^K^t8. Samstag, 23. September 1893. 112. Jahrgang. MbacherOMum. z»!u?3b?!« n ?? ^5"^ ' ^l^ Postvelle » buna : ganzjHhrw fi. l5, halbjährig fi. 7 50. Im « llmp < « lrl ^ Die «Ualb. gtll,. ersebewi tüglich. mit «ulnahme ber Eonn- und ffeiertag«. Die «»«»»»»ratlon brfinbe, fich lie!,,. ^ . .' halbiähiig r dlc Zustrllmig in« Haul gan,>' Warasdorf, welche die Straße Steinamanger- ^eoenburg an einem sehr wichtigen Punkte be- herrschen. Die Nordpartei suchte diese Stellung um jeden Preis zu behaupten, während die Südpartei dieselbe hinwieder mit Einsatz aller Kräfte in ihren Besitz zu bringen trachtete. Die Nordpartei verstärkte die von ihr befetzte, von Natur sehr starke Stellung durch passagere Befestigungen, die in der Nacht von gestern auf heute ausgeführt wurden. Die Südpartei hinwieder concentrierte im Verlaufe des Gefechtes ihre Haupt« kraft gegen die befestigten Höhen. Demgemäß fchien der Schwerpunkt des Kampfes im Centrum zu liegen. Die Unberechenbarkcit der Gefechtsentwickluug führte jedoch überraschenderweise dahin, dafs die Entscheidung auf den westlichen Flügel beider Parteien fiel. Wüh. rend nämlich in der Mitte bei Warasdorf zwischen der beiderseitigen Infanterie und Artillerie ein hart-nackiger uud immer intensiverer Feuerkampf mit versuchsweisen, aber erfolglosen Vorstößen der Südpartei geführt wurde, während sich ferner die Cavallerie-divisionen auf dem östlichen Flügel beider Parteien theils wirksam in Schach hielten, theils durch partielle Attaquen das Ihrige zur Entscheidung beizutragen suchten, stieß der rechte Flügel der Nordpartei unter dem deckenden Schutze weit ausgedehnter Waldungen in die linke Flanke und in den Rücken des gegen Warasdorf eingeschwenkten linken Flügels der Südpartei. Dadurch sah sich nicht nur dieser Flügel allein sondern die ganze zweite Armee (FZM. Baron Rein-lanw zum Ruckzuge bis hinter den Stooberbach ae-nöthigt und somtt um die wgsvorher über die erste Armee (FZM. Baron Schönfeld) errungenen Vortheile wieder gebracht. Während der Kampf auf den Höhen von Warasdorf immer heftiger tobte, konnte man inmitten des« selben unweit des südwestlichen Nusganges von Groß» Warasdorf, im Gegensatze zu dem bläulichen Dunste des rauchschwachen Pulvers, mächtige Rauchwolken emporsteigen sehen. Es war dies eine der auf dem Manöverfelde etablierten Feldbäckereien, deren Backöfen offenbar frifch geheizt wurden. Bei fchärferem Hinsehen bemerkte man von ferne, dafs sich au diese Feldbäckerei auch das in einem früheren Berichte erwähnte Manöver« Verpflegsmagazin von Warasdorf anfchloss. Zwischen dem Magazine und der Bäckerei erhoben sich dreizehn Zelte, deren jedes für dreißig Mann Belagraum hatte. Im Magazine sowohl wie in der Bäckerei gieng der vorgeschriebene Dienst mitten im Kampfgewühle aus dem Manöverfelde uubeirrt und ruhig seinen Gang. Ein flüchtiger Blick genügte, um die Ueberzeugung zu gewinnen, dass man es da mit einem wahren Muster eines Verpflegsetablissements auf dem Manöverselde zu thun habe. In einem der Zelte lagen auf Stroh über 20.000 Portionen von vortrefflicher Güte für ssas. sungen bereit. Andere Zelte dienten dazu. das Brot in zerlegbaren Trögen und aus zerlegbaren Platten zu bereuen. Eme Feldbäckerei von zehn Backöfen stand be-rett jchen Augenblick srisches Brot zu backen. Ein Stoß von Säcken voller Mehl. weckt von wasserdichten Decken, erhob sich nebenan, während ein Rammbrunnen Laibacher Zeitung Nr. 218._______________________________1870 23. September 1693. Die Finanzierung des Unternehmens übernahm das angesehene heimatliche Geldinstitut, die krainische Sparcasse, in bewährter, hochherzig patriotischer Weise, wobei insbesondere der Nmtsdirector derselben, Herr Dr. Josef Suppan, eine unermüdliche, umsichtige und erfolgreiche Thätigkeit entwickelte. Der letzte Fundamentstein zu dem schwierigen Unternehmen ward durch die Concessionsurkunde gelegt, in der den Eoncessionswerbern Karl Fürsten Auersperg und Josef Freiherrn von Schwegel die Allerhöchste Bewilligung zum Baue und Betriebe der als Hauptbahn zweiten Ranges auszuführenden Locomotiv-Eisen-bahn von Laibach über Großlupft nach Straza mit einer Abzweigung nach Gottschee ertheilt wurde. Die national-ökonomische Seite des Unternehmens fand in den Vorstadien des Projectes so vielfache und eingehende Erörterungen, die einzelnen Phasen der Entwicklung zum Baubeginne sind außerdem in so lebhafter Erinnerung, dass wir auf ihre Wiederholung verzichten und uns auf eine in großen Zügen gehaltene Beschreibung des Baues der Linie Laibach-Gottschee beschränken, der unter der ausgezeichneten Leitung des Oberinspectors der k. t. Staatsbahnen Herrn F. Klemencic durch die renommierte Wiener Firma Redlich und Berger ausgeführt wurde. Politische Uebersicht. Laib ach, 22. September, Das große Schauspiel des Krieges, das die Manöver bei Güns geboten, ist beendet. Die Monarchen und Fürstlichkeiten scheiden von der denk« würdigen Stätte, welche einen großen Theil unserer Wehrmacht in trefflicher Verfassung und voller Kriegs« tüchtigkeit den höchsten Aufgaben gewachsen zeigte. Mit besonderer Begeisterung waren alle, denen die Theilnahme an diesen Manövern vergönnt war, bemüht, unter den Augen ihres Allerhöchsten Kriegsherrn und seine erhabenen Verbündeten, des deutschen Kaisers und des Königs von Sachsen, das Ansehen des öster-reichisch'Ungarischen Heeres hochzuhalten. Se. Majestät der deutsche Kaiser bezeigte bei jeder Gelegenheit den innigen und herzlichen Antheil, den er an diesem Heere nimmt; und die erhebenden Worte, mit denen er die Verleihung seiner höchsten Auszeichnung an den Chef unseres Generalstabes motivierte, geben den über-zeugendsten Beweis von der Festigkeit des waffen-brüderlichen Verhältnisses, welches beide Armeen umschlingt. Der «Presse» wird aus Prag in einer bemerkens« werten Correfpondenz über die entschieden zutage tretenden Ernüchterungs - Symptone berichtet. Der Bericht schließt mit den Worten: Es wird angestrengter, unverdrossener Arbeit aller jener bedürfen, die es mit dem czechischen Volke ernst und aufrichtig meinen, um die Fehler des Iungczechenthums gut zu machen. Vorderhand bedeutet die offensichtliche Ernüchterung schon einen! nicht unwesentlichen Fortschritt. Nie die «Politik» meldet, wurde die Plenar» Versammlung des altczechischen politischen Elbevereines in Kolin, welche am 24. d. M. stattfinden' sollte und der die Lcmdtags'Nbgeordncten Professor Braf und Tonner sowie Dr. Mattuü beizuwohnen beabsichtigten, auf spätere Zeit vertagt. Die Iolleinnahmen Serbiens ergeben laut einer detaillierten Bekanntmachung des Finanzministeriums im ersten halben Jahre 1893 gegen das Vorjahr ein^ Plus von 1.520.024-64 Dinar. Die ebenso herzliche als dankbare Theilnahme, welche Kaiser Wilhelm dem Fürsten Bismarck gelegentlich seiner letzten Erkrankung bekundet hat, wird gewiss im ganzen Reiche sympathisch gewürdigt werden. Man wird sich erinnern, dass namentlich im nationalliberalen Lager wiederholt der Wunsch nach einer Aussöhnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem Alt-Reichskanzler ausgesprochen worden ist. Die Nachricht über die Telegramme, welche der Kaiser Wilhelm von Güns aus nach Kissingen an Fürst Bismarck gerichtet und die der Fürst dankend beantwortet hat, stellt auch irrige Mittheilungen aus den letzten Tagen richtig, nach welchen Kaiser Wilhelm während der Krankheit Bismarcks regelmäßige Berichte erhalten haben sollte. Die Aufnahme des versöhnlichen Schrittes des deutschen Kaisers bei den deutschen Parteien wird die erfreuliche Bedeutung des Vorganges erst ganz feststellen. Nach einer «Figaro»-Meldung wird die französische Kammer am 14. November zusammentreten. Die Radicalen haben, so versichert der «Figaro», vorläufig ein einziges Programm, nämlich den Sturz des Ministeriums. Die Rückkunft des seinen Urlaub unterbrechenden Ministers Dupuy nach Paris wurde theils durch die Streiknachrichten, theils durch die Nothwendigkeit bedingt, den nöthigen Vorbereitungen zum Empfange der Russen einige kräftigere Impulse zu geben. Diesbezüglich wird die Passivität des Seine-Präfecten Poubelle sehr scharf getadelt. — Der Deputierte Basly, der Präsident der Vereinigung der streikenden Kohlenarbeiter, erhielt die Zusicherung sämmtlicher socialistischer Kammerdeputierten, eine Agitationsreise nach dem Streikgebiete zu machen, um speciell die noch schwankenden Arbeiter der Anzingruben zu gewinnen. Das Programm der Feste anlässlich des russischen Flottenbesuches wird erst im nächsten Ministerrathe festgestellt werden. Bisher gibt es lediglich nur geräuschvolle Projecte. Gewiss ist, dass kein einziger Matrose kommt, bloß Admiral Avelane, begleitet von ungefähr fünfzig Officieren. Die Feste werden dadurch jenen populären Charakter verlieren, den man ihnen aufprägen wollte. In der letzten Sitzung des englischen Unterhauses versprach der Staatssecretär des Innern, Asquith, auf eine Anfrage Lowthers, eine Untersuchung über den Vorfall in Fratherstone, wo Soldaten aus streikende Bergleute geschossen hatten, ein« leiten zu lassen. Gleichzeitig übte Asquith aber eine lebhafte Kritik an den Ansprachen, welche von gewissen radicalen Parlamentsmitgliedern an die Ausständigen gehalten worden waren. Wie ein Telegramm des «Newyork Herald» aus Panama meldet, wurde General Vasquez zum Präsidenten der Republik Honduras gewähk, nachdem der bisherige Präsident General Leiva seine Demission gegeben hatte. ! Wie der «Hamburgische Correspondent» meldet, wurde die telegraphische Korrespondenz mit Brasilien wieder gestattet, Ehiffre-Depeschen sind jedoch ausgeschlossen. Tagesneuigleiten. — (Feier des Geburtstages des Kaisers in Vuenos-Ayres.) Wie dcr «Pol. Corr.» aus Buenos-Nyres geschrieben wird, ist, sowie allenthalben im Auslande, auch dort die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers in gebärender Weise begangen worden. Vertreter der beiden patriotisch-humanitären Vereine «lOouoo» und «Voeorro» mutno»» erschienen am Festtage aus der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft und brachten die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche der österreichisch-ungarischen Colonie zum Ausdrucke. Die in der Provinz Santa Fe' ansässigen Oesterreicher und Ungar" übersendeten durch den k. und k. Viceconsul, Herrn Mal" dim, ein Huldigungstelegramm. Auch die Vertreter der fremden Staaten haben auf der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft Gratulationsbesuche abgestattet. — (Truppentransporte.) Gestern und heute wurden von Steinamanger und den Nachbarstationen die bei den Günser Manövern betheiligten Truppen in der Stärke von 95.000 Mann einwaggoniert und nach Süden uud Norden in ihre Ubicationen dirigiert. Auf dem ÄaP" Hofe in Steinamanger herrschte ein sehr reges Leben, v seitens der Direction der ungarischen Südbahnlinien g"^ Vorkehrungen getroffen waren, um diese stattliche Trupps menge auf das rascheste und exacteste zu befördern. " sind zu diesem Zwecke während der ganzen Manöver do als Leiter dieser Truppentransporte Oberst Naßwette und Südbahndirector Ritter voa Vram sowie Verleh" Oberingemeur Weiß anwesend, um alle nothwendig Vorkehrungen zu treffen, damit die Nbtransportierung °e Militärzüge anstandslos vonstatten gehe. Die Leistung der Südbahn, welche die Einwaggonierungen besorgt, u in zweiter Linie die der ungarischen Staatsbahn, tve^ einen Theil der fertig gestellten Truftpenzüge zu übernehw hat, sind zweifellos ganz hervorragende, da es keine u ringe Aufgabe ist, in ungefähr 30 Stunden Truppe massen von 95.000 Mann mit 6000 Pferden U«d entsprechende Anzahl des Nrtillerieparles in so lle^ ' nicht für derartige Einwaggonierungen vorgesehenen v tionen zu verladen. Zudem ist die Südbahnstrecle ^ nur eingeleisig. Ebenso bemerkenswert ist die ^H^Vi" Generalstabsobersten Naßwetter, der die militärische rigierung durchgeführt. huhtt wurde, wurde vom Richter verurtheilt, so lange im Gefängnis zu bleiben, bis er lesen und schreiben gelernt haben würde, und ein anderer Angeklagter, der nicht ganz unwissend war, wurde zu gleicher geit verurtheilt, dem «rftgenannten so lange Gesellschaft zu leisten, bis es ihm »nungen wäre, jenem das Lefen und Schreiben bei« zubringen. Nach drei Wochen konnten die beiden aus dem Gefängnis entlassen werden, da sie ihre Aufgabe zur »roßten Zufriedenheit des Richters erfüllt hatten. -— (Das neue rumänische Gewehr.) Die Mtung des neuen rumänifchen i» - 5-Millimeter-Gewehres - ^.2 findet sich in einem vom äußerst rührigen Orc.u! pu^icHtiuiiilor militar herausgegebenen Entwürfe einer Manterie-Schiehvorschrift dahin präcisiert, dass die Ge-Hwinbigleit des 10 5 Gramm schweren Geschosses auf ^b Meter vor der Mündung 730 Meter, die größte hchussweite 2000 Meter beträgt, auf welcher Distanz noch eine bedeutende Durchschlagskraft constatiert wurde, «uf 1000 Meter Entfernung erhebt sich die Flugbahn un Abstände von circa 600 Meter auf «85 Meter Über den Mündungshorizont. während diefelbe auf allen Vchussdistanzen innerhalb 600 Meter (und eiwaS dar» Über) noch für den stehenden Infanteristen, innerhalb 700 Meter (und etwas darüber) für den Reiter vollkommen bestreichend ist. Die correfpondierenden Scheitelhöhen für die zwei genannten Grenzentfernungen betragen nämlich 1 65, beziehungsweise 2 64 Meter. — (Aus Rom) wird berichtet, dass man in Neapel demnächst die Ankunft des Vruders des Königs von Siam mit großem Gefolge erwarte; derfelbe werde auch Rom und Monza befuchen und an letzterem Orte um dem Könige Humbert eine Zusammenkunft haben. Local- uni Provinziol-NachrichtenV Sitzung der Oandels- und Gewerbekammer für Krain. ^ * Gestern nachmittags fand unter dem Vorsitze des vandelslammer-Präsidenten Herrn Perdan im Magistrats« ^aale eine öffentliche Sitzung der Handels' und Gewerbe-°"lner statt. Nach Vorlage des Protokolls der letzten .'«"ng wurde zur Erledigung der Tagesordnung ge-lMttten, und zwar sprach sich die Kammer über die Ge-erbsberechtigung der Spengler dahin aus, dass der t^Wer die aus Blech angefertigten Petroleumlampen zu Uren berechtigt ist, hingegen für den Handel mit eisernen Kuck""' kupfernen Wasserschöpfern, Porzellan- und y?k"a.eschirr ein^ eigene Gewerbsberechtigung erlangen Ueber den Entwurf einer Ministerialverorbnung in-betreff des Prüsungs- und Zeugniswesens sür Bewerber um die Concession zu einem Baugewerbe (Vau-, Maurer-, Steinmetz-, Zimmer- und Brunnenmeistergewerbe), ferner inbetreff der bei Vereinigung mehrerer Baugewerbe in einer Person zu gewährenden Erleichterungen hat sich die ! Kammer nach erfolgter Einvernehmung der bezüglichen Baugewerbsleute dahin geäußert, dass die Verordnung den Anforderungen entfpreche. Ueber eine Note der l. l. Landesregierung, in welcher mitgetheilt wird, dafs das hohe l. k. Ministerium für Cultus und Unterricht im Sommerfemester 1893/94 an der Staats-Gewerbeschule in Graz einen fünfmonatlichen Curs zur Heranbildung von Zeichenlehrern für gewerbliche Fortbildungsschulen veranstalten lassen will, an welchem 7 bis 15 Frequentanten aus Krain theilnehmen sollen, wurde beschlossen, die Erklärung abzugeben, der Unterrichtsverwaltung die Durchführung des gebachien Eurses durch die Gewährung eines Beitrages für die Lehrer während der Frequentierung des Curses zu er« leichtern, wie dies auch anlüsslich des Curses im Jahre 1889/90 geschah. Die Kammer sprach sich sür die Abänderung des § 4 der Genossenschaftsstatuten der Schuhmacher in Lai« bach dahin aus, dass die Einführung der Aufnahms-gebür von 1 auf 3 fl. bewilligt und dafs der ß 14 infoweil geändert werde, dafs zur Beschlussfähigleit der Genossenschaft die Anwefenheit von einem Drittel der stimmberechtigten Mitglieder genüge. Als Mitglieder der Wahlcommifsion wurden die Herren Baumgartner, Klein, Krenner, Perdan, Slabernö und Supancic in Vorschlag gebracht. Ueber eine Anfrage der l. l. Landesregierung äußerte sich die Kammer dahin, dass Greisler zum Verkaufe von Bier in geschlossenen Gesäßen nicht berechtigt sind. Bezüglich der Gesuche der Ortschaft Ober-Straza und der Gemeinde Mulau um Bewilligung von Iahrund Viehmärlten beschloss die Kammer, auf Abweisung zu beantragen. Weiters wurde beschlossen, sich gegen die Einführung des Maximaltarifes für Rindfleisch in Stein zu äußern, für die Ausscheidung der Kaffeesieder und der Gastwirte-Genossenschaft in Laibach und Bildung einer «genen Genossenschaft sich auszusprechen und das Gesuch der Triester Börsedeputation um Förderung der österreichischen Handelsmarine bei dem hohen Handelsministerium zu unterstützen. Ueber die Eingabe des Vereines zur Verbreitung landwirtschaftlicher Kenntnisse, welcher im Frühjahre 1894 in Wien eine internationale Ausstellung veranstalten will, wurde als Delegierter in das Ausstellunascomiti lais. Rath Murnik gewählt. Das hohe k. l. Handelsministerium beabsichtigt einen Gesetzentwurf in Vorlage zu bringen, mit welchem der Handelsmimster ermächtiget wird, für gewisse in- und ausländische, sür den inländischen Verkehr bestimmte Warengattungen, die in Paketen oder anderen Aufmachungen in den Detailhandel kommen und b> züglich deren eine solche Anordnung zum Schutze gegen Quantitätsverkürzungen nothwendig erscheint, nach Anhörung der Handels- und Gewerbckammern im Verordnungswege vorzuschreiben, dass dieselben, insoferne deren Quantität dem Käufer nicht vorgewogen oder vorgemessen wird, nur unter ausdrücklicher Bezeichnung der Menge (Gewicht, Maß, Zahl) verkauft oder fönst in den Verkehr geseht werden dürfen. Der bezügliche Erlass sammt dem Gesetz- und Verordnungsentwurse wurde an Industrielle und Genossenschaften zur Aeußerung übermittelt. Die Mehrheit der eingelaufenen Gutachten spricht sich für den Nezeichnungszwang aus. Das Gremium der Kaufleute in Laibach hat folgende Anträge gestellt: Es erklärt sich mit dem Erlasse eines diesbezüglichen Gesetzes zum Schutze gegen Quantitätsverkürzungen einverstanden. Der Netto-Inhalt soll womöglich an der Ware selbst, sonst aber an der äußeren Emballage deutlich ersichtlich gemacht werden. Bei Warengattungen, als Knöpfen, Hafteln, Nägeln, Stiften, Zündhölzchen, deren Zählung im Verhältnisse zu dem Werte zu zeitraubend ist, können kleine Differenzen vorkommen. Bei diesen Waren könnte gleichzeitig das Nettogewicht angebracht werben, wodurch größere Differenzen beseitigt werben. Die Strafen wegen unrichtiger Quantitätsangabe sollen denjenigen treffen, der dieselbe an der Ware angebracht hat. Das Gremium spricht sich weiter dahin aus, dass in dem bezüglichen Gesetze ohne specielle Anführung von Handelsartikeln eine Bestimmung Aufnahme finden möge, die dahin gienge, dass in- und ausländische, zum Verkehr im Inlande bestimmte Warengattungen, die in Paketen u. dergl. in den Detailhandel kommen, soferne deren Quantität dem Käufer weder vorgewogen, vorgemessen oder vorgezähltt wird, nur unter ausdrücklicher, leicht sichtbarer Bezeichnung des Netto-Inhaltes aus der äußeren Emballage verlauft oder sonst in den Handel geseht werden dürfen. Die Kammer beschloss über Antrag der Section, sich für die allgemeine Einführung des Bezeichnu«gszwanges unter Vorlage der eingelangten Aeußerungen in ihrem Berichte an das hohe Handelsministerium auszusprechen. Es wurde weiter beschlossen, sür die zu errichtende gewerbliche Fortbildungsschule in St. Veit bei Laibach, unter Voraussetzung der Genehmigung des hohen Handelsministeriums, einen Beitrag von 50 Gulden zu bewilligen und die Eingabe der Görzer Handelskammer an das hohe Handelsministerium, mit welcher dessen Verwendung beim hohen k. l. Finanzministerium erbeten wurde, damit bei der bevorstehenden Einziehung der gegenwärtig im Umlauf befindlichen Noten, den Staatsnoten per 50 Gulden, der Vorrang gegeben werde, zu unterstützen. — (Oefsentliche Tombola.) Der erste Laibacher Krankenunterftützungs» und Versorgungsverein der-anftaltet zum Besten seines Fonbes, wie schon seit einer Reihe von Jahren, auch heuer wieder eine öffentliche Tombola (die achte) in der Sternall«, und zwar schon am Sonntag den 1. October um 3 Uhr nachmittag«. Es wird zu diesem Zwecke der dem genannten Vereine eigenthümliche Tombolathurm aufgestellt, auf welchem sich die Tribüne des Comite's befindet. Die erste Tombola beträgt 200 Kronen in Gold, die zweite 100 Kronen. Vorausgesetzt die Genehmigung des Herrn l. und l. Obersten des Regiments König der Belgier, wird die Regimentsmusil in seiner neuen Garnison von 2 bis 3 Uhr nachmittag« vor dem Thurme in der Sternallee, voraussichtlich das erstemal bei uns öffentlich, concertieren. Dieses aus Italien zu uns überkommene Volksvergnügen hat sich hier sehr rasch die allgemeinste Beliebtheit zu erwerben gewusst, und wenn man bedenkt, dass aus dem Wege dieser Tombolas 3>ie Keitnat des Olücks. Roman von Maz von Weißenthurn. ll,2, Fortsetzung.) Ninli^« ^mem letzten Worte fast zugleich flog die baa? ' - ^ auf, und herein stürzte mit aufgelöstem zerln'.»!" ^Mr ganzen Erscheinung vom Gewittersturm hettv s- A""'b bleich und verstört, verzerrt — To^/l^ !" Dank,» entrang es sich ihr wie ein kein nv 5 i während sie vor ihm, dessen Bestürzung T>an, ^ kannte, niedersank auf die Knie, «Gott sei hier f« ?7 '^ bisher kam und dass ich Sie — Sie Mo! Denn mein Vater — mein Vater — gezoaen 5 ?." ^vlose lehnte sie, die er zu sich empor- a UN yatte, m semen Armen. Eie l'^1 Vater?» wiederholte er. «Hetty, sprechen und ?n ^" Me — was ist es, was Sie durch Sturm ^ m^i >? hierher trieb? Was ist geschehen? Was ist M'/lt.nnt Ihrem Vater?. schloack !!"^ AMI, welcher seine Worte nur einen grist m? Ausdruck gaben, starrte Hermann Vander-"ieder w,^ todbleiche Antlitz des jungen Mädchens wilden Elches so nahe seinem Herzen ruhte, dass sie den ^"tworl f F desselben vernehmen musste. Aber keine pMlns? «and seine bange Frage; ihre Lippen blieben das f,'en; "ur krampfhaft umzuckte es dieselben, nnd KuM?l ^.zittern ihrer Gestalt gab ihm einzig davon hatte ' ^ seine Worte vernommen und verstanden er sei«^tty, reden Sie — reden Sie,» wiederholte ist e« ^. Vende Mahnunq. «Was ist geschehen? Was ""t Ihrem Vater, dass Sie, aNer Unbilden des Unwetters nicht achtend, so jedes Schutzes bar hierher eilten?» Seine ernente Frage rüttelte sie gewaltsam auf, und mit aller Ueberwindung, der sie, ihre Schwäche bekämpfend, nur fähig war, antwortete sie ihm endlich stoßweise: «Ich musste — ich musste hierherkommen — ich konnte nicht anders. Im musste von Ihnen selbst es hören, dass Sie heut abends nicht — nicht in Clyst-Hazel waren. Denn ein grässlicher Trug narrte mich, aber ich will es glauben, dass es nur ein Trug war,' wenn Sie es mir sagen, und keine Seele soll je ein Wort davon erfahren! Schwören Sie mir, dafs Sie heute abends nicht in Clyst-Hazel waren, und ich will Ihren Schwur durch den meinigen bekräftigen, trotz des Truges, der mich durch die Glasthür zum Neben-ranm Sie hereinstürzen und ihm gegenübertreten sehen ließ — ich will es beschwören, denn jedes Haar auf meinem Haupte sträubt sich gegen den Gedanken, dass man behaupten könnte, dass Sie — Sie ihn ermordet haben!» «Ermordet!» wiederholte er entsetzt. Sie nickte einzig — eine automatische Bewegung. «Ja, er ist todt, mein armer Vater, todt und starr,» sprach sie, selbst starren Tones. «So jäh die Gestalt, die ich für die Ihre hielt, gekommen, so schnell war sie verschwunden, und ich in meiner grenzenlosen Angst läutete Sturm. Das Hereinstürzen aller, die in Clyst-Hazel sind, brachte mich erst zum Bewusstsein dessen, was ich that, und die Gefahr erkennend, die Ihnen drohte, erklärte ich, ich sei ins Zimmer gekommen und hatte ihn todt gesunden. Mit leinen Folterqualen soll man mich dazu bewegen können, nur ein Wort weiter zu sprechen! Lieber will ich sterben! Wissen Sie denn nicht, dass ich mich freudig todten ließe, um Sie zu retten?» Mit einer verzweifelten Geberde klammerte sie sich plötzlich an seinen Arm. «Ich will Ihnen die Wahrheit bekennen,» fuhr sie fort, «Sie sollen alles wissen. Es ist mir nichts mehr daran gelegen, mich zu verrathen. Ich liebe Sie, ja, ich liebe Sie! Ich gehöre Ihnen auf ewig an, mit ganzer Seele, mit meinem ganzen Sein! Mein Vater ist todt, und ich kann ihn nicht betrauern; ich kann nur an Sie denken. Ach, wenn Sie mich nur halb so sehr lieben, wie ich Sie liebe, dann geloben Sie mir, nie einer Menschenseele zu gestehen, dass Sie an diesem entsetzlichen Abend in Clyst-Hazel gewesen sind.» Ein heißes Flehen sprach aus ihren zu ihm emporgerichteten Augen. «Sagen Sie es mir, o sagen Sie es mir,» drang sie in ihn, «sagen Sie es mir, bevor die Angst um Sie mich zum Wahnsinn treibt!» Zum Wahnsinn! Einem halben Wahnsinn gleich dünkte es ihn schon, was sie zu ihm sprach, aber er bezwang sich, und sie fest an sich ziehend antwortete er ihr: «Hetty, Geliebte, du bist außer dir! Du weiht nicht, was du sprichst. Ich schwöre dir. wie du es verlangst, dass ich heut abends dies haus nicht verlassen habe! Ich war nichi in Clystchazel, seit ich ei ge tern verlieh. Ich habe deinen Vater seitdem nicht gesehen.. ^ lHortjetzung sol«».) Lilibacher Zeitung «r. 218 1872 23 September 1893. bereits an 10.000 fl. wohlthätigen Zwecken zugeführt wurden (für verwundete Soldaten, die Stadtarmen, den patriotischen Landeshilfsverein fter Frauen und Herren), das Elifabeth'Kinderspital. den Kranlenfond der Feuerwehr, den obgenannten Kränkenderem) und dass da« Erträgnis der diesjährigen Tombola kranken und erwerbsunfähig gewordenen Gewerbetreibenden zugute kommt, so ist nicht zu zweifeln, dass die allgemeinste Theilnahme sich diesem humanitären Unternehmen zuwenden wird. Die Gewinste werden in der Handlung des Herrn lkarl Karinger am Rathhausplahe zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt. Das Nähere enthalten die Placate. — (Zuschneide-Lehranftalt in Laibach.) Diese erste private Fachlehranstalt in Kram wurde bekanntlich -vor zwei Jahren vom hiesigen Schneidermeister Herrn M. Kunc errichtet. Der Zweck dieser Schule besteht darin, sowohl dem berufsmäßigen Fachnachwuchse im Bekleidungsgewerbe als auch der häuslichen und Wirt' schastlichen Privatthätigkeit der Damenwelt jene rationellen Grundlagen zur höheren Ausbildung in den einschlägigen Fachkenntnissen zu vermitteln, welche nur in stabilen und mit allen modernen Lehrbehelfen ausgestatteten Schulen geboten werden können. Ausgebildet wurden bisher im ganzen 54 schüler, darunter 28 Männer« schneider und 26 Damen. Die Schüler kamen zumeist aus Krain, etliche jedoch aus Steiermark, Kürnten und Iftrien, und erzielten zu«est sehr gute Erfolge. Angesichts der Vedeutung diefer Lehranstalt für den Fort« schritt der Velleidungs-Industrie im Lande wurden für das Jahr 1893 vom lrainischen Landesausschusse an ? Schüler und 3 Schülerinnen Stipendien ic 30 st., be« ziehungsweife 20 fi., zur Ermöglichung der Theilnahme an den Lehrcursen bewilligt. Durch eine von der Leitung der Anstalt beabsichtigte Erweiterung der Lehrcurse, welche im Laufe des künftigen Jahres durchgeführt werden dürfte, wird diese Zuschneide«Lehranftalt eine der um« fassendften Privat-Fachfchulen in Oesterreich werden. — (Im offenen Ieichensaale) der hiesigen l. l. Fachschule für Holzindustrie beginnt der Unterricht Sonntag den 24. September. — Der offene Zeichensaal hat bekanntlich den Zweck, selbständigen Gewerbetreibenden, Gehilfen, absolvierten Schülern der Anstalt und überhaupt jedeck Erwachsenen Gelegenheit zu geben, sich unter Beihilfe der Lehrkräfte der Fachschule im Zeichnen überhaupt und speciell im Codieren und Entwerfen kunstgewerblicher Projecte zu üben. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Anmeldungen zum Be-fuche des offenen Ieichensaale« werden in der Directions-tanzlei der l. k. gewerblichen Fachschulen entgegengenommen. — (Beamten-Vauverein.) Die Statuten dieses zu gründenden Vereines find nunmehr ausgearbeitet, werden in Druck gelegt und in der nächsten Woche vertheilt. Nach Begutachtung durch den Gesammtausschuss erfolgt sodann die Einberufung der Generalversammlung. — (Laib acher Aussteller.) Die Besucher der schönen Innsbrucker Ausstellung erblicken in der tirolischen Hauptstadt auch ein Stück Laibacher Industrie. Die Firma Tönnies stellte dort Maschinenbeftandtheile aus, die sich namentlich seitens der industriellen Kreise lebhafter Aufmerksamkeit erfreuen. i^ — («Argo».) Von diefer Zeitschrift für Landes-künde ist soeben das achte Heft erschienen. Außer der Fortsetzung der trefflichen Reiseslizzen aus Italien vom Museal-Cuftos N. Müllner bringt Professor Voh einen interessanten Artikel über die Pflanze Hoadio»» I'renw, llao^uet, Lustos Müllner eine Abhandlung über Veisen-berg und über Speere der «alten Bronzezeit» im Laibacher Museum (letztere mit einer Tafel). Ferner finden wir eine Zuschrift des militär-geographischen Institutes über die Wahl der Benennung «Sannthaler Alpen», und den Abfchlufs des reichen, fesselnden Inhaltes bildet ein Artikel des Historiograph«« P. v. Radics über «Die Landmannfchaft und der Freiherrnstand Valvasors». * (Brand durch Blitzschlag.) Am 16. d.M. schlug der Blitz in den Stall des Besitzers Mathias Krajc in Grahovo ein und setzte außer diesem Object eine Dreschtenne des Genannten und den Stall des Besitzers Gregor Ule in Brand; diese drei Objecte wurden sammt den Futtervorräthen ein Raub der Flammen, und nur dem energischen Einschreiten der Feuerwehren von Iirlnitz und Niederdorf sowie der Ortsbewohner ist es zu verdanken, dass das Feuer localifiert wurde. Der Schaden des Krajc beläuft sich auf 3500 fl., jener des Ule auf 500 fl.. und es ist nur ersterer mit dem Betrage von 500 fl. versichert. —r. — (DieReserviftende« 17. Infanterie. Regiments) sind gestern mit Militärzug der Sübbahn hier eingetroffen, werden heute abgerüstet und in ihre Heimat entlassen. ^- (Priester ju bilä um.) Der hochw. Pfarrer Nl««! V«le«ml in Neuthal feierte unter freudiger °« ". d- M. sein Knaben A7/^ wollten die im SaveflussZ S^mmhZ ^ Knabe Iapelj in die Strömung und «Iran,. ^"^' des verunglückten Knaben wurde bereit» gesund««. —!>. * (Verunglückung.) Am 19. d. M. fiel der Lampenanzünder der Papierfabrik in Iofefsthal Andreas Mocilnikar derart unglücklich von einer Leiter, dass er bald darauf starb. —r. — (Eisenbahn'Frachtbriefe)mit deutschen und slovenischem Text sind gegenwärtig in Verkehr gesetzt worden und bei den einzelnen Verkaufsstellen zu bekommen. — (In Präwald) wurde eine poftcombinierte Telegraphenstation mit beschränktem Tagdienste am 21sten d. M. eröffnet. — (Für Auswanderer.) Einer Mittheilung der lönigl. italienischen Präfectur in Udine an das Grenz-Eommissariat in Eormons zufolge hat die brasilianische Regierung den aus Italien kommenden Auswanderern den Eintritt in den Häfen Brasiliens untersagt, und werden daher auch die Auswanderer aus Oesterreich-Ungarn an der italienischen Grenze zurückgewiesen. —o. — (Der Landtagspräsident M. Hrvat) ist vorgestern vormittags in Pjalooar gestorben. Der Verstorbene wurde am 4. October 1884 zum Präsidenten des kroatischen Landtages gewählt; er erreichte ein Alter von 6? Jahren. Neueste Post. Original-Telegramme der Laitmcher Zeitung. Wien, 22. September. Seine Majestät der Kaiser, der Herzog von Connaught und Erzherzog Franz Salvator sind gestern abends um halb 11 Uhr hier eingetroffen. Der Kaiser verblieb in Schönbrunn; der Herzog von Connaught und Erzherzog Franz Salvator begaben sich in die Hofburg. Heute früh ist der Herzog von Connaught nach London abgereist. Ueber Wunsch des Herzogs, welcher sich schon gestern vom Kaiser verabschiedete, unterblieb jede officielle Aufwartung auf dem Bahnhofe. GünS, 22. September. Das gestrige letzte Manöver verlief auf das glänzendste. Der Kaiser dankte wärmsten« dem Erzherzog Albrecht für die hingebungsvolle Manöver« leitung, zollte die höchste Anerkennung dem Oeneral-stabschef FZVl Freiherrn von Beck, dankte ferner den Armeecommandanten und Generalen und zollte den Truppen aller Waffen uneingeschränktes Lob. Ein Armeebefehl des Kaisers spricht die hohe Befriedigung über den kriegsmäßigen Entwurf und die Ausführung der Manöver aus, hebt anerkennend die Kriegstüchtigkeit der betheiligten Truppen der Armee und beider Landwehren hervor und spricht die besondere Beruhigung aus, dass infolge des zielbewussten Vorgehens der berufenen Factoren und der herrschenden Disciplin der Gesundheitszustand der Truppen ein ausgezeichneter blieb. Der Kaiser und die Monarchie blicken voll Vertrauen auf die gesammte Wehrkraft, welche, mit ununterbrochener Ausdauer sich der Vervollkommnung ihrer Ausbildung widmend, sich aller Pflichten vollkommen bewusst ist. Giins, 22. September. Seine Majestät der Kaiser drückte den Schiedsrichtern, den übrigen Functionären der Manöver-Oberleitung und den Ordonnanzofficieren die lobendste Anerkennung aus; der deutsche Kaiser, der König von Sachsen und der Herzog Connaught zollten bei der Abschiedsaudienz des Generalstabschess Veck demselben das wärmste Lob über die gute Haltung und Leistungen der Truppen aller Waffengattungen. Giins, 22. September. Die Manöver-Oberleitung löste sich heute auf. Die Herren Erzherzoge Albrecht, Wilhelm, Rainer und Eugen reisten mit Gefolge um 7 Uhr früh mittelst Hof-Separatzuges, die Generale und Officiere der Manöver-Oberleitung sowie die Schiedsrichter um 8 Uhr früh mit einem Separatzuge nach Wien ab. Die Militär-Attachis waren schon zuvor mittelst Separatzuges um '/.7 Uhr früh ebendorthin abgereist. Güns, 22. September. Der deutsche Kaiser und der König von Sachsen sind gestern nachmittags unter brausenden Eljen-Rufen des Publicums zu den Jagden nach Bellye abgereist. Kaiser Franz Josef umarmte und küsste die Majestäten zweimal. Abends 6 Uhr 20 M. reisten Kaiser Franz Josef, der Herzog von Connaught und Erzherzog Franz Salvator unter begeisterten Eljen-Rufen der massenhaften Bevölkerung ab. Mohäcs, 22. September. Der deutfche Kaiser, der König von Sachsen, Prinz Leopold von Baiern und Erzherzog Friedrich sind nachts hier eingetroffen. Von der Volksmenge enthusiastisch begrüßt, schifften sie sich auf den Donaudampfer «Orient» ein, welcher um 3 Uhr früh in Bogfok anlangte. Die hohen Iagdgäste begaben sich an das Ufer in die ihnen bestimmten Jagdreviere; das Wetter war prachtvoll, die Pürsche dauerte bis 9 Uhr vormittagts. Die hohen Herrschaften waren nur von je einem Jäger und einem Gewehr« träger begleitet. Buenos Ayres, 21. September. Aus Brasilien verlautet gerüchtweise, dass die aufständischen Schiffe in Santos zurückgeschlagen wurden. Cholera. Wien, 22. September. (Eholerabulletin): 3« Galizim kamen in den letzten 24 Stunden 14 Erkrankungen und 14 Todesfälle, in Ungarn 20 Erkrankungen und 7 Todesfälle (davon in Budapest 4 Erkrankungen und 1 Todesfall), in Hamburg 1« Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Berlin 3 Er» krankungen vor. ^ Angekommene Fremde. Den 20. September. Hotel Stadt Wien. Huß, Oberinspector; Dunkler, Rosenöl. Reis.: Herzet, Kfm., Wien. — Slarja, Oberlieut., Pola. -" Sinutti s. Tochter, Private, Ratschach. — Dr. Gottlieb. PrG — von O'Lynch, Schauspielerin. Graz. — Nugustin, Leoben. — Spitz. Zeisel, Brunn. — Dr. Graf, Ndvocat. Neudegg." Nord, Lemberg. — Roth. Budapest. — Dr. Rinder s. 3"«' Rosenheim. — Hall s. Töchtern, Ingenieur. Rudolfswert. -Sattler, Kfm., Frankfurt. — Thoman, Kfm., München. ^ Mazaratti, Kfm., Marburg. ^ Hotel sslefant. Fürst; Schliminger s. Frau; Hirschsohn: A°"' l. und l. Lieutenant; Schwab und Warbera., Kflte.. M«»' — Winzer. Reis., Prag. — Mitlavciö, Priester. Heil. KreO — Ahcin, Bäcker, Susal. — Paniaton, Komoru. -^ v^ chali, Fiume. - Faligovic, Nisch. — Miliwojevich, «elgra^ — Lauter, Marburg. — Aunettc, Wurffeld. - IouchmM' Besitzer, s. Töchter. Haidenschaft. — N. und Vt. CuM Kragujevac. — Teß s. Sohn, Cormons. — Keber s. M^ Gmünd. — Dobrovich. St. Veit. - Peitl, Chorherr, St.Flon?"' Pustovrh, Cilli. — Deu, Marburg. — Stare s. Kindern, Slew' -- Leder, Oberinspector. Graz. — Mafsaratti, Kfm., Tl«^ — Hammer. Kfm., Saaz. — Kraffl, Kfm., Crefeld. ^ ^.. Hotel «aierischer Hof. Hiris, Gottschee. — Johann u. Maw°' Schello, Tschernembl. — Krauland, Schneidermeister "". Hvnigman, Besitzer, Windischdorf. — Blaj, HandelA«""' Gurl. — Lampl Feldwebel, s. Frau u. Pregl, Cassiers'MN" s. Sohn, Graz. ^ Gafthol Kaiser von Oesterreich. Saletu, Commis, UnteM ^ — Petric, Adelsberg. — Petrovec, Lehrer, 6e>n«nll. Martin ciö, Beamter, Tarvis. ..^. Hotel Sildbahnhof. Lindinger, Wien. - Mayser s. T0chl""' Oschwand.___________________________________^^«- Verftorbene. , ^, Den 2 2. September. Aloisi« Vanoni, Fassb""^ Tochter, 2 I., Ziegelstraße 54, chronischer Darmlatarrh^^- Meteorologische Beobachtungen in Aaibach^ TA. Mg. ^32^ 14^ 0. schwach.......seiter 0^ 22. 2 . N. 732 0 21-4 SW. schwach theilw. heiter M» 9 . Nb. 732-8 17-6 O. schwach theilw,bew. ^ Wechselnde Bewölkung, vormittags öfter kurz andau» y< Rczen. — Das Tagesmittel der Temperatur 17 7', «w " über dem Normale. ______ Für die Rebaction verantwortlich: Ottomar Vamb«^ lielert u»lt rlrn»»-^ntHrnolr prompt clio . Luoliäl-uckei-oi ldoinmayr H. Lamb^ (4100) I.»1b»ol», »»biiboi5««« Issr. lü^^^ «°^»H< »^ »«»»!!, «,!,!l!-»!>!l!!«n»», »'»^ MM »M lMz« II« M _________________________________^—^tt»g)^ Danksagung. ^ > ! Für die rege Betheiligung bei dem am 21- h^eft > > stattgefundenen Leichenbegängnisse des vernoi » > Herrn > Josef Bernard > ! für den erhebenden (Urabgesang, für die vielen K"„ > j spenden und für die bewiesene Theilnahme w""^ » > der schweren K'ranlheit bringe ich h'""'' ^. >, l persönlich meinen innigsten Danl zum AuSvr" » ! Laibach am 23. September 1893. > 3osie MNsl^ Laibllcher Zeitung «r. 216. ^^^^___________________________________________23. September 1893. Freischurf-Besitzer jn Oesterreich-Ungarn wollen sich wegen Exploitierung und Finanzierung an die Commandit-Gesellschaft für Bergwerksbetrieb wenden. — Zuschriften unter «Freisohurf» an die Annonoen-Expedltlon Helnr. Sohalek, Wien I. Zu vermieten ein Tranmito-Iffafiazlii in der Nähe der Stadt, für Spezcrist.en und Wirte sehr geeignet. Näheres »ei A. Kalla, Vermlttlungs-Bureau. 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Landesregierung für das Herzogthum Krain ; conc. Bildungsschule für ästhetischeTanzkunst u. gesellschaftt. Formen Kröltiiiiiig ITIonta^ den 2. October 1893 Wieneratrasse Nr. 8, I. Stock. Rechtzeitige Anmeldungen, damit die Eintheilung der Stunden keine Störung or leidet, erwünscht. e Herangebildet werden Knaben und Mädchen im Alter von 7 bis 15 Jahren in separierten Abtheilungen und Erwachsene von 7 bis 9 Uhr abends. Studenten erhalten separaten Unterricht. Unterricht an Vereine und Pensionate sowie Privatunterricht für loco und auswärts wird ertheilt. Folgende Salontänze werden heuer außer den gesellschaftlichen Formen *e wissenhaft, grundlloh und oorreot gelehrt: men »e 1.) Polonaise. 8.) Cotillon. 2.) Wiener Walzer (Sechs-Schritt). 9.) Quadrille francaise J.| Quadrille a la cour. 10.) Csardas lassu 6s sriss ft Si rS a° oS,?- U-) Polka fra^aise (Tremblenl). ö.) Rheinländer Polka. 12.) Galopp. b- Polka mazurka. 13.) Kör-schottisch. '0 Hrvatski salonski Kolo. 14.) Les lanciers en carre. Jeder Curs wird mit einem Probe-Tanzkränzchen geschlossen. Ferner wird Unterricht im Kunsttanz (Ballet) an begabte Mädchen im Alter von ° »is 12 Jahren ertheilt. Der Tanz wirkt wohlthätig auf die organische Lebensthätigkeit, beseitigt durch Pr&ktische Uebungen unregelmäßigen, schlechten Gang. schlechte Haltung und vereinigt J"1* gewissen festlichen Gemüthsbewegungen das Gefühl für Feinheit, Anständigkeit und Harmonie; trägt mithin zur Veredlung des Menschen wesentlich hei. -P Einnohreibungen werden aus Gefälligkeit in der Papierhandlung des Herrn Äarl Till, Spitalgasse, woselbst auoh Programme erhältlich sind, und nähere Auskünfte in meiner Wohnung, Theatergasse Nr. 1, täglich von 10 bis 12 Uhr ertheilt. . Da in Laibach eine derartige Institution bis dato noch nicht bestand, gebe ich "uch der angenehmen Hoffnung auf einen recht zahlreichen Zuspruch hin. Hochachtungsvoll Friedrich Wilhelm I^ang: ¦paazkttnstler und von hohen k. k. 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Wiener, l.0« st. 247 - L4" - - ^l «Ltnntslöse ' ^ ,, .^, ^ .. ^ A st' !«3- !«3kN btu Papierre»te5°/„. . . . -'-------— »rl<,lilät»'VbligalWn»N Oesterr^Ungar. «anl »00 st, , N^ "^- . lder TtHl!"^"" si, «, 4"/« 121 4« <22'.. Theif, Rea,-Losc 4"/. lW st. . "« «z i^u »» »' ' ° ' «llbrecht ^Uahn »(»» st. Silber . «< 4<» 9^4<. ^. N^"^,, .^' ' U,7I ^,b>","""st,f,'Wst ^",„ __.____._ 4°/« ungar,,che (100 st. W ) . l,!"" k'. « »/^..z. ch. «e,, v.. ,0 st. ls's.O l»- Drau-«,(Äatt.-Db, ^)2 Dllx«°dciibacherE,B,L<»(»st,S. — - — - z»viftn. «°« ^,^lr.20Ün««u^/ 33« 33« " ckür!ewu«»lche„ verlosb. ü»/« 1UUt.ni0,zo dto n. «m 188» . . , . 28- 82- Prag-DuzeiU enb. ,5Nfl. Lilb. 92- 9« 2 z ». . , N «<«nlt .... » .^ ^" 4°/» mainer Lande«-«,,!. , . s?-?« -- «aibacher Lose......2t >z 2bV5 Siebenbürger «lsenbahn erste . ->_____- VnWltN. ^^"Vr«7r. Vsandbrief. Kank^cii.n - "^ "' «ucoten...... ,.,. ,„ "'""bc.bba',"''"'"« (lüriwfi'). (perCtück). Ubnordd Verb B 2^n im' ^;'" <^- ^-FlamiLtücle , , , ;»« »^ '" 2°N "!" 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