Mssu B«« V M» k-rsiI oin n?. IvNrgNNS er«,k«»«t «SGI««-» S«t»k«M»s k?»i. WwMb. 2S7G VvkvMmg ». g«oI,ck«I»f»I (7«I. Inwvd.^.«»»): »««sdor. Mt«cko«w diOsgM. W»nt«« >tGkt ?ir. isv /sGltOg, 0«n IS. UllN» TVSr, >^dtiotai^ «««»tl. 22 0in» «toil«» 2« VI«. 6»ok k^o«t n»o«>tl« 23 VW, ivr ö« Vdiia« «on«v. H» VW.. Lwtttm»««» H Maridorer gttuula Riesenkrach MlMardenverlufie an der Newyorker Börse - Furchtbare Börfenpanlk infolge faNcher Gerüchte ^ Sine Reihe von Selbstmorden Rücktritt Molvendauer«? RO. Be rlin, 12. Junl. In Politischen Kreisen war Diestern die Üachricht verbreitet, daß der Reichsfinanz« minister Moldenhauer wegen des Viderstandes, aus den seine Finanzreform ,n parlamentarischen Kreisen gestoßen ist, zurückgetreden sei. Man versichert, daß der !^iichswirtschaftsminister Dietrich sein iknchsolfler sein werde. Die Meldung über die Demission des Fi-kiauzministers wurde amtlich bisher noch nicht bestätigt. Srondi besucht auch Wien und Budapest LM. Warschau, 12. Juni. In dm Unterredungen, die zwis6)en den AußennnnisterGrand: undZales ! i über verschiedene Fragen der interna tionalen Politik geführt wurden, konnte im Linne eines amtlichen Komnuiniquees die Wahrnehmung gemacht werden, daß beide Staatsmänner vollkommen derselben Met nimg waren. Die Unterredungen wurden im freundschaftlichen Geiste gefi'chrt und zeitig tm die Feststellung, daß zwischen Polen und 5^talien mehr oder weniger dieselben Jnter essen bestehen und daß «sich die wirtschaftlichen I Interessen beider Länder in einer Richtung ^^eivegen, die auch für die Zukunft eine noch Beihlichere Vertiefm^g der gegenseitigen iNl'zichungen verspricht, sich dabei aus die liebcreinstimmung der polnischen und der italienischen Kultur und die Jahrbunderte alte Freundschaft zwischen beiden Nationen stschend. Es kam der allgemeine Wunsch zum Ausdruck, daß die beiden Staaten in une> ffcnnütziger Mitarbeit zur Festigung des ^Friedens in Europa beitragen würdm. Außenminister Grandi reiste heute vor-Imittags von Warschau ab und wird auf sei-^ner Rückfahrt auch Wien und Budapest berühren, um mit der österreichischen und ungarischen Regierung in Fühlung zu treten. ^Gesandter von Baligand ermordet Ms 1 An der Newyorker Börse herrschte gestern eine Panik, wie sie feit dem Kurssturz im vergangenen Herbst noch nicht zu oerzeichnen war. Schon bei der Erösfnung der Bör. se war eine ungewöhnliche allgemeine Nervosität zu bemerken. Wegen der allgemeine« Unsicherheit wurden nur vereinzelte Geschäfte getätigt. Als sich jedoch das Geriicht von einer Reihe vo» ^nk- und Industrie-zufammenbrlichen verbreitete, brach eine all gemeine Panik aus, die sich rasch steigerte und den ^hepunkt erreichte, als die Gerüchte von einem Attentat auf den Präsidenten Hoov«r hinzukamen. Diese Meldung wirkte wie eine Bombe. An der Börse herrschte eine unbeschreibliche Panik. Alle Papiere begannen rapid zu fal-sen. Im Verlaufe einer Viertelstunde verzeichneten die meisten Werte Kursstiirze bis zu 20, einige sogar bis zu k« Prozent. LM. N e w y o r k, 12. Juni. Schließlich kam noch die Meldung hinzu, daß der Präsident der National City Bank zurlickgetreten sei und daß an seine Stelle Parker Gilbert ernannt wurde. Tie Verwirrung war jetzt so groß, daß die Börse geschlossen werden mußte. Vor dem Börsenpalast sammelte sich eine ungeheure Menge von kleinen Spekulanten an, die größtenteils ihr Vermögen verloren hatten. Nach den bisherigen Meldungen begingen etwa 2V Personen, darunter auch der Präsident eines großen Bankkonzerns, dessen Name geheimgehalten wird, Selbstmord. Die Verluste, die wegen der falschen Gerllch te gestern an der Newyorker Börse zu verzeichnen sind, werden auf vier Milliarden Dollar gefchätzt. Dies diirften die größten Verlufte fein, die je a« einer Börse vorgekommen sind. Derfüngung ohne operativen Eingriff Wien, 12. Juni. In einem Kreise von Aerzten machte der Chefarzt der Städtischen Kuranstalt in Baden Dr. O. Z a j i c e k die aufsehenerre^ gendMitteilung über eine von ihm bei sei-ner Anstalt gei'ibte ^Hormontherapie, die von Wiener und Berliner Aerzten klinisch-experimentell erprobt wurde und nachweisbar geradezu erstaunliche Erfolge gezeigt hat. Wie in vie^n anderen Therapien ist auch im vorliege B a I i g a n d, der nach einem Besuch im Hafen von Nssaibon liegenden deut-' Kreuzers „KöMigsberg,, von einem gel-^^anken Seemann erschossen mmide. Maniu Die Verhandlungen flir die Bildung der neuen Regierung sind vorläufig abgefchloffen, wenn auch noch nicht mit einem endgültigen Resultat. König llarol empfing gestern nochmals den gewesenen Ministerpräsidenten Maniu, welchem er das Mandat stir die d^K neuen Kabinetts anbot. Da jedoch l"nf>chtlich einiger Personen, die nach dem ! des Königs das neue Kabinett umfassen !''llte, kein Einvernehmen erzielt 5ommsrsprot»«n »ot>n«U uaij »purlni LltLIlL k'rkältliek! /i^potkelcen. vro?-r>rn. k'»rkum-ri-n. v-poti Marschall Vresan — der kommende Mann Vor der vvl«»! der »«manischen Äabinelksfrage r RO. Bular - st, 12. Juni. l werden konnte, legte M a n i u das Mandat in die Hände der Krone zuriick. König Carol beharrt nämlich darauf, daß auch die von Georg Bratianu geführte Gruppe der Liberalen in die Regierung eintrete, da sich diese für das neue Regime erklärt hat. Maniu schlug daraushin dem König vor, das Mandat dem General P r e s a n, der vom König zum Marschall ernannt worden ist, anzuvertrauen. Der Marschall wurde telegraphisch nach Bukarest berufen und hente vormittags von der Krone in Audienz empfangen. Da dieser hohe Ossizier, der wäli-rend des Weltkrieges die Stelle eines rumänischen Generalissimus bekleidete, allgemeines Pertrauen genießt und auch Maniu die Erklärung abgegeben hat, er werde ein solches Kabinett mit allen Kräften nnterstiitzen, ist damit zu rechnen, daß noch im Lause deS heutigen Tages die neue rumänische Regierung gebildet sein wird. ^ Börsenberichte Züri ch, 12. Juni. Devisen: Beograd 9.125, Paris 20.255, London 25.065, New-York 5Ii^, Mailand 27.015, Prag 15.Z05, Wien 72^80, Budapest 90.30, Berlin 12.8.00. L j u b l j a n a, 12. Juni. Devisen: Berlin 1A1^.75, Budapest 089.l)0, Zürich 1095.90, Wien 797.81, London 274.69, New-york 56.44, Paris 2ö1.98, Prag 107.93, Triest 296.14. taminen. Dieses „ V i t h o r ni o n" ge. normte Mittel wird dem Patienten in diätetischer Form zugesührt. Es hat sich beson» Äers bei Herz- und (^esäs;fti)rungen auf Basis einer Verkalkung, bei fnnktionellen Störungen der Gcschlechtsspbäre, bei Neura>u/> nie, Lähmungen, Paralyse und allgemeinen Schwächezuständen in jedem Lebensalter mit überraschendem Erfolg bewährt, bauvtsäch-lich aber bei den vorzeitig Alternden, bei denen die Bithormon-^tnr in ausfallend kurzer Zeit eine erhebliche Kraftzunahme, er. höhte Lebenslust u«ld Steigerung aller 'n-neren Funktionen, also nnzweiselhaft Ver-jüngungserscheinnngen, bewirkt hat. Die klinischen Behandlungsversuche in Wien wurden von dem kürzlich verstorbenen Prof. Dr. Winterberg und dem Dozenten Dr. H. Januschke vorgemulmen, der in der „Wiener medizinischen Wochenschrist" vom 7. Jusii 1930 einen wissenschaftlichen Bericht über seine Erfahrungen mit dem Vithormon erstattet hat. Darnach hat er im Verlaufe vol? drei Jahren das aus physiologischen (Grundsätzen beruhende Vithormon bei verschiedenartigen .^trankheitsznständen erprobt nnd das Mittel als vorzüglichen Regulator für entgleiste Organsunktionen bezeichnet. Besonders günstige Ergebnisse wurden auch von ihn: bei Schwächeznständen, Arteriensklerose, bei Bro^lchialcisthma, Impotenz, Geschlechtskälte und Jnfektionsemp-findlichkeit in jedenl Lebensalter festgestellt. In einzelnen Fällen wurden die kühnsten Erwartungen weit übertroffen. Dr. O. Za. jicek ist von der Hochwertigkeit der neuen Therapie vollkommen überzeugt und legt Wert auf die Feststellung, daß das Anwen->dungsgebict noch lange nicht abgcfchlofsen und stark erweiterungsfähig ist. Während die operative»! Verjüngungsmethvden meist nur die Kräftigung einzelner Organe oder hikhstens des körperlichen Allgemeinbefindens bewirken, handelt es sich beim Vithormon nut eine Restitution des ganzen Menschen, also in der Tat uut eine Verjüngung Die Außenpolitik Rumäniens bleibt unverändert König Earol »der sei«« vttsiio« — Sine Unierredung mU dem „Malin^-tiorrespondenle» tion der Armee gehe fein Bestreben in erster P a r i s, 11. Jum. In emer Unterre« dung, die er dem ,MUin"-A»rrespondenten Sauerwein gewährte, betonte KSnig C a r o l, dah er an der Außenpolitik Ru« maniens nichts zu ändern gedenke. Vor al« lem wolle er die Freundschaft mit Frank» reich weiter Pflegen. Reben der Reorganisa. Linie dahin, die wirtschaftliche Hebung des Landes, die Aufschliehnng feiner Raturfchätze zu pflegen und feinen Kredit zu stärken. Aus jeden Fall wolle er Rumänien den Platz in Europa geben, den es durch seinen Sieg ver-dient ha^. „Mit Sonnenschein und Orangen" Apalhle als Tagesmoxtme -» Die soziale Schich»>ng — Die Iniellekiitelle» — Waa« erlSkl Berenguer da» Wahldekret? Man irrt wohl^ wenn man glaubt, die letzten Zugeständnisse des ^iabmetts B e« r c n g u e r an die Katalonicr wären schon der Schlubpuntt hinter dem Kapitel der spanischen Staatskrise. Zwar ist in der spanischen Oessentlichkeit seit einigen Wochen eine Ruhe zu beobachten, die d-er Nichtkenner spanischer Verhältnisse schon als Ausdruck vollständiger Klärung der Dinge anzunehmen gewillt ist, aber es handelt sick) um die Apathie, d0n der Epaniens Volk vollständig beherrsck)t ist. Schrieb doch Kataloniens freisinnigster Echviststeller, a z i e l, erst kürzlich im freisinnigen „El So l", „dah manches in den heutigen spanischen Zuständen an die des vorsowjetistischen Rußland er innere, aber — sagt der Verfasser — mit Sonnenschein und Orangen, anstatt mit Schnee und Wodka. Welcher ungeheure Auswand an revolutionärer Zähig-keit und welche Hekatomben von Opfern waren in Ruhland erforderlich, um dem Zarismus den <^araus zu machen! Hingegen sind die spanischen Empfindungen trotz ro-manischer Glut abgestumpft worden, eini Tatsache, die der spanische Staatsmann ?^rancisco S ilvela bereits vor dreißig Jahren in seiner berühmten Erklärung bestätigte, dah der Pulsschlag der i^fentlichen Meinung in seinem Vaterlande unmerklich sei . . . Daran hat sich wenig geändert. Ue-brigens: hat das spanische Volk seit dem Zusammenbruch des Kolonialreiches 1898, über die Marokko-Niederlagen und die siebenjährige Diktatur hinweg nicht schon ein Ue-bermaß an Leiden hinter sich? Äes und noch Der bisherige König — der achtjährige M i ch a e l, der jej^t zuln l Mut^ter, der Prinzessin H e l e n e von Erie-Thronsolger erklärt wurde — mit seiner!chenland, deren Elj^idun.g von Carol vor« läufig aufrecht erhalten bleibt. ,.M«ribor^ Zeitung^ Numni^er 15<^ Die „Miß Hungarla" Budapest, 11. Juck. Am Psinigstsonn-tag hat^. wie die Blätter meltxn, aus der Mar garethen-Jnsel die Wahl der ungarischen Schönheitskönigin stattgefunden. Unter ^n 130 Bewerberinnen erhielt Fräulein Eva v. Szaplonczayden Titel „Mß Hun-!gavia". Frl. Szapllonczay, eine Schiilerin der 8. Klasse «des Gynmasiums, hatte sich verspätet un!d war als letzte vor der Wahlkommis-sion erschienen. Trotzidem war ihre Wahl sofort entschieden. Der Eeelenarzt al< Erpresser Vor einiger Zeit richtete sich ein Mann, der sich ols Seelenarzt bezeichnete, eine lu-^uriöse Wohnung tm Londoner Viertel West end ein. In einem mit orientalischer Pracht eingerichteten Raum hielt er seine Sprechstunden ab. Der Zust'rom der Patienten war groß. Meistens waren es reiche Damen der Londoner Gesellschaft, die ihre kranke Seele auf psychoanalytischem Wege kurieren lassen wollten. Die erste Konsultation kostete 20 Pfund, wie Man ficht keine Kleinigkeit. Aber nach der ersten Untersuchung kam die ei-l^entliche Kur, die auch nicht billig war, und ^r die man mindestens die nette Summe Von 500 Pfund anzulegen hatte. Nun kam der Seelenarzt bei der Untersuchung in den Bösitz mancher Geheimnisse aus dem Leben seiner Patienten; denn eine Frau ohne Ge-Mmnis hat es wohl nicht nötig, die Hilfe eines Eeelenarztes in Anspruch zu nehmen. Sobald -aber der Wunderdoktor im Besitze eines solchen, stets kompromittierenden Ge-Iheimnisses war, verlangte er Schweigegeld. Die Summen, die er dabei er?)ielt, überstiegen noch die Kosten der Behandlung. Eine junge Dame wandte sich an' Scottland und zeigte den „Doktor" wegen Erpressung VN. Der Seelen'boktor behauptete jedoch, keineswegs stch der Erpressung schuldig gemacht »u haben. Er soll nie das Geld direkt ver» »angt haben. Er habe nur sein Opfer auf den iGedanken gebracht, wie gefährlich es sein ^ann, wenn ein Fremder im Besch von kompromittierenden Geheimckfsen sei. Daraufhin fallen alle Damen ihm größere Summen von selbst angeboten haben. Fridtjof Nansen als Künstler. In Oslo ist eine Ausstellung von Zeich-nungen, Aquarellen und graphischen Arbei« ten von Fridtjos Nansen erössnet worden. Man kannte bereits eine Anzahl Zeichnunyen von Nansen, die er ab und zu unter den Illustrationen seiner Bücher veröffentlichte. 'Weniger war es jedoch bisher bekannt, daß S^anfen regelmäßig und mit Eifer aus künstlerischem Gebiet tätig war. Schon vor langer '^it hatten namhafte Künstler, die seine Arbeiten gesehen hatten, ihn dazu bewegen wollen, sie auszustellen, was er jedoch entschieden ablehnte. Kunstkenner sind erstaunt ü^r den ho.hen Wert von Nansens Zeich-riungen, und die Ausstellung erweckt lebhas-)cs Interesse. Larlottavunker 32 Roman vou Elisabeth Ney. comfledt d7 Aiartio feuclitvall^vr, n»u» Klothilde Tunker ist eine Ju>gendfreun-dln Vvm mir; ich kenne sie genau und »veiß, daß sie c>in kreuzvernünstiges Weib sein kann." Earlotta nickte zustimmend. Sie dachte in fhrer Seelennot gar nicht an die Eisenbahn-sck)eu des alten Freundes, und daß die Reise für ihn ein großes Opfer bedeut^e. So kam es, daß Professor Reinhol!> Thurm am Nachmittag mit dem Schlitten den bereisten und dadurch noch gefährlicheren Berg hinab ins Tal Wr. Carlottas Begleitung hatte er sich strengstens verbeten. Im Morgenldämmern erreichte er München. A-uch hier lag dicker Schnee; aber man enrpfand ihn nicht so lunangenehm und kam genau s>l> schnell vorwärts wie sonst. Die alte Haushälterin Thurms schlug >die Hände über dem Kopf zusammen, als sie iihren.^rn so unvermutet vor sich sah. „Nun wird der Herr Prvlfefsor wohl doch nnch zum Weihniachtssest daheim sein." sagte sie, im Gegensatz zu ihrem sonst wortkargen Wesen, ganz gerührt. Thurm sah sie erstaunt an. Ja, freilich, der Gedanke an den Weih- nachtsabend selbst war ihm noch gar nicht gekommen. Ss^ sünfzeihn Jahren war es Tra-dition, daß sich an diesem Abend alle ledigen KiM-ler im „Grünen Pinsel" versammelten. Der alte Hanselhuber mußte dazu immer einen großen grünen Tannenbaum mit Lichhern bs stecken, mehr durfte nämlich der Baum im „Grünen Pinsel" nicht tragen. Dieses Jahr nun würde Reinhold T)urni im „Grünen Pinsel" fehlen. Ganz wehmütig wurde es dem alten Herrn bei diesem Gedanken ums Herz. Dann a^er dachte er an das verschneite Häusckien der Earlotta Dunker, hoch oben auf der Berghöhe, unid daß auch dort ein Lichterbaum brennen sollte, und lso gab er sich zufrieden. Nachdem ihm die Malwine Schulz, sein altes Hausfaktotum, einen besonders starken, hoißen Kassee gebracht ">atte, zog er sich für einige Stunden zur Ruhe zurück. Um die Nachmittags,^eit jedoch saß er bereits im „Grünen Pinsel". Der alte Hanselhuber dienerte neugierig um ihn herum; denn die Nachsra^ge nach dem Verbleib Professor Thurnis hatte ihm nachgeraide bisher bitteren Kummer bereitet und in größte Verlegenheit gebracht, .^'»ier hatte seine sonstige Beschlagenheit glänzend versagt. „Der Herr Professor beliebte am elften November, nachts zwölf Uhr. das Lokiil o'in? Begleichung lder Leche in böcklter Erregung zu verlassen und ist seitdem spurlos verschwunden," war seine stetige Antwort auf all die Fragen gewesen. Ja, in seiner Ver-ziveislung hatte er es in seiner Freizelt sogar einmal sertiggebracht, idie alte Malwine Schu'lz bei i^en Einkaussgeschäften abz-u-fassen, um sie auszufragen. Da lvar er aber schön angekl>mmen und inußte unverrichteter Sache wioder von bannen ziehen. Aber heute war der Professor ganz plötzlich wieder auf der Bildfläche erschienen und saß nun so, wie tvenn es nie anders gewesen lväre, auf dem altgewohnten Platz. Von allen Seiten mit Herzlichkeit begrüßt unid von Fragern bestürmt, antwortete er iru-r einsilbig un^ auslveichend. Er saß ftumm in seiner Ecke un'd tra.ik ein Bier nach dem anderen, ivährend es in seinem Gesicht ab und zu seltsam wettl?r-leuchtete. Gegen Abend betrat der kloine Maler Fritz Brönn den „Grünen Pinseil". Als er Thurm gelvahrte. stieß er ein wahres Freu'dengeheul aus und ließ sich, »hne zu fragen, an deffen Tisch nieder. Dennoch blieb Thurm einsilbig, bis Brönn tmnn Plötzlich ein^ Thema anschnitt, das ihn doch aufhorchen ließ. „Wir hatten vor ein Paar Tagen eine kleine ^-eier im „Grünen Pinsel", erzählte der Arglose. f^reikag, Len 15. Jun^ 1S30 andere katastrophale Mißgeschicke hat d Volt schweigend über stch ergehen lassen, Vertrauen darauf, daß die Zeit denn do alle Wunden heile. Die nächste Tatsache ist, daß in Cpanii eine politische Bewegung immer von obi herab gemacht wird. Ob nun revolutioni oder reaktionär. Aber die Revolution w nicht kommen, »veil die Massen dasür le Verständnis haben: ein ExplosionsM mit vorzüglichen Kerzen, aber ohne Betrik stosf. Dann ist in Spanien die Monarc mit einem SchutznM umgeben, der sich a kirchlichen Würdenträgern, der Aristokrai Plutokratie und dem Beamtentum zusai mensetzt. Was tiefer steht, lehnt sich surcl sam an die Bourgeoisie. Die Jnduftriearl ter von Barcelona und Bilbao haben d-art hohe Löhne, daß sie fuh für die weiteii Schicksale bürgerlicher Regierungsform n wenig kümmern. Die Gächefe Spaniens sind die Intel! tuellen: die Gelehrten, Professoren, Acrz! Architekten, Schriftsteller, Advc^aten us! inbegriffen die drängerifche Studentenscho Sie waren, die meisten an der Zahl, im Al land, wo sie eine andere Welt kenno- ler ten und die dort gesehenen Reformen i Haufe zur Anwendung bringen möäii Daraus ergeben sich seelische Konslikte. M betrachtet sie von oben als unbequ^' Schwadroneure und Schwärmer, die un! uickit verstanden werden. Diese Gärhefe mußte rechtzeitig im T isoliert nxrden. General Berenguer hat ursprünglickie Freiheit der politisäM P pagandabetätigung angesichts der künftic Eortes-Wahlen plötzlich abgebremst. samlnlungsverbot und Pressezensur il wieder in Kraft gesetzt worden. Wer er! nert sich nicht an die katilinarischen der Unamuno, Marcelino, Domingo tisi-Und an das Unbehagen darob in Regieruül kreisen. So erhebt sich die TerM'infrage der Va len. Berenguer hat die Neuwahlen zum ^ ni in Aussicht geftellt, als er die Regierun geschäfte übernahm. Jetzt heißt es schon i fiziell, die Wählerlisten müssen „geprü' werden, daher Wahlgang erst Mitte Dezc ber. Berenguer wamt die Skeptiker, ind er die Skepsis bekämpft. Solange die Zü straifs gespannt sind, ist die Protestbewegu gegen die Monarchie sa nicht gesälhrl! aber Wahlen ohne Propaganda sind ein II ding. Gibt es aber in Spanien ungehemu Werbefreiheit, dann wird voraussichtlich ne Kammermajorität aus der Taufe ß! ben werden, die den König vor die Alw tlve ftellen müßte: entweder abzudanken a'ber auf einen großen Teil feiner biG Äuas-Fadrordnm von und nach Maribor-Hbhf. I in deutscher und slowenischer. giNlg abMastSZ^ Erhältlich in der Verwaltung der M ib rer Zeitung". — Preis 1 Dinar Thurm britimmte nur etwas Unvei. liches. „Hannes Fürst begoß nämlich seine derkehr und die Annahme seines neuen? ßen Romans, von dem alle Tageblätter ssZ schreiben." „Hannes Fürst!" rief der alte Herr gli mig. „Ich dachte, >die Nachricht würde Sie! sonders erfreuen, lieber Thurm. Fürst ^ bei Jh-nen doch immer sozusagen einen Ä' im Brett." „Hatte er auch, der Lumpenkerl. der vi maledeite," bral^te Thurm los. „In chen ist er also; wohl wieder mit der Schc spielerin, he?" „Die beiden scheinen allerdings wieder i sammen AU sein," schwatzte Brönn erg weiter. „Mnn wsl^te im vorigen srorlich, daß er sich inzitvischen mit der C lottia '^niker verheiratet habe." „Die Pfeift auf solch einen Malefizlun^ schrie Thurm noch ausgiebvachter, und wu d^i krebsrot im Gesicht. Im gleichen Augenblick i>^nete sich! Eingangskür zum „Grünen Pinsel", und ^ von dem soeben die Rede war, trat inö i kal. I Als der Professor Thurm gewahrte, eV er aiuf ihn zu. Thurm sah ihm kalt entgegen und sch ihn nicht zu lbemerken. 6en 'IS. ? .Marrbore? Z^uny" Nummer 1ü« gen Prüvogatrve zu verzichten. Und in dieser logischen Konsequenz liegt auch däe Begründung für die schleichende spanische Kri- sis. V. Z. Roch der SidesieMuna Sln unttrnedmuniiie das Unwesen -des Vtenschenraub^ in t>en Bergifelsen und Wcllldvrn ^ ameribanischen Südens u. Westens betreiben. ü000 Dollar iist der nte-dvilAe Preis für ldie Bofretun-g eines von den Banditen entführten Opfers. Mancher anleri-kan'ische Milliionär mnßte sogar bis an die 100.000 Dollar vorstrecken, um seine Ain der »der An«geh.öoi^ avs Klauen der Räulber zu beftvien. Die Mensci^nväubsr arbeiten mit Uner-schvotkenHoit zeigen manchmal einen to« desverachtenden Mut. Ist auf den Landstraßen '?oin passendes Objekt zu fwden. wa^n die Banditen, ihre Opfer mitten auS dem Trubel der Städte herauszugreifen. Neschicl-te Spione kundschaften die Lebensgenvhnhei-ten zu eirtfü'^enden Op^er von vornherein lsorgfUltig aus. Die lebendige Beute wird plötzlich iiibevfallen und in die BerqHöhlen in der Unvgei^ny verschleppt. Filnf o^r sechs Tage wird «gewarM, bis die Familie des Geraubten Äb^ dessen Schicksal unruhig und ver^lveifelt zu werden beginnt. Dann kommt ein Brief an die Hinterbliebenen an, in welc^m die Banditen eiine hohe Summe für die Entlassung des Opfers fordern. Ein interessan-ter Fall passierte kürzlich in ??lorida. Zmn fünften Male geriet der zweite Tol^n eines Avtomobtlfabrikanten in die Gewalt der Räulber. Der Dater il^eftahlte die angeforderten 50.000 Dossar und wartete auf die ^^eimkehr deS SohneS. Er ^vartete ziemlich lanfle lmd erhielt endlich foligendes Schreiben: „Lieber Vater, ich bitte um Verzeihung, ich werde aber nie zu Dir zurückkehren. Du gabst mir monatlich 200 Dollar Taschengeld und dachtest, eZ genüge mir. Für einen sunigen Mann in meiner Stellung war «ber dieses Gvld viel zu knapp. Ich kam auf die Idee, eine Näubet^de zu grünidon, die mich selll"st fi'nchnal hi-ntereinander raubte. ?letzt habe ich ein ^Piwl gesammelt und ?ann selbständig werden. Adieu, Papa." Sn< SefSnani» wegen kurzer Aermel Hine Dame mit kurzen Aermeln darf, wie bekannt, in Italien keine Kirche betreten. Auch der BiBikopf sticst bis jetzt seitens der strengen saschisti'schen Behört^n aus starken Wrderspruch. Eine bubivöpftge junge Dame hat in Italien wenig Aussicht, Stellung bei einer Behörde zu bekommen. Allerdings ist in der letzten Zeit eine Wendung zum Besseren eingetreten. Der Vatikan hat sich in dem Sinne geäußert, daß langes Haar eine i'Frau zwar besser kleidet, aber daß der Bu-bikcchf an sich nichts Verbotenes darstellt. So in Italien. In Aegypten dagegen ist mm^ bei weitem sittenstrenger. Kurze Aermel und nnckter Hals wivken anstößig, behaupten die ägyptischen Behörden und ihaben vor kurzem ein «Gesetz erlassen, demzufolge keine ^rau sich i„ t^r Oeffentlichkeit mit nackten Armen und bloßem .^ls zeigen darf. Wird eine Frau in dieser Aufmachung auf der Straße gesehen, so wird sie sofort von einem Polizisten zur Rede gestellt und verwarnt. Ihr Name wird notiert und, falls die Schöne sich noch einmal daS furchtbare Verbrechen, mit nackte,, Armen auf der Straße zu erscheinen, zuschulden kommen läßt, muß sie unverzüglich ins Kittchen wandern und sieben Tage absitzen. Das Gesetz lfindet An^ven-dung auf jedes Mädchen, das älter als 14 Jahre ist. ten eine Ziege i-n den Wald., in dem man di« „Bestie" gesehen haben wollte. Tie befestigten das Tier an cii«?m Baum und ^harrten der Dinge, die da kommen sollten. Ach, sagten die Dorsleute, das Ungeheuer hat die Ziege nicht gewittert, «ber es hat die Gendarmen gewittert ... da ist es nicht ge-kommen! Au» Stlle c. Abfahrt der ersten Ferienkolonie. Am 4. d. M. reiste die erste Ferienkolonie des ugoslaw. FraucnvereineS in Celje, bestehend aus 45 Müttern und Kindern, nach Bakarac ab, wo sie bis 2«. d. M. bleiben wird. Am 28. d. M. abends verläßt Celjs die ziveite Gruppe, bestehend aus Üwabe und Mcid6?en, am 19. Juli aber eine dritt nur aus Mädchen bestehende Gruppe. D vierte K^olonie, die im Angust abgehen wir^ ivcrden Knaben und Männer bilden. zeigt sich ^önig Car ol mit seinem Bvuder, dem Pvinzen N i k o l a u s, der bisher dem ReAentsck)aftsrat an!gehörte, der jubeln'den Ha-uptsdadt. Wie Macdonald VoNMer wurde M« Fol««« «i««» schlochk«« Wie Rantsay Macdonald ei,, Politiker wurde, hat er dieser Tage in einer dem britischen Reichspressekongreß gewidmeten Begrüßungsansprache in launischer Weise selbst erzählt. Vor vierzig Jahren nämlich, so berichtete er, hatte er einen anderen Ehrgeiz: Zeitungs mann zu werden. Es war ihm auch gelun» gen, bei Mr. Courtney dem damaligen Chef redakteur des „Daily Telegraph" eingeführt zu werden. Dieser Herr war nicht abgeneigt, ihn auf der Redaktion anzustellen und gab ihm auf, einen Pvobeartikel zu schreiben, und zwar über — die Verbreitung der Jnslueßiza in den mitteleuropäischen Län->dern. Dieser Aufgabe unterzog fich denn auch Macdonald und brachte am nächsten Tage einen nach seiner Meinung großartigen medizinischen Aussatz zum „Daily Tele- graph". Aber das, was er über die Jnfluen za geschrieben hatte, fand keine Gnade vor den Augen des gestrengen Chefredakteurs. Cr erklärte dent jungen Manne kurz und bimdig, er könne ihn nicht brauchen und schickte rhu fort. Dem verging durch diese Enttäuschung jegliche Lust, den so unglücklich verlaufenen Versuch nochmals anders wo zu wiederholen. Er begann sich mit Volks wirtschaftlichen und polit^chen Problemen zu beschüstigen und fand, daß diese ihn wi der Ern>arten ungeheuer fesselten. Bei dem ist er dann geblieben. „Daß der „Daily Telegraph" viel an mir verloren hat, kann ich schwerlich behaupten" erklärte Macdonal.d unter stürmischer Hei terkcit des Kongresses, aber es steht jeden falls fest, daß ich auf diese Weise den „Daily Telegraph" verloren habe. Aus vtuj Stumünlsche AutomobMsten in Vtul Wie beretts uiehriach erwähnt, trisst mar gen, Freitag vormittags die Z^olonn« des Rumänischen Autonicbilklubs auf ihrer Heimfahrt von Rogaöka Slatina 'ln Pluj ein, wo ihr ein foierlicher Euipfang zuteil werden ivird. Die Vorbereitungen dazu sind bereits in vollem Ganige. Im Zen-'trum >der Stadt iverden die Aiu>t>onwbilisten von den Spitzen der Behörderl und von Ver einen empfangen. Die Schüler nehmen vor der Draubrücke an Aufstellung, »vährend sich d«ie Umgebungsschule gegen Brostje hin po» Deren wird. Die Mo-tos^tion wird den W« sten bis HaMna entgegenfahren und dieselben dann bis zur Borl-Brücke begleiten. Ob die Rlumänen stehen bleiben werden, ist bis zur Stunde noch nicht sicher. Allge« nlein verlautet, daß die Gäste das Museum und das Schloß besichtigen iverden. Kürtens SündemeMer N M»rd«, ZV 29 M»rd»«rl«che U«d»nr»uo»n LI« »lek t5orti«tiun» unter äev ntcditen t^Itekkledten »u? ?tuj). so« Mit Hilfe der Spektralanalyse hat nian a"f der Sonne das Vorhandensein derselben l!k)emischen Eleniente wahrgenomnien, die wir auf der Erde kennen, und es spricht aus dieser Tatsache dafür, daß diie Erde wirklich aus der Sonne hervorgegangen ist. Interessant ist auch, daß man auf diese Weise das Vorhandensein des Edelgases Helium zuerst aus der Erde nachgewiesen hat. D ü s s e l d o r f, 11. Juni. Das Schuld-konto Kürtens wäckK von Tag zu Tag an. Die Vernelhmungen beschäftigen sich jetzt mit der Zeit, die Peter Kürten vom Jahre 192! bis 1935 in Thüringen verbrachte. Kürten hat auch für diese Zeit eine Reihe schwerer Verbrechen eingestanden, näinlich zwei Morde, vier Mordversuche und eine Brandstiftung. Er habe die beiden Morde int Herbst 1923 an einem ungesäihr 20jährigcn Mäd- chen und an einer .^Ijährigen Fran begangen. Auch drei Mordversuche fallen in das Jahr 19M, einer in das Jahr 19L1. Die Gesanltzahl der von Peter Kürten zugegebenen Verbrechen beläuft sich a'bschließend auf Ulchr als M Fälle, darunter 11 Morde und über 20 Brandstiftungen. Der Rest ver» ttilt sich auf Mordversuche, Ueberfälle und Einbrüche. Wegen eines Kuffes... Die Mngfte Pirtser Gerichl»saalie«s«Uo« Henry Tierard stand jüngst vor den Geschworenen von Paris. Er wurde angeklagt, einen Passanten, der auf der Straße seine Frau nmarnlte und kiißte, auf der Stelle ermordet zu haben. Seinen linken Unterarm hat Henry Tierard inl Kriege verloren, sein rechtes Bein ist von einenl t^ranatsplitter verunstaltet worden. Mi'chsam und auf Krücken kau: .Henry Tierard in de-n Gerichtssaal hinein. Der Vorsitzende erzählte den ls^oschworetien in kurzen Worten de:: Tatbestand. Eines Sonntags ging Tierard mit seiner Frau spazieren. In der Rue C-Haparon erlaubte sicl) plötzlich ein gewisser Louis Tomte den Spaß, die Frau Tierards zn umarmen und zu küssen. Außer sich vor Wut zog Tierard ein Messer aus der .Hosentasche und schlitzte dem Spaßmacher den Bauch auf. Im Schlußwort bemerkte der Borsitzende: „Äillten alle Männer, die in den Straßen von Paris Frauen ansprechen oder sogar belästigen, auf der Stelle ermordet werden — so wäre das Leben in Paris heutzutage viel schlinrmer und gcsährlicher als während des Krieges in Verdun." Die Aussagen der ?!achbarn Über Tierard waren ungünstig — er galt als böser und jähzorniger Mann. Verteidiger! verlangte den Freispruch. Sein Klient l^ätte schon genug gelitteir. Er wäre als Krüppel aus deni Kriege zurückgekehrt. Nach de-rn ifurchtbaren Zwischensall in der Rue Chaparvn war Tierard von der versammelten Menschennienge genügend bestraft worden: einige Rippen wurden gebrochen, halbtot und arg zugerichtet wurde er nach dem Krankenhause gebracht . . . Die Geschworenen erklärten Tierard iür schuldig und billigten keine mildernden Umstände zu. Cr nnirde zu lebenslän'^licyem Zilchthaus verurteilt. Die kluge Bestie. Die Bewohner Aoins (Frankrci6)) behaup ten, daß ihr Dorf feit einiger Zeit von einer „Bestie" heimgesucht ^verde. Dieses Nngeheu er, das nur in der Phantasie der Dorf^woh ner eristierte, n>ar nahe ldarnn. wirkliche Dra men zu verursachen. Abend für Abend bega« ben sich etlva znianzig gute Schützen auf die Jagd nach deni Tier. Ein Knacken iin Dik-kicht, und sogleich ging ein Schuß loS. Daraufhin bemüHteil sich die Gendarnien z>var nicht, die geheimnisvolle Bestie zu finden, aber die allzu tapferen Nimrode daran zu hindern, einander totzuschießen. Eines Tages hittcn zlvei (^>endinnien eine Jdoe, die ihnen.genial erschien. Sie schlepp- Aus Ljutomer ls. Autobusverbindmlg Radenci—Zagreb. Wie sehr das Bad Radenri in kurzer Zeit weit und breit bekannt nnd beliebt geworden ist, beweist die Tatsache, daß Mischt Slati-Na-Raidenci und Zagreb täglich ein Autobus verkehrt. Der Wagen hält auch in Ljutomer vor dem Hotel „.^mdl*, n>o di« Fahrord-nung angeschlagen ist. lj. Im „Gakolski dom" findet Sonnbag, den 15. d. vormittags ein internes Soloturnen statt, ldem unl 15 Uhr ein Schauturnen folgt. Um 11 Uhr wird ferner das Volley-Ballspiel zwischen den RepräsentanM von Ljutomer und Murska Sobota ausgetragen. Nack^ttags großes Volksfest lunter Mitwii' kung des Orchesters von Ljutomer. lj. Städtisches Bad. Mit Beginn des Mo« nates Juni begann wieder die Badesaison. Das städtische Bad ist hergerichtet und «i deni Sinne ctlvas vergrößert worden, daß ei. nige Kabinen hinzugeloinmen sind. lj. Blnn Mutstwnb. Das reizende Wochen-eivd von Ljutonrer an der Mur bietet allen Ausflüglern die schönisten Zerstreuungen. Der schöne, große Strand mit seinen Sand-bädern und schattigen Stellen lädt täglich zahlreiche Erholungsbedürftige sin. Um den AnsflüAlern entgsgenzuklnmnen, halt der Zug an der Halt^telle MirSki most Aleich >^inter VerZes, was eme vorzügliche VeÄin' dung mit dem Murstrand darstellt. lj. Ter letzte Jahrmarkt in Lftltomer war diesmal sehr schlecht befcbickt. Auch KÄuklusti-ae gab es tveniig. Einen schlechten Verkehr hatte mich der Viehinarkt aufzuweisen. Zeitersparnis. „^Mma, muß ich mir wirklich das Gesicht waschen?" „Sicher, .Hansl, du bist schrecklich schmut, i^ig. „Könnt' ich nicht, wie du es maM. einfach Mehl darüberstreuen^" ^Marrborer Mmmer skrelta^, ^n ^3. Iun^ I9Zk) /Ivlccile c^HZ^SUlZIc M a r i b o r, den 12. Juni. Mt Reichsbrückt gkWrdet! St« Appell a« dt« L«ale«verwalk«»g — St« Nolwendizkeit «tner zwette» »«»ehrsbriicke — !»«g-i»de»»«erle priv«l- l«d»ftri«lle I«tlt«ti»e e«dl iiem Umsturz sind an der Reichsbriille nur unwesentliche Ausbesserun-gen (Miwum-Anlstrich sch>vurde, gercvdczu nach einer generellen Untersilchung schrie. Heute stehen die Dinge sl>, !daß die Brücke, die den gesamten Verkehr Mchen beiden Stadtufern zu bewältigen hat, in gewissen Trägern, Ver strvbnngen und Diascnaleisen infolge der übermäAgen Beanspruchung oval au.^ge. zogme Nieten ! öcher anfweist, die Sta biliM infolgedessen nicht nichr eiinvandftei ist, eibensowenlg d-ic Sicherheit in l^ezug auf die Druckwiiderftände. Bei der gegeivwärti^cn Beanspruchung >der Brücke könnte es, wenn tÄcht früher so sMer, zu einer Katastroph-klmrmen, wenn die ^maßgebenden ?^akto^n nicht rechtzertiy alles aufwenden, uln eine solche von vornherein Au verhindern. An die« 1er Stelle ist schim einige Male berechtigte j^til? am Zustand der k^ahrbahn sowie an den Kanvlanlagen lder Brücke l^eiibt worden. A^ehen davon, daß Schlaglöcher in der FaiMahn oberhalb der Nsenkonstrultion vie Erfchütteruirgcn (nanrentlich beim Passieren schwerbeladener Lastautos) verdoppeln, sind dieselben als Pflützenbohälter eine Plage fiir die Passanten, die keine Mögl-ichkeit haben, vor den „Spritzern" der hineinfahrenden Au tosM weir^. Es «ist daher mehr als hoch' ^te Zeit, daß namentlich die mit Nranitqua-'Wsteinen gepflasterten beiiderseitigen N'tf-falhriten zur eigentlichen Briicke init Rücksicht auf die verschiedenen Senkungen unter Be obachtunig aller technischen Vorteile neu ge ^pflastert werden. Dasselbe gilt auch vom ' Hol^flaster, welches ohnehin nicht mehr lan ge seinem Zweck wird dienen können, da man !se»inerAeder Wulnis piÄsgab. In diesem Zusammenhange erhebt sich auch ^ die Frage einer zweiten Draubrücke, u. zlvar in Melze. Da die staatBudgetären Umstände >e^so wie die stä^dtischen Mnanzen vorlin->fi>g die Realiifierunig dieses Brückenprosektcs imcht gerade in nächste Nähe rücken helfen, jdlie diesibezüglichen Ermittlungen auch dahin . laiUltetsn, ^t die ^hiesige, vor allem auf Brü?-fenbau eingestellte rührige ,.SploSna stavbe« na dd." die erforderlichen Terrainmessung^n zwecks Anfstellunq der genauen Bau- und KonstlMionsberechnungen durchgeführt. Die ^Messungen wurden an jener Stelle vorgenom ! men^. die rschtwin^ig auf die KejZ^arjeva, uli« i:a z^yeht, in welche Gasse die neue geplante Brücke auch eingefügt »verden Mrde. Was die l^ftenfrvge des erwähnten Pro-^ktes betrifft, so würde die Fertligstellung der Brücke sich auf abgerundet 14 Mllionen Dinar stellen, welchen Betrag das Unternehmen als lanyftistigen Indaistriekre'd'it bei ii^chAeitiiiger Haftung von feiten der Stadt« yemeibnde aufAunehmen gewillt lväre, voraus gesetzt natürlich, daß d«^ übrigen ^gestellten l^dlinFungen wei-t^bendst entsprochen wird. Die Anwrtisierung ist in Form v. Mautgeld einheibuny geplant, wobei ungefähr die jetzi-Hsn UelbÄ^rtaxen als Basis angenommen ilWyden. Wie mir in diesem Zusammenhange jnfalh-ren, ist jedoch die Einhebung von Maut izeldern ini ganzen Staate untersagt. Zollte mit Rücksicht a'uf die Wichtigkeit der Mellin-ger Brücke von diesem generellen Verbot in diesem Falle Anstand genominen iverdcn nnd d« Etadtgemeinde ihrerseits die diesbezüglichen Bestrebungen der „SploSnc^ stavl^na druZba" stützen, dann dürften der Verwirklichung keine ives^ntlichen Hindernisse mehr ini Wege stehen. der Stadt hieben auf Slowenisch und Deutsch die „.'^'»armonie" willkommen. Alt-Stadtpräsident Näge li dankte in trefflicher Rede für den überaus herzlichen Empfang, Vertreter der Gesangvereine und des Schiveizer Konsulats in Zagreb sprachen, von allen Seiten regnete es Blumenspenden, ein gemischter Chor begrüßte nns im Konzertsaal, dessen Galerien von der Bevölkerung erstürmt wurden, durch den in deutscher Sprache vorgetragenen „Schweizer Psalm". Und während draußen vor dem Hause Tausende von Menschen mit neuer Blumenmunition bewaffnet auf die Fortsetzung des Festzuges toarteten, sang sich drinnen die Jodler-gruppe in slo»venisc^ und deutsche Herzen, wurde die „Harmonie" zum Ehrenmitglied v», i ölstt 6» « un6 ^ kÄunit, zclione l^etsen o« Vie?zmnt»gig« Lrsckeinen. «bepz «zurcki Uwe öuck^an^ttNA. numwe? leortenlo» clur^ '5l>0«?Ä, M.0, 5 ViZS M» Mlülbm Die Wahl findet Sonntag, den 15. Juni im neuen Freibade auf der Mariborer Insel auf die bereits beschriebene Weise statt. Die Kupone erscheinen in l»er „Mariborer Zeitung" vom 15. Juni und sind ausgefüllt, jedoch ohne weiteren Zusatz, mit der Num-mer der zur Wahl vorgeschlagenen Dame in der Redaktion einzureichen oder per Post zu übersenden. Die Proklamierung der Miß Maribor 1930" findet in der „Mariborer Zeitung" vom 22. Juni statt. Es wird jene Dame zur „Miß Maribor 19ZV" proklamiert, die die grüßte Anzahl von Stimmen aufzuweisen hat. Die Abzahlung der Stimmen erfolgt durch die Jury, die aus den Herren Direktor Hermann, Dr. S t a m o l, Direktor D e t e l a, Chefredakteur Kasper und Fridolin besteht. „Miß Maribor 193«" erhält außer dem Titel noch einen Original-Jantzen-Badean» zug nach eigener Wahl, ein paar Badeschuhe, eine Badehaube, gestiftet von der Firma Franz K o r m a n n, Maribor, sowie eine MiriM'Bonbonniere, gestiftet von der Cho-koladensabrik M i r i m in Maridor. Die Dame, welche die zweitgrüßte Anzahl von Stimmen aufzuweisen hat, erhält ein modernes, breites Armband und einen modernen, dazu passenden Halsschmuck, gestis-tet von der Firma I. P e t e l n, Maribor, sowie eine Mirim - Bonbonniere, gestiftet von der Chokoladefabrik Mirim, Maribor. Die Dame mit der drittgrößten Anzahl von Stimmen erhält eine Rollfilmkamera 6X9 sowie zwei Reseroesilme hiezu, gestiftet von der Firma Fotomayer, Maribor, und eine Mirim - Bonbonniere, gestiftet von der Vhokoladenfabrik Mirim, Maribor. Die Preife sind ab heute bei der Firma Franz K o r m a n n, Gosposka uliea, ausgestellt. Jahre; Johann i^iZek. Besitzer, 64 I.; Ru' dolf PavSiL, Wachmannssohn, 3 Monate; Ivan Ber^ant, Revident d. St., 70 J.x Ja« kob Zemljiö, :i^itzer, üü J.; Rudolf Gonii. lar, Echuhmacherssohn, 2 Monate; Marie Leder, Roman MauönÄ, Säger, I.; H^d-tvig Reiser Großg-rundbesitzersgattin, 57 I.; Josef Gvajc, Chefgeometer, 62 I.; Erna Li-povSek, Floischhauerstcchter, 6 Monate; Mi-roslava Dragar, Stationschefstochter, 6 Mo. nale; Josefine Ozim, .^ULbejorgerin, 73 I.; Marie FerS, Pvivate, 50 J.; Mathilde Jan-huba, Bahnbeamtensgattln. 46 I. und Ma, rie BalaZie, Private, 50 I. m. Das AmtMatt für das Draubanat bringt in seiner Nunnner 3 u. a. das Gesetz über die Organisation des Ackerbau ministe-viiums, in der Nummer 4 das Reglement über den Wirkungskreis und die Betätigung >der BezirkSstraßenausschüsse im Bereich des Draubanats; in der Nummer 5 das Gesetz über die Bekämpfung der unloyalen Kon' kurrenz, das Gesetz ilber den am 27. März 1V29 in Beograd abgeschlossenen Schiedsgerichtsvertrag mit Gritt!^nland und das Reglement über die Durchs^thruM des Gesetzes über die Kriegsfreiwilligen hinsichtlich deren Kolonisierung und der BodenMeiliing an dieselben; in lder Nummer « das Gesetz über die Archive des Außenministeriums sowie der diplomMschen Vertretungen im Auslailde. die Verordnung ülber die Organisat'ron und lden Wivklmgstreis der Hvgieneanstalten, Ge-undhei^sheime und GesimdheitSstationen u. >as Reglement ülber >d>ie Ablegung der staat» 'ichen Fachprüfungen aus Statistik. kUr 61« xrolZe ^uZ^vak! Dle Frage des Frachtenbodn-vofes tn Hoie Die Aktion für die Schaffung eines Frach-tenbahnhofes in Hoilc bei Maribor hat in den letzten Tagen eine Belebung erfahren. Die Ortsvorsteher der benachbarten Gemein den setzten im Verein mit einer Reihe von an der Lösung der Frage interessierten Industriellen und anderer Kreise einen Borbereitungsausschuß ein, dem die Ausgabe zufällt, die Beiträge der Gemeinden, Unternehmer und Privatpersonen zu sammeln. Kommenden Freitag begibt sich eine besondere Deputation nach Ljubljana, um an maß gebender Stelle die Notwendigkeit der Errichtung eines Frachtenbahnhoses in Hoöe darzulegen. Die Gründe hiefür sind nicht nur vom volkswirtschaftlichen, sondern auch vom Standpunkte des Fremdenverkehrs tristig, wozu noch die Tatsache hinzukommt, daß sich die Straßen in unserer Gegend m keinem besonders guten Zustande befinden. An der Aktion beteiligen sick) alle Kreise d. Drau feldes, der Bacherngegend sowie die Ortschaften jenseits der Drau bei Vurberk. Es ist zu hoffen, daß die Bahnverwalwng die (Gründe, die für die Errichtung eineS Frachtenbahnihofes in HoLe sprechen, berücksichtigen und am dortigen Personenbahnhof auch die Warenabfertigung erMglichen wird. Schweizer Gänger über den Empfang in Morlbor Die „ N e u e Z ü r i ch e r Z e i t u n g" bringt über den enthusiastischen Empsang des dortigen (Gesangvereines „ H a r m o-n i e" in Maribor am Pfingstsonnlag einen ausführlichen Bericht, in dem es u. a. heißt: Schon auf denl Bahnhof standen Tausende von Personen. Aber diese MensckMmenge wuchs und wuchs, als die „Harmonie", von den Behörden und dem dortigen Gesangverein „Glasbena matica" gefi'chrt, durch die unter brütender Sonnenhitze liegenden Stra ßen des alten Städtchens zum !>to!^n 13. JurA ,M>arrborer Zeitunfl" Nmnmer 156 Kähmen em loprozentiger Nf Tonfilmen. — Danach: Abenduntevhaltung. — Langenberg, 17.30: Vesperkonzert. — 19.15: Englische Unterhaltung. — 20: Operettenabend. — Airschließend: Nachtmusik und Tanz. — P r a g, 17: Kaminermusik. — 18.15: Tschechisch für deutsche Hörer. — 18.35: Deutsche «Ändung. — 20: Symphonisches Konzert. _ 21: Sonatenabcnd. — L1.M: Schallplattentan^musik. — 22.15: Konzertübertragung. — Mailand, 17: Orchesterkonzert. — 20.30: Symphoniekonzert. — München, 17.25: Liederstunde. — 20: Unterhaltungskonzert. — 21.45: Orgelkonzert. — B u d a P e st, 17.30: Zigeunermusik. — 19.10: Konzert. — W a r- Jn der Begründung der Zollvvrlage, die dem österreichischen Nationalrat am 23. Mai zuging, heißt es bezüglich derLandwirt-ch a f t, daß eine Rundfrage über die Errichtung eines Getreidehandelsmonopols er-geben habe, daß die Meinungen ^der mahge« »enden Wirtschaftsorganlisationen über diese Frage sehr geteilt waren. Deshalb halbe sich >ie Regierung entschlossen, die heimische Landwirtschaft nicht durch monopolische Eyperrmente zu gefährden, sondern durch zoll- und handelspolitische Maßnahinen zu schützen. Diesem Zweck dienen die außerordentlich weitgehen denZolle r-ö h u n g e n, die der Entwurf enthält und die — wieder ein Beweis für die Un-haltbarkeit der gegenwärtigen zollpolitischen Lage in Mitteleuro^ — doch nicht ausreichen, um Oesterreichs Landwirtschaft aus ihrer jetziigen gefährlichen Lage zu befreien. Und so steht Oesterreich in dem Augenblick, da die neue Zollwrifnovelle erscheint, wieder vor der Entscheidung über die Einführung eines Getreide- und Mehlmonopols, die bekanntlich angedvoht wurde für den Fall, daß die Verhandlungen mit Jugosla-Wien und Ungarn scheitern sollten. Wäre das geschehen^ so hätte es der Wie ner Regierung den Vorwand geliefert für die Schaffung des Monopols, aber auch in Oesterreich weiß man sehr gut, daß die eigentlichen Gründe dieser Pläne viel tiefer liegen: in der internationalen Agrarkrise, vcm der die österreichische nur ein Teil ist. Um diese zu bekämpfen, hat man Mn einen vorbereitenden Schritt getan mit der Ein lbringung der Zollvo-rlage, und die Art und Weise, wie die Neuregelung der Agrarzolle dort vorgenommen wird, zeigt mit aller Deutlichkeit, daß man sich des Ernstes der Lage in L^sterreich völlig bewußt iist. Die Wiener Regierung wird künftig daS Recht haben, Zuschläge zu den autonomen Getreide zSllen einzuführen und zwar praktisch in unbe grenzter Höhe. Diese Zuschläge sollen jeweils so bemessen wevden, daß die Rentabilität des Getreidebaues in Oesterreich unter allen Umiständen gesichert wird. Bei R o g g e n würde das durch einen Zuschlag von 10 Gdldkronen erreickii. bei W e i z e n wird dieser voraussichtlich 6 Goldkronen betragen, sodaß der Gesamtzoll (Vertragssatz) dann, da der Weizenzoll jetzt auf 6 Goldkronen erhöht wird, 12 Goldkronen betragen wird. Für M e h l ist ein Zuschlag von 3.50 Goldkronen in Aussicht genommen, doch steht noch nichr fest, ob dieser Satz in der gedach-ten Höhe durchführbar sein wird. Bon den übrigen österreichischen Zollerhöhungen sind insbesondere die für H ü l s e n f r ü ch t e (von 1 auf 4.30 Goldkronen), für f e i n e s Obst (von Z—10 auf 50 Goldkronen) und anderes Obst (vM 1—5 auf 15 Goldkronen) sowie für Honig (von 35 auf 60 Gold» krönen) erlvä'hnensnxrt, wahrend die übrigen zunächst von gerirvgerer Be^deutung sind, weil die jetzt geltenden Zollsätze noch vertraglich gebunden sind. Diese Zölle betragen künftig 40 Gv-ldkronen für S ch w e i n e-fe t t (gegen einen bisherigen autonomen Zollsatz von 10 und einen Vertvagssad von 3.30 Goldkroneli), 30 Goldkronen für E i e r (firr die bisher ein autonomer Satz von 8 Goldkronen galt, lvährend sie vertraglich zollfrei waren), und 50 Golkronen für Zwiebeln (bis)er 6 bezw. 3 Goldkronen). Auch der Z^ll für gedörrte Zwetschken, einen der .HaupteWort-artikel Jugoslawiens, wird stark erhöht. Ver-traglich »varen diese bisher zcllfrei und im autcnlomen Zolltarif Oesterreichs mit einen: Satz von 14—29 Goldkronen verzeichnet, -der nun auf 24—33 Goldkronen erhöht wird. Der Zoll für feine Gemüse betrug bis^ her vertraglich 1-10 Goldkronen und autonom 20 Goldkronen; dieser Satz wird jetzt auf 50 Goldkronen erhöht werden. Den breitesten Raum in der österreich:- Ueberraschung brachten, als sie die Regie-rungsvorschläge fast durchwegs noch übersteigen. Diese starken Zollerhöhungen wurden also bei den Vorberatungen durchgeführt. Jndustriezölle in den geltenden Han-delsver« trägen festgelegt sind. Oesterreich steht aber gegenwärtig mitten in einer Revision seiner Handelsverträge, die bereits begonnen hat und mit dem Abschluß eines Zusatzabkom' mens zum Handelsvertrag mit Deutschland, der erst vor wenigen Monaten zustandege-kommen ist, beendet werden wird. Im Ver» lwuife der nächsten zivei Jahre, spätestens also MM fiir v radrraa M summlderellimli rar aen rvssaslier «er ttier vie dort 6er elasiiscke Kouizckuk vi, Siobr-inaer, rur Lci,«>nunv von Xöroer und l>ler>«n. vi» Scdutz^ oegci^ vorttitige crmürlung. Sckuke mit palmoobsät^cn erkalten »ick lange «ke forin. weil die mit der Ausarbeitung und Ueber-Prüfung der Zollvorlage betrauten Kommissionen, denen Vertreter der Regierung, Kammer und Wirtschaft angehörten, eine durchgreifende Verbesserung des Zollschutzes der österreichischen Industrie als unerläßlich bezeichneten. Deshalb ist es wenig wahrscheinlich, daß die hohen Zollsätze der Novelle bei der jetzt bevorstehenden parlamentarischen Erledigung der Vorlage wesentlich herabgesetzt werden. Von diesen Zollerhöhungen sind neben gewissen Sätzen der Text'l-ttasse für die slowenische Industrie namentlich die nachstehenden Zölle von Bedeutung (in Goldkronen pro 100 Kg): bisher künftig Wachstuch 120 400 feine Nägel 36 60 schrauben und Muttern 26—36 34—44 Letten 20—28 2ii—35 Eisenblech mehr als 2 mm stark 6 8 Korbmöbel aus gew. Rohr 120 160 andere KvTbmölbel. roh 60 75 andere Korbmöbel, bearbeitet 120 150 Flechtwaren 5 10 Rohpappe 5 7 Dachpappe mit Sand 6 3 dieselbe, ohne Sand 6 10 Maschinenpoippe A-6 6-5 Kunstdruckpapier 3 6 Pergament 20 26 Kataloge, einfarbig bedruckt 20 35 -dieselben, nrehvfavbig bedruckt 35 50 Luruspapiere 100 150 Mauerziegel 0.08 0.20 Da6)ziegel 0.16 0.30 Rchglas frei 15 Schmuckglas, gefärbt 20 28 Tafelglas frei 50 zun: Ablauf des deutsch-österreichischen Han« delsvertrages im Frühjahr 1933^, wird di« Neuordnung der öfterroichischeu Handelst Verträge und damit auch der Zölle vollende» sein. I X Eigene Apotheken der Arb«iter«rfiche» rungsämter. Der Sozialminister hat mit Gül tigkeit ab 10. d. eine Verordnung betreffs Apotheken der ArVeiterversicherungsänrter ei! lassen. Danach sind die Aemter berechtigt, mit Genehmigung «des Ministers be^w. deZ Bonus für den Bedarf der Sozralversicherten eiigene Apotheken zu errichten. X Kartoffelaussuhr. Zwischen dem Ham delsministerium und dem Landwirtschaftss Ministerium wurden die Besprechungen bezüglich der Kartosselaussuhr «geschlossen. Die Ausfuhrkontrolle obliegt demnach den^ Landwirtschastsministerwm. Der Großteil der diesjährigen Kartoffelproduktion ist lu? Ungarn bestimmt. ' ' schau, 16.25: Schallplattenmusik._17.45: Orchesterkonzert. — 20.15: Symphoniekon- - schen Zolltarifnovelle nehmen die neuen I n-zert. — Paris, 20.20: Abendkonzert. ! du striezölle ein, die insofeme eine Bei den Verhandlungen über die Zollta-risreform mußte die österreichische Regierung den MehrheitÄparteiien versprechen, die neuen Zölle nech der Verabschiedung der Novelle im Nativnalrat unverzüglich in Kraft z l-. setzen. Dieses Ver-spiechen wird vorläufig nur teilweise emge-li^st werden können, da zahlreiche Agrar- u. Sport Verschärfung des Konfliktes zwMen Äalireb und Beograd Im Konflikt Mischen Beograd und Za« grob ist neuerdings Sine Verschärfung eingetreten. Der Unterverband von Zagreb gab nämlich die Erklärung ab, er könne die Auf« lösung seitens des I. N. S. nicht anerkcn-nen, da er nach wie vor die letzte Haiuptver-sominlung als illegal betrachte. Die di-esbe-zügliche Beschtverde sei noch heute n!icht von der Behörde erledigt worden, aus welchem Grunde er die jetzige Verwaltung als ein nn-zuständiges Forum betrachte. Auch sei Zagreb gegen jede Beschickung der Weltmeister-schaft in Montevideo. >da diese die Interessen Zagrebs n>ie auch des Staates nur schädigen werde. Der Znlgreber Unterverband ist der Meinung, daß es erst nach der Erledigung der seiner^itigen B::schwevde gegen di» „Mar^öorer Numme? ^ 1A. IM 1SM Hauptversammlung vo-m 16. März d. I. sei« tens der Behörde zu einer Beruhigung zivi« schen Bel>grad und Zagreb kommen wer^^e Heute boren Sharke« und Schmellng um dle Weltmelfier- »ldaN! '^te, Donnerstn Jack DemPsey niedergeschlagen wurde. Das Jahr 19N brachte ein Unentschieden Elharkeys gegen tz e e n e y, wei ters eine Punkteniederlage gegen R i s k o, ?. o.-Siege gegen DelnaeY und ates sowie einen Punktesieg gegen de K u h. Im vergangenen Jckhre schlug Gharkey C h r i-st n e r und den bekannten Amerikaner etribbling nach Punkten und den Weltmeister im Halbschwergewicht Lough ran in der dritten Runde k. o. Max S ch m e l i n g, der nach einer Serie von biegen auf europäischem Boden, darunter gegen Stanley. Taylor, Gipsy kscis5cliuks mlt ^rvppOgummIsokIv un<^ LtSekvlsdsat», clvr 5ekl»ger clEi' keurigen S»lson (grovO /^us^Nkl in »llsn ^«rden, mit oc^er okne 8nb Daniels uad Bomag ! ta IVS8 nach Amerika ging, absolvierte dort seinen ersten Kampf geczen Joe M o n t e, den er in der achten Runde niederschlagen konnte. Seine weiteren Mmpfe entschied er durö)-ivegs zu seinen Gunsten. Schmeling goniann gegen Joe Se kYr a nach Punkten i'lber Aehn Runden, Pietro C orri schlug er iu der ersten Runde k. o., desgleichen blieb er k. o.-Sieger gegen Jonny R i s k o, der in der neunten Runde aufgab. Seinen letzten Kamipf tnlg Schmeling am 27. Juni gegen P a o l l n o in Ncwyor! aus; er ging über 15 Runden und endete mit einem überlegenen Punktesieg des Deutschen. : Der Budapester „3. Bezirk" gastierte gestern in Ljubljana, wo er iiiberrasrlienderiv'el-se im Kampfe gegen „Jlirija" eine knappe Niederlage erlitt. Die Heimischen siegten 3:2 (1:2). : Dle Ungarn kommen nicht! Die VerHand lungen mit dem Biidapester Profiverein ,.3. Bezirk" konnten ttotz gröf;tem Entgeigenkom^ men seitens der Verwaltung ldes SSK. Maribor zu keinem positiven Resultat führen. Das Gastspiel muffte i^aher «abgesagt werden. : S. K. „Svoboda". Am Freitag, den 13. d. findet im Klubheim eine wichtige Spieler Versammlung statt. Erscheinen aller Spieler und Ausschußmitglieder Wlich»t! Klubrequisiten sind mitzubringen! : Die TenniStnelsterschast von Serbien, die 'dieser Tage in Beograd zur Durchfi'lh-run'g gebracht worden ist, eirdete mit einem Siege von ^rnojarov, welcher in der Schl'ußrunde iden Somborer Meister ^ on -jovi 6 4:K, 6:4, 6:3, 6:3 schlagen konnte. : Schäfser — rumänischer TenniSmeister. «Franz S ch ä f f e r hat wieder einen neuen Erfolg zu verzeichnen. Nach äusserst schweren Kämpfen gelang es ihm die internationale TcnniSmeist?erschast von Rumänien an sich zu reißen und somit für die Farben Jugoslawiens neuerdings einen gewaltigen Sieg zu erringen. In der SchlAßrunde stieß er an den rumänischen Meister P u l i e f f, den er nach einem dramatischen Kampfe mit 2:6, 4:6, 7:ü, 6:3, 6:0 schlagen konnte. Kino Nurg«Aino. Bis einschließlich Donnerstag gelangt der erstklassige russische Großsilm Balalajkanächte" mit Jack Ca ta l a i. n e in der HauptvZlle zur Vorfi^hrung. Dieser in seiner Ausstattung u. Regie ein-» zigartige Prachtfilm stellt zweifellos dert Clou der Ea!>son dar. — Freitag setzt ein glänzendes Doppelprogramm ein und zwar „Die Liebesfalle", ein gelungene? Lustspiel mit Laura P l a n t e und „Zirkus Wild-West", ein spannendes Sen-sationsereignis init Bilck I o n e s in der Hauptrolle. In Vorbereitung: „Ly< zeumfchiilerinnen". Union'Kino. Bis einschließlich Freitag rolld das hervorragende höchstinteressante FilMl dranm „Nachtlokal" mit Evelin Holt in der Hauptrolle, welches uns die Liebs und den Kummer eines Mädchens zeigt, dessen Mutter ein öffentliches ^us führ^ te. Am Samstag kommt das großartige Doppelprogramm, und zwar der „Elefant Nuri" und die „Spanische Hofreitschule." Zpenäet kür äen kaoio-kvi^o» der ^ntltuberkuIvsenliß^Ä in A^3ridc)rt Kleiner /^nieiqer Kind wird in gute Pflege auf-genommen. Webcritsch, jloro^ka cesta 34. ^107 Dinar 1V.MV gex^en ^ute Ver-zin!silng auf ein acsucht. ^ent. fi'ir diese Zeit Mteili-gung am Geschäft. 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