o« 7^ 7» OMWM«« (sGl«»« Ws. Z«7w«s u«< ovelickmk»»! (!«!«§«» wwVw» M»G» »K«»OVN. .w«tW« >l.4i ?«>Ik»ckW«» I> »«0a«L0. Otml» ck.«. L L I WZ «f 2S0 »ontUs. «IKiH IS SsptMdsr 1SZ2 »oiii. ««WH. « »IM.M : «MiltW» >1.4 AI VI», moniU vl» ciAXtnUMMG? S W» z 0t» Maridom KMng Montags A«sgabe Frankreichs Absage Snifchkedene Abiednung der deutschen Sordekimgen durch das fronzvstsche Vmlament - Große Nede Herrwtt .«W Einer, der fich stlbft tot meldst und die Begrübnisloften einkassiert. Prag, 18. ^septeiMr. l5in<'n nicht nklr täxslichen ?^ctruc^ vorübte an der Bezirks-?rmikcn'kass<' in Karlsbad ein i^wisser Anton ^ KannIc r ans ?llt-Nohl-^u. Anfan.1 Mai > d. meldstc' cr sich an? cinom Geschäft?-papicr der Firma ?^ricdricsi Glaser als ^on-trollor dieser Firma an. Die Kranlenkisse ^ schrieb auch sofort der genannten ?^irnm ^ den Versickierunqsbeitraq nor. Kur»? Zeit l daran? uieldste sich .^annlcr ?r>ink und er-! bielt auch ordnunlssaomäs^ von d^'r Kranken kasse auebi'^ahlt. Ain 1. AuM mel-! ^^annler das At'leücn keines 5ölnichenZ Johann .^iinnler an. L'r brachte anck) einen ordnunlisu?äs^isi aN'?aestirlton Totenschein r»es Pfarranite? und crsiielt als Veqräbn'sk^'^sten ?jnen Vetvaii von Ik^l) KL. ausbezahlt. ?kicht oemtli damit, erschien knrze ,^eit daran^ ein Mlinn, der Kannler War sehr ähnlich sah, worüber sirb aber die Krankcn^assenbeamten nicht viel dl'n .^ertracken und 'neldete! ^lblelx'n ..seines VruÄerö". Io>l)ai'n ilssinnler. Ter Mann — der in Wirklicbikei: ^ si annler iel'bst w.'lr — leflte seinen ''iflenen, nus schwindelhafte Machinationen auf.icbau« ten Totenschein vor und kassierte?>ie?^egriib niskosten von .^L. Schliesslich stellte sich der ^an.^e Vetrufl heraus un^ es erc^ab sich, dcis^ sowo«)! annler, der Kontrollor als auch sein Zöbnchen qesund und munter tva» ri'n. Kannler wurdc im Kalstadsr Bez'rks-ger'6?t en!deckt, wo er niegcn anderer Te-likte eine Ttrasc verbiis'.te. Bei HLmorrhoidalleiden, Verstopsun»,. Tariurissen. Abszessen. Harndranq. C:au. UN" '''^er, ^renzsck'mer^en. Br"''^''''slommen, heit. 'ochen. ^chmindelanföslen liri"a! der Gebrauch des natiirN^lien „^'lanz-^^oses"-Bitterwasser-^ iinmer anqenehme (!^'rlv'iMe. run^^ svarliärzte snr Innerlichkranke lass^'?' in vielen ?^cil1en ta-^tä-'licki frnh nnd aliend' etwa ein halbes MaS Fr-nz-^'oses'Wassc" trinken. Da« ..?^ran,.5^iel".Bi»lerwasies ist w Apv» theken T^roaerien und Cpe»ereihc,udluniett er-f>»ltlich. Eindringende Luft in die Flunzeugtragsläche hat den Tod des FlikflerS «^wirko verursacht. P r a g, I!> September. Die technische Kommission des Ministeriums für össentli-che Arbeiten, welche zur Untersuchung der NuMugkatastrophe entsendet worden war, uvlch^'r der Sieger im Europarundflug Zwlrko zuni Opfer gefallen ist, hat ih-i'en amtlichen Bericht vert)sfentlicht, in welchem es helszt, es sei nicht mi)glich gelve->cn zu unterscheiden, welche Beschädigungen an dem Flugzeug vor und welche erst durch und witlirend des Absturzes entstanden sind, ^infolgedessen konnten die Ursachen nicht genau festgestellt werden. Doch ist au» zunehmen, das; die .tzauptursache des Unglücks in dein Eindringen der Luft in den rechten Flügel gelegen ist, welcher abbrach. Auszerdein war das Flugzeug durch den l^uroparundflug und die schnx?ren teclini-schen Prüfungen derart in Anspruch genoin« men worden, das? es dom schwer.'n Cturme, iil >en es geriet nicht mehr gewachsen u>ar. P a r i S, lN. Zepteniber. Die auswärtigen AuSschlisse der Kammer und des Senats hielten Gitzungen ab, in denen vorwiegend die durch die deutschen militärischen Forderungen entstandene La. ge in Erörterung gezogen wurde. Hiebei hielt Ministerpräsident Herrlot eine große Rede, in deren Verlaus er wichtige Erklärungen abgab. Ueber diese Erklärungen wurde ossiziell nur eine kurze Mitteilung ausgegeben, in der eS heisft» Herriot habe sich namentlich liber den Ttand der Arbeiten der Abrllstungskonserenz und über die durch das deutsche Memorandum zur Frage der militärischen Gleichberechtigung aufgeworfenen Probleme geäutzert. llnterrichtete Kreise versichern» Herriot hätte betoiU, dah die sranzösische Regierung in der Frage der von Deutschland in bezug aus die Rlistungen geforderten Gleichberechtigung ihre Haltung nie geätldert habe und w diesem Punkte immer sehr sest geblieben sei, in welcher Form die deutschen Forderungen auck) vorgebracht worden seien, ob hinter den Kulissen oder in aller Oes-sentlichkeit. Aus diese Forderung habe er immer in negativem Ginne geantwortet, da er sie als dem Geist der Verträge widersprechend betrachtete. Redner erklärte: „Ich bin der Mami des BölkerdundpakteS ebenso wie der deS Ver-sailler Vertrages. Rie habe ich und werde ich eine Unterhaltung akzeptieren, die nicht im Text der Verträge vorgesehen wäre. Ich bin nicht der Mann der Privatgespräche. Ich werde es also ablehnen, an der Vierer-konserenz teilzunehmen, die uns vorgeschlagen worden ist. Ich sühle mich in der Tat keineswegs dazu berechtigt, mich als der Mandatar von Rationen zu betrachten, die man mit Unrecht „die kleinen Rationen" nennt. Diese Rationen müssen meiner Ansicht nach bei allen Verhandlungen gegenwärtig sein, die sie in irgendeiner Vezie-hung interessieren kiinnten." JnderGenatSkommission betonte Herriot, daß Frankreich in dieser Angelegenheit wie auch aus anderen Gebieten bei der Achtung vor den Verträgen und den Abmachungen bleiben werde und daf; es sich an die unzertrennbaren Vindungen zwis6)en Sicherheit und Abrüstung halte. Im übrigen hätten alle VerttagSpartner dasselbe Recht, diese Forderungen vor dem Bitlkerbnndrat wie auch vor der AbrüstnngS konserenz geltend zu machen. Herriot schilderte sodann den historischen Verlaus der Abrüstungsverhandlungen. Dank seinen und seiner Mitarbeiter VemÜ- Im Zeichen der Abrttftung Standpunkt Deutschlands in der Panzertreuzerftage Berlin, 18. «eptember. In der Frage des Bauanftrages fitr den neuen Panzerkr!.'uz.'r nnrd von der Regierung nahestehender Seite erklärt, die sitiel-legung des Panzerschiffes „C", die am l. Oktober auf der Marineiverft in Wilhelms-hafen erfolgen soll, stehe in keinem Zusam-uienhang mit deul F.'rnblüibeu Deutschland'^ von den Verhandlungen der Abriiftungskon-ferenz oder dentschen Schritten in der Frage der Wehrgleichheit. Da es sich bei deni Neubau des Panzerschiffes uul einen Ersatzbau handelt, verstört er auch nicht gegen die Bestimmungen des RüstungSfeierjah-res. lZ n g l a n d hat bisher in diesem Jahr drei Ureuzer, neun Zerst^'v^'r und drei U- Boote in Auftrag gegeben und sich den Baubeginn von drei netteren. Kreuzern, neun Zerstörern und drei U-Booten bis zum Zchlust dieses ^hres vorbehalten. A m e r i-k a wird im Fri'lhjahr nächsten Ialires einen 10.<^tX>-Tonnen-^ireuzer und ^ apan zum gleichen Zeitpnnkt drei Zerst'örer auf Stapel legen. Ill F r a n k r e i ch ist der Ball eines ?ti.5)0()-Tvnnen-Linienschiffes und von zwei ^treuzerll im Juli rwrigen Lahres und im Dez^ember dann noch von vier wei« teix'n ^neuzern bewilligt worden. Auszerdein rechnet man noch mit dem Banl>eginn von drei Ii-Booten bis zntn Schlnf'. dieses Jahres. Aus dieser Ueberficbt ergibt sich, so wird von offiziöser Seite erklärt, n>elche verschwindende Nolle das Panzerschiff „C" in dem ganzen Weltfchiffbauprogramnr spielt. hnnge« kvimt« die »««ftrenz gerettet und der von anderen D«leß«tionen erstrebte Abbruch vermieden werden. Er habe b«» tont, daß sich Frankreich im besten Einvernehmen mit der VashinßtOner Reßierunß besinde. Was die Frage der «üstnngSgleich berechtigung und den hieraus bezüglichen deutsthen Schritt anlange, so habe Redner an seine seste Haltung erinnert und eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß sie sich i« die Warte tusammensafie« ließe: »»Rein' RiemalS!" Herriat sprach auch über den Beginn d«ß Vaue» des dritten Kreuzers der Deutsch-landklafle, der den Vertrag von Versailles verletze sowie über die Verhandlungen mit England und Amerika hinfichtlich jener Maßnahmen, tvelche eventuell zu ergreifen wären, »m einen vollständigen Mißersolg der AbrüstungSkonserenz zu verhindern. Der Vorsitzende der GenatSkommission des Aeußeren hatte fich besonders über die deutsche AnSlandSpropaganda beschwert »nd Herriot besragt, welche Gegenmittel die Re-giernng anzuwenden gewillt sei. Die Antwort HerriotS ist nicht bekannt. Beide Kommissionen billigten beisällig die van der Regierung gegenübe» Deutschland eingenommene Haltung. Wahlen am S. ?tovemder Vorbedingung: wche und Ordnung. Berlin, 18. Gsptember. DaS Reichs^ kabinett hat beschlossen, die Neuwahlen knr den Rei<^tag auif Sonntag, den 6. No-veniber auszuschreiben. Das i^t der nach der Verfassung Äukevst zulässige Termin, da de? neue Reistag innerhalb von 60 Tagen un^ an einem Eonn. l>der Feiertag gvwMt wer-' den uluß. Ter alte Reichstag wurde am IS. Zepten^ber ausgelSst. ?l)tan hofft in maßgebenden Z^reisen, das^ die Fostsehung des Wahltcrmins zur allge-n,einen politischen Berulhigunq beigetragen lverde, schon deshalb, ivetl damit >ie Ge« rüchte über eine Aussetzung der Wahlen gegenstandslos geivorden sind. Man Klt aber noch iumier daran fest, daß die Wahlen nur dann stattfinden können, wenn die Nnhe und Ordnung aufrechterhalten wich. Aufmarfchverbot in Oeftemich Wien, 18. Se'pte:ns>er. Nach einer Mitteilung der LandesreIic» rung hat ttlit Rücklicht darauf, dast «s in den letzten Wochen in Niederösterreich wiederholt zu Ausamntt.'Mtös^<'u politischcr Gegner qe-kommen ist w^>bel zal.lreichhmslos zn untersagen. Die Behörden wurd<'n de-^ weiteren angewiesen, auch den in geschlossenen Lo-kalen stattfindenden Versammlungen lviondere Aminerksamkeit vor allem in der Ri6)tung zuMvenden, das; die Bestiminuugen, wonach der Pciuch von Versammlungen durch Be-wa'fnete verboten ist, nlif das strengste ge-liandhabt werden Auch sind Ansamn'lung?n und politische U-uSeinandersetzungen der strafte, die Weiterungen befürchten lassen, llickt zu dulden. Der üandeslhaunptmann ihofft, daß diese Maßahinen qeniigen werden, die ^ch.vere Ve unruüigung, die sich in der ?^'c'''>ölkernn>i infolge der letzten Ereignisse gezeigt hat, zu bannen ui^ weitere Störun^ien der ö'fent" lichen Tichevhit und Ruhe ni6>t eintreten werden. Der Retter verschollen Die Fliegerfamilie Hutchinson gerettet. Berlin, IS. September. Auf die Nachricht lhin, dafz der amerikanischen Fliegeriamilie H il t ch i n s " n an der Allste von Grönland ein Unglück zuyestohen sei, machte sich der bekannte Flieger Udet au^ die Suckie nach dem Vermißten. Seitdem ^'ehlt voui kühnen Retter jede Spur. Man ist de^alb nm sein Schicksal sehr besorgt, da inan befl'lrchtet, daß ihm ein Nng-lück guffe. stoßen ist. Die FanriKe Hutchinson sonnte inzwisckien bereits a-ufgeifunden und in Hi» cherheit ge ^k'ilometcr lang und 'beisitzt keine Siedlungen-Ivo er fslr seine Masckiine Ven,i?in erhalten könnte. Tin äihnliches Schicksal hat auch den be» rühmten Forscher Amundsen getrosten, der sich auif die Suche nach der verschollenen Ncani^'choft der „Jtalia" und lbres Konnnandanten N o b i l e in Nacht und (^ls au!r<^cmacht hatte und nicht mei^ zurück^gekehrt war. Die Verunglückten konnl-tcn gerettet »Verden, wShrend der Retter verunMckt ist. WrM?««A, «is' w. 'sspieiMr MT WodnbouoNlon w Mm IW Mlio«« Di>»r »» A»»^b«« d»i Gemewde. Wien, 18. Septenlber. Der l^meinderatsausschuß für Wohnuilgs Evesen hat beschlossen, neun neue städtische Wolhnhausanlagen n^t insgesamt Iltll Hungen zu errichten, und die Pläne dieser neuen Wohhau'^anlagcn genehmigt. 'Von 1011 Wohnungen find 14b Gin-zelzimnierwoihnungen, K11 Zimmer-^Mchen-Wohnungeu, 211 Wohnungen, kiesteliend aus Zimmer, Mche und Kammer, 17 Zim ner-Mche-S^Kamniern-Wohnungen, 20 Wohimn gcn mit 2 Zinlmern und Küche und 7 Woh-nuntsen, bestehend miS 2 Zimmern, Kammer und Küche. Die muen Anlasten enthalten außerdem 2 GeschÄ^tslokale, 2 Werkstätten und 2 Maqcizine. Die Kosten der Errichtung der neuen WvhnhauKanwgen betragen rund 11>^ Mil-li-ouen Schilling. Gertvolle AusgrabunAe» in einer italienischen Kolonie. N v m, September. Nach Meldungen aus Tripolis ist in der italienischen Kolonie von Leptis Magna aus dem Plahe des Teveru'? ein weiterer ri>mischer Tonrpel freigelegt nwrdeu, der eiue L angeboten wird, kann auch heute als außergewöhnlicher oteldirektor empor. In seinen letzten Lclvns.jaihren mar Boiilant Besitzer von Biarritz, eines Badeortes, der zu den mo'dernisten Europas zählt, und viele Taufende wohlhatender Badegäste aus Eurapa und Amerika an seine silkierne Küste alljährlich herangelockt hatte. 1W echielt cr ein .Kaufangebot aus Biarritz lni Betracie von .'>50 Millionen Dinar. Das An.gebot stanlmte van dein belgischen Finan^^mlignatm Baron L w e n st e i n, der bekanntlich später lvahrend eines Fluges über der Nordsee auf tragische Weise ums Lekvn geklommen ist. Boulant lchnte die Offerte ab. Au^. der Basis von 55l) Millioneu Dinar mcillte er nicht einmal verhandeln. .^nte ist Boulant tot und seine Erben sind unter dem Eindruck der nllgenieinen Ärise, iiie sich auch in den .<>otels und im Spielkasino von Äiarritz schr bemerkbar nlacht, viel l'escheidener geworden. Sie verlangen für Biarritz nur noch Missi.'>nen Dinar. Aber auch diese „Bagatelle" ist nicht so leicht cinfzutreiken. Denn die Glanzperiode von Biarritz ist dahin; seine Spielsiile sind fast leer. Der spanische Adel, der zur Belebung des Badeortes besonders beizutragen Pflegte, Reibt aus. Die spanischen Gran den sind enteignet. Die englische Aristokratie, die in früheren ?^ahren, dem Beispiel des Königs Eduard folgend, sich mit Vorliebe in Biarritz mHielt, hat gleichfalls mit Nund um dle Suillotine Zur Hinrichtung des Präfidentenmörders Gorgulov Aus Paris wird geschrieben: 24 Stunden vor der Hinrichtung Gorgu-lovs hat sich der Monsieur de Paris, wie man in Frankreich den Henker nennt, in Begleiwng eines Justizbeamten und eines ZustizvachtmeisterS in den Depotraum deS Justizpalastes begeben, wo in eineul besonderen Raum die Guillotine aufbewahrt wird. Die einzelnen Teile deS Instrumentes wurden einer genauen Prüfung-unterzogen, das große Fallmeffer wurde sogar — das verlangt eine jahrhundertealte Borschrift _gewogen, ob es durch das fortwährende Schleifen Gewichtsverluste erlitten hat, die der Wucht seines Falles Einb'jffe tun könnten. Der Monsieur de Paris, der mit feinen beiden Gehilfen erschienen war, stellte nun über den Empfang des Instrumentes eine regelrechte Quittung aus und lud es dann auf einen verschließbaren, kleinen Kastenwagen. Die Guillotine befand sich dabei natürlich in zerlegtem Zustande. Diese Aushändigungszeremonie geht auf ein unangenehmes Erlebnis zurück, das sich im Jahre 1831 in Paris abspielte. Damals sollte ein Raubmörder hingerichtet werden, alles war zur Stelle, nur der Henker und die Guillotine nicht. Es ergab sich, daß das „Monsieur de Paris" die Erfindung des unglückseligen Dr. Guillotin ins Pfandhaus, in den „Mont de Pitie", gebracht und sich daraus Geld gepumpt hatte. Der Staat muszte erst die kostbare Guillotine auslösen. Der Raubmörder kam natürlich mit dem Leben davon, denn niemand kann in Frankreich zweimal zur Hinrichtung geführt werden. Aber seitdem ist man vorsichtig und hält das tödliche Instrument unter eigenem Verschluß. Der Henker hat das Recht, jederzeit Zutritt zu der Guillotine zu verlangen, es ist auch weiterhin für ihren Zustand verantwortlich, er muß sie unter Assistenz von seinen beiden ständigen Gehilfen, Putzen und ölen. Es darf nicht vorkommen, wie vor zwei Iahren bei einer .Hinrichtung, daß das Fallbeil durch einen etwas hervorstehenden Nagel in seinem ?^all anfgebalten und so an seiner eigentlichen Aufgabe verhindert I wurtie. Wobei natürlich wieder einmal ein armer Delinquent mit dem Leben davonkam. Solche Ereignisse nagen enipfindlich an dem Nimbus des Scharfrichters, i Frankreich hat stets nur einen einzigen Scharfrichter, der vom Iustizmiuisterium cruannt wird. Einen zweiten Henker gibt es dann wieder für die Provinz Tunis. Der ! „Monsieur de Paris" ist ein pensiousbcrech-tigter Staatsbeamter, der neben seinem regelmäßigen Einkommen für jede .inrich-l tung einen gewissen Spesensatz ausbezahlt bekommt. Bis vor wenigen Monaten war der Inhaber dieses Amtes Mr. Andre D e i b l e r, ein würdiger Pariser Kleinbürger, der in feiner freien Zeit ein begeisterter Bogelzüchter ist. Im März ist er wegen Errei«!^ng der MerSgrenze auf seinen eigenen Antrag pensioniert worden. Sein Nachfolger wurde ein Verwandter von ihm, der ebenfalls den Namen Deibler führt, womit also der Tradition insofern Genüge getan, als daS Amt des Henkers in der Familie geblieben ist. Die Borschrift besagt, daß eine Hinrichtung in Frankreich nicht weiter als hundert Schritt vor dem Gefängnis stattfinden darf, in dem sich der Gefangene befand, als er zum Tode verurteilt wurde. Alle Hinrichtungen find öffentlich. Eine einzige Ausnahme wurde vor einigen Jahren gemacht, als zwei Frauen, Giftmörderinnen, hingerichtet wurden. Eine weitere Vorschrift, die aber auch nicht mehr rigoros eingehalten wird, verlangt, daß der Platz der .Hinrichtung vier Zugänge hat. Am Morgen der Hinrichtung begibt sich der Monsieur de Paris zusammen mit dem Geistlichen und den anderen Personen in die Armesünderzelle und läßt sich dem Delinquenten förmlich vorstellen. Er richtet dann an ihn die Bitte, ihm sein schweres Amt durch Fügsamkeit zu erleichtern. Der Monsieur de Paris trägt dabei einen schwarzen Gehrock, Zylinder und weiße Handschuhe. Während dann der Priester mit dem Todeskandidaten allein gelassen wird, begibt sich Deibler wieder in den .Hof und stellt sich links von der Guillotine auf. Die bei-deu Gehilfen nehmen den Delinquenten gleich am .Hofeingang in Empfang. iDie nochmalige Verlesung des Todesurteils erfolgt im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, darunter auch Deutschland, schon in der Zelle.) ' Bis zur erfolgten .Hinrichtung behält Deibler den Zt)linder auf dem Kopf. Wenn dann das Beil seine Funktion erfüllt bat nnd der Kopf in den mit Sand gefüllten Korb gefallen ist, zieht er den .Hut und teilt den anwesenden Iustizbeamten mit. daß er seines Amtes gewaltet habe. Er leistet dann zusammen mit seinen Gehilfen die vorgeschriebene Unterschrift unter das .Hinrichtungsprotokoll und geht dann, nachdem der Leichnam fortgeschafft worden ist, sofort an den Abbruch der Guillotine. Bei der Hinrichtung Gorgulovs batte zum ersten Male der neue .Henker, der Nachfolger des berühmten Deibler Beweise seiner „Kunst" zu liefern gel)abt. Er mußte dabei achtgehen, daß er seine Pflicht exakt vollzog, denn die ersten drei .Hinrichtungen geben sozusagen als „Vrvbearbeit" oor sich. Erst wenn sie zufriedenstellend verlaufen sind, erfolgt das definitive Anstelluugsde-kret. .M00 Mark Belohnung" Wie oas Publikum für die Uiitelstützung der Polizei belolmt wird — Kriminalbeamte werden leiten besonders entschädigt Berlin, im September. Bei den Polizeibehörden fast aller Länder ist es klblich. für wertvolle Angaben, die zur Aufklärung von Berbreckien, zur Ermittlung von Tätern »der zur Auflinding sschreibung der Belohnung ausdrücklich ins Auge gefaßt wurde. Aber selbst dann, wenn ein Privater dem einen oder anderen ^ainten für wertvolle Aufklärungsarb«^t «ine Belohnung zukommen laffen will, kv-dark^ es noch der ausdrücklichen Genehiui-gung des Polizeipräsidenten. Eine Bewilligung zur Annahme von Privaten Beloihn m-gen wird aber nur in Fällen erteilt, w denen die Beamten so hervorragend gearbeitet haben, daß sie sich die allgemeine Auer-kennung ihrer BoMsetztcn erwerben konnten. Man will mit dieser Bestimmung vor allem das Vertrauen des Publikums zur Polizei stärken. Es könnte sonst der Verdacht entstehen, daß die Polizei nur dann avb.'itet, wenn sie besonders bezahlt wird. Der Be- ruf des Kriminalisten f^t an und für sich Eefahven, Entbehrungen, KÄHnheit» Kombi-nationsgake und Intelligenz voraus. Es muß daher jeder, der sich di^em Berufe lvid met, wissen, daß die genannten Eigemchaftsn keine besonderen finanziellen Bortehle mit sich bringen. Die Autfd^ung eines Verbrechens durch die PolizÄ geschieht im Jnteres-le der allgemeinen Sicherheit und des Volks Wohls und nicht aus materiellen Gründen. Es ist daher vollkommen falsch, w.:nn viele beute noch immer der Ansicht sind, daß die Kriminal^lizei für ihre Arkeit in schwierigen Fällen eine besondere Belahnuna erhält. Wer von den Privatpersonen, die an der Ausklärung eines Verbrechens beteiligt waren, Belohnungen er-halten soll, wird stetS in aussiührlichen Besprechungen, in denen das Für und wider erwo-gen wird, best'.nmt. Natürlich kommt es o't vor, daß melirere Personen bei der Aufklärung wertvolle Dien fte geleistet haben. Es sind nicht immer erquickliche Szenen, die sich im Polizeipräsidium abspielen, wenn diese Leute — jeder für sich allein — die Belohnungen für lich in Anspruch nehmen. Vollkommen falsch unterrichtet ist ein großer Teil der Bevölkerung über die Art der Ailszahlung der öffentlich aus-gefetzten Bsloihnungen. Während es Privatpersonen jederzeit freisteht, die als Belohnung auSgeschten Summen jederzeit ausnilvzahlen oder durch die Psl'ze? auszahlen zu lassen, dürfen öffentliche Belohnungen erst nach Rechtskrast des jeiveils ev-^orderlichen gerichtlichen Urteils ausbezahlt iverden. Wenn also zum Beispiel ein langge-snchter Mörder mit .Hilfe einer privaten Person dingksst gemacht wurde und sowohl die Polizei als auch die Staatsaii.vzltfchaft von der Schuld einlftilnmig überzeugt sind, so darf die Belo^iuung nicht etwa nach der erfolgten Verurteilung in erster Instanz ausbezahlt werden, wenn der Mörder Beringung eingelegt hat. Die Polizei kennt dann schließlich noch kleine Sonderpräm'en für Privatpersonen, die sich z. B. bei der Festnahme eines flüchtigen Taschendiebes oder der Verfolgung von Einbrechern nnd Sckiauiensterdieben her voraetan haben. Diese Belohnungen werden ieiveils vom Leiter des zuständigen Dezer-^nats beantragt. Iihre Höhe bleibt seinem Ermessen überlassen. Der „Vater der Zwerge". „Baba wa Bambuti" ist eine Ehrenbe-Zeichnung, die verdeutscht „Vater der Zwerge" lautet. Der deutsche Pygmäenforsche? Paul Schebesta hat sie sich verdient, der vor kurzem von einer Reise in die Schlupfwinkel der kleinsten Menschen der Erde im innersten Afrika zurückkehrte. Schebesta hat es verstanden, sich daS Vertrauen der Pygmäen zu gewinnen, die ihn schließlich freiwillig als Richter über ihre Streitigkeiten anerkannt und ihm daS Recht gaben, ihre Häuptlinge zu ernennen. Paul Schebesta beschreibt seine Erlebnisse auf seinen Wanderungen durch das Waldreich der Zwerge in einem neuen Buch, das bei Brockhaus erscheinen wird. Schebesta ist der Wissenschaft bereits durch seine Forschungsreise bekannt, die er in den Jahren 1924 und 1925 zu den Nrwaldzwergen in Malakka unternonimen hat. Der Gelehrte hat dort hauptsächlich unter den Sernangs gelebt, die er auf Grund seiner intimen Kenntnis in einem vielbeachteten Buche dargestellt hat. »wnche im Kampf die Natur. Die Hebrideninsol St. K i l d a, die ctM sechs Meil^ Umifang besitzt und vierzig biS fünfzig Kilometer von der NordlvesMfte Schottlands entfernt liegt, ist die unfrac!^-barfte der ganzen Inselgruppe. Jchrhunderte hindurch hat man versucht, etwas LandivZrt schaft und Viehzucht dort zu betreiten. Es war vergebens. Schließlich waren nur noch dreißig Bewchner übrig geblieHen. die den aussichtslosen Kampf aufigaben und ailf chre Bitte von der englischen Regierung aufS Festland Wevführt wurden. Nun haben sich aber katholische Mönche gefunden, die auf Beranlaffung des EarlS von Dumsris den Kamlps fortsetzen wollen. Sie beabsichtigen, ans St. Kilda ein Ktoster zu errichten und die Tradition der Bevölkerung, die die gallische Sprache benutzten, fortzufi'chren. Die Befiedlung und Bebalmng soll schon in näcbister Zeit besonnen werd«». vom Sonntag XenniskSmpfe gegen Satovtt und Ml vMaribor" gewinnt mit 9:5 — „Zelyniear" mterliegt mit 1:6 Mar^bor, 18. September. Die Heuer schon öfter erfolgreiche TenniS-equlpe des ESA. Martbor" errang heute wieder einen beachtenswerten Sieg. Beachtenswert deshalb, weil die heutiMn Gäste — die sympathisc^n Damen und tatenfreudigen .'^rren deS SK. „!imischglar, während die übrigen mehr oder weniger üben. Die Gäste holten stch dieS mal einen schSnen Sieg von 6:1. ^n einzigen Punkt für die heimische ^Mannschaft errana B e r g a n t, der nach lckdwerem Kampf.H o n v e r v mit 4:6. 7:S. 9:7 schlulg. Sehr cmt spielte n>ieder Zakot-n' f. der aegen P u e n ! a ? mit 4:6,6:4, ^:6 sieareich blieb Wesseln be'bielt ge-"en G r ü n ^ e l d mit 6:4, 6:1 die Ober-ljand und N e r a t war gegen Bene 8 mit 3:6, 6:3 erfolgreich. k^n den Dovpel^vielen wmdeu folgende Nes'iltnte erhielt: Sakowik-.^onverv biegen Ber^ant-Masi 7:5. 8:6; Wesselv-Hon.ierv ge ''en Grsinke^d-^n8enia? 6:4, 4:6, b:5 abge-k'rochen; Frl. W. Fichtenan-^onveri) gegen Frl 9eaat-Bsrqant 7:ü. 6:3. ES wurde auch ein Damenein vl anS^etraaen. wobei Friu S akot nik a-c^en Frl. L e g a t mit n6:4, 6:0 siegreich blieb. „Maribor" im VokaWale Die Eisenbahner unterliegen auch in der Wiederholung des Spieles — Derbes Spiel M a r i b o r, 18. September. „MariborS" stark ersatzgeschwächtes Mei-sterteam absolvierte heute bereits zum zweiten Mal das lokale Finalespiel um den Unterverbandspokal. Auch diesmal konnten die Weißschwarzen den Sieg davontragen. Das Resultat lautete 2:1 (2:0). Die Sieger traten diesmal mit Koren 1, Koren 2, Savo, Kokot, Bertoncelj Stanko, Kukanja, Jei, Miro, KirbiS, DuSan und Bergant an. Trotz der zahlreichen Ersatzspieler war die Mannschaft bald im Borteil. Schon in der ersten Hälfte stellten Iei und K i r b i durch zwei Treffer einen Borsprung her. den aufzuholen es den Eisenbahnern auch trotz dreier Elfmeter nicht gelang „2elczni ar" nahm den Kampf mit. Pi' 8of, Wligner, Konrad, Glaviö, Frange^, Ronjak, Pezdiöek, Golinar, Paulin, Konrad und Jenko. also fehlte nur BaLnik. Wie schon erwähnt, konnte die Mannschaft kei» nen einzigen der drei Elfmeter in ein Goal umwandeln, auch ansonsten brachten die Spieler nicht den richtigen Schwung ins Spiel. Bedauerlicherweise wurde eine allzu har-te Note angeschlagen, so daß das Spiel sehr unter roher Gangart litt. Schiedsrichter Tkalar zeigte noch nicht die nötigp ^uou- tine für solches Spiel, so daß er öfter nur „mitschwamm". Das Spiel brachte keine Offenbarung. ES lväre daher besser gewesen, wenn es überhaupt nicht stattgefunden hätte. Der Besuch war schwach, wofür auch der entlegene Spiel Platz ausschlaggebend war. vagir« ^ Tschechoslo»akei 2:1 B u d a p e st, 18. September. Die ungarische Nationalmannschaft errang gestern gegen die Tschechoslowakei einen 2:1 (0:0)«Si«g, wobei die ungarische mehr als Glück hatte. wMta ^ Oesterreich 8:1. B u d a p e st, 18. September. Im gestrigen Amateurländerkampf zwischen i^terreich und Ungam brach die österreichische Mannschaft, die sich aus durch« wegs Grazer Spielern zusammensetzte, völlig zusammen. Die Budapester Amateur« siegten, wie sie wollten, Resultat war 8:1 (S.0). Auswilrtloe Spiele Ls«blja«a: Hatt—Uirija 2:2. " Wen: Sportklub—^Wacker 2:1, Nicholson—Austria 2:0. son—Austria 2:0, Bienna—Admira 2:1, Rapid-FAC 1:1, VAC-BAC 6:1, Ha-koa^LibertaS 2:0. Vriwn: Bienna—Slavia 3:1. Prag: DFC—Budftjoviee 3:2, Nahod-^ Kladno 4:2. Gelsenkirche«: Norddeutschland—Westdeutschland 3:1. Mrzturg: Nüberger-Kickers 4:1. StaatSmelfterschast der Leicht athleten Podpeean — Zweiter iiber 10.000 Meter Z a a r e b, 18. September. Als größte leichtathletische Veranstaltung gingen Freitag, Sl»mStag und Sonntag in Zagreb die diesjährigen Staatsmeisterschaften vor sich. An den Kämpfen beteiligte fich auch ein größeres Aufgebot aus Maribor, bestehend aus den besten Athleten „l^lezni-Lars", „Marathons" und „RapidS". Den größten Erfolg hatte wieder Podpeöan zu verzeichnen, der in grandiosem Stil im 1<).v00-Meter«Laufen den beachtenswerten zweiten Platz besetzte. Die wichtigsten Ergebnisse waren: 1V.VVV Meter: 1. KovaLiL (Primorje) 35:04.2 — neuer jugoslawischer Rekord; 2. Podpeöan (Zelezniöar) 35:20; 3. BruLan (Jlirisa) 35:53. Dreisprung: 1. MiokoviL (BSK) 13.71; 2. Kallaj fMaradhon, Zagreb) 12.09; 3. Nova-koviö fVSK) 12.74. Stabhochsprung: 1. Buratovie (Coneordia) 340; 2. ZupanLiL (Mirija) 340; 3. Jeck^oiL (HaSk) 330. 4X10V Meter: 1. Coneordia 45.1; 2. HaSk 45.2; 3. Marathon (Zagreb). Die Mannschaft des ASK. Primorse, die als erste das Zie^ liassierte, wurde di?aualifiziert. 400 Meter: 1. Jamnicky (HaSk 51.6; 2. FevenSöak (Marathon Zagreb) 52.2; 3. Ste-vanoviö (^ugoslavija) 52.4. 110 Hürden: 1. Buratovie (Conc.) 15.7; 2. IvanoviL sConc.) 16; 3. Kallay (Maro, thon (Zagreb) 18.5. Speerwerse«: 1. Slapar (Prim.) 2. Blaj«, niö (Panöevo) 47.11; 2. AovakeviS (Marathon. Zagreb). 20« Meter: 1. Jamnicky !Ha8?) 22.9; 2. Skok (Prim.) 23.2; 3. BiLaniö (Conc.) 24.3. 400 Meter Hürden: 1. Jamnicky (HaSk) 58.2; 2. JvanoviL (Marathon, Zagreb) 59; 3. Thaler (Marathon, Zagreb) 61.8. Hammerwerfen: 1. GojiL (HaSk) 47.29; 2. Zupan (Jlirija) 40.35; 3. Gaiier (Conc.) 36.79. lvv Meter: 1. Jamnicky (Hask) 11.2; 2. StevanoviL (Jugosl.) 11.3; 3. BuritoviS (Conc.) 11.4. Kugelstoslen! 1. Keut (Jugosl.) 13.11; 2. Spahiö (BSK) 13.01; 3. KovaLeviö (Conc.) 12.53. Weitsprung: 1. BuratoviL (Conc.) 6.64; 2. Kallay (Marathon, Zagreb) 6.59; 3. No« vakoviö (BSK) 6.45). Diskuswerfen: 1. Keut (Jugosl.) 41.07; S. Manojlovie (Eon:.) 40.96; 3. SropiSnik (Jlirija) 35.88. Hach'prung: 1. BuratoviS (Conc.) 175,; S. Martini (HaSk) 170; 3. BanSSak (Panöevo) 170. 1500 Meter: 1. Tuöan (HaSk) 4:11 (neuer jugoslawischer Rekord); 2. Nikhasi (Panöevo^ 4:31.2; 3. JanetooiL (HaSk). Xennisfensation in Marlbor Exhibitionsspiele der jugoslawischen Tennisrepräsentanten Franz und Tomica Kukuljeviö, Puueee und Palada Die iugosiowNtde Fußball» meift'tftdaft S p l i t, 18. September. Das wichtigste Spiel der gestrigen Staats ineisterichaftsrnnde ging in Split zwischen „G r a d j a n s k i" und „H a j d u k" vor sich. Die Spliter siegten verdient mit 3:0 (2:0), wobei das ausgezeichnete Angriffsspiel „Haiduks" hervorgehoben werden muß Bei ,.GradlanSki" versagte dagegen das Angriffsquintett. B e o g r a d, 18. September. Im Rückspiel gegen „Jugoslavija" mußte „V o j v o d i n a" aus Novi Sad eine Niederlage von 2:4 <1:-) hinnehmen. „Vojvodina" scheidet somit aus der Konkurrenz -ndal'ltia au^ Für Montag und Dienstag, den 19. bzw. 20. d. haben unsere Tcnnismatadoren der heimischen Sportgemeinde ein Schlagerereignis sondergleicheil vorbereitet. Auf der Rückreise von Graz werden die jugoii.UVi« schen Tennisrepräsentanten u. zw. Staatsmeister Franz K u k u l j e v i e, sein Bruder Tomiea sowie PunLee und P a l a-d a die Fahrt in Maribor unterbrechen, um gegen die hiesigen Spitzenspieler und auch unter sich einige Exhibitionsspiele auszutragen. Tas jugoslawische Tennis hat in den Brildern ttukuljeviü, Punöee und Palada seine bislang besten Vertreter gefunden. Die Prachtsiege Kllkuljeviö gegen Matejka, Artens, Crawford, Kinzel usw. sprechen genügend von seiner blendenden Forin. Jnsbeson-gere gegen Crawford, der sich unter den zehn besten Spielern der Weltrangliste befindet, errang Kukuljeviö einen sensationellen Sieg, der ihm den Weg in das Welttennis ebnete, ttukuljeviö ist gege,m>ärtig einer der stärksten Spieler Mitteleuropas, was genügend auch die Siege über den österreichischen Mister Niatejka bezeugen. Auch Punöee konnte Heuer eine sensationelle Form aufzeigen, als er zweimal den vorjährigen Staatsmeister Schäffcc schlagen konnte. Palada konnte sich schon bei seinem Erstauftritt in der Draustadt die Herzen aller erwerben. Sein sympathisches, ruhiges Spiel stempelt auch ihn zur Änderklasse. Eine ho^ Klaffe erreichte Heuer auch Tomica Kukulieviö, der gerade dieser Tage mit einem leichten Sieg über den Grazer Meister Dr. Schürer seine große Form unter Beweis stelle?^ konnte Die Gäste treten um halb 16 Uhr auf den ^Maribor"-Plätzen an. Ausgetragen werden mehrere Exhibitionsspiele sowie Matches gegen unsere heimischen Vertreter H i tz e l, L e y r e r, H o l z i n g e r von ..Rapid" sowie gegen GaSParin undFaSjav von „Maribor". » »»«" » Kino Mmitag, 19. Tepteucker. Ljubljana, 18 Uhr: Salonquintett. ^ 20: Esperantoswnde. ^ Beograd, 18: Konzert. — 20: Uebertragung aus dem National-theater. — Wien, 15.20: JlugeildstunÄe. ^ 19.30: Dajos Bsla spielt. — 21: Konzert Elly Ney. — Heilsberg, 19.30: Flotenkon-zert. — 21: Englische Orchsstermufi?. ^ Brünn, 20: Ronrantik der Wälder und des Meeres. — 21.30: Kltwierkompssitionen. — Mühlacker, 20.15: Bayern-Abend. ^ Bub»« reft, 19: Kammermusikabend. ^ Berlin, 19.15: UntechaltungSnru'sik. ^ Stockholm, 22: KoMrt. — Rom, 20.45: Leichte Musik. — Langenbrg, 20: Abendmuisik. Prag, 21: Gesanigsduette. _ 21.30: Violinkoinipo- sitionen. ^ Oberitalien, 2V.30: Orchester-kontiert. ^ Budapest, 21: Leo Fall-Kon^ert. — Warschau, 17: Konzert tschechischer Musik. ^ 20: OperettenauksiHning. — Königs-Wusterhausen, 18.25: Viertelstunde Funk-technik^ /w Äum Vroblem der ksidllthm RtrvoM Wenn sich im Herb^de die Tchu-ltor« wieder l^ffnen und mit den Bindern ahrer der sogenannten Tchwererziehba« l>en l^r Masse, welche nm zu häufig, den sich ständig durch Unvernunft der Er.^icher veni^rendcn Kader von späteren Schäd ll,»g«n der menschlichen GeseNschait abgibt. Diese Abhandlung iväve aber nur ein Torso, wollte man die neuesten ^rschungs-erqebnifse des greisen russischen Physiologien und Psychologen Pa wlow nicht auch wentsOenS mit paar Worten erwähnen. Pawlow belhairptet näml-ich, daft nur einrge wenige Funktionen angeboren lind, alles andere wird erst im späteren Leven erworben Der Blaufuchs Bon 5. Eber lein. „Ist eS nicht wunderbar," sagte Ilse und liek dt« Morgenzßitung sinken, „daß man mit dem Einkauf einer einzigen Streichholzschachtel mehr als l0v Arbeitern Beschäftigung gibt! Mit ganzen drei Pfennigen setzt man M Arme in !^cgung, läßt Maschinen laufen, Schiffe fahren, Eisenbahnen rollen, Verkaufer bedienen, Buchhalter schreiben, Aufsichtsräte tagen, Kurse steigen! . . . Wie grob wäre da erst der volkswirtschaftliche Nutzen, wenn du mir zu meinem Geburtstag endlich den Blaufuchs kaufen würdest, den ich mir schon seit drei Jahren wünsche!" Fred wurde von diesem merkantilen Er-guß und seiner Praktischen Nutzanwendung nicht überrascht. Schließlich wußte er sa seit 364 Tagen, daS morgen Ilses Geburtstag war, und die Blaufuchs-Attacke hatte sie schon ein halbes Dutzend Mal geritten, ohne ihn je überrumpeln zu können. So wurde er auch heute nicht blaß, sondern sagte bedauernd: „Wie schade, daß ich dein Geburtstagsgeschenk schon gekauft habe!" Er griff in die Rocktasche und zog ein kleines Etui heraus. „Hier diesen wunderschi^nen Brillantring! Er ist selbst unter Eheleuten ein kleines Vermögen wert!" Zwei Stunden später stand Ilse in einem Juweliergeschäst. „Können Sie mir sagen. nung kannst du dir !v Prozent für deine Bemühungen abziehen!* Erleichtert um den schweren Stein, der ihm vom Herzen gefallen war, ging Fred nach H»use. Seine Frau erwartete ihn schon im Hausflur. „Stell dir vor, der Ring ist wieder da. Ich Hab ihn im Staubsauger-beutel gesunden. So ein Glück! Und hier sind die iZlXI Mark, die wir dadurch gespart haben!" Und sie nahm die Hände hinterm Rücken vor und legte sich einen wunderhübschen VlausuchS um die Schultern. Als Ilse um Mitternacht ihren Mann fragte, ob er nicht zu Bett gehen wolle, gab er zur Antwort: „Ich schlafe heute im Likörschrank!" tiqstc ist, Ergebnisse ^zezeitigt, die auch für^'st^^,, Furchtreaktion bei Verlust das praktisch« Leben von ^veittragender Be- heg Gleichgewichtes und bei lauten Geräu« und folgt hier einer Ansicht, die s». wr,n, Blick durch vertrat. Go ist nach Pan»low »on kll^eaktions' dhenS mit einem starben Geräusch Furcht die Lupe und sagte geringschätzig: „2 Mark Ä>". „So ein Gauner" murmelte Ilse und verließ mit hochmütigem Gesicht den Laden. Als Fred vom Büro nach Hause kam, fand er seine Frau in Tränen aufgelöst vor. „Denk dir nur", stieß sie unter heftigem ^r^'ps?ilosop^n genannt, weil rhre Lehren ! ^rMgt w »«'s,» >^-1- nun, de«; ^schreit, bei „Natürlich, du hast vollkommen recht gehan- rett d s,eht m der ves mehr schreit Lic'vsletenS im lveitesten Sinne, die Wur- Furch! auS'znlösen. Diese Beispiele zcl aller Nervoisität, auch der Kindlichen und > ließen sich bedcul^nd erweitern, aber eS ge- l'etrachiet die Hlssteric als eine Mani^esta« - Iw^cke dieser Mb^ndlnng, ;venn tion dcS unterdrückten t'^schlechtStriebes. '^»ieke aufgegleisten Mon?ente Stoff zum Nach Fr<'ttds Lehre ist sehr umkäinpst und die ihe^x^^ werden. ES ist nun !^:lte ein« Äuwi'use, die man Mgen lsoine Lehre brin-gt, sind nun nicht immer gerade akademischer ttrt, sondern es spielen hiebei religiöse und Rassenlnoinente eine gro^ Rolle. Es wäre al-cr nur vom Ltande der Kindersorschung zu nnin'chen, daß die Eltern diese Lehre sich AU eigen machen und auf Grund von tat-s'äckvlic^n Erfahrungen Kr »der wrder Freild Stellung nehinen. Iin Gegensätze zu Freud fii.hrt Dr. A d-l e r alle Nervl^ität auf das sogenannte >,).'!inder^vertiqkeitKgesllhl" zurück. Nach Adler hat set^r Mensch das Bestreben als soziales Wesen einen testinlimten Platz sn der l>^sellschaft «inzunehq:?en. ES können ihn .lun tatsächliche oder Ungebildete Mängel k^rperlir!^'? oder seelischer Art an ider Ein> naikime dieses Platzes hindern. So fühlt sich z. ein Kriippel unter den Nr'' ''geivach, sencn deklassiert, wie sich auch ' ii'niand, der in gebildeter k^slesl'cha'l >> Hinter-tressen gerügt vorkoniinen kann, lveil er nicht englisch spricht c'der nicht Bridge spie-' len kann. Gegen tatsächliche Mängel kann inan nur w !^r Art vorgehen, daß inan diesen Bedauernslverten (^logenheit gibt, Nlif anderen Gebieten das Minus auszugleichen. Leider verhindert das geringe zur Verfilmung stehende Platz ^ier ein. n'enn auch nur dürftiges Bild der vielen Möglichkeiten zu geben). Wichtig ist nun daß, daß diese ir>gtn>divie St'iefiniitterlich von der Naluv bedachten Men>' i nun durch unver, nünstil^es Herausstrc' ' ihrer Mängel durch die Mitmensch<'n. ..sonders Eltern und Lehrer, diesen natürlichen ?)^akel alS ein« schauere Last empfinden, die Größe des Makels dabei niehr oder minder übersch.'itzen und dcöhalH imnier darauf eingestellt sind, di?l<. Lücke zu stopfen, wie man sagt, zu „Kompensieren". Da sie aber in ihrer An'gst, nicht voll genommen zu werden, ihr Minus nicht richtty werten, tuen sie mel)r als notwendig ist, ma»? nennt dies ,Ieberkom>pen' sation". Ni'n kann aber kalsl^ Behandlung der iltinder dazu führen, dak sich d!e Kiüder Kleiner ^nreizer /^nifZgen »inct S 0z«»e in öftvi- marken dviiulsgen, ct» »nsonstan c^is /^äministi'Ztion siic)tit in cjss i.2cse ist, clas öev^ünsctits eflecji^eii. delt!" gab Fred zur Antwort und ging mit wankenden ^ien zum Likörschrank. Nach dem dritten Glas hatte er seine Aktionsfähigkeit wiedergewonnen. Er rannte spornstreichs in das Geschäft, in denl er den .... .. ^ . Ring gekauft hatte, und ließ sich dasselbe ^l so, daß man von jedem, der ein «uto ^ nochmals geben. Dann stürzte er lenken soll, ein« genaue «enntw5 der. ^dolf und schilderte mit Fmiktilin di«ikr MMin« »erlanqt^ -nd?«?. ^ slieg^dtn Worte» dm Tatb-ftand. .Ms-, s-itt °k«r leder Er-i«»«r sein «an», aiich tust mir d«n «esallen «nd gehst morgen «enn er nickt mer ge« genüber eingehen. Soweit eine Stellungnah-,ne nicht schon aus obigen Darlegungen hervorgeht, sei lbetont. daß auch die tatsächliche vorliegende ??ervosität keinen Freibrief für ungehemmtes Sichaus^eben darstellen darf, wie es heute oft viele Erziehe? meinen. Aufgabe des Erziehers ist es, die Hemmungen. die das kindlich Geelenleten einengen, einerlei ob nach Freud, nach Adler oder Pan-lyn. ivegzusch^en, da» Seelenleben in die nalen Bahnen zu leiten. Da^u bedarf eS ' des MllenS. Ich glaubü nicht fehlzugehen, ivenn ich sage, daß gerade die «viel zu wenig geübte Willensbildung der 5!^gend. lichen eine schwärende Wuni^ am Aufbau der heutigen Erzieh.!uli darstellt und die Eltern können den Kindern keinen schlechteren Dienst erweisen, als tvenn sie ihre Miß-erfolge in der Erziehung des Willens ihrer Nintier den, Lehrer geienüber unter dem Deckmantel der Ncvvosit. t verbergen wollen. Eand. Phil. L 0 r b e r, Haupt-schullehrer, Graz. Poesie «nd Prosa. „Weißt du noch Edgar, an dieseni Denkmal haben wir unS auch oft getroffen." „Stimmt. Da steht schon wieder so'n Kamel!" Taktvoll. Herr Meier geht stets auffallend schnell an seinen! Hausarzt vorüber. Der Hausarzt sragt ihn: „Haben Sie etwas gegen mich?" Meier: „Oh nein, ich dachte aber, Sie wären mir böse, weil ich seit vier Jahren nicht krank war." KiÄMiW Die dvsen Streiche von Vsttr Lufttll unv Sosef Eitenbaw Text von I. M. Zeichnungen von V a r t 0 l t b. (Nachdruck nerl'oten.) L4. So! Frau Knospe hatte ihren Wik-len; sie war unten. Und jetzt ging's loS; beiden Damen mit Schirm und Teppichklop-str drauf los. Na, und das nennt sich daS „schwache" Geschlecht! Der Staub slog um« her und erst als die beiden ganz ausser Atem waren, hörte der Streit auf. Frau Knospe stolperte brummend ins .HauS, während Frau Knallbüchse, sich an allen Seiten reibend, mühsam ihren Weg verfolgte. WVWVGUGVVGWVUWVV GpeziaNornbrot. LuxuSgebiick. vackhaus Gch»td. Z^uröiö-va uliea. Gymnasiast der höheren Klasse bittet uni Instrul-tion. ev. auch um Wohnung 0. Koist. Anträge erbeten lmt. „In-stnrktor" an die Benv. 12L0K EchuH» «» ..Temvo" Tetl.^alili>n«e«. ^ lonenSka l8. 8k?b Vtiesel« ieder Art zu konkurrenzlosen Preisen liefert Gpe^ zialwerkftätte für Etielel Jakob .Höllensteins Nachf. Ltes. Gobee, Maribor. Gr^aoreiLeva ul. N. GlovenSka uliea S. llv^v Täglich frische, auf verschiedene Arten zubereitete Meersische bekommt man billia bei V«> vodnik. 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