Echristleituog: ?ta«hau»gasse Nr 5 3fldllh,i, . ... K «-40 Äaiuj hri« , . >l II'I» AÄr «ilil mil Aiistell»», in« H»»«: «I»n»ll>ch . ... K. » l» «ktffiiurri« . . . K 3 — . . . K «•-«onti4l|rifl . . . - * lj.— »lli» »»«>»»> er»»»«» stch »w ?«.,.-«q-dildr<» »IN die d°»>re» Srdiilireil. MnAiletlele Ab»,» e«e»l< > acltrn d>» jtit B bcfleUunj. 34 Jahrgang. Dir Parlamrntswgmu». Der Versuch, bis zum 20. Jänner ein parlamentarisches Kabinett zu bilden, ist gescheitert. Da« Parlament wird seine Beratungen wieder aufnehmen, ohne ein neue» Kabinett ans drr RegiernngSbank zu sehen, und man wird sich m:t dem Gedanken vertraut machen, daß da« gegenwärtige Kabinett trotz seine« provisorischen Ehuakter« noch längere Zeit im Amte bleiben wiro. Allerdings verlautet, daß die Wiederauf' nahine der parlamentarischen Beratungen benutzt werden soll, um die Verhandlungen wegen Pa»lamentarisiernng des Kabinetts mit erneutem Eifer und besserem Erfolg aufzunehmen, als er bisher den diesbezüglichen Bemühungen bcschieden war, allein nian wird dann wohl mehr eine Borlxugung vor der RegiernngSlust der parlamentarischen Parteien als eine Anerkennung ihrer Regierung^sShigkeit zu erblicken haben. In dieser Beziehung ist zwischen dem VolkSparla-mente und den« früheren Kurienparlamente kein Unteeschied zu verzeichnen, und die „Arbeiter-Zeitung" hat nicht unrecht, wenn sie immer und immer wieder höhnisch fragt, wo denn die parlamentarische Mehrhct sei, von der immer gegenüber der fozialdemokratischen Partei ge-sprachen werde. Tatsächlich besteht eine solche Mehrheit nicht. Die Versuche, sie mit Hilfe der Tschechen zu lilden, sind gescheitert, weil sie scheitern Am zwei Haler. Humoreske von Rein. O r t m « it u. Dr. Ludwig Trautner atmet« hoch auf, als er in Uiitermensing den Zug verließ. Dem Himmel sei Dank — für die Dauer von 24 tnnden »var er der Enge seiner 4 Wände entronnen, und statt der dumpfen Atmosphäre eines überheizten Zimmers umfing ihn köstlich reine und frische GcbirgSlnft. Freilich, es war ei» Wagnis, dieser Ausflug! Denn wenn des Schicksals Tücke jnst heute den ersten Patienten in sein einsames Wartezimmer führte, aus den er nun schon seit etlichen Wochen vergebens harrte — er würde sich sein Fernsein nie verzeihen können. Einstweilen ließ er sich jedoch durch diese» bangen Gedanken die Freude «icht verkümmern. Wie lange war es doch her. daß er die bayrischen Berge nicht mehr in ihrer Winterherrlichkeit gesehen hatte! Seitdem ihn da« ärztliche Studium in die ver-schiedensten Städte des Deutschen Reiches geführt hatte, war er ihnen untren geworden. Und nun war sein Entzücken au ihrer weißen, blendenden Lchön-heil umso größer. Das Dörfchen, dnrch das er schritt — wie war es doch so frenudlich und traulich! Wie viel erzählte der Rauch, der über den schneebeladenen Dächern aufstieg, von warmen anheimelnden Herd-winkeln und von dem stillen Glück derer, denen gebacken? ttrapfen einen Festtag machen! — Und hinter den Häusern — wie schmiegte sich da der Wald mit seinen hohen Tannen, deren Grün dunkel durch die Schneelasten schimmerte, an die trnßigen Hänge! Und wie hell scholl das Jauchzen der Kinder, die mit rot gefrorenen Wangen uno lench-tenden Augen aus ihren kleinen Schlitten jeden Hügel hinunter sausten! mußten und den Versuch, sie ohne die Tschechen zu sormiere», hat man nicht gemacht, ans purer Angst vor der tschechischen Obstruktion, obgleich diese nur so lange zu fürchten ist, als man sie eben fürchtet. Die Regierung wird sich deshalb darauf beschränken, siir die Befriedigung der unbedingten StaatSiiolwendigkeiteu von Fall zu Fall Majoritäten zu bilden für alles Uebrige aber dem Parlamente die Verantwortung über-lassen. — Ob dieser Austand auf die Dauer haltbar sein wird, ist eine andere Frage, sicher ist aber, daß die derzeitige Regierung entschlossen ist, sich auf dieser Vinie zu bewegen und nur insoseine eine Aenderung in der Zusammen-' setzung deS Kabinetts platzgreisen wird, als unter Umständen ein oder zwei d.rzeitige Leiter von Ministerien durch Parlamentarier ersetzt werden dürften. — Die Losung für die nächste Zeit lautet also: kein Koalitionsministerium und auch sein Kouzcutrationsministcrium, sondern ein Beamtenkibinett vielleicht mit einem parlamen-tarischen Einschlag, dnrch den die Beziehungen zwischen der Regierung und den parlamentarischen Parteien aufrechterhalten werden sollen. Das Parlament wirv sich aber bei diesem Znstande der Dinge bescheiden müssen, da der Minister-Präsident im Prinzipe an dem Gedanken der Parlamentarisierung deS Kabinetts festhält und jederzeit bereit ist, ihn durchzuführen, wenn die großen Parteien sich zu einer parlamentarischen MehlheitSbiidung fähig erweise». ES war so kalt, daß der Schnee unter seinen Füßen knirschte, aber die Kälte wirkte ans den jungen Arzt wie ein erfrischendes Bad. Er hatte es dem Zufalle überlassen, ihm ein Ziel zn bestimme» und der Zufall unterzog sich willig dieser Ausgabe. Er sührte ihn vor ei» Schild, aus dein in mächtigen Buchstaben „Zur neue» Rodelbahn"zu lese» war und nach einem kurzen Zögern schlng Trautner die Richtung ein. in die ihn dieses Schild wies. Da kam er durch einen Teil des Ortes, den er noch nicht kannte. Eine Anzahl Villen und Land-Häuser war hier entstanden nnd an einer Stelle, wo sich srüher seinem Erinnern nach ein bescheidener kleiner Gasthos befunden hatte, erhob sich jetzt ein prunkendes Hotel. „Rodelschlitten zu vermieten!" las der junge Arzt. Beim Anblicke des befrackte» Kellners aber, der ihm gegen Erstattung eines an-gemessen Obolus das ziemlich primitive Fahrzeug aushändigte, gedachte er wehmütig der niedlichen jungen Kellnerin, die hier ebensalls hungrige nnd durstige Gäste gelabt halte. Mühsam kraxelte dann bergan uud mehr als einmal mußte er tief in den Schnee steigen, um herabsansenden Rodlern Platz zu machen. Und dann sauste er selbst herab von der Höhe, aber es zeigte sich, daß er doch ein wenig ans der Uebung ge-kommen war in den letzten Jahren. Bei einer scharfen Kurve versagte sein Lenkergeschick nnd, während sein Schlitten sich tief in einen Schneehaufen bohrte, flog er selbst mit ungeheurer Vehemenz über diesen Schneehaufen hinweg, nm nähere Bekanntschaft mit einer Tanne zu machen, die zum Dank für seine innige Umarmung ihre Zweige schüttelte und eine kleine Lawine auf ihn herabsendete. „Da hätte ich nun ja wohl meinen erste» Patienten!" dachte er, während er sich von der kalte» Decke zu befreien suchte. Damit ist man wol nicht theoretisch aber doch praktisch wilder zu dem System Beck zu» rückgekehrt und wenn man sich nun fragt, warum denn danu iiberh >upt das Ministerium B.ck gestürtzt wurde, dann kann als einzige« Unteischeidungsmerkmal zwischen der früheren und der gegenwärtigen Regierung nur die Hoff-ung bezeichnet werden, daß die gegenwärtige Regierung in der böhmischen Frage andere Wege wandeln werde als ihre Vorgängerin, da« heißt, diß sie der fortschreitenden Tschechisierniig der inneren Amtssprache in Böhmen via facti mit Nachdruck entgegenarbeiten werde. Davon, wie sich die Dinge in dieser Beziehnng gestalten werden, wird die Stellung abhängen, die die deutschen Parteien in der am 20. dS. beginnenden Tagung d:S Abgeordnetenhauses einnehmen werde». Sie haben bei dem Sturme de« Ministeriums Beck mitgewirkt, weil dieses nicht die Kraft fand der tschech.schen Beamtenrevolte mit Energie entgegenzutreten und sie werden deshalb auch da« gegenwärtige Ministerium nur dann unterstützen können, wenn e« diese» Fehler des Ministeriums Beck vermeidet. Aber zn seinem Erstaunen hatte er sich nichts gebrochen und nichts verrenkt und nach wenigen Minuten schon waren seine Gliedmassen so weit wieder gebrauchsfähig, daß er seinen Weg zu Tal fortsetzen konnte. Freilich nicht auf dem Schlitten, sondern in einem sehr langsamen Tempo zu Fuß. Die Lust zum Rodeln war ihm vergangen und das sreundliche Lächeln der ihm Begegnenden, die die Spuren seines Umfallens wahrnahmen, konnte ihn nicht dazn veranlassen, sein Heil noch einmal zu Mühsam schleppte er sich in das Hotel und, nachdem er sich von dem besrackten Ganymed den hatte abklopsen lassen, ließ er sich bei einer Flasche Rotwem nieder, nm neue Kräfte ans dem ledlen Rebensaste zn trinken. Und er gewann nicht nur seine Kräste zurück, sondern er fand anch seinen gesunde» Appetit wieder, der bei der Erschütterung seines inneren Menschen spurlos verschwunden war nnd eher einem gegenteiligen Gesühle Platz gemacht hatte. Behaglich lehnte er sich in seinen Stuhl zurück und, nachdem er auch noch einen schwarzen Kaffee zn sich genommen hatte, entschloß er sich zn einem Spaziergange, der freilich nicht wieder mit einer Rodelpartie enden follie. Er rief den Kellner nm zn zahlen. Aber während der Jüngling ihm die Rechnung zusammenstellte, fuhr er immer ungestümer mit den Händen in den Taschen herum und immer verzweifelter durchwühlte er ihren Inhalt. „Ich — ich habe mein Portemonnaie verloren!" stotterte er endlich fassungslos. — Beim Rodeln — ich mnß —" Das Antlitz des Kellners zeigte nichts als eis-kalten Hohn. „Soll das vielleicht heißen, mein Herr, daß Sie nicht zahlen können?" fragte er und feine AuS-spräche zeigte dem unglücklichen Doktor, daß er es » <&tUv Deutsche Wacht 'JtUTT.iT 5 Das österreichisch türkische Uebereinkommen. Das türkisch« Parlament hat dem Porschlage der türkischen Regierung da* Anbot Oesterreich-Ungarns betreff eilt» die Ablösung deS ehemaligen türkische» Staatsbesitzes mit 54.25 Millionen Kronen abzulösen zugestimmt und damit ist die Frage der Regelung der Beziehungen zwischen der Türkei nnd Oesterreich-Ungarn endlich aus jene Linie gebracht worden, die die'auswärtige Politik der Monarchie von Anbeginn an erreichen wollte: auf die Linie einer freund-schädlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Reichen, die in politischer und wirtschaschaftlicher Beziehung auf die Pflege fteundnachbarliche Beziehungen an« gewiesen sind. Die Wiener amtlichen Mitteilung?« über den bevorstehenden Abschluß dieses UebereinkominenS konnten aber auch aus dem Grunde nicht überraschen, weil in unterrichteten Kreisen bereits bekannt war. daß die türkische Regierung bei den vorausgegangene» Verhandlungen auf eine finanzielle Entschädigung das Hauptgewicht gelegt hatte und auch Oesterreich« Ungarn einem solchen Arrangement nicht abgeneigt war. AnS den gestrigen Erklärungen des türkischen GroßvezierS weiß man, daß die Türkei zu allererst eine Entschädigung von 110 Millionen Kronen ver« langt hatte. Später ging sie auf 70 Millionen herab und schließlich kam das Arrangement bei der Ziffer von 54 25 Millionen zustande, nachdem man sich auch über die Form, in der diese finanzielle Entschädigung ersolgen sollte, geeinigt hatte. Aus diesem Hergange der Dinge erhellt anch, daß alle die Nachrichten, die davon wissen wollen, daß Deutschland Oesterreich-Ungarn zn diesem Abkommen gedrängt habe, den Tatsachen nicht entsprechen. Dentschland hat sich weder der Türkei noch Oester-reich-Ungarn als Vermittler aufgedrängt, wolil aber dürste es, falls es von den beiden Mächte» über feine Meinung befragt worden fein sollte, damit nicht zurückgehalten haben, daß es jede friedliche Bereinigung der Differenzen soweit sie mit dem Au-sehn» der beiden Mächte vereinbar sind, ans« wärmste unterstütze. In der Tat hat dnrch das türkisch-österreichische Abkontmen die internationale situativ» eine sehr wesentliche Entlastung ersahren. Von den intransi-genten Elemente» in England und Rußland, sowie von Serbien abgesehen, ist alle Welt von diese»! Verlaus der Dinge befriedigt. Er hat dem Konferenz, gedanken den Stachel genommen und wenn eine Konferenz nun noch zusammentreten sollte, so wird sie nichts anderes zu tun haben, als zwischen der nicht einmal mit einem geborenen Bayern zn tun hatte, bei dem er noch allenfalls auf Mitleid nnd Gutmütigkeit hätte rechnen können. «Ich sage Ihnen doch, daß ich mein Porte-mouuaie verloren habe," wiederholte er in Per-zweiflnng. ..Ich bin beim Rodeln gestürzt — dabei muß es mir entsallen sein." „O — foldK Unglückssälle kenne ich schon!" entgepnete der Unmensch. „Glauben sie ,nnr nicht daß ich darauf hereinfalle." „Herr!" brauste der Beleidigte auf. „Ich bin der.praktische Arzt Dr. Trautner aus München!" „Nun? — Ich will mir keinen Beinbrnch von Ihnen knrierc» lassen, Sie sind mir sieben Mark dreißig schuldig. Sie müsse» ^zahlen!" „Könnte man nicht vielleicht nach München telegraphieren oder--" „Halten Sie mich doch nicht für einen Einfalt»-pinsel. Verehrtest«! — Sie wissen so gut wie ich, daß die Telegraphenämter in Bayern am Sonntag nachmittags geschlossen sind." „Ich werde Sie bezahlen," schlenderte ihm Trantner mit Verachtung ins Gesicht. „Wollen Sie diesen Ring als Pfand nehmen?" Der Ganymed betrachtete den Ring, den der juuge Arzt ihm reichte, mit äußerstem Mißtrauen. Aber sagte er schließlich: „Ich muß wohl — denn es hat ja keinen Zweck, wenn ich Sie verhaften lasse." Fünf Minuten später stand Trantner ans der Straße. Voll Ingrimm lies er zum Bahnhose, festem-schloffen, diesen unverschämten Gesellen wegen Beleidigung zn verklagen, sobald er ihn bezahlt hatte. Aber als er dann vor dein Billetschalter stand, fiel es ihm mit zermalmender Wucht auf die Seele: er hatte ja nicht einmal die sechs Mark, nm die Fahr-karte nach München zu bezahlen! — Türkei einerseits nnd Oesterreich-Ungarn nnd Bulgarien im Wege selbständiger Verhandlungen getroffenen Vereinbarungen zu sanktionieren, denn eS steht außer allem Zweifel, daß nunmehr anch die Verhandlungen zwischen Konstautinopel und Sofia sehr rasch zu einem befriedigenden Resultate führen werden. Weder die Hetze, die einige nissische Blätter unter Führung der „Vtowoje wremja", noch die Wutausbrüche dcr serbischen Blätter werden daran etwas ändern. Wenn von dieser Seite der öfter-reichisch-nngarische Minister des Anißeren als der unterliegende Teil hingestellt wird, so steht damit der Zorn derselben Blätter über' das Abkommen in einein offenen Wiedersprnche. IedeniallS hat Oesterreich-Ungarn dlirch das Ucbereinkommen mit der Türkei gegenüber Serbien sreie Hand erhalten, wodurch die diplomatische Situation wesentlich ver-einsacht worden ist. Dadurch wird aber auch eine finanzielle Entlastung der Monarchie hinsichtlich ihrer Ticherheitsvorkehrungen eintreten, welche an die Türkei zu zahlende Ablösungssumme nahezu aus. wiegeii wird. _ Ans Stadt uni> Land. Cillier Gemeinderat. Bei der Freitag stattgefundene» Gemeinde-ausschußsitzung übernahm der Bürgermeisterstellver. treter SanitätSrat Dr. Gregor I e s e n k o den Vorsitz, eröffnete die Sitzung nnd teilte mit, daß der Bürgermeister erst später erscheinen • werde, da er augenblicklich verhindert sei. Sodann verlas er eine Zuschrist des Statthalters, dnrch welche der kaiser-liche Dank für die anläßlich des 60jährigen Regie rungStundgebnngen vermittelt wird. Es wird hierauf zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Für den RechtSauSschuß berichtet dessen Ob' mann Dr. Angnst Schurbi über einen Amts-antrag, in dem der Vorschlag erstattet wird, den § 5 des Gkmeindestatntes sür die Stadt Eilli bezüglich der Gebühren sür die Verleihung des Bürger-rechtes in der Weise abzuändern daß die VerleihnngS-taxe anstatt mit 40 K mit dem Höchstbetrage von SW K sestgesetzt werde. Der Berichterstatter erläutert eingehend die bezüglichen Bestimmungen uud stellt sür den RechtSauSschuß deu Antrag, daß im Sinne diese« AmtsberichteS eine Abänderung des 8 5 deS Gemeindestatiites für die Stadt Eilli in der Weise zu erwirke» ist. daß die Bürgerrechtsverleihuugstaxe mit dem Höchstbetrage von 200 K sestgesetzt wird Diese Taxe hat in den BürgerversorgnugshauSfoud zu fließen. Der Vorsitzende weift darauf hin. daß diese Anregung seinerzeit vom G.-A. Karl Mörtl Hätte er doch nur deu Menschen hier gehabt, der zuerst auf den Gedanken gekommen war, die Retourbillette abzuschaffen. Er hätte ihm — hm. hätte ihm allerlei Augenehme» zu sagen gehabt. Was sollte er nun beginnen? — Vielleicht nach München zu Fuß laufen? Oder die Nacht in einem Heuschober zubringen? — Oder — oder --Hundert Verwünschungen in reinster ober- bayrischer Mundart fielen ihm ein, aber nicht eine Möglichkeit, wie er sich ans dieser Fatalität helfen konnte. Zwei Taler! WaS hätte er dem zuliebe getan, der ihm zwei Taler gegeben hätte! — Vielleicht fand er das Portemonnaie wieder? Er konnte es ja nur bei jener Unglückstanne verloren haben. Sucht» mußte er aus jeden Fall danach. Er suchte. Er suchte eine halbe Stunde laug, aber er trug nichts davon als kalte Füße und srost. erstarrte Finger. Und mit einem Herzen voll bit-tersten LebensüberdrnsseS stieg er wieder bergab. Langsam wanderte er wieder dem Bahnhöfe z», obwohl es nicht ersichtlich war. warum er gerade dahinging. Da — da — wer kam ihm denn da entgegen? — Das war ja — „Fränlein Meyring! Was sür ein gütiges Schicksal sührt mich denn hier mit Ihnen zusammen? Sind Sie vielleicht auch zum Rodeln gekommen? So ungestüm war seine Freude, daß sie ein allerliebstes Rot aus die Wangen des jungen Mädchens zauberte, dem die Begrüßung galt. Aber es schien nicht, als wäre sie dem jungen Arzte böse darum. „Nein, hente wollte ich nicht rodeln," erwiederte sie, nachdem sie ihm die Hand gereicht hatte, die er an seine Lippen führte.^ „Ich bin ans dem Wege nach Hause." „Nach — Hans — ?" gemacht wurde, weil man der Anficht war. daß es eine Verleihung deS Bürgerrechtes in der Stadt Eilli nicht mehr gebe. Dem sei jedoch nicht so. denn die Stadtgemeindevertretung sei hente wie vorher nach dem Gemeindestatnt ermächtigt, verdienstvollen Mit-bürgern das Bürgerrecht zu verleihen. Es sei jedoch gerechtfertigt, daß die bezügliche VerleihnngSgebtihr erhöht werde. Nachdem zn Diesem Antrage die GemeiudeauSschü^e Karl Mörtl. Dr. Josef K o v a t f ch i t s ch »nd Franz Donner gesprochen haben, wird derselbe einstimmig angenommen. Weiters wird über diessalls gestellte Anträge des RechtsauSschuffeS der Köchin Iosefa Videmscheg daS Heimatsrccht in dcr Stadt Eilli zuerkannt uud der Frau Anna Weber nnd dere» Tochter Lndmilla Weber die Zusicheruug der seinerzeitigen Ausnahme in deu Gememdeverband dcr Ztadt Eilli erteilt. ES berichtet hierauf für den Fiuanzausschug dessen Obmann Max Rauscher. Ueber eine be-züglicht Eingabe deS Rektorates der Grazer Uni-verfilät wird dem Freitisch-Institute an dieser Uni-versität für das Jahr 1t>09 ein Unter stützungsbeitrag von 50 Krone» bewilligt. Hierauf erstattet der Be> richterstatter über die Gemeinderechnung sür daS Jahr 1907 an der H.nd der Rechnungsbücher und de» Rechenabschlufses einen eingehende» Bericht, erläutert hiebe! sämtliche Poste» und kS wird beschlossen, daß jene Titel, die zum Bor trage gelangen und gegen welche Einwendungen nicht erhoben werden, als ge-nehmigt zu beirachte» sind, dagegen wird der Bericht-erstatter über gestellte Anfragen die erforderlichen Aufschlüsse erteile» und wird über allfällig gestellte Anträge besonders abgestimmt werden. ES wird die Rechnung mit einem Kassareste von 5359 K 92 >> zur genehmigenden Kenntnis genommen, und hiedurch dem Bürgermeister die Entlastung für die Rechnung erteilt. Ueber die Angelegenheit betreffend den Ankauf eines Grundstückes lRosenhügel) für Friedhoszwccke berichtet der inzwischen erschienene Bürgermeister Dr. v. Zabornegg und stellt nach erschöpfender Erölterung der Sachlage und unter dem besonderen Hinweis darauf, daß dieses Grundstück in Hinkunft UK Erweiterung deS städtischen Friedhofes in Tschret notwendig sein wird, den Antrag, eS sei der in Rede stehende ^rundkomplex im Ausmaße von l4 Jocd 200Quadra>kl»fter um den Pauschalpreis von 40.000 K für FriedhofSerweiterungSzwecke anzukaufen. Dieser Autrag wird nach einer längeren Wechselnde, an der die Gcmeindeausichüfse Karl Teppey, Josef Bobisut. Max Rauscher und Dr. August Schurdi teilnehmen, angenommen. Der Bürgermeister übernimmt den Vorsitz nnd es langen die Berichte des GewerbcausschuffeS zum Vortrag, für den der Obmann Karl Mörtl bericht „Ja, freilich! So wissen Sie vielleicht noch gar nicht, daß mein Onkel hier eine Villa hat? Ich bin seit mehrere» Woche» bei ihm zu Besuche." Allen Segen des Himmels flehte Trautner auf diesen Onkel herab, der den begnadeten Einfall ge-habt hatte, gerade hier fein Haus zu bauen. Der Mann würde ihm doch wohl zwei Taler leihen! Denn Fräulein Elsi — nein, die konnte er unmöglich anpumpe«. Ganz »«möglich! Von allen Menschen aus Erden gerade sie am wenigsten. „Mein Onkel wird sich gewiß sehr sreuen.Sie kennen zn lernen", plauderte Fräulein Meyring ,veiter, als sie Seite an Seite ihrem Hei», zu-schritten. .Ich habe ihm schon von Ihnen ge-sprachen. Sie werden doch aus Stündchen mit hereinkommen nicht wahr?" Anch unter anderen Umständen hätte der junge Arzt gewiß nicht die Kraft gehabt, einer solchen Aufforderimg zu widerstehen. Heute aber bedeutete sie ihm ja die Rettung aus den schrecklichen Nöten. Und erklärte daher so feurig seine Bereitwilligkeit, daß über Fräulein Elys Wangen zn»t zweitenmal? jene seine Röte hnschte, die si? so r?iz?nd kl?id?t?. Si? sührt? ihn in ei» freundlich?» Wohn-zimnier, dessen angenehme Wärme den halb ersro renen Gliedmaßen des armen Doktors überaus wohl-tat, «nd sie bat ihn. sich einen Augenblick zn ge-dulden, während sie ihren Onkel benachrichtigte. Aber mit der niederschmetternden Botschaft kehrte sie zurück, daß er ausgegangen sei — und daß er nicht hinterlassen habe, wann er zurückkehren walle. Elsi Meyring bat ihn ztvar, diese Rückkehr zu erwarten, und wenn sie wohl auch halbwegs er« wartet haben mochte, daß er ihrer Aufforderung nicht nachkam so ließ sie eS ihm doch nicht ent- MM. NlAter zur Unterhaltung und Belehrung fiir Haus und Famili«. Sonntagsbeilage der „Deutsche» ZSacht" in Eilli.__ Er 3 Die Süd mark" erscheint jeden Sonntaq als unenigellliche Beilage für die Leier der .Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich- \ 1909 Diplomatenränke. Roman von Max (2. Aorliehunft ) i£x streckte die Hand ans, und sie betrat mit ihm zusammen das Haus. Der Portier, ein Egländer mitt-leren Alters, dcr in eiue vornehme Livree gekleidet war. nahm seine« Herrn Hut und Stock nnd sragte ihn, ob er schon g:srühstückt hätte. Esther hörte den Wagen ans dem Kies davonfahren, und dann wurde die schwere Eichentür hinter ihr geschlossen — ein Ton bei dem ein leises Zittern durch ihren Körper rann. „sie haben sich um meine Fenster gesorgt." sagte der Doktor. „Bitte, blicken Sie her! Haben Sie schon jemals daS Sonnenlicht so schön erscheinen sehen? Ist das nicht wunderbar?" Esther bemerkte jetzt, daß das Haus in italienischem Stil gebaut war und ein Quadrat vorstellte. daS einen ausgedehnten Garten umschloß. Zwei große Fenster erleuchteten die Halle. Sie bestanden aus einer Menge von seingeschlissenen KristallblÄNern. die so geschickt zu-sammengesetzt waren, daß die hereindringenden Sonnen-strahlen in die Farben des Spektrums zerlegt wurden nnd die Halle die prächtigsten Lichtreflexe zeigte. Die ganze Einrichtung des Raumes war phantastisch nnd eigenartig. Meisterstücke der Kunst waren die elektrischen Lampen, und meisterhaft waren sie auch angebrach», so daß die von ihnen gespendete Lichtsülle nicht den Angen unangenehm war. Prächtige orientalische Teppiche schmückte« die Wänd^ nnd den Fußboden, während in den Nischen nnd aist den Tischen Blnmen standen — seltene Crchi-deen und sonst schöne Gewächse, die gut gepflegt und so geschickt ausgewählt waren, daß das Farbenspiel niemals das Auge verletzte. Dazu wurde die Luft von einem prächtigen Parfüm erfüllt, das eine Fontaine verbreitete, die in dem Garten plätscherte. Esther stand all diesen Schönheiten staunend gegenüber. Sie glaubte sich in ein Wunderland versetzt und blickte traumver-loren in dem Raum umher, bis des Doktors Worte sie aus ihrem Sinnen schreckten. Pemberton. iKaMtuft ocrbolfü. „Ich bemerke, daß Ihnen mein Haus gefällt," sagte er srenndlich. „Wenn wir gefrühstückt haben, werde ich Ihnen nun noch einige meiner Raritäten zeigen. Zunächst aber will ich Sie meiner Schwester vorstellen. Sie ist ganz allein und wird über Ihre Gesellschaft sehe erfreut sein." „Während er so sprach, schlug er zweimal ans ein Gong. Kaum waren die Töne verklungen, als eiue gut gekleidete Dame von oben herabkam und mit aus-gestreckten Händen auf ihn zuging. Esther schätzte sie aus ungefähr 30 Jahre; sie war brünett, zeigte spa nischen GesichtStypns. hatte reiches, schwarzes Haar, dunkle Augen uud außerordentlich weiße Zähne, welche ganz sichtbar wurde», wenn sie lachte. Doktor Javier küßte sie zärtlich und sührte sie da.m Esther zu. „Meine Schwester Julia." stellte er vor. ..Fräulein Esther Benn. Hoffentlich lernen die Damen sich recht schnell kennen und liebgewinnen!" Julia nahm Esthers beide Hände in die ihren nnd begrüßte sie in sast überschwenglicher Weise. „So sind Sie also gekommen, meinem Bruder zu helfen? O, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin! Sie sind aber gewiß recht müde, mein liebes Fräulein, ich sehe Ihnen das au. Kommen Sie hinaus und lassen Sie uns gleich nähere Bekanntschaft miteinander inachen. Sicherlich sterben Sie auch schon sast vor Hnnger." Sie legte frenndschastlich ihren Arm um EstherS Taille und führte den Gast zu einem traulichen Schlafe zimmer. au« dessen Fenster der Rosengarten und die Fontaine, die träumerisch in dem Sonnenlicht plätscherte, vollkommen übersehen werden konnten. Nicht eine Spur von anderen Häusern war zu bemerken. ..Mein Bruder liebt schöne Sachen," sagte Julia, indem sie Esther hals, den Hu, abzunehmen, und dann Wasser in eine Schüssel aus seinstem französischem Porzellan goß. „Er muß sie haben, wo auch immer s fr sich aufhält. Drr Garten ist feine eigene Schöpfung; er ist allerdings nur klein, aber in Spanien und Frank-reich wird er Ihnen andere zeige». Alles in diesem Hause ist hier, weil es schön ist. Er widmet sei» ganze» Vermögen dem Studium. Ich werde Ihnen nachher einzelne von seinen Schätzen zeigen. — Jetzt wollen wir aber zunächst et ums essen, denn soeben läutete es zum Frühstück." Melodische Glocken tönte» sanft dnrch die Halle unten wie Glocke» eines italienischen Kirchspieles. Esther hatte noch einige Vorbereitungen zu machen, sie beeilte sich aber sehr »nd war bald fertig. Sie fühlte sich beengt, weil sie wußte, daß ihr «leib etwas abgetragen aussah; aber die Liebenswürdigkeit dieser Leute, ihre Einsachheit und Freundschaft verdrängte bald diesen Gedanken, und sie ging hinunter mit einem Vertrauen, welches sie selbst überraschte. Der Lunch war bereits im Eßzimmer im Parterre serviert. Dieser Raum war vollkommen weiß tapeziert, während die Stühle, die Vorhänge und die Teppiche ein kräftiges Rot zeigten. Hier wurden ebenso wie in der Halle bezaubernde Licht-effekte durch phantastische Fenster hervorgebracht. Einige Bildn' hingen über den Wänden, über deren jedes eine eigene Lampe angebracht war, so daß das Kunstwerk nicht verkannt werden konnte. Der Spiegel war von feinster venetianischer Arbeit. Esther bemerkte, wie prachtvoll das Silbergeschirr glänzte uud eine wie seltene Arbeit der Becher darstellte, der aus des Doktors Kuvert stand Der ganze Raum zeigte einen Luxus, der bis ins kleinste durchgeführt war. aber weder alltäglich, noch aufdringlich wirkte. Der Wein, den sie tränke», war der goldige ValdepennaS, der Esther* Lebenslust regte, und ein Gefühl des Glückes nnd tiefer Dankbar-feit in ihr aufsteigen ließ. Was hatte sie getan, »m diesen so plötzlichen nnd vollständigen Wechsel deS Glückes zu verdienen? Roch vor einer Stunde glaubte sie, daß ihr Leben dem Ende sich nähere, und jetzt waren Iugcndmut »lud Ehrgeiz von neue« in ihr er» standen und sie schien wieder Erfolge vom Leben er> warten zu dürfen! Wie wollte sie mir für solche Freunde wie diese arbeiten, wie wollte sie ihnen dienen! O, ivenn fit gewußt hätte, welche Tage sie in des Doktors Haus erwarteten! Während des Frühstücks drehte sich das Gespräch um allgemeine Dinge. Doktor lavier aß wenig »nd trank noch weniger; seine Tisckigenossen regte er aber eifrig zum Essen an und würzte ihnen das Mahl durch seine Unterhaltung, die geistreich und gleichzeitig so an-regend war, daß sie Esther im höchste» Grade anzog, ihr vieles unverständlich blieb. Sie schloß aus allem, daß er viele Länder bereist haben mußte nnd daß er nur zusällig jetzt in Eglaud sich aushielt und in ge-wisser Beziehung diesen Ausenthalt nur ungern ertrug. Er sprach von der Möglichkeit, daß er nicht lange in London bleiben werde und wandte sich schließlich an Esther mit der Frage, ob sie wohl nach Spanien mitkommen würde. «Es ist mein Heimatland." sagte er, „ans dem ich jetzt allerdings verbannt bin. Das Englische habe ich in Amerika auf der Hochivard-Universität gelernt, der ich überhaupt meine ganze Erziehung verdanke. Ich sage.Erziehung', und doch weiß ich, daß kein Mensch aus der Universität erzogen wird. Denn die Erziehung des Menschen ist die Ausgabe der Natur; sie erzieht «nd unterrichtet ihn alle Tage, so lange er lebt. Ich habe «ie gebeten, in mein Haus zu kommen, Fräulein Benn, »m mir in diesen selbst auserlegte» Studien z» helfen, während meine Schwester für unser leibliches Wohl sorgen soll." „Das ist die einzige Stellung, die er mir gewährt," sagte Julia lustig. „Wenn ich meinen Bruder ärgern will, brauche ich ihn nur zu fragen, was er zu Mittag essen will. — O, mein liebes Fräulein, was denken Sie wohl, was wir Frauen schon seitens der Männer, um des Essens willen erlitte» haben! Seien Sie froh, daß Sie im Laboratorium bleiben sollen! Bisweilen beneide ich FranziSkv um seine Bücher." „Und doch will sie sich nicht fünf Minuten lang dort aufhalten," erklärte Doktor lavier. „Es sind näm lich keine Romane dort, in denen kühne Prinzen zu den Füßen schöner Damen schwärmend liegen, oder Bücher, die irgend einen Detektiv ans seinen Fahrten begleiten oder sonst eine Unterhaltungslektüre bieten — ich habe nur Wissenschaft vertreten. Ich bin eben eiu Schüler uud lerne stets." Er verließ diesen hkgcustand lächelnd »nd fragte, was dir Dame» ani Rachmittag unternehmen wollten. Er schlug ihnen vor, im Garten unter den Rosen die Hängematte aufhängen und um fünf Uhr dort den Tee servieren zu lassen. Nachdem er dann Esther in liebenswürdiger Weise gebeten hatte, sein Haus al» das ihrige zu betrachten uud sich ihren Aufenthalt ganz »ach ihrem Wunsch zu gestalten, verabschiedete er sich und zog sich in seine Bibliothek zurück. Julia schien in seiner Abwesenheit sich freier zu fühlen. Sie nahm Esther bei der Hand und zog sie mit sich in den Garten. Es mußte ungefähr drei Uhr sein, nnd der «iitzMcnde Hauch des Sommernachmittags war überall zn spüren. Esther sand den Garten jetzt eben so schön, wie er beim ersten flüchtigen Anblick ihr erschienen war. Das Gras war das weichste, aus dem sie jemals geschritten ilnd mit Erstaunen betrachtete sie die große Menge Rosen uud die seltenen Blumen, deren Duft sich wer-mischte mit dem Geruch Odeurs, das an Stelle von Wasser aus der Fontaine plätscherte und eine ange-nehme Kühlung erzeugte. 3 Die Stille war außerordentlich und erschien fast unnatürlich, denn kein Laut von der Straße war zu hören. Bon allen Seiten blickten die Fettster in den Garten hinab. Sie hatten alle eigentümliche Formen. Am bizarrsten war die eine kurze Seite des Rechteckes gebant, die einen ganz unbewohnten Eindruck machte, eine Annahme, die indessen trügte, wie Esther bald ent-deckte. Eben nämlich blickte sie neugierig aus diesen !eil des Gebäudes hin, als plötzlich an einem Fenster desselben daS Gesicht einer jungen Frau erschien, ein häßliches, mißgestaltetes nnd doch Mitgefühl erregendes Besicht. Nur einen Augenblick blieb es am Fenster, dann verschwand es wie von einer unsichtbaren Hand weggezogen. Esther starrte erregt, sie wußte nicht, wa-rnm, aus diese plötzliche Erscheinung hin, nnd es war ihr, als wenn eine Stimme ihr zngernfen hätte: „Sei ans der Hut!" Julia knüpfte gerade die Taue der Hängematte zusammen, und so entging ihr sowohl das Staunen ihrer Gefährtin wie auch der Gegenstand dieses Er-stannens. Und Esther teilte ihr auch nichts von ihrer Beobachtung mit, den» die Uebcrlegnng sagte ihr, daß, wenn sie tatsächlich in Gefahr wäre, ein Gestehen dessen, was sie gesehen hatte, ihr nicht allein nicht helfen, sondern eher nur schaden würde. Auch äußerlich durfte man ihr nichts anmerke». So nahm sie sich energisch zusammen nnd hörte scheinbar interessiert Julias Gespräch zu, während innerlich von nenem Zweifel und Angst über des Doktors Pläne sie heftig bewegte». „Es gibt nur etwas, was wir hier in diesem Hause tun solle» uud das ist, es nns so bequem wie möglich zu machen," erklärte Doktor laviers Schwester, nid«» sie sich auf eine» breiten Sessel niederließ nnd ein Bttch a»s ihren Schoß legte. „Mein Bruder ist der Ueberzeugung, daß die Kunst das Leben verschönern kann, uud ich schließe mich ihm darin an. Sie glauben gar nicht, Fräulein Beim, was sür ein geschickter Mann der Doktor ist. Ost habe ich in der Zeitung von anderen Gelehrten gelesen und mich gefragt, ob sie eben soviel wissen, wie Francisco lavier. DaS Schöne ist stets das Ziel seines Lebens gewesen, Tag und Nacht hat er dafür gearbeitet, und so gibt es nichts schönes in der Kunst, wovon er nicht wenigstens etwas weiß. Die Bilder, die Sie im Eßzimmer sahen, sind alle von seiner Hand. Er hat Musikstücke geschrieben, welche in den Theater» von Paris und Mailand ans-geführt worden sind. Während Sie und ich unseren Nachmittagsschlas halten, ist er in seinem Laboratorium nnd entdeckt vielleicht irgend etwas, was die Welt morgen in Erstaunen setzt. Ich habe oft versucht, an seinen Interessen teilzunehmen und ihn zu unterstützen, aber ich komme mit ihm nicht mit; Sie aber, glaube ich, können das sehr wohl. Mein Bruder wünscht sich schon seit Langem eine Mitarbeiterin, denn er ist der Meinung, daß eine Frau bisweilen gerade don helfen kann, wo der Mann versagt." „Ich will alles tun, was ich tun, nm mich nütz-lich zu machen," erklärte Esther. „Ich brenne förmlich danach, mich dankbar zu enveisen -. aber Doktor lavier hat ja niemals danach gefragt, ivas ich verstehe und ich fürchte, er Wt mich für geschickter, als ich bin. Natürlich könnte ich ihm die Briefe schreiben nnd auch seine Bücher führen, aber sonst habe ich wirklich keine besonderen Talente und besitze durchaus seine hervorragende Gewandtheit." „Mein Bruder will kein gewgndtes, sondern ein williges Mädchen. Ihre einzige Pflicht ist, ihm zu ge-horchen: was er auch immer fordert, tun Sie es. Er ist von Natur sehr fteundlich und gut; aber all das. was er erlebt und vor allem die Sorgen, die der Un> dank seines Baterlandes ihm verursacht, haben ihn nervös gemacht und so sährt er manchmal plötzlich auf. Ich glaube übrigens nicht, daß er jemals dorthin zurückkehren wird. Er muß jetzt wohl für immer in der Fremde sich eine neue Heimat suchen." Esther hatte gehofft, daß Julia ihr »och mehr von dem Doktor nnd vor allem auch von ihren fites» tigen Pflichten erzähle» würde. Aber Julia lavier konnte niemals länger als fünf Minuten von einem Gegenstände reden, und dann sprang über zu irgend etwas anderem, am liebsten zn den Ereignissen und Borfällen der vornehme» Gesellschaft, in der sie selbst eine bedeutende Rolle spielte. So verbrachten die beiden Damen den sonnigen Nachmittag in sorgloser Weise. Bis zur Dinerzeit sah Esther Doktor lavier nicht wie-der, und obgleich sie ost hinausblickte zu den Fenstern des einsamen Gebäudeteiles, erschien auch das Gesicht, welches sie so erschreckt hatte, nicht mehr. Wäre nicht der Eindruck zn stark gewesen, sie hätte geglaubt, ihre Phantasie hätte sie getäuscht; so aber sagte ihr die Ueberlegnng, daß irgend ein dunkles Rätsel über diesem Hause schwebe. Indessen, wenn anch ein gewisse» Gefühl der Furcht sie durchzitterte, so übte doch der Schleier des Geheimnisvollen, der ans Doktor lavier und seinem Kreise ruhte, eine eigentümliche AnziehnngS-kraft ans das junge Mädchen ans. (Fortsetzung folgt.) Aetchrcndes, praktisches, Heiteres etc. Des Deutschtums Grenz-Wächter in Oesterreich. Von Karl Pröll. Du schlicht«» Volk, da» schuldlo« dafür büßt, Dau Pfaffen, Junker buhlen mit den Slaven, Vom deutschen Brudermund sei ru gegrüßt! Der Mutter treu geblieben sind die Braver °, Ob fie der Junker Uebermut bedräu«. Nicht kann er wandeln fie zum stummen Sklaven. Sie haben jenen alten Bund erneu», Der einst vereint germann'scke Kau» genossen, Bi« Varu» Legioi^n flu»t,erstreut. Fast zwei Jahrtausende f£bon find ver» flössen. Der deutsche Stamm, er steht noch ungebeugt, «in neue» Reich hat er fich kühn er-schlössen. Der deutsche «Seist, der Weltgedanken j-ugt, Vom Traum erwachend, schritt zu Si«gtSt»ten, Und Recht erneut, da» lange man gebeugt. Der Grenze Wächter streuet Zukunft» -saaten, ° Damit Erlösung sprieß' empor zum Licht. Und wa» euch frommt, sollt einig ihr beraten. Wa» vor dem Winde feig zusammen-bricht, Verfaulend Borkenkäfern wird zum Raube, Die gute, deutsche Art, ste ist e» nicht. Entblößt die Wurzeln, unter dürrem Laube Da< Renegatentum liegt hingestreckt; Der Treue Mark ihm schwand, der Zukunft Glaube. Doch Ihr, rom gist'gen Hauche nicht befleckt, Verheißung winkt euch tröstend au» der Ferne. Zur deutschen Pflicht hat euck die Zeit erweckt, Vertrauet froh de» Deutschtum» ew'ge» Sterne! Albumblätter. E« ist ein alte» Wort, nicht minder alt al» wahr: Wer Treu' bewahren will, der fliehe die Gefahr. Seelenruhe bekommt man, wenn man aufhört zu hoffen Praktische Mitteilungen. Zuchthöfe. Frägt man sich, wie da» Land Steiermark am schnellsten und am sichersten zu gut?n Milchkühen gelangen könnte, so kommt man auf die Aufstellung von Zuchthöfen, in denen nur da» ausgesuchteste Milchvieh, also jetzt Tiere de» alpinen Grauviehe« oder Tiere, welche nach diesem Vieh erfolgreich gezogen worden sind, gehalten und fortgezüchtet werden, Von diesen Zuchthöfen würden Kuh- und Stier-kälber zu möglichst billigen Preisen an die Züchter abgegeben, aber mit der Vervflichtung. daß ste dieselben zur Zuckt im Lande benützen, so lange fie dazu tauglich find. Obschon die Auf-stellung solcher Zuchthöfe dem Lande nicht mehr Auslagen verursacht hätte, al» alle anderen bisher erfolglosen Ex- perimente, so ist doch auch heute ihre Ausstellung kaum zu hoffen. Umso ver« dienstvoller ist daher da« Vorgeben ver Herren, welche auf eigene Faust und auf eigene Kosten und aus eigene» Ri-stko einen Verein zur Zucht de« alpinen Grauviehe» gebildet haben, um sich und da» Land mit gutem Mlchvieh zu versehen. Solche Stammherden bestehen schon seit Jahren im Oberlande, in Mittelsteiermark und auch im Unter» lande. In mancher Hinsicht ersetzen die-selben die Zuchthöfe, und wem e» da-rum zu tun ist. schnell zu gutem Milch-Vieh zu gelangen, der kaufe sich Kälber au« diesen Herden. Denn die Verbesserung der Zucht au« dem eigenen Vieh herau» ist ein ungemein langwieriger Weg, viel kostspieliger, al« wenn man ein Kalb von einer Milchrassekuh mit 20 Kronen überzahlt. Man kann daher nur wünschen, wa« Dr. Schuppli schon vor 17 Jahren gewünscht hat, nämlich, daß diese« ausgezeichnete Milchvieh zur vollen Würdigung gelange. Eifersüchtig. Er: Jetzt kann man jeden Abend die Venu« in ihrer Herrlichkeit sehen. — Sie: So? Dann wirst du diese Woche abend« hübsch zu Hause bleiben! Alte Redensart. Wer vor zwanzig Jahren nicht schon wird, vor dreißig nicht stark, »or vierzig nicht klug und vor fünfzig nicht reich, der wird e« wohl nie werden. Scharfblick. Dienstmädchen: „Die Flitterwochen bei meiner Herrschast scheinen vorüber zu sein. Früher haben fie immer eine Zigarette gemeinschast-lich geraucht, und jetzt steckt sich schon jede» «ine an!" Rummer 5 Lettische Seite 3 tete. Ueber ein Ansuchen der Mari« Speglitfch um Verleihung der Gastgewerbekonzesfion ans das wn\ den Eheleuten Mathias und Maria Speglitich angekaufte Hau« Nr. 16 iu der Herrengasse stevt der Kewerbeausichuß den Antrag, rs sei bezüglich der KonzefsionSwerberin die Vertrauenswürdigkeit aufzusprechen und nachdem eine »onzefsionsvcrmeh-runq nicht emtritt, weil die bisherige Inhaberin Karoline Pallo« ihre Konzessiv» zurückgelegt hat, anch der Lokalbedarf anzuerkennen. (Wird einstimmig angenommen ». Bezüglich des Ansuchens des Besitzers des Gasthose« ..Zum Hirschen" Anton Gajfct^k um Genebmigung der Suniguude D w o r s ch a g g als Pächterin dieses Gasthauses wird über Antrag des GewerbeauSschusses die Vertrauenswürdigkeit über die Perfdn der Letzgenannten ausgesprochen. Ebenso wird über ein Ansuchen der Johann Wagner'schen Erbt» um Verpachtung der Kaffeehanskonzefsioir afii, Dr. Rojic. Dr. Kallab, Dr. Fritz Zangger. RudolsCosta-K uh n, Direktor Weiß, Dr.Jesenko und Walter Riebl. Zu Ersatzmännern wurden gewähl: Herr Karl T e p p « i und Herr Dr. R a (t£; alS Rechnungsprüfer wurden die bisherigen Herren Iofef Iarm er und Anton Patz gewählt. Znm Schluß« der überaus stimmungsvoll verlaufenen Versammlung gedachte Herr Altbürgermeister Julius Ra kusch mit ehrenvollen Worten der ausgezeichneten Tätigkeit des zurücktretenden ObmanneS Herrn Otto Schwärzet und brachte ihm unter begeisterter Zu-stimmung der Versammlung für seine ausgezeichnete Tätigkeit im Dienste dcS Vereines Heil und Dank aus. Deutscher Kinderschutz- und Fürsorge-Verein. Die gründende Versammlung des deu-scheu Kinderschutz- und Fürsorge Verein sür den Gerichts-bezirk 909 vormittags I I Uhr im Beratungszimmer des Eillier GemeirderateS mit nachstehender Tagesordnung statt: I. Bericht des vorbereitenden Ausschusses, 2. Vor-läge der Satzungen, 3. Wahl deS Ausschusses, 4. Allfällige Anträge. Im Interesse der guten Sache wild um zahlreiches Erscheine» ersucht. Männergesangverein. Derselbe hielt am Freitag den 15. d. seine Hauptversammlung ab, über di« in der nächsten Folge genauer Bericht erstattet wird. Deutschvölkischer Arbeiterverband. Morgen. Sonntag, unternimmt der Verband einen Ausflug nach Store, wo bei Musik und Gesang einige fröhliche Stunden verbracht werden sollen. Zusammcnktinft »m halb-3 Uhr im Perbandsheim, Absahrt halb 4 Uhr nachmittags. Freunde der deutschen Arbeiterschaft herzlich willkommen. ..Haltet den Dieb". Seit einigen Tagen erscheint hier bis ans Widerruf ein slovenisch.libe-rales Tagblättche». welches seine» freundlichen Lesern einen geradezu verblüffenden Unsinn verzapft. In der D«merstag-Num»ier dieses „Narodui dnevnik" war die Mitteilung zu lesen, daß in einem hiesigen großen Etablissement Unterschlagungen vorgekommen seien. Wir zogen an Ort und Stelle Erkundigungen ein und erhielten folgende» Bescheid: „Es> wäre uns sehr angenehm, zu ersahren, wer defrandiert hat und wieviel deftaudiert worden ist. Wir sind auch znr Bezahlung eines funfzigprozentigeu Er-greiferanteiles bereit." Ein weiterer Kommentar ist wohl überflüssig. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonntag findet in der Christuskirche um 5 Uhr nachmittags Gottesdienst statt. Am Montag versammeln sich Glaubensgenossen und Freunde im Sonderzimmer dcS Hotels Erzherzog Johann. Besitzwechsel. Herr Gustav Stiger kauft« daS Haus Nr. 3 am Hauptplatz. Bom Feuerwehrkränzchen. In nnferem Berichte über daS Feuerwehrkränzchen ist cs über-sehen worden zu erwähne», daß auch die freiwillige Feuerwehr- und Rettungsgesellschaft auS Bad Neuhaus in starker Abordnung vertreten war. Schwurgericht. Für die nächste am Montag beginnende, au? drei Wochen anberaumte Schwur« gerichtssitzung sind bisher folgende Fälle zur Ver-Handlung ausgeschrieben.' Montag 18. Jänner: Vor. sitzender'Hoftat Ritter v. Wurmfer, Franz Medvedee, Todschlag; Emil Pristoschek und Josef Feumann, Seite 4 schwere körperliche Verletzung und Notzucht. — Dienstag den 19. Jänoer: Vorsitzender L.-G.-R. Kotzian, Anton Speglic. Todschlag und Paker Josefa, Diebstahl. — Mittwoch den 20 Jänner: Vorsitzender Hosrat Ritter v. Wurmser Johann Svetko, Dieb-stahl. — DonnerStag, den 21 Jänner: Vorsitzender L.-G.-R. v. Garzerolli. Johann und Slefan Radanovic, Todschlag. — Die Verhandlung gegen den Realitäten, schwindln Pannagl. die 4 bis 5 Tage in Anspruch nehmen wi'd, schließt diese Schwurger.chtSperiode ab. Ium Abschied. EilliS bester Freund, Doktor BekoSlav Kukovec ist auS CiUi verschwunden. Sang-und klanglos war sein Abschied. Ebenso traurig wie sein Wirken hier. Wir möchten nur wünschen, daß wir mehrere solche Geg.ier hätten. Es heißt aus gesundheitlichen und samiliären Gründen sei er samt Gemahlin nach Trieft gezogen. Wenn nur alle slovenischeu Hetzer sich in dieselbe Krankheit. an der Dr. Kukovec leidet, hineinarbeiten möchten, dann wärS gut. Der Abschied den ihm die slovenische Presse widmete war kurz aber .warm*. Ehre seinem An-gedenken. Mit Ihm schied ein Narodnjak vom politischen Kampfvlatze CilliS. Gewerbliche Unterrichtskurse. Las Steiermärkische GewerbeförderungSinstitut beabsichtigt im Lause dieses Jahres je einen BuchführungSkurS sür Schuhmacher, Kleidcrwacher, Schlosser und Tischler am Institute in Graz abzuhalten. Der Unterricht findet dreimal in der Woche von 7 bis v Uhr abendS statt. Zum KurSbefuche können Meister und Gehilsen der genannten Gewerbe von Gra; und Um-gebung zugelassen werden. Ausnahmsweise und nur wenn Platz vorhanden ist. können auch weibliche Kamilienmitglieder von Gewerbetreibenden ausgenommen werde», sofernc diese nachweislich im Ge-werbebetriebe tätig sind — DaS Institut beabsichtigt ferner, bei genttgender Teilnehmerzahl im Frühjahr diese« ZahreS am Institut in Graz einen Kurs sür Modistenarbeiten abzuhalten. Der Kurs wird sich aus sechs Woche» erstrecken. Gelehrt wird das Arbeiten von Formen, alle in das Modistensach einschlägigen Handarbeiten und daS Putzen der Hüte. Zum KurS-besuche werden gelernte Modisten und Modistinnen zugelassen — Ferner wird im Lause deS ZahreS ein vierter MaschinenkurS für Tischler, Dauer zwei Wochen, dreimal wöchentlich von 7 bis 9 Uhr abends abgehalten. Zweck: theoretische Ausbildung der Tischler in der maschinellen Bearbeitung deS HolzeS. Der Lehrplan umfaßt: Motore, deren Systeme, ArbeitS-wesen, Anwendung und Betriebskosten, TranS-misstonen, Werkzeuge und Apparate zur maschinellen Holzbearbeitung, Holzbearbeitungsmaschinen und Schutz gegen Unfälle bei der Bedienung. — Weiter wird ein siebenter KurS über technische VoUendungSarbeilen deS Holzes abgehalten. Zweck: Unterweisung der Holzgewerbetreibenden. vornehmlich der Möbeltischler, in der Oberflächenbehandlung deS Holzes. Unterricht täglich von 8 Uhr früh bis 12 Uhr mittags. Dauer zwei Wochen. Der Lehrplan umfaßt: Mittel und Material zum mitten, Schleife», Füllen, Mattieren, Polieren, Wachsen usw, serner Unterweisung und praktische Uebungen in dcr Ausführung der Techniken, der Oberflächenbehandlung an Brettchen verschiedener Holzsorten und selbständiges Ausarbeiten von Färbe-Vorschriften. — Bei genügender Teilnehmerzahl wird ein vierter KurS über Wäscheerzeugung abgehalten. Dauer drei Wochen; Unterricht täglich von 8 Uhr bis halb 10 Uhr abends; er erstreckt sich aus daS Maßnehmen, Schnittzeichnen und Zuschneiden sämt-licher Herren-, Damen- und Bettwäsche. Zum Kurs-besuche können in Steiermark ansässige Wäscheerzeuger und Wäscheerzeugerinnen. sowie deren Gehilfen und Gehilfinnen und Manipulantinnen zugelassen werden. Anmeldungen für olle angeführten Kurse sind an das Steiermärkische GewerbefölderungS Institut, Graz, Herrengasfe 9, zu richten. — DaS Institut beabsichtigt auch in diesem Frühjahre einen VortragS-zhkluS über daS gesamte Beleuchtungswesen obzu-halten. Dieser ist sür Werkmeister, Monteure und dergleichen bestimmt und wird sich voraussichtlich auf zehn Vortrüge (Doppelstunden) erstrecken Anmel-düngen sind an die Direktion des Steiennärkischen GewerbefördeiungSinstituteS, Graz, Herrengasfe 9, zu richten. Fortschreitende Tschechisierung der inneren Amtssprache. In dem Präger Unter-richtSkurse für Postoffiziante» wird seit dem 2 d. M auf Verlangen einiger tschechischer Frequentanten der Unterricht nicht mehr wie bisher in deutscher sondern in tschechischer Sprache erteilt Die deutschen Fre-quentanten erhalten am Schlüsse deS Unterrichtes nur eine summarische Uebersetzung Man kann daraus Leu«..he ersehen, wie willig die Prager Behörden auf die revolutionäre Bewegung unter der tschechischen Be-amte»schi.ft eingehen. Die weihe Fahne und ihre Gegner. AuS Windisch Feistritz schreibt man: Sonntag mit-tag sah man aus dem BezirkSgerichtSgebäude die seltene weiße Fahne flattern, ein Zeichen, daß sich im Arreste kein Häftling befand. Doch nicht lange sollte diese Fahne flatter». Zwei Mutwillige entfernten sie Montag früh ahnungsvoll, denn nun können ste selbst im Arreste sitzen: der Eine 24 Stunden, der Andere 3 Tage. Die Schutzvereine in Windisch-Feistritz hielten am 9. d. in Frau LimauschegS SafthauS die Hauptversammlung ad, die sehr zahlreich besucht war. Herr Notar Dr. WieSthaler, Obmann der SchulvereinsortSgruppe, warf einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Zahr, das Dank der Opferwil-ligkeit der Vewohner ein recht guteS war. Die MännerortSgruppe allein zählt 99 Mitglieder. Bei der vorgenommenen Neuwahl deS Vorstandes wurde, da der bisherige Ob)nann Herr Dr. WieSthaler in-folge ArbeilSüderbürduug eine Wiederwahl ablehnte, Rechtsanwalt Dr. Lothar Mühleisen gewählt. Zum Stellvertreter wurde Dr. Murmayer, zum Kassier Rasleiger, zum Stellvertreter Konrad Neuhold, zum ersten Schriftführer F. Kolletnig, zum Stellvertreter Robert Sernko gewählt. In der FrauenortSgruppe wurde zur Obfrau Frau v. Formacher, zur Kassierin Frau Versolatti, zu Stellvertreterinnen Frau Bra tuscha und Frau Horak, zu Schriftführerinnen Frl. Lercher und Frl. Rosa Pitschl gewählt. In der SüdmarkortSgruppe wurdcn an Stelle deS abtreten-den ObmanneS Apotheker Franz Pctzolt, zum Stellvertreter Heinrich Schieftl, zum Schriftführer Max Leitgeb, zum Stellvertreter Anton Oratsch, zum ersten Zahlmeister Georg Hudritz, zum zweiten Zahlmeister Joses Jeglitsch gewählt. Ein Kassebericht über den Stand deS SchulhauSbaufondeS ließ entnehmen, daß die Gesamteinnahmen sich auf 65.372 K belaufen, denen 62.755 8 an Ausgaben gegenüberstehen, so daß heute das Barvermöge» 2617 K beträgt. Der mitwirkenden Bewohnerschaft wurde vom Vorsitzenden der wärmste Dank ausgesprochen. Saschings Kalender. Jänner: SamStag den 16., Handelükränzchen im Deutschen Hause — I« Steinbr » ck Schützen-kränzchen. Samstag den 23, Unterosfizierskränzche». Februar: DienSlag den 2., Veteranenkränzchen im Deutsche» Hause. DienStag den 6., Kränzchen des GeselligkeitSvereineS im Deutschen Haufe. Sonttlag den 14., Kränzchen dcr Genossenschaft der Kleidermacher im Hotel Post. SamStag den 26., Kränzchen des GeselligkeitSvereineS im Deutschen Hause. Faschingdienstag den 23, Narrenabend, veranstaltet vom deutschen Turnverein im Deutsche» Hans. Untersuchung gegen Dr. Povalej. Die k. k. Staatsanwaltschaft hat nach einer Meldung der „Marburger Zeitung* gegen den genugsam bekannte» Finanzkommiffär Dr. Povalej, das ftraigerichtliche Verfahren eingeleitet. Den Gegenstand der Unter-suchung bildet der auch von uns kurz geschilderte Fall der Uebervorteilung einer Orazer Dame. Die übrigen Fälle die noch weit ärger sein sollen, wird daS genannte Blatt demnächst veröffentliche». Rechtsanwälte in der Steiermark. Die steinfche Advokatenkammer gibt, wie alljährlich, auch heuer gemäß deS § 29 der Advokatenordnung im AmtSblatte zur .Grazer Zeitung- die mit Schluß des abgelaufenen Jahres eingetragen gebliebenen RcchtSanwälte in drr Steiermark kund. Deren Ge» famtzahl belauft sich auf 164. Davon waren in Graz allein 74. in Marburg 13, in CiUi 16; in 3 Orten befanden sich je 3, in 12 je 2 und in 22 Orten je 1 Rechtsaiiwalt. Aerztliche Kurse. Da sich zum Besuche des Frauen- und MädchenkurseS bereits »2 Hörerinnen gemeldet haben, so in eine weitere Aufnahme von Teilnehmerinnen nicht mehr möglich. Die Vorstehung des HauSframnschulvereiiies wird aber Vorsorge treffe», daß nach Beendigung der gegenwärtig statt-findenden Kurse neue angeschlossen werden, und zwar — mehrseitig geäußerten Wünschen entsprechend— auch solche sür Herren. Der Beginn dieser Kurse wird rechtzeitig bekannt gegeben werden. Jinxrrr.n 5 Brand. AuS Windisch-Feistritz schreibt man unS: Am 12. d. gegen s/<6 Uhr abend brach in der Stiger'fchen Oelfabrik ein Brand auS, der infolge UeberhitzenS in der Trockenstube entstanden sein soll. Durch daS rasche Eingreifen der hiesigen Wehr wurde daS Feuer bald erstickt. Der schaden beträgt gegen 600 K. Sommeraufenthaltsorte in Steiermark. Um den Anfragen über Sommerwohnungen in Steiermark, die zumeist schon im Vorfrühling m großer Anzahl einlaufen, entsprechen zu können, beabsichtigt der Landesverband für Fremdenverkehr in Steiermark den WohnungSanzeiger für 1909 im Monaie März herauszugeben Der Zweck deS Büchleins ist, den Fremden bei Auswahl eines Sommerfrischenorles als verläßlicher Behelf zu dienen, demgemäß werden darin alle Verbandsorte kurz be-schrieben, die Lebensmittelpreise, Eisenbahnverbindungen, Bäder, Sportplatze, Jagd und Fischerei-gelegenheiten, sowie insbesondere die Sommer-Wohnungen. Hotels uud Gasthöse angeführt. Zu diesem Zwecke wurden an die in Betracht kommenden Behörden, Körperschaften und Sommerwohnungsver-mieter die betreffenden Manuskripte zur Durchsicht mit dem Ersuchen übermittelt, allfällige Veränderungen oder Ergänzungen bis längstens 24. Jänner dem Verbände einzusenden. Da der Wohnungsanzeiger auch mit Bildern geschmückt werden soll, empfiehlt eS sich wirkungsvolle photographische Ausnahmen ein-zusende», um wen» sich die Ausführung der Photo-graphie als geeignet erweist, Bildstöcke anfertigen lassen zu könne». Notariat. Dat Grazer Obergericht gibt be tannt, daß Herr Dr. HanS Winkler, dem die angesucht, Uebersetzung von Rosegg nach Windisch Gra; bewilligt wurde, »nd der von« Amte alS Notar in Rosegg enthoben ist, ermächtigt wurde, daS Amt als Notar in Windisch-Graz mit den 15. dS. anzutreten. Taschendiebstähle. Auf den« letzten Jahr-und Viehmarkte in Gonobitz machte ein Taschendieb. der jedensalls zugereist war, ergiebige Beute. Bier Grundbesttzerinne» beklagen den Verlust ihrer Börsen samt Inhalt. Der Gesamtbetrag des Gestohlenen beträgt 120 tt. Leider fehlt von dem Langfinger jede Spur. Viehseuchen vom 2. bis 9. Jänner. Es herrscht die Räude im Bezirke CiUi in Greis; im Bezirke Petlau in Kostreinitz (bei Pserden); der Rotlauf der Schweine im Bezirke Pettau in Donati-berg und Neukirchen; die Schweinepest im Bezirke Luttenberg in Luttenberg und Zween; im Bezirke Pettau in Frieda» und Wurmberg; im Bezirke Rann in Artitfch, Sakot und Wisell; in dcr Stadt Pettau; der Bläschenausschlag im Bezirke Eilli, iu Sachsen-seid (bei Rindern). — Erloschen ist die Räude im Bezirke Pettau in St. Andrä in LeSkovetz (bei Pferden); die Schweinepest im Bezirke Pettau in Hirschendors; die Seflllgelcholera im Bezirke Pettau in Frieda». Don der Südbahn. Wie uns das Be- triebS-Jnfpektorat der Südbahn in Graz mitteilt, haben die k. k. Lagerhäuser in Trieft wegen Ueber-füllung ihrer Lagerräume die Uebernahme der zur Einlagerung bestimmten Güter mit Ausnahme von SpirituS in Kesselwagen und dcr bereits in Rollen befindlichen Güter eingestellt. Es werden daher nach Triest-Freihafen k. k. St. B. und Trieft-Frei-Hafen Südbah» außer LpirituSkeffelwage» nur jene Güter angenommen, welche laut Frachtbriefvorschreibungen zur Einlagerung in die von den Parteien gemieteten Magazine der Lagerhäuser oder zur direkten Verschiffung bestimmt sind. Die LagerhauSvcr waliung verlangt, daß bei Umschlaggütern die Absender sich für alle Folgen der Unmöglichkeit einer sofortigen Verschiffung im Frachtbriefe haftpflichtig erklären; für unmögliche Einlagerung in die gemie-teten Magazine der Lagerhäuser bleiben ebenfalls die Absender haftbar. DicAufnahme von Gütern für Trieft-Freihafen, Bahnmagazin Südbahn und Trieft-Frei-Hafen Bahnmagazi» k. k. St. V. bleibt bis aus Weiteres unbeschränkt aufrecht Die Neuaufnahme von Gütern nach Triest-Freihafen Südbah» und Triest-Freihafen k. k. St. B. ist daher nur nach Maßgabe des § 55 des BetriebSreglements der im Reichscate vertretenen Königreiche und Länder zu-lässig. Leutsche Wucht Ziwt 5 Postbotenfahrt zwischen Peilenstein und Drachenburg. Vom t. Dezember 1908 angefangen wurde an Stelle der Mischen den Post-ämtern Peilenstein und Drachenburg bestandenen, täglich einmaligen Fußbotenpoft eiue tägliche Post-botensahrt in Verkehr gesetzt Nistkästchen auf die Obstbäume. Hohle Bäume sind die natürlichsten Nistplütze für die Höhlen-brüter. Zu diesen gehören viele unserer nützlichste» Singvögel. Allein solche Bäume duldet heute weder der Odsigärtner noch der Forstmann mehr. Dadurch aber werden den fleißigsten Jnscktenvertilgern di« sicheren Riftplätzc entzogen, die Zahl derselben nimmt ab, Zwlckmäßigc Nistkästchcn an n'chtiger Stelle angebracht, machen den Schaden wieder gut. Obstzüchte?, hänget N'stkästchen an die Obstbäume. Die kleine Mühe und Auslage bringt gute Früchte. Nistkästchen aus Taniicnrinde, wie sie zu vielen Tausenden im Mittel- Junb Oberlande verwendet werden und sich bestens bewährten, sind durch die Ortsgruppe Cilli des ..Oesterrcichischen Bundes der Vogelsreunde er-hältlich. Bestellungen und Beitritts« klärungen über-nehmen bereitwilligst Herr Lukas Pntan, Direktor Joses Weiß und Lehrer Joses Horvath. Sin kleinere« »ästchen kostet rund 30. ein größere« bei 40 Heller Rührige Schulvereinsortsgruppen. Die erst vor mehreren Monaten gegründete Schul-Vereinsortsgruppe in Rennweg am Südabhange dcr Hohen Tancrn in Kärnten zählt bereit« die statt-lichc Zahl von 150 Mitgliedern. EincS schönen Auf ichwungeS erfnut sich auch die OrtSgiuppe in Store bei Cilli ! Untersteiermark). die einen Stand von 106 Mitgliedern, von denen die meisten dem Arbeiter, stände angehören, ausweist. Ein Beweis, aus welchen Mitglied« stand eS die SchulvereinSo»tSgruppen bringen können, ween-sie eiue rührige Werbearbeit entfalten. An alle deutschen Käufer von Rodeln und alle die den Rodelfport betreiben. Die Hauptleitung der Südmark teilt hiermit auf ver-schieden« Anfragen und Beschwerden mit, daß die so-genannte» Moria Rodeln ein rein tschechisches Er-zeugni» sind und glaubt, daß wir Deutsche in den Alpenländern rein tschechische Firmen nicht unter-stützen sollen. Ebenso gute Rodeln wie die mährisch-tschechische Fabrik, stellt die Firma Friedrich Land-siedl in Steyr, Oberösterreich her. Deshalb empfiehlt die Hauptleitung dcr Südmark allen Deutschen der Alpenländer die den Rodelsport betreiben, diese best-bekannte Firma, bei welcher Südmarkmitglieder einen Nachlaß von Fünf von Hundert der im PreiSver-zeichnisse angegebenen Preise genießen. Auf den Ruinen Meffinas. Der bekannt« Berliner Korrespondent des „Giornale d'Ztalia ", Cabasina, ein geborener Sizilianer, gibt eine erschütternde Schilderung seiner Eindrücke auS Messina. Aus dem Ruinenhügel ragt ganz unver-sehrt einzig und allein die Neptunstatue, die wie höhnisch aus all das Elend herabschaut, hervor. Neben dcr Statue liegen Hunderte von Menschen, die allen Unbilden der Witterung ausgesetzt sind und unerbittlich der Lungenentzündung zum Opfer fallen. Zwischen den Sterbenden und Toten spielen Kinder, die bald herumtollen und lachen und bald in bitteres Weinen ausbrechen. Vor dem Rathause fand Caba-sina einen weißhaarigen Portier, der mitten im Regen stand und wartete, daß man ihm die Schlüssel dringe, um daS Gittertor deS zerfallenen Gebäudes abzuschließen. Der GreiS war verrückt geworden. Die zyklopischen Monolithsäulen des DomcS sind zerbrochen, als wären si« Gips; die gothischen Portalle. die zwöls Kapellen. der Hochaltar mit seinen herrlichen Bronzen sowie der wundervolle Chor, alleS, alleS ist unter dem Schutt verschwunden und wohl sür immer dahin. Die Einwohner sind so bizarr gekleidet, wie die armen Krieger der „Großen Armee" 1813. Ein alter Mann trägt auf dem Kopfe ein Artilleriekäppi, ist in einen Frauenschal gehüllt uud stützt sich aus eine» Alpenstock Ein junger Mensch trägt einen eingedrückten Cylinderhut und einen wertvollen Damenpelz; die Beine mit einer Federboa umwickelt Eine Frau hat eine Karabiniere-Uniform an. eine andere, die im Hemde ist, drückt ein Huhn, ihr einziges Besitztum, zärtlich ans Heiz. Viele sind von oben bis unten mit Schmutz und Blut bedeckt; man glaubt, in ein JrrenhauS versetzt zu sein. Aus dem Anterlande. Rohitfch. (Einbruchsdiebstähle.) Inder stacht zum l5. d. M hatten, wie man uns aus Rohitsch meldet, dort Einbrecher eine größere Tätig-keit bekundet. Beim Kausmanne C. Suppanz hoben sie daS Fenstergitter deS Magazines auS und drangen in daS Gewölbe ein. Dort nahmen sie merkwürdiger-weise nur die in der Kasseladc verbliebenen Zwei-hellerstücke, etwa sechs Liter Schnaps und Speck Dann wollten sie ihr Glück in der Tabaktrafik und Lottokollektur der Frau Drobnitsch versuchen Den im ersten Stocke wohnenden Parteien fiel jedoch das Geräusch aus uud sie verjagten die Täler DicS geschah um llhr früh DaS eiserne Tor deS Aus-lagesensterS war schon geöffnet und daS Fenster selbst eingedrückt. WeiterS wurde mitten im Markte i» den Saal des Herrn Jgnaz Bresinschek eingedrungen. Sie waren von der Straße aus, wo man sie leicht bemerken konnte, frech eingestiegen und plünderten die Zigarettenlade. Die Gendarmerie ist »u» hinter ihnen her. Gonobitz. (Vom Männergesangs-verein). In der letzten Vollversammlung beschloß der Verein unter der Leitung deS ObmaniuS Herrn Kupeck am 7. Feder eine Liedertafel mit Tanz zu veranstalten. Der Sangwart munterte zu eifrigem Probenbesuche auf. Am .^hlv'sterabende beteiligte sich der Verein vollzählig an dcr Jahrcsschlußfcier der freiw. Frcuerwehr. Am Neujahrstage wurde ein« „Gaßl'ahrt" veranstaltet, zu welcher der Od-man» die Bespannung kostenlos beistellte. An dcr Fahrt nahmen 25 Personen teil. Herrn Gottfried Haseiibüchel wurde durch de» Obmann der Dank de« Vereines für feine Spende (ein .Halder Wein") der Dank ausgesprochen. Gonobitz. (V o m F a s ch i n g.) Der Männer-gesangverein Gonobitz veranstaltet am 7. Feber in Wederniggs Gasträumen eine heitere Liedertafel mit Tanz. Du dieS heuer die einzige größere FafchingS-Unterhaltung ist, kann ein starker Besuch erwartet werdet'. Man rechnet dabei insbesondere auch aus eine zahlreiche Beteiligung aus den UmgebungS-ortschafte» HI-Geist, Oplotnitz, Retschach und Weitenstein. Neuhaus. (Feuei wehr ball). Die freiwillige Feuerwehr und RettungSadteilung in Bid NeuhauS veranstaltet am 24. Jänner im Salo» des Hotel Sthria einen Feuerwehrball, welcher mit ver-schiedenen Belustigungen verbunden sein nird- Rohitsch. (Spende sür d i e S ch u l e. — Kränzchen.) Der hiesige Bürger Herr AndreaS Di ofenig hat den namhaften Betrag von 4" Ä, der ihm von dcr hiesigen BezirkSsparkaff« sür die Ueber-Prüfung der Bücher zueikannt wurde, der Rohitscher Marktschule zur Anschaffung von Lehrmitteln ge> spendet. — Am 6. Feber findet hier in der .Post" daS Gewerbekränzcheu statt. Pettau. (Ein gemütlicher Rausch. — Straßenraub.) Am 13. d. war «in Besitzer auS Sankt Lorenzen am Draufelde nach Pettau gekommen, um Einkäufe zu besorgen Al« dies geschehen war, spannte er sein Pferd vor den Schlitten und fuhr heimwärts. Ein Gasthaus in Haidin mahnte ihn zur Einkehr. Er hielt an Die Nacht hatte sich schon herabgesenkt, als er an die Weiterfahrt dachte und deS Heurigen voll, fein Gespann in Bewegung setzte. Aber, o weh! Statt sein Heim zu erreichen, befand er sich mitten in der Nacht in entgegengesetzter Rich-tung und zwar vor dem Mautschranken dcr Pcttaucr Draubrücke. DaS Pfcrd konnte nicht weiter, er aber schlief den süßen Schlaf dcS Gerechten So fand ihn die sürsorgliche Polizei, die ihm eine warme Unter-kunst im „Warttraum" des neuen RathauseS ge-währt? und einen Pferdestall für sein Rößiein de> sorgte. Beim Erwache» fand sich der Schlaftrunkene längere Zeit nicht zurecht. Er glaubte zu Hause in einem neue» Zimmer zu sein. Bemerkt sei. daß der Alte einen Barbetrag von »420 K in Note» mit sich geführt hatte. — Dcr Telegraphcnbote I. Solko wurde am Rückwege vonAnkcnstein, wo er dienstlich zutun hatte, zwischen Steindors undPuchdorf vom Kcuschler Adreas Krainz überfallen, zu Boden geworfen und seiner Barschaft beraubt Der Täter wurde bereits von dcr Gen-darmerie dem Gerichte eingeliefert. Kerichtssaat. Die ExpIofionsKatastrophe in der Bahn-hofgafse vom 4. August 190«. Am 4. August v. I fand in den Kellerränmen des Bol'ifiit'schen Hause« in dcr Bahnhofgasse eine furchtbare BenziNexpIossion statt. Welche einen verheerenden Brand nnd schwere Verletzungen zweier Personen znr Folge hatte. Unter den Verkaussgeschäften des Spezerei-Warenhändlers Josef Matii, des Drogisten Fiedler »nd des Zuckerbäckers Petriiek befinden sich die von Malis als „Weinkeller" gemieteten Kellerränme. Matii hatte in diesen Kellerränmen außer Wein auch Fettwaren, Oele, SpiritnS nnd Benzin ciuge-lagert. Letzteres war in einem ungefähr 30 Silo fassenden GlaSballon verwahrt. Am 4. August gingen Heinrich Matik nnd der Lehrjuuge Osiet in den »eller und füllten ans dem Ballon in eine Sauer, brnnnflasche Beuziu. Beim Niederstellen des Ballons zersprang derselbe nnd das Benzin ergoß sich auf den nicht gepflasterte» Boden. Um 7 Uhr abends ging dann der Lehrjnnge Ossei abermals in den Keller nm Wein für das Abendessen zn holen. Kann, hatte Osset, der ein offenes Licht mitge-nommen hatte, den Kellerraum betreten, als sich die mittlerweile entwickelten Benzindämpfe entzündeten «nd eine furchtbare Explosion verursachte». In wenigen Sekunde» stand der ganze große Keller, der nur dnrch Lattenwände abgeteilt war, in hellen Flammen. Die Explosion war eine so heftige, daß die starke Kellerdecke und massive Mauergurte» zer-stört wurdcn. Im Pcirikek'schen Berkaufsgefchäfte wurde eiue 8 Quadratmeter weite Oesfnnng durch' geschlagen, dnrch welche die Flammen schlugen und die Geschäftseinrichtung sowie die darin befindlichen Vorräte in Brand steckten. Beide Geschäftsräume, sowohl jenes de« Pelritek sowie das des Drogisten Fiedler brannten gänzlich ans. Zn gleicher Zeit als Osset in den «eller ging, begab sich der Zuckerbäcker Petriöek zur Kell erstiege um dieselbe abzumessen. Kaum war Osset in den »icllerraum eingetreten, als er anch schon in eine mächtige Feuerflamme eingehüllt war: gleichzeitig wurde er mit furchtbarer Wucht gegen die Wand geschlendert. Pctric'ck erlitt außer mehrere» schweren Brandwunden einen Splitter-brnch der linken Hand. Der Lehrjnnge Osset erlitt ebenfalls schwere Brandwunden. Nnr mit größter Anstrengung nnd nach 27. stiindiger harter Arbeit gelang eS der sofort herbeigeeilt?» Feuerwehr im Bereine mit dem Militär des Brandes Herr zu werden. Am Donnerstag den 14. d. hatten sich nun vor einem Erkcnutnissenatc nnier deni Vorsitze de» LandeSgerichtsrateS Kotzian der 60jährige Spezerei-warenhändler Josef Malis, dessen Sohn Heinrich Matii, HändelSgehilfe nnd der Lehrjnnge Michael O s s e t ivegen Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens nach den §!$ 335 nnd 337 St.-G. zn verantworten. Die Anklage legt ihnen unter anderem folgendes zur Last Wegen der großen Feuers- und Explosiv n« gefahr der Mineralöle schreibt neben anderen Ver- Ordnungen vor allem die Ministerialverordnung vom Jahre 1901 besondere Vorsichtsmaßregeln vor. So dürsen Mengen von 15—150 Kilogramm nur in Kellern gelagert werden, die eine gnte Ventilation uud weder Abflüsse noch Heiz- oder künstliche Be-leuchtungSvorrichtnngen haben. Der Fußboden muß aus undurchlässigem nnd unverbrennlichem Material hergestellt sei». DaS Umfüllen von Benzin in andere Gefäße darf nur bei Tageslicht vorgenommen werden. Die Aufbewahrung von Benzin, soweit eS sich nm Mengen von mehr als '/» Liter handelt, darf nur iu vollkommen dichten und ebenso verschlossenen, widerstandsfähigen Gesäßen erfolgen. DaS Unisiillen darf, wenn nicht ein die Verdunstung vollständig ver-hindernder Füllapparat benützt wird nnr bei Tageslicht und nicht in der Nähe einer Flamme erfolge«. Von allen diesen SicherheitSvorkehrungen hatte der Ange-klagte Josef Matii auch nicht eiue angeweudet oder in seinem Geschäfte eingeführt. Der Verkehr mit Benzin habe sich vielmehr bei ihm in größter Sorglosigkeit abgewickelt. Ein Ballon Benzin mit 40 kg sei von Matii in den Kelle-, eingelagert worden, ohne daß die Ortspolizei hievo» verständigt worden wäre. Während die anderen Parteien des Hauses in dem-selben Keller, der nur durch Bretterwände abgeteilt ist, Gemüse, Heizmaterial? n. a. vermehrt haben, habe Matik in den ihm zustehenden Abteile große Mengen von Spiritus, Speise- und Brennvhl, Sli-vovitz, Rnm und den erwähnten Ballon Benzin ein-gelagert. Vorkehrungen für deu Fall des Auslau-fenS des Benzins habe er keine getroffen. Ebenso •Cttif 6 Deutsche jutaujt fei das Umfüllen des Benzins a»S dem Ballon in eine Sauerbrunnflasche höchst unvorsichtig geschehen. Regelmäßig sei dcr «ohn Heinrich oder der Lehr-junge Osset mit einer Ttallaterne i» den Keller ge-gangen. Die Laterne hätten sie in der Nähe des Ballons ans ein Faß oder dergleichen gestellt und dann das Benzin mittels eines gewöhnlichen Trichters in die I'/« ^i>er bergende Flasche gesüllt. Heinrich Matii nnd Michael Osset wird zur Last gelegt, sie wären am Tage dcr Katastrophe mit einem offenen Lichte — gewöhnliche Laterne in den Keller gegangen, nm aus dein Ballon in eine Sauerbruu»flasche Benzin zn schütten, sie seien dabei in der vbeu erwähnte» Weise vorgegangen. Beim Niederstellen des Ballons sei derselbe zersprungen nnd das Benzin anSgefloßen. Beim Ber» lassen des Äellrcs habe Heinrich Matii dein Osset gesagt, sie werden später vh»e Licht in deu Heller gehen und nachsehen, was zu mache» sei. Heinrich Maiii habe dann im t^cschÄste die »knnden iveiter bedient, ohne sich weiter «in das im >ieller a»sge-stossene Benzin zu kümmern, während Osset später mit einem offene» Lichte in den Keller gegangen sei und dadurch die Erpiosio» verursacht habe. Der Angeklagte Joses Matii erklärt, sich uicht schuldig z» suhlen. Er habe seinem Personale den strengen Austrag gegeben, beim Nebersülle» des Be»zins vorsichtig umzugehen. )>» Geschäste sei Benzin an die «»»den »»r bei Tageslicht «rabsolgt worde». Er gibt daß die vorgewiesene Laterne, welche aber feine SicherheitSlaterne ist, beim lieber^ füllen des Benzines verwendet w»rde. Bou einer Berord«»»g. welche besondere Sicherheitsvorkehrnngeu vorschreibt, habe er nie etwas gehört. Bon einem Bruche des Ballons sei ihm keine Mitteilung ge-macht worden, iiberhanpt habe er von den ganzen Mauipulatione» der beiden Mitangeklagten am kritischen Tage keine Kenntnis gehabt. Heinrich Matii und Michael Osset sind im all-genieinen geständig. Sie schildern ihre Manipula-tionen mit dem Benzin in der Weise, wie dies die Anklage tnt. DaS Licht hätten sie stets in einer Entsernug von 3 bis 4 Meter voin Be»zi»ballon ans ein Fettsaß hiugestellt. D»rch das Beweisversahren, in bessert Verlause mehrere Zeugen vornomme» - »rde», wird sestgestellt, daß die Parteien des Bobisnt'sche» Ha»ses wiederholt die Wahrnehmung gemacht haben, daß die Auge stellten de» Hausmannes Matii mit offe»em breit-»ende« oder sonst nicht genügend verwahrtem Lichte in den Keller gegangen seien und Matii öfter daraus ansmerksam gemacht worden sei. Ferners wird sest-gestellt nnd anch vom Angeklagten zugegeben, daß sehr ost vvu den Bediensteten des Matii im Flnrc des Hatiscs aus den dort verwahrten Petroleum-jäßetii bei offenem Lichte Petroleum iiberfchenkt wurde. Der als Zeuge vernommene «ausniann Wogg gibt zu. ebenfalls Benzin in größeren Mengen ans Lager zn habe», da er die Benziiistatio» habe. Das Benzin sei aber in eigens hiesür konstruierte« jener« sicheren Mannen ausbewahrt. Der Zeuge Xausmann »tollenz gibt aus die Frage des Versitzende» unnrn- wunden zu, daß er größere Mengen Benzin. 300 bis 400 auch 500 Kilogramm stets vorrätg habe, allein auch er will das Benzin in feuersicheren Rannen verwahrt habe». Sowohl der Zeuge Wogg, wie Kollenz erklären, daß sie nie etwas von der obenerwähnte» Verordnung gehört hätten. Sehr gravierend sagt sür die Angeklagte» der Zeuge Robert P^triiek ans, welcher die Sorglosigkeit der Angestellte» beim Nebersülle» des Petroleums im Hausflur und die wiederholten Beschwerden der Hausbewohner schildert. Der Zenge Leopold Krüger. Praktikant bei Matii gibt zu, einigemal? mit offen brennender Kerze in den >!eller gegangen zn sein. Sein Ches habe ihm nur aufgetragen, vorsichtig zn sein, weitere Anweisungen habe er ihm nie gegeben. Nach dem Gutachten der Sachverständigen f. k. Statthalterei-Obering. Schneider und J»g. A Herzka ist die Explosion dadurch entstanden, daß d,rs aus dem gebrochenen Ballon anSgeronnene Benzin >n den durchlässigen Kellerbodeu einsickerte und zusolge dcr kapillareu Wirkung dcr erdigen Bestandteile eiue große Vcrdunstuugsfläche geschaffen hat. Dadnrch. daß am kritische» Tage die entstandene» Benzmgase genügend Zeit sanden sich zn entwickeln nnd wegen ihrer spezifische» Schwere sich am Boden verbreiteten, inilßte es. als Osset. das offene Licht in der herab-hängenden Hand haltend, in den «eller trat, zur Explosiv» der Gase kornnteu. Die Art der Ausbe-Währung, sowie jene des Ueberfüllens erklären die Sachverständige» als den gesetzlichen A»sorder»»gen in keiner Weise entsprechend und höchst gefährlich. Heim - Sparkassen wie neben abgebildet kostenfrei aus. Nur ein Betrag von mindestens -i Kr«il«*il. welcher wie jede sonstige Einlage verzinst wird, ist gleichzeitig in ein Einlagebuch einzulegen und wird erst bei unversehrter Rückgabe der Sparbüchse wieder hinan sgegebeu. Der Schlüssel der Sparbüchse wird von der Sparkasse zurückbehalten and hat der Einleger in ihm beliebigen Zeiträumen die Büchse der Spurkasse zu übergeben, woselbst in seiner Gegenwart die Oeffnung erfolgt uud das Geld gezählt wird. Der vorgefundene Betrag iiiunm in das mitgebrachte Büchel eingelegt werden und darf am gleichen Tag« eine Behebung nicht erfolgen, an jedem anderen Tage ist die Behebung bis auf deu Betrag von K 4.— frei. Die Bestimmungen über die Ausgabe der Heim-Sparkassen sind den bezüglichen Eiulagebüchern beigeheftet. Bei Bestellungen von auswärts sind ausser dem Mindest-betiage von K 4.— noch 80 Heller lür Porto beizuschliessen. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli hofft auf die weiteste Verbreitung dieser schon viel bewährten, volkswirtschaftlich und erziehlich wertvollen Einrichtung. Sparkasse der Stadtkerne! mle Cilli* «£» rfr «■§» 's» 's» 's» rf» 's» »ß» emns- = Druchaufträge = in jeder beliebigen Husfübrung bei massiger preisanstellung. AAAAAAA IAAAAAAAi ^aaaaaaaawM -Lii. . Cilli * Ratbausgassc 5 üelepbonanscbluss I2r. 21 Jnseratcnaufträge für die Deutsche ödaebt werden ♦ nach billigstem Carif berechnet. X AAAAAAA AAAAAAAA ▲▲AAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAAAAAAA Nummer 5 Deutsche Wnckt Seite 7 vie sachverständige» i^erichlsärzte Dr. Ieseuko und Dr. Premjchak bezeichnen die «erletzungeu des Karl Petricek und Osset als schwere. Die linke Hand des Petricel sei dnrch den Splitterbruch für sei» Gewerbe dauernd unbrauchbar geworden; der Heiluugsprojeß sei mit heftigen, langandanernden schmerzen verbunden gewesen. Zur t^eltendmachnug seiner Entschädigungsansprüche bedient sich Karl Petricek des RechtSan ivalteS Dr. Hraiovec. Er begehrt für seinen Alienten an Sctimerzensgeld 1CHK) Jtnmcn, sür bie Verpfleg? kosten im Äflgsmeipeti »lrankenhanse L88 Kronen, weiterö sür den Ausenllialt im Sanatorium in Porto Hose 97 MroitcH 50 Heller, für die Weise dorthin und zurück l»0 ttroueu. an Berdienstentgang 954 Xro-nen, als Entschädigung für den von der Versicherung?« gesellschast nicht' ersetzten schaden an seinen Warenvorräten 393b Kronen >5 Heller. Doktor Hrasovec ersucht zugleich über diese Untschädignngs-ausprüche zu entscheide» und den Privatbeteiligten nicht wie üblich aus den Civilrechtsweg zu verweise». Der öffetttliche Ankläger Staatsanwaltstellver-treter Dr. Pratschi'tsch halt die Anklage im vollen Ilmsauge ausrechl uud sucht in läugerer Ausführung nachzuweisen, das; sich der Angeklagte Joses Matii in dreifacher Weise vergangen habe. Zunächst wegen der 'an sich »»genügende» Vorkehrungen, ferners wegen der ungeuügenden Belehrung seiner Auge-stellten und schließlich wegen der »»zulänglichen Ueberwachnng seiner Angestellten bezüglich der Gebahruug mit Benzin. Bezüglich dcr beiden andere» Angeklagten stellt • er sich auf de» Standpunkt des § 335 und bezeichnet die beiden jungen Leute als geistig so weit fortgeschritten, daß sie das Gesähr-liche ihres Vorgehens einzusehen vermögen. Er be-antragt die Schnldigsprechnng aller drei Angeklagten. Der Verteidiger der beiden Äatir, Dr. Vreiko versucht die ganze Sache ans eine» »»glückseligen Zufall, sür den die Angeklagten nicht aufkommen dürsen, hinzustellen und schiebt die ganze Schuld jene» Behörden zn, die dazu berufe« wäre», die vielzitierte Verordnung den betreffenden GewerbÄ« leuten gehörig bekannt zn machen. Nach einstündiger Beratung verkündete der Vor-sitzende das Urteil. Joses Matii wurde zu einer tAeldstrase vou 200 K, Heinrich Matii nnd Michael Osset zu einer solchen von lOO K verurteilt. Außerdem wurde» alle Angeklagte» solidarisch zum Ersatze der Gerichtskoste», ziuu Schmerzensgelde an Karl Petriiek in» Betrage von 1000 I!, zu de» Ersatz-betrage» von SW' K und 237.50 K verurteilt, u it den Mehransprüchen wurde Karl Petriiek aus den ZivilrcchtSiveg verwiesen. Aus diesem Wege werde» auch die übrigen Geschädigten ihre Ansprüche geltend machen. Ein rabiater Knecht. Am 23. November führte der «»echt Bartlmä Urlep Hochzeitsgäste in die Stadt. Durch die Grazer-gaffe fuhr er i« so rasendem Tempo, daß der eben über die Straße gehende Hausbesitzer Herr Adols Zöchliug nicht mehr ausweichen konnte. In der Ziähe dcr Grazermanth wnrde er von den Pferden niedergestoße«. Zöchling fiel so unglücklich hin, daß er einen schweren Bruch des rechte« Unterarmes er-litt. In der Schmiedgasfe wurde Urlep von den Nachleuten Gratfchner und Michelag angehalten uud wegen feines unvorsichtigen Fahren« znr Rede gestellt.' Urlep benahm sich den Wachleuten gegen, über so ungebärdig, daß ihm die Verhaftung auge-kündet wurde. Nun stieß Urlep die Wachleute von sich, warf sich aus den Boden und schlug mit Hän-den nnd Nützen um sich. Nur mit Mühe konnte er gebändigt nnd abgesührt werden. Das Urteil lautete aus drei Monate ichiveren und uerschärstrn KerkerS. Ein Wohnnngseinschleicher. Am lO. Dezember v. Z. schlich sich dcr Knecht Franz Jrga in die Sakristei der Pfarrkirche St. Martin bei Windisch-Graz und entwendete dortselbst den Schlüssel zum Psarrhme. Eine günstige Ge-legenheit benützend schlich er dann in das Pfarrhaus, kam in das Wohnzimmer des Pfarrers nnd entwen-bete denselben 100 K Bargeld. Er wurde deshalb zu l3 monatlichem Kerker verurteilt. Vermischtes. (Aus der Mappe eiueS alten Schul-mannes teilt E. Hering im Leipziger aalender (1909) eine Reihe hübscher Scherze mit. Als eine Mutter den kleinen Walter wiederholt fragt, ob er nicht bald erster werde, antwortet er: „Das geht nicht, da sitzt schon einer." — In einer Naturge-schichtsstuude spricht der Lehrer von einem „Segler dcr Lüste", der sich aus Häusern und Sümpfen niederläßt. „Wer ist das?" Im Ehor erklingt die Autw'orl: „Zeppelin." — Ein anderer Lehrer fragt, wie König Heinrich l. die Städte errichtete. Der zehnjährige Sohn eines Baumeisters antwortete: ..Er reichte zuerst die Pläne ein". — Die Lehrerin erzählt, wie Rahel. von Jakob am Brunnen ge-troffen, voraus zu ihrem Vater lief, uud sragte: „Was hat Rahel wohl nun zu Hause gesagt?" Antwort: „Kocht schnell Kaffee, es komint Besuch." Gingesendet. 25.00« Kronen beträgt der Haupttreffer dcr I u b i l ä u m s-W itwe u- uud Waiseusond-Lotterie. Wir machen nnsere Leser daraus ans« merksam, daß die Ziehung schon am 21. Jänner lv09 stattfindet nnd empsehlen angelegentlichst, dieses patriotische nnd humanitäre Unternehme» durch An-kauf eines Loses zum Preise von 1 Krone zu unterstützen. Redner, Sänger, Schauspieler, Raucher, sowie an Hals* und Rachenleidende nehmen ,,Menthoßom" Menthol Gummi-Zeltchen, stärkt die Stimmbänder. schützt vor Erkältung, bewirkt klare, reir-e Stimme, schleimlösend Erhältlich in Apotheken. Preis 1 Schachtel K 1.20 Drpot und Versand: Erzherzog Karl-Apotheke _Wien, 11/8 Kubera-g Karl-Plat» i4. b Ausweis über die im stöbt. Schlachthause in der Woche vom 4. bis 10. Jänner 1909 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Kaust nur Mari* auf "-rS-ckl-. („© web, der Fußboden muß lackiert werden"). ruft manche HauSsiau auS und denkt nach, welcher Fußbodenlack wobt der beste sei und wo sie ihn taufen soll. — Am besten wählt man den echten Keil-Lack, welcher bei Gustav Stiger und bei Viktor Wogg in Cilli, in Markt Tliff.'r bei And. 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Plesijchat....... — — — — — — — ' — - — —■ — — PleierSty....... — -1 ' — — — — — 1 — — — — — Red«u!chegg Joses . . . — 5 — — « « — — i — — — 122 - — toi'Uat Aran«..... — 2 - — Ö 2 — — : — — — —- — Scutichiiigg Anton. . . — Stelzer........ — 2 1 1 Umegg Rudols .... — — i — 1 1 — — • Vollqruber Franz . . . — 1 1 — ß 1 — | (0 9 387 Gastwirte....... — — 1 — 2 8 — — 1 — — — — — J Private....... H 11 h gegen alle 'ulectioas-Kraßheiten: dem reißen Craaitfcisca entspringend. Sei rielen Epidemien gtänsend bewährt. OJerram China-Wein m» Eisen. Hjgiia. Aaotallanf Wi#B 19(1« i StMtepni* und, Ehr»»-diplom nr xolä»»«» u Krftftunnjrsnuttfl fiir Schwüchluhe, Blnt-S ■roif und R«konv*le**ei»tei». — Apputit I Rnwffendeg, nervenstürkaiitlei, blntver-besxernd^B Mittel. Tor.Ulleb«rO.Kli«Mk.O*b.r *00« eatufcl m. J." 8EKKAVALI/O, TriMtÄ-IUWlm. Klnfl ich kB den ApoUtkan in FUmUh I I. 7i L 4 KjS.ttO und ii 1 I, I K 4.80. 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März 1909 sestgesetzt und können weitere Auskünfte beim Friedhofskommissär, Stadtökonom Derganz, eingeholt werden. Stadtamt Cilli, am 2. Jänner 1909. Der Bürgermeister: Dr. v. Iaboruegg. Für die Schristleitung verantv»nlich : Guido Schidlo. Trucker, Verleger. Herausgeber: Vereinsbuchdruckerei „Celeja", Cilli.