Nr. 110. Mittwoch, 13. Mai 1908. 127. Jahrgang, MbacherOMmg A^nuMtrattonSprelS: Mit P ostvc» > c » b u i, „ - gaiizjalilis, «0 K, hlllbjilhriss <5> «, Im .«oittor : gauzicihrin , " ", hlllbjälirin 11 K, ssiir dir ZuslrNniiss ini Hau? gaxzjahrist L K — Infertionllgebulir: ssiii llsiüi-Iülerals bis zu 4 Zeile» 50 i,, gröncrc per fjfile lL t>: bei öslcirn Wiederholmigeü per ^e,!e « l>. ' Die «iiaibachei Zeüunn» erlckeint tüglich, mit A>!5i:n!)me der ? ' " ,, latj,, bsfinb,-! sich KuünrrßPlad Vli. 2, die Medottton Tnlmniinssn^e Nr, 10, ,D u^ „or mitlass«. Unlranlierle Bliese werden nicht angeni^ Telephon-Nr. der Redaktion 238. MchtcrmMcher Heil'. Tie europäische Auswanderung. Dem „^l'eneii Wiener Tagblall" lvird von scmmn Berliner ^iorrespondeilteii geschrieben: ^o U'ich da5 statistische ^iaterial ist, aus dein man sich über die Beloegiing der Bevölkernng EliropaS nach ^'n überseeische!» Läilderii iiiiterrichlen kann, so ein ^'inglich die Sprache ist, die nns die Zahleii pre-^,^'n, so »oeiiig läszl nmn sich iin allgeiiieinen die Kiffern nnd ihre Bodeutuilg llahegeheu. lind doch !st es klar, das; hier Aufschlüsse von beso»»derer Dichtigkeit zu erlangen sind, Aufschlüsse, die auch, ^'gesehen von den Folgeu für die Beurteiluug ^'^' heinüfchen Znstände, ihren 'Iteiz schon darmn habe»», weil in den fahlen eine unendliche, unüber-^'hbaro Mille von persönlichen Schicksalen, znlneist ^vuhl von Not lind Tragik, von Eleil.d nnd von ,^^'leiikämpfen steckt. Der vor einiger Zeit erstattete ^^'riclil des amerikanischen Einlualidernngskomnlis' ^rs für l90li/1907, von dein vor lnohreren Monaten an dieser Stolle bereits >!en»»tnis gegeben luurdo, enthält einen so groben ))ieichtnn», daß sich kw Zuriickkonnnen ans diese Mitteilungen uuge 'Min verlohnt, N'aturgel»»äß hat eine für die deutsch überseeischen Transport,- lind Wirtschaftsboziehnn ll^'n so »nichtige Stelle, wie es neben anderen Schiff Whrtsgesellfchaftei» der. 5lorddeutfche Llo»»d in greinen ist. ein besonderes Interesse daran, sich über dies Material, zn unterrichten, es nach seineil ueferen Beziehungen untereinander zn sondern und "awns für ihre eigenen geschäftlichen Dispositio uen Schlüsse zu ziehen. Eine nns zur Verfügung Mlellie Arbeit, die ans dein Bureau des Nord-^»tschcu ^il.-,yi> stainint, i»»ag deshalb hier ill ihren ' 'Nindziigeii uäher betrachtet lverdeil. I,n Berichts' Mre (l!)l» Menfcheii ein, wovon Europa mit 1 ^ Millioneii dei, Hauplanteil 1^'^te, während 4<).5>^-l (5iiiN.>aiiderer aus 'Asien lamen, darunter alleiii iw.^l» ans Japan, anßer-dein 5l»5>:j aus der asiatischen Türkei. Ter Nest ent--fällt auf Amerika folbst, und zu>ar besonders ans >lanada i1!).!)l«> lind Nestindien l i<;.<>«!>». AuS Afrika kamen niir !4Kli, allS Australien nnr 1i>«!) Personen. Zn den Einwanderern alis Europa gehörten aber doch auch Schwarze in der Zahl von ^!), die zumeist aus Portugal kamen. Ordnet man die Einwanderer nach Nationalitäten, so ergibt sich das nachstehende Bild: Es landeten in den ,^äfen der Vereinigten Staaten 5l>l> Armenier imeist alis Nus;land>, 13.507 Böhmen (Tschechen), 2«.«lls) Bulgaren, Serbeii, Montenegriiier ldie beideii letzteren Völ-l'erslänime stellt die mnerilanische Statistik ziemlich willkürlich mit den Bulgaren zusammen), 47.817 >tro Delitsche (40.407 ans Öster-reich-IIngarn, :i2.27(> ans deiii Dentschen Neiche, l:i.4^<> ans Nns;land». Es folgen: 4:i.420 Engländer, 14.471 Finnen, «774 Franzosen, 44.24l) (kriechen, 12.124 Holländer lind Flamen, .",7.715 Iron, 50.510 Norditaliener und 2:l«.4W Italiener ans dem Süden land, 1«.««5 aus Österreich Ungarn, 7M2 ans England», 25.7,(»77 Magi»arei,, i!i7.147 Polen <7!l.122 aus Nus'.land, 5l>.71!> ans Österreich Nngarii, :i««« aiis Dentschlaiid >. Es schlies'.en sich an: 02!>:i Portligiesen, l!).Ol() Rumänen lfast allo aus Öfterreich-Ungarn), Ill.502 Nnssen, 2:i.i)1l) .Nnthenon lfaft alle ans Österreich-Uligarn >, 51.«:i« Skandinavier, Itt.371 Schotten, 4l.«7O Slovaken. 5!>4« Spanier, 1N7!> Türken. Aus dieser Statistik ergibt, sich also, das'. wei> aus die stärkste Abwandernng unter allen europäi scheu Staaten ÖsierrMi-Uua.arn aufznn.x?isen hat mit insgesamt 888.452 Personen, von denen 144.902 auf Österreich und 1!):j.4l»0 ans Ungarn entfallen. Dann folgt Italien nnt, 2«5.7:il nnd Nus'.land mit 258.948. (^>an) erheblich war auch die Auswanderung ans England nnt zirka 115.000 Personen. Die Auswanderung aus dem Deutsäx'n )1ieich mit 87.807 erscheint im ^rgloiche dazu > niedrig und wird von der ans dem kleinen Cürir land annähernd erreicht. Norwegen. Schweden und die europäische Türlei haben zwischen 20.000 und 25.000 Personen „übern großen Teich" gehen lassen. Alle übrigen Staaten bleiben unter io.l)00. darunter auch Frankreich als einzige l^oßiuacht. Das Verhältnis des weiblichen zum männlichen Geschlecht stellt sich nnt 855.878 : 929.07"hrhmiderts. Bei ^lenau lesen wir beispielsweise '" twr..^erbnng": Wie beiin Sonnenuntergange hier und dort vom Saatgefild still waldeinwärtS schleicht das Wild. .> >li,5 diesen drei Zeilen sieht man sofort, daß ^nau kein Jäger war, ja, daß ihm das Tierleben ^'lnlich unbekannt war. Daraus soll dem Dichter !/?"Ulich kein Vorwurf gemacht werden, daß er "^ Tiere wenig kannte' aber ich meine doch. daß, "sc a,l,5 Dichter einen Vergleich ans der Tierwelt "nhlt, sich orst überzeugen müßte, ob der Vergleich l"M. Das Neh tritt gerade abends aus dein Walde ull", wie jeder Jäger weis'.. Deshalb stellt man sich Nlch vor Einbrnch der Dunkelheit ans den Anstand, ""' das heraustretende Wild zu erlegen. >ve,oer hat wohl als Schüler Schillers „>tampf mit dem Drachen" gelernt. Daß es auf Nhodos ^'nsuwenig »vie sonst anf der Welt Drachen ge-V^'en hat. wissen wir alle. Aber das ganze Ver-lmireu, daß der Dichter schildert, um Hlinde und ^as Ps^'d ^ das Ungeheuer zn gewöhnen, muß ^'u Reimer zum Lachen reizen. Nehmen wir an, ^>! auf der Insel ein entsprungener Tiger gehaust hatte, der im .Hinterhalt verborgen viele Menschen ^"aubt hätte, dauu wäre die llbung des Nitlers "n^'i^er nachgemachten Bestie so ant »vie wirkungs-^^- Für Hunde und Pferde, die sich nach der Nase richten, ist nicht, so sehr das Aussehen furchter »neckend, sondern die Ausdünstung. Bei einem ans Masse hergestellten Tiger fehlt aber gerade- der charakteristische ^ianbtiergernch. ^ein Hnni, wird sich je um einen aus Marmor, Bronze n. dergl. geformten Tiger im geringsten kümmern. Wer daran zweifelt, daß für den ,vnnd der Geruch ans schließlich maßgebend ist, den verweise ich anf das Erlebnis zwischen ,vnnd nnd ^öwen, das vor eini ger Zeit Bildhauer Urs Eggeuschwyler-Zilrich im ^ntralblatte berichtet: Auf einem abendlichen Spaziergange mit einem jungen ^öwen begegnete nnr vorigen Herbst eii» Hühnerhuiid, der sofon anf den damals halb jährigen Löwen nnt steilgehaltener Nnte zuschritt, gerade wie ein .'Itanfhnnd in feindseliger Absicht auf einen anderen zuschreitet. >lanm berührte der Hund mit seiner Nase die des gleich großl-n Löwen^ als er vor Schrecken hinten gänzlich zusammenknickte, als hätte er einen furchtbaren Schlag in sein >lrenz bekommen, sofort mit eingeknifsenem Schwanz kehrt »nachte, nnd, soweit ich ihn sehen konnte. l»eu^ lend davonrannte. als wäre der Teufel hiuter ihm her. Eine ähnliche Beobachtung machte ich bei einem Bernhardiner. Mit dem fünfvierteljährigen, sehr stattlich gewordenen Löwen besuchte ich eiue Wirtschaft, die lieben meiner Tiersammluug steht, vor welcher gerade oin Väckerfnhrwerk mit großem ^ughimd (Bernhardiner) stand. ,e, welcher gerade anf ihn znschritt, also ohne böse Absicht, in semo Nähe kam, zog ich ihn herum, und der Hund, welcher vorher- die Nase rümpfte, bemchte die Gelegenheit, an dessen Schwanz zn riechen, nnd gleich fuhr er wie der im ersten Fall erwähnte Hühnerhund hiuten zn faminen nnd, seinen Waa.en kläglich im Tticl>e lassend, rannte er nnt eingeklemmtem Federschweif auf ein Straßenbord, dann, als ob ihn ein Tlnrm-wind wie ein Banmblatt fortblase, bis zur nächsten Straße, wo or heulend sein Klagelied anstimmte nnd wo ihn sein Meister holen mußte. Hätten die Hunde eil» gutes l^esicht gehabt, fo hätten sie an den dreimal größeroi» Tatzen, als sie selbst haben, dann an den grossen Augen, dem weiten Schritt erkennn» sollen, daß eil» anderes Tier nahe, nnd hätten wenigstens vorsichtig einige Schritte auf die Seite gehe»» können, »vie meine >tatzen es tnn, die sofort fortrennen, »oenn der Löwe kommt. Wenn Schiller nns also erwählt: Ob anch das Htoß sich granend bämnt und lnirfcht und in den Zügel schanmt. und nunne Doggen ängstlich stöhnen, nicht rast' ich, bis sie sick» gewöhnen, so hat er uns hier echtes Jägerlatein aufgetischt. Einen Hnnd auf eine leblose Masse zn liehen, 1st schon »licht leicht- aber daß Doggen dabei ängstlich stöhnen, ist vollkommen ausgeschlossen. Mir liegt die Behauptung fern, daß die Im,,', Zeitungen nnr wahre Berichte bringen, wohl aoer bin ich ans den vorhin angeführten (Gründen der Ansicht, daß Jägerlatein nur selten in ihnen nm kommt, da sich Fachlente »licht leicht täuschen I^ü ^ Umgekehrt deklaniioren unsere Schüler mit Pathos häufig das schönste Jägerlatein, ohne daß sic nnd auch ihre Lehrer — eine Ahnung davon haben. Es ist wohl verdienstvoll, hiorans einmal hin^n weise»». Laibacher Zeitung Nr. 110. 101l> 13. Mai 1908. großen Teiles seiner Amerikafahrer erkeilnen. Ain auffalleitdstell ist das Verhältnis in der europäischen Türkei und in Griechenland, wo auf 100 männliche Auswanderer nur 8, beziehungsweise 4 weibliche einfallen. Dagegen sind sogar die Japanerinnen noch als auswanderungslustig zu bezeichnen, denn dort kommt immerhin auf neun Auswanderer eine weibliche Person.___________________________ Politische Aeberkcht. Laib ach, 12. Mai. Tie nächste Plenarsitzung des Herrenhauses findet Montag den !^. Mai um N Uhr nachmittags statt. 'Auf die Tagesordnung wird die erste testing des Antrages deo Herrenhausmitglie-des Hofrat Ludwig und Genossen, betreffend die Ausgestaltung des staatlichen Sanitätswesens und die zweite testing des Gesetzes, betreffend die Errichtung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten gestellt n>erden. Ministerpräsident Freiherr von Veck hat am 11. d. M. in Gegenwart des Finanzministers von Korytowski und des Ministers Ritter von Abrahamowicz das P räsidi n mdes P o l e n -klubs, bestehend ans den Herren Dr. Glabinski, Graf Tzicduszncki. Stwiertnia und Stapinski, cnwfangen. Den Gegenstand der Besprechung bildeten die politifäx' Lage im allgemeinen und einige wichtige galizische Landcsangelegenheiten. Im Laufe der Unterredung brachte das Präsidium die Anschauung zum Ausdrucke, daß der Polenklub seine Beziehungen zur Negierung und den anderen in ihr vertretenen Parteien nach wie vor aufrechtzuerhalten beabsichtige und auch keiner Änderung des bisher verfolgten Systems der inneren Politik zusteuere. Wie das Tel.-Korr.-Vur. erfährt, bereitet die Regierung eine Aktion zur Förderung der indu -striellen Entwicklung Dal m a t i e n s vor. um die reichen Naturschätze des Landes der industriellen Verwertung zuzuführen. Zunächst wird im Auftrage des Handelsministeriums der Sekretär der Wiener Handels- nnd Gewerbekammer, Dr. Richard Riedel, eine Informationsreise nach Dalmatien unternehmen, um die Voraussehungen industrieller Gründungen eingehend zu untersuchen. Sodann soll das sich ergebende Resultat den industriellen Kreisen mitgeteilt und ihre Teilnahme für die Aktion gewonnen werden. Im .Herbst dieses Jahres ist eine Reise der Mitglieder des Industrierates sowie hervorragender Person lichkeiten ans finanziellen nnd industriellen kreisen unter Führung des Handelsministeriums nach Dalmatien geplant, um an Ort uud Stelle die praktische Durchführbarkeit der Projekte zu prüfen. Die letzten Nachnchten bestätigen, daß die Verschwörung, welcher die indische Polizei nach dem neuesten Bombenattentate auf die Spur gekommen ist, bereits ansehnliche Dimensionen angenommen hatte. Es soll ein Plan entdeckt worden sein, Lord Kitchener zu ermorden. Fanatiker hatten den Auftrag, ihm auf schritt und Tritt zu folgen. Glücklicherweife machte es aber die militärische Disziplin diesen Leuten bisher umnög,-lich, ihren Plan zur Ausführung zu bringen. Lord .kitchener befindet sich gegenwärtig abwechselnd in Simla lino Qnetta von einem militärischen Cordon umgeben. Als Grund für deu besonderen Haß gegen den Oberstkommandierenden wird angegeben, das; er sich in Angelegenheiten im Punjab zu sehr eingelassen habe, auch gefalle den Eingeborenen sein energisches Wesen nicht. Ein Mann soll der Polizei auf Befrageil erklärt haben, das; die Eingeborenen der. Ansicht seien, die indische Negierung würde allen Halt verlieren, sobald einmal Lord kitchener nicht mehr sei. Für diese Ereignisse sind die professionellen Hetzer einzig und allein verantwortlich zu machen, sie schüren den Anfruhr, wo immer sie sind, in den Eisenbahnen, anf der Straße, wo sie Hörer finden können. Dazu Predigt die Eingeborenenpresse offen den Mord. Würde diese Hebe rei aufhöreu, dann würde sich nach 'Ansicht der >tenner Indiens das Volk auch sofort beruhigen. Tagesneuigleitell. — (Ein Haus mit Dynamit in die Luft gesprengt.) In Pallanza bei Mailand wurde Samstag nachts ein neues Gebäude, das von der Familie Tac-chini in der Nähe der Kirche erbaut und erst vor turzer Zcit fertiggestellt worden war, mit Dynamit in die Luft gesprengt. Da der Eigentümer des Hauses in Konkurs geraten war und das Haus demnächst zur exekutiven Feil-bielung kommen sollte, der Sohn des Besitzers aber verschwunden ist, so nimmt die Polizei an, daß dieser die Tat aus Groll darüber verübt hat. daß das Haus in fremde Hände komme» soll. Glücklicherweise ist lein Menschenleben zu beklagen und auch niemand verletzt worden. — (Eine Mietwohnung für NO.000 Kronen jährlich.) Londoner Zeitungen berichten von neuen prachtvollen Miethäusern, die vor kurzem in Pica-dilly errichtet worden sind. Wihrend früher der Stadtteil Picadilly vom kleinen Mittelstande bewohnt war, werden sich in diesen neuen Wohnpalästen nur die Reichsten der Reichcn ansiedeln können, da der Zins dort für eine Etage durchschnittlich W.000 Kronen pro Jahr beträgt. Alfred' Vanderbilt, dessen Scheidung von seiner Frau gerade im besten Zuge ist, hat in einem dieser Häuser eine Wohnung genommen. Die Wohnung enthält nicht weniger als zehn, allerdings sehr kleine Schlafzimmer, drei Badezimmer, Rauchzimmer. Herrensalon, Villardsaal, Speisezimmer, Garderobezimmer :c. Alle Zimmer liegen in einem Stockwerk und haben eine Straßenfront von nahezu dreißig Metern. Sehr charakteristisch ist übrigens das unaufhörliche Zunehmen der Mietwohnungen in London. Vor ein paar Jahren noch hätte ein gebildeter Londoner die Zumutung, nicht im eigenen Hause allein zu wohmn, als Beleidigung zurückgewiesen, jetzt verlaufen die vornehmsten Engländer ihre Villen, weil sie das bequemere Leben in der Etagenwohnung mit ihrer Dampfheizung, Heißwafserlicferung «. vorziehen. -- (Ueber Tiere als Kannibalen) schreibt Dr. Th. Zell im 10. Heft der Oltavausgabe von „Ueber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) n. a,: Von Kannibalismus in der Tierwelt kann man nur reden, wenn frei lebende Tiere ihre Artgenossen verspeiseil. Solche Kannibalen gibt es in der Tat unglaublich viele. Hierhin gehört zum Beispiel der Wolf. Daß ein Wolfsrudel im Winter, von heftigem Hunger geplagt, sich auf die schwächsten Mitglieder stürzt und diese verzehrt, würde ich noch nicht als Kannibalismus bezeichnen, Denn in der Not frißt bekanntlich der Teufel Fliegen. Aber wir wissen vc>m Wolfsrudel, daß es auch, ohne vom Hunger geplagt zu sein, jeden kranken und schwcrverwundetcn Genossen verschlingt. Deshalb müssen wir den Wolf zu den Kannibalen rechmn. Auch sein Vetter Fuchs gehört dorthin, Ein Bekannter Wjinlells traf einen Fuchs darüber an, einen anderen, der sich über Nacht im Schwanenhälse gefangen hatte, zu uer-zehren, und zwar tat er das mit so vieler Lüsternheit, daß der Jäger im Freien herangehen und sich durch Erlegung des Räubers für den zerrissenen Balg des GefcM' genen bezahlt machen konnte. Förster Müller sah mit lM, wie sechs junge Füchse miteinander spielten, dann zankten und dabei den einen blutig bissen. Der Verwundete sucbte zu entkommen, wurde aber augenblicklich von der ganM Schar mörderisch angefallen, umgebracht und aufgefressen Aehnlich erging es cimm jungen Fuchs, der angeschossn worden war, sich aber noch bis zu seinem Baue fortschleppte! als man letzteren kurze Zeit darauf öffnete, hatten ihn seine Brüder bereits verzehrt. Ein. echter Kannibale ist der Maulwurf. Von ihm schreibt Nrehm: „Nicht einmal mit anderen seiner Art, seien sie »un von demselben Geschlecht wie er oder nicht, lcbl cr in Freundschaft, Zwei Mcn'l-würfe, die sich außer der Paarungszeit treffen, beginnen augenblicklich einen Zweilampf miteinander, der in den meisten Fällen den Tod des einen, in sehr vielen anderen Fällen aber auch den Tod beider herbeiführt. Am eifersüchtigsten und wütendsten kämpfen erklärlicherweise zwei Maulwürse desselben Geschlechts miteinander, und der Ausgang solcher Gefechte ist dann auch sehr zweifelhaft-Der eine unterliegt, verendet und wird von dem anderen sofort aufgefressen." Wie der Maulwurf, so ist auch die ihm verwandte Spitzmaus ein Kannibale. Dic Wichtigkeit des Kannibalismus beim Krokodil schildert drastisch der leider so früh verstorbene v. Wißmann. Die Echse frißt die Fische und vermehrt sich unglaublich, so daß sie schließlich ihre eigenen Jungen fressen muh. Dadurch vermindert sich ihre Anzahl, und die Fische können sich vermehren, bis die Sache wiederum von vorn anfängt. Hierzu möchte ich bemerken, daß nach Brehm alle Krolodilarten auch dann ihre Jungen fressen, wenn Fische in genügender Anzahl vorhanden sind, daß sie also echte Kannibalen sind. — (Ein neuer kugelsicherer Panzer) Eine interessante Demonstration fand bor kurzem vor wn Vertretern, der italienischen Armee in Rom statt. Der Zerstreutheit, daß sie ihm in der nächsteil Minute wieder auszugehen drohte. Nie sie einander gegenüber saßen, Urban in seinem tadellosen schwarzen Anzug, bis in jede Kleinigkeit hinein sorgfältig gepflegt, in weltmännischer Haltung, wie eben jemand, der jede Stunde gewohnt uud bereit ist, den Größten dieser Erde entgegen zu treten, und Hermann Wrada, noch immer ungelenk, auch im schwarzen Auzug uicht salonmäßig aussehend, mit den breiten, beinahe eckigen Schultern uud deu gradlinigen derben Zügen, aus denen Festigkeit und mannhaftes Ver-l>arren sprachen, absteckieud gegen den älteren Mann mit dein schlauen Blick und dem ironischen Zug um den Mund, schienen sie kaum geschaffen, sich zu vel-ständigen. Urban war ein scharfblickender Diagnostiker, der nicht nur die Krankheit in ihren schwächsten Anfällgen und in allen Verkleidungen erkannte, sondern auch unter den Studenten nn't Leichtigkeit die heraus fand, in denen etwas steckte. Ein solckM war Hermann Wrada. Half er diesem, daß ans ihm etwas wurde, so genoß er die Geuugtuung, seine Voraussicht erfüllt zu sehen, und dabei verpflichtete er sich eine künftige Größe. (5s war ihm nun einmal eingefalleil, mit Wrada gewisse Absichten zu erfüllen, und er führte seine Einfälle auch aus. Nachlässig warf er zwischen einigen Zügen an seiller Zigarre ein paar Worte über den nculichen Abend hin, um schließlich wie beiläufig die Frage fallen zu lassen: „Nie gefällt Ihnen meine Nichte?" Und ohne die Nöte bemerken zu wollen, die Hermann ins Gesicht stieg, gab er sich selbst Antwort: „Ein gelungenes Geschöpf, nicht wahr? Na, meine Töchter sind versorgt, ich brauche nicht eifersüchtig zu werden. Sonst wär' ich's. So ein Kunststück glückt der Mutter Natur uicht alle Tage ... Es wundert mich nicht, daß sie Eindruck macht. Sie findet ungeheueren Anwert. Das Mädel bleibt nicht lange ledig, das ist sicher." Er streifte mit dem kleinen Finger langsam und bedächtig die Asche seiller Zigarre in die Aschen-schale, die vor ihm auf dem Nauchtischcl)en stand, uud fuhr noch überlegter als bisher fort. „Mein Schwager wünscht eine gute Partie für seine Tochter. Natürlich! Er ist nicht so reich, wie man denkt. Bloß wohlhabend! Aber ein Mädchen wie Nelly braucht auch keine große Mitgift. Sie hat anch ohne dies das Aussuchen." „Das glaub' ich!" murmelte Hermann ounrpf, mit erstickter Stimme. Wie im Tranm sah er, wohin der Professor steuerte, lind doch schien es ihm kaum denkbar. Deshalb konnte er auch mcht aufspringen und lvehren: „Versuche mich nicht!" „Mit den großen PaNien ist das nun so. Ma" weiß es vorher nicht immer. Mancher bleibt scw Lebtag auf derselben ^tufe stehen, ein anderer l>n ei^e große Laufbahn vor sich. Könnte man ineim'in Schwager- versichern, daß eine bedeutende Zukunft '.u erwarten, ist, so wäre er mit bescheidenen Anfängen zufrieden... Diese Bürgschaft könnte ^ai für Sie leisten, lieber Wrada. Mir läge daran, ^ an meine Familie zu fesseln ... Nun spreäien ^ ein Wort, und ich verschaffe Ihnen meine Nich^- „Dieses Wort," preßte Hermann mit groU" Anstrengung hervor, „kann ich nicht sprechen. ^Y bin gebunden." Fjebunden?" Professor Urban konnte ou. Augenbrauen el-staunlich weit hinaufziehen. ., „Ich dachte, Herr Professor wüßten, daß «W verlobt bin... Ich meine es einmal erwähnt 3" haben." . „Kein Wort," versicherte Urban kühl. ,.^5" cö ist mir entfallen." ^., Wie die meisten, hervorragenden Männer vc< saß er natürlich ein ausgezeichuetes GedächM'^ und wenn ihm etwas entfiel, so geschah ^' '" deshalb, weil er es nicht festhalten wollte. > „Gebunden?" wiederholte er. „Ach. ich kenm jci diese Verhältnisse, dic arme Studenten emgey«. -Teiln das stammt doch noch aus der StudellN'' zeit, nicht wahr? Die jungen Leute aus der' ^. vinz sind froh, wenn sie in irgend einer, ?As"o. Aufnahme finden. Oder es ist die Tochter der Wn^ leute. In Ihrem Falle nicht? Nun einerlei! ^ zähleil Sie mir Ihren Fall genall! Es w'rd "" ja Abhilfe schaffeil lassen." . ^ „Herr Professor, mein gegebenes Wort ya ' ich unter «llen Umständen. Zum Schuft W'U Laibacher Zeitung Nr. 110. 1017 13 Mai 1908. Waffen, ohnc den Träger des Panzers zu belästigen, Ein wuchtiger Stockhieb, welcher den Stab in drei Teile zerspringen lieh, wurde von dem Panzer vollkommen auf-sscfangcn und hinterließ keine Spuren auf dem Körper des Trägers. Sodann wurde der Panzer erst auf einer Puppe, dann auf einem lebenden Pferde mit Schießwaffen erprobt. Die Gcschussc des italienischen Armeelaiabiners und einer Nrowningpistolc. in einer Distanz von 5 und 3 Merer vom Panzer abgefeuert, fielen glatt zu Boden, ohne eine Verletzung zu erzeugen. Nach diesen Versuchen wurde die Sirul-iur des Panzers untersucht und nicht die geringste Defor-micrung konstatiert. Auch Hiebe mit einem schweren Hammer auf harter Unterlage ließen leine Spuren zurück. Die Demonstration fand ungeteilten Beifall. ^~ (Gute Reklame.) Aus Stettin wird berichtet: kürzlich trafen sich auf dem Bahnhof in Stargarb i. P. iwci Bekannte. Um nicht während der Fahrt ohne Untcr-yaltung zu sein. laufte der eine Herr Reiselektüre. Er erblickte auf dem Regal des Kolporteurs ein von aNen Seiten zugeklebtes Buch mit dem Titel: „Was ein junges Mädchen vor der Hochzeit alles wissen muß." Der Herr "stand das Buch für vier deutsche Reichsmark. Im Eisenbahnabteil waren die beiden Herren sehr neugierig. Und was verbarg sich hinler dem ominösen Titel? Ein Kochbuch. — (Der Nachlaß einer — Katze.) „Daily Telegraph" meldet aus Newyorl: Vor einigen Jahren starb in Wiclesbarr (Pennsylvanien) ein Tierfreund, der zwei Batzen hinterließ und testamentarisch 40.000 Franken dafür bestimmte, daß die Zinsen hievon für den Unterhalt der beiden Tiere verwendet werben. Vor einiger Zeit verendete die eine dieser Katzen, die auf den Namen „Pinlie" hörte und deren Schwester „Vlaclic" gelangte in den alleinigen Muchtgenuß dc5 angelegten Vermögens. Nunmehr ist auch ..Vlaclie" trotz aller fürsorglichen Pflege verendet und das ^crmo'gen fällt jener Person zu, welche die Wartung der beiden Katzen übernommen hatte. Reisetage in England nnd Schottland. Von Dr. Emil Bock. (Fortsetzung.) ^ Schon ein gewöhnlicher Bummel durch die großen Straßen der eigentlichen Stadt ist eine unerschöpfliche "Uelle nicht nur der gewöhnlichen Schaulust, sondern auch Bister Eindrücke. Die mehr als drei Kilometer lange Drfoid Street ist größtenteils nur von Kaufläden besetzt, "" ihrem westlichen Ende aber vermitteln Adelspaläsic die Verbindung mit dcm vornehmen Westen Londons. In d'eser Straße, Strand und Regent Street, lann man alles lausen, was die Erde an Erzeugnissen bietet. Vcson-kl6 großartig sind Läden mit Pferdcausrüstung, Sätteln und dcrgl. in einer solchen Menge, daß man eine ganze 'lcilerschwadron an Ort und Stelle mit allem Notwendigen Aschen lönnte. In Holborn gibt es in der Mitte der Paläste der Muzeit durch mehrere alte Häuser noch manche Erinnerung an Londons Vorzeit. Holborn Viaduct ist cine ^ großartigsten Straßenbauten der Erde, inbein es hier baumcisterlichcr Kunst gelang, das « Meter tiefe Tal eines "ache5 durch eine eiserne Brücke mit Häusern darauf aus-^fullcn. Eine Straße größten Stils, eigentlich ein ganzer ^aottcil für sich. ist das Victoria Embanlemcnt. 2 Kilo- nicht werden, nicht mn alles (^li'ick der (5rde. Nach ^'N'^Nork'n darf ich e5 Ihnen ja stestehen ... '"N' Fräulein Nichte... Ach. Tie haben nur es WM anqch-l^n! Mit Ihren, Scharfblick!... Aber "^ deshalb darf ich Ihr Haus privat nicht mehr suchen... Ich darf das ^ränlein nicht wieder >V^'n. 3^5 l'5 „,ich f^stt't, anf das Miick zn oer^ Mten, dessen Möstlichteit Sie mir. stezeistt haben. '"^ ^ ist nieine Sache." . Der Professor lächelte mitleioist oon oben "^>e stellen sich alles,^nsch>oer vor. ',vlan inns; ur anpacken iin i^eben. Viit einer (5nt.schäduinna,5 uunn^ die ich Ihnen /,nr Verfiistunst stelle... Auf ,^"l r«. Am Sonntagsmorgcn sieht man auf großen Plätzen Freiwillige sich militärisch sammeln, unter der Führung von Unteroffizieren zum Abmarsch zu Schießübungen bereit, alte und junge Männer, in schmuckloser Gewandung, nur mit Gewehr und Patronenriemen ausgerüstet. An ihrer Spihe schreitet dann cntlvedcr ein Trompeterchor oder eine vollkommene Musilbande, deren große Trommel von ihrem Träger mit zwei Schlägeln auf beiden Seiten kräftig bearbeitet wird. Ebenso selten sieht man Geistliche, fast nie Mitglieder eines geistlichen Ordens, dagegen viele junge Mädchen, die durch weißes Häubchen und dunklen Mantel als Krankenpflegerinnen kenntlich sind; denn es gehört zur Erziehung dcr Engländerin, auch aus dem. besten Hause. Krankenpflege in einem der zahlreichen großen Spitäler Londons gelernt zu haben. Manche davon widmen sich ihren Peinilhnnqen war es stestlnckt, ih», ^o ^.^ stelle in dem >ilosterstlmmafiuln des nächsten Land-städtchens zn verschaffen. (55 war eine sehr qute Schnle nnd er unbestrittener Primus in allen blassen, so daft die Mutter schon ein künftiges >iirchen-licht in ihm verehrte nnd nnr mehr von feiner Pri-mi.; tränmte. Ihm schwebte freilich ein andere-' 'jiel vor, nnd hätte die Mutter länqer sielebt fo wnrde er ihr eine schwere (wtjäuschuna, habe,/bereiten mnssen. Allen, iu' starb, lanste bevor er ?.nm seminar abstehen sollte, nnd der Vater leate seiner Absicht, in Vien Medicin ,zn studieren, kein Hinder nis m den ^est Anch die Patres schienen' kaun, von ,emem ^ntschlns; überrascht. Sie waren es ae wohnt, daß ihre besseren Schiller eistene ^eae' MIM!,. ' ^ , Doch vermochte der Vater dem Sohne keine siros;e Ilnterslichnnq beim Stndinm zu gewähren In den ersten Jahren schickte er ihm monatlich eine unbedeutende Summe. Den a.rös;ten Teil seine" llulerhaltes nms;te er dnrch Nachhilfestunden, die er bindern der Neichen erteilte, beschaffen. Iahre-lana. führte er da5 entsaqunstsvolle, diirftiae^eben des blutarmen Swdenlen, der Broterwerb und Studium vereiniqei, soll. Während dieser Zeit schwebte ihm nicht einmal die »offnnna, anf besondere Errungenschaften vor Er hatte nichw Genialisches an sich. Seine (^aben fchienen ihn, selbst für sein späteres Leben nichte Anf'.erordentliches ^, versprechen. Er hoffte, ein stiller Ar.',t ,^il werden. Das; da5 l^schick cincn stroßei,! aus ihm machen wiirde, konnte er nicht ein mal im Tramne denken. (Fortsetzung folgt.) diesem Berufe fürs Leben, so daß di< Aerzte Englands auch gesellschaftlich gebildete Pflegerinnen an ihrer Seite haben, die dann im Mahmen des Hauses eine gewisse '.liollc spielen, um so mehr als die innere Einrichtung der Krankenhäuser mit bequemen Lehnstühlen. Ruhebetten, Blumentischen. Kaminen und dergl. den Leidenden es vergessen macht, das; sie sich in einem von vielen Menschen gemeinsam benutzten fremden Raum befinden. ^Fortsetzung folgt.) Lolal- und Provinzial-Nachrichten. — (Auszeichnung,) Seine Majestät der Kaiser Hai dem Herrn Oberinspektor i. R. Eugen Guttman den Titel eines kaiserlichen Rates verliehen. "(fseicr des sechzigjährigen Regie-r u n g s j u b i l ä u m s seitens aller Vollsund Bürgerschulen in Laibach.) Wie uns mitgeteilt wird, hat der l. l. Lanbesschulrat für Krain das in der ordentlichen Sitzung vom 22, v. M. beschlossene Programm des l. k. Stabtschulraies in Laibach genehmigt, anläßlich der 60jährigcn glorreichen Regierung Seiner Majestät des Kaisers und Königs Franz Josef I. in der zweiten Hälfte des Monates September l. I. an einem geeigneten Tage im Freien eine große Schulfeier für Schüler und Schülerinnen aller slovenischen und deutschen Volts- und Bürgerschulen mit nachstehendem Programme abzuhalten: vormittags: feierlicher Umzug in der Stadt und gemeinschaftliche hl, Messe unter freiem Himmel; nachmittags: öffentliches Schulfest auf den Wesen „Unterturn". Die näheren Details und der Tag des abzuhaltenden großen Schulfestes werden rechtzeitig belannt gegeben werden. —i-. — (Für das Elisabeth-Kinderspital) haben anläßlich der Feier des Allerhöchsten Rrgierungs-jubiläums im Sinne Sr. Majestät des Kaisers „Fürsorge fürs Kind" bis II. Mai welters gespendet: H wc.nderern raten lönnte, dahin zu gehen, Die Klagen über dc,l Halten von Einwanderern in unfreiwilligen, der Sklaverei ähnlichen Dienstverhältnissen (Peonage) wollen nicht verstummen und haben sich, wie durch Erhebungen ftsiaestellt wurde, in einzelnen Fällen auch als stichhaltig erwiesen. Insbesondere sollen sich einzelne in den Süd-stlaten befindliche Unternehmungen durch New Yorker Arbeitsvermittlungsbursaus Einwanderer zusenden lassen, die bald nach ihrer Ankunft gewahr werben, daß sie die Ar. bcit in den tropischen Sümpfen Floridas oder in txn Tlrpentinwäldern Alabanas nicht vertragen und dabei nichl soviel verdienen können, nm den Arbeitgebern die Reift- Umbacher Zeitung Nr. 110. 1018 _________________________________"-Mai 1^. Vorschüsse abzuzahlen. Es wurden gelegentlich von den Bundesdehörden der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Unternehmer in den Tüdstaaten Anklagen wegen Ver-lchung des Gesetzes gegen die Sklaverei und das Erzwingen unfreiwilliger Arbeit erhoben. Doch verteidigten sich die Beschuldigten in der Regel damit, daß ihnen die Gesetz« ihres Staates erlaubten, Arbeiter, die bei ihnen verschuldet wären, eventuell mit Gewalt zurückzuhalten, bis die Schuld abgezahlt ist. Wie aus guter Quelle verlautet, werden jährlich zirka 30.000 Menschen, meistens durch New Yorker Etellungsvermittlungsbureaus nach den Südstaaten gesendet. In einem Falle fand sich die New Yorker Aufsichtsbehörde über die Stellenvermittlungsburcaus veranlaßt, einem der größten Vermittlungsbureaus in New York die Konzession zu entziehen, da den Arbeitsuchenden unwahre Angaben über die Verhältnisse in den Südstaaten gemacht worden waren. Die betreffenden Einwanderer waren in den meisten Fällen vermöge ihrer Gesundheits-lxrhältnisse oder ihres jugendlichen Alters nicht geeignet, die von ihnen geforderte schwere Arbeit zu leisten. Alle mußten sich bei Abschluß des Arbeitsvertrages verpflichten, solange zu arbeiten, bis die Gesellschaft, in deren Dienst sie traten, durch wöchentliche Abzüge vom Arbeitslohn sich für das vorgeschossene Reisegeld bezahlt gemacht hatte. Nenn nun ein Arbeiter durch Versagen der Kräfte oder aus anderen Gründen gezwungen war, die Arbeit aufzugeben, bevor er das Reisegeld zurückbezahlt hatte, machte er sich nach den Gesehen des Staates Florida zum Schuld-ne> des Arbeitgebers und wurde je nach der Größe seiner Schulden zur Zwangsarbeit verurteilt. In Reihen aneinander geschmiedet, sollen solche verschuldete Arbeiter bei Ctraßenbauten und sonstigen Erdarbeiter« verwendet oder an Farmer bis zu Ende ihrer Strafzeit verdingt worden fein, — (Gremium der Kaufleute in L a i b a ch.) Das Gremium der Kaufleute in Laibach hielt gestern nachmittags im „Mestni Dom" eine außerordentliche Generalversammlung ab, die sich hauptsächlich mit der Reorganisierung des Gremiums und der damit in Zusammenhang stehnden Abänderung der Gremialstatuten beschäftigte. Den Vorsitz führte Gremialobmann Knez. als Vertreter der Aufsichtsbehörde war Magistratsrat Kesek erschienen. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung, die Reorganisation des Gremiums, referierte in eingehender Weise der Gremialsclretär I. SveNin. Der Ausschuß hatte in seiner Sitzung vom 13. Jänner l. I. beschlossen, bei der diesjährigen Hauptversammlung eine durchgreifende Reorganisierung des Gremiums in Vorschlag zu bringen und das Gremium auf eine breitere Vasis zu stellen, indem der Veitritt nicht bloß auf die protokollierten Firmen beschränkt bleiben, sondern allen jenen Mitgliedern des Kaufmann-standes ermöglicht werden soll, welche eine Erwerbsteuer von mindestens 20 X entrichten. Dadurch soll der geplanten Errichtung eines zweiten Gremiums der Kaufleute in Laibach vorgebeugt und eine einheitliche starke Organisation geschaffen werden. Es lasse sich nicht leugnen, daß sich die Tätigkeit des Gremiums bisher hauptsächlich auf die Einhaltung der Handelsschule beschränkte. Das Gremium zählt l^cute 132 Mitglieder, während sich deren Anzahl nach Durchführung der geplanten Reorganisation auf mindestens 330 belaufen würde. Auch das finanzielle Moment falle hier in die Nagfchale. da bei einer bedeutend erhöhten Anzahl der Mitglieder die Umlage, welche auf Grund der Erwerbsieuer berechnet werden soll. wesentlich ermäßigt lverden könnte. Da auch die Interessen des großen und mittleren Handelsmannes nicht wesentlich divergieren, könne die in Aussicht genommene Reorganisation sowohl vom finanziellen als auch von moralischen Standpunkte empfohlen werden. Von 150 Handelsleuten, welche um ihre Wohlmeinung befragt wurden, haben 96 ihren Veitlitt zum Gremium zugesichert. Nachdem sich die Versammlung Prinzipal! für die Reorganisation ausgesprochen, berichtete Ge-nossenschaftsinstruitoi Dr. Vlodig über den neuen, auf Grund cxr Musterstatuten von ihm ausgearbeiteten Sta-tulcnentwurf. Wir hebm hier nur die wesentlichsten Aenderungen hervor. Die reelle Konkurrenz wird durch die sogenannten Neujahrsgaben beeinträchtigt! es wurde daher in die ncuen Statuten eine Bestimmung aufgenommen, welche ein solches Vorgehen mit einer Ordnungsstrafe belegt. Der Beitritt zum Gremium ist auf Handelsleute beschränkt, welche eine Erwerbsteuer von wenigstens 20 X entrichten. Ein« langwierige Debatte entspann sich über die Feststellung der Lehrzeit; an derselben beteiligten sich außer dem Referenten Dr. Vlodig die .Herren KavÄö, Valentin Golob. Hamann. Nagt), I. Vahovec und Kostevc. Schließlich wurde del Antrag des Herrn Kav<-i<" zum Beschlusse erhoben, wonach die Lehrzeit je nach der Vorbildung des Lehrlings, zwei bis vier Jahre dauern soll. Für neue Mitglieder wurde die Neitrittsgebühr mit 20 X für protokollierte und mit 10 X für nicht protokollierte Firmen festgesetzt. Der Gremialaus-schuß soll künftighin aus einem Obmann und zwei Stellvertretern und zwölf Mitgliedern und sechs Stellvertretern bestehen. Die Teilnahme an den Hauptversammlungen, beziehungsweise an den Ausschußsitzungen ist obligatorisch; ioer unentschuldigt fernbleibt, soll mit einer Ordnungsstrafe on 1 bis 20 X belegt werden, desgleichen alle jene Ehefs, welche ihre Gehilfen beim Gremium nicht anmelden. Die neuen Statuten wurden einstimmig genehmigt. Handelsmann Meglili machte in einem selbständigen Antrag« darauf aufmerksam, daß die Statuten der ,.Kr,^cmska socialna zveza" kürzlich in dem Sinne abgeändert wurden, daß dcr Verband nunmehr auch zum Verlage und zum Verkaufe verschiedener Waren berechtigt ist. Auf Grund der vom t. l. Lanbespräsidium für Krain, genehmigten Statuten erscheine der christlich-soziale Verband auch zu solchen Han-delsunlern v n i l, beleuchtete in einer längeren Rede die diesbezügliche bisherige Tätigkeit des Gemeinderates der Stadt .Krainburg in Verbindung mit dem Landesausschusse und mehreren maßgebenden Persönlichleiten, erörterte die Verhandlungen mit den Vertretern des k. l. Ackrbauministe-riums wcaen des Staatsbeitrages für die Nasserleitungs-arwiten, besprach die weiteren Schritte, die man behufs Erreichung günstigerer Bedingungen unternahm, und berichtete von dem endgültigen Erfolge, den Herr Landeshaupt-r ann 5-uklje erwirkte, indem er sich über Ansuchen des Landtagsabgeordneten Herrn Cyrill Pirc der endgültigen Erledigung dieser Angelegenheit mit allem Eifer angenommen hatte. Auf die Vermittlung des Landeshauptmannes b«im l. l. Finanz- und Ackerbauministerium hin erklärte sich die Staatsverwaltung bereit, den für die Wasserleitung aus dem Staatsmeliorationsfonde bestimmten Beitrag in drei Raten, und zwar im Zeiträume der Nausaison, das ist bis zum 2. Jänner 1910. auszuzahlen, falls der Gemeinderat diesbezüglich mit einem Gesuche einschreitet. Der An-uag des Referenten, womit das Gemeindeamt beauftragt niird. das genannte Gesuch an das l. l. Ackerbauministerium zu richten, wurde einstimmig angenommen und somit die Sitzung geschlossen. —^. — (S ch ü le r a u s fl u g.) Am 9. d. M. unternahm eine große Anzahl der Schüler der oberen Klassen des Kaiser Franz-Iosef-Gymnasiums in Krainburg unter der Führung der Professoren Franz Komatar und Max Pirnat einen Nachmittagsausflug nach Nischoflack. In Ehrengrub besichtigten die Ausflügler den monumentalen Bau der dortigen gotischen Wallfahrtskirche: Professor Komatar gab bei dieser Gelegenheit in kurzen Um-risstn deren interessante Geschichte und machte auf die Elcentümlichteiten der Bauart aufmerksam. — In Altlack bcsuchten sie die bekannte Bildergalerie und fesselnde Anti-«uitätensammlung des Herrn Karl Ritter von Strahl. Obcrlandesgerichtsrates i, R. Die einzelnen Gegenstand wurden den Schülern vom Eigentümer Herrn Ritter von Strahlund vom Herrn A. Gaber, «uncl. pni!.. erklärt lind oft deren interessante Erwerbungsgeschichte erörtert. In der Bierbrauerei zu Bischoflack wurden die Ausflügler von Herrn Kaspar 5mid aufs freundlichste bewirtet. —^. —- (Der Lehrerverein für den Schul-bezirk Krainburg) hätt am 14. d. M. nachmittags auf dem Margaretenberge bei Krainburg seine jährliche Vollversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1.) Ansprache des Vorsitzenden. 2.) Bericht des Sekretärs. 3,) Bericht dcr Kassierin. 4,) Bericht der Sektion für die Herausgabe einer politisch-historisch-gco-graphischen Beschreibung der l. l. Nezirtshauptmannschaft Krainburg. (Das Referat hat Herr Franz Komatar, k. l. Professor in Krainburg, übernommen.) 5) Bericht der Sektion für die Tätigkeit der Lehrerschaft außerhalb der Schule. 6,) Wahl des neuen Ausschusses. 7.) Wahl der Dclegaten zur Versammlung des südslavischcn Lehrerverbandes, die am 6,, 7. und 8. September in Gör,; stattfindet. 8.) Allfälliges. Im Falle äußerst ungünstiger Witterung geht die Vollversammlung in den Lokalitäten der Mädchenvoltsschule in Krainburg vor sich. —?- — (S ch wu r g er i ch t 2 h o f in R u d o l f s w e r t.) Bci den Hauptverhandlungen in der am 1. Juni beginnenden zweiten Schwurgerichtssitzung sind zur Mitwirkung be< rufen: als Vorsitzender Kreisgerichtspräsidcnt Dr. Iaiob Kavöiö; als dessen Stellvertreter Oberlandesgerichtsrat Johann Klerlj und Landesgerichtsrat Anton Levec; ali> Richter die Landesgerichtsräte Emil Rizzoli und Dr. Eduard Vol^iä; als Ersatzrichter die Landesaerichts-räte Weilhard Gandini und Blasius Dolin 5 ek; als Schriftführer die Auskultanten Josef Ian5a. Anton Kajfeö und Alois Komljanc und die Rechtspralti-lanten Albin Smolaund Vladimir G o l i a. Als Haupt' a/schworene wurden ausgelost: Martin Rabzelj. Besitzer in Pristava; Jakob Plut. Besitzer und Gemeindevorsteher w Vertai-a; Andreas Podboj. Besitzer und Fleischer in Reif' nih; Ioscf Nizjak. Besitzer und Leder« in Nassenfuß; Iawb Oia/.em, Besitzer und Schlosser in Reifnitz; Ignaz Ko^al. Besitzer und Gemeindevorsteher in Gabrovta; Jakob Petrov-<^,. Besitzer und Kaufmann in Treffen; Johann Stefanie Vcsitzer in Zapudje; Ignaz Groznil, Besitzer in Weichsel' bürg; August Kunc. Besitzer und Kaufmann in Tschernembl! Franz Lcsjal. Besitzer in Sittich; Josef 5vab. Besitzer und Gemeindevorsteher in Dolenja Vas; Johann Koce. Besitzer und Kaufmann in Altenmarlt; Franz Majzelj, Besitzer und Wirt in Weißlirchen; Andreas Lulan, Besitzer in Stocken-dorf; Josef Vulowitz, Besitzer in Kle^e; Georg «utej, Besitzer und Wirt in Brezovica; Othmar Sturm, Besitzer in Mottling; Johann Pavlin, Besitzer in ('?adrexe; Andr^Z Ewniisch. Besitzer und Wirt in Stalldorf; Josef Novak. Besitzer und Wirt in Nußdorf; Josef Knez, Besitzer unv Wirt in Hrastovica; Johann Kporar, Kaufmann in Hrib! Viktor Auman. Besitzer und Kaufmann in Gurtfeld; Iostl ^lufca, Wirt in Pe^'enjel; Anton Rodiö, Besitzer " Nasscnfuß; Johann Majccn, Besitzer aus Polje; Iva« Jerina, Besitzer und Schuhmacher in Mottling; Ioha"" Pelschaucr. Besitzer und Wirt in Pöllandl; Franz Klun. Besitzer und Wirt in Lienfeld; Franz Pirler, Besitzer und Kaufmann in Reifnih; Ignaz Majcen, Besitzer und Wirt in Nassenfuh; Johann Male«i5. Besitzer und Wirt in Moiling; Johann Noval, Besitzer in Rappelgcschieß; Matthias. Josef Slubic, Wirt in Tschernembl; Franz Kerön-nil, A^ sitzer und Fleischer in Landsiraß. Als Eraänzungsgeschwo' rcne werden fungieren: Simon von Sladovi«. Besitzer und Bürgermeister in Rudolfswert; Johann Vla5i5. Vcsiher " Groß-Slatenegg; Josef Murgelj, Besitzer in Dolnji Vrh; Rudolf Smula. Großgrundbesitzer in Graben; Anton O°'^ nit, Besitzer und Fleischer in Rudolfswert; Georg Ko'ir. Besitzer und Tischler in Brod; Karl Rosman. Besitzer und Wirt in Nudolfswert; Josef Windischer, Besitzer und Wirt in Kandia; Andreas Agnitsch, Besitzer und Spengler w Nudolfswert. ' I'l- — (Großes Schadenfeuer.) Am 9. d. M-entstand in Tihaboj, Gemeinde Hl. Kreuz bei Littai, uM halb 10 Uhr vormittags ein Feuer, durch welches """ Besitzern Haus und Hof und zweien mit Ausnahme der Wohngebäude, die mit Ziegeln gebeckt sind, sämtliche Wirt' schaftegebäude eingeäschert wurden. Auch verbrannten einen' Besitzer drei Schweine und einem anderen s;0 X, die er zwar aus dem brennenden Hausc geholt, jedoch in der Verwirrung in einen neben dem Feuerherde befindlichen mit Kraut ge" füllten Bottich, der alsbald auch von den Flammen ergrifft" wurde, gesteckt hatte. Es verbrannten fast sämtliche sin-richtungsgegenstande sowie viele Wirtschafts- und Ackergeräte; eine Menge Obstbäume wurden durch die Hiße s" versengt, daß sie verdorren werden. Daß sich das Feuer s^ rasch und weit ausbreitete, dazu trug der Umstand bei. daß ein starker Wind wehte und auch alle verbrannten Gebäude mit Stroh gedeckt waren. Weiters besitzt das Dorf leine Spritze, und die benachbarten Feuerwehren von St. N«" precht und Neudegg konnten wegen der beträchtlichen Ent-fernung erst nach geraumer Zeit auf dem Brandplatze erscheine». Namentlich der ersteren, die sich mit intensiver Tätigkeit am Löschwerle beteiligte, ist es zu verdanken, day nicht das ganze 43 Nummern zählende Dorf ein Raub dmt dem Brennen der Ziegel anfangen können. Die Ziegel Üclangcn in der nächsten Woche zum Versand. " (Aus dem Eisenbahnzuge gesprungen) '" diesertagc während der Fahrt zwischen den Stationen manzdorf und Loitsch der nach Materia bei Voloslo in-sitadierte Schübling Alexander Kabec. Er benutzte die Ge-Itkcnhcit. als der Schubführer einen anderen Schübling Hum Pissoir begleitete. Kabcc schüttelte sich nach dem Sprunge ivic cin nasser Pudel ab und verschwand in dem ""hen Wald«. ^ " (Exzesse,) Diesertaae fanden in verschiedenen "ladtteilcn Exzesse statt, wobei die Sicherl)eilswachc meh- 'le Verhaftungen vornahm, Samstag nachts wurden zwei '^rrcn von einigen Soldaten des 27. Infanterieregiments °,ne jede Veranlassung angerempelt und mißhandelt. Einem Hcrrn wurde der Hut vom Kopfe geschlagen, während der ^vcite einen Schlag über dcn Kopf erhielt. — Sonniag "mittag kam in den Ausloch am Ialobsplah cin bcirun-^"er Infanterist des 17. Infanterieregiments und schlief "»' Tische ein. AIs ihn gegen 11 Uhr vormittags die Kellnerin weckte, gab er zuerst dieser eine Ohrfeige, riß ann dic Frau am Arm umher und expedierte derartig, ^K Man die Sicherheitswache holte. Mit der größten An-'"enguna gelang es drei Sichcrheitswachmännern. dcn Oblate,, Soldaten in den Zrllenwagen zu bringen und °>'f die Zentralwachtstube zu führen. Auch von hier mnßte ^r gewalttätige Soldat mit der Militärpatrouille im Zcl^ "Nvagcn in die Peterslaserne überführt werden. — Vor-^stein bracht ein Fiaker in das Oasthaus Kotnil an der ^egelstrcchc vier bei der Stellung gewesene Burschen, die '^lort von einigen Gästen angerempelt wurden. Als ersten ^u Man den Fialer vom Bocke herab und ein Exzcdenl Igelte ihn mit dessen eigener Peitsche tüchtig durch. So-nn entstand eine solenne Prügelei, wobei ein Fleischer >Hwer d^letzt wurde und mehrere andere leichte Verlctzun-' " erlitten. Ein herbeigerufener Sicherl>eits!oachmann °nnle nur einen Schlosser verhaften, da die anderen zuvor ^^eiic gesucht hatten. Der Schlosser wollte sich auch uchlcn, wurde jedoch eingeholt. Dann schlug er mit einer ichc und mit den Händen herum, bis der Wachmann ^ '" Leder zog und ihn hierauf abführte. — In der Tir- n»er Vorstadt spendete anläßlich seiner Hochzeit cin Fri-^.ur den dortigen Burschen ein Faß Vier, Einige Burschen, ei ^..'^'"l'ch bezechten, belästigten die Hochzcitsgästc und n Kürschuerlehrling benahm sich derart exzessiv, daß er lhaflel werden mußte. Ein Schuhmacher bedrohte die aste mit einem Messer, worauf auch er das Schicksal des ^''cren teilen muhte. — Auf dem Marienplatze wurde einem Sichcrhcitswachmanne vorgestern eine betrunkene edicnerin zur Ruhe gewiesen. Da sie dic Passanten und ^chli l^vn. ^lil-i i>ii). Partitur 1 X 80 I>; einzelne Stimmen zu 40 1>. Wer die großen Schwierigleiten kennt, gegen die ein Chorreaent auf dem Lande zu kämpfen hat, wirb dic vorliegende Sammlung und die dem Titel gemäß noch folgenden gewiß mit der größten Freude begrüßen. N>ie viele Kirchen gibt es denn bei uns, die sich rühmen könnten, über einen geschulten Männer- oder gemischten Chor zu verfügen? Wie häufig setzt sich der ganze Chor bloß aus drei Personen zusammen: cinem Sopran, einem Alt und dem Organisten als Tenor oder Naß. Dazu lommt der Umstand, daß es mit Ausnahme des Organisten fast ausschließlich Leute sind, die von einem Gesang nach Noten fast leine Idee haben und daher nur nach den leichtesten Liedern greifen lönnen. Und doch muß gesungen werden, und zwar würdig und den kirchlichen Vor-schriften entsprechend gesungen werden. Nun gibt es aber nicht viele Kompositionen, die allen diesen Umständen Rechnung tragen, und gerade für solche Chöre passen würben. Zu diesen seltene» gehören mit volkm Ncchtc die Marien-licder der vorliegenden Sammlung. Sie sind höchstens dreistimmige, leicht, melodiös, dabei aber ihrem würdigen Zwecke entsprechend geschrieben. Was die äußere Ausstattung betrifft, so läßt sie wohl nichts zu wünschen übrig. Besondere hervorzuheben wäre der schöne, deutliche Druck und die übrr^ sichtliche Auscinanderhaltung der Gesangspartien und der Orgelbcgleitung. Gewiß wirb es lein Chorregent bereuen, diese Lieder in sein Reftertoir aufgenommen zu haben. —lc. Telegramme des h. k. Telegraphen-ßorrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wicn. 12. Mai. In fortgesetzter Verhandlung des Dlinglilhlcitsantrages, betreffend die Erhöhung des Lcmb-wehrrelrutcnlontingentz,, traten die Abg. Guqgenberq und Weidcnhofer für eine zeitgemäße, im Nahmen des Unerläßlichen sich bewegende Ausgestaltung der Landwehr ein, wobei letzterer erklärte, die Deutsche Vollspariei mache ihre Stellung zum Mcritum der Vorlage vom Inhalte des Sprachcngcsctzcs und von den Garantien für die Freiheit der wissenschaftlichen Lehre abhängig. Die Abg. Freundlich und Liebe rmann präzisierten den ablehnenden Standpunkt der Sozialdemolraten, Abg. K l o f ä <"- jenen der Czechisch-Nadilalen. Abg. K a d l 5 al brachte Wünsche, betreffend die Verkürzung und verschiedene Erleichterungen der Wehrpflicht, vor. Hierauf wird die Forlsetzung der Verhandlung auf morgen anberaumt. Wien. 12. Mai. Wie nunmehr feststeht, wirb Seine Majestät der Kaiser am 30. Mai in der Hofburg bie Glückwünsche der bewaffneten Macht und der Gendarmerie zum Negicrungsjubilüum entgegennehmen. Wien. 12. Mai. Der Geschäftsordnungsausschuß hat dcn Antrag des Abg. Steinwrnder, die Zahl der Vizepräsidenten von zwei auf vier, bie ber Schriftführer von zwölf nuf sechzehn zu erhöhn, angenommen. Im Laufe ber D«! d m « li m ^ Karajevo: II. 10 22 33 80----------------------22 33 32 22 35 V (2-0) Vrbenberi yte:" 12, Mai gegen li Uhr 10 Minuten starke Erschiitterungen in Neu markt (Oberfteier). - 12. Mai gegen 21 Uhr ü0 Minuten Auszeichnungen eines Fernbebens. Die Bodcnunruhe"' ist heute am 13. Mai an allen Pendeln «sehr schwach». » s»,l»: ?. - bii-ijllchs«! ,> .ch?l von Nsbsl!i«b»i,er» V - Mlllolrüüüoaiaph Virelilini. W - ,.>i "Dir Zsünliaabs» drzichs» sich a. ...........^päüche ^il »»t. >v,lben voi, Miürrxnch! l„e Vliüsrnach« 0 Ulir l>it, ^4 Ul»r ssezähü. ». '" Dis >l< 0 b s l!!! » l ,! t!, w!rd !» w!gs!!t>s» Slülltsslnd,', ,!<,!s,^!ff»! «»»«chlüsss b!» zu 1 MillimrX-r >jsl,r Ichtvach». oo» 1 ' .......... »schwach., du» 8 bi« 4 Millimslfli, .,!,llk>„ slarl», vu» , «stall., vo» 7 t>i« ,0 MiUimslrl» .jrhr «arl» >mb ublr w » „rdsiülich ftall.. -'«lln<'m<-,„< Bl,bs„!!!,s„b!'. l'sdsiilsl n!sich'.!,,m uii!!le!r,idr 'l fl. 4"/„21ü — i2U>— ,8S4er „ 10 fi. , . 262 - 2«s - l8«4er .. 50 fl. , .262-26«-. Dom.-Psandbr, k 12« fl. b"/„289' - 291'- Staatsschuld d. i. Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Osterr. Eoldientc steuerfi., Gold per Kasse .... ^"/„lie laitS 20 ibsterr. Nente in Kronenw. stfr.. per Kasse.....4"/, »7 40 s? «0 detto per Ultimo , . . 4"/^, S7 40 97'ö» Ost Investi!ion« Rente, stfr., Kr. per Kasse . , Z»/,"/,, S7'9« «8 ic zis«nd°!,n.Ztll»t,schnll. »lilchllibungr». Llisabeth-Vahn i, G., steuerfr., zu l0,<,(X) fl.....4"/„ — ---------'- Franz Ioseph-Nahn in Silber /<°/<,l19 90>2N-ö0 Galiz. Karl Ludwig Bahn Kronen . . . 4"/„ 9« 70 97 70 Uudolf-ÄülM in jlionenwähr. fteuerfr. (diu, Et.> . . 4"/„ 90 7b 97-75 Vorarlberg« Nahn, stfr., 400 und 200« Kronen . ..4"/° «S b« 97 50 ^u Ht»»lHschuIlwtl!Hle!l>nngnl »bgtfttMPllte Histnialm.Aktitll lklisabcth.«. 2W fl, KM, 5'//,„ von 400 Kr......4ö2—4üb- detio ^inz-Budweis 200 fl. ü, W. 8. 5'//Vn . . . .428- 432'-deltu äalzburg-Iirol 200 fl. ö. W, N. 5"/„ , . . .422 50426 50 Kremital Bülüi 2<"> n, 2000 Kr. 4"/«.........1!»3'?ü1!'4'?5 Geld Ware Pom Ztaatt zur Zahlung übn« nommlnt Eisenbahn >Vliolitä<» ßbligationen. Nöhm, Wcstbahn, /i"/„ 8« 55 87 55 Vorarlberger Vahn Vm. 1884 1-25111 45 4"/„ ungar. Uente in Kronen- Währ. stfr. per Nasse . . S3 70 N390 4",n detto per Ultimo »A?l> 9390 5'/,"/n detto per Kasse tt^-'.».-, x»!5 Ungar. Prämien.Änl. k ,o« fl. /,"/n - - 98Ü5 99 25 5"/« Donau Reg. Anleihe 187» 10«-bn - - Wiener Vcrlchrs-'.'lnl. . , -!"/„ 97 25 2» 25 bctlo !«»«» 4"n 97 — 98 - Anlehen der Stadt Wie» . ,lilx> «5>0! «5 detto (L, oder G,) 1«74!12>-4« ,2! 4« detto ,1894).....94"?l 95 70 dcttu ilr,,allg.öst.i,5nI,ul.4"/„ 95-85 96-85 Nöhm, Hupothelenb. Verl. 4"/« 98 65 99-60 Zcntral-Vod, Krcd-Nl., österr., 45 I verl.....4>/,"'n 102-- —- detlo «?> I, Verl. , . . 4"/n 9i>- 99-«red. Ins!., üslerr.. f.Vcrl.-Unt, u, öffentl, Arb, Kat, ^. 4"/^ 955» 97 50 Landes«, d. Kün. Gali,ic» und Lodom. 57'./, I. rüllz. 4"/„ 94 75 95'75 Mähr. Htipothelenb. vcrl. 4"/„ 9770 98 70 N.-üsterr, Landes Hup,-Nnst. 4"/« 98-25 9U-25 detto inll. 2"/^ Pr. veil. 3'/,"/« 89- detio K, Schuldsch. verl.3'/,"/n 89- 90-— , detto verl......4"/« 9810 99'10 Osterr.-unssar. Vanl 50 Jahre verl, 4"/« ö. W. . . . , 98-75 99'75 detto 4"/„ Kr...... 97-25« 98 25 Sparl., Erste öst., N0I. verl. 4",^ 96>75 99 75> Eisenbahn-Prioritäts» Obligationen. t?s!crr, Äillldwestb, 200 fl. T, . 102-90 I03'N0 Ttaatsl'ahn !«N ssr..... 407- 4!0-— Südbahn il 3"/s, Jänner-Juli 5.00 Fr. sper St.) . . . 289-25 29l'!i5 Südbahn a 5"/n .00 fl. S. 0. G 120-15 121-15 Diverse Lose. V,riln»l>che kose. 8",„ «odenlredit-Lose Em. 1880 277-. 283- dctto Em, 1««!!, 268-50 274 50 5"/„ T°„a!i.Negill,.L°!e 100 sl> 258-- 264-- Leib. Präm-Anl, p. 10aFr.2«/n 106- 112-— llnoerzinüllcht ssose. Vudap.-Aasilila lDvmbau) 5 fl. 2>'1l> 22-10 llredülose 100 sl...... 45«'- 4N6- Clarv-Lose 4" fl, KM, . . , 150-- 15^- l)fc»er Lose 4" fl...... 216-- 2 fl, KM. . , , i'.'U-^ >!,« — Rottn Kreuz. °s», Ves. v. 10 fl, 51 50 s,^ 5« Rolen Kreuz. »ng. Ges. v. 5 fl 27-5,0 29 50 RudoÜ-Lose 10 fl......I 68-- 72-- LalM'Lose sse ... - -— — — betto per Medio , . / i«7>- 18«-- Geld Ware Wiener Komm, Lose v, I, 1874 500'— b!0'— Gew.-Sch. b. 3"/„ Präm.»Schuld d, «°t>enlr,Anst. Eni, 1889 77-b0 8l'50 Altien. ^«»»polt'Znternlhmnngen. Aussig Tcpliycr Viseub. 50U - 5300'— Naschn» - Ot»>rbeigcr Eisenbahn 200 fl. 2....... »62— 36s — Lemb. - (lzern,- Iass>i Eisenbahn- Wescllschafl, 20l,fl.S. , . b«4'— 567'- ^loyd, üst.. Trieft, 500 sl„ KM. 423'- 424'- Österr, Noidwestbahii 200 fl, S, 442 — 445'-- drt!° slit, li) 200 sl, S, P Ult, 442-- 444'- Prag Duxer Elsenb, 10«fl,abnst, 225' - 225-75 2!aa!seiselib. ^00 fl. S, per Ult. 695 50 696-50 Lüdbahn 200 sl, Silber per Ult. I35'7b 136-75 Nüdnuiddeiüsche Verbiuduugsb. 20NfI,,NM...... 404— 407'- Iraiisvort Ges., lüter»., N.-G ! 200 Kr........ —'— 140-— Ungar. Westbahn (Raab-Vraz) 2<>0 fl. E....... 40«'b0 4'.0'- Wr. Lolalb-Altien Ges. Loo fl. 210— 240'— Nanlen. Vlüglu-Österr. Äanl, 120 fl. . 297-75! 2 8'7b Vanluerein, Wiener per Kasse —'^! —'— detto per Ultimo 52!'50 522'50 Vodculr.-Aust. öst,. Ü00 Kr, ,!inb8>— 1064-— ^e!llr,-V°d..«redbl. üst, 200fl.! 53b'— 542--Kreditanstal! für Handel und Gewerbe, 1fl........ 4b5'— 457'— Hlipolhl'leübanl, öst. 200 Kr. 5"/« 2««'— 289'— Läüdcrbaül, üsleir., 200 fl., per Kasse....... --- —-- dctto per Ulllmo 435'75 436'75 ..Merlur". Wechie!stlib,-Äl!ien. Gesellschaft, 2,,<> fl. , . . 610'— 614'— Österr.-ungar, Nanl 1400 Kr. 1727'— 1737» - Geld Ware Unionbanl 200 fl...... 53750 53»'50 Unionbanl, böhmische 100 sl. . 24550 246 b" «erlehrsbanl. allg . 140 fl. . , 832'- »'"'^ Industlil'Mntemlhmungtn. Vangesellsch,, allg. öst.. 100 fl. 12750 1-^'^ B>!!x.er,Nol,Ienl>era.l>,-Ocs. INNfl. 714- 72"" (tiseiilmhiwerlehrs-Anstalt, öst., lNofl........ 397- "0--- Eisenbahnw.Leihg., erste, i«Ufl. 205'— 20» °" „Elbcmuhl", Papiers, u. V.-G, I<»0 fl........ 195- !2S--- (tlcltr,Wes,, allg, üsterr,, 200 sl. 407'- 409-- Vleltr, Gesellsch., intern. 200 fl. 584'— b"^ " ltleltr.Ocscllsch,. Wr, in Liqu, LI?'-- ^20— Hirieuberger Patr-, Zündh. u „ Mct-Fal'lil 4!„, «r. , , 985'- »'»'^ Liesiügfr Äraxerei 10» fl. . . 252— --^ Moitta».«.'!,, öst, alpine 1<»0 fl. «50— »d» ,,Polt.i.Hiit!e", Tiegelgukstahl- ..^.^. ss,.Ä,-l«, 200 sl..... 448'— Tarj. Steinlohlen 10«fl. 580— b»^ „Echlönlmühl". Papierf,,200fl. W5— »" „Echodnic-a^, A.-O, f. Petrol.- , ^..^ Industrie, 500 Kr. . . . 4?1'—> 4"^ ,,Srermühl",Papierf.!i V.O. 428'— ^^ ^. Trifailcr «ohlenw-O. 70 fl. . 278— 2l" Iiirl, Tabalregie-Oes, 200 Fr. per Kasse...... -'- "7^ dettu per Ullimo . . , 4<>7- "" ^" Waffci'f..O>1,. österr,, 100 fl, . 554— b59'" Wr. Bnugelellschaft. 100 fl. , , 14550 1"'" Wienerlicrge Zlcgelf.-Alt,-Gcs. 7l3— "">" Devisen. Kurzl Klchltn und Schick». Amsterdam....... 198-5« 1»«A De»tsche ÄanlPIäyf , . . . 11? 62' N"'^, Nlalienische ^anlplähe . . . 95 57' »bA London........ 24N22 240»? Pnris.........> »5-6« «»'" Vt. Petersburg......>25l^'b -^—, Zürich und «aiel..... 9547' «b'<>L Valuten. Dukaten........ ii-8,> '''^ 20-ssrllnltnTtüclc..... 19 10 l»'» 20-Marl-Stücle...... 23-52 2» »» Dexlschc Reich«banl»°ten , . 117 60 "^ Italienische «aülnolrn . . . 95 55 l>5'/° Rubel-Noten....... 2 51" ^ »von Rrntt>n, l'sandbriesen, Priori tttten, Aktien, Iionen etc., DevlNen und Valuten. | Los-Verslcherunjj. (34) Ba.aa.lc- -u.n.a.rt»5-Verzlniono von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf 8lro-Konto. Amtsblatt zur Laibacher Zeitung Nr. 110. Mittwoch den 13. Mai 1908. (1939) 3-3 Z. 1289 N. Sch. R. Konkursausschreibung. An der Knabenvolksschule in Gottschee wird eine Lehrstelle mit den systemisierten Be» zügen zur definitiven Vefeh".ng ausgeschrieben. Im lrainischen öffentlichen Volksschuldienfte noch nicht definitiv angestellte Bewerber haben durch ein staatsärztliches Zeugnis den Nach» weis zu erbringen, daß sie die volle physische Eignung für den Schuldienst besitzen. Männliche Bewerber haben den Vorzug. Gehörig instruierte Gesuche sind bis 10. Juni 1908 im vorgeschriebenen Dienstwege hieramts ein» zubringen. K. t. Nezirlsschulrat Gottschee, am 2. Mai 1908. (1969) Št. 242 z 1. 1908 a. o. Razglasilo. Po § 60. zakona z dne 26. oktobra 1887, dež. zak. St. 2 z I. 1888., je c. kr. deželna komisija za agrarske operacijo na Kranjskem v izvršitev nadrobne razdelbe skupnih zemljiäd, zemljiškoknjižni vložek 158 davène obèine Oatrožnik med posestuiki \z Glinjeka v sod-nem okrajuMokrouog poBtavila gospodac. kr. okrajnega komisarja Fridcrika Simo-Galla T Ljubljani kot c kr. krajnega komisarja za agrarske operacije. Uradno poslovanjo tega c. kr. krajnega komisarja se priène takoj. S tem dnevom stopijo v veljavnost do-loèila zakona z dne 26. oktobra 1887, dež. *ak. št. 2 z 1.1888, glede pristojnosti oblaatev, potem neposredno in posredno udeleženih, kakor tudi glede izrecil, katera ti oddado, ali poravnav, katcre sklenejo, naposled glode caveznosti pravuih naslednikov, da morajo pripoznati zaradi zvršitve nadrobne razdelbe ustvarjeni pravni položaj. C. kr. deželna komisija za agrarske operacije na Kranjskem. V Ljubljani, dno 23. aprila 1908. g. 242 äe 1908 N. O. Kundmachung. Gemäß § 60 des Gesetzes vom 26. Oktober 1887. 3. G. Nl. Nr. 2 äo 1888. hat die l. l. Laudestomnnssion für agrarische Operationen 'n Kram behufs Durchführung der Sftezial» teilung der Gemeinschaftsgründe. Grundbuchs» einlage 158 Ükatastralgemeinde Ostroznil unter die Insassen von Minjel im Gerichtsbezirle Nassenfuß'als l. l. Lolallommissär für agrarische Operationen den Herrn l. l. Nezirlskommissär Friedrich Sima»Gall in Laibach bestellt. Die Nmtswirtsamfeit dieses l. l. Lokal« lonunissärs beginnt sofort. Von diesem Tage angefangen treten in Ansehung der Zuständigkeit der Behörden, dann in Ansehung der unmittelbar und mittelbar Beteiligten, sowie der von denselben abzuge-benden Erklärungen oder abzuschließenden Ver-gleiche, endlich m Ansehung der Verpflichtung der Rechtsnachfolger, die behufs Ausführung der Spezialteilung geschaffene Rechtslage anzu» erkennen, die Bestimmungen des Gesetzes vom 26. Oktober 1887, L. G. Bl. Nr, 2 systemisierte Lehrstelle mit den fystemmäßigen Bezügen zur definitiven Besetzung. Die gehörig instruierten Bewerbungsge» suche sind im vorgeschriebenen Dienstwege bis 10. Juni 1908 Hieramts einzubringen. Im krainischen öffentlichen Volksschuldienste noch nicht definitiv aügestellte Bewerber haben durch ein staatsarztliches Zeugnis den Nachweis zu erbringen, daß sie die volle physische Eig. nung für den Schuldienst besitzen. K. l, Bezirksschulrat Laibach, am 6. Mai 1908. (1984) Št. 251 z 1. 1908 a. o. Razglasilo. Po § 60. zakona z dne 26. oktobra 1887, dež. zak. St. 2 z 1. 1888., je c. kr. deželua komisija za agrarske operacije na Kranjakem v zvršitev nadrobne razdelbe skupnih zemljiaè, zemljiškoknjižni vložek 46 davène obèine Medvodje med posestniki iz Rodin v sodnem okraju Trebnjc poatavila gospoda c. kr. okraj- nega komisarja Friderika Simo-Galla t Ljubljani kot c. kr. krajnega komisarja za agrarsko oporacije. Uradno poslovanje tega c. kr. krajuoga komisarja se priène takoj. S tem dnevom stopijo v yeljavnost do-loèila zakona z dne 26. oktobra 18H7, dež. zak. št. 2 z 1. 1888, .glede pristojnosti obla-stev, potem neposredno in posredno ude-leženih, kakor tudi glede izrecil, katera ti oddadö, ali poravnav, katere sklenejo, naposled glodo zaveznosti pravnih na alednikov, da morajo pripoznati zaradi zvräitve nadrobne razdelbe ustvarjeni pravni položaj. C. kr. deželna komisija za agrarske operacije na Kranjskem. V Ljubljani, dne 23. aprila 1908. Z. 251 Operationen in Krain. llaibach, am 7. Mai 1908.