^ 254. Montag am 7. Nmiemlier 1864. Die ^kllibach« Zeitung" erschein!, mit ÄnSnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, nnd kostet sammt den Veilllgm im Vomptotr ganzföhrifl li si., halb-lshrlg 5 fi. 50 tr., mit Kreuzband im Comptoir gMtfj. 12 si., halbj. s st. Fllr di» Zustellung iil'S Hans sind halbj. bl1 tr. mehr zn entrichten. Mlt der Psst Portos«! ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fi., halbj. 7 fi. 00 lr. Vnseriisnsgebilllr s!lr eine Garnionb»Spaltenzeile ober dm Raum derselben, ist für lmalige Einschal» «ngßlr., sitr 2malige s tr., filr 3malige 10lr. n. s. w. Zu diesen Gebühren ifi noch der Inserti?!i3-Stempel per 30 tr, fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1st. 90 kr. fttr 3 Mal, I fi. 40 lr. fttr 2 Vlal und 00 kr. fit, l Nal smit Inbegriff des InsertionSftempels). Amtlicher Theil. ^e. l. l. Apostolische Majestät haben nlit Aller-höchitcr Entschließung vom 30. Oktober d. I. dcn Ministcrialsclrctär bci dcr Direktion für administra« tmc Statistik Dr. Adolf Fickcr zum Dircltor da-sclbst mit dcm Titel nnd Range eines Rcgiernngs-^thes nllergnädigst zn ernennen, nnd dic hicdnrch in Erledigung gcwmmcnc HofsclrctärSstcllc dem Ministe rialkonzipisten bei dicscr Dircltion Friedrich Schmitt zu verlcihrn geruht. Das Finanzministcrium hat den FiuauzbczirlS-direltor in Sanok Finanzrath Fran,; Kretschmcr in das GrcmillM der Finanzlandcsdircktion in Lcm-bcrg versetzt. Nichtamtlicher Theil. Der Friedcusvertrass mit Dänemark. Die „Wiener Abcndpost" bringt dcn Wortlaut des Fricdcusvcrtragcs mit Dänemark. Es ist ein Aktenstück vou hochwichtiger Bcdcutuug, daS dic volle Aufmerksamkeit der politischen Welt in Anspruch nch' wen wird. Wir selbst haben nichts hinzuzufügen, bemerk dic ..W. A.", nicht nns zicml cS das Wort des yobcS und der Anerkennung ül'cr ein Wcrt zn sprechen, dessrn geschichtliche nnd nationale Bcdcnluna slcher nicht bestriltcn werden wird. Ader wir erwar-ten dieß Vort von anderer Seite, wir erwarten es vor allem von jenen, für deren Rechte und Interessen die beiden deutschen Großmächte daS Schwert ^griffen nnd das Blut ihrer Söhne vergossen haben, wir erwarten cs von ganz Deutschland, denn die Kraft ,md Entschlossenheit, mit welcher Prcußcn uud Oesterreich den Kamps geführt, hat Deutschlands staatlicher Ehre, seinen nationalen Wünschen nnd Hoffnnngcn gegolten. Und wir geben uns der ans-llchligcn Hoffnung hin, das; der leidige Slrcit, der über die Mittel zur Erreichung des gemeinsamen Zltlcs geführt worden, mm da cS glücklich erreicht Nt, uns die Freude am Erfolge nicht verkümmern Nmd. Der Vertrag lautet: Nri^, ^ '' Ee s°ll in Zukunft nnd für beständig de o"'^ ^"undschaft zwischen Ihren Majestäten Pm.s''^" ^°" 5ch >'ech und dem Könige von audm cit7'"^''' ""d dem Könige von Dänemark «n! ^terth^'^'W'! derc" jenseitigen Staaten siend.^?.^ .^' ^lllc zwischen dcn hohen vertragschlie. MW n^'n? "" dem Kriege abgeschlo„cncn Vcr-Mige m.d Ucbercinkünflc werden, insofcrnc d,e,elben ^ ^ !- ^" ^"l>"lt des gegenwärtigen Vcrtrngc^ nogcMMt oder abgeändert werden, hiemit neuerdings m Kraft gesetzt. Artikel .!. Es. Majestät der König von Däne-«'all verzichtet auf alle Seine Rechte anf die Herzog-'limner Schleswig, Holstein und Vancnbnrg zu Gnu» >^n Ihrcr Majestäten des Kaisers von Oesterreich ^"d des ssönigS von Preußen und verpflichtet Sich, blc Verfügungen, welche Ihre genannten Majestäten hinsichtlich dicscr ncrzogthiimcr lrcfscn werben, anzn-» erkennen. Artikel 4. Die Abtretung des Hcrzogthnms Schleswig begreift in sich alle zu diesem Herzogthnmc Nchörigtn Inseln, sowie das auf dem Festlandc gc» lcgenc Territorium. -^ Um die Abgrcnznng zu vcr» kinfachcn nnd dcn Unzukömmlichkeiten ein l^ndc zn machen, welche aus der Lage der in schlcswig'schcm Gebiete cnklauirtcn jütländischen Ocbiclölhcilc entsprin-3cn, tritt Sc. Majestät der König von Dänemark an Ihre Majestäten den Kaiser von Oesterreich und den König von Preußen jene jütländischcn Besitzungen ab, welche im Süden der südlichen Grenzlinie des Distriktes Nibc gelegen sind, als: die jutlänoischc ^andcsstrcckc Mögcltonocrn, die Iuscl Amrom, die jütländischcu theile der Inseln Foehr, Gylt und Rocmoc u. s. w. Dagegen willigen Ihre Üilajeslätcu der Kaiser von Oesterreich und dcr König von Preußen ein, daß ein äquivalenter Thcil von Schleswig, dcr außer dcr Insel Acroc solche Gcbiclsthcilc begreift, welche dazu dienen, den Zusammenhang des obenerwähnten Di-slliltcs Ribc mit dem übrigen Jutland herzustellen und die Orcuzliuic zwischen Iütlaud und Schleswig auf dcr Seite von Molding zu verbessern, -- vom Hcrzogthum Schleswig losgetrennt und dcm König« reiche Däucmark ciuvcrlcibl werde. Artikel 5. Die ncuc Grcuzc zwischen» dcm Königreiche Dänemark und dem Hcrzoglhum Schlcs< wig soll von dcr Mitte dcr Mündung dcr Hcjls-minder Bai übcr dcu kleinen Äclt ausgehen, diese Bai durchschneiden nnd dcr dcrmaligcn südlichen Grenze dcr Kirchspiele Hcjls, Vcjslrup uuo Taps, und zwar letzterer bis zu dcm im Süden von Gcjlbjcrg uuo Vräuorc bcfiudlichcu Wasserlaufc folgen, sodann diesem Wasscrlaufc entlang, von dessen Eiumiiuduug in dic Fous-Aa auSgchcud, längs dcr Südgrcuzc dcr Kirchspiele OcdiS und Vaudrup und längs dcr West« grenze dieses lctzttrcu bis zur 5lönigsan ^Kougc-Aa) im ^tordcu vou Holte gezogen wcrdcn. -- T'on diesem Punllc an wird dcr Thalweg der Königßau (Kougc-An) die Orcnzc bis zur östlichen Endlinie des Kirch» spiels Hjorlliind bilden, — Von hicr angefangen soll die Grcnzc dicscr selben Endlinie und ocrcn Herlän» gcrung bis zn dcm im Norden des Dorfes Obcljär vorspringenden Wiukcl und ferner dcr östlichen Grcuzc des Dorfcs bis zur GjelS.Aa folgcu. — Bon hicr an sollcu dic östliche Grcuzc dcö Kirchspiels Sccm und die südlichen Grenzen dcr Kirchspiele Sccm, Ribc und ^cstcr.Bcdslcd die ucuc Grcnzc bilden, wclchc in dcr Nordscc in gleicher Entfernung zwischen dcu Inseln Manoc und Nocmoc fortzulaufeu hat. In Folge dieser ncucn Abgrcuznng werden vou einer und dcr andcrcn Scite alle gcniischtcn Ansprüche und Rcchtc sowohl weltlicher als geistlicher Arl, wclchc bisher iu dcr Enklaven, auf dcn Inseln und in dcn gemischten Kirchspielen btstauocn haben, — als erloschen erklärt. — Iu Folge dessen soll die neue sou-vcraiue Macht in jcdcm dcr durch dic ucue Grenze gclicnntcn Gcbictc ihrc dicsfälligcn Rcchtc in vollem Umfaugc gcuicßcn. Artikel 0. Eiuc aus Bcrtretcrn dcr hohen vertragschließenden Theile zusammengesetzte internationale ziommissiml soll bcanfnagt wc:dcu, uumitlclbar nach dcm Austausche dcr Ratifikationen dcs gcgci'wärligcn Vertrages, an Ort nnd Stelle dic ncnc Grenzlinie, dcn Bestimmungen dcs vorstchcndcn Artikels gcmäß, ^cr' zustellen. Dicsc Kommission soll anch die Kosten dcs Baucs dcr ucucu Straße von Nibe nach Tondern im Vcr-hältnissc dcr Ansd.hming des auf beiden Seiten von ihr durchlaufcucu Gcbictcs, zwischen dcm Königreiche Däncmarl nnd dcm Hcrzoglhumc Schleswig zu ver- lhcilcn habcu. . . ^ ^ ..... Endlich wird diciclbc KommiNlon die Vcrthci« lung der Guter, Fonds und Kapitalien leiten, wclchc bisher solchen Distrikten oder Gemeinden, dic durch die ncuc Grcn;c von einander getrennt wcrdcn, a.c< meinschaftlich angchört habc». Artilcl 7. Die H'cjt,mm»ngcn dcr Artikel 20, 21 m:d LÜ dcs zwischen Oesterreich und Rußland am .';. Mai 1^15 abgeschlossenen Vertrages, welcher einen integrircndcu Thcil dcr Schlußakte dcs Wicucr Kongresses bildet, wclchc Bestimmungen sich auf die Besitzer gemischter Gründe, auf dic von ihnen aus« zuübeudcn Rcchtc, aus die NachbarschaflSverhältuisse in dcn von den Grenzen durchschnittenen Grnndstük- lcu beziehen, sollen auf die Grundbesitzer so wie auf jene Grundstücke, welche sich in Schleswig und in Jutland in dein dnrch die obenerwähnten Bestimmungen dcr Alten dcs Wicncr Kongresses vorgesehenen Falle befinden wcrdcn, ihre Anwendung finden. ,,5ortsclnlng fl'Ifjt,) Oesterreich. Wien. Gegenwärtig befindet sich ein lön. sächsischer Obcrlienlcnant hier, dcr im Auftrage feiner Regierung Studien übcr das österreichische Fcldartil-lcric-Matcrial macht, welches in der sächsischen Armee eingeführt wcrdcn soll. — Im Kricgsministcrium ist man eben damit beschäftigt, an dic Stcllc dcr veralteten oder nur wenig zweckmäßigen Lchrliehelfc für die l. k. Militär-ErzichungSinstitutc allmülig ncuc und dcm hcutia.cn Stande dcr Wissenschaften entsprechende , Werke treten zu lassen. Besonders gilt dicsc Sorge dem Untcrrichlc in dcn höher» Vchrcmstaltcn. 3ln mchrcrc rühmlichst bckanntc litcrarischc 5lräflc ist, wie dcr „Kamerad" vernimmt, dic Auffordcrung ergangen, für gewisse Fächer entsprechende Leitfäden zusammenzustellen. Auch ganz ncuc Zweige dcr Wissenschaft wcrdcn von nun an in den Akademien vorgetragen wcrdcn. Für gewiß ist dieS von der Geschichte des Kriegswesens bekannt. Dcr im Fache der Militär-Wissenschaften bekannte Generalmajor Nuppcnau, Chef der Kriegsschule, hat selbst das Programm entworfen, nach welchem daS Wcrk auszuarbeiten ist. Die Ausarbeitung selbst soll dcm Professor an der Genie-Nladcmic, Hauptmann Bertram Gatli, übertragen wcrdcn. — Mit Verordnung dcs hohen Kricgsmiin-stcriums vom 10. Ollobcr d. I. wurdc, aus Nulaß dcr eingetretenen Standesverändernugen nnd Organi« sirungcu dcr Truppen und Brauchen, cm ncu verfaßtes Tableau über das Ausmaß dcr Fcldgcräthc, rin ncn verfaßtes Schema über dic Gcbühröansätze, vom I. November d. I. angefangen, endlich ein neu verfaßter Fcldrea,uisilcN" nnd BelösligungS'Poltionen-Tarif zur Darnachachlung bekannt gegeben. Trieft, 5. November. Die Handels« und Ge-wcrbclammcr bewilligte in ihrer gestrigen Sihimg, cincm Gesnchc der Kärntner Handelskammer und ihres eigenen EifenbahN'El>Mlt6's entsprechend, einen Beitrag von ijlXO fl. für die Tracirung der projcltirten Eisenbahn Pillach droben. — An der heutigen Börse wnrdcn nähcre Einzclheilcn übcr großartige Wechsel-fälschungcn bekannt, mit welchen mau einen hiesigen Sensal in Verbindung bringt. Unter den Firmen, deren Unterschriften von ihm nachgeahmt wurden, ncnnt man namentlich drci brlannlcrc. Die Gestimmt» summe soll sich auf 140—180.(XX) fl. belaufen. Der Urheber dcr Fälschungcn habe, heißt rs, einen wiederholten Sclbstniordvcrsnch gemacht, dcr aber mißlungen sei. Zara, 2l». Oktober. Ein mysteriöser Brand ist heute dcr Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit. Erst gegen halb tt Uhr Morgens wurde aus unserem alten Munizipal > Paläste dcr Antzbruch einer Feuers» brunst gemeldet. Dcm Eifer dcr Genie-Soldaten, dcncn sich Bürger nud Handwerker anschlössen, gelang cs, dcs Fcucrs Mcistcr zu werden, ohne daß daS Gcbäude sclbst bcdcutrndcrcn Schaden erlitten hätte. Es war gcradc iin Kassazimmcr entstanden und hatte allc darin befindlichen Gegenstände uuo wichtigen Dokumente verzehrt uud mußte zeitlich in dcr Nacht angefangen haben. Auch fand man einen verbrannten nud ganz vcrlohllcn Jagdhund, dcr in diesem Him-mcr eingesperrt war, am Bodcn liegend u:,d eS ist doch voranszusctzen, daß er nntcr den Qualen die cr ausgestanden, durch scin furchtbarcb heulen die 5'eute u", H"ul' lMtc auflnerlsam machen" müssen. Nun beftnde sich as Ka,iazimmcr im zweiten Stockwerke, "" b" "' °w wohnt dcr ThürlMer des M,H plums nnt semer Familie und zu ebener Erde sind ROR4 die ilonimuiialwachcn einquartiert. Es ist daher auffallend , daß Niemand im Hause vor Tagesanbruch des Feuers gewahr worden ist, und man dringt auf eine genaue Untersuchung, da die Wichtigkeit der verbrannten Dokumente und die Ncbcuumsländc dcn Verdacht geweckt haben, daß das Feuer absichtlich ge« legt worden sei. — Nächstens wird der l. l. Kriegs» dampfer „Eurtatone" hier erwartet, der zur Verfügung des Gouverneurs FML. Aaron Mamula hier slationircn soll. Ausland. München, 2. November. Nachdem es dem Minister des Innern v. Ncumaycr gelungen, Herrn v. d. Pfordtcn zur Uebernahme des Portefeuilles der auswärtigen Angelegenheiten zu bewegen, hat der König dem Eislgcnanntcu auch die Wahl dcs tünf> ligcu Vertreters am Bundestage überlassen. Zunächst war Freiherr v. Ectto in London hierfür auScrschcn, welcher als langjähriger dortiger Gesandter bei dem verhältnismäßig geringen Gehalte von 25.000 fl. nicht unbedeutende Opfcr gebracht. Allein Freiherr d. Schicnck, der in London scin Nachfolger werden sollte, lehnte die Annahme dieses Gesnndtschaftspo-sieus r«it aller Entschiedenheit ab, indem er erklärte, sich nicht in der Lage zu befinden, die damit Verbum dencn Gcldopfcr aus eigenem Vermögen bringen zu können. Während sich nun Freiherr u. Schrenck bereit erklärte, den Posten eines Bundcstagsgesandtcn wieder übernehmen zu wollen, blüht dem Frcihcrrn v. Ectto nur die allerdings nicht rosige Aussicht, auch noch für die Zukunft der Vertreter Vaicrns in England zu bleiben. Frankfurt, 4. November. Die oldcnburg'fchc Begrimdungsfchrift gelangt zu folgendem Resultat: Erbberechtigt ist die Gottorper und Sonderburger Linie, die Erbfolge aber nicht die des gemeinen Rechts, sondern sie trifft die dem Blute nach fernere Linic vor der nähern, in der berufenen Linic aber dcn rc» gierenden Herrn des ältesten Gottorpcr Zweiges, näm lich dcn russischen Kaiser, jetzt den vcrzichtmäßigcn Substitute,!, den Großherzog von Oldenburg. Erb' objclte bilden beide Hcrzoglhümcr. Das der Son» dervurgcr Linic etwa zuständige Ncvokatiousrecht aus Oldenburg und Delmenhorst steht auszer Beziehung zu dem gegenwärtigen Rechtsstreit. -— Dir „Kölnische Zeitung" bringt einen Leit» artikcl über dcn Widerspruch der Ansichten bezüglich des Minislcrwcchscls in Wicn. Bei der Entscheidung über die Hcrzogthümerfrage müsse die Wahrheit her. vortreten. Sei Graf Mcnsdorff mit dem Staats minister Schmerling einverstanden, so werde cr im Vereine mit dcn Mittclstaatcn Preußens Annexionö-Bestrebungen hindern; sei cr aber feudal gesinnt, sc werde er mit Preußen dem Vunde entgegentreten. Die liberale Partei in Preußen schwebe ill Verlegen« heil, weil dcr LibcraliöinnS Oesterreichs, im Allgc. meinen erwünscht, prcußcnfcmdlich sich gestalten könne, während dic Allianz mit Preußen dcm konstitutionelle!, Prinzipe beiderseits abträglich erscheine. Verlin, 4. ^iovcmbcr. Dic „Krclizzcituna" 'jky'tt^-. Vv^ ^^xv^, vu^d^v l^ic ^t in deu Her-zo^ümern stc^endeil pc-cllssl's'chm D/^c/l ötv/mäch// sämmtlich ill oic Hc-i/l,ltt ,'UlV/ckfchl-e,, / die lünftigs prettssische Ol/atztt/ig sott a/,s anderen Truppen gebildet werden. Indem ferner die „Kreuzzeitung^ die von ihr angesüßten Gesichtspunkte der oldenburg'fchen ssandi« datur würdigt, warnt sie vor der Agitation anderer Glätter und darf versichern, daß die betreffenden Zci> luuaSmittheilllligen nicht mit den Aeußerungen und Ansichten der bei poUUschen Entscheidungen, in Be» tracht tommeiiocn Persönlichkeiten zusammenhängen. FlcnHvurg, 2. November. Heute am Aller-seelcnluge fand die ferliche Einweihung des Denkmals für die gefallenen Heldcnsöhnc Oesterreichs in Ocverscc, elllc Meile südlich voll liier, Statt. DaS Denkmal selbst steht auf cincr weithin sichtbaren Höhe. Es ist einfach, aber in seiner Art schön. Auf einem horizon' talen Kreuzfundamcnlc erhM sich ein großer Stciu-aufwurf, auf dcsscn Spitze ein Marmorlrcuz prangt. Eine Eriuneruinistaftl gedenkt der ruhmvoll gefallenen Helden. Prinz Friedrich Karl von Preußen, Ober-Commandant der alliirtcn Armee, war durch seinen Adjutanten, Major v. Zielen, vertreten. Die gcsammtc berittene Stabswachc des Oberkommandos und eine Abtheilung der kaiserlichen Genie-Truppen, die sich an dcr Setzung des Monumentes bethciligt hatten, bildeten Spalier. Allc hier anwesenden österreichischen Offiziere, der österreichische EiuilKommissär Freiherr v. Lcderer und viele preußische Offiziere wohnten dein kirchlichen Akte dcr Einweihung bei, welcher von dcm Regiments.Kaplan dcs Infanterie. Regiments König der Bclgier abgehalten wurde. Nach dem feierlichen Alte richtete dcr geistliche Vertreter dcs heldemnüthigcn Steicrcr.Reglmcnts, Karl Bancalari. cine ergreifende Rede an die Anwesenden. Unzählige Einwohner dcr wcit nnd breit umlie-gendci, Dörfer waren bei dcr Tootenfeier zugegen. Der einfache Heldcnhügcl wird weithin Zeugnis; geben, daß hier deutsche Söhnc für die Befreiung deutscher Erde fielen." — 3. November. Die hiesige „Norddeutsche Zeitung" publicirt das amtliche Budget für Schleswig für die Zeit vom 1. April 1804 bis I. April 18>.»ö, welches "einen Uebcrschus; von 2,0l 3.274 M. Cour. ergibt, wobei in Betracht zu ziehen ist, daß die Aus-gabcpostcn für Civillistc, Apanagen und Kricgswcscu wegsielen. » Im Budget ist die Einberufung dcr Ständcver-samlnluug bis künftigen März vorgesehen. Die Kosten dafür sind mit 60.000 M. in Ausgabe gestellt. »Aarhuus, :'>. November. Dic „Amtszeituug" veröffentlicht ciuc Bekanntmachung dcs Gcucrals v. Falkenstcm vom 2. Novcmbcr, welche schließt: „Die gewährten Erleichterungen sind nur in dcr Voraussetzung eingetreten, daß in der gegebenen Frist der FrieoenSllbschluß in Kopenhagen ratificirt werden wird. Sollte wider Erwarten die Ratifikation uer» zögert werden, so würden alle Vcrordnuugcn in ocr-schürftem Maße sofort wieder iu Kraft gesetzt werden." Turin. Das Eonntc zur Unterstützung der Friaulcr Frcischärler, welchem die Herren Boggio und Broffcrio als Vertreter des parlamentarischen Vereine dcr alten Provinzen sammt Dclegirtcn anderer Vereine beigctrctcn sind, hat ein oon Mauro Macchi und David Levi llntcrzcichnctcs Proklam erlassen, unter dem Titel: „Eoimtc des Hilfspfcnnigs lolx)^) für Vcuclieu." Die hicsigcn Blätter, welche dasselbe veröffentlichen, wnrdcn jcdoch scqucstrirt. Die mini« ilericUe „Stainpa" versichert neuerdings, daß der Putsch in Friaul als vollkommen gescheitert zu be« trachten sei. Der Anführer dcr Baude, die sich iu Eapo di pontc aufgelöst, sci am 27. v. M. flüchtig in Brescia eingetroffen. Turin, 3. November. In dcr heutigen Sitzung dcr Deputirtentammcr verlangt Boggio die Mitlhei» lung anderer Dokumcule. Lamarmora verweigert dicsclbc. Pctruccclli frägt, ob die Note Nigra's uolltommen wahr sei? ^anza antwortet, dieselbe sci uon beiden tontrahircndcu Theilen als wahrhcilö. getreu anerkannt. MoSca lcgt dcn Bericht wegen Verlegung dcr Hauptstadt vor, '.velcher mit dcm An» trage auf Annahme schließt. Die Berathung wird Montag stattfinden. Aus Mailand wird der „G.-E." die charal< teristischc Thatsache gcmcldct, daß Herzog Scotti, fcrncr die Herzogin Mclzi (Mutter) nnd Rilter Brambilla, drei dcr reichsten nnd mnchtiastcn Person> lichtcitcn aus dcr konservativen und lirchcufvclmdlichcn Fraktion dcö hohen Adels Mailands, dicsc Slad« definitiv verließen, und mit allcn ihren Möbeln und Einrichtungsstücken nach Nom übersiedelt sind, wo si sich auck bereits entsprechende Palais angekauft habe» sollen. Die „Perscvcranza" hat aus Nom die Mcl> ftung erhalten, dasi sämmtliche politische Prozesse und Archive des Tribunals dcr Sacra-Konsulta anf Be-s'chl dcs Monsignor Lagrttti verbrannt worden sind. Die päpstlichen Truppcu mit Ausnahme der Gcn» dnrmcric werden aufgelöst. "Paris. Dcl- Ksl^is>and wlirde näinlich in dcu Wcihkcsscl eine ätzcudc'Flüsst^cit, wahrscheinlich Vitriol, gegossen. Die Schandthat wurde durchras plötzliche Rothwcrdcn dcr Oesichlöhaut dcr sich ^cgncndcn bald bemerkt und so wcitcrcm größeren Unheil uoracbcuat. — I» scillcn musikalischen (^rotröleli elzählt Berlioz: Einc leidenschaftliche Musikfreündin «ritt ciues Tages dci uuscrcm berühintcn Verleger Bran^ mis (Paris) ei» und verlallgt die ncursten uod schün.-stcn Gesangstücke, mit dcr Bemerkung, daß sic dieje« uigcn vorziehe, wo nicht so viclc B'S vorkämen. Der EommiS übcrrcichtc ihr darauf ciuc Romanze. Dicses Musikstück ist köstlich, sagte cr zu ihr, leider hat eS uicr B's vorgczcichxct. O! das macht nichts aus, er« widerte die juugc Dame, wenn mehr als zwci vor« Handen sind, so kratze ich sic aus. Ucucjtc Nachrichten und Telegramm. ms» zl»vsllä//igtt- Quelle verlauttt, dah die von dtt „ii/ordd. All^. Ztg." vertretene und auch von dcr prcU' Nachen Ncgiervmft yche^c Ansicht, der Bund habe nunmehr seine Truppen aus Holstein zurückzuziehen, oon dcr österreichischen Regierung durchaus nicht s^ theilt wird, die sowohl hicr als in Verlin in die^ Richtung sich ausgesprochen. Nerlin, 5. Novcmbcr. Der Gesandte in Kassel, Pmiz v. Renk, wird als preußischer Gesandter nach Millchcn vcrsctzt. Kiel, "). Novcmbcr. Eine DtMaUon hvlsteiu^ schcr Großgrundbesitzer überreichte iu Flcnslmrg del" Pvmzcn Fncdvich 5larl lO.OX,, Tlflr. als Bcilrnü 5" dcm Ilivalldclifonbo dcr as/iiltcll slrmce. Die „Eckcrnfülder Ztg." meldet: Die in bcr Umgegend kanlonnircnden prcußischcu Ncgimcuter s'"° südUch abmarschirt. Die in HadcrSlcbcn kalltolluircilden Hicthell'H"' ßarcn beginnen ihren f)liickmarsch am 5. Novcmbcr. Verlin, 5. November. Dic ..Krcuzzc'MN'tt" erfährt, dic künftige preußische Besatzung in Sclilc^ wig - Holstciu wcrdc von cincr lombiuirlcu Divis"", bcstchcnd auö Rcgimcutcri, uerschicdcncr Armeekorps gcbildct wcrdc». Als Bcstaudlhcile dicscr Diu>,l0" ucnnl sic dic Regimenter Nr. N, 51, l',) nnd dic Dragoncr.Rcgimculcr Nr. 2 und 6. Zum M'lltar< gouvcrucur in dcu Hcrzogthümcru wcrdc wahrschcl'^ lich GL. v. Fallcnslein ernannt wcrdcu. "^"Wcl' tung" und ..Nordd. Allg. Ztg." vcroffcntlichcn dcn französischen Tcxt dcs Fricdcnöinstrumcntcs. Turin. 4. Novcmbcr (Abends,) Dcr Bcr.cht Mosca'ö über den Gesetzentwurf .'"egcn Vc^cgu'ss dcr Hanptstadt nach Florcn; konstatirt: Der Ha P zweck der Konvention sei gewe,cn, dlc srauzoi'lchc HftAK Occupation in Rom aufhören zu machen. Die Konvention köunc zwar dcn nationalen Bestrebungen nicht sofort Genüge geben, bereite jedoch die Erfüllung derselben durch die nuvcrmcitlichc Gewalt der Thatsachen vor; sie setzt die Italiener zu Wächtern dcS Prinzips der Nichtiutcruculion, wclchcö in Nom angewendet wird, ein imd lassc leinen Zweifel zn, daß sie nicht auch vollständig zur Ausführuug gelange. Die Kom, Mission hat den Unterschied in der Stellung der lou< trahircndcn Rcgicrnngen berücksichtigt und glanbl, daß jede Erklärung über das Prinzip gefährlich nnd unnütz wäre. Sie beantragt daher dcn Vorschlag der Regierung ;n genehmigen. Der Finanzministcr Sclla sagt: Das Ministerium habe dcn Vertrag wegen Veräußerung der Staats-bahncn angciwmmcn; alkin die Erwcrbcr machen Schwierigkeiten aus Anlaß der Ucbcrlraguug der Hauptstadt, welche eine sofortige Genehmigung cr schweren. Eclla setzt die Finanzlage auseinander. Es werden für Ende des Jahres 1864 200 Mill. Nrc bcnothigt. Er wolle leine Anleihe, so lange die finanzielle ^agc Italiens sich nicht wesentlich gebessert hat; er schlägt vor, die Auslagen sofort um W Mill, zu vermindern, wovon 42 anf das Vnogct des Krieges nnd der Marine entfallen, und beantragt mehrere Steuern sogleich um ^lO Mill, zn erhöhen. Zur Dck-lung der erforderlichen 3lX) Mill, wird der Vertrag in Betreff der Staatsgüter sogleich 40 Mill, ergeben, frrncr wird dcr Finanzministcr 124 Mill. Voraus« zahluna, anf die Grundsteuer verlangen nnd ZC, Mill. Cchatzbcms ansgcbcn. Paris, 4. ^lovcmbcr. Die „Patric" meldet: Dcr österreichische Botschafter Fürst Mcttcrnich wird erst am 1^'. oder 15>. d. M. hicr eintreffen. Paris, 5. ^lovcmbcr. Dcr „Mcmilcnr" vcröf sentlicht eine Depesche Drouins an Baron Malarct vom W. Oktobcr, welche die Anfllärnngcn andeutet, die ans Anlaß der letzten Depesche des Herrn Nigra ausgetauscht wnrdcn nnd sich in folgenden Ausstelln», vm znsamincnfasfcn lassen: ..Italicn cuthält sich jeder Anfrcizung, die eine Ulsurreltionellc Bcwcgnng auf päpstlichem Gcbictc zn ciregei, bczwcckt' die moralischen Mittel, mit welchen Italien ,n wirlcn sich voibchaltcu hat, bcstchcu einzig und allcin iu dcr Macht dcr Zivilisation und dcs Fortschritlcs; die Vcrlcgima der Hauptstadt ist Weder cin provisorisches Anskunflsmittcl, noch eine Etappc, wohl abcr ist sie cin ernstes Unterpfand. Frankreich bchält sich dic Freiheit scincr Aktion für die Eventualität ciucr Revolution in Rom vor; das Turincr Ka<. binct hält die Politik Eavours anfrccht, welche cnt» schied, daß Rom nicht ohnc Zustimmung Frankreichs w^t Italien vereinigt werden könnte." Dies si„d die verschiedenen Punkte, über wclchc lch Mit Nigra verhandelt habe, sagt die Dcpcschc Dronins, und über wclchc es mir schien, das; wir in Uebereinstimmung waren. Einc zweite Dcpcschc DrouinS vom 2. Noucm-l'er konstatirt, daß er mit Nigra Dinstag vor dem Kaiser ncuc Aufklärungen ausgetauscht habe uud sie sich abermals in Ucbcreinslimmnng befunden habcu. Kopcnhasscn, 5). ^November. (Pr.) Dcr Reichs-rath wurde von dem Ministerinn! eröffnet mit fol« ar,,d,l- Bo/schaft.- Das nuMcklichc Rcsultat des ^'n^V s)?gn^ 'd'U 'bn^^^vv ^v^w^^ ^ v.vv« hartc Fncdcu^dcdwPUvglu Wstrlctzt; vom Rcichsrache sl/ zu cvwartcn, cr wcrdc dieselben mit NlsiaMl/cm /ra» gen lind san5tl'ollc'lell: i»55 .s^n/ss bcha// ftch "o/', die nothwendigen Vcrfassunge-Acndcrungcn vorzuMancu. Kopenhagen, l>. Nooeniber, Nachmittags. (Pr.) "ach Konstituirung dc^ Ncichsrathcs hat die Regie' ^ng den Fricdcnslraltat vorgelegt. Nachts: Es fand ^t fzchcimc Sitzung bcidcr Häuser zur Enlgcgcn< "ahme dcs wiener Protololls Stall. Theater. Es gl'l't nichts ?li,gci!chmcrcS für cincu Ncfe< ""ten, als wenn ihm Gclea,cuhcit geboten wird, ^ob und 3lnrrsc„nling ill scmcil Beicht zu vcrflcclNcn; er vergißt da die uiclcn andrrn Fülle, wo cr im In-tcrcisc dcr Vni^hcit c;cnölhigct war, rin Tadclsvolum abzugeben. Dcr vorige Samstag Abend war ein solcher, dcr dcsondrrer Erwähnn»« vcrdicnt, dcnn cr bot Iulcrcsslliitcs. Zucist l.ml ciuc Posse in 1 Auf-««ye nach Scribe nnd Mazcrcs von ^cbrnn: „Dcr ^rgci^ in dcr Küche" znr Aufführung. Dirscr folgte "Dic Gustcl von Vlascwitz". ciuc dramatisivtc Ancldolc vo» Siginlind Ichlcsinacr. Dcn Schluß bildete Offenbach's Operette „Hochzeit bei ttatcrncuschcin." . „Dcr Ehrgeiz in dcr Kl'ichc" ist cin Stück voll trcsflichcr Talyrc und feinem Hnmor, das abcr uuscrcm, an derbere 5tost gcwöhntcn Publiluin nicht zu behagen schien. (5^ ist wahr, dcm französischen Küchenjargon N't clwas viel Spielraun, acwährt, allein es gehört bicß uuvcdinqt znr Eharaltcristil nnd gibt den« Gau-zcn dic spezifische Färbung. Millclpnnlt dcs Stückes 'st der Küchenmeister Vatel, sehr gut gespielt von Herrn N i ß l. Dcr Darstcllcr verstand cS durch cin gchobcncS Pathos dic hochkomischc Scitc seincr Partic hcransznlchrcn und dcn altcn Satz wieder zu bewahr-heilen: Vom Erhabenen zum lächerlichen ist nnr cin Schritt. Spezielles Interesse rrrcgtc daS Schlesinger'schc Stück „Dic Gustcl von Alascwitz." Die Marlcten« dcrin ans Wallcnstcins Lagcr ist schon eine beliebte Persönlichkeit, und nnn tritt gar Schiller, dcr Licb-lingsdichtcr der N'ation, selbst auf. Man folgt mit Spannung dcr Eutwickluug nud ist neugierig zu sehen, wie dcr Verfasser vieler reizender Bluctten, Schle-singcr, dcn anekdotischen Sioff behandelt hat nnd Schiller mit dcr Gustcl vou Vlascwitz und dem P^tcr von Ihchoc bekannt n'crdcn läßt. Die Geschichte ist ganz einfach; Gustcl ist cinc k'irlhelochlcr, bci dcr Schiller cincn Eierkuchen verspeist; Peter, cin juugcr Dragoner, ist ihr Liebhaber. Dcr Or! dcr Handlung ist ganz richtig in die Nähe von Gohlis in Sachsen vcrkgt, wo Schiller bekanntlich dcn „Don Earlos" bccndiglc, und wo cr daS Promemoria an die Frau Räthin Körner schrieb, das Schlcsiugcr auch benutzte. Abcr wie kommt dcnn die Gnstcl dazn, in schwäbischer Tracht zu erscheinen und die schwäbische Muudart zn sprechen? Wir glauben nicht, daß Schlcsingcr daS vorgeschrieben hat, es ware wenig« slcnS cin unverzeihlicher Lapsus, sondern hallen es für cinc, von dcm Regisscnr nnbcgrciflichcr Weise gc-dnldctc Abänderung von Frl. Küblcr. Hicdnrch abcr ist dic anmuthigc Blucttc zu einem vollständigen Unsinn nmgcstallct wordcn, dcnn Jedermann mnß sich fragen, wic lommt dcnn das Schwabcnmüdchcn nach Sachsen nnd warnm fällt das Schiller nicht auf, dcr doch auch Schwabe isl? Abgesehen von diesem Ric-stnschnitzcr, wurde rccht gut grspiclt, uur vcrficl Herr Älach, welcher dcu Schiller gab, zu oft iu jcncn weinerlich faden Ton, dcr gar nicht znr Rolle paßt und dcn wir an Herrn Blach fchou ciumal ladcltcn. Dic Erzählung des „Pclcr vou Itzchoe" (Herr Wic-dcmami) ist cinc hübsche Apologie auf dcn Dichter. Das Publikum uahui das Slück mit Wärmc auf. Dic ..Hochzeit bci ratcrucnschcin" ist ohnslrcilig einc dcr anmuthigstcn und melodiösesten Oucrcttcn Offcnbachs, dic auch dicsmal ihrc Wirkung uicht verfehlte, obgleich dic Aufführung jcncr vor zwei Jahren zuerst hicr stattgcfnndcncu etwas nachstand. Gcsungcn wnrdc rccht gnt, namentlich geficlcn uus Fräulein Frühling und Frälilcin Rcitmann, nur an l^picl gebrach cS. Dic beiden Witwen cntwickcltcn zu wenig ^cidcuschaft. Indeß, die Operette fand wicdcr lebhaften Beifall, und kann getrost noch cinigc Male als Reprise auf das Ncpertoir gesetzt werden. Die gestrige Aufführung dcr „Räuber" warcu wir zu besuchen verhindert, hören abcr, daß sie gnt ausgefallen ist, baß namentlich Herr Wcilcnbcck in dcr Partic dcs Franz Moor hübsches Talent gc< zeigt habe. Markt- und Geschäftsbericht. Laibach, 5). Novcmbcr. Auf dcm hculigcn Markte sind erfchicncn: 0 Wagcu mit Getreide. 7 Wa^cu mit Hcn und Slroh, 4'.» Wagen und .^ iMaz. Pr. fl. ^.77); Gcrstc fl. ^.-. ^^ig;. Pr. fl. ^.5,7); Mnz. Pr. si. ^.^); Hclücll ss. —._^ ^^, ^5. s7. ^,'. /<>/,-Hirsc si. -.— (Mgz. Pr. ft. .).^); ^lf.lrutz ft. —.-(Mgz. s'5. ft. .5?^ ^däx^/ //. /.7^) ^^. P,.. fl.^..-); ^uscn ft.3.l^ Mgz. Pr. ft.-.-); El-bs«, ft. .'j.00 (Maz. Pr. st. —.—); Fjsolcl, fl. '!.75 ^Mgz. Pr. si. —.—); Rmdsschmalz pr. Pfund kr. s)s., Schweineschmalz lr. 40; Spcck, fz-jsch ^ ^, ^^^, ycrüuchcrt lr. 41; Butter lr. /)s»; ^,er pr. Stück tr. 2-21, KaMmrh tv. 25>, Schwcme-f/cisch lr. 24, Schiipscnftelsch lr. 14; Hählidcl pr. Stück lr. 2^), Tauben fr. 11; Hcn vr. Ztr. lr. X5> bis fl. l.K), Stroh lr. s,5-<), dctto wcichcs fl. 7.5><); Wein (Mc;z. Pr.) l-othl'i- und wcißcr, pr. Eillicr von fl. 10 bis 15. ^cmerl)ekam,ul.'r' siir^rüiil ill Laiüach vom 2s. Oktober I86-l. lTchlusz.) 3. Dcr Lckrctär trägt vor den von ihm auf Grundlage dcr Rcfcratc dcr Hcrrcu Ä. Samassa nnd V. C. Supan vcrfaßtcii Cconito'Vericht, betreffend dic Denkschrift über dcn Entwurf eines neuen Eisen-bahnnctzcs dcr östcrrsichischcn Monarchic. lui .'!. Das Comit6 stellt den Antrag, die Kammcr wollc beschließen: „Es sci das hohe l. l. Handclsm'nistcr'um ins-bcsondcrc anf die Bahnstrecke re«pn!tive projeltirtsn Bahnlinien: Brixcn, Licn;, Villach, Vaibach, Sis'ck, Vnchinc, Fcrcscancc, Essca, Vinlovzc, Rinna, Semlin und ebenfalls auf die Äahnlinic St. Pcter, Finnic, Knrlstadt nnd Tisscl, hinsichtlich drr Dringlichkeit nnd Zwcckmässigkcit dicscr Äahnen anfmcrksnm zu machcn, und cs sci dicsfalls nntcr Erörterung aller thatsächlichen Verhältnisse das wohlbcgründclc Gutachten an das h. k. l. Handelsministerium zu erstatten." Die eben beantragten Bahnlinien sind mit Aus^ nahmc dcr Strecke Villach'^aibach in dcm Pro° jrktc dcr h. Staatsrcgicrnng bereits enthalten, die Wichtigkeit nnd Nothwcndiglcit dcrsclbcn wurde in dcr bezüglichen Denkschrift bereits ancrlannt. Das Eomit^ hält cS nnn als Aufgabe der Kammer, vor allem dic Wichtiglcit und Nothwendig/ lcit dcr Bahnstrecke Billach-Laibach darzuthun. Nach Bclcnchtnng dcr Wichtigkeit und Noth« wcndiglcit dcr Eisenbahnen im Allgemeinen sowohl in volkswirtschaftlicher, industrieller als anch kommerzieller Bczichnng, und nach Darthnnng, daß Eisenbahnen vorzüglich jene Ländcr vcrbindcn sollen, welche gegenseitig in ihrer vollswirthschaftlichcn und industriellen Produltion und Thätigkeit von einander abhängen, bemerkt das Eomitt', daß dnrch obpro-jcltirtc Bahnlinie der lürzsstc Wcg von London nach Eonstantinopcl hcrgcslcllt wnrc. Dnrch diese Bahnlinie wird dic österr. Korn-taulincr, das Banal, am inrzrstcn Wcge mit den öfterr. Alpcnländcru, dann niit dcr Schweiz, Frankreich und England in Verbindung gebracht. Deutsch-land rückt dadnrch zuuächst an das adriatischc Mrcr; von Tricst uud Fiumc wird nach Münchcu obcr Wicu dic glcichc Fahrzeit sein. ^ Mit Rücksicht anf dic projcktirtc ^inie Belgrad. Sofia, Adrianopcl und Eonstautinopcl wird durch dic projcktirtc Vinic dcr lürzcstc Wcg hergestellt, um dic östcrr. Stahl-, Eisen- uud andcrc Waaren zum schwarzcn Äiccrc zu bringcn. Dic großcn Waldungen Slavoniens könnten bcslcns vcrwerthct wcrdcn. Dic hohc Staatsrcgicnmg hat in ihrcr Denkschrift selbst ancrlannt. daß Eisenbahnen auf die geistissc und matcriellc Entwickelung dcr menschlichen Gesellschaft cincn höchst mächtigen Einflnß nehmen, ja daß der Wohlstand cincs PollcS durch eine möglichst rasche Ausbreitung dcr Eisenbahnen erzielt wcrdcn könnc. In diescr Denkschrift werden die zwei Industrie-zwcigc, nämlich Eisen und Kohlc, besonders berück sichtigct, und das Eomitö glaubt dics dankbar nncr-lcnncn zn müsscu, indcm gerade Eisen nnd Kohlc dic Hanptprodnllc dcr trainischcil Montanindustrie bilden. — Nach cincr statistischen Bclcnchtung dcr lrain. Montan.Iudustric hebt dcr Berichterstatter her» vor. daß gcradc Oberlrain besonders Eisen und Kohle produzirt und schließt mit Bczna auf dic von dcr h. g^at>5 /ür O^riirnn, ^pl)n^ V^r piv)^Vn^ ^^ohw Obcrlrain wird dadurch in dcm Fortbetliebe dcr ftiößtcn und rcichhaltiqstcu Eisenwerk des Lwlt^s ae' sichert, iudcm cincsthcils densclbcn die Steinlot,len^ lagcr am Savcstlolnc und Untcssttiermai-l zugänglich wärcn, und andcrcrscits die Eiscnwrrlc sür ihre Productc das vcslc Kommmukatiousmittel erhalten. Für die mächtigen Ttcinlohlrnlagcr am Savcslrome und Untcrstcicrmarl würdc einc neue Absatzqucllc eröffnet wcrdcu, welchcr Absatz dcnsclbcu höchst wü»-schcuswerth wärc. Abgeschc» r»on dcr Elfcn - mit» .'»iohlcuiudustric würdcu dic uiclcn Hundenc dcr liwd« liclfcn Bcoöllcrnüg Obcrlrains, wclchc sich init masscn-haftcr Erzrngnl^ von Vcmwand, Schafwolle, Roß-haarsicbcu, ^cdcr, Scnscu, Nägcl, Fci/en ?c, durch dic Errichtung dcr von dcr Kammrr projcltirlcu ^iuic BillachVaibach in dic Lage gcsctzt, mit andcrcn Industricllcu gleicher Gattung in Konkurrenz zu trc« tcn: dicsclbcn würden hicdurch cin billigeres Verkehrsmittel für dcn Bczug dcr Rohstoffe und den Absatz ihrcr Erzeugnisse erhalten. Lcbcnsmittcl allcr Art, als: Getreide, Vieh und Min, würdcn au der piojcttirtcn Nnic in großer i0tcngc aus ttroaticu nach Obcrkrain, Obcrtärnthcn Tirol, Deutschland und Frankreich geführt wrrdrn' Obcrlrain würde nnt seinem Reichthum an Brcnr^ maleriale und Wasserkraft mit Rücksicht aus die sonstia UR"^7A^ striöM Theil dcs Kr^an^^e^^ und dcn NaM, dcn sterilsten Theil des ssro^des. ROR6 und wir könnten nur wenige Iuduslricwcrkc in Krain aufzählen, welche durch dic Nähe der Bahn und die dadurch entstehenden Vortheile beglückt wären. Die Linie Laibach-Billach ist lein neues Projekt. Dieses Projekt war von französischen ilapitali stcn, welche Franlrcich mit der Türkei auf dem türzc-sten Wege verbinden wollten, schon vor Jahren bc< sprochcn. Der Gnterverkehrzuss der früheren weit lebhaften Handclsbewcgung von Trieft nahm seinen Weg über Laibach-Villach nach Tirol, Salzburg imd Deutschland, ale den nächsten und entsprechendsten. — Dicsc alten HandelSwcgc würden durch die pro-jektirtc Linie neu bclcbt werden, und es ist klar, daß hicdlirch in kommerzieller Beziehung nicht allein dem Lande Krain, sondern auch für Tricst und ganz Süd-dcutschlaud, d mcrzial'Strasscn; anch Deutschland zieht sein Eisenbahnnetz dichter zusammen; man sieht nicht mehr auf Parallel-Linien, wenn nur der Handel und die Industrie neue und kurze Verbindungen erhalten. Durch die projektirtc Linie Villach-Laibach entsteht keine Parallele mit der Linie Marburg-ViUach, welch' lctztbesagtc Linie dem Lande Kram nnr Nachtheil brachte; für den 3^aarcnvcrkchr selbst entstand für Tricst dnrch die Linie Marburg-Villach kein Vortheil, weil der Transport einen Umweg von 20 Meilen von Laibach bis Mavbnrg machen mnß, nm in die westliche Richtung der Kärnthncr-Bahn zn gelangen, welche abermals u»u Marburg nach Villach um mehr alö ein Drittel länger ist, als eine direkte Linie von ttaibach nach Villach ansmachen würde. Nachdem diese und noch andere (Gründe dem Comite-Berichte einer näheren Erörterung unterzogen wurden, eröffnet der Herr Präsident übcr den Antrag des Comites die Debatte. Herr Kammerrath Suftan ergreift das Wott, erklärt jedoch nicht über obigen Antrag sprechen oder die Debatte cröffuen zu wollen, sondern bemerkt, daß er vom Herrn Fidelia Tcrpinz, Präsidenten der k. t. Landwirthschafts < Gesellschaft, ein Schreiben erhalten habe, in welchem derselbe dein Herrn Supan, als Mitglied dec« besagten Comites, ein Projekt vorlegt, in welcher Art und Weise die vom Comilö projcttirtc Linie Laibach'Pillach in der einfachsten und minder-schwierigsten Weise angelegt werden konnte. Nach diesem Projekte, welches Herr Kammer-rath Supan vorträgt, würde ohne irgend einem Tunnel die Linie über Zwischcnwässcrn, Godcschitz, Krainbnrg, Obcrfcistriz, 'Ming, Kronau, Ncißcn-fele, Tarvis und Arnoldstcin nach Villach gebaut werden können. Herr Kammcrrath Supan wendet sich vor allcm an die Mitglieder dcS dicofälligcn Comilö's mit der Frage, ob dieselben geneigt wären, diesen Antrag des Herrn Tcrpinz alö Nachtrag in den Comit^Vcricht aufzuneymen, und nachdem dies von allen Comi<6 > Mitgliedern bejahet wird, stellt Herr Kammc^ath S up an an den Herrn Präsidenten die Bitte, derseldc möge auch diesen Nachtrag des Eo-mitö'Bcrichtcö zur Debatte nnd Abstimmung bringen. Nachdem sich bei der Debatte Niemand meldete, bringt Herr Präsident sowohl den Eomitö-Antrag, als auch den Nachtrag desselben zur Abstimmung, wobei beide Anträge einstimmig angenommen wurden. Herr Kammerrath Pleiwciß erklärt, er sei mit obigem Referate vollkommen einverstanden, und stellt die Frage, ob er al« Vertreter der Industriellen im Kammer «Bezirke Krain, einen Antrag bezüglich Untn krain stellen dürfe? Er erkenne zwar obiges Re- ferat als vorzüglich an, er sci jedoch gewillt, auch einen Antrag bezüglich einer Eisenbahn von Laibach nach Karlstadt u. s. w. einzubringen. Nachdem Herr Präsident erklärt, daß Herr Plciwciß das Won habe, stellt derselbe nachstehenden Vortrag: „Eine Eisenbahn-Linie von Vaibach über Groß> lnpp, Seiscuberg, Huf, Töplitz über ^crncmbl nach Hlarlsladt wärc leicht ausführbar, nnd hätte mit vcr-hältnißmäßig wenigen Tcrrmn-Schwierigkcitcu zu kämpfen ; dicsc Eisenbahn würde in der bezeichnete!'. Linie den Eiscnfabritcn Hof l'ci ^ciscnkerg und Gradaz bci <,'crncmbl große Vorthcilc gcwählcn, indem die Verfrachtung ihrer Eiscnfabrikalc und deo Gußeisens, sowie der Eisenerze, Stein» uud Holzkohlen denselben viel billiger zu stehen käme. Hicdnrch wnrdc anch das Mincral<Äad Töplitz viel gewinnen. Die Steinkohlen-Lager bci ()crncmbl sind von solcher Mächtigkeit, daß vielleicht jährlich 1 Million Zentner ausgebeutet und verfrachtet werden. Außerdem bilden ciueu guten Handels - Ausfuhr ^ Artikel gedörrte Z w e t s ch t c n, H o n i g, K n o p p c r n, W c i n st c i n, Leinsamen nnd Mertantil'Äanholz. Ans dem Aanatc hingegen werden jährlich Mais nnd Weizen iu bcdcutcudcu Quantitäten, dann aus Uugaru und Eroaticn Honwich, Schweine, Schafe, Aöckc Häute :c. eingeführt. Wenn hiczn die Pcrsoncnfrcqncnz gerechnet, und wenn auch iu Anschlag gebracht wird, daß nach Vollendung der Semliu-Flumancr» Eisenbahn Lüibach-Tricst in direkte Verbindung mit Konslantinopcl nnd dein schwarzen Meere gebracht wird, nnd wie cs beabsichtiget ist, von Belgrad ans eine Eisenbahn nach Hion-stantinopcl ansznfnhrcn, so wärc der Vortheil, der für den Händelevcrlchr zn erbauenden Linie Laibach ^cr-ncmbl-Karlstadt uinsogrößcr, weil derselbe ein den Welthandel vermittelnder sein würde. Durch dicsc Linie würde Tricst und Laibach in der kürzesten Rich» tung mit Konstantinopcl und dem schwarzen Mecrc verbunden werden. Würde gegen dicsc projeltirtc Linie ein Bedenken erhoben werden, so wäre für Unler> krain doch höchst wünschcnöwcrlh, wenn die Fiumauer» Eisenbahn in der Nähe von Mottling oder ^crncmbl, allenfalls über McUcuiz gegen Wcinitz und Seven», an den Ufern der Knlpa geführt werden würde; in diesem Falle wärcu Mottling und (''erncmbl nur 2 — 3 Meilen von der Eisenbahn entfernt." Nachdem dcr Hcrr Redner die Wcinprodnl« tion Untertrain'S einer nähcrcn Besprechung llntcr^ zicht, nnd nur in dcm . Der Sekretär trägt vor die Zuschrift des k, t, Laudcs-Präsidinms ddo. .">. September I8ss4, Z. 1 . ämtcr nm ihr Gutachten zn befragen scicn, so wird übcr Antrag dcs Hcrrn KammcrrathcS .^oral cin^ hcllig beschlossen, das hohe Landcö-Präsidimn zu ersuchen, daß vorläufig die l. k. Bezirksämter in Krain übcr die Nothwendigkeit nnd Nützlichkeit dcr cinzclncn Bcz-rksstrasscn ihre Acußcrungrn erstatten nwgcn, wor^ nach cs sich die Kammer vorbehält, dnrch dicsc Aeußerungen übcr die faktischen Verhältnisse bcsscr unter-richtct, das Gutachten zu erstatten. 0. Dcr Sekretär trägt vor die Zuschrift dcr k. l. LaudcSrcgicrung in Laibach ddo. 26. August 1864, Z H8<.)!>, womit dcr Kammer ein Exemplar dcr Vc.^ slimmnngcn übcr die WiedcrholnngS - uud Fortbil-dungsschnlen zur Wissenschaft zugcfcrtigt wird. :ul 6, Hcrr Kammcrrath Horak erhält daS Wort nnd stellt dcn Antrag, daß bci dcm Umstände, als überall mit besserem Erfolge Fortbildungsschulen bestehen, ciu Comit«' ans dcm Gcwcrbcstandc mit Zuziehung von Schulmännern gebildet wcrdc, welches cincu Plau für dic in Laibach zn gründende Forlbil« dungs - nnd Wicdcrholnngsschulc cillwcrfc. sscrr Kainmcrrath Horak bemerkt wcitcrs, in Wien 'nnd Brunn bestehen Gcwerbsschulcn, in welchen dcn Lchr< jnngcn dreimal in dcr Woche Unterricht ertheilt wird; dort sind die Lchrhcrrcn verpflichtet, die Lchrjnngcn znm Besuche dcr Schnlc anznhaltcn. Es soll dies-falls anch in Laibach etwas geschehen. Als vor 20 Jahren die hiesige HandelS-Lehr-An-statt in's Leben gerufen wurdc, crschicn cs anch noth' wendig, eine Gcwcrbeschnlc zu gründen; damals war man jedoch dcr Ansicht, daß nnr Derjenige Bildung nnd Kenntnisse besitzen miissc, wclchcr vcrkanft, nicht aber Derjenige, wclchcr crzcngt. Aus dicscr Ursache ist dcr Gcwcrbcstand in ""i-bach znrnckgcblicbcn, während er in anderen Städten bcdcntcndc Fortschritte gemacht hat. Nachdem Hcrr H orat lnchrcrc Beispiele anführt, ersucht cr Hcrru Präsidenten 5, odcr >'l Eomit^'Äiit-nlicdcr zll N'äl)lc>l, als wclchc dcr Hcrr Präsident die Herren Horal, Schwcutncr und Strzrlba bczcichnct. Ucbcr Ansuchen des Herrn Kaunncrrathcs H oraf erslärt fcrncr Hcrr Vize-Präsident Talnassa, bci dcn dicßfälligcn ^omitl)-Vcrathnnl)cn intfrys!',!!^! zn wollen. 7. Dcr Sekretär trägt vor die Zuschrift der k. k. Posloirettwu Tricst ddo. 14. Lcplcmbcr M>4, Z 5704, wonüt dic Einlage dcr Kammer vom 12. Inli 1864 dahin crlcdigct wnrdc, daß roi'lä!ifig die Passagicrs'Anfnahlnc bci dcr Mallcpost zwischen Laibach und Villach auf 7 Personen beschränkt, vom Jahre 186') angefangen aber für die Sommcrpcriodc, das ist vom 1. Mai bis Ende Oktober jeden Jahres cinc unbedingte sein wird. kä 7. Wird znr Wissenschaft genommen. Lonach wnrdc die Sitznng geschlossen. Handels» und Vewerbekammer für Krain. Laibach am 28. Oktober 1864. Präsident. Sflreiär. DiMelWttlchi. Sta^tss°nde fest und thcilwtisc so wir Lost ftwao besser bl,ahlt. Ba.il.- mid ^loyd-Actieil stiegen lim 3 fl. und ^redit-Äclim >mi I fl. Wechsel °nf fremde Pliihe dm ^November. ""^ Eomptanten schlössen zur Notiz zu habeu. Geld Mssig. Geschäft ohne wesn.tlichen Nelang. Veffentliche Hcliulo. X. dt, Ilaall, (sir L<^<^ ft.) Oflft Waar. ?n otterr. Währung . zu 5'/, 67 ^0 6? 40 5'/. Nnllh. v. 1861 mit «ückz.'/.^7o !»».- ohne Abschnitt 1862 '. . . W 5,0 97 — SiIl>,r.Än!lh,n vou 1864 . . 87 30 67 50 >i«t.«Nnl.mlt Iän,(§o,,p.zu5'/. -dl,i0 tji 20 ., ., „ slpr'Ecup. „ 5 ,. iii. - 81 l') «Netalliqul« . . . .. 5 „ 72.15 7220 bltlo mit Mai-Coup. . ,. 5 „ 72 40 72 5i0 » „ .. .. „ l8«0 zu 500 st. 94,70 94.80 „ „ „ 18W „ 100,, 9<>.90 97.— ......1864 .. ., .. 84.8 > 84.90 «omo-Renttnsch zu 42 l.. ,u«ts. 17.50 18. -U-dtr Kran land cr (sür 1U0 st.) Wrundtnlla^mgs-Obiig^ionlN. Nl,b,r'OeN«rrc,ch . . z^ 5«^ 9^ ., fty.50 Ob,i«OeN,rr,ich . . ..5^ 89.59 ,^,^> Valjburg......5.. 88.50 89.50 Vöhmtn....., 5 >, '.»A,.. ii4.— Ztüi,nn.,.ssärnt. u.Krain, zu5'/, 89.— 9<» — Mahren .... „ 5 „ 93.- c^',. Tchlcsien .... „ 5 „ 89. - 9«).- Ungarn.....„ 5 „ 74.75 75 2."> Teiülssr-Vanat . . „ 5 „ 72.75 7Z,.'»<» ssroaliln und Slavonien „ 5 ,, 75. - 7.V5O ^ali^iln......5 ., 7425 74.85 Siebendurgtn ... „ 5 ,, 71 75 72.— üutowina .... „ 5 .. 71 25 71 75 .. m. d. Vtrl.-El. 1867 „ 5 , 70 80 72.— ÄlneliamschtS «nl. 1859 ., 5 .. 96 « 96.50 Aktien (vr. Stück.) Nationalbanl......7^5. 786, ,ssredit-Ansi.,lt ^i, 200 ss. ü. W. 178.80 179.— ')l. ö. Escom.-Ms. ^. 5>00 f!.ß.N.596 — 595 — K. Ferd.-Nc>rob. <. 1000 fl. l5. M.1920.-19^I . St^a>s-^is.- Ges. zu 2!. lz'2»i. od,r 500 5r.....207 ,'l<) 207..'»0 Hais. (5lis.- Vahn zu 200 N. EM. I W. - 140.5<< 3üb.-nordd.Attb'^.200 „ „ 120.75 121.— Zud. Staat<<, lombardisch-v,ne« tianischs ui>> ccnlra! it^lisnisch, Eis. 200 fl ö, W. 5s^ Fr. 2'l8.5) 2.'js,,50 G^l. .ssarllkudw.lv. j. 2< << sl.tzM.2!j7.25 2iz,.500sl.ö'.W 420 — !trndr»ct, .... Il'>4.- - 356.— Büh>». U.übahn z>>. 200 il. . 162.-- 162.50 Thcißl>ahn-Af'ttn;u200il.tz. M. m. 140 st. (707.) l5in,alilling 147.- -.— Pfandbriefe lfür 100 fl.) Naticnall. lOj^hrigl v. I. ban^nlf! 1857 zu . 5'/. 102.50 103.-. (5. 'I'i, ) vtrlosba't 5 „ 94.25 91,50 N^tiunalb. auf ö. W verlost». 5 „ 89 80 89.90 Ungarische Äoden..stredit'Allft.ilt zu 5'/, M.....83.50 «4.- «ose (pr. Stück.) Kl,d. Wa»'l Palffy zu 40 fi. UM. . 24.75 :-5 '^ ^l.rp ,. 40 .. ,. . 25.25 25.75 Tt. 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