Lmbacher Zeitung. Nr. 72. Pränii merationSPiei« : Im «lomptoir ganzj. fi.il, h ,!i>i. N. 5.50. Fill die^»st>:Nu!!,i in« Ha»« halbj.5>!lr. MitdcvPostssanzi.sl. 15, halbj.fi.7.50. Donnerstag, 1. April Insert» onsgebiihr bls io Zeilen: imal 6« II., ^m.«0tl..3l».ifl.l sonst pr.Zeileim.Ulr.,2m.8fr., 3m. lU lr. u.s. w. Insertiousftcmpel iedcOm. 30 li. 1869. Amtlicher Theil. I»aö k. k. Obcrsthofmcistcramt hat cine bei dem Nechuuugsdcpartcmcnt desselben zu besetzende Nechnnngs-rathsstcllc dcm dortigen Rcchnungsofficialcu Eduard ^ehrncr vcrlichcu. Der k. t. Laudesprasidcut für Kraiu hat die k. k. Couccptsprakticantcu Alphons Pavich v. Pfancn-thal, Heinrich Iagritfch, Fcli^ Schaschel, Dr. Franz Hi» terlcch n c r nnd Anton Snftpanz zr> k. k. Conccptsadjnnclcn in der politischen Verwaltung von llrain ernannt. Nichtamtlicher Theil. General Mrnabrca nnd die MnlMruchle. Der „Trieslcr Zeitnng" wird ans Wien, 29tcn März, geschrieben: Angesichts der trotz vielfacher und entschiedener Dementis mit solcher Hartnäckigkeit auftretenden Gerüchte über den bereits erfolgten Abschluß einer Allianz zwischen Italien, Frankreich und Oesterreich hat sich der italienische Ministerpräsident Graf Mcuabrca veranlaßt gefühlt, ein Circular an sämmtliche Vertreter Italiens im Auslande zu richten, worin er dic Grnndlosigkcit dieser Gerüchte anscinandcrsctzt und mit Nachdruck betont, daß Italieu, weit cntfnut. sich in gefährliche Unternehmungen einzulassen, vielmehr alle ihm zu Gebote stehenden Mittel dazu verwendet, soviel in seiner Macht stehe, die Aufrechterhaltung des Friedens zn sichern, dessen Italien mehr als irgend eine Macht bedürfe, um sciuc iuuercn Angelegenheiten zn cousolidircn nnd seine Finanzen zu rcgclu. Graf Mc-uabrca weist die Vertreter Italiens in diesem Circu-larc an, diese Intentionen der italienischen Regierung bei den Mächten, bei denen sie accrcditirt sind, anf das nachdrücklichste zn betonen. Wir sind übrigens in der Lage, gestützt auf verläßlichste und bestimmteste Informationen, zu coustatircn, daß die Bcmühnngcn der italienischen Rcgicruug. die Erhaltung des Friedens zn unterstützen oder wenigstens Italieu die möglichst lange Enthaltung der Eiumischuug in kriegerische Händel zn sichern, sich nicht bloß auf illusorische Phrasen nud Versicherungen beschränken, sondern daß der italienische Ministerpräsident schon seit längerer Zeit daran arbeitet, die Gränel des Krieges von Italien so lange als möglich ferne zn halten. Noch im vorigen Jahre hatte nämlich Graf Mcnabrca sowohl bei der österreichischen als bei der englischen Regierung vcrtranlichc Schritte gethan, um diese Mächte zu einer Art Neutralitätö-Liga mit Italien zn vereinigen, welche es denselben im Falle des AnobruchcS ciucs Krieges zwischcu Frautrcich nnd Preußen möglich machen würde, ihre Neutralität so lange als möglich zn bewahren, nnd wenn eintretende Verhältnisse dieses unmöglich machen wurden, dieselben vereinigte» Mächte wenigstens in die ^'agc brächte, durch gemeinsame Action die Wiederherstellung des Friedens zu sichern. Natürlich nahmen die betreffenden Unterhandlungen lange Zeit in Ansprnch, Graf Mcnabrca hatte aber die Genugthuung, daß beide Negicrnngcn, an die er fich in dieser Frage wendete, sowohl die österreichische als die englische, dcm Gedanken des italienischen Ministerpräsidenten vollen Beifall zollten, sich bereit erklärten die Rcalisiruug desselben durchzusetzen. Nenn wir nun auch nicht bchanpten wollen, daß bereits ein vollständiger oder gar schriftlicher Vertrag zwischen den erwähnten Mächten betreffs des Abschliisscs dieser Ncutralitätsliga besteht, so können wir doch anf das a llcrbcsti mm teste versichern, daß namentlich zwischen Oesterreich uud Italien in dieser Richtung das vollständigste Eiuvcrständniß besteht und beide Mächte alle ihnen zu Gebote stchcudcn Mittel anwenden werden, ihre Neutralität so lauge als möglich zu bewahren. Wir erlauben nns bei dieser Gelegenheit anf den Vorschlag von Seiten Oesterreichs bei der letzten Pariser Confc-rcnz aufmerksam zu machen, daß alle Mächte im Falle eines drohenden Conflictes, bevor sie das ^oos der Waffen anrufen, erst an die Vcrmittlnng der übrigen Großmächte appellircn möchten, nnd wir glanbcn nicht zu irren, wenn wir beifügen, daß dieser Vorschlag mit den von uns soeben erwähnten Vereinbarungen zwischen der österreichischen, italienischen nnd thcilwcisc auch der cuglischcu Regierung znsammenhängt. Sie können, ich wiederhole Ihnen dieses nochmals, diese meine Mittheilung als vollkommen authentisch betrachten, nnd ich zweifle nicht daran, das; l'ald Kundgebungen crfolgcu werden, welche diese Meldung bestmigen uud die vereinten Bcmühnngen Italiens nnd Oesterreichs z»r Erhaltung des Weltfriedens coustatircn uud die Widersinn^ gen Allian;gcrnchtc ^ügcn strafen werden, Uebrigcns weist fchou die Gcmcinfamkcit der Interessen Italiens und Oesterreichs, dcu Friedcu zu bewahren nnd so lange als möglich ncntral zn bleiben, diesen Mächten ihr Vorgehen an, uud die offenbaren Beweise des herrlichen Ein« vcrstäudnisscs dieser beiden Mächte haben also blos die Vcdcntuug, daß dieselben in dcm Mittel, das augcstrcbte Ziel zu wahren, vollständig einverstanden sind; es kann daher der friedliche Bund derselben von allen Freunden des Friedens nnr mit großer Befriedigung betrachtet werden. Zur Durchführung des Schulausslchtsgesehcs. Innsbruck, 27. März. Wir haben in einer früheren Mittheilung gcimldct, daß die bishcrigcu geist« lichcu Schuldistrictsinspcttoren in Tirol die in Folge der Ministciialvcrordining vom 10. Fcbrnar d. I. von dm k. k, Bezirtshanptlnltc» verflixte Enthebung vom Dienste eines t. t. Schnldistrictsiuspcctors insolange nicht als uollgiltig auschcu zu können erklärten, als ihnen nicht die Enlhcbnng von diesem Dienste von Seite des fürstl'ischöftichcn Ordinariates zugckommcu ist, vou welchem sic ihr Anstcllungsdccrcl erhielte». Wie der „Bote f. T. n. V." nnn meldet, ist auf diese gleich« lautcudc Elkläruug der gewesenen Schnldistrictsinspcc» torcn auch eine Antwort der Bczirtshauptleute in Tirol erfolgt. Iu derselben wird darauf hingewiesen, daß nach der polilischcn Schnlvcrfassung der geistliche Stand vermöge seines Berufes dcm Staate bciiu Lehrainte zu dienen habc (H 1), daß dic Aufsicht über die Schulen des DistrictcS ein dem Dcccmc vom Staate aufgetragenes Amt war (§ 4) uud daß die Cousislorien (Oldinariatc) — glcichrangirend mit den bestandenen Kicisämlern — nebst den Schulcnobcraufschern in Schul« fachen der polilischcn Laudcsstcllc untergeordnete Schul» behördeu waren (§ 8). Es wird ferner hervorgehoben, daß, nachdem nnn die Consisloricn (Ordinariate) nebst den Schulobcranfslhcrn als vom Staate mit der Schul' anssicht betraute nnd in dicscr Eigenschaft bei der Vestcllnng der Districtsanfseher mitwirkende Behörden dicscr Fnnc-tion — so weit sie nicht den Religionsunterricht uud die Religionsübuugcu bclrisft — von der Htaatsoer« wallung bereits enthoben sind, die Dccaue vou geistlicher Seile ciue weitere Enthebung vom Amte der Schuldi-strictsaufsicht competentcr Weise nicht erhalten können, nnd daß dieses ihr Amt in ihrer Hand erloschen uud darüber vou der Staatsverwaltung in Ausführung (Art. Xl des Stcwtsgluudgcsctzcs vom 21. December 1867, R. G. Bl. Nr. 145) zweifellos giltiger Glsttzc (Art. XVI l des Staatsgrundgcsctzcs vom 21. December 18s>7, R. G. Bl. Nr/142, nnd Gesetz vom 25len Mai 1808 R. G. Al. Nr. 48) anderweitig verfügt worden ist. Als eiüc scll'slvcistandlichc Conseqncnz dicscr anf gesetzlicher Basis crfotgtc» Enlhllmn., der geistlichen Herren Schuld,sttictöanfselicr von dein ilincn vom Staate übcrlrageu gcwcsencn Amte der Schnlbczirksaufsichl wird damit angedeutet, das;, wenn von dcnsclben letztere, in-smlmt sie nicht die Aufsicht über den Rcli^ionsnnterricht uud die Religiousübnngcn betrifft, uoch weiter auSge« übt oder sich z. V. des Amtösiegcls mit dem laiscrl. ^espenstcrspuk und Vcillerzwang l'ci Hcl-leuen uud Römern. (Fortsetzung.) Eine andere Frage, die bei der Berücksichtigung, selche dic Ncnzcit wieder einmal der Naturgeschichte ^/ Gespenster schenkt, nicht ningangcu wcrdcu kauu, ^lnn^ ^, welchem Grade willfährig fich bei Griechen ?, ^'nern die Geister gezeigt haben, dcm Willen der ,,, "d'Ncn u. ^horchen nnd auf beliebiges Verlaugcu ?''"scheue? Und hierauf kann man t^ist antworten. 5^^ bei den Alten ein viel regerer Verkehr zwischen 5l,"" "nd Unterwelt herrschte als später, und daß die /,, l'Ne Nekromautic unr Stümperei ist gegen das. was dieser Kuust die Da "'' cinmnl durch dcu Eultns in nnmittelbarc Beziehung 3 , .? Todtcu g.loinmcu war. so bcnntztc man diesen s7 'lehr sch^ ^d, ^n, theils durch Eitatiou der Vcr-' u^cncu Osfcnbarungcu über unbekannte Dinge zu cr-G s."' "'"ls durch Anwcndnng gewisser Mittel lästige li^ """schmuingcn zu bauucu uud zu sühnen. Erst-»y. .uad cs hicrzu bestimmte Orakclstättcn mit Priestern, vors^ ,. ^M"°nicn vcrrichtctcn und dcn Tempeln aend.,' !"' Gcwöhulich bcfaudcn sich dieselben in Gc-dcr n/. ^'°" "" si") "nf einen Zusammenhang mit "cre k ?c^ hinzudcutcu schicucn, wie tiefe, ins In-Spalts "° fülircudc Schwchtcu uud Höhlcu oder solche V;^^ ^'"" stäubende Dünste aufsticgcu. Eiuc '»reue befand fich in Thcsprotien, einer Land- schaft von Epirns, in der?^ähe der Stadt Ephyra; dort dnrchsiofscn dic mit dcn nntcrwcltlichcn gleichnamigen Flüffc Acheron und EocytoS eine fnmpfigc Ebene voll mcpliitischcr Dünste, nnd schon Orphcns soll dort hinabgestiegen sein, um Enrydiec zu holen. Hierher seudetc auch Periaudcr, nm sciuc verstorbeuc Frau über dcu Ort befugen zn lassen, wohin sie cinen von einem Gast-freund anvertrauten Schatz gelegt hatte, nnd nachdem der anfangs nnwillige Schatten durch dic erwähnte Kleiderhekutombc besänftigt wordcu war, gab er bereitwillig richtige Auskuuft. Auch auf dcm lakonischen Cap Täoaron zeigte man cinc Höhle, durch welche, wie die ^agc giuli, Hcraklcs den Höllcnhulid auf die Oberwelt gebracht hatte. Dort befand sich cbcufalls ein Todten-oratel. nnd es gelang daselbst einem gewissen Kollodncö. die Seele des berühmten Iambendi'chters Archilochos. dcn er lm Kriege erschlagen hatte, zn versöhnen. Ferner rühmte iich cincs ä!,nlichcn Tliorcs zu> SchatleuMll d,c achcrnsische Halbinsel bei Herat'lca. an dcr bithym-schcn Kn,tc dcs Pontuö. Hicrhcr bcgab sich, wie Plnt^ arch erzählt, Pausauias, unl die immer wiederkehrend Erscl^cinnng Kleonitcs los zn werden. ,M- beschwor die ^cclc dcr illcouikc uild bat flehentlich, daß sie sich besänftigen nnd ihrcn Zorn fahren lasfen möchte. Klconikc crfchicn ihm auch uud fagtc: Du wirst bald nach Sparta kommen uud von aller Plage befreit werden! Und eben damit scheint sie ihm seinen bald darauf in Sparta erfolgten Tod angedeutet zu haben." Zu Trö-zcne uud Hcrmiouc in, Peloponncö gab es "ebenfalls Einfahrten zum Hades. Endlich halten anch die itali-fchcu Grieche» ciueu solchcu pvivilcgirtcu Verbindungsweg in der Nähe dcr uralten Stadt Cninä in Cam-panieu. Ein tiefer, cincn vulcanifchcu Krater ansfül-lender See, umgeben von steilen Höhen und beschattet von dichtem Gehölz, uud tiefe, mit Schwefelduust erfüllte Höhlcu brachte» die Einbildungskraft leicht dazu, dksc Stelle zum Mittelpunkte fast aller Sa>cn vom Todtcnrcichc zn machen. Hier füllte Odysseus scinc Todtenbcschwörnng vorgenommen haben, hier fuhr der fromme Acncas an dcr Hand der rumänische» Sybille in das Schattenreich hinal,. Noch Hannibal brachte am See Aucrnus den Unterirdischen ein Opfer dar nnd ließ sich vielleicht von den Priestern die uutcrirdischcn Gänge der Kimmcricr zeigen. Auch Cicero gcoeutt dcs dortigen Todtcnorakcls, „wo", wic er aus ciucm Dichter citirt, „die Seelen aus duukclm Schatteu herausgerufen werden, aus dcr offeucn Pforte dcs liefen Acheron, gefälschten Blutes, Bilder dcr Todten." Doch hatte wohl zn scincr Zeit oaS Orakel schon aufgehört: dcun Strabou spricht von der Einrichtung als cincr „ehemaligen." Deu letzten öltest dcr Nomantik ranbtc aber Agrippa der Gegend, indem er dcn düstern Forst abtreiben, au scincr Stelle Häuser uud Felder aulcgcu und durch dc» Ingenieur Coceejus cinen Tuunel durch den Berg bis »lach Cumä hin graben ließ. Der Ocistcrzwang wnrdc aber auch ohne die Autorität anerkannter Heiligthümcr vielfach als freie Kunst von Hanbcrcrn gctricdcn, die an jedem beliebigen Orte die Seelen Verstorbener citircn zn können vorgaben. Schon zn Platons Zeit trieben die Bettclpricstcr vcr» schicdcncr Gottheiten, welche die Thüren dcr Reichen belagerten , alle dieses Geschäft. Hatte doch, wie Plinius 5er Acltcrc erwähnt, dcr berühmte Magier Asthanes schon ;n Nerzes Zeit Schriften über die Zauberkunst nnd Nelromantic verfaßt. In besonderer Blüthe stand der Abcrglanbc nud die Zauberei in Thessalien, und so erklärt es sich, warum die thcssalischcu Geislcrbcschmörcr und Hexen vou jeher iu Griechenland in großem An- 520 Adlcr oder mit einer auf ein nicht mehr zusschcndss Staatsamt hinweisenden Unterschrift bedient würde, dies lllS ein Eingriff in dcu 5trcis staatlicher Wirksamkeit angesehen und dagegen nach den gesetzlichen Vorschriften eingeschritten werden müsitc. Das italienische Erünlmch. Florenz, 2i>. Mär;. Heute ist das Grünbuch erschienen. Dasselbe enthält 6!) Docnmcntc vom 7tcn December 1867 bis znm 1. December 1868 in Betreff der römischen Frage. Ein Telegramm Mcuabrea's an Cavalicrc Nigra von« 7. December 1868 drnckt Zweifel ans, daß die Worte des Slaalsmiuistcrö Nonhcr die Sachlage geändert haben. Ein Telegramm Mcuabrca's vom selben Datum an die italienischen Gesandtschaften bei den Großmächten benachrichtigt sie über den durch die Ncde Nouhers hervorgebrachten Eindruck. Ein Telegramm Nigra's an Mcnabrca vom selben Tage constatirt, daß Marqnis dc Mousticr in den Worten Nonhcrs kein Hil,dcrniß für den Zusammentritt einer Confercnz erblicke. Telegramme aus Wien, London und Petersburg vom 7. nnd l». December constatircn, daß diese Au-schanung von dem Grafen Vcust, Lord Stanley, Fürsten Gortschakow und Grafen Bismarck nicht getheilt wird. Ein Telegramm Menabrca's an Nigra vom 8ten December bezicht sich auf ein Gerücht, welches Frankreich die Idee zuschreibt, die römische Frage durch eine engere Präliminarcouferenz lösen zn lasfcn, au welcher nur die Großmächte thcilnchmcu würden. Ein Telegramm Nigra's an Menabrca vom selben Datum dcmcntirt dieses Gerücht. In einem Telegramm vom 12. December an Cavalicrc Nigra erklärt Mcnabrca, Italien werde sich von nun an enthalten, Borschläge zu machen, die nur dazu dienen würden, die bestehenden tiefen Meinungsverschiedenheiten zwischen seinen Ansichten und jcncu Frank» reichs zu conslatircn. Die Versuche zn einer endgiltigcn Lösung der römischen Frage werden nicht mehr im Wege einer Confcrcnz erfolgen können, die fomit ihren Zweck verfehlen würde- In einer Depesche vom 6. Jänner 1868 an Corti in Madrid in Bctvcff einer von der Königin Isabella Napoleon angebotenen Mitwirkung zu einer gemeinsamen Action Frankreich«! und Spaniens in Rom erklärt Mcnabrca, Italien werde die Inlcrucnlion einer anderen auswärtigen Macht auf päpstlichem Gebiete nicht dulden. Eine Depesche Mcuabrca'ö an Cavalicrc Nigra vom 12. Jänner kündigt die ihm von Baron de Ma larct gemachten Eröffiiumicn au, die Verhandlungen über einen l!!m!ü>! v«v< ixü zwifchcn Italien und Rom wicdcr aufzunehmen. Eine Depesche Mcnabrca's an Cavalicrc Nigra vom 24. Jänner enthält die von der italienischen Regierung festgestellten, bereits veröffentlichten Grundlagen eines m<» ^k'clcu!'/' wird ein Plaidoycr für die gcsammtc innere und äußere Politik Napoleon's III. fein; dieser Brief ist wahrscheinlich von dein Cabiuets-Ehcf des Kaisers, Staatsratli Conti, verfaßt nnd jedenfalls vom Kaiser inspirirt nud durchgesehen. Er soll mit einer Art von Programm schließen, welches, wie man wenigstens in Rcgicrungskrciscn versichert, seines wirtlich liberalen Charakters wegen überraschen und Anf-sehen machen werde. Die zweite officiösc Schrift wird sehen standen. Als das Gespenst des Pansanias im> Tempel, wo cr gestorben war, umging nud die Bcsn chcr erschreckte, ließen die Spartaner, wie Plntarch bc-richtet, Geistcrbanncr ans Thessalien kommen, die anch den Geist zur Ruhe brachteu. Auch in der „Alkestis" des Euripides antwortet Herakles dem thcssalischen König Admclos, welchem cr dic geliebte Gattin aus dem Hades wicdcr zuführte, auf dcu Ausruf: „O wars ein Luftgcbildc nicht aus Hades Reich!" mit den Worten: ..Nicht einen Zanbcrcr machtest Du znm Freunde Dir!" Bei der Beschwörung wurden hauptsächlich dic Mond-und Zanbcrgöltin Hckatc, dic Patronin allcs geisterhaften Spuks, und der Scclcnhirt Hermes ncven Pluton und Persephone um Beistand angcrufcu. In dcn „Persern" des Aeschylos singt der Chor: „Ihr Heiligen Grabgotthcitcn zumal, Hcrmcö, Gäa, Du der Uutcrcn Fürst, o sendet den Geist nun empor an das Licht! Er allein sagt es aus, wo ein Ziel ist." Das Grabender Grube und das Hineinlanfenlasscn des Blutes war auch später eine Hauptbcdingung des Gelingens. Lncian beschreibt so die Anstalten des Vabyloniers Mithrobar^ zancs, der dann dic Straf- und Rachcgöttinncn, die nächtliche Hekatc, dic schreckliche Persephone anfleht, zugleich einige barbarische, vicrsylbigc und unverständliche Worte auöstoßcnd; und ebenso heißt cs in dcn Satyrcn des Horaz: ..Ich sah in schwarzes Gewand gehüllt unter Geheul sich nahen Vanidia nebst der älteren Sagana. mit bloßen Füßen uud gelöstem Haar (auch dies war ein Hanptcrforocrniß); die Blässe verlieh beiden ein entsetzliches Aussehen. Sie fingen an die Erde mit den Nägeln aufzuscharren und ein schwarzes Lamm mit den Zähnen zu zerreißen. Das Blut ließen sic in die Grnbc stießen, um von dort die Manen hcrvorzulockcn, die Seelen, wclche ihnen Antwort geben sollten." Aehulich ist die Proccdnr in der „Pharsalia" Luciano, nnr daß ! hur dic Thcssalicrin Erichlho einem eben gefallenen Krieger Blut einflößt, nud als der zurückkehrende Schatten sich nicht sogleich wieder in seinen Körper begeben will, den Leichnam mit Schlangen geißelt uud fürchterliche Drohuugcu gcgen die chlhouischcn Götter ausstößt. Man glaubte nämlich, daß die nicht übcr dcn achcrnsi-schcn Scc gefahrene Seele eines kaum Verstorbcucn leichter zu bcfragcn wäre. und fo liest man auch in Hcliodors „äthiopischen Geschichten," wie eine Zauberin auf dem Schlachlfcldc die Leiche ihres eigcucn Sohnes zur Bcschwöruug mißbrauchte. Zurrst nickte der sich wiederbelebende Körper nur auf die an ihu gestellten Fragen ; als aber die Altc mit neuen Gankelcien ihn drängte „sing cr an, wie aus einem fernen Winkel oder aus einer Fclscnschlucht in einem tiefen und widrigen Tone zu zischen", uud verwünschte seine Mutter. Unter dcm Kaiser Valcns war der Kricgsobcrst Pollcntiauus gc-stäudig. mit Hilfe eines aus dem Leibe ciucr lebendigen Frau geschnittenen Embryo die Unterirdischen über die Zukuust der Dynastie befragt zu haben! Nach dem Lc> xikographcn Suidaö wurdcn die schwarzen Böcke dazn gebraucht, um die Gräber der zu beschwörenden Todten zu ftndcn. Man führte sie au den Vorderfüßcn oder dcu Hörnern hinanö und, wo sie still standen , begann man die Eitation. Recht oft ließ man altc Helden nnd Sänger cr-schcmcn, wic Orvhcns, Phoroncus, Cecrops. Apollonios von Tyana beschwor dcn Schatten Achills; der prahlerische Grammatiker Avion, ein Zeitgenosse von PliniuS, rühmte sich, den Schalten Homers ntirt nnd über sein Vaterland uud seine Eltern befragt zu haben. „Er wa.ite cs abcr nicht," setzt Plinins hinzu, „zu gestehen, was er ihm geantwortet hätte!" Zu Ciceros Zeit trieb dcssci: Freund Appins Claudius die Nekromantic. Anch dcm schändlichen Günstling Cäsars, Vatinins, wirft der Redner vor, daß er dein abscheulichsten Aberglauben gc-fröhnt, die Seelen der Gemordeten citirt nud dieselben durch die Eiugcwcidc von Kindern zn versöhnen versucht habe. Der unvorsichtige Libo Drusus wurde nach dcm Tode Angnsts wegen Gcistcrbcschwüruua dcuuncirt, in einen Hochvcrrathsproccß verwickelt und von Tiber,us znm Selbstmord getrieben. Nero trieb die Magic ebenso leidenschaftlich, als die Musik uud Schauspielkunst, und als nach dcm Tode Agrippinas sein Gewissen keine Ruhe faud, versuchte cr dic Seele dcr Gemordeten zu citircn uud zu besänftigen. „Wenn cr doch lieber," fagt dcr ältere Plinius, „die Schatten und jeden beliebigen Gott über seinen Argwohn gegen die Leute um Rath gefragt hätte, anstatt dergleichen Nachforschungen liederliche" Dirnen und Prostituirtcn aufzutragen: jeder barbarische und noch so wilde Ritus wäre gelinder gewesen, als scinc Gedanken!" Auch sein Freund Otho, den nach seiner Thronbesteigung die Erscheinung Galbas beun» rnhigtc, nahm scinc Zuflucht zum magischen Banne. Von Earacalla erzählt Hcrodian: „Da cr mißtrauisch gegen jedermann war, da cr überall Nachstellungen befürchtete, fo befragte cr alle Oralcl nnd berief allenthalben her Magier, Sternkundige und Opfcrschancr. Da cr sie abcr im Verdacht hatte, daß sie ihm zn Gefallen redeten nnd leine cchtcn Orakclsftrüchc ihm verkündigten, so schrieb cr einem gewissen Matcrnianus, dcm cr damals die Oberaufsicht über Rom anvertraut hatte uud den er allein zum Vertrauten seiner Geheimnisse machte. Ihm gab cr den Auftrag, durch die gc< fchicktcstcn Magier Todte beschwören nnd nach sciucnl Lebensziele forschen zu lassen und ob niemand nach der Oberherrschaft trachte." Eine innerlich ganz unwahr' 521 den Titel führen: „I'l-n^ri^ «m'wux .^oli,^ !<> ^<>i:oi! ohne daß — und es sprich! dies eben so für die umfichligc' Gcbahrnng des Ausschnsfcs, wie für die Ehrenhaftigkeit der Theilhaber—das Eonsortinm im Lanfe des Iahrcö 1868 auch nnr den mindesten Verlust zu erleiden gehabt hätte. Für die Sparsamkeit in dcr Administration spricht der Umstand, daß dcr ins Lcbcn gerufene Regie-fond pr. 414 fl. 36 kr. (durch 1<7„ Provision von den ^ ....... l scheinlichc Erdichtnng enthält die erwähnte Declaniation z Dlnntiliaus; dennoch läßt sich aus ihr auf den Glaubn der Hcit schließen. Jene Mnttcr, die dnrch die "nchtlichc "Wiederkehr ihres Sohnes getröstet wurde. Wacht endlich ihrem Manne davon Mitthcilnng nnd dieser Ulaubt zwar nicht an die Erscheinung dcr Geister, ja "lcht einmal an die Fortcxistcnz derselben nach dem ^°de, wendet sich aber dennoch, nm R»hc im Hanse zn ^en, an einen berühmten Magier, dcr den widcr,lrc-"cndcu Schatten durch seine in den Aschcnlrug hineni-Murmelten Sprüche bannt nnd dcr Mutter dadurch ?"der raubt Auch bei Lucian fiudet sich die Anstrei-^>. cincs ^ausacfpcnstes beschrieben. Wie in dcr von ^ ""'6 überlieferten Spukgeschichte wagt sich hier dcr "Ithngoräcr Arignotos, mit einer cgyptischcn Zauber-s^"^ bcwaffuct, in ein wegen Gcspcnstcrspuls vcrrn-^/ö und deshalb verfallenes Hans. AIS dcr Dämon ," >m brennenden Vichlc in schwarzer, schmutziger, "cn'.gcr Gestalt erschien, wählte dann dcr Beschwörer " schauerlichsten Bannsprnch nnd trieb den Geist, dcr u) bald iu cincn H')und, ciucn Eticr oder einen Löwcu ^wandelte, iu ciucu finstern Winkel des Hauses, wo ^ ""-schwand, uud wo mau am andern Tage beim ""Mabcn ein Gerippe fand. Ueber daS Ucbcrhand-au?s'"3 ^^ Scclcnzwangs in dcr späteren Zeit schreibt rick/^""'""' „Es ist bereits ein öffentliches Untcr-schie^ ' '""^'^ ""sp'lcht, auch in reifem Alter abgc-Iickl>« ^n '^ "'"" redlichen Tod erlöste, dnrch ordeut-Wob. '"^^bmß zur R'uhe gebrachte Seelen ans dcr V'U'ng dcr Unterirdischen wieder heraufzubeschwören." (Schluß folgt) ertheilten Vorschüssen) nicht nur zur Deckung dcr laufenden Regie-Auslagen hinreichte, sondern noch ein Activrest von 126 ft. 38 kr. für das Jahr 1869 erübrigte Dcr Ausschuß tonnte deshalb auch das ganzc Jahres-Erträgniß ungeschmälert zur Verfügung stellen uud die Vcrlhcilung einer 10"/^ Dividende (dieselbe bctrng im Jahre 1866 5°/<„ im Jahre l867 8"/<,) beantragen, wobei noch immer circa 400 fl. zur Disposition bleiben i die Vcrsammluug ertheilte unter lebhafter Zustimmung dem AuSschnsse daö Absolutorinm pro 1868 und genehmigte die Vcrthcilung einer 10°/<, Dividende. Einen wcitcrn Gegenstand dcr Tagesordnung bildete die Annahme, beziehungsweise Widmung dcr vom Hofrathc Falke von ^iilicnstcin ins ttcben gcru-fcncn Stiftnng zu U n t c r r icht sz wc ck cn fn r wcib -lichc Angehörige mittelloser Beamten. Hofrath Falke hatte uämlich durch eiuc von ihm eingeleitete Sammlung die Summe von 613 st. dem Consortium mit dcr Bestimmung znr Verfügung gestellt, diesen Betrag ans 700 ft. zu complctircn und ihn dem allg. östcrr.-nngar. Bcamtcn-Vcrcinc mit dcr stiftsbricfmäßigcn Widmung zn übergeben, daß mit Hilfe dieses Fondcs nnd dcr weiter anzuhoffcudcu Beiträge vorläufig den Töchtern oder Witwen mittelloser Beamten dcr unentgeltliche Be-snch dcr Handels- und Gewerbe-Schule ocö Francn-Er-werb-Vcrcins möglich gemacht werde. Die Versammlung nahm die Widmnng dieser Stiftung an, bewilligte ans eigenen Erträgnissen noch 150 fl. dazu uud votirtc dem Hofrathc Falte ihren Dank. Eine lebhaficrc Discussion cuispann sich über den weiter» Ansschußantraa, auf Ellichtnng und Activirling cincr ncucu Gcschäfts-Abtheilung im Schoße des Eon-soriinms unter dem Tllel: „S P a r - n » d G l ü ck S< Abthcilun g", indem das Eousortial - Üliitglicd Dr. Safft sich entschieden g^gen die Einführnng oeö Lotto in einem anf dem ^parsystcmc beruhende» Vereine erklärte, daö Verwclftiche dee Lolto in boiler Weise cr^ örtcrtc und mit dem Antrage anf Tagcsoidmmg schloß, Hofrall) Falte als Auicger oeS Ansschußanlragec, rc> piicirtc unter dem lauten Beifall der Veifammlnng, es handle sich eben darum, den Beamlen vom ^olto spiele abzuziehen und die Tanscnde, die jährlich puf Promesscn nnnntz ausgegeben wcrden, in reellen Los-werthen zu deplmiren, uud so Gcwiimsthosfmmg mit Eapitalsanlagc' znm Besten dcr Bcmulcn und ihicr Fa. milicn zn ucrcinen. ^iach einer luizcn Replik des Dr. Safft, in derer spiuchc dcr Versaminlnug die Beamten als daS „gci-! ! sligc Proletariat in Oesterreich" hinstellt, wird sein An-! ! trag auf TagcSordnung abgelehnt nnd dcr Ansschußan-trag fannnt den Statliten für die neue Mlhcilluig gc-ucl)mi»t. Am Schlosse der Vcrsa,nmlnng spricht der Präsident des allg. östcrr. - ungar. Beamten - Vereines, N. v. Fcllman l,, dem Vorsitzciidcu, sowie den, 3Il>s< schussc scineu wärmsten Dank flir die nmsterhaflc ^ci. tuug der Eousorlial-Gcjchaft ani<, uud ucdenlt inil ehlcu. den Woi ttn dcr vom Hofrathc 0. Falke ins Veben gc» ^ rufencn Untcrrichts-Sliftun^. ! In den letzten Tagen hallen anch die Eons^rüal» > Vcrs^i,mlni'gcn von zwci andcrcn Wicnn Voischuß-, Eonsorlien des allgemcilnn B^nuten-Vereines, nämlich ans dcr Wicdcn ui>d iu SechShaas, stattgefunden. Die Rccheuschafts-Bcrichlc dclfclbcu weisen gleichfalls schr, erfreuliche Resultate nach. z Die vorstehend gcschildctteu Thatsachen sind gewiß ein erfreulicher Blleg für den glücklichen Anfschwong des allgemeinen Bcamtcn'VcrcinS uud snr die steigende Theilnahme, die sich demselben zuwendet. Der An-! fangö von vlelcn Seiten ungczwelf meterstaud und 'i Grad N. Wärme herrschte den Tag über stürmisches Wetter. Am Abend und in der Nacht erfolgte ein leichter Schneefall. — (Ludwig Szetely) ist ans feiner sibirischen Gefangenschaft zurückgekehrt nnd weilt gegenwärtig in Pest. Er wurde nach Nicderwerfnng der polnischen Insurrection nach Sibirien verbannt, wo er zwei Jahre hindurch eine schwere Kette am Halse tragen mnßte. Szckely ist Physisch hart mitgenommen uud hat nnter anderem das Gehör verloren, ist jedoch geistig ungebrochen znrückgelehrt. Für daö Natwnalmnseum hat or einen schönen Mammnthzahn mitgebracht, den cr für seine ersparten Heller angckanft hatte., — (Recognoscirung der Bahnlinie in Bosnien.) Eine von der Südbahngesellschaft entsendete Eommission unternimmt unter Leitung des Südbahn-Direc-tors Prcßel die Necognoscirnug einer Bahnlinie in Vos-uien über Vanjaluka-Travnik nach Sarajevo mit Anschluß in Novi, Kostajnica oder Altgradiöka an die Grenze. Diese Eommission ist am 28. von Agram abgereist. — (Gegen die Dnellwuth.) Eiuc zwar das Maß überschreitende, aber doch sonst aus richtigen Principien hervorgehende Abfertigung erfuhr in Essen vor einigen Tagen ein dnellsiichtiger Jüngling. Von einem Anderen angeblich in seiner Ehre verletzt, hielt er dafür, daß dieselbe nnr durch die Klinge oder das Pistol reparirt werden könne. Gedacht, gethan. Die zwei landesüblichen Kartellträgcr wurden an den Beleidiger und Herausgeforderten abgesandt, nm von ihm Namens des Beleidigten die Auswahl der Waffen zu fordern. Der Geforderte erklärte ruhig, er fei im Besitze sämmtlicher nnr denkbare» Waffen, der dnclllnstige Herr möge nur bei ihm antreten, nnd der Waffcntanz könne sofort beginnen. Als unser kampfbereiter Herr bei dem Beleidiger erschicn, nm im Vlnte seines Gegners seinc verletzte Ehre wieder herzustellen, zog dieser ans der Ecke seines Zimmers eine — Hundepeitsche hervor nnd applicirlc dem kühnen Helden damit eine Tracht Hiebe, der er sich denn auch möglichst rasch zu entziehen snchtc, ohne weiter anf der Ausführung feiner Idee länger zu bestehen. — (Ans N om) berichtet man der „Corr. Havas," Papst Pins IX. fühle sich so rüstig, daß er es durchanö nicht für unwahrscheinlich halte, noch sein fünfzigjähriges Bischofö-Iubilänmö im Jahre 1877 zu erleben. Er würde dann «5, Jahre zählen. (Des Papstes Großvater, Graf Herculcö Mastai^Fcrretti, wurde 96 Jahre alt, fein Vater, Graf HicrmlymW, «,4 I^h^ seiue Mntter 82 Jahre. Die dcldcn Ärüdcr und die Schwester des Papstes, die noch leben, sind 89, «5 nnd «2 Jahre alt; die Familie liefert also sehr zahlreiche Beispiele hohen Alters.) — (Noah in der Schweiz.) Ein reicher nnd frommer Genfer fürchtet das Herannahen einer nenen Cüudfluch und hat sich eine schöue, comfortable Arche bauen lassen, welche znm Ergötzen des Publikums im Hafen liegt und auf welcher er, eintretenden Falles, ein moderner Noah, feine Rettung suchen will. — (Die Adels versam mlung in Stockholm) hat mit 15l0 gegen 74 Stimmen die Erklärung abgegeben, daß sie anf das Borrecht, in Civilproccssen als besonderer Stand behandelt zu werden, nicht verzichte, wohl aber das Privilegium des Adelsstandes in Criminal-prueesscn opfern wolle. Locales. — (Der gestrige lln te r ha lt nn g s ab end im Casino) war zwar, wie es nns schien, weniger besucht als dcr erste, bot jedoch iu seinem Programm immerhin manches Interessante. Dazn zählen wir vor allem das Auftreten einer fchon aus mehreren Concerten vorlheil-haft bekannten jungen Sängerin, Frl. Neugcbancr, welche die beiden letzten Piccen des Programms.- „Nose nnd Liebchen" von Konradin Kreutzer nnd Friihlings-lied von A. Fcsca, mit ihrer frischen und sympathischen, in ihrer Wirknng nnr durch die schlechte Acnstit des Saaleö einigermaßen beeinträchtigten Topranstimmc untcr^ lebhaftem Beisallc sang. Herr Regimentscapellmcister schautet spielte mit gewohnter Bravour nntcr Begleitung des Herrn ^örer ein'selbst gedichtetes Vwloneellstiick: „An die Heimat " und Frl. Pantine Schaumbnrg dcclamirtc mit viel Sicherheit nnd Ansdrnck ein Seidl'sches Gedicht: „Die beiden Spieler." Die Regimeulöbandc von Huyn-Infanterie execiüirte eine Ouvertüre (Composition des Herrn Kapellmeisters Schantel), ein Melodienalbnm von Kcmlich und einen Ttranß'schcn Walzer mit jener Verve und Präcision, die wir von ihr gewohnt sind. Dic Tombola als alibelicbtcs Entremets zwischen Musik und Gesang einge-schoben, hatte wieder recht hübsche Gewiuuste auszuweisen. Der nicht auf dem Programm gestandene Tanz, mit welchem der Abend schloß, zeigte zwar keinen Mangel an schönen und eleganten Tänzerinnen, wohl aber an Tänzern 522 und war daher auch nicht so auimirt, wic in dcr legitimen FaschiugOsaisou. llebrigeni< degrußcn wir diese Unterhaltnngö-abendc als eine sehr glückliche Idee der Direction, welche hienlit eine erwünschte Abwechslung in die todte Saison gebracht hat. — (Anf das hentc stattfindcndc Ab schieds concert des Herrn Ander) erlauben wir uns noch besonders aufmerksam zu machen. Das Programm ist sehr interessant. Insbesondere läßt der aus den besten Kräften zusammengesetzte Damcnchor Vortreffliches erwarten. Auch das Vustspiel, in welchem Frl. P ichon nud Frl. Pantine Schanmdnrg mitwirken, dürfte eiu besonderes Interesse dardietcn. Wir zweifeln daher nicht an dem zahlreichen Besuche des Concertes, welchen wir im Interesse des um «uscre Oper verdienten Concertgcbers herzlich wüuschen, — (Der geweseuc steierische ^andtagöabgeordnete I. Ras lag) wird vom Pereine „Slooenija" den Wählern der Landgemeinden Krainburg-^'ack als Can-didat bei der an: 19. April stattfindenden ^andtagswahl anempfohlen. Naslag ist auch Grundbesitzer in Catcz in Nnterkrain, daher er das active nnd passive Wahlrecht für die Lcmdtagswahlcn in Krain besitzt. — (Der nächste sloven ische Tabor) findet den 9. Mai bei Steinberg nächst St. Peter, ans einer Besitzung des slovcnischen Dichters Miroslav Bilhar, statt. Als Obmann dieser Volksversammlung wird Advocat Lanru von Heidcnschaft fuugircn; von den trainischcn Führern erwartet man Dr. Ethbin Costa, welcher Tags daranf bei der Vcrthcilung der Nindvichprämicn als Abgeordneter der! hiesigen ^andwirthschastsgescllschast intcrvcnircn soll. Ncnestr Post. Die „Gazzetta di Torino" bchaliptct, daß in Folge einer Verabredung zwischen Ma.zzini nnd allen Häuptern der revolutionären Partei am 21. März ein allgemeiner Aufstand hätte ausbrcchcn sollen, daß aber unvorhergesehene Umstände dessen Aufschub veranlaßt haben. In Mailand bildet sich ciue Gesellschaft mit dein Titel: „l^<^:l üllliuül» I»«-»' l' !>l>u2!l»n!> i»(>i>liIi!l-<" (Italienischer Bund für Volksaufkläruug). Nach dem Neapolitaner ..Pnngolo" sollcu zwischen der Ncgieruug uud dcrNational-dank Uittcrhandluugen stattfinden, um die Metallrcscrvcn im Betrage von 20 Millionen der letzteren in Fünflire-stückc umzuwandeln. In Palermo sind die Herzoge von Anmale und Pcuthu'vrc angckommcu. Aus Sicilicn wird gemeldet, daß das Getreide au dcr Äieereslüstc gnt stc1,t, nicht so in den gebirgigen (^cgendcu, wo ihm die Kälte geschadet hat. Die Weingärten und die Oliven lassen Gutes hoffen, Der „Ga;zctta Picinontcsc" wird aus Floren; geschrieben, daß das öknüienischc Concil iu seiner Vmvirl'-lichung anf große Echwicl'igkeileu sliißt, bcsoudcls weil cö einem dcdeutciiocu Thcilc dcö Clcruö mißfällt, daß die Leitung des Concils dcu Vätern der Gesellschaft Jesu anvcrtl'liut wurde. Diese sollen die Absicht habeu, alle Bischöfe, welche irgend eine Nciguug zur Unabhängigkeit zcigcu solltcu, vom Concil ausznschlicßcn. Für den Tag der Eccnndiz ,'r Verblichene hat das 74. Jahr erreicht. Berlin, 30. März. Freiherr von Werther ,st heute nach Wien zurück^cicisl. Paris, 30. Mäiz. Der „Public" demcntnl das Gerücht, daß cs sich um die Zmückbcrnfuna, des fian-zösischcn Occlivatlou0co>ps ans Nom handle; er demcn-tirt gleichzeitig, daß Italien üdcr die Aiöglichkeil einer gcmischlen Occupation in Civitavecchia Frankreich sc>n-dirl haoc. Dasselbe Blatt weist die Nachricht der gcslria.cn „Patric" zurück und fügt hinzu, die Cinocrnfnngcn der halbjährig Benrlalibl.n nbcijchleit n nicht die irgl» mentsn'äßigc Zahl. Paris, 30. März. Der „Mouitcur Dalloz" cr> wähnt die Gerüchte über die angeblich bei den letzten Miinstcrralhssitzungcn in dc» Tuilcricn gefaßten Bc-schlüffe und fagt: dic französische Regierung habe beschlossen, überall, wo die Gelegenheit sich hiezu darbieten werde, in friedlichem Sinne zu wirken und die Empfehlung zn beachten, fich jeder Herausforderung rücksichtlich Preußens zu enthalten, so wie auf die vou Berlin ausgehenden officioscn Angriffe nicht zu ant' Worten. Nach dem „Gaulois" wäre der bisherige Finanz-minister Magne zum Scnatspräsidcutcu und Vuitry zum Finanzmiuistcr cruauut. Florenz, 30, März. FMtt. Möriug ist gestern AbeudS hier eingetroffen. Anf seiner Durchreise wurde er auf den Bahnhöfen in Venedig, Padna, Bologna so wie hier vou dcu Divisionsgcncralcn begrüßt. Telegraphische HUechselcourse vom 3 t, März. 5perc. Mctalliques 62.90. — sivrrc. M.talliqueS not Mai- und Novemder-Zinseu 62,90. — 5verc,Na!ioual-Anlrhen71 45.— 18<;<>er Slaatsanlcheu 104..5C. — Gantaclieli 730. - Creditaclicu 317.4»'. - London 126.90. — Silber 124.5.0. — K. l Ducatcn 6 01 Das Postdampfschiff „Westphalia," Capitän Schwenscn, welches am 10. März vou Hamburg abgegangen, ist am ! 24. März wohlbehalten in New-Yorl angekommen. Das Postdanlpfschiff „Hannnonia," Capitän Meier, 'ging am 24. März mit 50»> Passagieren von Hamdurg viu, Havre nach New-^ort ab. Handel und UolliswirUchaftliches. .^r»npri»;-i)llldulfsblilill. Dem „Vr. Tgbl." wild folgendes mitgetheilt: „Alls Ai,!as; der Verhandlnngen, ivelche von der Kronprinz Nndolfsbahn init der Südbahil bezüglich der gemeinsamen Äenütziliig der Bahnhöfe letzterer Bahn in Villach >>>,d ^lagenfnrt l>epflog.» wurden, haben sich rücksichllich des Bahnbetriebes irrige Nachrichten verbreitet. Die bezeichnet.- Ver-einbniling. lvelche, wir erwähnt, an^schließend nnr ans dcu Betriebsdienst ill den genannten zwri Aiifchlüßstalioncu sich bezieh!, wnrde don d«,'il dndrii Äahiil'ii Irdi^lich in dcm In!»'nssl! dt« lris^ndrn Pudlicnmö il»d inölicsüiid^rc dcs Frachlnlu^vtlhliü gr-lrofsni, Dcr Vctricti anf dm ^inim dl'i,- Nndolfsliahn und in ihn'n ilbrigrn Stallone» bleibt selbswn'släiidlich wic bisher ooll-sländiss in den Händen dieser Bahn." (5',rill,dcr-(5l,rollik. Das „T^iencr Tagblatt" von Soim-lass schreibt: Wenn das noch eine Weile so surta/ht, werde» die Gründer uou ncneü Bauten bald leine Ncnne» für ihre ilinder inehr finden lönnen, Heule erziihlt iiuin sich von der Ornndnna, einer „Allstro-Holländischell Vauk", deren Patrone indes) noch iüco^üilo operiren. — Anch dlic< allege Project einer „^lllstrv« italiellische» Va»lk" soll »»»mehr sei,,er Reali'siriing cn!^e-^en^eli^ii. - ?lli< ob es init dcr Cleirung »on ;wei orieiiliilischen Banleii »och nicht ^ennci wäre, soll noch eme,,'Desicrvcichisch-otto„,a,lisch<,' Ba:,t" entstehen. Wenigsteni« jucht eine hier anwesende Pcrsöillicliteit anö drin Orient in oiescli, sinne ;n wirten. - Die et.unle» der „dictier Vanl" haben bereits uon Ve,len des Miiiisleriliinö dec« Imurn ihre qellehnn^ende Er-ttdinimtt erfahren, — Die „Ä„ftro'rssyptisch'e Valik" wird, wie wir höre,,, schon iu den „ächslen Tagen ihre Thätigkeit beginnen. — Man suuialisirt nn^ ferner das Entstehen einer „Wiener HaudclSbcn,!' fi,r ssorstproductc" mit einem Capitale lion 40 Millionen Gulden, wovon jedoch vorerst 20 Millionen mit einer «« z»»,»,z»»»» «'»««>>»»'<»«" ans dem engen Nahmen einer Privatnnleriieh-mnng heraustreten nnd sich ln eine Acliengcsellschaft nmwau-deln soll. Vaibacli, 31, März Auf dem heutigen Martte sind er-schicuen: 8 Wagen mit Getreide, 1:! Wagen uud 2 Schiffe (20 Äluster) mit Holz. Durchschnitts-Preise. Mlt.- Mgz.» Mtl.- Mg,.. fi. lr. ss. lr. st. lr. fi. ll. Weizen pr. Metzeu 4 5()l 5 — Vutler pr. Pfund — 4« —>— iiorn „ 2 80 310 Eier pr. Stilck — Iz------- Gerste „ 2 «0 2 i»2 Milch pr. Maß — 10 !— Hafer „ 190 2— Rindfleisch pr, Pfd. -2l—— Halbfrncht „ —!- ci 42 Kalbfleisch „ —24------- Heiden „ 2 40 3 10 Schweinefleisch,, —22------- Hirse „ 2 45 2 tt<» Schopsrusleisch „ — IU------- itnturich „ 2 i)0 2 Utt Hähndel pr. Stllck — 30------- Erdäpfel „ 1 s><)------ Tauben „ — 15i------- lünsen „ 3 —------- Heu pr. Zentner — ^>------- Erbsen „ 3 20------- Stroh",, —70- — Fisolen „ 4 50— Holz, hart., prKlst. -— 7 50 Rindsschlllalz Pfd, - 55-------^ weiches, „ -------5 50 Schweineschmalz „ — 44 -^— Wein, rother, pr. ^ Speck, frisch, „ — 28------- Eimer------c, __ .- geräuchert „ —>42------- — weißer ,. __ __ 10 — Angekomlttene Fremde. An« 30. März. Stadt Wien. Die Herren: Zuanul; Dr. Maildic, l. l. Oberarzt, nnd Gschcitrr, Gastgeber, von Trieft. — Drazil, Kausm.. vou Graz, — Skaria. Postmeister, uou Krainburg. Reiß, Reis,, und Kohn, Kanfm,, von Wien. — Vodensteiu, Forstmeister, vo» Schnecberg (s'lef.int. Die Herren: Bolle, Malovec, Marlel, Smolic u»d ^lielüier, Techniker; Dr. Schwarz, Pros,; Brun u»d Spist, von Graz. — Vcvall, Schneidermeister, von Görz. — Ieröe, Lehrer, von St. Lorenz. ^^ Dermcl, Lehrer, von Adclsberg. — Romanovstr), Kalifm,, vou Frankfnrt a. M. Vaierischev >)of. Die Herren: Vrezic. Lehrer, von Leölouc. — Naltowcil, Sclnleiderineistcr, von Oedcxlmra,. Molirell. Herr Schnabel, Privatier, von Wien. ff >^,^3 3V^ I ^1 0ll.Mg. 322.i»,, 4^1.4 SW. schwach ganz bew. 31. 2 „ N. 323.,^, U. 8» SW, schwach 'halbheitcr ^ 0.uu 10 „ Ab.. 323.u... -I- 2.8 SW schwach, sternenhell ! Morgenroth, untertags wechselnde Bewölkung, sonniger Tag, Abends ganz aufgeheitert. Das TagcSiuiltel der Wärme ^- 4 3", nnl 14° unter dem Normale. Verautworüicher Redacteur: 3g"a, v. Kleinmayr. Nnl'l^nl»^»'»«'^^ Wien, 30. März. Für Foudö uud Acü'en machle sich eine giiüstigc Stimmung gellend und einige Gattungen der letzteren schlugen merklich anf, während sich a^ Devijett WNlji.NUi'llUil. uud Valuten fühlbar vertheuerten. Geld ziemlich flüssig. ' _______ Allgemeine Ttantsschuld. Für 100 sl. Geld Waare Cilihritlichc Staatsschuld zn 5» pCt.: iu Note» verziuöl, Mai-November K3.40 rlos. v.J. 1860 zu 10!» sl. . . „5 „ 1!»« — 106.50 Ml Verlos, v I.1864 zu 100 sl...... 127.80 128. - Hoino-Rellleusch zu 42 l.i<-c, ÄU»!. pr. Stück.....83,50 24. ' Staatö-DoiuäneU'Pfanddricse zu 120 fl. ö W. (300 6r. 5 PCt.) m Silber pr. StUck . . . 111».— 119.50 wrundentlastungS-Vbligationel,. Fur 100 fl. Geld Waare Nicdcr-Oestcrrcich . . zu 5 ftEt. 92.50 93.— Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 90." 91,— Salzburg .... „ 5 „ 90.- 91.- Böhmen .... »5 „ 92.25 92.75 Mtihrru .... „ 5 „ 90.50 91.— Schlesien .... „5 „ 90.-- 91.— Stelermarl ... „ 5 „ 9».— 91.— Ungarn..... „ 5 „ 78,75 79,25 Temcser-Banal . . „ 5 „ ??.2.'i 77.75 Craalieu und Slavonien „ 5 „ 79. - 79.50 Glllizien .... „5 „ 71.25 71.75 Siebeubilrgru ... „ 5 „ 74.25 74.75 Biikovma .... „ 5 „ 71.25 71,75 Uug. m. d. V.-C. 1867 „ 5 „ 77.75 78.25 Tem.V. m. d.V,-C. 1867 „ 5 „ 75.25 75..75 Actie« spr. Stiicl), Nalioualbaul......73c.— 732 — Kaiser sscrdinandö-Nordbahu zu 1000 st. CM.....2342.-2346 - Eredil-Austalt zu 200 fl. °. W, 315. - 315.20 N. >z, Eec°m.-Ges.zl.500fl, o.W. 818 - - 820.-Stcitseiseub.-Ges. zn 200 ft. EM, oder 50« Fr......»sl.CM. 219 50 220.— Buhm. Westbahu zn 200 fl. . 188.50 :89,— Oest.Don,-Dampfsch.Grs. Z-« 584.— 586,- Oesterreich. Lloyd in Trieft Z I 329.- 330.— Wien,Dampsm.-Aclg, . '. . 320.— 330.— Pester Kettenbrücke .... 675.- 685.— Aüglo-Austria-Bank zn 20" sl, 316.— 316.5,0 Lemberg Czernowiyer Actiru . 18»!,50 187.— Vcrsichcr.-Gcsellschast Donau . !ü50 - 256. - Pfandbriefe (filr 100 fl.) National- 1 banl auf ^ verlosbar zu 5«/« 100 70 100.90 C. M. 1 Nal,oualb.aufij.W.verlosb.5„ 95.50 95.?.^ Ung.Bod.-Cred.-Aust. zu 5'/.,. ^ ^' ^2.75 Mg. ost Bodcu-Credit'Änstllll ! verloSbar zu 5"/„ iu Silber 108.i.0 109 — dlo.il, 33 I.rilckz.zu 5pCt.iu o.W. 92.25 92 50 Lose (pr. Stuck.) j Crcd-A.l.H u,G.z.100fl.ö.W. 168.50 169.-^ Don.'-Dmpssch,-G.,;.100fl,CM, 97.- 97.50 Sladlnem. Oseu „ 40 „ ö. W 37.50 38 50 Salm „ 40 ,. ,. . 42 50 43.-> Geld Waare Palfsy z" 40 fl. ü. W. 35.- 36.- Elary » 40 ,, .. . 37 50 38. - St. Genois „ 40 „ „ . ^3 75 g^ _^ Windischgrätz „ 20 „ „ . 22.59 23 —- Waldstein „ 20 „ „ . 24 50 25.— Krglevlch « 10 „ „ . i<;.__ i<;.50 Rudolf-SNftuug 10 „ „ . is,5o 16 _. Wechsel (3 Mon.) Augsburg filr 100 fl südd. W. 195 25 105.75 Frankfurt a.M. 100 fl. detto 195 ,;o 195, «0 Hambnrg. filr 100 Mark Banlo 93 50 93.7" London für 10 Pf, Sterling . 126 40 126.70 Puri« für 100 Francs . . . 59.49 59.45' Cours der Geldsurten Geld Waare K. Mttuz-Ducatcu . 5 fl. 98l tr. 5 fi. 99 lr. Napoleouöd'or . . 10 „ 14 „ 10 „ 14j " Rilss, Imperialö . - „ — „ — » — " Vercillsthalcr . . l ., 87 „ 1 ,. 87' ,< Silber . . 124 „ 75 „ 12/> „ - " Kraiuischc GruudeullaNuugs - Obligatloueu, P"' uatuotirung: 86 50 Gelb. 90 Waare