Amtlicher Theil. N^- k- und k. Apostolische Majestät haben mit Krr?^" Entschließung vom 18. Oktober d. I. dem I '«""'chts« Präsidenten ;„ Neu.Sandec Leonhard !chun° - hässlich der von ihm angesuchten Ver» leilier '".,^" bleibenden Ruhestand in Anerkennung la^ ."leljähsigen. treuen und ausgezeichneten Dienste °ll?!«>.." ^lden der eisernen Krone dritter Classe ^nadlgst zu verleihen geruht. Allfs^ ^ U"b k. Apostolische Majestät haben mit Etat!?, , " Entschließung vom 17. Oktober d. I. dem TM "l'^the und Bezirkshauplmanne in Mährisch-lalilick ^binand Ritter von Pfefferkorn an-ba^ ^ lier von ihm erbetenen Uebernahme in den llkti . Ruhestand in Anerkennung seiner vieljähri^ Titf'l ^" und ausgezeichneten Dienstleistung den Tar n"'^ Charakter eines Hofrathes mit Nachsicht der "" allergnädigst M verleihen geruht. __________ Taaffe m. p. Iyh^r Fmanzminister hat den Finanzcommissär ^>tt c> 'öreg ant zum Finanzsecretär für den Bereich "'Nanzdirection in Trieft ernannt. ^tciai^" ^' Oktober 1885 wurden in der l, l. Hos. und veni,""clcrei i„ W^n die Stücke XI.I und Xl.lII der s l o -U°!ctzt>n?/" und XI.IV der böhmische» Ausgabe des Reichs, ^^ucs ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Bosnien und die Wirren im Orient. polit,^"" v°r Anbruch dieses Jahrzehnts auf dem d?t ^vulkanischen Boden der Balkan-Halbinsel eine lnch?, ^ufigen Eruptionen stattfand, so pflegte Oester-ch^ziemlich besorgt nach jenem Winkel des tür-di)t^,."eiches zu sehen, der in die tief nach Süden ""«a? m" Monarchic gleichsam eingekeilt erscheint ^lhdu l!"^^nien-Herzegovina nämlich — wo die Decke ^ssen ßeoldneter Zustände den angehäuften Glut< slc>^,.^lilischer Leidenschaften am wenigsten wider-^ibr 6 sich erwies. So oft nämlich der Revolu. ^en m" ^ dem europäischen Besitz des o!tomani< ^ll, ^'ches tobte, nahm er entweder seinen Ausgang llkbitt ^^" österreichisch-ungarischen Occupations-e>Ne>/ ?°er aber brach er bald nach dem Beispiel der ^ieben ^ ""deren Provinz aus. Wie anders heute, beil «en ^" österreichisch-ungarischer Verwaltung in ^"^nnten zwei Provinzen haben genügt, um das zu vollbringen, dass heute — mehr als einen Monat nach dem Revolutionsausbruch in den bulgarischen Ländern, im Zeiipunlle, wo Revolution und Krieg alle anderen Baltanländer in einen einzigen Feuerherd zu verwandeln drohten — Bosnien und die Herzegovina des tiefsten Friedens sich erfreuen. Dieser Friede ist keineswegs die Todlenstille, welche in eroberten Ländern durch gewalligen Druck großer Militärmassm hie und da eine Z it Hinduich erzielt wird und entweder den Niedelging des ein« geborenen Volks oder aber die Vorbereitung zu d.n furchtbarsten Ausbriichen der Verzweiflung bedeut!! Nein. sie ist bei der überwiegendsten Mehrheit d-s bosnisch'herzegovinischen Volkes bereits der Ausdruck der Ueberzeugung, dass die heutigen Zustände ditz Landes die Entwicklung seiner geistigen und ma teriellen Wohlfahrt uach keiner Seite hin behindern und dass jeder Tausch zu seinem Nachtheile ausfalle» müsste. Deshalb geht auch heute der Bosnier und tm Herzegovze friedlich seiner Alltagsbeschäftigung nach; der Kmet gibt auch ruhig seine Tretina, wohl wissend, dass auch ihm die Stunde der Erlösung davon uud ohne Kampf fchlagen wird; der Bewohner der Städte betreibt ruhig seinen Handrl oder sein Handwerk; die Angehörigen der christlichen und anderen Con-fessionen üben ihren Cultus in vollkommener Freiheit au», gleich ihren muhamedanischlu Stammesbrüdern; die Gerechtigkeit wird allen in gleichem Maße zulheil. Wem diese Worte als Phrasengelliugel oder Er« guss eines hyperpatriolischen Gemülhes erscheinen, dem können auch concrete Beweis- für die Wahrheit des Gesagten geliefert werden, wie sie in den Refultaten der diesjährigen Volkszählung in den occupierlen Provinzen geboten werden. Der Zuwachs der Be» völterung beträgt über 15 Procent innerhalb fechs Jahren! Deute man nun an dieser Ziffer und versuche auch nur mit einem einzigen stichhältigen Grunde unserer Behauptung entgegenzutreten, wenn wir sageu, dass eine solche Vermehrung der Bevölkerung nur dort vor sich gehen kann, wo sich die Interessen der-selben der größtmöglichen Förderung erfreuen und wo diese letztere von Seite des Voltes auch verstanden und benützt wird. Obzwar diese Wahrheit der Na< tionalölonomie an und für sich einleuchtet, fo wollen wir zur hfss?ren Illustrierung derselben einige Worte ossicieller Berichte über Bulgarien und Montenegro, also Länder, deren Regierungen national, und was noch mehr ist, auch populär sind, citieren. „Die Stadt Widdin, die vor dem russo.türkischen Kriege mehr als 30 000 Einwohner zählte, zählt deren infolge an« dauernder Massenauswanderung kaum 13000." An anderer Stelle: „Die Tepftichfabrication hat seit der Massenauswanderung der Türken sehr abgenommen, die schönen Teppiche werden jetzt aus dem serbischen Pirot ein geführt, hier (Widdiner District) wird nur ordinäre Ware erzeugt." Und Weiler: „Die politische Neugestaltung der Dinge auf der Balkanhalbinsel hat nur dazu gedient, der alten, für den levantinischen Consum arbeitenden bulgarischen Hausindustrie den Todesstoß zu versetzen, ohne eine neue zu schaffen. Was noch vorhanden, sind Ueberbleibsel einer ver» gangeuen Zeit, und zweifelhaft erscheint es, ob die einst nicht unbedeutende Eisenindustrie Samakovs, die Teppichindustrie Berlooica's und die keramische Industrie von Pazart>z>k zu neuem Leben werden erwachen tonuen." Be, District Varna heißt es: «Der Grund, dass der letztjährige (1883) Export gegen das Vorjahr einen so bedeutenden Rückgang erfuhr, liegt in 5er unglücklichen Getreideconjunclur in Verbindung mit der Zunahme der Türtenauswanderung. wodurch ein bedeutender Mangel an Arbeitskräften entsteht, unter welchem natürlicherweise der Landbau leiden muss" u. s. w. Ueber Montenegro schreibt der Bericht, dass Production und Handel stelig zurückgehen, weil Tausende von Montenegrinern die Heimat verlassen, so dass culturfähige Flächen auch von 50 Quadrat-Meter vollkommen brach liegen gelassen werden. Vergleicht man dieses mit der gewiss unvoreingenommenen Nachricht des dalmatinischen „Narodni List" über Bossen, dass die Production des Landes in einem staunenswerten Grade zunimmt, wenn man Weiß, in welchem Maße jährlich in Bosnien-Herze-govina die CulMrfläche wächst, und dass nicht nur die alten Hausindustrien, sondern so mancher groß-industrieller Zweig im Entstehen, beziehungsweise Aufblühen begriffen ist. dann hat man auch die Ursache der politischen Ruhe im Occupatiousa/biete ausgedeckt. Die Einwendung, dass die hohe Ziffer der Gevölkerungszunahme zum größten Theile durch Einwanderung aus der Monarchie erzielt wurde, wird gegenstandlos, wenn man weiß, dass die Zunahme der Muhamedaner 9 Procent beträgt, also mehr denn in den islamitischen Slaalen uwer normalen V^r-Hältnissen; dass die Zunahme ferner bei den Orlho-doxen über 13 Procent beträgt, dass also auch dies-falls das Resultat ein glänzendes ist. In Anbetracht dieses gehen wir nicht irre und auch nicht zu weit im Optimismus, wenn wir weiter behaupten, dass derzeit in Bosnien und der Herzegovina allgemeine Unruhen, wie sie früher so oft das Land in Leid und Drangsal brachten, geradezu zu den Unmöglichkeiten gehören. Die Annahme, dass jeder Einzelne mit dem geschaffenen Stande der Dinge zu« friedengestellt worden fei, wäre allerdings ungerechtfertigt, denn es allen recht zu machen, zu diesem Grade der Vollkommenheit hat es noch keine Regierungilunst in diesem irdischen Iammerthale gebracht, und dürfte JeuMon. ! Renate. öiihlle "late war eine Iugendbelannte von mir. Sie >,rl, " M'ln Mädchen, welche scheinbar nicht lieben lklite ^, ""hrelang halte sie in den Kreisen der Kauf» ^tz?n °Ü*' denen ihr Vater angehörte, mit den ^er of. derer gespielt, die ihrer Schönheit im stillen ^»n k huldigten. Schon so mancher biedere Kauf. Uyks^s" "m Renates Hand geworben, war von ihr ^ttbp worden. Indes hatten auch die flotteren !" üh"li<^ '"^t U"t)r Glück. Endlich sagte man, was H>er l?? 3"ll immer gesagt wird, die Kaufmanns. ?HtNen c!. N"lz und hochmüth'g, sie wolle einen vor« ihr ^'"- Keiner aus den Kreisen ihres Vaters ^ rchm, ^nate war weder stolz noch hochmüthig. ^"NsH "e w „^ ein ganz natürlicher, gesunder ^". a!« 5'""' anderen Mann zum Gallen zu neh- sn ° beda. ""' welchen sie wieder lieben könnte. Re- °. diesen "'leW. "ass ^ H"z so lange säumte, z?> nn 3 °der jenen zu sprechen. Sle stand schon ?'er. h°" Mhrlichen Grenze der Dreißig, in jenem ' ^"cht , dle im weiblichen Herzen liegende Liebes« d!z T>a ^terisch «ach Erfüllung ruft. in?' lNs^ " "blich der Rechte. Er war Haup'.mann, <^,t,lung. eher hässlich wie schön, aber ein 'hre ^.-"lrnsch. einer von jenen, welchem Män« "Kundschaft, Frauen ihre Liebe schenken. Wilrek war allezeit ein leichtfertiger Geselle gewesen, da er sich aber dem Weine, den Frauen und dem Spiele mehr zum Zeitvertreib wie aus Neigung, ja eigentlich nur in Ermanglung en-er ersehnten idealen Liebe ergeben haite. so fand er Menschen genug, die seinen Leichtsiml entschuldigten und verziehen, umso eh.r, als er seine Sünden und Thorheiten mit gewinnende Offenheit gestand und dabei eine Selbstironie, eine Freudensmüdigleit an den Tag legte, dass man kein Menschenkenner sein musste, wenn man nicht daraus ersah, wie sehr Wilrek darnach verlangte, sei' nem schalen Leben einen tieferen Gehalt zu geben. Sobald Renate diesen Mann näher kennen ge. lernt hatte, war sie ihm anheimgefallen. Da auch er das schöne, geistreiche Mädchen zu lieben schien und Renate mit der ihr eigenen Aufrichtigkeit aus ihrer Neigung kein Hehl machte, dachte man allgemein, dass Renatens Valer gar bald allen Freunden und Bekannten die Verlobung seiner Tochter mit Hauplmann Wiltek ankündigen werde. Freilich waren Herr und Frau Mrgens über die Maßen geldstolz und ehr« geizig, während Wilrek leine anderen Einkünfte hatte, als seine Hauptmannsgage, und nicht einmal einen adeligen Namen trug; allein Renate war das einzige Kind der schon ziemlich alten Eheleute, und darum zweifelte man nicht, dafs dieselben nach einigem Widerstände den Liebenden ihren Segen nicht versagen wür» den. Aber es kam anders, ganz anders. Die Verlobung blieb aus, und eine« Tages waren Renate und Wilrek verschwund.n. Cs hi ß. der H^upt- mann sei in ein anderes Regiment versetzt worden, und von Renate sagten ihre Eltern, sie weile bei einer Taute auf Besuch. Sie kam nicht zurück, und volle drei Jahre vergienaen. ehe ich sie wiedersah. Ich war eines Tages in eine Spielwarenhaud« lung getretm. Nuß^r mir befand sich nur noch eine Kunde im Lade», eine reinlich, aber ärmlich gekleidete Frau, die ei» Stccke'pferd zu elstchen im Begriffe war. Ich erkannte sie sofort. Es war Renate. Sie schien nicht älter, ab^r noch schöner geworden. Die Zeit, wohl da« Glück hatte in ihre Züge eine Weichheit gezaubert, die ihr früher fehlte. Sie verlieh Renaten ein ungemein liebliches, vergnügtes Aussehen. Ein folcher Ausdruck ist nur denjenigen Frauen eigen, welche nebst Liebesglück auch Mutterglück genießen, und das kleine Steckenpferd, das Renate mit lachenden Augen musterte, konnte mich in meiner Vermuthung nur bestärken. Indes follte ich vorderhand nicht« Näheres über Nenatens Schicksal erfahren. Ale l'ie nnch erblickte, flog eine leichte Rölhe über ihr Gesicht. Sie zahlte hastig, ergriff das Spielzeug und huschte ellig aus dem Laden Daraus war zu ersehen, dafs sie nlcht erkannt zu werden wünschte, und darum unterließ ich es, ihr zu folne,,, so «er» ich sie auch gefragt hätte, wie es ihr erganaen sei. wie und wo sie jetzt lebe. Da« Spielzeug hatte meine Negier, nein, meine Theilnahme erregt. Ich fragte mich oft, warum Re« nate verschollen sei, warum sie ein Geheimnis aus ihrem Glücke mache. Es währte nicht lange, so erhielt Laibacher Zeitung Nr. 243 ,972 24. Oktoberi»^. es auch, menschlicher Voraussicht nach, kaum jemals so weit bringen. Die weitere Elitwicklung der Dinge wird zeigen, dass es dem bosnifch-herzegovinifchen Volle heiliger Ernst war, als es durch seine Ab« gesandten Se. Majestät den Kaiser und König in Po-z?ga der unverbrüchlichen Treue und Dankbarkeit versichern ließ. Politische Uebersicht. Inland. (Das gemeinsame Budget pro 1886.) Vorgestern traten die gemeinsamen Delegationen, und zwar die österreichische um 12 Uhr, die ungarische um 5 Uhr, zusammen. Das gemeinsame Budget pro 1886 weist folgende Hauptziff^rn auf: Das Netto» Erfordernis beträgt 116 557 221 fl.. um 479 621 fl. mehr als die Bewilligung für das Jahr 1885; nach Abzug der mit 25914132 fl. präliminierten Zollgefälls-Ueberschüsse (l885: 18434740 ft.) verbleibt ein Er« fordernis von 90643089 fl. (1885: 97642860 ft.), wiwon auf die diesseitige Reichshälfte 62 181159 st. (1885: 66 983 001ft) entfallen. Der Beitrag der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder zum gemeinsamen Budget vermindert sich demnach gegenüber dem Vorjahre um 4 801842 ft. Die Einnahmen des bosnischen Budgets sind um 536 907 fl. höher als im Vorjahre. (Die ungarische Delegation) wählte den Cardinal Haynald zum Präsidenten, Ludwig Ti«za zum Viceplä'sideiiten. Cardinal Haynalo hob in seiner Ansprache hervor, el scheine, dass diesmal der Delegation eine größere Aufgabe harre, sowohl infolge der großen Staatsliusgabkn, wie der durch die Ge> schehmsse auf der Balkan-Halbinsel hervorgerufenen Verwicklung der politischen Verhältnisse Europas. Er glaubt, die Delegation müsse alles bewilligen, was zur Wahrung der Macht und Autorität der Monarchie unbedingt nöthig sei, hiebei sei aber auf die Steuer» fähigfeit der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen. Redner schließt mit einem dreimaligen hoch auf den Ka»ser, in welches die Delegation stürmisch einstimmt. Herr v. Kallay legte das gemeinsame Budget vor. (Verstaatlichung der Dux-Boden-bacher Bahn.) Iu der vorgestrigen Sitzung des Eisenbahn «Ausschusses wurde die Vorlage, betrtffend die Verstaatlichung der Dux»Bodenbacher Bahn, mit 14 gegen 8 Stimmen angenommen. Zum Referenten wurde Abgeordneter Hladit bestellt. (Kroatien.) Wie man aus Agram melde», wird die Regnicolar. Deputation ihre unterbrochene Thätigkeit wegen Theilnahme ihres Berichterstatters an den Delegülionsoerhandlullgen erst nach Abschluss der letzteren fortsetzen. — Für den Fall, als Krest? bei der Agramer Nachwahl heute wiedergewählt wird. ist dessen neuerliche Wahl in die Regnicular.Dputa' lion >„ Aussicht genommen. Ausland. (Die Situation a»f derValkan-Halbinsel.) Die gestern eingelangten Nachrichten zeigen eine vollständige Veränderung der Situation am Balkan im Sinne allseitiger Erhaltung des Friedens. Von Belgrad meldet man, dass Serbien infolge des Drängens der Diplomatie und nachdem der serbischen Re. g'erung territoriale Compensationen in Aussicht gestellt worden seien, seine militärische Action auszugeben bereit sei. In Constantinopel weiß man, dass Filrst Alexander nicht mehr nach Philippopel zurückkehren werde, und von verschiedenen Seiten wird gemeldet, dass die Conferenz in zweiter Auflage demnächst zu< sammentreten werde. E« haben also die Bemühungen der Diplomatie, den Frieden nach allen Seiten zu er> halten, Oberwasser behalten, und wenn wir sie dazu beglückwünschen, so geschieht es doch mit dem Vor« behalte, dass es auch der Conferenz gelingen möge, auf der ValkaN'Halbinfel ein Arrangement zu treffen, welches mindestens das nächste Frühjahr überleben möge. (Griechenland.) Weniger beruhigend als die Berichte aus Belgrad lauten die jüngsten Miltheilun« gen aus Athen. Der Kriegsminister hielt, indem er die spartanischen Freiwilligen haranguierte, an dieselben eine kriegerische Ansprache. Den Blättern zufolge würde Griechenland, um abzurüsten, Garantien gegen eine Erneuerung bulgarischer Versuche sowie eine Entschädigung für die militärischen Ausgaben fordern. Delyannis beabsichtigt, ein patriotisches Anlehen zu emittieren. Die griechischen Colonien bieten für den Kriegsfall erhebliche Summen an. Die Vertreter der Mächte werden ihre Collectio.VorstcUungen erneuern. (Die br aunsch weigisch e Frage.) Bekannt, lich hat die Landesversammlung von Braunschweig einstimmig die Wahl des Prinzen Albrecht von Preußen zum Regenten vollzogen. Bis auf weiteres ist somit, da der Prinz unzweifelhaft die Wahl annehmen wird, die braunschweigische Frage vom Tisch geschafft. (Nachrichten au« Egypten) melden eine angeblich hevorstchmde Wiederoersö'hnung der Sudanesen mit Egypten. Wenn sich diese Meldungen vollinhaltlich bewahrheiten, so würde Sir Drummond Wolffs am langsamen Feuer brodelnde Mission in Vyzanz zur Hälfte gegenstandslos. Türkischer Hilfe zur dauernd?» Pacificierung des Sudans könnte man dann völlig entralhen. Tagesneuigkeiten. — (Ein Roman aus dem Leben) Ist's n'cht die Tochter, soli's die Mutter sein — so könnte man beiläufig den Roman aus dem Leben betiteln, der sich dieser Tage zu Neograd in Ungarn abspielte: Die achtzehnjährige Tochter eines P. . . er Grundbesitzers verliebte sich in ihren Claolerlehrer. Der Vater war von der Liebe seiner einzigen Tochter Wenig erbant, da über den Lehrer nicht die rühmlichsten Gerüchte im Umlaufe waren; schließlich gab er den Bitten der Tochter doch nach, die Verlobung wurde gefriert und auch der Huchzertsternrin angesetzt. Inzwischen starb der Grund» btsiher und testierte sein ganzes Vermögen seiner Frau, weil er „wegen des bekannten Leichtsinnes des Clavier-lehrers" über d'e Zukunft seiner Tochter in Sorge war Der Schwiegersohn in 8v« war bei der Testaments Eröffnung anwesend und gerieth dermaßen in Wnlh, dass er die Verlobung sofort lüste. Wenige Wochen später fand in aller Stille die Traunng dcs Klavierlehrer? mit der Erbin-Mutter statt Die Tochter gieng am Hochzeitstage auf den Friedhof und erschoss sich auf dem Grabe des Vaters. Mit zerschmetterter Hirnschale wurde sic sterbend in die Wohnung drs jungen Ehe« Paares gebracht. — (Eine hübsche Geldstrafe.) Ein Han^ burger Kaufmann ist, wie man von dort schreibt, an« Freitag den l6. Oktober in eine Geldstrafe verurtheilt worden, wie sie bisher in solcher Höhe wohl noch von keinem Gerichte erkannt sein dürste, Der Sachverhalt ist folgender: Der Kaufmann H. F. Hermann Petersen hat als alleiniger Director der „Transatlantischen Handelsgesellschaft" Anweisungen ausgegeben. N> folgenden Wortlaut hatten: „Die Transatlantic "^ delsgestllschaft. vormals Hermann Peters^ "«. ^. zahlt gegen diese Anweisung .... Mark aus- .^ artige Schuldverschreibungen des Herrn P^">" ' s im Netrage von 804089 Mark 30 Pfennig " "^ gesetzt. Darauf ist der Genannte in Anllagez"'^ verseht worden, da obige Anweisungrn alS liaH ^ neuen Gesetz nicht erlaubte, «auf Inhabe^ ^ tende Schuldverschreibungen ohne IinsvecgiUmrg , nicht alS „lediglich zur Erleichterung des G^M^ dienende Checks" anzusehen seien. Der Staatsanwal ^ antragte. den zehnfachen Betrag des Wertes der ^ gegebenen Schuldverschreibungen als Strafe «acy ^ Bestimmungen des Vankzesetzes. also eine Strafe 8 040 893 Mark. worauf das Landgericht in Ha"" auch erkannte. Damit ist eine höchst wichtige. MV delskreisen jüngst viel besprochene Streitfrage zu" ,^ richtlich zum Anstrag g'bracht worden; es f^ .^ nur. wie die Entscheidung der höheren Instanz. >" ohne Zweifel angerufen werden wird, ausfällt. , - (Eine Beschäftigung), welche stch ^. ches späte Mädchen wünscht, ist die j?ner junge" /" ^ die kllrzlich in das Fremdenbuch eines Hotels mu" Rubrik „Beschäftigung" einschrieb: Braut. Aus der Frauenwelt. Aphorismen. ^ Indem die Mutter fiir ihr Kind arbeitet, arbeitet s'^ sich selbst, an ihrer eigenen Veredelung nnd >h"ulN" '. ^ jede Pflichterfüllung gegen ihr Kind ist eine Vcrschiw""'" eigenen Ichs. Julie Vur" ^ Wenn du jung bist, glaube den Frauen. "«^ ^" ^iift immer glücklich sein; bist du alt, zweifle immer, "" «nM. uie unglücklich werden. O> ^ ^ Traue nicht dem Lächeln der Frau, es kann sein, ^, die gauze Nacht geweint hat. Ica« ^ Gedächtnis ist Liebe, was man gern hat. behält «ran^ Das Mitleid ist die letzte Weihe der llicbe, vi^H, Liebe selbst. ^ Fiir die vorzüglichste Frau wird diejenige listen, ,dl ihren Kindern den Vater, wenn er abgeht, zu ^'sl, ten in dieser Minute stirbt er. 3^" ^ ^ Die Leidenschaften machen die besten VeobaclMNss" , die elendesten Schlüsse, 3^,, ^ Ein junacs Mädchen besitzt eine Macht. Au die sie bisher noch ssar uicht gedacht Und die sich doch von ihr entfernt, «ast^' Sobald sie solche keuucu lernt. ,,c» DaS gröhle häusliche Unglück, das eiuem Manne bH^^ kann, ist, wenn seine Frau eiumal geqeu ihn recht lM< ,^ >ii> er es ihr abgestritten. Dieses einzige klciur Recht,d'"'^ ""' ein Flnschchen Rosenöl; damit macht sie zwanM ^Ml»c ihre Gcräthe und Gerede wohlriechcud. Eiu Vuch ist jedes Mädchenhcrz Mit gnr geweihte» Lettern. Die meisten Männer lcscn's nicht, Sie wollcu nur d'rin blättern. «i> Wcun uus're Ehen im Himmel, vielleicht im sicb" ^V" schlösse» werden, so ist das Himmelreich ost himnmw , ^fs, entfernt. 5>. M^u. ich Antwort auf diese Frage. Nachdem ich durch mein unstetes Lrben nach Kairo verschlagen worden, traf ich Wilrel dort. Er hatte in der Heimat den Dienst quiltlett, wie er mir erzählte, und suchte nun in die egWiscke Allme aufgenommen zu werden. „Wer weih," fügte er seufzend hinzu, „vielleicht glilckt es mir hier bisser wie drüben." Ich fragte nichl, was ihm drüben nicht geglückt sei, denn vertrauliche Mittheilun. gen sollen freiwillig grmacht werden. Wochen, Monate vergiengen. ohne dass mir Wilrek absagt hätte, was ihn bewogen, die H?imat zu v?r> lassen. Und doch sahen wir einander täglich. Er hatte die alte Bekanntschaft erneuert, kam jeden Abend in unser Hans. um mit u„s und unseren Freunden ein paar Stunden zu verplaudern. Er sprach gut. aber fast zu viel. Es war, als suche er sich durch fort« währendes Reden zu zerstreuen, zu betäuben. Sobald er schwieg und sich selbst übe»lassen war, traten auf seiner Stirne die finsteren Falten, die im Eifer des Gespräches vnschniunden waren, wieder hervor, und er schien düsterem Brüten anheimzufallen, bls er sich gleichsam aufrüttelte und von neuem das Wort er-griff. Sorgen genug und zu viel mochte er habe,,, wenn mein Verdacht begründet war, wenn er Weib und Kind besaß. Niemand wusste, wovon er lebte. Der Kriegsminister zögerte, W',lret eine Osficiers' stelle zu geben, obwohl er schon so manchen minder tüchtigen Osficier der egyptischen Armee eingereiht hatte. Da kam der erste Feldzug gegen die Aufstau d^chrn >m Sudan. Damals war der Mahdi. der Weg- Weiser Allahs, den aufrührerischen Söhnen Muhameds noch nicht erstanden, damals halte die ausgebrochene Fehde noch nicht die Bedeulung. die sie später erlangte, aber der geplante Feldzug konnte immerhin Gefahren genug bieten, da unter jenem Himmelsstrich das Klima ein noch schlimmerer Feind ist, als der bewaffnete Gegner. Nm, beeilte man sich. fremde Officiere auf« zunehmen. Es war ein gottgefälliges Werk, wenn man die rechtgläubigen Moslimm fchonle und die Franken ins Treffen schick«?. Deshalb erhielt auch Wilrek jetzt die begehrte Stelle. Am Abend vor der Abreise kam er zu uns, um Abschied zu nehmen. Zufällig war außer mir niemand zu Hause. Auch halte sich kein anderer Besuch ein-gefunden. Ganz gegen seine Gewohnheit war Wilrek sehr einsilbig, während er den Thee trank, den ich ihm bereitet hatte. Nachdenklich warf er, wie man dort» zulande im Sommer zu thun pfleat. ein Stückchen Eis nach dem anderen in den heißen Thee. Als dieser g» kühlt war. trank er die Schale in einem Zug aus und sprang auf, als wolle er d,n Druck, der sichtlich auf ihm lastete, von sich abschütteln. Ich fragte, ob er wegen d?r Schwüle im Zimmer nichl lieber im Freien sitzen würde. Er nickte und trat auf die Veranda hinaus. Ich folgte ihm. Schweigend setzten wir uns beide und schauten in den Palmengarlen, über welchen der Vollmond sein zauberhafte« Licht ergoß. Endlich sagte Wilrel: «Auch Sie werden nicht immer hier bleiben." ..Nein. Sobald die Mission meines Vatt' endet, kehren wir in die Heimat zurück." . „ s^ „Dann gri!ß?n S e mir Weib und K»w ' ^ er mit bcw.'glrr Stimme, und als ich W '^»^' ansah, fuhr rr fort: „S-e w ssen doch. dafe ^,'. meine Frau w.^rd? D,? mrm Renate! ^^/^steh^ wird sie mit unserem Buben aNein in der M si^ Aber wer w^iß, vielleicht schlägt nm» To° ' ^ und sür das Kmd zum Glücke aus! Wen" '^ ^ mehr lebe, werden die alt»'!,, einsamen L^^ hte "> zigen Tochter schon verzeihen, dass si> m>Ä " >,o« die Hand fürs Leben reichte. Wie könnten ' ^l^ grollen, wenn ihnen Nenate unseren p>ächl>ae gßc> in die Arme legt? Darum sollte ich """'»'.^ ^ beruhigt ins Fsld ziehen, aber es will m»r ^ al lingm, sorglos und gefasst zu sein. Es 'N, ^ könnte Renate kein rechtes Glück mehr st" f/i„M ich nicht zurückkäme. Der Gedanke, dass c>ne'^ ^ Kugel Mutter und Kind um meine groß'', " «,ls ' brinaen könnte, quält mich und liegt «m Sinn.« _,.tte l."! „Wenn Sie aber ein so zärtlicher "^ ^„d Vater sind, warum verließen Sie Weib u»» ^h ..Weil ich unsere Armut nicht n'chr "" M ^, konnte." erwiderte Wilret. „Die liebevolle, «^,»« "ate sagte freilich, dass ein sorgenfreies 2^ ^„scy' glücklicher machen könnte, vass sie "'cy^ ^'^ nichts begehre, aber sie wollte mich «w^ ^ss ' Herzensgüte nur täuschen, mir nur einreden».^,,, 'hr nicht schwer falle, zu darben und zu "" Laibacher Zeitnna Nr. 243 1973 24. Oktober 1885. In uns'rcs Lebens Frühlinst nur «ehrt uns zu lieben die Natur; Wenn ich die Lieb' im Alter finde. Ast sie nur noch — Gewohnhcitssiinde. Castelli. dem iu»."^ Aebe gleicht mit ihrer Glut und ihren Thränen ünbe/,, ^^°^e. das, wenn es an einem Ende brennt, am "' Wasser zieht. Menzel. eine ^!Ü lchöncs. herrliches Weib, das unvermählt bleibt, ist ''" und doch laute Anllagc gegen alle Männer. B. Golh. linez ^ Mädchen unter zwanzig Jahren muss einen älteren, bifl,j.. dreißig einen ebenso alten Mann heiraten: ist sie "u und darüber, so nehme sie, was kommt. Alter Lchrspruch. Vocal- und Prouinzial-Nachrichkn. . Der Cäcilien-Verein Hf jacher Diöcese hielt vorgestern seine diesjährige ^ i? "Sammlung ab, Aus diesem Anlasse wnrde um ^^ ^l vormittag« in der hiesigen Domkirchr vom Propst Nksl . ^ ^'" Hochamt celebrlert. wobei die Benz'sche ^llsll^ "^ ^0IU0N8, u ^)i3,, o lwleiä Vir^o NariH!" zur H l'Uyrung gelangte und von den Sängerinnen und tinc c ^ brillanter Welse vorgetragen wurde. Es ist gts kls.reuliche Thatsache, dass der cäcilianische Kirchen-^det^ '" unserer Domkirche eine so würdige Vertretung blent n'^ technische Leistungsfähigkeit der Sanger ver-lt»M. Anerkennung; nebstbei können wir nicht un->nit ?'" luss"'. dass der tüchtige Dirigent Hr. Foerst er bchlu «' ^"ktierstock in der Hand die Sänger über lind s 2t>'tln ieder Art stets hinwegzuführen weiß lo c>h ^^ ^k"N auch vorgestern jede Nummer für sich liiy. fundet, wie kaum jemals zuvor; von einer Schwan« Lloich kaltes war leine Spur. Ganz speciell aber l^ ^ ^ hervorheben zu müssen das im Credo vor-ttüde Sopransolo ^t jucHiuatuä 68t" mit beglei. ^linini ^'""nen. Die Solistin verfügt über eine frische »^!> ^°" nngenehmer Klangfarbe. DaS Graduate H, , ^t Luni1)ou8" von Fo erst er ist in rhythmischer " harmonischer Hinsicht von großer Schönheit ^chllN ^ ^"" Hochamte fand im Saale der fürst« ^ lachen Residenz die Versammlung der Vereinsmit-»üb ^''att; es hatten sich an 60 Mitglieder geistlichen Hetf! "'chen Standes daselbst eingesnnden. auch der Hi ^protector, der hochwUrdigste Herr Fürstbischof ^tti.5 l°' War zur Versammlung erschienen. Der lueses ^Üsident Propst Dr. Iarc begrüßte die An ti»tg ^"' erörterte hierauf den Zweck des Cäcilien-Ver^ ^ ""t> constatierte. ^ass in der Laibachcr Diöcese "ieiftz ^ des neunjährigen Bestandes dieses Vereines 5U sH Nkschehen ^^ ^^ ^^^ ^^^ ^ wünschen und ^5tin,." ^^ig bleibt, da sich gegen die resormatorische lt^""lt des Vereines auch seilen» der Geistlichkeit ^lhe?^"»e Opposition geltend macht. In erster Linie l>!« . ^ ^äcililn.Verein seinen Zweck zu erreichen durch >«t .^.'hnl errichtete Orgelschule, welche heuer 24 Schü' 3os ^ und welche drei Lehrer, nämlich die Herren ^lh^r» Pater U„gelicus Hribar und geistlicher «»tl^" e.j' d a. unterrichten. Die Schüler erhalten !>" l>er n '"' kirchlichen chorale» und figuraleu Gesänge. M dj '^urgie u. s. w.. und müsse constatielt werden, ^lkh^' fortschritte Einzelner ausgezeichnete, der großen "lch w, befriedigende seien. Das zweite Hilfsmittel, ^ la.s, /^ der Cäcilien-Verein für die Verbreitung >ur°„ 's«" Kirchenmusik thatig ist. ist dessen Ver-^ Ver l' ^" «Cerkveni Glasbenil". u»d schließlich «st ^te z." ','sausschuss nach besten Kräften für die hehre ^ ^tig D^ Vereinspräsident erbittet schließlich die hohe Unterstützung des Protectors. Fürstbischofs Dr, Missia, zur Forderung der Vereinszwecke. Der VereinSsecretär, geistlicher Rath Gnjezda, gibt eine ausführliche Schilderung der Vereinsthätigkeit Die Arbeit sei eine schwierige. Das Streben deS Vereins, gute Kirchenmusik zu verbreiten, begegne vielfacher Gegnerschaft selbst unter dem Clerus. Man habe die Parole ausgegeben, der CäcilicwVerein wolle den slo» venischen Gesang aus den Kirchen verdrängen; dirs sei nicht wahr und die beste Anlwort darauf wohl die. dass der CäcilienVerein im verflossenen Jahre den zweiten Theil der „?68Mkriea« herausgegeben, welche 252 slo< venische Kirchenlieder, vom Domchor-Musikdireclor Herrn Foerster redigiert, in echt liturgischem Geiste enlhält. Der Redner opp?lliert schlichlich an die Weisheit des hochwürdigsten Herrn Veleinspiotectors und hofft, derselbe werde zur Erreichung des gesteckten Zieles nach Kräften beitragen. Der Vereinscassier H,rr Consiftorialraih Bo. hinec trägt den Eassebericht für die verstossenen zwei Vereinsjahre vor. Im Jahre 1884 hatte der Cäcilien-Verein 1284 fl. Einnahme!,. u»d es verblieb nach den Ausgaben für die Vereins Orgelschule, die herausgege, benen Schriften, Compositions!,, Mietzins u s, w ein Casserest per 381 fl Im Jahre 1885 betlugen die Einnahmen 1294 fl.. der Casserest 327 st. Im Gesummten verfügt der Cäcilien-Verein über eine Geld barschaft von 800 fl. Das G?ld ist in der trainischen Sparcasse fruchtbringend angelegt. Der Cissebericht wird genehmigend zur Kenntnis genommen. Der Leiter der Orgelschule des Vereins, Herr Foerster. berichtet über die Thätigkeit der genanilten Schule. Nis nun seien an 40 tüchtige Organisten aus derselben hervorgegangen. Nach Anführung zahlreicher, diese Schule betreffender Detail« constatiert Redner, dass die Idee der cäcilianischen Kirchenmusik Verhältnis» mäh'g doch zu langsam Eingang gewinn?, und bittet den Vereinsftrotcctor. dieselbe zu sördern. Hierauf ergriff der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Missia das Wort. um in längerer Rede die lobens» werte Thätigkeit des Cäcilien Vereins in ancikenoeudster Weise zu besprechen. Die Theilnahme an dem Vereine sei eine weit zu geringe, und für die schöne Idee des Vereins wäre eine größere Begeisterung hauptsächlich in den dazu berufen?» Kreisen wohl am Platze. Der hoch' würdigste Fürstbischof constatiert, dass in Krain für die Verschönerung der Kirchen, für schöne Kilchenparamente große Opfer gebracht werden und dass die Bevölkerung des Landes einen mustergiltigen Eifer entfalte. Son» derbar bleibe es. dafs die Kirchenmusik bei diesem religiösen Eifer vernachlässigt werde. Durch schöne Bauten und Paramente werde das innerliche Gefühl der Religiosität nie in dem Masse zur Geltung gebracht, wie durch einen schönen, liturgisch correcten Kirchengesang. Der Fürstbischof spricht dann den Wunsch aus. der hochwürdige Clerus möge den Cäcilien-Verein klüftiger denn bisher unterstützen, um fo die Erhabenheit des Gottesdienstes zu fördern. Der hochwürdigste Herr Fürst« bischof erörtert nun den Umstand, dass von einer Seite dafür Propaganda gemacht werde, es möge die Liturgie in slovenischer Sprache in die katholische Kirche ein> geführt werden. Dagegen müsse er sich erklären. A>, Ge legenheit, die slouenische Sprache sonst geltend zu machen, fehle es ja nicht; ein derartiges Streben aber würde nur das Voll und den Clerus entzweien Die katholische Kirche sei keine Nationalkirche. Nachdem der Ver eiusprotector noch insbesondere die Pflege des Choral« gesanges ümpfohleu. schloss er mit dem Wunsche, der Cäcilien.Verciu möge seiner Aufgabe: ^ortitoi- w ro ot "3"kl Renate war doch von Haus aus reich..." Q^ebiM 6l ihre Liebe zu mir hat sie ihr Vermögen ^k^ ^- Vorurtheile, die ihre Ellern a/gen meinen Nlye» Hten, vielleicht auch die Abneinunq, die sie Üklksjy. ''H Ntsasst zu hab«'« schienen, verblendeten das !!^ Und ^paar derart, dass sie die Liebs, die Re. ^ boll "uch velband. nicht enmssen konnten. In 7»!h """a. dass die verwöhnte Renale nicht de„ ?'N?s "Ulde. einen a, men Teufel wie mich '"«t tnck?^" 5"N' Manne zu nehmen, kündigten sie Me ?"l an. dass sie lieltelann von dannen ziehen >,r ^," sie gegen die Einwilligung d.r Eltern k b. svi°i^ diese Drohn»« jedoch ohne Wnkung s> k>fl»s, " sie ihren Dumpf aus und drohten statt 'l y^ l" Segens mit ihrem Fluch. Wie sanft und ! ?härl ^ °"ü sonst ist. diese Grausamkeit u»d Her-K>'den ^" fllr sie nur ein Grund mehr. in meine ^eich "lu,r zu flüchtet,. Freilich war's ein toller !i?l. da 'bricht ^,, unverantwortlicher von meiner >," besak r "icht einmal das »ö'hige Geld zur Cau< ch^'l'er?' ^ quiltierte den Dienst, um Renate ^ Vkutp chwahill.cn F"U machen zu können. D,c ^" Und 5'^"' chrc Hartnäckillleit oft genua beieut 3^ aer^"'" der im Grunde heißgeliebten Tochler "^ Ttok ^'" ansehnliche Iahsrsrente ausgesetzt. b'i ^ ""d Stolz verhindellen sie. es anzutragen. l'»d" 3t.n'. ^'ulz verwehrlcn Renalen. es zu er- ^ ,"tn ^, 'k t nm und sand sie. Nnheldrm besaß l"e Summe Geldes, aber l,otz unseres be« scheidenrn Lebens war das bald verbraucht. Dann trat ich eine kleine Stellung an, ich schäme mich. Ihnen zu sagen, welcher Art sie war. Endlich konnte ich rs nicht länger ertragen, dass ein Schmuckstück nach dem anderen zum Trödler «anderle, dass Renate die Halden Nächte mit Goldfaden stickte. Da borgte ich mir in meiner Verzweiflung fünfhundert Gulden von einem guten Freunde — und hoffentlich kann ich sie ihm einmal zurückzahlen — und reiste hierher in der Erwartung, eine Ossicielsftelle zu er< langen." ..Renate ließ Sie allrin ziehen?" „Ich mrschwieg ihr, das« ich wandern wilrdi», schrub ihr nicht eher, wobin ich mich begeben, als bis das Meer trennend zwischen uns lag. Wie hätte ich sie mitschleppen können in das fremd,', ferne La»d? Die Frau ist so zait, der Knabc kaum zwei I.ihre alt." „We»n sie sich nur nicht als Belassene siihlt." «Wenn der Veldachl iibeihaupt in ihr.m ver-tiauensvollen Herzen erwachte, so haben meine Briefe denselben im Keime elstckt. Sie kennt mich, ve^stchl mich und weiß, dass ich von ihr gieng, um uns Drem» eine achtbare, sorgenfreie Ex'stenz zu gründen, SHm, ist mein Ziel halb erreicht, schon bin lch M.,jor. das Kriegsglilck lächelt mir vielleicht, und gar bald können Mutter nnd Kind über das Meer kommen, mich i» die Arme zu schließen, mich nie wieder zu veiloss n!" Doch das Kliegsgliick war ihm nicht holt,, ei„er der ersten, der fi.l. war Wilrek. Arme Rcnatel Ch. d. l si egro. 8,iavitor in moäo, nachzukommen suchen; er selbst werbe nicht ermangeln, den edlen Zweck des Vereines bestens z», fördern. — Die Nede des Fürstbischofs wurde mit großem Beifalle aufgenommen. Geistlicher Rath Pfarrer Rozman beantragt sodann, es mögen bei Vacanzen von Organistenstelleu in erster Linie die Schüler der Orgelschule berücksichtigt werden. Um 4 Uhr nachmittags fand in der Kirche der Patres Franciscancr eine feierliche Vesper statt. Hiemit war die diesjährige General-Versammlung geschlossen. — (Die Reise Ihrer Majestät der Kaiserin) Eine Dspesche ans Jerusalem meldet uns, dass sich die Stadt in freudiger Aufregung befinde. E«ne Nachricht au? Smyrna lautet nämlich, die Kaiserin Elisabeth werde von dieser Stadt au« die Insel Nhodus besuchen und dann über Jaffa Hieher kommen, um die heilige Stadt und das heilige Grab zu besuchen. Eme fernete Depesche meldet, die „Miramar" fei richtig nach I>>ffa abgegangen, — (Herr Dr. von Plener) hat sich in, Ab-geordnetenhause schon wieder mit Kram und seinem Landetzpriisidenten beschäftigt, selbstverständlich wieder, ohne unsere Verhältnisse zu kennen. Er sagte (nach der „Neuen freien Presse") als Redner in der Adress« Debatte: „Und wie sind die Zustände in Krain? Das deutsche Element ist dort dasjenige, welches den Besitz und die Bildung vertritt, und es ist natürlich, dass dieser deutsch?n Minderheit eine hervorragende Stellung zukommt im Interesse der Civilisation und im Interesse des österreichischen Staates. Diese berechtigte Stellung der deutschen Minderheit ist aber im Laufe des gegen» wartigen Regimes und unter der Führung des Landes-Präsidenten, für den der Ministerpräsident jedenfalls auch die Verantwortung übernehmen wird, immer mehr zurückgedrängt worden. Ich erinnere an die Siftierung des Beschlusse» der Krainer Sparcasse, eine deutsche Schule in Laibach zu subventionieren. Noch heute ist es nicht gelungen, die deutsche Schule zu errichten. Sie sehen also durch das ganze Reich die Stellung der Deutschen überall bedroht," Wir wollen mit dem geistreichen Abgeordneten nicht rechten, ob und inwieweit der deutschen Minderheit im Lande Krain aus was immer für Gründen eine „hervorragende" Stellung zukomme; doch bestreiten müssen wir entschieden, dass diese deutsche Minderheit während des gegenwärtigen Regimes unter der Führung des Landes» Präsidenten zurückgedrängt wurde. Per Landes« Präsident hat hiebei nichts verschuldet. Denn wir möchten gerne wissen, wie es Herr Dr von Plener, wenn er Landespräsident wäre. ohne allenfalls eine unberechtigte Pression oder Gewalt zu üben, anstellen würde, um der deutschen Minderheit in Krain eine „hervorragende" Stellung (der Herr Abgeordnete versteht darunter gewiss die Majorität in den verschiedenen Vertretungs« kölpern) bei einer Bevölkerung von 30 000 Deutschen gegenüber 450000 Slovenen zu Verschaffen, zumal wenn sich diese deutsche Minderheit von den Wahlen in einzelne Vertretungskürper absichtlich fernhält. Der ausgezeich« nete Herr Abgeordnete der Egerer Handelskammer möge übrigens die Versicherung entgegennehmen, dass es unser Herr Landes-Präsident nicht nöthig hat. dass inbetreff der vermeilltlichen Iurückdtängung der Deutschen jemand anderer für ihn die Verantwortung übernehme, wenn er auch keineswegs, wie der Herr Abgeordnete, elne Immunität fllr sich in Anspruch nehmen kann. Belangend die Sistierung des Beschlusses der lrainischen Spar« casse. eine deutsche Schule in Laibach zu subventionieren, so möge Herr Dr. v. Plener überzeugt sein. dass elne solche Sllbventionlerung ganz überflüssig wäre, da um dieselbe niemand gebeten und auch die Stabtgemeinde Laibach, welche für die Errichtung und Erhaltung der nöthigen Volksschulen felbst zu forgen hat, ein derlei Geschenk abgelehnt hat. Doch über die gedachte Sistle-rung werden ja noch höhere Instanzen zu entscheiden haben, deren Urtheil uns maßgebender ist, als jenes des Herrn v, Plener, Doch wozu zerbricht sich denn eigentlich der Herr Abgeordnete den Kopf wegen der deutschen Schule in Laibach! Er thäte besser, wenn er etwas mehr Mühe auf die Sammlung richtiger Daten über Krain verwenden würde, dann würde er nicht dem Parlamente, wie er es gethan, verkündigen: „Noch heute ist es nicht gelungen, die deutsche Schule in Laibach zu errichten!" — da doch alle Welt weiß, dass in Laibach, abgesehen von mehreren anderen deutschen Schulen, eine von der Commune Laibach errichtete Knaben«Volksschule und eine von derselben er« richtete Mädchenschule mit beutscher Unterrichtssprache, versehe» mit vorzüglichen Lehrkräften ^ und zwar Dank auch einigen Bemühungen des Herrn Landes Präsidenten — heute thatsächlich besteht, wenn auch Herr v, Plener dieS vor dem ganzen Parln» mente zu leugnen für seine Abgeordnetenpflicht hält Uebrlgenö möge sich der ehrenwerte Abgeordnete nur beruhigen: dle Stellung der Deutschen ist wenigstens pflogen werden. Die Politik ist Principiell ausgeschlossen. Zutritt zu den Club.Abenden haben nur Mitglieder des SchriftstellerUnterstühungsvereins. — (Philharmonische Gesellschaft.) Die Plenarversammlung der Mitglieder findet morgen um 10 Uhr vormittags statt. Angesichts der interessanten Tagesordnung wird auf eine recht zahlreiche Betheiligung gerechnet. — (Der Verein der Aerzte in Krain) wird am nächsten Mittwoch, den 28 Oktober, eine Monatssihung mit folgendem Programme abhalten: ^ Innere Angelegenheiten. L Vorträge: 1) Bezirksamt Dr. Ninter aus Stein: über Herniotomien am Lande; 2.) Primararzt Dr. Dornig: Vorstellung eines inter« essanten dermatologischen FalleS und 3.) Regierungsrath Dr. Valenta: Biographie des berühmten Frei. burger Arztes und Professors Georg Etaravasnit. eines gebürtigen Krainers. Nach der Sitzung findet eine gesellige Zusammenkunft im „Hotel Elefant" statt. — (Die That elneS Braven.) Vor einigen Lagen, als der Wasserstand der Save eine ungewöhnliche Höhe erreicht hatte, zerbarst ein. krainischen Flössern gehöriges, mit Brettern beladenes Floss an dem Dache einer Mühle zu PreloKöica bei Agram, welches nur wenige Zoll aus den Fluten hervorragte. Ein Theil des Flosse» mit einem Flüsser blieb an dem Dache der Mühle hängen, während der andere größere, von der starken Strömung rasch fortgerissen, mit den übrigen Flössern davonschwamm. welche ihren Kameraden in offenbarster Lebensgefahr zurücklassen mussten. Der Arme klammerte sich an das Dach, von wo er jeden Augenblick herabgeschwemmt zu werden befürchten musste. Sein Hilfegeschrei verhallte in der Nacht, nur der Ein Wohner Von PreloKöica Miju Medur hörte das Hilferufen, warf rasch seine Kleider über. und in den kleinen schwachen Kahn springend, ruderte er muthig dem Rufe nach in die finstre Nacht. Mit großer An« strengung gelang es dem Wackeren, den Ertrinkenden zu erreichen und dem sicheren Tode zu entreißen. Die dortige Gtmeindevorstehung bewilligte, wie „Pozor" berichtet, dem edlen Netter eine Prämie von 10 st. Mehr gilt da« Bewusstsein der muthigen That. Ehre dem braven Manne l — (Ein neuer Bri ef. Sam m elk asten) wurde vor dem sürstbifchiislichen Palais. viu-K-viL der Domkirche, angebracht. Die Bewohner jenes Stadt' theile« werden diese Verfügung der k. k. Postverwaltung mit Freude begrüßen. — (Verhaftung) Wie die „Trlester Zeitung" mittheilt, wurde vorgestern ein Wjä'hriger Portier aus Laibach in der Via San M'chele in Trieft verhaftet, weil er in grober Weise excedierte und einen Hausherrn gefährlich bedrohte, — (Das neue Stadttheater iu Eilli) wurde am vergangenen Dienstag unter zahlreicher Be-theil gung der gebildeten Kreise eröffnet. D-e Vorstellung wurde mit der „Egmont".Ouvertüre von Beethoven eingeleitet. Aufgeführt wurde Kneifels „Anti-Xantippe". , Die Vorstellung rechtfertigte die Erwartungen, Welche »nun der Direction Siege entgegenbrachte. Das neue di^dan» machte elnen s,hr günstigen Gesammteiudruck. — (Todtfchlag.) Am 18. b. M wurde die Be. sitzers'Gattin Agnes Zakelj aus Vojt im politischen Bezirke Loitsch. als sie mit ihrem Mann aus der Woh» nung trat und ihren Sohn Anton, welcher unweit des Hauses aus einer Schupfe um Hilfe schrie, in Schutz bringen wollte, von den Burschen Josef Ailelj und Franz Sedej erschlagen. Die beiden letzteren haben sich beim k, k, Landesgerichte in Laibach gestellt. — (Die Viehmärkte in Sessana). welche vor einiger Zeit wegen im dortigen Bezirke ausgebrochener Thierlrankheiten suspendiert warel», sind im gnnzeu Bereiche der Bezirkshauptmannschaft Sessana wieder rcac« tiviert worden. — (Diebstäh le.) Gestern vormittags erschienen zwei Bauernweiber in den Handlungen der Goldschmiede I, Sparovitz und C Tambornino, um Ohrgehänge zu kaufen. In jedem Geschäfte stahlen sie je ein Paar Ohrgehänge im Werte von 8 fl. und ver» ließen, ohne etwas zu kaufen, beide Geschäfte. Der Ver« käufer im Tambornino'schen Geschäfte verfolgte die Diebinnen; dieselben wurden in den Personen der Bäuerinnen Francisca Zerovnik und Marie Roznik, beide aus Dobroua. eruiert und verhaftet. — Der bekannte Vagant Josef Oblak, welcher in den letzten Tagen beim Herrn Pfarrer sowie beim Grundbesitzer Jakob Zupanc,ö in öernuke Diebstähle verübt hatte, wurde gestern von der hiesigen Polizei arretiert. Aunst und Aiteratur. — (Landschaftliches Theater.) Ein Repertoire» tück dcs Wiener Hofburgtheaters, das Schauspiel „Die Tochter des Herrn Fabricius" von dem besten Dramaturgen der Jetztzeit, hat gestern ein spärliches Auditorium gefunden. Wegen Raummangels müssen wir eine ausführliche Besprechung dieses merkwürdigen dramatischen Productcs bis Montag zurücklegen und gedenken heute nur der psychologischen Meisterlcistung Herrn Saalborns als Fabricius und der llar ersassten. poetisch-schwungvoll und hinreißend wicbergegebencn Darstellung der Agathe Stern durch Frl. La 11 ius, welcher nach dem ersten Applause ein prachtvolles Bouquet übelreicht wurde. Die Inhaber der untergeordneteren Rollen haben ihr Bestes cm-gesetzt. — ll. — (T h ü 5 t r e F r a n «,' a i s.) Der bekannte Pariser No» manschriftstcller und Feuilletonist des „Temps". Jules Cla-retie. ist an Stelle des verstorbenen Emile Perrin zum Director des ThüiUre Francis ernannt worden. — (Katechismus des österreichischen Sachen« rechts (Besitz. Eigenthum, Dieustbarleit, Pfandrecht) und Grundbuchsrcchts. Wien 1885. Manz'sche t, l. Hof-, Verlags« und Uniuersitäts-Vuchhandlung) Dieser Katechismus schlicht sich einer Reihe ähnlicher populärer Rcchtsdarstellungen aus demselben Verlage an. Wie jene, ist auch er ein glücklicher Versuch zur Verallgemeinerung der Rechtskuude. Nr hat nicht dlc Absicht. Juristen aus seinen Lesern, oder gegebenen Falles die Hilfe von Fachjuristen überflüssig zu machen, aber er wird sicherlich dazu beitragen, die Gefahren der Unleunlnis des österreichischen Sachenrechts zu verringern. Eine Inhalts- und Fragen-Uebersicht und ein alphabetisches Sachregister erleichtern die Venützung des praktischen Weilchens. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 23. Oktober. (Abgeordnetenhaus.) Abg. Lueger und Genossen beantragen Abänderung der Sttafprocessoldnung lücksichtlich der Slrafhaus« arbeiten zu Gunsten der freien Gewerbe.Uibeil. Dtt Adrefsdebatte wird fortgesetzt. Zu Absuh 13 plai. Vierte Abg. Tüll für Landes-Hypotheken-Banken, Heimstätten-Gesetze, Ackerbaukammem und landwirtschaftliche Schutzzölle und beantragt einen Zusah aus Beseitigung jüdischen Eiliflllsses. welcher jeden Fort° schritt der Landwirtschaft hintanhalte. Der Antrag ist nur durch die vier Antisemiten unterstützt. Abschnitt 13 bis 21 der Adresse wurden angenommen. Wien, 23. Oktober. In der Nbendsitzui'g des Abgeordnetenhauses wurde die Majoritäts-Aoresse in dritter Lesung angenommen. Ueber den Gesetzentwurf wegen Verlängerung der Einstellung der Geschwornen« gerichte entspann sich eine lange Debatte. Die Mi« norität beantragt diefe Einstellung nur filr anarchistifche Delicte. Filr die Regierungsvorlage sprachen der Re« ferent Zatorsti, Zucker, Regieruugsvertreter Karl Lienbacher und Minister PraHak; filr den Minoritäts» Antrag Referent Weeber, Kopp und Iaques, während Kreuzig und Strache überhaupt gegen Einstellung der Geschwornengerichte sind. Schließlich wurde der Mi-»oritäts'Antrag mit 167 gegen 121 Stimmen ab« gelehnt. Ueber § 1 der Regierungsvorlage wurde namentlich abgestimmt. Agram, 23. Oktober. In einer in der ..Agramer Zeitung" veröffentlichten Erklärung lehnt Krestiö das Mandat für den ersten Agramer Wahlbezirk ab nachdem die Verhältnisse, welche ihn zur Niederlegung seines Mandates bewogen, keine Aenderung erfahren haben. Der Schritt Krestit' macht glvßes Aufsehen Nisch, 23. Oktober. Dcr österreichische Gesandte Graf KheoenlMer ist soeben von hier abgereist. Heute verlässt die Cavallerie>Brigade das Lager von Nisch An der Grenze ist alles ruhig. Die Truppen haben bis jetzt ihre Positionen nicht verlassen. Constautinopel, 23. Oktober. Wenn alle Bot« fchafter rechtzeitig instruiert sein werden, könnte die erste Sitzung der Conferenz morgen stattfinden. Diplomatische Kreise glauben, dass drei oder vier Sitzungen hinreichen werden, um die Fi-aqe zu ordnen. — Sir D'ummond M'lff verschob lirurldings sci»? Abr.-,j.'. --------------------------------------------------------—-— ^s, London. 23. Oktober. Wie hiesige Vlätler ^ den, wollen die Vertreter der drei KaisermaiY'^ der Conferenz die Herstellung des 8tRw5 h"" .e» dem Wortlaute des Berliner Vertrages bean" ", Rufsland beantrage die Einsehung Gavrll V«'" England wolle den Fürsten Alexander zum ^" neur von Ostrumelien beantragen. ci^ltt^ Rom, 23. Oklober. In der Provinz V^ wurdeit gestern 61 EllrallklMgen und 30 ^" g»!, infolge von Cholera consiatiert; hievon e>ma" ^z. die Stadt Palermo 37 Erkrankungen und " ^ fälle.____________________________ Landschaftliches Theater. ^, h fute (gerader Tag): Die A n n a » u i l e. Historische spiel in b Acten von Hermann hersch Anbekommene Fremde Am 22. Oktober. ^F Hotel Stadt Wien. Buratti. v. Dorsa. Private; Löwy. ^ und Haual, Kaufleute. Wien. - Anton. Insp"'^',^ l' Muntcanu. l. k. Militär Seelsorger, Trieft, ^ "°'"' M' Strafanstalts-Controlor. Capodistria. — v. Oberelg"", sorstmcister. Schneebcrg. ^ .s D' Hotel Elefant. Poliher. Schwab. Rcitmaier und """"^n>"' fcndc. Wien. -Müller. Kaufmann. Görlil> ^ "Hos" Bcrtha, Private, sammt Kind. Gleichender«.-^ Privat. Trieft. . «1««^' Hotel Europa. Krause. Reisender, Wien. — Löwl. "" Losonz. — Nastran, Privatier, Stein. ^ " ! ^ , 23 U . N, 732.4? l4.2 NW. z, stark theil.u.!"'"' M s<^ «b. 734.39 9,8 SW. schwach ssanz br>u> .^ Morgeus von 3 bis 6 Uhr Rear«, tagsüber " V«« Vewölluug mit Sonnenschein, abends 9 Uhr Str'ape» ^M Tagesmittel der Temperatur 9.3°, um 0.7° unter^em^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit^^ ^ Danksagung. I D Hlluptmann E. Noll und Frau crw"b" ,!'^ > W hiermit f,ir die ihnen erwiesene Thcilnahmc ", ^„ > M lich des erlittenen schweren VerlusleS den >'""«' » W Daul auszusprechen. » ^ Laib ach. 22. Oktober 1885. ^^^> -----------------------------------------------------------—--------^?h g ck Herrn Gabriel Piccoli. Apotheker <" ^" g,"^ Ueber Ersuchen besiätiae ich. dass ich If»" „i H Essenz, deren Bestandtheile mir bekannt f""' ^M.i> Fällen von Mageu° und Hämorrhoidal-Leiden »' erprobt habe. . «tö<^' » Dr. Emil UM,r v. ^^^^z. t. f. Regieruusisrath u>'°,hssch. Sanitätsreferent »'^ ^ -------------- . Pl^ ^ Die vorzügliche Wirkung der Pi" 0 > " ^rztr. ^ Essenz bestäü'gen auch die berühmten "'sw "'. 1 Herren: Dr. D'slgostini, Dr. «ambon, Dr. <«'" ^ li>^ cucchi und Dr. Pardo. ^^-^!^'" Gesunde Liquenre N?!/3rZZ^' Carl Philipp Pollal in Prag. (Sieh hcutiges^m^^ Sooben ist oischionon: Neuester Schreib-Kalender idvacates mi ¦<¦*''„ auf das Gomoino Jahr 1886. ^ ^ 3" Preis gobumlon 1 11. 20 kr., per Post fra»c° Grazer ScSeWalenft, für ' ' ' ' "°° °s'0 °l°'vbl. (Una. Oftb.) 124-5N 125-2K »^ Prämien !» . !""" ^- !U76 108 50 wl, b0 ^^'»te» .« °^"l. i^ inofl, ö.W. ,17 «0 11U- U".°se4°/, I0«fi. . .121-121,5 «:t^Ach° ..... .,07-5° _._ ö^w'hN......1^1«« 102-1« ^ ^"eichisch« ' - '^o w«^ °'^' l>Nb1l° "/^ slavonische ' !^ - 104-^^^ ""fische ... . 1017^ 102 ,(, Geld Ularr 5°/„ Temestr Vanat .... 1022L 103 — 5 »/<, ungarische......102-75 103 1« Andere öffentl. Anlehen. Donau-Nea..^'ose 5°/„ 100 fi. . 1157^. I1«-2L bto. Anleihe ,878, steuerfrei . 104'— 105 -Nnlehen d. Stabtgemeinbe Wien 1U2 25 1U3 — Nnlehen d. Slabtzemeinde Wien (Silber und Gold) . , . , —'— — — Prämien»Nnl. d.Stabtaem.Wici' 123-50 124 — Pfandbriefe (,'llr ,0l) fi.) Vobencr. allg.österi.4 >/,°/«Golb. 12S40 125.L0 dlo. in 50 „ „ 4 >/,"/« »» dl, 10» «5 bto, in 50 ,, „ 4"/„ , »5'— 95 50 bto. PrämieN'Schulbversch.3"/» »8'— 9850 Ocft. Hypolhelenbanl l«j. b >/, "/„ iai-— —'— Oeft.-ung. Vanl verl. 5°/„ . , ioi?u 102 10 dto. „ 4 >/, °/„ , 101-!lO 101-50 bto. „ 4°/„ . . »» — »92l< Ung. alla. Bobencredit-Nctienaes, in Pest m I. ,839 verl. 5 './,«/„ l01 75 108 75 Prioritäts. Obligationen (für 100 st.) «ilisabeth'Westbabn 1. Emission 115 — 11575 Yerdinanbl!-Nordvah!l /,°/^ . 3» 80 100 30 Oesterr. Norwefibahn .... io«-,o 103«« Siebeubürger......»7 50 »8 — Geld W«e Staatsbahn I. Emission . . . „8 — i»8 50 Slldbayn k 3°/o...... 152 5» ,o»-— ^ " ,>^°^...... 128 5a!,28'80 Ung.'galiz. «ahn..... »g-zg 99,g<, Diverse Lose (per Stils) Creditlosc 100 fl...... 175-50 17«- — Elary'Los« 40 fl...... g^.zz »975 4°/„ Donau-Dampssch. 100 st. . N4 — 1,4-75 kaibachcr Prämicn-Nnlehen LNft. 2,— 22 — Ofener Lose 40 fl...... 4,-50 42-50 Palffy.Vose 40 N...... 37-2» 38 — «°then Kreu,,, öst. Ges. v. I« st. ,4 2e 14-40 Nudolf.i.'ofe 10 fi..... I?-»» 18 — Salm-Lose 40 st..... 56-50 b«-- St'Genoiö-vose 40 fi. ... 4»-b0 ku-L,; Wllldstein-Vose 20 fl..... 28'— 28»0 Windischgrätz.Lose vast. . . . 88 50 3» — Nllnk-Nctien (per Glücl) Nnglo«Oesterr. Ban! 200 fi. . . »8 75 »»25 Vanluercin, Wiener, 100 fl. . . 10150 ,02 — Nbncr.'Nnst., Oest.200fi.S. 40°/, 222 — 223 — Erdt.'Anft. f. Hand. u. G. isttft. 283— 283-25 ä^ditbanl, Nlla. Ung. 205 Eöcompte Gcf,,Nieberöst. 500N. 55«-— 580 — Hypothelenb,, öst. 2un fl. «5°/°. 50« st.TM. 828 — 888 — /, (lit. ll.) Ü00 fl. . i84-— 187 — Donau - Dampfschiffahrt» » Gcs, Oestcrr. 5U« N, LM. . . , 447 — 44» — Dr<,,!'E!s,(zUat,«Db,'Z,)W0N,S,-------—— Duz-'Vodn--Nudwei« 20« fl. . . , 210-7K 2N-?s> , Salb..-Tlrol.III,E.i«?22l>Ufl.S. 202 75 203-sserbinands'3tordb. ,«00 fl. ,rcscr!iis,200ft.S. ——------- Galz^arlLudwig-V^^UOfi. LVl. 22175 2z", 25 <Ära,'Kö,lacher o.— — — Rubolf'Äahn 200 st. Silber . . 18550 ,88 — Sicbenbürgcr «iiscnb. «00 ft. . 180-25 180 75 Vtaatseiseubahn »00 fl. ö. w. . 277 75 278-25 Geld Wa« Südbahn 2NN fl. Silber . . . 130-- 120-50 Süd°Nolbb,'«erl'..Ä.200fl.CVl, 158 75 15»'»5 Theiß'Äahn 20« st. ö. W. . , 250-25 25,— Tramway'Gcs., Wr.1?n st. ö, W. ,81 75 18225 3vr,, »eu !00st, 108- - 103-50 Tlansport'Gesrllschaft in« st. . —— «0 — Un.i.^ali.z. Eiscnb. ^0« fl, Gill'ei l?2NN 17» — Una. Norbostbahn 200 fi. 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