihrer Aufgabe nach Mög-lickikeit gerecht zu werden, doch walten einige Nnzukömmlichkeiten ob, die mit etwas gutem Willen nicht schwer beseitigt werden könnten. Wir erhielten in letzter Zeit mehrere Zu-schristen, in denen sich die Bevölkerung über die grosse Staubplaqe beschwert und Anre' qungen für eine bessere Bekämpfung derselben gibt. So meint ein Leser unseres Blattes, die Straßenbespreugung müßte vier- bis fünfmal und Nack) Bedarf noch öfters am Tage vorgenommen werden. Nötig ist es auch, das^ die Verkehrswege, bei der täglichen Reinigung griindlich gefegt werden, da der zurückbleibende Schmutz, wie Tierexkremen-te usw., die Staubbildung nur fördern. Ferner ist unbedingt nötig, daß nach Aufhören des Regens der auf den Straßen liegen gebliebene Schlamm mit dem abfließenden Re. genwafser in die Kanäle geleitet oder fortgeschafft wird, da bei Trockenwerden der Schlamm wieder zerfällt und in die Luft aufwirbelt. Der Hinweis der Stadtgemeinde auf den herrschenden Wassermangel — allerdings ist derselbe durch den ausgiebigen Regen der letzten Tage für einige Zeit behoben — dürfte wohl nicht zutreffend fein, denn wir be-fiticn in der Drau genug Wasser. Eine einfache Pumpe, die im Sinne einer Zuschrift kaum ltl.ttlX) Dinar kosten würde, könnte alle Sprengluagen bequem und hinreichend mit Wasser versorgen. Auch die Betriebskosten könnten nicht unerschwinglich sein, auch nicht für die gegenwärtigen schweren Zeiten. Will die Gemeinde auch diese Ausgabe nicht riskie ren, bezw. erscheinen ihr die Kosten zu hoch, dann soll die FenerN'ehr herangezogen werden, die das ?lbfüllcn der Sprengwagen mit Schläuchen besorgen müßte. ES ist unbedingt nötig, daß in dieser Richtung etwas unter- ' D-nn in der Draus^id^ fierr- MlMvo«. den ts. Sull schen schon seit einiger Zeit sanitätSwidrige Zustände, die dem „steirischen Meran" sicherlich nicht förderlich sein können. m. Reue Bestimmungen Über die Arbeits-börsen. Der Minister für Sozialpolitik hat eine Verordnung herausgegeben, wonach die bisherigen Bestimmungen über die Organisation und den Wirkungskreis der öffentlichen Arbeitsbörsen einigermaßen abgeändert werden, ll. a. wird bestimmt, daß die Leiter der Arbeitsbörsen jedem beschäftigungslosen Arbeiter in einem Budgetjahr höchstens zweimal Unterstützungen zu 150 Dinar gewähren können. Desgleichen kann jedes unversorgte Kind von Arbeitslosen zweimal im Jahre je 30 Dinar erhalten, jedoch höchstens fünf Kinder der betreffenden Familie und zusammen nicht mehr als 300 Dinar im Jahr. m. Das Handelsgremium macht nochmals alle Mitglieder auf die hLute, Mittwoch, um 20 Uhr im Hotel „Orel" stattfindende Ber--sammlung der Kauflente aufmerksam. m. Abendkonzert im Gtabtpark. Wie bereits erwähnt, findet auf allgemeinen Wunsch des Publikums Donnerstag, den 14. d. um 30 Uhr im Ctcidtpark ein Abendkonzert statt, wobei die Militärkapelle nachstehendes Program zum Bortrag bringt: 1. Suppä: Parademarsch; 2. Wagner: Ouvertüre zur Oper „Taunhänser"; 3. Smetana: Potpourri aus der Oper „Verkaufte Braut"; 4. Kaiman: Potpourri aus der Operette „Ezar-dasfürstin"; 5. Svoboda: Fantasie „Liebe in der Natur" mit Echo; 6. Becueei: „Mär. chen", Foxtrott. m. Wieder Tod unter der Lokomotive. Gestern frühmorgens wurde auf der Bahnstrecke unlvcit von SrediSöe die gräßlich verstümmelte Leiche eines jüngeren Mannes aufgefunden. Die Gliedmaßen des Unglück-lic^n waren vi^llig abg..'trennt. Die Identität des Toten konnte noch nicht festgestellt nvrden. Anl linken ?lrm wurde eine Täto-vierung festgestellt, die die Buchstaben I. P. sowie die Jahresziffern !90l—1021-22 ent->hält. Auch ist n?an sich noch nicht im klaren, ob eö sich um ein schweres Unglück oder um einen Selbstinord handelt. IN. Den Schwiegervater erschlagen. Jni Hause dc.^. Besit-^ers Kkrinjar in Zredi^ee spielte sich Montag nachmittags ein tragischer Zwischenfall ab. Zkrinjar geriet wie schon so oft auch diesmal mit seinoni Schwie gersohn Anton RibiL in eine Rauferei, in deren Verlauf Kkrinjar tot zusammenbrach. Wie die Untersuchung ergab, wurde dem Mann die Schädeldecke zertrümert. Ribiö gab den (^^eud-arnien an, von dem Schwiegervater überfallen worden zu sein, worauf er diesen in NotM'hr mit einem Knüttel niedergeschlagen habe. m. Der Posträuber von Sv. Lenart festgenommen. Wie wir schon in der Folge vom 4. d. berichteten, wurde der Postbote Franz O r n i k in einem Walde unweit von Sv. Lenart das Opfer eines gemeinen Raubiiber-falles. Ter niaskierte Räuber fiel aus dent. Hinterhalte über Ornik her, bedrohte ihn mit einem Revolver und schlug ihn schließlich in den Straßengraben. Che Ornik an eine Abwehr denken konnte, war der Räuber n?it dem Geldsack, in dem sich über 20.000 Dinar befanden, verschwunden. Die Gendarnie-rie nahm sofort die Jagd nach dem Räuber auf, doch blieb die erste Verfolgung erfolglos. Dieser Tage konnte aber in Erfahrung gebracht werden, daß einige Tage vor dem Raubüberfall in Sv. Barbara der ehemalige Kaufnlann Ivan Ivannöa weilte, ohne einer bestimmten Beschäftigung nachzugehen, ferner wurde festgestellt, daß Jvanusa eine Quittung vom 30. Juni mit dem 1. Juli datierte und dieselbe in Zagreb ausfertigte, um so ein Alibi zu bekommen. Die weitere Untersuchung wurde deshalb nach Zagreb verlegt, wo der Räuber auch wirklich ausgeforscht und festgenommen wcrden konnte. Bei il)nl wurde allerdings nur mehr ein Betrag von Dinar vorgefunden. Jvanu^a wurde nach Sv. Lenart eskortiert, wo er naäi kurzem Leugnen auch daS Gebüsch zcig^ te, in das er den Postsack mit der rekommandierten Post geworfen hatte. m. Grsnzvcrkehr im Juni. Auch iin Juni war der il^crleln' an der nördlichen l^renze überaus rege. JnSgi.'samt passierten 10.007 Personen die Grenze u. »-w. 3104 Jugosla- ...<1ie^S8ciie!'lfg mit ge>vg8cti6n wen, 3730 Oest-erreicher, 2286 Tschechoslo-waken, 459 Deutsctie und insgesamt 428 Angehörige anderer Staaten. In derselben Zeit reisten aus Jugoslawien 3K28 Jugoslawen, 367? Oesterreicher, 23.^ Tschechoslowaken, 409 Deutsche und 417 Bürgcr anderer Staaten, insgesamt somit 10. 571 Personen. Der Transitverkehr belief sich im Juni auf 3542 Personen. m. Wieder zwei Fahrraddiebstähle. Aus dem Hausflur in der Wildenrainerjeva ulica 8 kam gestern dsnr Finanzrespizienten Jgnaz Paj ein „Styria"-Rad abhanden. Ein zweites Fahrrad u. zw. ein Neger-Rad wurde dem Genreindevorsteher Anton ^unko aus Jelovec am Marktpla^ gestohlen. m. Aus der Drau gerettet. Uni Mitternacht stürzte sich vergangene Nacht eine irrsinnige Frau oberhalb des Bruthauses in die Drau. Zufälligerweise bemerkten zwei Passanten die Unglücklich rechtzeitig und zogen sie unversehrt ans Trockene. m. Lebensmüde. In plötzlicher Sinnesverwirrung stieß sich gestern der Hilfsarbeiter M. D. ein Messer in die Brust. Äe Verletzung erwies sich aber als leicht, sr>daß D. von der bereits eingetroffenen Rettungsmannschaft in häuslicher Pflege belassen wurde. m. Die Verlaffenschaft des am Hauptplatze tödlich verunglückten Bettlers bläust sich wie letzt ermittelt werden konnte auf 38.000 Dinar, die in zwei hiesigl'n Spar fassen angelegt sind. Als Erbe kommt d^r Bruder des Verunglückten, Anton Kac, in Betracht. m. Schuhputzer am Hauptplatz. In der gestrigen Sitzung des Stadtrates wurde dem Schuhputzer Martin Koviö am Hauptplatze ein Standplatz zugewiesen. m. Der Mittwochmarkt war überaus gut beschickt und besucht. Die Preise hielten sich im allgemeinen auf mäßiger Höhe. Kartof feln gab es in größeren Mengen und wur den zu 1.50 bis 2 Dinar per Kilo abgesetzt. Ein Landwirt aus Pesnica brachte einen Wagen Kartoffeln auf den Markt, die er zu 1.20 Dinar feilbot. Auch bei Obst ist ein Sinken der Preise wahrzunehmen. ni. Heu- und Strohmarkt. M a r i b o r, 13. Juli. Die Zufuhren beliefen sich au Ii» Wagen Heu urbd 1 Wagen Stroh. Heu wurde zu 55—t'»0 Dinar für 100 Kilogrannn und Stroh zu 2 Dinar per Garbe gehan delt. m. Wetterbericht vom 13 Juli, 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser -s- 1, Barometerstand 732, Temperatur 22.5, Windrichtnng WO Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. m. Boö, der aktuelle Wallfahrtsort unse rer Raturliebhaber. Es ist noch gar nich allzu lange her, daß dieses romantische Stüc! Welt noch seinen Dornröschens6)laf hielt .Kaum erst vor zwei Jahren wurde durch die Errichtuug des Turmes für diesen herrlichen Berg ein wenig Propaganda genmcht und es ist wirklich wunderlich, wie viel Anklanfl dieser schöne Ausflugsort in dieser kurzen Spanne Zeit fand. Im Vorjahre war die Besucherzahl der Berggastwirtschaft des Al Penvereines weit über 4W0, während Heuer schon zu Beginn der Sommersaison bereits ein Besuch von 3300 Personen ausgewiesen wird. Daß trotz der inzwisck^en eingetretenen schlechten Verhältnisse ein immer größerer Zuwachs der Besucherzahl naclizuweisen ist bezeugt wohl zu Geniige, daß jeder, der ein mal den Boö besuchte, diesen imnier wieder gerne aufsucht. Alljährlick) wird zur Deckung der noch offenen Sclmid, die der unterneh. niende Verein bei Aufstellung des Turmes und der Hütte zu macheu gezwungen war, ein Erinnerungsfest an die Eröffnung desselben veranstaltet, welches Heuer auf den 17. Juli fällt und gros^zügig wie gewöhnlich vorbereitet wird. Man erwartet, daß alle Freun de unseres schönen Boö diese Gelegenheit benützen werden, um einen vergnügten Tag am Boö zu verbringen. * Kursalon — Maribors „Parkeafö". Parksrühstück: Kaffee oder Tee. Butter, Ei, 5 Din. Alle in- und ausländischen Zeitungen. * Dr. I. JvanSek, praktischer Arzt. Go-sposka ulica 46, ordiuiert bis aus N'eilereS von 9—11 Uhr und von 17—18 Ulir nach-mittags. Telephon Nr» 9202 * Die Motosektion des „Perun" veranstaltet Sonntag, den 1?. Juli 1932 einen Auslug nach RogaSka Slatina. Abfahrt vom Hauptplatz um halb 8 Uhr früh. Freunde des Motofportes willkommen. 63 * Sonntag, den 17. d. M. veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr in Razvanje ein Volksfest mit Lizitation eines Maibaumes. Unl zahlreichen Besuch bittet das Wehrkommando. 67 * Psychographolog Aarmah. Ernste, wis. senschaftliche .Handschristendeutung. Tresssi, chere Charakteranalyse. Hilfe in Lebenston» slikten. Begeisterte Dankschreiben. Besuche werden im Hotel „Zamorc" enlpsangen. Radio-Programm Donnerstag, 14. Juli. L j u b l j a n a, 12.15 und 13 Uhr: SchaUplatten. — 20..W: Uebertragung aus Beograd. — 21.30: TanMusik. — B e o-g r a d, 19.40: Fra^i^zösischer Abend. — 21.40: Konzert. — 22.50: Französische Schla ger. — Wien, i9.35: Tanzmusik. — 20.Ä): Konzert. — 22.20: Zigeunermusik. Heils« b e r g, 20.20: Studentenlieder. — 21.25: Konzert. — Brünn, 19: Französische Mu sik. — Mühlacker, 20.20: Studentenlie« der. — 21.20: Jazz. — 22.45: Nachtmusik. ^Bukarest, 19: Symphoniekonzert. ^ S t o ck h o l m, 20: Schlvedische Musik. 22: Kabarettabend. —Rom, 20.45: Kon-zert. — 22.30: Tanzmusik. — Bero « m ü n st e r, 20: Abendveranstaltung. — 21.45: Konzert. Langenberg, 20.30: Konzert. — 22.45: Zigeunermusik. Prag, 20: Bühnenaussührung. — 22.20: Orgelkonzert. — Oberitalien, 20.30z Abendveranstaltung. ^Budapest, 20: Konzert. — 22.30: Jazz. — War s ch a u, 20: Französisct>e Musik. — 22: Tanzmusik. — D a v e n t r Y, 20: Französischer Abend. — 21.35: K'on^^rt. — 22.45: Tanzmusik. — K ö n i g s w n st e r b a u s e n, 20.20: Studentenlieder. Anschließend Nachtnrusik. — Paris-Radio, 20: Konzert. ^ 21.30: TanWusik. Do« Lager der Weiberfeinde In England, in der Nähe von Daventry, sieht man ein Stück Feld, das wie ein Gefangenenlager durch Stacheldrähte und Schilderhäuser von der Umwelt getrennt ist. In diesen: Lager haben sich über 300 Engländer häuslick» niedergelassen, die mit der Welt, vor allem aber mit den Frauen nichts nlehr zu tun haben wollen. Alle Einwohner dieses Camps der Welbcrfeinde haben in ihrem Leben mit Frauen schlechte ErsahrunB ge gemacht, sei es in der Liebe, oder in: Beins' Sie habeu sich eidlich verpflichtet, sich nie wieder uiit Frauen einzulassen. Einer von den Daventrv-Eidgenossen machte neulich eine Schweizer Reise und kani in eine .'^ütte, die von einer Frau bcwirtschastet ivurde. Treu seinem Eide ging er niclit in die .Hütte, trotzdem er sich Meter über dem Meeresspiegel befand, er jämmerlich fror, und es ausserdem noch zu sctineien anfing. Er wickelte sicli in seinen Lodenmantel und verbrachte die Nacht außerhalb der .^>üt te, nur un^ nicht mit einem weivlichen '^i.ie-sen unter einein Dach nvilen zu nn'issen. Es i»at lange gedauevl. bic' er sich am nächsten Morgen wieder warmgelallfen halte. NMW?- !vuI>.'rZt>sg, düu I-l> LuU Mrtschaftliche Rundschau Äft unftr Bauer verschuldet? Drei Milliarden Schulden gegen zwei Milliarden Einlagen — Neue und Msgiebige Kredite dringend nötig — Kein Grund M Konvertierung der Bauernschulden — Revision der Kreditpolitik Von Dr. Blada M a r k o v i S, PrSsident des Bankenverbandes, Bevgrad. —0— Das Gesetz zum 'Schutze des Bau-1 Diesem Umstände ist es zu verdanken, daß ern hat einige lhcdeutcnde Nachteile gebracht, I unsere ohnehin unglücklichen KreditverhcUt^ unter welchen in erst'er Linie der zu Atihlen ist, daß unsere Landwirte weder bei den Finanzinstituten, noch bei den Kausleuten Kredite erhalten. Dr. Vlada M a r k o v i der Präsident des jugoslatvischen Bankenverbandes, hat sich aus diesem Grunde an die Regierung mit einem Exposce gewendet, in welchenl er die wichtigsten Notwendigkeiten, die sich aus der Lage ergeben, behandelt. D^'r Bauer, heißt es darin, hat für die teilweise unerwünschten vorteile des Gesetzes eine Reihe von Nachteilen erlitten, die ihn ganz empsindliä) treffen. .Hierher zählen in erster Linie die !>lreditbeschränkungen und !?kreditv.?rwe!gernngett seitens der Geldinstitute und der ^tausleute, bei welchen er die siir seinen Lebensunterhalt wichtigen Wan'n l'ezogen hat. Die !>i^editoren, deren Neciu? durch das Äallern'chutzgesey gefährdet sind und die dadurch einen direkten 'Z6>c'.o,973.6W Dinar besitzt. Die Verschuldung des jugoslawischen Bauern betragt daher rein 1.316,3^l.38N Dinar. Aus diesen Ziffern ist zu ersehen, daß die getroffenen Maßnahmen, die die Wirtschaft so stark beunruhigt haben, nicht vollkommen gerechtfertigt waren und daß das Gesetz über die .Konvertierung der Bauernschuldcn ebenso keitte Berechtigung besitzt. Unser Landwirt tann nur durch eine Maßnahme wieder auf seine Höhe gelangen, und das ist die Erteilung tleuer Kredite. X Bestimmungen slir die Aussuhr nach Mexiko. Nach einer Verordnung der Regierung von Meriko muß jeder Warensendung vievsmeunälierKuU (Nachdruck verboten.) Di^ schmalen hoheu Häuser ivaren rein-li6), ^lle bunt bemalt, grosse Papierlaternen brannten vor den Ein^än^en, und es iiel ihr ans. daß sie auWUießlich Männern be-gegneie. Zioei- oder dreiinal tauten große Mandarinensänften vorbei, tieren Borlau>er mit hoher singender Stiinnte um Platz baten. Die Engländerin stand, Zchulter ait Schriller mit vornehnl, in gejtistte Seide «^ekl.'ideten Mmmern an die Wand ae-schmiegt, ol'er nicht ein Blisk dieiser Lente traf sie — nieder atis den Tragstnhlen. noch au5 den rnbig c^evadeaus gerichteten Augen der Passanten, ^vran Lamaire demcrtte nicht, daß ihr stnnim neben ihr hergehender Be-glollen au'ses wurde ein Gong angeschlagen — ein einziger Zchlag, al>er das volle Dröhnen kiegleitete sie, als sie schon eine en^e .f>olztreppe hinaufstiegen, unt> verklang erst, als sich die Tür eines kleinen Zimnters hinter ihnen schloß. Gwvndollne schaute heiter in dem winzigen Raum uuther. Eine dicke gew«il?te Matte i>edeckte den Boden, ein seidenes Bild hing Noten großen getriebenen Silberplatten an Aoman von Kenrik Keller Copyright bh Carl Duncker Verlag Berlin A 15. Fortsetzung. der Wand und in der Ecke brannte auf gebrech! ielieni Dreifuß ein Räuchcrstäbchen. „Wie hnb'sch!" erklärte sie befriedigt. „An scheinend sitld die Mahlzeiten in diesem Haus eine Stinnnungsangelegenhcit." „Sicher", gab er zurück und betrachtete dilster die niederen Sliihle tiebeit dein Tisch. „Für Leute iitit ganz kurzen Beinen lu-üssen sie cineit ultgetrirbten Genuß darstellen." „Ach, Sie Zverden die Ihren schon irgendwo unterbringen können — vielleicht auf denl Fensterbrett", lschlug sie vor und nahm er.^xirtungsvoll neben dent kleinen Tis^^e Plat). „Was tverden Sie lestelloil?" Ein höfilich lächelnder Boy kant nlit tiefer Verbeugung herein und brachte den Tee — schtnole, henkellose Schalen mit 'est an-schl'ep'.'?!dem Deckel. Er stellte das (^tränk in lxinal)? kniender .Haltung vor die Gäsbe 'Und wartete dann bewogungÄos auf Ellis' Befehle. „Haben Sie bestinrmte Wünsche, Fran La-nla're?" „Neitt — ich bin mit allem einverstanden, nur bitte nicht di'cse fürchterlichen grünen Eier nnd klebrigen Vogelnester." Ein schnelles chineisi^sches t^espräch, das von beiden Seiten mit Ernst und Vichtig'keit geilüihrt wurde, entsvattn sich Misckx''n dem Ettglän'der und deni Boy ^ dann ver-schnxind der Iun^e und Ellis lehnte sicl'. befriedigt zurück. „Eben habe ich, wie ich sürchte. unseren ??irt schwer gekränkt, ich sagte aber, e'n Ge-li'rbde verbiete uns, Nudeln zu essen." „Nudeln?^ „Kuang-His Nudeln sind beri"chn?t n ie der .himmelstHniipel zu Pekiitg. c5r pssegt bei seinen Msteil init einem Stück Teig zu -erscheinen lind daraus, schnell wie die Spinne ihr Netz spinut, zwirndimne Nudeln zu ziehen, die dann in Zuckermasse gekocht werden und sehr gut schnmke'n." „^ch mag keine Nudeln, ich will Harfisch-flossen essen", erklärte Gilvendoline .-.nsvr »chs voll. Er lachte. „Sind Sie sehr hungriig?" „Zu Hause wäre ich mit <^^vei Tassen Tet? zufrieden getvesen, aber hier — da> ich — iverdc ich entisetzlich viel essen." „Ich bin neugierig, o-b Jihve ,'^unge diese Küche gvtltiert, ineistens begegnet sie bei Tu-ro-pnern einer entset^'lichen ^lbwehr. Aber das ist meiner Anisicht nach ein bedanerlicher Maitgel an (^schmack — chinesische Speisen sind unendlich rafsimerter als die unseren, ihre Znbercit'lMg ist lvinahe ^unst. — Sie tvevden überall nur männliche äöchs finden." „Guter Gott — nicht einmal für die Küche werden Frauen als würdig befundell? Wie leben diase beidauernswerten Geschöpt'e eigentlich? Wofür interessieren sie sich?" „?llles in allem für dasselbe ivie die Europäerin", versetzte er lächelitd_„exklHoe Sport." Der Boy erschien nüt einer großen randlosen Platte aus lackiertem Rohr nnd bedeckte den Tisch mit einer solchen Fülle von winzigen Schüsselchen und Näpfcheit, daß kein Fingerbreit des Holzes mehr zu sehen war. /,Die livrs cl'oeuvfes", bemerkte Ellis. „Was habe ich da vor mir?" Gwendoli-ne nahm tapser ihre Eßstäbchen in die Hand und beti^achtete unschlitssig ein halbes Dutzend Gerichte vor ihrem Platz. „Geiwu lveiß ich's auch nicht — ich glaube, Banibussprossen,, !>trabben und irgend ein Gemüse von Seetag. Aber denken Sie nicht darüber nach und ül>erlassen Sie das Urteil Ihrem Gauinen". Sie speiste vergitügt. „Mein Gautnen sagt ja, es schmeckt gut, wenn auch fremdartig und — ^ " „Illegetim", half er nach. „Das ist das richtige Wort. Es schmeckt äußerst illegetiui". „Wird das als unangenehm empfunden?" „Durchaus nicht — nur scheint mir die Luft drückend, .^tann man diesies Fenster nicht öffnen?" Elliis erhob sich sofort. „Gewiß ist es nlöglich — aber es dürfte nicht viel nützen. " Das Fenster geht in einen sehr eitqen Hof." Gwendoline schaute hinülx!r. Nur weni-ge Ellen entfernt, blickten dip papierver« liebten matterleuchteten Scheiben niehrerer garl^z unregelmäßig angeordneter Ziinnier - man konnte die Schatten vieler ^iöpfe sehen — Männer- und Franentiipfe — das' entfernte Dröhnen rhythnn'sch angeschlag^'» ner Tamtams tönte gedämpft herüber und dann das schrille ttatzengeschrei eines chinesischen Liebesliedes. „Soll ich das Fenster wieder schließen?^^ „Nein, bitte nicht. — Wissen Sie be. stinunt, d^is^ ich nmch bin? Ich fürchte, ich bin im Thetiter eingeschlafen — gleich wird Madaitie Bntterfly ihre große Arie be^in« nen. — Bald naht sich's dein Hafen . . . — Und das lveiße Kriegsschiff — Bringt Utein Glück mir wieder Ellis sah sie an. „Nicht aufwachen, Frau Latnaire." Die kleinen Schüsselit verschwanden, sie wurden mit zauberhafter Schnelligkeit durch andere ersetzt, und nun standen auch hohe Schälchen init eine>m hellen Getränk auf dem Tisch. „Samschu Neisbranntwein. Sie müßten llielchen zn diesen geräucherten Enten trinken, es ist der ein,zige Alkohol, den nian hier bekommen kann." „O — er genügt", entschied sie sachver. ständig nnd aß ntit bestem Appetit von der geräucherten Ente, nahm ein wenig von dem in kleine Stücke zerzupften Fisch und dazlvischen gesalzene Mandeln. „Warutn bekoininen wir t'einen Reis? Es ist doch das Nationalgericht?" „Weil man davon satt wird. Es wäre untvürdig, würden wir essen, um satt zu tverden." Sie nickte zustinimend. „Darin liegt eine große Weisheit — nian sollte früher vom Äsch aufstehen." Ihr Gegenüber hob nicht den Kopf und gab auch keine Antwort, aber Givendoline hatte ihn in Verdacht, daß er lächelte, nnd daruin speist!) sie tvürdevoll weiter. (Fortsetzu77/? folgt.) 5en 14. JüN Mlss-ibor?? 7Hüi. nach dli!>v'tti !!.^ai'üe dl« vl)n eiilc.u ui-cnkan'i« schen Konsulat vidierte Faktura beigeschlossen sein. Die Taxe für die Legalisierung (Bidie-rung) der Faktura beträgt 5?L des Warenwertes. Um dici'c Taxe »mrd bei der Einfuhr an der mexikanischen GTcnz,e der Jlnport« pll verringert. Me Faktura ist vor der Ab-sendung der Ware dem zuständigen Konsulat in sechs Exemplaren vorzulegen. Für Slowenien ist das mexikanische Alsasulat in .Zagreb zuständig. Eingehende ^nfor« mationen erteilen die mexikanischen Konsulate smv'e d'ie Wirtschaftstammern. X Uebernahme des ungarischL« TeUes der Stidbahn. Wie wir bcreits kurz verzeichnet hatten, haben die ungarischen Staatsbahnen mit 1. d. den restlichen Teil der Tonau-Sa-ve-^Adria-Bahn ^ehemalW Südbahngesellschaft) in ihre Verwaltung übernommen. Damit verschlvindet der letzte noch selbständige Betrieb auf den Linien dieser Gesellschaft. Durch die Uebernahme der ungarischen Linien der Süd'bahn in die Staatsverwaltung ergibt sich notgedrungen eine teilweise Aenderung der bisherigen Tarife. Bor allem entfallen t>ie Gebühren, die in einigen grö^?ren Orten bei Uebernahme der ^i.'ndung^n durch die andere Bahnverwaltung i^nd mr die Ueberfuhr von einen: zum and<.'ren Z^ahnhofe berechnet murden. Fsrner gilt allgeniein der Gütertarif der Staatsbahnen, der in mancher Hinsicht niedriger ist als der bisherige der SÄdba^hiu. Andererseits entfallen stewisse Erleichterungen, die die Lüdbahtt f-är die Beförderung einiger Warcnj^:?ndungen gowi^hrt hat und die >ie Staat?üahnen nicht vorielien. Zm allgemeinen ergibt sich für Jugoslawien eine wenn auch nicht große Verbilligung der Bahn-tarise iin Berkt>hr mit Ungarn oder beim Transit iiter dieses Land. X Jugoslawisches Holzkontingent für Frankreich. Tie französische Regierung setzte jene Holz m enge fest, die Iugoslaivien im dritten und liiertcn Quartal 193Z nach Frankreich ausführen kann. Das Kontingent beträgt je Nil Tonnen. Die Menge wurde im zweiten Bierteljahr auf 1716 Tonnen herabgesetzt, da das Kontingent für das erste Quartal überschritten worden war. Holzer zeugnisse können rni dritten Bierteljahr in einer Menge von 175 Tonnen nach Frankreich eingeführt werden; gegenüber dem z^veiten Vierteljahr wurde hier das Kontingent um ti? Tonnen herab-gesetzt. X Reue Hefesabriken. Demnächst werden H^sefabriken «von -der neuen Gastwirte-Brauerei in Laöko, ferner in Sevniea sowie von der Firma Mediö-Zankl und der Ko-iiner Nahrungsmittelfabrik in Ljubljana errichtet ,Verden. Weitere Konzessionen wurden an den Chemiker Dr. Milan FarkaS in Zagreb und die Zuckerfabrik in Crvenka erteilt. Alle diese Betriebe dürfen Spiritus nicht erzeugen. X Schweizerische Einsuhrbeschränkungen. Tie Berner Bundesregierung hat die Einfuhr von geschlachtetem Bieh von der Importbewilligung und der Entrichtung des Zolls ii00, bisher 30 Franken) im Vorhinein abhängig g.'macht. Diese Bestimmung, die siä) auch auf den Export aus Jugoslawien bezieht, ist am 10. d. in Ltraft getreten. Ferner hat jeder Schweizer Importeur die Genelimigung für die Einfuhr von Bau- und Brennholz anzusuchen. Diese Verfügung gilt für das g e s a nl t e Ausland. X Börscnhandel mit Sluslandforberun. gen. Da zahlreiche Firmen auf die Eingänge der iin Elearingverkehr von Ausländern beglichenen Forderungen unverhältnismäßig lang zu lvarten haben, hat der Zagre^ ber Börsensensal Axelrad den Vor-schlal^ gemacht, an der Zagreber Börse den Handel mit Auslandforderungen einzuführen, um auf diese Weise den Privatclearing euszugestalten und den gegenseitigen Ver-Pfl'chtungen rascher nachzukommen. Die Anregung wurde an zuständiger Stelle ernstlich in Erwägung gezogen und im Prinzip bereits genehmigt. Die schöne Mohnung Äm Zeichen der Zeit Zwei Betten, zwei Stühle, ein Tisch - und wir können heiraten Was braucht man heute zu einer Aussteuer Die Einrichtung einer Einraum-Wchnung könnte sich aus folgenden Möbelstücken zusammensetzen: 2 Klappbetten, 2 Zugvorhänge davor, 2 Lileiderschränke in Bügclticfe, 60 Zentimeter breit (statt des üblichen sperrigen, grossen Kleiderschrankes), 1 Konnno-de, 1 Tisch (1 Meter im Quadrat), 4 Stühle, 2 Binsenhocker, 1 verstellbarer Liegesessel, 1 offenes Bücherregal, 1 Klapptisch unter dem Fenster (als schreib- od. Nähtisch), 1 (5hi-namatte. Die Einrichtung der Küche richtet sich nach den verfügbaren Mitteln. Die Aufdau-Wohnung. Am schönsten und beglückendsten wär: „Meine Tochter kann nicht heiraten!", klagt manche Mutter sorgenvoll und überblickt im (leiste die komplette Einrichtung, die sechsunddreißig Tafeltücher und den Berg Betten ihrer eigenen Aussteuer. Und > ^ s 7 ? Beschaffung der Auzstell«. bestimmt- Sr-MN g«z°g«n stnd. heiratsluftigen jungen Paare eine wirtfchaft liche Basis zu schlaffen, die zu einer glücklichen Entwicklung der Ehe unbedingt erforderlich ist. Alte Möbel. Da ist zunächst einmal der Weg, alte Möbel von den Eltern zu ü6ernehmen. Es gilt, mit Vorurteilen zu brechen, die Abneigung gegen den „Gros;väter-Hausrat" zu besiegen und vor allem nicht die Kritik mancher Besucher zu fürchten, die im Wohnen noch immer eine Zurschaustellung möglichst reprä-sentationsfähigdr Möbel sehen. Alte M ö-b e l lassen sich am besten durch farbigen Anstrich einer n:odernen Wohnung anpassen. Einige Kenntnisse, altmodische Aufsätze oder Türmchen von den Möbeln zu entfernen, werden sich Mutter oder Tochter gewi^ schon angtt'ignet haben. Neumodische Bezüge, helle Tapeten nnd farbenfrohe Gardinen schaffen vollends den Eindruck eines zeitgemäßen Raunies. stilvolle Ntöb^l aus dem neunzehnten Jahrhundert bilden ohne^ hln eine wertvolle und der Zeit entsprechende Ausftattung, da sie dem heutigen Stil nalie verwandt sind. Die EinrauM'Wohnung. Es besteht ferner die Möglichkeit, von Anfang an von einenl Schlafzvnlmer abzusehen und sich einen W o h n - S ch l a s r a n m zu schaffen, der ^poUiellell. Vroeerlen 8Ueo de,5oreli cZeseKlitton Bescheidene Anspriiche — Ausschnitt aus einer Drci-Zimmerwo.hnung belastet, die den gröszten Teil der Einnahmen verschlingt. Ein solcher Mensch ist zu Mben- und Heimarbeit bis zur Erschöpfung gezwungen, mus; die Ausgaben für die Nahrung, Bildung u. alles Uebrige bis zur Unvernunft einschränken. Tas vorbildliche Heim verliert alier seinen Werl, wenn ein entkräfteter, den Eindrücken der Ausil^nwelt nicht mehr zugänglicher Meilich darin waltet. Unter Verzicht auf mehrere Räume und unter Benutzung praktischer raumsparender Neuerungen kann deui jungen Paare ein Raum des Friedens nn>> Wok^aefälligkeit erstehen. ne wirkliche Dringlichkeit zu feiner Erwerbung besteht. Dringlich können uns natürlich neben den nützlichen auch die schönen Dinge sein, und es ist nur notwendig, daß wir in freiem Verhältnis zu unseren Wünschen und Bedürfnissen stehen, damit inr !>'.ampf mit der Materie nicht der freie Mensch verloren gehe. Der rltvtlge Bodenbelag Jeder Raum braucht einen seiner Bestimmung entsprechenden Bodenbelag. Die D i e l e ist grosser Älbnutzung ausgesetzt, gestrichene Fußböden daher s6)nell abgenutzt. Viele Füße bringen täglich Staub und Schmutz!^rein. Da bewährt sich der hygie-Nische und dauerhafte Linoleumbe-l a g aufs beste. Will man die Diele behaglicher ausstatten, so legt man auf daS Linoleum einen Kokoslaüfer, der die dankenswerte Eigenschaft hat, allen Schmutz durchfallen zu lassen. Auch im Kinderzimmer ist Linoleumbelag die beste und einzige Lösung, da kein Teppich, keine Matte auf die Dauer einer so starken Abnutzung, wie sie Kinder hervorrufen, standhält. Durch tägliches Wischen wird der Boden gesundheitlich einwandfrei gemacht. Im W o h n z i m m e r kommt es weniger auf eine möglichst praktische, als vor allem auf eine schöne Bodenbekleidung an. Eine warme, einheitliche Wirkung wird erreicht, wenn die gesamte Bodenfläche mit Boucle oder Velours ausgelegt wird. Der Staubfauger reinigt solchen Bo. den in kürzester Zeit. Doch auch der T e p« p i ch hat seine großen ästhetischen und praktischen Vorzüge. Er ist für das ^Herren-oder Arbeitszimmer geeignet. Wenn er auf gepflegtem Parkettboden oder gewachsten Dielen liegt, steht er an Schönheit dem ausgelegtem Boden nicht nach. Das Schlafzim m e r muß möglichst keimfrei gehalten werden, darum sollte es inlmer mit L i n o l e u m ausgelegt sein. Man kann sa kleine, bunte Bettvorleger verwenden, ein großer Teppich im Schlaszim« N'.er aber ist unangebracht. Der Eindruck der Kälte in der K ü ch e, der von dein Steinfußboden ausgeht, kann durch einen schinalen L i n o l e u m l ä u-f c r genrildert werden. Auf dem Balkon gelten die hübscheir Ehinamatten. Jin B a-d e z i nr m e r vor der Wanne ist eine hol« zerne Gliedermatte enipfehlenswert, wäh. rend die beliebten weichen Gummischwamm« Borlagen auf die Dauer unhygienisch lver» den. glückliche Menschen! Einraumwohnung. wenn sich die Menschen nicht allzu abhängig von ihrem Besitztrieb machen würden. In ihrer Dingliegeisterung vergessen die uieisten, daß sie mit jedem neuen Gegenstand, den sie sich zutragen, ohne daß oft ein wirkliches Bedürfnis vorliegt, sich ihrer Freiheit begelien, sodaß nicht sie zulelü die Dinge besitzen, sondern von ihnen besessen werden. Jeder (^genstand unseres Besitzes fordert unablässig unsere Liebe und! unsere Pflege und läßt uns oft zum Opfer des eigenen Besitzdninges n^erden. Darum solle man sich auch über den kleinsten Gegenstand Recheilschast geben, ob ei- Allerlei Wlffenswerte« Die Mott e, bekanntlich das genügs-rm-ste Tier, da sie Löcher frißt, ist uns immer noch zu gefräßi^^. Wir möchten ihr gern im Sommer auf eine wirksame Weise den Garaus machen. Unter den vielen Mitteln sei das Ausräuchern der Schränke mit verdünnten: Salmiakgeist empfol>ben. Die Motten, die diesen Geruch verabscheuen, werden bald beleidigt abziehen. E i s ist in somerl'clier Glut die Sehnsucht von <^ros; und .^en, ist verkehrt. TkumMer Der Kumps gegen die Httze Abkühlung um jeden Preis. Der Freudenruf „Hurra, es ist heiß geworden!", pslec^t meist nach einiger Zeit einem heftiqcn Stöhnen über die unerträgliche Hitze Platz zu nlachen. Se>I)r bald stellt sich als Folge der unerträglich heißen Nächte Schlaflosigkeit ein, und auch am Tage fühlt man sich matt und arbeitsunlustig. Tie Hitze ist — so eigentümlich dies auch klingen mag — s6)Nx.'rer zu ertragen als die Kälte und viele leiden unter ihr wie unter einer .^t-rankheit. Gegen die s<^rsste Kälte kana man sich verhältnismäßig noch immer besser schützen als gegen Hitze; denn Frost und Schnee lassen gutgoheizte Zimmer vergessen^ Älian zieht siä) lvarm an, und lvenn es besonders kalt ist, nimmt man dicte Pelze und Mcken hinzu nnd hüllt sich bis zur '')?asenspihe ein. Umgekehrt gibt es nur gewisse Grenzcn, bis zu denen man sich entkleiden kann. Dann goht es eben nicht niehr :veiter; steht inlan doch schon fast im Adamsoder Evas-!,ic>stüm da. Einen direkten körperlichen 'Schutz gegen die Hiye gibt es nur in beschräiikteni Umfange. Es empfiehlt sich vor allem, sehr lf e l l e, mi?!glichst weiße >-achen zu tragen. Äe Farbe düs tZtofses ilst ausschlaggebend für seine M>igkeit, Sonnenstrahlen durchzulassen. Je dunkler ein Ltoff ist, umso mehr Sonnen-stlablen läßt er durch, uinso nieniger schützt er d<'n scörper. Daß man sich keine wärmende vUeidung anzieht, versteht sich von selbst. Pei schr stcirker Sonnenstrahlung vermeide man ohne Hut zu gehen. Die (Gefahr eines ^0nnenstiches Wied dadnrch ganz erheblich hc'rabl-semind'ert. Wer es sich leisten kann, wechsele die Wüsche häufiger als sonst, da sie infolge der starken Transpiration schneller verbrauck)t wird. Das beste »vas man tun kann, ist die Räu me, in denen man sich aufhält, inSglichst fühl zu halten. Das beste Mittel besteht darin, Wasser ini Zimmer verdunsten zu lassen, wodurch die Teniperatur im Raum erheblich sinkt. Das geschieht nun nicht etwa so, daß man ein paar Wassergläser ans Fensterbrett stellt — dadurch würde ja nicht eine Abkühlung der Luft eintreten_sondern in der Art, daß n?an die Luft mit Feuchtigkeit tränkt. Das einfachste ist, ein Handtuch in einem Krug Wasser anzufeuchten, es soweit auszuringen, daß das Wasser nicht mehr in kleinen! Strahl abfließt^ dann das Tuch mit beiden Händen anzufassen und es in der Luft auszuschlagen. So wirkt es wie ein feiner Wassicrzersteuber. Die Tapeten, die Nippessac^!n und die im Zimmer stehenden :V!!öbel leiden nicht unter dem Wasser, und doch gelingt es, die Luft erheblich abzukü-len. '.'iber man muß sich vorsehen, daß man nicht etwnS dabei zerschlägt. Nun darf nmn sein Werk nicht dadurch zunichte n^nchen, daß man den Sonnenstrahlen Eingang ino Zimmer läßt. Das sollte man überhaupt an allen heißen Tagen ver-nleiden. Tagsüber empfiehlt es sich, die Jalousien herabzulassen und so ein Durchniär-inen der Räume, in denen man sich aufhalten und in denen man schlafen lvill, zu vermeiden. Eine Ernenerung des Lnftvorrates im Raum kann man gegen Abend noch genügend vornehmen, indem man dann die Fenster aufmacht und durch Oeffnen der Tü rcn für genügenden Durchzug sorgt. In den Zimmern, in denen sich die Mens6)en tags- über aufhalten, ist es natürlich nicht angebracht, die ganze Zeit hindurch das Fenster geschlossen zu halten, aber auch hier sollte man sich wenigstens so einrichten, daß man zur ^it der größten Hitze die Fenster zumacht. Ein Fehler, der immer wieder gemacht wird und der an sich auch verständlich ist, aber immer dazu beiträgt, dem Betreffenden die Hitze noch unangenehmer werden zu lassen, besteht in der gesteigerten Aufnahme von Flüssigkeiten. Gerade an heißen Tagen sollte man sich bemühen, uckglichst wenig zu t r i n k e n. Denn sonst schwitzt man noch inehr. Vorsicht ist vor allem beim Ver-speiseu von Eis, aber auch beim Trinken eisgekühlter Getränke zu wahren. Wer nicht zunächst ganz langsam und in kleinen Portionen ißt und trinkt, NM den Magen an die starke Abkühlung zu gewöhnen, setzt sich der (Gefahr mehr oder minder schwerer Erkrankungen auS. Das beste Mittel gegen übermüßigen Durst ist eine Tasse kalten — nicht eisgekühlten — Kaffees, der vor allem das Durstgefühl besser beruhigt als alle Zitronen- und .Himberlimonadeil und andere Getränke, sowie Eiswaffeln oder Eispor-tioneij. Enlpfohlen wird auch das Trinken heißer Getränke. Man gerät dadurch leicht in Schiveiß, und durch das Schwitzen wird eine Abkühlung des störpers hervorgerufen. Sehr beköminlich sind kalte Bäder. Sie wirken anßerordentlich erfrischend, und mau ist nach ihrem Gebranch viel leistungsfähiger als vorher. Wer das aber noch nicht gemacht hat, muß sich erst an das kalte Baden gewi^ihnen. In den Häusern, in denen Zentralheizung ist, kann man das Wasser allmählich abkühlen, indem man erst war- mes und kaltes miteinander mischt und dann immer iveniger warmes zufetzt. Wer lein warmes Wasser zur Verfügung hat, llelle sich nicht fofort unter die Brause, sondern reibe erst den .«»Körper nnt der kaltangefeuchteten Hand ab. Ein kaltes Bad hat allerdings nur dann Zweck, wenn nian es längere Zeit nimmt, sonst ist, wenn auch nicht gerade angenehm, so doch wegen seiner Wirkung ein heißes Äad an heißen Ta>ien sehr zu enipsehlen. Die Hautporen öffnen sich, und es tritt eine Erweiterung der Hautgefäße ein. Infolgedessen kann vom Ltörper rasch .Hitze abgenommen werd^'n. Außerdem bringen auch die erwi.'iterten Blutgefäße mehr Blut in die Haut und schaffen damit dem Blut eine grössere Oberfläche zur Wärmeabgabe. Außerordentlich erfrischend ist die A b-kühlung des P u l s e s. Indem man fließendes kaltes Wasser längere Zeit über ihn laufen läßt, da hier eine der Hauptadern bis dicht an die Hautobersläche tritt, vermag man so in wenigen Minuten sogar die Blnttomperatur herabzusetzen. Da der Körper bei sehr hol)en Temper.'l-turen weniger Nährwerte braucht als ge-»vöhnlich, kommt man mit weniger Essen sehr gut auS. Jede Liartossel und jedes Stück Fleisch zuviel ist eine unnütze Belastung; man muß sie sich taisächlich abschwitzen. Darum an heißen Tagen mit dem Essen besonders Mas; halten! Aucs> das Schlafbedürfnis ist geringer. Dieses ist niclit mit der allgemeinen Mattigkeit zu verniech-seln. Gegen sie kann man nur mit dem Willen ankämpsen. Än MMN II. MMei 9I7S von k^rückten, I^'eeren un6 empkekle ick meinen 8!ivoviti, Veioxeist u. VemxelSxer Eurken-Csn!«s«-E5s!g /^eisldert Suse!. vrsnnt^eindrennereZ >^lek8SNlIrvvA c. 39 Kvrvöku c. 18 Kieiner /^nieizsr sisicj 2 vln»/- ill önei-mai-ksri dei^uleszen, clÄ sriSONsten ciie /^cjministrÄticsi cjsl- l.2Ie ist, ciss ei-Ieäiczen. Schöne Zimmermöbel und ^wei schöne Nähmaschinen billig zu verkaufen, <^uch .swstfränlein werden in billiM Perpflegung t1i.'lwminelr. Ansr. Vevw. 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