Mlmchn OMtlmg. Nr 153. Pränn mrrat i o nsplel«: Im Eomptoir ganzj. ft. ll, halbj. N. 5.K0. Für blt Zustellung in« H«u» halbj. 50 lr, Mil ber Post ganzj. fi. l5, h«lbj. ft. ?.5l). Mont.»,, 8. Juli zj»<«ltion«gebühi bl« in Zellen: imal solr.. «m.»l»ll., 3m. l fi.;sonft pl. Zelle Im.«lr>, »m.d lr., 3m. 10 ll. u. s. w. ^n!cltl!»n«fttmpel ildi«,». 30 li. l872. Amtlicher Theil. Gesetz vom R. Juli R872, womit mehrere Paragraphe deS Gesetzes vom 13. Mai 1869 (R. G. V. Nr. 68) über die Landwehr für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder abgeändert werden. (Schluß.) Z 13. Im Frieden tonnen alle dem Landwehr« verbände angehoria.cn Personen, mit Ausnahme der bei den Landwehidehörden und LanowehrcadrcS (§ 10) in activer Dienslleistulig stehenden, außer der Zeit, in welcher sie an der Ausbildung und an dcn periodischen! Waffenübungen (§§ 14 und 15) theilzunchmen haben/ ihren bürgerlichen Beschäftigungen nachgehen. Der in tz 10 aufgeführte Mannschaftsstand ist, mit Ausnahme der Bezirlsfcldwebel und Büchsenmacher, in erster Linie durch freiwillig sich Meldende, welch: die erforderliche Eignung besitzen, zu decken, wenn deren Zahl für den Bedarf aber nicht ausreicht, durch Heran« ziehung und Verwendung von unmittelbar in die Landwehr Eingereihten, jedoch nur innerhalb des ersten Dienstjahres und unter thunlichster Berücksichtigung der Familien» und Erwerbsuerhältnisse zu ergänzen. In dem letzteren Falle sind die Betreffenden zum Aufschub ihrcr Verwendung bis zum 25. Lebensjahre berechtigt. Die von den Personen des Mannschaftsstandes auf folche Art bei dem Cadre zugebrachte Zeit wird ihnen auf ihre Landwchrdienslpsiicht dreifach angerechnet, Unlerofficiere, welche nach einjähriger activer Dienstleistung bei dem Cadre oder nach zurückgelegter Heeres« dienftpflicht sich noch zn einer activen Dienstleistung in der Landwehr freiwillig verpflichten, tonnen auch, wenn sie es anstreben, nach den hieiübcr im Hccrc bestehenden Vorschriften mil der Dicnstprämie belheilt werden, jedoch wird ihnen in diesem Falle die weitere! im activen Dienste zugebrachte Zeit auf ihre Landwehr« dienstpflicht nur doppelt angerechnet. Die Vezirtsfeldwebel werden in erster Reihe aus solchen Unlerosficiercn des stehenden Heeres, der Kriegs« marine und der Landwehr ernannt, welche dcn im H 38 de« Wchrgesetzes festgestellten Bedingungen entsprechen und auch die sonstige Eignung für diesen Dienst besitzen; im Falle aber leine solchen Bewerber vorhanden sind, haben zunächst jene Untcrofficiere auf Berücksichtigung Anspruch, welche ihre 12-, beziehungsweise 10jährige Dienstpflicht im stehenden Heere, in ber Kriegsmarine oder Landwehr activ vollstreckten. Die Stellen der Büchsenmacher werden durch Frei« willige besetzt, welche entweder bereits der Landwehr an< gehören oder welche ihre Dienstpflicht im stehenden Heere erfüllt haben und zu diesem Zwccke in die Landwehr eingetreten sind. insoscrne sic sich dazu qualificiren; sind aber leine Freiwilligen vorhanden, so kann die Aufnahme der Büchsenmacher im Contract<'wege erfolgen. § 14. Die zur Landwehr eingereihten Rekruten (§ 4, d, o) werden in der Regel bei den Cadrcs (tz 10) auegebildet, und zwar jene der Infanterie durch 8 Wochen, jene dcr berittenen Schützen durch 8 Monate. Ebendaselbst findet auch die weitere Heranbildung zu Unter-offtcieren, Spielleuten u. s. w. statt. Wenn die Umstände ein anderes Verfahren bedingen, werden die entsprechenden Verfügungen im Vcrordmmgswcge getroffen Zum Zwecke der Ausbildung jener Landwehrpersonen, wclchc die OfficicrScharge anstreben, werden entsprechende Schulen errichtet. § 15. Die Waffcnübungen der Landwehr-Fußtrup-pen finden nach der Ernte statt: a. jede« zweite Jahr in Bataillonsübungen in der Dauer von drei Wochen, während welcher die Ba- . taillone abwechselnd an den größeren Waffen« übnngen der Heereslürpcr theilnehmen; d. in jenen Jahren, in welchen die Bataillonsübungen entfallen, in Uebungen der Compagnien in der Dauer von 14 Tagen. Zu den Uebungen aci ^ können alle im Stande der Landwehr.FußtruPpen befindlichen Personen, zu den Uebungen aä d die unmittelbar in die Landwehr Einge-reihten während der ersten sechs Jahre ihrer Dienstzeit, nebst den erforderlichen Chargen aller Grade und der nöthigen Unzahl Spielleule, einberufen werden. Die zur Aus- und Abrüstung erforderliche Zeit von je Einem Tage ist in die Uebungszt.it nicht einzu-rechnen. Die zu den berittenen Schützen unmittelbar Eingereihten können gleichfalls während der ersten sechs Jahre ihrer Dienstzeit zu Waffenübungen bis zur Dauer von drei Wochen einberufen werden. Desgleichen kann die Heranziehung der Landwehr« cavallerie-Officierc zur Wasscrmdung in der Dauer von drei Wochen jedes zweilc Jahr stattfinden. Ueber Ansuchen der Landwehrcommandanten lönnen ausnahmsweise auch Instruclionsoffniere und Unterosfi' ciere des Heeres zu den Waffenübungen der Landwehr entsendet werden. Art. 2. Mit der Durchführung dichS Gesetzes wird dcr LllnocsverthcidigungS'Minlster betraut. Laxeoburg, am I. Juli 1872. /ranz Joseph m. p. l Auersperg m. p. Horst m. i»., Oberst. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dcm hoch- und deutsch-mcisterischen Hofrathe und Vorstände der deutschen Ritter-ordenslanzlci Anton Genfer als Nittcr des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse in Gcmäßheit dcr Or-densstatutcn den Rittcrstand mit dcm Präokale „ F i ch-tenlhal" allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 30. Juni d. I. dem Groß-Händler in Tricst Johann Scaramanga in Nner< lcnnung seines vieljähri^cn gemeinnützigen und^palrioti-schen Wirlens dcn Orden der eisernen Krone dritter Klasse taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Am 5. Juli 1872 wurden in der l. l. Hos- u„b StalllS-dructerei m Wici, die italienische, böhmische, polnische, nllhmische, slovlilische, kroatische und romanische Ausgabe des am 22. Mai l872 »orlanfiss blos in der dentschen Ausgabe erschienenen XXVll, Stückes des Reichsgesetzblaltrs vom Jahre l872 ausgegeben und vcrsrndcl. Dasselbe enthält unter Nr. 6? das Gesetz vom «. April 1872, durch wclchcS dcr 8 3 , des Gesetzes vom 26. Mälz 18 lamUes administratives Talent, seinen bewährten Gerech» tigleitssinn, scine Energie in der Verwaltung und end» lich dessen Kenntnis dcr zweiten Landessprache in Müh-rcn als cdcn so vulc Momente hervorhebt, wclche es rath» sum erscheinen lassen mußten, demselben den wichtigen Posten eines'Statthallcrs von Mähren anzuvertrauen. Das genannte Blatt lnüpst an diese Ernennung die Zuversicht, daß der neue Statthalter von 'Mähren sich als clne Stütze ber Verfassung in Mährrn crwciscn werde, wie es denn die ncucsten Statthallcr-Ernennun' gen überhaupt als ebei, so viele Bcwcisc der Befestigung deS verfassungstreuen Regiments bezeichnen zu lönnen glaubt. Die „Tricster Zeitung" begrüßt die Ernennung des Freiherrn CeSchi a Santa Crocc zum Statthalter für Trieft in einem längeren Aililel, dem wir daS Nachfolgende entnehmen: „Der Statthalter für Trieft und das Küstenland ist ernannt; und zwar in dcr Person der bisherigen LandcSpräsidenten im HcrzogtMm Kärn-ten Alois Freih. Eeschi a Santa Croce. langjährige, zum Theile unter den schwieligsten Verhältnissen im österreichischen Staatsdienste gesammelte Erfahrungen begleiten ihn auf seinen neuen Posten; im Jahre 1866 Drlegat in Padua, übernahm er später die Peilung dcr Statthalterei'Abtheilling in Trient, von wo er dann als LandcSpräsident nach Klagenfurt berufen wurde. Nach den uns zugehenden Informationen erhallen wir in dcm neuen Statthalter einen ruhig und vcrstänbiß beulenden, unparteiischen, seiner Aufgabe mit Hingebung obliegen» den Mann von wohlwollendem Charakter Daß die Verhältnisse in Trieft die Stellung eines Statthalters ziemlich schwierig machen, ist bekannt, und daß ber Mann, der den Posten übernimmt, sich die Schwierigleiten wird tlar gemacht haben, dürssn wir wohl voraussetzen. Wir würden cS daher auch sin überflüssig hallen, wollten wir jetzt in eine nähere AuSeinanbcrsctzung dersclbcn eingehen; in einer Beziehung jedoch wird dem neuen Htatthaiter die Sache leichter gemacht als manchem früheren; er findet einen vorgczcichnctcn Weg, dcn er mir fest und consequent zu verfolgen brancht, um Oesterreich und dem wahren Wohle Triests zu nützen. Scin letzter Vorgän-ger, dcm eine Berufung zu höherer Stell: allzu rasch die Leitung der spccicllm Geschicke des Küstenlandes entrissen, hat die Sachlage llar erfaßt, fein Ziel fcst uiN> unverrückt im Auge gehabt, hat genau gewußt, was und warum er es will, und auch de» Weg zu finden ocr-standen, um dem Ungcslrcbten näher zu lommen. Es zu erreichen — dazu war ihm die Zeit nicht gegönnt, und daS ist nun Sache seines Nachfolgers. Oesterreich heißt das Ziel; Oesterreichs Wohl zu fördern in Trieft, Tricsts Wohl zu föidern in Oesterreich — das ist in kürzesten Worten dic Aufgabe des Statthalters. Daß ihre Lösung dem Fleiherrn v. CeSchi gelingen möge, daS wünschen wir und wollcn cs auch hoffen." Diesen Iournalslimmen aus Mähren und Trieft wollcn wir noch eine Stimme beifügen, die ftch über den neuernannten lrainischcn LandcSpräsiocntei, Alexander Grafen Auersperg in der „Presse" vernehmen läßt, wie folgt: „Als am 18. December velgaxgencn !Iah>cS bei Eröffnung deS krainischen Landtags on Ga-leriepöbcl den ncuernanntcn Landeshauptmann, Grafen Alexander AucrSpcrg, mit jencn bübischen Zurufen empfing, da ahnte wohl lciner unter den Srundal-machern, ebensowenig die national-llelicalc La»dtags'Majo< rilüt, daß Grnf Alexander AucrSfterg von der Regie-rung in fo lurzer Zcit berufcn scin werde, im Lande Kram die zu Rccht bestehende Verfassung und daS Oesctz wieder zu Anschen und zur Gellung zu bringen. Die Ernmnung des Grasen Aucrepcrg zum Landeilpräside»-ten wurde von dcr verfassungstreuen deutschen und von der gemäßigten slovcnischcn Gcvöllcrung dcS Landes m i l großer Freude beglüßt, denn sie bedeutet die H erste llu na geordneter Verhältnisse im Laobe, die Durchführung dcr Verfassung und, der auf dem Go-dcn derselben zustande aclommencn Schul« und inler-conscssioncllen Gesetze. Selbslvcrstälidlick ist von dcr Action deS neuen LandcSpräsidcnlcn nur dann Fruchl-brmgcndes z^u crwaltcn, wenn der lrainer Landtag sofort aufgelöst und Neuwahlen ausgeschrieben werden, welche ohne Zweifel der VerfassungSparlei die Majorität im Landtage liefern werden." Der Corrcspondcnt dcr „Presse" constatirt schließlich „5aß dcr slooenischen Presse l'icht genug Worte zu Ocbotc stehen, um ihren Aerger über diese Ernennung Nucispcrg's zum Ausdruck zu bringen; auch fürchte sic die Auflösung des lraincr Landtages ourch-auS nicht, die Majorität sei doch dcr nationalen Partei gesichert." — Wir gcbcn uns anderer Hoffnung hin. Gllingt es dem »ttlicrnanntcn LandeSpräsidcm..i. die in den Bezirksstädten, Märkten und Landgemeinden KrainS be- ' stehende regicrungs» und verf assuuqs fe i nd-liche Partei für die Rcgnrung, für di^ ' ' " >a zu gewumcn; gelingt eS ihm, dlcse feind-l! untc entweder in dcn Hafcn der friedlichen Erkenntnis einzuführen, ober, wenn diese Elemente seiner Competenz unterstehen, unschädlich zu machen; gelingt es ihm, durch Apostel dcS Friedens und bcr Aufklärung, durch Männer > von patriotischer GisinnungStücktigkeit die feindlichen i Töne in den Gemeinden des flachen Landes in harmonische, rcgicrungs, und verfassuncjSfreundliche Klänye umzustimmen— waS wir im Interlsse deS f« rundlichen Landes Krai» herzlich wünschen, — dann kann G^f Auersperg des Dankes der Rcgicnmp, der vollsten Nnellennung von Seite der VersassungSparlci. dcr aufrichtlasten ^>ym« pathicn deS ganzen lrainer LandcS sicher fein. Zur parlamentarischen IclM. Die „Bohemia" theilt über den Stand der Arbeiten, die zu dcn Oudaetberathungen pro 1873 für die parlamentlllischcn VetrelunaslS,per Oesterreich.Ungarns gehören, cinigi Daien mit. Nach diesen Mittheilungen sollen die Budgets für das Jahr 1873. sowohl sür den ReichSrath als auch für die Delegationen, ferner die Schlußrechnungen und dic GcbahrungSrcchnung pro 1871 für dcn Reichsralh und pro 1870 für die Delegationen, für letztere auch die Gebahrungsrcchnung pro 1871 bereits zusammengestellt und bis anfangs September zur 1096 Vorlage bereit sein. Was die mit Veginn des nächsten Jahres beabsichtigte Gagencrhühung anbelangt, soll im Voranschläge für die gemeinsamen Ministerien insoferne noch vor Erledigung dieser Frage darauf Bedacht ge« nommen sein, daß zu diesem Zwecke eine Pauschalsumme in das Erfordernis deS Jahres 1873 eingestellt wird. um im Falle der Gehaltsregulirung ihre entsprechende Bestimmung zu finden. Eine weitere Vorlage soll eine Nachtragssordcrung enthalten, welche den gemeinsamen Staatsbeamten, wahrscheinlich nach demselben Modus wie bei den ciSleithanischen. einc provisorische Gehalts» erhilhung in Form einer TheuerungSzulage »uerlennt. Die Regierung hofft, die Beträge bereits am 1. Octa« der den gemeinsamen Staatsbeamten flüssig machen zu können. Schließlich wird noch berichtet, daß Berathun« gen wegen Vereinfachung der Rechnungs.Controlen statt» finden und namentlich diesbezüglich Reformen für die Heeresverwaltung hinsichtlich der Verrechnungsart, des VerpsscgswesenS lc. angestrebt werden. Die betreffenden Verhandlungen werden unter dem Vorsitze eines Ab« theilungsvorstandes aus dem Kriegsministerium gepflogen, und als Grundlage derselben dient das Materiale, das von einem höheren Grämten des gemeinsamen Obersten Staatsrechnungshofes gelegentlich einer speciell ;u diesem Behufe unternommenen Studienreise nach Berlin gesammelt wurde. Zur Defteiung Frankreichs. Der am 29. Juni 1872 zu Versailles abgeschlos. sene, von dem Botschafter Deutschlands Grafen Arnim und dem Minister Frankreichs de Remusat unter» zeichnete Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland, betreffend die Zahlung del Kriegsentschädigung und so» fortige Truppen'Raumlmg Frankreichs lautet im deutschen Texte nachfolgen«: „Se. Majestät der deutsche Kaiser und der Präsi-dent der französischen Republik haben beschlösse!!, die Ausführung der Artikel 2 und 3 der Fliedens«Prälimi« narien von Versailles vom 26. Februar 1871 und deS Artikels 7 des Frankfurter Friedensvertrages vom 10. Mai 1871 durch eine Special-Convention zu regeln, und haben zu ihren Bevollmächtigten hiezu ernannt Se. Majestät der deutsche Kaiser allerhüchstihren Botschafter bei der französischen Republik, Grafen Har-Y v. Arnim. und der Präsident der französischen Republik Herrn Charles de R6musat, Minister der auswärtigen Angelegenheiten, welche, nachdem sie sich über die Zeitpunkte und die Art der Zahlung der von Frankreich an Deutschland ge> schuldeten Summe von drei Milliarden, sowie über die allmälige Räumung der von dem deutschen Heert bc» setzten französischen Departements verständigt, und nach« dem sie ihrc in guter und regelrechter Form befundenen Vollmachten ausgelauscht, folgende Vereinbarung getroffen haben : Art 1. Frankreich verpflichtet sich, die gedachte Summe von drei Milliarden an folgenden Terminen abzutragen, nämlich: l. eine halbe Milliarde Franken zwei Monate nach AuSiausch der Ratification«« des gegenwärtigen Vertrages; 2. eine halbe MMiarde Franken am l. Februar 1873; 3. einc Milliarde' Franken am I. März 1874; 4. ein« Milliarde Franken am I. März 1875,. Frankreich ist jedoch bcfngt, die am 1. Februar 1873. l. März 1874 und 1. März 1875 zu zahlenden Summen lheilwcise, in Beträgen von mindestens hun> dert Millionen Franken, oder vollständig vor Ablauf dieser Termine zu zahlen. Im Falle einer anticipirten Zahlung wird die französische der deutschen Regierung einen Monat zuvor N^ lnis gebcn. Ärt. 2. Die im dritten Äliiica dcs siebenten Ar. tilels deS FriedenSvertraoes vom 10. Mai 1871 und in den Stpalat.Protolollen vom 12. October 1871 getroffenen Verabredungen finden auf alle nach Maßgabe des vorstehenden Artikels zu leistenden Zahlui^en An» Wendung. - Art. 3. Se. Majestät dcr deutsche Kaiser wird vierzehn Tage nach Zahlung einer halben Milliarde die Departements der Marne und der Oberen Marne, vier« zehn Tage nach Zahlung der zweiten Milliarde die Departements der Ardennen und der Vogesen und vierzehn Tage nach Zahlung der drillen Milliarde nebst den Zinsen, welche noch zu zahlen sein werden, die Departs menlS der Meurthe-Mosel und der MaaS, sowie da« Nrrondissement Belfort räumen lassen. Art. 4. Frankreich behält sich vor, nach erfolgter Zahlung von zwei Milliarden für die dritte Milliarde nebst Zinsen finanzielle Garantien zu gewähren, welche, wenn sie von Deutschland als ausreichend anerkannt werden, in Oemäßheit deS Artikels 3 der Friedens-Prä-liminarien von Versailles an die Stelle der Territorial-Garantie treten werden. Art. 5. Die Verzinsung zu 5 Percent der im Artikel 1 bezeichneten Summen, welche vom 2. März 1872 an läuft, wird in dem Maße aufhören, in welchem die genannten Summen bezahlt sein werdcn, sei eS an den durch die gegenwärtige Convention bestimmten Ter> minen, sei es vor denselben nach der im ArtitVl 1 ver» abredeten vorläufigen Benachrichtigung. Die Zinsen von den Summen, welche noch nicht bezahlt sein werden, find auch ferner am 2. März jedes Jahres, zuletzt mit Zahlung der letzten Milliarde, zu entrichten. Art. 6. Sollte die Stärke der deutschen Occupa» tionS-Truppen nach allmäliger Einschränkung der Occn» pation vermindert werden, so werden die Kosten der für den Unterhalt dieser Truppen im Verhältnis der Zahl derselben ermäßigt werden. Art. 7. Bis zur vollständigen Räumung der fran» zösischen Gebietes werden die im Artikel 3 bezeichneten von den deutschen Truppen allmälig geräumten Deparle« mentS in militärischer Beziehung für neutral erklärt, und es werden dahin leine Truppen-Ansammlungen, als die zur Nufrechthaltung der Ordnung nothwendigen Gar« nisonen verlegt. Frankreich wird daselbst leine neuen Fortiftcalionen anlegen und die vorhandenen nicht ver< stärken. Se. Majestät der deutsche Kaiser wird in den von den deutschen Truppen besetzten Departements leinc anderen Befestigungen errichten lassen, als jetzt vor» Handen sind. Art. 8. Se. Majestät der deutsche Kaiser behält sich das Recht vor, die geräumten Departements in dem Falle wieder zu besetzen, wenn die in der gegenwärtigen Uebereinkunft eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllt werden sollten. Art. 9. Die Ratiftcationen des gegenwärtigen Vertrages durch Se. Majestät den deutschen Kaiser einerseits und den Präsidenten der französischen Republik andererseits werden zu Versailles binnen zehn Tagen oder womöglich früher ausgetauscht werden. Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Vevoll» mächtigten daS gegenwärtige Document unterzeichnet und ihre Siegel beigefügt." Politische Uebersicht. «aibach, 7. Juli. Dcr „P. Lloyd" erfährt über die bevorstehenden Kaiserreisen folgende Details: Fuist Bismarck nebst die Herren vom Militär« und Civillabinet sind beordert, sich am 2. August in Salzburg dcm Gefolge des deutschen Kaisers, welcher daselbst an diesem Tage auf der Reise nach Gastein aus EmS lintrifft, anzu» schließen. Am 4. September trifft Kaiser Wilhelm wie« der in Berlin ein. um wenige Tage danach seinen Gast, den Kaiser von Oesterreich, zu empfangen. In diesem Augenblicke weilt der deutsche Kaiser bekanntlich noch in Ems. — Bis 4. d. mittags waren in Ungarn 337 Wahlen vollzogen; von denselben fielen 216 auf die Dealparlci, 121 auf die Opposition. Die Deal-Partei hat bisher 50 gewonnen, 21 verloren; der Gcsammlzu« wachs beträgt 29 Stimmen. — In der am 4. d. in Agram stattgefundenen Landtagsfitz ung wurden die RcgierungSeinläufe verlesen, worunter sich dcr Erlaß wegen der Ernennung Prica's zum Negierungsoertreter befindet. Hierauf wurden mehrere Interpellationen verlesen und sodann die Sitzung wegen Constituirung der Sectionen unterbrochen. Die ,.D. R. C." brachte vor einigen Ta^en die Nachricht, daß eine Untersuchung der d e u ts ch e n K U ste in ihrer AuS^hming von Emden bis Memel durch eine Fachcommission stattfinden werde, um die Maßregeln festzustellen, welche zur Vertheidigung der Küste in einem Kriegsfalle, cociltuell schon vorher als Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen seien. Diese Fachkommission ist jüngst in See gegangen und hat die Untersuchung vorgenommen und beendet. Auf Grund der Ergebnisse derselben wurde eine Reihe wichtiger Vorschläge dem Rcichstriegsmini« sterium unterdreitct, — Der deutsche Bundes» rath hat die AussührungS-Bestimmungen zum Je» suitcngesetz, welche ihm der Iuslizausschuß vorgelegt hatte, nuc mit dem Vorbehalte a.e»ehmia.t, daß ergänzende m>d abändernd: Anold!inn,c„ getroffen werden, wen» im Laufe der Zeit der bei Ausfilhrung t»cs Ge« setzcs gemachten Erfahrungen sich die Nothwendigkeit des Erlasses weiterer Ä'slimmungen herausstellen sollte. Der zwischen Frankreich und Deutschland zum Abschluß gelangte Vertrag, betreffend die b?schlcn< nigte Räumung der occupirten französischen Departements, wird von der englischen Presse im ganzen als befriedigend angesehen. Auch die fianzösischen Journale sprechen sich im allgemeine!« günstig über den nun abgeschlossenen Vertrag aus. «Frankreichs finanzieller Credit", sagt das „Journal des T"et,atK". „wird sich morgen befestigen, darüber hcnscht lein Zweifel. Der politische Credit der französischen Rcgieruog hat sich heule befestigt." Enfield hat in der Unterhaussitznng zu London den 4. d. mitgetheilt, daß er von ElSkine benachrichtigt wurde, daß zahlreiche Bewohner nud Rheder der Archi pcl'Inseln eine Petition unterzeichnet haben, in welcher sie verlangen, von den Vereinigten Slaatcn annectirt zu werden. Der englische Gesandte in Washington, Thoin^ ton, wurde von der Regierung bcanitruat, sich über die Entschließung der amerikanische!, Ncgieriiila. in Bezug auf diese Petition zu unterrichten. Die Corresponoenz über die Genfer Schieds« aerichts-Verhandlungen in der Alabama« frage wurde am 3. d. veröffentlicht. Sie enthält größtentheils bekanntes und schließt mit einer Depesche , Karl Granville'e an Lord Tenlerden ab, in welcher der ^'llisssllNl. „Volt )ur Ehr', Dem Nächllen zur Wehr!" Es gibt in den Mauern unserer uralten Sandes« Hauptstadt lebende Wesen, die Gott mit Leib und Seele erschaffen, mit Verstand und Vernunft begabt hat; aber ein großer Theil dieser lebenden, bald an den Ufern der grünen Laibach, bald in der Lattermann«Nllee. heute in der Sternallee und morgen bei Leopoldsruhe promeni, renden Wesen lebt wohl Gott zur Ehr' und gibt Gott die Ehr', aber sie sind leine Freunde der — Feuer« wehr. — Diesen dem Institute der Feuerwehr bisher noch unfreundlich gesinnten lebenden Wesen empfiehlt dieses Feuilleton die aufmerksame Lecture jener schwungvollen Rede. mit der Bürgermeister Dr. v. Schreiner in Graz die Gäste an zweiten Feuerwehr«Gautage begrüßt hat, Dcr. volle Text dieser Rede lautet: Werthe Gäste! Im Namen der Stadt Graz heiße ich Sie alle. die Sie oaherzugczogen von Nord und Süd, von Ost und West. von Nah und Fern. um mit uns den zweiten freiwilligen Feucrwehrtag festlich zu begehen, herzlich willkommen. Im Festesschmuck prangt die Stadt, mit Blumen und Kränzen, mit Fahnen und Bändern sind die Häuser geziert, und Jung und Alt drängt sich in den Straßen, um Ihnen einen freundlichen Willkomm zu bieten. Zu wohl erkennt es der lNrazer Bürger, wie segensreich, wie sllbstaufopfernd, wie danleSwerth das Wirken der freiwilligen Feuer« wehren ist. um sich nicht zu bceifern, sein kleines Scherf-lein beizutragen zu dem allgemeinen Danle und der allgemeinen Anerkennung. Wer vermöchte auch fein Ge« müth dieser Empfindung zu verschließen, der einmal Zeuge war. wie die wackeren Scharen furchtlos dem schrecklichen Elemente trotzen, wie sie ihr eigenes Leben wagen, um das fremde zu retten, wie der einzelne seine theuersten Güter aufs Spiel fetzt, um dem großen allge« meinen Interesse zu dienen! Wen erfüllt eS nicht mit Bewunderung, der sieht, wie nur Ein Geist diesen großen Körper beseelt, wie einmüthig alle Glieder zusammenwirken zu gleichem Zwecke und wie herrlich der Erfolg zutheil wird Ihren vereinten Kräften! Nenn also die warme Sympathie, welche von der Bevölkerung all« überall den freien Feuerwehren entgegengebracht wird, ihren Grund zunächst in dem Gefühle Ihres wohlthäti. gen Wirkens und der Dankbarkeit dafür hat, so wurzelt dieselbe wicht darauf gelegt, eine lebhafte Betheiligung der Colo« men zu erzielen. Von Wichtigkeit ist in dieser Beziehung, daß sich seit dem Tode des Ministers dcs Innern Herrn Thorbecke der Colonialminister Herr van Gosse der Ausstcllungsangelegenheit warm annimmt. Unterstützt, wird er hiebci auch von der niederländischen „Handele« ^ Gesellschaft," welche eine mit großcn Kostcn veranstaltete^ Sammlung sämmtlicher ostilidischen Erzeugnisse, die schon, für die letzte Pariser Ausstellung beabsichtigt, jedoch un-. terblieben war, ergänzen und zur Ausstellung in Wien! senden wiid. — Auch der „Wasscrstaat", die Oberbe-! Horde der niederländischen Wasserwerke zum Schutze des! Landes gegen das Meer, beabsichtigt sich an der Aus-; stelluna. mit seinen Arbeiten zn bethciligcn. Im Kreise ^ der holländischen Industriellen wirlt dcr Präsident der! Commission Herr van Oordt seit seiner Rückkehr von Wien dahin, daß die sorgfältigste Auswahl der auSzu-! stellenden Objecte getroffen wcrde. Ebenso geht im Kreise der holländischen Künstler, für deren Exposition gleichfalls ein besonderes Programm ausgearbeitet worden, das gemeinsame Streben dahin, daß die niederländische Kunst auf der Weltausstellung 1873 mehr durch die Qualität als durch die Menge der AuSstellungsobjccte glänze. Nichtsdestoweniger ist die Zahl der Anmeldungen für die niederländische Kunstabtheilung fo groß, daß man besorgt, der in Anspruch genommene Raum werde nicht genügen. — Von Seite der holländischen Regie- rung sind den Ausstellern dle möglichsten Erleichterungen bezüglich der Kosten ihrer Betheiligung in Auesichl gestellt.________ Hagesneuigkeiten. — Ungarische Blätter melden, daß Ihre Majestät die Kaiserin Ende Juli Ischl verlassen werden, um sich aus einige Tage n^ch Ofen zu begeben. — NuS Ga-stein wird mitgecheilt, daß dc»l vom 1. August an daS Vadefchloß mit allen seinen Mumlichlciten fUr den Kaiser Wilhelm ,uid seine Gefolge gegen einen Betrag von 880 sl. pr. Woche gemiethet wurde. — (Personalnachrichten.) Se. Excellenz Graf Beusl geht am 20. d. aus London nach Wien, wird seinen Aufenthalt in Albrcchtsbcrg nehmen, sich dann einer dreiwöchentlichen Cur in Gastein unterziehen und den Rest des Urlaubs, bis zum November, in Wien zubringen. — Die Neichsgriifin Frau Victorie Thurn-Balle-Sassina ist am 3. d. M. im Bade NeuhauS gestorben, — (Zur Wellausstellung.) Die Zahl sämmtlicher ausländischer Aussteller auf industriellem Ge> biet übersteigt die Ziffer 6000; unter Zuschlag der Aus« sieller au« der Landwinhschafl und Kunst wird sich diese Ziffer bis nahezu an 8000 erhöhen. Von der Industrie fallen auf Preußen, Braunschweig u. a. 2934. auf Baiern 1742, auf Sachsen 5<)1, auf Württemberg 469, auf Baden 242 und auf Hessen 243 Aussteller; zu be-merken ist, daß in manchen Staaten unter Einer Nummer gemeinschaftliche Ausstellungen einer größeren Zahl von In-dustriellen vereinigt sind. Besonders erfreulich ist die Betheiligung im Berg. und Hiltlemvcsen mit 209 Ausstellern, in der chemischen Industrie mit 533 Ausstellern, in der Gewerbe.Iudustrie mit 1045 Ausstellern, in der Metall- ^ Industrie mit 593 Ausstellern und endlich im Maschinen, wesen mit 767 Ausstellern. — (Bäderbesuch.) In Teplitz-Schönau besän-^den sich am 1. Juli 5700, Krapina-Töplitz 928, Auffee ^ «01, Vöölau 2245, Hall 1000, Gleichcnberg 1400, Gmun- den 740, Roznau 550 und Luhalschowitz 480 Badegäste. — (Die Rotzlranlheit) bei Pferden ist im Dorfe Greda, Sisscler Bezirk in Kroatien, ausgebrochen. — (Die große militär wissenschaftliche Bibliothek) aus Metz, 40.000 Bände statt, wurdc Kiefer Tage an den fön. Gcneralstab in Berlin abgegeben. — (Neue Heilmethode.) In Paris ist eine neue Heilmethode in Praxis gclommen. Jeden Morgen kommen zahlreiche männliche und weibliche Kraule, die an Abzehrungslranlheiten leiden, zu Fuß und zu Wagen in Schlachthäuser, um daselbst das noch warme Blut der frisch gelödlelen Thiere zu trinlcn. (5s sind namentlich an Blularmulh leidende Frauenzimmer, die das noch rauchende '-l.'lut hinunterstürzen. Der Zudrang ist so beträchtlich geworden, daß die Schlachlhausvcrwall'ung ei» besonderes Re» glement für ihre Curgiiste hat aufstellen mlifsen. — (Als Surrogat für Z i e ge lmateria l) werden in neuester Zeit Abfälle aus den Kohlenbergwerken verwendet, die bisher gar nicht verbraucht wurden und in den Kohlen - Bezirken Englands viele Tausend Joch Lan- , deS bedecken. Echon haben mehrere Firmen sich diesem nutzverheißenden Geschäfte zugewendet. Die aus dem Kohlenstaube hergestellten Ziegel sollen an Festigkeit unseren ^ Thonziegeln nicht nachstehen. Locales. — ( Spen den.) Se. Excellenz Herr Karl Graf v. , Coronim hat dem lramischcn slushilssbeamlen-Kranlen» und Untcrstützungsvereine 20 fl. und die l. k. priv. National-Bank demselben Vereine 40 ft. gespendet. geben Ihrcm Handeln Ziel und Richtung; streng gc-handhabt wird daS Gesetz, die Ordnung herrscht und die Disciplin. Aber Sie geben sich selbst daS Gesetz, und das Gemeinwesen, wo daS selbst auferlegte Gesetz Ordnung schafft, lst am besten bestellt. So zieht der Bürger aus der Getrachtung Ihrer Institution die kehre, daß der Staat nicht gedeihen kann ohne Freiheit, nicht ohne Hingebung an daS Vaterland, daß nur daS sclbstgcgebcue Gesetz Boden im Volte und Aussicht auf Dauer und genauer Befolgung hat. daß die Gleichheit vor dem Ge-setze ein Gebot der Selbsterhaltunq für den staallichtn Organismus ist, daß eben dann die Unterwerfung unter dieses Gesetz die heiligste Pflicht des Bürgers ist. Denn ist Ordnung ohne Freiheit in unscrer Zelt eine der Menschen unwürdige Sklaverei, so lst Freiheit ohne Ord. nun» schreckliche Tyrannei. DaS schönste Beispiel aber, meine Herren, gibt uns eben Ihr Zusammenströmen aus allen Theilen unseres großen Vaterlandes zum heu-tigen Feste. Sie. meine Herren, obwohl den entlegensten Theilen des Reiche« entstammt, obwohl den verschieden» sten selbständigen Organismen ungehörig, Sie fühlen sich doch alle EinS in dem gemeinsamen Zwecke, Sie alle haben daS gleiche Ziel. Ihnen allen gilt vorerst die Sache, der Sie sich geweiht, und Sie erkennen alle. daß Sie zur Erreichung Ihres gemeinsamen Zieles einig sein müssen, ob Ihre Heimstätte diesseits der Leitha sei, ob jenseits (Bravo! Eljcn!), ob Sie südlich wohnen von der Thaya oder nördlich. Sie sind eingedenk des ewig wahren Spruches des großen Römers: Oouooräik i'08 pklvao erosount., (linemdia m^iimae lliiaduuwr. An dem heutigen frohen Tage will der Sleiermiirker glauben, daß Sie uns ein Spiegelbild, ein M'troloS-luos dcS großcn Oesterreich-Ungarn sind — daß sie gc» kommen sei, die Zeit, wo alle seine Volke»stamme ertem nen, daß unser schönes Vaterland in Macht und Glöße zu erhalten ihnen allen gleich nothwendig sei zur gcsi> chcrten eigenen Existenz; daß sie alle erkennen, wie Sie, meine Herren, daß ein Band sie alle umschlingen muß, sollen sie fest stehen gegen einen yemc nsamen Feind, wie unsere deutschen Brüder draußen im Reiche; daß sie erkennen, wie Sie, daß die Achtung vor dem Gesetze die nothwendigste Bedingung der allgemeiuen Freiheit und Wohlfahrt sei. Und wie ich im heutigen Festtage eine gute Vorbedeutung erblicke, so möge er von heilsa» mcr Wirkung sein, er möge die Ueberzeugung der Zusammengehörigkeit aller Theile unseres großcn Valerian« dcs verbreiten und befestigen, weit hinaus über die Grenzen unserer grünen Stciermarl und die Gauver-bände unserer Feuerwehren, und wie Sie, meine Her« ren, uns ein willkommenes Zeichen sind dcr Verbrühe« rung aller Stämme OcslcrvcichS, so sind Sie auch alle! als Brüder uns herzlich willkommen. Darum ein Hoch den vereinten Feuerwehren, ein dreifaches, weithin schallendes Hoch!" Wer nach Durchlcsung dieser schwungvollen Rede Der Ftuerwlhr Nicht gibt die Ehr', Bei dem wirll Hopsn,, Malz nicht »iichr, Bei dcm ist Kopf »»t> Herz. wohl leer. — (FUr das Gurlthaler Vahnproject) hat in der am 4. d. stattgesundenen Versammlung des constitutionellen Vereines auch Herr Dcschmann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach, oas Wort ergriffen. Wir lassen den Tert seiner Rede hier folgen: „Der Grundsatz : „Leben und leben lassen" habe auch seine Berechtigung an sich. msofernc Bahnen zunächst Gegenden, welche bisher noch arm an Production waren, aber reich an natürlichen Bodenschätzen sind, dem Verkehre ei schloffen wer« den sollen. Dies finde besonders Anwendung auf den Wald« und Kohlenreichthum von Gottschee, der denn doch gegenüber dem sonstigen Productenrrichthum der Te-menizer Route nicht zu unterschätzen ist. Aber auch die Billigkeit spreche für die Gurlthaler Bahn. Der Anschluß an den Tschernembler und Möttlinger Boden sei von dieser Seile aus durch das Seitenthal gegen Tscher-mofchnitz gegeben, während aus der vorliegenden Broschüre nicht zu ersehen ist, wie jene Verbindung von Rudolfewerth aus stattfinden foll. Die natürlichste Linie sei jedenfalls jene durch das Längenthal der Gurl, sie ist lemen Ueber-schwemmungen ausgesetzt, wie dies im Temenizthal öfters der Fall ist. Auch würde sie fehr geringe Expropriations-losten verursachen, während die Temenizbahn, da sie mehr ein Hügelland durchzieht, wahrscheinlich in der AuSfllb/ rung bedeutend größere technische Schwierigleiten bereiten, jedenfalls aber, da sie an vielen Orten durch ausgedehnte Culturen zu führen wäre, einen größeren Expropriations-aufwand verursachen würde. Noch vor lurzer Zeit verlangte man auch von Seile deS Nudolssroerther Bezirkes die Fortführung der Gurkselder Straße nach Großlup, als des kürzesten Verbindungsweges zwifchen Laibach und Unterlrain, jetzt will man einen Umweg von drei Meilen mit einem bedeutend höheren Kostenaufwande, der denn doch auch bei den knappen Gelolräflen des Staates nicht außer Acht gelassen werden darf. Die Temenizer Vahn würde zwar den Bezirken Treffen und Rudolsswerlh mehr von Vortheil sein, als die Gurlthaler Bahn, sie wäre aber dem eigentlichen unterkrainischen Waldlande zu entlegen. In der Gurllhaler Bahn liege daS in seinen Wirlungen noch nicht nach Verdienst gewürdigte, einer großen Zukunft entgegengehende Warmbad Töplitz, die fllr Fabrilsaulagen wichtige Wasserlrafl der Gurk ist nicht außer Acht zu lassen, das Eisenwerk Hl,>f könnte einen hohen Ausschwung nehmen, denn es stehen ihm Holz und Kohlen reichlich zu/ Verfügung. Zu bedauern fei der Zwiespalt der Meinungen in dieser Frage. Ueber allen diesen Differenzen mUßle einS im Auge behalten werben, das Landeswohl und die finanziellen Kräfte des Staates. Jene Linie soll zur Durchführung kommen, welche die kürzeste, die billigste, am schnellsten zum Ziele führende ist und möglichst vielen Be» zirlcn zugute kommt. Den beantragten Pelilionsweg finde er nicht maßgebend, in solchen Fragen entscheiden Thal^ fachen, die Befürwortung einer Bahn habe nur dann Werth, wenn sie auf statistischem Material süßt. Er seiner-seitS sei für die Gurllhaler Bahn." — Die beiden Fragen: obTemeniz- ob Gurk» hal »Bahn? werden wohl bald ihre Beantwortung finden; denn heute schon beginnt die technisch-mililärische PrUsung und Begehung der projectirten Eisenbahnlinien Laibach-Karlstabt, bei welcher über die Führung der Trace, ob durch das Vurllhal über Seise», berg, oder auf dem Umwege durch das Temeniz-Thal über Tressen, die Vorerhebungen zur endgilligen Entscheidung getroffen werden. — (Das Militär-Concert) im Casinogarlen war gestern abends vo« 700 Personen besucht. Herr Ehrfeld hat der musikalischen Unterhaltung durch die ! Spende von sechs Gewinnsten (ein Kistchen feine Cigarren, ein Spannferlcl, zwei Bouleillen Champagner, ein großer Schinken, zwei Vouteillen Vöölauer, sechs Würste und ein llaslerlanges Salzstangel) einen besonderen, recht gelungenen Anstrich gegeben. Die Gewinnste wurden — der fünfte, auf Nr. 148 gefallene, wurde vom Hlrrn Vhrfelb vorläufig aufbewahrt — sogleich in heiterster Stimmung in Empfang genommen. Die gestern vorzugsweise ereculirten Production-» der Musilcapelle des l. l. 79. Ins.»Regiments Graf Huyn, die Gewinnstspendung, die jchnelle Bedienung und der angenehme Abend eleltrisirlen die durchaus gewählte Gesellschaft. Herr Ehrfeld hat sich uns neuerlich al« tüchtiger Geschäftsmann und verständiger Arrangeur prä» fentirt. ! — (Anerkennung lrainischer Industrie.) Der „Grazer Tagespost" vom 6. d. M. entnehmen wir. daß die freiwillige Feuerwehr der Grazer Zuckerrassinerie die vom hiesigen Fabrikanten Herrn N. Samassa beim Grazer Feuerwehrlage zur Ausstellung gebrachle «bprotzspritze ange. lauft hat. An Leistungsfähigkeit soll diese bei der Uebung erprobte Spritze den Knausi'schen Spritzen gleichkommen. — (Die Bank .. Slovenija ") hat vorgestern, nachdem bereits mehr als 3000 St. Nclien gezeichnet wur-den, bei der h. Landesregierung das Gesuch um Bestim-mung eines l. f. Cnmmissär« behufs der Constituirung der genannten Versichcrungsbanl Überreicht. — (Ernennungen.) Der l. l. Bezirksgerichts adjunct Herr Eduard Hofmann in Rann wurde zum l. l. Bezirlsrichter in Mottling, der l. l. Auscullant Herr Theodor Kurall zum k. l. Bezirlsgerichls-Adjunclen in Tscherncmbl und der Lehrer an dem Slaalsrealgymnasium in Krainburg Herr Matthäus Vodusel zum wirklichen Lchrer am SlaalSobergymnasium in Görz ernannt. — (KindeSweglegung.) Bei der heiligen Quelle nächst Laverca wurde ein drei Monate altes weg gelegtes Kind aufgefunden. Der Gemeindevorsteher von 1098 St. Marein hat dasselbe in das hiesige Elvil-Spital ge. sendet und die Anzeige an das k. t. Landesgericht erstattet. — (l5in Kind ertrunken.) Im Dorfe Tazen unterm Kahlenberge siel gestern Nachmittag ein armer Knabe der unverantwortlichsten Psiichlvergessenheit seiner eigenen Mutter zum Opfer. Diese, seit Jahren von ihrem Manne getrennt lebend, war mit ihrer älteren Tochter nach Laibach gegangen und hatte den 6jährigen Buben ganz allein und ohne ihn irgend einem Menschen zur Ob. sorge zu Übergeben, zurückgelassen. Der nun ohne jede Auf« ficht befindliche Knabe ging anderen Kindern nach in die Save baden und ertrank. Erst durch die mit den Kleider» des Kleinen heulend ins Dorf eilenden Spielgenossen wurden die Leute aufmerksam gemacht; allein es war zu spät, trotz eifrigen Suchens gelang es erst nach fast einer Stunde, die Leiche aufzufinden. Die am Abend heimkehrende Mutter fand Trost im „Willen Gottes." — (Nr. 39 der „Allgemeinen Familien« Zeitung," Jahrgang 187 2), enthält: Text: Frau Domina. Erzählung von Claire v. GlUmer. (Fort« setzung). — Feuerversicherung auf chemischem Wege. Von Emil Sommer. — Lieber todt, als Sllav'l historische Novellette von Th. Justus. — Augenlose Thiere. Von Paul Kummer. — Die Polizei und die Verbrecherwelt in London. Ein Zeitbild von Wilhelm Baer. — Erz. Herzogin Sophie von Oesterreich. — Die allgemeine In< 1 ustrie-Ausstellung in Lyon. — Während der Ernte. Nach einem Gemälde von N. Bouguereau. — Der Nusbruch des Vesuvs, III. — Die Fortschritte in, Bau der Eisenbahn, wagen. — Der Proceß gegen den Marschall Bazaine. — Das schwache Geschlecht. Ein moderne« Mährchen von L. Kohl von Kohlenegg. (Poly Henrion). (Schluß). — Aus Natur und Leben. — Chronik der Gegenwart. — Mannigfaltiges. — Offene Correfpondenz. — Silben« Räthsel. — Bilder . Räthsel. Illustrationen: Erz« Herzogin Sophie von Oesterreich. — General « Ansicht der Gebäude der Universal. Nubstellung zu Lyon. — Während der Ernte. Nach einem Gemälde von N. Bouguereau. — Slizzen vom Nusbruch des Vesuvs. — Die neuerfundenen Eisenbahnwagen mit Seitenzalerie: Coupä eines Waggons I. Klasse. Seiten.Ansicht. — Das Gefängnis des Marschall« Vazaine zu Versailles. Ginaeseudet. 4I1eu kiaukeu kr^n Ulla Legnuüdeit obll« llleüiolu Ulla ollue kosten. kevHie»ciire vu L^ri? von I.olläuu. Mm Leidenden Gesundheit durch die delicate Nevglo^iöi'o <öl« bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in Arzneien. In Blechbüchsen von j Pfund fl, 1.50, 1 Pfund fl 2.50, 2 Pfund fl. 4.50, 5 Pfund fl. 10, !2 Pfund fl. 20. 24 Pfund fl. 36. Ncv3ls»,:>u!-o <^K<)l!oI,lö« in Pulver und in Tabletten für 12 Tassen ft. 1.50. 24 Tassen fl. 2 50, 48 Tassen fl. 450. in Pulver für 120 Tassen fl. 10, silr 288 Tassen st. 20. fUr 576 Tassen fl. 36. Zu beziehen durch Barry du Barry nach allen Gegenden gegen Postanweisung oder Nachnahme. l Neueste Post, (Oristinal Telegramme der „Laibacker Zeitung." > l Versailles, 7. Juli. Die National» Versammlung genehmigte ohne Debatte den Raumungsvertrag. ! Rom, 7. Juli „Gconomista" meldet: Der Sultan ordnete auf Collectiv.^inschrei.! ten der betheiligten Mächte, Italien an der Spitze, an, daß neue Tarife von der Suez« Sanal Gesellschaft nicht einzuführen seien. Athen, 7. Juli. Die Kammer verwarf das beantragte Tadelsvotum wegen der vielen Begnadigungen gegen den Iustizminister, welcher aber dennoch demissionirte. Pest, 7. Juli. Der ..Pester Noyd" erfährt, daß mit Rußland ein Auslicferungsvertrag im Werke sei. Derselbe wird im ungarischen Justizministerium bereits ausgearbeitet. Der „Lloyd" sieht darin ein neues Unter» Pfand ssutcr Beziehungen zu Rußland. Pest. 7. Juli. 343 Bezirke wählten 2l0 Dentisten und 124 Oppositionelle. Versailles, 5. Juli morgens. Die „Agence Havas" meldet, daß die hier verbreiteten dcunruhigendcn Gerüchte über eine angebliche Verschwörung der mona». chischen Parteien argen den Präsidenten der Republik und über die angebliche Absicht Thicrs', d c Auflösung der Nationalversammlung herbeizuführen, formell demcn« tirt werden. Die Aufregung, welche hiciüber in den parlamentarischen Kreisen herrichte, hat sich gelegt. Haag, 5. Juli. Das neue Cabinet ist in fol« gender Weise gebildet: De VrieS, Justiz; Fransen van de Putte, Colonien; Geertsema, Inneres; van Delden. Finanzen; Gericke, Acußeres; Brocx, Marine; Graf van Limburg'Stirum, Krieg. Rom, 6. Juli, nachts. Die g-gewärtige Session des Parlaments ist durch königliches Decret vertagt. telegraphischer WechselcurS o°m 6 Juli, Papier-Rente 64.45. - Silber-Rente 71,ll'. 1660er Siaat« - Nnlehcn 105. — Vaul-Actien »52, — Lreoil. Äclien 330.30. — London 11165. — 2>ld« 1')9, - K l MUn,.Du-cUen 5.37, — Navoleousd'o,, «.92 Da« Postdampfschiff „Westphalia," Capital, Schweuse». ging am 3. Juli mit 740 Passagieren von Hamburg vi» Havre «ach New-Iorl ab. Das Postdampffchiff „Silesia." Capital, Trautmanu, welches am 19, Iimi von Hamburg abgegangen, ist am 2. Juli wohlbehalten in New'Iorl angelommcu. Handel und Golkswirtljschastliches Schwebende Tcbuld. Zu Ende Juni 1872 befanden sich laut Kundmachung der Eommissio» zur Eontrole der Staatsschuld im Umlaufe: au Parlialhypothclarauweisuligcu 35,138.532 fl. 50 lr.; au zu Staat«noteu crllärlm Ein- und Filufguldeubaul» naten 1,788.71» fl.. an förmlichen Staatsnotcu 375,071796 fl., im ganzen 411.989.046 fl. 50 lr. WocheuauSweiS 0er Nationalbank. (Nach § 14 der Statuten uud auf Grund der Gesetze vom 5. Mai uud 25ten August 1866.) Veränderunge» seit dem Monalsausweise vom 30. Iuui 1872 : V a n l n ° t e n - li m l a u f 3M,7i>8.I10 fl. ^ Vedeckuug: Mlallschal) 120.369.027 fl, 85 lr. In Metall ,ahlbare Wechsel 26.070 338 fl. 93 lr.. StaatSnote». welche der Vanl gehören. 2.0«9.894 fl. EScompte 136.49N 243 fl. 31'/, lr. Darlehen 30,165.000 fl. Eingelöste Eoupous von Grundentlastung«: Obligalioueu 296.220 fl. 97 lr., fl. 6,707.000 - eiugelüste nnd borsemäßig angclauste Pfandbriefe i 66'/, Percent 4.471.3,^3 fl. 33 lr. Zusammen 319,952.058 st. 39',, lr. Lottoziehungen vom tt. Juli. Trieft: 54 55 26 IN 53. Valbach, 6. Juli. Auf dem heutige,, Marlte sind er-fchienen: 2 Wagen mit Getreide, 8 Wngru mit Heu und Stroh (Heu 75 2tr.. Stroh 15 2tr.), 22 Wagen und 2 Schiffe s>4 Klafter) nnt Holz. _______________Durchschüills-Preise.________________ Vllt,. Mg,.. «lll.» «ß . st. ll.fi. tl. «l. kr. st. . Weizen pr, Meyen 6 70' 7 2 Vuller pr. Pfund 42—- Korn „ 4 30, 4 46 Eier pr. Stück - 2 - Ä.-'.s'.t .. 3 30 3 36 Milch pr. Maß 10 Hafer .. 210 2 8 Riudsteischpr Psd 23- Halliftuch« « -------! 5 28 Kalbfleisch „ 27-------^ Heide,, ,. 4 70 484 Schweinefleisch,. 2>'»' - Hirse „ 4 40, 4 60 Schöpsenfleisch ,. ^. 17 . ^utunl^ „ 4 30 4 74 Hähüdel pr. Ztilll 30 Irbiipfe? ., 31<»l-— Tauben „ 15» ! i.'iusc:> „ 6-------— Heu pr. Centner 1 10, _^ ! «örbs^, „ 6------- Stroh „ 1 - , .. > Fisole» „ 620------- Ho'z,hart..pr sstft. ^ — g 40 Niudsschmal, Pfd ^52«—— weiche«, 22" .— 47^ Schwe,N!-schm>il^ „ -46------ W^in, rath., Eimer 14 . Speck, frisch, ,. -40— - — we,ßer ^ -12 ^ geräuchert „ — 42,------- ^ Angekommene Fremde. Am 5. Juli. «>es»n<. Ruth, Schranel, Frischiuger, Kohant und Huber, Technilcr, Gra, — Rothel, Gotlschce. ^ Winter, l. l. Garbe« Rittmeister, Wien. — Tontti, Kaufm., Wien. Riciel. Kaufm, Wien - Thomann. Sleiubllchl. - Pcicnlo. Handrlsm.. Nci-chenbcrg. - Hoccvar, Wurlfeld. — Brener, Reisender, Wien. — Morcti, Wien. - Mad. Fortinat mit Tochter. Vcucdia — Frau Pcternl'l. Wirtbiu, VcldcS, «e»»«t AKl«»». v. Gasslct, Pouovii. - 0. Langer. Pogani<. — v. ^'chlnau, t. t, Hanplmllini, Rndolfswerth - Weiser, Kaufm., Marburg. — Wilcleus, Wicu. — Vcnirr, Holelbcscher, Venedig. — Griiuwald, Hotelbesitzer, Venedig. — Varthrls. Oberiugcuicur, Wicu. - Milller, Obeliugcuieur, Inusbrucl! N«»te> D»^«,»». V, c>l, Handclsrciscndcr. Wara.'di». Gabriel, Kaufin., Obcrlaibach. — Geck Gabriel nnd Grck Auaust, Wien. — Mlllcla i»,d Krasovic, Trieft. N»«r«««>>»<»^ »,»s. Bohrer Nerq Director, Tarvis. — Var. toliui, Haudelöm.. Trieft. — Slobic. Handrlsm., Krajnavas. — Slerjanc. Halldclsm,, Vozii. - Stcbi, Sensal, Iesca. -Perhovc, Prevale. - Stnpan, llaffötier, Karlstadt. - sslorian und Bartl, Nraz. Hl»«,«»«!!». Dr. Ferdinand Baluzhil, mit Familie, Trieft. — Schweighofer, Wulfbauer. Techniler, Vrodmann und Frödrich, Oraz. »<«>««, «»>»te. Warthol, Privat, Stadt Steyer. - Kaps Neijeuder, Drendlill. ____ ^Nelellrolossijisll' z 'i N 's : :? s«ß ' "Z n Z; ^ U O 3 «.53 » «"3 tt U. Mg. 734« ^.1^ wind'lill meist bew. 6. 2 „ N, 733,4z, ^20..i 3iO., schw meist bcw. ' ^ ^" ^U^, ^h. 734«, >13.? MO. schwach ,.Hälfte bcw. ^" 6ll.Mg, 734 «5 -s-13., windslill z.Hillfte bew. 7. 2 „ N. 734.«, j.22.« wiuc,,^« ,.Hälfte bew. 0 <»,, !10„ Äb. ! 73^.«„ , l 16« windstill heiter ! Am 6. Wechselnde Bewölkung, 3lc,chuiit!ig Gcwitterwoll.n aus Nord. etwas Regen. Abendrolh. Äm 7. Sonniger Tag, die Alpen meist wolleufrei. Nachts um 12 Uhr uordllchtartigcr Schsiu in NW. Das vorgestrige Ta.^imiitlcl der Warme ^15 4". da« gestrige »- 17 4'; beziehungsweise um 2 4' uud ' 12" uilter dem Norinale. Verantwortlicher Redactor : Igna, v. K l e > „ m a „ r. Danksagung. Fllr die Überaus zahlreiche V^lh iligiiüg a,u ge< strigen Leichenbegängnisse unsere« so frllh verslolbeiieii College», de« Schriftsetzers Herru 3osef Hlesch fllhleu wir »u« verpstichtet. hiemit öffeutlich im eiae neu nnd i,n Namen der Eltern hr>,lichsteu Daul ,u sagen, brsonders brm lübl. Turnverein Solol" mid den Herrcu Gängern de« dramatischen Verein« Llllbach, am 8. Juli 1872. I Laibacher Vuchdruckerverein. Narl«»nl»l»silskt Wie», 5. Juli. Die Börse war im ganzen fest, vorübergehend in den Cuchn sogar höher als gcsleru. aber uur in emcm ciuzigr» Papiere wurde bcdeuleudcr llmllllj er Hl»V^^UV>i»,»U^^. z«lt. E« waren die« Vereinsbanl, welche bis 164 stiegen uud nach einer Reaction den Schlußcurs 163 behaupteten. Devise» zeigte» sich steif. 4. Allgemein« «taatsschult. Für 100 st. «eld Voarc Eniheltliche Staatsschuld zu b p«t.: instoteuuerzinsl.Mai-Novembel 64 60 64.70 ^ ^ » Februar-August 64 60 6470 ^ Silber „ Iilnner'Iuli . 7180 71.90 ^ ^ „ Nprll-October. 71.75 72.- Vose v I. 1U39......343.-345.— ^ « 1654 (4',/.) zu 250 st. 95,^ 95.50 . „ 1860 zn 500 fl. . . 104,80 105.-. « 1860 zu 100 fi. . . 127.- 128.-„ „ 1864 zu 100 si. . . 14b 25 145.75 Vtaate-Domilueu-Pfaudbriefe zu 120 st. 6 40 96.60 Ul g. Eisenbahnanleben zu 120 fl. ö. W. Silber 5°. pr. Stücl 107 75 10«.— Una Priimienaulcheu zu 100 si. < « /?5 fl Vinzahl.)pr Htilck 107.7b 108- Wiener «lommunalanleheu, rUck» Geld Waare zahlbar 5 p2. Ättien von NrauTportUllterneh» mungen. <3elo Waare Alföld-Fiumaner «ahn . . 182. - 182.50 Vühm. Wcftbahn.....251.— 253 — «larl-Ludwig-Nahn.....24375 244.— Donau-Dampsschifff. Vesellsch. . 608.- 609,- Elisabcth-Westbahn.....250.— 250 50 «Llisabeth-Westbahn (Linz - «ud, weiser Strecke).....—.— ...- Ferbiullub««3iordbahn . . . 2075—2060.— FiinfkrchtN'Var^tr'Noh, . —.— — — Fr»n,«Iosevh«,V»bu .... 219— 220 — Lemberg.Czelä.lIafsyeroVllhn . 163— 164 — Lloyd, öfterr....... 497.— 500. - Oefierr. Nordwestbahn . . . 219,— 219.50 «udolss-Vahn..... 180.50 ISl.— Silbeabllrger Vohn . . . 182— 183.-- Staatsbahu....... 342— 343.— Sildbahn........ 205.50 206 — SUd-nordb, Verbind. Vahn . . 160,i',0 181 50 Theiß-Bahn....... 267 50 268.- Ungarische Nordoftbahn . . . 166— 166.50 Ungarische Oftbahn .... 135.— 137.— Tramway........ 327.— 327.50 »>. «Pfandbrief« (fllr 100 fi.) «llg. «ft V«l>tn-«redit-»ustall »eld W°»re verlosbar ,u 5 pj ^<) Slaatsb. G. 3'/. i 500Fr. „I. Vm. 131 50 I3ii — SNdb.V, 3°. i500ssrc.pr.Stilck 113.75 114 . sUdh.-H.z200fl.z.5°/,silr100fl. 9540 9570 sudb.-Van« 6'/. (1870 74) i 500 Frc« pr. GtUck , .__________ Uug. Oftbahn für 100 fl, . ^ ^'70 92 90 ». Vrlvatlose (per Slücl). Kreditanstalt f. Handel u.Oew. Velb W<,a« zu100fl. ö.W......189.50 190.- Nubols-Stlftuug zu 10 fl. . . 14.75 15 25 Wechsel (8 »l°n) «eld Waare «ugsburg fllr 100 fl sUdd. W. 93 35 93 50 fflalllfnrt ll M. 100 fl. detto 93 50 93 65» Hamburg, für 100 Marl Vanc« 82.— 82 10 London, silr 10 Pfund Gterliug II 1.35 III 50 Pari», siir 100 Franc« ... 43 70 43 80 <3ou?« dcv «eidsovte» lt. Vilinz-Dncater. . 5 ft. 35 ll. 5 fl. 87 lr. liapoleonsb'or . . 8 ^ 91j, 8 , 92 , Preuß. «asstnscheine 1 „ 6^, . 1 . 66 - Silber . . 108 , 85 . 109 ^ 10 - llrainische Vrundeutlllftung« « Obllgationell, Pti-«atnotwm«: 8ß.75 «>sll! 86 «an».