St». AO. Rt. MSrz tSS«. V. JahrgoDg. Die .Varburger üeiwna" erscheint jede» Sonntag. Mittwoch und Kreitaa. Preise — für Marburg: aau«ährig 6 fl.» halbjährig S si., vierteljahrig 1 si. SV kr; str Sustellu«g ins Hauß monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig S si. Die ein Mal gespaltene Tarmondzeile wird bei einmaliger Einschgltuag mit 10, bei zweimaliger mit 1b, bei dreimaliger mit 20 kr. berechnet, wozu für jedesmalige Einschaltung LV kr. Inseraten-Siempelgebühr kommen. Zur Geschichte des Tages. DieM Sgl ich teit eines Kriege» zwischen Oesterrei ch unb Preußen ist «och immer nicht abgewendet. Dafür sprechen mehrere vo» Wien ans angeordnete Maßregeln. So mußte die zur Reise nach China «nd Japan bestimmte österreichische Schranber-Korvette „Erz. Herzog Friedrich" von Kiel nach Hambnrg segeln lstatt auf die Dock» nach »re«erhafen) und bleibt daselbst stationirt. bi» die Berhältniffe sich stiedlicher gestalten. Wenn ein Kriegsfall eintritt, unterbleibt die Fahrt nach China und Japan vorläufig. — Ferner ist auch die Nachricht einge-troffen, daß dieser Tage »u Prag eine Berathung hoher Offiziere, unter dem Borfitze des Trafen Clam-Galla» stattfand, zu welcher die Aestungs-kommandanten von Theresiinstadt und Äosefstadt zugezogen waren. Am Mittwoch ist unter dem Borfitze des Königs ein großer Mini« fterrath in Berlin abgehalten worden. Als Ergebniß desselben gilt in unterrichteten Kreisen, daß die Stimmung fast aller Anwefenden eine äußerst kriegerische aewesen. Graf Bismarck hat die Sitzung in ge» hobenster Stimmung Verlaffen; seine Politik, welche bekanntlich auf einen Bruch mit Oesterreich aus allen Kräften bindräagt. hat die lebhafteste UnteMtzung gefunden. Weniger befriedigt soll Graf Goltz gewesen sein, dem seine Pariser Anschauungen offenbar die schweren Bedenken einer Kriegspolitik für Preußen überzeugend nahegelegt haben. Am leidenschaft-lichsten sollen fich diejeniaen ausgesprochen haben, welche auch in der inneren Politik am gewaltsamsten vorznaehen rathen; in dieser Beziehung werden die Personen leicht erkennbar sein an dem Lobe, welches ihnen demnächst die feudalen Blätter zollen werden. Inzwischen ist Goltz nach Paris zurück. Mauteuffel nach SchleSwia, also nicht nach Wien; der König hat also offenbar seinen Entschluß a«fgeschoben,.und die Dinge find in einer verhänauißvolle« Schwebe. — Ueber deu Krouprinzen, der anch zu dem Mittwochsrathe beordert war. verlautet nicht». Seine Feinde hüten fich wohl, ihn in die Diökusfion zu ziehen; seine greuude find dis. kret. Aus den Zeitungen erfährt man, daß er es fich nicht neh«m läßt, ab und zu auch einen liberalen Mann bei fich zu sehen. Aus Rom wird von einer gereizten Unterreduug aemeldet. welche »wischen dem franzöfischen Gesandten Graf Sattiges und dem österrelP-schen Botschafter greiherrn v. Hübner stattgefunden haben soll. Als Grund hievon wird angegeben, daß Hübner, wie sein Borgänger Bach, dem franzöfischen Einfluß entgegenwirkt und den Ausgleich zwischen Florenz und Rom zu hintertteiben sucht. . Im Königreich Polen herrscht gegenwärtig, wie die A. A. schreibt, eine große militärische Bewegung, alle Truppen marschiren nach dem Süden. Erst ganj kürzlich waren neue Regimenter in Warschau und andern Orten eingeruckt, die als Garnisonen dort verbleiben solltm; am 28. Februar ist ihnen jedoch der Befehl zngegangen. fich marschbereit zu halten. Den verheirateten Offizieren ist zugleich auaedeutet worden, ihre Familien nicht nachkommen ^u lassen. Die beurlaubte« Manuschaf-ten sollen bis 25. d. M. fich in ihren Garnisonen einfinden ; auS MoS-tau und Riga werden Truppen herbeigezogen. Andererseits verlautet, daß die Pforte an der Donau ein Armeekorps von 30.000 Mann bereits zusammengezogen hat. Die Konferenz wird also vollauf zu thun haben; und das Wicl)tigste ist. daß in den Fürstenthümern die Ordnuug nicht gestört wird. Ernste Unruhen in der Walachei oder Moldau würden unvermeidlich den Borwand zur fremden Einmischung abgeben und daraus tönuten Konflikte entstehen. Wenn Rußland seinen Kandidaten, den Prinzen Leuchtenberg, bei der definitiven Wahl eines rumänischen Fürsten nicht durchsetzen sollte, dann — meint A. Z. — dürfte es jedenfalls zum Kriege kommen. Da« stehende Heer ««d die Marbnrg, 10. März. Sin düsteres Berhäugniß hat es gefügt, daß jene Einrichtung, die nach der Behauptung unserer Staatsweisen ganz besonders jnr Erhaltung des Staates geschaffen worden — daß gerade das stehende Heer a« «ei' Die Hauchos. Vpn W. NeinhOt». (Fottsetzuug.) Die Gauchos find eine schöne Raee. Ihr Wuchs ist schlauk, ihr Gliederba« ungemein kräftig und wohlproportionirt, der Ausdruck ihrer Züge von wilder, aber edler Schönheit. Langes schwarzes Haar wallt über ihre Schultern und ein reicher Vart von gleicher Farbe ziert Kinn uud Wange. Eine hohe kühne Stirn, Adlernase, duukle blitzende Aui,en. markitte Züge, ein schön geformter Mund mit eiuer Doppelreihe blendend weiße? Zähue und eiue mehr oder minder gebräunte Hautfarbe kennzeich-nen diese Bewohner der PampaS. Die bestänl>igen Kkmpfe und Gefahren, welche fie zu bestehen haben, die tätlichen körperlichen Uebungen haben ihre Nerven abgehärtet ihre MnSkeln «stählt: fie find ausdauernd, uueuvfindlich gegen Entbehrun-geu »nd Tch«rttn jeder Art, oft neunzehn Stunden hintereinander zu Rosse und dann fünf Stunde« in Ruhe unter dem Bauch ihreS Pferdes auf de« grünen Teppich der Natur, ohne Schutz Meu Sturm, Regen und Käite. als den ihr Poncho uud eine wollene Decke ihnen gewährt, die fie beständig am Sattel «iL fich führen. Ihr Leben schätzen fie gering und den Tod verachten fie. „Jeder Mensch muß einmal sterben", sagen fie fich; das Wie «nd Wann ist ihnen gleichgiltig. Ihre Tracht ist dem Klima ,md de« Lebe», daS fie führen. onge«effen, malerisch uud paßt ganz zu ihrem Aussehen. Sie schützt gegen den Wechsel der Witterung und dient sowohl gegeu Hitze alS Kälte. DaS Ebarakteristische an ihr ist der Psucho. ein viereckiges, sehr dicht gewebtes Stück Wollenzeng mit einer Oeffnnng für den Kopf und zwei dergleichen für die Arme. Dies Kleidnngsstnck ist ungemein praktisch. ES wird wie ein Mantel übergeworfen. «nd da es nur bis an die Hüften reicht und keine Aermel hat. aeftnttet es jede fnie Geweg«^ des Oberkörpers und der Arme. Sei« fast wasserdichter Stoff hält Rege« ««d Kälte ab. gewähtt Schutz gegen die bre«nenden Sonnenstrahlen nnd dient Nachts als Bettdecke. Der Poncho ist so allgemein, daß ihn auch die «eiste« Städter trage», und fast alle e»ropüische» Einwanderer neh«en ihn seiner ZVeck«äßlgkeit wegen sogleich a». Va»»ewOlle»e Beinkleider, über de» Hüften durch einen Knopf fest gehOiteH, hGcke» Unterleib ««d Bei«e bis ü^r die Wade. Oberhalb e«g ««schließt, «»erde» fie vm» K»ie »ach «»te» tnchterförmig weit «»d fi«d «eiste«s mit Fra«ze« oder Zacke« besetzt. Als Bund wird nm die Hüsten ein wollener Gürtel geschlnnaen. in dem das große Messer steckt, das der Gaucho nie ablegt. Sehr häufig ist dieser Gürtel mit filbernm Zierratheu, meistens spanischen Thalern besetzt. Ein gleicher Schmnck tiert bei Wohlhabenden die wollene Jacke, welche über dem Heude eng anschlie-ßend getragen, jedoch meistens vom Poncho bedeckt wird. Ein hoher, spitz Wlaufender Strohhut mit schmalem Rande oder eine satähnliche wollene Mütze bildet die Kopfbedeckung, und ersterer verleiht der Gestalt ein groteSkeS Aussehen. DaS Originellste ist jedoch die Schnh und Strümpfe vertretende Fußbekleidung. Sie besteht auS dem Beinfell junger Pferde vom Knie abwartS, wird frisch über Fnß und Wade ge»o-gen, schmiegt sich beim Trocknen eng an deren Form und bleibt oft Jahre laug fitzen, bis sie abgenutzt durch eine neue ersetzt wird. Die Huföffnuua läßt die Zehen unbedeckt, nnd diese bleiben auch stet» so. Ein Paar kolossale stählerne Sporen mit Rädern, deren Zacken oft einen Zoll lang find, dürfen nie fehlen und vervollständigen den Anzug, der kanm in der Wahl der Farbe abweichend, in Slhnitt, Stoff uud Form fast bei alleu Pam-paSbewohnern gleich ist. Der uuzettreuuliche Legleiter des beritteueu Gaucho ist der Lazo oder die BolaS, einfache aber furchtbare Iustrumeute in seinen Händen, deren er fich mit uuglaublicher Gewandtheit uud Geschicklichkeit bedieut, um den wüthendsten Stier zn bezwingen, den flüchtigsten Renner einzufaugeu. den Stranß uud den Hirsch zu jagen oder seinen Feind zu tödten. Beide hat er vou den Indianern angenommen und wetteifert mit ihnen in dere» Handhabung. Der Lazo ist eiu auS ungegerbter Ochsenhant geflochtener Strick vo» fünfzig bis sechzig Fuß Länge, desseu eiueS Ende am Sattelgurt befestigt ist. Am audern Ende befindet fich ein eiserner Ring, mit de« ei»« Schlinge gebildet wird, die fich nicht vergrößern, ,andern nnr zusanunm-schnüren kann. Der Gaucho schweukt diese ein Paarmal n« de»'Kopf nnd schleudert fie auf vierzig bis fünfzig Kuß mit einer Präeifio», die ihn selten daS Ziel verfehlen läßt. Ist das Thier, dem er nachstellt, in Ruhe oder hat er es «it einem Mensche« zu thuu, so setzt er sofott «ach dem Wurfe sei« Pferd i« Galopp; die Schlinge schließt fich ««d «acht den getroffe«^« Gege«sta«d völlig widerstandslos. Ist das geschl««ge«e Thier jedoch selbst i« der Fl«cht. so wird das Pserd a«gehalte« ««d erstereS durch daS plötzlich« Straffwerde« deS Lazo z«« St«rze gebracht, Die BolaS oder K«gelschleuber endigt statt der Schli«ge i« drei biS vier lederne Rieme«. a« dere» Spitze ru«de «it Leder überzöge«« Kiesel oder bleierne Kngeln befestigt find. Bei ihre« Gebrauche faßt der Ga«- Pen die Nolhlqae d^elbe» — hohe yad Schulde« verur- sacht. Die politischen Gründe, wie laut sie auch sprechen, hätten es schwer« lich je vermocht, die Uebeneugung zu verleiten, daß Aufhebung des stehenden Heeres die Ausgaben Mit M GinnahWU^MStaates in s Gleichgewicht bringt. " Die — bei richtigem Berftändniß und festem Willen der yr« quell aller MrMemngen — drängt keine» Sl^at mehr zu diesem Tat, schluffe, als^Herreich. Daß Zahlen beweisen, ist eine Wahrheit, die so alt, wie das Rechne« selbst: es mußte aber in unserem Baterlande erst das Zahlen ^iMkommen. ja die Unmöglichkeit des Zahlens, um dieser Ertenntniß Bahn zu brechen. vojkswMhschaftlichen Nachtheile das stehende Heer in seinem Vefolge häti'beweist der „Internationale Komier" in London mit erschre-lkenden Zi^eMt mögen dieselben beitragen, daß Jenen die Schuppen von den Augen fallen, die klar sehen müssen, welchem Abarunde wir entgegen-eilen, in welche Tiefen des volkswirthschaftlichen Glends ^vir unrettbar fturzel^ n^iiti^Ve^l^liewasinete Frieden fort und fort unsere tkstni^ ja! sere letzten Kräfte aufzehrt. .wopn abnehmen, sagt jenes Blatt, daß in Folge von Stür-men und großer Mißernte in Europa 30—40. ja sogar 50.000,000 Het-toliter (1 — 5000 Kubitzoll) Korn zu Grund gegange» seien. Welche laute» lVchreie der Ler^smug wurde dieß hervorrufeu? Wie würde der HiMWl sogar wege» emes so allgemeinen Unglücks angeklagt werden. — Weiter. Sie «hölKa wüthet im Süden. Mt Wendet Angst steht Alles »ach dere» H»rtaa»g'^»d ängstlich wjrd ledes Schiff untersucht, jeder Nei' se»dff^ZeberWtts.sogar ausgeräuchert. Wir wpltsn aber annehme», daß das !«liaMe stch verwiMcht und die Pest nicht verschwunden sei, be-vor ^ 5oMp Mlenschfn als Opfer dahin gerafft. Welche «lagen würde» ^a»jt gattz Europa erfülle» k Welche ti^ Trauer, welche lrost-lostMt Ärde tiutei^ble Familien verbreitet! Dir Wüllen dieses schreckliche Unglü^ nach beidenHeiten als eingetreten annehme«, und doch wäre es yjsrhündeil ^>t etKer.Hungn^ poch nicht so groß, als die allgemein LaWage, als die Voltstraakheik, geyannt „der bewaffnete Frieden." ' De nesenhast üüch die Summen pÄd. welche eine Mißernte ver-schlingi/lo KÄMM fit doch dem Verluste durch die stehende« Heere nicht alei«. Re^^ wir. -U Ein Hektoliter Kort» kostete 1865 zur Zeit des höchpe» Drelfet 50 Fräh^ke», eiti Ausfall von 30—59.000,000 Hektoliter maM M ^^00—S50Y Millionen aus. Ein recht hübsche Summe? Und doch kommt ste noch liicht einmal den Zahreskösten der stehenden Herre gleich Kie in Hurdpa von Kolb auf 309S Mill. Ar. angeaeben werben), ivabei And nM ^ie Zinsen der Staatsschulden nicht gerechnet, die doch fast außschließuch durchbiege entstai»din find und nach Kolb dieKleinig« keit dp» ^^vs^^ill. Ft. betragen, d h. fast ebenso Vit!, wie die Kosten der Weichen H!!!ere: sticht gerechnet sind die sehr beträchtlichen Summen, welche die Svloaten aus Privatmitteln verzehyn; nicht gerechnet die Ar-bei^Me. welche de» Ländern e»t^ehen. indem 3,067.000 und »war ge« rade'M ktästiaste». a^suudesten, jungen Männer ein unthätiges Leben füh« ren, wkhrM fle in LakVwirtschaft und Industrie dringend nöthig wären. 3st es nicht ein Rational Unglück, daß einem wichtigen Theile des Volkes die bchhMeWeit ^»ht Wird, yie Zeit, wo alle Fähigkite» stch am meisten en^wissem »A welche die günstigste ist. nm stch für das Geschäfts' lebe» voriubeteite»! Wir"^öllen annehmen, daß der Kriegsdienst, das Kasernenleben, die jahriliitjje 'Lvstr^«m>ü vom häusliche» ^rd. der Mangel an »ützlicher VeschGit»i»g' kttd ftzchlichem U»kerricht ohne schädliche» Ei»si»ß gewese» cho ii!»t der Kugel» mit der Ha»d. gibt de» übrige» durch Umschwenke» die tt^rhtrliche Sch»elligkeit «»d schlevdert sie alsda»n «ach de« beab« fichttM^ Gegenstände, de» sie mit großer Heftigkeit umschlistgc« und dessen veivi^»jjie» ste hislder».' Die Bolas iverven hauptsächlich zum Einfan» gen M'wilden Metbe, so wie zur Jagd auf Sttauße. Hirsche und Rehe gebraucht, denen miin sie nm die Fuße n»irft. seltener gegen Menschen odet^ Dchset. Hierz» ditnt der Lazo, der erstern über de» Kopf, letztern ube^'dti Hörntt geworfe» wird. Gl» 'a«s!rege»dts Schauspiel und zi^leich eine grolle Festlichkeit für den Gäucho' sst daß Brandmarken des Viehes. An einem solchen Tage kan« tt Geschicklichkeit im Gebrauche des Lazo oder des Bolas nach Wunsch ättsbeuteu. seine Kaltblütigkeit und seinen Muth i» dem Bändi» gen' bk wilMe» Thiere a»f das glänzendste beweisen. Dies NraNdmarke» findet jährlich auf den Estaneias Statt, um das EigeDbuMsrecht des Vefitzers ko»ftatiren zu können wenn sich das Vieh auf'WeiV^ verlänst, wie dies sehr hänstg vorkommt. Die ei»-zel»t»^^rdin werden in die Nähe der Estaneias »»d i» eine große U«zä»»»»a getrieben, welche ein Coral heißt. Innerhalb derselben find an bi^ltde«» Pn»tte» der Peripherie zwei starte Psahlreihen in den Vobi» 'gefchlaaw, die ei»e Gaste bilde», deren inneres EWde stch trichler sörW Mntk »»d die fich allmütig vere»ger«, bis ste schließlich eine« Pfe«t de« zweite« Hi«t«rf«ß z« lSH»m». Ge»»öh»lich biegt das Opßer schäst sehr lebh«st: bie aakze Feilschast 700 Mchen —^^^hatte bereits um le^ Ubr Küuser aemadea. (Are^klage.) Herr Oberanzmeyer iU/Araz hat als Mi^lied des Berwü>tu»gsrathes der fteiermSttische» Estompteba»t gegm de« Redakteur der Marvurger Zeitung" und gesten den jetzt qych unbekanflteu Berfaffer des Aussatzes in Nr. 25: ^Sin Wort zur Zeit" bei dem Ikreisgerichte Eilli eine Preßklage erhoben. Gestern Nachmittag wurde vor dem hiest' gen Untersnchungsgerichte die erste Erbebung gepsioaen. Die Redaktion erklärte, daß ihr nicht bekannt sei. ob oer KlÄger Eskompteur der sragli-chcn Bank oder Mitalied des Bemaltungsrathes, daß er jedoch i« letzterer Ngenschaft kein Recht zur Klage tStte, nachdem Dir. Koch in der Ber-sammlung dtr Aktionäre am 4„MLr» knndgsmacht, daß der Lerwqltungs-rath beschloffen, gegen die »Marb.. Zeitung" wegen des fraglichen Auf-satzes nicht klagend anfzutreten. Die Redaktion erklarte ferner, daß sie den Perfaffer Vicht ne^ne M bereit sei, die volle Verantwortung zn uber-nehmen und Heu Beweis der Wahrheit zu leisten. (Musikalisches.) Eines der herrlichsten Werte deutscher Ton» kunst — „Die fieben Worte Ehristi" von Haydn — soll am Karfreitag in der hiepgen Domkirche aufgeführt werden. Um die erforderlichen Geld, mittel zu beschaffeu, wird ein Lerein von Musikfreunden einen Boaen zur Unterzeichnung versenden. Der Plan verdient die eifrigste Unterstü-tznng nud ist zu hoffen, das hochfinnige Publikum werde sich zahlreich bethettigeu. Vemischte Nachrichte«. (Lord Ehaftesbury und die kleinen Vagabunden Londons.) Die kleinen Heimatiofen Vagabnnden Londons, anch die „Araber der Eity' genannt, bektzen an Lord Ghaft^bury einen seltenen Mmnd. Er hat Schulen Kr fie eriichtet. fie als Schuhputzer nniformirt, ihnen fteie Rachtherbergen bestellt; ater derer, die nicht Vater noch Mut» ter kennen, ist noch die Fülle Go ließ er jüngst ihrer 200 zn einem EchManse einladen. Als alle die kleinen gerwmpten getafelt hatten, hielt er folgende llnterredung mit ihnen: „Nun seid einmal ehrlich und ant wottet mir anfrichtig. Wie viele von ench haben schon gesessen?" Drei« ßig Hände ethoben fich. „Wie viele zweimal?" Zeh« Hände. „Wie viele dreimal?" Kü«f Hände „Würdet ihr nicht gern in eine bessere Lage kommen wallen?" — ^0 70»! 0 vsa!" — „Wovon lebt ihr?" — „Vom Petteln, Schweselhölzer verkaufen, irgend wovon, irgend wie!" — „Wo schlieft ihr in letzter Nacht?" — „In Nachtherbergen, in Armen-Häusern, auf der Straße!" — „Nehmt einmal an. es lüge ein großes Schiff anf der Themse, das eurer Tansend fassen könnte, mit Schnlen und Werkstätten darauf, um euch für Ihrer Majestät Motte oder für die Kauf-fahrtei geschickt zu machen! Wäre das etwas für ench?" — ^0 ^0»! 0 aus Hunderl Kehlen. „Nun. so sind wir nicht umsoust zusammen-gekommen!" Und so ist es. Der fledanke, diese Londoner Bagabuudeu' Welt für die Motte auszubeuten, sindet großen Anklang. Es fehlt an Ma« trosen und Schiffsjungen, und London würde eine nnerschöpfiiche Rekru-tirnug möglich mache». Jedenfalls ein trefflicher Abzugstanal für „so-»ialen Ueberftuß" obiger Art, der sich sonst meist in die Zuchthäuser ent-leert, wen« der kleine .»Araber der City" groß geworden ist. (Was das preußische Militär kostet.) Einer eben veröffentlichten Berechnnng zufolge bettägt die Snmme des in den 18 Jahren von 1849 bis 1886 für das Militär in Prenßen ausgegebenen Geldes: über 701 Millionen (701.48S.S9ö) Thaler. Arbeiter.Wohnnngen.) Der Berliner „Centralverein für das Wohl der arbeitenden Klaffen" hat sich wiederholt mit der Frage wegen Vertefsernng der ArbeiterWohnnngen beschäftigt nnd Schritte zu einer einheitlicheren und dadurch wirksameren Anregnng von Reformen dann still, «m den kodesstreich zn empfangen; bisweilen bittet sich ftdoch das gräßliche Schanftnel. daß der aeqnälte Stier mit schänmendem Manl. heranshä^ender Zunae und vanerschütterudem Schmerzensgebrüll auf deu verstümmelten Nemen nmher galp»ipirt. uud ich habe eiu solches Thier über eine Viertelstunde so laufen sehen, ehe es ^töytet werden konnte. Bricht es endlich zusammeu. so nähert sich der Matador seitwärts von vorn nnd sncht ihm mit seinem Messer den Hals zn dnrchschneiden Mei« stens aelingt dies beim ersten Versuche nnd ei» einziaer kräftiger Schnitt endet ^nn die Qualen des unglücklichen Thieres. Oester jedoch springt es anch pli^tzlich auf den sich nähernden Peiniger los, ohne ^ der Lazo diese nnvermnthete Vewegnnß zn hindern vermag, und das Leben des Matadors hängt in solchen Augenblicken von seiner Gewandtheit ab. Doch diese ist beispiellss, wie ein Biitz springt er zur Seite und kaum ist der Stier wieder iu die Knie gesunken, sitzt ihm anch die scharfe Klinge im ^lse und seine Kehle ist dnrchschnitten. Den todten Körper läßt man liegen, wo er gefallen, bis die bestimutte Zahl geschlnchtet ist. Danach schreitet «an znm AbhA»ten. ein Geschäft, in dem die Peons so bewandett sind, daß es tan« fünf Mnnteu bea»-sprncht. Da in den Kaladeras, die welter im Inner» liege», das Vieh lediglich her Hänte wege» aeichlachtet wird, so bleibe» die Ka'daver a»f be« ^l»e liege», nud tansende von Geiern, an denen die Pampas so reich fad, senken sich nach vollendeter Vlntnrbeit »ie eine Wolke anf das Leichenseld nieder, n« sich «it den Hnnden und Präriewölfen nm die sttte Vente zn streiten. Nächst de« Lazo nnd der Volas spielt im Leben des Gancho das Meffer eine Hauptrolle. Ohne Messer kann er Nichts beginnen, es ist so nöthig wie Häude »»d Arme. »nd er weiß sich desselben mit der grö^ ten Geschicklichkeit »n bedienen. Er gebrancht es als einziges Werktag znr Anfettignng s«ner rohen Hansgeräthschaften. seines LaziA, seines Tat-tels nnd Riemenzeugs; «r tödet damit den Stier nnd dnre^hrt das Herz des Jaguars; es ist seine blanke Waffe im Km»pfe. er skalpiet mit i^ den Indianer, versetzt seinen übrigen Feinden Schnitte in das Ge» ficht oder schneidet ihnen die Kehle ab. Wenn er mit den Ge»Offen Katte spielt, stößt er das Messer in den Tisch, n» jeden Stteit si^ell und auf diesem Gebitte gethau. gnnächft ist es nnn darn« zn chnn, Stoff zn sammeln, welcher späterhin ansführlich» nnd kritisch bearbeitet werdm soll, damit das als n^lich und musterhaft Eprobte in wohlfeiler Znsam. menstellnng zur Berösfeutlichuug gelauge. Da hierbei die gemeinnützige Mitwirkung der Presse sehr wichtig nud kau« zu entbehren Ist, so ersucht der Präsideut, Herr Lette, die deutschen Zeitnngs Redaktionen, bekannt machen zn wollen; „daß der Central Verein alle diejenigen Personen, Gesellschaften, Vereine nnd Behörde«, welche etwa wqhrend des letzten Jahr-jlehends praktisch bewähtte Woh«»«ae« für Arbeiter errichttt haben, i« Interesse einer ansgedrhnten Nachfolge nm möglichst einaehende Mitthei-lungen darüber bittet. Namentlich würden Laupläne, Kostenrechnungen und Angaben über den Baugrund, das Banmaterial, eigenthümliche Kon« struktionen, die Benntznng der Gelasse und die Höhe der Miechen (auch in gewöhnlichen Hänfe^ zur Vergleichnng) mit große« Dank entgegen-aeno«men werden. Da der Verein beabsichtigt, zur Verbessemng der Wohnungen in allen Landestheil»en nnd Wohnplatz Gattnngen seinerseits nach Kräften beizntragen. so sind Nachrichten vom platten Lande, so HNt wie von kleinen und großen Städten her, gleich willkommen. Der solchergestalt gesammelte und dnrch schon vorhandenen vermehtte Stoff soll baldmöglichst verarbeitet, gesichtet nnd in wohlfeilen Hefte» znr öffentlichen Knnde gebracht werden." (Spielbanken.) Die Stadt Baden hat Anssicht von der Spielbank noth ein^e Jahre länger prositiren zn können, als Ursprünglich fest-aesetzt war. «eaen diese, wie gegen die anderen dentschm Spielhöllen soll die ftanzösische Regiernng Schutte beabsichttgen, nachdem das in Pa-ris anfgetanchte Projett, eine Spielbank in Frankreich zn konzessioniren, NM Dentfchland in diesem trauriam Gewerbe Koukurrmz zu m^en. glücklicher Weise verworfen worden. Die belgische Kanmer macht Mie»e, der Spielhölle vo« Spaa zu Leibe zu gehen, uud das MinisterinM hat die Anfhebuug derselbe» «ach Ablauf eiaer «och sehr unbestimmten Schonnngs-frist zugesagt. Iu Nassau, Kurbesseu nnd Hombnrg wird «tgenitt weiter gespielt. Die Spielpüchter in Wiesbaden lzaben vergangenen Sommer 2,300,000 Thlr. gewonnen. Hombnra's Gewinne sind wahrscheinlich noch bedeutender, dagegm häufe» sich auch die voa diesem Schaudpftlhl verursachten Selbstmorde. Anch unternimmt diß Prostitntion in S»m«t und Seide, für welche Homburg ein Hegeort geworlien, uhlreiche Ans-ssüge nach Frankfirt. nm „die Moral der Sache" dem Pnbliknm der Sttaßen und öffentlichen Bälle nach Kräften Kar zn Machen. (Lebensversicherungen.) Die Versiternngsanstaltt» in Dentsch -land. insbesondere die für Lebensverfichernngen find in einem langfamen aber stetigen Fortschreiten begriffen. Im Jahre 18l^2 bttrng die Zahl der Anstalten nur 12, der neue Zugang i« Laufe des Jahres ö2S6 Personen mit ü.892,909 Thlr., der Bestand am Ende des Jahres 46.980 Personen mit S7.S68.913 Thlr.; im Jahre 1864 dagegen war die Zahl der Versicherungsanstalten auf 27 augewachsen, welche im Lanf des Jahres einen Zugang von SS.3S7 Personen mit b0,649,684 Thlr. nnd am Ende des Jahre» einen Bestand von 230,394 Personen mit 234,989,744 Thlr. hatten. Ein Rückgang in der Zahl der lSerstcher»»ge» fa»d »»r in de» Kriegsjahren 18S4 nnd 18V9 statt Dentschland bietet icherhanpt für Lebensversicherungen einen aünstigen Bode», da die Opfemilligkeit für Andere, die Ordnung uud Sparfantteit hier »och tiefe V»rzel» ha-oeu. I» gra»kreich. Stalie» »»d Gpanie» wiegt dagegen die Ge»»tz»»ß der Leibrente vor. wodurch man nicht Andern, sondern fich fel^ Genuß nnd Versorgung für fpätere Zeiten bereittt. An Sporn znr Benütznng der Verfichernngsanstalten liegt anch in der Erfahrnng, daß dnrch die in Sterbefällen ansbezahlten Snmmen viele Familien vor Noth bewahtt oder sogar in bessere Verhältnisse versetzt wnrden. Im Jahre 1864 betrnge» die Auszahlnugeu snr 38ü2 Gestorbene nicht weniger als 3,637,b07 Thaler. blntia zn enden, nnd Messerkämpfe find in den Pampas eben so sehr a» der Tagesordnnng. wie die Duelle »»ter St»de»ten. Austatt daß wie bei »»s die K»abe» «it Ball oder Kreisel spielen, übe» sie sich dott im Messerfechten, nnd wie anf dentschen Universitättn bei den „Pankereien" existirt aleichsfalls bei den Gauchos ein Komment, der die Regeln des Kanlpfes fellsetzt nnd jeden „Tanhieb" verpönt. Das Gesicht des Gegners ist der einzige erlanbte Spielranm für das Meffer, nnd Schnitte üb« die Vack^ vertreten die reaelrechten Hiebe. Der Gancho ist im Allgemeinen nachtern und Spirituosen nicht sehr ergeben. Sein vorzüglichstes Gettänk ist Matteh, ein Anfguß von kochen-dem Wasser auf ein Krant, das am schönsten in Paragnay wächst. Es hat Aehnlichkeit mit nnserm Thee, wird so heiß wie möalich nnd zwar nicht ans Tassen oder Gläsern, sondem aus Kalebaffe» mttelst einer Nei-nen Röhre geschlürft. Dieses Mattettti»ke» steht bei de» >rge»ti»er», Städtern sowohl wie Landbewohner», i» so hoh^G»»st, das »u» Mä»»er. Fra»e» »»d Ki»der z» jeder Tageszeit die Kalebasse vor fich habe» steht. Wie bei de» vriensale» de« Fr!»dli»g bei sei»e« Ei»tritt der Kaffee Mtd Tschib»k dargereicht »erden, bietet »»a» ih« hier de» Mattehtopf, der bei de» Ganchos ans eine« einkch ansgehöhtten Kürbis, in den Städte» jedoch oft ans kostbar stlberner Schale desteht. Eben so allgenttin ist anf de« Lanlie das Ranchen. Der Zmaretto oder die Papierztgarre k»m«t ka»« ans de« Mnnde, nnd die Veschäs-tignng des Zigarrenferligens beansprncht geranntt Zeit im Leben des Gancho. Seine Nahrnng besteht fast nnr ans Meisch nnd Waßer. echeres sogar oft in rotze« Znstande nnd nnr wie bei den Tartare» nnter de« Sattel «nrbe geritteß. Hat er Holz znm Feneranmachen »»d fühlt er Appetit, so fä»gt er fich ei» Ri»d, sch»eidet die Stücke über de» Rippe» oder vor der Br»st »M der Ha»» hera»s, schlägt sie nach Außen znsam-«e» »nd brattt sie. Entweder wird das Fleisch so anf das Fener ge-worfen oder an drei über dasielbe znsa«»u»ßestellte» Halzstüde» a»iae-hängt. Ein solcher Braten ist für den Gancho der köstlichste Le^bi^ nnd soll tehr zatt nnd safttg sch«ecken. obwohl ich «ich nicht habe über-winden können, davon zn koste». (Schlnß (Der deutsche Buchhandel.) Naih dem Berzeichniffe des deutschen Buchhandel» vom Jahre 1865 hat die Theologie die meisten Bücher geliefert. nSmlich 1411 Werke. Nach der Theologie folgt die schöne Literatur M 93ö Nummtrn, die RechtSwiffenschaft mit 870. die Er-ziehungskunde 796, die Geschichte mit 6b1. die Naturwissenschaften mit 517, die Medizin mit 4SI. die schönen Künste mit 385 und die HaN' delSwiffenschast Mit S59 Erscheinungen. (Adresse an die Landtags-Abgeordneten Brinz, v. Hasner, Herdfi und Höfler.) Die akademische Burschenschast „Ar» minia" zu Mick hat unter dem 5. März 1866 an die Univerfitüts-Pro-fefforen und böhmischen'LandtagSmitglieder Brinz, v. Hasner, Herbst und Höfler folgmde Adresse «richtet z „Hochverehrte Herren! Als die Nachricht von dem Kampfe in unsere Mitte orang. den die Vertreter der deutschen Sache zur Wahmng und Bertheidigung des guten Rechtes ihrer Nation mit parlamentarischen Waffm stritten, da durchflammte unsere Herzen daß einmüthtge' Gesühl der Begeisterung. Wir sahen diese Männer mit deut-schem Geiste, der Zuchtmthe' für blinden Fanatismus und politisches Phi-listerthnm. dem Sturme der maßlosen Jnvektiven trotzen, die ihnen von feindlicher Seite lnHegenaeschleuderc wurden. Wir jähen sie mannhast entgegentretet dck Ausbrüchen der leidenschaftlichen Wuth einer tobenden Menge, hochschwingend das Siegespanier ihrer nationalen Mission, felsen« fest haltend an ihrer gerechten Ueberzeugung. Ihre Worte mußten ein tausendstimmiges Echo der wärmsten Sympathie und lautersten Bewun-derung in den Gauen unseres großen Baterlandes wachrufen, das mit ge-rechtem St^e Hinblicken kann auf die Vettreter seines Rechtes, auf die politislhen Missionäre seiner geistigen Interessen. Wir, zwar nur ein Nei- ner und schwacher Theil der großen Gemeinschaft, deren heilige Sache Sie verfechten, können es dennoch unserem tiefinneren Drange nicht der-sagen, Ihnen, zu denen als lenchtenden Borbildem unser Auge empor-blickt, hiemit unsere wärmste, tiefgefühlteste Anerkennung vnd reinste Be-wundernng auszusprechen. Wollen Sie, hochverehrte Herren, dies Zeichen unserer Hochachtung als den treuen Ausdruck unserer Gefinnung entgegennehmen." GeschäftSbelkichte. Rarburg, 10. März. (Vochenmarttsbericht.) veize« ß. H.Sb. Ksra fl. S.0S, «erste fi. 2.»S, Hafer st. 1.L0, Kukurutz si. S.av, Heiden fl. Z.Z5, Erdävfel si. 0.95 pr. Metze«. Rindfleisch 14 tr., Kalbfleisch 18 kr., Schweinfleisch jung SS pr. Pfund. Holz 18" si. S.10, detto weich fl. pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.00, detto weich fl. 0.48 pr. Metze«. Heu fl. 1.60, Stroh, Lager, fl. 1.S0, V^eu. fi. 1.— pr. Cent«er. Pettau. 9. Mar». (WochenMarkttbericht.) Neize« fl. L.40. Kor« Serste fl. 2.80, Hafer fl. 1.25, Kuturutz fl. 2.20, Heiden fl. 2.10, ErdSpfel fl. 0.90 pr. Metze«. Ri«dfleisch 1ö, Kalbfleisch oh«e Snwage 19, Schweinfleisch ju«g 16 lt. pr. Pf. Holz 86" hart fl. 8.80, detto weich fl. 6.20 pr. Kiafter. Holzkohlen hart fl. 0-46, d^o weich fl. 0.85 pr. Metze«. Heu fl. 1.80, Stroh, Lager« fl. 1.25 Streu- fi. 1.15 pr. Ceutner. Waraßdi«, 8. März. (Wochenmarktbericht.) Weize« fi. 8.60, Korn fl. fl. 2.70, Serste 1.90, Hafer fl. 1.20, Kuturutz fi. 2.—, Erdäpfel fl 1.— pr. Metze». Verstorbene in Marburg. Am 8. März: Andreas Jetzl, Schlosser. 88 I.» Auszehrung. Am 4.: Wecki« nand Stachl, Maurer, 88 I., Auszehrung. — Am 6.: Aranzisla Sottlieb reet« Schen-ker, vitwe. 70 3., Schlaafiuß. — Am 8.: Alois Peteg, Leoerer. 19 3., Typhus. — Herr Otto Vindlechner. bürg. Uhrmacher, 24 Z., Anszihrung. — Franz Urbantschitsch, Hausbefitzer, 50 3., Wassersucht. MMoch »n 14. M«y 1866 >« 8 Uhr Abtids i> dk> NeftmrittimS-Lstiltttteu de« Tafi«»: ' « dt« Ma«b««g»r MSimer'Geftmg Veret«««. 1. Türkisches Schenkenlied von A. Mendelssohn Vartholdy. 2. Klavier.Pieee.' 8. Der Thümer, Lied von >«chner. 4. Mastlose Liebe, Thor von Spohr. 5. Kürntnerlieder, arr. von 3. Hecheck. S. Trio in v>moN für Violin, Cello und Klavier von Wolf. 7. Rachtss^ang im tSalde, Chor mit Klavierbegleitung von Fr. Schubert. 8. Der Wände . (88 anl»^, Lied von Schubert. juMN Frau, S 10. Nheinweinlied, Chor von Söllner. 9. Leiden einer juimen Frau, Soloquartett von Koch. 11. Terzett für Tenor. Variton und Naß aus „Wilhelm Tell" von Rosfini. 12^ Quadrille von Engelsberg. Die iP. T. ANterstüpeude« Mitglieder werden ersucht, beim Einttitte ihre Eintrittskarten (2.Konzett) abzugeben. iktree ftr KichtmttgMer SV kr. Anzeige. ES ist mir gelungen, ein Hinterladungtgewehr mit dichte« Verschluß und ohne Kapselaufsej»uug zu erfinden. — Tollte Jemand geneigt sein, viese Erfindung käuflich an sich zu bringen, oder als Gesellschafter zur Autführung derselben mitzuwirken, so ersuche ich um baldige Meldung. K«rl Skak», 70) Büchsenmacher (Marburg). " Verpachtung. Sin Kaffeehaus, bis auf Geschirr und Katten vollkommen ei^e-richtet, ist unter billigen Bedingungen zu verpachten und kann am 20. Mai d. 3. dezogtn werden. Anzufragen beim Eigenthiimer Johau« Wtb«ier (Marburg). VtuiIlsaixiinM äio l»oe»Uod» äor msivo» Svkosi Ott« ditkffl. vluM»okok», >0HN0 tNr äi» y«Ul«itu»ss »nr LukootAtto ipstBoi»« ioo lÜTwit l» iQ«iv«n uQä U»w«v »Uoa uvä Ne«u»^» d«o«m6«» ckom kieoiss«» lüdl. vo^odor t» oo liv- lüßs«r ^oi»o äov Vordliol»»v«a vkrtv, woiuvn tiofss«tA»Itou doneliod«» 0»olr »«>. U»rdurss äoo 1l. 1S6S. L«»d»rck >ivälGoda«r. Auztigc. Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich dem geehrten P.T. Publikum bekannt zu aeben, daß er seine MKg!iale»a-VDrftDdt K»M«trer'sVneu eröffnet hat und empfiehlt: »tiefte: GeMte Schweinsfuß. Gelbwurst. Rothe u«d weiße Preßwurst. Stuttgarter Blut', Leber- und Bratwurst Eervelat Wurst u. s. w. Gchwei»efieisch per Pfund »Q kr. >Mlbstetfch per Pfuud IS kr. Um g«eigten Zuspmch bittet ergebenst ««ttllEd II»a»«Vr Obige Wi»rfte find auch im Dienstboten Komptoir in der Dra«» gaffe, Heumeyer'sches Haus zu habeu. (86 EiIl»»111. Zu meiner, Dienstag den 13. d. M. stattfindenden B e-nesize-Vorstellung lade ich hiemit da» geehrte?.'?. Publikum ergebenst »in. Iemty Liege« gebliebe«: " na Stock Zocker — «ummrt, abzuholen bei Heinrich Schmieberer. Ka«s«a>» (KirnMerthor)., Bortheilhastft-Sihlechtschreibellde. Z« acht T!t««de» kann Jedermann, ohne Unterschied de« Geschlecht»?, Alter« oder Stand»«, eine schöne, korrekte und dem Auge gefällige Handschrist sich unter Garantie de« besten tkfolge« bei dem Gefertigten aneigenen L. HAbfche», Kalligraph. Wegen baldiger Abr»is» find»t di» Aufnahm» «»» noch bi« zum l4. d. M. statt. Räh»re Rücksprache in meiner Wohnung: Kriehuber'sche« Hau«, rückwärtiger Trakt, L. Stock beim Gitter —von 8 Uhr früh bi« t Uhr Mittag. (76 Bestfchieben in der Magdalena-Borstadt im Gasthause .ZtitiMl" (SS Tögliih swd Fahrgeltgmhettell einspännig, so wie zweispännig bei Leopold VoK»tG in der BtktewghofgoU» Ate. A4 zu haben. (87 Eisenbahn - Fahrordtmng für Marbmg. Z« vermiethen eine schiwe L^nng mit Sparherdkilche, Speise, nebst separirtem Dach' boöe». Keller und Gattenantheil. Das Nähere bei Bincenz Kanduth, AlUejkaße Nr. 167. (63 Nach Wie». Ra »bfahrt: « Uhr 19 «>. Kr«h. Abfahrt: S Uhr 4» «i>. «e»ds. » »h? , «». »ach Villach. «fahrt: 9 Uhr Fr«h. Die gemischten Stg« verkehre» »»glich i» der »ichwnß «Och Sie»: Trieft: «fahrt: 1, Uhr 44 «i». «ittags. «fahtt: 1 Uhe 2S «i». «istaD». Tilzig verkehrt von Wie» »ach Trieft Mittwoch »»d Sa«ft«G, vo« Trieft »«ch Wie» Mo»t»g »»d Do«««rft>ß. Räch Wie» »hf-hrt: 2 Uhe »4 «». «itsags ««ch Trieft! Ubf«hrt: I Nh» b» MW Missags. Uer»»t»orNicher Uedatwar: Gr«»z Wiesthaler. ». ». »t. G. Drme »»h Bertaß »o» Ed»artz Ia»fchtß w Marbirtz.