Nr. 172. Mittwoch, 29. Inli 1896. Jahrgang 115. Mlllllher Ieitmg. ^"«"ationSprele: Mit Postvesssnd »ng: ganzlühr!« ft lb. halbMrig fi, 7 bo, Im llvmptoir: »»»Mr!« fi. ,,, dalbjührig fi, 5 5», stur b!r Zustellung <»« Hau» «anMhr!« st, i. — Insertionegtbiir: Für Nelnr Inselale b!s zu 4 Zrilf» «5 Ir,, «Mrre P?r Zcüe .„ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit WrhoMrr Entschließung vom 21. Juli d. I. dem ^dtlschen Oberförster Josef Daublebsly von ?lerneck in Trebiu in Anerkennung seiner viel^ lM'gen belobten Berufsthätigkeit und seines gemein ""Mn Wirkens das goldene Verdienstkreuz aller, ^dlgst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Die Lage in der Tiirlei. <5„ Der «Politischen Correspondenz» schreibt man aus ^nslantinovel: ^ Die finanziellen Nöthen, in welchen sich gegen-h /ug die Türkei befindet, beschäftigen nicht nur in die 3 ^^^ ^ Pforte selbst, sondern erregen auch . Aufmerksamkeit aller anderen politischen Factoren c>j türkischen Hauptstadt. Die Hauptursachen der ^ Anoth der Pforte, welche einen so hohen Grad ^M hat, dass selbst die dringlichsten Auslagen nicht flacht werden können, sind die folgenden: ^u ' "^^ ^'"'^ ^ Nachwirkungen der vorjährigen Gcbi?^ Ereignisse in Kleinasien, durch welche ganze Hclnkl ^"wüstet, viele taufende Steuerzahler gelobtet, Und Ü- ^'^ Wandel mehr oder weniger lahmgelegt schtu? Steuerlra t des Landes auf Jahre hinaus "etc« ^^üdiqt wurde. Die beste Illustration hiefür hehr s Zolleinnahmen, die an einigen Orten um ^Htv "- 5(1 Procent zurückgegangen sind. Ein weiterer >ci^""^euder Factor sind die außerordentlichen mili-^^l Auslagen, zu welchen sich die Pforte infolge der Ereignisse der letzten Zeit gezwungen sieht. Seit den vorjährigen Wirren wurden beinahe 200 000 Mann mobil gemacht, die monatelang unter den Waffen standen, und außerdem haben die Bewältigung der verschiedenen Aufstände im Hauran und die mit großen Schwierigkeiten verbundenen militärischen Expeditionen dahin bedeutende Auslüstungslosten verursacht. Wie ernst die finanzielle Krise ist, beweist der Umstand, dass kürzlich in einem Ministerrathe sogar die Frage der Beschlagnahme der Einnahmen der Dstte publi^us gestreift worden sein soll. Diese Nachricht hat selbstverständlich in den interessierten Kreisen Beunruhigung hervorgerufen, so dass ein diplomatischer Vertreter sich veranlasst sab, bei einer sich ihm bietenden Gelegenheit an der maß« gebendsten Stelle eine diesbezügliche Anfrage zu stellen. Es wurde ihm die Zusicherung zutheil, dass diese Ab» sicht türkischerseits nicht bestehe und dass man im Gegentheil die Institution der s)ells pudlicjue als ein geeignetes Mittel zur Hebung und Erhaltung des türkischen Credits betrachte. Durch diese Erklärung wurde die erwähnte Beunruhigung wieder beseitigt. Die stetig zunehmende Finanznoth und die begründete Befürchtung, dafs sich die ungünstigen Rückwirkungen der vorjährigen Ereignisse noch verstärken und die Einnahmen der Dsite publics im lausenden und im nächsten Finanzjahre bedeutend vermindern könnten, haben nun in den französischen Finanztreisen, die an der Detts pudlici.us interessiert sind, die Frage an» geregt, auf welche Art und Weife man der Pforte finanziell unter die Arme greifen und dabei direct oder indirect auch der Dells publiqus uüheu könnte. Es sind verschiedene Pläne, darunter auch die Mono» polisierung gewisser Artikel discutiert worden, ohne dass sie in ein ernstes Stadium getreten wären. Gegen-wärtig steht ein neues Project auf der Tagesordnung. Die Idee dazu stammt von dem Delegierten der französischen Bonholdcrs bei der Dstts publiquo, Herrn Leon Bcrger. Es handelt sich darum, Bulgarien, welches nach dem Artikel IX des Berliner Vertrages zur Zahlung eines von den Mächten zu fixierenden Tributs sowie zu einer entsprechenden Beitragsleistung zur türkischen Staatsschuld verpflichtet ist, sowie auch Montenegro und Serbien, welche nach den Artikeln 33, beziehungsweise 42 des genannten Vertrages, für das neu» erworbene Territorium gleichfalls eine entsprechende Quote zur türkischen Staatsschuld beitragen sollen, zur Einhaltung dieser Verpflichtungen zu verhalten. Zu diesem Behufe hat. wie telegraphisch gemeldet wurde, Herr Berger vor einigen Tagen eine Reise nach Petersburg angetreten und wird sodann in gleicher Mission auch andere europäische Hauptstädte besuchen. Da das Project anch in das politische Gebiet hinüberspielt, so dürfte es wohl am Platze gewesen sein, von vorne-herein zu constatieren, dass dasselbe von französischen Finanzkreisen herrührt. Bis nun hat noch keine der Signatarmächte des Berliner Vertrages zu dem Pro» jecte Stellung genommen. Die Vorgänge in Lille. Zu den Liller Auftritten bemerkt die «Kölnische Ztg.», dass diese chauvinistischen Scenen, wenn schon die nach Frankreich reisenden deutschen Socialisten selbstredend nicht mit Deutschland zu identificieren seien, doch ärgerlich bleiben, weil sie die Thatsache ergeben, dass der socialistische Besuch eine deutsch-feindliche Kundgebung herbeigeführt habe. Weiter sagt die «K. I.»: «Deutschlands Rolle Frankreich gegenüber ist durch die Verhältnisse klar vorgeschrieben und durch die Praxis der letzten Jahre festgelegt; wir haben uns aller Feindseligkeiten gegen Frankreich zu enthalten und bei jeder Gelegenheit zu zeigen, dass wir der französifchen Republik diejenige Achtung entgegenbringen, auf die sie als ein großes Staatswesen berechtigten Anspruch e» heben kann. Ist es dabei möglich — und es ist wiederholt möglich gewesen — ein selbst weitgehendes höfliches Entgegenkommen zu entwickeln und dadurch den Beweis anzutreten, dass man auf deutfcher Seite von jeder unfreundlichen Voreingenommenheit frei ist, so kann das nur zur Beseitigung von Vorurtheilen dienen nnd gute Folgen haben. Darüber hinauszugehen haben wir aber so lange keinen Anlas«, als sich die Verhältnisse in Frankreich nicht geändert haben, und so lange in unsern wechselseitigen Beziehungen noch immer ein so starker Sah von Unregelmäßigkeit zurückbleibt, wie er jetzt noch vielfach festzustellen ist. Wenn aber jetzt die Socialisten beider Länder den Verfuch machen, auf Grund gemeinsamer Anschauungen, die mit der Frage der allgemeinen Politik nicht das geringste zu thun haben, ihre Verbrüderung der französischen Bevölkerung aufzudrängen, so kann der Erfolg nur der sein, dass es zu Gegenkundgebungen kommt, deren Endergebnis in einer Verschärfung und Wiederbelebung des Chauvinismus besteht. Das und nichts anderes scheine die deutschen Socialisten durch ihren Ausflug nach Frankreich erreicht zu haben.» Der officiöse «Temps» schreibt zu den Vorgängen in Lille: »Wenn die deutschen Socialisten in Lille so Feuilleton. Auf denl Vulcan. Von Th. Lange. zur w,!! kttiem herrlichen Maiabende begaben wir uns ^ll? ""ö "l" Mitternacht ertöute ein furchtbarer lluz ^ "" uns aus dem Schlummer aufschreckte und ^tdbode ' ^ l"kv. Die Fensterscheiben klirrten, der heftig "z'tterte und ein abermaliger, nicht ganz so Oliver» °H belehrte uns, dass das benachbarte ^ Lesen derselben so aller Kraft beraubt hatte. ^" s ließ sie ihre bebenden Hände, zwischen denen ^ Papier knisterte, sinken und blickte gerade vor M " z auf den Tresor. Aber sie sah nichts von dem, '""^tte noch ununtersuchte Fach außerdem enthielt. Sie ^^ ja gefunden, was sie suchte. Was konnte alles f" ^ sie kümmern? Sie hatte auch vollauf zu deim" ^ diesem einen. Musste sie den Brief au seine" A^ zurücklegen? Oder konnte sie ihn vernichten? ^s wenn der Sohn wusste, dass der Vater einen ß. für ihn hinterlegt hatte? Die Gefahr war z" ^l Nein, sie mussie auf etwas anderes sinnen- ^ worauf? Sie zermarterte ihr Hirn. Was nur'^> sie thun? Der Gedanke litt sie nicht an ihrem ^d Sie sprang auf und rannte in dem Raume V^M' her, unbekümmert um den starr daliegenden ^^'l Auf einmal stieß sie wieder eiuen unterdrückten ^m aus und im nächsten Augenblick hielt sie d"',^ aufs neue in ihren Händen und überlas ^.'^ .^ l" cs selber nicht, zum wievieltenmale — ^e bedeutuugsuollen Worte. lssorrseMg folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 172. 1481 29. Juli 18W. — (Ein muthige« Kind.) Aus Lausanne ?b »emeldet: Dlesertage suhr hier ein zehnjähriges ""dchen durch, das ganz allein au« Amerika herreiste, um ftch «ach ben Väbern von Lavey zu begeben. Da« ""« armen in Amerika lebenden waadtländischen Fa-"'>'« angehörende Mädchen war vom Schweizer Consul en verschiedenen Vahngesellschasten empfohlen worden, ""b l° «ieng die Reise gut vonftatten. . ^ (Das Haus Romanow.) Am 24. Juli "°«n es 300 Jahre, dass Michail Feodorowitsch Ro-«°nvlv, der Stammvater der jetzt reglerenden russischen ?"rschetfamllie, geboren wurde. Aus diesem Anlasse MM die 'Petersburger Zeitung»: «Russland ist heute " »roßte continentale Reich, zu einem festen Ganzen ",'"t»em Scepter seines Selbstherrscher« geeint. Ein gliche«, seinem Herrschelhause in dankbarer Treue und Mbenheit huldigende« Volt von anderthalbhundert "mlonen hat kürzlich noch bei der Krönung des jugendlichen ""'erftaares fich einmüthlg um den Thron geschart, der «"Mlnlen Welt ein Vild seltener Einmüthigleit eine« so "'Men Weltreiche« darbietend.» Das Geschlecht der , °"°l">lv gehört zu den illteften Abelsgeschlechtern Russ-^nw " Stammvater, ein litlhauischer Magnat, Gljanda ^?Mtvitsch Kambila, lam etwa um da« Jahr 1280 ^ "ussland und erhielt in der Taufe ben Namen lllll? ^°" ^^" ^" Anbrej wurde unter Iwan >M? lLojar, und seitdem spielte das Geschlecht eine ^Mge Nolle am Hose des moslowitischen Grohsürften. W w ^" ^lndrej«, Feobor, stand unter Dimitri Donsloi ./Wassili II. in hohem Ansehen und trat in verwandt' h?'che Beziehung zu dem Hause Rjuril durch die H l" seiner Tochter mit dem Finster, Feodor von Twer. l>Ie!^ ^"! Söhne, von denen außer den Romanows „..^"ilien Suchowo-Kobylin, Kalytschew und Schere« Iw abstammen. !»t! «^ ^ ^ furchtbare Hitze) dauert in London ^'^sertage erreichte der Wärmemesser 88 Grad Fahren^ lüblen "eisten Londoner müssen dabei sogar einen ^,, "unl entbehren. Das englische Vier verträgt lllnl rbeitp.H zugeschnitten geliefert und seitens des 3?el des «l/«^" Zwecke übernommen wird, hieraus ^ inV. '^"""'""'2 oder des momentanen Be-! >rm aeaen^<ä?^"")mer vorgezeichneten Art " zerfällt U^Mohn "l liefern. Diese Erwerbs-kl^) n die wenn ^7'bsthätigkeit der Sitz- oder Hans-senden m"d.ese Arbeit vou der dieselbe über-t>'e ^ in V«rw"?c listet wird; s^.^^n. welck. ^^!?? ^r Stückmeister, wenn U > der N,n ' 3"eit übernimmt, zur Aus-h^^ dieselben !" ^ ""dere Mitarbeiter, qleich-Äftt' Wo7ei^ «"geh"«« oder nicht, ^n° "er K ^'"^" Unterschied macht, ob der °w von mehreren Sobald einmal die begrifflichen Grenzen der einzelnen Kategorien der Heimarbeit feststehen, kann an eine gewerberechtliche Regelung einzelner dieser Kategorien geschritten werden. Die Kategorien 1, häusliche Nebenbeschäftignng, und 2, Hausindustrie, werden wohl fo wie bisher außerhalb des Geltungsgebietes der Gewerbeordnung belassen werden müssen. Die Kategorien 3 ^ und 3 d hingegen, welche nunmehr die große Gruppe der sogenannten fabriks-mäßigen Hausindustrie zu umfassen hätte, wird erforderlichenfalls, und zwar im Rahmen der Gewerbeordnung einer befonderen Regelung zu unterziehen sein. In Bezug auf die Kategorie 3 u, Sitzgesellen, sind aus der eingangs erwähnten Enquete, beziehungsweise schriftlichen Expertise, mehrere beachtenswerte concrete Vorschläge hervorgegangen, welche im allgemeinen vou dem Grundsätze ausgehen, dass die Sihgesellen als gewerbliche Hilfsarbeiter im Sinne des ß 73. G. O., anzusehen sind, zugleich aber eine bestimmte Regelung der gewerberechtlichen Verhältnisse dieser Art von Hilfsarbeitern anstreben. Es wird zunächst als eine logische Consequenz der Anerkennung der Sitzgesellen als gewerbliche Hilfs-arbeiter zu bezeichnen sein, dass Inhaber von Handelegewerben als solche keine Sitzgesellen beschäftigen dürfen, dann dass Sitzgesellen nicht gewerbliche Arbeiten für mehrere Unternehmer ausführen und nicht selbst wieder Hilfsarbeiter beschäftigen dürfen, da sie in diesen Fällen als selbständige Gewerbetreibende anzusehen und zur Anmeldung ihres Gewerbes verpflichtet wären. Die als Hilfsarbeiter im Sinne des tz 73 G. O. u qilalificierenden Sihgesellen sollen nach den erwähnten Vorschlägen zur Lösung von besonderen Arbeitslegilimationen verpflichtet werden, welche von der Gewerbebehijrde zu ertheilen und jedes Jahr zu erneuern sind. Diese Nrbeitslegitimationen sollen nach Ablauf einer einjährigen Uebergangsfrist männlichen Hilfs. arbeitern unter einer zu bestimmenden Altersgrenze nicht mehr ausgefolgt, beziehungsweise erneuert werden, ausgenommen folche Personen, welche an einem körperlichen Gebrechen leiden, welches sie zur Werlstattarbeit untüchtig macht. Die Altersgrenze wäre nach dem Vorschlage der niederösterreichischen Handels^ und Grwerbekammer nach Maßgabe der zu pflegenden Erhebuugen und Gut« achten der betheiligten Körperschaften eventuell verschieden für die einzelnen Gewerbegruppen, jedoch nicht unter 22 Jahre festzusehen. Der Handelsminister im Einvernehmen mit dem Minister des Innern soll nach Anhörung der Handels« und Gewerbekammern sowie der Genossenschaften der betreffenden Brauchen berechtigt sein, diefe Altersgrenze innerhalb eines längeren Zeitraumes schrittweise bis zu einer zu bestimmenden Maximalgrenze hinaufzusehen. Die Sitzgesellen als Hilfsarbeiter im Sinne des ß 73 G. O. sind, sofern der Betrieb, für welchen sie beschäftigt sind, sich nicht als ein fabriksmäßiger darstellt, beziehungsweise der Inhaber des Fabrilsbetriebes von dem ihm nach § 108 G. O. zustehenden Rechte Gebrauch macht, als Angehörige der Genossenschaft ihres Sprengels zu betrachten. Auf die Sitzgesellen im allgemeinen haben sowohl die Bestimmungen des VI. Hanplstückes der Gewerbe-Ordnnng, insoweit sie auf diese Kategorie von Hilfsarbeitern anwendbar erscheinen, als auch die Bestimmungen des Kranlen-versicherungsgesetzes Anwendung zu finden. Was endlich die Kategorie 3 d betrifft, für welche die Bezeichnung «Stückmeister» vorgeschlagen ist, so sind dieselben als Gewerbe-Inhaber zu betrachten, welche als solche den Bestimmungen der Gewerbe.Ordnung unterliegen. Da sie jedoch die Voraussetzungen für die Heran-bildung eines gewerblichen Nachwuchses in der Regel nicht erfüllen, sollcu dieselben zum Halten von Lehrlingen nicht oder nur ausnahmsweise auf Grund eiuer befonderen Autorisierung für berechtigt erklärt werden.' ^ Sitzung der kraimschen Aerztekamnicr am 22. I»li 1V96. Obmann: Dr. Ritter von Vleiweis. Schriftführer: Pr. Gregorit. Kammermitglieber:Dr.Arlo,Dr.Vl)ck, Dr.El«l, Dr. Ja godiz, Dr. Marolt, Dr. Slajmlr. Der Obmann constaliert die VeschlussfählaM der Kammer und eröffnet dle Sitzung. Nach Verlesung und Genehmigung be« letzten Slhungsproiololle« theilte der Vorsitzende die bisherigen Tinläuje mit und berichtet ilber die Thätigleil des Kammervorstanbes. «lnlässlich des Ablebens Sr. l. und l. Hoheit des Erzherzog« Karl Ludwig (die Mitglieder erheben sich von ben Sitzen) habe er im Wcge der l. l. Landesregierung im Namen der Aerztelammer da« Vefilhl der innigsten Theilnahme anlässlich des Verluste«, welcher da« Herrlcherhau« betroffen, mit der Berficheruns der reuen Ergebenheit zum Ausdrucke gebracht, wofür der Allerhöchste Dank bekanntgegeben wurde. 1.) Da« Abonnement der amtlichen Nachrichten des k. l. Ministerium« des Innern, betreffend die Unsall' und Krankenversicherung der Arbeiter, u« den Preis von 2 fl. jährlich wird genehmigt. 2.) Es wirb eine Zuschrift der l. k. Landesregierung mitgetheilt, das« die Signatur der chemischen Präparate deutlich sein soll, well kürzlich wieber ein Fall von Ner» giftung vorgefallen ift. 3.) Die l. k. Landesregierung gibt bekannt, dass ben promovierten Aerzten je ein Exemplar des Nerztelammer-gesehes verabfolgt wird. 4.) Die k. l. Landesregierung macht über die vom Mai bis October 1896 in Innsbruck stattfindende internationale Ausstellung für körperliche Erziehung, Gesundheitspflege und Sport Mittheilung. 5.) Das l. l. Ministerium des Innern theilt mit, dass gegen verklebte Stimmzetteln mit abttennbarer Unterschrift bei der «erztelammerwahl lein Anstand er-hoben wird. 6.) Eine Zuschrift der k. l. Vezirlshauvtmannschaft «belsberg behandelt ben Streitfall zwischen dem District«, arzte in Wippach Herrn Dr. Kenda und dem dortigen Apotheker Herrn Wols bezüglich der Expedition eine« Mebicamentes. ?,) Es sind die Veschilstsorbnungen der Aerzte« lammern von Deulschtirol, Salzburg. Mähren und der deutschen und czechischen S?ctlon in Böhmen, Steiermarl und Schlesien eingelangt. 8.) Die l. l. Landesregierung filr Krain gibt zu-solge Erlasse« de« l. l. Ministerium« de« Innern vom 30. April 1896, Z. 14.003. bekannt, das« die politischen Behörden angewiesen werben, im Falle sie au« ben von den Gerichten an selbe gelangten Nuslunststabellen von der ftrafglrichtllchen Verurtheilung eines Arzte« ober Wundarzte« Kenntnis erlangen, hievon die betreffende Aerztelammer zu verständigen, zugleich aber auch an die vorgesetzte Vehörde zu berichten. D!e «erztelammer hat da« Recht, Erkundigungen über Aerzte einzuziehen. 8.) Die Zuschrift der l. l. Lanblsregierung Z. 8291 betrifft die Umarbeitung, resp. Ergänzung der ttfterr. Pharmalopöe. Die Kammer schloss fich de« vom Vereine der Aerzte in Krain angenommenen Berichte an. 9.) Eine Zuschrift der k. l. Landesregierung betrifft die Betheiligung an dem Congrefse in Clermont-Ferrand. 10) Die l. l. Landesregierung gibt bekannt, das« sich Herr Dr. I. Maleric in Ischernembl al« Praktischer Arzt niedergelassen. 11.) Eine Zuschrift der Wiener al« derzeit ge« schzftsführenden Aerztekamwer betrifft ben Veitritt zum Aerztekammerlage (angenommen). 12.) Dle l.l. Landesregierung fragt an, welche Aerzte fich im Falle einer Tholeraeplbemie verwenden lassen wollen. 13.) Dec Stadtmagifirat Laibach zeigt an, das« fich Herr Dr. Fr. Seeman als prallischer Arzt in Laibach niedergelassen. Hierauf referierte Dr. Vregorik über den Ent» Wurf der Geschäftsordnung der Kammer, be« Ka«mer-Vorstände« und über die Vollversammlung der lammer« Pflichtigen Aerzte. Der Entwurs wurde mit vom Herrn Dr. I. Marolt beantragten Aenderungen angenommen und der Kammerborftand beauftragt, drei Exemplare der l. l. Landesregierung behufs Genehmigung be« l. l. Ministerium« des Innern vorzulegen. Dr. Slaj«er referierte über ben Streitfall eine« Arzte« gegen einen Apotheker und umgelehrl. da letzterer eine vom Arzte verschriebene allohollsche Salicylsäur,-lösung ohne Wissen de« Arzte« ander« expediert hat, weil nach seiner Meinung die Nlloholmenge hätte zu groß aussallen müssen. Die Kammer schloss fich dem Reserate an, dass ein Apotheker ohne Wissen des Arzte« lein Medicament ander« expedieren dürfe, al« e« ve» schrieben wurde. In ble fich daraus ergebenden persönlichen Vemerlungen geht die Kammer nicht ein. Zugleich wird beschloss?«, da der Arzt aus eine biesbezilglich, Zuschrift der Aerztelammer leine Antwort gegeben, da« Originalrecept durch die l. l. Vezirlshauvtmannschafl zu requirieren. Dr. Vregorlk reserierl über ben Kammerbeltrag pro 1896; derselbe wird mit 6 sl. fixiert, d?r Kammer-vorstand aber ermächtigt, die l. l. Landesregierung zu rr-suchen, diesen Betrag im Mge d« l. l. «ezirlshaupt. Mannschaften, respective des Magistrates einheben und an den lkammervorftand zuhanden de« Kassiers Dr. Vock einsenden zu wollen. Dr. « rlo stellt ben Antrag, im Wege der Aerzte-lammer eine Aenderung der gerichlsärztlichen G,bülen an-zustreben. , Dr. Marolt beantragt ,ine Aenderung, resp-o tive Regelung der Impsprämlen und stellt den we,,-ren Antrag, die Kammer möge die l. ,. Lanbesregi,.una um strenge Durchführung des E.lass.« ersuchen, nach welchem in all!>n Gemeinden ein großer und ein lleiner Sarg be« hus« rechtzeitiger Uebersührung von Insrclionsleichen in die Tootcnlamlmr stets bereit gehallen werden müssen. Ferner sei der Landesausschuss zu ersuchen, das« er den neuen Entwurf der Dicnfte«pragmM stll MrkMrzle der Nrz!elammtr zur VezMchwnz vorlegen »bze. Laibacher Zeitung Nr. 172. 1482 29. Juli 1896. Die zwei ersten Anträge werden auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gesetzt und sind zu Referenten die Nntragsteller Dr. Nrlo und Dr. Marolt designiert worden. Mit der Durchführung der übrigen Anträge wurde der Kammervorstand ermächtiget. — (Reife des Minister.Präsidente n nach lkrain.) Velanntlich leidet Seine Excellenz der Herr Ministerpräsident fchon durch längere Zeit an einem hartnäckigen Unwohlsein. Obwohl ihn dasselbe nicht hindert, die Reise nach Krain anzutreten, musste er doch die Theilnahme am Bankette in Velde« mit Rücksicht auf seine noch nicht vollkommen hergestellte Gesundheit ablehnen. * (Concert.) Zugunsten des Vereines, der sich die edle Aufgabe gestellt hat, das Angedenken der für Kaiser und Vaterland im Jahre 1866 auf den böhmischen Schlachtfeldern gefallenen Helden durch Erhaltung der ihnen geweihten Denkmäler zu ehren, fand gestern abends im Schweizerhaufe ein großes Concert der Regiments» Kapelle des l. und l. Infanterieregiment« Leopold II. König der Velgier Nr. 27 unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn Vohumil Frisel statt. Wie bei der patriotischen Veranstaltung vorauszusehen war, fand sich ein zahlreiches distinguiertes Publicum in dem geschmackvoll decorierten beliebten Gartenrestaurant ein, das der fesselnden Vortragsorbnung mit regster Aufmerksamkeit bis zum Schlüsse folgte. Das reichhaltige, sorgsam zusammengesetzte Programm konnte thatsächlich jeden musikalischen Feinschmecker befriedigen; es huldigte jeder Geschmacksrichtung, legte aber doch das Schwer» gewicht auf hervorragende Tonwerle der Musilliteratur. Ueberraschend find die srfolge. deren sich die Militärkapelle unter der zlelbewussten, krustigen Leitung des Kapellmeisters Herrn Frisel rühmen kann; da« gediegene Können des Dirigenten ist von wohlthätigste« Einflüsse auf die Nortragsweife, feine lünftlerifche Begeisterung theilt sich auch dem Orchester mit und so kommen Leistungen zustande, die als mustergiltig bezeichnet werben lbnnen und die auch vom Publicum mit rauschendem Veifall aufgenommen wurden, «us der reichen Vortrags» orbnung heben wir die durch das große Orchester zum Vortrage gebrachte herrliche Ouvertüre zum «Freischütz» hervor, die über vielseitige» Verlangen wiederholt werden musste. Großen Eindruck übte die prächtige Wiedergabe einer Phantasie aus der Oper «I k^Imeoi» aus und ein große« Potpourri, au« Volksliedern und Weisen aller Nationen zusammengestellt, jand die verdiente Würdigung. Da» Militärmusik'Orchefter zeichnete sich in der zweiten Abtheilung durch die bekannte tressliche Intonation, die Vlechharmonie insbesondere durch ihre discrete und dabei edle Tongebung aus. Schwierige Kompositionen für den Vläserchor, wie die XIV. ungarische Rhapsodie von Liszt, das herrliche Sextett aus der «Verkauften Nraut» — das wiederholt werden musste —, die große Phantasie au« der Oper «Tannhäuser» haben wir selten in ahn» licher vollendeter Weise von einem Militärorchefter gehört und der stürmische Veifall, der jeder einzelnen Nummer folgte, war daher nur ein wohlverdienler Zoll gerechter Anerkennung sür das treffliche Orchester und für den ausgezeichneten Kapellmeister, der sich auch als liebenswürdiger Walzercomponift erwies. Schwer werden wir auch dem Abmärsche bcS Regimentes und der Musikkapelle zu den Truppenübungen, die einzige künstlerische Anregung in den Sommermonaten «issen. Nber auch die schreckliche «ufillose Zeit wird vorübergehen und der lommende Herbst neue frohe Genüsse in reicher Fülle bringen. — (Landtagsauflösung.) Die gestrige «Wiener Zeitung» publiciert ein vom 2b. d. datiertes kaiserliches Patent, durch welche« die Landtage von Oberösterreich, Steiermark, Kärnten und Schlesien aufgelöst und Neuwahlen für diese Landesvertretungen angeordnet werden. — (Ein irrsinniger Mörder.) Am 25d.M. wurde in die mcdlcinische Abtheilung des Landesspitales der zchn Jahre alte Kaischlerssohn Anton Luftril au« Obrrpirnitsch aufgenommen. Der Knabe war infolge einer ilberftandenen Gehirnentzündung blöde geworden, zeigte sich fehr unruhig und wollte wiederholt entweichen; in» folge dessen wurde er ifoliert und an die Beobachtung«. Abtheilung der Irrenanstalt in Sludenz abgegeben. Am 27. Juli wurde in diefelbe Irrenanstalt der geisteskranke Karl Droba« aus Trifail über Anordnung des Vergarztes behufs Beobachtung überführt und im Zimmer, wooer kranke Knabe lag, untergebracht. Als die Wärterin Maria Urbanlja um 1 Uhr nachts ins Zimmer trat, fprang Drobas auf diefelbe und würgte sie, dafs sie dem Ersticken nahe war. Nur mit Mühe entrif« sich die Wärterin den Händen des Wüthenden und lief um den Wärter; während dieser Zeit packte Karl Drobas den Knaben, schleuderte ihn zu Boden und zel schmetterte demselben den Schädel. Das Wärlerpersonale, da« herbeieilte, fand das arme Kind bereit« als Leiche. —l- * (Polizeiliches.) Vom 27. auf den 28. d.M. wurden zwei Verhaftungen vorgenommen, und zwar «ne n»2«n Ulb«!rewng der Elsenbahnordnung und eine N?««?.?^" ^."^ w d« Stadt. Valentin Iallen. h,U«nft«t w 2and,.Mo. * (Im Veldeser See ertrunken.) Am vergangenen Samstag ist der 16 Jahre alte, nach Wien zuständige, des Schwimmen« unkundige Kellner Thomas Huber vom Üouisenbad im Velbeser See ertrunken. Die Kleider des Verunglückten wurden in der Labine der Schwimmschule gefunden, während die sofort angestellte und forlgesetzte Suche nach der Leiche bisher erfolglos geblieben ist. —r. * (Ueberfahren.) Am 24. d. M. um halb 6 Uhr abends hat, wie man uns aus Stein meldet, der Besitzer Rochus Piri aus Aich mit seinem, mit Weizengarben schwer beladenen, mit zwei Pferden bespannten Wagen, infolge Schnellfahrens auf der Reichsstraße in Aich, die 32 Jahre alte, taubstumme Kalfchlerstochter Helena Kamil aus Nich überfahren, wodurch die Genannte fchwere Verletzungen an beiden Kiefern und am Unterleibe erlitt. Die Verletzte befindet sich im Laibacher Civilspitale in ärztlicher Behandlung. Der unvorsichtige Fuhrmann wurde dem l. l. Bezirksgerichte in Stein angezeigt. —r. * (Blitzschlag.) In der Nacht vom 23. aus den 24. Juli schlug der Blitz in da« unbewohnte W in-gartenhäuschen der Maria Petrii von K?rschdorf, pol. Bezirk Tschernembl, ein und zündete. Das isoliert stehende Häuschen, in welchem Futtervorräthe aufbewahrt waren, wurde in kurzer Zeit ein Raub der Flammen. Per Schade beziffert sich auf 550 st. —r. — (Kirchendlebstahl.) Am 20. b. M. gegen Abend wurde in der Flllalllrche zu St. Georgen, Pfarre Kolovrat, Gerlchtsbezirl Littal, der in der Sakristei befindliche versperrte Sammelbeutel seines Inhaltes im bei« läufigen Betrage von 6 st. sowie der bei dem großen Altare befindliche gleichfalls versperrte Opserstock seine« Inhaltes im Betrage von 1 st. entleert. Die beiden Geld« behälter wurden mit einem schneidigen Werkzeuge (Messerspitze) erbrochen. —I. — (Gemeindevorftands-Wahlen.) Infolge Resignation des bisherigen Gemeindevorsteher« von Grafenbrunn wurde für die restliche Funclionsper'wde der erste Gemeinderath Joses Cucel zum Gemeindevorsteher gewählt. An dessen Stelle als erster Gemeinderath ist Andreas Urbanci? aus Grafenbrunn getreten. — Bei der am 4. Juli d. I. stattgehabten Neuwahl des Gemeinde-vorftande« in Idria wurden Dragotin Lapajne von Idria zum Gemeindevorsteher und Franz Nagode. Peter Vidmar, Josef Zepetavec sowie Franz Vonöina, sämmtliche aus Idria, zu Gemeinderäthen gewählt. — Bei der am 14. Juli d. I. vorgenommenen Neuwahl des Gemeinde« Vorstandes der Ortsgemeinde St. Gregor wurden Franz Oblal au« St. Gregor zum Gemeindevorsteher. Matthäus Oblal aus Graben, Stefan Petrik au« Höflern, Franz Levftel aus Üernce, Anton Tomsic au« Ober-Podpoljane, Franz Marolt au« Puftihrib und Jakob Adamiö aus Gaspinovo zu Gemeinderäthen gewählt. — (Auftreten eine« Vaumfchäblings.) Die Raupen des Schwammfpinner« (Golbafter), welche im Frühlinge des Vorjahre« viele lebendige Zäune um ihren Laubschmuck brachten und dann die Bäume der Gärten befielen, beginnen sich auch heuer, doch verspätet, zu zeigen. So mancher Vuchenzaun — man betrachte nur jenen in der Nähe der Regierungsbaracke oder einen zweiten in der Resselstraße — sieht infolge des Auftretens biefer Raupe bereits arg zugerichtet aus. —m— — (Promenade«Concert.) Donnerstag con» certiert im Tivoli-Parke um halb 6 Uhr abends die Musikkapelle des k. und k. Infanterieregiments Nr. 27. Pas Programm lautet: 1) Zerlig: «Stelrerbuam», Marsch. 2.) Frisel: «Treuröschen», Ouvertüre. 3.) Ioh. Strauß: «Telegramme». Walzer. 4.) G. Meyerbeer: «Fackeltanz», b.) Mllöcker: «Uus dem Schwarzwald», Polka mazur au« der Operette «Der Probeluss». 6.) R. Wagner: Potpourri au« der Oper «Tanhäuser.» — (Stand der österr.-ungar. Bank vom 2 3. Iuli 1896.) Nanlnoten-Umlaus 562,704.000 st. (— 5,961.000), Metallschatz 421,080.000 Gulden (^- 744.000), Portefeuille 129.367.000 Gulden (__ 5,717.000), Lombard 27,873.000 Gulden (— 1.266,000 st). Steuerfreie Banknoten - Referve 65,610.000 Gulden (-s. 8.360.000). Neueste Nachrichten. Die Lage auf Kreta. (Original Telegramm.) Köln, 28. Juli. Der «Köln. Ztg.. wiid au« Constant inopel vom heutigen telegraphiert: Dtt Pforte lenkte vor einigen Tagen durch ein Rundschreiben die Aufmerksamkeit der Mächte auf die Haltung der griechifchen Regierung zu dem Aufstande auf Kreta und zu dem Einfalle der griechischen Banden in den türkischen Grenzprovinzen. Die Pforte führte darin nachdrücklich Beschwerde darüber, dass griechischerseit« nichts geschehe, um die Zufuhr von Menschen und Kriegsmaterial zu verhindern, fondern dass sogar griechische Officiere die Erlaubnis erhalten, nach Kreta zu gehen, um an dem Aufstande theilzunehmen. Auch unter den europäischen Botschaftern in Constantmopel herrsche übereinstimmend die Ansicht, dass die Rath' schlage der Mächte in der letzten Zeit türkischerseits fast ausnahmslos berücksichtigt werden, während da» griechifche Cabinet eine fast übermüthige Gleichgiltigten gegen die europäischen Rathschläge zur Schau trage-In hiesigen diplomatischen Kreisen erklärt mau da" Auftreten der griechischen Regierung dahin, dass lt> Athen die Ueberzeugung herrsche, dass die EiferM' der Mächte kein einheitliches Zufammenwirlen zu^ Zwecke der Beendigung der Unruhen zulasse. DeB gegenüber müsse festgestellt werden, dass wenigste»" unter den Vertretern der Wächte in Constantinopel Misshelligkeiten inbetreff der Behandlung der trete"' fischen Frage bisher nicht bemerkt wurden. Rom, 26. Juli. Die Agenzia Stefani meldet aus Kanea vom gestrigen: Die heute morgens in del Stadt ausgebrochene Panik ist aus gänzlich unbedeutende" Ursachen entstanden, l^s wurden einige FlinteuschU gewechselt, glücklicherweise ohne jemanden zu treffe"' Die Consuln empfahlen dem Wali, gegen diejenige" strenge Maßregeln zu ergreifen, welche aggressiv v^ gehen und dadurch eine Panik hervorrufen. London, 28. Juli. Die «Times. meld.'N aü' Kanea, dafs die Christen von Apolorona am Mttnio» und Donnerstag die Türken bei Armanus augriM um die Garnison von Koxaris zu isolieren. Die Tlirlt" behaupteten anscheinend ihre Stellung. Gelegi?atn»ne. Wien, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Se. Excellenz U Ministerpräsident Graf Badeni ist abends an 0«' Hoflager nach Ischl abgereist. . Wien, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Die «Wiener AbI post» meldet aus Shanghai: Der österreichisch.ungallA Generalconsul Haas ist heute durch Ertrinken "^ Leben gekommen. . Abbazia, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Senatspräsi^ Ritter von Haslmayr ist heute nachmittags gefto^' Trieft, 28. Juli. (Orig-Tel.) In der gestt'S" Sitzung des Gemeinderathes constatierte der Äülg. . meister in Beantwortung einer Interpellation . Gemeinderathes Venezian wegen des Verschwind eines Schulmädchens, dass der Magistrat in st'^ Wirkungskreise als Bezirlsschulbehürde genaue "^ Hebungen unter Einvernehmung vieler Zeugen betkH des von Veuezian augeführten Factums in der ^'^ der Schulschwestern Notre Dame de Sion gepftH, habe und dass das Ergebnis darthue, dafs etwas l'^ bares nicht vorliege. Am Schlüsse der Sitzung H^, der Bürgermeister über eine Anfrage des Oklne^ rathes Venuffi mit, dafs die Erhebungen in der I.^ lichen Angelegenheit der Schulschwestern noch lv gepflogen werden. ^ Verge«, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Kaiser Mye ist gestern abends nach guter Fahrt hier singe""!'^ Berliu, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Der ReichsanH meldet die Verleihung des Kronenordens zweiter ^ an den Professor Röntgen in Würzburg. . Al>) Berlin, 28. Juli, 3 Uhr nachmittags. (Ol'gHe Die Subscription auf die neue Zprocentige l"!! „ Anleihe ist soeben an allen deutschen Platzen »"" starker Ueberzahlung geschlossen worden. ..«^ Berlin, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Der Geschicht»" ^ Professor August Hopfgarten ist heute im Alte» 90 Jahren gestorben. «^gel« Zürich, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Bei den N^ Unruhen, welche wegen der eines Mordes verdau ^ Italiener stattfanden, demolierte die Menge et'" ^ Dutzend italicmfcher Wirtschaften und Magaz^^el Militär intervenierte und wurde hiebei eM Oi" durch einen Bajonettstich lebensgefährlich verleg M Polizist verlor ein Auge und auch fünf a"^ "l landwirtschaftliche Chemie und gab einen Luuch. Marseille, 28. Juli. (Orig.'Tel.) Heute vor-Q!M verursachte ein ungeheurer Sturm hier großen .h,,. Madrid, 28. Juli. (Orig.-Tel.) Eine Einigung a? b" Regierung und der Opposition hat nicht "Munden. Die Liberalen sehen ihre Obstruction bis '"" Aeußersten fort. Die ^""' 28. Juli. (Orig.'Tel.) I Process Jameson.) h geschworenen fällten gegen sämmtliche Angeklagte '" "ahrspruch: Schuldig. Jameson wurde zu 15 Mo- naten Gefängnis ohne Zwangsarbeit, Major Villoughby zu 10, Major White zu 7, Coventry, Grey und Oberst White zu je 5 Monaten Gefängnis verurtheilt. Die i>. t. ^^t>oLz«l^iRt^iz der «Laibacher Zeitung», bei welchen das Abonnement mit diesem Monate endet, werden höflichst ersucht, die weitere Prä-numeration t>»1 Tab.-Fabr., Rovigno. — Merten Kfm., Weißlirchen. Verstorbene. Um 2 8. Iuli. Ialob Macel, Heizer, 66 I., Petersstrahe 42 Gehirnentzündung. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^ ?U^^^735^3^9^fOÖN7schwach' ""Mer l _ 9 . «l>. 735-2 2,-1 O. fthwach ^ heiter________ 29. l 7 U. Mg., 783 6 ,18 4 I OSO. schwach , Nebel 100 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 23 3«, un :^ 4« über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm»Ianuschon»«ll, «itter von Mssehrad. Course an der Wiener Börse vom 28. Juli 1896. Na« dem o^eue« Comsblatte i» ^^llat».Anl»h,n. «elb Ware »l'che«mttz°° >> «°nze 500 I. iz?5«147?0 ^r tz i«..." 3»>"ftsl 100 l. 15? - 15« - d!, "'««»«lose . . ic«, l. ,90 ü5 «90 50 '^»».^.^ .. 50 fi. 190 25 190 !>0 ^ 0eN ^"d«ntt. Neuersrel 1»8 «5 12» 85 l l>>° N^'"."'"k, steuerlel -------------- b!° ^'"^"'«''ronfn Nom. «01 20 10, 40 ""' p" Uliimo . . ,01 2l> 101 40 '"^'«'»»»«»ch«ld«r. ^,Uw,-«nl»n l„ Vllber ^"«uw^ ^? ?' "°m. 5'/.°/« 12« - 12« 80 _._ _._ " ^> ».".""w s's>'el!..4Ui> "^ ' »!'l» kr, N°m, . 99 40 «w 40 '"!°i.I^ ^^'""..«llie«. ^"sl?^"««^'/.''/» i'Mudw^'" s" M. lür A«> Vl. 4»/°..... ll?-KO Il8 r»<» «tlilabsthbahn, 4«u u.»»un M, »«, M, 4°/„...... lL«'«b<2L-llü ff»an, Ioftph «., Vm, l8«4.4°/« lua ,N lOl — Gaüzllche tt«rl Lubwlg «ahn, »M. l««>, 3NN fi, E, 4°/„ . SN-45 l'45> «ornlIb,rzsr Val,n,Em. l»»4, . 4°/» (blv. Vt.) V., f. 10« fi, N. »9 70 lOV?U U»g, Voldr,n«, 4°/« per «asse — — — — b»o b!°, pel Ultimo .... ILL l>!> <2lt 70 dlu, Uente 4"/„ dli>. dlo. per Ultimo . . 9» 45 99 «5 d«°.T<.»,«l,VoldlWft.,4'/,°/„ l24»0 <^l, »l» blo, blo. Eilber lNN fi., 4'/,°/, I0l ?c» lV2 7« bto. Klan!« 0b>!«, (Un«. l)stb.) v, I, l«78tt dt«. Prim, «nl. k llX! n, », W. il>3 25 l5» 50 dto, dto. k bu st.e. W. ,5l25«52 — Theih Ne«. Lose 4°/, »ou fi. . ,89 ÜO l4U — Grund»nll.»Gbligallon»« (für lUN ft, «M.). 4°/<, lroatlsche und Ilavonllche . S?'5ll »» l,u 4°/» ungarllche (l ft, ö.W.) . »? 8K »8 35 Hn>»l» 2ss»nll. Hnl«h»n. Donau Neg.Lose b°/„.... l2U 75 »27 75 bto. '«!,l,!l,e »878 . . liu— — — «»leben der Sind! Gürz. . . li2— — — Anlebtn d, Eladtgemelnoe Wip,'Unf!.4°/« ,«u — l0U 8« veft.^ung, «an» verl, 4»/<, . . ,oo«l»l0l — bto. bto, «»Mr. .. 4«/« . , l«, «0 lvi - VparcaNe. l.»ft.,8<>H. h'/.°, vl ,nl«» -- DrinrtlzlH.Gbllgalionln (fl!r l(X> fi.). sserdinanb« Norbbabn »m «88« l00?5l0l?5 Oesterr, Norbwestbahn . . . ill 70 ll» 70 Vlaatlbabn....... »2b— — — Vübbahn k 8»/^..... l?l »0 l?2 20 bto. k 5°/,..... llw — ,30 - Ung'galiz, Nahn..... l0? «!»ll»5 Lb 4°/» Unterlralnel Vahnen , , 99'bv «00 — (per Etllll). VubapestVllsilica (Dombau) . e LO ll »l> Crebitlole «ON fi...... 200 - L0l - l!art»t!o!e 40 fi, 0 .10 «udolph Loje <0 fi..... »2 b0 «3 50 ValmLose 40 N, «M. . . . «9 50 7U-l»N Ol.'Glno!« «ole 40 fi, «M , ?<»'— 71— Walksteii, iio!f »<» ft, »Vi. . . 0»'— , Hand ,i G, l«n fi. —-— — — bto, bto, per Ultimo Veptbr. 35»»b 3S0 »5 Creditblliil. «ll», u», . 2W fi, . 8»? — 8s8 — Depofilenbaül, «llz , »0« fi. , 234«» »88-. ««lompte »es.. Nbröft,. «X) fi. 7»o —»00 - Virou, «lnNenv,, Wiener, »00 st. »??-— 279 — ^»,po»htN>.,0eft.,!lU0fi,«b«/,». 84— llü — Lünderbanl, vest, 2 st, . 977 — 97» — Unionbanl 200 ft...... 290-291 — Verl,hr«b»nf, «!!<,,, «40 fi . ,7S>— 179 — ßcl<»n von ^sllNAPVsl» Dnl»ln»hmung»n (per Vtück), »lbrecht Vabn » fi, Vllber . —— —- «ulsig lepl. «lisenb. »00fi. . . ,«80 ,09l, «»hm, Nolbbahn ll»0 fi. , . »?«!>« 280 — Vuschtieblabec E«, «w fi. ««. ,4»b 149!» bto, blo. (lit. U) »00 fi. . 541—543 — Donau ^ Dampllchiffahrt«. Ve>,, oesterr,, 500 fi, «Vl, . . . 47« - 480 — Dui'Uodsnbncherlt, Ä»ooft,E. »<, »e!„ «eue llBr.. Pri»> ri»at«.»ctst.V. »08 — «»8 50 Wieoer lloralbahnen»««,'V — zndu l»v ,,«Ibemühl". Papier«. u.V. G. 49 bv 51 — üieslllger «illuerei 100 fi. . . l14 »0 115 lw Vontan'Vesell!ch., 0efi. «alpwt 79 »5 79 75 Präger EisenInd..»,!. »W si. »«9 — «75 — valllv'Iarj. Vteinlohlen »0 l. 596 — «»0 — ,,Lchl»glmUHI", Papiers., >W0 >. »09 5» ,10 — „Slevreru,.". 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(2119)12 HP°theke Piccoli ~~~2 St. 5520. 1> upnl^^'^jo^emu (abular- Je Siee k, 8e je Krance (J^tner * d^iemu1 ?l0Piem ad aclum in se I? 31 to»?08!avil dra*beni odlok Til.^ Nr. 4447. abgereisten Josef Prus von Krmacma Nr. 3 Herr Franz Furlan von Mottling zum Curator »ä »etum bestellt und der diesgerichtliche Gruudbuchsliescheid vom 3. Juni 1896, Z. 3632, ihm behändigt. K. l. Bezirksgericht Mottling an, 10. Juli 1896. (3116) 3—3 St. 5215. Razglas. Neznano kje bivajoèemu izvrsencu Janezu Lavrenèièu iz Vrbovega at. 27 se je Josip Stukelj iz Bistrice kura-torjem ad aclum, neznanim dedièem in pravnim naslednikom tabularne upnice Marije Stemberger star, iz Vrbovega pa France (Jilrlner iz Ilir. Bistrice kuratorjem ad actum postavil in sta se kuratorjema dotièna draž-bena odloka z dne 15. junija 1896, St. 4410, dostavila. C. kr.okrajno sodišèe v Uir.Biatrici dne 11. julija 1896. (3079) 3-3 St. 3096. Oklic. Na proSnjo Antona Kravanja iz Cerknice (po c. kr. nolarju Leopoldu Vebovarju) radi 85 gld. 37 kr. pono-vila se je ?. odlokom z dne 30. julija 1893, St. 4840, na dan 4. oktobra in 8. novembra 1893 odrejena izvrsilna dražba Marjeti Zgonec \/. Hadleka st. 9 lastnega in sodno s pritiklinami na 1522 gld. cenjenega zeinljisèa vlož. st. 17 kat. obe. Hadlek na 10. avgust.a in na 9. septembral896 ob 11. uri dopoldne, pri tern sodisci s prejšnjim pristavkom. G. kr. okrajno sodisèe v Loži dne 16. junija 1896. (3218) 3—1 St. 4966. Razglas. V izvrsilni zadevi Andreja Lotrièa iz Jamnika proti ml. Antoniji Johard (po varuhu Matevžu Solarju iz Krope) pcto. 105 gld. s pr. postavil se je ta-bularni upnici Mariji Berloncelj iz Krope, oziroma njeni zapufièini, kuratorjem ad actum gosp. Franc Kunstl iz Radovljice ter se mu je vroèil tu-sodni odlok z dne 22. junija 1896, st. 4275. C. kr. okrajno sodiäöe v Kadovljici dne 18. julija 1896. (3230) 3—2 St. 4468/2. Razglas. Od c. kr. okrajnega sodiäca v Metliki se daje na znanje, da je dne 3. aprila 189G v Metliki fit, 222 umrl tukajsnji posestnik Jakob Slariha, ki je zapuHtil ustmeno oporoko, v koji je imenoval dedièem svojega brata Janeza Stariha iz Omole St. 11 in gvojo «estro Marijo Ivanetiè iz Vrtaèe st. 6 in ki je razven tega zapustil ženilno pogodbo z dne 17. oktobra 1876, posl. fit. 3660. Ker sodisèu ni znano, kje se za-držuje dediè iz pogodbe Katarina Slariha, roj. Žugelj, tako se nji na-roèa, da se naj v enem letu od spodaj pisanega dne pri tern so-dišou oglasi in odda izjavo, ker bi se sicer zapusöina razpravljala z dediöi, ki se bodo priglasili in z kuratorjem, ki se je njej imenoval. C. kr. okrajno sodisèe v Metliki dne 17. julija 1896. (3212) 3—2 St. 2505. Oklic. Neznano kje bivajocim Mariji star., Mariji ml. ,Lorencu, Ursi in Katarini Natlaèen, Antonu Turku, Miklavžu Konobelju, Mariji, Jakobu star, in ml. Jakobu Kljunu, ter ml. Mariji Hrefièak, vsi iz Hrusevja, imenuje se gospod Jozes Sabec iz Hrusevja kuratorjem ad actum in se mu vrocijo tusodni odloki z dne 10. julija 1896, št. 2399. C. kr. okrajno sodisèe v Senožeoah dne 20. julija 1896. (3187) 3—3 St 6902. Oklic. C. kr. deželno sodišèe v Ljubljana naznanja neznanim pravnim na«led-nikom zamrlih Janeza in Franceta Eržan (Ersehen) iz Sf. Vida, da se jim je postavil odvetnik dr. Matija Hudnik v Ljubljani oskrbnikom in njemu dostavil tusodni odlok z dne 11. julija 1896, fit. 5902. V Ljubljani dne 11. julija 1896. (3022) 3—3 Nr. 2375. Dritte exec, sseilbietung. Am 29. August 1696. vormittags 11 Uhr, findet beim gefertigten l. l. Vezirtsgerichte die unterm ^October 1895, Z. 3152, angeordnete, jedoch Merte dritte exec. Feilbietung der auf 2130 fi. geschätzten Varthlmä Premrov'schen Real,-tät in Strane, Grundbuchseinlage g. 11 der Eatastralgemeinde Strane, auch unter dem Schätzungswerte statt. K. l. Bezirksgericht SenosHch am 8. Juli 1896.