^ 122. Mttmoch am 1. Ilmi 1864. Die „Laibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Gönn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt dm Veilaa.cn im Conlptoir ganzjährig 11 fl., halb» jiihrtg 5 st. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 6 si. Fiir dic Zustelllmg in's HauS sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mil der Post portofrei ganzj., untci Kreuzband und ge« drnckter Adresse 15 si., haibj. 7 fl. 50 lr. Instrlionsgebiilir si!r clue Garmond - Sftaltenzelle ober den Naum dcrsclbeu, ist filr Imalige Einschaltung 6 kr., für 2maline8lr., für 3malin,c 10 lr. n. s. w. Zu diesen Gclnlhrcu ist uoch der Insertions - Stcmptl per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserat« bis 10 Zeilm losten 1 fl. 90 lr. für »Mal, 1 fl. 40 lr. sllr 2 Mal und 00 lr. für 1 Mal (mit Inbegriff des IuscrtionssttMpclS). Amüichtl «hei!, 3>e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchstem Handschreiben vom 27. Mai d, I. dcn Stalt-Halterci-Vizepräsidenten und interimistischen Leiler der böhmischen Statthaltcrei, Richard Grafen von Bei-credi, znm Statthalter in Böhmen allcrgnäoigst zu ernennen gcrliht. Nichtamtlicher Theil. «aibach, 31. Mai. Wie spärlich anch die Mittheilungen über die letzte Konfcreuzsipuug sind. Eines gebt daranS hervor —- daß das Prinzip der Integrität Dänemarks fallen gelassen wurde. Am 17. Mai fand England die Personalnnion noch unannehmbar und am 28. Mai trat der englische Bevollmächtigte mit dem Vorschlag einer Verbindung Holsteins, Laucnburgs nnd eines Theiles uon Schleswig hervor. Die Angabe, daß bieser Vcrmitllnngsuorschlag uon dem ftanzösischen Vcvollmächtigten ausgegangen sei, ist unrichtig. In gewissem Sinne ist die Londoner Konferenz nichts melir als eine Grenzberechtigungs.Kommission. Aber immczchm ist auch die Eventualität noch im ylligc zl> dcliciltcil, daß Dänemark, obgleich isolirl und höchstens von englischem Gelde ui!» eincr schwc« dlschen Flotte unterstützt, lein Zugeständniß macht, die Theilung Schleöwigs schroff ablehnt und nochmals an die Entscheidung der Waffen appcllitt. Dann allerdings dürflc der Krieg bis zur gründlichen Ver« nichtung Dänemarks fortgesetzt werden. Verläßlichen Berichten aus Konstantiiwpel uom neuesten Datum zufolge hat die Pfortcnregicrnng den Vukarestcr Staatsstreich nicht mit fatalistischer Ergebenheit in die Logik der Thatsachen hingenommen. An dsn Fürsten Cusa ist von der Pforte ein Vczirial' Schreiben ergangen, in welchem sie die sämmtlichen Akte Cusa's für null und nichtig erklärt Ulld als mit dcn Bestimmungen der von den Mächten garantirten ^oin'enlion von 1858 im Widerspruch stehend uer> wüst. Wie außerdem gemeldet wird, ist die Pforte l^cht gesonnen, hiebei stehen zn bleiben, und haben n>it den Garanliemächtel» bereits die Unterhandlungen über diese wichtige Angelegenheit begonnen. Ein Korrespondent der «G.« sind — Giltigkcit habe. und daß sodin raö Erschei-ncn des „Bic". „Blcök" und der „Noluicky" auf 3 Moi'atc eingestellt wird. 3. Lant Elttscheioung dcs k. k. Ober-Landesgerichtes wird das nl wädlsu, Hilldurch werde Frankreich mehr alS jemals an die Interessen deS päpstlichen Stllhlö und der weltlichen Macht des Papstthnms geknüpft. — Die italienische Presse hat sich natürlich dieser Frage bemächtigt, nnd selbst das Organ des Herrn Minghctti. dic „Opinionc", fordert die italie-Nische Regierung auf. sofort mich dem Tode deö Papstes italienische Truppen anf römisches Gebiet zn entsenden und sich der Städte Velletri. Frosinone und Vilcrbi. zn bemächtigen. Die Besetzung Roms, kivila-Vccchia's uno Albano's räth das vorsichtige Blatt natürlich nicht a>i, da diese drei Städte eine französische Bcsaylmg haben. An diese, ernste Ver« wlcklnngcn lülldtnde Kombination schließen wir noch die statistische Notiz, daß nach offiziellen Angaben der Betrag aus den seil Ende 1859 aiigcstlllteu Samm-lllngen des PeteröpfemiigS sich auf 37.630000 Fr. belauft Palermo, 20. Mal, Nubestörungeii anS Vcr> anlassung der Anwesenheit des Generals Gavoue ha» ben Nattgcfllnden. Dieser General hatte nämlich im Parlament die Siziliancr öffentlich beschimpft und sie „Varbaicn" genannt' als es nnn hieß, er sei hier, da erwachten sogleich allc Leidenschaften, das Volk versammelte sich in der Villa Oiulia und zog von dort unter lautem Geschrei: «Nieder mit Gauone! Hinaus aus Sizilien mit Gavonc!" durch einen The,! der Swot. Es erschien bewaffnete Macht, doch kam es zn keinem Zusammenstoß, da die Menge ruhig anscinandcrging. An» folgenden Tage wiederholten sich diesc Nnfe im Vorhofe der Universität; die Ruhe ist jedoch nicht weiter gestört worden. Die Anwesenheit dieses Generals hat auch zn verschiedenen Duellen Anlaß gegeben: da? erste fand statt zwischen den Advokaten Laltanzio Tcdalci und Gavone. Gehlerer eihiclt zwei Säbelhiebe anf dcn rechten Arm; die eine Wunde soll nicht unbedeutend sein. Das zweite zwischen Herrn Serra, dem Redak» icur des „Amico del Popolo" und dem Lieutenant Guidotti. Der Offizier halte den ersten Schuß, fehlte aber; sein Gegner rcfüsirte. den Schuß abzufeuern und lieferte so natürlicher Weise Vcwcise von .sizi-lianischer Barbarei"; das dritte zwischen dem Doktor Enriko Albanrsc. Redakteur des „Apprllo" und dem Lieutenant Armand Vitale; letzterer wurde au der Hand verwundet; das vierte am 17. d. M. zwischen Alfredo Bertini und dem Baron San Giullano Pie. lro di Sammartino, Adjutanten des Generals Gavonc. Letzterer erhielt einen Hieb über den Kopf. An wem liegt die Schuld dieser Duelle? Die Autwort ist nicht schwer. / ' " --— > In Kopenhagen rechnet man anf das cng< lische Parlament nnd auf — Garibaldi. Jenes werde Englands aktive Theilnahme durchsehen, dieser die österreichische Flotte znm schleunigsten Abzüge nach dem Mittelmecrc zwingen; eine englische Armee von 50,000 Mann, eine schwedische von 25 000 und eine dänische von 40.000 Mann, dazu drei flotten, das werde hinreichen, in Holstein mit Leichtigkeit landen, Hamburg und Lübeck wegnehmen u»o die Alliirten in Jutland «in einem Sack fangen zu können." Den «Hamburger Nachrichten- wird iu einem anöfüh» lichen Berichte m>lge,beill. die Inseldäncn lind die Juten wünschten gleich schi schienn,ge Wicderanfuabme deS Krieges. In demsclbcn Berichte heißt es. die dänische Regierung habe beschlossen, ihr, Bevollmäch« tiglen von London abzuberufeu. wofern die deulschcu Großmächte die von ihnen aufgestellten Forderungen festbalten. Es wird sich bald zeigen, ob diese KriegS« Inst nur Spiegelfechterei ist, oder ob die Illusions« politik wirklich noch einmal den Ansschlag geben soll. Athen. Anf den jonischen Inseln scheint doch nicht Alles so ruhig vor sich gehen zu wollen, als mau hier dachte. Aus Zantc wird berichtet, daß, als sich am bell. Georgstage die Autoritäten und Nota' bililätcu der Stadt in der dortigen Kathedrale zu einem Tedeum versammelten, welchem auch die Kon» suln vou Frankreich, Rußland und Preußen beiwobu' ten, eine Gegeudcmonstratioll von Seile des Volkes stallfand, welche dcn Gottesdienst störte. Iu Korfu wollte man eine Nobelgarde für dcn König bilden, doch mußte man die Idee aufgeben. Es gibt sich in einem Theile der Bevölkerung ein entschieden demo« lratischer Geist kund. der der Annexion sehr abhold ist. Ob nach dicsen Vorgängen die Wahlen auf den sieben Inseln gar so korrekt ausfallen werden, als die Negierung erwartet, wird sich erst geigen. Jedenfalls hat Herr Zaimis, der znm Gouverneur der Inseln ernannt ist, ein schweres Stuck Arbeit vor sich. Aus Algerien fehlen allc weiteren Nachrichten, Dagegen scheinen jetzt auch in Marokko Uuruhsu aus« brechcu z>« solleu. Der Abend-«Monitcur" bringt dar-über Folgendes: „Sir Moses Montcfiore, der bo rühmte cuglische Jude, der sich vor einiger Zeit nach Marokko begab, um den Sultan Abderame zu be-stimmen, das Schicksal seiner Glaubensgenossen in diesem Lande zu verbessern, hat bekanntlich einen Ferman erhallen, der dcn Juden die gleichen Rechte gewährt, wie deu Muselmännern. Dlesc so liberalen Konzessionen leiben unglücklicher Weise anf mehreren Punkten den Fanatismus der Bevölkernngen wachge» rufen, und es ist zu befürchten. daß die Emanzipa-tiou der Iudcu ernste Komplikationeit herbeiführt. Die Nachrichten aus Tanger melden, daß iu Frz, Mequinez und anderen Orten des Innern bedanerns» werthe Szenen vorgefallen sind, und daß abermals cine heftige Reaktion gegen die Israeliten von Ma< rokko auözubrechcu droht." Mal- nnd ProvinMl-Nachlichlcll. Laibach, 1. Juni. Gesteru am 31. Mai ist die ucue Fmanz.Landes-behörde für Krain in's Leben getreten. Um 8 Uhr Morgens wobnlc das gesammte, nahe an 40 Per« soncu starke Personale einer iu der Domkirche gelcsc-ncn stillen Mcssc bei. Nach derselben versammelte der Herr Finanz ^ Direktor v. Fclscnbrnnn die Beamten in, Amtslokale um sich und hielt eine Au-spräche, in welcher er seine besondere Befriedigung, mit der Leituug der Finauzaugeleqenbeilen dieses Kronlandes, das er schon in seiner Wirksamkeit als Finanzrath der bestandenen Stenerdireklion kennen gelernt, betraut worden zu sein. und die Hoffnung ausdrückte, mit pflichtgemäßer Unterstützung deS Amts-personales nach dein a. h. Wahlsprnche „Vi,'il>u8 lmili,>>" zum Vortheile des a, H. Dienstes und zum Wohlc der Bevölkerung zu wirken. Schließlich forderte der Herr Finanzdirellor die Vrrsamincllen anf, mit ihm ei» drcimal,gcö Hoch auf Se. Majestät uu< sern allergnädigsten Kaiser ansznbringcn. in welches Allc begeistert einstimmten. Finanzrath Kheru erwiderte die Anrede des Herrn Finanzdirektors in angemessener Wcisc und so cudclc ein Akt. der deu Beginn einer längst von allen einsichtsvollen Finanz» brennten gewünschten, den a. b. Dienst fördernden Neugestaltung des Finanzdienstes würdig eröffnete. — Heute Abend ist Soiröc im Salon der Bahnhof'Ncstauralion. — Der Mäiinerchor der philharmonischen Gesell» schaft. welcher zu dem am 20.-29. Juni in Klagen-flirt stattfiodcndeu Sangcrfestc eingeladen warden ist. wird, da die Zeit es nicht gestattet, in cm^m-c zu erscheinen, sich nur durch eine Deputation vertreten lasscu. — Ueber die Eröffnung der Villach.Klageufurtlr Bahnstrecke schreibt die „Klagenf, Ztg,": Der 29. Mai war ein bedeutungsvoller Tag für Villach, für dessen industriellen und kominerziellen Aufschwung; eS wurde nämlich der Schien? nweg von Klagcnfurl bis Villach festlich eröffnet nnd, wic ans der Rede Sr. Erzcllenz des Herrn Präsidenten der Südbahngcsellschaft Grafen Zichu zu entnehmen, anch dic Hoffnung auf die bal-digc Inaugriffnahmc des weiteren Ansbaues der Bahn. die Tirol und Italien mit Kärnten verbinden soll, ausgesprochen, Villach und seine thätigen fortschrill-frcundlichen Bewohner sahen aber auch die Wichtigkeit dieses Momentes ein nnd boten Alles auf, um denselben gebührend zu feiern. Mit Kanonenschüssen, Mllsikklängcn und Hurrahs wurde auf dem reich geschmückten Bahnhöfe der Zug empfangen, der gegen halb 5 Uhr Nachmittag mit den erwarteten Gästen ans Wien und der ^audcöhauptstadt ankam. Der Bürgermeister Herr Kassiu sprach einige Worte, welche Graf Zichy in längerer Ncde erwiderte, welcher donnernde «Hochs" auf Sc. Majestät unter den KIän< gen der VolkSbyimic folgten. Die Straße vom Bahn-Hofe bis zur Staot war mit Fahnen und Reisig de-korirt und ein Triumphbogen trug über dem Stadl-und Laudcswappcn die Worte: ,,Am 29. Mal 1864." Die Stadt selbst war den ganzen Tag in freudiger Bewegung. Am Abende fand im sogcnanuteu Lcilhcn-Bräuhaus des H,rru Kern eine Art Volksfest statt. Der eigentliche Eröffnungszug fuhr um 7 Uhr Abends wieder zurück un» legte die Strecke von Villach nach Klagenfurl in der unglaublich kurzen Zeit vou 45 Minuten zurück. .....,,, Feuilleton. Das Paradies der Irrsinnigen. (Schluß.) Es ist llatürlich vou großer Wichtigkeit, daß zur Verpflegung einer jeden Kategorie von Kranken die tauglichsten Pfiegvätcr ausgewählt werden, und cS ist hierbei uicht bloß auf allgemeine Bildung und Einsicht, sondern auch auf sittliche Befähigung, auf die Zusammensetzung der Familie, die Einrichtung der Wohnung x. Bedacht zu nehmen. So weit es mög' lich ist, werden bci demselben Pfiegvater Kranke von gleicher Sprache, iu derselben Nachbarschaft Lands« leutr untergebracht. Sorgfältig wird vermieden, in einer nnd derselben Wobnung unrnhige Kranke und solche von verschiedenem Geschlecht zusammenzubringen. Diejenigen Kranken, welche Handwerker sind. werden, wenn sie cö wünschen, zu Pftcglcuten gebracht, welche dasselbe Gewcibc betreiben; eS kommt aber auch vor, daß sie das nicht wünschen und vor ihrem Gewerbe ciueu lrahrcu Abscheu dabcn. Findet mau. daß die Pfleglculc cs an der gehörigen Sorgfalt fehlen lassen, so wird eine Versetzung der Kranken angeordnet; doch soll dieser Fall selten eintreten. Kranke, welche aus Streitsucht oder iu Folge von Mißverständnissen oder einer Grille einen Haß gegen ihre Pfiegleutc oder deren Familie haben und sich dadurch zu Drohungen gegen dieselben verleiten lassen, werden sogleich uer» sshl, wodurch oft die günstigste Wirkung erzielt und Ruhe in das erbitterte Gemüth der Kranken gebracht wird. Die Zahl der Pfiegleute betnlg nach der letzten Hauptabrcchnuug 617; ein Pfiegualcr erhält nie mchr als zwei Zöglinge. Deu Pfieglenten sind bezüglich der Wohnung, der Gesundheit und des sittlichen Vc» Haltens der Kranken Bedingungen gestellt, denen sie sich zu unterwerfen haben, und sie unterziehen sich ihrer Mission mit lobenswcrthcm E'fer. Allc Pfieg. uäler leben mit ihrcn Pftegliugeu auf einem FnLr brüderlicher Gleichheit; die Kranken werden als Fa> milienglirder mifgeuommeu uud angesehen, und dieses freie Familieulcbcu soll oft die interessantesten und rührendsten Szenen darbieten. Daß der stete Umgang mit Geisteskranken auf die Bewohner vou Ghcel einen schädlichen Einftuß äußere, ist durch mchlS zu erwei« seu; doch ist eS Thalsache, daß die fortwähreudc Be-rührmig und der intime Umgang mit so uielcu und so verschiedenartigen Kraulen dem Eharaktcr der Pftcgleule einen Stempel aufgedrückt hat. der sie von den Beivohucru anderer Theile deS Kempenlaudes unterscheidet. Die meisten für Geisteskranke bestimmten Zim» mcr sind einfach möblirt und werden reinlich gehalten und fleißig gelüftet. Man trifft äußerst elegante, mit allem Comfort versehene mid ebenso sehr einfache, mit thöneruen Plättchcn geftastcrte uub mit feiucm Sand bestreute Wohngelasse und Schlafzimmer, bei Hoch uud Nieder aber die gleiche Sauberkeit und Ordnung. Fast au jedem Hause befindet sich ein Garten, in welchem die Kranken sich aufhallen und beschäftigen könncu. Die Kleidung der Kraukeu ist reinlich und bescheiden und unterscheidet sich nicht vou der der übrigen Eiuwohucr. Die Hanptmittcl, welche bei der Kur der Geisteskranken iu Anwendung komme», sind die Isoliruug, das Familiculcbcu, die Arbeit und Zerstreuungen, welche den Kranken dargeboten werden. In Gheel wird unter Isoliruug nicht die Versetzung der Kranken iu ein abgesondertes Lokal verstanden, soudcrn es wird dem Krankeu culferut von dem Orte, wo er seine Zufälle hatte, eine gastliche Wohnung bei einer einfachen Familie auf d»!M Lande angewiesen, er wir» von seiner früheren Familie getrennt uud einer andern zxgclhcilt, wo er sich fassen kann und nicht in fort-währende Berührung mit Unglücksgenossen kommt. Von dem ersten Augenblick au zeigt der Kranke ei" Erstaunen, welches die Aufregung aufhebt uud sciiilM Geist eine andere Richtung gibt. Er lebt frei voiU Getriebe der Welt, er findet bci den Pficglcnlcn cimü häuslichen Fricdeu uud die Ruhe, die seiucm zerrisse-neu Herzen wohlthut und ihm nöthig ist. Unter de»' Einfinß dieser neuen Verhältnisse sieht mau die biltel-stcu Gefühle sanfter wcrdcn und sich ändern, schlimme Neigungen sich beschränken, reizbare und zorumüthige Menschen sanftmüthig. auhäuglich und vertraueusu^ werden, Traurigkeit und moralischen Schmerz s^ nach und nach mindern u. s. w. Bei dcn Krault" macheu seine verkehrten Empfindungen dcn Verleg mit seiner Familie schmerzhaft, sein Mißtrauen gel)l in Haß übtr. er stößt seine nächsten Vcrwaudtt" zurück; in diesem Zustand ist das Verbringen des Krankeu zu Fremden nach Ghccl vou großem N»^"-Namentlich wird hervorgehoben, man könne sich ke^ ncn Begriff davon machen, welche Wirkung die N"l)e des Landlebens, der Aublick der ländlichen Äcschm^ guug. die freie frische Luft und die neue Lel'cnsm^ uung auf die städtischen Kranken ausübe. Dcr Kra"l gibt sich gern zu dcn verschiedenen Beschäftign»^ her, zu welchen ihm hicr Gelegenheit Obolen l! -Da die Bewegung ein instinktives Bedürfniß ^ Kranke» ist, so wcrdcu sie. ohne dap hierbei ^ 487 — Das Programm für das Klagenfnrter Sänger« fest ist entworfen und lautet: Für den 26. Inni: Empfang der Wiener und Steiler Sänger in Unter-drailbnrg oder Bllil'lirg durch einige Mitglieder dcs Fest' Comilc'ö. Fcstlichcr Empfang derselben durch den lärntncrischcn Sängerbund «im Bahnhofe in Klagenfurt, Fciellichcr Einzlig durch die Bahnhofstraße über den nenen Platz zum Magistratsgcbäude. woselbst die Bcrcinsfahnen abgegeben werden. Abends um halb 6 Uhr Zusammlnknnft am nenen Plahe und sodann Spaziergang nach den» Krelizbcrgc. wo ein Volksfest abgehalten wird. Am 27. Morgens 10 Uhr Gcsangsprobc im Landhaussaale, nm 5 Uhr Concert im Landhausbofc bei günstiger, bei ungimsligcr Witterung im Tbeatcr. um 8 Uhr F'stkommerce beim Sandwirlh. Am 28. um 7 Uhr Früh Hpa;icrgcmg nach Ebcntbal, Frühstück lasllbst, lim 1 Uhr gemein« schädliches Mitlagcssen (wal'rschcinlich bcitn Sand« wirlh). um 5 Uhr Auffing nach dem Wörthersce. Am 29. uersamnieln sich die Sänger um U Uhr Früh zu einer Vokal-Messe in der Domlirche und begeben sich nm 10 Uhr nach dem Lnfthofc zu einem Gabel« frül'stückc. worauf sodann wicdcr die Rückfahrt ange-treten wird. Wiener Nachrichten. Wien, 30. Mai. Se. Majestät der Kaiser haben zu der bevor« stehenden 500jährigen Jubelfeier der Wiener Hoch« schnle als Veitrag zu dcn sich ans diesen. Anlasse ergebenden Kosten 2000 fi, ans seiner Privatkasse und die Summe von 3000 ft ans dem niederöstcr» reichischcn Studienfond bewilligt. — Ibre k Hoheit die durchlauchtigste Frau Erz« Herzogin Sophie haben dem Krcuzerveieine zur Unterstützung von Wiener Gewerbslculen 30 fi. zu Vcreinszweckcn huldvollst gespendet. — Mehrere Vlättcr berichten uon Anstanden, die sich bei nochmaliger Durchsicht dcs Familien« und Staatsverlrages. welcher bei der Besteigung des mc« t'ikanischen Kalserlhroncs durch Se. k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ferdinand Max abgeschlossen wurde, ergeben haben sollen. Die „Gen, Corrcsp." ist zu der Erklärung ermächtigt, daß alle derlei Gcrüchle jeder Vcgründung entbehren. — Die „G. C" schreib«: Nach authentischer Duelle können wir die Nichtigkeit der Mittheilung Pariser Blätter bcstreitcn, daß der heil. Vater von einem Valkon aus passiver Zeuge der Frohnlcichnams« Feierlichkeit und zn schwach gewesen sei, ein einziges Mal ci»e s-^iicildc Händclicwcgllng zll vcrsllchcn. Sc. Heiligkcit nahm villmehr gcnan, sowie das Ri« llialc es vorschreibt, an der heiligen Handlung Theil — Mc dem «P, L." ans Wien berichtet wird, steht dic Einberufung dcs Serben-Kongresses znr Palriarchcnwah! nahe bevor. Vermischte Die Gattin eines Kaufmanns in Verlin hatte rine Ammc gemiethet, wclche seit Kurzem erst nach Verlin gekommen war. Als dieselbe zum ersten Male mit dem »och ganz kleinen Kinde hinansgcschickt war und eist Abends wieder nach Hause kam, fiel der Mutter sofort eine bedeutende Veränderung beS Kln« des selbst wie auch seiner Ausstattung auf. Sie sah genauer nach. und entdeckte statt ihres Töchterchcns einen ihr fremden Knaben, welcher allerdings dem eigenen Kinde an Gcstall und Kleidung ziemlich ähn-lich war. Die erschrockene Amme. welche Anfangs zuversichtlich behauplrt halte, daü Ki»o sei nicht aus ihren Händen gekommen, gestano jcpl weinend, daß sie allerdings unmittelbar vor dem Nachhausegcheu auf einen Augenblick r^s Kino einer andern Amme mit auf den Arm genommen I'abe, und diese müßte nun wohl in der Eile da5 nnrechte bekommen babcn. Leider wußte die Unvorsichtige aber weder den Namen oder die Wohnung jener Amme, noch auch ihrer Herrschaft, und nur dem Zufall war es zu verdanken, daß man noch am selben Abend den Wiederumlausch der Kinder vornehmen konnte. Die Eltern des andern Kindes hatten übrigens keine Ahnung von der Verwechselung. Die Amme hatte zwar ihren Fehlgriff bemerkt, hatte aber geschwiegen, un, ihn in der Stille zu redressiren. — Ein interessanter Fremder weilt seit elnigcu Tagen in den Mauern von Berlin, ein echter Vrah-mine Nama Agen geheißen, der — ein fast ganz un< erbörter Fall bei den Vekcnnern dieser Religion — seinen Glauben abgeschworen hat und zum Christen« lhum übergetreten ist. In Folge dicseS Ueberttitts hat er nnn in seiner Heimat die schwersten Vcrfol-gnngen zu erdulden gehallt, seine ganze Familie, Weib nnd Kind ein bedeutendes Vermögen und die glänzenden Vorrechte seiner Kaste im Stich lassen müssen. Er hat indessen ciu kostbares Geheimniß aus seinem Vatcrlande mit sich entführt, ein Geheimniß, welches nur die Vrahmlneu kennen. Dasselbe besteht in einer Art Zaubertrank, der eine wunderbare Wirkung auf die Magennerven üben und namentlich Magenkrämpfe im Augenblick beseiligen soll. Wie die Vrahmiueu behaupten, hat Gott Brahma selbst den Trank für die leidende Menschheit gebraut. — Schon vor längerer Zeit wurde uon der Epi< demie berichtet, wclchc seit sieben bis acht Jahre» in dem savoyischeu Dorf Morzine im Dransilhal so großen Schrecken verbreitete, uud bereitö in verschiedenen medizinischen Zeitschriften besprochen wurde. Es scheint eine Art Veitstanz zn sein, der hauptsächlich jnnge Mädchen von neun bis sechzehn Jahren befällt, bei welchen dann dic sonderbarsten Erscheinungen zu Tage treten. Das abergläubische Volk schrieb die Sache einer Besessenheit zn; man hoffte, daß mit dem Ein» zngc der französischen Polizei das Unwesen ciu Ende nchmrn würde. Allcin auch l>en französischen Gen» darmcn widerstand der Zauber, wie früher dcn sauoyi« schen Kapuzinern. Einige 1802 in französische Hos« pitäler gebrachte Kranke sind allerdings geheilt; allein ganz neuerlich trat, als der Bischof von Annecy die Firmelung in der Kirche zn Morzine vornehmen wollte, dic Erscheinung unter 5cu Kindern mit erneuerter Heftigkeit hervor. ES soll zu dcn ärgerlichsten Szenen gekommen sein. Man hat nun 30 Mann Infanterie nnter einem höheren Offizier nach dem bczaubertcn Dorf gesendet; auch Aerzic sollen nachfolgen. So berichtet der „Eourricr deS Alpes". Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Verlin. 30. Mai. Die «Nordd. Allg. Ztg." be-stätigt. daß England dcn Antrag angekündigt l>abe, daß Kiel eventnell niemals VnndcShafen werden dürfe. Prenßen, Oesterreich und Herr u. Benst haben diese Anmaßung entschieden zurückgewiesen. Dresden, 30, Mai. Das „Drcsd. Journal« dc-mcntirt die Zeitungsnachricht, daß Preußen und Sach« scn ein Präzipuum an H.innover zugestehen wolllcn, falls diefts jeht mit ihncn den Zollvcrcinsvcrtrag auf Grund dcs französischß>schcn Handelsvertrags erneuern wurde. Hambur.,, 30. Mai. Die „Verling'sche Ztg.« vom 28. berietet, die Fregatlc «Niels«Inel" sei wieder „in Nimic hinansgclcgl " Ans Aalborg wird berichtet, es sci dascldst eine Depesche Daklsttröms eingetroffen, wclche anordnet, dic Nekruteneinschiffung zu sistiren. „Flyveposten- vom 28, meldet als Gerücht: ein Vorschlag zu einem Waffenstillstände von drei Monaten sei eingebracht worden, mir dcr Bestimmung , daß Iütland und Schleswig von den Alliirtcn geräumt nnd Schlcswig durch Truppen einer neutralen Macht beseht wcrdc. London. 30 Mai (Mittags). In dcr vorgestrigen Konfercnzsihnna. erklärten angeblich die Bevollmächtigten Dclitschlands, fortan nicht mchc die Personalunion, sondern dic Loslrcnming dcr drei Hcr» zoglhümcr vorzuschlagen. Dic dänischen Bevollmächtigten erklärten, dies nöthige sie von der Konferenz ausznschciren. Dic Grafen Clarendon und Russell beantragten vermittelnd dic Abtretung HMcinö n»d Schleswigs. Die Herren von Vrnnnow und Latonr unterstützen diesen Antrag; lehter.r proponirte die Befragung dcö VolkeS. Schließlich wurde die Konferenz bis Donnerstag vertagt, um Instruktionen in Betreff dcs englischen Vermilllunggvorschlages cinznholcn. Paris. 30. Mai. Dcr „Abend.Monitenr" schreibt: Im Interesse der Humanität nnd dcr Unterhandlungen sind die Bevollmächtigten der kriegführenden Mächte in der vorgestrigen Konfercnzsißnng cingela-den worden, unverzüglich Instruktionen wegen Verlängerung dcr Waffenruhe zn verlangen, um Don« nerstag dicsc Frage verhandeln zn können. Markt- und Geschäftsbericht. Neustadt!, 30. Mai. (W ochcnmarkt - P reis e.) Wcizcn pr. MctM fi, ü.—; Korn fl. 2.70; Gerste ss, 2.7«; Hafer ft. 2.10; Halbfrncht ft. 3.32; Heiden ft. 2 60; Hirse fl. 3.— ; Knkurnh fl. 3.— ; Erdäpfel ft. 2.—; Liuscn ft. 0.40; Erbsen ft. 0.40; Fisolen ft. 5.20; Rinds-schmalz pr. Pfund kr. 45, Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr. 30. dclto geräuchert kr. 35; Vuttcr kr. 40; Eicr pr. Slnck kr. 1; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 24. Kalbfleisch kr. 26. Schweinefleisch kr. —, Schöpsenfleisch kr. 17; Hahn« del pr. Stück kr. 25. Tauben kr. 18; Hcu pr. Ztr. fl. 3.— , Stroh fl. 1.40; Holz, hartes, pr. Klafter ft. 6.30. detto weiches fi. —.—; Wein, rother, pl. Eimer fi. 4,50, bette weißer fl. 3.50. Isolirnng Eintrag gethan würde, in der freien Lnft llanz ihrer Beweglichkeit, ihrem Schreien, ilircn Ans« brüchen überlassen. Ihre Ekaltalion, keinen Widerstand findend, läßt dic Zügel schießen n»d verfehl! "lcht sich zn erschöpfen. Da sic als Zuhörer Nicman-den haben als den Wald. die Haide. das Echo der ^gcnd, so fühlen sich dic Kranken kanm anfgefor« bert, ihic lärmenden Ausbrüchc zn wiederholen. Das Familienleben, in welches dic Kranken in ^heel eingeführt wcrdcn, ist ein walnhaft palriar« Malisches. Dcr Pflegevater snchl dnrch Zuvorkommen« ^it und Gefälligkeiten aller Art gleich im Anfange Vande dcr Frenndschaft mit seinem Kranken anzn« "lupfen und dessen niedergeschlagenen Gcist wieder "ufznrichtcn. Der Kranke ist anfänglich mißtrauisch ">'d bemüht sich. dcn Charakter seines Kosthcrrn aus« zuknndschnflen; schon dcr erste Eindruck, der die Folge ^r solchen Erregung ist, wirkt abcr günstig, und ^ Abstand zwischen dem erwarteten Vcrlasscnsrin in Killer jeyigen Lage und dcr liebreichen Sorgfall von Zeilen der Familie ruft bci ihm einen innere» Kampf, ^ Nachdenken hervor, welches ofl die Lösung der ^lstcsucrwirrnng crlcichlcrt. Der Pficguatcr wcnbrl ''?) an das Herz dcö Kranken, sucht in scincr gleich« Aillig.,, Seele Sympathie zu crwcckeu und durch ltbrcichcs Entgegenkommen dcn Fnnkcn der Vcrnunfi "'kdrr anznfachen; dic Pftegmnltcr hat bei dcr Auf. ^"hmc des Kranken dcn Voriritt. sie bewillkomm! ."s neue Glied der Familie, macht die Honneurs, "it ihm die Familienglieder vor. zeigt ibm alle ^uzelhcils,! des Hauses nnd der Haushaltung :c,, n'b dieseg freundliche Entgegenkommen gewinnt dcn ^lkcil bald, so daß cr sich höchst znfricden selbst zum Kinde des Hanfes macht. Die Pflegleute be-mühcn sich, AllcS anö dcm Gedächtniß dcs Kranken zn verdrängen, waS in ihm das Gefühl der Erniedrigung erzcngcn könnte; die geschwisterliche Liebe, wclchc cr an dem nenen Hrrdc genießt, tragt viel dazn bci. daß ihm das Gefühl seiner Würde wiederkehrt; cr theilt die HauS- und Feldarbeiten, die Mahlzeiten, dic Abendandachten dcr Familie — bei welchen lehtern die Anrufung der heiligen Dymphne nie vergessen wird — m>d an Sonn« und Festtagen gcdt cr mit scincn Mgleutcn in die Kirche, macht mit ihnen Besuche u. dgl. Nach und nach sucht der Pfiegvatcr den Pfleg« ling an ein bauliches Leben zu gewöhnen, ihm Geschmack für Feldarbeit oder für irgend eine Bcschäf« ligung, wclche scincn Kenntnissen und Fertigkeiten entspricht, beizubringen, und es wird dabei den Wün-schen, selbst dcn Launen des Kranken jede billige Berücksichtigung gewährt, namentlich aber nie Etwas mit Gewalt aufgedrängt. Ebcn deßhalb erfüllt der Kranke leichter und lieber Alles, was man von ihm verlangt; der Instinkt dcr Freiheit ist in seinem Her-zcn vcchällnißmäßlg ebenso mächtig wie bcim Vcr< »ünftigen, Dic zahlrcichcn und verschiedenen Beschäl-liglmgsn. wclche dcn Pfieglingen geboten werden könncn. tragen sehr uicl zn dcr Ruhe und Ordnung bei. wclchc in drr Kolonie herrscht, und bcwahrcn dic Krankcn vor dcr sonst so leicht sich einstellenden Ermüdung dcs Gcistcs und dcr schädlichen Langweile. Als Mittel der Zcrstrenung dienen: Besuche bci Verwaudlcn nnd Bekannten der Pftegeltcru. Theil« nähme an Familienfesten und an den Genüssen der Kirchwcih, Spazicrgängc auf Messe und Markt, zu Spielen und Prozessionen. So lange sich die Kranken gut anssühren, ist ihnen der Bcsnch dcr Gesellschaftszimmer nnd Kaffeehäuser gestaltet, und sie lesen dort Zeitnngen, spielen Karlen. Domino. Billard, Kegel, oder üben sich im Bogenschießen. Anch Con» ccrtc und Bällc dürfen sie besnchen. Die bemütcltcll Pensionäre finden Unterhaltung in dcr Musik zu Hause, wozn ihnen Instrumente znr Verfügung gestellt werden, manche Kranke »eluncn auch aktiven Antheil an größeren mnsikalischcn Anffnhrnngcn. Andere nntcrhaltcn sich dnrch Zlichnm und Malcn, dmch Pficgc der Blumen und des Gartenö, Einzelne machen, natürlich unter Begleitung. Spazierfahrten in die Umgegend, wohnen öffcnllichen Festen, lnsti-gen Gesellschaften und Zusammenkünften bci. nnd ruhige Kranke bekommen sogar zeitwcise Urlaub in ihrc Heimat, wodci die ihncn anläßlich dieser Gunst gestclllen Bedingungen fast ausnahmslos pünktlich eingcbalten werden. Unter diesen Einflüssen entwickelt sich die körperliche Gesundheit wieder, die Kranken erholen sich. besorgen ihre Toilette, die sie vorher vernachlässigten, und gehen so ihrer Genesung cnt-gcgcn. Dic religiösen Uebungen wcrdcn als ein auS-gezcichnetcs Mittel bei der Behandlung dcr Geisteskranken betrachtet. Allcn Krankcn ist dic Erfüllung dcr religiösen Pflichten möglich gemacht, dcnn obgleich die Bewohner Ghcels sich zur katholischen Kirche be-kennen, so huldigen sie doch vollständiger Toleranz. Dic Geistlichen dcr verschiedenen Kirchen werden okne alles Hinderniß znm Bcsnch ihrer Glanbcnsgcnosscn zngclasscn und stehen zn ihncn in allcn dcn Krankcn zuträglichen Beziehungen. -______________ Pcrantwottlichcr Ncdaktcm-: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Vamberg in Laibach. 488 3Hi»»»snnl»l»^»<^4 <2taa!Sl'?'!d,> wlin^ vn-.indrrt. Lose bis »iuf die ctivaS mattem 1tt<>4-c>,' u>n '/,« l'i6 *,,"/<> hliher Von Iudustricpapincn VZsomptc- und galizische Karl Ludwigbahne. ^-' Attim inn 1 bili 2 st, thmrcr. Wcchs.l cius frsmdc Plätzc u»d Ec>mpt>nitc!i ilm ciin» Änichthcil billiger. Geld anfangs luapp, zum Schlusie wisder ^icmlich ftüssig dc» 3l>. Mai, Gcsci'äst olün Voicing.__________________________________________________________________________________________________ Vesscotliche Schuld. /^. dcs Staalc« (fiir 100 ft.) (i'cld Waare ^» oNcrr. Wähnim, . zu 5/<. 68.40 68 50 ü'/. A„l.l), v. 1«61 mit Nlich.'/» ^.'l« !>7.l!0 ohne «bschüitt 1804 '. . . WM) 9650 SilbevNnIchen ^'l'ü 1864 . . »7.«0 8«.-- »tat - ?l„l. mit Iün -ßoup. zu 5»°/. ^1-'> «0.^5, ., ., .. ?lpr,Co»p.,. 5 „ 80,10 80.i>U M.talliquss......5 .. 72.50 72.60 dlt,l)mit M.n.Voilp. . „ 5 .. 72,60 72.70 d.tt».......4j„ 6"l 40 64 60 Mit Btvlos. v,1.1839.....153,— 153.25 ., , 1854..... 91.50 91.90 '......i860 zu 500 st. 96.20 96.25 .. .. . I860 „ 100.. 97.70 97.90 ......1564 .. ,. .. 95.80 95.90 Goüio-Ncuttüsch zu 42 !. -»»'li', 17.50 18.-ll. der Arcmlandsr lsür Ittll sl.) Ol'!i»dc»tlaslii,!ss^Ob>ig'til,'>n!!. Nifdll'Ocst.inlch . . ' zn l.7« «8.75 89.25 Ob.r-iDcstni.ich . . '., 5„ 88.50 89.50 Salzburg ,...,. 5 „ 85.50 86,- Whm,n...... 5„ 94.50 95.50 Vicicrm.Mrilt.il. Kram, zu 5«7<> H9.- 90.- '"ialiren......5 „ 94.50 95,— Schlesic» .... „5 ,. 89.— 90.- U,n,ar„.......5 ,. 75.w 75.60 Temlscr-Aauat . . ..5 „ 7325 73.75 Kroatien und Slauonie» ,, 5 ,, 77.- - --. Galijieu .... „ 5 „ 73.50 73.^0 Siebeübürge» . . . „ 5> „ 72.50 72.95 AuiVwma......5 .. 72.25 72.75 ., m. d. Äerl.-Cl.1867„ 5 „ 70.80 72.-Veüttiainschcs Änl. 1859 ,. 5 ., 94.— 95.-Aktie,» (pr. Stiicl.) Nntionall^nik......784. 786.- ,ssrcdit-An!ia!t zu 200 s1. ü. W. 194.60 195.70 H. c< l5«^m.'Grs. z. 500 ,!. ('. W.593.— 594.— K. Ferd.-?lmdl>. ^. 1MX)fl. C. M.1825.-1827--StaMH-Ms.-Gss. z><200 l.(zz»i. odcr 500 Fr.....184.— 184.50 Kais. Mis.-Bah,, zu 200 si.(5M. 131.50 132.-Süd.-nmdb.V.'rl'-Ä.200 ., .. 122.25 122.50 Süd. Staats-, lombardisch-veue- tianische und ccüiralitalieliischc Gis. 200 fl. ü. W. 500 Fr. 245. - 247.— (Held Waare Gas. Karl-Ludw.-V. z. 200 !?.tzVl.221.75 222.25 Oest.Dmi.-Dampisch.-Ges. «^ 445.— 446.— Oesicrrcich, i.>!^)d in Tril!^ Z" 235.— 2!j7.— Wie». Da»!psm.''.'lft>,.500fl.('.W. 460.— 480.— Pester K 200 st. . 156.25 156.50 Tl).'isü'ahn-?tt.il,! zu 200 st. C. M. ,„. 140 st. (707.) Giiizahluust 147.- -.— Pfandbriefe (für 100 fi.) National-. 10j, hrige v. I. baiif mif s 1857 zu . 5«/, 101.— 101.20 (5. M, ) v,vl^'l'a>c 5 „ 90.50 91.— Natumall'.auf ö.W vn'losl>.5 .. 86.50 86.atz .. 20 „ „ . 18.50 19.- Waldstcin .. 20 „ .. . 19.50 20.— Keglcvich „ 10 ., „ . 12.50 13.— Wechsel. 3 Monat,. Vlld Waa.'t Augsburg für 100 ss. südd. W. 96.70 96.80 Fr.,uffurta.M. 100st dctto 96.80 96.90 Hamburg, für 100 Marl Vanco 85.75 86.90 ^'o,idon fnr 10 Pf. Stirling . 114,— 114.30 Pari«,, sür 100 Fl'anls . . . 45.20 45.35 (fours der Gcldsorlen. G.ld Waare K. Münz-Dusat.» 5 ^. 43 lr. 5 ,1. 44 Nlr. .Nronen . . . 15 „ 70 ,. 15 ,, 73 „ Napol.'l'»6b'0r . 9 „ 20 „ 9 „ 21 .. Nnss. Imperial.). 9 ,, 42 ., 9 „ 43 „ Vneinsthaler . 1 ., 71^,, 1 „ 72 „ Silber . . 113 ,. 75 „ 113 .. 85 .. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der f. k. öffentlichen Vixsc in Wien dcn 31. Mai 1864. 5°/« M.tallicincs 72.70 1860-er Anl.ihe 96.60 57, Nal.-'.'Inlsh. 80,10 Silber . . . N3.75 Äansaltic» . 785. - London . . 114.15 Krcditaltim . 195,80 K. f. Dukaten 5.44.'/,. Dtll 30. Mai. Stadt Wien. Di, Herren: Narisch^ine von Florenz. — PlNl.»,, Kanfmnn», Uo» Wien. — Iakütsch. Handcl, Ncussadtl. Mohren. 5)tN' Stock, Kanfinann, urn Dresden. A3K" Sonsutlkans. "MN Das Haus Nr. 94 anf dcr St. Pctcr^vorstndt, bcstthend ans 8 Zimmern, 3 iicllcr nebst Hof nnd Brnnncn, ist fteicr nnö Hand billig zn vertanfen. Duö Nähcrc bcin: Hanöcigenthn-mcr daselbst. (1075) Nr. 118. Gdikt. Non dem gefertigten k. k. Notar, als Gerichtökommissär, wird bekannt gemacht, daß in Folge Bewilligung des k. k. städt. deleg. Bezirksgerichtes Laibach ddo.' 25,. Mai d. I., Z. 7773, die in den Verlaß des Hof- und Gerichtsadvokaten Herrn Dr. Matthäus Kautschitsch gehörigen Fahrnisse, bestehend in Leibeswäsche, Kleidung, Büchern, Kanzleieinrichtung und sonstigen Effekten, am <). Juni l. I. und den darauf folgenden Tagen zu den gewöhnlichen Lizitations-stunden in der Herrengasse Hs.-Nr. 2tw, 2. Stock, an den Meistbietenden gegen gleich baare Bezahlung hintangegeben werden. Laibach am 31. Mai 1804. k. k. Notar als gcrichtl. Kommissär. ? Die ans Ihrer Maschinen- nnd Gcrüthcfabrik hcrvorgcgangencn ^ ^ nnd bezogenen Nckcrgeräthe befriedigten nuch außerordentlich. Die l >I Hohenheimer Pflüge verbinden bei leichter Fnhrnng sehr nccnratc ^ > Arbeit nnd geringe Zugkraft, so daß mit einem Pfcrdcgcsftcmn ohne i j sonderliche Austvengunss Tag für Tag tt bis H" tief in ( ^ schweren Bodenarten gepflügt werden kann. i >^ ' Die Leistungen der großen Haemaschine sind zn sehr bc- ( >, kannt, als daß ich ihrer erwähnen sollte. Vei einer Anösaat don t ! 2 Mctzcn per Joch habe ich einen so dichten Stand anf meinen Korn« <1 feldcrn, daß ich bei dein jüngsten starken Regen den größten Theil t ! derselben lagern schcn mnßtc, ein Korn hatte liis zn 16 Sprößlinge (^ prodncirt. i ^ Die kleine Handsäemaschine eignet sich nicht nnr für Klcc- ' samen nnd kleine Graösämcrcicn, sondern qnalificirt sich ebenso znm t Anban von Hirse, Kein, Hanf, gelben nnd weißen Nnbcnsamcn, ^ 8tcps nnd dergleichen. < ^ Ich habe nicht nnr den Vortheil einer ganz gleichmäßige« ^ ^ Arbeit, sondern cmch einer Saatgnt-Orsparuug von 2O bis / w l'iiilunii und Ifcgiitiichtiiiig1 vorgelegte MiHS-Kolbenrebelmuschine a^ S siir den Handbetriel) /eiclmet sicli nach dem lirtlu>ilc der Ver- g ^ cinsabtheiluii}»1 fiir Mcclianik sowohl durcli Kinsiuhlicit der SŽ S Construction, als auch durcli don sehr billig gestellten Preis |fj ^aus, und kann somit den die Mais-Cultur betreibenden Land- ^ ^ wirthen bestens empfohlen werden. W> M Mxctfnöficn, ©ciucrk-IHa-cut. ,» W Ber Präsident: §8 H (1078-1) Ad. Ritter v. Burg*. 'S 7lO17—3) ~ ~~ Bad Sutinsko bei »»<«»« in Unter-^iz^ol'i«»,», 6 Stunden von Agram cutfcrut, bewährt sich besonders heilsam bei Nervenleiden, Hysterie, Hypochondrie, allge< meiner Nervenschwache, sowie bei Krankheiten des weiblichen Geschlechtes übcrhanpt. In einem reizenden Gebirgspässe mit mildem Klima gc-legen, gewährt das ganz rcstanrirtc nnd neu vollendete Vadchauö mit 40 Wohnzimmern hinreichende Unterkunft. ' Für prompte Äcdicnnng bürgt dcr Gefertigte. Die Znfulir pr. 'Agram ist durch wöchentlich Amaligc Stcllfnhr (Sonn« tag, Dinstag, Donnerstag) unter Bcrmittlnng dcr Herren 8tl»r«» in Agra,» nnd »l»z<; in Stubica über Vad Stnbica per Person 3 fi. HO kr. ermöglicht. Um gefälligen Znsprnch bittet Hoi-watli, 23abcpncf;tcr. UH^ Lokal-Veränderung. Das bisher am Hauptplatz, H e i m a n n'sches Haus, befindliche Fabriks-Comptoir befindet sich seit t.Mai K^<84 im Fabriksgebände, St. Peters-Vorstadt Vtr. 83. (1079-1) I. A. Vollmcr öc Cmnp. ^ Annonce. W Der crgebcnst Gefertigte hat in dcr nntcrcn Gradischa - Gasse, M Haus-?tr. 29, vi8-^vi8 dem Anrggarten, eine D neue Möbel Niederlage V eröffnet, allwo auch alle Gattungen Tapezier»Arbeiten angenommen ?A werden. M Es bittet demnach, unter Versichcrnng prompter Bcdicmmg und M billiger Preise, mn geneigten Znsprnch ! (1005-4) Anton l rlmnèiè. Hiezu eiu halber Bogen Amts- und Intelligenzblatt.