7f. Jahffgang Eneliefait wöchentlich sechsmal (mit Ammlmia der Feiertage). Schrift-leitung, Verwaltung und Duchdruckerci Tel. 25^7, 25^ um 25^9. Marlbor. Kopallika ultca 6u Manuskripte werden nicht retoumiert Anfragen RQckpcrto beUcfHL 4'-. a-ö f:rfl tMi Nr.llJ > vlv Mittwoch, ömn 7. Juni 1959 Inseraten- und Abonnements-Annatime m Maribor, K.opaliSka ulica Q (Verwaltunfi). Bezugspreise; Abholen raonallich 23 Din, zustellen 24 DIn, durch die Post monatlich 23 Oin, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1.50 und 3 Din. Preis Din 1*50 SHoriliORt ötiiniiB ^triumpl^Qle Q3era&f(DieDung Drinsregentenpaored üon :8erUn tffne Qlu«fpra4^ Drin» ISauI unO tHöolf j!>itler / "Oer- traucndbolle, fmiiiMd^aftliAe und enge 3ufaninienart>eit ^ugoflatoien^ unö S>eutfcDlanö0 itaiifaiitKtcs SXnmili Papst Pius XII. hat akh io der letiteo Zdt nicht an die verantwortlchm Staatmiin-aar gewaadat V a t i k a n» 0. Juli. (Avala.) Die in der letzten Zeit von der Atislandspreaae gebrachten Meldungen Ober einen neuen Schritt Seiner HeiÜglceit de^ Papstes bei den Regierungen Europas werben bei den zuständigen vatikanischen Stellen dementiert. In diesem Zusammenhange wird erkürt, daß sich die vor etwa einem Monat begonnene Friedensaktion des Papstes lediglich auf der bereits bekannten und offiziel dargestellten Linie bewege. Neue Spanmiflg an der naadscharisch-sowje^sfischen Qreitte T 0 k 1 0, 6. Juni. (Avala.) Nach Meldungen, die von der sowjstrussisch-man-dschurischen Grenze eingelaufen sind, ist in dem Gebiet, in dem unlingst außenmongolische Truppen mehrere Zwischenfälle provozierten, eine neue Spannung ein getreten. Wie berichtet wird, sind in dem dortigen Qrenzsektor 700 Sowjetschützen mit 16 Tanks eingetroffen. Die Japaner u. die mandschurischen Militärbehörden haben alle erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr von Grenzüberfällen getroffen. Eine Frau rumiiilschea Senatiaiitglled B u k a r e t, 0. Juni. (Avala.) Zum ersten Male in der Oeschi^te des rumänischen Parlamentarismus zieht auf Grund des jüngsten Wahlergebnisses eine Frau in den rumänischen Senat ein. Es ist dies Frau Martha Pop, die Präsidentin der rumänischen Frauenliga. Die AuBenminiater Uttlanda tmd Estlands in Berlin B e r 1 i n, 6. Juni. Nach Abschluß der Verhandlungen über die Einzelheiten der Nichtangriffsverträge zwischen Deutschland u. Lettland sowie zwischen Deutschland und Estland wurden die Außenminister Munters und Selters nach Berlin ein<* geladen, um die Verträge zu unterzeichnen. Die Minister werden heute brw. morgen in Berlin eintreffen. Minister Alfieri nach Italien zurückgekehrt. Wien, 6. Juni. Der italienieche Minister für Voiksaufklärung Dino Alfieri trat gestern die Rückreise nach Rom an. Reichsminister Dr. G Ö b b e 1 s begleitete seinen hohen Gast zum Bahnhof. Eine große Menschenmenge bereitete dem Gast herzliche Kundgebungen. S6rfe Zürich, 6. Juni. Devisen: Beograid 10, Paris 11.73M, London 20.74V4, New-york 442"/i6, Brüssel 75.37 H, Mailand 23.30, Amsterdam 235.70, Berlin 177.62, Stockholm 106.90, Oslo 104.27Kopenhagen 92.62Prag \5.\2H, Sofia 5.40, Warschau 83.75, Budapest 87, Athen 3.90, Istanbul 3.^, Bukarest 3.25, Helsinki 9.15, Buenos Aires 102)^. Berlin, 6. Juni. Die Verabscliiednflg Seinar kgL Hobdt des PrtnzregentMi Pa«l von Jugoslawien und seiner Oe^' muhWn Ihrer kgL Hoheit Prinxeasin Olga von Berlin vollzog sich mit derselben HerzUchkelt wie vor fünf Tagen die Ankunft Huflderttitiseiide bllddeo in den Straßen vom Schloß Bellevue zum Lelulcr Baluihof SpaUer und Jubelten dem Prin-zenpaar zu. Reichskanzler Hitler begleitete aeliie Oiste zum Bahnhof und versit)-scMsdste sich in herzlicher Welse von ihnen. Zur Aufwartung waren die Regierung sowie Vertreter von Partei und Wehrmacht erschienen. Berlin, 6. Juni, Reichskanzler Adolf Hitler hatte gestern nachmittags in der Netten Relchskaiizlei noch einmal eine längere Unterredung mit dem jugoslawischen Prinzregenten Paul, der auch die beklen Außenminister Dr. Cincar-Markovid und von Ribbentrop beiwohnten. Die Besprechungen, die mit aller Herzlichkeit und in freundschaftlichem Geiste geführt wurden, erstreckten sich auf alle, beide Staaten in gleicher Welse berührenden Fragen. Beide Teile sehen in einer vertrauensvollen, freundschaftlichen und engen Zusammenarbeit ein wesentliches Element für die Beruhigung Europas und für eine Politik der wirklich aufbauenden Artieit. Beide Regierungen sind fest entschlossen, ihre Beziehungen auf dieser klaren und festen Grundlage in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht weiter zu vertie- fen. Sie sind in vollständiger Übereinstimmung mit der italienischen Regierung davon überzeugt, daß sie mit dieser ida-ren Politik Europa dienen und eine die Lebensrechte der Völker gewährleistende friedliche Entwicklung sicherstellen werden. B e o g r a d, 6. Juni. Die Verabschiedung des Prinzregentenpaares von Berlin wurde gestern abends von allen jugoslawischen Sendern Ojertragen. In Beograd stauten sich Menschenmassen in den Kaffeehäusern und im Freien an und lauschten vor den Lautsprechern dem brausenden Jubel, der dem Prinzregentenpaar beim Verlassen Berlin entgegen-scholl 7tO(6 fein pofititoed (Sroe&nid AUSiSENMlNiSTER BONNET BERICHTET HEUTE IM MINISTERRAT ÜBER DIE PAKTVERHANDLUNOEN MIT MOSKAU P a r i s, 6. Juni. (Avala.) Die Agence Havas meldet; Außenminister Georges Bonnct wird im heutigen Min sterrat eingehend über die int?;nationale Lage Bericht erstatten. Wie >n polit'schen Kre sen erklärt wird, hat es den Anschein, daß im Zusammenhange mit den französisch-eng-llsch-sowjetrui^fiischen Verhandlungen im Laufe dieser Woche kein neues Moment hinzutreten dürfte. Wie in Kreisen, die dem Quai d'Orsay nahestehen, verbautet, hat die französische Reg crung in der letzten Zeit von der päpstlichen Kurie ke'ne Initiative zu einer angeblich geplanten Weltkonferenz erhalten, wie sie in einem großen TeÜ der Aus landspresse bereits propagiert wurde. nete sich, als die Herzogin zu einer neuen Filmvorstellung fahren wollte. B sher wuf de eine Verhaftung vorgenommen. In der Nähe des Automobils wurde eine Schußwaffe vorgefunden. der (Snipfano 6rr 6panienfreitDn' Hlien in 2)tuMarIborcr Zeitung« Nummer t28. 2 Mtttwodi, den 7. }unl 1939. 2>fe 3inion 2>r. 6lo}a6inobi<' unö feine SinDfinger Eine Mitteflunfif des Präsldhiins der Jugoslawischen Radikalen Union. — Minister Vojlco Cvrlfiii über diese Aktion Z a g r e b, 6. Juni. Der »J u t a r n j i List« berichtet aus Beograd; Minister ohne Wirkungsbereich Vojko C v r k i <5 gab den Vertretern der Presse im Zusam ^nenhange mit der Aktion des gewesenen Ministerpräsidenten Dr. Milan S t o j a d i « o V i c eine Erklärung ab, in der es heißt daß gewisse Abgeordnete, die aus dem Klub der Jugoslawischen Radikalen Union ausgetreten waren oder dessen Mitglieder seien, ohne der Partei anzugehören, versucht hätten, Unterschriften für ihre Resolutionen, Vorstellungen und Interpellationen zu sammeln. Diese gesamte Aktion sei gegen die Regierung, besonders aber gegen deren Politik der Regelung der Innenverhältnisse und besonders der Verständigung mit den Kroaten gerichtet. Der Minister erklärte sodann, daß nach dem Statut der JRU die Disziplin beibehalten werden müsse. Die kroatische Frage sei Gegenstand zahlreicher Klubberatungen gewesen, in denen die Mitglieder die erforderlichen Aufklärungen erhalten haben. Die Unterbreitung von Interpellationen im Zusammenhange mit der kroatischen Frage sei eine gröbliche Verletzung der Klub disziplin. Die Abgeordneten, die diese Deklaration unterzeichneten, hätten sich selbst aus dem Abgeordnetenklub und der Partei der Jugoslawischen Radikalen Union ausgeschlossen. . JSrtmreomt ]Sonl unb Qi&oif imitier Eine Anfnalme» die in der Staatsoper Unter den Linden in der Psum der Festanff-ffihrung von Wagners »Mel-stersingeni« gemtcM wurde. 6]^ani6erlaiii ift tftptffdD DER BRITISCHE PREMIERMINISTER VERSPRICHT SICH WENIG VON EINEM DIREKTEN STAATSMÄNNERTREFFEN IN MOSKAU — DER KAMPF UM DIE FORM DES ABKOMMENSMIT DEN SOWJETS mierminister (ien Vertretern der Opposition keine weiteren Auskünfte mehr geben. L 0 n d o n, 6. Juni. »D a i 1 y T e ! e-g r a p h« veröffentlicht einen Artikel von P e r t i n a x, der sich über die Aussichten der britisch-sowjetrussischen Verband lungen sehr pessimistisch äußert. Die Iran zösische Regierung — stellt Pertinax fest — sei mit allen Mitteln bestrebt, eine sowohl für Moskau wie auch für London ge eignete Form des Abkommens zu finden. In Paris herrsche die Ansicht vor, daß die Verhandlungen so bald wie möglich zum Abschluß gebracht werden müssen. Sollte die allzu lange Verzögerung zu einer Unterbrechung der Verhandlungen führen, dann würde das gesamte Garantiesystem zusammenbrechen. In diesem Falle wären weder Frankreich noch England fähig, die wechselseitig übernommenen Verpflichtungen einzulösen. L o n d 0 n, 6. Juni. In der gestrigen Sitzung des englischen Unterhauses richtete der labouristische Abgeordnete A d a m s an Premierminister Sir Neville C h a m b e r I a i n die Anfrage, ob es nicht etwa zweckmäßig wäre, wenn Cham berlain seine unmittelbare Fühlungnahme mit ausländischen Staatsmännern nach dem Münchner Vorbild wiederholen und sich nach Moskau begeben würde, um auf diese Weise die Schwierigkeiten in den britisch-sowjetrussischen Verhandlun gen zu beseitigen. Premierminister Chaniberlain erklärte, er anerkenne die große Bedeutung unmittelbarer Besprechungen, doch glaube er erklären zu müssen, daß eine Zusammenkunft in Moskau keineswegs von Nutzen wäre. Auf weitere Anfragen bezüglich des britisch-sowjetrussischen Verhältnisses in diesem Zusammenhang wollte der Pre- ren in der Verbannung in Sibirien lebt, ist das Ansuchen um Uebersiedlung nach Moskau abgelehnt worden. AtureiNerlelchterung ffir die Zeit vom 1. Jnnl bis 15. Oktober. Z1 tf r e b, 6. Juni. Die »N o v o s t i< berichten aus Beograd: Der Flnanzmini-ster hat einen, Entscheid getroffen, wonach Personen, die In der Zeit vom 1, Juni bis 15, Oktober 1939 wegen Heilung, Erholung und aus touristischen Gründen ins Ausland reisen, bei der Einholung des Ausreisevisums nicht die Bestätigung über die entrichteten Steuern beizubringen brauchen, sondern erst nach Ablauf dieser Frist. Prof. Paul Popovld gestorben. B € 0 g r a d, 6. Juni. In Beograd ist gestern der Universitätsprofessor Paul P o-p o V i (^, der auch Mitglied der Königl. Serbischen Akademie der Wissenschaften war, im Alter von 71 Jahren gestorben. Prof. Popovid wurde bereits 1904 mit der Lehrkanzel für jugoslawische Literatur ■betrau*. Längere Zeit hindurch war der VersCofbene auch Scihrlftteitcr des »Srpski Knjßcvnl Olasnik«, der repräsentativen Hterarischen Revue Serbiens. Während d« Weiikrieges weHte Prof. Popovii in besonderer Mission der serbischen Regierung in Rom, Paris utnd London. Nach dem Kriege leitete' er das phUosophische Seminar der Beograder Universität. Der Verstorbene galt als einer der ersten Kultlirkritiker unter den Serben. Er war auch einer «der Gründer des kürzlich errichteten Serbischen Kulturklubs in Beograd. _ Feierlkhe UnteraelchDtmg des deutsch-estnischen und deotsch-lettisdM Nicht* sflgrlflBpflktes B e r 1 i n, 6. Juni. Am Mittwoch gelangt der zwischen Deutschland und Estland abgeschlossene Nichtangriffspakt in Berlin zur feierlichen Unterzeichnung. Zu gleicher Zeit wird auch die Unterzeichnung des deutsch-lettischen Nichtangriffspaktes erfolgen. Zu diesem Zewck werden die beiden Außenminister Lettlands und Estlands in Berlin eintreffen. 01tinifttrvräfi6ent (SbttfobK iDieöer in aseograb L j u b 1 j a n a, 6. Juni. (Avala.) Ministerpräsident Dragi§a Cvetkovid weilte gestern vormittags in Begleitung des Senatspräsidenten Dr. Anton K o r o-See und des Banus Dr. N a 11 a C e n auf einem Ausflug in der Ungebung von Ljub Ijana. Abends um 20.15 Uhr kehrte der Ministerpräsident mit dem Simplon-Orient Expreß nach Beograd zurück. ftongre^ iugoflatDif«!^ etäMebunOetf Beograd, 6. Juni. In der Zeit vom 16. bis 19. Juni findet im Beograd ein Kongreß des Jugoslawischen Städtebundes 00 ragte öie „XfftM" mit Dem iOetf au« öem 2Baffer statt, an dem die Vertreter aHer im Städtebund organisierten autonomen Stäidte Jugoslawiens teilnehmen werden. Im Rahmen des erwähnten Kongresses werden fHiaaizielle, technische, sanitäre und soziale Probleme der Stadtigememdein behandelt werden. »Beti Ofoa« vor der FertigsteUong T r i c s t, 6. Juni. Das jugoslawische Hilfschiff »Bell Orao«, das auf der Schiffs werfte Stabiümento Teöiico Triestlno vom Stapel gelassen wurde, geht nunmehr seiner Fertigstellung entgegen. Der »Bell Orao«, der 500 Tonnen verdrängt, besitzt eine Länge von 65 Meter und entwickelt mit seinen modernen Maschinen 17 Knoten. 2>etitl^ Suftfroli« in SoHMen? N c w y 0 r k, 6. Juni. Die »Wewyork Times« berichtet aus Bunos Affes, die deutsche Regierung habe von Bolivien das ausschließliche Recht • erhalten, auf dem Mamore-Fluß, der in den Amazonenstrom einmündet, einen Luftstützunkt zu bauen, der nur ^n deutschen Luftstreitkräften zur Verfügung stehen würde. Die deutsche Regierung habe sich demgegenüber verpflichtet, Bolivien mft .Waffen und Munition zu versorgen. Die Unglücksstcllc, auf der das englische Tauchboot vor dem Versinken eine Zeitlani^ aus dem Wasser rag^te. (dÜSll fornmelt Oltoirrtal gioen SittDinoto Der frühere Leiter der sowjetrassischen Aaßenpolttik >oN wegen »Trotzldsmus« und »Hochverrat« unter Anklage gestellt werden Stockholm, 6. Juni. Wie die finnischen Blätter berichten, steht L i 1 w i-n o w unmittelbar vor seiner Verhaftung. In der Sitzung der Komintern am 29. April — die übrigens sehr stürmisch verlaufen war — soll bereits die Verhaftung Litwi-nows unter der Beschuldigung des Hochverrates gefordert worden sein. Indessen wurde der Beschluß gefaßt, Material gegen Litwinow zu sammeln, wodurch die Freiheit Litwinows nur noch für einige Zeit verlängert wurde. Litwinow erfuhr von seinem Sturz erst am 2. Mai. Er muß te r.och am selben Tage seine Villa räumen und gegen eine Zweizimmerwohnung vertauschen. Sein großes Privatarchiv wur de beschlagnahmt. Seine Frau — einer En^^ländöFin •—« die als Leh^rin seit J[ah- StSbmete Explosk» Im Novlsider Gas* werk. Novisad, 6. Juni. Im Novisader Gaswerk exploditerte — wahrscheinlich infolge Ünvorsichtl^fkeit eines Arbeiters — ein Hauptleitungsrohr, wobei sechs Arbeiter schwer verletzt wurden. Es ist nur einem glücklichen Umstand zu verdanken, daß die Katastropihe ntoht größeren Umfang angenonunen hat Geburtstag der Fünftinge C a 1 a n d e r (Kanada), 5. Juni. Die fünf kleinen Schwestern Dlonng kommen aus dem Festefeiern überhaupt nicht mehr heraus. Nachdem sie in der vergangenen Woche ipin Freiheit« dressiert« dem britischen Königpaar vorgeführt wurden, feier ten sie jetzt ihren fünften Geburtstag. Die FünfUnge wurden aus diesem Anlaß mit einer wahren Lawine von Briefen und Ge schenken aus ganz Kanada und den USA überschüttet 500 Menschenleben auf dem Gewissen M a d r i d, 5. Juni. Hier wird die Verhaftung eines gewissen Eusebio Rodri-guez, eines ehemaligen Leutnants der rotspanischen Armee, bekanntgegeben. Der Verhaftete hat bereits gestanden, über 500 Personen, die rechtstehenden Parteien angehörten, ermordet zu haben. Die GelidD-te des Verhafteten, die 23jährige Mariana Serrano Rublo, die den Mörder bei sich versteckt gehalten hatte, wurde gleichfalls verhaftet und ins Gefängnis eingeliefert Die Verhaftung hat in Madrid gros ses Aufsehen hervorgerufen. a»a f, Juni iMi 3 »MarR)orcr Zeitung« Nutntner TW. cnuloflra^ 6pltt—6äräiPtoD PIB NEUE STRASSE DÜRFTE IN ETWA 5 JAHREN DEM VERKEHR ÜBEROE-DEN WERDEN. — IN ZWEIEINHALB STUNDEN VON SARAJEVO NACH SPUT Spitt, 6, Juni. Das Bautenminlsterluin liat eine technische Kommission ernannt, die die vorgeschlagene Trasse der neuen Autostraße Split — Sarajevo an Ort und Stelle überprüfen wird. Diese' moderne Autostraße wird von Sarajevo aus Ober die Ivan-Planina, über Konjic, Rama, Pro zor, Ravna, Tomislav grad und Arian bis Dugo Polje verlaufen, wo der Anschluß in die bestehende rekonstruierte . Sttaße erfolgen wird. Die gesamte vorgedachte Trasse besitzt eine Länge von 235 Kilo- meter. Mit dem Kraftwagen wird diese Strecke in 2Vi Stunden zu bewältigen sein. 16 Kilometer dieser Straße sind bereits fertiggestellt, so daß noch rund 220 Kilometer fertigzustellen wären. Die Gesamtkosten werden sich auf 200 Millionen Dinar belaufen. Die erforderlichen Kredit te sind bereits sichergestellt, so daß die Hoffnung besteht, daß die neue Straße in' etwa 5 Jahren dem Verkehr übergeben werden wird. y Ueber lehotaasend Irzt liehe Chitachteii Kriftignngsmittel 9 CHINA-WEIN mit EISEN für ScbwScIillcbe, Btnlarme und Rekonvalescenten Vorzüglicher Gesc(tmactcl Zu h«b(ti in «Ilca Apolbtkn mm Pr«bc «en LHvrflaichc Din 77'— Din 48*-, Vi«rl«lliterflaichf Hin 3^ — Rfj. S broj ^^290 od 24. H- 19^3 (SleftrifiMn'ung örr 3aDnftrrtf e ©. OWoroDfce—6u5af ELEKTRISCHE HOCHSPANNUNGSLEITUNG KARLOVAC—SUftAK S u § a k, 6. Juni. Die Elektriztätsunter-nehmung des Savebanats trassiert soeben die Hochspannungsleitung Karlovac—Su-5ak für die Leitung von 100.000 Volt Spannung. Die Hochspannungsleitung Karlovac—Zagreb wird est später gebaut werden, wenn das Kraftwerk FuJine—^Trl banj fertiggestellt sein wird» welches auch Zagreb mit Strom versorgen soH. Vorläu fig werden die Hochspannungsmaste von Karlovac In der Richtung gfgen Sufiak gebaut, damit der Strom beim Bau der Tun neis der Bahnstreeike Crnomelj—^Vrbov- sko verwendet werden kann. Den zweiten Teil des Projtktes bildet die Errichtung zweier riesiger Bassins und eines Staudammes bei Fuüne. Das Kraftwerk selbst wird in Tibanj errichtet werden. Das Was ser wird dort 650 Meter tief fallen und ungeheure Stromenergien erzeugen. Diese Arbeiten sollen, wie verlautet, sehr beschleunigt werden, damit d'e Elektrifizierung der Bahnstrecke Srpske Moravice— SuSak im Sinne der kürzlich erfolgten Be schlüsse vonstatten gehen kann. 3)le UrfacDen Der ftotaflropDe DIE AUFKLÄRUNGEN DES ENGLISCHEN PREMIERMINISTERS IM UNTERHAUS — WASSER DURCHS TORPEDOLANCIERROHR EINGEDRUNGEN. L 0 n d 0 n, 6. Juni. (Avala). Reuter ))erichtet! In der g^estrlgen Sitzung des Unterhauses gab Premierminister C h a m-berlaln eine umfangreiche Erklärung Uber die Ursachen der Katastrophe des Tauchbootes »T h e 11 s«. Der Premierminister erkläHe, das U-Boot sei gesunken, weil durch ein Torpedolancierrohr In einen der hinter dem Bug befindlichen Räume Wasser eingedrungen sei. Dieses Lancierrohr sei Im Moment de« Untertauchens offen gewesen. Das Signalsystem des U-Boote^ habe In diesem Augenblick noch nicht funktioniert, so daß die »The-tls« mit anderen Schiffen keine Verbindung aufnehmen konnte. Die sodann erfolgten Rauchsignale seien offenkundig nicht bemerkt worden; Der Premierminister kündigte eine umfassende Untersuchung in der Angelegenheit der »Thetist-Katastrophe an. Alle Versuche, an die noch lebende Bemannung heranzukommen, hätten sich erfolgtos erwiesen. Drei Eingeschlossene hätten beim Versuch, sich zu- retten, das Leben verloren. Bei den Bergungsarbeiten sei ein Dahtseil um den Rumpf der »Thetis« gelegt worden, doch sei das Kabel am Heck abgerutscht. Am Schlüsse seiner Erklärung sprach der Premlerminister im Namen der Regierung und des Unterhauses sowohl der Marine als auch den Ange hörigen das tiefe Mitleid mit dem Schicksal der Toten der »Thetis« aus. London, 6. Juni. (Avala.) Reuter »meldet; Der Direktor der Schiffswerfte in Birkenhead, Johnson, erklärte Vertretern der Presse gegenüber, die Katastrophe der >Theti8« sei lediglich auf das Eindringen von Wasser in eines der vorderen Lancierrohre zurückzuführen, welches damals geöffnet war. Die Bemannung habe sodann in dem Glauben, daß im Torpedo-raurn ohnehin kein Wasser sich befinde, diesen Raum geöffnet. Infolge des ungeheuren Wasserdruckes habe die Bemannung nicht mehr die Kraft besessen, diesen Raum zu schließen. Die Taucher hätten Infolge der ungeheuren Strömung des Meeres unerhörte Bravourleistungen vollbracht, »da sie bei »den Arbeiten trotz der bleibeschwerten Taucheranzüge in waagrechter Lage arbeiten mußten. Einer der Geretteten erklärte auf der Werfte, daß er eine weitere halbe Stunde nicht mehr am Leben geblieben wäre. Direktor Johnson erklärte am Schlüsse, daß die Admiralität alles getan habe, um die Eingeschlossenen der »Thetis« noch lebend zu retten. Die Absicht sei jedoch leider mißlungen. Kurse 0ta(0ri(l5trn Ein Heilpraktiker im Kanton St. Gallen wollte mit seinem Präparat dicke Damen »rasch schlank« machen. Als die Abmagerung der Patienten eintrat, wurden jedoch mehrere von ihnen schlechtsehend oder erblindeten gänzlich. Dem Dichter Rab. Tagore wurde vom indischen Graveur M. Scharma die Abschrift eines seiner Werke gewidmet. Und zwar bekam er es fertig, das ganze Werk (500 Zei'len mit 14.672 Worten) auf einer Postkarte unterzubringen. In Bautzen spielten Herren in einer Gaststätte Skat. Einer von i-hnen hatte kurz zuvor einen Unfall erlitten; er wurde ganz ruhig. Ais man ihn näher in Augenschein nahm, fand man, daß er tot war. Vor etwa 80 Jahren legte bei Weinheim an der Bcrpstraße ein Freiherr v. Berck-heim einen freistehenden Zedernwald an, der eine Höhe von 30 Meter erreicht hat. obwohl er Winterfröste bis zu 26 Grad aushalten mußte. Eine aufsehenerrep'ende Entdeckung wurde, wie aus Frankfurt a. M. n:emeldet wird, von zwei Königsteiner Forschern, Dr. Amelung und Dr. Kuhnke, gemacht. Sie führten Lichtmessungen aus und stellten dabei fest, daß man auch im Schatten einen »Sonnenbra^nd« bekommen und hübsch braun werden kann, da keineswegs nur Sonnenstrahlen ultraviolette Strahlen aufweisen. Neueste Messungen ergaben bereits, daß im März und Anril die Himnielsstrahlung 85 Prozent der Gesamtstrahlung im Freien hat. '«■SHmHnmrTnfngaaBnMMBnnHHMaBR««'' * Menschen vorgerückten Alters, die mit unregelmäßigen Entleerungen zu kämpfen haben, bietet oft schon der durch acht Tage fortgesetzte Genuß von täglich etwa 3—4 Eßlöffeln natürlichen »Franz-Jo8ef«-Bitterwassers die erwünschte Leibesöffnung und damit bleibende Erleichterung. Man verlange Uberall das echte Franz-Josef-Wasser! Reg. S. br. 30474/33 OHaupaffantg „magfirrte oDne Waöte LANGJÄHRIGES DICHTERGEHEIMNIS IN PARIS ENTRÄTSELT. — WIE DER SCHOPFER DES »BEL AMI« VON EINER FRAU BESIEGT WURDE. In Frankreich erregt die Enthüllung eines langjährigen Geheimnisses um den bedeutenden und berühmten Romancier Maupassant großes Aufsehen. Durch den verfilmten Roman »Bei Ami« ist Maupassant auch den breitesten Kreisen bekannt geworden. Der Dichter starb 1893, erst 43jährig, als Irrer bei Paris. Lange hat man um die Gestalt der Frau ein Bär lebt«, aufgefallen sein. Wenigstens antwortete er ihr mit sichtlichem In teresse, und obwohl er sich geschworen hatte, niemals eine schreibende Frau zu lieben, konnte selbst ihre Erklärung, sie sei Schriftstellerin, dieses Interesse nicht abschwächen. Eine Folge von herrlichen Briefen wurde nun zwischen dem Dichter und der jungen enthusiastischen Verehrc- 'den fleißigen Dichter schon ein ganz be-' denkliches Zeichen. Der Mann, der der hartnäckigen Verehrerin geschrieben hatte: »Ich zähle die Liebe zu den Religionen und die Religionen unter die größten Dummheiten des Mcn5chengcschlcchts<', iWar hoffnungslos durch sie gebannt. Als ; Gisela d'Estoc freimütig bekannt, sie sei i nicht aus Neugierde gekommen, sondern einer Stimme des Sch'cksals gefolgt, ist ^er, wie er ihr schreibt, überzeugt, daß sie [in sein i-oben ein Ziel, eine Freude, einen 'Sinn bringe. Auf seine Bitte besucht sie ihn ein zweites Mal ohne Schleier — und es erwuchs daraus eine langwährende hei ße Leidenschaft zwischen ihnen, die nur durch den körperlichen Verfall des Dichters ihr Ende fand. Maupassant klT^t über dnnorndp »Mi-grüne«, gegen die man mit den Mitteln der Zeit, i^lntegeln, vorginr^. EnHlich ent-iSch1icBt er sich zu einer l.mgcn Reise nach Korsika, Algier und Marokko. In den langen und zärtlichen Briefen, die er noch untorwcc^s an sie schreUit, erscheint mimer kln.rer der hoffnungslose Zustand des Dichters: »'eh bin entsetzlich leidend. Die Krankheit, die mich gennckt hat und deren Ursache unbekannt ist, bringt furchtbare Zustände mit s-ch. Sowie ich etwas mit den Augen fixiere, verzerrt sich alles... Meine Pupille erweitert sich und verliert die Form ... Ich darf seit Wochen nicht schreiben, nur diktieren ..Als Maunassant wieder in Paris eintrifft, kann ihn Gisela d'Fstoc kaum mehr erkennen. Ein furchtbares Mißtrauen gegen alle j Menschen kommt als seelische Erkrankung noch hinzu: der Dichter verträgt nicht einmal mehr die Gegenwart der nächsten Freunde und zetelt eine Menge Prozesse ohne jeden Grund an. Auch sein Verhalten zu der liebenden treuen Freundin wird von diesem Zustand getrübt, der bald in den Abgrund des Wahnsinns führte. Er behauptete, sie schriebe ihm anonyme I Briefe und veranlasse auch andere, es zu tun. Seihst die zärtlichste Liebe fand nur noch Gleichgültigkeit bei dem kranken Dichter. Es war das nahe Ende, auch der Liebe der tief verletzten Frau; zu Tode betrübt mußte sie sich eines Tages von ihm trennen. Kurze Zeit darauf ist Guy de Maupassant, Frankreichs großer meisterlicher Dichter, im Irrenhaus gestorben, Gisela d'Estoc bewahrte ihm trotzdem ein leuchtendes Andenken. Sic starb im Alter von 44 Jahren in Nizza. gerätselt, die mit Guy de Maupassant,' rin ausgetauscht, die ihn zu besuchen dem Dichter und Liebling der Frauen, | wünschte. Vergeblich schilderte Maupas-nach anonymen Briefwechsel und einem sant sein Aeußeres, das keineswegs dem Londoner Kurz-Reprtage: 3a(f ^irö (SnpIanDd £iet>!lng0&un& London, (.\TP) Obwohl es n cht leicht gewesen wa;, hatte Frau Kathar na Hutschinson b'sher stets die Möglichkeit gefunden, der S adt-kasse von Blackpool d e Steuern für ihren Hund »Jack« regelmäßig einzuzahlen. Da Besuch in phantastischer Maskierung, ein Dichterideal entspräche; selbst seine Klei Frau Katharina nicht gut zu Fuß v nr, be Liebesverhältnis einging und es noch bis dung sei ungepflegt und er habe persön in die Tage seines bereits ausbrechenden Irrsinns aufrechterhielt. Die Gestalt dieser Frau, Gisela d'Estoc, die jetzt erst als die ^maskierte Unbekannte« und Geliebte des ' Dichters festgestellt werden konnte, ist reizvoll genug, um sich mir ihr zu beschäftigen. Sie war eine begabte Schriftstellerin und Bildhauerin, dazu eine ausgezeichnete und bekannte Fechterin. Lei- sorgte »Jack« de Einkäufe beim Bäcker und Schlächter und im Gemüse .ulen. Er war ein überaus intelligenter rnd treuer Hund, an dem seine Herr'n besonders hing und der ihr viel Freude i ihrer Ein- lich nichts, was eine Frau anziehen könne — was wohl nicht ganz stimmte. Gisela d'Estoc bestand darauf, ihn zu sehen. Er warnt die Unbekannte vor der Enttäuschung, fürchtet auch wohl seine eigene,' samke t bereitete. So war es denn ein denn er schreibt: »Sie sind für mich b'si ziemlich harter Schlag für d'e alte Dame, jetzt die Unbekannte, von der die Dich-'als man ihr ankündigte, sie sei mit der ter träumen... aber wenn Sie diesen Rä-^ Steuer um acht Schillinge im Rückstand, ren sehen wollen, so wird er auf Ihre und wenn sie den Betrag n den nächsten denschaftlich bewunderte sie die hohe Stimme hin aus seinem Schlupfwinkel her:Tagen n'cht bezahlen könne, müsse man Kunst Maupassants. Nachdem sie seine auskommen und verspricht Ihnen, Ihren ■ ihr »Jack« fortnehmen, Novellensammlung »Das Haus Tellier« i Willen zu respektieren.« j Frau Hutschinson versuchte auf jede gelesen hatte, schrieb sie ihm einen glü-l Dieser Brief begeisterte Gisela d'Estoc We'se, sich das Geld zu verschaffen, aber henden Brief und bat um ein Zusammen-1 erst recht; sie kannte die Meinung Mautreffen. Nebenbei bemerkt, die Idelnen No passants über die Frauen und hoffte im Vellen des Dichters, die auch in bäuerli- stillen, ihn darin zu besiegen. Und in der eher Umwelt spielen, sind sehr viel feiner Tat, als sie, mit verschleiertem Gesicht und wertvoller als seine großen bekann-, bis zu den Augen wie eine Orientalin, seifen Romane wie »Bei Ami« und »Stark, ne Wohnung betrat, wai* er von den ihm wie der Tod«. | entgegenleuchtenden Augen der Unbekann Irgendetwas an dem Brief dieser Eräugten und dem ganzen Wesen seiner extramuß den frauenverwöhnten Dichter, der! vaganten Besucherin hingerissen. Er konn in dieser Art brieflich oft angegangen te nach ihrem Wer^gang, tief verstört und wurde und, wie er selber schreibt, »wie l verwirrt, nicht arbeiten und das war für alle ihre Freunde und Bekannten ließen sie im Stich. Niemand h elt zu ihr wie »Jack«. Da erfuhr zufällig der Redakteur der Lokalzeitung von Blackpool von der Not der alten Frau. Er setzte kurzerhand einen Hilferuf in das Blatt. Andere Blätter nahmen die B't-te der Frau Huschinson auf. Selbst dic großen Londoner Zeitungen fühlten ein menschliches Rühren und machten sich eine Ehre daraus, Frau Hutschinsons Miß- 2)06 0dDuiiaDr oeDt )u (SnOe DER PROZENTSATZ DER STUDIERENDEN MIT DEM ZIEL DES BEAMTENTUMS NOCH IMMER ZU GROSS — WIR BRAUCHEN MEHR BETÄTIGUNG IN PRAKTISCHEN BERUFEN Mariborer Zeitung« Nuamner 128, geschick aller Welt zu verkünden. Die Steuerbehörde in Blackpool kam in arge Bedrängn's. Noch ehe sie sich zu dieser Angelegenheit äußern konnte, war Frau Hutschin-son von einem Staunen ins andere gefallen. Der Postbote war hochbepackt bei ihr erschienen und hatte eine Menge Sympathieerklärungen von Hundefreunden aus ganz England, aus Holland, aus Frank reich, aus der Schweiz und vielen anderen Ländern, wo englische Zeitungen gelesen werden, abgeladen. Wurstpakete und vor allen Dingen mehrere Dutzend Postanweisungen kamen an. Man schickte der treuen Hundemama nicht nur die fehlenden acht Schillinge, senden den vollen Jahresbetrag der Steuer. Es waren viele Hundefreunde auf den gleichen Gedanken gekommen. So kann »Jack« noch dreißig Jahre älter werden, ohne daß seine Herrin einen Penny mehr für ihn zu zahlen braucht. Außer vierhundert Pfund in bar regnete es bei Frau Hutschinson Fleisch, Knochen und Hundekuchen, sodaß sich der gute »Jack« sicher den Magen an all den Delikatessen verderben wird. Mehrere Vereine von Hundebesitzern machten Frau Hutschinson zu ihrem Ehrenmitglied. »Jack« ist im Vereinigten Königreich weit über seine Grenzen hinaus berühmt geworden; er wir überall hoch geehrt, ist aber, daß muß noch lobend erwähnt werden, keines wegs hochmütig geworden. Wie früher erscheint er, mit Korb und Bestellzettel, beim Bäcker und beim Schlächter, und betreut seine Herrin . Amoklauf eines Finan^jeamten. Prag, 5. Juni. In der Ortschaft Wel-hartitz kam es zai einem Blutbad, das von einem plötzlich wahnsinnig gewordenen Manne verursacht wurde. Der 50jährige Rechnungsbeamte Rudolf G a y e r riß sich in einem klötzlichen Wahnsinnsanfall ßlle Kleider vom Leibe und lief splitternackt durch die Straßen der Ortschaft. Er drang in die Wohnung eines Fabrikanten ein, schlug dessen Frau mit einem Stuhlbein zu Boden und verletzte auch den Sohn und die Tochter des Fabrikanten. Alle drei haben lebensgefährliche Verletzungen erlitten. An dem Aufkommen der Frau wird gezweifelt. Erst einem Gendar-tncrieaufgebot von fünf Mann gelang es, den Rasenden zu überwältigen und in eine Zwangsjacke zu stecken. Massenvergiftung. Jackson (Mississippi). 5. Juni. Etwa 200 Personen, die an einem Souper teilgenommen hatten, das zur Eröffnung einer Freimaurer-Tagung gegeben wurde, erkrankten unter schweren Vergiftungserscheinungen. Dreißig Personen mußten Ins Krankenhaus überführt werden, wo rwei bereits gestorben sind. Das »Souper« hatte in erster Linie aus Schinken und Kartoffelsalat bestanden. Die Behörden haben eine strenge Untersuchung wegen grober Fahrlässigkeit eingeleitet, da die ärztliche Untersuchung ergab, daß es sich um eine Fleischvergiftung handelte. Einen Schwur — 127 Jahre lang gehalten. Riga, 5. Juni. Einige Blätter berichten über die Angelegenheit eines lettischen Staatsbürgers, der gegenwärtig in Frankreich Militärdienst leistet. Die Angelegenheit hat folgende interessante Vorgeschichte: Im Jahre 1812 blieb der französische Soldat Henry Clauzel auf dem Rückzüge Napoleons aus Moskau schwer verwundet in dem lettischen Orte Walde-narpille zurück, wo er nach seiner Gene-fuftg eine Familie gründete. Auf seinem Totenbette nahm er von seiner Familie den Schwur ab, daß alle männlichen Mitglieder der Familie Clauzel in Frankreich Militärdienst leisten werden. Dieser Schwur wurde bisher von den männlichen Nachkommen Glauzels auch treu eingehalten. Gegenwärtig dient ein Clauzel, der in Waldemarpile Frau und zwei kleine Kinder hat, beim Straßburger Infanterieregiment. Nach Volllendung seiner Militärdienstzeit wird er nach Lettland zurück kehren. Nach der Heimkehr. »Na, hast du bei deiner Rückkehr im Hause alles so vorgefunden wie bei deiner Abreise?« — »Ja, vollkommen — sogar das elektrische Licht brannte noch im Schlafzimmer!« Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Viele bange Fragen schweben über Schülern und Eltern. Auch die Berufsfrage ist es, die in diesen Sommermonaten an die Türen pocht. Dabei erleben wir noch immer die Tatsache, daß es noch viel zu viel Studierende gibt, deren Ziel das Beamten tum und die einstige Pension ist. Die Zahl der Schüler, die die Unterklassen der Mittelschulen absolviert haben und sich einem praktischen Beruf widmen wollen, ist verhältnismäßig klein. Auch die Zahl der Bauernsöhne, die die Beamtenlaufbahn anstreben, ist noch zu groß. Wir brauchen Unternehmer, Gewerbetreibende, Kaufleute, Fachleute. In diesem Zusammenhange brachte der Prager »Ven-kov« einen bemerkenswerten Aufsatz, der sich zwar auf die Verhältnisse in Böhmen bezieht, der aber auch für unsere Verhältnisse nicht ganz abzulehnen ist. In dem Artikel heißt es, daß in Prag ein Drittel aller Kinder die Beamtenlaufbahn anstrebe. Weiter heißt es dort: »In der heutigen Zusammensetzung sind wir der Mehrheit nach ein Volk von Beamten, Staatsangestellten und Pensionisten. Das darf nicht so bleiben. Wir brauchen Un- ternehmer und Arbeitskräfte Es ist unmöglich, daß in den Aemtem der eine dem andern im Wege steht. Man kann das Amtieren nicht deshalb komplizieren, damit mehr Leute in einer Kanzlei sitzen. Wir brauchen Leute auf den Feldern, in den Werkstätten und im Handel, arbeitsame Leute, die bereit sind, auch einmal auf die einfache Frequenz zu verzichten. In einem Orte in der Hanna sahen wir einen 70jährigen Bauer mit seinem 60jäh-rigen Knecht auf dem Felde arbeiten. D^e-se Alten schaffen uns Brot, während die Tennisplätze voll sind von jungen gesunden Leuten mit einfacher Frequenz, die in ihrer Existenz gesichert und mit reichen Gattinnen versehen sind. Mit reichen Hei* raten kann sich allerdings nur ein Teil der Beamten sichern; die anderen sind auf den Gehalt angewiesen In den Aemtern entsteht so jener unmoralische Grundsatz: Arbeiten oder Nichtarbeiten, es wird gleich bezahlt! Akten werden erledigt und die Stunden gezählt. Der Mensch ist sterb lieh, aber Amtsakten bleiben am Leben. Wir gehen unter im Amtieren und in Ratlosigkeit.« Mittwodi, dm 7. Juni 1090. ---—j- 2>itn0tao, öm 6.3uni nunn Professor Silih ausführlich über die Tätigkeit dieser wichtigen erzieherischen Institution berichtete. Aus seinen wie auch aus den Ausführungen der übrigen Funktionäre ging die große Arbeit hervor, die unsere anerkannten Pädagogen im Vorjahr geleistet haben. An der Spitze der neuen Leitung steht wieder Professor Silih. m. Die Kriegsliivallcleii werden darauf aufmerksam gemacht, daß im Sinne einer Bekanntgabe des Ministeriums für Sozialpolitik und Volksgesundheit auch heuer Kriegsinvalide in Bädern aufgenommen werden. Die Anmeldungen sind im städtischen Militäramt, Zimmer 4, ehebaldigst vorzunehmen. Dortselbst werden auch alle näheren Informationen erteilt. m. Die Friseurgeachäfte werden am MHtwoch bis 21 Uhr geöffnet sein, wäh-reml sie am Donnerstag (Feiertag) ganztägig geschlossen bleil^. m. Der KanfmatuiScliaft zur Kenntnisnahme! Am 17. und 18. d. findet in Mur-ska Sobota die Jahreshauptversammlung des Verbandes der Kaufleuteinnungen Slo weniens mit einer Vorkonferenz statt. Die Mitglieder werden von der Mariborer Innung eingeladen, die Angelegenheit als Ehrenpflicht anzusehen und der Tagung vollzählig beizuwohnen. Sollte jemand den Wunsch haben, in Murska Sobota zu tibernachten, so möge er dies bis spätestens Samstag, den 10. d. der Kanzlei den-Kaufleutevereinigung für Maribor-Stadt mitteilen, damit ihm Nächtigungsimöglich-keit geboten wird. m. Aus dem MAmergesangverein. Heute, Dienstag, gemischte Probe. m. VerttortMoe der. Vorwoche. In der vorigen Woche sind gestorben: Alois Auer, Ka-ufmann, 67 Jahre ailt; Josef Tscheligi, Brauerei- und Realitätenbesitzer, 86 J.; Vin-ko Sluga, Angestelltenssohn, 1 Monat; Franziska Rogozinski, Arztens-witwe, 87 J.; Matthias Kopovnik, Angestellter, 74 J.; Elisabeth Zorc, Bisenbah-nerswitwe, 30 J.; Juliane öomiunik. Private, 79 J,; Eduard Skof, Schlosser der Staatsibahnen, 25 J.; Martin Cafntk, Be-sitzersso-hn, 11 J.; Boris St<^r, Esen-bahnerssohn, 3 Monate; Juliane Drozg, ArbeKerin, 66 J. — R. i. p.! * Ooldarmbandiihrea Din 230.— bei M. ligerjev sin, Juwelier, Oosposka 15. Verkauf auch auf Teilzahlung ohne Preiszuschlag. 390 m. Trauungen In den letzten Tagen wurden in i^ribor getraut: Paul Bader, Privatbeamter, mit Frl. Hilda Grabnar, Anton Klemenc, Privatbeamter, mit Frl. Antonie 2ganjar; Alois Duh, Privatbeamter mit Fri. Draga MauriC; Tugomer Koser, Handelsangestellter, mit Fri. Hedwig Fuks; Martin SuSel, Holzhändler, mit Fri. Ludmilla Rotman; Ivan Markoli, Gendarm mit Fri. Magdalena Vogrin; Kari Sepl, Kaufmann, mit Fri. Margarethe Usar; Josef MaCek, Schneidermeister, mit Fri. Elisabeth Strnad; Josef PliberSek, Staatsbahnangestellter, mit Fri. Mathilde Pesek; Ludwig Kokal, Obermonteur, mit Frl. Berta Potoßnik, Franz Rojten, Fabriksschmied, mit Frl. Karia Majcen, Bartho-lomä FaleX, Schmied, mit Frl. Genovefa Malajner; Milan Senekovi£, Staatsbahnan gestellter, mit Fri. Elisal^eth Veninger; Michael Cvilak, Spedittonsangestellter, mit Fri. Marie Kocpek; Franz Pulko, Hafner, mit Fri. Ludmilla Falnoga, Ludwig Ozimiö, Schustermeister, mit Fri. Josefine KomaniC; Alois GodnrC, Tischler d. Staats bahnen, mit Frl. Antonie Gomol; Eduard Kocmut, Chauffeur mit Fri. Adele VedeC-nik; Friedrich Pak, Bäcker, mit Frl. Marie Kebriö; Ivan VerSiÄ, Radiotechniker, mit Fri. Franziska PlevCak; Felix Skor-janc, Besitzer, mit Fri. Marie Lek§, Kasimir Uhrin, Ingenieur, mit Fri.'Wilma Er-tel; Max Sauperl, Schlosser, mit Fri. Sonja Roblö; Wilhelm Sauperi, Mechniker, mit Fri. Friederike IrgoliC; Vinzenz Pirih, Weber, mit Frl. Karoline Novak; Matthias SrSa, Schmied, mit Fri. Metoda PerSiiS. 30f{nl>auerntaflung und !2Bein9ro6e Am Sonnabend begann in Smarje bei Jel§e die Jahrestagung des Verbandes der Weinbauern. Als Verbandsleiter wurde Banalrat Johann Serbinek aus Vrtiä bei Maribor gewählt, als seine Stellvertreter Alois Zupani^ aus Jarenina bei Maribor, Alois Janzekoviö und Franz Kerin aus Sv. Kriz bei Kostanjevica. An der Versammlung nahm aucii der Skupschtinaab-geordnete Herr Dr. Anton Ogrizek aus Celje teil. Am Sonntag fand in Smarje eine Weinprobe statt: es waren frohe Stunden mit einem bitter ernsten Hintergrund Die Südsteiermark warb mit den Wundern ihres Weines, Wunder, nur durch heiße, schwere, kostspielige Arbeit möglich und durch die Gnade der Sonne. Wenn's aber geht wie schon so oft in den letzten Jahren, bringen diese Wunder dem steirischen Weinbauern selber nur Not u. Sorge; oft.nicht einmal den baren Aufwand, den er hatte, gar nicht zu reden von einem Lohn für seine Mühe oder einer Rente für seinen Boden. 2>fe in £ju&Ifana wurde vergangenen Sonntag von Handels minister T o m i c in Anwesenheit des Abgesandten des hohen Protektors, Seiner Majestät König Peters, feierlich eröffnet, Obwohl das Areal eine Fläche von 40.000 Quadratmeter besitzt und in den Objekten eine Ausstellungsfläche von 8000 Quadratmeter zur Verfügung steht, ist dennoch alles bis zum letzten Platz besetzt. Alles, was unser Staat und vor allem Slowenien erzeugt, ist in der Frühjahrsmesse reichlich vertreten. Insbesondere reichhaltig sind die Ausstellungen für Möbel und Inneneinrichtung, für landwirtschaftliche Macshinen und Geräte sowie für Automobile, Motorräder und Fahrräder beschickt. Interessant sind auch die Sonderausstellungen für weibliche Handarbeiten in slawischen Motiven, für Frem denverkehr, Kleingewerbe und Luftschutz. Es empfiehlt sich jedermann, diese gro ße Wirtschaftsschau Sloweniens zu besieh tigen, die bis kommenden Montag den 12. d. abends geöffnet bleibt Am letzten Messetag wird eine Reihe von wertvollen Geschenken durch Verlosung an die Besucher verteilt. Auf der Bahn genießen die auswärtigen Besucher bis 17, d. den halben Fahrpreis. @tn (lemütlidied verspricht, was immer auch kommen möge, das Treffen zwischen den Jouma-inalisten und Schauspielern aim Fron-leichnamstage um 17 Uhr auf dem »2elez-niöar«-Stadion zu werden. Wir haben über dieses vom sportkritischen Gesichtspunkte aus so spannungsvoll erwartete Match schon eingehende Voraussagen ins Rotationspapier gewickelt. Wir können aiber auch Dinge verraten, die auf einem Sportplatz wahrscheinlich noch nicht erlebt wurden. Daß es sroh diesmal wirklich um gemütlichen, nicht aufregenden, dafür aber ergötzlichen »Fußball ohne Sport« handelt, geht schoat daraus hervor, daß den Ankick eine Vertreterin des zarten Geschlechts besorgt: die fesche Soubrette Jelka Ig'liC, die sich auf diese hohe Funktion bereits durch eifriges Studium eines noch nicht veröffentlichten Standardwerkes über die Massenipsychose im Fußballsport vorbereitet. Eine hiesige Musikkapelle probt auch schon die lustigen Weisen, die die musikalische Einrahmung dieses ergötzlichen Fußballtreffens bilden werden. Was die Zwischenaktmusik im Theater ist, das soll nach der ersten HaJb-zeit das eingelegte Konzert sein, dessen Vortragsfolge ein vom Dirigenten bewahrtes Geheimnis bleibt. Da möglicherweise mit Unfällen auf dem grünen Rasen zu rechnen ist, haben sich mehrere hübsche Schwestern vom nicht offizielen Roten Kreuz freiwillig zur Dienstleistung gemeldet, wobei selbstverständlich auch schon an die Labimg der am meisten hergenommenen Spieler geda-cht ist. Ein besonderes Problem bildet der Schiedsrichter, der ein in der Geschichte des Fu6-ba'llsportes noch nicht benütztes Signalmittel zur Anwendung bringen wird. Es ist keine Fabrikssirene, auch keine Auto-hupe, man wird es aber auf den Tribünen laut genug zu hören bekommen. Wit sind außerstande, alle Pikairterien dieser asportlichen Begegnung schon jetzt aufzuzählen, da dem Publikum die meisten Überraschungen nicht weggeschnappt werden dürfen. Vielleicht verraten wh* morgen noch etwas, das vernünftigste in den dichten Reihen der Neugierigen ist es jedoch, rechtzeitig im Stadion zu erscheinen, um sich ja nichts entgehen zu lassen. ni. Die Pädagogenzentrale hielt Sonntag in der Lehrerbildungsanstalt ihre Jah reshauptveceammlung ab, in der der Ob- >MaTiborfr Zeitung« Nutrimer 128. £o6(dftur} in finft^r^r Jtaitit ikeokt TRAGISCHER TOD EINES GREISEN PETRIJÜNGERS. Aus Sladki vrh wird ein tödlicher Unfall berichtet, Als gestern mehrere Arbeiter mit der Reinigung des Fabrikskanals beschäftigt waren, zogen sie plötzlich die Leiche eines Manenes aus dem Wasser. Im Toten erkannte man alsbald den 88-jährigen Gemeindearmen Franz L e § aus Vranji vrh. Wie man in Erfahrung bringen konnte, weilte Le§, der ein begeisterter Fischer war, vor etwa drei Wochen in Sladiti vrh. Leä, der trotz seiner nahezu neunzig Jahre stets guter Laune war, leistete sich den Scherz, um Mitternacht auf Fischfang auszugehen. Er nahm zwar eine Lampe mit, doch dürfte er im Dunkel der Nacht die steile Böschung zum Fabrikskanal hinabgestürzt und Im Wasser ertrunken sein. Ein Verbrechen erscheint somit ausgeschlossen. Die Leiche wurde am Ortsfrledhof beigesetzt. ^erDaftuna mit j^fndern iffen DURCH SCHLECHTES GEWISSEN VERRATEN. Mittwoch, den 7. Juni 1939. Martin Lepej, Ajigestellter, mit Frl. Katha rina Zupanc; Rudolf Slavc, Betriebsleiter, mit Frl. Silvestra Prznik; Johann Ladiiiek Mechaniker, mit Frl. Leopoldine Potrö; Ru dolf Scherbaum, Dreher, mit Frl. Agnes Le5nik. — Wir gratulieren! m. Das erste Abendkonzert im Stadtpark findet morgen, Mittwoch, von %2\ bis 22 Uhr statt. Es konzertiert die Musikkapelle der Eisenbahnarbeiter und -ange-stellen unter Leitung des Kapellmeisters Max Schön he rr. m. Ferialkurs für VolksschuUehrerinoen. Das Unterrichtsministerium veranstaltet zusammen mit dem Rotkreuz einen Ferial kurs für Volksschullehrerinnen in der Zeit vom 10. Juli bis 5. August in Beograd. Im Kurs wird in allein in Betracht kommenden Wissenszweigen unterwiesen wer den. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 beschränkt. Der Unterricht findet nur vormittags statt. Die Teilnehmerinnen entrichten eine Einschreibegebühr von 100 Dinar, sie können auch im Internat gegen eine Entschädigung von 10 Dinar pro Tag wohnen. Die ungestempelten Aufnahmsgesuche sind bis 25. d. an des Unterrichts ministerlum zu richten, wobei der eventuelle Wunsch nach der Unterbringung im Internat zum Ausdruck zu bringen ist. ni. Schon In drei Tagen (am 9. d.) findet die nächste Ziehung der staatlichen Klassenlotterie statt. Die Spielinteressenten mögen sich daher unverzüglich an unsere Glücksstelle und besteingeführte Haupikollektur Bankgeschäft B e z j a k, Maribor, Gosposka 25 (Tel. 20-97) wenden, wo noch neue Lose vorhanden sind. m. Ein schweres Verbrechen wurde bei OtoCe in Oberkrain begangen. Der 45jäh-rige Besitzer Johann R a n t aus ZaÜ log lauerte abends dem heimkehrenden 21 jährigen Dienstmädchen Maria C e f e r i n Im Walde auf und erstach es. Rant belästigte schon längere Zeit das Mädchen, das jedoch von seiner Werbung nichts wissen wollte. Der Täter stellte sich selbst der Gendarmerie. m. Spende. Für den . armen Invaliden mit sechs Kindern spendete 0. K. 10 Din. Herzlichen Dank! m. Sonderfahrt nach Murska Sobota. Der »Putnrk« veranstaltet am 18. d. M. gelegentlich der Eröffnung der Prek-murje-Woche eine Sonderfahrt nach Murska Sobota. Fahrpreis 50 Dinar. m. Unfälle. Dem 31jährigen Staatsbahnschlosser PhiHip Primc aus Hoäe fiel ein Stück Eisen ins Auge, für das höchste (iefahr besteht. — Die 30jährige Hausgehilfin Bernhardine FIlipiä übergoß sich mit siederidem Wasser und zog sich schwere Verbrühungen an den Füßen zu. — Der 21jährige Knecht Silvester Suoic aus Zg. Hoäe wurde von einem Hund angefallen, der ihm in das rechte Bein biß. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus überführt. m. Für die arme Greisin sipendete Frau Fanny Kieslich 24 Din. Herzlichen Dank! m. Wettervorhersage. Laut Bericht der Mariborer Meteorologischen Station in Tezno wird das andauernde schöne und warme Wetter noch weiterhin anhalten. Die Temperatur betrug gestern 22,9 zu Mittag, heute, Dienstag, frühmorgens Grad. Ms Cäk c. Schlußabend der »Qlasbena Matica«. Mit dem dritten Schlußkonzert haben gestern (Montag) im Stadttheater die Schü-leraufführungen der Musikschule der »Glasbena Matica« Ihr Ende gefunden. Verklungen sind die Töne, vorbei die Aufregungen und Sorgen um ihr Wohlgelingen. Abgelaufen Ist auch das fast endlose Band mit den vielen Namen aller, die gespielt haben, der Kleinen und Großen, der Anfänger und Fortgeschrittenen. Nun sind die letzten aufgetreten. Ihnen hat das sin-fonischp Kammerorchester das wichtige Geleite gegeben. Dieser dritte Abend brachtc sehr erstaunliche Leistungen. Der Beifall des vollen Hauses war äußerst lebhaft. Die Musiltschule der »Glasbena Matica« hat uns mit diesem letzten Kon-7prt ihren 20. Jahresbericht überreicht. Wir werden, wie schnn einmal kurz gemeldet, in einem geschlossenen Referat In der Gegend von Juräinci am Drau-felde wurden schon längere Zeit Einbrüche verübt und Hühnerdiebstähle begangen. So wurde vor einigen Tagen in den Keller des Besitzers Josef ä m i g o c eingebrochen, wobei ein Faß mit 100 Liter Wehl verschleppt wurde. Die Gendarmerie stellte umfangreiche Nachforschungen nach den Tätern an, doch hatte sie bisher kein großes Glück. Nun gelang es ihr durch Zufall, zwei stark verdächtige Personen in Gewahrsam zu nehmen. Die Gendarmerie von Ptuj führte in der Gegend von Juräinci eine Streife durch. Plötzlich wurde die Patrouille auf einen Mann aufmerksam, der vor ihr Reißaus nahm und über das Feld flüchtete. Natürlich setzten ihm die Gendarmen nach, da vor dem Auge des Gesetzes nur jemand fliehen kann, der kein gutes Gewissen ■□■»□■ainiDBaiaiDKiiaflGanB □ auf alle drei Schüleraufführungen und auf die musikerzieherischen Ergebnisse der Musikschule und ihres Leiters Direktor Karlo Sancin noch ausführiich zu sprechen kommen. c. Kino Metropol. Heute, Dienstag, wird der zweite Teil des prachtvollen Filmwerkes Leni Riefenstrahls von den Olympischen Spielen aufgeführt. Der zweite Teil »Das Fest der Schönheit« reiht sich dem ersten Teil dieses Monumentalfilmes, der am gestrigen Montag gezeigt wurde, würdig an. Er bringt eine Reihe von Auf-nahmer\, oon denen eine herriicher ist als die andere. Außer den sportlichen Leistungen, die durch sie in atemraubender Fülle festgehalten werden, muß man immer wieder den künstlerischen Sinn bewundern, von denen diese Aufnahmen durchgeistigt sind. Leni RiefenstaW hat auch im zweiten Teil unzählige Male bewiesen, daß sie eine wahre und große Künstlerin Ist, die die FHmtechnik so virtuos beherrscht, wie nur ein gottbegnadeter Künstler sein Instrument meistern kann. c. Kino Dom. Bis Donnerstag wird der romantische Großfilm »Die tödliche Liebe« mit Victor Francen und Edwlge Feuil-lere gezeigt. Er und sie standen vor dem Hutladen. ^Welchen Hut findest du nun am hübschesten?« fragte sie. »Den du aufhast, Liebling«, antwortete er. besitzt. Der Mann aber sprang, als ihm die Gendarmen zu hart zusetzten, in den stark angeschwollenen Pcsnica-Bach. Mit rasch zur Stelle eingetroffenen Kähnen wurde mit Hilfe der Bewohnerschaft der Mann endlich aus dem Wasser gefischt und festgenommen. Beim Verhör stellte es sich heraus, daß man es mit dem 50jährigen Matthias B a I k o v i ö zu tun hat, der wegen verschiedener Einbrüche und Diebstähle schon mehrere Jahre hinter schwedischen Gardinen gesessen ist. Dem Burschen werden auch die letzten Einbrüche bei Jursinci zur Last gelegt. Im Zusammenhange damit wurde auch die 40jähri-ge Agnes S c d l a ö e k aus Kukavec verhaftet, da sie in die Angelegenheit stark verwickelt erscheint. Weitere Verhaftungen sollen bevorstehen. Aus PAui p. Am Realgymnasium in PtuJ finden die Aufnahmsprüfungen am 24. d. M. um 8 Uhr vormittags statt. Die Gesuche (10 Dinar Stempel, Taufschein und letztes Schulzeugnis) sind bis zum 23. d. M. einzureichen. p. Die Opemsängcrin Hanna RibiS wirkte beim Schlußgottesdienst der Real-gymnasisten mit. Die berühmte Sängerin begleitete Dr. Toni Krainz. p. Eine Ausstellung von 'Handarbeiten wurde am 6. d. am hiesigen Realgymnasium eröffnet. Die Ausstellung, die eine Reihe beachtenswerter Arbeiten bringt, bleibt bis 11. d. geöffnet. p. Eine Parallelklasse zur ersten Klasse wird im Herbst am hiesigen Realgymnasium eröffnet werden. p. Reinigt die Gehsteige. Der Stadtmagistrat macht auch auf diesem Wege darauf aufmerksam, daß die Gehsteige täglich bis 7 Uhr gereinigt werden müssen. p. Im Stadtkino geht am Mittwoch und Donnerstag der historische Großfilm »Ad m i r a 1 Nelson« in Szene. Im Beiprogramm die neueste Wochenschau. ®e&enfet &er ^^ntttut)ertuloien»iJiga! REPERTOIRE. Dienstag, 6. Juni um 20 Uhr: »Hollywood«. Ab. C. Zum letzten Mal. Mittwoch, 7. Juni um 20 Uhr: »Nummer 72«. Ab. B. Zum letzten Mal. Abschluß der Saison, Donnerstag, 8. Juni um 17 Uhr: Fußball matsch der Schauspieler gegen Journalisten im »2elezni(?ar«-Stadion. wnwM.T.'."?.' .rTssmrT ESplanade-Tonkino. Der Lustspielschla ger »Straßenmusik«, ein lustiger, unterhnl tender Film voll drolliger Verwicklungen, trefflichem Humor und guter Musik. Ein Film, bei dem man sich ausgezeichnet unterhält. — Es folgt das französische Meisterwerk »Rasputin«, mit Harry Baur u. Marcel Chantal. Ein Film von größtem Format. Burg-Tonkino. Der mit Spannung erwartete deutschsprachige Sonja Henin-Großfilm »Nordlicht« Union-Tonkino. Bis einschließlich iMitt-woch »Im Großstadtwirbel«, ein großartiger Gesellschaftsfilm nach dem gleichnamigen Werk des bekannten Schriftstellers Stefan Zweig. Diesen Großfilm regiert der bekannte Meister V. Turjanski. Die stinke Handlung und die elementaren Leidenschaften sind die Brennpunkte dc:^ Filminhaltes. Eine Frau im Wirbel einer Nacht setzt alles auf eine Karte: Liebe, Ehe, Glück und Reichtum. Die Liebe jedoch ist Trumpf. In den Hauptrollen: Gaby Morlay, Charles Vanel und Suzi Prim. — Es folgt: Der Abenteuer- und Cowboy-Film »Der weiße Kondor«. — In Vorbereitung der große Kriminalfilm »Die Tochter der Drakule«, Bis Freitag, den 0. d. versehen die Moh ren-Apotheke (Mag. pharm. Ma-ver) in der Gospoka ulica 12, Tel. 28.12, und die S c h u t z e n g e 1 - A p o t h ek e (Mag. pharm. Vaupot) in der Aleksandro va cesta 33, Tel. 22-13, den Nacl>tdieri^t. Mittwoch, 7. Juni. Ljubijana, 12 PI. 13.20 Leichte Musik. 19.30 National Vortrag. 20 Oper. — Beograd, 17.20 Konzert. 10 Volksmusik. 19.30 National Vortrag. 20 Oper. — Sofia, 18.45 Klavierkonzert. 19.15 »Die lustigen Frauen von Windsor«, Oper von Nicolai. —• Berlin, 18 Konzert. 19 PI. 20 »Eine Nacht in Venedig«, Operette von Strauß. — Be-romünster, 20.10 Konzert. 22.15 Tanzmusik. — Budapest, 17.45 Zigeunermusik. 19.45 Konzert. 21.15 Tanzmusik. — London, 18.40 Konzert. 20 »Othelloc, Oper von Verdi. — Mailand, 19.25 PI. 21 Kammermusik. — München, 19 ^^Eine Nacht in Venedig«, Operette von J. Strauß (aus Wien, Reichssendung). — Paris, 18 Konzert. 20.30 Opernabend. — P^ag» 20 Konzert. 21.10 Gesang. — Rom, 19.40 Konzert. 21 Operette. — Strasbourg, 19 Bunte Musik. 20.15 Tanzmusik. — V^ar-schau, 18 PI. 19 Hörspiel. 20 Konzert. — Wien, 12 Konzert. 14.10 PI. 16 Konzert. 18 Vortrag. 19 »Eine Nacht in Venedig«, Oiperette von J. Strauß (mit Helge Ros-waenge und Fritz Imhoff a. G.) Die Ueberreste Dschingis-Khans Schanghai, 5. Juni. Einer Meldung der in Schanghai erscheinenden Zeitung »Ta-Kung-Pas« zufo.lge, sollen die Japaner beabsichtigen, die Überreste des großen mongolischen Eroberers Dschinghis-Khan aus Ztaihoro, einem Ort an der Grenze der Provinz Schensi, zu entfernen und an eine geeignetere Stelle mi Innern des Landes zu bringen. Die Überreste des großen Mongolenkaisers werden gegenwärtig in einem silbernen Sarg aufbewahrt, der durch einen gleichfalls silber-beschlagenen Metallmantel gesohOtzt wird. In Prag leben zur Zeit schätzungsweise 985.000 Menschen — es fehlen aiso nur noch 15000 zur Millionenstadt' 3&vn auf Oer (Siartenbanf 9käiiBbom Utaoff Hmmm Wl Mlttwodi, d«n 7. lunl 10K. WiiiSikäiltktii 6taatöpapirre sieben an WOCHENBERICHT DER BEOORADER BÖRSE Effekten: Die vergangene Woche begann mit einer festen Tendenz in allen Staatspapieren. Eine groBt Nachfrage nach Staatspapieren von privater Seite hat die Folge gehabt, daß die Kurse aller Effekten stark angestiegen sind. Der groß te Sprung ist wieder bei den Kriegsschadenrenten verzeichnet worden, welche einen Kurs von 466 Dinar erreicht haben. Eine Ausnahme machen nur die 6% igen Forstobligationen, die einen Kursrückgang verzeichnen müßten, wie auch die übrigen 6% igen Obligationen. De erwähnte feste Tendenz hat bis »um Freitag angedauert. Am letzten Börsentage hat sich die Lage verändert. Die private Nachfrage hat aufgehört und es verblieb nur die staatliche Hypothekenbank, welche Abschlüsse tätigte. Aus diesem Grunde haben die Kurse der Staatspapiere sofort nachgelassen und haben die Woche mit einer sehr flauen Tendenz beendet. Im Vergleich zur Vorwoche haben jedoch fast alle Staatspapiere am Ende der verflossenen Woche einen besseren Kurs verzeichnen können (mit Ausnahme der 6%igen ForstoibUgationen, die Im Kurs etwas verloren haben, und der 7%igen Seligmananleihe, die unverändert geblieben ist). Vergleicht man die Kurse der Staatspapiere vom Ende der vergangenen mit jenen der Vorwoche, so ergibt sich das fol gende Bild: Kriegsschadenrente 7% Investitionsanleihe 4% Agrarobligationen 6% Begilukobligationen d% dalm. Agrarobligat. 6% Forstobligationen 7% Blairanleihe S% Blairanleihe 7% Seligmananleihe 7% Stabilisationsanleihe 26. Mai 457,00 100,50 60,50 88,50 86,50 85,00 91,50 101,00 100.00 100,00 2. Juni 464,50 101,00 61,00 89,25 87,00 84,50 93,00 101,00 100,00 101,00 Der Gesamtumsatz In Effek-t e n betrug In dieser Woche 6,452.588 Di nar; er war um 451.101 Dinar höher als in der Vorwoche. Aktien: Die Aktien der Nationalbank wurden im Laufe der ganzen Woche nicht notiert. Am 22. Mai wurde der letzte Schluß zu 7450 Dinar getätigt. Die Aktien der Privilegierten Agrarbank sind im Kurs fast unverändert geblieben. Sie wurden zu Beginn der Woche zu 215 bis 216,50 getätigt und Ende der Woche zu 217,50 Dinar verlangt. Devisen: Das Pfund Sterling wurde ständig zum Kurse von 258 Dinar getätigt. Die deutsche ClearingmaVk notierte ständig 1380 Dinar. Die g r i e-chischen Bons verloren V4 Punkt und notierten 30,75. Die Devise Prag verzeichnete am letzten Börsentage 146. Der Gesamtumsatz in Devisen betrug in dieser Woche 28J98.465 Dinar (um 5,641.195 Dinar weniger als in der Vorwoche). 3OVoi0e SaOrprtieermä^touno auf »en 39adnen fOr rrifenfir Z a g r e b, 5. Junf. Wie wir erfahren, fst im Verkehrsministerium eine Verordnung ausgearbeitet worden, wonach Handelsreisenden und Agenten, die Staatsbürger des Königreiches Jugoslawien sein müssen, die Beschaffung von begünstigten Fahrkarten auf den Eisenbahnen für alle ihre Handelsreisen ermöglichen wird. Der Nachlaß beträgt 50 Prozent. Die Verordnung soll schon in einigen Tagen ver-lautbart werden. Nach den Bestimmungen dieser Verordnung wird jener Handelsreisende oder Agent, der dieser Begünstigung teilhaftig werden möchte, bei der Stationskasse eine Monats- oder Jahres-Ausweisung erwerben müssen, die ihn ermächtigt, unter Vorweis der vorgeschriebenen Legitimation der Handelskammer eine Fahrkarte um 50 Prozent des normalen Fahrpreises in der II. oder III. Klasse der Personen- und Schnellzüge zu lösen. Bei der Beschaffung der Anweisung haben die zuständigen Kammern zu bestätigen, daß der Gesuohsteller tatsächlich Handelsreisender oder Agent ist. Diese Bestätigungen werden von den Kammern nach Vernehmung der zuständigen Stan-dodvcreinigungen ausgegeben. den ist. Sonntag besuchte Ministerpräsident Cvetkoviö die Frühjahrsmesse und bestätigte bei dieser Gelegenheit das Gerücht, daß die Regierung für den Bau der neuen Messeobjekte eine größere Unterstützung gewähren werde. Einstwel len wird eine Summe von einer Million Dinar für diesen Zwcck zur Verfügung gestellt. Später werden noch weitere Subventionen flüssiggemacht werden. :90rfen6erfie oro^e Diarade in Serlin r "/y ! -ry-- ..... • \r^- y.i ■' m mmm i '^'i t m{^"i''^ ^ rnirnmLctm \- Eine eindnicksvolle Aufnahme von der Parade, die in Berlin zu Ehren S. K. H. des Prinzregenten Paul von Jugoslawien abgehalten wurde. Man erkennt auf der Gegenseite die Große Hauptloge mit dem Führer Adolf Hitler und seinen Gästen, während auf der Ost-West-Achse die Flakartillerie vorbeidefiUesrt (Scherl-Wagen- borg-M.) Vrfnsregent !0aul in Oer Oitei(l)sianslei Wen'ge Stunden nach seiner Ankunft in Berlin stattete S. K. H. Prinzregent Paul dem Führer in der Neuen Reichskanzlei seinen ersten Besuch ab. Das Bild zeigt Adolf Hitler und seinen hohen Gast vor der Reichskanzlei. (Weltbild-Wagenborg- lürinDreßent :|SouI el&rt die cS^efollenen Vor der großen Parade legte S. K. H. Prinzregent Paul von Jugoslawien im Ehrenmal Unter den IJnden einen Kranz für dieGefallenen des Weltkrieges nieder. Nach diesem fcierlchen Akt nahm, wie unser Bild zeigt, der hohe Gast den Vorbeimarsch des Ehrenbataillons ab. (Weltbild-Wagenborg-M.) ^uf Oer (Sl^rentridflne bei Oer 13;arode '■'i Die Aufnahme, die während der großen Parade zu Ehren S. K. H. des Prinzregenten Paul von Jugoslawien gemacht wurde zeigt von links; Reichsaußenminister v, Rib-bentrop, Frau Emmi Göring, 1. K. H. Prinzessin Olga von Jugoslawien, Frau von Ribbentrop und den jugoslawischen Außenminister Dr. Cincar-Markovi^ * (Weltbild-Wagenborg-M.) 13ftei(6^4»reffe(6ef Sr. 2){etri(D empfins die jugo-flalvifdDe ISreffeöelegation Reiclispressechef Dr. Dietrich gab in den Festräumen des Volksaufklärung und Propaganda einen Empfang für die Icgation, die aus Anlaß des Besuches des jugoslawischen Berlin weilte und die vom Pressechef der jugoslawischen L u k 0 v i ö geführt wurde. Unser Bild: Reichspressechef goslawischen Presscdelegation. Links von Dr. Dietrich Dr. sechef der jugoslawischen Regierung Reichsministeriums für jugoslawische Pressede-Prinzregentenpaares in Regierung, Dr. Kosta Dr Dietrich mit der ju-Kosta Lukovic, der Pres- 6(&Io& 39ieirebue in Sfeftbeleud&tung Das Gästehaus des Reiches in Berlin, das als ersten Gast überhaupt, seitdem es sei ner neuen Bestimmung zugeführt worden ist, den jugoslawischen Prinzregenten und Seine Gemahlin aufgenommen hat, war während der Tage des Staatsbesuches abends mit Scheinwerfern festlich angestralüt (Weltbild-Wagenborg-M.) ^Manbor«r ZeHung« Nummtr 128. Mittwoch, den 7, Juni 1939. mim I Komplette« sonnrjEe Drelzlm. j merwohnung mit Badezim* iner im Stadtzentrum ab 1. Juli zü vermieten. Anzufra^. liaukanzlel, Vrtna 12. 5204 KI«IM AmmImi «•endwii" 1 Dil n MMton 60 Pbm mm Wart In ^ Rubrik »Koiy. inar / Ol« lns«f«lansl««MP (9 Dinar bl« 40 Wort«, 7.'?9 Qra—p> Antatoan) wird bMondw« baraehn«! / DI« MIndaattaxa Mp alna Maina AAsalM bm^fägt 10 Dinar / FOrdla Zu* Mndune von ehlffr. Briafan iat alna OabOhr von 10 Dinar su aHaoan , ^f^^^an latalnaOabOhrwonSEDIneFlnFeelmerkanbalpuaehHaeean 2ii §9$ittt§^ Zwelzlmmerwohnuiix mit Dienstboten- u. Badezimmer suche für 1. September. An- Ich suche für ein tatsächlich glänzenden Erfok versprechendes Unternehmen Kompagnon. Anfragen unter »Rein gewinn 100% c an die Verw. 519^1 llll Kaule altes Gold. Silber* krönen, falsche Zahne teinbcrger (Voller). Ko«aki. 5196 2ii yfiTffiirfCit en.n* R-,^ , »Zwcl Pcrsoiicn« ochones Zinunar samt i>ad Verw. 5122 vrmieten. Simoncic. Qlavni trg 24-IV, 5197 Möbl. reines Zimmer wird an soliden Herrn oder Frau mit Küchenbenützune vermie tet PobreJSje, Nasiuna 62. 5198 Zimmer uad Küche zu vermieten. Betnav^a c. 6. 5199 Separ.. hübsch möbl. Zimmer im Zentrum zu vermieten. — Adr. Verw, 5200 Abgeschlossene Zwalzlmmar-wofaounx ab 1. Juli zu ver-mieten. Annifr. Baukanzlei, Vrtna 12. 5205 SMCm Kelloer oder Kellnerin sucht dringend Cafe >Rotov2«. 5175 Braves Mfidohen oder Kddila für alles findet gute Stelle. Aljaieva 8. 5203 Gedenket bei Kranzabifisen. Verglei' cheo und ihnlicheo Anlässen der Aotltoberfcolosenllia in Mariborl — Spenden Aber* nimmt auch die tMarlborer Zeitung«. Zielbewußter energfischer PÜdS-wird fQr ein Erhohhin^t-heim über die Ferienmonate s^esucht. Freundliche Anträgfe unter ffPSdagoye" an die Ver-waltunsf des Blattes erbeten. 5215 Uchtes Lokal an verkehrsreicher Straße in Studend zu vergeben. Adr. Verw. Qerconwtrtinuog nUt KOohe, Badezimmer und Vorzimmer ab 1. Juli zu vermieten. Unt. »Paricviertelf an die Verw. __4m__ Zimmer und Küche zu ver- mieten. Qaleva ul. 9. 5189 Korkplatten fOr Isolierung von KQhlanlagen und Eiskasten KorkBehalen zur boUeniBg von Dan»!- and Kfihlanlageleitangen. Erzeugt: „HIGIEA", Prva ittgoiloTaiiika tvorntca 2epova d. d. Zarr^, (▼Maoteva 48, Polt. pred. 318^ Td. 244f70 Eil luzB LdM iluieiiii? ROMAN VON HANS JOCHEN VON PLEHWE CoDyrixht 1937 by Aufwirts-Verlaf. BerHn SW 68 62 »Nun aber laeeen Sie die feierHch« Vorrede und sagen St€, was Sic noch von nwr wollen I« Er steht auf. »Es ist uner-trägHch hctß hier; kh glaube, es wird nie-mattd etwas dagegen haben, wenn ich das Fenster ein wenig öffne«. Er geht dafauf zu — Sascha Birks Augen folgen ihm aufmerksam und haßerfUlll. »Was ich von Ihnen will, fragen Sie? Rache wiM ich für den teuren Menschen, der mir zu früh verstorben ist!« »Rache? Immer nur Rache?« fragt Doktor Birk zuTück. »Sind Sie denn unersättlich?« Er wendet sich um und öffnet- das Fenster, und er stößt einen Ruf des Erstaunens aus: »Teufel, was ist das?« Seirw Hand schlägt gegen eine harte, Icatte Wand — die Fensteröffnumg ist verrammelt mit einem Laden von Stahl, an einer Seite in Angeln laufend, auf der anderen mit »wei Schlössern gesichert. Out eingepaßt ist drese stählerne Wand, keine Spalte läftt Luft von außen emdringen ins Zimmer, wenn man das Fenster auch noch so weit öffnen mag. Doktor Birk dreht sich um und is* einen Augenblick wie gebannt. Er sieht das höhnische Lächeln in Saschas Gesicht, das dort wie eingefroren haftet. »Was ist das?« fragte er noch einmal. Dann dämmert ihm eine furchtbare A'hnung. Er springt zur Tür, will ste aufreißen — sie ist versc^ilossen. Er rüttelt an i-hr, er trrtt mit dem Fuß gegen die FDllung ud begegnet einem Widerstand von unbesreigHcher Härte — auch die Tür ist mit Stahlemen Platten gesichert. Sascha Birk hat diesem Augenblick gut vorgearbeitet, schon lange hat sie ihr Zimmer verschanzt gegen alle Angriffe, von welcher SeHe sie aueh kommen mögen. »Was ist das?« fragt Sascha Birk höhnisch. »Sie haben die Anklage gehört. Mein Urtei'l lautet: Tod fUr Sie und für jeden, der sich zu Ihnen bekennt!« Peter Birk begegnet den weit aufgerissenen, entsetzten Augen der kleinen Quitt Petersen. So hat sie mich damals angesehen, als ich ihr zum ersten Male von meiner Verlobung mit Sascha siprach, fährt es Ihm durch den Sinn. Da ist er schon bei der erbarmungslosen Frau, packt sie am Handgelenk und fährt sie an: »Was haben Sie vor?« Sie entwHidet sich ihm mit einem heiseren Lachen, springt zurück, schiebt einen Stuhl zwischen sich und den aufgebrachten Mann. Sie hebt die Hand. »Dort im Ofen, dort! — Blau — säure!« sagt sie ganz langsam, das Wort wie einen herrlichen GerniB auskostend. Im Augenblick, da Peter Birk sich umwendet, hebt sie das gelöste Opium an die Lippen und trinkt das GiPt in sich hinein. Quitt und Peter Birk springen gleichzeitig zum Ofen, Auch die kleine guBeiser ne Tür vor der Röhrenöffnung ist durch ein Schtoß gesichert, das offenbar erst heute angebracht worden ist. Der durchbrochen geaAeitete Flügel ist sehr heiß. Peter Öirk sucht nach einem Schutz für seine Hände, mit dem er das Türchen packen kann, um es herauszureißen. Er findet ein Kissen auf dem Stuhl am Ofen liegend, er hebt es blitzschnell, umgreift mit ihm den heißen Riegel des Türflügels und sucht ihn mit aller Kraft, die ihm zur Verfügung steht, zu lockern. Aber die ein ^uduBUituiu b. Jadraaska 8tra2a. drgan der »Ja-dranska straia«. Illustrierte Monatsschrift. Split, Jahresabonnement 120, Einzelnummer 10 Dinar. b. Kinderfieder im Tage'- und Jahreslauf. Volkslieder für Kinder aller Altersstufen in Haus, Schule und Heim. Herausgegeben von Hella Augusta Fehlbehr. 172 Seiten. Gebunden RM 3.60. Ein Buch ,das dazu beitragen will, das Leben unserer Kinder mit Musik zu erfüllen. In ihm sind Lieder für alle Altersstufen zusammengefaßt worden. So enthält es reiches Liedgut, um auch den Größeren die Freude des Kleinkindes am Singen zu erhalten. Die Sammlung hilft der Mutter mit ihren Kindern zu singen und zu spielen. In Kindergärten und Horten, In Erziehungs- und Erholungsheimen soll sie dazu dienen, das Leben im Tages- und Jahreslauf singend zu gestalten. b. Der neue Hausarzt Handbuch für gesunde und kranke Tage. Von Dr. med. G. Becher. Mit 4 mehrfarbigen und 8 einfarbigen TafHn sowie 78 Zeichnungen im Text. PhHif)p Rectam jun. Vertag, Leipzig. Preis gebunden 4,80 RM. Wir müssen gesund sein, um uns glücklich zu ftyilen. Ohne Gesundheit gibt es kein persönliches Glücksgefühll Gesundheit ist der Schlüssel zu Leistung und Erfolg, Das vorliegende Buch zieht aus dieser Überlegung die notwendigen Folgerungen. Es zeigt, wie man gesund bleibt und immer gesünder wird und wie man für eine gesunde Familie sorgt. Der Verfasser ist kein Pedant, sondern erzählt kurz, prägnant und einfach, so daß jeder Ihn versteht. Heitere Ecke Hm! »Hurra, ich bin Vater geworden I« »Gratuliere! Bitte, auch der Frau Gemahlin meinen Glückwunsch /u bestellend »Werd* mich hüten! Ich bin froh, wenn sie's nicht erfährt!« Reihenfolg«. Tante: »Nun, Gretchen, wen hast du denn am liebsten?« »Die Mutti.« »Und dann?« »Dich, Tantohen!« Da mischt sieh der Vater ins Gespräch: »Und wanfi komm ich?« »Meistens nachts um eins!« Dankfigung Wie lindernd bei dem größten Erdmschmerz HebeveUe Teilnahme W, das haben wir in diesen Tagen bei dem Heimgänge meines uwergeBli-chen Sohnes, unseres innigstgellebten Bruders, Schwagers und Onktlt, des Herrn HANS ZOTTEL größere Menge abzugeben MARIBGRSKA TISKARNA KopaliSka ulica 6 erfahren. Nehmen Sie alle, die bemüht waren uns in diesem großen Leide aufzurichten, die Sie durch so allgememe Beteiligung am Er- denweae und durch reiche Blumenspenden und werke der Nächstenliebe unserem so sehr geliebten Toten ehrten, besonders die Gesangvereine. die Abordnungen der Feuerwehren sowie der JIgervereine den mnig-sten Dank! Herzlichen Dank auch für die treffende, sowie herzerschütterode Abschiedsrede des Herrn ev. Pfarrers Dr. May und des Herrn Erich Blechinger, der Würdigung und Anerkennung aller Beteiligten des Verewigten sowi« der brüderilcnen Liebe und Treue am offenen Grabe! Slov. KonJIce, 5. Juni 1030. 5201 In tiefster Trauer die Familien: Zottel, WIrth. gelassen Bolzen halten fest, alle Anstrengung ist umsonst. Quitt greift ebenfalls zu, aber auch das kann nichts helfen. Aus den verschnörkelten Oeffntingen der Tür ertönt das leise Summen eines gläsernen Gefäßes, dessen Inhalt sich im Stadium des höchsten Siedens befindet. »Achim — du — du sollst ihn nicht schützen!« schreit es da hinter ihnen entsetzlich auf. Sascha Biric hat die Hände vor sich Mn gestreckt, gegen ein Schemen, das nur sie allein sehen kann. »Achim, er soll sterben!« Dann sinkt sie vornüber mit dem Oberkörper auf den Tisch, gleitet von der Platte ab und stürzt zu Boden. In diesem Augenblick ertönt ein scharfer Knall drinnen Im Ofen, wie das Zerspringen einer elektrischen Birne. Peter Birk, halb zu Sascha zurückgewendet, preßt in unwillkürlicher Eingetning das große weiche Kissen, mit dem er noch den Riegel umgreift, fest auf die vergitterte Oeffnung der Röhre. Er fühlt die Ex-' plosion so, als ob der Druck einer starken Hand von innen her das Kissen wegzudrücken versucht — gleich darauf erfolgt noch ein zweiter leiserer und dumpfer Schlag. »Quitt, Kissen her, Kissen!« schreit er und preßt noch zwei der moUigen weichen Gebilde, die Quitt ihm in fliegender Hast reicht, an das Oitterwerk. Aber man kann mit solch einem schwachen Deich nicht der drängenden Fkit von Gasmole-külen widerstehen, wenn sie im Innern der Ofenröhre unter Druck ausströmen. Schon.macht sich ein ganz leichter Geruch nach bitteren Mandeln im Raum bemerkbar — das ist das Ende! In einer hal ben Minute vielleicht werden sie sich beide unter Krämpfen am Boden winden, bis ein gütiger Tod sie erlöst! Er muß die Tür oder das Fenster aufbrechen, koste es was es wolle. Er muß den kurzen Augenblick nutzen, der ihm noch bleibt, ehe das ganze Zimmer ver- giftet, .ehe sie retturtgstos verloren sind! Er läßt Quitt die Kissen vor die Oeffnung pressen —> ach, es ist linnlos, das Gas wird »ich mit Lel^tigkeit seinen Weg durch die geballten Fed^m bahnen. Er rast zur Tür. Doch ist der Versuch, sie aufzubrechen, aussichtslos; sie ist gesichert wie ein Banktresor. Das Fenster, das Fenater! Es ist ihm,' als ob sein Auge vorhin einen leichten Rift im Mauerwerk neben dem einen der eingelassenen Zapfen bemerkte, auf dem sich der stählerne Laden dreht. Er schiebt mit einem einzigen gewaltigen Ruck die lange breite Couch zwischen Schrank und Fenster, schon steht er auf ihrem harten Roßhaarpolster, die eine Schulter vorgelehnt, und rennt gegen den stählernen Laden an. Der kracht und bebt, aber hält den Anstoß aus. Peter Birk läuft rückwärts, um die paar Schritte Anlauf auszunutzen, die ihm die Fläche des Ruhebettes bietet, und rast von neuem gegen den Laden. Noch einmal, noch einmal . . . Quitt preßt mit beiden Händen die Kissen an die Ofenwand, aber sie hat den Kopf zum Fenster hingewendet. Sie muc sich gewaltsam die Lippen zerbeißen, um nicht loszuschreien, wie Petruchio da gegen den Fensterladen anstürmt. Es sieht furchtbar aus, aJs spränge er zum Fenster hinaus in die Nacht — und er ist ja auch in Gefahr, hindurohzubrechen auf die zwei Stockwerk tiefere Straße. »Peter, laß sein, Peter — da stürzt hinaus — I^ter, Peter!« »Halt den Mund!« schreit er wild zurück. Wieder prallt er mit der Schulter gegen den Laden, der biegt sich in seiner oberen Hälfte schon etwas nach außen, die eine Angel ist im Stein gelockert. Da -- auch die unteren Angeln beginnen sich knirschend zu lösen. Steinsplitter bröckeln von der Seitenwand der Fensteröffnung. »Sowie der Laden heraus Ist, hälst du den Atem an, läßt die Kissen fallen und läufst hierher! Reiß dich zusammen . ..!« Chefredakteur and für die Rodaktioo verantworllich; UIJO worilich: UIJO K.VSPER. — Druck der „Mariborska Uskarna" in Maribor. — FQr den üerausgcber und den Druck veraalwortUcb Direktor STANKO DETELA, .— Beide wohiihalt in Maribor,