Deutsche Macht •ttrte frtri S*RZR(«| Iil» e»,«», stirgnt« fit, «Bi «ül Z»stkl-Il, u> » 4»»« m»w»ll,q st. —«ieNrljldit, ft. UV). %. t.—, juntäSrtj (I. «R« v»m>rrse»«»», okit(I|li^T% %. IM. |L LM, ,»»,jihrt, ». « «o, tut Us|cls( ftaroR T h. 3*icratc u4 lauf; bd öttmn 0Uttft»lini«tn «>»1Ntchdci ««dort. Sufntfrt« nctyna Jakute filt milrr Blatt »Bt Mtatnte« kH z». ist ■«•:>&»(« an. Rctoctua »»« »»»«»tftioiu» «x. ev»«hstir»dn> »rl Krtocteurl 13(114. mit Hslrm^nw i~tx S»m>. »»» ftfkrtngt, »», ,1—1» Otji 8m- UN» I—I Uhr fU4*ut«tl. — Rrelannriottni portofrei. — SRan'ikrijte werben wdit jimlGfle'enlxt. — »n-«r«e .Rntfn»nn?rn itiito *r. 44. Cilli, Dollncrstllg den 3. Juni 1887. XII. Jahrgang. Sin deutsches Aell. Hut ab vor unseren Cilliern! Sie haben siäegmtlich des Sängersestes, dessen Schauplatz ^>e Samtstadt an den Pfingstseiertagen gewesen, ihr Teulschlhum mit einer Wanne, mit einer S'.tb< bekundet, welche man nicht leicht wieder-juitifi und welche Jedem, der das Fest mitge-möcht, die Ueberzeugung gebracht haben durste, daß das deutsche Volk |an Cilli ein Außenfort kfifit. da« einfach uneinnehmbar ist. E? hat im Lause der beiden Festtage Mo-metttr gegeben, die jeden« Theilnehrner, beson-dtt« aber dem an die kühle. Alle» verflachende >n volkreicher Städte gewöhnten Fremden direct ai's Herz gegriffen haben. Der Blumenregen, der aus die Marburger Gäste bei ihrem Einzüge ricdergegangen, der Jubel, mit welchem beim Ranken der Trinkspiuch des Comits-LbmanneS MWvmmen ward, die Begeisterung, welche die Tischrede unseres Abgeordneten in die hehren JtUißt des deutfchen Liedes austonen ließ, und stramme Gesinnung, welche die nnvergleich-lichcn Frauen und Mädchen unserer Stadt be-dwdetni. als sie draußen im IosesShain den Zwgeni -rräuße und Eichenkränze zuwarfen »n einstimmten in das Lied alle? Lieder: la« waren Momente, die uns unvergeßlich sind. Zmentlich gilt dies von der letzterwähnten 6pipb<. und wenn wir oben von der Unein-Mibarkeit des deutschen Vorwerkes im Sann-tiuic sprachen, so dachten wir dabei zu allermeist a bit deutschen Frauen Cilli», an die Mütter der künftigen Generation, welche den Nachkommen Mf Tcul'chthnm der Väter in gewiß reinster Azrheit überliesern werden. Wir haben unter den schonenden Buchen, als das SangeSseft Wirten Höhepunkt erreichte, von schönen Lippen »oiichc* Wort gehört, das uns — offen ge-standen — überrascht hat. weil es neben der dn den, schönen Geschlechte sehr natürlichen Ge-Älsinnigkeit ein Verständnis für die Lage des dnitschösterreichischen Volke» bekundete, welche» auch bei Männern nicht allzuhäusig vorhanden m. Die Frauen haben es uns erst recht gelehrt, «e tief im Herzen die Cillier ihr Deutschthum Mögen die Sangesbrüder aus Marburg is Uebrigen was immer für Eindrücke mit nach h-mie genommen haben, zweierlei dürsten sie unter allen Umständen anerkennen: die deutsch-nationale Gesinnung unserer Bewohnerschaft nnd die Freude, welche die Cillier an ihren Gasten tonnt. Diese Freude gab sich in der Begrüßung»-rtP« des Bürgermeisters kund, sie lächelte den Ankommenden au» den dichtbesetzten Fenstern zu, fk trat in den, zahlreichen Besuche de» Festcon-ma und der Liedertafel zutage und glänzte Wunders hell beim Hainfeste. In der Erinne-nag an diese Freude wird die Verbrüderung der Gesangvereine von Marburg und von Cilli nn< danernde sein und der Verbrüderung der kcwohnerschaften beider Städte als Grundlage taien. damit es zur Wahrheit werde, was der ilomite-Lbmann in seiner prächtigen Rede ge« 'Mchm. daß Cilli das Schwert, Marburg aber der Schild des Deutschthums im steirischen Unter-!;nbe sei. Die Feste sind verrauscht und man ist zur Zlillagsarbeft zurückgekehrt. Wir werden aber die ri'.n Stunden, welche uns die letzten Pfingst- seiertage gebracht, noch lange nachgenießen und ihrer gerne gedenken. Denjenigen, welche sie uns bereitet und welche zum guten Gelingen de» Sängersestes beigetragen haben, gebührt unser Aller Dank und wir statten ihn im Namen nicht allein der Deutschen Cillis. sondern aller Deutschen hiemit ab. Die Geschichte des alten Celeja ist um ein schönes Blatt bereichert wor-den. eS hat sich um Deutsch-Oesterreich und um daS ganze deutsche Volk neuerdings sehr vn-dient gemacht. * • O Indem wir nun daran gehen, über den thatsächlichen Verlaus des Festes zu berichten, müssen wir zu allererst den Wettermachern unsere Reverenz machen. Seit einer Woche schon hatte man, in Marburg sowohl als selbstverständlich auch bei uns. dem unsteten Treiben in der Atmosphäre mit immer steigender Besorgnis zu-gesehen und es gehörte noch am Tage vor dem Pfingstfeste wirklich Verwegenheit dazu. auf günstige Witteruug zu hoffen. Da, als ob der alte deutsche Gott, wie einer der Festredner im IosesShain bemerkte, im letzten Augenblicke noch zu besserer Einsicht gelangt wäre, begann eS sich am Samstage in der Dämmerungszeit im Westen zu lichten, e» kehrte ganz schüchtern die schon fallen gelassene Hoffnung wieder und sie wurde auch erfüllt, denn am Sonntage blaute ein fast wolkenloser Himmel über dem steirischen Unterlande. Der Empfang Am Morgen des PsingstsonntageS legte Cilli das Festkleid an. Wenige Häuser aus--genommen, prangte die ganze Stadt im Flaggen-schmucke. Als die Stunde der Ankunft der Mar-burger Gäste heranrückte, strömte ein großer Theil der Bewohnerschaft dem Bahnhose zu, ans dessen Perron sich alsbald ein buntes Leben entwickelte. Gemeinderäthe mit dem Herrn Bürger-meiste? an der Spitze, der Gesangverein, die Turner, die Feuerwehr, die städtische Musik-Capelle und ein zahlreiches Publicum, darunter auch Damen, hatten sich zur Begrüßung der Gäste eingesunden. Als der Zug angekommen war, eilte der Herr Vorstand des Cillier Gesangvereines den Marburgern entgegen und geleitete sie in das von den Cillier Vereinen gebildete Quarrt, wo Herr Bürgermeister Dr. Neckrrmann die Gäste mit einer warmen und kernigen An-spräche, in welcher der deutsche Charakter Cilli'S betont wurde, willkommen hieß und sie im Namen der Stadt aus daS Herzlichste begrüßte. Der Herr Bürgermeister theilte den Marburgern sodann mit, daß die Frauen und Mädch.n von Cilli, als deren Vertreterinnen die Frauen: Hut. Carl MatheS und S t i g e r, und die Fräuleins Hut, L i n a M a t h e s und S ch a n-derli zugegen waren, zur Erinnerung an den Ausenthalt der Sangesbrüder aus der Schwester-stadt in den Mauern de» altehrwürdigen Cilli für ihre VereinSfahne ein Band gespendet haben, woraus die Überreichung desselben erfvl e. Es darf hier, ohne eine Unbescheidenheit zu begehen, wohl erwähnt werden, daß die Repräsentantinnen der Mädchen von Cilli überaus reiz nd waren. Und was das gespendete Band anbelangt, welche» auf blauen» Grunde neben der Inschrift: „Die Frauen und Mädchen von Cilli dem Mar-burger Männergesangvereine" auf der einen Seite das Wappen unserer Stadt, aus der andern eine von Eichenlaub umrankte Lyra zeigt, so darf dasselbe in Bezug aus Geschmack als ein kleines Meisterstück bezeichnet werden. Nachdem das Band von Fräulein Schan-derli an die Fahne befestigt worden war und die Marburger den Damen ernen prachtvollen Blumenstrauß überreicht hatten, folgte die Be-grüßungS-Ansprache des Herrn Dr. S ch u r b i Namens des Cillier Männergefangvereine». in welcher Redner der Freude über den Besuch der Sangesbrüder auS der Traustadt Ausdruck gab und die Bedeutung desselben würdigte. Der Vorstand der Marburger, Herr Professor L e w i t s ch n i k, ergriff hieraus das Won zur Erwiderung und dankte in wohlgesetzter Rede zunächst dem Bürgermeister und den anwesenden Gemeinderäthen für ihre Theilnahme am Em pfange, dann den Damen für das Fahnenband, und begrüßte die „freundliche, fangesfrohe, deutsche Sannstadt," was mit Kähnen chwenken und lauten Zurufen aufg.nommen wuroe. Der Einzug iu die Stadt erfolgte natürlich mit klingendem Spiele. Als der Zug zwischen den Häuserzeilen der Bahnhosstraße anlangte, begann der bereits erwähnte Blumenrege», der mir seinem sanften Rauschen eine ungemein be-redte Sprache führte. E» steht urfs natürlich nicht zu, über die innige Freundlichkeit dieses Empfange» viele Worte zu machen. Es genüge die Bemerkung, daß die Ankömmlinge über-rascht. verdutzt, bewegt waren. Sie erwiderten die duftenden Blumengrüße unserer Damen, welch' letztere sich aus der ganzen Stadt an den Fenstern der Bahnhosstraße und der Grazergasse versammelt zu haben schienen, mit lebhaften Hochrusen. Vor dem Hotel zum „Elesanten" angelangt, wurden die Fahnen im Casino deponirt. und kurz nachher versamntelten sich die beiden Ge-sangvereine zu einer Probe im Theater. DaS Festmahl. Schlag zwei Uhr begann im Glassalon des Löwen-GasthoseS das Bankett. Wir begin-nett unsern Bericht über diesen Theil des Feste» damit, daß wir uneingeschränktes Lob sprechen, und Jeder, der sich eine Vorstellung von den Schwierigkeiten zu machen vermag, die e» in einer kleinen Stadt zu überwinden giebt, wenn man urplötzlich ein Festmahl zu hundert Gedecken zu veranstalten hat. wird uns zustimmen. Da» Wirtschaftscomitv hat wirklich Großes geleistet. Wir wären aber ungerecht, wenn wir nicht auch gleich hier der Besitzern des Löwen-Gasthofes gedächten, und es nicht sagen würden, daß das Festmahl der Küche der Frau Walland Ehre gemacht hat, viel Ehre. Nach dem dritten Gange erhob sich der Obmann des Festconiite'S, Herr Josef R a k u s ch. zu einer Tischrede, die, meisterhaft aufgebaut und mit Schwung vorgetragen, zündend wirkte. Er sei mit der Ausgabe betraut worden, die Gäste aus Marburg willkommen zu heißen und er habe sich dieser Mission umso lieber unterzogen, als er ja wisse, daß zum Herzen gehe, was vom Herzen kommt und als er ja nur als Deutscher zu Teutschen, als Steircr zu Steirern, als Sangesbruder zu Sangesbrüder» zu sprechen habe. Redner beleuchtete sodann in einigen tur-zeit, kernigen Sätzen die Wichtigkeit der deutschen Bollwerke Marburg und Cilli, die fürder ver- —g-.--- einigt sein mögen wie das Rüstzeug eines Käm-psers. Er schloß mit dem schönen und mit Jubel ausgekommenen Vergleich, daß Cilli da« Schwert. Marburg aber der Schild des Teutsch-thums im Süden seien uud leerte unter Hinweis aus dem Umstand, daß man sich auf einem von tauseudjähriger Geschichte geweihte» Boden be-finde, sein Glas auf das Wohl Marburgs. Herr Professor L e v i t s ch n i k erwiederte hieraus in einer gleichfalls sehr gelungenen Rede, indem er mittheilte, daß der Marburger Männer-gesaugverein schon lange den Wunsch gehegt habe, mit dem Cillier Bruderverein in Verbin-düng zu treten. Er stimmte den Ausführungen des Vorredners bezüglich der Wichtigkeit der b«dcn Posten Marburg und Cilli zu und gab die Bereitwilligkeit der Marburger kund, sür die Erhaltung derselben gemeinschaftlich einzustehen. Zunächst gelte es, das deutsche Lied sorgsam zu hegen und zu pflegen. Er dankte sodann für den überaus freundlichen Empfang, welchen die Marburger Sänger hier gefunden, endete mit dem Wunsche, treue Waffenbrüderschaft zu halten und brachte der „lieben sangesfreundlichen Sann-ftadt ein aufrichtig gemeintes Prosit" dar. — Tie Sänger stimmten den Chor an: „Das Herz dem Land." Unmittelbar daraus wurde dem Herrn Reichsrathsabgeordneten Dr. Foregger eine herzliche Ovation dargebracht, indem von der Capelle, welche die Tafelmusik besorgte, der „Foregger-Marsch" verlangt wurde. Der Ab-spielung diese» Tonstückes folgte stürmischer Bei-fall. Dr. Foregger erwiderte mit einer Rede, in welcher er das deutsche Lied feierte. Vor fünfundzwanzig Jahren habe man über die deutschen Sänger noch gespottet, weil sie mit Gesangvereinen das damals noch zerstückelte Deuy'chland zusammenschweißen wollten. Heute spotte man nicht mebr: allerdings war diese Wendung nur durch Blut und Eisen herbeizu-sühren. Das deutsche Lied habe auch in Oefter-reich seine Aufgabe zu erfüllen. Es töne wie Fanfaren hinaus und wecke die Schlummernden, und selbst in der Phäakenstadt habe das deutsche Lied gezündet. Dr. Foregger erinnerte an die bezügliche, von dem vornehmsten Gesangvereine Oesterreichs, von dem Wiener Männergesang-vereine, jüngst gefaßte Resolution und erhob sein Glas auf da« deutsche Lied, unter dessen Tönen wir siegen werden, und aus die Apostel des-selben. — Die Feftgesellschaft erhob sich wie auf ein Commando und im nächsten Augenblicke er-brausten die schönen Aeeorde des „deutschen Liedes". Glaserklingen und lebhaft« Hochruse schloßen die Ovation ab. Herr Professor L e v i t s ch u i k fand hierauf mit einem Toaste auf die Frauen und Mädchen Cilli's den lautesten Wiederhall. Die Gastsreund-schaft sei eine alte germanische Sitte; bei den Gernianen habe stets die Frau den Ehrenplatz innegehabt; deshalb wolle er der Frauen und Stäbchen Cilli's gedenken und im Hinweise auf daS die „anderen überragende Ehrenzeichen." mit welchem sie die Fahne der Marburger Sänger geschmückt haben, bringe er ihnen ein begeistertes Hoch aus. Selbstverständlich stimmte die Gesell-schaft mit wirklicher Begeisterung ein. Der Vorstand des Marburger Männerge-sang-VereineS brachte dann noch ein Hoch aus aus den Mann, der an der Spitze des deutschen Cillier Gemeinwesens steht, aus Dr. N e ck e r -mann, welcher weit über die Marken unseres Landes als echter, kerndeutscher Mann und als Freund deutschen SangeS bekannt sei. Die Sän-ger stimmten den Chor ..Er lebe hoch" an. Dr. Neckermann dankte in bewegten Worten, lehnte jedoch den freundlichen Zuruf ab. um ihn der wackeren Bevölkerung von Cilli zuzuwenden, welche an dem Deutschthum unent-wegt festhalte. Er begrüßte die Sänger als die Avantgarde des werdenden Deutschthums, gab seiner Freude Ausdruck, die Sänger von Mar-bürg und von Ctlli vereinigt zu sehen, gedachte der gegnerischen Absichten, das steirische Heimat-land zu zerreissen und trank unter lautem Bei-falle auf die grüne, ungetheilte Steiennark. Als letzter Redner erhob sich Herr Dr. Schurbi, der an die erste Anregung zu der Sängerfahrt der Marburger nach Cilli erinnerte; ..Deutsche Wacht" der Gedanke sei zur Thatsache geworden und damit hoffentlich der Anstoß gegeben, daß die zwischen den Schwesterstädten bestandene Abge-schlossenheit aushören werde. Er Zankte den Marburgern für ihr zahlreiches Erscheinen, ver-sicherte ihnen, daß sie in Cilli's Mauern stets willkommene Gäste sein werden und rief zum Schlüsse dem wackeren Vorstande und dem braven Chonneister des Marburger Gesangver-eines ein herzliches „Grüß Gott" zu. Das Festconcert, Dem Marburger Männergesangverein ging der Ruf trefflicher Schulung voran, nnd wir fanden diesen Ruf im Festconcerte vollauf be-stätigt. Der Vvrtrag der einzelnen Chöre schließt sich mit großer Genauigkeit den Intentionen der Komponisten an, und an die anschwellenden sowie an die verhallenden Stellen ist ein Fleiß aufgewendet worden, der ohne Beispiel ist ; nimmt man dazu noch das vollkommen gleichmäßige Aussprechen des Textes und das schöne Maß-halten im Vortrage in Betracht, so kann man nicht umhin, den künstlerischen Leistnngen des Marburger Männergesangvereines rückhaltlose Anerkennung zu zollen. Es versteht sich, daß der Hauptantheil an dieser Anerkennung dem Chor-meister, Herrn Rudolf Wagner, gebührt, dessen peinliche Sorgfalt in Bezug feiner Ciseli-rung wir schon in der Probe zu beobachten Ge-legenheit hatten. Eine der Stärken des Mänuergesangverei-neS sind die Piani, und eS ist erklärlich, daß bei der Zusammenstellung des Programmes hie-rauf gebührend Rücksicht genommen wurde. Die meisten der zu Gehör gebrachten Chöre sind fol-gerichng schwierige Composinonen, und die gute Wirkung des einsachen „Komm auf d' Alm", kowie des von den Cillier Sängern vorgetragen nen „O. wundersel'ge Frühlingszeit" darf wohl zum Theile dem Umstände zugeschrieben werden, daß nach den hie und da sast allzusehr gekün-stellen Tonwerken, bei welchen in den Tenor-stimmen das Falset vorherrschte, ein frischer, fröhlicher Chor oder ein schmuckloses Liedchen doppelt angenehm berühren mußte. In Bezug aus das Stimmenmateriale sind die Marburger unseren heimischeu Sängern kei-neswegS überlegen; ja. an schönen «nd krästi-gen Bässen sind wir sogar entschieden üb««. Einen aber besitzen die Marburger, den man ihnen wirklich neiden kann, und das ist Herr HanS Sachs. Es sind mehr als zwanzig Jahre verflossen, seit wir den Sänger als Tenoristen kannten. Damals erfteute er seine Wassengenossen in Italien niit Kärntner-Liedern, bei welchen er den „Ueberschlag" besorgte. Heute ist Sachs Bassist oder eigentlich Baß-Bariton. und wenn man einerseits den Umfang seiner prächtigen Stimme bewundern darf, so muß man ander-seitS zugeben, daß er diese Stimme iu einer Art handhabt, die ganz einzig ist. Das Räthsel der mitunter wirklich fabelhaften Wirkung, welche Herr Sachs erzielt hat. liegt — es kann dies nicht nachdrücklich genug betont werden — in dem überaus diskreten Gebrauch, den der Sänger von seiner Stimme macht und in dem ungezierten, schnörkellosen Vortrage bei reiner und deutlicher Aussprache des TeneS. Er laßt seine weichen Töne sichtlich ohne ollen Kraftaus-wand hervorquellen und selbst ein angemerktes Forttssimo kann ihn nicht dazu verleften, sich vor-zudrängen. Uebrigens hat Herr Sachs die Ge-meinschädlichkeit der Schnörkel selbst sehr deut-lich demonstrirt, denn in der bereits etwas ge-hobenen Stimmung während der Liedertafel ließ er sich hinreißen, an die letzten Töne einer letzten Strophe solch eine Verzierung anzusetzen. Man möchte eS fast nicht glauben, aber es ist That-sache, daß er damit die Wirkung der ganzen Strophe beeinträchtigte. Wir haben nach diesen allgemeinen Bemer-kungen über daS Concert selbst nicht mehr viel zu sagen. Der von dem Orchester gebrachten Fest - Ouvertüre „M aritana" von Valase folgte Silcher's von beiden Vereinen vorgetragener „Schottischer Bardenchor," in welchem wir die Bässe der Cillier deutlich hervortönen hörten. Dann brachten die Marburger den ge-tragenen Chor „S u o m i'S San g" von Franz Mair in außerordentlich exactem Vortrage, bei 1887 welchem das Verhallen der schwermütigen Schlußaccorde auffiel, zu Gehör, ließen ein Weck der fröhlichen Muse EngelbergS folgen. das ;arte „Weißt du noch?." aus welchen, ei» Cres eendo ganz besonders hervorstach, und schloß» die erste Abtheilung, nachdem noch zuvor die Cillier Sänger den Engelsberg'schen (iior „G rüß d i ch Gott" erecutirt hatten, mit der wohl sehr schwierigen aber auch gar zu verkünstelten Composilion von Herbeck „Wer-n e r 8 Lied aus Wälschland." ad. Nachdem die Capelle die bekannte Phantasie aus Wagner'schenOpern von Hohl abgespielt hatte, wurde die zweite Abtheilung nra dem mezza toco vorgetragenen, schönen „All-niederländischen Lied" von ftrernm eröffnet, worauf Herr Sachs mit feinem vo» Bmmmchor begleiteten Solo „Komm a u s V A l m" einen wahren Beifallssturm entfesselte, so daß das einfache Liedchen wiederholt werde» mußte. Die Cillier sangen dann mit Frische im* Präcision daS Abt'sche „O. wundersel'ge Frühlingszei t." welches abermals un= gemein ansprach, und die Marburger schlössen hieran Neßler's „Abschied hat der laz genommen" mit dem schönen ebenfalls von ^-achs vorgetragenen Baßsolo, und Slvrch« „Fein Liebchen bist du zu HauiV Der letzte Chor war „N o r m a n n'S Saug" roa Kücken, welchen beide Vereine gemeinschaftlich sangen. Wie das gar nicht anders zu erwarten war, hatte sich zum Concert die vornehme Gesellschaft unserer Stadt vollzählig eingesunde», Logen und Spersiye waren lückenlos, Panene und Gallerie gut besetzt. Dem Concerte folgte der Sängerabrnd dein, „Löwen." welcher recht heiter verlies. Ein Wesentliches zu der guten Stimmung, die in der zahlreichen. dichtgedrängten Gesellschaft herrschte, trugen die Herren Waidach er unl> P l a tz e r bei. Ersterer erzielte mit seiner „Legende vom König Gambrinus" großen Beifall, und Herr Player, der einige Couplets mit Verve und mit erquickender Komik zum Besten gab. hatte jedesmal starken Lachersolg. Im Uebrigen bekamen wir auch ein Soloquarten der Mar-bnrger und noch manchen schönen Chor, darunter KoschatS „V i c t r i n g e r M a r s ch" zu hören. Im Lause des Abends brachte Herr Dr. S ch u r b i mehrere Begrüßung? - Telegramme zur Mittheilung, darunter eines von den umer-stützenden Mitgliedern des Marburger Männer-gesangvereines. ein anderes von Herrn Tr. Lautner in Weitenstein und eines von dem Herrn Landesgerichtsrath Johann Caftellitz, der bekanntlich einstmals Vorstand veS Cillier Männergesangvereines war und EhrenmirgliÄ desselben ist. Den Höhepunkt erreichte das Cillier Eange»-fest, wie bereits Eingangs erwähnt, am Psingö-Montage im JosrsShaill. Es war ein überaus glücklicher Gedanke, den von den Damen Cilli's gewidmeten Frühschoppen gerade im JofefShain zu credenzen. denn es ließe sich zu dem buntbewegten Bild«, das sich don in den Vormittagsstunden em-wickelte, kaum eine reizendere Scenerie denk«, als es die kleine, von steilen Kuppen umrahmt« Thalmulde oberhalb des StadtparkeS ist, welch« von dem Gezweige hochstämmiger Buch«» überwölbt wird, und in welche das Sotww» licht nur gedämpft einfällt. Unter dem weitläufigen Blätterdome verhallen Gesang irnd Musik viel weniger als unter freiem Himmel und doch werden die kleinen Unebenheiten, die bei der Frühschoppensttmmung unvermeidlich sind, wohlthuend ausgeglichen. Der Platz war mit nur geringen Mitteln für seinen Zweck vor-bereitet worden. Eine unter der Anleitung des Herrn Fritz MatheS hergestellte, geradezu malerische „Felsengrotte" mit einem Schanktisch« davor, ein zweiter Tisch für die Speisenoorrmdc und einige Bänke: das war Alles. Die Sänger, welche sich im Caft -ndill gesammelt hatten, kamen pünktlich um halb 10 Uhr, unter Vorantritt der Musikcapelle, herm-marschirt. Vor der Thalmulde angelangt, stellten T 1887 Deutsche Wacht' Mi sich in Froitt cm» und stimmten ein liebe? ..Grüß Gott" an. Indern sie hiero IosesShain betraten, wnrden sie utnäch. <>v,i rier allerliebsten Mädchen mit Maiglöckchen-Sträußen empfange« und hierauf zum Biisset geleitet, wo Herr Dr. Schnrbi sie bat, durch wackeres Zulangen den Dame« von Cilli Freude *u machen. Natürlich entwickelte sich alSbald da? regste Leben, denn wer zauderte oder sich gar zierte, der wurve von den Frauen eingeholt imd mit der bestrickendsten Liebenswürdigkeit pni Ausgeben aller diätätischen Grundsätze ge-nöthigt. Man ließ sich dazu um so lieber her-bei. als da die leckersten Dinge zusammen-qenagen waren, die man nur zu erdenken ver-mag. und als man nur noch das Weh der Wahl y, überstehen hatte. Als sich die Gäste innerhalb des Auchenhains zerstreut hatten, um möglichst ungestört zu genießen. «aS ihnen gespendet werden, kamen' die Frauen und Mädchen nach-geeilt, unt zu sehen, wo und woran eS fehlte, und um das Fehlende rasch herbeizuschaffen. ?ald aber kehrte sich der Rummel der Uscngrotte zu. wo die Herren Fritz M a t h e §, Schmidl und Walland idreS Amtes als Schanker mit staunen«-werther Unermüdlichkeit und mit verblüffender Unerschöpflichkeit walteten. Sie spendeten vorzüg-liche Tropfen und erfreute sich namentlich der Mhwein. der die Etikette „Frei in Lied' und Leben" ttug. des allergrößten Beifalles. Es ver-steht sich, daß unter sothanen Umständen die gute Stimmung der Gesellschaft rasch zur lauten Fröhlichkeit anwuchs, welche sich in Reden und fangen Luft machen mußte. Als Hauptredner iungitten natürlich die Vorstände der beiden Ge-faugwmiK, als Hauptsänger Herr Sachs. Herrn Tr. Foregger wurde abermals eine laute Ova tion dargebracht, für welche er von den Schul t Ankunft von vier Herren zutheil, die sich den beiden Vorständen als eine Abordnung des Männergesangvereines von Windischgraz vorstellten. Unter denselben befanden sich der Vorstand und der Chormeister des letzteren, die Herren R. v. K « t s ch e r a und T r o b e i. Die Feste sind verrauscht und die Tillier können mit Genugthuung, ja mit Stolz auf dieselben zurückblicken. Möge die Erinnerung an die in unseren Mauern verlebten Stunden in den deutschen Sängern Marburgs fortleben, möge die zur Thatsache gewordene Verbrüderung der beiden Gesangvereine eine dauernde sein, möge daS wackere Völkchen von Cilli im Kampfe um seine besten und heiligsten Güter an den Marburgern treue, verläßliche Bundesgenossen gefunden haben! Das walte der alte deutsche Gott! gedrungen, als der liebe Herr Sever ein wahres Jndianergeheul der Befriedigung aus'stieß, als ob es seinem Heldenmuth gelungen wäre, den Feind zu erlegen und zu skalpire«. Nun. einige wackere Steinbrücker haben dem Helden ihre Meinung nicht vorenthalten, sogar die Geistlichen begin nen sich von ihm zurückzuziehen. Wer nach alle-dem den oberwähnten Hy ims aus Herrn Mar-liu Sever gedichtet haben mag, ist uns allen ein großes Räthsel. Vielleicht ist eS der oftgenannte Herr selber gewesen. Korrespondenzen. «teinbrück, 30. Mai. (Orig. Bericht) [D i e letzteNummer der .südst.Po st"] brachte eine Correspondenz aus Steinbrück. auS der wir erfahren, was für ein lieber, guter Herr der Herr Postassistent Martin Sever ist, und wie wir uns glücklich schätzen müssen, ihn in unserer Mitte zu haben. Herr Sever hat sich aber auch wirk-lich große Verdienste um Steinbrück erworben. So langweilig es früher hier war, so lebhaft geht eS jetzt zu, und Herr Sever tst immer vor-an, wenn es gilt, seine« geliebten Mitbürger,' ein köstliches Schauspiel zn verschaffen. Seine letzte Heldenthat verdient erzählt zu werden. Herr Koceli, Lehrer an der hiesigen Volksschule, hatte das Unglück, während der Ueberfuhr von Ratjchach in die Save zu stürzen und er ertrank. Der Verstorbene, ein wirklich in allen Kreisen hochgeschätzter Mann, hatte, obwohl^ Slovene, i« den Augen des Herrn Martin Sever den großen Fehler, daß er^ sich als pflichteifriger Mann mehr um seine Schule kümmerte, als um die hohe Politik und wurde deshalb von Sever, der es für seine Aufgabe hält, i« den Dörfern von HauS zu HauS zu gehen, um die Bau^u aufzuwiegeln, lebhaft angefeindet. Kaum war nun die Kunde von di.ni erschütternoen Unglücke zu uns Schntoereine. sD e u t s ch e r S ch u l v e r e i n.j Am Pfingst-sonntag fand in Wien die Hauptversammlung des Deutschen Zchulvereines unter äußerst lebhafter Betheiligung statt. Wie wir dem Rechenschafts-berichte entnehmen, belies sich die Zahl der Lrts-grni'pen am l. Mai d. I. aus 1174 (darunter 88 Frauen- und Mädchen - Ortsgruppen). mehr als im Vorjahre. Zu den Vorständen dieser Ortsgruppen sind nahezu 6500 Vereinsmitglieder, darunter 500 Frauen. Gesamnttzahl der Mitglieder an 120.000. Die gesammten Baareingänge betrugen im Jahre 1886: 203.247 fl. 4 kr. (1885: 279.889 fl. 31 kr.) Die Gesatnntt-Eiitnahnien des Vereins betrugen seit seiner Gründung (Juni 188») bis 1. Äai 1887: 1,402.218 fl. 55 kr. — Referent für Steiermark ist W o l f f h a r d t, für Kärnten Stein wen der, für Krain und Küstenland D u m r e i ch e r. Kleine Etjronik. IH a q d n - D e n k m a l.s In Wien sand am Dienstag die Enthüllung des Haydn-Denk-males statt. Es steht aus dem Platze vor der Mariahilscrkirche und stellt den Tondichter im reisen Mannesalter dar. Das Standbild ist aus Carraramarmor gefertigt, der Sockel au» Mauth-hausener Granit, das Postament aus Untersber-ger Marmor. Diese drei Steingattungen fügen sich prächtig an einander und stimmen die ver-schiedenen Farben schön zusammen. Die^Höhe des ganzen Monumentes ist 23 Fuß. die Statue Haydn's allein mißt 8'/, Fuß. sE inDiplomat auf eigene Faust.j Ein früherer Offieier des französischen Generalstabes, Gras Herrisson. hat ver zwei Jahren ein Buch .Journal li'uti offieier dordonnanP«" veröffentlicht, worin er erzählte, wie er nach Versailles zum Fürsten BiSmarck geschickt wurde, um diesem die oo> der französischen Regierung endgiltig unter-schried«ne CapitulationS-Urtunde zu überbringen. Unterwegs kam ihm der venvegenc Gedanke, auf eigene Hand und ohne jeden Auftrag dem Fürsten BiSmarck noch eine Milderung der Bedingungen abzuringen und die in der Capitulation angemachte Uebergabe der Fahnen der Pariser Garnison zu verhindern. Er erklärte daher dem Fürsten, dah er die unterschriebene Kapitulation zwar mitgebracht, « den Auftrag habe, sie nur dann zu übergeben, wenn man deutscherseits auf die Auslieferung der Fahnen verzichte. Fürst BiSmarck war zuerst sehr ärgerlich und erregt, gab schließlich aber nach und — H«rrisson«' List war gelungen. Al« Herrisson diese Geschichte in seinem „Journal d'an officier donJonnance" erzählte, stieß sie auf gewisse Zwei fei. Sie ist aber nicht nur buchstäblich wahr, sondern Fürst BiSmarck selbst hat. wie die „R.-Z." erfährt, gleich nach dem Erscheinen de« BucheS durch eine hochgestellte Persönlichkeit dem Grafen Herrisson mittheilen lassen, daß er seine Erzählung mit hohem Interesse gelesen habe und ihn zu dem patriotischen Erfolg beglückwünsche, den er über ihn (den Kanzler) davongetragen habe. lSin Götz von Berlichingen.) In Heidelberg starb am 23. Mai 1887 der Vicepräfident der ersten badischen «ammer. Graf W. Götz von Berlichingen, der in gerader Linie von dem 1562 v«rstorbenen Gottfried von Berlichingen mit der eisernen Hand abstammte. Graf Frie-drich von Berlichingen. 1820 geboren, war der einzige Stammhalter diese« schwäbischen Geschlechts, das seinen Ursprung bis zum Jahre 1150 zurück verfolgen kann. T«n Grafenstand erhielt die Familie erst im Jahre IV59. Graf Friedrich von Berlichingen gehörte ursprünglich der österreichischen Armee an. ,P««tfche Macht" 1887 Als österreichischer Offieier war er oft in Wien und versäumte es nie, wenn im Burgtheater Goethe's „Götz" gegeben wurde, der Aufführung allein in einer Loge beizuwohnen. Seil 18545 war er mit Ebba, geborne Gräfin Sparre-Kromberg vermählt, aus welcher Ehe zwei Töchter und zwei Söhne her vorgingen, deren ältester, den Familien-Traditionen zufolge, wieder den Namen Götz trägt. sEineSensationSgeschichte^ erzählt die .Neckarzeitung" au» Oberndors, 18. Mai. „Ein bisher todt geglaubter Veteran aus dem deulsch-fran-zösischen Kriege, gebürtig von einem Hofe bei Aichwal-den diesseitigen OberamtS, welcher seither in der Gefangenschaft in Algier schmachtete, kam dieser Tage auf hiesigem Bahnhose an. um von hier au« nach siebzehn Iahren die Heimat aufzusuchen. Derselbe war von der südlichen Sonne und der schweren Arbeit — er mußte am Pfluge da« Pferd ersetzeu — so gebräunt und un-kenntlich geworden, daß ihn der Schultheiß nicht sofort anerkennen wollte. Seine alsbald herbeigerufene Frau, die sich inzwischen wieder verheiratet hatte, erkannte ihn sofort als ihren ersten Mann. Aus der Gefangenschaft in Algier entkam der BedauernSwerthe dadurch, daß er mit noch anderen Sklaven deutscher Abkunft einen un-bewachten Augenblick benützte, den Pflug verließ und sich bei Tag in den Wäldern versteckt hielt, während er bei Nacht weiter reiste und so endlich in die Heimat kam. Nach dessen Aussagen soll noch eine größere Anzahl Deutscher gefangen in Algier schmachten. Dem Krieg«-Ministerium ist von ihm hierüber Meldung gemacht »orden." lL e r fl r e u t.] Große Heiterkeit erregte eS nach dem „Wests. Merk." in der Mittwochs-ReichStagSsitzung, al« der Schriftführer Abg. Wichmann, welcher den Na-mensaufruf vorla«, seinen eigenen Namen verla« und, al« er da« erwartete »Hier" nicht hörte, noch einmal laut und deutlich den Aufruf seine« NamenS wiederholte. Erst da« Gelächter in seiner Umgebung machte ihn auf da» Komische der Sachlage aufmerksam. ^Folgende« HeirathSgesuchl findet fich in Nr. 123 der .Köln. Ztg.": »Eine junge, musik., kinderl., nach ihrem eigenen Geschmack natürl. wunderhübsche und in jeder Bez. grundgescheute Frau mit guter AuSstattunz, ohne Vermögen, sucht für ihre anlehnungsbedürftige Epheu-Natur eine starke, feste Eiche in Gestalt eines Subaltern-Beamlen. Fr.-Off. u. f. w." Locates und Movinciales. Cilli, l. Juni. sKron prinz Rudolfs wird mit Kronprinzessin Stephanie im Lause des Monates Cctobcr Cilli, Marburg und Pettau besuchen. sDer HerrReichsrathsabgeord-nete Dr. Foregger,j welcher anläßlich des Sängersestes nach Cilli gekommen war, hat am Dienstag Morgen mit dem Courierzuge die Rückreise nach Wien angetreten. sDer Fürst von Montenegro und seine Familiej haben auf der Reise nach Wien in der Rächt von Sonntag auf Montag unsere Stadt passirt. ^Bauten in Cilli.] Herr Moritz Stallner beabsichtigt in der Wienerstraße die Erbauung eines zwei Stockwerke hohen Wohn-hause». Aus dem ehemals Gollitsch'schen Garten-gründe werden die Herren Hausleitner und Con° sorten ein größeres Zinshaus baue». Beide Gebäude sollen noch im laufenden Jahre unter Dach kommen. sS p e n d e n.s Für den Cillier Stadtver-schönerungverein haben gespendet: Herr Iesser-nigg (Erjauc) I fl. und Herr Dr. Carl Higers-perger 5 fl. sBildungsunterricht für Tanz und A n st a n d.1 Heute v Uhr Nachmittag und Abends 8 Uhr. beginnt der akademische Tanzmeister aus Graz, Herr Eduard Eichler, im hiesigen Casinosaale seine Lehrcurse. Die Ein-schreibungen hierzu finden für jüngere Schüler um 4 Uhr Nachmittag und für Erwachsene um 3 Uhr Abends statt. sS t i e r s ch a u. | Die Thierschau-Commis-fionen der Bezirke Cilli, Franz und Oberburg hielten die heurigen mit Prämiirung verbundenen Zuchtstier-Licenzirungen im Bezirke Oberburg zu Xcatvi am 21., im Bezirke Franz zu Kappel am 23., im Bezirke Cilli zu Cilli am 28. Mai ab. Zu Taveri wurden von 24 vorgeführten Stieren — zumeist Kreuzungsproducte des Land-schlage» mit Mariahofer Race — 8 prämiirt. 16 licenzirt und 2 dem Bezirke zur Subvention vorgeschlagen. Zu K a p pel wurden von 23 vor-geführten Stieren — theils reinracige Maria-hoser, theils Kreuzungsproducte dieser Race mit dem Landschlage — 10 prämiirt und 11 licenzin. Zu Cilli wurden 4l> Stiere vorgeführt — Kreuzungsproducte von Mürzthalern, Maria-hosern und Murbodnern mit dem Landschlage — hievon 15 prämiirt und 15 licenzirt. Somit sind von den in den drei Bezirken vorgeführten 87 Thieren 73 mit der Licenz betheilt und da-von 33 prämiirt worden. — Mangel an tauglichen Zuchtstieren zeigt der Bezirk Oberburg, wenn auch dort eine Besserung gegen vergan-gene Jahre nicht in Abrede zu stellen ist, wäh-rend das vorgeführte Material? der Bezirke Franz und Cilli allgemeine und ungetheilte An-erkennung sand.- in Franz Tank dem günsti-gen Einfluß? der bei dortigen Gutsbesitzern auf-gestellten reinracigen Vaterthiere, in Cilli aber Dank der hier fachmännisch eingreifenden und ausgiebigen Einflußnahme seitens der Vertretung deS Bezirkes durch alljährigen Ankauf und Auf-stellung der entsprechenden reinracigen Zucht-stiere zur Veredlung des Landschlages. sAusSt. Marein bei Erlach st ei nj wird uns unterm 30. d. M. geschrieben: „Am 28. d. M. fanden im Schooße unserer Bezirks-Vertretung die Wahlen des Bezirksschulrathes statt. Wie unsere musterhafte Bezirksvertretung immer aus dem Boden des Gesetzes steht, so wurde auch diese Wahl dementsprechend vorge-nommen. obwohl von den 32 Mitgliedern der Bezirksvertretung nur 16 erschienen waren. Ge-wählt wurden außer dem berühmten Bezirks-Pädagogen und dorspsarrlichen Obermeßner Iurkovitsch, lauter Bauern, darunter auch der Obmann unserer bekannten Bezirksvertretung Herr A n d e r l o ch, vulgo Meßnerwirth. Wenn man bedenkt, daß die vorgenommenen Wahlen sechs Jahre gelten, so können wir vollkommen beruhiget sein, daß das Bolksschulwesen durch solche Vertreter im Bezirksschulrathe in unserem Bezirke bestens gefördert werden wird. Uebrigens können wir bestimmt versichern, daß gegen den ungesetzlichen Wahlvorgang von Männern, welchen das Erziehungswesen sehr am Herzen liegt, com-petenten Orts Protest erhoben wird." sW i l d s ch o n u n g.s Im Monate Juni dürfen nur die Rehböcke, dann vom 25. an die Hirsche und bis 15. Juni noch die Auer- und Birkhähne abgeschossen werden. Sämmtliche übrigen Wildgattungen befiuden sich sonach tn der Schonzeit und dürfen dieselben in dieser Zeit weder gejagt, gefangen oder sonst auf irgend eine Art erlegt werden. Ebenso ist das Einsam-meln oder Vernichten der Eier, das Ausnehmen deS jungen Wildes aus den Nestern sowie das Zerstören derselben verboten. Ausnahmsweise ist das Sammeln von Eiern behufs Ausbrütung durch zahme Hühnerarten sowie das Einfängen des Federwildes nur dem Jagdberechtigten oder dem von ihm bestellten Hilfspersonale gestattet. Ferner befinden sich im Monate Juni die Fluß-karpfen, Schleien und Barben in der gesetzlichen Schonzeit und dürfen dieselben in dieser Zeit aus keine wie immer Namen habende Weise ge-fangen und zehn Tage nach eingetretener Schon-zeit auch nicht zu Markte gebracht oder in den Fischbehältern gehalten werden. [M i t dem Bajonett.] Der Anstreicher Ignatz G u d n a von Stemstein gerieth hier in der Nacht vom 29. auf den 30. mit einem Infanteristen in Streit, der in Thätlichkeiten ausartete. Der Soldat zog sein Bajonett und brachte dem Gegner eine Stich-wunde in die linke Brustseite bei. Gudna mußte in'« Giselaspital übertragen werden. sSchubbewegung.j Im Monate Mai 1887 sind vom Stadtamte Cilli 51 Schübling: an ihre Bestimmungsorte expedirt worden. Die Zahl der beim genannten Stadtamte gefällten Verschiebung^-Erkenntnisse betrug 29. In die ZwangsarbeitS - Anstalt Messendorf wurde ein Individuum und eines nach Lankowitz abgeliefert. MMswirtkschafttiches [Die Nordbahn und der österreichische Staat, | Die »Sch lesische schreibt Folgendes : „Was seinerzeit bei der dk- ] lamentarischen Verhandlung des neuen Hebet ti» kommen» mit der Nordbahn vorausgesagt rouat, daß nämlich die Verwaltung da» Erträgt stets derart gruppircn wird, daß die im 'VttK vorgesehene Betheiligung des Staates an 0« Gewinne nicht eintrete, ist nun thatsächlich getroffen. Laut des neuen Uebereinkominm» kommt dem Staate an einer Actien-Dividende ein gewisser Antheil zu. Obgleich nun die Dm* jährige Dividende l 17 5 Gulden beträgt, «rtialt der Staat doch keinen Heller, denn man bat die Bilanz in solcher Weise zusammengestellt. Sag das Erträgnis aus deut Äsenbahnbetriebe, a welchem der Staat Antheil hat, nur 07*7 f. beträgt, während der Rest von 20-8 sl. ai* Reingewinn aus den nothleidenden Aon»» werken der Bahn ausgewiesen ist. Aus diese in fällt der Staat vollständig durch. Angekommene fremde. Hotel „Erzherzog Johann". Gottfried Katz, Kaufmann, Marburg. — .1 Platzer, Kaufmann, sammt Frau, Marburg. — Tr. Richard Forregger, ReichSrathSabgeordneter, ffiien. — I. Gumsei, Kaufmann, Wien. — I. Geiser, Händler, Marburg. — Friederik« von Bigvavo, S««-besitzerin, sammt Kammerfrau. Ungarn. — Wilhelm Prantner, Komponist und Chormeister, Wie». — AloiS Koratschin, Buchbinder, Marburg. — Zoda« Albert, k. k. Beamter i. P., Wien. — I. Saru, Sparcafsa-Buchhalter, Marburg. — Carl IfiamM, Kaufmann, Marburg. — R. Hrussa, Agent, Motto;. I Lewitschnig, k. k. Professor, Marburg. — I«itf Bullmann, Stadtbaumeister, Graz. Hotel .Koscher. Franz Scharb, Kaufmann, Oberburg. — It. AloiS Trost, Arzt, sammt Frau, Graz. — Dr. Kömx?-berg,Advocat,sammtGemahlin, Agram. — Jose'Plenk, Privat, Leoben. — Anton Plenk, Betrieb« - äTtiftar, Trifail. — Josef Plenk, caud. jur., Rückenstei». — Franz Harrich, Lehrer, Marburg. — B. üeritti, Kaufmann, Marburg. —Em. Nagelstein, Kaufmann. An?»-lav. — I. Naglitsch, Redacteur, Laibach. — älirt Jlger, Uhrmacher und Elektriker, Marburg. — 31h« Curiel, Consularbeamte, Budapest. — Dr. Franz &. ser, Primararzt, Graz. — Hans Süffel, .«aurmam, Wien. — Franz Jglitsch, Kaufmann, Pettau. — 3*"" «renn, Kaufmann, Graz. — Anton Gaßner, tar mann, Pettau. — K. Kleinpeter, ÄirntionS-Beaiirlr, Wien. — Leopoldine Schnic, Private, St. Margarethen. — Carl Leiter, Lederermeister, sammt Frau, Äam. — Carl Pirch, Schlosse cmeister, Carl «oß, Anton Wesiak, Comptoirist, Marburg. — Adolf r.it. Ignatz Plan, Jakob Werner, Heinrich Süß, Äauflettrt, Wien. — A. Paichel, Zahnarzt, Laibach. Hotel „Stadt Wien". Josefine Stropnik, Private, Graz. — Dr. Jiuhaö Ritter Wettstein von Weftenheim, k. k. Unirerfiiätt-Docent, Wien. — Rosa und Thereke Ritsche, Pri°«t, Optotnitz. — Anton Laske, Architekt und Stabttauine: ster, sammt Gattin, Wien. — Clemens Wratichze, Oberlehrer, sammtFamilie, Lichtenwald. — Felix Re»di, Beamter der steiermZrkischen Sparcassa, Graz. —®mil Costa, CommiS, Marburg. — C. Makesch, Halt«!»: mann, Rann. — Fllipp Klempercr, Kaufmann, Pni. — Friedrich Zantier, Bertrand Schanz, Callandeiiüt-rer, Gratwein. — Carl Sket, Kleidermacher, Ircmio-berg. — Gustav Schneider, Wachmann, Mardur;, Gasthos „gold. Engel". Aloi» Waidacher, Beamte, Marburg. — Zifef Lößl, Kaufmann, Marburg. — Carl Landwehr. mann, Marburg. — Johann Holitscheg, Privat, bürg. — Franz Strohjakel, Pferdehändler, Suinz. — Franz Plefchetz, Lederer, Wöllan. — Carl Privat, Marburg. — Franz Koller, Reisender, V*n\. — Josef BarU, Handelsmann, sammt Stirem, Marburg. — Julius Schmosta, Bucbbalter, 'ain*t Frau, Marburg. — Mathias Hotfchnig, Schl>>fa, Littai. — Rudolf Hoffer, Privat, Marburg. — Stefan VigeS, Privat, fammt Frau, Graz. — äl«* Kapper, Privat, Marburg. —'Maria JierfcfcaJ, Ch laten-Händlerin, Marburg. — Anton Müller, Pn-vat, Marburg. — Antonia Wenig, Privat, -!nn. — Leon Schlein, Zahntechniker, Tarnoiv. 1887 Hwgeleudet. Danksagung. Wenn die Erinnerung an die letzten Pfingst-iciqc für die Bewohner, kür die verschiedeneu Vereine dieser St«dt unauflöslich mil der un-vergeßlichen Erinnerung an die liebwerthe An-Wesenheit de» Äiarburger Männergesangvereines in Cilli verknüpft ist, so tritt für den Stadtver schonerungsverein das Gefühl wärmsten, besten Tanker sür die Aufopferung hinzu, womit der Äarburger Männergesangverein seine auSgezeich-nttea Kräfte mit beste»! Erfolge dem zu Gunsten des Ltadtverichönerungvereines veranstalteten «!o»ccrte gewidmet hat. Indem sich der Pcreinsausschuß der ange-«bitten Pflicht, diesen Dank auszuspreche», entledigt, zeichnet für denselben «illi. 31. Mai 1887 Der Obmann. Gedenket des Teutschen SchulvereineS bei Spielen und Wetten, bei Festlichkeiten »nd in Testamenten, sowie bei unverhofften Gewiiinsten! Cement Traversen, Etulkaturmatten Eisenbahnschienen für Bauzwecke r.u billigsten Preisen. IM* Modenwelt. SHuRrMe Zeitung filt IHletle un» Handarbeilen. HioiwtlUb ,»»> 5!umme»n. V«>» iHttiel|0»r[iif| in. l.» 76 *r. Z »hrlich ericheinen: M Summern mil Tottrllin nnb Handarbeiten, rnlf)a 1 trnt gegen «xx> W"bti:ä uttgcii mil Vc Ichteidnag, welch« bat gniqe Webtet »er Sarderode un» WtkvjiMie für Damen. M-j». «pfn in» Snaben, nie sät »a« ,artete »üttti-•Jtet umlafleu, ebenso »ie Leibwäsche filt Herren nn» »ie Bett- nn» lif<*niälAe >e, wie die £«n»«rt>eiten in l»tem grntjen Umranae. l 1* Beilagen mit et»» «cm Schnlli«n»ern fiii alle Seaeniläxde der Sarderade nn» etwa 400 VInster-»«r»eichnunßin fiir Bf.»- nn» ftrtfiftttt. fioBien»-OI|iffteB >c. Uttn/Brnti leeiNn je»er,ti> »ngen»»«en bei allen Bnchhandtangen tu Daftasftallrm. — Pr»be-Z!l>«metn grali» »nd lranco durch »j, h«rb«,«n. Berlin W, Pat«»a»rr ©tt. SD, fBirn. I. Lverug-ffe , DANIEL RAKUSCH Kisenhamllttny in CUH empfiehlt Knfcteiier Port land -,i 4to Koman-Ptrlmoos. Pnrtland-Trifailer Roman-Uterer „ fttiabriieker (Markt Z)«rch'chnittsprei e.) Im Monau Itoi 1887 kostete der Hektoliter Weizen auf hiesigem ' PIa»e durchschnittlich fl. 7.30, Korn fl. 6.50, Gerste j>. 5.80, Hafer fl. 3.80, Kukuru, fl. 6.5V, Hirse fl. 7.—, Heiden fl. 6.50, Erdäpfel fl. 2.40, der Meter Zentner Heu kostete fl. 2.20, Kornstroh l. 2.20 Weizenstroh fl. 2.—, Streustroh fl. 1.80 »ferftroh fl. 2.—. Im Monate Mai 1887: m Kilogramm Rindfleisch (ohne Zutragt) kr. 40 fc* 5U und 52, Kalbfleisch kr. 50, 56 und 60, Ech»cinfleisch kr. 52, 56 und 60, Schöpsenfleich fr. -. . Course der Meuer Börse vom 1. Juni 1837. Zeitliche Staatsschuld in Noten . . 81.40 „ „in Silber . . 8-'.85 3jftm. Goldrente........112.65 ■üjrtntc 59lt.........97.— Sdafactien........... 8.85 brditactien........... 283.10 Katen . , . wista........127.05 Sinkend'or..........10.08'/, £ f. Münzducaten........ 5.96 100 Reichsmark......... 62.37'/» limit jm.qoo; iiiMtttitieile »Her imitn wm« innn>i; unm» in». I« |»lll lti»tn «»rechn. „Deutsche Y»«cht" F.s wird gebeten, QberflQssiges Schuttmateriale nur in den Mtudfpark v.-rfthren mul dort an die dazu geeigm t• Stelle abladen zu la-re i Der AnanchuiwdeH Stadt vcrächüneraug*-Vereine#* ************* Wiederverkaufte erhallen Kabelt. Passenden eleganten Zimmer-Schmuck bildet da« bei Gilbert Aiitfrr. Wien VII., Sicbensterngasie 32 erschienene Oelfarbendruckbild Sr. Majestät de* aisers Franz Josef I. Höhe 6!) cm., Breite 0iS8t bei S24 12 Paul Hier & Coup. Ilifll, II'., f'WWM'ilflMlr. 9o. frisch geräucherten, liefert 5 Kilo gegen Kachnahme ohne weitere Speien um fl. 3-50 H. Ivawparek in Fnlnek, Mähren. Heilung der Lungen-| leiden Tuberkulose (Seh wind «nebt, Aus« eh rang) Asthma (Athemnoth), chronischen Itroiuhial-catarrhe etc. durch Gfls-Exhalation (mittelst Rectal-Injection). Das Unglaublichste, da» scheinbar uncreiclibarc Ideal der Aerzte, es ist mit dieser Heilmethode ganz und voll erreicht! U«b«r die Überraschenden, unfehlbaren Heilerfolge sprechen am überzeugendsten folgende in Kürze, aber möglichst im Wortlaute zu-sammengelasste Atteste von Professoren von Weltruf. welche auch von den medicini«chen Zeitschriften des In- und Auslandes voll bestätig 1 wurden. Oft schon nach dreitägiger Gas-Eihalation mittelst Rectal-Injection schwinden Husten, Auswurf, Fieber, Schweiz nnd Rasselgeräusch. I>aa Körpergewicht nimmt wöchentlich '/,— 1 Kilo zu. Der Patient wird geheilt und kann die anstrengendste Lebensweise wieder aufnehmen. Bei Asthma st. tlt sich eine halbe Stunde nach der Uas-Exhalution ein Nachlas» der Athemnoth ein. 'Bei Fortsetzuni der Cur kehren die Anfälle nicht wieder. Selbst bei tuberkulös zerstörten Stimmbändern, wo auch die Hälfte der Lunge zerstört wurde, trat Heilung ein. Von 30 Patienten im letzten Stadium der Tuberkulose wurden mittelst Gas-Injection alle gründlich geheilt. Wie in den grössten Hospitälern der Welt, so findet auch im k. k Wiener allgeni Kranken-bau«» der Gas-F.xhalatinns-Apparat best« Anwendung. Atteste Geheilter liegen vor. 217 50 Der k. k. a. p. Gas-Ezhalations-Apparat (Rectal-Injection) ist complet mit Zubehör zur Gaserzeugung sammt Gebrauchsanweisung fslr Aerzte und zum Selbstgebrauch für Kranke durch ZDx. Carl _AJ.tnasirLn WIEN, VII. Mariahilferstrasse 80 für 8 fl. und 30 kr. für Packung, gegen baar oder Postnachnahme zu beziehen. — Die Cur selbst ist weder belästigend noch störend. | IN AUEN BUCHH^müKGINVOmrHI^ in i ^ ' nqbstlc X. v» jH Lic-' — NT ,N ,db 50 LIEFERUNGEN d50 KR.- 80 PF-lFp10Cts."50 Kop. 0 A.HARTLEBEN s VERLAG IN WIEN. <3 .Heugras Fechfung vom e.„, t'omlftas (Umgebung Cilli) wird, in verschiedene gro>*e Parcellen pclheilt, nn den Mnst-bietenden hLotnngegeben. 1): e Wiesen umfassen circa 10 Joch und liefern «Asses schönes Heu. Kauflustige werden eingeladen n&chsten Sonntag 5. Juni, Nachmittag 2 Uhr am Forstbof, Fournier-Fa'brik erscheinen zu wölkn. 377 Fritz Sff/öalt. Cnrs für Tanz, Anstand und MÄÄk VMM. P. T. Beehre mich "-ineni hochverehrten Publicum Cilli'.-« dio ergebenste Mittheilung tu •Tstatten, diss ld Donnerstag den t. Juni im Casinosaale, >i Inr Nachmittag sflr jünger« Schüler und 8 l'hr Abend« für Erwachsene die Unterrichta-Curse begingen werd''. Das Ünterrirhta-Programtn nmfa'st: Die Grund-eleinentc der Tanzkunst, Haltung und Anstunds-lelire,alIegebrSu bliebe nSalontinze.meinenOrl iclniil-Sechsach ritt Walzer, nnd die von derGesammt-Pressc beifälligst besprochene, von mir herausgegebene formschön« .Neue Menuett*. Da* Honorar beträgt IQr Anfänger 8 fl., für Studirende 7 fl.. für Wieder- llulell le b fl. Die Einschreibung!:« wollen gefälligst Donnerstag den 2. Juni ton Ö—7 L'hr Nachmittag für jüngere Schüler und Abend* von 8—S Chr für Erwachsene im obgenalitucn Saale bekannt gegeben Werden. Hochachtend ■;1. 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