Dienstag dkn7.Auni 1836. I I I ^ r i c n. ^3?eine Majestät habcn mit a. l). Entschließung vom 22. April d. I. , den a. h, systemisirtcn Postcn eines besoldeten k. k. Consuls fur das Fürstenthum Serbien, in der Stadt Belgrad, dem k. Gubcrnial-unb Präsidial-Secretär in Fiume, Anion v. M i h a-novich, allergnädigst zu verleihen geruht. —' Vom k. k. illpr. Gubernium. — Laibach am 19. Mai 1356. Vcrlttntbarnuss. Ueber cine von der Stadt »Gemeinde Stein gegebene Aufklärung wird hiemit von Eeile des illyci. schen Militär-Ober-Commando's «achlraglich zu der im Blatte vom t7. Mal 1826, Nr. 29 diesee Zeitung vorgekommenen Verlautbarung der zum Besten des Militärs gemachten Geschenke bekannt gegeben, baß die gelogenheitlich der Feier des Geburlssestfs Sr. Majestät an, tg. April 1826 Stattgehabte Bewirthung des zu Stein befindlichen Militär-Detachements nUl ei' nem aus lij Maß Wein, 12 Pfd. Rindfleisch, 5 Pfd. Reis und 26 Pfd. Weitzenblbd bestandenen Mittags-mahle, von dem 5^errn Bezirks , Commissar Johann Ogrlnz zu Münkcndorf hcrrübre; welchem sur diese patriotische Handlung zugleich im Namen der höhcrn Militär» Behörde gedankt wird. Verzeichnis) der vorzüglichsten Schulbcfördcrcr in dcr Laibacher Diccese im Schuliahre 1825. Im Dscanate Wipp ach: ^«r Georg Grabrijan, Orlscliralcr zu StUlja. - Im Decanate Neun arktl: .s:crr Ignaz Z e m e, ^rlsschulaufschcr in Ncumarkil. Vom k. k. illpr. Gubtrmmu. — L.1 i b a ch am 2^. Mai 1826. kWlien. vcn 30 Mai. Ihre konigl. Hoheiten der Herzog von Orleans llnd der Her;og von Nemours sind gestern Vormittags gegen 1< Uhr von Stainmersdorf, bis wohin Ihnen die zur Begleitung bestimmten k.k. Kämmerer, Oberst Graf Lichnowsky, Oberstlieutenant Graf Nobili, und Rittmeister Graf Eduard Zichy, entgegen gefahren wa« ren, hier eingetroffen, und in dem für Hochstdiesclben in dcr k. k. Burg in Bereitschaft grsehlen Apparl«-ments abgestiegen. Hier wurden die beiden Prinzen von dem ersten Obersthofmeister, Fürsten von Collorebo, empfangen, und von demselben eingeladen, sich nach Schö'nbrunn zu Ihrcn Majestäten zu verfügen. Se. Maiesiät der Kaiser empfingen die Prinze-n, in Gegenwart Ibrer kaiserl. Hoheiten der Herren Erzherzoge Franz Carl, Carl und Ludwig, in Ihrem dahineile. Hierauf begaben sich Ihre königs. Hoheiten zu Ift. rer Majestät dcr Kaiserinn undzu Ihrer kaiserl. Ho-.heit der Frau Erzherzoginn Sophia, und verfügten sich dann in das für sie bereitete Abflug-Quartier im kaiserlichen Schlosse, woselbst Ihnen von dem ersten Obcrsihofmeister Fürsten von Colloredo die drci andern Oberst^Hofämter vorgestellt wurden. Dann begaben sich die Prinzen zur Tafcl bri Sr. Majestät dem Kaiser, welcher die kaiserliche Familie, Ihre konigl. Hoheit die Frau Herzoginn von Lucca, und die obersten Hof-Chargen beiwohnten. Nach aufgehobener Tafel fuhren die Prinzen in die Sladt zurück. (W. Z.) Hl", t? den 2t. Vormittags zwischen 9 und 10 Uhc gernh.ten Se. Maj. dcr Kaiser Sich von Schönbrunn in die Sladt zu verfügen und Ihren königlichen Hcheiltn l?3 den Herzogen von Orleans und von Nemours einen Besuch zu machen. Gegen 11 Uhr fuhren die beiden Prinzen über Brühl und Heiligenkreuz nach Baden, wo Höchstdie. selben bei Sr. k. Hoheit dem Herrn Erzherzoge Carl speisten. _______ (Ost. V.) Am 2. Juni Morgens waren die Truppen der hie» sigen Garnison zu einer Revue auf das Glacis zwischen dein Burg-und Schottenchore ausgerückt, welcher bie Herzoge von Orleans und von Nemours beiwohnten. — Qen übrigen Theil des Vormittags widmeten die beiden Prinzen der Besichtigung verschiedener Merkwür. digkeiten dieser Hauptstadt. — Mittags waren Höchst, dieselben zum Diner dci dem ersten Obersthofmeister, Fürsten von Colloredo, geladen. Gestern, nach beendigter Frohnleichnams-Prozes. sion, de! Plätzen, die sse noch an dcr Meeresküste inne haben, zu vertreiben suchen, und die Legion durch die vor Kur- zrm angekommenen 600 — 700 See'Soldaten vcr. ftärkcn will.« (W- Z.) Pach der Gazette de Fran« hat der General Harispe «uf Cordovas Ansuchen durch den Telegraphen um die Erlaubniß gebeten, eine Colonne von 12UU Christinos von Valcarlos durch das französische Gebiet nach San Ilawd«-Luz marschiren zu lassen, um sich dort nach S. Sebastian einzuschiffen. Diese 520U Mann werden von Iaureguy kommandirt. Die französische Regierung hat dazu, jedoch nicht ohne Zögerung, ihre Einwilligung ertheilt. Diese Truppen treffen am 2», zu S. Iean.de^tz ein, und werden in Frankreich beiden Einwohnern «mquartirl. Di« Scntinclle des Pyrenees meldet, daß die cna/ lisch« Fregatte Castor zu Passage angekommen ist, und daß die Engländer im Begriff stehen, diesen Punct anzugreifen; 800 Soldaten von der Marine wurden zu S. Sebastian erwartet; die Feldbrücken sind schon angekommen. (V. v. T ) Die Madrider Hofzeitung vom 5 5. Ma> enthält königliche Decrete mit dcr Ernennung der neuen Cabi» nettsmitglieder, nämlich Isturiz, Präsident des Conseils pel- inlei-iin; herzog von Nivas, Minister des innern; Marcchal de Camp Scoane, Mitglied der Procuradorenkammcr, Kriegsminister; Aguirre So. larle, Finanzminister; Alcala Galiano, Seeministcr. Das Justizministerium ist «och nicht, besetzt, - An d15 abtretenden Mnist-er richtete die Königinn Dank-ftgungln für ihre lopalen Dimste; besonderes Lob wird dem Eifer und der Energie, die Hr. Mendizabal be« wiesen, gezollt. General Harispe hat kürzlich über die Forderung spanischer Generale, gegen tausend Mann Spanier, die mit den Engländern gemeinschaftlich agiicn sollen, durch einen kleinen Theil des französischen Gebiets ziehen zu lassen, Bericht erstattet. Die Einwilligung der Regierung ist am 16. Mai in Vayonne eingetroffen , und die Bewegung' sollte zwei Tage darauf be. ginnen. Das zweite spanische leichte Regiment wird in drei Etappen mit Niederlegung dcr Waffen nach Socoa ziehen. Die Flinten werden nachgefahren und den Spaniern, so wie sie ihren Voden berühren, wie^ der übergeben. Auch müssen sie die ihnen auf ihrem Marsche gelieferten Lebensmittel bezahlen. Die Car< listen sind fthr bestürzt darüber. Dcr in der Nacht vom l5. auf den 16. Mal von Madrid abgegangene Cnurrier meldet, daß daselbst Alles ruhig sey. Die Gaz. meldet aus Villafranca de Guipuscoa vom 1^». Mai. daß das Hauptquartier des Don Car» los sich in dieser Stadt befand, und daß dcr Oberbefehlshaber Eguia sein Hauptquartier zu Arlaban halte. (W. Z.) Der Monileur vom 2l. Mai enthalt folgende Nachrichten aus Spanien: »Ein in der Nacht vom 15. auf den 16. aus Madrid abgegangener Courricr bringt die Nachricht, daß dort Alles vollkommen ruhig war. — Unter den Personen, von denen man vermuthete, daß sie ins Ministerium treten würden, nannte man den Herzog von Gor, den Herzog von Rivas, den Fürsten vonAnglona, die HH. G a l iano und San-Miguel. — Am 1^. haben die Carlisien dle Christines bei l os Ar cos angegriffen. Sie sind mit einem Verlust von 209 Mann zurückgeschlagen worden. — Am 16. haben sie Espin al und Vis caret mit nicht besserem Erfolge angegriffen.« (Öst. V.) Portugal. In Lissabon hatte man am t. Mal telegraphische Nachrichten aus Porto vom Tage zuvor bis lz Uhr Nachmittags, denen zu Folge die Ruhe in dieser Tladt nicht ferner gestört worden war. Dcr Civil.Gouverneur von Porto soll abgesetzt worden seyn. In Lissabon hatte das (schon erwähnte) Decret des Ministers Frei-re, dem zu Folge ihm über alle Anhänger Dom Ni-gucls , welche in Staatsdiensten stehen, Bericht erstat-let werden soll, einige Unzufriedenheit und Besorgniß vor einem reactionärcn Systeme des Ministeriums er-rcgt. Die Maßregeln desselben Ministers zur Aufrecht-Haltung der Sicherheit im Innern des Laytzes waren 180 dagegen'mit vielem Veifalle aufgenommen und bereits mil Erfolg gekrönt worden. (W. Z.) Briefe aus Lissabon vom l3. Mai (in franz. Blattern) melden, daß der neue Prinz von Portugal von tincr bedeutenden Unpäßlichkeit befallen worden ist, die alle Symptome der Krankheit darbot, welche den ersten Gemahl der Donna Maria dahin gerafft hat. Dieses Ereigniß verbreitete Bestürzung unter allen Nassen der Bevölkerung. Man hielt für einen Au< .qenblick das Leben des Prinzen in Gefahr. Die Hof-ärzle begaben sich sogleich zu ihm. und Donna Maria bestand sehr darauf, daß ihre Rathschläge befolgt wer. den sollen, allein der junge Prinz weigerte stch hartnäckig. Er wollte sich nur von dem deutschen Arzte behandeln lassen, der ihn nach Lissabon begleitet hatte, und der schon lange das Zutrauen seiner Familie g?« nießt. Dieser sein Entschluß scheint s«br klug gewesen zu seyn, denn beim Abgänge der Briefe war der Kranke bereits auf dem Wege der Genesung, wogegen man in Lissabon selbst der Meinung war. er würde unterlc. gen s,yn, hätte er sich die Behandlung der portugiess. schen Aerzte gefallen lassen. Nach Briefen aus Lissab on vom 17. Mal sin engl. Blattern) ist die Gesundheit des Prinzen Ferdi, nand vollkommen hergestellt. Am 16. wohnte er ei-tierri vom Herzoge de Terceira zur Erinnerung dcr Schlacht, von wclcker er den Namen führt, gegebenen Ccremoniendincr bel. — Lissabon unl» die Provinzen waren ruhig, aber dcr Zustand der Ernten flößte Ve-iorqniß ein. — Man behauptete zu Lissabon, daß die Königinn guter Hoffnung sey, und glaubte, dasi diese erfreuliche Nachricht bald offiziell werde angekündct werden. (V. v. T.) Großbritannien. Nach den letzten Berichten aus New-Wrk vom 25. April sah man einem allgemeinen Indianer-Kriege entgegen. Im Neorasentantenhause wurde ein Schreibt« des KriegseSecretärs, wegen Ergreifung von Ver» theidigungs-Maßregeln an der Westgränze, verlesen. Ein Mitglied verlangte die Anlegung von Bcfesii, ZMig5w?rken und Heerstraßen am rothen Flusse, wo 200,000 Indianer, darunter sehr viele Krieger, in Bewegung seyn sollen. Die Gährung unter den Indianern erstreckt sich von Suden nach Norden. Zehntausend Creeks sollen sich in Waffen, erhoben haben, und auch die Winnebagos im Norstwesten sind unruhig. Ein furchtbare!,- Sturm hatte am 21. April zu Phila« delphia bedeutenden Schaden angerichtet. Kürzlich kam em sonderbarer Fall vor den Kan;« lclgerichtshof. Eine edle Dame hatte ihrer Lieblings-katze eine Pension von 10 Pf. St. vermache da sich aber einige Anstände bei der Testamentsvollstreckung erhoben, wurde ^die Sache vor Gericht gebracht. Die Katze selbst wurde vor den Kanzleigerichtshof gefuhrt und erhielt einen Curator. Das brittische Kriegsschiff Champton hat am Z. März ein Sclavenschiff von 16 Kanonen genommen.-Während der Verfolgung warf das letztere seine Kanonen über Bord, und es gelang ihm, 280 Sclaven an der Küste von Cuba an's Land zu setzen, wobei 20 Weiber umkamen. Ein Theil derselben ist jedoch wie« der eingefangen worden. Auch in Lissabon sollen die Rheder fortwährend diesen infamen Handel treiben, und man nennt ein französisches Schiff, welches zu einer solchen Expedition bestimmt sey. Am 4. Mai ist die brittische Fregatte »Endy« mion« von 50 Kanonen, von Lissabon nach der Nord, käste von Spanien abgegangen, und es beißt, daß das dort vereinigte brittische Geschwader unverzüglich zur Wiedereroberung von Plencia, Lequeitio und Guelari« schreiten werde. Es befinden sich jcht unter dem Befehle des Lord John Hay eine Division von 1200 Ma-tine-Soldalen und 150 Marine - Artilleristen. Dem Morning Chronicle zu Folge, sind schon wieder l000 Mann bereit, um die brittische Legion in Spanien zu verstärken, und den Verlust zu ersetzen, welchen sie am 5. d. M. erlitten liat. Man erfährt jetzt, daß die Carlisten an jenem Tage nur ic»5 Todte und 220 Ver. wundet? gehabtj »ihre geschützte Stellung hinter sehr starken Verschanzungen", sagt das oben genannte Vlatt, »erklärt den geringen Verlust im Verhältniß zu dem der Angreifenden, und derselbe würde noch unbedsütkuder gewesen seyn, wenn nicht die von den Schiffen aus ge-worfencn Bomben cine so vernichtende Wilcung gehabt hätten.« (W. Z,) Der ssonig hat alse jetzt in Newgate befindliche Verbrecher, die zum Tode verurthcilt sind, begnadigt und die über sie verbängte Strafe in eine mildere verwandelt. — Sowohl für England selbst als für Deutschland und Nußland sind jetzt hier so viel Ci'eil-bahn schienen bestellt, daß, so großartig auch dieser Industriezweig in Großbritannien betrieben wird, doch cvst nach mehreren Jahren alle diese Aufträge zu befriedigen seyn werden. — Am 1». d. wurde hier eine Versammlung gehalten, in welcher ein Hr. Gordon sekr merk'vindige Mittheilungen über die Zunahme des Katholicismus in England machte. In dcm Iah. re l'9ss Kälten sich in England keine katholische (Zolle-gien und mir etwa 20 Kapellen befunden- jetzt zäktte man der ersteren tt), und der letzteren 510, zn denen seit den neuesten Berichten noch 80 hinzugekommen seyen ; außerdem z6 Nonnenklöster und noch andere Semina? ric.i. (Prg. Z.) ' Ri'dacleur: F^r. t'av. Neinrich. Erleger: Ignaz Al. <3vlcl li. Alclnmgpr.