m S«miUg-SoanUa ü Bfl jnailiuroer 3ntnng Amtliches Organ des Verlas und Schriftleitung; Marburj; a. d. Drau, Badzasse Nr. 6, Ternruf: 25-67 25-68. 25-69. Ab 18.30 Uhr ist die Schriftleitung nur auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rflckeesandt — Bei Anfraeeo Ist das Rückporto beizuIcKen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 Stelrischen Heimatbundes ilrscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeituns (mit Ausnahme der Sonn- and Felertaite). Bezujtspreis (Im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. Postgebühr: bei Lieferung im Streifband zuzügl, Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2.—. Altrelch durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl. 36 Rpf. Zustellgebühr 9tr. 292 TRarburg-Srau, TnontoQ, 19. Oftp&er 1942 82. SaOrsano Jofe Barrikade" voilstünilig in nnserer Hand Forttchreitendar Angriff im Abschnitt Neweretsllsk-Tuapse — Sewjetliche Transport- b«w«gungen welter beschränkt PflbrOTfeaoptqnartlcr, IB. OttotH» Dm Oberkommando der Wehrmacht gibt bdiannt: Im Frontabschnitt NoworosillBk-Tuapse uchreltet d«r Angriff deutscher und verbündeter Truppen gegen die Uefgestaflelten Stellungen dei Feindes weiter fort Allein im Abschnitt einer JMgerdivision wurden gestern 60 befestigte Kamplanlagen genommen. Bombenangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen den Kolonnenverkehr der Sowjets auf den Gebirgs- und KUstenstraßen. Sfidlich des Terek warf ein eigener Gegenangriff den im Angrlll auf unsere Stellungen befindlichen Feind unter hohen blutigen Verlusten über seine Ausgangsstellungen hinaus zurück. In Stalingrad brachen die Angriffstruppen zlhen feindlichen Widerstand, erstürmten sämtliche Werke der GeschUtzfabrlk „Rote Barrikade" und warfen nach blutiger Abwehr heftiger Gegenangriffe den Feind aus dem angrenzenden Stadtteil. Schwere Angriffe starker Luftwaffenverbände unterstützten den Kampf und vernichteten auf dem Ostufer der Wolga zahlreiche Geschütze. Die nordwestlich des Stadtteils Spwtakowka eingeschlossenen bolschewistischen Kräfte wurden vernichtet. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt außer erfolgreicher eigener Stroßtrupptätig-keit und Abwehr örtlicher feindlicher Vorstöße keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Kampffliegerkräfte setzten trotz der ungünstigen Wetterlage die Bekämpfung der sowjetischen Transportbewegungen fort. Bei Luftangriffen auf Flugstützpunkte und sonstige militärische Anlagen der Insel Malta durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte wurden neue Zerstörungen erzielt. In heftigen Luftkämpfen wurden zwölf britische Flugzeuge abgeschossen. Ein Tagesvorstoö der britischen Luftwaffe gegen den Südteil des besetzten französischen Gebietes verursachte Verluste unter der französischen Bevölkerung sowie geringe Sach- und Gebäudeschäden, vor allem in den Wohnvierteln der angegriffenen Orte. Ein Bomber wurde abgeschossen. Leichte deutsche Kampfflugzeuge belegten Diestern kriegswichtige Anlagen in Südost-england im Tiefflug mit Bomben schweren Kalibers. Oer Kampl nm die fiesdiOizlalirIk Berlin, 18. Oktober Im Nordteil von Stalingrad brachte der 17. Oktober die Entscheidung in dem erbitterten Ringen um die zu einem starken Festungswerk ausgebaute Geschützfabrik „Rote Barrikade". Sie wurde nach harten Kämpfen erobert und ist nunmehr in deutscher Hand. Nach Säuberung des Panzerwerkes „Dsher-shinskij" drangen die deutschen Truppen weiter nach Norden vor und vernichteten die westlich Spartakowa eingeschlossenen Kräfte. Zu gleicher Zeit gingen Infanteristen, Pionier- und Panzerverbände gegen die sich in den restlichen Werken der Geschütxfabrik BocJi hartnäckig verteidigenden Bolschewi-sten vor. Stürmende Flammenwerfer Der Feind versuchte in mehreren verzweifelten Gegenstößen die deutschen Angriffskeile aufzuhalten, doch brachen die vorstürmenden deutschen Soldaten zunächst in den Südteil und dann von Westen aus in das ausgedehnte Industriegelände der Geschütz-fabriken ein. Die Granaten der Sturmgeschütze und das prasselnde Feuer der Flammenwerfer zerrissen die Feuerkette der Verteidigung. Verbissen schössen die Bolsche-wisten aus Ihren in mehreren Reihen in die Erde eingebauten Panzerkampfwagen. Mit Fldmmenwerfern und Handgranaten muRten sie im Nflhkampf niedergerungen werden. Schrittweise kämpften sich unsere Truppen durch den Fcuerring der Verteidigung hindurch. Immer wieder brach der Feind zu neuen Gegenstößen vor, doch seine Kraft War gebrochen. Das Feuer der deutschen Artillerie. der Sturmgeschütze und Nahkampfwaffen hatten Ihn zermürbt. Seine großen Verluste konnte er nicht mehr ersetzen. Die Verbindung zwischen den deutschen Angriffskellen würde nach mehrstündigem Ringen hargestailL Im Laufe des Naduniltags stürm- ten dann die Infanteristen die restlichen Werke der Geschützfabrik, Ein ungabeures Trümmerfeld Damit war auch dieses Bollwerk aus der feindlichen Verteidigung herausgebrochen und das mehrere Quadratkilometer große Industriegelände in deutscher Hand. Soweit man sehen konnte, nichts als qualmende Trümmerhaufen, eingestürzte Hallen, verbogene Elsenträger und herabhängende Laufstege. Dieses ungeheure Trümmerfeld zeugte von der hohen industriellen Bedeutung, die dieser Geschützfabrik in der bolschewistischen Rüstungsproduktion zukam. Im Hagel der Bomben Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen In die harten Kämpfe ein, die zur Eroberung der Geschütz- fabrik führten, Bomben schwersten Kalibers hatten den Boden zerwühlt und auch die letzten Gebäudeteile und Werkhallen zum Einsturz gebracht. In den Schutthalden und Trüramerbergen konnten sich die Bolsche-wlsten vor der vernichtenden Wirkung der deutschen Bomben nicht mehr retten. Während des Kampfes um die Geschützfabrik bombardierten andere deutsche Kampfflugzeugverbände feindliche Geschützstellungen auf dem Ostufer der Wolga und auf der Wolgainsel. Diese bolschewistischen Batterien sollten mit ihrem Flankenfeuer die immer tiefer in das Industriegelände aingedrun-genen deutschen Truppen aufhalten. Doch unter dem Bombenhagel der deutschen Kampfflugzeuge kam Ihr Feuer nicht mehr zur Wirkung. Zahlreiche Artillerie- und Flakgeschütze wurden in diesem entscheidenden Kampf durch Volltreffer vernichtet. Das deutsche Volk hat letzt Raum Reichsminister Dr. Goebbels sprach auf einer Großkundgebung in München MOncbtfi, tS. Oktober Hl ehi«r Rede vor der Miinchener Peld-herrnhalle anläßlich einer gewaltigen Kundgebung führte Reichsminister Dr. Goebbels u. a. aus, daß das deutsche Volk in diesen Jahren zwar die letzte, aber auch die größte Chance seiner nationalen Geschichte besitze. Wir kämpfen um Sein oder Nichtsein. Wenn wir diesen Kampf gewinnen, dann steht uns das ganze Leben offen. Wenn wir ihn verlören, würden wir damit überhaupt das Anrecht auf eine nationale Geschichte verlieren, Unsere Feinde sind offen genug gewesen, uns zu sagen, was uns dann drohte. Es Reht diesmal nicht um bloße Ideale, auch nicht um Thron und Altar, es gehl um unser Lebensrecht, aber auch um unsere Lebensmöglichkeit. Wir wollen, daß durch dpn Krieg der Lebensstandard unseres Volkes geändert wird, daß sich das deutsche Volk endlich einmal an den Fettnapf der Welt setzen kann. Es geht um Kohle, Eisen, Ol und vor allem um Weizen, um das tägliche Brot auf dem Tisch unseres Volkes. Wir gewinnen aber nicht nur Land, um es zu besitzen, wir erobern es, um es für uns zu organisieren. Wir haben in diesen vergangenen Monaten den rechten Arm der bolschewistischen Wehrmacht abgehauen. Wir besitzen heute die Kontrolle über den Dnjepr, den Don und — wenn nach schweren Kämpfen Stalingrad vollends in unserem Resilz sein wird — auch endgültig über die Wolga. Wenn einmal zu gegebener Zeit der Stoß in den Kaukasus zu Ende geführt ist, dann werden wir die reichsten rtlgehiete Europas in unserer Hand haben. Wer aber Weizen, öl, Eisen und Kohle und dazu noch die stärkste Wehrmacht besitzt, der wird den Krieg gewinnen. Während wir früher ein Volk ohne Raum waren, int das heute nicht mehr der Fall. Wir müssen nur dem Raum, den unsere Soldaten erobert haben, eine Form geben, ihn organisieren und nutzbar machen. Das dauert eine gewisse Zeit. Wenn aber die Engländer behaupten, wir verlören den Krieg, weil wir Zeit verlören, so zeigt diese Beweisführung ihren ganzen Unverstand. Die Zeit arbeitet nur gegen den, der keinen Raum und keine RohstoHc besitzt. Wir sind heute nicht mehr der Blockierte, sondern der Blockierende. WShrend wir in der Lage gewesen sind, die Lebensmittelrationen für den kommenden Wlntfcr, wenn auch nur um einiges, heraufzusetzen, bemühen sich die Engländer, die britische Bevölkerung auf weitere Einschränkungen vorzubereiten. Unsere Feinde wollen sich über ihre Lebeus-anjjst liinwesitäuschen, Indem sie beispielsweise prahlcnsch behaupten, die sogenannten »deutschen Kriegsverbrecher« würden nach dem Kriege vor ein Gericht gestellt. Sie seien schon dabei, diesem Gericht Slaliiten zu geben. Wir wollen sie hei diesem Bestreben gar nicht hindern. Wer weiß, ob wir diese Statuten nach dem Krieg nicht nnch einmal gut gegen ihre Verfasser gebrauchen können! So bleibt unsereu feinden nichts anderes übriff, als Terroranjrifle ans der Luft m unternehmen. Diese allerdings können uns schmerzhaften Schaden zufügen. Die Briten wollen in diesen Angriffen nur den Versuch machen, die Moral unserer Bevölkerung zu erschüttern. Das heißt also: .Auf diese Angriffe können wir nur als Volk antworten. Entweder sind wir ihnen als Volk gewacii-sen, dann vermögen sie uns nichts aiizulia-ben, oder aber wir wären ihnen als Volk nicht gewachsen, dann würden die Engländer damit ihr Ziel erreichen. Icli halte es nun, Relindc Kesagt. für eine große Unver-schämtlieit, wenn die Enjitländer behaupten, sie selbst köimten solctie .\iiKiiffe aushalten, wir aber besäßen dazu niclit die Nerven, Kein Deutscher denkt so etwas. Unser Volk wird mit diesen LuftanRriffen fertig werden. Im übrigen bin ich der Meinung, wenn wir den Engländern den Gefallen täten, davor zu kapitulieren, so würden unsere Kinder, die heute fünf oder zehn Jalire zälilen. in fünfzehn Jahren mit Verachtung auf uns sehen, und zwar mit Recht, denn wenn das deutsche Volk einmal 30 Jahre den grauenvollsten Krieg der Geschichte durchstand und dabei die Einwohnerzahl Deutschland.s auf einen Bruchtcil heruntersank, einen Krieg um die Frage Protestantismus oder Katholizismus, so werden wir auch heute die Kraft besitzen, einen unendlicli viel kürzeren Krieg durchzustellen, der um unser tägliches Brot geführt wird. Es gibt Leute, die fragen, warum wir keine Vergeltuiigsangriffe unternelinien. Denen kann man nur antworten: weil ein Großteil unserer Bomber bei Stalingrad und im Kaukasus vorläufig noch dringender gebraucht wirdi Es ist heute wichtiger, den Angriff im Kaukasus fortzusetzen, die Wolga zu sperren und in Ägypten zu kämpfen, als den Engländern den Gefallen zu tun, un.sere Kräfte zu zersplittern. Nur der wird den Krieg gewinnen, der es versteht, seine Kräfte auf die Schwerpunkte des Kampfes zu konzentrieren. Als ich das letzte Mal im Rheinland war, war ich in tiefster Seele bewegt von der geradezu unvorstellbaren moralischen Haltung unseres Volkes. Der Führer hat einer deutschen Seestadt mehr als einmal angeboten, ihre Frauen und Kinder zu evakuieren. Die Stadt hat das mit Stolz abgelehnt. Ich glaube, wenn eine solche Stadt die Härte aufbringt, viele Luftangriffe über sich ergehen zu lassen, so werden andere Städte auch mit wenigen Luftangriffen fertig werden. (Die Menge bejaht die Worte des Ministers mit stürmi'iclien Beifallskundgebungen.) Wir wollen uns dadurch nicht beirren lassen. Unsere ganze Situation hat sich grundlegend geändert. Sic ist mit der des vierten Kriegswinter 1917/18 gar nicht zu vergleichen. Damals standen wir vor einem Kohlrübenwinter. Heute sind wir in der glücklichen Lage, unsere I.cbensmittelrationen zu erhöhen. Unsere Frnälirungslage wird iang-sani besser werden. Ans den Habenichtsen sind mittlerweile schon Besitzende geworden, und die Besitzenden werden immer weiter zu Habenichtsen werden. Der britische Offizier Plutokratensöhn« im »Blttzexameu« rd. Berlin, 18. Oktober Vor wenigen Tagen veniffentllchte die deutsche Preaae die Bestimnuingen und Grundsätze, nach denen in Zukunft die Auswahl des deutschen Offlzierskorpa erfolgt. Allein Charakter und Können, Lieiatung* und Bewährung sind die Tugenden, die ein Mann erfüllen muß, una auf verantwortungsvollen Posten gestellt zu werden, wo er Führer und Vorbild seiner Untergebenen zu »ein hat. Jeder Soldat, welchem Eltemhaua er auch enstammt, welche Schulbildung er besitzt imd welchen Beruf er schon ausgeübt hab«n mag, hat den Marflchallstab Im TomlMer, Gewalliger Erlolg des KreisUgis in Raun Samstag und Sonntag, den 17. und 18< Oktober, führte als letzter Kreis des Stelrischen Heimatbundes der Kreis Rann seinei ersten Kreistag durch. Er gestaltete sich zu einem machtvollen Ausdruck deutschen Wüllens an der Südostecke des Reiches. 10000 Volksgenossen warben zur Großkundgebung erschienen. Ausführlicher Bericht im Innert des Blattes. Illllllllllltlllllllllilllllllllllltlllllllllllllllllllllllllllllllllllllftlllllllllll wenn er würdig ist. Der Gedanke des Volks-beeres ißt damit in seiner urspriinglichstei Form verwirklicht, die stets den Tüchtigstea und Tapfersten an die Spitze der Gemeinschaft berief, wenn ihr Schicksal auf de« Schwertes Schneide stand Herzöge und Ede-llnge des altgermanlschen Heerbannes waren zugleich die besten Bauern und Krieger; in der neuen deutschen Wehrmacht sind die Besten der Mannschaft zur Führung be« rufen. Darin liegt nicht zuletzt eines der »Geheimnisse« unserer stolzen Siege, Seit geraumer Zeit ist in England eine Diakussion gerade über diese Erfahrung im Gange. Immer wieder hört man drüben die Frage, warum die von Churchills Presse aU die genialsten Strategen angepriesenen Generale — man denke an Wavell, Cunnlngham, Ritchie, Alexander, Lord Gort usw. — noch jede Schlacht verloren, deren Gewinn maa als absolut sicher prophezeit hatte. Und fast regelmäßig erfolgt die deprimierte Antwort: Die meisten englischen Offiziere, die in Nachtklubs und auf Golfplätzen besser z\l Hause sind als auf den Schlachtfeldern, versagen, weil sie ihre Patente persönlichen Beziehungen und privatem Reichtum, nicht aber ihren KeimtnÜMen und ihren Fähigkeiten verdanken. Wie wird man denn britischer Offizier? Die Londoner Wochenschrift »Picture Post« berichtet in ihrer «letzten Nummer auführ-lich über das dabei angewandte Verfahren, Bisher wurden Bewerber um das englische Offizierspatent lediglich einem 15 Minuten taugen mündlichen Examen unterzogen, sofern sie die »gesellschaftlichen und finanziellen Vorbedingungen« erfüllten. Obwohl sich herausstellte, daß diese Offiziersanwärter sich im Lauf der weiteren Ausbildung^ häufig als geistig und körperlich untauglich erwiesen, hat es die maßgebende Plutokra-tenschicht stets verstanden, Jeden Versudi einer Reform zu unterbinden. Die wachsende Kritik Im eigenen Land« hat nun aber doch die zuständigen Stellen veranlaßt, sich wenigsten« zu einigen Koiv* Zessionen bercltzufindeiL Auch Uber diese Bestrebungen veröffentlicht die »Picture Post« interessante ElnzeUielten. Darnach werden in Zukunft die >Blitzexamen< durch eine dreitägige Prllfung ersetzt, die von einem Offiziersauswahlamt unter Leitung des Obersten de la Haye durchgeführt wird. Die Kandidaten haben allerlei Übungen zu absolvieren, z. B, Zäune zu überklettern, Meldegänge vorzunehmen, Befehle zu formulieren, militärische Raporte abzufassen und dergleichen. Ferner müssen sie mit Ihren Examinatoren gemeinsam — essen, damit ihr Benehmen und geflellachaftllches Verhalten beobachtet werden kann. Schließlich wird auch die Geistesgegenwart geprüft, wobei — laut »Picture Post« — u. a. folgende Frage vorgelegt wird: »Wie verhalten Sie sich, wenn Sie ain Offizier apaKieren gehen, an jedem Arm ein Mädchen haben und Ihnen ein gewöhnlicher Soldat eine« dieser Mädchen abspenstig machen will?« Leider verrät »Picture Post« nicht die Lösunit dl®-ses für den brltinchen Offizier anscheinend .so bedeutsamen Problems. Und endlich verlangt man von dca OffizicrsajawArtem die Seffe 7 ».Marburger Zeitung« T9. Oktober t942 Nummer 292 DBflnitionen allgemeiner Begriffe wie Invasion, Bomben, Empire und dergleichen. Wenn achon die »Picture Poat« Bedenken die Ungerechtigkeiten bei den britischen Offiziemprtifungen äußert und feststellt, daß die Zahl der Bewerber deshalb außerordentlich g'-uing sei und infolgedessen da» Offlsiersproblem zu den schwierigsten der brltiachen Heeresorganisation gehöre, dann enihebt uns dieses Geständnis völlig flner eigenen Urteilsftußerung über diese »Patentlösung«, die in ao bemerkenswertem Gegensatz zu den deutschen Methoden steht. Recht «ufachlußreich ist schließlich aber «nch die folgende Tatsache, die von der genannten britischen Zeitschrift zu diesem Thema der Öffentlichkeit preisgegeben wird, Dm Blatt publiziert nämlich in der gleichen Jiummer einen eingesandten Brief, in dem bittere Klage darüber geführt wird, daß bei Ordenaverleihungen in der englischen Wehrmacht peinlich die Herkunft des zu Dekorierenden beachtet wird. Es gäbe Orden, die nur für Soldaten »aus gewöhnlichen Volksschichten« bestimmt sind, und andere, die Ausschließlich Angehörigen der noblen plu-tokratischen Oberschicht vorbehalten bleiben ... So wie jeder deutsche Soldat, wenn er dazu fähig ist, Offizier und General werden kann, so tragen auch einfache deutsche Soldaten dasselbe Ritterkreuz, das die Brust des Generalfeldmarschalls schmückt. Bölimens und Mährens Stellung zum Relcli Ein unlösbarer B«standt«il — Staatst*kr«t8r Frank sprach In Prag — Dautiich« Warnung an die tschschlsche Emlgrantanellqu» BillaslaiigsiiiigrHIe bei Woronesdi sdieiterleH Berlin, 18. Oktober Die Bolsohewisten unternahmen am Samstag erneute Entlastungsangriffe am Brückenkopf Woronesch. Nordwestlich Liwny versuchten sie viermal vergeblich gegen die Stellungen einer Infanteriedivision anzurennen und mit Unterstützung von Panzerkampfwagen einen Durchbruch zu erzwingen. Alle feindlichen Angriffswellen brachen im zusammengefaßten Feuer der deutschen Waffen nnler hohen Verlusten zusammen. Ein feindlicher Aufklärungsvorstoß, der rechtzeitig erkannt wurde, konnte von der Artillerie zerschlagen werden. Hierbei wurden drei feindliche Panzerkampfwagen bewegungsunfähig geschossen, während zwei weitere eingegrabene Panzer durch Granaten der Panzerjäger zum Schweigen gebracht wurden. Dtr IttlleiilsdH! Wfhrmadilliertdil Rom, 18. Oktober Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: In Ägypten behinderten anhaltende Sand-.■»türrae weiterhin die Kampftätigkeit zu Lande und in der Luft. Ein« Gruppe feindlicher Panzerspähwagen wurde beim Versuch in unsere rückwärtigen Stellungen einzudringen, in die Flucht geschlagen, von unserer Luftwaffe verfolgt, mit MG-Feuer beschossen und zersprengt. Die militärischen Ziele auf Malta wurden heftig bombardiert. Im Luftkampf schössen die Italiener eine Spitfire, deutsche Jäger •If Spitfire ah. Biniciilea lilMr OeulscMands Slirke Stockholm, 18. Oktober Obwohl die britiache Presee ihre kühnen Kombinationen über die angeblichen Hinter-ipründe des Smuts-Besuches noch immer mit g«rtoigerter Heftigkeit fortsetzt, waren am Freitagmorgen in London die ersten Emüch-terungsanzeichen zu erkennen. Selbst die >Tim«a< nuißte nim in eüiem Leitartikel •inräumcn, daß der Augenblick »nicht nur vielvemprechend«, sondern auch »gefahrenen« sei. >Die Annahme wäre fatal«, so gestand das britische Blatt, »daß das Deutschland von heute minder gefährlich sei als das Deutschland von gestern, und es wäre ebenso verfehlt, zu glauben, daß Deutschland durch etwas anderes fallen könnte als durch einen furchtbaren Schlag auf den richtigen Plätzen und im rechten Augenblick.« Nachdem sich sie eifrigsten Schreibma-■chinenBtrategen an der Themse inzwischen mit der kühnen Eroberung Afrikas, eln-•chließlich Siziliens, selbatveratändllch vorerst nur auf dem Papier, etwas ausgelobt haben, scheint die Mehrzahl der Londoner Blätter nicht mehr ganz so felsenfest davon ttberzeugt zu sein, daß die Alliierten zu solch einem Schlag imstande sind. Einige Kommentatoren haben deshalb einen vorsichtigen Rückzug angetreten, um die überspannten Erwartungen der Öffentlichkeit etwas abzukühlen und einige allzu gewagte Illusionen rechtzeitig abzubauen. Typisch für diese neue Einstellung iat eine Betrachtung des mUitärifichen Mitarbeiters der Wochenzeitschrift »Spectator«, der ausgerechnet in der »Stunde schönster englischer Träume« von ■o ernüchternd banalen Dingen wie den unbestreitbaren Erfolgen der deutschen Wehrmacht und der gesicherten festen Poslticwi dee Reiches zu sprechen beginnt. Der »Spectator«-Kommentator schreibt u. »Der zweite deutsche Vorstoß gegen die Wolga hat es möglich gemacht, daß die Deutschen in ihrer abwehrenden Verteidigung auf größeren Teilen der sowjetischen Front so erfolgreich waren.« Bis mllase zugegeben werden, daß aich Hitler für seine Kriegführung einen Block von Territorien gesichert habe, die bezüglich der meisten Rohstoffe zur gegebenen Zelt Selbstversorger werden können. »Es Ist weniger die Eroberung von Gebieten als die Tragwelte dieser Eroberung, die unerwartet Ist«, jrtellt der kSpectatQr<-Komnientator fe«t. Pra^^, 18. Oktober Anläßlich der Umbenennung der Prager Moldaulände in Reinhard Heydrich-Ufer hielt Staatssekretär Frank an» Sonntag eine Rede, in der er eingangs die Persönlichkeit Reinhard Heydrlchs würdigte, Staatssekretär Frank fuhr dann u. a. fort: »Es gibt eine alte geschichtliche, aber auch eine klare nationalsozialistische Erkenntnis, daß Böhmen imd Mähren ohne das Reich nicht sein kann und daß andererseits ein starkes Reich Böhmen und Mähren als un-! lösbaren Bestandteil innerhalb seiner Grenzen haben muß. Nach der formellen staatsrechtlichen Einverlelbunif Böhmens und Mährens In das Reich gibt es nur die eine Auf-gäbe: Restlose geistige und seelische RUck-croberungr Böhmens und Mährens und seiner Bevölkerung für das Reich und den Reichsgedanken. Angesichts des uns aufgezwungenen Krieges gibt ea für Böhmen und Mähren in der Gegenwart des Kriegsgeschehens nur Qle eine Aufgabe: Äußerste Anspannung und Arbeitsleistung auf allen Gebieten für den deutschen Sieg. Dieser Grundsatz und diese Aufgabe werden unter starker deutscher Führung erfüllt. Der oberste Vertreter dieses Grundsatzes war der gefallene Reinhard Heydrich. Für uns bedeutet das Leben dieses ^^nnes Beispiel und sein Tod ewige Verpflichtung. Für die Tschechen, die erst später erkennen wer-den, welches Leben hier erlosch, können Leben, Taten und Tod Reinhard Heydrlchs Mahnung zur Besinmmg und Umkehr sein. EHe weitere Entwicklung ihres jTOlItlschen Verhalterus wird über das Schicksal des tschechischen Volkes in Böhmen und Mähren entscheiden. Es kann jetzt keine tschechische Porderumg, sondern nur ein Sühnen durch pfllchtgetreue Arbelt geben. Die Blutschuld, mit der die Mörder das ganze tschechische Volk beladen und belastet haben, ist ao ungeheuerlich, daß sie erst getilgt erscheint, wenn Heydrlchs politisches Vermächtnis erfüllt ist. Die tschechische Emigrantenclique in London, der es eine Zeitlang den Atem verschlagen hatte, hetzt neuerdings zum A\if-stand und Sabotage. Daher haben wir zunächst einmal die Angehörigen dieser gegen ihre eigenen Volkgenossen so rücksichtslosen Schwätzer in Gewahrsam genommen und einem Intemierungslager zugeführt. Wenn wir bisher scharfe Stellung bezogen haben gegen die tschechische Intelligenz, so taten wir es deshalb, weil 90 Prozent aller staatspolizeilich festgestellten Reichsfeinde, die Träger der hier so beliebten verlogenen Flüsterpropaganda, der Helferkreis der Heydrich-MÖrder und der feindlichen Agenten aus der tschechischen Intelligenz stammten." Der Redner gedachte dann mit Anerkennung und Dankbarkeit des tschechischen Bauern, der einige Entgleisungen des vergangenen Jahres durch gute Arbeit auszugleichen bestrebt war, restlos seinen Pflichten gegenüber Volk und Reich nachkommt, und des tschechischen Arbeiters, der in den Bergwerken, In den großen Rüstungsbetrleben, in der sonstigen Industrie und im Verkehrswesen gute und saubere Arbeit geleistet hat. Zusammenfassend könne man feststellen, daß ein großer Teil des tschechischen Volkes den wahren Sinn seiner Geschichte und das Lebensgesetz dieses Raumes inmitten des deutsAen Volkes und Reiches begriffen habe. Die Fragestellung der Gegenwart für die Tschechen heiße nicht: „Was wird mit uns geschehen?", sondern kann nur heißen: „Was haben wir heute zu tun?" Den Aufgaben und Pflichten der Deutschen in Böhmen und Mähren sich zuwendend, iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijtiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiitniiiiniiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Kampf gegen Wehrlose Wieder eine typisch britische Grausamkeit — Deutsches Sanitätsflugzeug beschossen Berlin, 18. Oktober Wieder einmal hat ein britisches Flugzeuß ein deutsches Sanitätsflugzeug, das mit Verwundeten besetzt war, in rücksichtsloser und grausamster Weise beschossen und einen Teil der Verwundeten Insassen durch seinen völkerrechtswidrigen Angriff getötet. Das deutsche Sanitätsflugzeug das in Nord-afrlka statoniert war, hatte den Auftrag, 16 meist Schwerverwundete, darunter auch einen bei Hl Alaniein abgeschossenen nordanien-kanischen Piloten, nach liuropa in ein Lazarett zu bringen, ttwa hundert Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt wurde das deuilich mit dem Zeichen des üenfer Roten Kreuzes ausgestattete I'liigzeug von eittem hritinchen Zerstötei angegriffen. Mehrere Granaten durchschlugen die Kabine, verletzten einen Teil der Insassen erneut und entfachten einen Brand, den aber die leichter Verwundeten mit ihren Betten luschen konnten. Durch geschicktes Manövrieren gelang es dem Piloten, das Sanitätsflugzeug wieder auf Gegenkurs zu bringen. Während die Sanitäts-|u SOS-Hilferufe in den Äther sandte, rief der britische Zerstörer noch zwei britische Flugzeuge, einen Zerstörer und einen Jäger herbei, die nun hintereinander die wehrlose Maschine unter Feuer nahmen. Das rote Kreuz an der Außenwand traf bei diesem völkerrechtswidrigen Angriff eine Garbe der Leuchtspurmunition und verletzte einen erst vor einer Stunde amputierten Soldaten tödlich. Auch der nordamerikanische Fliegeroberleutnant wurde durch diesen Angriff erneut verwundet. Erst als der Strand der nordafrikanischen Küste in Sicht kam, ließen die Briten von dem Sanitätsflugzeug ab. Dem deutschen Piloten gelang es, seine Maschine auf den Strand zu setzen. Als der amerikanische Pilot ausgeladen wurde, erklärte er, zu dieser Begegnung mit seinen Verbündeten wörtlicn: »Wenn ich eine Waffe gehabt hätte, hätte ich sie niedergeschossen.« Auch dieser Fall reiht sich »würdig« an die Grausamkeiten an, von denen die vom Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichten Dokumente ein beredtes Zeugnis ablege». Wenn es gilt, ein wehrloses Flugzeug mit Verwundeten zu überfallen, sind die Engländer rücksichtslos grausam. In der Geschützlalirilt „Rote BanUmde" Bedeutender Raumgewinn im Westkaukasus — Aufmarschbewegung der Sowjets zerschlagen Führer-Hauptquartier, 17. Oktober Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: im Westkaukasus erzielte gestern der Angriff deutscher und slowakischer Truppen j trotz heftigen feindlichen Widerstandes abermals bedeutenden Raumgewinn. Kampf- und Zerstörerllugzeuge griffen wirksam in die Erdkämpfe ein. Westlich des Terek warfen ; rumäni.sche Triippen den Feind aus mehreren Bergstellungen und brachten zahlreiche Gefangene ein. I In Stalingrad setzten Infanterie- und Panzerverbände in engem Zusammenwirken mit pausenlos angreifenden Fliegerkräften und der Flakartillerie der Luftwaffe ihren schwungvollen Angriff trotz erbitterter feindlicher Gegenwehr fort, überrannten zahlreiche Stützpunkte und eingegrabene Panzer und drangen in die üeschützfabrik »Rote Barrikade« ein. Durch Vorstoß nach Norden sind feindliche Kräfte nordwestlich der Stadt von ihren Verbindungen abgeschnitten und gehen ihrer Vernichtung entgegen. Schwerste Angriffe der Luftwaffe richteten sich außerdem gegen Batteriestellungen ostwärts der Wolga. Eigene Jagdverbände schalteten die sowjetische Luftwaffe bei Tage vollkommen aus und schössen 18 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. j Im übrigen Verlauf der Ostfront fanden tiur^ Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt. I Eine seit etwa vierzehn Tagen erkannte Aufmarschbewegung der Sowj.ets auf allen i Bahnen und Straßen im Abschnitt Kalinin-To-ropez wurde durch die Luftwaffe laufend und mit großem Erfolg bekämpft. Die für die Bahnbewegungen wichtigen Bahnhöfe Bolo-goje, Ostaschkow, Toropez, Selisharewo und Soblago wurden mehrfach mit stärkster V/ir-kung angegriffen, die Bahnlinien selbst häufig unterbrochen und zahlreiche Züge mit Truppen und Material vernichtet. Durch diesen trotz schwieriger Wetterlage fortlaufend geführten Einsatz der Luftwaffe ist es gelungen, den Aufmarsch der Sowjets nicht nur zu stören, sondern ihn teilweise zu unterbinden oder erheblich zu verzögern. Die Bombardierung militärischer Anlagen auf der inselfestung Malta wurde bei Tag und Nacht durch deutsche und italiemsche Fliegerverbände fortgesetzt. In Luftkämpfen verlor der Feind durch die verbündeten Jagdflieger fünfzehn Flugzeuge. Zwei deutsche Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. In Südengland bekämpften leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage militärische Anlagen und Ansammlungen von Landungsbooten an der britischen Südküste. Sechs Landungsboote wurden versenkt, eine Anzahl beschädigt. In der vergangenen Nacht griffen Kampfflugzeuge Hafen- und Dockanlagfen in Nord-ostenglatid an. Über dem Sefegebiet westlich Brest wurden bei Tage zwei britische Bomber durch deutsche Kampfflugzeuge abgeschossen, außerdem brachte Flakartillerie der Luftwaffe und der Kriegsmarine vier britische Bomber bei nächtlichen Vorstößen in die Deutsche Bucht und gegen westfranzösisches Küstengebiet zum Absturz. erklärte Staatssekretär Frank, die geschichtliche Größe des deutschen Geschehens verlange von jedem Deutschen, In jeder Stellung und in jedem Standort, vorbildlichste Haltung. Oberster Grundsatz habe zu sein: Das gdnze Leben und die ganze Arbeit gehören Führer und Reich. Mit den Worten „Das schönste Ufer des deutschen Stromes dieser Stadt, zu Füßen der alten Kaiserburg, mit dem Blick empor zu den Mauern und Türmen der Stätte, in der deutsche Kaiser, Könige und der Führer des neuen Reiches Reichsgeschichte gestalteten, trägt von dieser Stunde an den Namen Reinhard-Heydrich-Ufer, schloß der Redner seine Ansprache. Qeldisoedenicfiiier ffir rreiherr vom Stein Breslau, 18. Oktober Reichsleiter Rosenberg wohnte am Sonntag einer Reichsgedenkfeier für den Freiherrn vom Stein In Breslau bei, die anläßlich seines 185. Geburtstages von der Gauleltung Niederschlesiens der NSDAP Im hiesigen Opernhaus durchgeführt wurde. Gauleiter Hanke stellte dis Führerpersönlichkeit des überragenden Staatsmannes In das Blickfeld der sozialistischen Weltanschauung unserer Tage und zeichnete die Gestalt Steins als Schöpfer und Vorkämpfer einer kraftbewußten sozialistischen Staatsordnung, die Im Volksstaat Adolf Hitlers vollendet wurde. Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach am Nachmittag nach einem Referat von Stabsleiter Dr. Stellrecht auf einer Arbeitstagung des Gauschulungsamtes vor der politischen Führerschaft des Gaues Niederschlesien. Brilen inin RMudo gezwungen Vichy, 18. Oktober Die Schlacht um Anibrosita dauert immer noch an, heißt es in einer Mitteihing des Staatssekretariats für die Kolonien. Die Kämpfe werden mit Erbitterung im Süden der Sitadt in der näheren Umgebung durchgeführt. Die Engländer haben unter starkem Einsatz von Artillerie und Lauftwaffe einen massiven Angriff gegen französische Stellungen gerichtet, der abgeschlagen werden konnte. Trotz Einsatzes von Panzerwagen wurden sie zum Rückzug gezwungen vnd mußten dabei eroberte Stellungen aufgeben. Verschleppte spanische Kinder in der UdSSR verhungert Madrid, 18. Oktober Die Madrider Sonntagszeitungen bringen Einzelheiten über aus der Sowjetunion entflohenen spanischen Kinder und veröffentlichen ihre Namen. Nach Aussage dieser Kinder, die von den Bolschewisten mit Tausenden anderer während des spanischen Freiheitskampfes nach der Sowjetunion verschleppt wurden, sind viele ihrer Kameraden und Kameradinnen in der UdSSR verhungert. In den Zeitungen kommt erneut die Dankbarkeit Spaniens gegenüber der deutschen Wehrmacht zum Ausdruck, von der diese Kinder mit Schuhen, Kleidunqststücken und Lebensmitteln versorgt und ihrem Vaterland wiedergeschenkt wurden. HütaelUuluiäUek König Michael bei Einheiteo der rumänischen KrieKsmarine. Könis Michael besuchte in Begleitung des Landesverteidigunssniini-sters General Pantazi Einheiten der rumänischen Kriegsmarine in Constanza. um Offiziere und Mannschaften, die sich im Einsatz auf dem Schwarzen Meer besonders verdient gemacht hatten, persönlich auszuzeichnen. Neue Gauleiter der Falange von Franco ernannt. Der spanische Staatschef General Franco hat auf Vorschlag des Parteiministers für die Provinzen Almeria, Burgos, Cadlz, Huesca, Orense, Santander, Sevilla, Teru-elge Teruel und Zamora neue Gauleiter der Falange ernannt. 120 iranische Nationalisten von den Briten hinfEerichtet. In Ankara ist ein Bericht aus Teheran eingetroffen, nach dem 120 iranisciie Nationalisten durch das britische Kriegsgc-ricTit in Schiras zum Tf)de verurteilt und sofort hingerichtet wurden. Diese iranischen Nationalisten waren beschuldigt, eine antibritische revolutionäre Organisation gebildet zu haben. USA pumpt sich britische Kriegüspbilfe. Einer Reutenneldung zufolge hat Großbritannien weitere Einheiten der Marine den USA zum Schutz der Handelsschiffahrt an der amerikanischen Ostküste teilweise zur Verfügung gestellt Diese lakonische Reutenneldung wirft ein grelles Schlaglicht auf die Verluste, die die USA-Marine im Veriauf der bisherigen Kriegshandlungen erlitten haben muß. Druck and VerliEi Marburser Vertu»- ind Drnckerei-Oes. m b. H. - VerlaKsIcituns; Eeoo BauniEartner: nauptscbrlitlelter- Anton Qerschack' alle (p Mntburf d. d. Dran Badtasse 6 Zur Zelt fOr Anzetsen die PrelsHste Nr. 2 vom I Juli 1043 kQHIx. Auslall der Lteferunc de» Blatter bei hAtierer n»v(»l( odfr Betriebsstbrune (tibi keinen An«-""-»- «"t _________Bfiekiaktoni dat Basuatgald«« Nummer 292 / »Martnifffer Zdlun^^« 19. OWober 1942 Seite 3 So misshandelt England die Gefangenen Das Obarkommando dar Wahrmacht widerlagt dia lüganhaftan brltischan Erklärungen Berlin, 17. Oktober Das Oberkommando der Wehrmacht fibt zu den Erklärungen, die in den letzten Tagen durch den britischen Premierminister oder durch die britische Rcgierunjr abgcKeben wurden, eine VeröffentlichunR heraus, in der es heiBt: 1. Bei dem Landungsversuch der Engländer am 19, August 1942 bei Dieppe ist der deutschen Wehrmacht auch der englische Operationsbefehl für dieses sogenannte »Untenieh-nien Jubilcs« in die Hände gefallen. Im Anhang L. Abschnitt 4, Ziffer b 2, heißt es: »Wo immer es möglich ist, werden den Gefangenen die Hände gebunden, damit sie ihre Papiere nicht vernichten können.« Das Oberkommando der Wehrmacht hatte deshalb angeordnet, »daß alle bei EHeppe gefangengenommenen britischen Offiziere und Soldaten ab 3. September 1942, 14 Uhr, in Fesseln gelegt werden«. Das britische Kriegsministerium hat sich damals beeilt, auf diese Androhung einzugehen. denn schon am 2. September IH2 abends wurde durch Reuter eine Erklärung des britischen Kriegsministeriums verbreitet, in der es hieß: »Es wird mit Nachdruck in Abrede gestellt, daß irgendeinem deutschen Gefangenen die Hände gebunden worden sind.« Im Vertrauen auf die Aufrichtifkeit dieser Erklärung hatte das Oberkommando der Wehrmacht die am 2. September 1942 mittags angekündigten Maßnahmen gegen die britischen Kriegsgefangenen noch vor ihrer Durchführung aufgehoben. Eidliche Aussagen und Photos beweisen Das Oberkommando der Wehrmacht hat Inzwischen üljer die vielen Fesselungen, die bei Dieppe vorgekommen sind, nicht nur erschütternde Photographien des noch gefesselt tot aufgefundenen Schneiders Starke der Organisation Todt erhalten, sondern auch zahlreiche ordnungsmäßig vor einem Kriegs-gerichtsrat gemachte eidliche Aussagen von Soldaten und Arbeitssoldaten der Organisation Todt, die inzwischen zehn Minuten und anderthalb Stunden gefesselt waren. Nur einige dieser Aussagen seien im folgenden wiedergegeben; sie zeigen zugleich, in welcher zum Teil unglaublich rohen Art die Fesselungen durchgeführt worden waren. 2. In der Aussage des Obergefreiten Albert Pörr heißt es: »Auf der Wiese, auf die auch wir geführt wurden, lajcen mehrere OT-Män-ntr. Sie waren alle gefesselt. Die Leute, die ich gesehen habe, waren alle in der Weise gefesselt, daß die Hände auf dem Rücken zusammengebunden waren. Vor mir lag ein OT-Mann. Diesem waren die Hände auf dem Rücken In der Welse zusammengebunden, daß die beiden Daumen aneinandergebunden waren. Von den gefesselten Händen führte ein Strick nach dem Hals in der Weise, daß dieser Strick vorn um den Hals gelegt war, nach hinten über den Rücken lief und dort an die Hände angebunden war. Die Folge dieser Fesselung war, daß beim Ermüden der Hände und Arme die um den Hals führende Schnur nach unten gezogen und daß dadurch dem Gefesselten die Luft gesperrt wurde ...« Der Arbeitssoldat der Organisation Todt Josef Böllinger hat eidlich folgendes erklärt: »Ich selbst bin in englischer Gefangenschaft nicht gewesen. Am 19. August 1942 gegen Abend sagte zu mir unser Frontführer Reinhardt, wir sollten den Schneider Starke, der oben am Wege lag, holen. Als wir zu ihm kamen, fanden wir Starke tot am Wege liegen. Ihm waren die Hände nach vorn gefesselt. Die Fäuste waren zusammengekrampft. Es war zwischen den Händen etwas Spielraum, Er hatte am Leib eine ziemliche Wunde. Ob es eine Schußwunde oder eine Stichwunde war, kann ich nicht sagen. Auf der anderen Seite des Bauches hatte er gleichfalls eine Wunde. Ferner hatte er am unteren Kinn eine Verletzung. Es sah so aus wie eine Stichwunde. Ich kann es aber nicht behaupten, ob es eine war.« Wenn die englische Regierung bisher die nötigen Belege für die deutschen Behauptun- gen über die Fesselungen bei Dieppe vermißt zu haben glaubt, so müssen die hier veröffentlichten gerichtlichen Vernehmungen an sich woM genügen. Die deutsche Reichsregierung stellt es aber gleichwohl frei, die hier wiedergegebenen und die darüber hinaus noch vorliegenden Aussagen auf dem Wege über die Schutzmacht durch erneute Vernehmung der Betreffenden nachprüfen zu lassen. Fesselung auch auf Sercq II. Die neuen Erfahrungen bei dem englischen Uberfall auf der Insel Sercq am 4. Oktober 1942 haben bewiesen, daß die Versicherung der Zurücknahme der erst angezweifelten Fesselungsbefehle entweder xs^e-der eine Unwahrheit darstellt oder aus Un-disziplin der englischen Truppen nicht befolgt wird. Denn auch bei dem Unternehmen gegen Sercq haben die Engländer wiederum alle fünf deutschen Gefangenen gefesselt, wie die vor einem Kriegsgerichtsrat gemachten eidlichen Aussagen der beiden lebend davonge- als Entschuldigung von den Briten vorgebrachten »Gründe« für die Fesselung der fünf deutschen Soldaten im Falte Sercq, die angeblich an (gar nicht vorhandenen) deutschen Kasernen vorbeigeführt werden mußten, und fährt dann fort: Das ist britische Kriegtührung III. So erlogen die mühsam erfundenen »Gründe» für das erwiesene englische Verhalten gegenüber den deutschen Gefangenen sind, so abwegig ist es auch, wenn die britische Regierung in ihren Erklärungen vom S. und 10. Oktober sich gegenüber den jetzt getroffenen detitschen Maßnahmen darauf beruft, daß nach Artikel 2 des Genfer Kriegsgefangenenabkommens Repressalien gegen Kriegsgefangene verboten seien. Wer auch nur eine Spur anständigen soldatischen Empfindens hat, muß zugeben, daß die Behandlung der deutschen Gefangenen bei Dieppe und auf Sercq aller Menschlichkeit und sol-dalischen Ehrauffassung hohnspricht und die m PK-Anfnahmc: Kriegsberichter Zwillins (Wb) Gefangene Briten in Nordafrika Sie werden in großen Lastkraftwagen zu den rückwärtigen Linien gebracht koimrienen Pioniergefreiten Klotz und Just einwandfrei ergeben. Jeder der f»ui Pioniere wurde nachts von zwei Engländern überfallen und zum Mitgehen gezwungen, ohne sich vorher noch ankleiden zu dürfen. Sowohl dieser verbrecherische Vorfall auf der Insel Sercq wie die nachträglichen Ermittlungen nach dem l.andungsversuch bei Dieppe haben somit einwandfrei gezeigt, daß das britische Kriegsministeriuni zwei falsclie Erklärungen abgegeben hat. Infolgedessen sah das Oberkommando der Wehrmacht sich gezwungen, unter kurzer Angabe des hier ausführlich wiedergegebenen Beweisinaterials in einer Rundfunkerklärung am 7. Oktober 1942 unter anderm anzukündigen, daß vom 8. Oktober. 12 Uhr mittags an, sämtliche hei Dieppe gefangenen britischen Offiziere und Soldaten in Fesseln gelegt und in Zukunft sämtliche Terror- und Sabotagetrupps der Briten und ihrer Helfershelfer, die sich nicht wie Soldaten, sondern wie Banditen benehmen, von den deutschen Truppen auch als solche behandelt und, wo sie auch auftreten, rücksichtslos im Kampf niedergemacht werden. Da das britische Kriegsministerium befriedigende Erklärungen hierauf abzugeben nicht gewillt war, sind am 8. Oktober 1942 von den seinerzeit bei Dieppe eingebrachten englischen Gefangenen 107 Offiziere und 1269 Mannschaften in Fesseln gelegt worden. Die deutsche Erklärung schildert dann die 'v'': •' r'^ ' j ; Die Gefangenenzahl an der Auch hier sind wieder alte PK-Autnalimc. KricKsberlchtcr Qcllcr (Wh) Ostfront wächst stündlich Rassen und Jahrgänge vertreten einfachsten Soldatenrechle gröblichst verletzt. Es sind also die Engländer, die sich schwere Verstoße gegen das Genfer Kriegsgefange-nc.iabkoninien haben zuschulden kommen lassen. IV. Das Verhalten reiht sich »würdig« an zahllose grobe Verstöße der Briten gegen die einfachsten und natürlichsten Gebote menschlicher Achtiing lind gegen Grundregeln des Kriegsvölkerrechtes. Einige der schwerwie-pcnuLn Fälle sollen, um das Bild von den Methoden englischer Kriegführung zu vervoll-sfändigen, nunmehr der Öffentlichkeit unterbreitet werden. Ein Beute-Aktenstück über »Explosives-, Demolitions-, Technical Instructions-, Traps and Mines« (Sprengstoff, Zerstörungen, technische Anweisungen, Fallen und Minen) enthält eine umfangreiche Dienstanweisung für Pioniere zur Verwendung von Sprengstoffen und Minen. Auf Seite 28 befindet sich folgende Anmerkung: »Das Mitnehmen von einem oder zwei Kriegsgefangenen bei den Suchtrupps ist ein erheblicher Aktivposten und kann zum Auffinden von versteckten Sprengladungen wertvolle Dienste leisten.« Diese Anordnung für das Vorschicken von Gefangenen zum Minenräumen ist ein eindeutiger dokumentarischer Beweis nicht nur für die Duldung, sondern geradezu für das Befehlen eines besonders schweren Verstoßes gegen das Kriegsgefangenenrecht. V. In einer Unzahl von Fällen ist auf Soldaten in Seenot geschossen worden. Derartige Fälle sind insbesondere im Schiffsverkehr nach Kreta immer wieder vorgekommen, und zwnr so häufig, daß diese Beschießungen nicht Einzelverfehlungen untergeordneter Dienststellen sein können, sondern ebenfalls auf Befehl höherer britischer Kom-mandobehörden erfolgt sind. Diese höheren britischen militärischen Stellen tragen daher auch die Verantwortung für diese Kriegsverbrechen. Maschinengewchrfeuer auf Ertrinkende Den ungeheuerlichsten Fall dieser Art stellt die Versenkung des 35 t großen Motorseglers »Osia Paraskevi« am 12. Mai 1941 auf der Fahrt von der Insel l.emnos nach Cavalln dar. Hierüber liegen die eidlichen Aussagen der überlebenden griechischen Besntzung (Kapitän und fünf Mann) vor, aus denen sicli folgendes ergibt: »An Bord befanden sich außer der griechischen Besatzung ein deutscher Offizier, ein Unteroffizier und zwei Marm. Das Schiff stoppte sofort, imd dc*^ griechische Kapitän winkte mit einem weißen Tuch. Der deutsche Offizier wurde vom Turm des längsseits gehenden U-Bootes aus mit der Pistole hiesehdssen. F.in Offizier de-^ U-Bootcs forderte in englischer Sprache die griechische Besatzung auf, in das Rettungsboot zu gehen. Die deutschen Soldaten winden mit einem Maschinengewehr bedroht und gezwungen, sich unter Deck zu begeben. PK-KriCKsherlchter Pilz — Wchrbilderdienst (Sch) Die Hakenkrenzflagge auf einer Hochburg des Boischewismus An der zerschossenen Fassade des kommunistischen Parteigebäudes in Stalingrad, das von den Sowjets aufs heftigste verteidigt wurde, weht nun die Hakenkreuzflagge Darauf eröffnete das Unterseeboot aus 10 m F-ntfernung das Oeschützfeuer auf den Motorsegler, der sofort in Brand geriet und schnell sank. Mit teilweise brennenden Uniformen sprangen die deutschen Soldaten ins Wasser und wurden, im Wasser schwimmend, so lange mit Maschinengewehren beschossen, bis alle getroffen und untergegangen waren. Die griecliische Besatzung war in einer Entfernung von .SO m Zeuge dieses Vorganges von Anfang bis zum Ende.« Mindestens so schamlos und brutal wie diese Vorfälle auf See waren auch die Methoden der Briten im Erdkampf auf Kreta Iiier haben die Briten schon dadurch schwerste Schuld auf sich geladen, daß sie lange vor Beginn des deutschen Angriffes den dann geradezu ungeheuerlich in Erscheinung getretenen zügello5»en Bandenkrieg durch Auf-hetzung und wohldurchdachte Organisiening der Zivilbevölkerung und vor allem durch reichliche Verteilung von Waffen verschiedenster Art vorbereitet haben. Als VI. Punkt wird der schon bekannte Fall geschildert, daß nach einem Befehl der 4» englischen Panzerbrigade in Afrika den Gefangenen weder Nahning noch Schlaf noch Getränk gewährt werden soH. Hinterhältige Gangstermethoden VII. Schließlich verdient noch das folgende Beispiel für die verbrecherischen engli.'mhen Kampfmethoden an die Öffentlichkeit gebracht zu werden: Ende Dezember 1941 waf in der weiteren Umgehung von Kopenhagen ein in London ausgebildeter Fallschirmsprin' ger abgesprungen, jedrKh tödlich venm-glückt, da der Fallschirm sich nicht ordnungsgemäß entfaltet hatte. Bei der Untersuchung des Toten ergab sich, daß er unter der Fliegerkombination in einem Gurt eine typische Gangsterpistole trug. Die Besonderheit bestand darin, daß der Träger mit der Hand in jeder Stellung durch Betätigung eines besonderen Bovvdenzuges, der unter dem Ärmel liegt und nicht zu sehen ist, schießen kann. Der beabsichtigte Zweck dieser Einrichtung liegt klar zutage. Er besteht darin, den Festnehmenden aus nächster Entfernung hei scheinbarer Ergebung durch ffändehochhe-ben in hinterlistigster Art und Weise umzulegen; denn diese Apparatur ermöglicht es. mit erhobenen, hinter den Kopf und auf den Rücken gelegten Händen sowie mit hochgehaltenen Armen zu schießen. Das (Oberkommando der Wehrmacht schließt: »Das allein sind die Gründe, die das Dber-kommando der Wehrmacht veranlaßt haben. Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, denn es ist dem deutschen Volk getrenüber verpflichtet, nicht nur die Ehre seiner Soldaten zu schützen, sondern vor allein eine menschliche Behandlung deutscher Gefangener einem Gecner gegenüber durchzust^Een. dem das Gefühl für |ede humane odrr gar ehrenvolle Behandlung von gefangenen Sn'daten völlig fehlt.« Schärfste Gegenmaßnahmen Im Hinblick auf diese deutschen Gegenmaßnahmen hat der englische Rundfunk am 9. Oktober 1942 um 15 Uhr über den Sende Daventry bekanntgegeben: »In London wird in Erwägung gezogen, daß die englische Regierung alle Gefangenen der Achsenmächte vom gleichen Gesichtspunkt aus betrachten und keinen Unterschied zwischen italienischen und deutschen Gefangenen machen wird.« Angesichts die.ser Meldung, die die englische Regierung durch den Rundfunk hat verbreiten lassen, sieht sich die deutsche Regierung veranlaBt, die auf allen Fronten den verbündeten Feinden abgenonmienen Kriegsgelangencn ebenfalls als Einheit zu betrachten. Völkc-rechtswidrige oder un' menschliche Behandlung deutscher Kriegsge* fangener auf irgendeinem Krieirsschauplatz, zum Beispiel auch in SowjelruBhnd. wird dann von jetzt ab die Gesamtheit der von Deutschland eingebrachten (iefnngcnen ohne Rücksicht auf ihre 7m ont tritt eine jener großen Geigerperaönllchkei-ten das Podium, deren bezwingende Art sich nicht nur in der restlosen Beherrschung des Instrumentes, sondern ebenso «ehr auch In cier tiefen Ausschöpfung der Werke offenhart. Hier wird der Solist zum nachschöpfe-rischen KUnder, dessen virtuose Meisterschaft höchsten Genuß bedeutet. In Siegfried Schultze aber hatte der Meister einen kongenialen Partner gefunden, der erstaunliches Können, gepaart mit feinstem musikalischem Anp8Sfiung3vermÖgen ins Treffen au führen wußte. Man erlebte ein klangliches Wunder, f^ctragen vom völligen Einsseln der beiden Instrumente. Kulenkampff und Schultze die Beethoven-sche Kreutzersonate, op. 47, spielen zu hören, war schlechthin eine Art von musikalischer Offenbarung. Ebenso gestaltete sich Schuberts spätejs Opus 162 zu einem jener FPltcncn, von a'ler Erdenschwere freien Wiedergabe, die Im Zuhörer eine Art von Verzauberung hervorrief. Daß auch Hans Pfitzners Sonate in e, op. 27, mit ihrem romantisch Impetuosem Struk-turgefüge ganz der sensiblen Geigerpersön-liciikeil Kulenkampff.s entsprach, soll nur noch Ria besoiulerea Merkmal iJiesea großen Abendfi erwfthnt werden. Die beiden Kün.st-Icr wurden begeistert bedankt. Kurt Hildebrand Matzak »Die Boheme« Zur Erstaufführung im Mar&urger Stadttheater 4- V'lchy verbietet USA-I-llmc. Die Vorführung vrin USA-Filmen im unbesetzten Frankreich wurde mit Wirkung vom ID. Oktober an verboten. Ciidcomo Puccini dürfte es im Jahre 1897, als seine „Boheme" zum erstenmal über die Bretter ging, kaum geträumt, geschweige denn geahnt haben, daß sie einen Welterfolg anbahnte, der seinen Namen zu einem der populärsten in der Geschichte der modernen Oper machte. Die italienische Musik, die am Anfang des vorigen Jahrhunderts auf ' allen Bühnen der Welt tonangebend war I und die von Giuseppe Verdi zu einem noch nie erreichten Höhepunkt gelührt wurde, ' hat in Giacomo Puccini einen neuen Herold jgelunden, der ihr die Beherrschung der Öpernbühnen auch in Zukunft sicherstellte. I Puccini wußte sich nicht nur in die Seele seines Volkes, sondern insbesondere 'lU'rh in die des deutschen hinein zu singen. In seiner „Boheme" findet die Leichtlebigkeil und der unbekümmerte Leichtsinn in der Allgewalt der Liebe einen siegreichen Gegenspieler, Die Gestalten Rudolfs, Schau-niirts. Marcels und Collins sind nach Murgers bekannten Roman guzelchnet. Ihre widerspenstigen Naturen binden IJnbeküm-mertheit und Herzensgüte, fröhliche Ausgelassenheit und mitfühlendes Verstehen zu einem bunt und prächtig wirkenden Blumenstrauß. Die Musik erschöpft sich nicht nur in Arien, deren Melodien zum Allgemeingut aller musizierenden Völker geworden sind, sondern stellt auch den Parlando-Gesang in das Gefüge des musikalischen Geschehens. Ein feiner künstlerischer Geschmack, der in einem natürlichen musikalischen Instinkt seinen üppigen Nährboden findet, paart sich mit einer für die Zeit der Entstehung der „Boheme' bedeutend ausgereiften Technik. Mit sparsamsten Mitteln weiß Puccini gewaltige Effekte hervorzuzaubern, die an Gefühlstiefe selbst die strahlende Kraft seiner berühmten Arien übertreffen. Opernchef Richard DietI, der die Aufführung vorbereitete und dirigierte, hat sich nichts von den vielen Kostbarkeiten, die die Ein Abend der Volkskunst in Marburg Die Ge^cliwister Hucliberirer und der Mumo saal — \Viedcrlu)lun'4 des U Ein Abend echtcstcr Volkskunst Rclicirl r.n den Sellcnhcitcn. tiocli tiielir, wenn er von Künstlern gestaltet wird wie den Gesciiwi-Mern Buclibcry:er und dem Mumoristeti Tran/. Resl. die durch den Reichssender Wien nur ru jnii bekannt sind und uns im Verlauf von X'nlksliecierahenderi so oft Kinkchr halten ließen in das k'oüc LiedKUl der Alpenläiider. So ist es verstündlicli. dali die beiden Uast-, spiele am Samstair im Meiinatburidsual m Marburjj restlos ausverkauft waren und die Rcsncher sicli in dem Beifall für die Künstler fast zu überbieten schienen. Und diese glückliche Vier hat sich die Anerkeniuin;.; für ihre Leistungen wohlverdient, vermittelten uns doch die Geschwister Iinchbers:er unverfälschtes VolksliedRUt. Schon der »Zillertaler Marsche und die traute Tiroler V^olkswcisa »Die Gamsen, schwarz und braun waren Kostbarkeiten aus dem s;ro[.?en. vielfarbigen Kranz der Lieder der Alpenüimler. Die traute Heimat weise ».Mei Glück is a Hütterl« und das »Fesche Tirolermadl«. ein Volks'ied mit Jodler und Flchoiodler. sind als Perlen dieses Lied^iutes zu bezeichnen. Merrlicli kam das iJed »Wo die Alpenrosen blühn* zu Tie-hör, neckisch Josef Polls Lieddichtunifen »Die Kasainandeln« und »Das Zeisele«. Beifall auf Beifall spendete man dem »Volkslieder-potpourri« und dem Tiroler Nationallied der Koppla-Alm«. Mit den beiden Urauffüh-! runden »Die schnc'disren Tiroler nuben mit I ihrem Edelweiß" (von Albin .Morader) und das »Glockncr-Lied« Cf ext von Petrak, kom-^ poniert von M. rjcVliin) hat das deutsche Lied- ^ irut abermals eine wertvolle ilcreicherunn er- rist Franz Resl Eastierten im Hcimatbund-astspiels heute in Pettau fahren. StinununRSvoll, tiefe Heimats^hnsucht au.^ströniend, kamen diese beiden IJeder /um Vortrag. Wollen wir noch die »Kußlied«-Kpisüde erwähnen und das lustige Duett »Zwei von) Standesamtt, so sei der bunte Kranz echter Liedkunst aus den Alpen, begleitet von Zither und Klampfenklang, kurz gezeichnet, dei allen Besuchern in ausgeprägtester heimatlicher Ausdrucksform tnit augfzeichneten Stimmitteln gereicht wurde. Der vierte im Bunde war Franz Resl, der beliebte llumorist, der in beredsamer Weise für wirkliche gute Laune sorgte und alle Be-suclier weit entführte vom grauen Alltag. Köstlich waren seine Kurzgeschichten, sein »Frlauschtes und Geschautes« und nicht zuletzt seine »Schmierbuch«-Anfzeichnungen, in denen wir unsere lieben Mitmenschen — er stellte sich in ihren Mittelpunkt — im Wirbel ergötzlichster Karikatur wiederfanden. Der Humorist war an diesen» Abend der »König der guteii Laune«, an beifallsfreudigem Gefolge hat es ihm nicht gefehlt. Gern wird Marburg dieser Künstler gedenken, die uns diesen unterhaltenden Abend bescherten und wenn wir sie wieder einmal im Rundfunk h(iren, wird abermals der Wunsch laut werden, mit dem sich die Besucher von ihnen verabschiedeten, sie bald wieder einmal in Marburg begrüßen und umjubeln zu können. Wie bereits bekannt, werden die Geschwister Buchberger und Franz Resl heute Montag abend ein einmaliges (iastspiel in Pettau geben, das gleichfalls von einem vollen Krfoig begleitet sein wird. Robert Kratzert Partitur außer den großen Arien enthält, entgehen lassen. Er hat die dramatischen Effekte, die oft vom richtigen und zweckmäßigen Einsatz eines einzelnen Instrumentes abhingen, restlos erschöpft und in jedem Zuhörer jenes Mitgefühl wachgerüttelt, das Mimis und Rudolfs Schicksal verdienen. Es gab prachtvolle Pianissimos in den Geigen bei voller Entfaltung ihrer Tonblüte. Die Tempi waren sorgfältig ausgewogen, die schwierige Einleitung, die unvermittelt ins Bühnenbild überleitet und sich später, tonlich abgewandelt, noch einigemale wiederholt, verriet sorgfältige und gewissenhafte Probenarboit. Die volle Kraft des Orchesters wurde dort, wo es die Vorgänge auf der Bühne gebieten, geschickt gedrosselt, ohne den Zuhörer diese Drosselung empfinden zu lassen. Die Aufführung war eine musikalische Leistung großen Formats, deren sich Provinzstädte nur selten rühmen können. Die Darsteller bauten Ihr Spiel mit fühlbarer Freude in den großzügig und genial umrissenen Rahmen, in den Öpernchef Dietl und Spielleiter Erich Matthias das Werk stellten. Die Spielleitung stand ganz im Dienste der Musik und hat alles aufgeboten, um ihr den erforderlichen, sichtbaren Hintergrund zu geben. Es ereignete sich nichts auf der Bühne, das nicht In engster Verbindung mit der Musik gewesen wäre oder Fragen, die den Gang der Handlung betreffen, offen gelassen hätte. Die Hauptfiguren Mimi und Rudolf wurden von Maria Reichelt und Erwin Friese vortrefflich dargestellt. Maria Reichelt, die als Madame Butterfly im vorigen Jahr eine unvergeßliche Leistung bot, hat selbst die unbescheidensten Erwartungen weit über-troffea. Ihr Spiel war sorgfältig abgewogen, der Stimraeinsatz klug bemessen. Man weiß nicht, ob man ihr strahlendes Forte, in dem sie in ihren Arien schwelgte oder Ihr pnk-kendes Parlando, dessen zartes Pianissimo auch nicht eine einzige Silbe fallen ließ, als Gipfelpunkt Ihres Könnens bezeichnen darf. Die gesangliche Darstellung des letzten Aktes häte kaum der Vollendung näher kommen können. Ihr Partner Erwin Friese hat in dieser Oper endlich eine Rolle gefunden, die wir ihm schon immer gewünscht haben, eine Rolle, die es ihm gestattete seine Stimmittel voll zu entfalten. Sein angenehmer, leidumflorter Tenor war für sie wie geschaffen, Mühelos erklomm er die höchsten Regionen des nur dem Tenor vorbehaltenen Stimmbe-reirhes und hielt auch der qeballten Kraft des Orchesters erfolgreich stcind. In seiner Arie ,,Wie eiskalt ist clios Händchcn" hat er sich einen verdienton Sondorerfolg ersun-gen, der in einem fast nicht endenwollenden Applaus auf offoner Bühne seinen Ausdruck fand. Marcel, den Maler, gab Fritz Schmiedt-Franken, ein fabelhafter Schauspieler und stimmgewandter Sänger. Das leichtsinnige Quartett komplettierten Erich Matthias als Collin und Heinrich Leskoschek als Schau-nard, beide in der Darstellung ausgezeichnet in ihrer gesanglichen Leistung zufriedon-stellend. Auf hoher Stufe stand auch Gretl-Ewa Popp als Musette. Ihre leichte duftige Stimme war mit jener Koketterie geladen, die ihre schelmischen Augen ausstrahlten. Im Finale des zweiten Aktes gab sie eine unvergeßliche Probe ihres gediegenen Könnens. Um kleinere Rollen bemühten sich erfolgreich Ludwig Münch, Alexander Dahlbevg und Herbert Richter Die Bühnenbilder waren von Gottlieb Us-sar, der im ersten Akt eine naturechte Künstlerbudc, im zweiten ein kleines Cafe und einen winkligen Platz in All-Paris und Drei lahre „Wien-Fiim" Dl» Gründung der »Wien-Film« alJ damals jUngater deutacher Produktionageaellachaft Im Oftige des zielbewußten und kulturell immer höher strebenden deutschen Film-achaffens bedeutete Ende und Anfang zugleich. Ende mit einer Aera volksfremder* in sich uneiniger, zersplitterter Filmwirtschaft. mit einer Periode unfruchtbarer! willkürlicher Arbelt an Stätten, die In kemer Weise mehr den technischen Bedingungen und der Würde der Arbelt entsprachen. Anfang aber einer leidenscha.ftlich aufgenom" menen, von verantworlinigsbe\vuRten Män- I nern der Praxia und hohen Könnena angefühlten Schaffexisperiode Im verpflichtenden Dienst der deutschen Filmkunst — Anfang eineä Werkes, dessen heute, nach dreijährigem Bestehen zu übersehende Leistungen eine Arbeit dokumentieren, die von schönem, ehrlich verdientem Erfolg begleitet ist. Der Aufbau der »Wien-Film« vollzog «ich In überraschender Kürze und geschah in aller Stille. Umso deutlicher zeichnete sich dann am ersten fertigen Wien-Film, mit dem die Öffentlichkeit bekanntgemacht wurde, das ernste künstlerische Wollen und das Können der neuen Firma ab. Es war der begeistert aufgenommene Film »Unsterblicher Walzer«, der sozusagen die Visitenkarte des neuen Wiener Filmschaffen* darstellte, wie es sich In der »Wien-FUm< repräsentiert. Hier ertönte ein neuer Klang, rein und jubelnd, klar und wahr. Und ea blieb nicht ein Versprechen, dag die »Wien-Film« mit diesem Ihren ersten und ausgezeichneten Werk abgab — es folgten in fast ununterbrochener Reihe weitere Filme, In denen ein klug und künstlerisch vorgehender Wille spürbar wurde und der Geist jener deutschen Landschaft und ihres kulturellen Zentrums lebte, der seit je von den Genien deutscher Kunst gesegnet war. Denken wir nur an die großen, zu W^elterfol-gen gewordenen Wien-Filme »Mutterliebe« und »Postmeister«, an »Operette« und »Wiener G'schlchten«, an »Heimkehre und »Wiener Blut«, an den »Lieben Augustin«* »Brüderleln fein« und jetzt an den Film um Mozart, der seiner Vollendung entgegengehtj I im dritten, eine künstlerisch gut ausgeführte Schneelandschaft im fahlen Licht der Wm-tersonne auf die Bretter stellte. Diese Oper darf in das Ehrenbuch unserei nach dreiundzwanzigjähriger Fremdherrschalt wieder deutsch gewordenen Theateri eingetragen werden. Dr. Eduard Butschar •f Lieder und Ballodenabcnd lu Cilll. Am Mittwoch, den 21. Oktober, um 20 Uhr, singt im Saale des Krelshauses Cilll der Kammersänger Herbert Alaen von der Staatsoper in Wien, begleitet von Dr, Egon Kornautli, Lieder von Schubert und Balladen von Karl Loewe. Alsen verfügt Uber einen jener seltenen Bässe, die eine üppige füllige Höh« mit der markanten Grundgewalt der Tief® verbinden. Zugleich aber bewundert man an ihm immer wieder die hervorragende künstlerische Gestaltungskraft, die die Zuhörer völlig in ihren Bann zu achlagen weiß und zu Begeisterungsstürmen hinreißt. In Dr« Egon Kornauth, dem vielgereisten Pianisten und anerkannten Komponisten, dem Träger des österreichischen Staataprelacs für Kompositionen. dem 1. Preisträger beim Jubl-läumswettbewerb der Wiener Konzerthaus-gesellschaft und anderer bedeutender Musikpreise, der heute als Lehrer für Musiktheorie an der Wiener Relch.shochschule für Musik wirkt, hat Alsen einen kongenialen Begleiter am Flügel. Dieser Abend, der dem Liederfürsten Schubert imd dem unübertroffenen Meister der g»x)lien dramatischen Ballade Carl Loewe gewidmet ist, verspricht ein seltenes Kunsterlebnis zu werden. Das mdiocem Jxh Roman von A. von Sa Genhofen 27. Certy hat vor Aufregung Fieber bekommen, Alles in ihr vibrieit bei dem Gedanken neuaufsteigender Hoffnung. Sie will mit Berndt fahren. Dieser sitzt bei ihr und hat ihre nervösen Hdnde fest in den seinen, Ihr Zittern vergeht langsam. Es strömt stfts eine merkbare Kraft von ihm nus, die sie beruhigt. „Gerty, sei vernünftig", bittet er. ,,Wenn ich eine Spur gefunden habe, komme ich zurück. Dann hole ich dich sofort. Bis dahin mußt du dich gedulden. Du würdest mir jetzt keine Hilfe sein, sondern mich nur an der Entfaltung aller Mittel hindern. Das wirst du doch einseben? Wenn du mir da oben krank wirst kann ich nicht arbeiten, und alles bleibt so voller Zweifel wie es ist. Sieh zu, daß du bald kräftiger wirst'" Gerty erkennt seine Vernunftsgründe an und fügt sirh ihnen, so schwer es ihr auch fallt Nachdem er ihr noch fest vetsprochen Kie sofort zu holen, falls er eine wichtige Entdeckung gemacht, schlaft sie getröstet ein. Die drei Herren sitzen norh lange beisam men Herr Bodmann srhenitt den andern von ^rmern Opi mismus Ihre Tochter hat mir diespn festen GInubpn geiebfn. lieber Merr Trevlitsch Lipbende ihnen und fiditen off voneinander mehr »Is dei Verst ind ind; rer ru fassen und zu befneifcn vernMn If h hin fps» H ivop (iberzeiioi wir f)tto leHrnd miffinden Der Briefträger geht in Königswusterhausen den Gehsteig entlang. Plötzlich hält er vor einem offenen Parterrefenster an. „Ich habe einen Brief für Sie, Frau Piepkel" Er zieht ihn hervor und reicht Ihn ihr durchs Fenster. Frau Piepke, die vor der Nähmaschine sitzt, greift danach und schlitzt den Umschlag auf. Als sie gelesen, wirft sie den Brief ärgerlich auf den Tisch. Auf der gleichmäßig ratternden Nähmaschine reißt der Faden ab so daß sie stehenbleibt. Lore hebt den Kopf Was Ist denn. Mutter?" Frau Piepke nimmt den Brief mit der Linken auf und »chlänt mit der Rechten darüber. Es ist, als gäbe sie jemand eine Ohr-fefqe. „Man »oll sirh nicht um die Leute kümmern. Man hat nichts als Undank davon Der feine Herr Milller ist wieder durchgebrannt. Bergmann mach» mir Vorwürfe, er schreibt, wenn man die Leute nicht kennt soll man sie nicht empfehlen. Lächerlirbl" Lore steht auf und kramt in einem Schub fach nur um ihr Gesicht nicht zu zeigen. Diß et eines Taqes wieder versrh w'ndtt. hat sie schon immer gefürchtet Sie fühlt, wie ihr die Tranen kommen, und will aus dem Zimmer Aber die Mutter hält sie auf „Ich hab s ja gleich gesagt — renn nicht weg — bleib da — es ist nicht viel mit ihm los. Du hast ihm immer das Wort geredet. Jetzt hcit man sl Es wÄre gescheiter gewesen, ich hätte dirh bei Bergmann untergebracht statt ihn Mit deiner S'hneiderei ist ohnehin nichts los Atier so dumm 'sf man eben, man opfert seine Zeit für fremde Leute!' Loie läuft ati«! dem Limmer. Sie kann das Gescheite nicht IHnger anhören. In der Narht liegt sie s'imrfpnlanfi warh ind | schUich/t haltlos in H'e Kissen Die See geht mit starken Wellen. Sie kommen eilig und zerschlagen sich geschäftig an den Felsen. Sie sind wie Vorreiter, die die Ankunft des Heeres anzeigen, das in Gestalt von schweren Stürmen mit haushohen Wogen im Herbst gegen die Küste brandet. Hanna geht nach des Tages Arbelt, wenn über das Wasser der Abend sinkt, zum Sandhügel, wohin sie Georg beim Abschied begleitet hat. Dort steht sie Tag für Tag hochaufqerichtet, und der Seewind flattert um ihren kattunenen Rock und legt ihn eng um die schmalen Hüften. Sie steht lange und unbeweglich und denkt nicht daran, daß man sie weithin sehen kann. Am Meer ist dies nichts Ungewöhnliches, Die Frauen und Minner sehen sie, und es Ist Ihnen nichts Neues. Es hat schon manche so gestanden, Tage, Wochen, Jahre hindurch, und hat über das Meer mit leerem Blick in die ewige Unendlichkeit geschaut. Alle wissen, sie wartet auf einen, den sie lieb hat So haben sie es auch, ohne darüber zu reden, hingenommen, daß Hanna jeden Abend auf dem Sandhügel steht und auf den Fiemden wartet. Nur, daß Ihr Blick nicht See-, sondern landwärts gerichtet ist, und ddß, wenn jemand landwärts gezogen Ist, er ja wiederkommen kann. Hol's der Teufel, sie hfttt's verdient um ihn. Der Kapitän geht wie ein brummender Bär von Fenster zu Fenster In seinem kleinen Hirns, dann holt er sein Fernglas und sieht sein Kind stehen, so lange, bis ihm die Augen trübe werden und die Dunkelheit ihr Bild verwischt. Heute aber fangt ILinne plötzlich zu Inn-fen an mit qrhreifefen Armen Kinft sie Cs sieht AUS, rils streife pin großer, hfiller V(iüel vom Iluget hinab in die Ferne. Da schraubt der Kapitän sein Ferngia« koplnickend zusammen. „Es Ist gut so. Hätt's nicht glauben können von ihm, daß er kein Wort mehr von sich hören läßt und für immer fortbleibt", murmeln leise seine Lippen^ und ein Gefühl der Rührung und Dankbarkelt steigt In der Brust des sturmerprobten Mannes auf. * Vor dem Wirtshaus „Zur blauen Welle" hält ein Auto. Der Wirt kommt eilig herbeigelaufen und begrüßt den Ankommenden. ,,Schön' guten Tagt Wollen Sie bei mir einkehren? Ich mein, ich solt den Herrn ken-nenl" Kurt Berndt nimmt die Hände vom Steuer und erhebt sich. „Slimmtl Sie kennen mich. Ich hab* vor Wochen ein Glas Milch bei Ihnen getrunken, und Sie haben mir den Weg zur Unfallstelle des Flugzeuges erklärt. Erinnern Sie sich?" „Ja, ja. ganz recht, bin im Bilde." „Haben Sie Fremdenzimmer? Ich möchte einige Zelt bei Ihnen wohnen." „Fremdenzimmer..., gewiß ..., einbettig, zwelbettig, wie Sie wünschen. Außerdem vorzügliche Küche ..., bayrisches Bier ..." „Freut mich. Ist eine Garage vorhanden, in die ich meinen Wagen einstellen kann?" ,,Gewiß! Im Hof links . . Platz für mehrere Wagen. Bitte, Ich mache eben das Tor aufl" „Hans! Frltzl Ihr Lausbuben, wo steckt Ihr denn wieder? Nehmt mal den Koffer un, die Decken und den Mantel!' befiehlt er *.cinen Sprößlingen. „Fritz, paß gefälligst auf, du schleifst den Mantel auf der Erde'" ,.l!iiil)(Mlif| . (Hier /.weibfttig?" F.inbottig" erwiticrf Kurt lärbelnd mit nppi lustigen Bllrk auf die hrirlrn Blondköpfe, »Marburger Zeltungc 19. Oktober 1942 Volk an der Grenz« auf der Wacht Der Kreistag in Rann - stolzes Bekenntnis zum Reich Der sUdötilichsU Kieit Grossdeutschlands, «in« neu« Heimal für Deutsche aus allen Ländern Europas — Begeisterte Kundgebungen, eindrucksvolle Leistungsschauen —> Beachtliche Zeugnisse unterstelrlschen Kulturschafffens Die Kreistage 1942 des Steirischen Heimatbundes sind abgeschlossen. Nach den gewaltigen Kundgebungen der helmattreuen untersteirlschen Bevölkerung in Luttenberg, Trifail, Windischfeistritz, Cilli, Pettau und Marburg stand am Samstag und Sonntag, den 17. und 18. Oktober, nun auch der südöstlichste Kreis des Steirischen Heimatbundes, der Kreis Rann, im Zeichen unserer Organisation und legte Kunde ab von deutschem Wollen im steirischen Unterlande. Rücksied-ler aus der Gottschee, aus Bessarabien, Südtirol und dem Buchenland stehen Schulter an Schulter mit den Deutschen des Kreises und den heimattreuen Untersteirern nn der Grenze des Reiches, gewillt jenen Grenzwall lobendigen Blutes zu errichten, der der be9tQ Garant der Ordnung und der Ruhe, der Sicherheit und des Aufbaues dieses deutschen Landes darstellt. Der Kreis Rann trat mit seinem Kreistag zum erstenmal geschlossen vor die f^ffent-lichiceit und bewies eindeutig, daß die politische, kulturelle, wirtschaftliche und sozirile Aufbauarbeit eines Jahres bereits segensreiche Früchte bringt. Die erhebende Manifestation wurde zu einem großen geroeinsamen Erlebnis, sie gab neue Kraft und vertiefte den Glauben für die kommende Arbeit. Nun kann es in der gesamten Untersteiei-mark keinen Menschen mehr geben, der nicht genau wüßte, um was es hier gehe, der, wenn er guten Willens ist, nicht unterscheiden könnte zwischen der ordnenden deutschen Hand, die jedem Unterstelrer entgegengestreckt ist und ihn in die schönste Zukunft führt und zwischen den Saboteuren des deutschen Aufbaues, die, den Befehlen der Komintern gehorchend, bemüht sind, Unruhe, Angst, Elend und Not ins Land zu bringen. Das Führer- und Unterführerkorps aller Kreise Ist einheitlich weltanschaulich geschult und fachlich ausgerichtet und somit bef&higt, als Wissens- und Glaubensträger voranzuschreiten, und in dem ihn anvertrauten Wirkungskreis, die Menschen aufzuklären, zu führen und zu erziehen. ' Die Menschen haben durch ihre Beteiligung an den zahlreichen Veranst^ULungen der Kreistage, vor allem durch ihr i3rscnei-nen an den Großkundgebungen erneut ein Bekenntnis zu Führer und Reich abgeleift und gezeigt, daß sie mit dem Wollen des Steirischen Heimatbundes vertraut sind und gern bereit den vorgezeigten Weg eingeschlagen haben, um ihn bis zum Endziel zu verfolgen. Machtvolle Demonstrationen waren die Kreistage des Steirischen Heimatbundes, SjC haben den an sie gestellten Zweck voll ur.d ganz erfüllt. Sie haben die Macht und 3lärke der Organisation aufgezeigt, den Amtsträgorn die Voraussetzungen für ihr Wirken geboten, sie waren soldatische Appelle der politischen Soldaten des Führers, die hier ihre weiteren Marschbefehle erhielten, in kulturellen Veranstaltungen aller Art, haben sie das Kulturschaffen der deutschen Untersteiermark bewiesen, in Leistungsschauen hoben sie die bereits erreichten Erfolge hervor, in den politischen Großkundgebungen erhielten Zehntausende von Untersteirern aus dem Munde des Bundesführers ^lare Antwort auf noch offen gewesene Fragen. Schon an der Kreisgrenze grüßten Triumph-bögen und Transparente die Teilnehmer des Kreistages. Die an den Hauptverkehrsadern Das Rosenwunder Europäisches Dichtertreffcn auf der Wartburn Das war wohl eine der Ranz sroßen und für Jeden Teilnehmer der Fahrt unverReüli-clien Stunden des europäischen Dichtertrcf-fens im Weimar, als wir mit unseren f'reun-den aus 15 verschiedenen Staaten in jener von üeschiclite und Sape unifhiteten Halle (Ulf der Hohe der Wartburg bei l-jscnacli in Thüringen standen, wo einst in den Tacen lies frühen Mittelalters die ritterlichen Sünder, unter ihnen ein Wolfram von Eschen-hach und Waither von der VoKelweide. zum »Sängerkrieg« angetreten waren, Soldaten und Dichter zugleich, um wie sonst im Turnier hier nach Rittersbrauch auch in der Dichtkunst die Kräfte miteinander zu messen! Hell schien die Herbstsonne durch die Fchmalen Fensttr in den Raum. Weiße Tauben saßen auf dem grauen Gemäuer. Die eisten gelben Blätter wirbelten drunten im Hofe von den Bäumen. Der Blick über die bläulich grünen Wälder bis hin zum Horizont war so erKreifend, daß alle diese iVlenschen :ius dem Norden und Westen. Süden und f)sten Europas in dieser einzigartigen Zelle deutschen Geistes stille wurden. Die wirkende Gottheit seihst legte den Finger an den Mund und gebot zu schweigen, denn aus dem deutschen Herg herauf klopfte in dieser Stunde leise und doch üherwältiKend die Seele eines Volkes, stieg die Erinnerung empor an eine groHc Vergnngcnlieit und flogen die Gedanken hinaus an die Fronten in allen Hini-melsriclituMgcn. wo unsere Heere mit den Soldaten aller Staaten, deren bedeutendste geistige Repriiscntanten hier neben un«; standen, den Ansturm der Gegner abwehren und Jafiir Sorge trauen, daß unter dem Schutz liegenden Ortschaften prangten in Flaggen und Festkranzen. Den schönsten Schmuck hatte jedoch die Kreisstadt angelegt. Girlanden und Fahnen gaben der Stadt ein hetr-liches Gepräge. Aus den umliegenden Oit-schaften kamen die Bauern in ganzen Wagenkolonnen, jedes Gefährt bunt mit Bändern und Tannengrün geschmückt, unter Gesang und Musik angefahren. So viel Besucher dürfte die alte Stadt am Zusammenfluß der Gurk und der Save wohl noch nie gezählt haben. Deutsche Menschen, vom auslanddeutschen Schicksal gehärtet und gestählt, im Grenzlandkampf erprobt, kamen hier zusammen. Symbolisch wirkte das kameradschaftliche Zusammengehen der Gott-scheer, der Bessarabier, der Buchenländer, der Südtiroler und Steirer, die Einheit des deutschen Volkes vershinbildend, stellen sie eine geschlossene und verschworene Einheit dar, die nur unter einem Befehle steht und bereit ist, diesen Befehl, allen Schwierigkeiten zum Trotz, auch zu erfüllen. In den Spätnachmittagstunden des Samstag begann ein fröhliches Musizieren auf allen Plätzen der Stadt. Die Ausstellungen waren voll besucht, Jugend und Wehrmann> Schaft marschierten singend durch dl« Straßen. Am Abend fanden drei größere kulturelle Veranstaltungen statt. Im Lichtspielhaus wurde der Partettagfilm „D«r Triumph des Willens" gezeigt, im großen Saal der Kreii-führung gelangt« Anzengnibtrt „Der Gewis- senswurm" zur Vorführung. Der Schloßhof gab einen stimmungsvollen Rahmen für die alte deutsche Musik, die von einem Streichquartett und der Mädelsingschar des Bannes Rann den zahlreich erschienenen Volksgenossen geboten wurde. In schlichter Einfachheit, vollkommen ungekünstelt, sangen die Mädel eine Reihe schönster Perlen deutschen Volksgutes, darunter drei Gottscheer Lieder, in ihrer Mundart. Es war ein Abend, der wohl allen Teilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Unter den zahlreichen Ehrengästen des Kreistages bemerkte man den Regierungspräsidenten Dr. Müller-Haccius und den Ober-arbeitsführer Kaufmann. Aossleilongen best&iigen die Brlolgsmeldongen Auch der Kreis Rann veranstaltete anläßlich seines Kreistages eine Reihe von Ausstellungen, die das politische Wirken, das wirtschaftliche Schaffen und das kulturelle Wirken des Kreises aufzeigen. Hans-von-Sagsrn-Gedächtnlsausstellung Im Haus der Kreisführung ist die Kunstausstellung untergebracht, Die Hans von Ga-gern-Gedächtnit-Ausstellung zeigt Werke des vor kurzem Verblichenen. In einem eigenen Raum sind die Werke der Schriftsteller im Ranner Kreis aulgelegt. Weit über die Grenzen der Steiermatk sind die Namen bekannt, Der grosse Dienslappell - ein Ireodlges |a zur Arbeit BttodMfflhrer Stelndl vor dem FQhrerkorpf des Kreises PanfarenklAnge der Deutschen Jugend begrüßten den Bundesführer, als er vor dem Kreishaus eintraf, um an der Eröffnung des Kreistages teilzunehmen und zu den Amts-trägern des Kreises zu sprechen. 389 Amtsträger wurden dem Bundesführer gemeldet. Nach einer musikalischen Einleitung eröffnete Kreisführer Swoboda den Kreistag. Eingangs gedachte er der im Kampf um die deutsche Untersteiermark im Kreisgebiete gefallenen Kameraden, Dann erstattete er einen Leistungsbericht, aus dem die vielfältige bereits vollbrachte Arbeit überzeugend zum Ausdruck kam. Anschließend sprach der Bundesführer. Ausgehend von der Feststellung, daß die Kreistage des Steirischen Heimatbundes keine Vergnügungsfeste sind, sondern soldatische Bekenntnisse, eine Heerschau, bei der neue Marschbefehle erteilt und entgegengenommen werden, sprach der Bundesführer über die seelische und geistige Widerstandskraft, die das Führerkorps als Glaubens- und Wissensträger in den Reihen der ihm anvertrauten Volksgenossen stets stärken und kräftigen müsse. Nach dem nationalsozialistischen Grundsatz, daß immer nur Männer Geschichte machen, appellierte er an die Amtsträger, die als Repräsentanten des Kreises dessen Antlitz formen, den Dank und die Anerkennung des Gauleiters, den er als Bundesführer übermittle, als Ansporn für weitere Arbeit und noch größere Hingabe aufzufassen. Dann erörterte der Bundesführer verschiedene Probleme der Untersteiermark und spezifische des Grenzkreises. Er wies nochmals auf das politische Fern- und auf das Nahziel hin, deren Erfüllung die hehrste Aufgabe des Steirischen Heimatbunde/ darstellt. Zu den Rücksledlern, die im Ranner Kieis eine neue Heimat gefunden haben, rief der Bundesführer aus: „Der Führer hat euch hierhergestellt, hier müßt ihr Wurzel fassen, hier müßt ihr euch eure .leue Heimat erarbeiten, hier eure Pflicht erfüllen," Als er-probte Grcnzlandkämpfer werden die Dcul-srhen aus der Gotlschce, aus dem Buchcn-land, aus Südtirol und aus der D'ibrudscha mit den bodenständigen Deutschen und mit den Kameraden aus dem Reich, gemeinsam mit den heimattreuen Untersteirern, den Grenzwall errichten, der den besten Schutz des Reiches darstellt. Ironisch behandelte der Bundesführer die Nörgler und Besserwisser, scharf nahm er Stellung zu den noch hie und da vorhandenen Wanderern zwischen den Welten. „Wer nicht bei uns ist, ist unser Feind, der früher oder später vernichtet wird", rief der Bun-desführer aus und wandte sich dann zur Skizzierung der kommenden Arbeit während der Wintermonate. Er gab die Arbeitsparolen bekannt, an deren erster Stelle die Sprachaktion steht, Die Siegeszuversicht, der felsenfeste Glaube und das tiefe Vertrauen auf die deutsche Führung fand seinen Ausdruck in der Führerehrung, mit der der große Dienstappcll beendet wurde. Dem großen Dienstappell folgten die Arbeitstagungen der verschiedenen Amter, bei denen die Amtsleiter der Bundesführung ihren Mitarbeitern im Kreis und in den Ortsgruppen eine weitere tdchliche Ausrichtung übermittelten und sie mit dem Arbeitsplan für die kommenden Monate vertraut machten. die in diesem Kreis ihre Heimat hatten. Der Geschichtsschreiber Johann Waikhardt, Freiherr von Valvasor lebte und starb in Gurkfeld. Bei Thum am Hart fand seine letzt« Ruhestätte der Seher des Großdeutschen Reiches, Anastasius Grün. Die aus Montpreis gebürtige Anna Wambrechtsammer, di® Chronistin der Cillier Grafen, hat ihre Werk« in diesem Kreis geschrieben. Ihr Grab liegt ihrem Wunsche gemäß in ihrem Geburtsort, den sie über alles liebte. In Schloß Mokrlti, der stolzen Burg im letzten Grenzeck des Kreises, begann Friedrich von Gagern sein« schriftstellerische Laufbahn. Seine „Straße", sein „Ein Volk", sind wohl Bücher, die bei vielen Deutschen Ehrenplätze in ihren Bücherkästen erhalten haben. Die bildenden Künstler des Kreises Ernst Stower, Franz Stippe, Emil Petek und Eugen Haller zeigen in drei Räumen ihr Künstlerisches Wirken. „Drei Jahrtausende bodenständiger Kultur" ist die Schau benannt, die historische Fundstücke beinhaltet, die im Ran-ner Gebiet gefunden wurden. Es ist eine lebendige Schau, die eindeutig aufweist, daß dieser Boden alter Kulturboden ist, und daS germanisch-deutsch dies Land war, seit e« Germanen in Europa gibt. Leistungsbericht des Steirischen Heimatbundes In den Räumen der Volksschule beßndet sich die Leistungsschau des Steirischen Heimatbundes. Die Mannigfaltigkeit und di« überaus sorgsame Ausführung dieser Ausstellungen verraten schon auf den ersten Blick die große Liebe und Sorgfalt, mit d«r sie ausgearbeitet wurden. Auf zwei sinnvoll zusammengestellten Anschauungstafeln wird die Entwicklung der Gefolgschaftsstärke der Hauptbetriebe de« Kreises im Vergleich zur ehemaligen jugoslawischen Zeit gebracht. Gleichzeitig sieht man auch, welchen Umfang die ärztliche Betreuung seit der Wiedervereinigung mit dem Reich angenommen hat. Zur Unterbauung dieser statistischen Angaben bietet die Leistungsschau einen Uberblick über sämtlich« Industrie- und Handwerksrweige des Kreises. An erster Stelle steht der Bergbau, di« Kohlenförderung im Bergbau. Betritt man dl« Volksschule, glaubt der Besucher, sich in einem Kohlenbergwerk zu befinden. Di« Energieversorgung Südsteiermark hat ein« großangelegte Ausstellung aufgebaut. Im Gang des Schulhauses befindet sich ein« Kohlenstrecke mit allen in Verwendung stehenden Zimmerungsarien, ferner die elektrische Beleuchtung der Strecke mit den in Verwendung untertags stehenden Grubenleuchten. Das Ende des Stollens zeigt ein« Gruhenreltungskammer, wo sämtliche Gerät« für die Rettungsmannschaft sowie Unfallver-hütungsmittel des Bergmannes und das entsprechende Sanitätsmaferial aufgebaut smd. In dem anschließenden Saal befindet sich eine Darstellung eines der Bergbaubetriebe des Kreises bis zur Produktion mit Ausstel-lunq der einzelnen Kohlensorten. Ein anderer Betrieb zeigt außer den einzelnen Kohlensorten auch den Quarzsand, der das Haupt-matorial für die Glasindustrie darstellt. In anschaulicher Weise zeigen Wandbilder den geologischen Aufbau der Kohlenvorkommen. Dem bergmännischen Nachwuchs und der Aufstiegsmöglichkeit des jungen Bergarbei- ihres blanken Schwertes da.s neue geistige lüiropa als l'undatncnt der koimucnden rechten Gemcin.schaft der Nationen geboren werden kann. Zu uns sprach »das heilig Herz der Völker«! Da standen sie, unsere Freunde, in diesem Ritterhaus, wo die Sänger des Mittelalters, Elisahetli von Thüringen, die königlich deutsche Frau, Martin I.utlier. der Schöpfer der ncudeutschen Sprache. Johann Sebastian Oach, der das Wort des Reformators zur göttlichen Musik gewandelt hatte. Johann Wolfgang von Goethe, der Dichter einer neuen Zeit. Richard Wagner, Franz Liszt und Moritz von Schwind geatmet hatten, und sie lauschten der unsichtbaren Stimme, die aus diesem Bergschloß laut und jubelnd wie Glockengeläut und Chöre himmlischer Stimmen zu ihnen sprach. »Dem. der den Geist bildet, muO zuletzt die Herrschaft werden!« Schwebte dieser Ausspruch Friedrich Schillers nicht über ihnen? Schweigend standen die Dichter vor dem Getäfel der Wände der ehrfurchtgebietenden Halle und hörten auf das Geläut ihrer Herzen. IZine Frau aber trat vor sie im dunklen Gewand ui. ! sprach zu ihnen. Es war die finnische Dichterin Maila Talvio. Ihr weißes Haar stand wie eine Krone über ihrem Antlitz, aus dem zwei wundervolle, beseelte Augen wie Sterne strahlten. In ihren Händen hielt sie einen Büschen Rosen aus dem Gärt-chen an der westlichen Mauer der Burg, die ihr der Kommancjant bei dem Rundgang durch Hof und Haus selbst gepflückt hatte. Rot wie das Leben leuchteten die Rosen. Und sie sprach zu ihnen in deutscher Sprache. Von dem Rosenwunder erzählte sie, das einst auf diesem Felsen geschehen war. Der heiligen Hlisabeth hatte sich das Brot im Korb zu Rosen gewandelt. Die Liebe war stärker gewe- sen als alle Not und Heimsuchung, das in Liebe glühondc Herz eines edlen Menschen hatte allein dieses Wunder gewirkt. Waren nicht aber alle die Menschen, die im Laufe von Jahrhunderten durch diese Räume gewandelt waren, Träger solcher liebenden Herzen gewesen? Lag nicht ihre ganze Größe allein darin, daß sie, mochte es auch bisweilen eine strenge und zornige Liebe gewesen sein, zu der sie sich bekannten, immer wieder zum Urquell alles Scluipferischcn zurückgekehrt waren und durch alle Zweifel, alle Not, auch durch Krieg und Pestilenz hindurch, jene Fackel einer flammenden Liebe getragen hatten, die allerdings nichts gemein hat mit schwächlicher Demut, f'eigheit und Angst, die nur den Knechten, aber nicht den Herren der Welt innewohnt? Wie leuchteten die Rosen in der Hand der großen Dichterin! Und sie sprach weiter von jenem finnischen Agricola, der einst als Schüler des Reformators Martin Luther von Deutschland in seine Heimat gekommen war, um seinem Volke die Fackel der Freiheit des Glaubens und der nationalen Einheit ..im Kampf gegen den Osten anzuzünden, und sie sprach von dem Dank, den auch die Gegenwart dem deutschen Volke schuldig sei, tmd von der heiligen Freundschaft, die alle Völker Europas umschließen solle. Das Beste müssen wir leisten, dem Vnterlande müssen wir dienen, eine große kontinentale Politik müssen wir pflegen. Die Zeit der Kleinheit der Heister ist endgültig vorüber! Hoch aufgelichtet stand die alte Frau vor ien D'clitorn Europas. Ihre Hände glitten sanft über die roten Blüten. Würde das Ro-senwunder der Vergangenheit zu einer neuen beglückenden Gegenwart werden? Nur mit zögernden Schritten entfernten sich die Mcnschcn. Denn es war eine gioße und u;i\i'rg."'fViii lic StiiiuK', die sie miterlebt hatten. jene Stunde an einem hcrbsthellen Sonnentag im Oktober des Jahres 1942, als sich die Dichter Huropas in der Sängerhalle der Wartburg zum Appell sammelten! Ernst W'ilhem Balk a. Eine unheimliche Hochzeitsfeier. Emt ungewöhnliche Hochzeitbfcicr erlebt« ein Brautpaar m der Nahe der itaUenischen Stadt Tardienta. Hier hatte ein Großbauer, der Witwer war, mehrere Jahre lang eine jüngere Wirtschafterin gehabt, die mit sehr viel Fleiß und Tüchtigkeit sein Hauswesen versah. Eines Tages aber hatte der Bauer den Entschluß gefaßt, sich wieder zu verheiraten, und zwar mit einem jungen Mädchen aus der nächsten Ortschaft. Die Hochzeit wurde mit einem großen Festessen gefeiert, und alles klappte ausgezeichnet. Mitten während der Mahlzeit aber fühlten die Gäste und ebenso das Brautpaar plötzlich, wie sich ihnen eins lähmende Schwere auf alle Glieder legte, und kurz darauf sank einer nach dem andern auf seinei# Stuhl zurück oder wie leblos über den Tisch. Zufällig erschien ein neuer Hochzeitsgast, der sich verspätet hatte. Er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als er die leblose Hochzeitsgesellschaft vor sich sah, stürzte davon und holte den Arzt und die Polizei. Der Arzt stellte zum Glück fest, daß hier keine Vergiftung vorlag, sondern nur ein schweres Schlafmittel seine Wirkung tat. Die Polizei stellte dann fest, daß es sich um einen Racheakt der früheren Wirtschafterin handelte, die den Großbauern gern selbst geheiratet hätte. Aus Eilersucht hatte sie dem Paare wenigstens die Hochzeit versalzen wollen und hatte unter den Wein ein starkes Schlafmittel gemischt Seife ö »Alarbufger Zeitung« 19. Oktober 1942 Nummer 292 ters ist durch übersichtliche Tafeln Rechnung getragen. Im nächsten Raum empfangt uns eine Ausstellung der übrigen Handwerks- und Industriebetriebe des Kreises Rann. Auf der dem Eingang gegenüber liegenden Wand hängt eine große bildliche Darstellung der Karte des Kreises, eine Leistung des akademischen Malers Franz Stipe. Die Schau der Handwerkskunst ist sehenswert und ein stolzer Leistungsbeweis. Auch die Grenzlandjugend auf dem Plan Betrachten wir weiter die Arbelt der Schuljugend. Statistiken mit atolzen Ergeb-niazahlen geben hier Kunde von der Arbeit einer Jugend, die im neuen Geiate aufgezogen wird. Der Kreia hat 44 Volksschulen und vier Hauptflchulen, die von 7702 Kindern besucht werden. Wie eifrig die Schuljugend am Aufbau mitarbeitet, zeigen beispiela-weise folgende Zahlen: für die Front wurden 1496,43 kg getrocknete Heilkräuter gesammelt, 15 910 kg Altpapier der Neuverwertung Tnigeftihrt, und schließlich wurden von 16 Schulen 10 750 kg Altspinnstoffe aufgebracht. Außerdem beteUlgten sich 27 Schulen mit ihren Lehrkräften an der Erntehilfe und leisteten in diesem Dienste 82 753 Arbeitsstunden. Dabei wurden, um nur einige Beispiele anzuführen, von Schulen 2250 kg Kirschen, 7000 kg Äpfel und 3000 kg Erbsen geerntet! Es ist nebenbei nicht uninteressant, daß z. B. die Schüler von 24 Schulen rund 15 000 RM sparten. Was der deutsche Erzieher im Grenzkreis leistet Ausgestellte Handarbeiten von Volks- und Hauptachülerinnen geben einen kleinen Einblick in die Tätigkeit der Handarbeitsstunden. Dirndlkleider, Handschuhe, Socken, Taschentücher und vieles mehr legen Zeugnis ab von der Geschicklichkeit der unter-stelrischen Mädels. Unter dem Titel >Da3 Reich baut auf« sehen wir, was an Lehr-und 1-^rnmitteln, Anschauungsbildern. Land-karten, Schulbüchcm in diesem Kreis ausgegeben wurde. So wurden Im Kreis über 152 000 RM für Ausbesserungen der Schul-gehäufie verwendet, eine Summe, die die Vernachlässigung des Schulwesens im ver-ga.ne:enem Staate klar beleuchtet. Einzig und sehr lehrreich sind die ausgestellten Rrhulhefte der Jugend, Aufsätze, Gedichte, ja seihst Zeichnungen aus den 1. ibassen der Volksschulen, die die zarte, kleine, oft zögernde Kinderhand erkennen lassen, aber umso deutlicher von dem bisher erreichten Forlschritt zeugen. Das Prachtstück eines FlugmodelIbaxikasten ist natürlich der Anziehungspunkt der Jugend. Was der deutsche Erzieher hier im Grenzkreis leistet, läßt sich nicht mit ein paar Zeilen beschreiben. Wir können hier nur einige Beispiele anführen, wo und wie sich der Erzieher in diesem Kreis überall ein-■cbaltet. So wurden von den Erziehern des Kreises 153 Sprachkurse geleitet, die von 6610 Tellrehmem besucht wurden, desgleichen hielten sie in der ländlichen Berufs-«chule 7809 Lehrstunden. Daß sie in den finzelnen Ortsgruppen, Ortsgnippenführer, Fühnmpsanitsleiter als auch Mitarbeiterinnen und vieles andere stellen, sei erwähnt, um das Bild dieser pausenlosen Arbelt des devjtschcn Erziehers zu vervollkommnen. Tapfere Unterstelrer Den restlichen Teil dieses Ausstellungs-raumea schmückten Sportgeräte, die für die Schulen angeschaffen ^^oirden. Propaganda-material, Bilder von Karteien, Drucksorten und ein Arbeitsplan der Dienststellen des Btcirischen Helmalbundes schmückten den Verbin'lungsgang zum Ausstellungsraum, der die Wehrerziehung, im besonderen im Kre'.s Rann, aufzeigt. Der sehr geschmackvolle Raum steht imter dem Motto iMachen sie mir die Untersteiermark wieder deutsche, nnd bietet dem Bosucher neben anderen einen Einblick in die Gliederung einer Wehrmannschaf tsstandarte. Voll Pietät und stolzer Erinnerung ist die Aufstellung der Ausgezeichneten der Wehrmannschaftsstandarte Rann im Weltkrieg 1914/18. Was können Worte über die Tapferkeit des Untersteirers, der im ersten Weltkrieg Schulter an Schulter mit den deutschen Truppen seine Heimat gegen eine Welt von Feinden verteidigte, schon sagen! Hier sprechen Zahlen, die be-wr'- jn, was der Mann des Unterlandes fühlte. Generationen werden diesen Gedenkstein untersteiriacher Tapferkeit noch schauen und unaere Kindeskinder werden von den Tapferkeit»medaUlen sprechen, die ihre Groß- und Urgroßväter eüiat erworben hatten. Insgesamt kajnen ein« Goldene, 78 Silberne I. Klasse, 251 Silberne II. Klasse und 404 Bronzene Tapferkeitsauazeichnungen an Angehörige der Wehrmann-schaftsstandarte Rann zur VerteUung. Eine schematische Aufzeichnung des Aufmarsches der Wehrmannschaft anläßlich des Kreistages, aowie verschiedenes Propagandamaterial, Sanität^rweseffi, Verwaltiung und Musikgeetaltung im Rahmen der Standarte selbst, sowie Beutestücke von der Banditenbekämpfunir füllen den übrigen Teil des Raumes aus. Spendefreudige Bevölkerung des Kreises Rann Ein stolzes Kapitel ist auch In diesem Kreis die Spendefreudigkeit der Bevölkerung. Auch hier, wie in allen Kreisen bisher, ae- I Portionen ausgegeben, die einer Aufwendung I von 91228,51 RM bedurften. Ein Muater-stUck von Reinlichkeit und Einfachheit iat ' der Waschraum. An der Wand hängen achOn (in Reih und Glied Handtücher und Waschflecken. An der anderen Seite wieder aehen wir die Schürzen der Kleinen, unten die Pantoffel. Den angeschlossenen Spielraum muß man gesehen haben. Kinderfreunde versäumt daa nicht! Ein Märchenland breitet sich da vor ' unseren Augen aus. Kleine Tiache und Stühle füllen den Raum, Auf dem einen atehen bunte Schalen, Schüsseln imd Teller, dane-, ben liegt bei jedem Platz ein Löffel. Die Mitte des Tisches schmückt ein Blumen« I Strauß. Es sieht aus wie bei den Sieben I Zwergen Uber den sieben Bergen. Man hat da« GefiUU, sie müßten jeden Augenblick herein huschen. In den Ecken des Zimmers liegen Spielzeuge aller Art. Schlichte Hola-kästen für Geschirr und Tiachwäsche, aowie Liegematten für diese glücklichen Kinder erfüllen den übrigen Teil dieses Schmuckkäat- i Bundesfübrer Steindl, KrelsfUhrer Swoboda (links von Ihm) und die Ehrengäste auf dem Weg zur Ausstellung hen wir Zahlen, die ein wahres Bekermtnis der Tat darstellen.. Wenn man in Betracht zieht, daß der Kreis mit den Sammlungen für das Kriega-Winterhllfswerk 1941/42 lange nach den übrigen Kreisen begann, so ist das Gesamt Auf kommen mit 211021,38 RM überaus beachten.swert. Ebenbürtig steht daneben die Ziffer von 95 508,77 RM, die bei den Sammlungen für das DRK im Jahre 1942 eingebracht wurde. Wenn vielleicht jemand fragen sollte, was mit diesem vielen Geld alle.«? geschieht, wollen wir ihm verraten, daß im Kreis Rann allein 54 234 Wertgutscheine ausgehändigt, und 20 096 Personen betreut wurden. Vieles mußte auch hier verbessert, und manches I.eld und manche Not gelindert werden. Die Schau »Mutter und KLnd« zeigt eine Reihe von Bildern aus der Arbeit und bekundet unter anderem, daß allein in vier Monaten 1188 Personen betreut wurden. Arzneikasten, Kleinkinderwäsche, daa Untersuchungszimmer mit allem Notwendigen für den Säugling zeugen von der Pflege, die man dem Kleinkind im nationalsozialistischen Deutschland widmet. Für das Kleinkind Ist gleichfalls gesorgt Eine freudige Überra.schung sind für den Be.sucher der aufgebaiite Wasch- und Spielraum eines Kindergartens, Ein übersichtliches Relief zeigt uns, wo sich im Kreisgebiet Dauer-, Hilfs- und Erntekindergärten befinden. Den vier Kindergärten im ehemaligen Jugoslawien stehen heute schon 23 gegenüber. Schon der geschmackvoll ausgestattete Vorraum läßt ahnen, was es da noch alle."? zu sehen gibt. Bilder aus K'nder-gärten, Mutter und Kind in Erholungsheimen, und Fotos über die HfuHhnitsbiite schmücken die Wände. Wieder wollen die Zahlen betrachten. Der Durchschnittsbesuch der Kindertagesstätten betrug 2847 Kinder, dabei wurden 19 020 Verpflegungs- I cherui. Unwillkürlich spricht man es aus: ' »Deutschea Kind, wie hajft Du's schönit Waa im Ranner Kreia an Leibesendehung bereits geleistet wurde, waa den Volka-genoeaen an »chönen imd guten deutachen Büchern zur Verfügung ateht und wie eine Buchauawahl vorzunehmen i«t, »igt eine weitere Schau dee Kreiatagea. Die große Besucherzahl auch dieser Auaatelltmg beweist den Wülen und da« Intereaee dea un-terateiriachen Menachen für daa große Aufbauwerk dea Steüiachen Heimatbundea. Rann und sein Wirtschaftsleben Auf der Featwiese ist eine große landwirtschaftliche Schau aufgestellt Erziehung, Aufklärung und Rechenachaftabericht köimte man dleae Ausstellung kurz bezeichnen. Dem unterateirlschen Bauern wird daa rationelle Bearbeiten dea Bodens, die Verwendimg von Maschinen gezeigt, er wird über Unfallverhütungen und Steigerung der Bodenerträge aufgeklärt und weiters werden EmteertrÄg-niase gezeigt. Prachtexemplare, die die Güte des Ranner Bodens dokumentieren. Eine Jagdausstellung schließt den Auastelhings-kreis. Wildreich ist dieses Gebiet, hier kann man Jäger sein, hier versteht man ea auch sogleich, warum Hans von Gagem aein künstlerisches Können dem Weidwerk gewidmet hatte. Mit Sang ODd Klang Iwgiiiiit der neue Tag Eine erbebende Morgenfeier Schon in den ersten Morgenstunden des Sonntags zogen Musikzüge durch die Straßen der Kreisstadt und ließen den neuen Tag mit Sang und Klang beginnen. Bald erwachte das rege Leben in der Stadt, das schon den vergangenen Tag auszeichnete. Die Straßen und Gassen Ranns füllten sich mit Volksgenossen, die tur Morgenfeier auf den Anger über der Gurk zogtn. Der Platz für dle»e Feierstunde hat eine i prächtige Lage. Dar Blick streift von da aus über die alte Grenzstadt, die noch im Morgengrau liegt Hier oben Jedoch fallen schon die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne auf den hohen Mast« auf dem nach wenigen Minuten die Hakenkreuzfahne wehen wird. Viele Voiksgenoisen hatten sich vor dem Wald versammelt, der den Anger umschliefit. Schützend breiten die itolzen Lärchen ihre Aste aus. Die Fanfaren der Deutschen Jugend ertönen, der Bundesführer betritt den Platz. Das Gemeinschaftslied „Die Morgenfrühe ist unsere Zeit" erklingt über die Anhöhe, ein Spruch folgt und von Hunderten von Stimmen gesungen, erklingt das Lied „Kameraden hebt die Fahnen". Nach Trommelwirbel und mit dem Fahnenspruch stieg die Fahne langsam dem Mast empor. Stolz weht sie im leichten Morgenwind 1 als Symbol deutschen WoUens nnd deutschen Schaffens hier an des Reiches Grenze. Nach dem Führerwort erklang das Lied „Alle stehen wir verbunden", worauf die Worte Pg. Lackners folgten, der über die große Aufgabe des Grenzhüters sprach. „Wir alle" rief der Redner abschließend aus, „haben hier nur eine Aufgabe: Hüter und Wahrer des südöstlichsten Eckpfeilers des Grofi-deutschen Reichet xu sein." Mit dem Gemeinschaftslied ,J)eutBchIand heiliges Wort" fand die Morgenfeier ihren Abschluß. Alles strömt nr Grottiuidfebung Schon lange vor Beginn der Großkundgebung war der Kundgebungiplatc mit Mea< sehen gefüllt. Mann an Mann, Frau an Frau und Kind neben Kibd standen in dichten Reihen vor der Tribüne nnd erwarteten mit Spannung und Freude die Ankunft dea Buo-desführers. Die Tribüne selbst war besetzt von den Gottscheem, Dobmdscha- nnd Bas-sarabiendeutschen, die Südtiroler standen mit ihren schmucken Volkstrachten neben dem Unterstelrer, der Arbeitsmann neben dem Wehrmann und den Vertretern der Deutschen Jugend Es war ein lebendes Spiegelbild des Kreises Rann mit seinen Menschen, die nun in der freien Untersteiermark ihre neue Heimat gefunden haben. Der Bandeifflhrer ipricM Nochmals entwarf der Bundeaführer, diet* mal vor 10000 Volksgenossen ms allen Ortsgruppen des Kreises, da« deutsche AntUti der Untersteiernsark, wie« auf die deutsche Geschichte hin nnd anf das Jahrhanderts alte nie gestört« Zusammenleben der Dsot« sehen und der Unterstelrer, da« erst seit der zweiten Hälfte des vorigea Jahrhimderts von außen gestört wvrde. Bis zum Zasannwi-bruch im Jahre 1918 konnte sich der Unterst ei r er, der nichts von Laibach, Prag «ad Moskau wissen wollte «nd stets nnr g«gM Graz, Wien «nd Berlin grtltckt hail«, der panslawistischea Agitattoe entstelMa. Und anch die Fremdherrschaft flbertflnchls nur das deutsche Bekenntnis der Unterelel-rer, ihren Wunsch, wieder dea deatschen Schicksalskreis anzogehören, konnte Laibach nie beseitigen. Heute stehen nun wieder die Unterstelrer mit den Deutschen vereint auf dentschem Boden. Im Kreis Rann, wo Deutsche aus allen Ländern Europas eine neae Heimat gefunden haben, bilden sie den stärksten nnd sichersten Grenzwall an der Südostecke des Reiches. Eingehend auf verschiedene Probleme der Untersteiermark behandelte der Bundesführer besonders den Wanderer zwischen den Welten, der sich für eine von ihm erträumte deutsche Niederlage den Rücken decken wolle. Klar zeichnete der Bundesffth-rer die logische Notwendigkeit des deutschen Sieges auf, da der deutsche SoMat es immer wieder bewiesen habe, daß er der beste Soldat der Welt Ist, der mit den besten Waffen ausgerüstet unter der besten Führung steht Die Front ist unbesiegbar, tin* besiegbar ist aber auch die Heimat, wo Bauer und Arbeiter alle ihre Kräfte für den Sieg mobilisiert haben. Arbeiten und k&mp-* fen für Deutschland sei daher die Parol« Mit einem Vorbeimarsch von Ehrenformationen sowie den Gliederungen des Steiri-sehen Heimatbundes fand der Kreistag kn Rann, der ein machtvolles Bekenntnis der Volksgenossen an der Grenze zum Führer und Reich war, seinen Abschluß. VI v .■ ■ - BUd links; BundoctObiet Kleiadl spricht beim Groftappeli — Bild rechts; üie Kunstausste Uung begeanete qröAtem lateraas« XiUnaJuiitn; W«iU«ntkeluer-Marburf Nummer 292 »Marburger Zeitung« 19. Oktober 1942 Seite 7 % Spon und Turnen Die unterstöfrischen Titelanwärter wieder ungeschlagen Rapid—Marburg be^gt die TuS LeibnJtz mit 3:2 (1:0) —- Die Marburger Reichsbahner erzwingen in Oraz ein 1:1 (0:0) gegen Postsport Scherl-Bilderdienst „Das deutsch Lied" wirbt für das Kriegs^WHW Bei der zweiten Reichsstraßensammlung für das Kriegs-WHW am 24./25. Oktober bieten die Angehörigen der DAF den Spendern sechs Liederbüchlein an. Die Büchlein, die sehr igeschmHckvoll ausgestaltet sind, enthalten Volks-, Soldaten-, Kinder- und Liebes-lieder sowie Lieder der Bewegung Zun Tanzabend in Marbuig Wie wir schon kurz berichteten, findet Dienstag, den 20. Oktober im Marburger Meimatbundsaal ein Tanzabend statt, bei dem eine unserer größten Charaktertünzerinnen Lieselotte Köster und ihr Partner Jockel Stahl auftreten. Nach den großen Erfolgen, die diese beiden Künstler in aller Welt erzielen konnten, wird das auf Einladung des Steirischen Heiinat-bundes zur Durchführung gelangende Gastspiel in der Untersteierinark größtes Interesse erwecken, Lieselotte Küster wurde im Jahre 1937, nach ihrem Auftreten auf der Weltausstellung in Paris von Reichsminister Dr. Goebbels der Titel »Meistertänzerin« verliehen. Ihr Partner, Jockel Stahl, ist der erste Solotänzer des Deutschen Opernhauses in Berlin. Die noch restlichen Eintrittskarten sind In der Cieschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße 10 a und an der Abendkasse crhältlich. In der steirischen Fußballmeisterschaft traten die beiden Marburger Titelanwärter, Rapid und Reichsbahn, am Sonntag zu wichtigen Kämpfen an. Rapid—Marburg schlug zu Hause die TiiS Leibnitz recht sicher mit 3:2 (1:0) und die Reichshahncr beendeten in Graz das Punktspiel gegen Post Graz mit einem 1:1 (0:0) — Unentschieden. Das Spiel gegen Leibnitz bedurfte keiner besonderen Leistung Rapids, um die beiden Zähler sicherzustellen. Die Rapid-Elf begann den zeitweise recht schneidig geführten Kampf mit viel Opfermut und &nsatzwillen, obgleich die Leibnitzer in der ersten Spielhälfte die längste Zeit hartnäckigsten Widerstand leisteten. Nach Seitenwechsel war die Affäre bereits mit dem zweiten Rapid-Treffer entschieden, obgleich es noch oft vof dem Marburger Tor zu gefährlichen Plänkelelen kam, die jedoch Schescherko mustergültig zurückwies. Heller war auch diesmal der erfolgreichste Schütze mit zwei schönen Treffern, während Pozeit das erste Tor des Tages schoß. Für die Leibnit/er waren Bernecker und Türk erfolgreich. Spielleiter war Schiedsrichter Preßinger, Cilli. Im Vorspiel trat die zweite Rapid-Mann-schaft gegen die zweite Reichsbahn-Elf an, die anstatt der verhinderten Gonobitzer eingesprungen war. Rapid siegte nach überlegenem Spiel mit 5:2 (2:1). Die Marburger Reichsbahner traten in Graz gegen Post Graz an und sicherten sich einen wichtigen Punkt. Die Reichsbahner bestanden den Kampf die längste Zeit mit nur zehn Mann, da Dob-nik bereits in der vierten Minute wegen einer Verletzung ausscheiden mußte. Nach der torlosen ersten Halbzeit gingen die Grazer Postler nach der Pause mit 1 ;0 in Führung. Erst in der 79. Minute stellte Frangesch mit einem Prachttnr den Ausgleich wieder her. Ferner spielten In der steirischen Fußballmeisterschaft am Sonntag Kapfenberg gegen Reichsbahn Graz 2:1 (0:0) und Puch gen LSV Zeltweg 0:0. Uarburos Oenuche lugend spielt FnHiiall ond flandbaii Zwei Gastspiele der Mürzzuschlager Hitler-Jugend Die Hitler-Jugend Mürzzuschlag seilte am Sonntag mit zwei Mannschaften in Marburg. Zunächst kam ein F'ußballspiel zur Durchführung, in dem die Marburger Deutsche Jugend mit 7:2 (5:2) einen hohen Sieg feierte. Die Treffer schössen Schranz I, Schillich, Fasching und Lichtenegger je 2. Marburgs Sieg entschied das bessere Zusammenspiel und die überlegene technischc Beschlagenheit der einzelnen Spieler. Im folgenden llandhallspiel zwischen Mürzzuschlag imd Marburg siegten die Marburger Junghandballer überlegen mit 8:2 (4:1). Auch dieses Spiel nahm einen anregenden Verlauf und zwang alsbald jung und alt in seinen Bann. Handballsiefl Aber Ungarn Die über- ge- SG TrifafI siegt in Marburg Marburger Reichspostler mit 1:4 (1:2) unterlegen Im Wettkampf um die untersteirlscho Fußballmeisterschaft fiel am Sonntag in Marburg eine wichtige Entscheidung. Die SG Trifail besiegte die Abt. Reichspost der Marburger Sportgemeinschaft nach einem bewegten Spiel mit 4:1 (2:1) und sicherte sich damit die größten Chancen für den Enderfolg. Die Reichspostler lenkten zunächst das gesamte Interesse auf sich und erlangten auch bereits in der fünften Minute nuch einem schönen Treffer von Dworschak Jle Fflhning. Die Gäste ließen sich hiedurch durchaus nicht einschüchtern und zogen nicht nur sehr bald gleich, sondern rissen mit einem we teren Tor die Führung an sich, um danr nach der Pause die Initiative nicht mehr aus der Hand zu geben. Das Spiel der Gäste 'mponierte 'n diesem Abschnitt durch ein *üg;ge8 Kombinationsspiel, während bei den Reichspost-lem der Angriff allzu unentschlossen die Aktionen durchführte. Auch die beiden Seitenläufer der Reichspostler kamen nicht immer mit. Schiedsrichter Nemetz. 300 Zuschauer. j Deutscher Fussballsieg in Bern Die Schweiz mit 5:3-Toren iceschlagln m. Todesfälle. In Zwettendorf bei Marburg verschied der 56 ahre alte-Schmied Josef Le-pitsch. — In Pragerhof starb unterwartet das Oefolgschaftsniitglied der Ziegehverke Johann Widonia. in. Stolze Geburtenzahl in Rast. Audi im dritten Vierteljahr 1942 kann das Standesamt Rast einen stolzen Geburtsüberschuß vermerken. 31 Geburten stehen nur neun | t>terbefällen gegenüber. Erfreulich ist aucli die große Zahl von 13 Eheschließungen. Ks j wurden getraut: Robert Jug, Schuhmacher aus Rast mit Aloisie Schoba aus Rast. Ferdinand Maleiiier, Rciclisbahner aus Mürzzu-. schlag mit Stefanie Majal aus Feistritz. Fer- j dinand Kramar, Schlossergehilfe aus Hollerii 1 mit Theresie Petrowitsch, Bärental, Franz! Ferschan, Holzarbeiter aus Rast mit Marie Luneschnik, Rast, Josef Aherschek. Hilfsarbeiter aus Rast mit Anna Osonker, Rast, Franz Kokol, üemeiiideangestellter aus Rast mit Paula Wagner, Rast. Franz Kosi. Bäckergehilfe aus Marburg mit Emma Fras, Rast, Josef Kaiueritschki, Platzmeister aus Rast mit Mathilde Krebs, Rast, Max Petschar, Straßenwärter aus Feistritz mit Maria Marko, Oradischberg. Alois Zorle, Rast mit Ludmilla Pristownik. Rast, Michael Juritscli. Fabriksarbeiter aus Hollerii mit Johanne Skoriak, Hollern, Karl Teiniker, Maurer aus Rast mit Maria Koslianitsch aus Marburg, Friedrich Meschitschek, Werkmeister aus Rast mit Maria Zwerle, Rast. Rauschender Beifall sprang von dem durch 35 000 Zuschauern dicht gefüllten Wankdorf-Stadion in Bern auf, als die deutsche Nationalmannschaft in ihrem 27. Länderspiel mit der Schweiz den Platz verließ. Es war ein durch schöne Leistungen gekrönter 5:3 (3:2)-Sieg in diesem 196. Länderspiel des deutschen Fußballsports und dem zweiunddreißigsten in diesem Kriege. Die deutsche Mannschaft spielte genau so schön, wie vor wenigen Wochen im Olympiastadion zu Berlin gegen Schweden, doch mit dem Unterschied, daß diesmal der Sturm erfolgreicher war. Es gelang unserem Angriff den sonst starken schweizerischen Abwehrblock zu sprengen und dazu kam. daß der iVlittelstürmer Willimowski mit allein vier Treffern sich als ein überragender Torjäger auszeichnete. Den fünften und letzten Treffer erzielte der uiieigcmiiitzig und detn Ganzen dienende Walter. Die Erfolge der Schweizer kamen auf das Konto des Rechtsaußen Hickel, des Halbrechten Amado und des Linksaußen Kappenberger. Nach 27 Spielen mit der Schweiz lautet die Bilanz: 16 deutsclie Siege, vier Unentschieden und sieben Schweizer Erfolge bei einem Verhältnis von 71:41 Toren zu unseren Gunsten. Die Schweizer hatten alles getan, um dem Länderspiel einen festlichen Raiimen zu geben. Auf der Ehrentribüne hatten der deutsche Gesandte in der Schweiz. Dr. Köcncr, der I.andesgruppenleiter der NSDAP, Freiherr von Bibra, zusammen mit dem Vertreter des schweizerischen Bundesrates, Dr. Kobelt, Platz genommen. Kampfgeist und SiegeswÜle waren entscheidend. Eine bemerkenswerte Tatsache ist, daß in beiden Reihen jeweils der linke Verteidiger ein schwacher Punkt war. In der deutschen Elf wurde jedoch die Lücke weitaus besser geschlossen als bei den Gastge- Vermutliches Verbrechen Die Krimlnalpolizeileitstelle München teilt mit: Die ledige Zahnärztin Dr. Maria Langcner, geboren am 6. 5. 1917 zu Köln, wird seit 4. 7. 1942 vermißt. Sie war in München wohnhaft zuletzt in Beglei-tu^ des ledigen ütto Pfitzer, geboren am 26. 10. 1915 zu Ludwigsburg, der sich dem Mädchen und dessen Verwandten gegenüber als Dr. Ing. und Architekt ausgab und in betrügerischer Weise Heiratsabsichten vortäuschte. Pfit-zer ist seit dem gleichen Zeitpunkt aus München verschwunden. Beide haben die Absicht geäußert, ins Ausland zu gehen. Nach der Sachlage kann mit einem Verbrechen gerechnet werden. Pfitzer ist 1.77 m grüß, schlank, dunkelblond, hat blaue Augen iinil eingefallenes Gesicht. I.angener Maria ist 1 m groß, schlank, hat dunkelbraune Augen, kastanienbraunen Bubikopf, vollständige, weiße Zähne und eine Operationsnarbe hinter einem Ohr. Sie trug zwei goldene Armreifen und Brillantanhänger in Schleifenform. Sachdienliche Mitteilungen sind erbeten an Kriminal- bern. Gerade die deutsche Abwehr war so fest gefügt, daß die Schweizer Stürmer vergebens gegen die Mauer anrannten. Dabei wurde unseren Spielern der Erfolg keineswegs leicht gemacht. Dapid Wien und Vienna geschlagen In der Bereichsmeisterschaft der Donau-und Alpengaue spielten am Sonntag: Admira —Sturm Ciraz 8:1, Reichsbahn Wien—Rapid 5:2, WAC—Vienna 8:2, FC Wien—Wiener Sportklub 5:5, FAC^—Wacker 2:1. : Cilll—Villacher Sportverein 2:2. fn Cilli trat am Sonntag der Villacher Sportverein zu einem Gastspiel gegen die SG Cilli an. Das Spiel ergab ein 2:2-Unentscliieden. : Edlingen—Eichtal 3:1, In Edlingen wurde am Sonntag das Meisterschaftsspiel zwischen Edlingen Abt. E. V Süd und Eichtal Abt. Glasfabrik ausgetragen. Edlingen siegte mit 3:1 (0:1). deutsche Mannschaft feiert einen Icgenen 14:2-SieK Auf dem falinengesclunückten Platz der Budapester Straßenbahner standen sich am Sonntag unter Leitung des Schweizer Schiedsrichters Hörle die liandballändermannschaf-ten Deutschlands und Ungarns zum zwölften Male gegenüber. Das Spiel brachte der deutschen Mannschaft mit 14:2 (7:2) einen überlegenen Sieg und fand im Torergebnis den Spiegel der gezeigten Leistungen. Die deutsche Elf spielte wie aus einem Guß und wies in ihren Reihen keinen schwaclibesetzten Posten auf. Achtmal war der Berliner Halblinke Brüntges als Torschüt/e erfolgreich. Thielecke (Magdeburg) erzielte vier. Brinkmann (Kattowitz) und Denscliel (Herlin) ic einen Treffer. Die Ungarn erreichten nicht die maniiscliaftsniäßige Gesamtleistung der Deutschen, waren aber teilweise sehr schnell und gefährlich. Erste Tennlsrangllsle WiTem-pel teutscher Ehren«, auf el-j nem bewaldeten Hügel fast ' hundert Meter über der Donau dicht ostwärts von Regensburg. Im Inneren ver-I zeichnen 61 Marmortafeln die Namen von Walhallage-I nossen — Männer und Frauen germanischen Stammes — von denen es keine bildlichen Darstellungen gibt, die übrigen sind hl zahlreichen Büsten verewigt, zu denen der König selbst die mitunter seltsam klingenden Unterschriften verfaßt hat. I Sechs Siegesgöttinnen von dem großen Bild-; hauer Rauch, ein Fries mit Schilderungen aus dem Leben der Germanen und eine Marmorstatue des königlichen Bauherrn von Miller vervollständigen die bildhauerische Ausatattung, an der die ersten Meister aus allen deutschen Gauen beteiligt sind. Den maßgebenden Entwurf für da-s Ganz^ lieferte der Münchner Hofarchitekt Leo von K lenze. Von ihm und seinem jüngeren, schon der Weltbild Romantik huldigenden Rivalen Gärtner stammen auch die Pläne für die Kehlhelmer Befreiungshalle, die sich, im Gegensatz zu dem flachgedeckten Kastenbau der Walhalla, als Kuppelraum über kreisrundem Grundriß erhebt — >antlkisch« wie diese, doch mehr mit germanischen Bauelementen vermengt, zu denen vor allem die mächtigen Stützpfeiler der äußeren Rundiiog zu zählen sind. Mit S »«Mtiigw CcMMfc M. Oktotar IMI Bräute besuchen die Hochschule S«chs Wochen Vorbereitung auf den eigenen Haushalt An» den verschiedeniten deutschen Gauen kommen die Braute und Jung verheirateten Frauen in den Reicbsbräuteschulen zusani* men, um Bich in den sechswöchigen Lehrgingen, die das ganze Jahr hindurch stattfinden, das nötige Rüstzeug für ihre eigene Haushaltführung geben zu lassen. Unter den jungen Teilnehmerinnen — über 18 Jahre alt müssen sie sein —die sich bisher einer bausfraulichen Ausbildung noch nicht wid-meri konnten, sind Vertreterinnen der ver-schietlensten Berufe: die Büroangestellte steht am Kochtopf neben der Kindergärtnerin, die Verkäuferin schafft neben der Studentin, die technische Zeichnerin hat den Bleistift mit dsr Nähnadel vertauscht. Jeweils 23 Teilnehmerinnen kann das wunderschön gelegene Haus, das wir besuchten, aufnehmen. Sechs Wochen Gemeinschaftsleben, intensiv durchgeführter theoretischer und praktischer Unterricht, der sich auch mit den volkswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzt, sowie die weltanschauliche Ausrichtung, wirken sich spürbar auf die Anschauungen und Einstellungen der jungen Mädel und Frauen aus und geben ihnen nlcbt ivr eine Sicherheit in der Bewältigung jeglicher Arbeit, die im Haushalt anfällt, sondern auch in Fragen des Geschmacks, der Wohnkultur, der Färb- und Stoffzusammenstellungen. Die vorbildliche, gediegene Einrichtung aller Zimmer in der Reichsbräuteschule, ob es die Aufenthalts- oder Schlafräume sind, die Küche oder die sonstigen Arbeitsräume, beeindruckt die Bräute Immer wieder, so daß es ihnen späterhin gewiß nicht möglich sein wird, ihre eigene Wohnung überladen und unzweckmäßig einzurichten. Gewiß erschwert der Krieg die Neuanschaffungen. Aber die Geschmacksrichtung erstreckt sich ja auf ein ganzes Leben, und in jungen Ehen kann nach dem Kriege alles Fehlende sorgsam angeschafft werden. Im Nähraum sitzt eine Gruppe der Teilnehmerinnen beisammen, die anderen beiden Gruppen sind mit dem Kochen oder dem Hausdienst beschäftigt. Unter Anleitung der Lehrkraft für das Nähen, die sich wie alle Lehrkräfte in der Reichsbräuteschul® nur durch ihr fachliches Können, nicht aber durch ihr Alter von den Bräuten unterscheidet, wird hier die häusliche Näharbeit und das einfache Schneidern gelehrt Schürzen und Kittel, Blusen, Wäsche und Kleider entstehen unter den Händen der Mädel, denen es sichtbare Freude macht, aus Altem etwas Neues hervorzuzaubern. Auch die Handarbeit wird in der Reichsbräutc-schule gepflegt. Denn sie ist das ureigenste Schaffensgebiet der Frau, auf dorn sie ihrer Phantasie und ihren schöpferischen Einfällen freien Lauf lassen kann. Ut erall im Hause begegnen wir den Bräuten und jungen Frauen. Beim Scheuern und Putzen, in der Küche beim Kochen, Backen und Einmachen — für das der eigene Garten Obst und Gemüse liefert —, in der Waschküche beim Waschen und Plätten, im hellen, freundlichen Kinderzimmer bei der Säuglingspflege. Und überall heißt es lerneni wie man Kinder pflegt und erzieht, wie man das Haushaltungsgerät am zweckmäßigsten handhabt, wie man Zeit und Arbeitskraft vernünftig einteilt, um all« Arbeit im Hause zu schaffen. Auch die Abende werden meist gemeinsam verbracht, sei es nun mit dem Erlernen der verschiedensten Möglichkeiten des festlichen Tischdeckens, sei es mit lustigen Spielen und Liedern für die Kinderstube, mit dem Basteln von handfestem Kinderspielzeug, das, selbst-< hergestellt, besonders wertvoll ist Es ist selbstverständlich, daß ein Gemeinschaftsleben das Einfügen aller Teilnehmerinnen voraussetzt. So Ist der Tagesablauf straff gegliedert, doch bleibt für die Bräute noch Freizeit genug, in der sie einer ihnen allen besonders am Herzen liegenden Beschäftigunq nachgehen können: dem Briefschreiben. Uni wenn man fn die Briefe an den Mann oder den Verlobten Im Felde hineinschauen dürfte, so könnte man gewiß immer wieder lesen, was die Teilnehmerinnen selbst auch so oft dankbar aussprechen: „Die Zeit hier wird mir zu einem wahrhaften Erlebnis, und ich freue mich schon unendlich auf den Augenblick, wo ich all das Erlernte im eigenen Haushalt anwenden kann!" B. Nadolni TerdtmhßCt StadUlieater Marburg a. d. Drau MonUg, den If. Oktob«- Kein Kartenverkauf Ring 3 des Amtes Iflr Volkblldnng DIE BOHEMB Oper In vier Bildern von Giaoomo Pnednl Bei^lnn 20 Ühi Ende 22.30 Uhr I- An luisere Poslbezieher! Wenn der Poifbote iti Ihne« kommt nnd d!c Bezugsgebühr für die >Marburger Zeitung« einhebt, bitten wir Sie, dauiii in der Zustellung keine Unterbrechung tintritt, die Zahhing nicht zu verweigern. Die Bezugsgebütir ist immer im voraus zu bezahlen. ytMarburger Zeitungc, Vertriebsabteilung CüiB mütdüMftltßP vom 19. bis 24. Oktober jfeschlossen iotm VerordnuHis- nd imtshlatt des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark Nr. 99 vom 9. Oktober 1942 INHALT: Dritte Bekanntmachung ttber dl« Muatenmi^ fttr den Wehrdienst in der Unterateiemiark vom 2. Oktober 1942 Verordnung über Paß- und AuÄWeiÄwesen vom 30. September 1942 Soweit« Verordnuni: zur Änderung der Verordnung zur Einführung reicharechtlicher Vorachriften über den Straßenverkehr in der Untersteiermark vom 30. September 1942 Verordnung zum Schutze der Jugend vom 30. Sept. 1942 Verordnung zur Sicherstellung des Brotgetreidebedarfa und asur Regelung der Getreldepreiee vom 30. September 1942 Gebührenordnung^ für die Schlachttier- und Fleischbeschau auAerh&lb der öffentlichen Schlachthäuser vom 30. September 1042 Anordnung zur Neuordnung der Metallbewirtachaftun^ vom 30. September 1942 Anordnung auf dem Gebiete der Getreidewirtschaft vom 19. September 1942 Anordnung über die Errichtung einer VerteilungBfetelle für Schlachtvieh Ui Cllll vom 19. September 1942 Anordnung Uber die Regelung des Absatzes von Hopfen der imteratelrLichen Ernte 1942 vom 23. September 1942 Anordnung Uber die Einführung von Ablleferungsprämlen tn der Untersteiermark vom 26. September 1042 Anordnung tuf dem Gebiet« der Gartenbauwlrtachaft vom 26. September 1042 Berichtigung Eimelprei« 20 Rpl CrklltUcli beln SckaHer im MmrburgmrymrtmgtF u. Orucirerel-6m. m. bi N. bei den Qeacb&ftsstellen der »Mirbvrger Zeitnng« IN OHiit Marktplatz 12 (Fernruf 7) IM PCTTAU, Ungartorgasse, Herr üeorg Pichler und bei den scnstifen Verkaufsstellen. ISMtigsprtiti Monatlich RM 1.25 (ateta im voraua zahlbar). Bezuitbeatellungtn werden bei den Üesch&ftsstelten der ..Marburger Zeitung« und im Verlag, Marburg-Drau, Bad-raase 6. angenommen. Wohnort- und Anschrilllinderung müssen unsere Hoaibezieher sofort dem zuständigen Fostamt (nicnf dtm Verlag) melden. i>Marburger Zeitung«, Vertriebsabteilung Kleiierllizeiier Jedti Won kottat fQr StsllenRMQchi • Rpl das fettftdrackt« Wort 36 Rpl fQr Geld. Realltft-tenverkehr Briefwechsel aad Hcirsi II RdI. iaa tttttadmckM Wort 40 Rpl. fflr all« Ibrlits Wortsssclies 10 RÖf. das fettrednicktt Wort 30 Def Wortpreis eilt bit tn Ii Bochstaben le Wort KennwortgebObr bei Abhoipng der Ansebott 38 Rpl. b«l Zasen-dunr darcb Pott oder Boten 70 Rpl AaskonllSRebOhr Iflr Anzelten mit dem Vermerk: «Aaskuolt In d«r Vwaltung oder QatchMlatttll«« 10 Rpl. Anzelxea AnnRhmetchlnl: An Tatt vor enchelneo ani 16 Uhr. Kleioa AntelKea Verden inr ceses VoreinteadoBt det Datraitea (avcb tflltlge Brlefmarkea) inliemmmeo. MlndettrebOhr fOr ein* RIoin« Anielt» 1 RM ftudUättk ufid Zu pachten gesucht Kleines Haus mit Garten sucht alleinstehende Frau zu pacliten. 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F.« an die Verw. 10770-5 Offtm Sutten Vor EiBaiellung vob Arbeit«* krSfteo muB die Znalinunoof dos BtutiadigeD ArbeiUamiei oingebolt werden. Für Kaffeebaus werden gesucht: 1 Kassierin, 1 Kaffeehausköchln, 1 Privatköchin, 2 Küchenmädclien. Anzufragen Cafe Rathaus. Marburg, Domplatz 5. 10764-6 Gehilfin und Lehrmädchen für Schneiderei werden aufgenommen. Nowak, Mühlgasse 39/1, Marburg. 10776-6 Freiwillige für den Wachdienst in den besetzten Gebieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsatzfähig, Im Aller von 24 bis 60, zu sofortigem Eintritt gesucht. Auskunft bei allen Arbeitsämtern und bei der Werheleitung für die Ostmark: Thiel Rudolf, Werbeleiter, Graz, Sackstraße 27, Tel. 42-42, und Innsbruck, Hotel Mondschein, Mariahilt Nr. 6. 2609-6 2 Tlerreo werden auf Kost und Wohnung genommen. Anschrift in der Verw. 10775-7 & miitiii ftsuHtf Kontoriatifl im führendem Geschäft sucht dringend passen des Zimmer. Zuschriften unter »Sonnig« an die Verwaltung. 10665-8 Betriebsleiter, Ingenieur, zeitweise auf Reisen, sucht nur schönes Zimmeri event. mit Badebenützung. Dringende Angebote unter »Betriebsleiter 007« an die Verw. 10676-8 Braver Lehrjunge wird so-1 fort aufgenommen. - Kupfer-, schmiederei Jakob Koß, Marburg, Adolf-Hitler-Platz Nr. 4. i l0656-t5 Herl in leitender Stellung w ünscht sehr schönes /im* Hier, auch mit 2 Betten ehestens zu mieten. Anträge erbeten unter »Gehobene Stellung« an die Verw. 10675-8 BURG-KINO rs'.M^So.2.uh. Violanta FUr Jugendliche nicht zugelajuen! § E5PLANADE m,, Vorbestraft Für Jugendliche nicht zugelassenl M«tropol-Lichtspiele Cllll Vom 16. bis 22. Oktober: TOSCA Für Jugendliche nicht zugelassen. 10634 T ON-LKHTSPIELE PETTAU Montag zum letztenmal s Anton der letzte 2 FUr Jugendliche nicht zugelassen! GEMEINDEAMT JÖROENDOBF Gesucht wird zum sofortigen Eintritt eine männliche Kanzleikratt Befwerber, welche die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen, wollen ihre Anträge an das Gemeindeamt Jörgendorf, Kreis Pettau, eirtsenden. 10710 Jörgendorf, am 14, Oktober 1Ö42. Der Amtsbürgemicister: HEROA, e. tu Möbliertes Zimmer von Beamtin zu mieten gesucht. — Anträge an die Verwaltung unter »Beamtin«. 10689-8 Herr in leitender Stellung, zeitweise auf Reisen, sucht schön möbliertes Zimmer mit Bad oder Badebenützung in der Stadt oder Villenviertel. Eilanträge erbeten unter »Einkaut 05« an die Verwaltung. 10678-3 Kaufmännischer Leiter, öfter abwesend, wünscht ein schönes möbliertes Zimmer in der Stadt oder Villenviertel mit Bad oder zeitweiser Benützung ehemöglichst zu mieten. Angebote unter »Kaufm. Leiter« an die Verw. 10677-8 fukdß s Ifittusit Qranatbrosche in Pröpstling-form verloren. Gegen gute Belohnung abzugeben Schil-lerstralle 25. 10773-1.1 Ifetubitdiku Tausche Salon-Petroleumlampe für Damenfahrrad gegen Nachzahlung. Anschrift in der Verw. 10762-14 llnlersteiral Die Sonder-Bilderausstellung des Malers Stockenhauer aus Graz in der Kunsthandlung -itz, Marburg, Herren-gasse 3, dauert vom 10. bis 20. Oktober. 10524-14 Du gehörst zur deutschen Volksgcmeinschatt! Daher sprichst Du nur Deutsch! Unser Gefolgsrhaftsmitglied 3ohann Widonia Ist nach 40Jährigen treuen Diensten heute einem tragischen Geschick zum Opfer gefallen. Wir werden seiner stets gedenken. Pragerhof, am 16. 10. 1942. 10779 Betriebsführer und Gefolgschaft der ZIEGELWERKE BRÜDER STEINKLAUBER Pragerhof Maria Wldonla, Gattin, mit allen Verwandten.