ffrfftfrfhrog: ■lUkta'flofTr 9fr. I 9—*). Malt« fnttt UM» Wt ®oac- ». t>d:f mij in ll—l* tut vom. ___ JMMI patHpka. monU»1« *w-nt»t »rritffl Atij:. M Hl Boseltisj jcjni fcatcuj In dlllij» fr«. pMkl Mlfctra «atgeg«. - M»mi>3la^n i'tdJ- «»«!" nfUft« N tooj tnsnltii ■Bim«. (Ntanflcm>(iiatt k»«.wx>. Kerwatlung-. RathkaoSgass. Nr.» vtz«q«dkdmgoi>kk>: tm4 tl< t'oft »«„,»»! Wettcltttrij . . . fl. I M »'SO *«BMlf*ri{) . . . fl. 4 «o 8« am aitt z»a«llu», (n* {ul; Wonatlii# .... |l; —-55 lillKliiiill . fl. l'M e-ldt-di',. . *• .'.tl j . . . O. f— Jüi'l »-»!-?» rtkü^n st» lii »«««* jtbcb'<1; i r. Qingelcitct« Rtocr.raient» jrimi bi» jiit >dde»ell»n«. Kr. 45. AM, Donnerstag, 7. Juni 1900. 25. Zaörgang. ver deutsche Schulvrrein. Hob« Begeisterung und innigste Dankbarkeit, bat waren die Gefühle, mit denen sich die Deutschen UrnersteiermarkS an der zwanzigsten JahreSver-jwaliing deS deutschen EchulvereineS betheiligt htber. ' ' Wer wäre auch mehr berufen, jenen Gedanken . fi seinen und zu preisen, der vor zwei Jahr« jrtntn zur Gründung deS deutschen EchulvereineS, ta gewaltigsten nationalen Trutzstistung Deutsch-Östreichs, geführt hat. als wir, die wir in jeder Elrnide unsere deutsche Muttersprache, unser heiligstes Su und das Culiurelement de» Staates gegen »udmvertige Hetzer und die vom eben genannten ki«le al» Sprache behandelte windische Mundart «cheidigen muffen! Reichen Segen hat der deutsche Schulverein ztrech», vnd uvser Stolz findet eine hohe Be» jritfrigiitg in den bedeutsamen, dauernden Werken BneireS, der sich aus den Wirren liberaler Zwietracht und Judendienerei zum ungetrübten iiihte nationaler Einheit durchgerungen hat. Mein nicht nur die Begeisterung des natio-ia!m Milkämpfns hat uns erfüllt, als wir zum pirziMn Wiegenfeste des deutschen SchulvereineS eil.«, iii'.» hat auch die heiße Dankbarkeit des so stMuoll Bedachten bewegt. Auf Schritt und Tritt sihn wir im steirischen Unterlande die Wirkung»-|äum d>S deutschen Schuloereines, unmittelbar arpsirbtn wir die herrlichen Erfolge des Vereines, dn tl allein zustande gebracht hat, an zwanzig deutscht Sprachinseln unserem Bolke dauernd zu Rbalten. Wir wollen nur daS Uebermaß unserer kichesühl« zum Ausdrucke bringen, wenn wir tai deutschen Schulvereine für die Schulgründung«n » Lichtenivald, Tüffer, Storv und Sauerbrunn ir;dqeadere herzlichsten Dank wiss>n. weil wir die '.«t« nationale Bedeutung dieser Gründungen an Krm glänzenden Erfolgen schätzen gelernt haben. Hin Mentener- „Le Z. .laupaf f an t 8 neueste» Novcllenbuch: Colporteur*. Die Gäste traten einer nach dem andern in in Cpcisesaal und nahmen die gewohnten Plätze ei». Tie Kellner begannen das Essen zu serviert«, raianfll roch langsam, um auch den später Kom-r.vsdeB noch die Suppe reichen zu können. Alles tot! sich, wenigstens vom Sehen, an dieser Mit-tr.lufel; wenn man beinahe eine ganze Saison in m!« kleinen Badeorte ist, so verliert sich allmäh-lit bei den Einzelnen das Gefühl der Vereinsamung, m: Ivtnn man sich auch nicht in ein Gespräch ein-liiii, so steht man dennoch mit den meisten auf nnw leichten Grüßfuß. Jede neue Erscheinung er« m> allgemeines Interesse, und so war eS auch nicht zu verwundern, dass die ganze Tischgesellschaft in ein? blinde Aufregung gerieth, als plötzlich in der 2.bär. die zum Speisesaal führte, ein fremdes Paar «schien, ein Herr und eine Dame, offenbar Vater und Tochter. Er, ein hoher, hagerer Mann mit gebücktem Carg und schneeweißem Haar, fast zu weiß für sein immerhin noch jugendliches Antlitz. In feinen Züzen log «was Finsterfeierliches, von unsagbarem. Mttallcmm Schmerz. DaS Mädchen durste 24 dit 25 Jahre zählen. Sie war klein, ebenfalls sehr *apeS reinen Vermögens mit Ende 1899 auf fl. 513.64032 stellt. Die Gesammteinnabmen deS Vereines im Jahre 1899 betrugen fl. 222.375 34 gegen fl. 203.431'26 im Vorjahre, die Ausgaben fl. 172.181-52 gegen fl. 160.469 33 im Vorjahre. Herr Dr. Groß erstattete den Cassabericht, der ja, wie bereit» erwähnt, kleine Besserungen im Vergleiche zu den Vorjahren ausweist, der aber den Referenten gleichwohl veranlasste, mit folgenden beherzigenswerten Worten zu schließen: „Soll der Verein auch nur annähernd seiner Aufgabe gerecht werden, so ist dringend eine Stärkung unserer Mittel nothwendig, und deshalb rufe ich von dieser Stelle nicht nur Ihnen, meine verehrten Frauen und Herren, sondern allen unseren Volksgenossen, denen der Sinn für nationale Noth, für nationale Arbeit nicht gänzlich abhanden gekommen ist, zu: Steht fest und treu zum Deutschen Schulverein«, helft ihm, unterstützt ihn, damit er seiner großen Auf-gäbe, unsere» Volkes Grenzen vor feindlichem Ein-bruch zu schützen, gerecht werden könne." Den umfangreichsten und interessantesten Bericht erstattete der erst« Obmannstelloertreter H«rr Dr. Victor von krauS im Namen der Schulverwaltung. Wir werd«» den interessanten Bericht nachtragen. Der AufsichtSrath (Prof. Wiesenburg) berichtet, das» er sich von drr correcten Verwaltung und satzungsgemäßen Behandlung der Geschäft« über- 1300 zeugt habe und beantragt daher, di« Hauptoen'a««-lung wolle die vorgelegten Schluss« chnuilge« ««» die Bilanz genehmigen und der Äerein^leuung für daS Jahr 1399 daS Ahfolutorinin erqeil«, Baron Pistor unterstützt unter Hinweis auf die segensreiche Thätigkeit veS SchitloerrineS im stein-sehen Unt«rlande den Antrag, der dann auch eil-stimmig angenommen wurde. In der VereinSleitung wurden die Herrn Dr. Karl Chiari, ReichSrathSadgeordneter, lt. Rudolf Maresch. Secrtiär der n.-ö. Handelt- ua# Geiverdtkammer, Dr. Albrecht P-nck. Uriottfuäi* Professor, Dr. Ferdinand Pohl, Hof- und Herichi«. advocat, Dr. Theodor Reifch, Hof- und Aerichit» adoocat und Fridolin Schindler, LangeSgenchtttti), i. P., wiedergewählt und an Stelle deS mit abgegangen«» H-rrn Juliu« Eckel und der H-na Dr. Anton Frank infolge seiner Ueb«csi«dlmlg Prag und Dr. Meng«r. wegen Ueberbürduiu m anderen BerufSpflichten, die Herren Dr. St-dat Bartfch, Gerichisa?ju»ct, Wien, Karl SHudl. Bankbeamter. Wien, Dr. Emanuel Weidtnyff-r, Kaufmann, Wien, neugewählt. In den AufsichtSrath wurden die H-m» Hermann Braß. FabrikSbesitzer, Hohenstadt. ärtfc* Faber. Fabriksbesitzer. Wie» und Lettowiy, LÄm, Lobmeyr, Mitglied des Herrenhauses, Wien. J&oß Ritter von Obenirant, Gutsbesitzer. Kilb uns Wiefenburg, FabrikSbesitzer, Wien wiederzM.ll. Ebenso wurden die Herren Dr. Ernst Bsrnfc Landtags- und Reich»rathSabgeordnel«r, Dr. jkul Ritter von Cjyhlarz, UniversiiätSprokessor, Zr. Karl Ernst Ritter von Feistmantel. Präliom!« n.-ö. Advocatenkammer, Dr. Josef Kopp, iiindtai»-und ReichSrathSabgeordneter und Dr. Emil von Schrulka-Rechtenftamm, UnioersilälspwfeM, in daS Schiedsgericht neuerlich entsendet. Äuj q den Abgeordneten Wolf war eine Anzahl snoaa «ntfallin. Herr Dr. Rtich verlas sodann eine große 'Jini von Begrüßungsschreiben aus Deutschland unjul allen Gauen Oef>«rr«ichs. Herr Prof. Krau« beantragt, vie Aericha d« VkreinSleitung über di« Ausführung der Utoitü?« der vorjährigen Hauptversammlung zur KniiM zu nehmen, waS einstimmig angenommen rutte. Derselbe Redner berichtet« über die Thätigkeit der Gaue und stellte den Antrag, auch diese Bench« zu genehmigen. (Angenommen.) Bezüglich eines Antrages auf Safataui der Mittheilungen wurde beschlossen, eine Aendernz nicht eintreten zu lassen. Herr Dr. Weitlos vertrat sodann folgen Antrag: „Die Farben deS Verbandes sind fchiojcy roth-gold, und können dieselben in einem Vetnai» banner. sowie in einem VereinSabzeichea erfiziH gemacht werden." Dieser Antrag finde darii im Begründung, dass sich wiederholt Anstand« i«», Tragen d«r Farben ergaben. Herr Dr. Schrus (Wiener-Neustadt) beaiovtzi eine Abänderung des Wortes .ersichtlich gemachr* in .getragen". Nachdem Herr Dr. Werlof t-mm erwidert hatte, zog Herr Dr. Schruf feinen A-rq zurück und wurde der Antrag Weiilof einiiiamj angenommen. (Heilrufe.) 2 dem Wunsche Ausdruck, dass die heutige Ver-fammlung abermals zur Förderung und Stärkung d«s V«reine» beitragen werd«. (Lebhafter Beifall). Hierauf erstattet« H«rr Dr. Weitlos d«n Rechenschaftsbericht, den der Redner mit folgenden Worten einleitete: „Tag für Tag dringen die Nachrichten von den erbittertsten Kämpf«» aus politischem Gebiet« zu un». Eine bis zum Wahnwitz gesteigert« Ab-ntigung gegen Deutfchthum und Freiheit stört den für die Entwicklung aller Volksstämme unfer.s Vaterlandes und ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse so nothwendigen Frieden, welchen di« Deutsche» dieses Landes umso schmerzlicher missen, alS ihr auf allen geistigen und wirtschaftlichen Gebieten in der Entwicklung am Mkisten vorgeschrittener VolkS-stamm unter dem Mangel gedeihlicher staatlicher Verhältnisse am stärksten leidet. Hiebet, schmerzt eS un» inSbesonder«, eine ganze Gruppe von Deutschen nicht dort zu sehen, wo zu stehen sie die nationale Pflicht anweist. Dem gegenüber freut eS mich. Über den in dem Deutsch«» Schulvtreine Herrichenden Frieden berichten zu können. Der FriedenSoertrag von Troppau vom 21. Mai 1899 ist aus beiden Seilen nach deutscher Art treu und ebrlich, oder — wenn mir in diesem Fall« «in zutreffendes Fremdwort gestattet wird — loyal eingehalten worden. Dank gedürt hi«sür den Jungm, die wir mit Freuden nun wieder mit Lust und Eifer an unseren Arbeiten und Kämpfen auf allen Gebieten unsere» Vereines, insbesondere auch in dessen Ausschüssen theilnehmen sehen, Dank gebüct aber auch den Alten, die dem Andrängen der Vereinsleitung nach diesem Friedensschlüsse folgend, nach wie vor ihre bewährten Kräfte in erfolgreicher Weise in die Dienste deS Vereines stellen. Infolgedessen bin ich auch in der erfreulichen Lag« zu berichtkn. dass der Verein sich glücklicherweise in aufwärtsgehender Richtung bewegt. Vielfach macht sich ein frischeres, lebhafteres VereinSleben fühlbar, sowie auch nach dem int Jahre 1898 eingetretenen Stillstande in dem Rück-gange unserer Einnahmen, di« EinnahmSziffkr de« Jahre« 1899 mit fl. 222.375 84 gegenüber jener dc« Jahres 1893 von fl. 203.431'26 «ine Steigerung ausweist, bei welcher mir viel weniger die Ziffer dieser Steigerung als die Thatsache derselben an und für sich von Bedeutung «rschrint." Dem der Versammlung vorgelegten Jahre«-bericht entnehmen wir folgende wesentliche Daten: An V«r«insschulrn besaß der Schulverein im abge« (aufenen Jahre 18 mit 41 Classen in 42 getrenn» t«n Abtheilungen, und zwar in Böhmen 7, in Mähren 2, in Schltsi«» 3, in Galizitn 1, in Stkirr» mark 3 und in Krain 2. Im Laus« des Jahre« wurde keine neu« Schule errichtet und auch keine Erweiterung einer bestehenden vorgenommen. Da-gegen wurden einzelne aufgrlasseu oder zusammengezogen, so dass der Vtrrin am Ende des JahreS 16 Schulrn mit 35 Classen zählte. VerrinSkinder» gärten besaß der deutsche Schulverein im abgelau-sentn Jahre 31 mit 34 Abtheilungen, wovon 16 aus Böhmen, 8 aus Mähren, 1 aus Schl«si«n. 2 Ich bracht« nur ein „Ah" de» Staunens und der Ueberrafchung hervor. „Ja. ja, e» ist so," fuhr der Grei« fort. „E» ist ein« sehr einfache Geschichte. Juliett«. so heißt mein« Tochter, litt seit einiger Zeit an Herzkräm-psen. Wir glaubten an eine Krankheit diese« Or» gan« und waren auf alle« gefasst. Eines Tages fanden wir sie kalt, starr, todt im Gart«n. Sir war niedergebrochen. Der Arzt wurde rasch geholt — er constalierte den Tod. Ich hielt einen Tag und zwei Nächte Todtenwacht; ich selbst legte sie in den Sarg und gieng hinter ihm her bi« in die Familiengruft, wo er beigesetzt wurde. Ich hatte geordnet, daf« Juliette mit allen ihren Schmuck-fachen, Ohrringen, Armbändern, Spangen, kurz mit allen Geschenken, die sie von mir «halten, in ihrem ersten Ballkleid« beigesetzt werden müsse. So geschah es auch. Sie könnten sich vorstellen, in welch«r seelischen Verfassung ich von unserem Familiengrab in mein Heim zurückkehrte. Seit Jahreu verwitwet, hatte ich nicht« auf der Welt, als Juliette». Vor Schmerz meiner Sinne nicht mächtig, warf ich mich, in meinem Zimmer angelangt, in einen Stuhl, unfähig zu denken, ja fogar unfähig, eine Bewegung zu machen. Ich war ein« schmerzersüllte Mass«, mein Herz verblutet« allmählich. Da trat m«ia alter Diener Prosper, der mir in dieser schweren Stund« zur Stil« gestanden, an mich heran und fragte flüsternd: „Wünschen der gnädige Herr nicht irgend eine Erfrischung zu sich zu nehmen?" Ich machte mit dem Kopfe eine verneinende Bewegung. Prosper ließ sich aber nicht abschrecken und begann wieder: „Der gnädige Herr baben Unrecht und w«rd«n noch krank werden. Wollen der gnädige Herr sich nicht zu Bett« begeben?" Ich antwort«!«: „Nein, las« mich in Ruh«.* Prosper zog sich zurück. Wie die Stunden verannen, ich weiß e« nicht. O, e« war ein« schrecklich« Nacht! E« war kalt im Zimmer, da daS Zeuer im Kamin erloschen war, und der Wind, ein eisiger Herbstwind, ris« und polterte an den Fenstern. Wie spät war eS ? I d saß in meinem Sessel, halb wach, gebrochen, zerschmettert, mit offenen Augen, zusammengezogenen Knien, gänzlich gefühl-losem Körper und von einer unendlichen Trost» losigkeit übermannt. Da plötzlich wird die große Glocke an dem HauSihor gezogen. Ich fuhr so heftig zusammen, dass der Stuhl unter mir ins Wanken gerietb. Der helle Ton der Glocke wiedkrhallt« im Schlosse, das bisher stumm wie ein Grab dage-legen. Ich wandt« mich halb um. um nach der Uhr zu sehen — zwei Uhr. W«r konnte um dies« Zeit zu mir kommen? Jetzt wurde zweimal nacheinander heftig ant» Glocke gerissen. Die Dienerschaft wagte sich M Furcht nicht au» den Betten. Ich nahm einen Leuchter und stieg die Tryzi hinunter; ich wollte erst fragen: .Wer Da!" H schämte mich aber biefer Schwäch« und schob lap sam den Riegel zurück. Mein Herz pochte, ich V» Angst. Mit einem plötzlichen Emschlus» rist ich 34 Thor auf und sah im Nachtnebel vor mir « weiße Gestalt, fo eine Art Gespenst. Ich trat, von Angst ergriffen, einen Schäl zurück und stammelte: .Wer — sind Sie? — Wa« wolle« 8#!* Ein« Stimm« antwortet«: „Ich bin ««, Papa!" ES war mein« Tochter! Ich glaubte ich fei wahnsinnig geworda ri zog mich, rücklings schreitend, von de« S-'sai zurück, da« mir aus dem Fuß« folgt«. Ich auch» mit der Hand jene abwehrende Bewegung, 5« « bemerkt haben und die ich seitdem nicht meh: lii geworden bin. Die Erscheinung begann wieder: .Hab« keine Angst, liebster Papa. Zch » nicht todt. Man wollte mir die Ringe fto!;» >» schnitt mir den Finger ab. Da« Blut ?os« »icke und ich kam zum Bewusstsein." In der That bemerkte ich, das« sie mit JKi besudelt war. Ich fiel aus die Kniee, vor Tzü» erstickend. Al« ich halbwegs wieder meint &>l 1900 ..Aevtfch, WMcht" 3 Au« Schlüsse gab der Vorsitzende der Freude ita die so feierlich und schön v«rlausene Ber-ismmiuno Ausdruck und schloss di« Hauptver-innlung mit dem stürmisch acclamiertrn Rufe: .Heil de« Vereine! Heil und Sieg dem keitschen Volte!' sischss Sr. Stroßmayr gegen fitrt kterpellation des Äbg. ü. H. Wolf. Elericale Blätter verbreiteten dieser Tage mit Wchem Behagen folgend« Ritcheilung: .Ja der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses mnrngen Sessio»»abschnitte hat der Abg. Ä. H. Wolf u| dem üblichen Wege der Interpellation einen nvfticiectrn Artikel eine« deuischnationale» Blaue« »Datschböhmen zur Kennt«»» de« HauseS und der Crifflulichfril gebracht, in welchem unter anderem tilMN« wird. Bischof Stroßmayr von Djakovar aas dem vatikanischen Concil im Jahre 1870 die llnseblbarkeit de« Papste« gesprochen und »ab«, Pms IX. so heftig angegriffen, das« ihn karbmäle wüthend von der Kanz.l heruntergerissen bixun. ReichSrathSabgeordneter Pfarrer Zickar hat dmalt diese Interpellation Wolf« dem Bischof Kwßmayr mit der Bitte übermittelt, ihm eventuell Wanni gebe» zu wollen, ob di« Angaben de« be-lmseode« Blatte« ganz odrr theilweise auf Wahrheit beruhen. vischof Stroßmayr hat aus diese Anfrage » fiitm sehr ausführlichen Schreiben in flovenifcher krache geantwonet, i» welchem der Bischof zunächst Kwerkt, dass die Behauptungen de« deutschnationalen K-llet vom ersten bi« zum letzt«« Won« unwahr jno, den» er (Siroßmayr) habe weder aus dem Mimlk» Concil, noch fönst irgendwo und irgend-««gegendie Unfehlbarkeit. gegen Papst Piu« IX. tta gar gegen die katholische Kirche gesprochen; m Segeatheil, er habe stet« den Papst ol« den itchmaßigcn Stellvertreter Christi anerkannt, ver-ida >wd geliebt und die katholische Kirche al« daS nhadkniik Werk GotteS und als den größten Segen fr lu irdische Welt betrachtet. Den Papst Piu« IX. !abe «r wegen dessen vorzüglichen Eigenschaften al« Cbnhaupt der katholischen Kirche bewundert und H sei diese Bewunderung nur erhöht worden durch b* Achtung vor der Wei«heit de« jetzigen Papste«, «i, welcher dieser die katholische Kirche r«gi«r«. üeklehauptungkn de« confiScierten Blatte«, welche ih» al« katholischen Bischof sehr betrübten, hätten m de» Zweck, da« Ansehen der katholischen Kirche «od seuier Diener heradzudrücken und sie beim Volke «stliebig zu machen. Schließlich spricht Bischof EcejpiMqt in dem Schreiben an den Abg. Zickar »»«tdrücklichen Wunsch au«, dass dies« s«in« Er-llii,»gea der Öffentlichkeit übergebe» werden ■igffl.' Ter traurige Muth, mit welchem Bischof Ktroßmayr seine snihere Ueberzeugung und die f(im Ueberzeugung geliehenen Wort« verleugnet, dmntt wieder einmal so recht deutlich, in welche Willigkeit vom päpstlichen Stuhle die Bischös« seil >87« perathen sind und jede selbständige Meinung mndlöcke« muffen. vischos Siroßmayr ahnt vielleicht nicht, das« tatiu gesammelt hatte und da« fürchterlich« Glück bwnfm konnt«, da« mir zutheil geworden, ergriff ich «uiik Tochter, trug sie in mein Zimmer und ligM sie aus da« Sopha. Dann läute» ich Sturm >«h »einem Di«ner Prosper, d«r sofort F«u«r im taun macht« und einen The« zubereitete, während ch de» Finger so gut wie möglich verband. Gn reitender Bote sollt« sich sofort nach^ der kubt begebe», um einen Arzt zu holen. Der Stall--Mi würbe gerusen. Er »rat in da« Zimmer, sah «wie locht», ris« in namenlosem Entsetze» de» Mild aus und siel der Länge nach zu Boden. Er i-« e«. der dir Gruit g«öffn«t und an m«in«r Ächter Raub vollführt hatte. Cr hatte noch nicht einmal Zeit gehabt, di« Ringe in Sicherheit ji bringen; wir fanden alle« in seiner Tasche. .Sie sehen, mein Herr," schloss der Greis Im« Erzählung, „von welch schwerem Unglück wir «erfolgt wurden.' Die Dämmerung war inzwischen angebrochen, m» dem Thal stiegen leichte Neb«lwolk«n auf. ES warb «ir unheimlich neben diesen Leuten; ich inisll« nicht, wa« ich antworten sollte und stammelte: ,Da< ist fürchterlich." Dann erhob ich mich und sagte: »Et «acht sich frisch, wir könnten den Rückweg amietkii.' Und still schritten wir drei durch den Park, bm Curhotel zu. noch ein Zeuge seiner Worte auf dem vaticanifchen Concile unter den Lebend«» weilt. ES ist dies Pro-feffor Dr. Johann Friedrich in München, der als thkologischer B«irath d«S Cardinal« Fürsten Hohen-lohe den CöncilSderathungen anwohnt« und in seine« „Tagebuche während de« vaiicanischen Con-eil«" von Bischof Stroßmayr bemerkt: „Stroßmayr gehörte zu den heftigsten Gegnern der päpstlichen Unfehlbarkeit. Ueber die Frage: „Hat Petrus die Christengemeinde zu Rom gegründet und sie geleitet f" äußerte sich Bischof Stroßmayr: „Der Apostel Paulu« erwähnt der Apostel, der Propheten, Evan-geliften, der Lehrer und Hirten, wenn er die Aemter der Kirche aufzählt. Man darf, verehrte Brüoer. glaube», das« der große Heideuapostel nicht vor-»essen hab«« würd«, da« erste dieser Aemter, nämlich da» Papstthum zu erwähnen. Diese BergefSlichkeit erscheint mir so unmöglich, al« wie wenn ein GeschichtSschreiber dieses Concils mit keinem Wort Gr. Heiligkeit deS Papste« Er-wähnung thun würde." (Mehrere Stimmen riefen: .Schweig' stille. Du Ketzer, schweig' still«!*) Stroßmayr wendet sich sodann gkgen die göttliche Ein-setzuug deS Papstthums, wobei er sich auf einen d«r gelehrtesten Männer d«r Kirche, Scaliger, beruft. (Wiederholt« Ruf«: „V«rschli«ßt ihm de« Mund! LasSt ihn von der Kanzel herabgehen 1") „Vrrthrt« Brüder I Ich bin bereit, zu schweigen; aber ist eS nicht b«ffer, in «iner Versammlung, wie der unsrigen, alles zu prüfen, wie der Apostel befiehlt, und nur daS Gute zu glauben? Wir haben aber einen Dictator, vor welchem sich alle beugen und schweigen müssen, selbst Se. Heiligkeit der Papst. Dieser G«bi«ter ist die Geschicht«." So also schaut di« Wahrheitsliebe d«S Bischofs Dr. Stroßmayr auS! Oder v«rmag «r auch sein« «iginhänvigkn Briefe abzuleugnen, die er an Proftssor Dr. v. Döllingtr und Prof. Dr. ReinkenS schrieb, welche im altkatholischen Museum zu Bonn auf-bewahrt sind? An R«ink«nS, den nachmaligen alt-katholischen Bischof de« Deutschen Reiche«, schrieb Stroßmayr am 27. November 1870: „Meine Ueberzeugung ist, die ich in ders«lb«n Weise, wie ich sie in Rom vertreten hab« (na also!), ebenso auch vor dem Richterstuhle Gotte» vertreten werde, fest (!) und unerschütterlich (!), dass fcj» Concil vom Vatican jener Freiheit entbehrt hat, die nothwendig war, um e« zu einem wahren Concile zu machen und «« zu berechtigen, Beschlüsse zu fassen, die ge-eignn wären, da« Gewissen der ganzen katholischen Welt zu binden. Die Beweise dasür liegen vor aller Welt Augen.' Und noch am 10. Juni 1871, also beinahe ein Jahr später, schrieb Stroßmayr an Döllinger: „Wenn e« je i« der Geschichte eine Versammlung gab, die da« gerad« Gegentheil von drm war. was sie sei» sollte, so ist e« da« vaticanische Concil. Alle», was geschehe» konnte, um den Beruf de» Concil» zu com-promittieren und eS deS Beistandes deS hl. G«ist«S unwürdig zu machen, geschah in ausgiebigstem Maße." Bischof Siroßmayr hat sich später, wie' alle übrig«» Bischös«. feiner Stellung wegen, die ihm lieber war al» seine Uebelzeugung, unterworfen. DaS war feinRecht. Kein,Recht hat er aber, feine früheren Aeußerungen schlankweg zu leugne», denn diese gehören der Geschichte au, die einst nicht nur über ihn, sondern auch über da» römische Kirchenthum ihr Unheil fällen wird. E» wird unsere Leser inter«fsieren, zu «rfahr«n, dass auch der Lavanter Fürstbischof S t e p i s ch» negg ein Gegner de« Unfehlbarkeit»-d o g m a S war. Diese Ueberzeugung bewahrte er bi« zum Todlenbette, an dem Domherr K o s a r mit der sanatischen Frage auf ihn eindrang: Glaubst Tu daran? (nämlich an die Unfehlbarkeit.) Bischof Stepischnegg ist ohne diesen Glauben in'« Jenseit« hinübergegang«u — Stroßmayer macht e« anders! ^otitifche Kttndfchait. Lüge», nichts als Lügen. Abg. Dr. Pacak soll dem Kaiser unter anderem auch gesagt haben, das» die Tschechen die Obstruktion nicht erfunden und mit derselbe» nicht angefangen haben. Ist die« der Fall, so ist niemal« dem Kaiser gegenüber so gelogen worden, al« die«mal. Wer erinnert sich nicht der Tmiengläserwerser und der Brutalität am 17. Mai 1893 im böhmischen Landtag», al» die Trautenauer KreiSgerichtSangelegenheit auf dieTage»-ordnung gefetzt wurde ? Da wurden den deuifchen Abgeordneten die Manufcripte aus der Hand ge-rissen, zerrisfen und inS Gesicht geschleudert, Tinten-sässrr flogen zum Präsidenienstiihl, g«schri«n und gebrüllt wurde in unanständigster Art, so das» die Sitzung und binnen 24 Stunden auch der Landtag » »schlössen werden musste. Auch im Mai und Juni 1895 trieben die Tschechen im böhmischen Landtage Obstruktion, und überall war Dr. Pacak dabei. Wer hat also die Obstruction erfunden, wer gelogen ? Alldeutscher verband. Am 6., 7. nnd 8. Juni findet di« Hauptoerfammlung de» Verbände» in Mainz statt. Da gerade in diesen Tagen im Reichstage die Entscheidung über die Flotten» vorläge fällt, waren die Mitglieder der Haupt-leinmg, die Herren Abgeordneten Professor Haffe, Dr. Lehr, Graf Arnim und Gras Stolberg, vor die Wahl gestellt, entweder auf dem Verband«tage oder im Reichstage fehlen zu müssen. Sie haben sich schließlich doch entschlossen, lieber dem Verbat»»«-tage sern zu bleiben, da sie bei der Entscheidung einer so wichtigen nationalen Frage wie der Flotten-frage im Reichstage nicht fehlen zu dürfen glaubten. Zweiter Sertretertag 'der tzentschvSlkischen Arbeiterschaft. Am 29. und 3V. Brachmond» (Juni) findet in Aussig der Vertretertag der deutsch-völkischen Arbeiterschaft statt. Derselbe wird vom Vereine „Deutschvölkischer Arbeiter in Oesterreich' enbtrusen werden. An die deutschvölkisch« Arbeiter-schaft ergeht hiemit da» höfliche und dringende Er-suchen, »mgehendst die Vertreter an Herrn Schrift-leiterHanichiu Aussig a.E.oderLandtag»abgeordneten Stein in Eger bekannt zu geben. Auf 40 dentsch-völkische Arbeiter entfällt »in Vertreter. Die Zahl unter 40 gilt al» voll. Z>er Krieg i« Südafrika. Die Engländer sind nach unbedeutenden Plänkeleien in Prätoria eing»zogen. Präsident Krüger hat di« Regierung nach Machad»dorp verlegt und erklärt officiell, das» der Kampf bi» zum Ende auf« schärfste fort-geführt werden wird. Zu diesem Zwecke ziehen sich die kampflustigen Reste de« Burenvolke« in da« unzugängliche Territorium von Lyddenburg zurück. Täglich werden 15 Eisenbahnzüge mit Vorräthen von MachadSdorp nach Lyddenburg abgesendet. Im Rücken deS MarschallS Roberts scheint übri-genS keineswegs alles niedergeworfen zu fein. Bald da, bald dort taucht eine Burenfchar auf und ver-wickelt die englischen Streitkräst« in ein Scharmützel, um dann wiedtr spurlos zu verschwinden. Im Griqualinde macht sich der Afrikanderaufstand wieder geltend, fo das» Robert» die englischen HeereStheil« im ganz«» weite» Gebiet« wieder zer-streut postieren muss. Johannesburg wurde am Donnerstag vormittag den Engländern formell und in georoneter Weife übergeben. Als der Burengeneral Botha am Sonntag den Frauen PrätoriaS den Dank sür di« Flaggt auSsprach, die sie ihm überreicht hatte», sagte er: »Solange wir noch aus Tausende opferwilliger Männer rechnen können, dürfen wir nicht an den Rückzug oder an daS Ausgeben unserer Unabhängigkeit denken." Dienstag vormittag drahtete Marschall Robert» nach London: „Wir sind im Besitze Prätoria». Der officiell« Einzug «rsolgt um 2 Uhr nachmittag»." „Henneberg-Seide" — MII echt, rt'cttn Mtcft von «ir dqegt» — schwär,. weit IN» sarbi», tun 43 ffreat- di« ff. l»,o «n Wrtn. lin Jedermann franko u. »titelt ttt'l Hau«. Viastti mnjrtKKti. G.Henneberg, Seiden-Fabrikant (k.n.k.Hofl.) Zürich. Aus Stadt und Land. ßiMer Gemeinderath. Am Freitag den 8. d. M. um 5 Uhr nachmittag» findet eine ordent-liche öffentliche GemeindeauSschus»-Sitzung statt mit der Tagesordnung: Nach Mitteilung der Einläuft Bericht dtr RechiSfeciio» über eine Eingabe der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli wegen Ersatz-wähl eine« AuSfchufSmitgliedeS; Bericht der Bau-fection über einen R'cur» deS Verbandes der flo-venifche» VorschusScassen in Baufachen; Bericht der Fin.inzsection über eine Eingabe der k. k. Gym nasial-Direction wegen Versicherung de» Gebäude». Bericht de» Eisenbahn-Comit6'S in Balznangelegen-heilen und Bericht de« Theater-Comitv'» über Neu-Herstellungen. Deutsches Kaus in Eitki. Die Entscheidung über die Preisausschreibung betreffend die Pläne für daS Deutsche Hau» in Cilli hat sich bedauerlicher Weise wegen zetzweilig«r Verhinderung de» Herrn Professor» Hau berrisfer in München aus etwa 4 Wochen verschoben und wird daher erst Mitte Juni erfolgt» könnt». Im Ganzen sind 37 Skizztn eingelaufen. ^ersonalnachricht. Ihre Excellenz Frau Baroinn R e i n e l t, Witwe de» jüngst in Trieft verstorbenen Geheimrathe» Reine lt, ist zum Sommtraufenthalle in Cilli bei ihrem Schwieger-söhn» Herrn Georg R. v. G o f » l«t h eingetrossen. 4 „Deutfche Wacht" 1900 KiKier Hewerbcbnnd. Der Ausflug der Cilli» deutschen Gewerbetreibenden nach Marburg nahm «inen glänzenden Verlauf. Dieselben waren in Marburg in stattlicher Zahl vertreten und fanden die herzlichste Ausnahme. Wir werden über die ein« zelnen Veranstaltungen in der nächsten Nummer eingehend berichten. Al« Spitzel der Windischen sollte der Schuhmacher Stesan S t r a s ch e k fungieren, der mit fchwarz-roth-goldenem Abzeichen mitten unter den deutschen Gewerbetreibenden saß. Er wurde au« dem Festraume moralisch hinausbefördert. Sein Abzeichen hat Straschek nicht mitgenommen. Zlnglncksfall. Montag nachmittag ereignete sich auf dem hiesigen Südbahnhose «in bedauerlicher Unglück»fall. Ein Bergknappe au« Trifail, drfsen Name bisher noch nicht eruitrt werden konnte, wollte mit dem Gemischten Zuge nach Trifail heimfahren. Au« Versehen stieg er in den nach Storö fahrenden Postzug ein und bemerkte sein Versehen erst bei der Signalscheibe, al« der Zug schon im vollen Lause war. Der Unglückliche sprang au» dem Zuae und fiel so unglücklich aus da» Geleise, das» er sich am Kopse eine schwere Verletzung zuzog. Trotz sofortigen Eingreifen» de» Herrn Dr. Keppa konnte der Un-glückliche nicht gerettet werden. Dienstag morgens ist er einer Gehirnblutung erlegen. Kanzel und Phonograph. Wohl jeder, dem e« ein gütiges Geschick beschieden hatte, den berühmten P. Mazur am hiesigen Josefiberge predigen zu hörm. ist sicherlich zur menschenfreundlichen Ueberzeugung gelangt, dass eine so gewaltige Anstrengung der Stimme dem Organismus mit der Zeit schädlich werden kann — wir meinen nicht den Organismus de» Trommelfelles. Der berühmte Prediger, zu dem die Leute von weit und breit zusammenströmen, ist nun offenbar in Ansehung seiner irdischen Gebrech-lichkeit auf den hochmodernen Gedanken verfallen, daS Geschäft de» Prediger.» maschinell zu betreiben. Sitzen wir da vor einigen Tagen in einer rauch-und alkoholschwangeren Weinsmbe. An einem Neben-tische sangen betrunkene Bauern etwa» unsicher das herrliche Nationallied: „Kellnerca pijana", welche» unseren wissenschaftlichen ForschungSsinn bedeutend herausforderte. Dieser sollte jedoch auf einen noch viel erhabeneren Gegenstand Eingeleitet werden. Ein Männlein, mit einem Phonographen behaftet, betrat da» Local und ließ da» Instrument ganz wundersame Dinge ausspielen. Die betrunkenen Bauern sahen den blechernen Concurrenten verdutzt an. Plötzlich jedoch malte sich Zerknirschung aus ihren Mienen, in tiefster Selbstverachtung schoben sie die sündhaften Weinhumpen von sich und falteten andachtsvoll die Hände. Wir staunten, begriffen aber sofort, denn aus dem Phonographen donnerte P. Mazur über die ewige Seligkeit und die Verworfenheit des Menschengeschlechte». Mit einem versöhnenden Vaterunser im reinsten Slovenisch be-schloss der Apparat die weihevolle Predigt P. Mazur» und der § 11 trat mit erneuter Heftigkeit wieder in Geltung. Der glückliche Besitzer de» himmlischen Werkzeuge« theilte unS mit, das» P. Mazur so gütig war. gegen eine Barzahlung von 14 fl. die Predigt in den Phonographen hineinzudonner» und ihn so zu seiner apostolischen Fahrt durch Tabernen und Spelunken geschmackvoll auszurüsten. Es wäre nur zu wünschen, das» der Besitzer diese» gottbegnadete» Phonographen sich auch in den Besitz de» in Wien ausgestellten Muioskopapparate» setze, welcher gegen Einwurf von 20 Heller dem Beschauer lebende Bilder zeigt. Da kann man neben einigen mchi wiederzugebenden weiblichen Posen auch den Papst bemerken, wie er Segen spendet. Ein über dem Mutoskop hängende« Placat besagt wörtlich fol-gende»: „Kardinal Sebastian Martinelli, apostolischer Delegierter, sagt bezüglich diese» hier im Bilde Er-scheinenden: „ES ist der ausdrückliche Wunsch Seiner Heiligkeit, dass diejenigen, welche seinen Segen in diesem Bilde sehen und ihn gläubigen Herzens auf-nehmen, de» Glücks, der Seligkeit und de» Nutzen« desselben theilhaftig werden sollen, gerade so. al« wenn er ihnen persönlich gespendet worden wäre." Wie man sieht, sind die frommen Herren thatsächlich schon beim maschinellen Betriebe ihre» Geschäfte« angelangt. — Einer, der nun nicht mehr in die Kirche zu gehen braucht. Z»er Movcott gegen Liffi treibt die absonderlichsten Blüten. So hat Dr. Detschko den Plan gefasst, sich eine directe Slraßenverbindung von Livadia mit dem oberen Sannthale unter Umgehung der Stadt Cilli zu ermögliche». An dieser „Han-del»straße" soll auch ein große« Kauf» und Lager-hau« für die von Cilli zu „befreiende* slovenifche Landbevölkerung errichtet werden. Die Deutschen Cilli» werden aus diesen» kindischen Treiben auch ihre Consequenzen ziehen. E» ist ganz selbstverständ-lich, dass die Stadt Cilli, wenn sie au» dem wirt- schaftlichen Gefüge de» Bezirke» ganz «»»geschaltet werden soll, ihre Ausscheidung au« dem Gebiete der Bezirksvertretung Cilli anstreben wird, da e» den Cilliern doch nicht zugemuthet werden kann, das« sie die Tausende von Gulden, die sie an Be-zirkSumlagen zu tragen haben, und welche mehr al« die Hälfte dieser Umlagen ausmachen, zu Zwecken verwenden lassen sollen, welche, wenn auch erfolglos. dem wirtschaftlichen Ruine der Stadt gelten. E« wird den Herren Sernec und Majditsch natür-lich unbenommen bleiben, in ihrer bekannten Muni« ficenz die namhaften Bezirk«au«lagen auf die eigene Rechnung zu übernehmen. Herr Dr. Sernec soll sich hiezu schon bereit erklärt haben. Z>te Strasientafcln i» Laivach Die Laibacher Straßentaselfrage wurde vom Ministerium de« Inneren zu Gunsten der deutschen Beschwerdeführer entschieden, indem da« Ministerium die Entscheidung deS Landespräsidiums für Krain, nach welcher alle Straßentafeln Laibachs doppelsprachig zu fein haben, bestätigte. Hin Aiasc« Awan Krtöars. Am Pfingst-montag fand in Laibach die constituierende Versammlung deS vom Bürgermeister Hribar inS Leben gerufenen „Verbandes flooenischer und istrianisch« croatischer Bürgermeister" statt. Angeblicher Zweck deS Verbände« ist Belehrung der Mitglieder über die Vorschriften der Gemeindegesetze und anderer Verordnungen, welche sich mit der Gemeindever-waltung besassen, sowie Förderung der culturellen und materiellen Interessen de« slovenischen und istrianisch-croatiichen Volke». Dieser Zweck soll durch Herausgabe einer Fachzeitschrift, durch Petitionen und Resolutionen, sowie durch Abhaltung von Ver-fammlungen angestrebt werden. Zum Präsidenten wurde der Bürgermeister von Laibach Iwan Hribar und zum Vicepräsidentkn der Bürgermeister von Bischoflack Nikolau» Lencek gewählt. Au» Steier-mark wurden in den Au»schus» gewählt: Vincenz Je2ovnik, Gemeindevorsteher in Wöllan, und Ben-jamin Kunej, Gemeindevorsteher in Reichenburg. Die clericalen Bürgermeister und Gemeindevorsteher bleiben dem Verbände, welcher bi» jetzt 96 Mit-glieder zählt, ferne. „Ilvvenec" spricht von einem gewaltigen FiaSco Hribar« und stellt fest, dass die Mehrzahl der in den AuSschusS Gewählten der Versammlung gar nicht anwohnte. Brand. Für den Pfingstmontag veranstaltete der slovenische ßefeoerein von Pettau eine Zusammen-kunft in der Gastwirtschaft der Eheleute Gregoretz in der Ortschaft Grajena bei Wur«berg. Die Gebäude waren für den Empfang der erwarteten Säfte bereit» festlich geschmückt. In der Nacht de» PfingstsonntagS gegen 11 Uhr brannten jedoch die Gebäude dieser Wirtschaft gänzlich nieder. Mit der gesammten Einrichtung giengen auch zehn Schweine in den Flammen zugrunde. Zwei Kühe wurden derart beschädigt, das» sie sofort geschlachtet werden mus»ten. Schlachtßans-Answeis. Im Monate Mai gelangten nachstehende Thiere im städtischen Schlacht-hause zur Schlachtung: 5 Stück Stiere, 103 Stück Ochsen. 54 Stück Kühe, 35 Stück Kalbinnen, 47 Stück Schweine, 258 Stück Kälber, 10 Stück Schafe, 2 Stück Ziegen. 3 Stück Ferkel, 41 Stück Zicklein, insgesammt 558 Stück. Von auswärts wurden in da» Stadtgebiet eingeführt und im Schlachthause der Beschau unterzogen: 1740 Kilo Rindfleisch. 2225 Kilo Schweinefleisch, 5293 5 Kilo Kalbfleisch, 53 Kilo Zickleinfleisch, 17'5 Kilo Schaf-fleisch, zusammen V334 Kilo. Als gesundheit»-schädlich wurden konfisciert und dem Wasenmeister zur Verscharrung überlasse»: 107 Kilo Rindfleisch, 3 Stück RindSlebern, 1 Stück SchweinSleber und 2 Stück RindSföten. ?lohitsch.Sauerörunn, 30. Mai. (Die neue Gemeinde.) Gestern wurde die neue Gemeinde „Curort Sauecbrunn" constiluiert und hat der am 14. d. aus der Wahl hervorgegangene AuSschusS nachstehende Functionäre gewählt: Herrn Johann Stoinschegg, Realitätendesitzer. zum Gemeindevorsteher, Herr» Maith. Löschnigg, Kaufmann, zum ersten und Herrn Joh. Ogriseg. Grundbesitzer, zum zweiten Gemeinderathe. Nach dem Wahlacte erfolgte die Angelobung de» Gemeindevorstandes und die Be-gehung der Gemeindegrenzen. Pömerbad. Zum Curgebrauche in Römerbad sind eingetroffen Herr FZM. Georg Ritter v. Kee» au» Graz. Herr Regierung»rath Alexander v. Hillenbrand au» Wien. Herr August Thon«, Groß-industrieller au» Wien und die ungarische Schrift-stellen» Frau Lilla Baronin BulyovSzky au» Budapest. Pevtschvökkifche Hesinnnngsgenolsen und Vereine! Sendet die Bestellkarten für den Jro'jchen „Deutschvölkischen Taschenmerk-Zeitweiser 1901" baldigst an die Verwaltung diese» vortreffliche, Zeitweiser» (Wien, 12/1, Ruckergasse 20, 2/20) et», damit die Auslage rechtzeitig festgesetzt werden kaia. Werbet all überall Abnehmer für diesen Zeitweise?! Besonder« auch die deutschen Frauen mögen Ali-nehmer in ihren Kreisen für diese» Erziehung«-büchlein werben. Unsere Kader. Ja der Lande«curanftalt Rohitsch-Sauerbrunn sind bis Ende Mai 140 Parteien zum Curgebrauche eingetroffen. Gleichcnberger Ladebrief. Wenn der Frühling un« in sein dusteaM Reich hinauSruft, dann athmet alle» nach langn Winternacht freier auf und mit unendlicher Freude begrüßt man die grünende, im Sonnenschümm prangende Welt. Die Ostern verkünden da« große Auferstehungsfest der Natur, de» Frühling, der sich bi« zu Pfingsten zur rosigsten Jungfrau entwickelt, und um diese Zeit erwacht allgemein die Lust, >ich hinau» in» Freie zu begeben, um mit Behagen die Schönheit der Natur zu genießen. Auch wir koiuu» un» de» Vorzüge» rühmen, jetzt schon eine ganz stattliche Anzahl Gefunder, Kranker und auch em-gebildeter Kranker in unserem gottgesegnem Brunnenstädtchen zu sehen, die alle in»gesam«t >dr Erstaunen zum Ausdrucke dringen über die Herr-lichkeit der landschaftlichen Reize Gleichenberg«, über die Heilwirkung der Mineralwässer und die Gediegenheit der Cureinrichtungen. Bietet schon der Curort an und für sich so viele Vorzüge, so muß da« Herz de« Wanderer» erst recht warm werd» wenn er Gelegenheit findet, die reizenden Au«flngt-stellen auszusuchen, wann er Zeuge wird von de» fürsorglichen Walten der Natur, da sie über dick Gegend wahrhaftig da» Füllhorn ihrer Gabe» a schier überschwänglichcm Maße ausgeschüttet hat. Nahe und ferner gelegene Au»flug»ziele gibt et bei un» eine Unzahl; gern besuchen unsere Eäji« ferner gelegene Au«flug»orte, und zu einem solche» gehört auch da» liebliche F e l d b a ch, in dessen srischgrünenden. mit Blütendust gefüllten Aue« wir am Pfingstionntage Rast hielten. E» galt, da» Stiftungsfest zu besuchen, welche» die überant rührige und segenbringend wirkende GewUti Vertretung, mit dem Herrn Bürgermeister an der Spitze, mit der Bevölkerung der schön» stadi Feldbach dem dortigen Männergesangven«, der sein fünfzigjährige« Bestehen feierte, veranstaltn hatte. Im reichen Flaggenschmucke prangte die Stadt; alle Häuser waren hübsch geschmückt un> mächtige Obelisken waren zu beiden Seite» M Hauptzugange» zur Stadt errichtet, geschmackooll geziert; von den äußersten Spitzen flatterten mehre« Fähnchen, in zumeist deutschen und steirischen Zarte«. Die Hauptsronten zeigten die Jahre«zil>l«n 1850—1900. Eine geräumige Tribüne verriet, das» an dem Platze in frühere« Stunden geschähet Treiben geherrscht haben musste, und so war et auch. Von ihr au« drangen in den Äornlittag«-stunden die kernigen BegrüßungSworte de« ge-schätzten Herrn Bürgermeisters der Stadt Keldbach, gerichtet an die 43 erschienenen Bruderoernne un» an den Jubelverein, weil hinau« und beznigini die innigen Gefühle und die besonder« wohlihnente Wärme, mit der die Gäste im Weichbilde der alt-ehrwürdigen Stadt Feldbach willkommen geheißen wurden. E« musste ein erhebender Anblick ge-weien sein, nach dem festlichen Einzug« all die Vereine in einer Stärke von beiläufig 300 Mai» am Festplatze versammelt z« sehen mit den schön» Fahnen, den reizenden Blumen, die den Sängen! von zarten Damenhänden emgegengeworsen wurden den voll jngendlicher Anmuth blühende» Feninm!-srauen und in der Mitte der Feldbacher Intel-verein mit der um da« Jubelband bereichertet Fahne, den vielen Ehrengästen :c. In den ersten Nachmittagsstunden machte sich geschäftige« Treiben in den Mauern der Stadt bemerkbar. Alle« rüstete sich zur Fest-Liedertasel im freien. Da zu diese« Zwecke besonder» festlich geschmückte Fest-platz füllte bald eine unabsehbare Menge F^stthvl-nehmer. die insgesammt über da» glückliche Arrangement voll de» Lobe» waren. Die Stadt» capelle war in einem Pavillon recht günstig postiert; ihr gegenüber wurde ein geschmackvolle» Zelt für die Sänger errichtet: zu beiden Seiten waren Er-frischungshallen postiert und die Mtte de» platze«, den Hunderte von Flaggen und Fahie« schmückten, füllten lange Tische und Bänke tör die Theilnehmer. Zur festgesetzten Stunde eröffnete d» Feldbacher Stadtcapelle unter der tüchtige» Leitung de» Kapellmeister» und Chordirigenten, Herr» Anton Leyfert mit dem Feldbacher 6äagerjudiläii»t> Marsche da» Festprogramm. Dieser Piece folgten !IZ! 1900 «odj zwei andere, und zwar Ouverture zur Oper „Die Hexe von Boisq" und „Valerie-Walzer". vor» getragen von dieser Capelle, woraus a ch l Gesang» vanne Probe» ihre« Können abgelept hatten. Wir dSrtkn zuerst den Iubelverein, der BlümelS .Dliitsche» Eängergrub" gesungen hat; hierauf tracht- der Mcinnergesangverein L u t t e n b e r g Ea^ilSberg» „So weit' zum Vortrage. Dann fangen die Männergesangvereine Hartberg. Abis .Auf den ©ergtn*: Alpine (Graz), Ortds .Im stillen Thal der Heimat", wodei das Tenor-solo, gesungen vom Herrn Thomas H e r f o , be* simdmi Aufsehen erregte; Fürstenseld. SchultzeS ,Lt»rme des Frühling«, brechet herein!'; Lieder-Itatij (Graz), Gräfin Buttler-Stubenbergs ,'S «'.ifle Eträußerl-; Andriy, Ganglers „Ein-fchttvnfl" und Schubertbund (Graz). KirchlS .Ein blant-S Wort". E« fällt uns schwer, dem «inen oder anderen ins Treffen geführten Vereine di« Palme zu reichen; es war ein ehrenvoller Bettstreit, an dem das Publikum besondere Genüsse tat«. Die Zwischenpausen füllte die Felddacher Äadtcavelle sehr zufriedenstellend au«. Nur zu raSch waren die schönen Stunden entschwunden, Sie den Festtheilnidmern unvergeßlich bleiben inerten. Bei dem Commerse wechselten ebenfalls Äe'MgSvorträite mit jenen der Musik. Am Pfingst-«oAaze gab die Stadt Feldbach einen Frühschoppen «md der Nachmittag diente zur Besichtigung der Ä!ieil«würdigkeiten der Umgebung. DaiS auch Hliichenbng zahlreiche Fremde in feinen Gefilden beyrüvt hatte, braucht wohl nicht erst besonders heivsrqehoben werden. So sind denn die Festtage remufcht. die in dieser Gegend zumeist dem Feld-btcher Iubclvereine galten. Fünfzig Jahre sind ti nun, das« dieser Gesangverein von thatkräftigen intf saiigkssreudigen Männern gegründet wurde. Ein Halde« Jahrhundert in Freude und ernster Zlr?tit ist seitdem verflossen, und heute kann dieser Vrrein mit Stolz auf sein segensreiche« Wirken i» Dienste deS deutschen Sanges zurückblicke«. 'Dbfiin ihm die Täge, an denen wir alle mit ihm i« Freuden dieses so glänzend ausgefallenen Jubi-liuati mitempfunden haben, immer in Erinnerung •fei»; die Sympathien aber zu ihm werden nicht ettalten; sie werden festere Wurzeln fassen und (ile Früchte zeitigen. Tank der Siadtvertretung 7tti:dach«. Dank allen Bewohnern der Stadt, Dank jenen, die zu dem so glänzenden Gelingen des Iibelfefte« da« Ihre beitrugen. S—y. _ „Deutsche Macht"_ _ Briefkasten der Verwaltung. Krau <£. 35. in Kundsdorf. Gesandter Geldbetrag reicht für zweimalige Aufnahme: beute und Sonntag. Wiederholungen sind immer billiger. Eingesendet. (st e i l'i Bodenwichse) ist da» vorzüglichste Einlassmittel für harte Böden, steil's Bodenwichse kommt in gelben Blechdosen zum Preise von 45 Kreuzern in den Hansel und ist bei Traun & Stirer erhältlich. 4815 An das Näbmaschinrn-LersandthanS Strauß Wicn, IV., Mcirgartthknstraße 12. Ihre Maschine ist vorzüglich, kann jedermann besten» emvkchlen werde». Ovpenberg, Steten». Marie P i ch l e r, Schulleiters - Gattin. Nnentgcttliche Stellenvermittlung und Ker-licrgc erhalten brave deutsche Dienstmädchen in Marburg, Bürgerstraße 4-t. II. Stock. — Nähere Auskünfte werden in der Herberge ertheilt. Allen brieflichen Anfragen ist eine Mark« für die Rück-antwort beizulegen. Dienstmädchen, welche von auswärts kommen, ha^en sich vorher schriftlich in der Herberge anzumelden. 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März 1883, K.-G.-B1. Nr. 39, aus feuerpolizeilichen ROcksichten für die Ausübung des Rauchfangkehrer-gewerbes im Stadtgebiete die bezirksweise Abgrenzung verfügt. Hienach zerfällt das Stadtgebiet in zwei Kehrbezirke, welche nach Massgabe des beiliegenden Planes durch eine bei der Einmündung der von Ostro?.no kommenden Bezirksstrasse in die Giselastrasse beginnende, durch die Strasse entlang dem Militarspitale zur Laibacherstrasse, weiter durch diese Strasse Aber den Kaiser Josef-Platz durch die Rathhausgasse, Bahn-hofstrasse, über den Bismarckplatz, dann durch die Ringstrasse und durch die Tdcherer Bezirksstrasse über den Wogleinabach zur östliche» Stadtgrenze fühlende Linie von einander geschieden und anderseits durch die Grenzen des Stadtgebietes gegen die Gemeinde Umgebung Cilli abgeschlossen werden. Zur Unterscheidung wird der westlich und südlich dieser Theilungslinie gelegene Kehrbezirk mit Nr. 1, der zweite mit Nr. 2 bezeichnet. Diese bezirksweise Abgrenzung hat zur Folge, dass innerhalb eines jeden hiemit abgegrenzten Bezirkes nur jene concessionierten Rauchfang-kebrer berechtigt sind, Arbeiten zu vei lichten, welche in demselben ihren Standort haben. Der bezügliche Plan erliegt hieramts zur Einsicht. Diese Verfügung tiitt mit dem Tage der Kundmachung in Kraft. Stadiamt Cilli, am 1. Juni 1900. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Julius llakusch. Ete 1er Mnnf 47. Auflage mit Abbildungen. ZeltffemiUa, praktisch und höchst belehrend. 20S Seiten stark. Prei? 30 kr., ftlr Porto 12 kr. extra, wofür Rendung als geschlossener Doppelbrief erfolgt. (Oestenr.-ung. Marken werden in Zahlung genommen. 1. Z a r ii b a A* Co., Hamburg. 47.13-69 Gute Uhren billig mit 5 jähi, M)Nf!t. Glarautit Bctf. »» Private Hanns Konrad Threnfabrik and Goldwaren -Kxporttiaa« BrQx (Böhmen). Watt Ni A.Jrschik,Graz, Lagergasse öl. 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