Nr. 110. Samstag, 13. Mai 1905. 124. Jahrgang. Laibacher Zeitung. ^"«Mrrationöprtlö: Mit P ostve rjen du»g: ganzjährig 3(> «, halbjährin 15 «. Im ttontm: ganz-"'» 2li X, hllldjährlg 11 li, Für die Zustellunn in« Haus ganzjährig 8 X, — Insertionögebühr: ssür Neine Injerale liiü zu 4 Zeilen 50 d, „rohere per Zeile ili l>: bei öflercn Wiederholungen per geile 6 l». Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ansnahmr der Eon»^ und Feiertage, Die Abminiftratiun befinde! sich ttuiigreftplah Nr. ü, die Redaktion Dalmalingalje Nr. 1U. Sprechstunoen der Nedallion vun 8 bi« 10 Uhr vormittags. Unsrantirrte Briefe werben nicht angenommcn, Manullripte nicht ziirüclgestellt. Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben ^MehendesAllerhöchstes Handschreiben allergnä ^Nst zll erlassen geruht: Lieber Fürst Lovkowicz! . . In wenigen Tagen werden Sie, in voller Tat-M an der Spitze der antoilomen Verwaltung ^ines geliebten Königreiches Vöhinen stehend, ^ ?o. ^iebellsjahr vollenden. Gerile ergreife Ich diesen Anlaß, Sie auf das "'Mchste zn beglücklvünscheii und dankbar der "chm Verdienste zu gedenken, die Tie sich dnrch ^ lange Reihe von Jahren in der Leitung des ^nndtages solvie auf allen (Gebieten der antono '^'n Verwaltung erworben haben. , Ich zahle auch auf Ihre bewährte Mitwir-f''l!'!' dclinit in Meinem Königreiche Vöhnven jenes ^'dliche Eilivernehiuen der beidell Volksstäiiime ""cht luerde, welchem die sicherste Gewähr für de- "' Wohlfahrt nnd Gedeiheii bildet. > Als Zeichen Meiner besonderen Anerkennung A^5 tatkräftigen und erfolgreichen Wirkens ver-,^'lX Ich Iyl^':, ^^.f^-i ^as Großkreuz Meines "- Ttephans-Ordens. Wien, am w. Mai 1905. Franz Joseph m. p. ^ .^e« lj. Wai 190b wurde in der l. l. tzof< und Staats-^az b°s I^XXXVII. Stück der rumänischen, das Titelblatt, ^chronologische und alphabetische Repertorium zur polnischen X v?, ^ des Neichsgesetzblattes vom Jahre 1904 sowie das bll,.! u>ld XX. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichsgesetz» leö vom Jahre 1905 ausgegeben und versendet. I9s)^ach dem Amtsblatte zur .Wiener Zeitung» vom 10. Mai liz». ^ "- ^7) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß. ' "N'nsse verboten: 2g ^r. 48 .iv^Lo trone seien und keineswegs als von den Parteien in den Kronrat entsendete Delegierte aufgefaßt werden dürfen. Iil der „Nenen Freien, Presse" wird eine Än-ßerung des Abg. Dr. Funte mitgeteilt, des In-Halts, er stehe noch immer auf dem alten Standpunkte der deutschen Fortschrittspartei, dem auch die anderen deutschen Parteien ihre Zustimmung niemals versagt hätten, daß angesichts der verworrenen lind national zerklüfteten Verhältnisse Österreichs an dem. System einer neutralen Beamten-regieruug festgehalten werden müsse, und hellte sei er mehr denn je dieser, Ansicht. Die Annäherung der beiden. Nationalitäten müsse der Parlamentarisierung des Kabinetts vorangehen, aber eine vergebliche Hoffnuug wäre es, wenn man glanben würde, daß die Annäherung sich im Gefolge der Parlameutarisierung vollziehen müßte. Das „Deutsche Volksblatt" meint, die Forderung nach einem parlamentarischen Ministerium habe nur dann einen Sinn, wenn man ein Zusammenwirken von Deutschen, Ezechen und Polen in einem Kabinett für möglich halte. Halte man dies aber für ausgeschlossen oder den deutschen Interessen abträglich, dann sei es ein Verbrechen, dein Volke allerlei von der Vortrefflichkeit der parlamentarischen Negierungsform vorzugaukeln. Darum wäre es ganz gut, daß die Probe auf das Exempel gemacht würde. Vielleicht glücke das Er-periment - wenn nicht, dann werde wenigstens liiit der Fabel vom alleinseligmachenden Parlamentarismus aufgeräumt sein. Der Aufstand in Jemen. Ein Bericht des Konftantinopeler Korrespon denten der „Pol. Korr." tritt verschiedenen über den Umfang uud die Einzelheiten des Aufstaudes iil feinen verbreiteten Meldungen entgegen. Ganz unzutreffend sei die Nachricht, daß sämtliche türkische Verwaltnngsbeamten in ^emen von den Insurgenten getötet worden wären und die Reformtommission, welche angeblich erst demnächst dahin abgehen soll, zum Ersatz für die getöteten Beamten bestimmt sei. Demgegenüber sei festzustellen, daß der Aufstand fich kaum auf ein Drittel der großen Provinz ausdehnt, uud daß die Aufständischen selbst nach Einnahme von Sanaa mit großer Scho-iiiing vorgingen, indem sie viele Beamte und Offiziere freiließen. Was die Reformkommission anbelangt, welche vor mehr als zwei Wochen al> ging, so würde sie, da sie bloß ans vier Mitgliedern besteht, gewiß einen sehr schwachen Ersatz für sämtliche getöteten Beamten bilden. In bezng auf die Meldung, daß der türkische (General und sein Stab nach der Niederlage sich auf ein englisches Schiff flüchteten, ist zu bemerken, daß der Ort der Niederlage, Sanaa, vom nächsten Hafen, Ho-deida, rnnd 150 Kilometer in der Luftlinie entfernt ist, ferner daß .vodeida lind das Hinterland bis etwa WO >t'ilometer gegen Sanaa noch vollständig in türkischem Besitz ist, so daß eine Rettung auf ein englisches Schiff ganz überflüssig wäre. Besouders seltsam sei die Nachricht, daß in Mdiz ein „großstiliger Krieg gegen die Beduiuen, die Stämme der Wahabiten nnd die Aufständischen in feinen uud am persischen Golf beschlossen wurde." Weun man einen Blick auf eine gute Karte wirft, sich die Distanzen, klimatischen und andere Verhältnisse vergegenwärtigt, sowie die Tatsache vor Augen hält, daß der Aufstaud in Nestarabien gar keinen Znsammenhang mit der Situation in Öst-arabien, Nedschd und dem persischeil Golf hat, muß man sich über die Möglichkeit voll Meldungen, wie die zuletzt erwähnte, verwnndern. Schließlich ist gegenüber pessimistischen Ansichten über die Lage in Genien darauf hinzuweisen, daß diefes Gebiet in den letzten dreißig Jahren der Schauplatz vou fechs Aufstäuden, darunter zwei großen, war, uud daß daher die Pforte alle Aussichten hat, auch die jetzige Bewegung zu bewältigen. LeuMeton. Wie man Millionär wird. 'u>n v"" Ulöchte wohl jeder gerne wissen. Wenn sy , d>o wenigsten M^schen dieses Ziel erreichen, ^ra 3 Mangel an Rezepten sicher nicht schuld b«n !'»^" dieser Hinsicht, sind fast alle Millionäre z^ Zachstem Edelmut beseelt; immer wieder er-^i,^ ^ ulit größter Bereitwilligkeit, wie sie ihren !^i !."' erworben haben, ihre schuld ist es nicht, spil/ ^ anderen es so schwer finden, ihrem Bei-^/' 3N folgen. „Welche Gaben mnß eine gute ^hln ' Manne ill die Wiege legeil, wenn er dm ^lki^ h"l' Millionen zn erwerben?" So wurde 5>l,^"v E a r ne g i e kürzlich gefragt, und seine b«ri ? lautete: „Der allergrößte Vorteil besteht 11,^'' baß er arm ist. Er muß seine Laufbahn ohne ^ "lützliiig beginnen. Die Verantwortlichkeit, bri, ""u cinem armen jnngen Mann auferlegt, ^ , "Ues, was in ihm steckt, zur Entwicklung. '>l^ ^heimnis des Erfolges liegt hauptfächlich ^ s Entschluß, Erfolg haben zu wollen, und in ^ Men Vorsatz, daß jede Niederlage im Kampfe hi^^u dient, die Nerven zll stählen'." Das ist ein c>I^.'^r Nat, der der Mehrzahl der Menschen zl> h s'Ht cma,mchm klingt lind anch nicht leicht ^iin ^"l lsl- Ein anderesmal sagte Earnegie: t>i> .^n z^j^ 5^ ^j^ Kampf uins Dasein in ^ii ^'rsw Neihe rücken wollen, rate ich, daß sie " Ums Dollars ihres Verdienstes einen Dol- lar zinstragend anlegen. Wenn ein junger, Mann, der erst am Anfang seines Lebens steht, diesen Rat befolgt uud überhaupt fähig ist, so wird er reich werden." Und wieder bei einer anderen Gelegenheit gab Earnegie sein Rezept in folgender Form: „Mein Motto ist Konzentration — erst Ehrlichkeit, dann Fleiß, dann Konzentration." Edison s Rezept scheint so einfach, daß man sich lnir wundern muß, warum die Millionäre nicht wie Pilze aus der Erde schießen. „Man setze sich nieder und denke an irgend etwas, worauf zufällig das Auge haftet, lind wer daranS nicht Geld gewinnen kann, hat nicht ein Atom von Verstand!" Der Schlnß, den man ans diesem Ausspruch ziehen müßte, ist allerdings für die Intelligenz der meisten Menschen nicht sehr schmeichelhaft. Mr. ^ a g e, der >tröfns der Newyorker Börse, gibt anch viele weise Ratschläge. Sein Vater hat ihm als einziges Vermächtuis folgendeil Grundsatz hinterlassen: „Fast jeder Mensch kann einen Dollar verdieilen, aber nur der weise Mann weiß, wie man einen Dollar spart." Die Summe seiner Erfahrung, Reichtümer zu sammeln, lautet: „Ich habe das Beste, was ich kann, beim Tageslicht gc-tau. Bedenkt alles, was darin liegt. Man mnß früh anfstehen, um möglichst viel Licht zu bekommen^ Man arbeite nnd spare im Tageslicht. Sei getreu in kleinen Dingeil wie in großen. Und wenn die Nacht kommt, so ruhe und stärke dich für die nächste Tagesarbeit." Einem anderen Interviewer sagte er:'„Ich würde dem jungen Mann, der das Leben beginnt, zuerst raten, beständig zu sein; der Ent- schluß zum Erfolg ist der Schlüssel dazu. Aber da,s alles hilft iiichts, wenn er nicht sparen lernt; er muß immer darauf gefaßt sein, gegen Unglücksfälle gewappnet zll fein, denn die bleiben keinem erspart." Anch I. D. R o ck e fell e r behauptet, er verdanke seinen großen Reichtnm seiner Gewohnheit, früh aufznstehell und vor dem Essen oder Arbeiten ein paar Stunden Leibesübnngen zu widmen. Diese Art, Millionär zll werden, scheint ganz leicht liild angenehm zn sein. Der amerikanische Millionär C. A. Pills-bury wieder erklärt: „Ich würde dem juugen Mann, der reich werden will, raten, er soll sein Gehalt nicht einmal, sondern mehrmals zu vcrdie-nen suchen. Er soll dahin streben, mehr zll tun, als nur gerade,den Anforderungen zll genügen. Natürliche Fähigkeit muß sich liiit schwerer Arbeit vereinigen; einer solchen Verbiuduug kaun nichts widerstehen." Sir Blundell Map I e predigte stets folgenden Grundsatz: „Jeden Schritt, den dn tnst, überlege zweimal, und wenn du auch nicht sehr schnell fortschreitest, wirst dn ans alle Fälle sicher gehen." Mr. R. P. Flo w e r gibt den jungen Leuten folgenden Rat: „Tue niemals des Geldes wegen etwas Schlechtes. Ich kenne keinen besseren Weg, reich zu werden, als stets uüchtern, ehrlich, fleißig und sparsam zn sein und die Ersparnisse vernnnftig anznlegen. Es gibt keinen besseren Weg, durch kleine Ersparnisse reich zu werden, als durch Ankauf von gutem Grundbesitz." Laibacher Zeitung Nr. 110. 978 13. Mai 1905. Politische Ueberficht. Laibach, 12. Mai. Die „Narodni Listy" führen aus, die Deut-scheu hätten durch ihre ablehuende Haltung gegenüber alleu gerechten czechischen Forderungen gerade in der letzten Zeit keineswegs dazu beigetragen, eineSituatiou zu schaffen, welche eiuem K o a liti ons - Mi nist eriu m die Wege ebnen würde. Ein solches sei ohne ein alle Kompa-ziszenten verpflichtelldes Programm eine Unmöglichkeit. Da aber in den bezüglichen >tardinalpunk-ten keine Verständigung erfolgt sei uud das Kabinett Gautsch noch durch teiue einzige gewichtige Tatsache erwiesen habe, daß es gegenüber allen Volksstämmeu gleich gerecht und unparteiisch scin wolle, so habe sich die Lage nicht in dem Maße geändert, daß unter Mitwirkung der czechischen De-legation ein KoalitionS-Kabinett eingesetzt werden könnte. (5s sei an dem Herrn Ministerpräsidenten, durch die Erfüllung der Zusagen und Verpflichtungen für seine Pläne eine günstigere Situatiou zu schaffen. In eiuem Rückblicke auf den bisherigen Verlauf der ungarischen Adreßdebattc spricht die „Neue Freie Presse" die Ansicht aus, daß es uugeachtet der „mitunter ins Groteske allsartenden Ungereimtheiten", an denen diese Debatte so reich ist, nicht den Anschein habe. daß sie zur Verschärfung der Gegensätze und zur Vermehrung der Schwierigkeiten der Krise erheblich beigetragen hat. Nenn die Debatte auch für die zu erwartende Lösung keiue pofiliveu Anhaltspuukte bot, so darf doch eine Art von negativem Finger-zeig darin erblickt werden, daß die Majorität nicht bloß au der unbestimmten Formulierung ihres Programms, wie es in der Adresse enthalten ist, festhält, sondern den mitnnter sehr energischen An zapfuugeu bezüglich des notorischen Kernpunktes beharrlich ausgewicheu ist. Man darf vielleicht dar-aus schließen, daß die Adresse bestimmt ist, wenn nicht geradezu Anknüpfungspunkte für eine Transaktion in der Armeefrage zu bieten, so doch eiuem Kompromiß keine uuübersteiglichen Hindernisse in den Weg zu legen. Bemerkenswert sei es, daß Vanffy erklärt habe, daß er die ungarische Regi-mentssprache für wichtiger halte, als die uugari fche Kommandosprache. Dieses von der Krone zu rückgewiesene Postulat werde alfo nicht von allen Gruppen der Koalition für unumgänglich gehalten. — Die „Österreichische Volkszeitung" knüpft an die Gerüchte an, wonach sich in der Koalition eine Strömung geltend mache, die militärischen Forderungen wenigstens vorläufig auf ein Maß zu bringen, das zweckdienliche Verhandlungen, ermöglicht, und meint, es müsse sich bald zeigeu, ob die Besonnenen sich zur Geltung bringen können, oder ob die Stürmer und Dränger noch immer die Rich-tuug bestimmeu, denen es mehr um die kreischende Agitation, als um die Macht mit ihrem, ernsten Schaffen und ihren schwierigen Verantwortungen zu tun ist. In E n g land beschäftigt man sich andauernd mit der Frage der A uflöf u n g d e s N n -terhauses. Iu unionistischen leisen hatte man die jüngste Rede des Premierministers Balfonr als eine Ankündigung baldiger Neuwahlen gedeu tet, iu konservativen hingegen glaubt man, wie der „Kölu. Ztg." aus Loudon gemeldet wird, daß die gegenwärtige Tagung den üblichen Verlauf nehmen oder gar länger als gewöhnlich dauern werde. Balfour sei entschlossen, die Vorlagen über die Eiu-wauderuug, die, Arbeitslosen, den Unterricht in Schottland und den Beschluß wogen der Neuregelung der Wahlbezirke durchzuführen, uud die Auflösuug werde nächstes Jahr anläßlich der Vorlage zur Neuregelung der Wahlbezirke erfolgen. Die „Zeit" schreibt in einer Betrachtung über die französisch - japanische Neutralitäts-Kontroverse, Frankreich würde gut daran tun, wieder zu seiner passiven Atolle zurückzukeh-reu. Man müsse die Entscheidung in dein großen Ringen den beiden Mächten, überlassen. Der Friede wird früher eintreten, wenn Europas Staaten das Erlöschen dieses Krieges in peinlichster Neutralität abwarten, als wenn sie es unternehmen würden, dle Brandfackeln, die drüben in Ostasien auflodern, weiterzutragen. — Der Hougtouger Korrespondent der „Daily Mail" telegraphiert: Die Pescadores find auf zwei Jahre mit Proviaut und Munition versehen uud mit schweren Geschützen armiert. In Keelung auf Formosa ist der Hafen miniert uud die Schiffahrt findet nur unter amtlicher Pilotage statt. Der Hafen ist durch steile Hügel und starke Batterien geschützt. Tamsui im Westen von Formosa ist ebenfalls stark befestigt. Der, Hafen selbst ist nicht gut, da auf der Barre eiue Marimaltiefe von 16 Fuß vorkommt. — An der Bahu, zehn Meilen von Tamsui, siud Truppen stationiert, welche meist aus älteren beuten und einigeil Rekruten bestehen. Sie machen den Eindruck von Reservisten der dritten Linie. Viele tragen die Medaille des Ehinakrieges, Truppen be-fiudeu sich auch bei Taipeh, Hokuto und Taichu stationiert, zusammen über 15.000 Mann. Alle waffenfähigen Leute auf der Insel könnten im Notfalle ebenfalls dienen. Tagesneuigteiten. — (Ein Turnier in Brüssel.) Am 20. und Ä). Juli und am 13. August wird in Brüssel cm historisches Turnier iu allen Einzelheiten zur Vorführung gelangen. Der bekannte Archivar und Historiker Monsieur Josef Cuvelier ist mit der Veranstaltung betraut worden, und er hat cZ durch seine genauen Forschungen in den Archiveil des König-reichs lind in oen Manuskripten des Hauses voll Bur» gnnd fertig gebracht, ein bekanntes Turnier in alleil Einzelheiten wiederzugeben. Es ist dies das Turnier, bei den, der Graf v. Eharolais, später bekannt unter dem Namen Karl der Kühne, auf Befehl seines Vaters, Philipps des Guwn, seinen ersten Waffengang machte. Das Turnier fand am 20. Februar 1452 auf dein großen Platze in Brüssel statt. Der Gegner des Grafen voll Eharolais war der junge Graf v. Lal° sing, dcr bereits durch seine Tapferkeit und Waffen-gewnndtheit zur Vernhmtheit gelangt war. Karl war der Held des Tages. Nachdem er achtzehn Lanzen gebrochen hatte, empfing er aus den Händen der Prinzessin, die zur Königin des Turniers gewählt worden war, den Ehrenpreis. Bei der Vorführung wird unter anderem auch ein Massentampf stattfinden, bei dem mehrere Ritter einen Pah verteidigeil. Die Rollen der Ritter sind durch Offiziere lind ^' oaten des Guidesregiments und der Artillerie iM' nommen worden. — (Eine merkwürdige Entfüv rnngsge schichte) wird mis Lille berichtet. ^>' Bewohner von Coniines namens Henri Millevmc, der beim Tauakschmuggel ertappt wurde, hatte M das Bein gebrocheil, als er sich eines Ballens, ^r Kontrcbandc enthielt, entledigen wollte. Die Z^ beamten hoben den Verwundeteil auf und bracW ihn in das Krankenhaus zu Cumines, wo er liis z^ feiner Überführung in das Gefängnis zu Aille ve' bleiben sollte. Nun haben ihn seine Kameraden ' der Nacht vom Montag zmn Dienstag aus dem ^ geholt, und seitdem hat man keine Spur von den Schmuggler finden können. Die Nonne, die sich ^.' fernt hatte, fand gegen 2 Uhr morgens das Nctt leel' Ein sechsjähriges Mnd, das neben dem Bette M"^ villes lag, erzählte, drei Männer wären nachts ^ das Zimmer gekommen, hätten sich des Verwundet^ bemächtigt nnd ihn durch das Feilster anderen M ^ nern gereicht, die im Garten des Krankenliani ^ wareil. Dieser Garten grenzt an die Lys; wahrsÄ^ lich erwartete oen Verwundeten eine Barke, ^c,^ nnr wenige Minuten weiter auf belgischem Oebu' absetzte. - (Eine verhängnisvolle ^tl^ jagd) fand am Mittwoch früh im Zentrum v Madrid statt. Drei prächtige Stiere waren voinLan angekommen und wurden gegen 8 Uhr in einem ^ fig in die Arena gebracht, wo ein Stiergefccht^a finden follte. Die Menge drängte sich auf den ^ ßeil und jeder fuchte fich möglichst deni Käfig Z" ^ Hern, um einenVlick auf dieTiere werfen zu ^lU^ Plötzlich fing einer der Stiere laut zn brüllen "^ und brach mit einem Stoß seines Kopfes eine Sc des Käfigs in Splitter. Als die drei Tiere herauf stürzten und die Menge angriffen, entstand ^ fürchterliche Panik. Die Leute liefen in die Lä'deN "' ein,, einige erklcmnnen die Bänmc, die die ^3, ^ begrenzen, und wieder andere suchten hinter ^ ßenbahnwagen und anderen Gefährten Schntz der Wut der Tiere. Ein Mann wurde von den V^ nem eines Stieres aufgespießt: sterbend brachte w ihn ins Krankellhans. Eine Frau wurde i>n ^"^ hoch in die Luft geschlendert und fiel dann eu" zwölf Meter von der Stelle entfernt zu Bodcn. ^a^ griffen die Stiere drei von ihren Kutschern ver sene Droschkenpferde an und durchbohrten sie, ^5, ^, tot hinfielen. Inzwischen war eine große M^ truppe eingetroffen; anch viele Angestellte der-^ .^ erfchienen auf dem Schauplätze. Ein Stier stu gerade auf die Gendarmen los: diese feuerten Salve ab nnd das Tier fiel tot zu Boden. D'c -^ geln prasselten gegen die Mauern der Häuser, ",^ rere Feilster wnrdcn zerbrocheil, aber zum ^ wnrde niemand verletzt: es war eigentlich cm ^ der, denn zu der Zeit befanden sich Hundel'tc 5 Menschen auf der Straße. Dann begann die ^ ., auf die anderen beiden Stiere, die von den ^ stcllten der Arena schließlich eingefangen w"^'- ^ (Eine foil derbare Geschichte-)^ cin Schuhwarengeschäft der Hamburger Altstad ^ am Sonnabend, so schreibt die „N. Hamb. Ztss- '^. snnger Mcmn, der ein Paar Stiefel kaufen A-^l Er paszte ein Paar an und ging dann, um die ^, ^ gut zu probieren, im Laden anf nnd ab. Plötzll^^, Will. Waldorf A st or sagt: „Rum und Tabak sollte mau gauz vermeiden. Niemand kann Geld verdienen, wenn sein Gehirn nicht klar ist, uud das kann es nur seiu, wenn es durch Alkohol und Tabak nicht verwirrt ist. Er darf keiue Schulden machen, uichts zieht eiueu Manu fo heruuter. Er muß sich dann selbst verachten und zu kleinen uud gemeinen Ausflüchten feine Zuflucht nehmen. Man spare, so viel mau kann-, die sicherste Anlage ist Grundbesitz, der für seinen Besitzer im Regen nnd Sonnenschein arbeitet. Man versuche nur eine Art Tätigkeit gleichzeitig uud beharre dabei, bis man Erfolg hat, oder bis man sicher ist, daß die Tätigkeit keinen Erfolg haben kann. Nichts ist schwerer, als Geld auf unehrliche Weise zu vbrdieueu, deshalb bewahre man seine Integrität. Der Weg zum Reichtum liegt darin, daß man weniger ausgibt, als man einnimmt." Zum Schlüsse sei uoch der Nat des amerikaui-scheu Krösus Henry Elews für angehende Millionäre erwähnt: „Der juuge Mann, der sein Leben beginnt, sollte eineil Beruf wählen., für den er eine ausgesprochene Vorliebe hat. Mancher muß sich seiu gauzes Leben lang schinden, weil seine Verwandten oder Freunde für ihn einen Ve ruf gewählt haben, für den er nicht paßt, während seine natürlichen Anlagen ihn vielleicht auf eiueu Weg geführt hätten, anf dem er ein Stern erster Größe hätte werden können." Familie Hormann. Roman von Alexander Uömer. (59. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Taute Eilly war fertig lilld wartete. Sie fah anch beklommen und entschieden übellaunig aus. Solch eine Verlobung hatte sie noch nicht erlebt. Hätte sie doch damals ihre ^ustimmung nicht dazu gegeben. Nun saß man so darin, daß es nur noch eiu Vorwärts gab. Als sie auf den Flur trateu, gewahrte Enrico Ruth. Sie stand auf dem oberen Treppenabsatz. „Adieu, Ruth", rief Tante Eilly hinauf. Es kam keine Antwort, Ruth war um die Vieguug verschwunden. Tante Eilly redete, um das ungemütliche Schweigen zu brechen, — ob das Brautpaar sie hörte, war fraglich. In der Adolfstraße angekommen, eilte Sam ail deil Schlag. Die Türen waren feierlich geöffnet. Fräul'ein Merkel hatte Blumen, ganze schalen mit Maililien, Flieder uud Goldregen in hohen Vasen in die Halle gestellt, dem Sohne des Haufes zu Ehren, wie sie beinahe grimmig während ihres Tuns bemerkte. AIs die drei eintraten, knixte drinnen nur das Halismädchen. Sam eilte mit seinen scholl etwas steif werdenden Beinen die breite, teppichbelegte Treppe hinauf, um zu melden. In dein kleinen, blaueu Salon standen >-Peter Armstrong uud seine Gattin, Doima -^ cedes in schwarzer, schmelzflimmernder ^. ..s.,.,n'N morbleich, fchwarze Ringe unter den erlostl) Augen. . ^ ^i,t Sie trat aber dein Sohne, der ^'^^, " jicf führte, ein paar Schritte entgegen, reichte^ ^.^ sich verueigendeu >t1ara die Hand, lm'lcl^ ,,^ küßte, und erhob sich dauu zu sich, fliichnsi Stirn lilit ihren Lippen berührend. ^ick Herr Peter fand fich mit einem Ha'"" ab- . . . M Es war eine Zeremonie wie bei em^ V^< cour, wo die fremdesten Personen dem '^f^cil paar ihre Reverenz machen und gnädig emp! werden. , ,... ^iiv Auch hier dufteten Maililien ill Scha^' ill einem hohen Kelchglas einige Rosen- ^ ^pt Man sehte sich. Herr Peter trug du' 4.,^ kosten der lluterhaltung, seine Schwägerin stützte ihu dabei. , <^c" Enrico saß neben Klara und IM" Hand, wie zum Schutz und Trost. ^l^ Mercedes tat ein paar Fragen an ' .^ii-sprach davon, wie überaschend dies "llos « ^,hc men sei, Enricos verfrühte Ankunft, und w" sie ihn verändert finde. . Oo^ Tante Eilly wartete vergeblich auf ^" ^hii^ welches die Liebe der beiden zueiuander n' irgend ein Glück wünschendes Wort. Laibacher Zeiw'ng Nr. 11(X 979 13. Mai 190b. ^die Tür auf uild entfloh. Der Geschäftsiilhaber und >^n Hauslilecht liefen ihm nach. Fast hatte der Ver-'^gcr den, Flüchtlillg erreicht, als sich plötzlich au Nnem der gestohlenen Stiefel die Sohle löste und auf der Straße liegen blieb. Kaum hatte der Ge- HaftZiichader die „Haltbarkeit" semer Ware so dra-lusch vor Augen gesehen, als er sofort die Verfolgung einstellte und auch seinem Haustuecht abwinlte. ^r mochte fich gesagt haben, daß bei der späteren Ge° ^chtsoerhandlung ein übles Licht auf seine Stiefel ^llm tonnte. Wahrend er nun mit dem Hausknechte ^umuärts zog, hatte ein Schutzmann die Verfolgung "^ FlüchtlmgS gesehen, sie fortgesetzt und den Stie-Mdieb auch erwischt. Ali, der einen Hand den Täter, ^ ber anderen die Verlorelle Sticfelfohle, kam der Polizist zur Wache. Der Arrestallt legte sofort ein ^ständms ab, ist aber nicht imstande, den Laden ^dorznfinden. Der Beftohlene hat sich auch »licht ^Meldet. Jetzt hat die Polizei einen Dieb, eine Stie-»elsohle und unbrauchbare Stiefel, aber keinen Ge> 'chädigtell. , -^ (An den Füßen sollt ihr sie er^ kennen.) Ein findiger Kopf glaubt, durch lailgjäh-^lge Beobachtungen festgestellt zu haben, daß zwischen A" 3üßi!n und dem Kopfe der Menschen eine enge ^dindnng besteht lllld daß mau auf den Eharatter "" Epaziergällger richtige Schlüsse zieheil taun, ^uil mail derell Gangart einer Kolltrolle unterzieht, ^r Entdecker dieser ueueu Wahrheit uiltcrscheidet ^r Typen von Schritten, wenn mail jo sagen darf. ^r init kleinen Schritteil hastig weitereilt, dotu-^ntiert sich als eill Pessimist oder auch als ganz ".sonders begabter Mensch, wahrend die eben ge-Kannte Gailgari bei Fraueu aus Frivolität schließen ^ut. Kleine, langsame Schritte deuten auf einfache ^nd reine Sitten. Alle diejenigen, die mit großen Dritten langsam dahinwandern, sind Geister, die ^l und allhaltend über alle Fragen des Lebens nach-^uten. Wer jedoch mit großen Schritten schnell da-""geht, ist eill Eiferer und kriegerisches Gemüt. 'Nicht A?u« mit der Aufstellung dieser Tabelle, gibt der ^ladfinder der neuen Erkenntnis noch eine andere ^ und Weife all, wie man seinen lieben Nächsten ^ den Füßen erkennen tann. Unternehmungslustige ^kute, die viel Vcrtranen auf sich felbst besitzeu, gehen ^U auslvärts gelehrten Füßen. In sich gelehrte Per-"'^u dagegell, Diplonlaten uud Heimlichtner be-Meibon beiill Gehen mit den Füßen einen lleinen "2en nach lii^ts. Melallcholiker uild Mutlose bewe-^'^ Nch lnit schleppenden Füßen vorwärts, energische ^'usch^n drücken die Knie durch. Lolal- und Provinzial-Nllchrichten. , ,. ^ (Ete »lpelpfl icht saldierter tau f» 'Ullnisch er R ech li u ,l g e il.) Man schreibt uns ^ Wien: Infolge irrtümlicher Auslegung einer - ^'rsentscheidllilg desFillanzlnillisteriums ist mehr- !, ^ behallptet worden, daß bezüglich der Stelnpel- ' .^ saldierter tanfmännischer Nechnnngen, welche 'Natt der Qnittnng bei einer öffelltlicheil Kasse bei- /., ^'ncht werden, eille Ändernng der bisher beobach- ^ ^ Praxis zu verzeichnen sei. Da an dieser nnrich ^n Anschauung ungeachtet der bereits einmal ^"lgten Aufklärung noch immer festgehalten wird. ^.""lerlich betont, daß die Entscheidung, auf welche ^"-wähnte Behauptung gegrüudet wird, sich auf 3> ^s wurde Toe herulngereicht und Vackwert. fln f ^^>' Silbergeschirr auf dem Kredeuztisch ^ ,"lte iil der Abendsonne, die schon schräg ill, den ^"lun, siez. d«, ?">il, mit seinen weißen Handschuhen über Hj Ichwarzen Häudeit, servierte heute unsicher. ^ ^asseir llnd Tellerchen klirrten häufig aucin- ^^^Draußeu flötete eine Nachtigall, s. , "Ja, es gibt nun allerlei ueu zu ordnen", >^ H^rli Peters Stinune, zu Frau Cilly ge-ii^^^; „ich denke, unser guter Langmark, der Ui,f - uächsten Tagen vou seiner, Einkaufsrelse zu^ s^.^'in nnrd, übernimmt die Leitung des Ge->y"lte5 drüben - einen Zuverlässigeren können „i, U'cht finden. Er bat sich noch Bedenkzeit ans, Nw "urdigerweise, aber er wird's wohl auneh-d^'hat ja eiiw sichere uud ganz brillante Zukunft ^la ^" winning von Laiignmrks 5talM'N war th, " zusainillengezlickt. Herrn Peters Augen ruh-^. ^rade, eiir weiug Zerstreut, anf ihr. Er wurde """ksam uud fixierte sie stärker. ^, "d das Mädel lvirklich in aller Treue diese l'm? ^"vartet hatte, ohne zu flirten und anzu-^ 'n' l"as er ihr so gut znzutrauei: vermochtet elcher die Voraussetzuugen zur Absorderung des Quit» tungsstempels llack) Skala 1^ ilicht festgestellt waren. Eine Änderung der Vorschriften über die Entrichtung der Slalagebühr voll derart verwendeten saldierten Rechnungen ist jedoch mit dieser Entscheidnng nicht getroffen worden. - (Generals r e i s e.) Man schreibt ulls aus Adelsberg: Das hiesige SalonoräMer und deffen geniischter Ehor verallstaltete ani U. d. M. zu Ehren des Ehefs des Generalstabes Sr. Exzellenz FZM. Freiherr Friedrich von Veck uild der übrigen Teil-nehmer an der Generalsreise im Saale des „Hotel National" eill Festkonzert mit dem nachstehenden Programme: l.) Hemmel: „Scherz und Ernst", Ouvertüre. 2.) Eysler: Potpourri aus der Operette „Äruder Staubiuger". 3.) A. Nedved: „^'u^ v 1,lunin«^l lu,^', vorgetragcli vonl genlischwll Ehor. 4.) Nosenlranz: „Mein Osterreich", Phantasie. 5.) F. Iuvanec: „1'lu,uluuri.) Leoncavallo: Phantasie aus d^r Oper „Der Bajazzo". — (Von der Staats bahn.) Wegen projektierter Vrweiternng der Güterdienstanlage in der Station Laibach (Staatsbahnhof) wird die politische Begehung am 30. d. M. stattfinden. Näheres enthält die Kiindinachnug im Amtsblatte. <>. * (Ein Dynamitdieb vernrteilt.) Am 22. v. M. wurde der aus Wocheiner Vellach in Laibach angelangte Eisenbahnarbeiter Markus Viöi? durch die Polizei verhaftet, weil auf der Maut in seinem Koffer 58 Stück adjustierte Dyuamitpatro-nen vorgesunden wurden. Diesertage stand Vi^i," vor dem Gerichte und wurde zu drei Wochen streugeil Arrestes verurteilt. I * (Unfall eines Nadfahrers.) Vor. gesteru nachmittags produzierte sich auf der Triester-straße ein Bicyclist damit, daß er, ohne dieLenkstange zu halten, dahiuradelte. Da kam ihm ein Bierwagen entgegengefahren, und der Zufall wollte es, daß in diefeni Augenblicke der Mann samt dem Rade unter das Pferd stürzte. Dieses verwickelte sich in die Nadspeicheu, stürzte ebeufalls, und blieb auf dein Nadfahrer liegen. Es bedürfte einer geraumen Zeit, bis der Maun alls feiner uuaugenehmen Lage befreit wurde. Er hatte einige leichte Hautabschürfungen im Gesichte erlitten. — (Scha u turne n.) Der Laibacher Deutfchc Turnverein veranstaltet morgen um 10 Uhr vormit tags in der Tonhalle ein Schauturnen der Schüler-und Kinderriegeu mit folgendem Programm: 1.) Knaben-Freiübungen. 2.) Mädchenabteilung 1: Freiübungen. 3.) Schülerabteilung I: :i) Hantelübungen, d) Varrenturnen. 4.) Schülerabteilung ll: :l) Stabübungen, d) Pferd. 5.) Mädchenabteiluug ll: Neigen. — Zutritt haben nur die Eltern der Zöglinge, die Schulbehördeu, die Vereinsmitglieder uud durch Vereiusmitglicder eingeführte Gäste. * (Scheue Pferde.) Vorgestellt nachmittags wurden auf der Elisabethstraße die Pferde eines Fuhrwerkbesitzers beim Abladen plötzlich scheu nnd rannten mit dem Wagen auf di<> Polanastraße, anf den Ambroöplatz nnd sodann über die bei der Petersbrlicle befindliche elektrische Straßenbahn-brücke. Auf dem Kasernplatze wurden sie durch den Straßenarbeiter Oblak angehalten. — (Die Laib ach er V e r ei n st apel l c) konzertiert heute abeuds im Hotel „Lloyd". Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 40 l». — Morgen abends findet im Hotel „Ilirija" ein Mitgliederkonzert statt. Aufaug um 8 Uhr abends. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieoer 40 ll. * (Abgängig.) Vor einigen Tagen hat der Arbeiter Johann Smrekar ohne triftigen Grund seine Gattill lind vier Kinder verlassen. Er wohnt? am Ambroöplatze. — (Besitzwechsel.) Die der Frau Iosefine Hotschewar in Gurkfeld gehörige Herrfchaft Neu-degg wurde vom k. k. Universitätsprofessor nnd Neichsratsabgeordneten Herrn Dr. Artur Skedl käuflich erworben. —ik. (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke N admannsdorf (29.448 Einwohner) wurden im ersten Quartale l. I. 1l7 Ehen geschlossen. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 357, jene der Verstorbeneu auf 271, darunter 110 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichteil 17, von über 70 Iahreu 52 Personen. Todesursachen wareil: bei 7 augeborene Lebensschwäche, bei l<> Tu-bcrkulose, bei 19 Lungenentzündung, bei 8 Typhus, bei je l> Gehirnschlagfluß uud organische Herzfehler bei allen übrigen sonstige verschiedene Krankheiten. Verunglückt sind 6 Personen (l im Tunnel erdrückt, 2 überfahren, 1 verbrüht, 1 abgestürzt, 1 ertrunken). Weiters kam je ein Selbstmord und Totschlag vor. —n. ^- (G em ein d ev or sta lld swah len.) Bei der am 8. April vorgeuommeuen Neuwahl des Ge° meindevorstaudes der Ortsgemeiude Budauje wurden Franz Koren, Besitzer in Vudanje, zum Ge» meindevorftchcr, die Besitzer Josef Iabjan in Vudanje, Johann Boüii- in Budanje, Josef Ferjanöiö in Vudanje, Franz K^raüna in Langenfeld uud Fr. Praöek in Langeilfeld zu Gemeiuderäteu gewählt. — Bei der am 4. Mai vorgenommenen Neuwahl des Gemeiudevorstaudes der Ortsgemeiude St. Veit wurden Autou Urüiö, Mühlbesitzer ill Podbreg, zum Gemeindevorsteher, die Besitzer Johann Korituik in Lozice, Johann Premru in St. Veit, Josef Skupek 111 Lota, Johann Kopatin in St. Veit, Josef Vratu« in Orehovica, Franz Nabergoj in Podgriü, Matth. Ngur ill PodborA und Johann Kopatin in St. Veit zu Gemeinderäteu gewählt. - (Vollversammlung des Pädagogischen Vereines in Gurkfel d.) Aus Gurk» seid schreibt man uns: Die diesjährige Vollversammlung des „Pädagogischen Vereines" findet am 18. d. im Nürgerschnlgebäude in Gurtfeld statt. Zugleich hospitieren die Lehrer iu der vierten Klasse beim Oberlehrer Herrn Georg Adleüiö, der deu Buchstaben lv mit Verücksichtiguug des Schreibens ohne Lineament behandeln wird. Nach der Hospitierung wird Herr Nezirlsschuliuspektor L. Stiasuy über das Thema: „Wie veranschaulicht man die Entfernung zweier Orte auf der Wandkarte" und Herr Lehrer Iohanu Magerle au5 Scharfeuberg über den Abteiluugsuuterricht sprechen. —ß— — (Ein Kind ertrunken.) Am 4. d. M. vormittags begaben sich die Ehegatten Vinzcnz und Agnes Majceu aus Kapl'ia Vas, Gemeinde Tr/i^e, anf den von ihrem Hause etwa zehn Minuten entfernten Acker auf Feldarbeit und ließen ihre sieben im Alter von zwei bis 10 Jahren und sieben Moi'^ ten stehenden Kinder allein zu Hause. Bald daraul entfernte fich unbemerkt das zwei Jahre alte Söhw cheu Cyrill von den Geschwistern und ging iM'" den eiile Viertelstunde vom Hause entfernten Hincabach, fiel ins Wasser uud ertrauk. ^""k — (Brandwunden erlitten.) Am 10. o. abends wollte der iu Grazdorf bei Littai wohnhaft 72 Jahre alte Private Josef Femc zu Bette gehe". Hieoei kam er mit dem Hemde dem neben der A^ statt befindlichen Kerzenlichte zu nahe, fo daß das Henid Feuer fiug. Beim Löschen erlitt der alte, Mann an beiden Händen derart schwere Brandwunden, daö er sich ins ZwilsMal nach Laibach begeben mußte. —^ill. — (Krankenbeweg uug.) Im M»^ April wurden in das Kaiser Franz Josef-Spital m Gurkfeld 19 männliche und 10 weibliche Kra"" aufgenommen und darin mit deu früher verbliebene!' Personell «0 Kranke behandelt, von delleil 30 geheut uud 4 gebessert das Spital verließen, während 2 g^ storben sind. Sonach verblieben zu Beginn diese Monates noch 24 Krallte in der Behandlung. ^ Verpflegsdauer für ciueu Kranken beträgt 15 Tage, die Summe aller Verpflegstage 916. —^ — (Hundeton tu mag.) Zu unserer letzte" Notiz über den Hnudswutfall im Bezirke ^ten' geht lllts die nx'itere Nachricht zu, daß die H"'^ tontumaz auch über sämtliche Ortschaften der ^ uieinde Iar«e verhängt wurde, weil den gepfl^e nen Erhebungen zufolge der wütende Hund auch "' dieser Gemeinde herumgelaufen war und einen Hu'" gebissen hatte. ^"- — (Die feindlichen Brüder.) Werde" Vorfall, betreffend die beideil Brüder Vid uno Nikola Topol aus Hrastina, Bezirk Brdovec, )"" nlln berichtet, daß eine Irrefiihruiig der Behörde' vorliege. Nikola Topol hat, um seiner Beschuldign"^ sein Bruder Vid habe einen Raubmord begang^ mehr Glaubwürdigkeit beizulegen, einen Hund ^ schlagen nnd einige Knochen desselben in Vids H^ begraben, die anfangs als von Menschen herrühre" agnosziert wurden. Die Staatsanwaltschaft hat ^ der Überzeugung, daß bloß gegenseitige grundlos Beschuldigungen aus Nache vorliegeil, die 3^'' lassung der feindlichen Brüder beantragt und so ^ finden fich die zwei schweren „Verbrecher" wieder l Freiheit. — (Sie kommt doch), die Krinolim' '"» lich, trotz allen Einspruchs der englischen T">>n'»' die sogar scholl eine „Anti-Krilloliireilliga" geb>" haben. Das ist die Meinung der Pariser Groß"'' die in Fragen der Mode tonangebend sind. Die Na"1' richt von der Bildung der Liga in England wird ^ ihnen nur mit mitleidigem Lächeln aufgeiion""^' „In einem Jahr werden fast alle hübschen F"ue'^ die jetzt der Anti-Krinolincnliga' allgehören, > tragen", prophezeite der Leiter einer der ersten ^ ' riser Modefirmcn. „Die Entwicklung der Modl' ^' fordert es durchaus." Wenn so alle hübschen 3"^', Krinolinen tragen müssen, dann werden sich "^ wohl nnr die weitigsten entziehen. ,,.^ * (Gefunden) wnrde eine große Placho >' einen Marktstand, ferller ein goldeileS Anhäims^' Theater^ Kunst und Literatur. — (Auszeichnung.) Seine Majestät ^ Kaiser hat der aus den Konzerten der PhiUM'" Nischen Gesellschaft in Laibach auch hier wohlbewn' teil Sängerin Frau Lula M ysz - G ul einer " Titel einer k. und k. Kammersängerin verliehen- — (Österreichische Rundschau.) ^° ausgegeben von Dr. Alfred Freiherrn von V^l^Z-und Dr. Karl Glossy. — Inhalt des 28 Oeste»' 1.) Das Nietzsche-Problem. Von Prof. Dr. Fncd"' Iodl. 2.) Die österreichifchcn Ausgrabungen Palästina. Von Prof. Dr. Ernst Scllin. ^ Friedrich Schmidts Berufung nach Österreich. ^ Dr. August Nechansky. 4.) Argentinien ""^ Standpunkte österreichischer Auswanderuugs-Haudelsverhältuisse. Von Dr. Alfred Neuina"^ 5.) Chroilik: Das Fachschulweseu iu Österreich- ^ Von Ludwig Fleischn er. 6.) Besprechung' < Kleine Mitteilungen. — Feuilleton: Em TrinlN^l zur Anzengruber-Feier. Von Dr. Anton Vett h e i m. — Von der Woche. , < — (Der Kunstwart.) NundsäM über V' tung, Theater, Musik und bildende Künste. H""^ geber Ferdinand Avenarius. Verlag ^on ^ ^ D. W. Callwey ilr München. (Vierteljährlich ^ 3-50.) Erhöhter Eiuzelpreis dieses Schillers, -1 Mk. — Inhalt des Schillerheftes: Zum ll. ^, 1905. Von Eugen Kühnemann. — Schiller ^ Spiegel des neunzchntell Jahrhunderts. Von <" ^ Stern. — Schillers Gedichte nnd die Ph""^"'" t». Herausgeber. — Schiller und die Bühne von ^ Laibacher Zeitung Nr. 110. 981 13. Mai 1905. A°u Ferdinand Gregori. — Schiller und die Musik. ^°n Richard Batka. — Die Musik zu Schillers Dra-^'n. Von A. Schüz. — Lose Blätter: Aus Briefen Schillers: Urteile über Schiller. — Rundschau: ^"lc Äücher ni,d Sanunelwert'e über Schiller. Neue ^McrauSMöen. Llntholuaisches. Berliner Theater. 'Vumperdincks „Die Heirat wider Willen". „Thcater-^l'l!?" Julius Knioso f. Vauordnungssünden. Wenzels Vaterunser. Schiller-Kuriosa. — Vilderbei-^n: Schillerbildnisse von: Anton Graff; Leo ^amberger; Knrl Bauer: Höflinger; A. W. Tischen; Dora Stock; Schiller-Büste von I. H. Dann^ ^". — Notenbeilago: Peter Cornelius, Von dem ^°tne schwer und bang. in der Zomkivche. .Sonntag, den 14. Mai (Schutzfest des ^lttgen Josef) Hochamt um 10 Uhr: Kunibertmesse °5 Pankraz Nampis, Alleluja: !><> czua^nuiciuc . ^u1u.tion(> und Offertorium l^uäii .l^iu«ull?m "miuuiu von Dr. Franz Witt. Zn de Ktadtpfarrkirche Kt. Zakob. Sonntag, den 14. Mai (dritter Sonntag ^ch Ostern) um l) Uhr Hochamt: Hli»«a in noun- ^ «uu^tu^ ^^ci1iu "l des Hauses empfing der Vorstand d?r Präsi-^"lanzlei des Ministerratspräsidiumö, SektionZchef ,, Sieghart, oen.Kaiser und geleitete ihn zur Woh-^""3 des Ministerpräsidenten. Der Monarch gab ^"kl Freude über die Genesung des Ministerpräsi-. ut^n Ausdruck und verblieb, mit dem Ministerprä-^cnten konvcrsicrend, fast drei Viertclswnden. Ehe ^ "le Salons verließ, machte der Kaiser der Gemah-" bes Barons Gautsch einen Besuch. ReichSrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. t>e? ^ ^ n- 12- Mai. In fortgesetzter Spezialdebatte ^ Zolltarifen erklärt d?r Negierungsvertreter Sek-^ '^chcf 3titter von Nötzler in eingehender Weise ^ ^rü'nd^ welche für die Erstellung der Eisenzöllc ^ «gebend waren und hebt hervor, dah die Erhal-^^ o^>r Noheiscnzölle auf dem »tatus ciuu vor-(x^^lich deshalb geboten erscheine, weil durch eine sch'^origung dieser Zölle eine Invasion des deut-^5 Roheisens zu befürchten wäre. Aus gleichen die s?^ "-folgte die Erhöhung der Zollposition für tz, ^ndfabrikate. Nicht im Interesse der großen iy, Industrien, sondern vornehmlich zum Schutz und tz, Interesse der kleinen Eisenproduktion und der ^en dcrarbciteilden Industrien seien die eingesetzten droÜ ^^ ^"' gegenwärtigen Konstellation der Eisen» ^uktwn uotwendig. Der Negierungsvertreter ^^'^> das Handelsamt sei glücklich, daß ihm das steh x "l den wichtigsten Rückhalt für die bevor-ddri Handclsvcrtragsverhandlungen durch die b^ "ucnwrische Erledigung des Zolltarifes zu gc-dis/^ begriffe stehe. Er verwies darauf, daß die 1^ ^älle die schwerst errungene Konzession von den sch^ln ^ ^ Rückgrat unserer Tarife im deut-^Handelsvertrag bilden und bat das Haus k^^lch, die Negierung von der Sorg2 zu befreien, Aollj nanze mühsam aufgerichtete Gebäude des ^. 9?^ses in Trümmer gehe. (Lebhafter Beifall.) h^^ d^r Abstimmung wird die vierte Gruppe ^, Ablehnung sämtlicher Abänderungsanträge "Na, d"t "ach dem Vorschlag des Ausschusses k^x "wen. Hierauf wird die fünfte Gruppe nach eNe? Tratte und die sechste Gruppe ohne Debatte ^tl^- Schließlich würd? der bekannte Minoritäts. 6ofy^ Erb angenommen, worin die Negierung auf-^ll ^ ^^d, den autonomen Zolltarif in der Rich-^i- ^' Prüfen, inwieweit er Modifikationen sty^og?n werden müßte, wenn er als ein solb-^1,/^r österreichischer Zolltarif dienen sollte und ^itt?^ herüber so bald als möglich dem Ausschüsse ^llts! - U zu machen. Das Haus erledigte das t^if^syesetz und nahm d?n Zolltarif und das Zoll-^„ ^ in dritter Lesung an, Hierauf wurde die '^r^luna. abgebrochen. - Nächste Sitzung Der russtsch-japanischc Brieg. Tokio, 12. Mai. Die letzten von Frankreich gc-grbenen Zuficherungen bezüglich der Wahrung der Neutralität haben, der Lage etwas von ihrer Spannung genommen, wenn sie auch die tiefgehende Ver-stiminung im japanischen Volke nicht behoben haben. Die Blätter fordern die Regierung dringend auf, Frankreich gegenüber eine starke Haltung einzunehmen. Es sei notwendig, daß Frankreich die Vorgänge zwischen dein !!. und dem 9. d. aufkläre. Tokio, 12. Mai. Wie amtlich mitgeteilt wird, griffen die Russen am Morgen des 9. d. in der Stärke von zwei Regimentern Infanterie, fünf Sot° men und einer Batterie in der Nähe von Jengtscheng die Japaner an. Um zwei Uhr nachmittags begann der Feind unter dem Schutze von Avtilleriefeuer, wobei die Infanterie bis auf hundertMetcr an unsere Stellung herankam, einen energischen Angriff. Un° sere Truppen gingen dann zur Offensive über und verjagten den Feind, der W Tote und 160 Ver-wundete auf dem Platze ließ. Unter den Toten und Verwundeten waren auch viele, die chinesische Kleider trugen. Wir hatten einen Toten und fünfzig Ver-wundete. Petersburg, 12. Mai. (Petersburger Tc-legraphen-Agentur.) General Lineviö telegraphiert unter dem 11. d.: Eine unferer Abteilungen wurde in einein Engpaß, zehn Werst südwestlich vom Dorfe Schimiaotse, am 5. d. M. vom Feind angegriffen und gezwungen, sich zurückzuziehen. Am 0. d. zwang eine andere russische Abteilung, zehn Werft niestlich von Ufangor, die Japaner, sich zurückzuziehen. Gegen Abend ging der Feind wieder zum Angriff vor. Es kam zum Najoncttkampfe. Der Angriff wurde jedoch zurückgewiesen. Die erstgenannte Abteilung hatte am 7. d. während des ganzen Tages und der Nacht bei Schimiaotse zu kämpfen. Das Gefecht blieb unentschieden. Die uuserer zweiten Abteilung gegen-überstehenden japanischen Truppen erhielten Verstärkungen. Am 7. d. begann sich diese Abteilung zurückzuziehen. Eine dritte Abwilung, welche bis zum Engpaß vonIawangulin vorrückte, wurde vom Feind angegriffen, operierte jedoch so glücklich g?gen ihn, daß es ihr gelang, vom, Engpaß Besitz zu ergreifen. Am 7. d. unternahm der Feind einen entschiedenen Angriff gegen unsere rechte Flanke, wurde jedoch zurückgeschlagen. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 12. Mai. Pilckl, Stössel. Me., Klagenfurt. -Neuburger, Müller, Me,, Salzburg. — Vechtel, Tomasi, Kol-Ima, Me., Prag. — Richter, Gram, Ndomovsly. Private, Neunlircheu. — Kreidl, Suschny, Fischer, Raupenhauch. Löwy, Erdey, hochstätter, GiM, Elschbück, Lang. Stürzenbaum, Her-zog, Cohner, Epstein, Spiegler, Mandl, Gajsel, Baller, Brandl, Teutsch, Leichtmaun. Weih. Muhl, Adler, Pfeifer. Geisen. heimer, Me., Mien. — Hartmann, Kfm., Pribra». — von Niedl. k. l. hofrat, s. Familie, Troppau. — Pajc, Kfm.; Kepetsch, Beamter, Agram. — Splichal, l. u. l. tzauptmann, Marburg. — Rhomberg, t. l. Revisiousgeometer, Klagenfurt. — Kassowiz, Nellen, Kflte., Vrünn. — PoNher, Wohrisch Reisende. Graz. — Kaschitzly, Fels. Küchar, Private, Budapest. — Ullmann, Kahnei, Reisende, Linz. — Midzel. Castic, Me., Trieft. — Werner, Schnitel, Wolf, Reisende, Voun. — Stein, gazs, Ingenieur, Wels. — Bondy, Herrmann, Reisende, Innsbruck. — Steiger, Ballitsch, Reisende, Temesvar. — von Spinler, l. l. Oberingenieur, Marburg. Verstorbene. Am 11. Mai, Richard Ruttner, Knecht. 21 I., Polana« dämm 56, Meningitis. — Raimund Ieschenag, pens. Landes-regierungsoffizial, 67 I., Iapeljgasse 2, O^rLiuuin» lar^u^. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 nun. « "Z 52 5 ^Z z«j„. Ansicht K3!Z ^^2^N7^^37^8^^7^^^^äM^"ßeMllt^ ^ "' 9 » Ab. 736 8 11-7 SO. schwach^ »^________ 13.> 7 U^F. > 733-4 ! 11-b! NO. schwach > . j 0'2 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 9°, Nor» male 13 7° _______ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. f\ % Z Natarlioh« m^ w —^ 1.. AlAu elsanfreie ao «baivator ^±^ ^ b«l NUren- uud Blaaonl«ld«n, Harnbeschwerdon, <§ Bhtuma, Qloht uud Znokarbaniruhr, ««>«!? i,,.| Cm- <*> tarffc« 4or Athmunfi- und V«rdainingsor<;iine. ^ tatvatorquülenDirtotion m Eperit* (I'vyu'ti). „Last, liutt, mehr I„uft!" ist die Devise, die heute mehr als je die Behandlung der Lungenkrankheiton beherrscht. Und in dor Tat geben die klimatischen Kuren bei diesen Erkrankungen sehr befriedigende Resultate. 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Allgemeine Staatsschuld. «"„ Ware tlnheitl, Rente in Nlltcn Aiai' !)ill>»5 KW 55 ,,Nv».Hebi.°«ug,pi.»,4'2>l',5 ,. ,, April,-Ol!.pr,lt. 4'2"/„ !<>1— lui'ü« l«54er LtaaMose 250 sl. 3 2°,, —'— —-— l86l»er ,, :<0U si. 4°/« 15840 I«1 40 l«80er „ 100 st. 4°/n 19» ^« l»!> 4» l8«4tr ,, loa si. . . 2!i:l üi!L»5:,N btv, ,, 50 st. . . 28» 50 Ä9!> 5» el>M.»Pjandbr. ^ 120 fl. ä"/„ . 29425 29U Uo Staatsschuld der im Kelchs» iale vertretenen Königreich» und Länder. ^eNcrr. Goldrente, stfr.. !l«i fi., per Kasse.....4"/„ ll9'4b 118>«b btu. 8icu!e in «ronenwähr., stsr,, per tlasse.....4°/^ 10N-5N «10-7U dto. dto, dto. per Ultimo . 4°/„ i«0'45 10« «5 i3esterr.I!lveftltt°nL-Nente,stfi., prr Najse .... »'/,°/° 8335 i»3 55 Eistnbahn.AtaatSfchuld. verschrribuunen. Vlisabethbay» in G., steuerfrei, zu 20.0«U Kroneu . . 4°/„ 118'— 1LU-— ^ranz Joses-Bahn in Silber /.°/n ,28'60129eU Rndolfsbahu in Monenwähr, fteiiei-frci (diu. St.). . 4"/u ic»«'25 l0i'25 Vorarlbergbahn in Uronenwiihr. steuerfr., 4<>0 Nrone» . 4°/« IW'25 101'»5 Zu Staatsschnldverschreibnn» „en llbgc^tmp.Mfcnb.'Attien. Elisabrthbahn 20U st. KM, 5'///° von 2N0 ft.......50» 25 5(!5'2ü dtu. Linz-Budw. 200 fl,». W. S. 5'/<"/„........4«2'—4S4-— nto. Slllzb.-Tlr.2!X»fl. s. W.E. 5°/,.........442 25 444-2» 5. Karl°Ludn,.-N. ^00 fl, KM. 5"/» von 200 sl......— — —-— Veld Ware Vom Etaate zur Zahlung llbtrnommcnc Msrnb.'Prior. Obligationen. Elisabethbahn «0U u. 8000 M. 4°/« ab 1U"/o...... 117-25 118-25 lllisabethbahn, 4W u. 2000 M, 4"/„......... IIS «0 l20'«0 ssrai,z Iosrs,'Ä.. !tm. 1884 (div, Ot.) Silb., 4«/u..... WU'45 101-45 Galizische Karl Ludwig °Äah.i (div, St.) Silb, 4«/„ . . . 10025 10125 Aorarlberger Äahn, lkm. 1884 (dlv. St.) Eilb. 4»/« . . . 100-30 101-30 Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4"/„ u»g. Goldrente per Nasse . I18'l5 118-85 btll. dto. per Ultimo .... 1181U118U0 4"/„ dto. Rente in Kronenwähr., steuerfrei, per Kasse . . . 98->>> 98 3» 4"/„ dto. dtu, bto, per Ultimo . 88 10 98-30 Unss. Nt,.Eis.-Anl, Gold 1U0 sl. — — —-— dto, dto, Lilucr 100 fl. . . . —-— —-— d<«. StaatK-Oblig. (Ung. Ostb. v, I. 1876.......—— — — bto, Schanlregal'Aulös.-Obliy, —-— —-— dto, Präm, A, 0, IW , . . . . i?» — 173 -4"/a ungar, Grundentl. Oblig. 9?-?5 98 75 4°/l> troat, und slavon. detto 98-25 98 25 Andere üssentl. Anlehen. 5°/nDonau-Reg,-Anleihe 1878 . 10«-üü 107-55 Anlehen der Ntadt Gürz . . —-— —-— Slnlehe» der Stadt Wien . . . 108-65 104'«5 d!o. dtu. (S'Iber ud, Gold) i22-75ii23 75 dtu, bto. >1»»4). . . . 98-301<>« 8» dto, dtll, (1888). . . . 100-35 101 »5 Aürsoban-Änlehen, verlost,. 5°/„ 89-L« 10000 4"/„ ttrainer Landes Anlehen . —>—!-,>— Geld War? Vfandbrief» «tt. Äoblr. allg, üst, in 50 I. verl.4°/„ 98-85 1O0'9,>> N.-üsterr.Lande«°Hyp.-Anst,4"/„ 100-20 »0120 Oest.-ung. Nanl 40>/llähr. veil. 4°/„......... lOl-,0 102 - dto. dto. bOjähr, verl. 4°/„ 101-25 1»2 25 Sparlasse, I.öst., 60I., veil,4«/« loi-Lo 102 50 AsentmliN'prluritäts-Gbligationen. sserdinands-Ätordbllhn L^,. 1886 101-50 102-50 Oesterr. Nordwestbahn . . , 108 85 10985 Staatsbahn....... 42«-— 428 - Südbahn i^ 3°/„ verz. IHnn.-Iull 32^-63 325 N5 dto. il 5"/n...... 12N 35 127 35 Ung,-gallz. Bahn..... 112-- 113- 4"/„ Unterlrainer Bahnen . , —-— — — Diverse Los» (per Stück). NelzinSliche ' osc. 3°/n Bodenlredit Lose Gin, 1880 «07 — »i.-> ^ 3°/„ ,, ,, Nm, 1888 3»l!'- 315'— 4"/« Lonau-Dampfsch. 100 fl. . ..-------------- 5°/„ DonllN-«egul.-L°se . . . 27750 282-. Unverzinsliche Lose. Vudav,-Basilica (Dombau) 5 fl. L7-I0 2810 Kredit!use 100 fl...... 485-— 485-— Clary Lose 40 fl, NM, , , . 15825 18L-Ü5 Ofener Lose 40 sl..... 1«K'— 175- Palff« Luse 40 fl, KM. . . 175-.- 185-- NoteuNreuz, Oest, Ges., v, 10 sl. 57-85 5U-25 ,, ,, UUg. „ ,, 5fl. 87 35 3!) iiü Nubols Lose 10 fl..... «5-— «9-— Salm Luse 40 fl...... L18-— 228 — St, Hcnois Lose 40 fl. .,.—-- — — Wiener Cmnm.-Losc v. I, 1874 540 — 550 — Gewinstsch. d. 3"/« Pr.°Schuldv. d. Bodenlreditanst,, Em. 1889 104'—112-5« Laibacker Lose...... -._—-— Veld Ware Altien. Hransportunler» nehmungen. Aussig.Tepl. Eisenb. 500 sl. . . 2370- 2880 Bau« u. Betrlebs-Ges. für städt. Straßenb, in Wien lit. ^, . —-— —-— bto. dtu. dtu. IN. L . --— —-— V»hm. Nordbahn 150 fl, . . 872 — 874-— Auschtiehrader Eis. 500fl, KM. 3035 3«j0' dto. dto. (lit, 8)200 fl, Iliu 1124-DouanDampfschissalirts. Gesell. Oesterr., 500 fl, KM. , . . 870-—97K-- Dn^- Bodenbacher E.-Ä. 400 ll 530 — 540 — Fer'diiillndü^toidb.iooofl. KM. 5760- 5?80-Lemb.° Czernow.-Iass«, - Eifenb,- GcseUfchaft 200 fl, S. . , . 557-— 588 — Lloyd, Oest,, lriest, 5<>" sl. NM. 667 — 673- - Oesterr, Äiordwesldahn 200 sl. L. 4»» »0 432-50 dto. dtu. (lit. ly 200 fl. S. 437- 438'- Prag DulerEijenb, 1W fl. abgst. 21» 50 220 50 Staatieüenbllhn 200 fl. N. . . 6«? 50 608 5<< Südbahn 2W fl. «..... 81 50 82 5 Siidnordd, Nerb,»A. 200 fl. KM. 411-75 412-50 Tramway Ges., NcueWr,, Prio- ritäljj'Ältien 10» fl, , . . 18'— 20-— Ung.-galiz.Elscnb. 200 fl. Silber 402- 405-50 Ung.Westb,(Naab.Graz)200fl.S. 403 25 404-- Wiener LollllbahneuMlt.Oef. . i«b>— 130 - Kank»n. Auglu-Oeft. Aanl 120 fl. . . 30«-—307- Bantverein, Wiener, 200 fl. . 552-50 553 5<> İdlr,-Anst,, Oest,, 200 fl.S. . 1013- 1017- Kidt.-Anst. f. Hand. u.G.i60fl. —-- -- dto. dto. per Ultimo , . «65 50 s>86-50 Krcditbanl, slllg. un«., 200 fl, . ??« 50 777-50 Depostteübnnl, Alls,., 200 fl. . 464-—4N7 — Esloinplr-Gel., Ndröst., 400 K 540'— 544 - Giro u. Kcchcuv,, Wiener 200 fl, 443-— 44«, Orstrrr,ungllr, Banl, 600 fl, - ^"^<,z4 -,«3'" Montan°Gesellsch., Oest.-alpine, ^°/"zß?« Präger E2U Waggon «cihanst,, Vlllg. in Pest, zsO" 400 li........ ^°" ^ ,»t-^ Wiener Ballgesellschaft 100 fl. - ^«^gßg^ Wienerberger Zlea,el-«lltien.Vcs. «" D»vis»n. Kurze Sichten. <,,»5 Amsterdam......- !?^z N? ^ Deutsche Plätze...... "^ .^^ London........ »" zu »z,^ Paris......... s.^ ^" Et. Petersburg...... ^ Daluten. ^,) Dulate».......- "H l«" ^ozillüle» Stücke . . , . . .<7.^>U<^ Teulsche Nl-ichslianluoie» . - ''^h »'?" Italienische Vanliioten . . - .A», 2'" Rubel-Noten....., <«'^^' von Ktwl4->u, l*sHiiilltrl«>l"<>n, l'rlorlliLleii, Abtlen, (10) LoB-VerBloherung. •V. Cm Mayer Bank- -va.aa.dL "^7"ecl3.slei-O-escli.ä.ft T.iiilmcli, SiilUliTHHrtfi. ^— Privat-Depots (Safe- Deposits) rtffl. Verzinsung yon ar-EInlagan Im Kanto-Kosfent- un* °"f ain-^'^^