Nr. 128. Mittwoch, 6. Juni 1906. 125. Jahrgang. Laibacher Zeitung VränumeraliunKprtis: Mi» P os< vc rsen d,i n g : „anzjäblil! »<» X, halbjährig lü «. Im No»>°r: ganzjährig l!!i X, halbjährig 11 «. ssür die Zlislcllunn ine Haut „anzjühria 2 X. — InsertionKgrbuhr: Für lleine Inserate bi« z» 4 Zeilen 5l» !i, gröbere per Zeile 12 5>i bei öfteren Wiederliolunnc» per Zeile 8 b. Die «Lailiachcr Zrüung» rrlchciiil täglich, mit «uimalMe der Lo!i»> und Zftierlage, Die Udminift»«»llm liesinl^i sich Kvngiehplah Nr, L, die Mldaltiou Dalmalingasle Vir, 1«, Tprechstunbcn der Viebalül)» vo„ 8 l>i« N» Uhr our» mittags. Unfranliertc Brieje werden nicht angenommen, Manuilripte nicht zurslltgestellt. Amtlicher Teil. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben liachstchende Allerhöchste Handschreiden allergnä-digst zu erlassen gernht: Lieber Prinz zu Hohcnlohe-S ch il-lingsf ü r st! Indem Ich Tic hiemit von deni Ainte Main's Ministerpräsidenten und von der Leitung Meines NiiuisteriuniS dos Innern enthebe, spreche Ich Ihiien für die patriotische Hingebiiiig, mit dcr Tic Meiner Berufling zu diesen 'Ämtern uitter schwierigen Verhältnissen gefolgt sind, sowie in Wiirdigimg Ihrer in diesen Stellnngeli geleiste-teii treuen Dienste Meine volle Aiiertenumig und Meinen lvärnn'ten Dank aus und behalte 'Viir Ihre weitere Verwendung im Staatsdienste vor. Zugleich setze Ich Sie in Kenntnis, das; Ich ^ieinen Geheiiuen Rat, Sektionschef ^Viar Wladimir Freiherrii von Bockzu Ihrem Nachfolger als Mimsterpräsideut ernauut habe. Wien, am 5 Juni NMi. Franz Joseph m. p. H o h on lo h o iu. ix Lieber Freiherr von Beck! Ich ernenne Sie zu Meinem Ministerpräsidenten für die im Rcichs-rate vertretenen .Königreiche und Bänder. Ferner ernenne Ich in (^enehnu'glmg Ihrer Anträge den Feldzeliguieister Franz Schönaich neuerlich zu Wieineiu Minister für Laiwesverteidi-gung, den Geheimen Nat und Sektionschef Dr. Fr. Klein zu Meiuem Instizminister, den Geheimen Rat und Vizepräsideiiteu der Fmanz-Landcsdirek-tion in Lemberg Dr. Witold von .>t oryt o w s 5 i M Meinem Finanzminister, den Geheimen Rat und Sektionschef Dr. Richard Frccherrn v. Bienerth zu Vteinem Minister des Inneni, don Gchcimm Rat und Tektionschef Leopold Grafen Auers-Perq zu Meinem Ackerbauminister, den Sektions-chcf Dr. Josef F o r t zn kleinem Handelsmini^ sler, den ,vofrat Tr. (Gustav M a r ch e t zu Meinem Minister für >lultus und unterricht, den Rcichs-rats-Aögeordneten Dr. Ililius T e r s ch atta Edlen vou 3 tandhalt zu Meinem Eisenliahu-mmister und dcu Rcichsratsabgcordueten, l^c-Heimen Rat Dr. Adalb. l^rafeu DzieduSzycki solm'e die ReichsratsabsteordlU'teu Dr. Friedrich Paeük und Heinrich Prade zu Meincu Ministern. Wien. am >'. Juni 1 !)<><>. Franz Joseph m. p. ^ e ck ni. p. Lieber Feldzcuqmcister 3 chönai ch! Ich ernenne 3ic neuerlich zu ^ieiuem Viinister sür Lan-dosverteidissuiui. Wien, am 2. Juni 1!)lapitels in RudolfZwert allerguädigst zn ernennen qeruht. V ieuert h m. s). Der k. k. Landespräsident im Herzogtume Krain hat der Elisabeth ^ i m uovec, Maqd m Vikcne, die mit Allerhöchstein Handschreiben vom 16. Aucmst 1tt!>« gestiftete Ehrenmcdaille für vicr-zigiähriqc treue Dienste zueikannt. Nach dem Amtsblatte zur «Wimei Zeitung» vom 2. Juni 1906 (Nr. lii«) wurde die Weiterverbreitung folgender Preh-erzeugnisse verboten: Nr. 43 'Leitmeriher Wochenblatt» vom 30. Mai IVUtt. Nr. 27 «Oueli ü»»u. vom 2«. Mai 1906. Nichtamtlicher Teil. Das parlamentarische Ministerium. Die Bildung eines parlamentarischen Ministeriums durch Freiherrn von Veck wird von den Blättern freundlich begrüßt. Die „Neue Freie Preffe" sagt, es habe sich gezeigt, daß strafte und Bedürsnisse in Österreich lebendig wurden, die noch stärker sind, als die nationalen Leidenschaften. Es liege ein Fortschritt darin, das; Teutsche und Ezechen in das Kabinett treten und somit zum erstenmal für die Bildung eines Mi-uisteriums aus den Parteien nicht die nationale Politik, sondern die ernste Reichspolitik maßgebend war. sicherlich stecken Gcsahren in einem parlamentarischeil Ministerium aus- Vertretern so vieloL Kationen' aber wonn der Versuch durch gegenseitige Schonung und.Redlichkeit gelingt, dann würde das nene Kabinett des Freihcrrn von Beck kraftvoll an eine Revision dcs Ausgleiches sich heranwagen können. Damit wäre eino politische Macht aufgerichtet, die das verschobene Gleichgewicht wieder herstellen könnte. Das „Neue Wiener Tagblatt" anerkemu, ou,^ dic Ezechen durch ihren Eintritt in dos Kabinett bewiesen haben, daß sie die Interessen der Allgemeinheit nicht nach dem Paiteioiktot gemessen und gewogeil haben. Der schwere nationale Kampf erscheint vertagt und die gemeinsame Tätigkeit aus so heißem, vielumstrittenem Boden werde vielleicht schließlich dock) auch die nationale Verständigung vorbereiten. T-ein neuen Kabinett werde ein herzlicher Willkommgruß zuteil und groß seien dic Erwartungen, die anf seine Tätigkeit gesetzt werden. Feuilleton. Das Preis-Angeln. Von O. O. Hl. Htödgen. (Fortsetzung) Vom Angeln wollte sie demnach nichts wissen, aber überzeugt hatte er sie doch, daß diese Beschäftigung keine geisttötende sei, wie sie sie in übermütiger Laune genannt, nnd er fühlte es, daß sie ihm gern zuhörte, wenn er ihr erzählte, daß die. meisten Geschichten, die er geschrieben und die sie mit Vergnügen gelesen, ihm beim Angeln eingefallen seien. Tchade, daß das anregende Beisammensein damals in dein thüringischen Badeorte so jäh abgebrochen war. Marthas Vater hatte aus geschäftlichen Gründen plötzlich abreiseu müsseu, und da Mutter und Tochter nicht allein zurückbleiben wollten, waren sie mit ihm gereist. Seitdem hatte er die niedliche junge Dame nicht wieder zu sehen bekommen, und das hatte ihn, recht leid getan. Denn nicht nur, daß er selbst gar zu gerue in d,e hellen blauen Augen gesehen, er glaubte auch ore Bemerkung gemacht zu haben, daß er selbst der jungen Dame' nicht ganz gleichgültig geblteben war. Wiederholt zwar hatte er in den paar Monaten, die seitdem verstrichen, an die reizende votel-genossin gedacht, doch noch nie so angelegentlich wie gerade jetzt, und er nahm sich vor, die Bekanntschaft, ivenu irgend möglich, zn erneuern; nnd numöglich war das nicht, da die Familie Donner ja in derselben Stadt wohnte lmc er. Da plötzlich erhielten seine Gedanken eine andere Richtung. Ein paarmal zuckte das auf Vein Wasser schwimmende ^lotz seiner 'Angel, wenn auch nur ganz leise: ein sicheres Zeichen, daß es nun endlich doch einem Fische einfiel, sich um den bereitwillig gespendeten Köder zu kümmern. Aufmerksam hielt er den schwimmenden Kork im Auge — da fiel schon wieder ein Zweiglein vom Baume herab, und wieder ganz dicht neben dem Floß nieder. „Verwünschtes Pech!" rief er ärgerlich aus. Denn natürlich war der Fisch ob dieser Störung abgegangen. Unwillig wollte er eben nach dein Baum hiuaufblickeu, als er gewahrte, wie ein drit' tes Zweiglein neben dem Floß niederfiel. Das kam aber nicht vom Banme herunter, sondern es kam aus dem nach der Wasserseite zu liegenden Feilster des Pavillons geflogen! Tollte da drinnen ein ruppiger Junge versteckt sein, der sich ein Vergnügen daraus machte, ihm die Fische zu verjagen? Nnd während er noch darüber nachdachte, ward schon wieder ein kleiner Zweig aus dem Fenster ins Wasser geworfen. .Heinz Binger legte behutsam die Angelrute nieder-, dem wollte er schon ans den Grund kommen ! Leise trat er an den Vrctterzann heran, der den Garten von der Außenwelt trennte, nnd da er Zeit seines Lebens ein guter Turner gewesen, war es ihm ein Leichtes, das Hindernis zu übeliteigen. Auf den Zehen gehend, schlich cr sich zur Tür des Pavillons, die nur angelehnt war. Leise öffnete er sie und da sah er, wie sich eben eine feine, weiße lHand hob, um ein Stückchen Holz zum Fenster hinauszuwerfen. Aber nicht ein ruppiger Junge, wie er vernuitet, war der Missetäter, sondern ein zierlich gebautes Mägdlein mit herrlichem Blondhaar. Nnd so vertieft war der kleine Störenfried in sein sträfliches Beginnen, daß Heinz sich ganz dicht heran bürschen konnte, ohne bemerkt zu werden. Und als dann die Hand abermals zu einem Wurfe ausholte, hielt er sie plötzlich fest. Ein jäher Aufschrei, eiue rasche Kehrtwendung nnd — Heinz blickte verwirrt in die nämlichen blauen Augen, mit denen er sich eben noch so an gelegentlich beschäftigt hatte: Martha Donner stand vor ihm. „SieV" — das war alles, was er in seiner grenzenlosen Überraschnng über die Lippen brachte. Martha hatte den Schreck bereits überwuliden und schon blickte der alte Schalk wieder aus ihren Augen. , „Ja — ich!" entgegnete sie lachend. Und mit einem bittenden Tone in der Stimme setzte sie hinzu: „Sind Sie mir sehr böse, Herr Binyer?" „Ja, wußten Sie denn, daß i ch es war, der da dranßen stand?" fragte Heinz. Die befragte nickte statt aller Antwort nur lebhaft mit dein Kopfe. Und dann fragte sie noch einmal: „Ja, Herr Vingcr, find Sie mir sehr böse?" Heinz lachte glücklich. „Das kann ich ja gar nicht, Ihnen böse sein, das wissen Sie doch recht gut!" „Alfo wirklich nicht? Nun, dann begrüßen Sie mich, wie es unter gesitteten Menschen üblich ist!" Sie reichte ihm die Hand hin. „Willkommen auf unserem Grund und Boden!" Heinz ergriff die dargereichte Rechte und führte sie andächtig an seine Lippen. „Das hier also ist Ihr Reich?" fragte er, über den Garten hin nach der- Villa zeigend. „Wenn Sie nichts dawider haben — ja!" ent^ gegnete Martha lachend. „So ist mein Wunsch, Sie wieder aufzufinden, sthneller in Erfüllung gegangen, als ich zu hoffet, wagte. Vor ein paar Minuten noch hab' ich an S'> gedacht und beschlossen, Sie nuf;llsl,ckiel, ..." sSchluh folsst.) Laibacher Zeitung Nr. 128. 1206 6. Juni 1906. Tao „Fremdenblatt" sagt, die Stellung der ^zechen sei keine leichte gewesen- doppelt groß ist daher die Anerkennung, auf die ihre Führer Anspruch erheben können. Die gemeinsame Not Hai die Parteien zusammengeführt und es wird ihnen gelingen, die Grundlagen für das Wohlergehen der Völker Österreichs neu zu festigen, wenn sie sich der Pflichten und der Verantwortung bewußt bleiben, die zu übernehmen sie sich heute entschlossen haben. Tie „Zeit" hebt hervor, daß das Parlament in dem neuen.Kabinett durch die stärksten nnd einflußreichsten Parlamentarier vertreten sei und daß sich zum erstenmal Teutsche, Czcchen und Polen zu einer gemeinsamen Legierung zusammenfinden. Es sei das erste österreichische Kabinett, das den Forderungen aller jener zu entsprechen vermag, die ein auf natioual, aber auch auf konstitutionell gerechter Basis aufgebautes neues Österreich anstreben. Tie „Österreichische Volkszeitung" bemerkt, nun stehe der ungarischen Koalition ein parlamentarisches Kabinett in Österreich gegenüber, dem die Parteiführer das Gepräge aufdrücken. Eine denkwürdige Zeit ist für das Parlament nnd die Völker Österreichs angebrochen. Tas „Illustrierte Wiener Extrablatt" freut sich, daß das Werk der Einigung gelungen sei. Tie Parteien müssen nun, gleich den Führern, das Trennende vergessen, der Blick muß auf das Große, '>»anze gerichtet bleiben. Tann ist der Grundstein >u einem großen Werke gelegt worden. Tas „Neue Wiener Journal" begrüßt das „Pfingstministerium", das die Konzentration des österreichischen Machtbewußtseius anstrebt und vorbereiten zu wollen scheint. Tent Name könnte zum günstigen Omen werden. Vielleicht lehrt es die Völker Österreichs einander verstehen. Tas „Vaterland" meint, die Berufung eines liberalen Parteimannes, so gemäßigt er auch sein mag, ins Unterrichts-Ministerium müsse zur R» serve mahnen. Um so größeres Augenmerk wird dem Programm zuzuwenden sein, das der neue Kabinettschef bei nächster Gelegenheit verkünden wird. Tagegen sei zu hoffen, daß das neue Kabinett wenigstens im Parlament wieder Ordnung herzustellen vermögen wird. Das „Tentscho Volksblatt" hegt Befürchtungen bezüglich des Standpunktes des neuen Kabinetts in der ungarischen Frage, obwohl es die besten Intentionen haben mag. Tie „Teutsche Zeitung" ist sehr befriedigt, daß endlich eine Vereinigung der drei großen Volks-stämmc Österreichs zustande gekommen ist. Jetzt ist es an ihnen, zu zeigen, was sie leisten können, nnd ihre Kritik durch Reformaktionen zu krönen. Tie „Arbeiterzeitung" ineint, das Ministerinm hätte wohl besser ausfallen können. Allein man müsse sich bescheiden. Es sei die erste Koalition der Nationen, grundverschieden von der Koalition Windischgräv. Tic erste Aufgabe der neuen Regierung müsse die Durchführung der Wahlreform sein, da sonst nicht die geringste Aussicht vorhanden wäre, die zu erwartenden Vereinbarungen mit Ungarn im Parlament gesetzgeberisch abzuschließen. Politische Ueberlicht. Laib ach, 5. Juni. Zur Bildung des n c u e n K abineitesin Österreich schreibt der „Pester Lloyd": Tem Freiherrn von Beck ist es also in drei Tagen gelungen, was nahezu in anderthalb Dezennien trotz fleißigen Bemühens nicht gelingen wollte. Aber eine so reiche Befähigung dem Freiherrn von Veck auch zugeurteilt wird, er ist doch nicht der eigentliche Urheber des Wunders. Unter einen Hut siud die Parteien des Reichsrates dadurch gebracht worden, daß man bei uns den gemeinsamen Zolltarif als ungarischen Zolltarif dem Parlamente vorznlcgcn sich anschickt. Tie Parteien haben sich nnr gegen llngarn geeinigt und so kann das Ministerium, unter dessen Führimg sie marschieren, bei uns nur als ein Kampfministerium angesehen werden. — Der „Az Mag" schreibt: Der Umstand, daß in Österreich eine parlamentarische Regierung zustande gekommen ist und daß das österreichische Parlament gegen die Inartikulierung des ungarischeil Zolltarifes Stellung genommen hat, läßt ersehen, daß wir betreffs der Regelung der Zoll- und Handels-Verhältnisse in Verbindung mit der Revision des Ausgleiches Ministerkäinpfen und Verwicklungen entgegensehen. Tic Verfügung des Königs von 3er bien, durch welche die meistkompromittierten „Verschwörer" auf die Pensionsliste gesetzt wurden, wird in informierten euglis ch e n Kreisen als ein praktikabler Ausweg angesehen, und der, Überzeugung Ausdruck gegeben, daß dieses .Kompromiß einen geeigneten Ausgangspunkt bilde, um die englisch-serbischen, Beziehungen allmählich wieder in ein normales Geleise zu bringen. Die englische Regierung verschloß sich zu keiner Zeit der sicherlich richtigen Erwägung, daß eine Beruhigung und Beseitigung der Gärungsstoffe in Serbien mehr als ein dringendes Bedürfnis dieses Landes, nämlich etwas im gesamteuropäischen Interesse sehr Wünschenswertes, sei. Ter Eintritt Serbiens in nor» male internationale Verhältnisse wird, wie man hofft, der von der englischen Politik gewünschten Erhaltung der Ruhe im Valkangebiete nützliche Dienste leisten, nnd aus diesem Gesichtspunkte erhebt man. in London nicht weitere Schwierigkeiten, obwohl dem englischen Standpunkte durch die Verfügung des Königs Peter nicht voll entsprochen worden ist. Dabei geht das Kabinett von St. James allerdings von der Voraussetzung aus, daß der in Belgrad demnächst zu akkreditierende englische Gesandte nicht etwa durch nachträgliche Berufung der „Verschwörer" auf öffentliche Posten sich der Gefahr einer Berührung mit ihnen ausgesetzt sehen wird. Da die serbische Regierung beruhigende Versicherungen erteilt hat, ist die Gewährnng der von Serbien bereits angesuchten Agreierung des derzeitigen Gesandten in Berlin, Dr. MMevw, als Gesandten Serbiens in London ehestens zu gewärti- M'U. Nach einer Meldung der „Times" aus Tokio haben die japanischen Truppen am ."> 1. Mai Hongjn angegriffen und die koreanischen Aufständischen zersprengt. Nach einer weiteren Meldnng voll dort befürworten die japanischen Kommissäre die Erklärung Dalnijs zum Freihafen. Wi? dem Blatte ferner aus Peking unter dem gestrigen gemeldet wird, beabsichtigt die japanische Regiernng, Mukden vom 11. Juni ab für den Handel fve!',n geben. Tagesneuigleiten. — (O p i n m höhlen in F r ankrei ch.) Aus Paris wird berichtet: Der Minister des Innern, Elemenceau. batte an die Behörden in Toulon Instruktionen gesandt, die eine genauere Überwachung der Opimnklubs nnd Opiumhöhlen in dieser Stadt, die blunders don den Offizieren nnd Mannschaften der Flotte oft aufgesucht worden, herbeiführen sollen. Seitdem nian nnn enelgischer gegen diesec- in Frankreich sich immer mehr verbreitende Übel voracht, sind in Tunlon verschiedene dieser Opimnhöhlen und Läden, in denen Opinm verkauft wnrde, von Beamten dos öffentlichen Gesundheitsdienstes nnd der Polizei aufgehoben worden. In einer „Fnnierie d'Opinm", der ältesten anl Ort, die von einer Madame Alanche, gebalten wni'de, beschlagnahmte man eine große Saninilnng von Töpfen, Aüchsen und Pfeifen. Es handelte sich in diesem Falle mn eine „fashionable" Opinmhöhle, die von Herren und Tanicn besucht wnrde, die sich hi^r dem Genuß des Opimns hingaben, mn die daünrch hervorgerufenen wnndervollen Träume zn erleben. Eine andere Opiumhöhle wnrde von einfachen Matrosen besucht, die mit ihren Ve-gleiterinnen hier zusammenkamen nnd Opinm zn drei Sous die Pfeifen erhieltet,. In dem Laden ein^s Opinm Händlers wurde nur ein kleiner Vorrat gefunden; aber man nimmt an, daß dör ilanfmann, als er von der geplanten Aktion der Regierung hörte, einen großen Toil seiner War? beiseite geschasst hat. Es sollen wenigstens 80 private Lokale in Toulon be-stchen, in denen Opium geraucht wird, an die man jedoch nicht herankann. Es heißt, daß diese das Opium von Seeoffizieren erhalten, die ans dem fernen Ost^n lieiinleln".'». Alle Personen, bei denen Opinm gefunden wnrde, werden wegen der Verletzung des Gesetzes über den Verkauf von schädlichen Stoffen verfolgt. ElenienwanZ Instruktionen nber die Über-wachung von Opinnchöhlen und Läden gründeten sich Gleißendes Gold. "°°^ «rb°t«n) Roman von Grich Friesen. (42. Fortsetzung.) Teresita fährt ein wenig zurück bei dieser un> .»'warteten Antwort. Schutz gegen ihren eigenen Mann! Der Alte ist doch kränker, als sie glaubt. Doch vielleicht ist es besser, sie lenkt ein, um ihn nicht zu reizen. „Ein eigentümliches Begehren, lieber Herr van Deussen", lächelte sie. „Was hat mein Mann denn ?chlnnnies mit Ihnen vor?" „Er will mich in Än Irrenhaus einsperren." Tercsita verharrt einige Augenblicke schweigend, ^ie ist fest davon ilberzeugt, daß, wenn ihr Pflicht-strenger Mann es für nötig hält, es auch unbedingt nötig ist. „Weiß mein Mann, daß Sie hier sind?" fragt sie nach einer Weile. „Nein. Weder er noch Renato Tosti. Sie werden mich nicht verraten, Frau, Morrison?" Es spricht soviel Angst, soviel Unruhe ans seinen Worten, daß Teresita es nicht über?' Herz bringt, ihm die Vitte abzuschlagen. „Ich werde Sie nicht verraten." Ein Seufzer der Erleichterung entringt sich seiner Brust. „Ah! . . . Gott sei Tank. Ich habe viel ge° litten. Mein Kopf schmerzt mich oft. Ich bin müde nno schwerfällig von Begriff. Aber verrückt . . . nein!" ,.Zo meinte er es gewiß auch n»cht," suchte sie ^il trösten. „Doch, doch, er will mich in? Irrenhaus schaffen, damit er mich los ist!" „Damit er Sie los ist?" wiederholte Teresita nlfs äußerste befremdet. Eine plötzliche llnrnbe überfällt fie. Unbewußt fühlt sie, daß da irgend etwas nicht ist, wie es sein sollte. „Ja, ja, damit er mich los ist", bekräftigte der Alte. „Urteilen Sie selbst ... Als ich ihn heute auf seinem Vureau aufsuchte, gebrauchte er harte Worte: ich sei verrückt und müsse eingesperrt werden- ein sicheres Zeichen meiner Verrücktheit sei, daß ich so lange nicht an den Tod meimr Tochter glaubte. Er sagte auch noch, es- wäre ein Glück für meine Hanna, daß sie gestorben ist; denn Nenato hätte sie nicht mehr geliebt. Und wenn das richtig ist, so muß er eine andere geliebt haben, nicht wahr. Frau Morrison?" Tiefe Nöte steigt in Teresitas Wangen. Ihr Herz pocht. Die Augen des Alten blicken sie Far so vorwurfsvoll an. Sie scheinen zu sagen: Ich weiß, wer dieft andere ist! Du bist es, die meinem Kinde das Herz des Nräntigams gestohlen hat! . . . Sie schweigt. Das ermutigt Peter. „Wir sprachen auch von meiner armen Hanna, nnd Ihr Mann machte verletzende VemerkunaM... verletzende Nemerknngen über eine Tote! Ich verwies es ihm und sagte, er solle sich hüten, mich so schlecht zn behandeln: ich kennte ihn von Kapstadt her und wisse etwas aus seinem Leben, das . . ." Er stockt. Teresita ist aufgestanden und steht hock) aufgerichtet vor ihm, umschwebt von ihrer ganzen stol» zen Frauenwürde. „Sie vergessen sich, Herr van Teussen," erwidert sic kalt. „Mein Mann hat niemals etwas Unrechtes begangen." „So? . . . Hm . . . Und Sie wollen mir also nicht beistehen, Frau Morrison?" „Gegeil meinen Mann nein!" „Auch nicht, wenn ich Ihnen alles mitteile?" „Ich will nichts wissen. Sie tun mir aufrichtig leid. Herr van Deussen, aber ick werde iiets ^, mei-nein Manne halten." In den Augen des Alten beginnt es unheimlich z>: funkeln. „So?" ruft er erregt. „Alles verschwört sich also gegen, luich. Und ich muß ins Irrenhaus, weil ich sein Verbrechen weiß und aus dem Wege geschafft weroen soll!" Wild lacht er aus. „Aber ich will uicht, nein, nein, nein! Ich bin nicht verrückt, nnd Sie sollen alles erfahren, Sie, seine Frau!" Es nützt nichts, daß Teresita abwehrt, daß sie ihn wiederholt zu unterbrechen 'ucht, daß sie schließlich der Tür zuschreitet, als wolle sie ins Zinuuer treten. Mit vor Erregung zitternder, manchmal beinahe kreischender Stimme, leidenschaftlich, die Worte überstürzend, ohne Panse. fas» ohne Atem zu hol?n, schleudert der empörte Alte die furchtbaren Anklagen gegen Morrison seiner Gattin ins Gesicht die Anklagen gegen den Mann, den er jetzt haßt und ver» achtöt wie keinen Menschen sonst auf der Welt. Teresita ist immer bleicher geloorden. 5lrampf' haft schlingen sich ihre Finger ineinander. Ihre Lippen zittern. Und doch glaubt sie keinen Augenblick an die Wahrheit dieser Beschuldigungen, trotzdem sie den Stempel der Echtheit trogen. Ihr Mann Än ganz gewöhnlicher Fälscher? Unmöglich! Eher glaubt sie. daß der Alte da vor ihr wirklich wahnsinnig ist nnd daß ihr Gatte recht tut, ihn ins Irrenhaus zu sperren . . . Aber dazwischen taucht wieder jönes spot« tische Lächeln vor ihrem geistigen Auge ans, welches ihr das Gesicht ihres Mannes oft so abstoßend macht, jenes Lächeln, das sie stets an den Iudaslopf er» innel"t . . . Als der alte Deussen das totenbleiche Gesicht der schönen Fran vor sich sieht, als rn. Er bereut, daß er gesprochen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 12«. 1207 _____________6. Juni 1906. ans den Bericht des MarincmiuisterZ Thomson, in dem festgestellt nu,rde, daß die Gelvolmheit des Opiliniranchens iliiter den, Offiziereii uiid Mannschaften in den Seehäfen, besonders ,in Toulon schlimme Schädigungen verursach?. - (Der Phonograph im Dienste der S pr achfo r schu u g e n.) Aus London nnrd berichtet: Nm zwei interessante lokale Dialekte, deren Ans» sterben nicht zu verhindern ist und sich im Lause lue» l'igor Jahre vollzogen hoben niird, lveuigsteiis für die künftige Sprachforschung zu erhalten, nehmen elig-lische Gelehrt.' jeA genaue Anfnahmen von ihnen uiit dem Phonographen. Es handelt sich nm den norman» nisch-sranzösischen Dialekt in Guernsey, und „das Manr", einen gälischen Dialekt auf der Insel Man. Nau läßt alte Leute, die den Dialekt noch rein spreche», in den Phonographen hineinreden nnd die Walzen werden gesauiNielt und sorgfältig in Donjas ausbewahrt. In eiiier Untersuchung über das Ver» Kmvinden des Dialed Guernsey sührt E. T. Mar Mland alls, das; die alte Normannensprache, die noch m>s den >ianalinscln gesprochen wird, in der Hanpt-sache dieselbe ist wie die vor acht Iahrhnnderten von den höherstehenden blassen in England gesprochene - die Sprache, in der Tmllcser das „Rolandslied" iu der Schlacht von Hastings gesungen haben soll, >^n Alderney wird dieser Dialekt sicher in ganz wenigen Jahren anogestorben sein. In Guernsey wird er sich vielleicht noch eine oder höchstens zwei Generatio-neu erhalten. In Jersey wird das Normannisch-Fran-Wsche am längsten überleben, zum Teil weil diese v>iisel ein größeres Gebiet darstellt, zum Teil wegen der Nähe Frankreichs nnd dec- Zustromes französischer Handarbeiter, die jedes Jahr einige Monat? sich lner aufhalten. Der Phonograph foll nun Gedichte, Volkslieder und Erzählungen in diesem Dialekt schalte». (R o t e A m eiie u als P f c> f f e r.) Vor n>as für merllvürdige tulinaiifche Genüsse Reisende bisweilen gestellt werden, wird durch die Erzählung liuer Dame illustriert, die mit ihrem Gatten durch (Guatemala reiste. Sie kamen nach einer abgelegenen Besitzung, wo ihnen die Wirtin gesottene Eier vor-'chte, die über und über mit kleinen roten Ameisen bedeckt waren. „Zuerst glaubte ich," so erzählt die weisende, „daß man diese n^rtwiu'dige Beigabe entfernen müßte uud suchte dic Ameisen abzunehmen. Aber als mich die Fran wütend ansah, snchte ich ihr in meinem desten Spanisch tlar zu macheu, daß ich nicht gewöhnt sei, Ameisen zn essen nnd da,ß ich wünschte, sie hätte diese wenig appetitlichen Tiere nicht auf den Tisch gebracht. Ihre Entrüstung über diese Äußerung war ungeheuer. Mit funkelnden Augen und wilden, Gebärde,, erklärte fie mir voll Ingrimm, daß diese Ameisen die größte Delikatesse wären nnd daß! ^ ihr viel Zeit und Mühe gekostet hätte, sie zu sangon. Um mir das zu beweisen, fischte sie sich mit ihren schmutzigen Fingern einen kleinen Klnmpen dieser Ameisen aus dem Gefäß und verzehrte sie mit un-verhohlenem Behagen (E i ncn Stranß prächtiger R ede -bluten aus belgischen G er icht s s äl c u) hat ein Brüsseler Blatt gesammelt. Einige der hüb-schesten dieser Proben forensischer Beredsamkeit seien hier wiedergegeben: „Mein Gegner reitet immer noch "uf feiner Niese herum, ich aber stelle mich nach wie vor auf den Boden meines Kontraktes nnd bleibe l'uhig darauf sitzen." - „Es ist nicht immer gesagt, daß ein Gentleman sich seiner Eltern schämen muß; >uan kann sich ja schließlich seine Väter nicht aus-'ncheu." „Ein Onkel kann immerhin ein sehr üützliches Familienglied f^iu. aber der Oukel, den lmr lurr haben, ist, wenn ich auch noch so vorsichtig urteile, aus Gemeinem gemacht." - „Die Tochter war allein n, Hause mit ihrcm Vater, der immer abwesend war." - „Jetzt, wo der Nofentopf endlich entdeckt, will j^oer, auch der Herr Staätsanwalt. die Finger hineinstecken >mo daran lecken." „D<.'r Brief, den ich hier hab^. hat fast die Bedeutung von etwas schriftlichem." -.Es verdient noch hervorgehoben zn werden, daß die Witwe schon einige Tage vor dem Tode ihres Gatwu gestorben war." — „Ein Mensch, der einen Rechts-auwalt aufsucht, muß nicht unter allen Umständen ein Verbrecher sein- e> gibt Ncchtsanwälte, die auch nut anständigen Menschen verkehren." ....... Beim Abschied drückte er ihm uoch die Hand und sagte: „Auf Wiedersehen. Iwber Freund', wir fehen uns niemals wieder." ~- „Iln Augenblicke seines Todes hatte dei Verstorbene wie die Ärzte konstatierten, nur noch einige Tage zu leben " — .Man bezichtigt mich hier ge^ wissernmßen, daß ich eine Bombe fabriziert habe, nm den Sachverständigen Pulver in die Augen zu streuen." „Der Gerichtsarzt wurde Plötzlich zum Untersnchungsrichter gerufen, um bei ihm ?inen Fall von Verrücktheit zu konstatieren." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Der Steiner Sattel. Von Piof. Pr. Johannes Frischauf. Die Glanzpunkte der Gebirgsansichten bei Lai-bach sind unstreitig der Triglavstock und der Zug der ^annlaler Alpen, welche dnrch die 5larawant?n ver bnnden erscheinen. Für den Genuß dieser Bild?r braucht es nicht cininal der Aussicht vom Tchloß -b e r g e, diesein wertvollsten Juwel d?r Stadt gemeinde, nm da» die Mehrzahl aller großen Städte die Landeshauptstadt von ^irain beneiden können-es genügt ein Blick aus d.'n Fenstern des Eisenbahnwagens auf langer Strecke vor und nach Laibach. Besonders imponiereno erscheint der lange Zug der Sanntaler Alpen, die man an hellen, wolkenfreien Tagen in der günstigsten Beleuchtung voll mit allen spitzen und kuppen von Ost bis West übersehen kaun. Bei Laibach wird allgemein für dieses Gebirge dl«r Name „Steiner Alpen" gebraucht, im Osten nennen sie die Steirer uoch immer „Sulzbacher Alpen", während sie in, Norden, wo sie ebensaltt' vollständig ^ aber nicht iu so günstigem Lichte ^ übersehen norden, „>io<-na" genannt werden; der Name „Sanntaler Alpen" wurde für den zeutraleu Teil samt den östlichen Voralpen von dem verdienten Alpenforscher S ch a u b a ch in die Alpenknnde eingeführt. Dnrch die gegen ^0 Meter lange Hochslää>c Steiner Sattel (1l>7!> Meter) wird der zentrale Zug in ziv.'i Massive geteilt, an der tiefsten Stelle de5 Sattels schimmert, wenn das Gebirge nicht durch Nebel oder Wolken verdeckt ist, das 1W5 vollendete Alpenhaus der Sektion Stein des Tlovenischen Alpen^ Vereines dem Bschauer entgegen. Das Haus wird heuer im Sommer eröffnet und wird wogen feiner bedeutenden Höhe (nahezu llXX) Meter) und günstigen Lage den Hauptausgang siir die meisten Hoch lourcn in den Tanntaler Alpen bilden, aber nnch bequemen Naturfreunden herrliche Ausflüge bieten und durch die Besteigung der Brana. deren Gipfel hener für die große Menge zugänglich gemacht wird, nicht nur eine weite Fernsicht, sondern den instruktivsten Einblick in die Sanntaler Alpen nach einein knrzon, kaum einstündigen Marsche ermöglichen. Dieses Haus wird gewiß auch fördernd auf den großen internationalen Frmidenzuzug einwirken,, der bisher infolge Mangels bequemer Verkehrs- nnd Unter-tunftsverhnltnisse in Klagensurt zum Stocken kommt, durch den östlichen und südlichen Teil von tarnten nach Weststeiermark und strain zu zicheu, Laibach selbst zu einem Fremdenz?ntrum machen, von wo aus dann die Neise nach der Niviera oder nach Norden sortgesetzt werden kann. Alle Freunde eines Auf-schnmnges dcr Touristik in den südösterr-eichischen Alpengebietcn werden den Bau des Steiner Hauses mit Fi-eude begrüßen. Nun wollen wir dem^AIpenhaus einen Vesnch abstatten. Bis znr Stadt Stein denüyen wir die Bahn, die uns zwar lauasam, aber sicher in 1^ Stun d^li dahinführt. Es ist hic'r nicht die Gelegenheit, die Schönheit uud Großartigkeit der Lage der Stadt zn schildern; ein Blick von dex Ieistritzbrücke, noch mehr von der Terrasse der dreifachen itirche „5tlein-feste Stein" lehrt fie uns kennen. Im Sommer ift die Stadt meistens von ständigen Gästen überfüllt, so daß dor Tourist ost schwer Unterkunft findet; hrer sollte noch viel geschehen, gMnß zm„ Vorteile der Einheimischen, denn in Stein lebt man noch gut nud billig. Vou Stein kann man noch sieben itilomct?r, davon vier bequem, die weiteren drei wohl minöergnt mit Wagen zurücklegeu, dann ist man wohl auf Fich-Wanderung oder Benützuug eiues N>'ittie're5 bio zur Höhe des Sattels angewiefen. Auf guter Straße (nach Oberburg) längs der Feistli'tz gelangen wir in cincr Stunde zum 5l' arI ° w irt, wo der weitere Fahrweg in das Feistritztal abzweigt. Ein großer Bildstock mit den Zahlen 17W nnd 1804 markiert diese Stelle. Das Gasthaus (Eigentum oe6 5la,rl Prelconit) ist einfach, hat ein Touristenzimmer mit zwei Betten, das Gebotene ist gut und billig, dw Wirtsleute sind freundlich und aufmerksam, der Eigucr ist im Gebirge vollkommen kundig und wird Min Touristen mit Nat beistehen. Im, Interesse des Fremdenverkehres wäre eiir^ Vergrößerung des Hauses, oder mindestens die Herstellung eines Schlafhauses, sehr wünschenswert, da hu'r der eigentliche Ansgang der Hochtonren ist. Anßer dem Fahrweg geht gleich nach der Säge ein Fußsteig längs der Feistritz, nach einer 1/2 Stunde erreicht man eino erhöhte Straßenstellc (Folsecke) mit gemanertem Bildstock, wo sich eine herrliche Aufsicht in das Tal nnd auf das Gebirg^nassiv bietet. Aus dein Fahrwege anfangs hinab, dann eben gelangt mau in einer Viertelstunde zur Häusergruppe „Podkon jska", in einer Erweiterung des Tales gelben. Hier zweigt nach rechts der Weg zur Velita Planina ab. Nuii geht es noch zwei Stunden eben, dann b> ginnt der unangenehme Teil des Fahrweges durch die omographisch linksseitige Tnllehne auf und ab, aber fortgesetzt durch dichten Wald (Buchen und Fichten, erstere vielsach vorherrschend) bis man nach 40 Minuteu von der KonMa den Bildstock des 5lralj?v Hrib erreicht. Besonders das erste Stück des An, stieges, die .wibelica hier fließt di? Feistritz durch eine Art Flamin — ist sehr steil zu nennen. Gleich oberhalb des Bildstockes führt ein Seitenweg in zw?i Minuten zum Jagdhause. Niemand versäume diesen Weg, es ist vielleicht die, schönste StMe bio UrM. E5 bietet sich ein Prachtblick aus die Motrica. Abfall d<« Grintavec, Skuta, iu den Talschluß, über die Plauiava hinaus bis zur Klaria dar. Der Buchen-wald begleitet uns weiter, daiin herrschen die NadÄ Hölzer vor, nach Itt Minuteli wiro di? Putzpulverfabrit erreicht, die iu einer Talerweitl-ruug an einem Wiesm-hang liegt, in der Nähe ist das Forsthans. Hier geht der Weg östlich nach Dol hinauf. Ein Promenadewcg, mit Bänken besetzt, führt eine Strecke weiter, Buchen und Fichten wechseln, in acht Minuten erreicht man die Bela-Brücke. die über eine tief ein geschnittene steile Felsschlucht führt; weiter in sieben Minuten die Stelle, wo links ein Seitenweg zur Nnturbrü'cke Predasscl über die Feistritz abzweigt. Iu einer Minute hinab erreicht man diese sehenowerte Stelle, wo die Feistritz zwischen steilen Felswänden dahin-schäumt. Nach weiteren 15 Minuten stehen wir beim Iei stritz-Ursprung (5<>1 Meter). Aus den, Fuße der felsigen 5topa, eines Ausläuseis des von de? Planjava nach Süden ziehenden Rückens, schießt das Wasser ano den Spalten mit Wucht heraus und bildet einen schönen grünen Tümpel, der selbst in den heißesten Sommern nicht versiegt. Gleich dnranf ift ein grüner Bühel mit dem Touristenhause der Bürger» torporatiou der Stadt Stein, 4(1 Meter östlich, ettvaz höher, die kleine, ll^)k erbaute Jubiläumskupelle. Das Touristenhaus ist von Mitte Mai bis Oktobn bewirt-schaftet und bietet eiu?r größeren Zahl von Touri-sten Unterkunft und Verpflegung; es ist aber geraten, Fleisch von Stein mitzunehmen. Vor dem Feistritz. Ursprniig zweigt links ein Weg ab, der d?n Prosekbnch des Hanpttales überschreitet uud zum JagolMise gegenüber dem Touristenhause leitet; hier ist der Blick ans den Talschlnß noch sr«ier. Vom Jägerhause führt talein der Fahrweg weiter, überschreitet den Bach und vereinigt sich nnch einer V^ Stund? mit dem am linken User ziehenden Wege vom Touristenhause aus. Der Proselbach sührt in dcr Regel bereits im Juni kein Wasser mehr. sFortsrtzung folgt.)

es Telephonabonnement5 ist in Aussicht genommen, dafür wird mali aber, mich ameritamscliem Muster, durch die Einrichtung von sogenannten Gesellschafts« leitungen halbe und Viertelabonnements ermög. lichen. (Die Zahl der F i r m l i n g e in der Lai bach er Domlirche) betrug am PfinM sonntag liO^l und a,n Pfingstmontag 234, dayn zu^ salnmen 1l>»8. (Hymen.) Gestern fand die Vermählung des Herrn Karl Tauscs. Leiters der hiesigen best, belaniiten Restauration Hotel „Lloyd", mit Fräulein Marie Mnsny statt. ^ (Spende.) Frau IoMne Hotschewar m Gurlfcld hat für die Abbrändler in Most. Ge-meiude St. Ruprecht, den Betray von 15l, K Ze^ sendet. Laibllcher Zeitung Nr. 128. _____________________1208______________________________________ 0. Juni 1906. — (Schul era us slug nach Lai bach.) Gestern mittags 1 Uhr wurden in der Laibacher Student?«- und Volksküche über vorhergegangene Ansage :'.2 Schüler und Schülerinnen der Volksschule in Obcrgörjach abgespeist, die unter Führung des Herrn Oberlehrers Josef ^irovnik einen instruktiven Ausflug nach Laibach unternommen hatten. Die Schiller und Schülerinnen, erstere 12, letztere 20 an der Zahl, und ciue Begleiterin hatten nach ihrem Eintreffen in Laibach zuerst in der Bahnhofgasse (nach eingenommenem Frühstück im Hotel „Ilirija") Rov-«ets Bioskop besichtigt, begaben sich dann unter der Führung des Herrn Oberlehrers in das landschaftliche Museum, sodann in das „Kosmorama" am Bnrg-platze, wo cb?n die Serie vom russisch-japanischen Kriege zur Ansicht ausgestellt ist, weiters in die Volksschule am Zoisgraben, wo die Lehrmittelsammlungen in Augenschein genommen wurden. Nach dem Besuche der St. Jakobs-, der Franziskaner- und der Tomkirche erfolgte der Aufstieg auf den Schloßberg, wo öen Kindern das Naturpanorama der unvergleichlich schönen Rundschau erklärt wurde. Dem Besuche des Schloßberges folgte die Mittagbespcisung in der Laibacher Studenten- und Volksküche. Hier war in dem Abteil für Studenten eine lange Tafel für die jugendliche Schar gedeckt, und diese tat sich mit sichtlichem Behagen an dem mit gewohnter Sorgfalt hergestellten „Menü" gütlich. Nach der Bespcisung wurde der Rückweg zum Staatsbahnhofe über Tivoli und ourch die Lattermannsallee den „Prater" entlang genommen. — Die Vespeisung in der Studenten- und Volksküche wurde von der Küchcnvorstehcrin, Frau Iosefine K o s, und unter Anteilnahme von mehreren Damen des Ausschusses und der tätigen Fräulein mit der diesem Institute eigenen Umsicht geleitet. — (S ch w u r g e r i ch t s v e r h a n d l u n g e n.) Gestern fanden unter dein Vorsitze des Herrn Landes-gerichts-Vizepräsidentcn Josef Pajk zwei Verhandlungen statt, bei denen Herr Staatsanwalt Franz Trenz als Ankläger fungierte. Tie ei-ste Verhandlung betraf die 24jährigc Besitzerstochter Franziska Speti? aus Orchek, Gerichtsbezirk Adelsberg, wegen Kindesniordes. Spetü", üercn Verteidigung Herr Advokat Dr. Valentin Krisper führte, wurde, da die Geschworenen die erste Hauptfrage auf Kindesmord mit neun gegen drei Stimmen verneinten, Dagegen die Nebenfrage auf Geburtsverheimlichung einhellig bejahten, zu 14 Tagen Arrest, verschärft mit hartem Lager jede Woche verurteilt. — Die zweite Verhandlung wurde! gegen den 21 Jahre alten Bindergehilfen Josef Vrhuuc aus Eisncrn wegen Verbrechens des Dicbstahles durchgeführt. Als Verteidiger fungierte Herr Lanoesgerichtsrat i. R. Eduard Ten. In der Nacht vom A. auf den 4. März l. I. wurde den Täter in der Person des Vrhnnc ausfindig zu machen. Er ist der Tat geständig, behauptet aber, daß der gestohlene Betrag nicht die Höhe von 800 I< erreicht habe. Das Geld trug Vrhnnc sofort nach der Tat zu seiner Geliebten Katharina Schelhaus und gab an, er habe es in der Lotterie gewonnen. Einen bedeutenden Teil des Geldes verbrauchte er für sich, etwas schenkte er der Schelhaus, die Summe von 520 Iv aber steckte er in einen Tack und hängte diesen am 6. März in der Nacht beim Hause des Do° lenc auf. Von dem ganzen Gelde wurden beim Vrhunc, als ihn die Gendarmerie festnahm, noch W2 X 48 n gefunden. Der Beschuldigte verantwortete sich dahin, daß ihn zu dieser Tat die Not sowie der Wunsch verleitet habe, seiner Geliebten zu helfen, die für ein kurze Zeit vorher geborenes Kind zu sorgen liabc. Vrhuuc wurde zu <> Monaten schweren Kerkers mit einem Fasttage und hartein Lager alle 14 Tage vernrteilt. —I. * * (2a w n - Tennis - Turnic r.) Die Lawn-Tcnnis-Turniere haben sich durch ihre periodische Wiederkehr zu einer Einrichtung gestaltet, der das bedeutungsvolle Moment- der Stetigkeit aus-gezwän^t ist. Dadurch wird dein Sportvereine die Möglichkeit geboten, ein bestimmtes Programm zu befolgen, das sich an frühere Leistungen anschließt, in nachfolgende überleitet. Das Interesse wird dadnrch wachgehalten, nnd die Stetigkeit der Veranstaltungen bewirkt auch eine systematische Pflege des schönen und gesunden Tcnnisspiels, das die anderen Cportkünste! so ziemlich in den Hintergrund gedrängt hat. Auch für das sechste Lawn Tennis-Turnier, das am 14. d. seinen Anfang nimmt, zeigt sich bereits die regste Teilnahme seitens des sportfreundlicheu Publikums. Mit liebenswürdiger Bereitwilligkeit haben die Herren: Landespräsident Theodor Schwarz, Seine, Exzellenz Tivisionskommandant FML. Edler von Chavan n e, Lanoeshauptmannstellvertreter Lcop. Freiherr vou Liechtenberg und Riechsrats-abgeordncter und Landesausschußbeisilzer, f. u. k. Kämmerer Anton Graf Varb o das Ehrenpräsidium übernommen. Der Turnierausschutz setzt sich zusammen aus den Herren: Leo Freiherr v. Baillou, Ant. Nrixi, k. u. k. Oberstleutnant: Aug. Drelse, Fabriksbesitzer; Eugen Marquis Gozani, Landes-regiernngskonzeptspraktikant; Viktor Han u s ch, k. k. Oberleutnant: Gottlieb Heller, k. u. t. Hauptmann: Dr. Hans Ianesch, Advokat: A. K o r d in, Kaufmann; Gustav Kulavics. k. k. Landes-regierungsrat; Hugo Leskowitz, k. u, k. Oberleutnant: Joses Luck mann, Bankier: Karl Luck-m a n n, t. u. k. Hcmptmann; Rudolf Lunzer, Edler von Lindhausen, k. u. k. Hauptmann: Emerich Mayer, Bankier: Erich Meese, k. u. k. Oberleutnant: Alfred Mora wetz von >llienfeld, k. u. t. Oderleutnant: Viktor N a g y, Kaufmann: Karl N e» metschke, k. u. k. Leutnant; Rudolf Pasch, Edler von Cornnivhe, t. u. k. Oberleutnant: Rudolf Prar» marc r, k. u. k. Oberleutnant: Raim. R anzing e r d. I., itaufniann; Richard Ttrobl, l. u. t. Oberleutnant: Eduard W e i d l, l. u. k. Hauptmann. Die Propositionen lauten: O hneVorgabe: l. Herreneinzelspiel: 2. Dameneinzelspiel, beide Meisterschaft von Laibach: '!. Herreudoppelspicl; 1. Gemischtes Toppelspiel. Mit Vorgabe: 5. Herreneinzelspiel; <». Dameneinzelspiel; ?. Herrendoppelspiel; 8. Gemischtes Doppelspiel. — Der Nennungsschluß findet Montag, den 11. Juni, 7 Uhr abends, die! Auslosung nm 9 Uhr abends im Kasino statt, wozn alle Mitglieder des Tnrnieransschusses um ihr Erscheinen gebeten werden. Nennuugen, Nennungobei-träge, sowie alle Zuschriften sind an Herrn Viktor N agy zu richten. - (T a s Theat e r f ü rlebendePh oto -graphien.) In der Schaustellung des Herrn Ta-vorin Rovkek fanden wir am Pfingstmontag Gelegenheit, die prachtvollen theatralischen Szenen zu bewundern, die mit Hilfe eines der besten Tlieatro stops vorgeführt werden. Ter Apparat funktioniert äußerst präzis und die einzelnen Bilder kommen höchst rein nnd genau zum Vorschein. Das unangenehme Flimmern der Bilder ist möglichst vermieden und ermüdet somit das Ange nicht so leicht, wie es in ähnlichen Schaustellungen der Fall ist. Der Saal der Schaustellung im Hotel „Ilirija" war gedrängt voll und das Publikum unterhielt sich recht gut. Wir können, die Schaustellung des Herrn Rov^ek nnr bestens empfehlen, da keine dosten gefchent werden, um das Theater mit interessanten und sensationellen Neuig» keilen auszustatten: zudem sind die Eintrittspreise sehr niedrig und das Programm wechselt allwöchentlich ab. Wie wir vernehmen, finden nächsten Sams» tag von halb lj Uhr abends an Schüler- und linder vorstellnngen mit sehr interessantem uud lehrreichem Programm gegen eine Eintrittsssebühr von 20 1» per Person statt, worauf wir insbesondere die Eltern anf-merksam machen. * (C h ronik d e r P f i n g stfeierta g e.) Die Langfinger entwickelten an beiden Feiertagen eine sehr rege Tätigkeit. Samstag nachts wurde in das Magazin der Hadern- und Knocheneinkäuferin, Iosefa Muonik in der Metelkogasse eingebrochen. Tie Tiebe suchten alle Räumlichkeiten durch, fanden aber nichts. — Ter Nuchdruckersgattin Frau Tutta in der Sparkassegasse wurde ein Franenrock sowie ein Regenschirm entwendet. Tiefe Gegenstände trug der Tieb ins Gasthaus „zum Pepi" in der Äahnhofgasse, wo er über einen Zaun und eine Mauer in den Hof gelangt war, stieg dann auf den Tachboden und entwendete einer Magd mehrere Kleidungsstücke. — In der Schicßstättgasse wurden der Franziska Pust ein Paar Schnhe und einer Magd ein Regenschirm ge» stöhlen. -- Einem betrunkenen StÄnmetz gesellte sich in den Feiertagen eine unbekannte Frauensperson zu, mit der er in verschiedenen Gasthäusern tüchtig zechte, bis sie endlich ihren Galan verließ, wobei sie ihm 14 X Geld entwendete. Die Polizei ließ sie aus telegraphischein Wege in (5illi verhaften. - Weiters wurden diesertage noch zwei Gewölbeinbrüche versucht. Am Pfingstsonntag wurden drei Burschen, die in einem Gasthause Salzfäßchen und Vierkrügel gestoh» len hatten, verhaftet. Überhaupt war die Polizei an beiden Tagen fehr tätig; es wurden nicht weniger als !8 Personen verhaftet. ^ In einem Gasthause l wurde ein Mann angehalten, der einen Stock mit silbernem Griff zu verkaufen versuchte. Auf der Bleiweisstraße wurde ein Knabe wegeil Semmeldieb-siahles zur Polizei zitiert. - Der Fremdenverkehr war enorm. Nach Adelsberg fuhren 54l! Personen ab. Aucl>auf den Staatsbahnstrecken war ein großer Pei> sonenvertVhr zu bemerken. — sDic Bezirkslehrerkonfcrenz für den Schul bezirk Rudolfs wert) fin. det Samstag den 23. t>. M. nm halb 9 Uhr vormittags in den Räumen der Volksschule in Treffen statt. Auf der Tagesordnung stehen außer den üblichen Punkten folgende Gegenstände: >,) Vortrag des >>errn Professors Fr, O r o/. e n über die Förderung des Unterrichtes aus der Heimatstnnde in der Volks schule. 2.) Die alte und die neue Schul- und Unter-richtsoronnng (die wichtigsten Änderungen). Bericht erstatter Herr Oberlehrer W. G e b a u e r und Schul leiter M. Matko. !i.) Detaillierter Lehrplan für das erste und zweite Schuljahr. 4.) Welchen Einfluß soll die Schule auf den Schutz der nützlichen Tiere nnd Pflanzen ausüben? Den Fragepunkt!'.. arbeiten acht Schulen des Bezirkes aus und den Frag^punkt 4. alle Lehrer mit Ausnahme der in den Fragcpunkten 2. und tt. bestimmten. 5>.) Wahl zweier Vertreter ans dem Lehrstande in den Bezirksschulrat für die künftige sechsjährige Periode. - An diesem Tage sindet auch die Enthüllung des Grabdenkmales für den vor sechs Jahren in Treffen verstorbenen Oberlehrer Alois Ieröc durch den Nudolfswerter Bezirksk'hrerverem statt. ^. ' (R a u ch f angf e n e r.) Heute nachts kam im Hause der Möbelhändlerin Frau Naglas am Auers-pergplatze ein Ranchfangfeuer zum Ausbruche, das aber durch eine Abteilung des freiwilligen Fenerwehr-und Rettungsvereines sofort gelöscht wurde. .22<) K 19 I, im Jahre 1901 auf 19<;.112 l< 2 gestiegen; die Spenden betrugen 108.5)07 l< !>0 !> sgegen 1i:>.9s>l» l< 20 l> im Vorjahre), der Varcingang aus Erbschaften und Legaten belief sich auf 41.408 K 97 l, (gegen 27.286 Iv 88 1» im Vorjahre), die Schul-Unterstützungen betrugen 821.8l;:; l< 82 !> l gegell ül^.^l l< "18 ,, im Vorjahre). lSchwere körperliche Beschädigung.) Am 27. v. M. abends wurde der beim Grnndbesitzer Martin Trlep in Aröevce bei Sclo-^nmberg bedienstete Knecht ,^larl Grill von vier Burschen überfallen nnd derart übel zugerichtet, daß er ins Spital nach .<>tandia überführt werden »inßte. Die rohen Burschen wurden bereits erniert nnd durch ok' Gendarmerie in Treffen verhaftet. d4. — (l..j ,i l> I ^:» i, « I< l /.vou.) Inhalt des Innihcftes: 1.) Otto Zupans'i?: Sonett. 2.) Tr. Ivan Tav <" a r: Alls der Kongreßzeit. :;.) P e -tru^ka: Es hatte ein Jüngling niemand nnf der Welt. l.) Dr. Josef To mink et: Iofef Stritar. 5.) Iofef Stritar: Dank! .) Vorisov: Vie wenn warine Maienlüfte. 1: ü e k, Dr. Fr. Ile « i i-, Tr. Vladimir Foerste r, Ianko B r a-tina u. a. Telegramme lles l. l. leltjllllpllkll'ltlllresplillliellj'Vllltlllls. Der Besuch des deutschen Kaisers. Wildpark-Station, 5. Juni. Baiser Wil-Helm hat nm 4 Uhr 45 Minuten llachniittags die Reise uach Wien angctretell. Wien, 5. Juni. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Seine Majestät der deutsche Kaiser trifft morgen zmn Besuche seines erhabenen Freundes und Aundesgenos sen, unseres kaiserlichen Herrn, in Wien ein. Mit inniger Freuoe sieht die Bevölkerung der Reichs Haupt- Mld Residenzstadt den Herrscher des mächtigen Nachbarreiches wieder in ihrer Mitte. Sie erblickt m dem Besnche des Uaisers Wilhelm die ernente ein drucksvolle Bekräftigung jenes Frenndschafts« und Bundesverhältnisses, das seit einer langen Reihe von Jahren das Teutsche Reich und die habsbnrgischc Monarchie vereint und, fest begründet in der nuver^ briichlichen Freundschaft der erhabenen MonarclM, wie in den Politischen Notwendigkeiten Europas, sicli während der ganzen Taller seines Bestandes als eine kostbare und machtvolle Stütze des Weltfriedens bc währt hat. Tie Bevölkerung Wiens entbietet dem er-lauchten Mollarchen, dem verehrten Gast unseres Kaisers und Königs ihren ehrerbietigen Willkomm.iruß. Innerpolitisches. Wien. 5. Juni. Gelegentlich der gestrigen Ve eidigung bezeichnete Seine Majestt der Kaiser dein Minister Pamk gegenüber den Eintritt der Vertreter des böhmischen Voltes in das neue Kabinett als c'ine patriotisän' Tat, wofür er ilmen, den Böhmen, Dant wisse. Er bleibe dein böhmischen Volte in Gnaden Laibacher Zeitung Nr. 128. 1209 6. Juni 1906. !N'wc>A'n. Fcnic'l' erklärt? Sc.'lli.' Maimät dein Tol tor Paccck Ouf daH b^stnunit^stc, daß >.'r ini H^'rbsk' lmch Prag tommm lu^rl)^ und dort lmM're Z,kr. GollM'ntlich di,'r Nc?ise nach Roi-6mtbom nod^nt'c sich Teinc Majestät d^r 5iaiser auch in .^iittond^rg aufzuhalten, inn dortselbst die rostau^ ri?rwn Vand^ntuiäler zu besichti^li. GcMinibm' Ministor Prad'' drückte Seine Maichüt den Wunsch aus, das; es bald zu cmer Verstäudigunl'! zwischen den bei" öou Nationen konnncn inögc. Zum Attentat in Madrid Madrid, 5. Juni. Dk' Autopsie d?r LeichZ Morals hat ergeben, daß sein Ora,am5mu,s voNkom° inen normal war. Das GehiilU zeigte durchaus regel« mästiqen Van mit gut ausgebildeten Windungen und reichlich nitwickeltvn Ttirnlappen. Die inotorisch^n Negioncu deuten auf energisches uud impulsives Temperament hin. Die grauen Hirnmasseu sind normal verteilt; das Kleinhirn und das Rückenmark weisen köine Vesond^rheiten aus. Der Leichnam wurde heute vormittags beerdigt. Der Gouverneur von Madrid ist überzeugl, das; Moral selbständig bandelte nn0 kei neu Mitschuldigen Hatt2. Va r c ^. l o n a, 5. Juni. Die Polizoi hat ermittelt, daß Matteo Moral auch der Urheber des At° tentates gegen den Präsidenten Loubet am 81. Mai 1905 war. Barcelona, 4. Juni. Vei der Untersuchung i»er „Ecol? inoderne", wo Moral gewohnt hatte, wurden anarchistische Broschüren, Photographien spanischer und ausländischer Anarchisten, sowi^ Karten und Briefe gefunden. Die meisten Professoren der „Ecole moderne" sind Anarchisten. Der Direktor wurde verhaftet. Salz b u r g, 5. Juni. Das NegnNvctter hält an. In den Gemeinden Mnr, Zederhans nnd St. Mar-aareten hat dac> Hochwasser großen Schaden angerich tet. Ans dem ganzen Bezirke lverden Schneefälle gemeldet. Innsbruck, 5). Inni. Ini Gebiete der Zug-spihe ist ain Sonntag die Kcmsmannsgattin Th^rese Tinkleker ans Augsburg durch Stcinschlag ver-uimlückt und den erlittenen Verlchunacn erlagen. K o n st a n t in o p e l, 4. Juni. In Djedoa sind bisher elf Pestfälle, wovon einer tödlich verlief, vor-gekommen. Die PO wurde von Indien eingeschleppt. San Francisco, 5. Inni. Gchern abends um 11 Uhr 50 Minuten würd? hier ein heftiger Erdstoß verspürt. Ein Schaden ist nicht entstanden. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 4. Juni. Dr. Kac, Arzt, s. Frau, Marburg. — Diels, ttfm., Hamburg. — Hrozel, Beamter, s. Frau, Birnbaum. — Ieniö. Meisel, Beamte, Mannsburg. - Kogaj. l. l. Notar, Senosetsch. — Stefic, Apotheker, Natschach. — Turl, Pnstcr, Koren s. Frau. Kflte., Wrz. — Nlacic, Privat, Susal. — Selsel, Lehrerin, Pornberg. — Vevice, Jurist; Pretner. Advokat: Mihelic, Privat; Prosch. Lloyddireltor; Tomicich, Beamter; Crnitti, Molinari, Private; Ferazutti, ikfm., Trieft. — Koh, »fm., s. Frau, Cilli. — Detoni, Beamter, s. Frau; Müller, Ksm., Graz. — Kopai, Kfm., s. Frau; Gregorc. Auskultant; Ialse, Wirt, Rudolfswert. — Treven, Am., s. Tochter, Idria. — Max, Oberlommissär, s. Frau, Nhling. — Majdic, Fabrikant, s. Frau; Pirnat, Kfm., Krainblirg. — Fricl. kfm, München. — Kallarilsch, s. Frau, Realitätenbesiher, St. Egydi, — Vistanni, Kfm.. s. Flau, Rann. — Alexander, Kfm.. Sissel. — Salner. Kfm., s. Frau, Wiener-Neustadt. — Alexander, Kfm., Ngram. — Krenner. Fabrikant, Nischoflack. — Soos, l. u l. General, stabshauptmann mit 12 Atademicschülein; Bah, Krempel. Kflte,, Wien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306'2 m. Mittl. Lustdruck 7360 mm. Z 5Z ßß^ Z3l «"Nd de. Himmel« z^ ' 2 UN. -?35 <^1s ls^NW. massig teilw. heiter "' 9 . Ab. 736-2 124 N. schwach ! heiter 6.1 7 U. F. ! 735 8 ! 98 SSO. mäßig ! fast bewöllt ,00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 13 6", Nor« male 16 6°, ^, y" 9jX faste ^/lässige muß(----r#- J^^ weiss u./'zart. | * ÜImtbII zo haben. ^ Sargs Glycerin-Seifen bewähren sich sowohl für Erwachsene, als auch bei Kindern im zartesten Lebensalter als vorziiglicliBteB Reinigungsmittel. Mit bestem Erfolge von bekannten Autoritäten, wie Prof. Dr. Hebra, Schauta, Friihwald Karl und Gustav Breus, Schandlbauer etc. anirewandt Vet Vienra,tycn,e uno Vlrrvofität leistet die Tonm. tose als Unterstützungsmittel neben der natürlichen Kost wertvolle Dienste, da sie den Appetit aniegt und den ganzen Or> ganismus kräftigt. Die neue flüssige Somatosc gleicht im Geschmack einer kräftigen Bouillon und wird selbst von Schwerkranken gut vertragen. ^g^i) Karl TausES Restaurationsleiier im Hotel «Lloyd» Marie Tauses 9eb. Masny VermahltB. Laibüch am 5. Juni 1906. (2571 Vergnugungs - Anzeige. Hof kapellmeister Rözsa aus Abbazia konzertiert täglich im Grand Hotel Union, Restaurant oder Garten und im Weinkeller (Ratskeller). Pilsner Bier aus der Genossenschafts-Brauerei in Pilsen. Heute und folgende Tage, solange der Vorrat reicht, Ausschank von Münchner Augustiner Bräu. Gute Küche. Neue Weinspezialitäten. (2576; Oramgebeugt geben die Unterzeichneten Kunde, daß es wott dem Allmächtigen gefallen hat, ihren teuren, unvergeßlichen Sohn, beziehungsweise Bruder und Schwager, den Herrn Anton Nadeniczek Beamter der Nordbahn im 33, Lebensjahre plötzlich abzuberufen. Der leure Verblichene wurde am 2. Juni in Iaworzno zur ewigen Ruhe bestattet; die heilige Seelenmesse wurde ebendaselbst am 5. Juni gelesen «nton Nadeniczel, Ingenieur i 3t, Mathilde Nadeniczel geb Iunder, Eltern - Roberl Nüdas, Inspektor und Weilstattrnches der ungur. Staatsbahn. Bruder. - Mathilde Künftner; Malvine Karplntz; Dlga Nadeniczel, Lehrerin, Schwestern. — Marie 3li»das geb, von Vuar und Kelsö Szelefte. Marie Nadeniczel. Ve amtenswitwr, Schwäuerinnri! — Josef KarpluO, Bahnunternehmer; Kranz Künftner, Prokurist, (2575) Lchwäger. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 3. Juni 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwaliru»«, Die Notierunq sämtlicher Nltien und der ,,Diversen Lose" uerstebt sich vrr i^tück. Weld wore Allgemeine Staats» schuld. «inheMlche Nenle: lonv. ftluerfrei, Krone» (Mlll.Nov.) per Kasse , . 9« ?.', W!»l, bett« (Iüii'IulO per Nasse NS«ü 99«t> ü"/« 0. W. Noten (Febr,.«lug.) per Nasse......l«0'35 lOU ö5 4'»"/»0, W. Silber (Nplil.Ott.) prr ltafse . . . , . . lUN 45 loo N» t»«0rr Swatslose 500 fl, 4 "/„ ?'?5 15!»"?ü i»«0ei „ 100 fl. 4"/„2UN'—202'-^8»4er ., 1U0 fl, . , 2K2 - !l84 1»»4er ,, 50 fl. . . 28Ü-— li«4 — Dom.'Psllndbr. ll 1»0 fl. b"/n »8« — 2!»2'— Ttaatsschulb d. i. Reichs» rate vertretenen König« reiche und Länder. üfteri. Goldreille. stfr,, Oold . per Kasse . , . . 4«/„ N« ^5 l<«-»5 «fterr. Mente in Krontnw, stfr.. Kr. per Kasse , . , 4"/„ bfi »5 «ooc.? „ betto her Ultimo . . 4"/„ 9« «5 lOuNb Oft. Ini>estit!lln«,.«ente, stfr.. Kr, her Kasse , 3'/,"/„ »«'!«' !»l> 10 ?islnb»!,n>ztallt«schull>> velschnibnngtn. Hlisabellibahn in G., steuerfrei, zn lo.mw fl. , . . 49'«0 l!><»'«0 otubolfbllh» in Krunenwählunn, steilerfr. (div, S».> , 4"/„ !,9a») io««o «vrarlberaer «ahn, steuerfrei, 40U Kronen , , . 4"/« 9»-es> l005'- ^7'-drttu Salzburg-Tirol li«<> sl. 6W S. 5»/« . , . .4»:-434- Geld Narr ssnm Slllllle ;nr Zahlung übtl» nommenl Listndnhn» Priorität»» Obligationen. Vühm. Weslbahn, Kronen 4"/« . , . , »»7» lW 70 Elisabettibahn «on und »«ON M. 4 ab i«"/„......1l««„ ,,? <><> Vlisabcthbahn 4ao nnd 2<><»u M, 4"/n........»7 55 lt» 55 Franz Josef - Äahn Em. 1884 lbiv. St.) Lllb, 4<">, . , ü»'tt Galizischc Karl Ludwig - Nahn ,dit>. Lt.) Silb. 4°/« . . 98 »U l«0k0 U»N,.aaIiz. Nahn 20» fl. S. 5«/„ 112-— i,ü -Vorarlbergcr Äahn Em. I884 (div. St.) Lilb, 4"/, . . »S-8N t«U'8(» Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/« Una. Volbrente per Kasse . ll» »5 1l4 l5 4"/„ detlo per Ultimo l,5Ni» Il4 l5 4"/u »na, Rente in Kronen. währ, stsrci per Kasse . . 85 7N »5üC 4"/„ delto per Ultimo «5 70 U5S0 »'/,"/„ detto per Kasse. 85-70 85'9<> Una. Prämien.«!», k l«0 fl. . 2N8-50 Lll'50 detto i» 50 fl, . L08'5N 2l'!-5» Theik°Ncst,>Lose 4"/„ . . . , l58'50 15« 50 4"/« ungar. Grundenll.-Oblig. 95-»ü W Z5 4°/» lroat. u. slav. Vrundent!.. Oblig........U7-- — — Andere öffentliche Nnlehen. Vos». Landes'Anl, (biv.) 4»/« . 95'70 s»>«b Vosn. - hcrccg, ltiscnb.'Lande«. Anlehen (blu.) 4>/,"/„ . . in<»'5s> ini-5!^ 5"/« 2>o!!au°Neg,'?lnlel>ü5 ,0» 25 Wiener Verlelir«»?lnleihc 4«/<, 99 «5, u>N «5 detto !»>ü ?lnlchen der Stadt Wien . . lU2-»5 ll>8'25 detto (L. ob. G.) . . . lLl?5 ili2 ?n bett» (l894) .... 9» »u uu-lln detto (1898> .... «« ,«> ion 40 d.'tto (lW0) .... 9» «(, <; Hypothelar «nl. <89,i......«"/« 11» 85 l2N «l> Veld Ware Pfandbriefe,c. Vobe»lr,,allf,,bst,in5NIDl.4°/« 98 65 <,9'!!5 Völ,m, Hupollielrnbanl ver!^"/« lou — iol,^> Zentral Vud.-Nred-Vl,, österr., 45I. vcrl. 4>/»°/'< - - - l03— ^_ Zentral Vod.-Kicb.»»!., österr., 65 I, verl, 4«/<..... louio lßl'io Kreb.'Inst,.«slerr,, f. Verl.'Unt. u.öffen,l,Arb,«at.^t>I.4"/<> 99'40 l»U--Landesb. d, Kbn, Valizien und Lobom. 57'/, I. ructz. 4"/« 98'5«> 9g z« Mahr, Hypothelenb. »tll, 4°/» »9 40 lUv'4<> «,.esterr.Lalldes.Hyp,'«lnst.4"/» ll»U— i<,,__ bettn inll, 2"/„Pr, verl.3'/,"/° »4-Zk —-— dc!t°K..SchuIbsch,vrll. 3>/i°/<> «^50 95- betto verl, 4«/« 89 »0 iy<,g,, Österr..unaar, Nanl 50 jlhr. verl. 4«/« ö. W, . , - - 10a — 101-— detto 4"/« Ki..... 10!» 25 101-25 Sparl. l. öft.. «0I. veil. 4°/« I0u?o l0i7<» Gisenbahn.Prioritäts-Obligationen. sserdinanb«.«orbbahn Vm. 188« 99 9t, 100-95 drtto ,.^ Osterr. Norbwestb, livo fl, <2, , lo«40 10740 Staatsbahn 50« Fr..... 4L0— 4Lü-— Sndbahn ^ 3«/» Jänner «Juli 5Nl» Fr. 10U — 10730 ffnoerzinillche f»s». Vubap'Vasllila (Dombau) 5 fl. 2« ßu 24-°!en Kleuz, ung. Ges, v., ü fl. 3l»25 Zz-L.', Nubolf.Lose 10 fl...... 57— «z.^ Salm.Lose 4N fl, K. M. - - 204— Liu>— Veld Wlire Tüll. E..U..«lnl. PlHm..Oblig, 4«« Fr. per Kasse . . . —— > - detto per M, . . , l5« !i5 157 ltü Wiener Komm,.Lose v. I. 1874 520 — 530 -Gew.'Schd. 3"/«Plüm,.Schulbv. d. »obenlr,.«nsl, erneh»«wg»n. «ussill.TepI, Eilrnb. 5UN fl, . L878'— L375 — Bödm, Nordbahn 150 fl, . , 377'— 8«L - Vuschtiehrader ltüb, 5 Kronen , . , 55s b« b«l'5C Giro. nnd Kassenverein, Wiener, liü<» sl........ 460— 4«5 — Hhpothelcnbanl, österreichische, 200 fl, 30"/° E..... «V5-— 2«?-- Ländrrbanl, «Nerr,, 200 fl. per Kasse....... --- -- detto per Ultimo .... 439 b« 44v-5u ,,Merlur". Wechfelst..«Nien. Gesellschaft, 200 fl, , . . ß»b>— e^.^ Österr,-ung, Van» 1400 Kronen l««»'— l»?»-. Unionbanl 200 fl...... 55»-— 5^4 — Verlehllbanl, »llg,, 140 fl. . »48— 344 — Ind»ftrit.Pnl»r»«l,««»,n>. Vauar!,, allss, ötterr,, 1«0 fl. . ,b»-— ,«: -. UrüxeiKohlenberab'Gesloofl, «5»— ««4- Eisenbahnw.Leiha.erst«, lou fl. «,, — 2,5. ,,ElbemühI", Papiers, u. V..G, ,7u »5 ,7« — Elettr « -Hirtenberger Patr.», Zündh, u, Me<,.Fllbril 40« Kr, , . N7»-— ils» ~ Lirsinsssl Brauerei <0N fl, , , 298- 30(> - Montan'Vesellsch , ssterr,»alpine 57«-z^ 5?» ii^> „Polbi.Hütte". Tiegelgußftahl» F,.«,.O, «00 fl, , , . Ü43— 54« -Präger «ifen.Ind'Ges, «m. 1905, 200 fl...... 27ii»-— 27»? — Nima.Murany 'Talgo>l»rjaner Eisrnw. 1»0 fl..... 577H0 5?85(> Talno-Tarj, Steinlohlen lou fl. 6^0— ««z — ,,SchlöglmühI", Papirrf., »oufl. 29«-— »00 — ,,Schodirica". «l..». s. Petrol,> Inb,, 50N Kr..... «10— »l5-— ..Nteyrermühl", P«p...... 4S« — 4«ß — Irifalln Kohlenw.V 70 fl, , 870 — »?»-50 lürl, Tabalrezie.Vrs, »ny Kr. per Käst« . — — — — detto per Ultimo 407— 40» — Wllffens..VeI, »fterr,, in Men. !W fl........ «V5-— «08 — Wagaon.Veihanstalt, allgem., in Peft, 400 Kr..... —— — — Wr, Vaugesellschast loo sl. , . l«4— l»<8 — Wienerbergfr Ziegels.»«rt.»Ges. 855— 8«l — Devisen. Aui,l jichtn, »»» Scheck,. «wsterdam....... 1,7.^ ^,„ Deutsche Platze...... 1,7.^ ,,7,^ Italienische Äanlplützt . . ^ »hhi) »^ ^ ^ch unb Vasel . ! ' ! ' ^ !X '^«5 Valuten. Dullltei, ...... ,<.», , . ^o ^illnlen Ntücke , . , . ,»« ,«-?! ilCUavl-Ntücke. , , , ' ,»1z «3-^ Dentsche «eichsbanlnoten ! ' l17»3 ll? 4° ItaUemsche Banlnolen . , . »^ V5-70 Nubel.Nolfii..... z f,z,», z,s,,,,' von Keulen, l's»nrtl»rlef*ii, ITIorllÄlen, Aktien, l