Nummer 7. »ettfln, tn 17. /tfcrur 1901. XII. Iatzrg«»«. Erscheint jeden Aonntgg. X 4,80, flamjäfirig K_9.—, mit Poftocrscuduiig im Inland«: Mo,ratlich 85 h. rn 90 h. veittäge stnd «wünsch, und woll,» längsten« bis Freitag jeder W»ch« eingesandt >«rd«». Preis füv Pettau mit Zustellung in! Hau«: Monatlich 80 k, vi«rteliähriq kl 9.40. halbjährig «erteljährig K 2.60, hald,ährig K b —. ganj>«hiig K S.SO. — Einzelne Nummern 90 h Handschriften werden nicht »unirtgestell«, flnfflndigungcii billigst berechnet ^mm Die neueste tzeldenchat deK DenunciantenhoftattK. „Interpellation an Seine Ercellenzden Ministerpräsidenten Dr. v j o e r b e r zu-gleich Minister d e« Innern, eingebracht von Dr Ploj und Genosse». Am 8. September 1V00 v«ranstolt«ten die slovenisch-nationalen vereine im Bezirke Lutteubcra zur 100-iäbriaen Erinnerung an die Wtbur, deS slovenischen SchrisistellerS und großen Pädaqvqcn, de» ©Ifebofr« Anton Slomßek, ein« nationale Keter, in denn Pr^i.imme fich unter anderem der sei«rliche Auszug der bethätigten vereine befand, An diesem Aulzuge nahmen »heil da« Schützencorp« von Stapfet, der verband der slovenischen Feuerwehr-vereine de« vezirke» und der Turnverein «okol* mit Kähnen. Trotzdem die k. t. Bezilkthauptmaunschast Luttenberg d«rch den Bezirtthauptmano Hans ». kupanchich noch am SS. Avaust 1VVV de« Obmann« de« Festromi,^« gegen-tb«r d»« ^sammlevroaramm putbiffc. Inderte sie nach eint-gen Tagen ohne Grund den Eittschl us», und bewilligte da» gest-ruogiamm mit dem tkisatz«, da?« der Äerein „Celjski »okol' „ledialich am Ftsttzl«tz« «i« B?rei»»sohne entfalten«bücfc". XicU Erleb,gung würd« beb» Obmann« d«« vereine« dem Herrn Dr. Detko vor Einzug in den MarTt durch einen Diurnipen der k. k. vezirfthau^mannschaft zugestellt »nd daraus die Fahn« aus vesehl de« Obmanne« gerollt, während die adrigen Vereine mit entfalteten Fahnen marschiren dursten Er» »ngesähr ein« Stund« fpftter fiel e« dem f. f. Bezirtthonplmanne «in, das« die Fahn: nicht in genügendem Maße gerollt gewesen sei. Derselbe lies, eine Gendarmerie-truppe von Lb Mann mit gepflanzten Bajonetten mitten durch die FesttheUvehm», welch« sich aus ungefähr 6000 belitsen, «ustnarschlrrn und den Besm erfheilen, die Fahne dem verein« .Celjaki sokol" durch die Sendarmeric zu cvnsi«cire». Infolge diese« vorgehen« entstand in d«r Bevölkerung «in« «rartige Aufregung, das« e« nur den ß»bten Bemühungen der BereinsobmSnner gelang, die afsen soweit zu beruhigen, das» die Autsolgung der Fahne ohne Bluvxrgikß«» ermöglicht würd«. in Luttenderg zu einem Sußost verantwortlichen, die flovenifch« Bevölterung und den genannten verein gründ- €in stuft. Elfriede hatte heute ihren erste» Kuß be-kommen, ihren erste», wirkliche» wonnige» Lie-besknß. Sie rrschanerte, wen» sie daran dachte, noch nie hatte sie etwa» Ähnliche» empfunden, nur im Traun, manchmal e» halb geahnt und halb gefühlt. Aber gesehnt hatte sie sich danach schon lange, schon feit Jahren, denn Elsriede war nicht mehr jung, wie man so sagt, sie roor 87 Jahre alt. Und nun — nun war ihre Sehnsucht erfüllt. Ei» Mann hatte ihre Lippe» g'üßt. »ich« nur leise sie berührt, wie Ellern. rwandte und Freundinnen e» gethan, nein, ein wirklich r, langer Kuß war'S gnvesen, eigent-lich Hu»bc t Küsse ans einmal mit all den süßen Geheimnissen, die sie so schnell begriffen und erwiedert hatte, Nun war'» vorbei, »och ein leiser HSndedrnck, ein geflüsterte»: „Gute Nacht", und sie schließt die HauSIhüre auf. zündet die bereitstehende Kerze a» und eilt leichten Schritte» nach oben in ihr Schlafzimmer. Leije entkleidet sie sich, damit sie die nebenan schlafende kränk-liche Mutter nicht stört, rasch ist da» Licht au»-gelöscht und nun liegt sie mit heißen Wangen «Nd klopfendem Herzen im Bett und denkt und träumt die ganze Nacht. Freilich, etwa» ander» M in äußerstem Maß« btUtMgtnbtn und für die »ffent-liche Sicherheit gefährlichen Schritte verleiten ließ. Da gerad« diese Vezirtthouptmannschaft in ihrer sonstigen Amtirung durch lässig« und wenig unparteiische Führung d«r «mt«gelchaste geradqu glänz«, stellen di« »«senigten di« A n fr ag«: „Ist Seiner Excellenz diese« vorgehen der s. f. Bezirk»hcuplmaiiuscholt in Lult«nb«rg b«. kannt und ist dersrlbe geneig,, den Fall unter» suche» u»d gegen die genannte BezirlstzMtwann-schast da« »eeign«!» »«kehren zu lafhirMWiit- Kl dieselbe in Zukunft strenge an den «nasfM" inisterium» de» Innern vom 90. ginner 1900 hält?" j Ma» sieht, der hosröthliche Denunciant weiß sei«I in Luttenberg geg^bru.s Versprechen einzu-halte». Wir haben selbstverstäi'dlich gar kein Jnter-esse daran, ob die Lüttenberger Bezirk»haupt-mannfchast öffentlich belobt oder verrissen wird, im» interessiert mir die RrchlSauffafsuug de» Herr» Hofrathe», oder besser gesagt, un» setzt seine Un> Verschämtheit in Erstaunen. Ei» t. k. Holrath beim VerwaltungSgericktthose könnte doch wissen, das» eine t. k. Bezirkshnipünannschast, wenn sie einmal ein Verbot erlassen hat. aus der Durch, sühruog ihrer Anordnung bestehen mui». ohne Rücksicht darauf, ob sich einige hundert Sokolisten darüber aufregen, oder nicht, denn was die 5000 Thrilnehiiier anbelangt, da hat der Hofrath eine Null dazu gelogen. Ebenso lügenhaft ist die Behauptung von, „drohenden Blutvergießen'. Blut wäre nur dann vergossen worden, wem, (ciue Gendarmen am Platze gewesen wären, hatten sich gewisse Herren doch schon sehr gefreut darauf — die Lutlenberger Deutschen einmal gründlich zu — prügeln. Nach dem Strafgesetze macht sich jeder eine» Verbrechen» schuldig, der mit gesammelten Leuten in fremden Besitz einbricht. Schade, das» die Strasbestimmungeu gegen Hausfriedensbruch nicht auch sür Städte und Märkte gelten; es wäre hatt, sie sich sonst ihre» ersten K»ß gedacht: ein anständige» Mädchen, »och dazu eine angestellte Lehrerin, darf fich doch einen Knß gar nicht ander» vorstellen, al» von Einem, der auch „ernste Absichten" hat, von Einem, bei den« es selbstverständlich ist, daß Berlobung»ring und Standesamt dazugehören. Du lieber Himmel, da» ist ihr doch etwa» zweifelhaft bei diesem, er ist noch sehr jung, er kann gut 5 Jahre jün» ger sein al» sie, oder gar 0, ei» Jüngling, der noch nicht» ist und noch nicht» hat. .Ein lieber, lustiger Junge," hat sie im Lanfe de» heutigen Abend» mehrmal» von ihm gedacht, al» er bei Tisch »eben ihr gesessen und sie durch nicht gera-de geistvolle Geschichten wieder »nd wieder zum Lachen gebracht hatie. D, wie waren sie vergnügt gewesen! Sie war sonst ein so ernsthafte» Mädchen — eine entbehrungsreiche Kindheit, ein strenger Bater und ihre Stellung al» Lehrerin hatten sie dazu gemocht, Aber heule war sie au»-gelassen gewesen, wie lauge nicht mehr. Wenn man 27 Jalire ist und Champagner trinkt, und mit rinm feurige» Tänzer wieder und wieder die schönsten Walter tanzt, hat man ja auch Grund, vergnügt z» sein. Beim Nachhauseweg halte e» sich von selbst gemacht, daß sie allein zusammen gienge», da hatten sich bald ihre H£it» dann uum»glich, deutsch« Städte durch mühsam zusammengetrommelie Schaaren von samuisierten Leute» au» aller Herren Ländern zu belästigen und die einheimische Bevölkerung iu Unruhe uud Besorgn!» zu verletzen. Die Bezirkshaupimannschast Lutlenberg wäre verpflichtet gewesen, die Sokolseier iu Lut!enl»erg überhaupt zu verbieten, das» sie diesen Schritt nicht wagte, ist ei» bedauerliche» Zeichen der Zeit, aber ein Verbrechen hätte die Behörde begangen, wenn sie e» versäumt hätte, Vorkehrungen zum Schutze der einheimischen Bevölkerung zu treffen und die Lutleuberger Deutschen dadurch ihren Todfeinde» in die Hände geliefert hätte. Wa» die sonstigen Vorwürfe gegen die Be-zirkthauptmannschaft anbelangt, sind wir nicht in der Lage ein Urtheil zu fällen, wir meinen nur, ein Hofrath beim Berwaltu»gSgctichi»hofe, welcher al» Richter über die Beamtenschast gesetzt ist, «Hut Unrecht, sich gleichzeitig al» öffentlicher A». kläger benützen z» lassen, er schändet damit sein« Stellung und macht sich ehrlo». Von der VezirkDerrretung. Am ö. d. M. erschien im Marburger deutsch geschriebenen Slovenenblatte ein Artikel, welcher sich mit der Pettauer Bejirksvertretnng besasSte. Nachdem der Einsender von einem Kampse der Dentschradicalrn gegen die „sloveuische Banernpar-tei" geschwefelt und dem „Renegatentroß" d. h. den Deutschen einige Gemeinheiten au den Xvpf geworjen hat, fähr« er fort: E« würd« zur llbtrprüfung Ut Voranschlag«» pro 1901 «in eigene« Eomiiö eingesetzt. Al« jedoch am 18, De-«md«! 1900 diese» llomitS seinen Bericht ilber da« Prä« su»g«r«sultat an da« Plenum hätt« erstatten sollen, wollte di« Minorität nicht daoon wissen, das« aber ihr Begehren ein Uberprasuilgs-EornitS im Wege der Wahl eingesetzt worden ist. Niemand wollt« sich find«n, der im Rainen d« verschlungen, ihre Auge» ließe» sich nicht lo» und da — an der HauSlhüre halte er'» gewagt. Eigentlich war e» doch eine Unverschämtheit ohn> Gleichen! Hätte sie ihm nicht eine ganz andere Antwort gebt« sollen, al« die, d»i» sie ihm wiUenio» da» Köpfchen hinhielt? Da» blonde Köpfchen, da» soviel schon halle lernen müssen, da» vollgepfropft war mit GeschichlSzahlen und Vokabelu, uud in dem voch immer noch Platz gewesen sür den eine» thörichte» Gedanke»: Ach, wenn mich doch mal einer küßte — und liebte — und heiratete! Da» erste war nun geschehen, da» zweite war ja wohl auch der Fall, den» er halle zwisch.» seinem Küssen gesagt: „Ich liebe Dich, ich liebe Dich." Aber das Dritte? Wie kau» die Phantasie in solch' «iner Nacht male»: Vielleicht gehl e» doch, o e» ist nicht das erste Mal. daß ein Mädchen einen Mann heirathet, der viel jünger ist al» sie, vielleicht geht er»ach Amerika »ud verdient viel Geld und dann nimmt er mich, und dau» — o, der Absagebrief a» die Schulvorsteheriit und da» VertobungSkleid und die kleine Hochieitsfeier! Wa» sür Gedanken hat der Knabenkliß er-weckt in diesem Mädchen, daS viel klüger, viel vollkommener, viel besser, viel hübscher und viel älter ist al» er? Wer ivürde ihr diese Äcdankeu Pettau («inen Vertreter im Bezirksausschüsse, bcr Herr oböinski predstojnik von — Mari a N e » stift hat die Interesse» u» serer Stadt zu vertreten! Man sieht. Gewalt und Botheit bei jeder Gelegenheit! Gegen derartige« Vorgehe» ist die deutsch« Oppo-sitio» aUerbiitg« nur ein Kinderspiel! oder für da» Somit«'' den Bericht erstattet und einen An-trag auf Annahme oder Ablehnung de« aufgelegt»,», von Niemand beanständete« Voranschlag«« pro lWl gestellt hätte, Die Minorität ist sogar soweit gegangen, das« sie in Abrede stellte, das» ein solche» llomilv eingefeAt worden wäre. und crtUrte zum Staunen der Welt, das« die Einsetzung eine« ütcrpnijiing^Somit«» .widersinnig" und „jweM»»" gewesen wäre, Damit begann die Minorität die Obstruktion. Wei'er« wurde der Vorsitzende mit allen nur m»gll< chex Anfragen lörmlich überschüttet. Diese Frage» betrasen fast autschliehlich persönliche Informationen, z, B wer die Wegeinräuiuer bezahlt »c, Über solche Dinge mus« sich da« unwissend« Bez>rt«v»rtrelung«-Mitglied in der Aint«-kanjlet informiere», unter Ueiziehuug de» Zekretär« oder Obmanne»; für Informationen solcher Art wird nicht die Vlenar-Bersanimlung einberufe» und abgehalten. Die Majorität bewie» außerordentliche Beduld und ein ganz besondere« Entgegenkoni,nen gegenüber der Minorität, indem sie über drei Stunden dem Treiben ruhig zusah und sogar ruhig litt, wie alte, abgethane Rechnungen herbeigetragen, darau» Posten gezogen. Ausstellungen ge-macht wurden nur um die Zeit todtzuschlagen und zu „frotzeln". Al« sich nach mehr al« fünfstündiger Berathung sol-cher Art ein Mitglied der Majorität entsernt hatte, be-nützte die Minorität die «eleyenheit, gieng au« dem Beralhung«zi:nmtr und machte die Versammlung beschlus»-unfähig. Der Boranschlag de» Bezirke» ist ja Nebensache. Die Hauptsache ist Hetze I Am 22. Jänner l. I war die Fortsetzung, Al» zur Eröffnung der Sitzung nicht olle Mitglieder der Majori-tät anwesend waren, giena die Minorität wieder davon, um die Belchlustunjähigkeit herbeizuführen. Beim Weg- ?ehen traf sie jedoch auf die Nachzügler, kehrte um und am wieder i» die Versammlung, Hier vertrieb sie sich wieder die Zeit in der ihr zusagenden Weise, Schließlich verfiel sie, um die Berathung i» die Länge zu ziehen, auf die Idee, für die Majorität die Übersetzung de« lkosten-Boravschlagc» ln'« Slooenische betreffend die Drauufer« fchutzdauten zu verlangen. Die slooenische Majorität lehnte diese Fürsorge der Minorität sür sie entschieden ab. Doch die Herren gaben nicht nach: sie wollten einen Dolmetsch und WSrlerbuch haben! So .wüidig", „ernstlich" und „gründlich" wurde der BezirkS-Boranschlag selten« der Minorität lxhandeltl Der slovenischen Majorität blieb »ein anderer Au«weg, al« die .Debatte" zu schließen, abzustimmen und ivegzu-gehen. Und nun steht zu erwarten, das« die Minorität ver Bezirttvertretung über «Vergewaltigung" schreien wird, das» sie sich über die Majorität beklage» wird, weil diese Kindereien nicht ruhig hinnehmen will! Gut gebrüllt Löwe! Der Bericherstattir der „Sudst,irische»" niachl sich die Sache bequem. Wa« zu verdrehen ist, verdreht er, wo er mit Entstellnngkü nicht oiiskommt, lügt er und wenn «r gar keinen Au«weg findet, dann verlegt er sich auf Verleumdung«». Wie unsere» Lesern bekannt ist. habe» wir bereit« über die Vorgänge in der Bezirk»v,rtretiing berichtet, e« wäre also höchst überflüßig, aus alle „Beschwerden" de« Einsenders einzeln zu antworten, aber wir können nicht um-hin, ans einige Behanptunge» des Herrn .von der Drau" zu'ückzukommen. Das UberprüfungSconiitS für de» Voran» schlag pro 1901 wurde weder zu einer Sitzung eingeladen, noch überhaupt von der Fertigstellung de« Voranschlages verständigt, e« hatte also gar leine Gelegenheit zu Vorarbeiten. Aber selbst, in dein Falle, dais ein Übirprüfiiuci«comit6 existiert zutrauen, der sie so kennt, wenn sie ohne Be-geislernng aber mit Pflichtgefühl ihre Stunden gibt, wen» sie mit kühle» und spöttische» Worten aburtheilt über einen kleinen Liebesscaiidcii. wenn sie zur Fraucneinaiizipat'vn schwört und laut verkündet: .Ich bin glücklich, ohne einen Mann z» habe»!" Sie halte eigentlich nie die Aufiiierksaiiikeit eine» Manne« an> sich gelenkt, sie halte ei» sei»« gkschnill.neS Gesichtche», da« aber so gar nicht in die Äugen fiel »nd eine zarte, etwa« dürftige Gestalt. Einmal hatte ihr ein Assesor etwa« den Hos gemacht, aber ein Händedruck war da« Höchste dabei gewesen, er hatte auch bald eine reiche Frau gehei-rathe» und war ihrem Gesichtskreis schon lange entschwunden. Ein andermal hatte ein Verwandter, den sie kaum kannte, ihr einen Heiratsantrag ge-macht, er war Witwer und wollte seinen v>er Kindern eine Mittler geben. Ach. was kann ma» in einer schlaflose» Nacht alle« denken! Ihr ganze« Dasein zieht an ihrem geistigen Auge vorüber und e« will ihr scheinen, als sei alle« nicht de« Leben« wert hätte, war e« Pflicht des Bezirksausschüsse«, au« seiner Mitte eine» Referenten für den Voranschlag zu bestellen, wie dies überoll und jederzeit geschieht. Niemand kaun aber de» Mitgliedern der Bezirk«-Vertretung, welche nur zweimal im Jahre Gelegen-heil finden, den Bezirksausschuß zn controllieren, zumuthe», sich mit einer Vorlesung de« Voranschlag?« ohne jeden Eonimen-tarzu begnügen. Hätten die Herren vo» der Majorität ihr Material beisammen und einen wohlvorbereiteten Referenten gehabt, so wäre» sie gewis« in der Lage gewesen, jede Anfrage zu erledigen und jede Opposition sofort zu wider-legen. Sollte Herr Zelenik iu diesem Punkte anderer Meinung sein, Widerspruch wäre da un-höflich. Thatsache ist, das« kein Mensch da ivar, der da« Referat erstatten koniite und das« die Malerialien au« allen Schubladeln der Bezirk«. Vertretung zulommengesiicht werde» mußte». Ei» überprüsnngSconttlS. ivelche« nur die Richtigkeit der Berechnungen zu coiistatieren hat. ist weder berufen, »och verpflichtet, für einen löbliche» Bezirksausschuß die Kastanien au« dem Feuer zu holen. Das« nuter solchen Verhältnisse» die Sitz»»g seilen« der Miudeiheil beschlußunfähig gemacht werde» mußte, ist vollkommen begreiflich. Die Deutschen wollten de» Herren Zelenik »nd Genossen eine Frist zur Bestellung eine« Referenten geben und gleichzeitig dociimeiitiere». das« sie vom Bezirksausschüsse die Beistelliing aller zur Be»r-»Heilung de« Voranschlage« nothwendigen Mate« rialie» erwarte». Der Bezirksausschuß ha» e« sich aber zum Principe gemacht, die deutsche Minderheit von jeder Einflußnahme ans die Führung der Ge-schäsle auszuschließen und so wurde am 22. Jänner bei Voranschlag im direkten Gegensatze zur Ge-schäftSordnung en bloc angenommen. Aus diesen Gewaltstreich beziehen sichdie Schlußsätze de« Artikel«, au« welchen man entnehmen kann, das« die Herren Slovene» de» Rekurs der Deutsche» an den Landes-ausschuß sürchlen. Wa« unsere Gegner sürchten. da« hoffen wir, wir hoffen und erwarten, dass der steiermhxkische LandesanSschnß »n« gegen gesetzwidrige Ge wallstreich« der Herrn Zelenik & Eomp den im Gesetze vorgeschriebenen Schutz gewähre» wird. E« liegt den Deutschen vollkommen serne, in einer rein wirtschaftlichen Körperschaft au« nationalen Gründen Obstruction zu »reibe», sie sind aber auch >»cht gesonnen, sich in dieser Körperschaft an« nationalen Gründe» unterdrücken zulassen. In der Bez>rk»ver»retung stehen t9De»ijche 21 Si ovenen gegenüber. Wie haben aber die Slooenen ihre Mehrheit ausgenützt? Im BezirkSschnliathe sitzt »>cht ein De»tscher, wohl aber der sattsam bekannte Dr. B r » in e »I Die Wahl einer der» artige» Persönlichkeit i» die Bezirtsjchulbehörde. isteinBewei« »»vers öhnlichen Hasse«. Jii der Grnppe der Siädte und Markte hat gewesen, — erst heute ist da« wahrste, mächtigste Gefühl dr« Weibe« in ihr erweckt worden. Ihre Hände falte» sich wieder und wieder: .Lieber Gott, lieber Gott, gib Ihn mir, laß mich glück-lich sein, alle« wa« man red«t vom Glück der Pflichterfüllung ist ja nicht wahr, erst heute weiß ich'«, wa« Gluck ist." Und im» ist sie eingeschlafen und träumt vo» .ihm", nicht vo» dem lieben, lustigen Jungen, der er ihr noch vor wenigen Stunden war, »ein, von dein Geliebten, dein Manne ihre« Herzen«; dazu hat ihre Phantasie »nd sein Kuß ihn erhoben. . . . Liebe«, »hörichte«. arme« Mädchen, du mußt doch wieder a» da« andere Glück glauben, an das der Pflichterfüllung und Entsagung. Oder kaiinst Du e« jetzt «ich» mehr Glück nennen: die« Leben, da« Dir zeigt, das« Du e>» Weib bist, aber da« Dir befiehl», da« Beste an einem Weibe, seine Liebe u»0 seine Zärtlichkeit, zu ver-leugnen »nd zn ertödle»? E» ist Elsriede'« erster und letzter Kuß ge-wese». Localnachrichten. (Vrreiu ..vculschcs Heim.") Für SamStag den s. d. M. hatte bie rührige Leitung de« Verein,« .Deutsche« Hrim" einen Familienaliend für seine Mitglieder »«ranstaltet, welcher bei großartigem Besuche infolge de« vielseitige» und hochinteressanten Programm,«- einen höchst ani-niirten Verlauf nahm. Den Reigen der Voriräge eröffnete der Obmann. Herr Dr. Braöi Ü. al« ausgezeichneter Recitalor Banmbach'scher Gedichte, worauf Frl. Mary P o s s a w e tz unter leb-hastein Beifalls Lieder exact und mit einer schönen ausgeglichene» Svpranstimme vortrug. Frl. Possawetz mußte sich zn einer Reihe von Zugaben bequemen. Der Glanzpunkt de« P>o-grammet waren aber die zwei Lustspiele .Der Ring de« Polykrale«" und „Ein Portemonnaie", in welche» die Domen T o g n i o »nd D a u k o, die Herren Riidols T s cl> e ch. Dr. Braüiü. Freund und Mayer ihre weit über da« Dilettantenthnm hinan«reichende Befähigung und Routine auf überraschende Weise zur Geltung brachten. Beide Einakter fanden stürmischen Bei-fall und die Darsteller wurden durch wied,rholte Hervorrufe ausgezeichnet. Nach Beendig»»g der Vortragsordnung trat der Earneval i» seine. Rechte »nd vereinigte die Gäste in animirtesler Stimmung bis z»r vierten Morgenstunde. (tiu CuftdoUon) mit vier Oificieren der Lnstschifferabtheilttiig au« Wien landete Donnerstag Nachmittag in Dornau bei Moschganzen. Die Landbevölkerung war in Schaaren herbeigeströmt und hals den Oificieren bei der BergnngSarbeit, welche in 2 Stunden beendet war. Die Lust-schiff.i kamen ab«uds »ach Pettau lind kehrten mit dem Nachtulzuge nach Wien zurück. (DU Leitung dr» Marburger Unlrrkii-tzungs-verciuesj sür entlassene Sträflinge er-stattet am 26, Februar lausende» Jahre« »ach-mittag* 8 Uhr im Sitzuu.,«saale der löblichen Gemeinde-Spaicaffa zn Marburg den Bericht Über da« verflossene Berwaltnugsjalir 1900, »nd erlaub» sich alle P. T. Verein» Mitglieder im Interesse unserer gemeinsame» guten Sache zu er-suchen, bei derselben erscheinen, und diese jährlich nur einmalige Znsamnunknuf» mit ihrem Besuche beehren zu wollen. flir Sloonirudlättrr itbrr pellau.) „Stov. Gvjpovar" »nd „Domovina" beschäftigen sich neuesten« besonder« mit unserer Stadt. Da« Stadt-erweiternugSproject hat e« ihnen angethan, sie behaupten, „die Pettauer Deutichthümler wollten die arme» Stoveuen der Karischowina auffressen". Geistreicher ist wohl noch nie ein Ltadterw-'iteriing«-Projekt beurtheilt worden. Nicht minder kränkt eS die edlen Seelen, das» d. r Gemeiuderaih die Subvention per 100 K dem Studeiitenunter-stütznngtvereine nur für deutsche Studenten be-willigt hat. Warum gibt denn die Poiojilnica nicht« für diesen Berein? Glauben die Herren im Ernst«, das« nur die Deutsche» verpflichtet sind, für die Bedürfnisse der slovenischen Schüler zu sorgen? (/tnerbrrritsifcift.) Vom 17. Februar bi« 24. F.bruar, 2. Rotte de« 2 Z",»e«. Zm,«i»hr«r Bella«, Roltsührer Stroß. Feueiaumel-düngen sind in der Sicherheitewachnub« zn erstalten. (3|milti fir öat» „veulsche Sliitnlrnhri« in prltan.) Im XV. Auwei* nachgewiesene K 28103 53. Liebieg Jvh, ft Eomp, Fabrikanten, Wien K 20 —, Ungenannt, Fabrikant. Reichena» K 20.—, Jenny S., Fabrikanten. Wien I! 4 —, Brüder Bacher & Eomp., Fabrikanten. Wien K 6-—, Knige H., Fabrikant, Wien K 80—, Ilming Rudolf, k. k, Prof.fsor a. d. Staat«-Gewerbe-Schule. Giaz 10'—. Presssrennd Adolf, Hau«- und Rcalitäteubesitzer. Graz K 2 —, Dr. RnUmonn. Schriststeller n»d Torggler Aloi«, k. k. Oberlande»g,richt« Roth, beide i» Graz li 13 —. Tretter Eduard, k. k. Steuereinnehmer, Graz K 6—. Sektion Nürnberg d. deutsch-österr. Alpen Vereine«, Nürnberg li 35 27, Ohme Josef, Fabrikant, Schönlinde K 10"—, Hämmerle F. M, Fabrikant. Wie» K 20 —, Rollak Friedlich. Wie» 10°—. Firma Glanzmann, Tuest li 20.—, r>j Josef. Fabrikant. Warnidorf K 6 —, Prangl , Kaufmann. AlgerSdorf K 6-—, Liebet Jg., Fabrikant. Jägerudorf K 5—. B»er Josef, Kauf-mann, Wien li 6.—. Strohmayer Karl. Bäcker» «eister. Graz K 3 —, Stiller Anto». Lande«. Wein- und Obstbau-Eommisfär, Gcaz K 4—, Schmied Fl., t. t. A:chamt«be»mter, Graz K 1 —, Richter I A.. Fabrikant. WarnSdorf li 2V —, Boskowitz Fried & (So., Kaufleute. Wien K 26 —, Müller Moritz. Kaufmau. Wien li 5—, Putsch Alex., Fabrikant Pinkafeld, 2. Spende li 5—, Kuiebach Joses & Sohn, Fabrikanten, WarnSdorf K lv—, Geyer & Eomp, Fabrikanten. Leiben K 20 —, Waffer Karl Nachfolger. Spediteur, Wien K 10—.Mayr Richard. ®lei»dorf K10-—.Brüder Richter, Fabrikanten. WarnSdorf K 5 —, Wenze-lide» Lduard I., Fabrikanten. J kehrS-Ehes-Stellv. der Südbahn, Graz li 2'—, Seola Gustav. Privat u. Hausbesitzer, Graz li 10'—. Sammlung unier den B.wohnern des Marktes Stainz li 57'40, ReinerträgniS d. Tauz-schulkiäiizcheus, Stainz li 23'37, die Mitglieder des Turnvereine», Stainz li 1540, aus dem Bereinssäckel de« Turnvereines, Stainz li 15'—. Sedlniayer Adolf, Privat. Graz. li 5—, Schntia August, Glashändler. Graz li 10'—, Otto Eduarde Beamter li 2'—, Seckendorf Eruest, Sreiherr v , Hausbesitzer. Graz li 10°—, Fichteuau >xtn«. Edler von, Advokat und HauSb,sitzer. Pettau li 5—, Ungenannt. Wien li 160---, Thiiiihart Leopold. Eentral-Direktor, Graz ii 4'—. Schivarz Josef, k. u. k. Major. Graz li V—, Strvbl Friedrich, landsch Taubstummen-Lehrer, Graz li 2 —. Liehr Josef, gräfl. Herberstein'jcher Renten Verivalt.r, Graz li 3 -, Sedmak Adolf. Kaufmann, Graz li 2 —, Schott Ludwig, f. k. SteneramtS Osfirial, Graz li 4'—, Schütz Anton, k k. Militör-RrchnungS-Rath. Giaz li 10—, Schutz Leopold, k. u. k. Feldmarschall-Lieuteiiant, Graz li b —, Schvpser Franz. Lehrer, Graz li 3'—, zusammen K 24308 85. Auswärtige Neuigkeiten. (lunötnochuna.) 3» der Zeit vom 4. bi» einschließlich 16. März 1V01 werden an der LandrS-Obst- uud Weinbauschule in Marburg solgende Frühjahrs Eurse a^ehalteir: 1. Ein Lehrgang sür W'in« und Obstgärtenbesitzer und sonstige Freiinde dieser Zweige der Landwirtschast. 2. Ein Lehrgang für Winzer, Baum und Stra-ßenwärter. Im ersteren wird das Wichtigste aus den genannten GebieUn, dein jetzigen Stande der Sache entsprechend, in Theorie und Praxis behandelt; der letztere hat die vorwiegend praktische Ausbildung vo» Winzern und Baumwärtern in de» Frühjahrsarbeiten zum Zwecke. Die Zahl der Theilnehmer ist im Wein- und Obstbau-Eurse aus 40, im Winzer- oder Baumwäner-Eurse auf 30 festgesetzt An dem betreffenden Lehrgange theil-nehmende Winzer uud Banmwärter, welche nicht von Besitzern und Gemeinde» oder sonstigen Körperschasten geschickt iverden und ihre Bedürf. tigkeit durch ein vo» der Gemeinde ausgestelltes Zeugnis nachweisen, erhalten Unterstützungen. Die Theilnehmer beider Lehrgänge müssen Rebscheere u»d Bauniniesser mitbringe». Sie können solche, sowie Baumsägen und Baumkratzer in guter Ausführung auch durch Vermittelung der Anstalt besorgt er holte». Die Anmeldungen sind bis zum 1. März an die Dircction der steierm. Landes-Obst- und Wrinbauschule iu Marburg zu richten. (Wriomarkk iu Nach einer u»S zu- gekommenen Mittheilung, findet der Frühjahrs-wei»markt am 11.. 12., 13. uud 14. April l I. statt. Nähere Angaben »nd Programme werden in 5türze bekannt gegeben werden. Obwohl die günstige» Ergebnisse der verlaufenen Wein-markte in Bezug auf Absatz eine zahlreiche Bethet-ligung im Vorhinein sichern »nd n,it Bestimmt-heil gesagt weiden sann, dass jene, die de» Weinmarkt zum Verkaufe ihrer Erzeugnisse ein» mal benützte», denselben immer wieder aussuchen werden, so ergeht doch an alle Weinbauer deS Laiide« der dringende Ruf, dr» Grazer Weinmarkt im ureigenste» Interesse mit ihren Erzeugnissen zu beschicke», da sich hier die beste Gelegenheit darbietet, ihren Weinvorrath auf vo, theil» hasteste Weise zu veräußern. Bei dieser Gelegen-heit seien aber auch die Bevölkerung, die Herren Gastwirte »nd Weinhäiidler, welche auf einen gute» Tropfen etwas halten, auf die gemein-nützige Veranstaltung anfmerkfani gemacht und das dringende Ersuche» gestellt, den Frühjahr»-weinmarkt in Graz zu besuchen. Die vorjährige reiche und borzügliche Weinernte des Lande« wird zum größten Theile vertrete» sein. Insbesondere sei auf den Schilcher aufmerksam gemacht, der in auserlesener Güte, wie seit langem nicht, in Fülle vertreten sein wird. iÄiidmärkische Volksbank.) Da dieselbe auch den Wchselescoinpte sür die Bankmitglieder be-treibt, so hat sich der Bankvorstand an eine Reihe angejehoier und wohlerfahrener Kaufleute »nd Gewerbetreibenden der verschiedenen Geschäfts-zweige mit der Bitte gewandt, das lle»so>a»it übernehmen zu wollen. Tank dem bereitwilligen Entgegenkomme» derselben konnte der Bankvorstand mit Zustimmung de« AusfichtSrathe« die Erne». nuiig der Herren Sensoren durchsühren. Diese traten kürzlich zu einer Vorbesprechung über die Art der AmtSauSübun^ zusammen. Die Herren Eeusoren theilten sich >n zwe, Gruppen, welche abrvechselnd vorläufig an jedem Mittwoch um 11 Uhr vormittags amtieren werde». — Die Mitgliederzahl wächst vo» Woche zu Woche. Die Einzahlung der gezeichneten GeichSsiSantheilr, welche Sgenthnin der Einzahler bleiben, die am JahreSgeipinne teilnehme», geht stetig vor sich. Die der Verwaltung der VolkSbank al« Erwerbs-und WirtschaftSgenosienschaft »vorstehenden und dieselbe btanssichtigendeu Männer, deren Nameu wir bereit» wiederholt veröffentlichten, bieten die volle Gewähr sür die wünschenswerte Enlwick-lung det deutsch.» Unternehmen«, welche» aller-ding» erst dann vollivertig in da» Wirtschaft»!«-be» der alpeiilündischeii Dentschrn eingreifen kann, wen» e» allseitig untelstützt und beuützt wird, und wenn auch diejenige» von den geschäftlichen Eiurichtungrn Gebrauch machen, welche über reiche Mittel verfügen, von welchen sie jedoch einen Theil zur Förderung nnferer Dentscheir Bolksbant bei dieser ohne Sorge anlegen können. Die Südmärkische Vvlksbank kann znm Anfange nicht schon eigene Mittel besitzen, so wenig wie eine Actienbank mit eigene» Mittel» beginnt. Die VolkSbank wird aber in sehr kurzer Zeit ohne die Spareinlage» ei» Mitgliederverrnö^en von 100.000 li beisammen haben, weil die Idee der genossrnschastlichen Selbsthilfe in den breitereil Volksschichten immer mehr Anhänger gewinnt. Da jeder Geschäftsantheil von 20 li einer Haf-tung für 40 li entspricht, so stellt das bezeichnete Mitgliedervermögen einen SicherstellungijondS vo» 200.000 li dar. Die Spareinleger stehen mit ihrer Einlage ganz außerhalb der gesetzlichen, vorgeschriebenen Hastung der Bankmitglieder. Die Spareinlagen sind in der Regel wie bei allen anderen Ereditinstituten «ündignngSftei. Da die im Gesetze vorschriebe»? beschränkte Hastung deS einzelnen Antheilbesitzers mit der Ver Mehrung der Bankmitglieder immer belange loser wird und der bestehende Mitglieder-stock selbst mitsorgt für dessen Vergrößerung, da die Sache der Deiitjchen VolkSbank sür sich selbst fortwährend werbend wirkt »nd es deutsche Art ist, nicht zurückzubleibe», we»» der gemeinnützige Zweck geweinsanie Arbeit erfordert, so wird die Südmärkische VolkSbank in naher Zeit ein bcst仫 big lausende« Geschäft nachzuweisen vermöge». Sie hat ein,» AnsangSverkehr bereit» im Personalcredit, im gemischte» Personal- und Hypolhekarcredit. in der Effecte»- »nd Factnreiibelehnuiig, im Mah-nnng»-, Jncaffo-, Escompte-, Eouto-Eorrei»- und Spareinlagenweien zn verzeichnen. Die Erhöhung de» Zinsfüße« sür Spareinlagen von 4 aus 4'/, Prozent wurde bereits angezeigt. Üb-r die besteh-ende» und noch zn eröffnende» Zahlstellen wird nächsten» berichtet werden. Handel, Gewerbe und Landwirtschaft. Ver Einfluß der Völker ans die Verwaltung de« Staates. ?^ie Thatsache, das» seit der Aera Taaffe der Einfluß der Deutschen in Oesterreich auf die Verwaltung stet» im Sinke» war. ein Umstand, der auch die wirtschastliche Weiterentwicklung Oesterreichs so ungünstig beeinflußt hat, veran-laßte den dentscheu Schriftsteller Hro», einmal eine kleine Berechunug bezüglich Steuer- »nd Culturleiftung aller in Oesterreich wohnenden Völkerschaften anzustelle» und darnach herauSzu» rechnen, wie groß der Einfluß ist. der jedem Volke nach Recht »nd Billigkeit zuzukommen hätte. An Steuer» zahlen in Millionen Gulden: direkte indirekte Znsamm. 8 5 Mill. Teutsche 66 3 169 2 235 5 5 5 „ Ezechen 274 84 7 112 1 blickte iiidireflc Zusami». 3 7 Mill. Pole» 73 277 348 31 „ Rutheiien 6.0 21 0 270 12 „ Slovenen 4-9 14 5 194 07 w Italiener 29 128 15-7 Oft „ Serbolroate» 16 60 7-5 0-2 H RuniSue» 0.4 14 18 Auf den Kopf kommen: Für Deutfche, Italiener, Czeche», Slovenen, 27 7 224 204 16 2 Serbokronte». Polen, Rumänen. Rutheiien 125 94 9 87 Demnach drückt sich die geringste Entwicklung der Güiererzeugung uud de« volkswirtjchast» lichen Verkehre« in der Steuerlelstuug der Rulhenen au«. Nimmt man diese Entwicklung«' stuf« al« Maßeinheit sür die Berechnung de« Kulturwene« der verschiedenen Rationen an, dann repräsentier» die Ruthene» und Rumänen je 1, di« Pol>'» I I, die Serbokroaten 14. die Slo-venen 17, die Ezeche» 2 3. die Italiener 26, dir Deutschen 3 2 Kulturemheiten. Damit sind die Zahlen gesunden, mit weld)k» der Kultnrwert der Ration«« in die Rechnung zu stellen ist. nm den ihnen rechtmäßig zukommende» Antheil an der Staatsverwaltung auszudrücken. Dieser Antheil ist da« Produkt an« ihrer Kopfzahl, multiplizirt mit den entsprechenden Kultureinhette». «ultnr- «inheiten de« einheit polit. Einflüsse« 3 2 27 2 2 3 12 6 11 40 10 3 1 19 23 2 6 18 14 08 10 02 52 Einh. Inwieweit nun jede Ration an drr Ge sammtiuninie dieser 52 Einheiten perzentnell theil-zunehmen hat. ist die einfache Perzeutrechnnng: E« geliilhren den Diulscheii 52'3','„ den Ezechen 242»/,, Polen 7 7»/„ Rulhenen 60'/,. Slo-venen 44»/„ Italienern 35»/,. Srrbotroaten 15'/,. Rumänen 04»/, de« Einflusfe« der Völker auf die Verwaltung des Gesammtstaate«. Darnach sollen die Pole» blo« 32 Abgordnete statt 78 haben, sie haben also um 46 zu viel, die Deutschen haben um 27, die Ezech«n um 16 zu wenig, die Ruthenen um 14 zu wenig, die Südtlaven. Italiener und Rumänen zusammen um 11 zu viel. Die jetzige Reich»rath«ivahlord»ung ist nicht entsprechend. Rachdm aus die Deupitien 52 3»/, de« Einflüsse« der Völker ans die Slaat«-Verwaltung komme», gebührt ihnen rechtmäßig da« Übergewicht im Staate. In Wirklichkeit ist aber der politische Einfluß der Deutsche» in Oesterreich in Folge ihrer früheren nationalen Lauljeit. in Folge de« dreißigjährige» slav'sire >d>» Regl«rli»g«sy>tei»S uud iu Folge de« FanatiSmu« der anmaß, »den Ezechen ein ein sehr geringer geworden. Man sieht also auch hier, wie nothwendig gerade im österreichische» Interesse ei» stramme» Deutichbewußtseiu ist. da« sich seine Richte zu» rück, robert. Dringlichkeitsautrag der Ädgeorduete« U. v. Lerkb, !iikar, Pfeifer, Dr. Sregoriit und Genossen, betreffend die Stnat»l»ilje zur Regenerierung der Weingärten in Südsteiermark. Unterkrain und dem Küste,>l»nde. Die seit Jahrzehnten stetig fortschreitende Verheerung d,r Weingäite» durch die Reblaus hat wtite Lande, strickt ii in Untersteiermark, U»terkra»> »nd dem Küsteulande. die der Stolz der Besitzer waren und die denselben einen Er-trag gaben, von de sie sorgenlos leben konnte», in Wesleneieu verwandelt. Die Besitzer dieser devastirten Weingärten leben heute in größter Armut, einem unbeichrech' liche» Elend preisgegeben und da sie die groß.» Kosten der Regenerierung der Weingärten nicht aufbringe» können, so kehren sie d«r Heimat den Rucken, greife» in immer stärker zunehmender Zahl zum Wanderstabe nnd ziehen in ferne Wlttheile, uin jene DaseinSbedingnngen aufzu-suchen, dir ihnen in der eigene» Heimat versagt find. Die längere Fortdauer diese« trostlosen Zu-stände« birgt eine doppelte Gefahr in sich, den Entganz vieler direrter nnd indirekter Abgaben und die Entvölkerung «veiter Länderstrecken. somit die Steigerung de« ohnehin schon bestehenden, sehr fühlbare» Arbeitermangel« für landwirt-schädliche Betriebe. Ganz unzulänglich ist die Höhe der bisher au« Staatsmitteln sür Regenerierung der Wein» gärte» gewährten Beiträge. Die Abhängigma-chung der staatlichen HilsSaction vo» der parallele» Mitwilkung de« Landtage« ist in einzelnen Ländern ein sehr wesentliche« Hemmnis der Re-genierung der Weingärten. Nur eine in großem Stile unternommene, rein staatliche Hils«action. frei von engherzigen Bedenken, frei von der Mitwirkung der Land» tage uud der BeilragSleistuug txr fiaiibft&fonb«, vermag die großen Gefahren z» beseitige», welche die Verwüstung der Weingärten in den eingang« genannten Gegenden heransbeschworen ha«. Die seinerzeit gewählte staatliche HilsSaction in der von der Reblan« zuerst befallene» Wiseller Gegend Untersteiermark». in welcher jetzt die WeingSrten z»m größten Theile regeneriert sind n»d erfriuliche Erträge liefern, hat den uuan-fechtbaren Bewei« erbracht, das« die Regenerierung der Weingärten zu jenen produktive», einträgliche» Investitionen zu zählen ist, welch« in hervorra» gender Weise dem Staate zugute komme», weshalb d«rs«lb« nicht zögern sollt«, dies« ihm selb,« fruchtbringende Investition in großem Stile in Angriff zu nehmen. Di« Unterfertigten stellen somit den Antrag: „Da« hohe Hau« wolle beschließen: „„Die hohe Regierung wird aiifge-fordert, bei dem Umstände, al« di« bi«. l>«rige Dotation zur Regenerirung der W«ingän«n sich ganz und gar al« un-zulänglich erwiese» hat, au«reichei>de Geldmittel für diese» Zweck anzniprecht» und nngesänmt ein« diesbezügliche Vor» lag« zu machn und neue Modalitäten der Eifolglassnng dieser Staatshilfe in Vorschlag zu bringen." In sormaler Beziehung beantrage» wir, diesen Aiitrag mit den im § 42 der Grschäst«ord»ung zulässigen Abkürzung» in Berathnng zu ziehen. Humoristische Wochenschau. Mau kann einem junge» Menschen da« Hei-raten nicht schwer genug machen, sagte einst eine alte Tante zu mir. al« ich in den heiligen Ehe-stand treten wollte. J.denfall« dachte sie dabei anch an die Prinzessin von Asturie». deren Ver» mählung mit dem Prinzen von Bourbon die Spanier abiolut nicht leide» wollten, aber an die bevorstehende Vermählung de« Herrn Dr. Hör-v a t h hat sie dabei sicher nicht gedacht. Herr Dr. Horvath ist verpflichtet, in den Ehestand zu tr>te», damit wenigsten« «i n Advocat in Pettau sür di« Erhaltung der slovenischen Nation sorgt und ich würde gerne ein „Heil" auf da« Braut-paar a»«briligen, wenn ich überzeugt'sein könnte, das« einige kräftige Adonneuteu de« „^tajerc" au« diesem Ehedunde hervorgehen werden. Die Slovenen i» Pettau feiern jetzt ein Fr» nach dem andere». SlomSekfeier, Üitalnicaball. Feier zur Anbringung de« slovenischen Mohre» am Mvhreuwirtshause, slovenijcher P»>anichma»«. e« ist geradezu großartig, fast hätte ich die Ge-neralverjanimlnug de« katholischen Frauenvereine« auch dazu gezählt, weil au dieser Veranstaltung nur Herreu Mit sloveuischer Umgangssprache thellnahme». Die P. T. Ehrenmänner haben bei derartigen Veranlialtnnge» nicht« zu suche», sie dürfe» nur da« Geld dazu hergeben. Ich glaube kaum, dass die Kirche den Kloster» fronen die Theilnahme an den Versammlungen eine« katholischen Männerbnnde« gestatte» würde, enthalte mich jedoch aller weiteren Schlußfol-gerungen, denn ich will mir'« mit der Damen-welt nicht verderbe». Jeder ist eben kein solcher Tyrann wi« ich. ich lasse meine Frau nirgend« hingehen, wo ich nicht auch dabei sei» will. Sie haben Recht meine Damen, ich bin ein abscheu-licher Mensch. Aber ich bin »och immer nicht so abscheu» lich al» da« Drama, welche« der hochioürdige Herr Schegula in der „Südsteirischen" seine« unglückliche» Lesern unterm Strich vorsetzt. „Gubrc, der Bauernsdnig', ist eben der deutschen Sprache nicht vollkomme» mächtig. Er spricht: Du. zum Beispiel, Lepoi« uud Starr. Der vom Herzen zu dem gnSd'gen Herrn Spreche, das« er warte noch die Weile Mit der Schuld, di« Thiere wieder stelle. Und Pozebee, dem gauiilienvater Heimzukehren zu den Deinigen lasse. Mus« e« sein, so will ich'« thuen, wenn auch Ich nicht zu de« Tachv Untecthanen zShle. 3d> und unser Fürst sind schon Brannte. So will ich d e n dort mein öllück versuchen, Um vielleicht viel Böse« abzuwenden. Sa, ti bleibt dabei, mein Fremd, noch diesmal. ollte e» jrdocd vergeben« werden, Dann erst greisen wir zum letzten Mittel. Auch Gospod Pasanrc kann nicht ordentlich dkiitsch, wenn er sagt: Vubee acht' ich sehr, wie einen Bater, Doch ist sein Wort immer nicht da« rechte. Jetzt gehorch' ich nicht, ich will aus eig'ne Faust auch etwa« heute unternehmen. Er auch wird mir danken, wenn sich« füget, Das« man so. nicht ander» handeln durfte. Leider mangelt mir der Raum für weitere Kostprobe» dieses sensationelle» Drama«. Ich überlasse e« der Entscheidung der Leser, wer besser deutsch kann, der Gubec, der Pasanec oder ver hochwürdige Herr Schegula, welcher die Übersetzung au« dem Kroatische» besorgt hat. Zu» gleich schreibe ich aber ein«» Preis von 100 K sür dknjenigeu an«, der da« Ver«maß angeben tan», iu welchem da« Drama geschrieben ist. Unsere Leser wissen nun, e« ist ein große« Unrecht, weuu man die „Südsteirische" alt deutsch geschriebene« SlovenenblaU bezeichnet. „Wachet auf, v Lepox! und Subec, Wack're löngst verstorbene Streiter, Wandert eiligst hin nach Marburg, Wo Hochwiieden Schegula Euch in deutscher Sprach« heute Und di« Leser maltriitirt „Herr', sprecht dort, .laß un« in Frieden, Unsere Asch? ist verweht, Lasse Dir daran genügen, Eh' der letzte Leser Dir Zum Teuset geht!" Ä » n 0 «11» tL »llchv and PftlhMtU Christen. CotirtbQclMt «Ie. DMorft rttch un.1 rawlfcMif tu 4«n vorlht^bartMton R« dm^cngen die Anno«K»n-RxM4tticn von ltudolf Mo«««; dinelb* II«fort KoaUn«nMhli(«. Kntwtirfa für tvjckmiU • «c« nnd |tEchn«cktolfo Ani«l*«o. «owl« Intemotk« Tarif« kostenfrei ^ KvLd.©l£ l£osse «Vier, L. S*ilerst«tt« Pra#, Graben 14. BrMtM, OmMi. trukfWrt au Haatirf, IMa, I awcfr«» ■ilf»»tf|. »UtiMrtf Mri«». | Alles Zerbrochene ans iilas. Porzellan, Steingut, Marmor, Alabaster. Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gipa, Leder. 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An dem betreffenden Lehrgange theilnehmende Winzer und Baumwärter, welche nicht vo« Besitzern und Gemeinden oder sonstigen Körperschaften geschickt werden und ihre Bedürftigkeit durch ein von der Gemeinde ausgestelltes Zeugnis nachweisen, erhalten Unterstützungen. Die Theilnehmer beider Lehrgänge müssen Rebscheere und Baummesier mitbringen. Sie können solche, sowie Baumsägen und Baumkratzer in guter Ausführung auch durch Vermittelung der Anstalt besorgt erhalten. Die Anmeldungen sind bi« zum 1. Mäy an die unter-zeichnete Direktion zn richten. Marburg, am 1. Februar 1901. Direktion der steierm. L«ude«Gbk- n. Veinbanschule in Marburg. Franz Xav. Zepuder, _PETTAU.__ Ich empfehle bestens meine diiect bezogenen Orlgiltal-SUdländer-Weine in folgenden anerkannt vorzüglichen Marken: Malaga . . .... Madeira....... Portwein (roth and weiss) Lacrimae Christi .... Marsala....... Sherry ........ Diese Medicinal- und Dessert-Weine sind in ganzen and halben Flaschen zu Originalpreisen käuflich. 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Eine Minute verstrich in baugem Schweigen, endlich bewegten sich GianettaS Lippen wieder und leise flüsternd erst nannte sie feinen Namen, dann lauter, vernehmbar, schmeichelnd, wie in den Tage» der frohen Kindheit schlug er an sein Lhr: .Marco, Brnder!" Und wie am Mvrgenhimmel jetzt die nächtliche Dämmerung dem Tage wich, wir der Sonnenstrahl feinen Glanz Über die dunkle Erde ausströmte, so verklärte das Wort der Liebe das düstere Antlitz des Bruders. Die Nacht wich und es ward helle in ihm. .Gianetta! WaS führt Dich zurück?" fragte er mild. „Die Hand sollst Du mir reichen, einmal noch zum Abschiede auf immer — die Vergebung der Mutter will ich erflehen zum letzten Male, ehe ich scheide — laß mich ein, mein Bruder!" .Nimmermehr!" Schon war daS Licht in seinem Auge ge-wiche» »nd finster blickte eS auf sie. „Mein Bntderl" »Nenne mich nicht Bruder, Ich bin e» nicht. Du selbst hast die Bande des BlitteS zerrissen; weiche von hier!" »Marco, habe Erbarmen!" .Hast Du Erbarmen gehabt mit den Thränen, den Bitten der Mut-ter? Du hast das Heiligste mit Füße» getreten nnd forderst Er-barmen — geh', sag' ich, geh!" .Nicht eher, als bis Du mir die Hand gereicht!* .So lieg' in alle Ewigkeit!" sprach er finster und wandte sich weg. .Marco, Marco, höre mich!" flehte sie, seine Kniee umklam-mernd uud ihn zurückhaltend — er mußte bleiben. .Jedes Wort ist umsonst, las, mich, ich kenne Dich nicht!" sagte er hart. ,Dn kennst mich »icht? — Es sei, reibe die stärkste» Baiide ent-zwei und zertrete das Heiligste im Herzen. Ich klage nicht länger! Ich trage es! Aber laß mich ein, ich muß die Mutter sehen, ehe sie stirbt!" .Ehe sie stirbt! Ja. sie stirbt, nnd ihr Tod komme über Dich!" sagte er dumpf. Gianetta horte nur das eine Wort: sie stirbt! Ihr Ahnen hat sie »icht betrogen, sie kam znm Tode der Mutter. .O, lab mich ein, Marco! Willst Du, daß sie unversöhnt scheide, daß in der schweren Stunde, wenn die Seele mit dem Körper ringt, ihr Ruf ungehört verhalle, durch Deine Schuld »»gehört! Marco, soll sie mit dem ftluch ans den Lippen da-hingehen und ihr weist ewig keine Ruhe finden? Der ungelöste ffluch wird auf Dich falle» »nd Dich in» Elend ziehen und Dein Leben elend machen. „Droben in den Berge», dort wo das schneebedeckte Hanpt deS Rotoudo sich in die Wolken erhebt, hab' ich im Wehe» des '< 1. r -4 28 Wind«» den Ruf der Mutter vernommen: Komme. Gianetta, eile! Da entfloh ich Paolo und kam zuriick, allein durch die Wild» nis; keine Minute gönnte ich mir Rast und Ruhe, hier auf der Schwelle durchwachte ich eine lange Nacht, hielt, wie Du. Kranken-, Totenwache. Und da flehte ich zu den Heiligen und schwur der Madonna, nicht weichen zu wollen, bis ich die Mutter gesehen, ihre Hand berührt und den Fluch gelöst habe, den sie aus ein Haupt geladen, der ihre Seligkeit bedroht. — Und die Heiligen haben mich erhört, der Tag ist da, Marianna lebt nnd zu ihren Fiißen wird Gianetta knieen, die Hand Gianettas wird ihr die Augen schließen, versöhnt, bevor sie hiniibertritt in die Ewigkeit. Und Marco wird sich nicht in meinen Weg stellen, er wird mich einlassen! Er miib!" Sie sprach leise, mit unter-drückte? Stimme, oft innehaltend vor - innerer Bewegung, aber ein jede» Wort hallt« in ihres Bru« der» Seele wieder, sein Widerstand war gebrochen. Sie kniete vor ihm, und die Arme zu ihm erhebend, wieder-holte sie flehend: .Lab mich ein, lab mich ein!' Er trat zurück, al» weiche er ihrer Berührung au», aber er ließ da» Thor frei. .Stehe auf und folge I" sagte er düster und ging ihr voran über den Hof, schritt die Stufen hinan und öffnete die Hau»-thiir, dann blieb er stehen, ließ sie an sich vorbeigehen und eintreten. Sein Auge glitt prüfend anihrerGestalthin; die arme, abgetra-gene Kleidung, die vielfache Spuren der Witterung und de» rauhen Arbeit»-leben» trug, ihr bleiches Gesicht, die müden Züge und da» trübe Auge ent-gingen ihm nicht. War das Gianetta. da» schönste Mäd-chen de» Dorfe», sein Stolz und seine Freude? Der Groll gegen sie wich dem Mitleid: aber der Hab gegen Paolo lodertemächtigauf; Rache mußte geübt werden. Und wie Gianetta fetzt aus den Flur trat, freiwillig heimkehrend, da stieg ein Plan in ihm auf, der den Feind bitterer tteffen muhte al» alle«; sie ist heimgekommen zum Bruder, sie bleibe beim Bruder! Mag Paolo sie holen, nur über Marco» Leiche gelangt er zu ihr! Gianetta stand auf der Schwelle de» Gemache», zögernd, al» scheue sie sich, einzutreten. Ihr Auge durchirrte den dämmerigen Raum, in den der Morgenstrahl noch nicht seinen Weg gefunden hatte. Auf dem Bett in der Nische lag Marianna, wie e« schien, schlafend. Der Eintritt der beiden weckte sie nicht, leise näherte sich Gianetta, Marco blieb in einiger Entfernung stehen. Jetzt war sie fast dicht am Bette, ihre ausgestreckte Hand konnte die der Alten berühren, die ans der wollenen Decke lag. Lange w«Ute Gianetta» Blick auf der Schlafenden. Ja, sie ist ai • I t >$'*■ 11 * Sff. v-l ß \ TW . 'V ■ h"JA. Fleißige Hlinde. R-ih Original von Prof. © Hasema»» (Vtit Zeit) verändert! Kaum kennt die Tochter die Züge wieder, die mehr noch, al» durch Kummer «nd Krankheit, durch die Leidenschaft des Haffes entstellt sind, auf dem Antlitz lagern schon die Schatten de» Tode». Die tief in die Höhlen gesunkenen Augen, von schwärz-lichen Ringe» umgeben, sind nur halb geschloffen, aber dennoch sieht die Alte nicht, was um sie vorgeht, wenigsten» achtet sie nicht darauf. Minutenlang stand Gianetta vor dem Bette, dann glitt sie zu Buden auf ihre Kniee, während ihre Hand die der Alten leicht be-rührt«.' MariannaS Wimpern zuckten, sie schlug aber die Auge» »icht wieder a»f, trotzdem sie mit schwacher Stimme fragte: .Wa» ist? Marco, bist Du da? - Bleib' hier, mein Sohn, verlab mich nicht, habe Geduld, es geht bald zu Ende!" Sie hatte die Hand znrückgezo-gen, die Gianetta »icht zu halten wagte. Marco trat noch nicht näher, unbeweglich blieb er au derselben Stelle, von der Mutter zur Schwe-ster uud dann wie-der zurück zu jener schauend. .Wo bist Du, Marco?" wiederholte Marianna jetzt lauter, .komme ganz nahe zu mir, ich habe Dir etwas zu sagen; höre mich an, e» ist da» letzte." Marco gehorch, te; langsam kam er an da» Bett der Grobmutter heran, hinter der Schwe-ster stehen bleibend. Jetzt wandte Ma-rianna den Blick nach seiner Seite, noch sah sie die Knieende nicht: .Komm naher,mein Sohn, empfange den letzten Segen der Mutter, Deiner Mutter, ihr letztes Vermächtnis, und schwöre mir den heiligen Schwur: Rache au ihre» Feinden! Hah der Entartete»!' .Halt ein, Mut-ter! Halt! Per-gieb!' Endlich brach da» Wort hervor, da» auf Gianetta« Lip pen geschwebt, seit sie die Schwelle de» Hanse« betreten, da« sie nicht au«- spreche» vermochte. Als habe der Ruf der Enkeltochter ihr die !eben«kr»ft plötzlich zuriickgegebe», erhob sich die Alte rasch, »»d aus ihre Linke gestützt, beugte sie sich jetzt weit vor, die Rechte drohend erhoben. .Wer bist Du denn, die e» wagt, hier einzudringen? Ich kenne Dich nicht! Fort von hier! Marianna ist noch »icht tot. sie wahrt ihr Haus vor der Frechen I" rief sie mit lauter, fast kräftiger Stimme, ihr Auge flammte, und wie »um Schlage er-hoben, drohte ihre Hand. Gianetta wich nicht von der Stelle: .Vergebung, Erbarme», Mutter, mit mir und Dir." .Erbarmen! Vergebung! Marianna kennt das Wort nicht! Geh', sag' ich, lab mich in Fried«» sterben!" 27 .Nimm den Fluch von mir, er ist e» der Dir den Frieden raubt. Er lastet auf mir und Dir." »Mag er lasten! — Und raubt er mir die Seligkeit uud stürzt er mich in die ewige Verdammnis, er bestehe: Fluch der Korsin, die ihre Sand dem Feind ihre» Hause» gereicht! Fluch ihr und ihren Kindern und ihrem ganzen Geschlechte!" »Mutter, Mutter!" flehte Gianetta verzweiflungsvoll. »Du hast e« ja so gewollt! Du hast ja gesagt: »Die gaiye Welt gebe ich hin für PaoloS Liebe! Lab sie Dir nun geniigen. Oder ist'S schon zu Ende mit der Wonne?" höhnte die Alte mit ge-brochener Stimme. .Sag' doch, wie lange ist'» her? Ist ihm die Zeit zu lang geworden in der Macchia draußen? Hat er das Liebchen allein gelassen?" .Halt ein!" rief Gianetta, sich stolz erhebend. »Nicht ihn schmähe! Richt Paolo ist e», der von mir floh. Mich zog die Sehnsucht nach den Meinen, die Heimat wollte ich sehen, ehr ich scheide." »Den Weg hättest Du Dir ersparen können," unterbrach sie die Alte in gleich höhnendem Tone. »Wa» Marianna ge-schworen, steht fest. Und, hörst Du," fuhr fle fort und beugte stch weit zu Gianetta. .da Du gekommen bist, die Alte sterben zu sehe», so solltest Du auch wiflen, was sie Dir hinterläßt. Tritt näher, mein Marco, und vernimm auch Du mein lebte» Wort, mein Ber-mächtniS." Sie hielt inne, bi» er neben dem Bette stand und sie in sein Auge sehen konnte, dann sprach sie langsam mit ge> brochener Stimme: .Marco, Dir laß ich mein Haus und Gut, Dir sei der Oelbaum und seine Frucht, die Kastanie reife für Dich nnd die Traube gebe Dir ihren köstlichen Trank, die Herde sei Dein, sie kleide und nähre Dich, der Kahn und die Fifchergeräte bleibe» Dein und alles, was mein, fei Dein Eigen-tum — weil Du fest hältst am alten Brauch, weil mein Lieben Dein Lieben, mein Haffen Dein Hassen gewesen. Und köstlicher al» alles fei Dir mein Haß. Er stehe mit Dir auf am Morgen und lege sich mit Dir nieder am Abend, er fei Dein Traum in der Nacht und Dein Gefährte bei Tag. Dein Freund und dir Geliebte Deine» Herzens, das Salz Deiner Speise und die Würze Deines Tränke» I Er treffe den Feind und des Feinde« Kinder, seine Sippe, seine Freunde, sein Hau» und sein Gut! Nicht ruhen sollst Du, noch rasten, bi» sein Blut die Erde tränkt und ausgelöscht hat die alte und neue Schuld! Die Bendetta zu üben ohne Erbarmen, schwöre mir, Marco!" Sie schwieg erschöpft und sank zurück ans die Kiffen ihre» Lager», in ihrem Auge erlosch der Glan» und ihr Antlitz ward erdfahl, aber ihr Blick suchte den des Sohne» und forderte die Antwott. Er stand neben der knieenden Gia-netto, in lxren Zügen jede« Wort der Sterbenden neue Qualen malte, feine Rechte stützte sich auf da» Bett, die Linke hielt krampfhaft da« Meffer in feinem Gurt, in seinem Gesichte spie- gelten sich die widerstreitendsten Empfindungen. Er kannte die Bedeutung de» Schwüre«, seine ganze Schwere, und wenn das Rachegefühl mächtig in ihm war. so lebte die Liebe zur Schwester nicht minder in ihm. und fein Mund weigerte sich, die schrecklichen Worte auszusprechen. Eine lautlose Stille herrschte für einen Au-genblick im Gemache, nur unterbrochen durch das unregelmäßige, schwere Atmen der Alten, die auf die Antwort wartete. .Warum sprichst Du nicht?" fragte sie mit gebrochener Stimme; .schwöre mir den Schwur, oder teile den Fluch!" .Marco, mein Bruder, hab' Erbarmen mit der Schwester!" flehte Gianetta, feine Kniee »mklammernd Wie von einem plötzliche» Schlage getroffen, fnhr die Alte aus. .Du bist auch da?" rief sie. uud »och einmal sprühte die Leiden-schaft in ihre» Blicke», fle ergriff die Hand de« Sohne» und versuchte, sich auszurichte»; vergeblich. Marcos Arm mußte sie stütze». »Du wartest auf Dein Erbe," höhnte sie; »es soll Dir werde»." Ihre Stimme versagte und ihr Atem stockte, ihre Lippen bewegte» sich, aber umsonst suchten sie nach Worten. Ihr Haupt fiel zuriick in Marco» Arm und ihr Auge irrte unstet. .Geh, Gianetta, Du tötest sie! Willst Du. daß fle dahiufahre in ihren Sünde«, sterbe ohne den Trost der Kirche? Geh, hole den Priester," flüsterte Marco. Aber Marianna hatte ihn gehört, und al« ob die Furcht, ihr Opfer möge ihr entrinnen, ihr nochmal» Lebenskraft gäbe, erhob sie sich in Marco« Armen. .Ja, geh, aber meinen Fluch nimm + 28 + mit Dir! Er geleite Dich für und für — er verbittere Dir jede Stunde — Gram — Sorge sei Dein Los — elend Dein Lebe», elend, wer Deine £m»d berührt! Flnch über Dich! Blnch jedem, der Dich schützt!" — „Gianetta, mein Weib!" „Paolo! Paolo!" Er stand unter der Thür, das Messer in der erhobenen Rech« ten — der Schützer seines Weibes. t.l»«,'-»«»., mau Dr. Ernst Brenner, ber schweizerische Sunkcöprififccut für das 3*l|r 19ül, würd« am i>, Dezember 18ÜU au Basel gebore». Sr studierte boit. selbst, sowie an den Universitäten von München und Leipzig Recht»wiff«nschast «nd gilt sür »ine» tüchtige» Juristen. Zuerst Advokat in seiner Vaterstadt, wandle er sich bald der Politik zu »nd wurde IHM Mitglied der gesetzgeben-den vehdrde seine» Heimatikanton»: 1884 wurde er in die Regierung de« rufen, deren Präsident er 1887 und 1804 war. Im Jahre 1887 enlsandle ihn sein« Baterstadt in da« eidgenössische Parlament, wo er sich infolge seiner juristischen Tüchtigkeit bald über die Kreise seiner Parteifreunde hlnau» An» »rkeunung verschaffte. ffr bekleidet« delhalb auch von 188U bi» 1897 di« Stell« «in« Suppleanlen beim Bundesgericht, Am 25. März 1897 würd« er in den Bundesrat, die eldgenbssische (trekuiive. gewühlt, in der er da» Justiz» und Poliz«idepartement verwaltet. Fleihige Hände, Die poetisch« Z«it der Spinn- oder Rockenstuden, von der un« Großmüilercheu so gern berichtete, wo Märchen erzählt und mancherlei harmloser Ult getrieben wurde, ist vorbei. In manchem weltvergessenen Dorfe, fern von der grob«» Heerstraße, in d«n «lpenthälern, im Erzgebirge oder im Böhmerwalbe, finden sich wohl »och zur Herbst» und Winterzeit in den Abend, stunden di« iltAdch«» in der Rockenstube zusammen, wo bei Gesang und Erzählungen lustig da» Spinnrad schnurrt, bi» da» obligat« Quantum Flach» autgespoiiuett »nd in Begleitnng de» harrenden Herzallerliebste» der Heimweg angetreten wird. Homer erzählt un». daß leibst Königstöchter da» Spinnrad zu drehen wußte»; und im Mittelalter, selbst iu der neueren Zeit, fehlte e» in keinem deutschen BSrger»hanse. Der Hau«frau Stolz bildete der Wüsche, schrank mit blendend weißer Leinwand au« selbftg«spon»enem Barne, ltbeuso fleißig wurde aus dem Lande gesponnen, uud nicht nur die Mägde, sonder» »nch die Bauerntöchter wetteifert«» im Zl«!ß«, so viel al» mSgllch auf dir Spule zu bringen. Heute steht da» Spinnrad unter dem alten Hau«ral am Dachboden! der frische Besang der Spinnerinnen ist verstummt — di« »Märchen au» der Spiti»stube" sind vergessen. Unser heutige» Bild verseht »n» wieder in die idyllische Zeit, wo fleißige Händ«, b«i srihlichem Gesang, da« schnurrend« Spinnrad drehten St. DaS neue Theater tu Merau. Am 1. Dezember ist In dem beliebten Tiroler Kurort Meran ein neue» Theater geweiht worden, da» in der ver< hältnilmäßig kurzen Zeit von vierzehn Monat«» nach den Pläne» de» Münchener Archilekien Mariin Dittfee errichtet worden ist. Der schöne Bau ent» spricht nicht mir den weitestgehenden Anfordetunge» der Zweckmäßigkeit, son» dem ist auch in sämtlichen Teilen durchau» künstlerisch originell durchgebildet. Da» Meraner Theater ist. wie viele andere Dttlfer'fch« Bauten, im besten Sinne de« Worte» modern: Anklänge an historische Stile sind zahlreich vor-Handen, aber von durchau» neuem, persönlichem Geiste beseelt. Wa» ohn« Reichtum, durch natürlichen, dem Innere» entsprechenden Aufbau der Raffen, durch richtig ang«ord»ete» Lruament und durch malerialechte Behandlung der Formen erreicht werden kann, da» zeigt sich hi«r. Da» Material ist meisten» d«r landesübliche lialkmörtelputz. besonder» au»zuz«lchnende Teile sind au« massivem Marmor, die vord»rf»iad» mit Bronzefcnlpturen geschmückt. Da» Innere wirkt i» erster Linie durch harmonische Raiimverhältniss«. gehoben durch pikant« Bcl«uchtung»effett« und feine Etuckor«ament»i leichte, hell« Malerei und bereute Vergoldungen gebe» de» nicht eben großen Räumen — da» Theater faßt li'JO Personen einen festlich-heiteren llharakter. Der Zu» schauerraum hat durch de» Hauptvorhaug. ein Werk de» Münchener Maler» Augull Brande», «iu« besonder» günstige Ergänzung erfahren. Brande» hat e» verstanden, mit dem Architekten zusammenzuarbeiten, oh»« feiner kiinstleri-scheu Selbständigkeit irgend etwa» zn vergeben. Sein Vorhang verlangt nicht, »ie so mancher andere, eine B«I«acht»ng sür sich. so»d«rn er erfüllt eine wich-'ige dekorative Aufgabe; er erweitert den Raum de» Zuschauerhaus»» in einer gemalten Architektur, die sich über eine Treppe in eine inoudbeschienene Land-schall »sinkt Ein eigenartiger Stim»lung»zauber liegt über dem «anzen. Sin den künstlerischen Arbeiten waren noch beteiligt Bildbauer Wilhelm In Mü»chen mit den Skulpturen der Fa^ade und die Firma Weipert «nd Ro-wotnh mit be» Stukkaturen de« Inneren. Die Bauleitung lag in den Händen de» Architekten Kürschner in Meian. fl Ach s». A.! .Habe» Sie auf dem letzten Hau»ball d«r Gräfin Z deren Toilette bewundert!' — B : .Jawohl, di« hat mich 300 Mark gekostet.' --A.: „Wieso Ihnen?" — B.: „Meine Fra» sah sie und wollt« nun «den solche haben." Probat. „Du. der fremde Herr da verdirbt mir den ganze» Ball." „Wieso?" — .St flüstert mir immer alberne Schmeicheleien zu." .Da» hat er bei mir auch versucht, aber er hörte bald damit ans. al» iih ilj» bat, lauter z» sprechen, weil ich schwerhörig lei " Ter August. Dame „Du bist mir immer viel zn flatterhaft. Deine Vorgängerin hat ihr Ernst nie verlasse» " — Dienstmädchen: „C, der nieine verläßt mich >a auch nicht — der heißt aber nicht llrnst. sondern August." Je»« Paul, (litte junge Dame. gliihe»d« Verehrerin Jean Paul», befand sich, ohne ihr Blütf zu ahnen, i» einer Gesellschaft an dessen Seit«. Der Übel gelaunte Dichter war nicht« welliger al» galant gegen seine Tischgenossin, und ebenso kärglich al« kurz Iu seine» Woit«». Man bracht« seine Gesundheit au», u»d lebhaft ergriffe«, wandte sich bi« Dame mit der Frage an ii,»! »Wie, Sie sind der Dichter, deffen Werken ich die schönste» Stunden ver-danke? — Beschämt küßte Jean Paul ihre Hand, indem er sagt«: .Ich bin der Verfasser der .Flegeljahre", au» denen ich soeben einig« Züge gab." St. r\C INMUaiLLS u >V »> «- Gegen Rheumatismus hat sich neuerding« die sogenannt« llitroneukue sehr gut bewährt, die darin besteht, mißlichst vielen frisch «»»gepreßten Saft zu trinke»: ber Erfolg de» Mittel» gegen die Schnurzen ist sicher, wenn e» reichlich genug genommen wird. Schlsmtch. Die Mästung muß in drei bi» vier Monaten beendet sein: da»«rt sie länger, so geht ein Teil d«» Äewinue« verlor«». E» gilt die« jedoch nur für älter« Tiere, da Lämmer und Jährlinge, so lang« si« nicht voll-ständig aufgewachsen sind, dnrch di« Vermehrung der Sörpermafse bei der längeren Mastzeit Höchst selten eine Verminderung de» Gewinne» verursachen. Maftschafe werde» nach dem l«b«nden Gewicht »nd dem ungefähren Gehalt an Talg beurteilt. Lehterer wird mittelst de» durch di» Nebung verfeinerten TastgefÜhle» richtig abgeschätzt. DI» Stärk« »nd Festigkeit der Fettschicht unter der Haut macht sich b«sond«r» aus d«n Rippen, de« Hüfte» und der Schwanzwurzel erkennbar. Gegen Kellerasseln schüttet man In eine Flasch« eine klein« M«nge Aei». geist, schwenkt die Flasche so h«eum, daß bie innere» Wände und d«r Hai» derselben befeuchtet sind und legt sie auf den a«U»rdvb»n, daß di« Orffiiung de» Erdboden berührt. Die lästigen Tiere Hab«» «in« besondere Vorliebe sür Spirituos«» und zi«H«n sich iusolg«d«ss«n in die Flasch«. wo man si« nach einigen Tagen zu Hunderte» vorfind»! und wo sie infolge d«r Betäubung ver-bleiben. Wiederholt man die» einig« Male, so ist der Keiler Po» Assel» bei» nah« gänzlich befreit. Magentropfen. Man nehm« von der Apotheke: 8 Bramm Gentian. 8 Gramm Agarieu», 8 Gramm «ngelira. 8 Gramm Rhabarber, 4 Gramm Zitt« werwurzel, 4 Gramm orientalischen Safran, 4 Gramm llremorlartari, 36 "-ramm feinster Aloe und 35 Gramm grob zerstvßtnrr Myrrhe. Die» alle» thu« mall i» «inen Tteintopf, gebe eine Flasch« gut«» Franzbranntwein daraus »nd schlitß« da» Gefäß luftdicht zn. Räch acht lagen gießt man da» Flüssig« durch «in feine» Haarsieb in «in« Flasche, di« man gut zukorkt: «in kleine« Medizinftäschchen voll nimmt man sich gleich zum Gedrauch davon ab. Bei Magenschinerzen, Kopfschmerzen, verdauung«störungen. nach einem schweren späten Abendessen »nd so mehr giebt man 8—12 Tropfen von dem bereit««»» Elixier in »iu Gia». gießt etwa» Wasser dazu, etwa 1—1'/» Löffel voll, trinkt e» an» nnd nimmt ein Stückchen Zucker nach. Räch kurzer Z«it wird man Lind»ru»g be» vorherigen Unbehagen» merken. A a n n Tiainanträtsel. Sind die lvuchstatxn richtig geordnet. I» nenne» die senk-rechte und die wagerekhle «Itlelreibc eine Hanvlperjon an« v I) L> K K einem mill«»,»chdeuli'chc» Helden,iktnchl. Iit librhtn wag«. K K K K K UC'II rechten Meiden bezeichnen: l> (litten Buchstaben I) astn II HI I IIKKK metalltsche« Mineral. 3) Sine frühere Schätzt«, sie. «) ((ine »»■»•»• Perlon au» dem «Ibelunarnltcd. S) »ei den Sermanen Hie tooSnunvi der «»Her und Selige». »> (tinen «»Ikerkampf. !) Kr~ ------- jinen Luft- oder (ledgelst an» der nördlichen «öneniieti. H) Sinen Onchsiaden. Bilderrätsel. 1. I. I. I. I, I. i. L H O U It II H W z Zwe.jilb vharatze. Mein ünt l ntihrl, Wein Zweite» zevrt, Mein »anje» stndst du überall «ich leibst und anderen zur siliai. t). Ltaubach. Aufgabe. Faulheit, ladet, Vc ainn, Berkedr, Moor. «nndichreiden. »>cmUl. Und«, Zwietracht. X». Schiusi, See. vorstellende wlirtet iind durch andere von atinttcher Vedenluna ,u eeletzen. lie «njanalduchitaden der gesunden?» Wörter sollen, hintereiimnder gelesen, ein dclannie» Sprichwort ergeben. Aiillöiung Folgt In nächster All IN IN er. (VW, Auslösungen auS voriger Nummer: Tt» vomonqm»: Welle. De» Anaaramm»: Mau», Saum. De» vrithmo-gript»«! »4omvr». Oitxll», l'altl. I^tstke. Riitt», Kaubtlni. Ibrahim. Hatuiiiu (rt«n>eiL Httis — «opernikuI-Alammario». »» Sitte «echte »«edetialie». »«,»»»»». Verontioorttiche »edaktlon von Srnst Pteiller, rn'tmirtt nnd t)frflutflf(tctxn «o» »reiner fc Pfeiffer »> -tungarl.