21 Mittwoch den 18. Aeörnar 1880. XIX. JahMlig^ D>e „Mnrburgik Zeiiuiig-- «rsch-iut jeden Somttag^ Mil^woch »od Freitag. Preise - snr Mardurg gairzjähril, S sl., halbjährig » sl., vierleljdhrig 1 S0 kr.^ siir gustellun» in« Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JusertionSgebuhr 3 kr. per Zeile. Auflösung dls ZbAtlildlikttichiiuskS? Marburg, 17. Februar. Bei so geringer Mehrheit, wie jene des österreichischen Abgeordnetenhauses, würbe in England kein Ministerium das Amt weiter führen, auch danu nicht, wenn diese Mehrheit festgefügt, aus einem Guße war' — ein Vorzug, dessen- unsere Feudalen, Klerikalen und Nationalen stch bekanntlich nicht rühmen dürfen. Die parlamentarischen Zustände des Abgeordnetenhauses sind peinlich für Negierung, Volk und Vertretung, schädlich für Gesetzgebung und Verwaltung und soll denselben durch die Aus-liisuug diejes Hauses ein baldiges Enoe gemacht melden. Die Hoffüung, welche von beiden groben Parteien aus diese Matzregel gesetzt wird, vermögen wir nicht zu theilen. Konstitutionellem Brauche gemäß wartet das auflösende Munsterium das Ergebnitz der Wahlen ab. Schreitet das Ministerium Taafse zur Auflösung, so wird es auch die Wahlen vornehmen. Dieses Ministerium wagt aber nicht, mit RegierungS ' Hochdruck zu arlielten, was Hohenwart und Clam-Martinitz gewiß thäten. Mit den kleinen Mitteln, welche die Negierung bei den Wahlen angewandt, läßt sich ein großer Ersolg nicht erzielen und wird — von diesem Standpunkte aus vorhergesagt — der Wahlsieg auch nicht glänzender sein, als das letzte Mal. Die jetzige Mehrheit des Abgeordnetenhause« herrscht noch zu kurze Zeit und hat sich parlamentarisch noch nicht unfähig genug er« wiesen. Nach der Auflösung kann von dieser Partei noch immer als Hebel der Wahlbewe» gung die Behauptung au^^genliht werden: „Wir haben noch »»icht Gelegenlieit gesunden, d»e erwünschte Thätigkeit zu entfalten." Die Wal>l' reden vom tetzten Son'mer sind noch nicht vergessen und die starken Wahlmittel wirken noch S k tt i l r e t o n> Eillt Ltliriis-Vttslchcrulig. Aus den Papieren eines Berliner Advokaten. lKortsej»ung.) Der am Orte wohnhaste Agent, welcher erst vor Kurzem die Geschäfte übernommen hatte, setzte sich mit mir in Verbindung und lheUte nur den Wunsch der Direktion mit, noch ewige nähere Aufschlüsse über die Familienver-hältiusse des Kriegsraths zu erhalten, namentlich über sein Verhältniß zu denjenigen Personen, welche als seine präsumtiven Erben znnächst bei der Versicherungsnahme betheiligt sein möchten. Ich gab dem Agenten den Naih, sich deshalb direkt und mit aller Offenheit an den Kriegsrath selbst zu wenden. Er besolgte meinen Nath und erhielt von dem Kliegsrath die Anskunst, daß er keine erbberechtigten Verwandten anßer seiner Frau besitze, daß er sich mit derselben bereits wegen ihrer künjtigen Erbansprüche voll» ständig abgefunden habe, und die Versicherungssumme nach seinem Tode air andere Personen zu zahlen sern würde, welche er in einem bereits errichteten Testamente namhast gemocht habe. Da» Benehmen des Herrn von P. machte auf in der Erinnerung fort. Die Wühler der Rechten sind noch nicht enttäuscht genug. Die Gegner ter Mehiheit, welche regie-rungsfäljig sein wollen, besitzen aber kein Programm, stir welches die Masse sich gewinnen ließe; ihre Forderungen üde«, zu geringe Anziehungskraft und scheut sich diese Partei, mit Volks-Hochdrnck zu ardeites'. Neben ihrer Fahne pflanzt jede Partei die Hoffnung auf und bemüt)t sich, Streiter sür den Kampf zu werben. Unter den gegebenen Verhältnissen wird aber die Mehrheit, wie die Minderheit des Abzeordnetenhlnises bei der Neuwahl im Ganzen und Großen nichts gewiirnen und nichts verlieren und wird den'zusolge anch das neue Abgeordnetenhaus kein tröstlicheres Bild gewähren, als das aufgelöste. Die parlamentarische Thätigkeit und die Wirksamkeit der Versassung wird und kann unser Volk nicht btsri^digen, so lange dieses seine Sache nicht auf sich selbst gestellt, so lange die Wähler nicht das verfassungsmäßige Recht sich errungen, unabhängig von der Mehrheit irgend einer Partei, wichli^ie Beschlüsse der Gewählten durch eigene Stimmgebung zu ge» nehmigen oder zu verwerfen. Franz Wiesthaler. Zur Geschichte i)e8 iLages. Sämmtliche Bezirksobmänner der Steiermark haben in Graz getagt. Gegellstand ihrer Verhandlung war eine Denkschrist über die Erbauung von Nebenbahnen, durch welche »nan das wirthschastliche Gedeihen des Landes zu fördern hofft. Bahnen sind die besten Verkehrsstraßen; sollen aber diese Straßen nicht veröden, so muß die Wirthschoftspolitik des Staates das große Wort führen. Die Ergänzung des Minister.irllns durch die Minister flir Kultus und tinterliicht und Finanzen sollte endlich dieser Tage stattfinden. Dle Ministerkrisen und ihre Geschichte haben es leider schon so weit gebracht, daß die Bevölkerung dieselben wie eine ganz sremde Sache betrachtet — eine der traurigsten und bedenklichsten Erscheinungen im StaatSleben. Der Präsident unserer Delegation hat beim Schlllße derselben vor dem NüstungS-Wettlauf gewarnt. Schmerlings Mund ist zu einer solchen Warnung nicht berechtigt, wie dringend nothwcndig diese auch für Oesterreich.Ungarn sein mag. Der Antheil dieses ZtaatSlnanneS an der jetzigen Wehrordnung ist bekannt. Wer so wie Ritter von Schmerling ftir den deivoffneten Frieden spricht, rnuß auch wissen, was dieses System liedentet und darf nicht zlirlickschreck«in vor den nnverlneidlichen Felgen — vor dem Nüstnngs-Wettlauf der Militärstaaten. Der serbische ll Landesvertretung ist der Handelsvertrag lnit England vorgelegt lvorden. Und wo liegt der Vertrag Oesterreich-Ungarns mit Serbien? Dieses Land sträubt sich nicht sowohl aus volkswirthschastlichen. als vielmehr aas nationalen Gründen. Die Saat, welche zur Zeit der Türki-nsiege von den Magyaren bei Fackelschein und Hauptstadl-Beleuchtung gestreut worden, schießt bereits in Halme. Vermischte Zlnchrichtei». (Aus dem „Welttheil deszwanzig-sten Jahrhunderts." Gerhardt Nohlss.) Der berühlnte Afrikaforscher Gerhardt Rohlfa hat in der Februarsitzung der Deutschen Afrikanischen Gesellschaft feinen Neifebcricht erstattet. Nachdem in Tripolis die Ausrüstung der Expedition beendet worden, brach diefelbe aus und erreichte unter dem Schutze einer Kavallerie-Eskorte Sokna, dessen Bewohner sich fehr freundlich erwii?sen. D^s Ausbleiben der sür Wadai bestilnmten kaiserlichen Geschenke, sowie der Krieg, in dem Sokna lnit einer andern Stadt der Oase Dschosra stand, zwangen zu einem länger» Ausenthalt. Nach vier Wochen den erfahrenen Agenten in einein solchen Maße den Eindruck der Ehrenhaftigkeit und schlichten Gradheit, daß er selbst die Direktion über alle etwa noch vorhandenen Bedenken beruhigte, unv nachdeln der sür die Geschäste der Gesellschaft fpeziell ar^gestellte Arzt dcil Versicherungsnehmer auf das Sorgfältigste untersucht uud den Ge-sundheitSzustanv desselben vollkommen zufrieden« stellend gefunden hatte, wurde die Versicherung schließlich zum Betrage von 4000 Pfund (etwa 26,000 Thlr.) abgeschlossen. Bei Einhändigung der Polize zahlte Herr von P. gleichzeitig den erlteu Jahresbetrag der Prämie mit nahe an 2000 Tt)lr. Es war natürlich, daß seit dieser Zeit die Person des Krregsraths an Interesse slir mich gewann. Der Frühling hatte begonnen, und ein bekanntes Etablissement vor eineln der westlich gelegenen Tl^ore bildete, wie ilniner vom Beginll der würlneren Jahreszeit an, den Sainlnelplatz eines geblldeteil Publikums, welches NachlnittagS iln Freien bei einer Partie Dolnmo oder Schach seinen Kafsee trank. Dort sah ich den Kriegsrath häufig, in ilniner gleicher, gelnefsener Haltung mit einkln ültern Herrn, dessen Habitus und Ordensband im Knopfltich den gewesenen Militair verrieth, seine Partie Schach ziehen, ohlle daß ich näher mit ihln bekannt lvurde. Er schien überhaupt, niemals von sriner Umgebnng Notiz zu nehlnen, auch ich sah ihn niemals im Gespräch init anderen Personen. Nichtsdestoweniger lnachte er auf lnich den Eindruck, als wäre es nicht die Schachpartie allein, die ihn beschäftigte, denn wenn er, zlvar ohne Hast, aber doch lnit einer gewissen rnhigen Bestilnmt-heit gezogen hatte, so stützte er das Hanpt rn die Hand und wartete, ohne jemals eine Spur von Ungeduld zu verrathen, brs sein zanderitder Partller sich zu einein Znge resolvirt hatte. In der Zivischenzeit schien er rnir in Gedanken ver-sul.ken, welche nicht die Partie zum Gegenstände haben konntell. Mehrere Wochen lang ivar ich durch über-häifte Geschäfte abgehalten gewesen, ineinen geivöhnlichen Nachmittagsspoziergang zu lnachen, und hatte während dieser Zeit den Kriegsrath nicht gesehen. Als ich znnl ersten Male wieder llach .... liof hinantkam. snchte ich unwillkürlich zunächst lneiiien alten Bekannten zu entdecken. Ich faiid ihn nicht al« dein gewohnten Platze. Auch ain nächsten Tage war er nicht erschienen. Ohne ein näheres Jilteresse an dein Manne zu haben, war ich an sein regelinäßiges El scheinen doch so gewöhnt, daß niir seine Ab» »nesenh.it auffiel. Zufällig begegl,e!e ich ain Abend desselben Tages dein Agellten und fragte ihn, ob ter Krieg^rath vielleicht verreist, oder ging es dann auf einem bisher nie betretenen Wege weiter nach Sella. Hieraus ging es südwärts weiter; aus der vollkommen weglojen Strecke ftieß nian auf eine bisher unbekannte Oase Abuleim, die. vollkommen unbewohnt, nur ^ur Zeit der Dattel-Ernte abgesucht wird. Eine PosilwttS-Beslimmttng der Oase, welche schwesel-haltige Quellen führt, wurde durch gewaltig wehenden Samum verhindert. Nachdem dann die Oase Dschimena und die entsetzliche Einöde Salaudscha passirt waren, tras Nohlss endlich in Audschilah ein. das er des schlechten Em-psangs wegen bald verließ. In Dschalo stellten sich die Bewohner offen der Expedition ent-aegen, weil sie für ihren Handel mit Wadai Befürchtungen hegten. Anknüpfungen mit den befreundcten Suyas waren unmöglich, da die Snussis, die Jesuiten der Mohammedaner und größten Gegner der Expedition, jeden Verkehr mit den Christen untersagt. Unter dem Schutze von Suya-Mannschasten ward nun Über Aud-schilah der Weg nach Nattisal eingeschlagen. Da die SuMS nur für sünf Tage sich mit Wasser versehen hatten, mukUe die Entfernung von 400 Kilometer zurückgelegt werden, ohne daß die geringste Ruhepause eintreten durfte. Am letzten Tage zog die Expedition nur noch taumelnd weiter und erreichte dann endlich die Oase Taiserbo. Die Ausnahme war hier eine überaus sreundliche. Nichts verrieth die ver-rätherische Äbsicht. Am meisten Vertrauen setzte man auf den Scheih Babekr-Lu-Guetni, der sich später als so schurkisch erweisen sollte. Nur sehr kurze Zeit währte der Aufenthalt in Taiserbo; sodann ging es nach dem Süden weiter und nach dem Passiren endloser Sandwüsten wurde Buseima erreicht. Hier erblickten die Reisenden einen tiesblailen See, von einer weißen Salzkruste umgeben. Nach einem weitern Marsche von 100 Kilometern wurde nun Ke-bado erreicht, die Haupt-Oase von Kusra, die einzige, die feste Bewohner hat. Hier ward schon das Verlangen nach Auslieferung Nohlfs gestellt, und als man acht Kilometer weiter nach Boema gezogen, kam es zu offenen Feindseligkeiten. Gleich in den ersten Tagen sah Nohlss, biß er einer Katastrophe entgegengehe. Man schob ihm in die Schuhe, die Ursache zu sein, oaß die türkische Negierung drei Bewohner als Geiseln in Gesangenschaft halte. Mit jedem Tag schritt die Beraubung der Expedition weiter vor; Babekr - Bu - Guetni verkündigte Nohlfs schon ganz offen seine Absicht, ihn zu ermorden. Als dieser keine Rettung mehr vor sich sah, machte ihm Abd-el-Ader den Vorschla^i, an dem Tage zu enifliehen, an welchem das Lager überfallen werden follte. Dieser erwies sich als der einzige ausopserungssähige Mann; seinem Beistande verdankte Nohlss die Rettung. Jetzt änderte sich die Situation mit einein Schlage; krank sei, da ich ihn nicht mehr aus seinem Nachmittagöspaziergange sähe. „Kein« von Beiden", antwortete er mir, „ich war erst gestern bei ihm und habe etne Partie Schach mit ihm gezogen, wozu er mich schon längst eingeladen hatte." Am Tage darauf sah ich ihn wieder an seinem gewöhnlichen Platze, aber sein Begleiter fehlte. War es das Ausbleiben seines pünkt» Uchen Gefährten, oder wirkte eine andere Ursache mit, — der Kriegsrath kanr mir ver-siimmt, niedergedrückt vor. Ueberhaupt glaubte ich ln seinem Wesen eine Veränderung zu bemerken. Sein Anzug schien mir auch weniger sauber als sonst, seine Haltung zusainmenge-fallener. Das Gartenetablissement wird an der einen Längenjeite von einem schmalen, mit Weiven-pflanzungen eingesaßten Wassergraben begränzt, welcher häusig zu Gondelpartien, nicht selten anch von Lebel.Snberdrnssigen dazu benutzt wiid, die Last des Daseins mit einem jähen Sprunge in die sonst nicht allzusehr verlockenden trüben Finthen abzuschütteln. In einer der Nlschen, welche das Weidengcflecht des Wassergradens nach dem Garten zu brldete, saß der Kriegerath in sich geketirt, und blickte unverwandt aris den grünllch schiUertjden Wasserspiegel. Der Stock, den er in der linken Hand hielt, war fest gegen die Mulet-Alemas erklärten sich für Nohlss, aber die Jlistrumeute uird die Mittel si^r Fortsetzung der Reise fehlten. So wurde denn beschlossen, umzukehren. (Völkerkunde.) Juden im südlichen Arabien. Wie arabische Blätter melden, ist der neue General-Gouverneur der Provinz Jemen in Süd-Arabien. Hafiz Pascha, auf seinem Posten in der Hauptstadt Sana eingetroffen und wurde von der Bevölkerung daseldst, besonders von den Juden, enthusiasUsch empfangen. Gleich am nächsten Tage begab sich eine Deputation der jüdischen Gemeinde, bestehend ans dem „Mori" (Oberrabbiner) und den „Parnassiin" ^Vorstehern) zum neuen Statthalter und machte ihn daraus arrfnlerksam, welch' harten Verfolgungen die Juden in Aemen (in dieser Provinz leben bei 600.000 Juoen) noch immer ausgesetzt seien. So müsien sie am Samstag in ihrem Ghetto eingeschlossen bleiben, auf Eseln reiten u. s. w. und schließlich auch die härtesten Frohndienste für die Behörden verrichten. Hafiz Pascha versprach f-^gleich, die Lage der yemenstischen Juden thunllHst verbessern zu wollen. Bemerkenswerth ist es, daß die Juden in Jemen noch heute ihren eigenen Gouverneur, ebenso auch ihren Nichter haben (beide Würden sind in dein Oder-ralibinate von Sana vereinigt), und dars Letzterer alle Strafen, mit Ausnahme der Todesjtrase, verhängen. Im östlichen Jemen gibt es noch Juden, die ein Nomad^nleven führen und in Zelten wohnen. (Eisenbahn,Politik. Serbische Eisenbahnen.) Die Konzession sür die Linien Belgrad-Nisch, Nisch-Tscharibrod und Nisch-Vranja ist vorn serbischen Ministerium dem russischen Hause Varanoff verliehen worden. Eingeweihte Per» sonen behaupten, Baranoff sei nur eine vorgeschobene Dekoration, hinter tvelcher eigentlich die russische Regierung stehe. (Witt er ungSku nde. Der nächste Sommer.) Aus London wird geschriekien: „Eine große Freudenbotschast wird den Landwirthen angekündigt. Professor Piazzi Sinyth glaubt nämlich die Entdeckung gemacht zu haben, daß dem uördliiien Europa in gewissen Jahrgängen „Hitzewogen" zuströmen und daß oiese Jahrgänge mit dem Austreten der Sonnenflecken im Zusammenhang stehen. Derartige Hitzewogen machten sich, wie er herausgesunden haben will, in den Jahren 1826. 1334, 1646, 1856 und 1868 geltend. Die Abstände zwischen den genanilten Jahrgängen sind, wie man sieht, ebenso ungleichmäßig wie die Perioden der Sonnenflecken. In jedem einzelnen Falle ging der Hitzewoge ein Minimuln von Sonnenflecken um ein bis zwei Jahre vorher. Im gegenwärtigen Jahre soll die Hitze ihren verhälturtzmäßigen Höhepinikt um oie Mitte Oktober erreichen. Soinit hätten wir einen schönen Sornmer, eine heiße, trockene den sandigen Boden gesteinmt, der rechte Arm ruhte aus der Stuhllehne, die Hand stüZte das leicht gesenkte Haupt und verdeckte zum Theil gleichzeitig das Gesicht. Ich saß seittvärts und konnte ihn beobachten, ohne beinerkt zu werden. Der Ernst meines eigenen Ledensganges, viel-sache Einblicke in verworrene, trübe, verzweifelte Lebensverhältnisse, haben nrich gleichsam daran gewöhnt, hinter oft ganz geringfügigen Anzeichen in dein äußeren Wesen der Menschen mancherlei traurige Näthel zu ahnen, und ich habe ruich uiemals enthalten können, solchen scheinbar unverfänglichen Atnizerungell eine de-sandere Aufinerksarnkeit zuzu»rienden. In dern Wesen des Kriegsraths lag eine freudlose Nesig-nation ausgedrückt, ivelche eine lange Geschichte von Enttäuschungen, Sorgen lind Schmerzen ahnen li^ß. Ui,beweglich saß er da, selbst der Winkel, den das in den Baven gestemmte spanische Nohr init der Bodenfläche bildete, verrückte sich nicht. Plötzlich, rvie atis eiir inneres Kornmando-Wort, erhob er sich und wandte sich in raschenr Schritte liach dein Hintergrnnde des Gartens. Zweitnal inachte er die Runde um denselben, bann setzte er sich wieder in der nämlichen Stel-lliug aus stinen Platz. Hier verweilte er noch einige Zeit. Dann erhob er sich, — diesmal langsam, sast zögernd. Er lielj einen Blick über Erntezeit und einen milden Winter zu erwarte». Der Hauptsache nach ist diese Theorie übrigen« nicht ganz neu, insosern sie bereits von Dr. Hllnter zur Erklärimg des periodischen Auftretens der HungerSlioth in Indien angewandt wurde." (Hauswirthschaft.) Wirkung der Kälte allf die Milch.) Aus zahlreichen Versuchen, welche mit Milch innerhalb der Temperaturgrenzen von 0^ bis 38° C. gemacht, wurden solgende Schlilsss gezogen: Das Aufsteigen des Rahmes aus der Milch firdet um so rascher statt, je näher die Temperatur, welcher die Milch ausgesetzt wird. 0° sich nähert. Das Volumen des Rahmes ist größer, wenn die Milch gehörig abgekiihlt wurde. Die Ergiebigkeit an Butter ist auch größer, wenn die Milch einer niederen Temperatur ausgesetzt war. Endlich ist die abgerahlnte Milch, die Butter und der Käse von besserer 51ualität, wenn unter den oben berührten Verhältnissen bereitet. Wenn es anch nicht möglich ist, eine bestimmte Erklärung des llmstondes zu geben, weshalb künstliche Kälte und Kühlung einen solch guten Einfluß aus vie Ausbeute und die Qualität der Milchprodukte nehmen, so ist doch anzunehmen, daß dnrch die Einwirkung von Kälte jene gäh-rungvartige Zersetzung, welche sich so schnell aller thierischen Fltiffigkeiten bemächtigt, etwa» hilrtangehalten wird, und daß durch Verhinderung der Einleitung der Zersetzung die Qualität der Milchprodukte eine bessere wird. Die Gewohnheit Mancher, Milchkammern im Winter zu erwärmen, um selbe bei einer Temperatur von beiläufig 14" C. zn erhalten, ist demnach verwerflich; es sollten vielmehr die Milchgesäße stets im Wasser von einer so viiil als möglich niedrigen Teinperatur stehen. (Heerwesen. Das österreichisch-ungarische Befestigttngssystem.) Bezüglich der viel besprochenen Reichsbesestigung wird Folgendes berichtet: „Ende der Sechziger-Jahre fungirte im Kriegsmmisterium eine Reichs - Befestigung«-Koinmission, die ein vollständiges System für vas gesammte Neich entwarf. Die OberleUung hatte der Kriegsrninister Freiherr v. Kuhn, die Seele und arbeitende Kraft der Kommission war der mittlerweile verstorbene Genie-General Freiherr v. Scholl (Landesvertheidigungsminister unter Hohenwart.) Für jeden einzelnen als geeignet erkannten Punkt an den Neichsgrenzen und ebenso auch für die Centralstellungen in Wien und Pest wurden die entsprechenden Pläne entworfen. Von einer Ausführung derselben konnte bei der Finanzlage der Monarchie keine Rede sein, und wurde auch nur bestimmt, daß im Fall eines Krieges die bestimmten Punkte, natürlich jene in erster Linie, die an der vorzüglich bedrohten Grenze liegen, nach den ausgearbeiteten Plänen rasch im passigeren Be- den Garten schrveisen, einen langen, langen Blick, — ich konnte rnich nicht enthalten, zu denken, daß dies ein Abschiedsblick sei. Dann wendete er sich zum Ausgange und verließ langsam, in gewohntem gleichmäßigem Schritt den Garten. Ich blieb noch einige Zeit allein, und blickte dem Fortgehenden nach. Immer wieder fiel mir der Blick ein, mit welchern er aus dem Garten geschiedeir war. Ich beschloß, mich auf alle Fälle am nächsten Tage einzufinden und, wenn auch er sich einstellte, aus die Gefahr einer JiidlSkretion hin, seine Bekanntschaft zu suchen. Es rvar keine Neugier, die mich dazu trieb, die Bekanillschast eines mir bis dahiir Fremden suchen zu wollen, sondern das dunkle Bewllßtsein, daß ich Gelegenheit habe>» könnte, eilien gesullkenen LebenSinuth durch Trost nnd Zuspruch, vielleicht auch noch aus andere Weise, wieder aufzurichten. Denn nur wer selbst Stim-niiiilgen dieser trüben und trostarmen Verlassenheit und Vereinsamung erlebt hat, verrnag zu empfinden, welche Heilkcast sür gebeugte Ge» müther in dem rlickhaltslosen Entgegenkommen und Vertrauen einer wohlivollenden Menschen-brnsi liegt. Meine Ausmerksainkeit wurde bald wieder aus andere Gegenstände gelenkt. Mehrere Kollegen waren in den Garten eingetreten und hatten sestigungS-Styl befestigt werden, also mit Feldschanzen von anfehnlichkm Proftl, die ein Ne-duit von Mauerwerk einschließen. Es wurde derechnet, daß mau jeden Punkt in 6 bis 8 Wochen befeftigeil und hin!än;)lich widerstands-sähifl machen könne. Dabei lilieb es denn auch, ttiit Ausnahme von einigen Punkten in Galizieu. die bekanntlich schon jetzt im permaneliten Styl befeltigt worden sind und dem Befestigungs, System in Süd'Tirol mit dem Zentruni in Trilnt. Mittlerweile hatten indes, Frankreich und Preußen großartige Befestigung«,Anlagen gemacht, hat Frankreich seine Ostfront mit einem Gültel von Befestigungen umgeben, Preußen die Festungen am Nt)ein sehr verstärkt, in Thorn, Königsberg, Danzig und Posen sehr grlße verschanzte Lager ausgeführt. Oesterreich steht hinler jenen beidell Militär-Staaten entschieden zurück, was Befestigungen betrifft; alle seine Grenzen sind offen; es hat wohl viele Festungen, di^: aber nicht vort liegen, wo man sie braucht, und die zumeist alte Anlagen find; es hat Festungen, aber kein System von Befestigungen. Diese Erwägungen mögen sich den leitenden Kreijen in dem Augenblicke umsomehr aufgedrängt haben, in welchem Deutschland seine Heereömacht verstärkt. Nachdem man nur mit Mühe die Kriegsstärke von 800.000 Mann in den Parlamenten durchgesetzt, kann man nicht daran denken, dieselbe zu erhöhen, aber umn meint doch, erzählt ein Pester Korrespondent der Augsburger „Allgemeinen Zeitung", etwas lhttn zu müssen. Hier war wieder entscheidend, daß die Franzosen Paris neu und in weiterm Umfange als früher befestigt hnben, daß Italien daran geht, Nom zu befestigen. Derlei Beispiele verlocken und auch in nnl.tä« rlschen Kreisen gibt es eine Mode: bald Fclv-Befestigungen, bald permanente Werke, balo gar keine Festungen, bald Befestigung der Pässe und Grenzen, bald jene der Hauptstädte. So viel ist sicher, daß man in den leitenden militärischen Kreisen im Augenblick prüst, wie Wien zu befestigen wäre; davon ist es aber bis zur Ausführung noch weit. (Gieß hübler Sauerbrunn.) Mit der Versendung des Gießhübler Sanerbrutin, slischer, die«jährigcr Füllung wurde am IL. Februar in vollem Umfange wiedtr begonnen. (Erinnerung an den Fasching.) Die Gesammtzahl der öffi-ntlichen Bälle und Tanzkränzchen, die im letzten Fasching hier stattgefunden, beträgt 51. (Beschwerden der Uhrmacher.) Die Uhrmacher in ganz Oesterreich beklagen sich, daß Nicht-Sachkenner: Bilderhändler. Spiegelhändler, Kolporteure . . . oen Uhrenhandel at» einem Tische Platz genommen. Das Äespläch drehte sich um die Tagesereignisse, um Prozesse aller Art und um die Praxis. Ich war ulcht in der Stimmung, diesen Unterhaltungen ein lebhaftes Interesse abzugewinnen, und verabschiedete nuch in der A^'stcht, nach Hause zurückzukehren. Der Abend war allmählich hereingebrochen, uud ohne es zu merken, hatte ich, meinen Gedanken nachhängend, gerade die dem Heimwege entgegengesetzte Straße eingeschlagen, und war bis in die Nähe des etwa eine Stunde voll dlt Stadt entfernten Dorfes S. gelangt. Hier besann ich mich noch rechtzeitig, daß es Zeit sei, umzukehren, denn der Himmel hatte sich umdüstcrt und schwere Geivitterwolken zogen von der Mttlernachtjeile herauf. Ich war in leichter Sommerkleidung und ohne Regenschirm; keui einziges Fuhrwerk war in der Nähe zu seheu, eine Onuudusverbindung mit der Stadt bestaud damals noch »licht. Ich entschloß mich daher zu dem Versuche, dem Ausbruche de< Gewitteis den Borjprung abzugewinnen, und begann rüstig zu marschiren. Metn Entschluß war etwas zu spül gefaßt. Schon wirbelte der Staub der Chaussee in dichten Säulen vor mir auf, falbe Ä.Ultze zuckten durch die ^st, und pfeilschnell schössen die Schwalben dicht am Bvveu hin, uin der Gewalt des Windes zu entgeheii. Ich beschleunigte schwunghaft betreiben, sehr mittelmäßige Maare zu hohen Preisen verkaufen, die Käufer uud die Gewerbslente diefes Faches schädigen. Der „Verein der Uhrmacher in Wien" hat deßlve^;en sich mit einer Petition unr Abhilfe an den Neichsrath gewandt. Die Uhrmacher in Marburg, welche diese Petitioir unterzeichnet, haben außerdeln noch den Neichsraths-Abgestdu^ten Herrn Dr. F. Dnchatsch um die Befurworiung ersucht uitd ist diese auch zugesagt worden. (Erfrornes Kind.) Zu Doropolje bei Montpreiü wurde Ä!orgens Früh das vierjährige Söhiilein der Eheleute Franz und Marie Zivret in der Nähe seines Elternhauses erfroren aufgefunden. Der Knabe, Abends allein zurlick-gelafsen, halte sich enisernt, um leine Eltern und Geschivister aufzusuchen, die im Gasthuuse zechten. (Ein Diebgenosse Guse j's.) Zwischei» Neuklrchen und Hohenegg wurde der Strolch Simon Maschek festgenoininen, welcher eine Kuh trieb, die er in Gemeilischast mit Franz Äusej gestohlen. Letzterer hatte sich kurz vorher von diesem Dlebsgenossen getrennt und den Weg nach Weitensteiu eingeschlagen. (Dreißig arme Prasser.) Anläßlich einer Hochzeit in Grus, Gerichtsbezirk Cilli, fanden sich n,n 9 Uhr Abends dreißig ungebetene Gäste ein — sogenannte Prasser — die bald von Scherzworten und Stichelreden zu thätlichen Bele'.digu^-.gen schritten. Das Hanv^ geinenge artete zu einer blutigen Schlägerei aus. Drei Gensdarmen, welche in Begleitung eines Gemeinderathes erschienen, wurden mit Prügeln und Latten angegriffen u"d waren g<^nöthigt, von ihren Waffen Gebrauch zu ina-chiin und die Verhafliing der ärgsteit Naufbolde vorzunehmen. (Neue Firma.) Das .Preisgericht Eilli hat die Eintragung der Einzelfirma: „Saloinon Nufchitfchka, Handel init Spezereien und Landes-erzeugnissen, Hauptniederlassung in Marburg" angeordnet. (Gut Roth wein.) Herr Karl Knmmer, Notar in Gonoditz, bat das Gut Nothwein, dt-ssen Schätzmerth 77,7lS fl. beträft, um 60.000 fl. gekauft. (Aus der Gemeinde stube.) Morgen 3 Uhr Nachmittag wirv eine Sitzung des hiesi gen Gemeinderathes adgehälten mit folgender Tagesordnung: Protokoll mit Herrn August Serschütz, betreffend die Abtretung eines Grund-theileS zu öffentlichen Zwecken — Sektionsantrag, betreffend die Erlireiterung der Fabriksgasse über den Grund des Herrn Franz Oehm — Dringlichkeitsantrag, betreffend dre Erbauung eines Lagerhauses durch die steierinärklsche Es-komptebank — Dringlichkeitsantrag, betreffend die Verwendung de» Kreisamts - Gartens als öffentlichen Platz — Gesuch des Amtsdieners Johann Godetz um eine Nemuneration - Wahl des Revisionskomites zur Priifung der Sparkasse-Rechnung sür 1879 Ansuchen d-iS Pfarramtes St. Magdalrna um Vergütung der Auslagen für die Negulirung des .ü^irchplatzes — Protokoll, betreffend die Einwendung gegen d-n vorliegenden Stadterweiterungs- und rungSplan vom linken Drau-Ufcr. (Steirische Kohlt'n.) Die Direktion der Eisenbahnen von Ober-Italien hat bei der Guverkschaft Trisail 600.000 Zeittnec .^iohlen für da« erste Halbjahr 1880 bestellt. (Theater.) Nachdem die g^'strige Ausführung der Oper „Lucrezia Vorgia" einen so dnlchschlagenden Erfolg erzielte, hat das lödl. Komite sich veranlaßt gcfühlt, die zweite Aufführung dieser Oper der so verdienstvollen Sängerin Frl. Gilbert als Benefize zu gewähreir, und wünschen wir der so talentvollen, als bescheidenen Sängerin ein recht volles Hans, ivas umsolnehr vorauszusetzen ist, da die Oper on diesem Abend unwiderrustich znnr li-tzten Male ist. Die hochverehrte Gastin Frau Beyer hat in liebenswürdiger Weise ihre sreundliche Mitivirkung zugesagt. Lcyts '?Kost. Freiherr Konrad von Eybesfcld ist zum Minister für Kultus, Freiherr von KriegSau zuln Finaiizminister ernannt worden. Die Polen, von ihren Verbündeten in der Grnndsteuerfrage im Stiche gelaffsn. b,!ab!ichti-gen, denselben namentlich bei der Znckersteuer' zu vergelten. Das Domkapitel von Vrixeu H.U den Erklärungen der böhmischen Bischöse zligestunint. Montenegro hat dein Vertreter Jlaliens erklärt, im Einverständniß ni>t den Vertrags-mächten auf der Abtretung voii Plava und Gusinje zu beharren. von I^. II. I'ii tk't'Ii in BrcSlliu. König-/tlättter-Walz-^Ftrakt und Karameilen. Zll üi Mar-tturg bei ZS. König, Apothekev. Gutachten des Herrn Ar. med. Wichactis. Ihren Hvttig'Kmuter.Malz.Äztmkt iuü'e ich speziell nach seiner Znsammensej^ung und WirkungSart j^cprnst nnd empfehle selbigen sowolil gegen klUarrt)al»sch^ Ässek-tionen der Atl)mnttgS-Organe, als niich gegen chronisch entziindliche Znstäilde der Lungen und des .^ehlkopseö, gegen anhaltenden quälenden Hustenreiz nnd tzeguinende Tnlierkulose. Z»r. med. Michaelis, prakt. Arzt, Wundarzt nnd (Lel'urtShclfcr. Anßer zal,'lrelchen Anerkennungen liesij^en ivir auch ein Dankschreit^en Sr. Koyeit des L»erjogs Ernst II. von tzovurg-^otya. meinen Schritt noch «lehr, uin weiiigstens eine bedachte Behausung zu erreichen, denn bereits fielen die ersten schweren Regentropfen. Glücklich genug erreichte ich endlich ein noch leer stehendes einzelnes Gebäude, welches eben im Rohbau vollendet war. Hier hinein fliichtete ich. utid wartete das Geivitter ab, welches jktzt mit voller Heftigkeit unter rauschenden Regenströmei» ausbrach. Ich sollte indessen in dem schirmenden Asyl nicht lange allein bleiben, denn bald vernohtn ich die Stimmen ziveier N!ünner, welche gleich mir im Erogeschoß des Rohbaues Schutz vor dem Unwetttr suchten. Die Stiniine des Einel» klang gemessen, ruhig, gebildet; die des Aiid^rn, Jüngern, lauter und roher. Der Aeltere schieir seine Alineigung gegen vas Aussuchen eines Zufluchtsortes zu äußern. Der Jüiigere wies auf das Unwetter und die Gefahr einer tövt-licheir Ertältung hin. Der Aellere schien iiach-zugeben. Sie l)egaben sich in cineit »»ach hinten gelegenen Rauin, zieinlich entfernt von mir, so daß ich wohl den Klang ihrer im Zwiegespräch laut werdenden Stiinmen, nicht aber ihre Worte vernehinen konnte. So heftig das Gewitter gewesen war. so schnell gilig es atich vorüber. Ich trat wieder aus uleineln Schlupsmink.l heraus. Äls ich mich zuin Fortgehen anschicke, höre ich auch die Schritte der Genossen meilier i.nprovisirten Herberge hinter mir. Jetzt kann ich deutlich hören, was sie sprechen. „Du hast Alles?" sci^jte der Aeltere. „Alles l" antivortete der Jüngere. „Du weißt, was Du geschlvoren hast!" „Verlassen Sie sich auf mich". „Nicht frül)er uiid nicht fpäter': Du richtest Dich nach der Doinkirchc". „Auf die Minute!" „Bleib jetzt hinter mir zurück. Dent' an Deine Belohnu'.ig. Auf Wiedersehen!" ..Auf Wiedersehen!" lli,willkürlich drückte ich mich gegeii deir Vorfprung des KellerhalscS, nln dui älteren der l'eiden Mäniier unbeinerkt sehen zu können, wenn er an mir vorbeiging. Er ka>u um die Ecke; der Himinel war wieder klc.r — hatte ich recht gesehen, oder war es eine Täuschung M'Nuer Sinne — ich glaubte den Kriegsrath zu erkennen. Er giiig in beschleilniglein Schritt an mir vorüber, und ehe ich mich voir meinem Erstaunen eiholt hatte, war er meinen Augen entschwunden. lF.utsvllkrsnä clei' Iknjzvn I^kidövs-jierioclo, li.ueli iür Ks- ßlvituiiK ^loni in aus(U'it0^Iivli6i', tostkrmeutkvriselmr ^nviänun^ selnnuol^Idsml I^eivtwnllknän^nusss »lnsoror nun in Kutt rnlien-lien niiverß^vsslivlten Nutter, clLr l^'ran ASd. ^c1l6 von Sl^^en iliren v^i'^rmston Oan1<: Werein zur NnterstüHnng armer Wokksschutkinder in Marburg. Da die Versammlnug am 7. d. M. nicht beschlnhfahig war, so findet selbe am tv. Februar um 8 Uhr Abends im Castnosaale statt. (18U Lsarsli prosok L Lo. in NArburx, I ltie Krüle ii. zMle I^!iI»«mI>il>e»-ki>l>nl!8-I^ie«Ierl!>z« empüolilt 6iL llsnksklgung. Il'ür (Iis vielen IZs^veiss der Iier^liollsten Ilioilnatirae vvtUirevd cler liranlctieit uucl dei (lein llinselieil^en, wie sueli iür die so rsieds elirende Lexleituv^ 2nr letzten kuke» stiUts äer verewigten li'rsu M»riv Mottu»«!»!» i'ttgen ^Uen tien dersiliolisten Dank: AW^niit ilkn n0Uk«t<>n — piltvntil'tkn — Vkrlteti^vriin^kn fiir familivn unll aliv gs^vvrblivkvn lüwvekv. MN RGMMMGNtzKx KMMÄx KZI»»»8eI>inen veräen udne l'fei8erl>öl>unß zvAVN lialen vo» 2 ü. per IllnnAl Inn-tAN^e^eke» imii nitv il»drnuel>l>.ire üliiselun«»» einzetnuselit. SMKrlKe Stnrsntlv Kvlvlstet, gr atis. WMf' ^Ile kiiilimaiseliinen verllen i» iinserei' ^erkstütte bestens rSpsrlrt' >Vir wercien stets lzsinültt sein, uvssrs ?. "I'. Xnnäeu mit Zuten uuci verläZsIiol^en Nklsel^inen 7.u Iisäioveu. (1^8 Lonesä ?rosvk L l!o. in UsrkurF. . . vom Theater Fräulein v. Sch wird ersucht in Hinkunft uni besseres Be nehmen. Mehrere Gäste des „Hotel Mohr." I>«8 «Isieiers-vorps öe« k. k. Uusi^si-en-Itsßinlelils kneiirjeli v-irl VttN I^rellssen 7 gibt hiermit tiefdetrüdt ^aolirielit von äom Ilinselioiäeu 8eines geUedten Kameraäen, äes Ilorru welelier I^loutsg äen 16. I'edruar 1880 um '7^2 IIIii' Molnuittl^LS uaeli läu^viem I^oideu uuä ul^eli IImiMng <1cn' deil. Sterdesalcraiusvtv ilu 33. I^odens^kllirs velsoliie- ^vas l^eielieudeBuguiss tiu6et ^litt^nel» den 18. I'edruar um 4 lllir uüttags V0I1 ävm 1.0eal6 äer diesikeu I^eieliondestattuu^s-^nstalt aus statt. Das l^eil. Loelsuamt ^irä Donnerstag äen 19. I^ebruar um 10 I^IIlr iu äer 8t. I^IaZäaleua-I^iarrl^irelle Zelesou. kilarbui'g am 17. I^'edruar 1880. II. «teisrm. I^öioiieni^ukdkbrungs- nin^L^rä^vnx«.^net»it.. In ll«l' l?Ä!jjn«-k<;8tilu>'»tj«il 2u NarburA ist täKliek im ^nsselianke aus äem dür^erl. öraudausv _IN Bilsen._(182 Stickereien, Häkelarbeiten. 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Jnl städtischen vormals Gasteiger'scheii Hause Nr. 20, Schmiederergasse, ist im I.Stock eine hofseitige Wohnung mit einem Zimmer, Küche ulld Holzlage, nebst einem Dachboden-nnd Kellerantl)eile vont i. März 1880 an zu vergeben. (155 '^läheres' bei der Stadttasse am Rathhanse. Schlacdthausgaffe i^^r. Für reelle Bedienung ist gesorgt. Hochachtungsvoll S. Brandl, Fleisckermeister. Ein Pjstilseitilies Zimmer nlit .^üche, Speise lind Zugehör ist inl Hailse M. 2N, l. Stock, Vittril'lghofgasse zli ver-miethell. (l^^ MöblirteS Zimmer zu vermiethen: Domplah Nr. 6._(32 «eravtworNiche Redaktion, Druck uud Verlag von »duard Zanschttz iu Marburg. Ankündigung. Im städtischeir vormals Gasteiger'schell Hallse ':^ir. 2l), Schmiederergasse, ist ein eben' erdiges, grostes Mngazin>!t-Lokale vom i. April l8W an zu vergebeli. (154 !:.^lnzllfragen bei der Stadtkasse anl Rathliause. np>» (51 kvinriod ürappvk in Nürburg, 8l>eI»I'8 K»rlenk!»I«i empfiehlt seine pyolvgraphijchen itrlieiten. ««ei»