Wttwoch den 28. Juni 1«7S. XV. Jahrgang. Dt- .»..d«.«., »«'UNS" »--it°°. Pni,. - f°- M°.bmg - ga»,I°hng s fl, h.lbM.i. 3 fl.. «i«t.ljih,i, 1 fl. so I-! fa. Sustellung »n» Hau» monatllch 10 kr. — mit Postverseudttng: ganziahng 3 fl., halbiahrtg 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr g kr. pr. Zeile. Kit gtMtillsaar Kii«k and dir Mkichbtttchtigsag. Ein GrllndsaK der österreichisch-ungarischen Bantpolitik, die von beiden Ministerien vereinbart worden, ist die Gleichberechtigung. Die Formel: 30 : 70 - 50 : 50 hat leider auf politischem Gebiete thatsächlich Geltung erlangt und nun schon da« neunte Jahr steckt sie uns Oesterreichern in den Gliedern; allein folgt daraus etwa, daß wir das Uebel weiter noch vermehren und selbst dazu beitragen miis-sen, es auch auf jene Glieder unseres Körpers zu verbreiten, welche bisher von demselben noch verschont geblieben? Und weiter dttrfen wir mit Verlaub doch wohl auch einmal fragen, mit welchen» Rechte Ungarn überhallpt und mit welchem Rechte es ganz besonders jetzt aus bankpolitischem Gebiete die Gleichheit für sich in Anspruch nimmt? Wenn Ungarn selbst anerkennt, daß es in Be^ treff der Noten, welche die zukünftige Bank ausgeben soll, für mehr als dreißig Perzent in den nächsten zehn Jahren gar nie Verwendung haben werde und wenn seine eigenen Forderungen nicht weiter reichen, als bis zu einem Notenbetrug in dieser Hiihe: mit welchem Rechte verlangt es denn eine magyarische Bankdirektion. einen eigenen magliarischen Re-gierungskomnttssär, und einen zur Hälfte ma-gyarisirten Bankgouverneur? Wenn Baiern, Wllrtemberg, Sachsen . . . neulich, als es sich um die Ueberflihrung der Preußischen Bank in eine Deutsche Reichöbank gehandelt, solche Forderungen in Bezug ans die praktische Organisirung der obersten Leitung gestellt hätten, was wiirde il)nen wohl daralts erwidert worden sein? Nichts dergleichen ist einem deutschen Regierungsmanne oder einem deutschen Bankpolitiker während der langen und schwierigen Verhandlung in den Sinn ge, kommen und wem tlur irgend etwas von der Organisation der großen europäischen Banken bekannt ist, der weiß auch, daß solche Forderungen mit den sich zwthwendig ergebenden, mit einer rationellen Bankpolitik unvereinbar-lichen Konsequenzen in keinem anderen Lande auch nur denkbar wären. Bankpolitisch ist Ungarn wie ein Mond-si'lchtiger, der aber seine waghalsigen Evolutio» ttöll einstellen m»lß, sobald man nur den Muth besitzt, ihm laut genug zuzurufen. Niemals war der Augenblick, Ungarn aus seinem Taumel zu reißen, ein so giwstiger, wie jetzt. Macht Euch Eure eigene Bank! — Jeder slir sich, die Freiheit für uns Alle! Daö war der Ruf, der Ungarn gegenüber und unausgesetzt zu wiederholen war — dies ist der wichtige Rus a»lch heute noch. Vom Preßrechtt. A. Berner gibt in seineln ^Lehrbuch des deutschen Preßrechtes" (Leipzig 1876, Verlag von Bernhard Tauchnitz) ein Bild der jahr-hunderte langen Kämpfe, welche die Menschheit in ihrem Drange nach Aufklärling gegen Gewalten zu führen gezwungen war, die, in der immer mehr anwachsenden Macht der Presse eine Gefahr für ihren eigenen Bestand erbli-ckeitd, sie n,it allen Waffen stattlicher Allmacht befehdet. Eine Geschichte der deutschen Preß-gesetzgebnng, wie sie hier Berner tteuerlich versucht, ist zugleich eine Geschichte der Entwicklung der Presse in Delttschland selbst und umfaßt gleichzeitg einen interessanten Theil der Geschichte des menschlicheil Fortschrittes auf dem Gebiete der geistigen Bildung. Die Saat, welche Johannes Guttenberg gesäet, gedieh so rasch und mächtig, daß Kaiser und Päpste vergebens bemüht waren, sich ihrem gewaltigen Einfluß entgegenzustellen. Der Segen, veil die Buchdruckerkunst verbreitete, war stärker als die Bannflüche Alexander's VI. und Leo's X., und sprengte die Bande, in, welche eine hochnothpeinliche Polizei-Ordnung des Heiligen Römischen Reiches sie zu schlagen versucht hatte. Als dis Völker daran ginget», die Fesseln des nüttelalterlichen Despotismus zu brechen, da lösten sie zuerst jene Bande, in welche Utl-verstand und Reaktion die Presse gelegt. In England ist es das Jahr 1694, in dem die Presse zur Freiheit gelangte; in diesem Jahre erloschen die bis dahin bestandenen Censur-Ge-setze. Zwar wurde dem Parlamente eine neue Bill zlir Berathuna vorgelegt, allein die Session schloß, ehe über dieselbe Bericht erstattet werden konnte, und die englische Litteratur ward so für immer von der Aussicht der Re-gierung liefreit. zu einer Zeit, wo Deutschland und Frankreich noch in kindischer Wllth die Erzeugnisse des Geistes zum Feuertod verdamnl-ten und ihre Urheber mit Schwert und Galgen versolgten. Vergebens hatte Richelieu die Todesstrafe neuerlich in das Preßgesetz »uifgenoininen, ver» gebetlS bemühte sich die Reichsgesetzgebung in Deutschland, nachdein sich Nad und Galgen zit schwach erwiesen hatten, dtirch Bilcher-Kommift sionen, BesteueruttgS-Maßregeln und Zlnlst-zwang, durch kleinliche Maßregeln über Weiße des Papiers und ^'esbarkeit der Lettern, die zum Druck benützt werden sollten, den mäch- A e u i r l e t o n. Mt Wribtrrcoolotiiin )n Delft. (Kortse^ung.) Manchen mochte wohl in dieser Beziehung das böse Gewissen drücket» ui»d erivartete eil»e bittere Strafpredigt. Aber sie wurden ii» diese«» Erwartultgen getäuscht. Denn Fran Margret ging, als sich Alles wieder einigerinaffen beruhigt llnd auch der herkulische Hausbursche, ohne seine Kräfte probirt zu hab^», sich entfernt hatte, rtlhig und verschlossen auf ihren Platz am Feilster zurück, ohne ein weiteres Wort alt einen der Gäste zu verlieren. Auch ihre vorlM unterbrocheile Rede scheint sie ilicht fortsetzen zu wollen. Grübelnd saß sie da ul»d merkte vielleicht kauin, daß eit» Gast »»ach dem Andern sich lveit früher als geivöhnlich entfernte. Das sollst so genlüthliche Gastzilniner hatte «»»bedingt eine nicht lnehr so angenehme Al»-ziehungskrast »vie sonst, llnd als die Wirthin allS ihreln Grübeln und Nachdeilkeil ausblickend, das Zilnlner »nit ihreil Augen überflog, sah sie, daß von Allen nur noch der Schnsiderilleister Bärdwas zurückgeblieben war. Es schien il)r. das nicht gerade nnailgenehnl zu sein, denn sie liickte ihln zu und sagte: „Nun, Gevatter, haben sich die muchigen Bürger von Delst verabschiedet?! Lie httbell nllil doch weiligstetlS geseheil, was siir einen liebenswürdigen nelie»» Accisineister sie bekonl-lneil l)abell. Aber sie sollen »norgen sehen, ivie sie diesen Kerl zu ihrein Leidivesen »vieder verlieren, so lval)r ich Margarethe Hof l)eibe! Dann mögen sie von ihren Weibern lerilen, wie llm,» sich vor ungerechter Behandlung dilrch die große»l Bürger und dei» Setlat zu schützen hat." „Aber »vas »vollt, was könllt Ihr thun, Frau Margret?" fragte der Schneiderlneister-„Ich bin auch Eurer Ansick)t, daß »vir »»ns das »»icht gefallen lassen dürfen. Sollen wir »nit dei» Waffen in der Hand —" „Ja, ja," lachte die Wirthin auf, „mit den Waffel» in der Hand, aber lnit andern Waffe»», als Ihr »»»eint, Gevatter. Oder halt, ich ivill Euch meinen Plan nicht verschlveigel», Jl)r seid noch der Beste von Allen, Ihr sollt meinen Vorbereitungen zuschauen, aber Euer Wort uud Ellre Hand darauf, daß Jl)r schweigt." Värdwas versprach s^'iii^' "lierschlviegenlieit. Nun rief die Frall Margret ihr Schenkmädchen ui»d gab ihr dei» Auftrag, zu sälnint-lichen Fraueil von Schneidern, Schustern, Krä-ineril, Schlossert», die ihr bekannt »varei», u»»d deren »varei» nicht wenige, zu eile»», «»»d dieselbe»» ii» ihrein Natnen aufzufordern, sich so bald wie irgend »nöglich ii» das „goldene Lam»n" zu verfügen. Es sei eine wichtige Sache, »»nd sie müßten Alle erscheinen. Schon das Geheitn« »lißvolle dieser Allsforderllng ließ er»varte»l, daß die Weil'er lieber ihre Kiiider ohne Abendbrod i»l's Bett gehen lassen ivürden, ehe sie verfehlt hätteil, diesem Alisgebot Folge zu leisten. Denn man weiß, die Neugierde ist die Haliptzierde aller Töchter Eva's. Und so dallerte es auch nur gar kurze Zeit »»ach dein Fortgeheil der abgesandten Botin, das; die ersten Aiiköinitlliilge, zwei Wäscherillnen, in'ü Zimmer tratei». Eigentlich war es kein Hereintreten, sonderi» ein Hereinfliegen. AthelilloS stürzteil sie auf die Wirthii, los utld riefen aus eineln Mund: „Nu»r, Frau Nachbar, was ist los? Ist Jelnand todt? Oder krank? Ach das »väre doch zu traurig! Sollen »vir helfen? Erzählt! Wir brenneil vor —" Nllhig, entsetzlich rnhig stand Frau Margret vor ihllen. Auf ihrer Stiriie lag ein klarer fester Entschl»lb ut»d der jprach sich auch in ihren Worten aus. „Geduldet euch, bis Alle hier si»»d, dani» sollt it)r hören! Es ist eine Sache, die uns Alle gleich angel)t, »lnd bald sollt ibr wisse»», was es ist." tigen Strom in ein unnatürliches Bett einzudämmen ; die Macht des Bildungsdranges errang den Sieg. In Frankreich inachte die September-Verfassung von 1791 im Artikel XI der Erklärung dcr Menschenrechte, dem menschenunwürdigen Preßgesetz ein Ende. „Die freie Mittheilung der Gedanken und Meinungen", heißt es daselbst, „ist eines der kostbarsten Rechte des Menschen; jeder Bürger darf daher frei sprechen, schreiben und drucken, vorbehaltlich seiner Verantwortlichkeit für den Mißbrauch dieser Freiheit in den vom Gesetze bestimmten Fällen". Freilich erklärte wenige Jahre später Napoleon I.: „Die Denkfreiheit ist die erste Eroberung des Jahrhunderts, und ich will Preßfreiheit in meinen Staaten haben, aber ich will wissen, was für Gedanken und Ideen in den Köpfen umgehen." Der gewaltige Eroberer war eben der geistigen Macht gegenüber ängstlicher als Cromwell, welcher erklärte: „Meine Negierung verdient »licht zu bestehen, wenn sie einen Papierschuß nicht allShalten kann", und seine Nachfolger strebten mit allem Aufgebot gesetzgeberischer Winkelzüge danach, die Presse Frankreichs wieder ganz erbarlnungslos zu knebeln. In Deutschland ließ nmn in der Zeit vor Ausbruch der französischen Revolution der geistigen Aufklärung durch die Presse etwas freie-ren Spielraum. "Der aufgeklärte Despotismus milderte den Druck, der bisher auf derselben gelastet. Friedrich der Große war kein Freund der Preßfreiheit, er war nicht der Mann, sich der freien Kritik seiner Zeitgenossen zu unterwerfen; allein er dachte frei genug, um Angriffe gegen Regierungsmaßregeln und gegen Behörden nicht sofort strafrechtlich verfolgen zu lassen; es galt der Grundsatz für ihn: „Jeder gute Unterthan zeige Mängel des öffentlichen Wesens der Obrigkeit an, mache aber davon kein Geräusch im Publikum" — ein Grundsatz, der auch im Allgemeinen Landrechte für die preußischen Staaten Aufnahme fand. (Schluß folgt.) Zur Zeschichte des Der niederösterreichische Parteitag zlt Wiener-Neustadt hat sich gegendenA n s-gleich, gegen die gemeinsa!ne Bank uud gegen den belvaffneten Frieden scharf ausgesprochen. Beachtung werden diese Erklärungen in Negierungökreisen nicht finden; dies wissen aber die Theilnehiner elien so gut, als sie entschlossen sind, in dieser Noth-wehr kein gesetzliches Mittel lmbenützt zli lassen. Und nicht allzu lange dauerte es wirklich, da füllte sich das große Zinnner nlehr und mehr, und der schnatternde Ärnl, der sich bald einer Höhe emporgeschwungen, wie er nur von sehr starknervigen Ohreil vertrageil wird, wälzte seine Schallwellen toller und toller durch das Gemach. Alle waren gespannt daranf, daß die von ihllen Allen hochverehrte Wirtl)in end. lich das Siegel des Geheilnnisses löste, fast Keine hatte die Geduld, es zu erivarten, ulld als Frau Margret iloch immer stillschlveigend aus lhreln Platze sitzen blieb, ließen sich schon mehr llnd mehr ltnruhige Stilnnien in dem jetzt Kops an Kopf gedrängt vollei» Ziinnier hören. Die Geduld der Weiber stand auf dem Punkte, erschöpft zu sein. Da erhob Frau Margret ihren bis zu der Zeit gesenkten Kopf, überflog die schwatzende, unruhige Mellge vor sich mit einein Biick und stand allf. Sofort ward es still, und die auf die Folter gespannte Neugierde der Frauen prägte sich auf den athemloü lauschenden Mienen derselben aus. „Ich danke euch, liebe Freuildinilen, beganil die Wirthin, „daß ihr so zahlreich erschienen seid, ich habe das erwartet. Denn ich weiß, wenn ich euch sage, daß ihr mir, die ich eurer Hilfe bedarf, helseil köllnt, ich weiß, ihr werdet mir das nicht al,schlagen, »licht wal)r?! Die Generalinspektion der Artillerie hat einen „Uebelstand" entdeckt und gefunden, daß zur Kompletirlma dieser Waffe 1108 Geschütze neu beschafft werden müssen; die Auslage für diese Koiupletirung würde dreizehn Millionen betragen. Welch ein Gegensatz zwischen der Denkschrift der Generalinspektioil und der Forderug des niederösterreichischen Parteitages! Das serbische Heer soll gestenl den strategischen Alifmarfch gegen die Türkei vollendet haben. Gefechte haben seit einigen Tagen schon an der Grenze stattgefunden; die förmliche Kriegserklärung wird rasch erfolgen und dürfte auch der zünftigste Diplomat nicht Nlehr bezweifeln, daß der Kampf, welcher jetzt dort unten entbrennt, zu den leidenschaftlichsten und entscheidungsschwersten llnseres Jahrhun-derteS gehören wird. Veriinschte Nachrichten. (Die Präsidenten der Vereinigten Staate 1» von Nordamerika) Der erste Präsident war Washington, der sein Alnt im November 1789 antrat und durch acht Jahre verwaltete. Danil folgten: John Adains, Thomas Jefferfon (zweimal), Jalnes Madison (zweimal), Jaines Monroe (zweimal), John Quiney AdanlS (Sohn des obgenannten Präsidenten gleichen Namens), General Jackson (zweilnal), Martin Van Buren, Harrison (starb nach einem Moilat), John Tyler (war der erste Vicepräsident, welcher die Erbschaft eines ver-storbeilell Präsidenteil antrat), James Polk, Zacharias Tl)lor (starb während seiner AnUS' dauer), Millard Fillmore (folgte dein Vorigeil. dessen Vicepräsident er war), Pierce, Janles Bnchanan, Abrahaln Liileoln (zweimal), Ail-dreas Johnson (Vicepräsident, wurde dllrch Erlnordung Lincol's Präsident), Ulysses Simp» son Grant (zweilllal). Jnl Gallzen haben bis jetzt neunzehn Personen das Amt eines Präsidenten geführt; Präsidentenwahlen waren bisher zweiundzwanzig. (Telegraphie. Anwendung des Stahldrahtes.) Ein englischer Jngeniellr hat den Vorschlag gemacht, sich des neuen elektro-lnetallllrgischen Verfahrens zu bedienen, unl Stahldraht von großer Zähigkeit init eineln genügeildell Kupferiliederschlag zu bedecken und den Stahl sowohl gegen Verrostung zn schützen, als seine elektrische Leitungsfähigkeit zu vermehren. Durch dieses Verfahren hofft er eine bedeutende Ersparniß in der Anlage von Tele-grapheil-Linien zu erzielen. Da der Stahldraht „Nein, nein, gauz gelviß nicht! Was ist's? Sprecht!" ließen sich alle Stilnmen vernehmen. „Null gllt", fuhr Frall Margret fort, es geht außerdenl euch Alle fo gllt an, ,vie mich! Silld wir nicht Alle gleicherweise Bürge-rinnen einer und derselben Stadt?! Und lvas mir von eillem srechen Bllbeil geboteil ivnrde, kallll euch auch gescheheil und darlnn inüssen wir uns vereillt gegeii solches Gesilldel ver-tlieidigen!" Jlnlner spanlleilder wurden die erwartungs-vollell Mienen der ZuHörerinnen u»ld kein Lallt unterbrach die Rednerin: „Es ist eine Sache, die ich vorhabe, und bei der ich eure Hilfe in Anspruch nehine, welche von den Männern ilicht ausgeführt werden kanll. Sie haben den Mllth nicht dazll, und nicht die Kraft, ich habe das gesehen, gehört, als sie vorhin in meinein Zimlner darüber gesprocheil haben. Daruln gilt es, den Männern jetzt zn zeigeil, daß sie von den Frallen lerneil sollell sich gegell anfgedruilgene Lasten zll lveh-ren. Wißt ihr, lven ich lnit denl Bnrschen llleine? Dell neue» AcciSlneister alls Frankreich lneine ich, der dllrch die Gunst der Frall Se-llator voln Hose die schölle eiilträgliche Stelle bekollllnen hat. Wie, ist denil iil ganz Delst kein Manll, der llicht ebeil so gut die Stelle verlvalten köllllte?! Sind die Männer hier alle ein weit geringeres Volumen erferdert und viel dauerhafter ist, so kommt er nicht theurer zu stehen, als der Eisendraht, dagegen kann nahezu die Hälfte der Tel^raphenstangen erspart werden. Eine englische Meile Stahldraht, welche unter 30 Pfund wiegt und mit 36 Pfnnd Kupfer bedeckt ist, hat dieselbe Leitungsfähigkeit auf derselben Strecke wie der gewöhnliche Eisendraht, der mehr als zweimal so viel wiegt, und kann ungefähr zu demselben Preise hergestellt werden. (Die Sklaverei in der Türkei.) Dem „Ekonomiste Fransais" wird geschrieben: „Obgleich man in Europa die Sklaverei längst für abgeschafft erklärt hat, läßt man sie in Konstantinopel ganz ruhig fortbestehen. Jede gröbere türkische Familie besitzt eine Anzahl Sklaven, zumeist Kinder tscherkessischer Familien, die von ihren eigenen Eltern verkauft werden. Freilich findet keill öffentlicher Sklavenmarkt statt; aber man kennt jene Häl^ser in Top-Hane und Stambul genau, lvo dieser Menschenhandel durch Weiber, die als Unterhändler dienen, be> trieben wird. Die Bestimmung dieser armen l)erkauften Geschöpfe ist eine verschiedene: die Häßlichen werden als Dienerinnen in den Harems verwendet; die Schönen erhalten einigen Unterricht im Singen und Tanzen, selbst einige Unterweisungen im Lesen und Schreiben. Die Schönsten werden dem Sultan zum Geschenk angeboten, die andern an reiche Türken verkauft, und der Kaufpreis beläuft sich manchmal auf 20.000 Fr. Es wäre Tällschung, an eine Poesie des Harems zu glmlben; in manchen Häusern werdell die Bewohnerillnen des Harems sehr hart behandelt; in anderen erfahren sie eine glilnpflichere Behandlung; man beschenkt sie lnlt Schmilckgegenständen und Geld. Vor allem Anderen aber bleiben sie Sklavinnen. Sie haben keinen Sinll für Moral, kein Gefühl für persönliche Würde, alle ihre bösen Eigenschaften werden überdies durch ihre Abgeschlossenheit erhöht. Was die erwählten Frauen betrifft, so hat lnan deilselbeil nach utld nach lnehr Freiheit gestattet; sie haben ihre kleidsame Tracht abgelegt und toilettiren sich atta tranoa. Ailch die Nolle der Eunuchen hat sich etwas geälldert, da dieselben aus gesühllosen Wächtern zu gefälligen Untergebeilen gewordeil sind, so daß die Chronik galanter Abenteuer in Stambul lnanches pikante Ereigniß zn verzeichilen hat. Neben dieseln freilieitlichen Fortschritt nach Außen, besteht aber die innere Einrichtung iln Hareln fort llnd die Feilster desselben bleibei» vergittert, die Räulne selbst von Sklaven und Nacht,nützen? l Mir scheint, mancher von euren Männern hätte sich besser dazu geschickt, als der Fratlzillann, lnit deln glatten Gesicht. Aber iver weiß, was die Frau Seilatol nicht Alles all ihin hat! Wissen wir doch, daß er sich mit den liiderlichen Mädchen lllnhertreibt, und daß er es trotzdein ivagt, ehrsaineil Bürgerstöchtern Genleinheitell iil's Ohr zu flüsteril! Hat er das nicht neulich lnit deiner Tochter so geinacht, Gevatterin ?" wandte sie sich an eine näher» stehellde Fran, die beistimmend mit deln Kopfe nickte. „Ul,d wie hat er sich heute hier in ,nei. nein Gastzimlner betragen, wo doch lauter ehr-sallie Bürger eiilkehren! Hier, Gevatter Värd-lvas lvar Zeuge, wie ich deln Luinpen Ohrfeiget: geben mllßke, weil er nicht allein lnit lneiner Schellktnagd sich einlassen wollte, sondern auch trotz lneines Verbots sich hinter den Schenktisch zu drücken suchte. Und was that er, als ich ihm ineiile Thür verlvies ?! Beschilllpst hat er mich, Ulld mit seinem Bratspieß, der noch vor keinem Feinde gezogen wordeil ist, wollte er lnich in nleinem eigenen Hause bedrohen!" (Fortsetzung folgt.) Eunuchen bewacht. — ,Ein Hauptirrthum, der in Europa überall Eingang fand, war die weitverbreitete Meinung einer erfolgten Reform im Harem durch den nun verstorbenen Sultan Abdul-Aziz. Man wollte sogar eine Zeit lang behaupten, derselbe hätte den Harem ganz auf5 gelassen. Das Einzige, was er bei seinem Regierungsantritte that, war, daß er die Ueber-führung der Frauen Abdul Medschids in das alte Serail verfilgte, und seinen eigenen Harem in Dolmabagdsche installirte. Er hatte vier Frauen; diese Frauen des Sultans hören auf, Sklavinnen zu sein, und es bestehen für sie ganz besondere Vorschriften. Sie haben den Rang wirklicher Gemalinnen und genießen gewisse Prärogative; dennoch verbindet sie nicht der religiöse Akt der Trauung (Nikia) mit dem Sultan. Konkubinen kann der Sultan wählen, so viel er will. Die vier Frauen des Sultans kosteten jährlich 441.600 Fr.; zu ihrer Bedienung wurden 310 Sklaven gehalten; die Sttavenzahl im Harem war eine viel größere. Im Ganzen zählt man im Harem 712 Sklaven und 148 Eunuchen. Der sttr den Ankauf von Sklaven jährlich ausgeworfene Betrag beläuft sich auf 529.000 Fr. Eine geradezu kolossale Rubrik im Etat des Harem bildet die fltr den Einkauf von Juwelen, Gemälden, Porzellan, Kunstge:" Anständen und anderen Nippes eingestellte Summe; dieselbe beträgt 7,590.000 Fr. Die Gesammtauslagen fiir den Harein betrugen 13,ö4l.132 Fr. jährlich." (Zunahme der Verbrechen in Preußen.) Das preußische „Justiz-Ministe' rialblatt" veröffentlicht eine vergleichende Zusammenstellung sämmtlicher bei den Gerichten erster Instanz neu eingeleiteten Untersuchungen wegen Verbrechen und Vergehen in den Jahren 1872 bis 1874. AuS dieser Zusammenstellung ergiebt sich, daß die Zahl der Verbrechen und Vergehen binnen drei Jahren um 26 Perzent gestiege»', während die Bevölkerung in dieser nur um N/ig Perzent sich vermehrt. Diese Zunahme hat nicht blos bei den niederen, sondern auch bei den s. g. gebildeten Klassen stattgefunden. (Viehzucht. Haltung der Zucht-stiere in Wnrtemberg.) Die Haltung der Zuchtstiere (Farren) in Würtemberg verdient für unsere Verhältnisse alle Beachtung, da jenes Land seit Langem einer sorgsamen Zucht der Rinder sich zugewendet und dieselbe heute eine musterhafte genannt werden muß. In 52 Gemeinden des Oberamts Riedlingen sind aufgestellt 150 Stück Zuchtsarren und zwar 55 Stück erster, 80 Stück zweiter und 6 Stttck dritter V lasse. Die kleinsten Gemeinden halten ein Stttck, die größeren aber 6—8 Farren. Selbstadministration der Farrenhaltung, wenn vernünftig betrieben, ist anerkannternlaßen die segensreichste Einrichtung zur Hebung der Rind-viehzucht. Zu einen» vernünftigen Betrieb ge-liört aber hauptsächlich: 1. daß beim Ankauf der Farren nicht aus Rücksichten der Sparsamkeit Mittelmäßiges gewählt, sondern vielmehr stets das möglichst Vollkommene und Erreichbare erstrebt werde; 2. daß die Fittterung gleichmäßig das ganze Jahr hindurch eine reichliche und an Nährkraft reiche sei. Wenn beide Gesichtspunkte richtig besolgt werden, so ist bei den gegenwärtigen Preisen für ausgezeichnete Thiers und für die zu einer kräftigen Ernährung noth-wendigen Futtermittel die Haltung der Farreil nicht billig. Letzteres ist aber auch nicht die Hauptfache. Bedenkt man wie sich die Mehrkosten auf eine große Zahl von Kälbern vertheilen und diese, von vorzüglichen Farren erzeugt, schon in ihrer frühen Jugend einen oft um 10 und mehr Gulden höheren Werth vor andern haben, ganz abgesehen von dem höheren Zucht- und Nutzungömerth, den sie selbst und ihre Nachkommen besitzen; bedenkt nlail ferner, daß bei kräftiger Ernährung der Zuchtsarren die sichere Befrllchtnng der weiblichen Thiere einen bedeutenden Änfluß auf Milchertrag und Kälbererzeugung hat, so kann der Kostenpunkt unmöglich in erste Linie gestellt werden. Die Gemeindebehörden sind ans diesen Gründen dringend aufgefordert, über die Einfthrung der Selbstadministration zum Wohle der Viehzucht der Ortsbürger zit Rathe zu gehen und dieselbe immer allgemeiner einzuführen. Die Auslagen und Einnahmen der Farrenhaltung einer Gemeinde, die schon seit 9 Iahren dieses System eingeführt und immer 4 Farre»t gehalten, betragen durchschnittlich und zwar die Auslagen: fl. kr. Wartekosten.....125 30 Fütterungskosteil .... 549 21 Streu..............68 80 Salz................4 13 Stallerfordernisie.... 5 — Ankauf von Farren . . 399 40 Steuer.......11 44 Summe . 1163 S8 Davon die Einnahme»» ab: Erlös aus Farren ... 366 98 Erlös aus Mist . . . . 26 20 Summe . 393 18 Rest........ 770 10 Bei 4 Farren kommt daher die Haltung eines jeden auf 192 fl. 52 kr., bei 30 Kälbern von 1 Farren entfallen auf l Kalb 2 fl. 14 kr. ^Narburger Berichte. (Store.) Das Walzwerk Storä, von Herrn Karl Neufeldt bei öffentlicher Feilbietnng um 105,000 fl. gekauft, soll in eine Waggonfabrik umgewandelt werden. Die „Cillier Zeitung", welche dies berichtet, schreibt ferner, daß sich hinter dem jetzigen Besitzer eine bedeutende Geldkraft berge. (DesRaubmordes verdächtig.) Dem Bezirksgerichte Tüffer sind zwei berüchtigte Strolche (Franz B. und Villcenz K.) eingeliefert worden, welche im Verdachte stehen, den achtundsiebzigjährigen Grundbesitzer Franz Kra-fchowetz von Greis auf der Bezirtsstrabe bei Pragwald ermordet und beraubt zu haben. (Todesfall.) Am 24. Juni war in Gonobitz Markt. Der dortige Lederermeister Herr Martin Bautuann begab sich um 8 Uhr Abends von seinem Stande nach Hanse; vor seiner Wohnllng stürzte er zusanmlen und blieb allgenblicklich todt — ein Schlagfluß hatte ihn getödtet. Vorgestern wurde der Verblichene begraben und gestaltete sich der Leichenzug zu eii'er grobartigen Feier. Da Herr Baumaiin auch Hauptnlann der Feuerwehr gewesen, so betheiligten sich die dortigen Kameraden in voller Zahl und hatten sich eine Deputation des Marburger Vereins, sowie vienlndzwanzig Mitglieder der Feuermehr von Cilli eingefundei». Die Gesammtheit der Theilnehmer betrug mehr als tauseild. (Ertruuke n.) In Kraloszen, Gerichtsbezirk Ober Radkersburg, ist ein vierjähriges Mädchen in einem Wasserschaff ertruuken, während sich die Mutter (Theresia Verbeinschek) auf kurze Zeit vom Hause entfernt hatte, um von dem nahen Felde Gras heimzubringen. (Gegen den Ausgle ich.) Die Wanderversammlung des politischen Vereines von Pettau, welche am 25. d. M. in Nol)itsch statt» gesllnden, hat sich gegen die Mehrbelastung Oesterreichs llnd für die Perfonlunion erklärt. (Erne n n u n g.) Der Auskultant Herr Karl Nadamlerzki ist zum Adjlttanten des Bezirksgerichtes Marburg l.D.U. ernannt wordeil. (Schwurgerich t.) Die nächste Sitzung des Cillier Schwurgerichtes beginnt am 10. Juli und kolnlnen in den erste»» drei Tagen nachstehende Fälle zlir Verhandltlng i Todtschlag, Michael Koste»)z — Nanb, Johann Slernfchek Diebstahl, Jakob Mutz. Letzte P»st. Stach Güpungarn werden Lintentruppen und Gensdarme« dirigirt. Im Süden RuKlandS werde»» vier Ar-mee?orpS aufgestellt. Die Diplomatie macht noch einen Der such, zwischen Aoustantinopel und Belgrad eine Verständigung herbeizuführen. England soll sich in formeller Weise verpflichtet haben, nicht zu interveniren. Mom Mchertisch. Natur und Herz. Ein Album, sillniaer Betrachtung gewidmet. Mit zwölf in Kupfer radirten Kompositionen. Von W. Georgy. (In elegantestem Prachtband mit Goldschnitt, Berttn, Verlag von I. Gnttentag.) Ei»» Prachtbuch! Inhalt und Form im harmonischesten Einklang, goldene Früchte in silberner Schale so präsentirt sich uns „Natur und Herz". Unter den mit zartem Än»» ausgewählte»» Gedichten finde»» sich nicht wenige von unseren besten einheimischen Dichtern, so von Grillparzer, A»»astafius Grün, Bauernfeld, Hamerling u. A. Ueber die zwölf Kupfer-Radirunge»» lassen wir einen sicherlich kompetel»te,l Richter, de»n Maler Ludwig Pietsch, das Wort, welcher u. A. sagt: „Das ganz Auberorde»»tliche derselben liegt nicht allein in der glücklich getroffenen poetischen Stimmung oder in der Naturivahr-heit dieser Landschaftsbilder, fouderu mehr noch in der uilfäglich delikaten und steißigen Detail' durchsührulig derselben. Es schei»»t »nir fast uu-»nöglich. sie für bloße Radirarbeit z»» halten. Ich kenne kaun» etwas Aehnliches von »nikro-skopischer Feinheit des Stiches, von Neichthu»n im kleinsten Raum, von Zartheit in der Nüa»»« cir»»ng der Töne." Und diesen» Urtheil wird jeder beipflichte»», der sür solche Leistungen überhaupt Siiln und Verständniß hat. „Natur und Herz" ist eille der sinnigsten literarischen Gaben, die wir unsere»» Frln»en u»»d envachsenen Töchtern »vid-»nen köllnen. Eingesandt Marburger MilitSr-Bktcraiiell-Berei». N e ch e»»s ch a s t s - B e r i ch t über das Vereins «Jahr 1875—7«. Elnpfang: fl. kr. Mitglieder Beiträge............592 — Ullterstützungs Beiträge.....42 — An Spenden den Verein gewidinet . il4 5v Reinerträgnisj des zu»n Beste»» des Unterstützuttgssondes abgehaltenen Krätlzchens........6615 An ljU/v Interessen......12 90 Su»n»ne 827 55 A »»s g a b e: Regie-Auslagen....... 166 2."! Kra»»kel»'Untersiützlll»g..... 142 — Stt»n»ne 308 23 Kassasta»»d mit Ende Mai 1876 . 519 32 827 55 827 55 Der Verein zählte »nit Jahreöschl»»b: 14 Ehren-, 22 ullterstützende und !67 ausübende Mitglieder, von letzteren sind iin abgelaufenen Vereins-Jahre gestorbe»» 4, ausgetreten 13 »tnd nach 8 16 der Statuten, wegei» Rückstand der Mitglieder-Beiträge 9 Mitglieder MlS dein Ver. einü-Verbande a»lSgeschieden worden; soinit beträgt der »virkliche Staild 177 Mitglieder. Die »»ach K 3 der Vereins Statuten gepflogenen Neuwahl der Direktio»» und der Aus« schuß-Mitglieder ergab nachstehendes Resultat: Herr Vinzenz Bergmann Obmann Zeitelberger Obm. Stellvertreter, Alois Hartl Schriftführer, Dominik Faleskini Kassier, Adam Ludwig Kon-trollor. — Ausschüsse: Herr Jgnaz Nichter, Jgnaz Keim, Josef Neuwirth, Franz Terbisch, Anton Dengg, Anton Dirietz, Raimund Stibe-neg, Ferdinand Grisbach, Joh. Handl, Franz Drexler, Friedrich Fasching, Vinzenz Schönn. — Ersatzmännern Herr Heinr. Krappek, Alois Weinländer, Anton Kiesling. Marburg am 25. Juni 1876. Die Vereinsleitung. Gin G-wölb Z mit Schaufenster und Glasthüren. auf lebhaftem Posten, ist sogleich und billig zu vermiethen. Anfrage bei Marie Schraml, Dompla^. EM. <-« Vom k. k. Bezirksgerichte St. Leonhard wird hiemit bekannt gemacht: Es werde die Re-l^itation der von Ä^dalena Toplak am 17. März 1876 um den Meistbot von 1681 fl. erstandenen KleinhäuSler-Realität Urb. Nr. 61 o aä Gutenhaag unter Zugrundelegung der früheren Bedingungen bewillitjt und zur Bornahme derselben eine einzige Tagsatzung am s«. Juni 187« Bormittags von Uhr Hiergerichts mit dem Beisatze angeordnet worden, daß diese Realität hiebei auch unter dem früheren Meistbote pr. 1681 fi. und auch unter dem früheren Ausrufspreise pr. 1500 fl. auf Gefahr und Kosten der Ersteherin Magdalena Toplak an den Meistbietenden werde hintangegeben werden. Vadium 150 fl. 1 Joch 116 3 Qkl. Grund. K. k. Bezirksgericht St. Leonhard am 9. Mai 1876. Der k. k. BezirkSrtchter. Sehr wichtig für sparsame ttausfräusn un«! Vifäsvkvi'innvn ist das k. k. aiisschl. priv> SollQvUv»»vkoro!vixuQx»-?ulv»r nelist Methode von D'i'nn/. pklmv in Trautenau. Mit diesem Pulver, frei von allen schädlichen Ingredienzien, ist eine Person im Stnnde, binnen 4 Stunden 2 Tragkörbe voll schmnhigcr Wäsche jeder Art wie gebleicht zu reinigen, ohne dieselbe zn kochen und ohne die Hände aufzureiben. In Original'Schachteln zu 56 Dekagramm für 16 Körbe schmutziger Wäsche hinreichend mit Methode 1 fl. 30 kr., ohne Methode 1 fl. 20 kr., 23 Dekagramm 70 kr., solvie auch in Papierhülsen zu 2 und 4 Loth, worauf der Preis ersichtlich ist. Alles Nebrige, welches außer diesen im detail verkauft wird, erkläre ich als ein Gefälschtes und nicht von mir Bezogenes. (775 X. k. au«8od1. xriv. XrattxlauLstärko, welche das Bene^en der Einsähe und Chemisetten mit aufgeliister Rohstärke, sowie auch daS Blauen entbehrlich macht und der Wäsche einen hübschen Glauz verleiht Tafel 20 kr. ö. W. Wiederverkäufer ansehnliche Perzente. Lager hiervon hält Herr IVl. iu Hlsrdurx. VtTnksttxniig?. I vvölolie äöin I^sicdsudsKäliAnisse lies uuQ ill Uott rukeiiäsll üocIivvül'lZigsn llörru xslis. kkarrsrg frani ttugo^'itgek trsunälietigt döivvolilltvn, iossonäors auoli äsn aus äsr k'sruo xekvmmönsn I'l sunäsv, so'vis kür liis so nadli'sioks Lsxlsitunx äsr ?. 1. tloodvüräiKSll (sSistUollksit, saxen äsu tiei-ßötukItöötSQ uuä autriedtigstsn Oauk Rr. 78lg. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. U. wird bekannt gemacht: ES sei die freitvillige öffentliche Bersteiaerung der dem Andreas Kunatsch gehörigen Realitäten in Ziglenzen Urb. Nr. 217 u. Berg Nr. 419 aä Wurmberg, bestehend aus Wohn- und WirthschaftSgebäude, einer Schmiede und aus 1 Joch 436 Qkl. Grundtheilen, und der Uelierlandrealität Dom. Nr. 383 aä Wurmberg, bestehend auS 1146 Qkl. Wiefe und 799 Qkl. Acker, dann der bei diesen Realitäten befindlichen Fahrnisse, bewilliget und die Vornahme derftlben an Ort und Stelle ln Ziglenzen auf den v. Juli 1876 Vormittag 10 Uhr angeordnet worden. Kauflustige werden mit dem eingeladen, daß bezüglich der ersteren zwei Realitäten, welche kommulativ mit Z^rundelegung eineS AusrufS-preiseS von 1050 fl. verkauft werden, ein Ba-dium per 106 fl. und bezüglich der letzteren Realität, welche um den Preis von 160 fl. ausgerufen wird, ein Vadium per 16 fl. zu erlegen ist, daß ein Anbot unter dem AuSrufSpreise angenommen wird, und die Fahrnisse sogleich bezahlt und übernommen lverden müssen. GrundbuchSextrakt und Lizitationsbedingnisse können täglich bei diesem Gerichte oder bei dem Herrn Dr. F. Radey, k. k. Notar in Marburg eingesehen werden. Die Pfandrechte der Satz-gläub^er bleiben hiedurch unberührt. Marburg am 16. Juni 1876. Ein junges Fräulein wünscht als Hallshälterin zu einem Herrn zu kommen. Anfrage im Comptoir d. Vl. (776 Gin Madel, 15 Jahre alt, wünscht in eine Nähanstalt itl die Lehre zu kommen. (773 Auskunft im Bllrean d. Bl. per Schock AßV kr. empfiehlt (765 I°°'VohmiigWcchstl. D Weil.LMr.kk.l'k.serLI nt lUvI»IIIvr«tr»«slsv U M vis-ä-v!s 6er evavK. Xirvile. U Ein kleines Wohnhaus in der Grazervorst adt mit Joch Gar-tm ist um 3500 fl. M verkaufen. (779 Anzufragen im Comptoir d. Bl. Ein ebenerdiges Haus in der Kärntnervorstadt, wo gegenwärtig etnc Bäckerei betrieben wird, bestehend in 12 Zimmern, ist aus freier Hand zu verkaufen. (770 Auskunft im Comptoir d. Bl. HU tt n u n K. Da mir die Schuhmachergehilfen Gebrüder Lantjcher, Kahn, Mohrer, Draschnik und Wi. tjcholschnik ungeachtet ost wiederholter Forderung ihre Schulden nicht bezahlt, so warne ich hiemit dringend alle Wirthe in Marburg vor diesen Gästen. 796 vormals Wirth in der Kärntnergasse. FreiwilligeWeingarten-Versteigeruug. Zufolge Bewilligung des k. k. Bezirksgerichtes Marburg l^. D. U. findet die freiwillige Versteigerung der der Frau Louise ScubiK gehörigen, in der Gemeinde Mellingbcrg nächst Marburg liegenden Weingart-Realitüt am Orte der Realität am IS. Juli 1876 Vormittag von Iv-12 Uhr statt. Dieselbe besteht aus dem gemauerten ziegelgkdeckten einstöckigen Herrenhause mit einer schönen Wohnung von 4 Zimmern. Dienstbotemimmer, Sparherdküche, Speise, Kel-irrei und Presse, auS der gemauerten ziegelge-deckten Winzerei, — aus Bauarea 135 2 Qtl., Aecker 69 1 Qkl., Miese mit Obst 743 Qkl., Weingarten 3 Joch 1414 2 Qkl., zusammen 4 Joch 761 Qkl. und eignet sich als hart an die Stadt grenzend zu einem srhr freundlichen Sommeraufenthalt, wie als JahreSwohnung. Kauflustige haben ein 10°/^ Vadium vom Ausrufspreise per 8000 fl., somit im Betrage per 800 fl. zu erlegen, und eS könneu Grund-l)uchsextrakl, Ausmaßbogen und die Lizitations-liedingnisse täglich bei dem obbezeichneten k. k. Gerichte oder bei Herrn Dr. F. Nladey, k. k. Notar in Marburg, eingesehen werden. (778 Gingesandt. Herrn Ferd. Andreasch, gewesenen Kellner in der Kärntnergasse. Wir läugnen ja nicht, daß wtr bei Ihnen gegessen und getrunken; was wir aber dafür schuldig geblieben, haben wir dem Eigenthümer des Gasthauses zu bezahlen, welchem Sie mit mehr als 200 fl. durchgegangen sind. Der Ei-genthiimer des Gasthauses hat uns den Betrag nachgesehen und wir werden selben der Arbeiter-Kranken- nnd Jnvalidenkasse abführen. Wir warnen aber die Herren Hotel- und Gasthausbesitzer vor einem solchen verrechnenden Kellner. (772 Gebrüder Lonöar. Johann Kahn. Franz Draschdig. Attton Mohrer. Wißotschnig. IZI« der k. k. priv. von k. 8e!lei