LMllcherWMtung. Nr. 4«. fi. >1, ^al'.'i. st. ^..^u. ,yi!r die ^uf!>/N!l!',»i >>l« H«,i« h.ilb!.s>u l,. '^'til l'crPoft »,.»»,!. si. l-'>, haü'j. st. 7.5.0. Dienstag, 18. Fcbrum' lm.koll., »»!. I n.!so„ft pi.Z,,!« ,m. 0l!.,»m,kfv., »U!. n, si. u. !. >r. I!!is,<>euef.c,»vel jfdcs«!. !<>, tx. 18U8. Aintlicher Theil. Sc. k. l. Apostolische Majestät haben ,nit Aller« höchster Entschlicßniig vom »'». Februar d. I. dcn Gym» nasialprofcffor und Privatdoeenten an dcr Universität zu Innsbrnck. Dr. Johann M ülle r, zum außerordcutlichcu Professor dcr classischen Philologie au dcr gcnauntcn Hochschlilc allcrgnädigst zu ernennen gcrnht. Hasner »,. >». Nichtamtlicher Theil. Lnibacl,, 17. Februar. Die l'cideu Delegationen widmen sich ihrcu schwierigen u„b ermüdenden Arbcitcn mit Anödnuer »nd Eifer, avcr die Natnr dicscr Arbeit gestattet eben lcin schnelles Wcitcrschrcilcn. In Bctrcff dcS Armccbud' gets hat die Rei ch srnthsdelcgatiou ciuc Reihe von Resolutionen ai,gcuommen, in welchen dcr Staatsverwaltung die gcwünschlcn Reformen driugcud empfoh-lcu wcrdcu. (3s ergibt sich hieraus die Absicht, da« ganzc Arnicebudget principiell uiuzligestalleu. In den nngarischeu Dclegirtcnkreiscn scheint man hingegen von der »rsprünglichen Absicht, eine schr bedeutende Reduction des '<>!rmrcb»dgct?. so wie es jcl.lt vorliegt, durchzuführen, abgekommen zu sein. Nian hat eingesehen, das; das jetzige Mill'tärliuda.ct dcr möglichsl gctrcuc zisfcrmäßige Ausdruck dcr bisherigen Hecresorga» nisation und dcS bisherigen Militärrcrwaltuugssystcms sei, und daß daher, so lange diese Organisation und Bcrwaltliug l'cstcht, auch cinc gründliche Acndcruug i,nd Hcrabmindcrung dcs Ariucebndgets nicht möglich sei, we:m man nicht die Wchrhaftiglcit und Schlagfcrtiglcit des österrcichischcn Heeres sür die nächst»: Zeit ernstlich gefährden will. Man wird daher das jetzige Budget nur als Provisorisches, für das lanfendc Jahr gilti^es, l>c« trachten müssen, einzelne Abstriche daran vornchnicn „lid zugleich die nnabwcislichc Forderung daran knüpfen, daß sofort nach Znsammcntritt des ungarischen Rcichölagcs ein nclicS Wchrgcfctz vorgelegt und im Zusammenhang damit vou Seiten der obersten Armccbchörde die Rcforiu dcr Organisation und Militärverwaltung ausgearbeitet werde. Interessant und wichtig werden jedenfalls die Vcr» Handlungen in beiden Delegationen über die Hccrcörcsorni und die daranf zielenden Beschlüsse sein. Was die Frage dcr Bedeckung dcS Ausfalles bc» trifft, welche zunächst die beiden Vandessinan;ministcr und Parlamente berührt, so ist vor allein zu erwägen, daß die Ziffer diese« Ausfalles noch nicht bekannt ist, daher auch über die Art dcr Bedeckung kein positiver Porschlag gemacht werden lann. Je nach dcr Größe dcr Ziffer wird sich auch die Art dcr Bedeckung richten. Für cinc kleinere Snmme würde cinc thcilwcisc oder mäßige Steuer' erhöhnng oder eine schwebende Schnld mit kürzeren Rück. zahlungslerminen genügen, Mittel, welche bei einem grö' ßcrcn Deficit unzureichend erscheinen würden. UcberdieS sind noch zwci Fragen zn lösen, d!c das Finanzwesen Oesterreichs tief bcrührcn, die Frage dcr gemeinsamen Slaatoschuld und die Entschädigungsansprüche dcr Na« tionalbanl. Beide Fragen harren erst der gesetzlichen Regelung, die erstere, soweit es die znlünftige Verwaltung dcr früher gemeinsamen consolidirlen Schuld und die znlünsliae Rückzahlung der anch jetzt gemeinsamen Slaalsnolen. schuld betrifft, die zweile. die Banssragc. welche in viel-fachen Bez.ehunncn in daö ganze Finmizsuslein der ^c» geuwart und Znlnnft wesentlich ciogreisl »nd lanm ae. lvst oder anch^nnr mmncnlal, rutschicdc.l werden lann ohne daß tue ^laatsvcrwaltung uoihcr genau die .sMc der Vrrbiudlichlcilcu kennt, welche ans dem Tiicl'der Staatsschuld und aus dcr Deckung des lanfcndcn Desi. cits crwachscn wcrdcu. uud ohne daß wichtige principielle Fragcu hiusichtlich dcr Organisaliou des Gcld« und Bankwesens zwischen den Ministerien und Parlamcnlcn bcidcr Neichshälftcn cndgiltig verhandelt srin werden. llcbcr die von dcr Ncgicrung bcschlosscnc, von allen Ionrnalcn so lebhaft discntirlc Entscheidung iu Betreff der Durchsührui'g dcr Slaalsgrundgcsckc sindcu lvir iu dcr „Bohemia" einen Artikel, dcr ein interessante» Streif, llcht auf die Anschauungen und die Tlimmnug i» den ^egicrungolrciscn wirst, (^r lautet - ..Dnrch die Antwort dcs Ministcri» Biskra aus die Interpellation dcs Abgcordnclen ^uiauda und durch den U^ngen Beschluß des Oemeiudcralhcs isl der Incidenz. fall über die Auslegung des Art. 4, betreffend da« Wahl-recht dcr ^cmeindcgcnossen, vorerst als erledigt zu bclrach« teu. Diese Antwort wurde ursprünglich von Dr. Bcrgcr entworfen, in, Miuistcrrnthc genehmigt und von Dr. (Mlra mit einer llcincn Cinschaltnng (an jener Stelle, wo von den ^l»! Gcnlcindcordnnngcn dir Rede ist» ans Ligencm bereichert. Der leitende (^lnndgcdanke dal.ci war, dcr Autouomie dcr Randlage nicht vorzugreifen, insofern als man das ihnen zustchcudc Recht, die fragliche Be> stimmnna dc« Staatögruudgcsctzcs zur Durchführung zu briugcn, uicht langircn wollte. Nicht unerwähnt möchte ich es lassen, daß Freiherr v. Bcnst die Anschauungen, die für den Ministcrralh maßgebend waren, nicht vollkommen theilte nnd dies anch im vertraulichen Gespräche zu erkennen gab. Natürlich konnte dem Rcichslan;lcr „ichl vcilommcn. sich eine In» g«ren; in dicscr Frage zu vindiziren. Andererseits dürste das Ministerinn-, durch seine Haltnna in dicscr Frage seine Stellung uach obcu hin wcscullich gcfriiftigt haben, da es bei diesem Anlasse Gelegenheit halte, darzulhuu, wie ungerechtfertigt die Verdächtigung war, die feine Gegner aussprengten, das Cabinet werde jedcr Zeit der willige L'llauc dcr augenblicklichen Strömung scin. Dies» mal bcwies das Ministerium, daß es sich mir von scincr RcchlSüberzcuguug uud von lcincn andercn Einflüsscu lci< ten ließ. Wcun dein gegenüber heule eine Sliunnc sich cr> hebt. die darauf hiuwcist. daß dicscr Streitfall vor das Forum di.'s Reichsgerichte« gehört, und der Regierung daraus einen Borwin'f macht, daß sie mit dcr Vorlage über die Organisation dieses Gerichtshofes ,.fo lange" zaudert, so muß man sich dillig wundern über die Nai> vcläl, wclche die Vorslclllmgcn über die Thätigkeit dcr mncn Minister beherrscht. Erheischt schon dic admini. slralivc Thätigkeit ciuc ganze Manncslraft. so wird ihr physisches ^cistungsvcrmdgcu durch tue gcschaebcrischen Aufgabcu vollcudii über die Möalichkcil angespannt. Hian stelle sich bei aller Beseitigung jcgüchcr bureau, linlischcl, Schwerfälligkeit dic Eachc doch uicht so vor, als ließen sich die Gesetze auS dcm Acrlncl schütteln. Das Ausarl'cilcil eines Gcsc^cnlwnrfcS erheischt denn doch einige ruhige Ucbcrlcgung. Hat dcr Herr Ressort« minister den Entwnrs fertig, so wird cr unter die an. dcren Minister vertheilt, die ihn wicdcr durchstudircu müssen, und dann erst gelangt cr in dic Plcnarbcrathung im Miuislcrrathc. Daß Äiäuncr. wie die Mitglieder des jetzigen Ministeriums, uicht unucdingt zn allem ..Ja" sngcu, worüber rcfcrirt wird, lann sich Icdcr au den Fingern abzählen uud damit auch den Gruud finden, warum die Gesetzvorlagen nicht scheffelweise ausgeschüttet wcrdcn. Dcccnnicn bedürfte es. nm die piincipiellc An» crkenuung des jctzt hcrrschcndcu Systems zu erobern, und wenige Wochen sollten genügen, es praktisch dnrch. geführt zu habcu? Ein kleiner Znsatz im GcsclMcrtc hätte jcocn Streit ausschließen können; daß man ihu zu machen verabsäumte, war vielleicht cm Bcck. den die legislative schoß, wcil ihr die Treiber dicht ans den Felsen faßen, zur Bcrnhi. gung lann es ülmgeuo dienen, daß anch die Gesetzes-vorläge, bclrcffcnd den Re i ch sgcr ich t S ho f bereits in Angriff gcnommen N'ird. Zunächst dMflc jedoch dcr Mini>lerralh sich ,uit dcm Gesetzentwurf über die rich, lerlichc Gewalt und das Verhältniß der Diecipliuargc wall gegenüber den Richtern zu bcfasfcu haben, dcr, 5>l'. Paragraphc umfassend, fchon in der Frcitagssitzung znr Verhandlung kommen soll." 73. sihung >r5 Abllsordnllcllhausls vom 15». Februar. Alis dcr Minislcrbanl: Ihre Excellenzu die Herren Mmislcr Fürst Aucr-pcrg, ^raf ^aaffe v. Plc-ncr, G,«f Potoeti. Dr. Vrcstcl. Dr. Bcrger. Viccpräs.dcut Niltcr v. Hopsen eröffnet d.c Siz. zung um N> Uhr l>0 Mi". Das Protokoll der lrtzteu Sitzung n»rd vorgelegn nnd qcuchinigl. . , < ^ < . ^. Die eingelaufenen Petitionen werden den bctrchcn dcu Ausschüsscu zngcwicse". . . ^ ,_ .^ ^ Auf dcr Tagcsolduung steht dcr Bcr,cht des Volks, wirthschastlichcu Ausschusscs über die Petitionen dcr Brauer in Böhmen, der Präger yandclölammcr. der braubcrechligttu Bürgerschaft iu Püfeu nnd der Braiur Obcröslcrrcichs wcqcn Einsühruug dcr Malz^ st c u c r. i)>'sscrcnt Mayer llägl dcu clu^hcndcn Bcrichl dcs Ausschusses vor, der folgende Anttägc stellt- Das hohe Haus wolle beschließen.- „Die Regicrnng sei anf;nfordern, dem NcichSralhe längstens im Jahre IK«l>4 ein Gesetz über die EinHebung dcr Bicrstcner zur verfassungsmäßigen Behandlung vol< zulegen, lvelches folgende Grundsät/e ^, erhalten hat.- 1. Statt dcr jetzt bestehenden Einhcbuna. drr Bier« slcncr von del Bierwürze solle in Znkuuft dic Steuer vom Malze uach dcm Gewichte eingehoben wcrdcn; 2. die Verslcueruug hat iu dcm Momcule zu ge« schchen. wo das Malz zum Brechen in die Maschine gebracht wird; ."». die Höhe des Steuersatzes für den Eenlncr Malz wäre fo zu berechnen, daß derselbe dcm jetzt bestehenden entspricht, jedoch mit einem Nachlasse, welcher die Steucr in den diesseitigen Königreichen und Bändern mit jener in den Bändern der ungarischen Krone gleichstellt: 4. die Eontrolc über die richtige Versteuerung wäre dnrch Voranmeldung von Seite des Steuerpflichtigen anzubahnen. Die Eonlrole wäre ferner zn handhaben: :>) Durch genaue Evidcn^haltung der Räumlichkeiten uud Gefäße jeder Brauerei; !>) durch Sperren und Uebcrwachnng dcr zum Brechen dcs Malzes verwendeten Mühle» oder Maschinen; <) durch Verbot der Verwendung von Malz« snrrogatcn znr Bicrcr^engung; 5». cinc wirksamere Bestrafung dcr Desraudation. Dazu sci von dcr Regierung gleichzeitig im Rcicherathc eine Gesetzvorlage, betreffend die Revision dcs Straf» gcsctzcs über Gcfällsübcrtrctnngcn, zur verfassungsmäßi» gen Behandlung eiiizubriugcu. wobei namentlich von dcm Principe anszugchcn wäre, daß die Äestrafnng der Ge» sllllsocrluriungci! vor den ordentlichen Richter gewiesen werden würde." Nach dcm Vortrage des Berichterstatters ergeift Sc. Excellenz dcr Finanzministcr Dr. Brcslel das Wort, indem er zunächst darauf hinweist, daß nnter den indiieclen Steuern die Nicrslcuer bei weitem da« größte Ergel'niß abwirft. Für hcner allein ist dasselbe anf wenigstens 15, Millionen veranschlagt, uud bei etwaigen Reformen uud Aenderungen ist daher die höchste Vor» ficht geboten. Man kaun kaum fagen, daß dcr gegenwärtige Vlcuermodus dcr Entwicklung dcr Bicrindustric im Wege stand, da dieselbe gerade bei uns einen so großartigen Anfschwnng gcuommcn. einen größeren, als iu nllcu Nachbarläuderu. Auch bci dcr Eiusührung dcr Malzstcucr wäre eine Eonlrolc nothwendig, wclche wieder, wie jetzt, hie und da Beschwerden hcrvorrnfcn würde. Dcr Fiuan;miuister brlcnchlct nun in eingehendster Weise den gegenwärtigen Stcuermoduö und die Beden» kcn, wrlchc gegen cincn ncuen ^l)lodus zu berücksichtigen wären, namentlich in Betreff etwaiger Dcfraudationcn; zu berücksichtigen ist. daß die Brauer NicderöslcrrcichS sich im entgegengesetzten Sinne, wie jene Böhmens aus» sprachen, wobei ;u bemerken, daß die Stcncrentrichtnng bcidcr cinc beinahe gan; gleiche ist. Die gestellten Anträge zielen weniger aus Aendc« rung dcs Einhcbnngsmodus als der Etcucrhöhc hin. Das Stcncrellrügniß in Preußen beträgt allcrdiug«! n»r drei Millionen, aber nnter unseren finanziellen Verhält nisseu ist cinc ähnliche Herabsetzung der Steuer nicht denkbar. Dcr Regierung ist cS auS den obwaltenden Umständen nichl möglich, gegenwärtig einc bindende Erklärung abzugeben, und nuS die« sem Grunde bittet der Finanzminister, sich nichl jetzt schon definitiv für einen bestimmten Modn« zu ent-scheiden. In dieser Frage isl das vollswirthschaflliche Mo» ment nichl so hervortretend, da es sicher isl, dah die Industrie sich iu erfreu!ichstcr Weise entwickelt hat. Die Regicrnng wird die Angelegenheit dcr sorgfältigsten Prüfung und Erwägnng nntcrzithcn, ,md versichert, daß s,c eventuell sofort mit eutsprechcndcn Anträgen vor das Haus treten wird. (Während dcr Rede dcs Finnnzminislcrs haben siel, auch die andercn Minister in, Hause eingesundcn, so daß die Ministcrbanl vollständig bcsctzl ist.) Dr. Rygcr spricht gegen die Anträge. Abg. Wickhosf crörlcrl das gegenwärtige Steuer' system, das selbst dem Gcwisscnhastcsten es ui!Möa.llch mache, nicht gegen die Vorschriften sich ;" "cisttche,,. Die Stcncr habe allerdings ei" hohcs Ertraa>»l< al'fie-worsen, abrr die Product im, l»al.c abaenommcn, cben,o die >^ahl dcr Producenten. Dic Bicrprodncl.on w.rd jetzt Vonccnlriil. u»d , währcud die gallic Rechte, mchicrc Abgcordi.ctc dcr Viuken und die Minister Taa ffe, Brestcl nnd Plcncr dagegen warcu. ?coch ist eine Interpellation in Betreff dcr Ucbclsiände bci Viehtraüs« ! Porten auf dcn Bahnen in Galizicn nud dcr Bulowiua ' zu erwähnen, anf welche der H a u d e ls m i n ist er nntcr Beifall mit der Zusage sofortiger Abhilfe antwortete. (Von der Delegation dcö Hteic^rathcö.) In der am 14. d. Ncittags stattlichiudcncn Sil)nng dcr Section des Bndgctausschnsscs für das Bn-dgct'dcs > Reichskricgs in ini,'tcriu mS erslattttc Dclcgirtcr ' Ritter v. Sninzi dcn Bericht über das gcmriüsaiüc Ma< rincbudget für das Jahr I><^ mid bcschlcß tic Scc< ^ tiou. es sci demselben eine historische Zusammenstellung ' dcr Budgets uou den Jahren ^<;^ i.us einschließlich ^ 1ft,;7 anzuhängen, ohne jedoch aus dieser Zusammen» stcilung ciue DnrchschnittSziffcr des Marine Er'fordcrnisfcs ' derechncn zu wollen. , In dcr am I^l. d. Vormittags uulcr dcn, Voisi!^e des Obmannes lr. v. Kalscrfeld stattgefuudcnc» sechstc'u ! Sitzung des P l.' n lims dcS B u d g c t a n o s ch u s s c ^, > welcher vou Seite dcr Regierung Ihre Exlellcuzeu Reichs-! sinauzmiuistcr Freiherr r. Bccke und oer Präsident dcs> Obersten Rechnungshofes Graf Merccmdin beiwohnten, ^ wurde in der Berathung des von der Section vorgelegter Berichtes betreffend das Budget oeS Rcicheminislcrinm« fortgcfahreu. Delegirter Freiherr v. Eichhoff stellte zn Abfatz '.1 ' des Berichtes den Antrag, cs möge der Passus, daß bei i dcr Militärccntralbnchhaltung in diesem Jahre keine ^ ueucn Beamten augestellt uud auch teiuc Beförderungen vorgeuummeu werdeu niögcu, gestrichen werdeu, wclchcl ! Antrag auch angenommen wurdc. Sodaun wurden säinmtlichc Anträge der Section nach eingehender Erörterung geuehmigt uud nur bei dcr Begründung über die Slrcichuug des Eap. <>: Reserve per 5)<,).(X)^ fl. über Alttrag des Dclcgirtcu Dr. Ban« Hans beschlossen, die Eingangsbegründnng, welche eine Zusammeustellung dcr au das Reichsmiuisteriiim übergegangenen Gelo< uud Eapitaluorräthe gibt, als uicht zur Begründung gehörig an diesem Qrte anszulassen uud in einem eigenen Absätze am Schlüsse einzuschalten. Nachdem dcm Ministerium über Antrag der Sec» tion auch uoch das Vircmcut inucrhall' der eiuzelneu Titel zugcslaudcn war, wurde Dclcgirler Freiherr vou Hock zum Berichterstatter für dicscn Theil des Budget bestimmt. Sofort ersuchte der Obmann, zur Wahl ciucs Ge« ncralberichttrstattcrs zu schrciteu, und verciuigtcn sich hierin die Stimmen anf dcn Dclcgirten Ritter von Pipitz. Schluß der Sitzung halb 2 Uhr. Berathung zu treten und scincrzcit Antrüge zu stellen. Hiemit war dcr Gegenstand der Verhandlnng becn« dct und wurdc zu einer Neuwahl deS Obmannstellucr' trctero au Stelle dcs gewesenen Abg. Baron Herbert und cincs Schristführcr« an Stelle dcS crlranltcu Dr. ssardasch gcschriticn; erstere Wahl fiel alif dcn Abg. Sn-pcrilltcndcutcn Schneider, letztere anf den Adg. Hcrruiauu. Der vom Ausschüsse ei stattete Bericht, womit dcr Eulwurf eincs intcrconfcfsionclleu GcsctzcS vorgelegt wird, ist anch bcrcits vertheilt uud ucrösfeullicht worden, und wir geben hicmit im wesentlichen diejenigen Acndc« rungcn ail diesem Gcsctzcntwurfe, welchc >iach ciner von der Regierung in dcr gestrigen Ausschußsitznng gemachten Mittheilung uou derselben als wünschenswcrlh bezeichnet wurden. Art. 1 (eiuc bloße formelle Einleitung dcr nach. stehenden Bestimmuugcu) hätte zu cutsallcn. Art. 2 hätte zn bestimmen, daß ehelich.: Nindcr dcr gemeinsamen Religion ihrcr Eltern zn solgcn habc», bci gcmischtcn Ehcu cnlschcidet das Geschlecht, doch löu» neu dic Ehegatten hierin dnrch Vertrag eine Abänderung trcsfcu. Uneheliche Kinder folgen dcr Rcligiou dcr Mutter. Alinea 2 dc« Art. ^ wcrdc dahin abgeändert, daß dcu Eltcrn rücksichtlich dcr uoch nicht 7 Jahre allen Kinder auch das Recht zustehe, daS NcligiouSbctcnntulß derselben zn ändern. Nach derselben Bestimmung sollen auch Kinder, welche vor dcm zurückgelegten 7. Jahre lcgilimirt wer« den, behandelt wcrocu. Art. 4, welcher bcstimmt, daß nach vollcnbctcm l4. Lebensjahre jedermann dic freie Wahl dcS Religions« bclcimtnisscs zustehe, habc ans dem ersten Abschnitte be. treffend das Rcligiousbelcnutuiß dcr ilindn' zu cutfal» lcu uud sei au die Spitze des zweiten Abschnittes betreffend den Uebeltritt von ciuer Religion zur audcrcn zn stellen, mit dcm Beisätze, daß dicsc freie Wahl des ^Religionsbekenntnisses nöthigenfallS von dcr Behörde zn > fchil'tzcn ist. Art. li, daß demjenigen, welchem die freie Wahl > des öleligionsbckcnntnissc« zukomme, auch dcr Religions-! übertritt freisteht, hätte dafür zu entfallen. Die Meldung des ReligionsübcrtrilleS (Art. 8) habe bci der politischen Behörde zu erfolgen uud sei erst ! von oicscr dcm Vorsteher oder Seelsorger der verlasse« ucu Kirche oder ReligioiiSgenosseuschaft zu übcrmiltclu, dagcgcu habc dcr Eonocrlil fciuen Eintritt in die ncu« gewühlte Kirche dem betreffenden Vorsteher oder Seel» ' forgcr persönlich zn erklären. Ein Znsntz zu Art. ll) habc zu bestimmen, daß eine Functiou dcs Gottesdienste« oder der Scclsorge, welchc vou Vorstehern oder Dienern ciner Kirche oder Rcligionsgenosscuschast in Anschnng dcr Angehörigen einer anderen Kirche oder Rcligionöhenosscnschaft vorge« nommcn wird, im Falle erstere nicht durch Seelsorger odcr Dicncr dcr letzteren ReligionSgcnossenschaft selbst angegangen wnrdcn, odcr e« doch die Satzungen uud Vorschrisleu dieser gestatten, als rechtlich uuwirlsam an« zusehen ist, lind daß die Behörde auf Ansuchen der be« eiuträchliglen Privatperson oder Religionögcnosscnschaft die geeignete Abhülfe zu gewähren hat. > Art. 1Z, wonach die Angehörigen einer Kirche oder Religionsgcnosscnschaft niemals zu ciucr Beitragsleistuug für die Zwecke ciucr auderen Kirche oder Religionsgc« uoffenschaft verhalten werden können, solle dahin gcän« dcrt werden, daß hicuon ausdrücklich dcr Fall auSgenom» men wcrdc, wenn jcmandem die Pflichten des dinglichen Patronates obliegen odcr wcnn rechtskräftige Urtnndcn odcr grundbücherlichc Eintragllngcn die ftrivatrcchtliche Vcrpflichtuug zll ciner solchcu ^cistung erweisen; tcinc«« falls abcr solle einem Seelsorger daS Recht zustehen, Taxen odcr Stulgcbühren voil dcn Angehörigen einer au^ercu Eoufcssioii zu fordern, außer weun er anf oc^ reu Verlangen dic betrcfftndc Fnnctiou wirklich verrichtet hätte. Dieselbe Bestimmung hat auch auf Beiträge zn Untcrrichtszwcckcn Anwcndnng. Wcnn abcr Angchörigc zweier vcrfchicdener Neli« gionsbctcnntnisse zu cincr ^chulglinciude vereinigt sind, so habcn dieselben ohne Unterschied dcr Eonfession zur Erhaltuug dcr Schule uud dcr Vehrcr, jcooch mit Aus« schluß dcs Rcligiouslchrcrs, dciznlrcigcn. Allc mit dicscn Bcslinimungcn im Widerspruch stchcudcu bisherigen Ansprüche dcr Geistlichen, Schul« lchrcr, Mcßncr, Örgauistcu uud Anstaltcll sind als cr« loschcii zn bclrachtcn. In Ansehung der Begräbnisse (5). Abschuitt) hat das Gesetz zu bestimme,,, daß lciuc Rcligionsgcmcinde dcr ^ciche cincs ihr nicht Angchörigcu die anständige Bccrdigllng auf ihrem Fricdhofc vcrsagcn darf, wen» cö sich lim dic Bestattung iu ciuem ssamilieugrabe handelt, odcr wenn cS sich um die Bcstattuug cincr gefnndcncn Veiche hanclt uud in eiucm Umkreise von .'! Mcilcn sich lein Friedhof für die dcr Religion deS Verstorbenen An« gehörigen vorfindet. Iu Anschung dcr Festtage (6. Abschnitt) wird be« stimmt, daß niemand zur Beobachtung dcr Feiertage cincr andcrcn Rcligion genöthigt wcrdcn lönnc; doch ist an Sonntagen während dcs Gottesdienstes sich (dcn Noth« fall ansgcnommen) jcdcr öffentlichen Arbcit odcr jedcs Handelsbetriebes zn enthalten uiid hat an den Festlagen was immcr für ciuer Kirche, während dcs Hauptgottcs-oieiislcs in dcr Nähc des Gotteshauses so wie bci dcn herkömmlichen feierlichen Proccfsioncn alles zu nuterblci« bcu, wai> ciuc Slövuug dcr Fcicr zur Folge haben lönute. Weun für die Augchörigcn dcr eincn Religion da< Glockengcläntc a>i einem bcslimmtcii Tage zu uutervlei« bcii hat, so braucht die aus Bclcuucru ciuer anderen Ncligion gcbilocte Gcmcindc sich desselben nicht zn enthalte». Gemischte Schulen richtcn sich, nutcr thunlicher Berücksichtigung für die religiösen Pflichten der übrigen, nach dcr Mchrheit dcr Schüler. Iu dcn, zu dcn Schlnßbcslimmnngcn gehörigen Art. 14. welcher die fernere Rtchtslmwirtsamleit aller dicfem Gcfetze widerstreitenden Vorschriften bestimmt, soll auch insbesondere dcr fortan aufgehobenen Vorschriften über die religiöse Erziehung dcr in die vsstntlichc Pflege gcuommcncn Kinder gedacht werden. Rrbcr dic ungarische Hnlcihc schreibt cin Wicncr Eorrcspondcnt dcr „A. A. Ztg." : Es ist allerdings eine Thatsache, daß bedeutend wcuigcr als die Hälfte von dieser Anleihe gezeichnet worden ist; es ist fcrucr wahr, daß die ungarische Regierung für die Zwecke, um dcrcutwillcu dic Anleihe ausdrücklich und ansschlicßlich contrahirt wnrde, nämlich für dcn Van desjenigen Theiles von dem projcctirtcn Eisenbahnnetz, dcsscn der Vcrlchr dringend bedarf, nicht mchr Eapital braucht, als ihr dnrch dcn Ertrag der Zeichnung zufließt. Nun wirft mau die Fragc m,f: wcuu Uugarn zuuäckst wirtlich nur fast N)<> Millioneu (iloniincll) braucht, warnm hat cS denn 212 Millionen gefordert? Die Frage scheint berechtigt. Ich bin in dcr ^>agc. dicsclbc zn beantworten. Als Herr v. ^ouyay üdcr die Anleihe mit dcr Socil t!> g w rale in Paris uutcrhaiidclte, warcn düstcrc Wolleu am politischen Horizonte nnsgczogc!,. D,c Befürchtung, cs werde der Krieg liuverincidlich sciu, wal nicht unberechtigt, nnd nnter diesen Umsländcn sch">'" 303 ,l l i l ,') !» ,^ iuanzministcr die Vorsicht zu gebieten, deil ^.nlzeil Betiag der Anleihe abzuschließen, nm ^o.'lt l.' U die Capitalien sichcrzuslellen »nd nm die ^iscn« bahnbauten durchführcu zu tonnen, auch für dcu Full, daß das Reich in den Krieg verwickelt werde» sollte. Inzwischen befestigte sich wieder die Hosfnnng anf l>r-haltung dc« Friedens, nnd sofort uutcrnahm Herr von Lonyay Schritte, um das Auflegen der ganzen Anleihe hinlanzuhaltcn, d. h. um nicht die l^efahr zn lniifcn, llberflüssiges Gcld annehmen und unverzinslich in seine Casse legen, also sein Budget nbcrsinssigcrwcisc belasten zu müssen. Diese Verhandlung war cs, wclchc daS Ausschreiben der Subscription anfgchallen hatte. An» fänglich hatte Herr v. Vouyay einige Aussicht, die So» ci'tt' a/nerale zu bewegen, nilr die Hälfte der Anleihen vorläufig auf den Markt zu bringen, aber schließlich be» stand die Gesellschaft anf ihren, Recht, und Herr von ^onyay, dnrch den Vertrag gebunden, michle sich fügen, ^»iun erfolgte die Ausschreibung, und das Ergebniß dcr< selben ist eben, daß den, nngarifchen ssinanzministcr nicht mehr Capital geliefert werden lann, als er für die erste Änupcriode braucht. Ich kaun Ih»cn versichern, daß derselbe dieses Ergebniß al« kein Unglück, lein Fiasco betrachtet. Oesterreich. Prass. 15. Februar. (Z u r bcv orstchen d e n Landtagssession) erfolgen nach bereits hicher gc-langten Eröffnungen mehrere Mandats-^liedcrlcgnngcn von deutschen Abgeordneten; auch der Untcrrichtsmimslcr resignirt auf sein ^audtagsmandat. Vodenbach, 15>. Febr. (Hannoveraner) haben zahlreich Bodenbach passirt. cinSeparatzng d,r Staats-bahn ist für «00 Pcrsuuen bcslclll. Die Hannoveraner bringen als Geschenk eine Silbcr-Rciterslaluc. Pest, l-"». Februar. (Die israelitischen Notablen) sind vollzählig hicr eingetroffen. Heule fand eine Borconscrenz statt. Morgen ist die Borstet-lung bei Eiltvös. (_'ine lebhafte Disenssio» herrscht wegen der Unterrichtssprache am cvcntncllcn Nabbincr SlNlinar, wahrscheinlich >vird man sich für die ungarische entscheide»!. Ausland. Vcrli», 15. Febr. (Verschiedenes.) Die ..N.Ä. 3ta." schreibt: Graf Äisniarck nahm lediglich aus Geslind-ycilsrücksichlcu seinen Urlaub. Dcr Urlaub steht mit den letalen parlaiücntarischcn Vorgän^cn, welche leine polili-schen Eonscqucnzeu haben werde», in teincm Zusammen' hange. — Die,.Krcu;«Ztg." meldet: ^s ist zweisclh^ff, ob Graf Vismarck iibcrliaupt abreist. — Der ^ollbuu« desrath tritt am ^4. Februar zusammen. — Die „Kreuz.-Ztg." bestätigt die Mittheilung des „Journal dc St. Petersbourg". daß Preußen die gemeinsamen Schrille der Westn-ächte und Oesterreichs in Belgrad nicht unter-sticht habe. -- Die ..Krcuz.Zlq." bespricht den Zwl-schenfall wegen der hannovcrschcn Legionäre und betont da< Streben für eine innige Verständigung mit Oester« reich. München, 15. Februar. (Dic letzten !ü> a h -len für das Zollparl ament) ergaben !» 0on-scrvativc, 7 liberale und 7 Ultranlontanc. V>cr Abgc. ordnete wurden doftpclt gewählt, in drei Bezirken werden engere Wahlen stattfinden. Floren;, l5i. Feb. (Die p ä p st l i ch c S t a a t s/. schuld. — Finanzielles.) Die „ItalienischeEorrc spondcnz" crsährl. der Staatsrath habe in einer Plcnar> sihung sein Gntachlcu dahin abgegeben, daß die italienische Negiernng die auf die annerirten päpstlichen Pro» vinzen entfallende Quote zu zahlen habe. — Der „Eor-rierc italiano" versichert, die Mitglieder der Majorität der Kammer, wclchc einen Eouftonsabzug vorschlagen wollten, habcu hierauf verzichtet, weil der Fiuauzminislcr entschlossen war, diesen Antrag zu bekämpfen. «Paris, 1 ö. Februar. (M i n i st e rw cch fc l < dementi. — Rumänen. — Handelsvertrag mit Mcctlenb n r g. — Aali P a s ch a.) Die ,.Pa, trie" dcmcntirt in absolntcr Weise alle Gerüchte, belles, send Mmistcrocrändcrungcn oder Verfassungsändcrun« gen. — Dasselbe Blatt, die jüngste Erllarnng des rn» manischen Ministers Bratiano in der Bularcslcr Kaut' mcr auslegend, wirft der rumänischen Regierung vor. sich den Anschein gegeben zn haben, sich von Fraulrcich gänzlich zu trennen. — Die ..Patric fügt hinzu. die rumalnschc Regierung soll nicht sich m>f Ablengnuugcn verlcgcu, die auf Zwcidcutigkcit bcruhcu. Rumänien würde seinc Interessen und Danlbarlcitsftslichtcn gegen Frankreich vcrlcunen, wenn cs auch uur mittelbar pan-slavislischc Umtriebe begünstigen und die Politik de< Fortschrittes und der Erhaltung betämftfc» würde, die Frankreich im Oriente befolgt. — Die „France" mcl-det: Graf v. d. Goltz hat heute dem Kaiser einen Bc> snch abgestattet. Gegenstand desselben war dic Aus-wcclMng der Uutcrschristcn des Handelsvertrages zwi-scheu Frankreich, Preußen uud Mecklenburg, wclchcr heule ratificirl wurde. — Dasselbe Älatt dcmentirt die tele« lMphische '.liach richt über eine bevorstehende Reise Aal, Pascha's nach Paris. (?n,,land. lRcf o rmb c wcg u ug.) Eine am Ü. d. M. in Illianchcslcr smltstesündcüc Eonferenz der „National Reform Union" stellt in ihren Resolutionen ihr fto li tische« Programm für dic nächste Zn-knnft. Die Rcformaclc lvird darin als eine vorläufige Abschlagszahlung bezeichnet uud die Streichung der dic Wahlberechtigung bedingenden Stenerclauseln. Abschaf< fung der Minorilätsvcrlretiing, Umformung des Graf» schaftolcnsus nach dein Muslcr des städtischen, Schutz der Wähler durch gchciinc Abstimmnng, gerechte und gleichmäßige Vcrthcilung der Sil^e nach i!.>iaßgabc der Bevölkerung und des Besitzes nnd die Verkürzung der Scs-sionspcriodc auf drei Jahre verl ngt. Die Parlamentsmitglieder Iusob Bright, Bazlly, Phillips und einige andere beantragten und befürworteten die dieses Programm enthaltenden Resolutionen. London, 15. Februar. (Graf Derby. -Uu-t crha us si lz u ng.) Graf Derby ist wieder bettlägerig; er befindet sich iu einein sehr geschwächten Znstande. . - Die Regicrumi erllarle. daß anstatt St. Thomas eine britische Insel als Dampfcrslation bestimmt werde. Die Regierung ersuchte um Verlängcruug der Suspeii' fiou der Habeas-^ orpus«Acle in Irland. . - (Die Vage der Dinge inIrlan d) hat sich nach der Ansicht der „Ei:gl. Eorr." noch iinmer nicht gebessert. Weder die bisherigen Verurthciluna.cn, noch die Aufhebung der lll>t»ü,>.< <>!i>u> Acte, noch auch die verschärfte Wachsamkeit der Miltär. nnd Polizcibc' Horden seien bisher im Stande gcwcscu, dein Fcnicrthum ciii Ende zn inachen, und wage dieses auch keinen offenen Kampf, fo sei seine Taclil. bald da, bald dort nlarmirend aufzutreten, eine nicht minder wirksame und insofernc eine gefährliche, als dadurch daS ^and in einem Zustande ewiger Unruhe bleibe. Das Geschäft licgc darnieder, niemand wage sich an weittragende Spccnlationen, das Ea> ftital halte sich serne, Grnud und Boden fallen im Preise, lii'.'z, cs seien Zustände, wic sie in einem ^andc nicht anders scin können, in dcm sich cinc rcbcllionslustigc Partei uuuntcrbrocheu beniühe, das Vertrauen iu die Stabilität des Bchchcndcu zu untergraben. Uortussal. (Unruhen.) Dcm „Etcndard" zufolge lassen die Zustände in Portugal noch immer viel z» wünschen übrig. Namenllich sei cs anläßlich dcr Par-amcnlswcchlcn zn Unnchcl, gclomu:cn. Außcrdciu gcbc die Thcucruug uoch immer dcu Anstoß zu Emculcn uud in Villa'^l'ovc dc Formclicao sei cs zwischen dcr Bc-völfernng, welche eiucn GclrcidctrauSpott zurückhalten wolllc, und dcni Militär zu einem Zusammenstoß gc-lonülicn, ll'obci beiderseits von den Waffen Gebrauch gc-macht wurde. 4 Todte und 15) Verwundete seien auf dcm Platze gcbliebcn. In Porto sei in zahlreich besuchten Meetings dcr Riicklritt der Regierung verlangt worden, ähülichc Tendenzen seien in dcn Lisjaboiicr Elnbs vor» herrschend. Die progrcssistischc Partei werde aller Wahrscheinlichkeit nach die Oberhand t'chaltcn. Bukarest, 14. Februar. (Die Banden.) Oe-lcgentlich der von Earft an das lüiinistcrinm gerichteten Inleip-Illitnn, N'sgcn Oiganisiruug bcwaffnctcr Bnndcu in Riimänicii bcschuldigle dclsclbc in dirccler Weise das Hiinistcrium, die Intcrrsscu dcs Vandcs compromittivt zu haben, i»dem cs dic Politik dcr Wcstinächtc, insbesondere Frankreichs, verließ nnd sich dcr nordischen Po> litik zusandte. Dcr Miuistcr dcs Iuncrn, Johann Braliano, wicS diese Anklage mit Eutrüstnng zurück. Der Minister erklärte, daß leine bewaffneten Banden im ^andc seien und daß die Ncgieruug dcrcn Organist' rnng zn h',ndcrn vermöge. Rumänien war, ist und wird stets gcgcn Frankreich crkeunllich sein, weil eS demselben verdankt, waS cS heule ist; niemals werde es dic Fahne Men dic französische Rcgicruug cvhcbcn. Richtedcsto» weniger müsse Rumänien alles, was von ihm abhängt, thun, um gntc Bczich»»i^ d«ß die ssanimer nnd das ^and volles Ver, a c>7 n das gegenwärtige Ministerium haben, sowohl wa ei " ha ten in dcr answärligcn Politik, als auch s^ Die ganze Kam. mcr m Ansnahmc vou ungcsähr zehn DePnt.rlcn erhob ich st mte für diese Motiou. Dieses ^ot.»u vurd mi warmen Vcifallsbeic'guugen aufgenommen. A ./^^ l^ (Kammer aufgelöst.) ^ . ?n '. ..,i. 'Nulaaris hat die Kammer aufgelöst. vr^Nr;.t^ w/2.p,i> «,,...,m.,Di. »».,„„« wird a,.^^°^^___________ Hassesneuiglicilcn. — ,P e l sona l" "cbl i ä?l.) I" dl,n Vefindru Er (waucht bss »rlln Owslh^"arscl)°ui Grc„'.n ss u e s sl ei,i bäll ei», lr'clüc BsssclU»!, a". wclchc U- scisl sssschwundlnen Hosimmge.' °l.f die Erl,.°lt»"^ d.s K..,il.n „„. b.lfl't. __ s^ie wacksendc ?l l b c >l c r d e w e s, u „ g) läi>! c4 wi?nschc"<'>«l't ,„m. drr ?l >' " ai<« ^i''l<' ' basi die Vlsll.'biiüys» tüdlich prall!« s"l'/„ '^l'icl.n iuq,Il, »nd mi die El.»r drr oUgemsiiiei', mehr oder wem'gsr lbevletischei', Declamationsn fnlchtbrin« gende Discusjiolisli gescht wsldl». Os ist dab,l vor allen« nctl^wcnbiil, dcih dc» Aib.ilsrn b,r 3li'sloh zur Belhslligung an bt>c DulHiülnui'g psallisshc»-, der V-l1>rsj,lung ihiec Lage dienender Institutionell gedotln weid«', ^n bils,r Vczirbuxg veirieitt die in drr Viloung begriffene „V'sle Wiener gsmeinnllhige Vauassmmt Hrll» Sliahny, ter auch d geg.n, urd auch von Elite der hervorragenden Industrie» len, wllche i» dcm Unlernrhmen ein geeignete« Mittsl e?» hlicken, die Lage ihler Arbeiter nach Plincipisn der selbst» hülfe zu vslbrfst'rn, findet da« llnlernchmen natürlich die yunslicsile ^llisnahm-. Nachdem das Gründercomit'' beleil« in der Vildimcl, lx'cirifsen und tic delididliche Eoinessioni' ru»g dcr ,rfolderlichln Nctien^mission von Seite be5 Mini» steiiiims lxschlsllnigt wird, dürste sich die G-s-llschast schon in d-ll n2ch<>en Tag-n lluislituiren und ihre llrbeilen nrch mit der b-ginnenden Äaup/tiode eröffnen. — (IfraeI > te ,i im I u sti z d ien st e ) In Mühlen dciandsti sich bereits seil einem Jahre drei Ilraelitrn im Ilisüzdiensle: ,s sind dils die Nüecullanlen Eamuelv aus Ällwn, Vloch aus !5lllnn und Nathan Piochazta au« Iglau. — (Urbrr vie Form des neuen norddeul» sä>en Vunde6 wavp ens) bcrichtet die „Wes-rzeilung" aui, Äc'lili: Nach den an b-n Vu»deepos!< und T-legraphen« ümlern an^ebrachlcn 3child»ln zu schließen, hat man j-ht als Vuiideiwappln einsach die dr,i llbrreinander lisgenden schwarz wliß'iothen Slllijln a!i^e»rmmen, wod Schild» haller die von dcm preußische» Wapprn her bllannlen bri-dcn wilden Vläoncr dicncn. Dagegen sind die im Bundes» lanzleraml gejül>rlrn Siegel au« den Wappen s5mmllichll 22 Aundeistaaten zusammengeseht. — (Ar and.) ?Iu« Paris. 12. d.. lvnd g-mell'et: In der Nacht vom I I. aus den 12. b. brach um I Ubr in dem unycdeueren Tructerei'(5labl>sscmllil des lldb^ Vlign, ^slKr c>llö. (3e etNslanb i» dem Alelier der topographischen Püsssn. GlNüblt durch eine M^sst von Vrennstofsen, ver» breitste es sich rasch in allen Local'n u»b Magazinen. Da» immense Te,ra>'n, auf dem sich die llleliers erhoben, bildet« eine n.siqe Zeusresse. Tie Mauern, Dachrr, Oerlllhschciften, Maschine», Püsj,", Lsllern, l^Iich Mi^N''. der allein 10 grohe politische Journale qrNilbete, bei denen cr al>3 Chcjrcdacteur, Herausgeber u»d ^adnlant fungiils, sah da? W-tl von 35j2hligsi mühsamer 3lll!lit in einign Stu»den vernichtet. — (David Vrewsler ^.) Slr Tavid Vl,ws«,r tinrr dll hervor»agendjlol englischen Velehrl-n auf dem Ge hiele der Ncilurwissclisäiast u»v eist-r Pivs-sslr sl'/ml)s»«l) an der Unioersilsst ^dinburqh, 1st, a»f ssiilem Landsitze Nllnlcy Houi» bei - Melrose gsstorbe». Geboren in Ildburgh (Nofdulysbir,) im Jahre 1781, war Eil Davit, Ulsplü»glich, wic scine Biüdtr, sür die Kirche l?lsliml»t, wen» drle sich adcc ball» wisscnjchofiliche» Untersuchungen zu und l'l'lchüstigle. sich vornehmlich zuerst mit der Buchung del 3ich< lcs. Von dem Jahre 1807 an, wo ihm die Uniuersilül Adel« d,cn dae ^hrendipll'M der N-chte erlbeilte, folgten Ehren u»d Au'zeichnungl» in rascher Folge. Diplom» von Dlsord u»d Cambridge, Preise und Medaillen von den in» und au<» lündischen Instituten d,r Wissenschast, srnennungen zur Mit» glierschast der franzdsischcn, preichischeu, russischen, osterreichi» schtn und vielcr anderell Alad-nucu, lDibenioelleihungsn, balu»lcr dic Ehrenlegion und der preuhische l)rden i»«ul' lu »!l >il<> wultcn dlm Gsllhrten ungczllhlt zu Theil, wi« jein» Wclle über .Licht und Optil" mit vielen neuen yntdeckun» gen, sci»e „Biographie Newion'i," „Nallllliche Magle" u"v seine viilen anderen Echrislen nach und nach elschiene«. Stil dlM Iabrc 1832 belleidete Sir David Vrewsler seinc« Lchistuhl in Üomdurgh, und Scholiland war mit Recht ftolz daraus, de« Glllhrlsn seinen Sohn zu ne»«e». — (Die ZabI vei w e i b l i che » A erz t,,) welche sich aus am5l>lll,nschen Umvelsitille', ausscdildct haben u"d a.e^n,o5rlig pralii^iie», belssust sich l^"» ""» dre.hunde.l. Dic ..slc Umeri.anc.i». welche ale Doclo.in p..movl.t>, w.. Mil, ^'lallw.ll im I.'h,e 13^'- 304 Locales. — (Der Herr Landesprüsidenl) begibt sich heule mit den, Schnellzuge nach Wien. — (2 as zweite Tchühenllünichen), welche« verflossene Nacht auf der SchillMtte stallfand, rechtfertigte den Nus dieser von den Nohrsckützei, ariangirten Tanzunter-l)altlittc,cn aufs best''. Es war m Anbetraft der sich dlän» ^rnden Carncvalivergnügungen recht gut dcsucht und sehr animirt. Herr Landesprüsidenl Conrad v. Cubcsseld, auch Herr Vürgelmcister Dr. E. H. Costa beehrten den Ball mil ihrer Gegemva«t. — (Zur BclIIslalislil.) Heute findet cm Ca> dctlendall der hiesigen Garnison stall. -c. (Turnverein „Tolol.") Vorgestern um 11 Uhr Votmillaa. hielt in der Tulnballe dcs aujgelüoten Turn« velcios „Iuzni Eolcl" der n.ue slooenische Turnverein ^Eokol" die consüluirende Verlammluüg ab, zn welcher sich u» 90 Mitglieder liilgesunden Halle!!. Heir Magisllatiiath Gutmann war als Commissär erschiene!', den Vorsiß lühlle Heli Tr. ilarl Vlciweii. Nachdem di, den Verii» genehmigende Note zur Hie»nl><>h genommen u»d die Elalu» ten vorgelesen worden, entsrann sich über § 9 eine erregte Debatte, w.il derselbe der Aerjammluna, nur die Wahl von 9 VernnöFunttionären vindicilt, w.lche dann auz ihrer Mitte den K!ll,ot>lll und dlssen Etelloertreter zu wählen Hütten. Tagegen nun, dah dcm Vereine die directe Wahl des Vorsiftenbkn uno lassen Stellvertreters entzogen werde» sollte, lielien sich gewichtige Elimmcn v?rnthme», welche auf Orund dieser Vtslinmlung lli»e Wahl vor^sliomme» wissen wollt,". Um aber die Thüligtnl de» Verein-) nicht aus lan> gel, Zeit zu verzögern und dilsrlbe mit 1. März zu beai»' nen, wulde der neunköpfige Aufschub mit piouisolisch^m liha» latter gewählt und ihm aufa/lrage», dinncn Monatsfrist eine Oeneralversaulmluug cinzuherulen u>ld ders.lbei» die tcm ge> maß adgländeile» Statuten vorzulcgcü. Nach reu Lta» tuten ist e« auck de>n Aeicine gestattet, eine eigene Musi'« capcllc zu errichten und lheatral^sche Vorslcllunge» zu vci-anstalt'N. Ulber eine llcine Acndeluna, in der Vrtlciduüg weiden Antrüge gestellt werden. Iü dcn Alu-?ichuk wurden gewählt die Herren: Dr. Costa, Tr. ^a,l Bleiwei«, Zwajer, 3l a u » il a l, G r a s s el l i, I e n t l Ä., Icntl Änlvn, Drenil, Drachsler. i ^Iur lirch lichen Kunst in >t i a i n.) Oö ist clfltulich zu dcm.'ten, d^ch der Pflege der lüchli^h.» .Nuusl immer m.hr Aul'mrlliamlnt gewicmcl zu werrcri schont. Die» gill gleichmäs,!^ von d.r Malerei wie von der Ton-luiist. Zlidcln isl man in Nlain, scldsl bei al,ne>l Ocmcin-den, sür slusltaltung der Milchen i>hi opf.lwlll'g. — Tie Pfarllilche Poliz bei Et. Marei» w!rd d.Müächst eine »,lie Org l erhallen, welche der hiesige Orgelbauer Franz Gor» öic soebcn rollencele. 6ie beslehl .,»s 10 Ilangdaren Äe« gslern (ätimmeu) ncbsl Petal« und iDttauin-Kovvcl. Von der soliden Ausführung der innerm Coüstlu^tion sowie von dem reinen und volle» Ton« tonnen sich duich die gewohule Äeleilwilligtnt deb Herrn Gcräic die Freunde der Kirchen-musit sechcn wird, so glauben wir der verwendbaren und mit einem hllbsch«» Slimmsond ueisehciien Al,'nefi,ianl!>l «m voUez Hau^ i» Aufsicht st.^Iku zu lönne». — (Zu dem Nttlologe des bo ch w. V i s ch o s «e Varaga) in der stesnigeu ?lumn^r haben wir ;u ergan< zen, dah das oon dem bochw, Bijchos 1843 in Laidach h<,l.-auHge.vbeue Wc^t bli Herr» Ios. ^ii l a s n i t gedruclt wurde. Tiese« Vuch. in ixdiaülscher Sprache gedluckt, ist auch ta> duich interessint, daß in demselben ei.' beiden, in alle» an-del» Sprachen uncnlrxhrlichcn Auchslaben >i uild >' gar nicht vorkommen. Die Correctur desselben war begreiflicherweise eine s
n G.mellen au6dnlclle, er hade nicht «»en Truckfehl.r in dem Wcrle gefunden! Juristische chesck'schast in ^llaibach. der LX. VcvsanlNllullss, wclchc Freitag am 21. Februar d. I. Abends 6 Uhr im Gcscllschaftslocalc abgehalteli wird. I. Nlitthcilillig des Einlanfcö und Beschlllßfassilng in Betreff dev Gcncraluclsaillmlllng ^. Bericht über die uom Herrn k. t. ^iotar Dr. Wilhclill Ribitsch beantragte Reform des Notariates, von Herrn k. k. Finanzconcipisten Friedrich v. Formacher. .'!. Fortsctznng der Äesprechung der iltecht^fragen über besitz nnd Seruitlitcn an unbeweglichen Sachcll, uon Herr» Dr. Johann Ahacic. ?l n lll c r l u ll g. I»I Berichte :>>! ^ wild der Antrag sse» slclll: die juristische Gcscllschast loolle alö ihre Ntchltlillicrzeussmig auosulccheu: 1, Daß die ?lnerll»!iu»g der Vlulhm^idigleit des NotarnitlS eilie Fordellülg der (Hl'gellninrt s«>i; 2, das; die Erneuimüg der ^)iularc uciu Suiall.- rrsolge uud den vou ih,is>l auf^cuoinmeueu Nütariatoullulid^i die lixlculio»«: traft eiiijUläiiuieu sei; ^j. das; fur die Schaffung cine« aligegrenzteii Willuilciolreisc«! dcs i1iu:alilllci>, mit thcillueiser ümfllhruni! dee Nutaliatözwangc?, vorgcsorgt wevdc; -1. das; die Entlllhiluüg silr oic in orn tzs !4 bis 13 deS Tarife der yiütanaleürd»»»«, uoin ^ahrc I«5l> specificirlru Acle eine sixirte sei, daa/gen dei allen a,ldn>'n notavilllru Gsschäfte» die Bestiinniilug des Honorare drin freien Nclirrcintommcil des ^i^tars n»d d^c Parlci,'» ttverlasseli n'crd^i full, uud daß zur Eulichl iduiig üder dic>?fällige Zlrsiti^tsilrii ei» ständig!',;, zu glcichir Anzahl auo lUlllgliedüril de^ (Ycnchtshoji',,'cl'sttr Install; bestclilnde« Spr!lch^olll'l',iu>», g?gcn dissni Entscheidung lein weitere« RechtS-mittll zulässig ist, deriiftil mcrde. Mil Rnttsicht auf diese Äntrcigstcllung und die Wichtigleit der dirdljälli^cn Vcschliiljfüssuüg N'crdcu die P. T. Hflrrn ^crel»«!' Mitglieder ersucht, dei ol'igcr ^^saininlliug zahlreich ;u erschrineu. ^ ailiach , 1 7. Februar 1 A<>^. 2.^om Präsidium der juristischen Gesellschaft. wnejtr Post. Wien, 17. Febrliar. „Warrens Wuchenschrift" bringt eil» Florentiner Tclc,a.lani»!, wonach Menabrcu die guten Dienste dcr sranzüsischeil ^legicruüg in Anspruch genounnen, um die ^nlscrnung deü (>j.lmlig^ uun ^iea» pel aus Nom beim Papsle zu clwirlen. Dcm Tricsler E»sellbuhn-Colnit.' wurde rwm ^an> deöminislclinn, die Bewilligung zur Fovtsctznng der technischen Burardcitcn für eine ^ocomotiu > ^ifcnbah» voü Tarvii« inl Anschlüsse au die Nudolsöliah» »ider dcn Pre» dil nnd dnlch das Isoll;oll)al nach Görz und uon da durch dcn Gallone u^ch Tricsl auf die Dauer einc»> Jahres oerlichcn. Pest, 1<) Fcbrnar. Die israelitischen Nolabeln machten hcute dem Kultusminister m »«»i"»«' ihre Auf. wartuug. Auf die Ansprache dcs Präses der Pcslcr Gcnlclude, Herrn ^anyi, anllliortete Baron lFötvö^, daS Elaborat dcr ^iotabcln werde leine bindende itrast haben nnd dcm baldigst einzuberufenden ifraelitischcn Couqrcssc zur Discussion vorgelegt werden. Morgen begiuucu dic Nolabciu ihre Berathungen. Florenz, 10. Februar. Von der päpstlichcu Grenze wird unterm Hcntigcn gemeldet, daß Versuche gemacht wurden, nm eine ncne Fusion zwischen dcn Füh» rcrn dcr Forlschritts- nnd dcr gemäßigten Fraction der lömischcn UnlonSpartci zn bewerlslelligcn. Die confer» vatiucu Municipalrathe, welche seinerzeit die Adresse dcr zwölflansend Römcr an dcn Papst bcsürworlct hatten, wurden durch auoerc crfcl^t. Paris, 16. Frlnuar. Die „Patrie" bringt ein TclMamm aus Serbieu, welche,» ciue erhebliche Beruhigung der Gemüther conslatirt. Fürst Michael soll euer' gisch gegen die Tendcuzeu ciucö Theiles seiner Umgcbnug aufgetreten seilt. Ocr ..<^tendard" meldet die demuach« ftigc Rückkehr Ignatieffs nach Couslautiuopcl. Paris, l6. Februar. Der „Mouitcur" schreibt > Die Aufhcbuug des ArlilelS Itt des Zollvcrtragcs zwi< scheu Frautrcich und Äicckleuburg wnll?c gestern lütter' zeichnet. Als Preis dieser Berzichllclstuug, welche Mcck< lcnburg den Eintritt in dcn Zollverein gestattet, macht letzterer gewisse auf das Zollwescn Bezug habende Zu. gcstllnduisse, uon denen das wichtigste in der Hcrabscz- zung des Zolles auf Weine in Gebinden und Goutcillcn« Flaschen zu 20 Franken von Hundert per Kilos besteht. Diese Vereinbarung tritt mit dem Tage der Unterzcich« nnng dcs zwischen Oesterreich und dem Zollverein in Berhandlnng befindlichen Zollvertrages in Kraft. London, 16. Februar. Der ..Observer" halt Lord Derby'S Resignation uud Stanley's Premierschaft für wahrschciulich. Die Parteiorgane Derby'S leugnen dies, da Derby's Genefnug fortschreitet. Tclcstl-afthisclic Wechselcourse. oom I?. Frliruar. 5»perc. Mctallique« 5)7.30. — f>sierc. Melallique«» mi! Mai> und Nooeinber-Zinsen 5)^.verc. illalional Änlehen .<>0. Handel und Uolkswirthschastliches. Ucl'rr dic )li,,dslclise in de» dcutsch'slavi scln'l» ^ä>,dcr«t l«!^ ciiler uuin Vicediveelo,,' drr adinioistralinc» Statislil Fr. S ch », i l l im Vlnhaiiss z»ü, Bull-li» der statistische» llrulral: comniilsiü» I8<»? gelicfeilcn iulcrissante» Ardeil. Line genaue Slüllstit der Lclieiii1sm Aussalze, wird i» dem Masse immer firdszerr» Bedürfnis;, nl« drr Zusamme»« haug gcnallcr bclannt wird, in welchen die wichlisssten (zischei.-»uuge» deö Aültaleliens niil der Höhe der Pvi-lse de« Brote« u»d der librigs» allgenicin nolhnü'Ndificn ^iahruugsmiüel stlheu. Nnch dcr Hi,ihe dcr Brolprcise regelt sich i» arilhmeüschem Z»sam»is»' hcnws die Zahl drr aligeschlossrue» Tramma/i,. Von"ihr hilugt nichl allein die Iütrüsilnt drr gleich^eiligru Generatio» ab, so»« dcr» sie wirlt auf das ganze ^cbeu nach, indem die Slalistit er» weiset, daß die in ThrüeruiigS' uud Himgerjahrtu Gcborcufu in alle» Ältcrephas^u weniger ^tl>c»«f»rrg!c bcsi^en, b,i dir Heerr?« e>gii!,;u!ig ciü grilfzrrcs Coiilingfül Untauglicher sttllm u»d ,eil. lichcr al>st?rben u!i< die (^„fralic»! der Jahre n,it wohlfeilen Pici« sen. Auch die soeialc Wichliglcit solcher Fvogsu tritt i»>nier mehr in dc» Vrrdclgruuo F,!r dic Ossammthlit' der ds», Neicht«rl!l!,c iiiik-rstehrndcn Bänder bl-trug in der Psriode vain I, October 1 «'i ll'. i» der ButVwina liiv' !^7'1 lr. i» Tirul (Klai» 1? ! lr.) ,^>a!» participirt au dcn ui^drigs» Flcischprciseu wrgc» seiucr f!lr l>cu Vocaldcdalf uolllommm aü^rcichcudl'il Alpcnnnilhschasl. '.>» t'cn ciiiztün-n B^iilc» dls l'ands« uariirf» dic Preise »alürlich in /^ulgc dcr ^lilvcrlMuiissc s^hr, di, qviisiteu Ertrcmc zeige» Ru» oulfSmcrth niit 1^0 tr. »nd .sslaindulss mit 15, lr. Wal« die momuüchl'!! Prei^ucrä,idi,-,!iiiglU littrifft, ,0 zsigls» sich i» ^'aibach folgende Pr.'iv'disftrcüitil für'das Pf»nt> Riiidsicisch : Octübcr l^. Äpiil 1!), Mai '^), Juni ^'l lr >3eit Vegi»» dcs Iahll« l«<;7 l'erfolgc» die ^lcischpreise in nlle» Haiiplslaoti'» ci,ic stsigeudc !l!idc,!;. .^lllülc». Krai» ond Slci^rxKiil zclgs» d»rch dic -« Niud'nchhandelc' im ÄIlgcm,'i»m, Tarife sttr ^etrolfull a»f dcn österreichische « (f'ifel,l».,li!lett. Im verflossene» Jahre ha! dic ^iod!ic,i°ii lwu !i^li;!sch^!» Pelrolülui ci»e Älülahinc a/zeissl, i>!de»i da^sllbc uu», ^nnciilaliisch'» iininee inchr ucrdräiigt >uirt>. llln dicscr hrdauc»» l!chs» Erschliül,!!,-, uach U1lül,lichlsi! ,:, st.-»sl!! u»d c,»e weü.rc ^lli»nl>!ne der 0'c,!,su,»l!li» ilüaii^ischc» P!'!ll>len,!>« z» Usll)ilid<-r>f, hü! da^ Haüdcl^miüistl!!»»! dir lrsordl-rlichlN Erhcl'!!»^!'» li,,^-. leitet, »iid liachdr», nls die HlUiptnrsachc des N»lln.al>a.ca in, Äl>« sal)!' dicscö Altitelu uiUll aiiderc» dic huhru Clsc»dal>n!arisc lis» zi-ichilct ivurden, dic zuuächsl l,c!l)cilil>te>! Buhuanstalleu cingeladi,». iur iiiläüdischc« Pclrolcum ci»e cir»,äß!g»»g dca Tarifs« ei»trc< !^u ;» lasslii _____ A«ftekommc«e Fremde. Am 1l». fcbrnar, Htadt Wien. Tic Hln-s» : Iallilsch, uon Gottschce. - Kren. von Gra; — Schludercr. Olicrstlicutcnant. von Pcst. — Rinsslcli. Ä^cul, uo» Prass. - Hirschmanu, Kauf»,,, von Gr.'Kanisch.,. Elephant. Die Herren: Hafner, von .«laa/nfurt. — Pcrkl', von Wic». — Waluiariu. Handlun^rcis., uon Tricsl. - Hei»» >,ch. .^^»f»i, von DrcSdcli. - Dr-Mürtl. Äduocat, uo» Ei'.li. Vaicrischer Hof. H^rr Panlii. Ochsc»ht!»dler. von Trieft,-- str^ni .«ul'lit, u„» ^lcxstist. ,i N. Mq. .^tti 7, — 4.» O. s. , heller l7 '.> „ N. :j.".0.5>. ^ < !>., NNO s sch. bünn bcw N.W !<)., Ab. :^l0.5» — I.< Vi)iO s.schi stsnienhell ^1iacht<< heiler. Starter ^ltif. Voxnitlag duiijiisse Tltmnsphilrc, vl!,ch»,illng dünn, Wollen langsam au« N. zichnid, So»»c», schein, Adcxdroth. Da« Tagesmillcl der Wärme um 0.«' unter dcn, ^tormale. N.',-anlw'!r- M da^lnn,.- Ißna, v. Kleinmaur Nn^l^«l,^«.;.4,^ 2Uien, !5. Februar Fm.d» nud Acl,e» behaupt^.'» sich lVst nnd l^lne ;n», Th>il z»r hohercn Noti,. Deoisc» nud Valuten schlosst» steifer. Geld flüssig. Geschäft KMlslUUrllly!. „nrhedllch ____ _____ ______ veffentliche Schuld. ^, de« Staate« (fiir 100 si) Geld Waare In 0. W. zu 5pT«. ftlr 100 fi. 54,50 s>4 »il) In üsterr. Währung fkuerfre, l7 R» l>d 1>> '^ «ktemvanl. in o. W. u. I. I. 1664jll 5)pLt. nlckzahll'ai . UO,— :<0..^0 '/ Slcueranlehcu iu öst. W. . «?.— ^7.'.'.', Slllicr-Aulehen von 1^»>4 . . ?2.5<» ?!j /^> Eilberanl. 1865» (stics,) rilclzahlb. in 3? I. ,;»l 5> ^t. sür 100 sl, 7«, 7-'. ^,».^!-, siat 'Aul. »nit I.ül.-Houp. zu 5)"/^ k»i. -- !^.» l0 Äpr.-Conp. „ 5 ., 0 »ill.- Metall.^' . - - - "'^" "'^ ^' detto mit Mai-^oilp. „ i, ,. :>«.4 ' ^>^,..0 detto .......4!" ,"^'^'^'. MitBerlosr.I.IW - - - ^'7" ^7'^ 1«->4 . . 74..><> ^-'-^ " ^ I I 1^<',u5."0s,. ^>j" «-'" I ,. I « '>'".. I"«,. :'l25. ^'l.)" „ „ „ 1^l4„I00.. !>0..'i'» "'^>> tumo Ne'Nensch, z« 4^ l.. «„xt. N» 50 '.'0.— T>omai»cn üperc in Silber 104,75 10.'».— Oeld Waare 5t. der Kvonländer (für 100 fi.) Or.' Vöhiue» .... « 5 „ i»1.— i)1.l»0 ^iähiell .... ,. ^ .. l»«") ^,<).5.0 Schlesien .... „ 5 „ 87.50 5850 ätr'.crmait .....5 « tz«.50 ":».5" Uuga'.».......5> „ 71.50 72.- T/mcscr - Vallllt . . „ 5 „ 71,50 72.- ^r^atlen »lid SlaUüllien „ 5 „ «0.— 71.— Halben...... 5 .. U5,.5/> «5.75) Siedenliilrgcn . . . „ '» „ !'0 Bulouina .... „5) ,, 05>.— Un«. m. d. V,-6 1.^17 „ 5 ,. Acticn lpr. Slüil), Nalionaldanl (ol)ne Dividende) 710.— 7ll.— K.Ferd,-?iordb,,,u I!),X»ft. ö. W, 1715.. 175«' - ttrodü-AnstaU ^n 2»^0 sl, ii. 3L l''«,70 1^.^» N. ö, itscom.-O.'s.?,u5>u0ft. d,W. ^.'!-- <;2ü,— S.-E. Ozu2>X,isl.(lM,o.5'>'^r ^55 7<> ^5.',,!»0 Kais. <5lis. Äah» zu 200 sl. 6M, 142. - N2.25 Süd.uorod Pel-,-V.200„ „ 1^9. - 1^'.'.2.'> Gelb Waare S!lo St.-,l.-vcn,u,z.i.E,2s)0fi. 168,30 l^,50 Oal 5llll-i.'nb,-B' z.200fl.«M. 20.^,75 2')4.- Vöhm. Westbahn zu 200 st. . 14«,50 140 OrstDon.-Dampssch, Ges. ^^ 49u.- 4i'2,— Oesterreich. ^,'Ioyb in Triest Z«, 15«.— 1^'.— Wien.Dampfm.-Nctg^'XXifl.o.W. 44^.— 452.- Pester Kcltcnbrlicle .... .^75,,- :^0.— yl:,glo.Austria- Banl ,n 2 vcr!o<. -U»q.Vud.'Crcd.-Aust. ^u 5'/... '.'1,50 <>1.?5 'Xllg. dst, Bode!,'bar zu 5'/» in Silber l"l>.,''0 101 50 Vose (pr. Stllcl.) Crcd-N.s.H.u.G.z.100fl.i!.W. 1.'l'',75. I/jl. Dou.-Dnipsfch, O.,.i00fi.>sM, i»2,/.0 <<::.- Sladiaem. Ofen „ 40 „ ö, W 2<. 50 ^?.5«> Cstcrhazy zu 40 sl. ^M. 120.- - .— Salm „ 40 „ „ . .'> fi «M. 25.5«, ««50 0 15.50 Wechsel. (3 Monate) Augsburg fi!r 1sX) sl südb. W. 95.'.0 s,«.«» Fraulfnrla.M 100 fi. detto 9«,20 !»«,50 Hamburg, für 100 Marl Vaulo 87.10 «7.4<> ^oudon sili, 10 Pf, Sttlliug . 117 «0 l l«.I<» Pari« siir l<>0 Fraul«! . . . 40.i)0 47.— (5ourS der Oeldsvrten Orld Waare K. MünpDucatcn 5» fi. „ ,^0 « '.> ^ "2 ^ Vnciu „ Silber . . II»; „ ,. 11<; „ 2.» « «raiuische Oruudentlaslnun«!' Obligatloucn. P"< vlltuotlru»«: ^«j Oeld. «7j Waare