PrSnumeratUmtz-Prrije: gtit Laibach: Vanzjiihrig ... 8 ft. 40 fr. Halbjiihrig . . . 4 „ 20 „ Bierteljithrig • ■ 2 „ 10 „ Monatlich ■ 70 » Laibacher Mi t b er Post: GanzjilhriA. 11 ft. — Halbjiihrig ... 5 „ 50 LierteljShrig . S „ 76 Fr. tj Fitr Zustellung in» Hau» vier-teljiihrig 25 fr., monatl. 9 kr. •injrint SRummttn 6 kr. Nr. 111. #ebutuo»: Hahnhosgaffe Nr. 18Ž Expedition- & Jnseralen Bureau: Longrehplatz Nr. 81 (Buch-handlung Don Jgn. o. Klein, mayr & Fed. Bambcrz.) JnsertionSpretse: Ftir die einspattige Pcttttrik L 4 kr., bei zwcimaliger Tin-Ichaltung k 7 fr., bramaligtr L 10 fr. JnsertionGempcl jebt#ntal 30 fr. Bei grttheren Znseratea un» bfterer Einschalluag entfert* chender Rabait. Anonvme Mittheilungen werden nicht beriicksichtrgt; Manuscripte nicht zuritckgefendet. Donnerstag, 15. Mai 1873. — Morgen: Johann N. 6. Jahrgang. Die itcuen Kirchengesetze in Preutzen. (SchUitz.) 111. Dec Enlwurf eines Gesetzes iiber die kirchliche Disciplinargewalt und die Errichtung des kvniglichen Gcrichtshofcs fur kirchliche Angelegen-heitrn bestimmt, dah die kirchliche DiSciplinar-gewalt nur von deutschen kirchlichen Behorden aus« geubt werden darf. Kirchliche Disciplinarstrafen, welche gegen die Freiheit oder daS Bermiigen ge-richtet find, dfirfen nur nach Anhorung deS Befchul-digtcn verhangt werden. Der Entfctnung auS dem Amt (Entlassung, Versetzung, Suspension, unfrei-willige Emeritierung u. s. to.) muh ein geordnetes prozeffualischeS Verfahren vorausgehen. In allen diesen Fallen ist die Entscheidung schrifllich unter Angabe der Griinde zu erlassen. Die korperliche Ziichligung ist als kirchliche Disciplinarstrase unzu-liiffig. Geldstrafen dfirfen den Belrag von 30 Tha-lern oder wenn das einmonatliche Amtseinkommen hvher ist, den Betrag des letzteren nicht ubersteigen. Die Slrafe der Freiheitsentzichung darf nur in der Verweisung in cine Demerilenanstalt bestehen. Die Verweisung darf die Dauer von brci Monaten "icht ubersteigen und nicht wider den Willen des Betroffenen vollstreckt werden. Die Verweisung in tine auherdeutsche Demerilenanstalt ist unzulassig. Die Demeritenanstalten find der Aufsichl des Staa-tes unierworfen. Von jeder kirchlichen Disciplinar entscheidung, welche auf cine Gcldstrase von mehr »U 20 Thalern, auf Verweisung in cine Demeri-tcnftnjtaU fur mehr als 14 Tage oder auf Ent- fernung aus dem Amte lautct, ist dcm Obcrprasi-denlcn, glcichzcitig mit der Zustellung an ben Bc-trossencn, Mitthcilung zu machcn. Einc MVtwirkung des Staats bei Vollstreckung kirchlichcr Disciplinar-elltscheidungen findet nur dann statt, wenn dicselben von bent Obcrprasibcntcn nach crfolgtcr Prufung bcr Sachc fiir vollflreckdar crllart wordcn find. Gcgcn die DiSciplinarentscheiduugcn bcr kirchlichen Behorben stcht demj.enigcn, gcgcn wclchcn die Ent-fcheibung ergangcn ist, und wenn ein offentlicheS Jnteressc vorlicgt, auch dcm Obcrprasidcnlcn die Bcrusung an den auS cilf Mitglicdcrn bcstchcnbcn koniglichen Gerichtshof fur kirchliche Angelegcnheiten in Berlin zu, welcher entgiltig entscheidet. Kirchen-diener, welche bie aus ihr Amt odcr ihrc gcistlichcn Amtsvcrrichtungcn bczuglichenDorschriftcn berStaatS-gefetzc oder die in diescr Hinsicht von der Obrig-kcit innerhalb ihrer Zustandigkeit gelrossenen An-orbnungcn vcrlctzcn, kvnncn auf Anttag ber StaatS-bchorbc butch gcrichtlichcs Urtheil aus ihrcm Amt cntlasscn werden, wenn ihr Bcrblciben in demselbrn mit der offenllichen Ordnung unvertraglich ist. Der IV. Gcsetzentwurs detrifft den AuStritt aus ber Kirche und bestimmt, dah, wer mit bur-gcrlicher Wirkung aus der Kirche, welcher er bis-her angehorle, austreten will, dies in Person vor dem Richter seines Wohnorles zu erftaren hat. Dic-selbe Form ist von denjenigen zu beobachten, welche bei ihrcm Uebertritte zu einer anbern Kirche von den Lasten ihreS bisherigen VerbandeS befreit wcr-ben wollen. Die Austritlserkltirung befreit von ben auf bem Parochialverbanbe bcruhenben pcrsSnlichcn Bcrpflichtungcn zu Abgabcn unb Lcistungcn an bit bisherige Kirchcngemeinde oder an dcrcn Diener und Beamte. Lcistungcn, welche nicht auf dem Parochialverbanbe beruhtn, insbesonbere Abgabcn unb Lei-stungen, welche entweder krafl bcsondcrn RcchtstitelS aus bestimmtcn Gtundstfickcn hasten odcr von allen Grundstiicken eines gewissen Bezirks ohne Unter schied des BesitzerS an bestimmtc Kitchen, Psarreien ober anbere kirchliche Stcllcn zu entrichten find, werden durch bie AustriltScrklarung nicht bcruhrt. Die nach § 3 des Gesetzes fiber die BerhSltnissc bcr Jubcn vom 23. Juli 1847 den jfidischen Grunb besitzern oblicgenbe Verpflichlung, zur Erhaltung christlicher Kirchensysteme beizulragcn, wild mit dem Eintritt ber Gcsctzeskrast bieseS Gesetzes auf ben Umsang berjenigen Leislungcn beschrankt, welche nach bent vorhergehenben Satz ben aits ber Kirche aus gctrctcnen Pcrsonen zur Last bleiben. Politische Rundschau. Laibach, 15. Mai. Inland. Un garn hat bit Zustimmung zur Autzerkraftjetznng bts zweiten Absatzes beS Paragraph 14 ber Bankaktc crthcilt, unb grohmiithig kniipft baS Ministcrium Szlavy dieses ZugestiindniS nur an die Bedingung der ausgibigen Belheilung Un-garns mit den auszugebenden Noten unb ber Thcilnahme an bem Gewinne, bet aus ber Ver« mehrung bcr ©anfnoten sich ergibt. Wic bcrcitS gemcldet, hat bit SRtgicrung bit Slbanierung bet Bankatte bcreils gutgehcihcn. Ieuilleton. • Caspar Maschek f. Hcute begrub man eincn Mann, der, wrnn-9ltich in ben letzteren Jahrcn als nalurliche Folge P*® hoden Alters unb der Gebrechlichkeit seltcn mehr !.n die Ocffenllichkcit tretend, dennvch mit bem mu-fiiQtlschen Leben unsercS Landes und unserer Lan-i u5oUpt^labt innig verbunbeit ist, d:n am 13. Mai L- J Delftorbenen pens. f. k. Musiklehrer an der hlcstgcn Nonnalschule unb Praparandenschulc und gcwescncn Kapellmeister der philharmonischm Gk-scllscha't und Gesangel-hrer an bcr Schule deS gcnannten VereineS. Maschek wurbe zu Prag ant 6. Tezember 1794 geboren, er war der Sohn be« als Regcnschori an der St. Niklaskirchc dafelbst angeslcllten VinccnzMaschek, welcher scinerzeilDcutsch->a»b unb Danemark als Klavicrspiclcr bcrcislc. Der jitn-LereBrubcr Caspar MaschekS. ber in ber musikalische.t Well wohlbekannlc Albin Maschek, bek'eidel jctzl die Slelle seines Balers an bcr St. Mklaskirche in ^fag. Er ist ein sehr gcschatzler Kirchcnmusikcom-pvsitcnr unb schricb untcr anbern die vielbekamtte Festmesse zur 50jahrigcn Jubilaumsfcicr des pragcr Cvnscrvatoriums. Einc Schwcstcr MaschekS beirnlcte ben Abvoeatcn Proch, unb bcr Sohn dieses ist Heinrich Proch, der chcmalige Hofopernkapcllmcisler unb jetzige Kapellmeister der komischcn Opcr in Wien. Heinrich Proch ist also ber Nessc un>ereS Maschek. Caspar Maschek erhielt seine musikalische AuS-bildung theils von seinemBaler Bincenz, theils am Conservatorium in Prag. Als jungcr Mensch von 18 Jahten trat er sodann in russische Dicnste, wo cr als Kapellmeister ber kais. tussischcn 8. Division fungierte. Am 25. November 1815 kehnc er in seine Balerstadt zurfick. Im Jahte 1819 itahtn er ein engagement als Kapellmeister an dcm unter der Direction des Grafcn Thurn unb Baron Born stehenben standischcn Theater in Gra; an, gleich-zeitig mil bcr ©angeritt der grotzen Oper, Amalie Horny, bie er zu seiner Gallin crroahit Halle. Jm Iahrc 1820 erhielt baS Ehcpaar Lkaichek ben Ruf an bas stanbische Theater in Laibach, wo sclbc im Oktober beS genanmeit Jahrcs tintrasen. Allein er sand'b>c vrchestralcn Znslaiibc so derout, dag er nur durch die Jn:evoemion des bainaligcn Obcr-bircctorS Bincenz Baion v. Schwciqet abgchalicn wurbe, feinen Cmjchluh, jofort wicbcr abzurcijcn, aufzugtben. Er bcstanb vor allcm auf Bcrstarkung bes Orchcstcrs, fur w-lches daim auch soforl 9 von ben sogenanntcn Schwatzcnbachcr Musikern cnga-gicrt wutben. Bercite im November bcsselbcn Jahtk-wurbe Maschek von dem bamaligcn Diicctor ber philharmonijchen Gesellschast Holbltng zur Leitung ber Gesellschaftsconcenc gewonntn, und zidar mit Contract vom 29. November 1820 unb mit cittern Jahrcsgchaltc von 450 fl. Q. M. Das Orchcsttr bcr philharmonischen Gesellschast war bamals mil reichlickcn und bebcutenben orchcstralcn und bilet* tantiichen Kraftcn vcrschcn, both mit bem Gcsange sah cS sehr klSglich aus, daher Director Hblbling eine G sangsschule der Gesellschast crrichlcte, bicfctbe am 1. Janner 1821 erbffnele unb Maschek alS Gcsangslehtct bcrics. Unb nun dcgann MaschekS Glanzperiode. Cr hafte sich eitien Gesangschot von 40 Sangern unb Sangcrinncn herangcbilfcet, er VC'fugle fiber ein tfichligcg Orcheslcr, unb ein ncucS musikalische«' ?ebcn bcgaiiit, die grohen Oratorim Huydns unb Beethovens kamen zur Auffuhrung. Bor allein a ber roar es ber grofic Congrch, welcher bie Furficn unb Diplomaten Europas in Laibach versammette, ber W^ajchcks Wi>kcn tin glfinzcnbeJ Feld ber Thatigkcit croffnete. Auf alierfcbchstett Um das Wesen dec Matzregel klatzustcllen, verdient bcmerkt zu. werden, dah die Nationalbank tlncn Betrag von 200 Millionen Gulden in Nolen ohne Metallbedeckung in Umlauj setzen darf. Was darilber hinausgeht, muh Gulden fur Gulden in den Kellern der Bank in Ntetall vorhanden sein. Durch zeitweise Autzerkraflsetzung der Gellung dieser Bestimmung wird es nun der Bank mSglich gemacht, bankfahige Wechsel zu eScomptieren u»d slalulen-mahige Werthpapiere zu belehncn, und zwar iibcr den Betrag der sonst zulassigen Notenmenge. Nur ist jetzt die Frage, bis zu welcher Grenze. Es steht zu erwarlen, dah nach dem Entschlusse der Regie-rung tine Beruhigung der erregten Gemiilhcr ein-lreten und die Borse zu geordnelen Zuslanden zu-ruckkehren werde. DaS feudale ..Baterland", dem die Borsen-katastrophe ganz gelegen kommt, bezeichnet dieselbe alS das „verfassungstreue Sedan", findet, dah die beiden Errungenschaften der neuen Aera: »volkswirth-schafllicher Aufschwung" und „Weliausstcllung" wie Seiscnblasen zerplatzt find, und schlieht mit der Be-hauptung, dah unter tin cm foderalistischen Mini, sterium der Weltausstellungs-Humbug nicht noth-wendig ware. Die foderalistischen Organe bis zum ..Slovenski Narod" und der»Novice" herunter beten das Evangelium des ..Vaterland" glaubig nach, nur vcrgeffen die StaatSrechtstraumer ganz und gar, dah unter dem Ministerium Hohenwart dieser ganze „Weltausstellungs-Humbug" beschlossen wurde und dah tint hiibsche Reihe jener zweifelhaften Untct-nehmungen, welchc der letzte Borsensturm geknickt, damals vom Stapel lief. Der eigentliche Strom der volkswirthschaftlichen Entwicklung, welcher sich in der Entfaltung einer stets mehr erstarkenden Industrie und in dem machtigen Aufschwung unseres Verkehrswesens seit zwei Jahren zeigt, kann durch Schaumwellen, welche im Momente die Oberflache zeigt und die das ungesunde und nicht lebenssahige wegspiilen, nicht abgelenkt werden. Der »Pester Lloyd" bestatigt, dah Graf Andr assy die Eingaben der biihmischen und nieder-Ssterreichischen Bis chose iit Angelegenheit der ro-mischen Ordens'Generalate unbeantwortet gelassen, in folgender Weise: Befanden sich die Bischofe im Besitze einer Antwort, so hatten fie sicher nicht An-stand genominen, dieselbe gleichzeitig zu verossentli-chen, wie immer sic tauten mochte. (Sine ablehnende Antwort ware vielleicht von den ultramontanen Or-ganen als Angrifsswasfe, einc entgegenfommende als Mittel beniitzt worden, um zwischen der liberalen Partei und dem Ministcrim Unsrieden und MiS-trauen zu saen. Augenscheinlich existiert also feme Antwort, was in diesem Falle „auch tine Antwort" «s=ssss5ssss==ssaas Befehl waren nebst der deutschen Oper auch eine italienische aus Mailand und Venedig nach Laibach berusen, ebenso die vorzilgliche Miliiarkapelle des Regirnentes Baron Wimpfen aus Klagenfurt hiehcr beordert worden; da gab es Kiinstlcr die Hiille und Fiillc, tiber die Maschek vcrfiigte, und die es mog-lich machten, ben hohen Herrschaften ^ glanzende Concerte vorzufiihren, da er mil der Leitung dieser bctraut war. Am 12. November 1822 ubernahm Maschek die Stelle eineS Musiklehrers an der laibacher Mu-sterhauptschule mil dem JahtcSgchalte von 450 si. unb rinev Remuneration von 50 fl. fur ben Fall, dah rr ben Mufikunterricht fur bit deutschen Prii-paranben besorge. Nach Ablauf des Congresses sing MaschekS unter so auhergewohnlichen Berhaltnissen empor. gestiegener Stern zu erbleichen an. Es war dies tben ein natiirlichcr Riickschlag; das Publicum, durch die Geniisse der mit kailerlichen Pcacht auSgestalte-ten ilalicnischcn Oper, durch die in it heroorraqenden Krasten vetsehcncn Concerte, durch Schaustellungen aller Art verwohnt, fund an den nachfolgenden kleinbur-gerlichen Berhaltnissen keinen Geschmack mehr unb jnied die Tempel der Kuvst. Ein Theaterdirector nach bent anbern fallierte. Um bas Publicum den ware. Jetzt freilich wicd es dem Minister leicht sein, den hochwirrdigen Briefstellern zu antworlen, falls bicse Beroffentlichimg den Zweck haben sollte, ihn zu niahnen. In mmigcit Tagen wird die ita-lienische Kanlmer dao Gesetz voliert haben, in welch.m, trotzdem der hcilige Bater eS nicht an unheiligen Provocationen fehlen lieh, der Souveranetat der Kirche im weiteften Mahe Anerkennung und Sicher-stellung wird. Dieser auf constitutionellem Wege vollzvgenen Thatsache gcgeniiber werden die in den Adressm geltend gemachten Besorgnisse ohnehin zum weitaus grohten Theile gegenstandslos. Ausland. Die lange in Sussicht gestandene Quiescierung des preuhischen Handelsministers Grasen Itzenplitz hat nun cnbtich stattgesunden. Der Kaiser Hal sofort nach seiner Ruckkehr die Ent-lassnng desselben genehmigt. Nach ben Enthullun-gen LaSkers war seine Stellung ja (angst unmoglich geworden. Wenn ihm auch eine unredliche AuS-nutzung seines Amies nicht nachgewicsen werden konnte, so waren doch seine Fahrlassigkeit und Un-sahigkeit )o grell constatiert, dah es unmoglich war, ihn (anger zu halten. Zu gleicher Zeit sand auch die Agitation, welchc der Abgeordnete Lasker gegen die Betheiligung der StaatSbeamten bei der Verwaltung von Erwerbsgesellschaftcn in Szene gesetzt hat, ihren erslen siegreichen Abschluh. Das Bestreben, die Vor. lage durch eine Cornmissionsberathung in die Lange zu ziehen, wurde von der Majoritat abgelehnt. Nach einer kurzen Debatte des preuhischen Abgeordueten-haufcei wurde das von Lasker beantrogte Gesetz an-genommen. Drei kurze Paragraphe fchneiden in Zukunst die Betheiligung der StaatSbeamten an den Raubziigen der Griinder ab. Diese durfen sich niint-lich an. ben Erwerbsgesellschasten als VerwaltungS-rathe ober Vorstande niemals betheiligen, wenn da-mit eine Entlohnung verbunden ist, unb auch sonst nur, wenn sie die Genehmigung des Ressortministers erhalten haben. Der Erzbischof von Turin unb die B'schofe der piemontesischen Diocesen haben eiiten Collectiv-Protest gegen den die religtosen Corpora-tionen betressenden Gesetzentwurs an den Senat unb die Deputiertenkammer gerichtet. Dagegen sollte am letzten Sonntag im Miausvleum cine Bvlksver-sammlung stattfindcn, um zwar auch gegen den vom Ministerium vorgclegten Gesetzentwurs zu protestie-ren, gleichzeitig ober ganz einfach die Anwendung bet im iibrigen Jtalicn giltigcn Gcsctze auch auf bie Stabt unb Provinz Rom zu verlangen. Unter ben Namen der Vcranstalter der Volksversawmlung steht in erster Linie der des romischen Abgeordneten Herzog von Sermvneta. Die Abhaltung dieser Ver- Mangel eines Theaters silhtcn zu lasscn unb so sein Jnteresse hiesur wieder wachzurusen, beschloh man hohen Octs im Jahre 1827 das Theater ganz zu schliehen. Dieser Umstaiid nun gab Maschek d>e Gelegenheit, cine neue musikalische Epoche in Lai* bach, wenn auch nur vorubergehend, wachzurusen. Ueber personliche Verwendnng des bainatigen Gon-vernenrs, Freiherrn von Schmisburg, unternahm cs Manschck unter Mitwirkung seiner Frau, Dilettantenvorstellungei, zu gebeti, welchc von Zeit-genossen als hochqelungen bezeichnet werden, unb zwar ivutben Schauspiele unb Opern gegeben, unter letzteren „ber neue Gntsherr" von Boildieu, „die zwei Wvrte im Walde" von Delairac, Webers „Frei-fchiitz", „der fieinc Matrofe", »die Schweizersamilie" von Weigel, »Tancreo" von Rossini, »das Waisen-haus", »die weihe Frau" von Boildieu, »Joconde" von Jsouard. Doch roar dies nur mehr ein vorilbergehcndcs Aufleuchten; bie musikalischen V.rhiiltnisse bcr phil-hanno nschen Gescllschast gingen abroarts, fie war gezwungen, ihre mittlerweile errichtete Orchcstcr-fchute wieder aufzulassen; bcreitS im Jahre *1826 roar die Gesangschule gefoQen, so boh Maschek per-sonlich e'tite Gcsangsschule zu errichten von bet Gc-sellschaflSdirection veranlaht rourot. Gleichzeitig mit sammlung wurde jedoch von der italienischen Regie-rung unttrsagt. Mit gespannter Erwartung sieht man jetzt in Frankreich der Wiedereroffnung der National« versammlung am 19. d. M. entgegeu. Nachdem auch die Wahlen vom 11. d. M. in unwiderieglichel Weise dargcthan haben, dah die Mehrzahl der sran-zosischen Wahter sich zu dem Programme des radi. eaten Republicanisms bekennt, ist es kauni dent-bar, dah die Enlschcidung ubcr die definitive Regie* rungsfonn, bie Frankrcich erhalten foil, noch tange verschteppt werben tonne. Auch ber letzte Vorwand ist nun ber monarchistischen Rechten genommen, sich als berechtigtc Bcrtretimg des Landes aufzuwersen, unb es wird alien Schaukelkunsten des Herrn Thiers kaum mehr getingen, den Austrag dieses tiefgehenden politischen Conflietcs auf parlamentarischem Boben longer hinznhaltcn, will man nicht Gefaht lanfcn, dah die Entfcheidung auf ber Strahe gefucht unb gefunben werbe. Die Wahlen in S p o n i e n find bereits evfolgt. Dors man den lusher vorliegenden Nach-richlen gfaubcn, fo hatten die Fvdcrativ-Republiko-ner nicht ttur alte iibrigen Parteien, fondern auch bie Anhongct bet einheitlichen Republik geschlogen, welch letztete uberhoupl nur eineit Bcrtrctcr burch-gebracht hatten. Doch fcheint es, als feien unter ber Bezeichimng „Foberativ-Republikaner' alle Republi-kaner einbegriffen. Am 12. b. wurben der Konig unb die Konigin bon Schwedcn in Stockholms »Storkyrka" feierlich g ck r ont. Die ouslondischcn Gefandten, das diplo-moiischc Corps, die Reichstagsmitglieber unb ondcre Perfontichfeiten wohnten bcr Feier bei. Die Kirche bot einen imponierenben Anblick bar. Ungeachtct fortbauerbcn Regens ging ber Konig zu Fuh; bie Konigin fuhr zur Ki> chc. Es war cine unerhorte Menschcnmengc anroesenb. Zur Tagesgeschichte. — Der Zustanb bes Papstes scheint wieder kritisch gewvrben zu sein. Officiell wird wvhl nur ge-mctbet, bah der SchwLchezustanb Pius IX. anbauete, abcr ber Umfianb, bah sammiliche Carbinale in ben Vatican beschieben wurben, verriiih, bah eine Krise unmittclbar bevorsteht oder auch schon eingebrochen ist. Das „Mem. Diplom." beschasiigt sich sehr jcitgemdh mit dem Conclave und meint, dah neben Oester-reich, Frankrcich, Cpanien unb Portugal auch Jialien unb Deutschland daS bxclusionSrecht in Auspruch neh-men werden. Es vermuihet, dah Deutschland und Oesterreich hiebei eintrachtig vorgehen werden, wahrend es noch untlar ist, ob die romanikchen Staaten zu einer Einigung gelangen werben. Ferner schreibt daS dem Versalle ber Schulcn verfiel auch ber Geschmack bes Publicum«. Doch auch personliche« Ungliick tam uber Mauschek, ber Tod seiner ersten Frau unb spater ber friihzcitigc Tod seines talentierten unb so Hoff* nungsvollen Sohnes Eamitto, der als Compositeur, als Sanger und als Rcbocteur ber von bemselben gegrunbetcn musikalischen Zeitschrist »Cacilia" und als Chormeister bes Mannerchors der philharmonischen Gesellschaft (von 1854 bis 1856) sich allgemeine Achtung erwvrben hatte. Im Jahre 1854 trat Maschek auch als Musiklchrer an ber Normal- schule in Pension. Doch blicb er als Compofi'^ noch unernmdlich thatig unb wurde erst in ben fech' zigcr Jahten seine Composition eines zur Preis' bewcrbung ausgeschriebenen slovenischen Chores: „Kdo je mar“ von dem Kunstrichtercvllegium in Prag prciSgekrSnt. Zunehmcndc Kranklichkcit. brach cnbtich die Kraste des ManneS, unb obrooht geistig ftifch, war er boch fast stets art bas Zimmer gebannt, wo tt sich mit Notenschreiben, Compositionen, Transferi-bicrungtn seine Existm; zu verbeffern snchtc. DenN traurig gestaltcten sich die mit so grohent Gliicke und so vietversprcchend begonncnen Verhaltnisse am LebenS-abende be« oietgepriiften Meister«. Noch die letzten -,Mtm. Diplom." : „Seit dem Pontificate bež Ua-manders Asrian hat man den Grundfatz angenommen, dah jeder Papst Jtaliener sein miisse. ES wird nun versichert, dah die deutsche Diplomatic gegen diesen Gebrauch Einsprache erhebe, weil er sowohl dem Prin-zipe der Kaiholicitat, als dem retigiSfen Gesllhle der anderen Nationalitiit-n znwidetlause. In Berlin sagt man gauz offen, dah, wenn der Vatican und der Quirinal an dieser Praxis sesthielten, die« nur das Schisma beschleunigen roiirde, welches zwischen der romischen Kirche und Deutschland auszubrechen droht. Writer verlangt die deutsche Diplomatic cine Reform bcs Cardinalcollcgiums. Bis zum Jahre 1225 fchwanktc die Zahl der CardinSle zwischen 28 und 52; so vet-halt eS sich anch noch heutc Die dcutschen ©taatS> manner haben gegen die Zahl nichls eiuzuwenden, aber fie finden, dah die verfchiedenen Nationaliliiten darin nicht verhaltnismahig verireten ftnD. Der stem, den CardinLle gibt es nur zwolf; baton hat Frank-rcich die mcisten, Deutschland nur rinen cinzigcn, den Fiirstcn von Hohenlohe, und Oesterreich zwei: den FUrsten Echwarzenberg und den Ritter von Rauscher. Dies find im wesentlichen hinsichtlich der Papstwahl die Anschaunngen und Tendenzen der Machte, welche sich urn daS berliner Cabinet gruppiercn". — Flit crfrorcne We in stvckc. In Ncnf^ chalet (Schweiz), wo der Frost in Weinbergen noch schlimmer gehaust zu haben scheint als in unseren ^egenden, verofsenilicht ein Journal die solgende Mit-ihnlung cines Weinbcrgbesitzers in dem sranzostschen ^inzer-Almanach Gressent von 1872: „Dic bnden ^btheilungen Weinberg in mcinem Obstgarten find in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai vollstcindig crsroren. Kein Blatt, keine Kno?pe war unverlctzt ge-blieben. Den Tag nach dem Frost schnitt ich alle Knos-Pen weg, wenige Tage barauf kamen neue hervor und gaben cine ungeheure Menge der schonsten Tran, ben. Diesc Erfahrung wicderholte sich zwei JahrgLnge «Qch cinandcr mil glcichcm Gllick." Dicselbe verdient wohl weitere Beachlung, und das schweizcr Blatt cm-daS Experiment wenigstens flic seiche Fallc, wo Qfles ctsrornt und nichls mehr zu verlicrcn ist. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Mangel a n grohen Banknote«.) Die hicsige Landeshauptkasie scheint cine besondcrc Bor-licbc svr grohc Notcn zu haben, es warcn wenigstens solche bis heutc noch nicht odcr doch nur sehr schwer bei derselben einzuwechseln. Die alien, abgcbrauchten ,,Einser" und „Ftinfer" muhten iwmer wieder in den Verkehr hinans, wShrend die vornehmen »Fiinfziger" u. s. w. sich ciner behaglichen Ruhe in ben seuersesten Lassen ersreucn durslen. Da alle bisher versuchen Bor« schxjxh er Qn [eincn letzten Compositionen, drei Traucrmiirschcn. Die schrieb cr fur sich, sagte cr 'urzlich, und sein Wort hat sich ersutlt, cr starb am 13. Mai 1873 im 79. Jahre seines Lebens. Zahllos sind seine Compositionen, Lieder, Jn-strumentalvariationen, Concertc, Cantatcn, Kirchen-Ulusik, die Operette „die Strafbaren", die Oper ".®wtna‘‘, die Oper „die Unbekannte". Die Ouver-zu dieser Oper trug ihm im Jahre 1839 das Diplom cines Ehrenmitgliedes des Musikver-bines in Oedcnburg ein. Alle seine Compositionen zeigen ben gebildetcn Musiker; hat sich auch Maschek durch seine Compositionen als solche nicht einen weit-bekannten Namen gcmacht, so hat er doch filr die Musikalische Kunst in Krain sich unleugbares Ver^ dienst erworben und ist und bleibl tin hervor-’ ragender Name in der Kunstgeschichte unserer Stadt; kin Denkmal treuer Erinnerung aber ist ihm bei jeder-Wcrnn gewahrt, dessen Lebensgang ihn mit dem schlichten, biederen und gemiithlichen allen Tonmeister >n Beriihrung gebracht hat. Das zahlreiche Gcleite seinem Leichenbegangnisse, die Trauerklange der Sanger der philharmonischen Gesellschast und der ^hrerbildungsanstalt bezeugten es, dah MaschekS ^erdienst nicht vergessen war, dah ihm tin ehren-reiches Gtdtnken gesichert bltibt. stellungen und Bitten sruchtloS blicben, begab sich heutc cine Deputation, bestehend aus Vertretcrn ter hiesiqen Filialen der Nalionalbank, der steiermiirkifchen Es-comptebank und dee HandetsstandeS, zum Herrn LandeS-prafidenien, welche urn cndlichc Abhttfe dieses Uebcl-standes crsuchtc. — (Die llntcrhandlungcn mit bent Domherrn MUtter) wegey Uebernahnte beS laibacher BiSihumS sind sicherm Vernehmen nach ob« gebrochen, und ist Muller von seiner Bewerbung zu-rlickgetreten. — (Zur WeltauSstellung.) DaS Welt-ausstellungs-Centratbureau stir Reise unb Wohnung arrangiert am 17., 21. unb 31. Mai l. I. aus der ©tidbahn bxtrasahrtcn zur AuSstellung von Triest Uber Laibach nach Wien und zurUck zu crmiihigtcn Preisen. Reisekarten werben im Annoncen-Burcau, Hauptplatz 313, auSgegcben. — ( U n g 1 ii ck s s a 11.) Dem Weichenauffeher Pollack bei ber Stibbahnstalion Laibach wurben heuic nachts butch bie Maschine beibe Ftihe obgefiihrt. — (Slovenische Agitation). Man fchreibt der „Pr." auS Klagensurt: Die slovcnisch-na-tionate Agitation in Karmen hat, so cifrig sic auch von bent slovenischen KlcruS betrieben wirb, bis jetzt noch gar keine Friichle getragen, unb unser „Winbi-schcr" stihlt sich dmchaus nicht als Anhanger des ton Professor (recte Katechet) Ginspicler angestrebten Zu-kunssreiches Slovenien, fondern als Karntnrr, der trotz alter Siigen und Hetzereien semen deutfchen Lan-deSbruder tiebt unb in Ftieben neben unb mit ihm teben will. Unfete flovenifchen Parteifllhrer, dcren Namen, nebenbei bemerft, durchauS nicht errathen lasfen, dah ihte Trager so wiithenbe Panslavisten find, benn sic heihen: Wieser, Einspieler, Wiegete, Rohbacher, Kraut unb Maicr, haben bicscrtagc wicbcr tin be* schamendes Dementi auS der Mitte ber slovenischen BevLlkerung erhalten. Die letzte slovenischc Gemcindc im Lande, niimlich St. Kanzian, im ganz slovenischen Jaunthale, welche noch bafl Landesverotdnungs- und Reichsgesetzbtatt auf Betrieb ber Geistlichen in slove-nischer Sprache bezog, hat bie Regierung gcbelen, ihr basfetbe in Hinkunft in deutfchcr Sprache zukommen zu lassen. — (Stempelbehandlung der an Ls -fenttiche BehLrden odcr Aemtcr abrcs-sicrtcn Pofianroeifungen.) Wenn bei Benii-tzung von Postanweisungen zu Geldsendungen an Bc-hotden unb Aemtcr in den Anweisungscoupon Mit-theilungen, Anzeigen ic. eingeltagen werben, welche, in Form ciner gewvhnlichen Emgabe gemacht, bie Stewpelpflicht begriinbet HLtten, so triigt ber Coupon die Natur ciner Eingabe an sich unb ist daher mit dem Eingabenstcmpel zu vetsehen, wenn ber Emgabe nicht bie GebUhrensreihcit nach Tarispost 44 oder 75 bes Gebtihrengefetzcs zukommt. — (Theater.) Die geflrige Avffllhtung ber „Norma" butch die philh. Gesellschast war eine solche, wic sic Laibach noch nic gesehen hat unb geroih nicht bald wicbcr schen wird. DaS war in ber That ein echter unb rcchtcr Kunstgcnuh. DaS Publicum brachtc zroar bercitS Etwattungen mit, witktc bod) ollcS mit, was Laibach an vocalen unb orchestralcn Krasten bt= |t(}t, roaren boch die Hauptpattien in ben besten Han-ben, war ja ber Name Clementine Ebeihart allein schon eine GewLhr ciner kiinstletischen Veiflung. Abet alle Erroartungen bliebcn hinier bet Wirttichkcit zu-tlick. Die bebeutenbe Verstiirkung deS OtchestetS (bet Orchesterraum war fast urn die Halfte vetgrLhctt, unb ttotzbem fahen bie Muftkr bicht gebrangt), die Ent-faltung fo gewaltiger Tonmasscn burch bie Ftaucn-unb HcrrcnchLre Ubtcn cine solche ©email auf daS liberrafdjte Ohr beS ZuhLrerS, bie Mannigsaltiqkeit unb Fatbenptacht der CostUrne bet Dtuiben, bet Prte« fiertnnen, ber Tempelwachter, ber gallischen Krieger, bie impofante Anzahl betfelben, barunttr tine vollstan-btge BlaSharmonie im CostUmt, bag tticht sztntscht Arrangement befchtiftigte glcichzeitig so sehr baS flugt, bie gefanglidjen Leistungen ber Solisten unb cor allem Frl. Clementine EberhartS unvergleichticher Gesang nahmen alle Sinne so gefangtn, bah wir un8 filr berechiigt halten, bie gefttige Borstellung tin musikali-scheS EteigmS unserer Stadt zu nennen, bad aus longt hin ber Gcgcnstanb begeisierter Erinnerung bleibttt wirb, sUr bit Mitwirkenden sowohl, die bit Z»» horendcn. Man soll unS bie Stable nennen, welche mit fast butchw-gS Dilettanten-Kcaften tint solche Ma-stervorsttllung der „Norma" zuwege bringen, wie eS bit gestrigt roar. Doch nun zur B-spttchung btr Details. Bor allem Cltrntntine E ber hart, btren Norma sowohl in gefangtid)er alS fchauspielerischer Rlchtung tadellos gcnannt werben lann. Die Stimmc be« FrauleinS (tang fo rein, fo flat, fo frci, bit Soloratut so tticht, ber bramatischt AuSbruck ihrtS GtsangtS umb SpieleS patfenb unb zlindend; die Szene, at® Norma ihre Kinder tvdlen will, bann als fie mit bem gt< prehten Tone unterbrlidter Ltidtnschastlichktit btm un* ireuen Geliebten Vorwlirse macht, bag Ausflackem bei roilben RachegcsllhtS in bem beleidigten Wcibc, da« roaren Momente, die unS fast im Zweifel liehen daril bet, roem die Palme gcbUhre, der SSngerin ober ber Schaufpteletin. Dah fit tbtn beideS ist, darin liegt btr ungeheure Etsolg ihtet Norma. Fraultin Cacilie Ebethatt fang die Adalgifa; ihtt ticb* licht Stimme, bie fchfine HSHe betfelben, ihre gtroanblt Colotatut, baS roahre Gefithl dtS VotttageS unb bit teizenbt jugtnblicht Erscheinung Irugtn auch ihr, rote ihrer Schwestet StUrme beS BeifallS tin. Eint in LaibachS Theater woht kaum jt trrtichle Phrtntflt bt8 BeifallS aber rief baS Duett btr btibtn Schwtsttrn Ebethatt im zweiten Akte hervor. DaS ist auch ent-schieben die Glanznumrner des Abends. Mag bat Duett auch von ben bertthmteflen Sanzerinnen gefun* gen werben, ein folcheS Zusammensingen, ein solche« Hneinanberpajfen ber ©timmen, wir mLchten sagen, eine solche ZusammengehLtigkeit betfelben lann nirgcnb so erreicht werben, das ist ein einziger Gtdankt, tin einzigeS Gcsllht, gleichzeitig dutch zroti Kthltn auS» gedrlitfi. Da jubeltc das Publicum unb tobte unb roars Ktiinze unb rief die ©angerinncn, wir wisicn nicht, roie ost, hetaus. Herr ©toll sang ben ©ever mil seiner unS befannten fympalhischen ©ttmme unb excellierte besonbetS in ben tyrischen Momente« seiner Panic. Die Recitative singt Herr ©toll iiberhaupt zu schwach. Herr © ch u 1 z tiberraschte unS butch seinen Orovist. Wir sllrdjteten, boh seine roeiche, ober nicht grohe Stimme sUr bit Pattit dcS Orovist nicht au6» rtichen roerbe, unb sich ba, was ihr viellncht an Grvhr sehlcn mochtc, daS ersetzte bet Wohllaut berselbcu, bie Ruhc bcs BortrageS, bie richtige ©teigerung in ber Ent» fattung ber Mittel, bie beutlithe AuSsprachc unb ba6 lebhafte ©pie! beS Herrn Schulz. Er hat entfdjiebeti bramatische fflegabung, baS haben wit bei anberer Gk-legenheit schon einmat auSgefprodjen, (ein Orovist be* haftigte auss neue nnsetn AuSsptnch. Beibe Herrttt ernteten teichen Beifall unb mehrmatige Hervorrufe. Fraulein Potočni! unb Hett 2 ev it f ch nig g (Kiotildc uud FtaoiuS) ftihrten ihre flcinen Pattien, bie sonst aus tteincn Biihnen dekannilich zu ben ge-silrchteisten Etscheinungen jahten, sehr nett burch unb verbienten schon durch bie Annahme ber Rollen unb bie hie)utch an ben Tag gclegte selbstlost Kunstlitbe ben Dank beS PublicumS. Die CHLte, sowohl ber Frauen alS bet Herren, roaren vorzUglich studittl. Wie woblihuenb schlug an uns;r an bie Prvvinztheatcr-6bormts6re geroofcnteS Ohr bie Macht so vollsttmrniztr CHLrt, daS erwarmte orbentlich, UtbrigtnS reizte btr Djtnenchor nicht bios das Ohr, er bot auch dem Auze vielfache Anziehungspunkie. DaS Orchestet roar illchtig, und wutde slon die Ouvettlitt mil laulem Beifall begtliht. Die Summe all deS auSgesptochentn Lobe« abet conccnitiert sich in Herrn Ncbv6b, ben# biese MonstreauffUhrung ist seine Idee unb sein Wcrk, b. h. ber ciferne Willt, bie zahe AuSdautr unb 6a8 ! kUnstletische Geschick, welche so fchatzenSwctthe Eigen« fchaften Hettn Nedv^vS finb, haben eS mLqtich ge< macht, bah seine Idee auch ins Wetk gesetzt rourbt. Ntdrdt) wurde auch vom Publicum gerufen, roelchtl sich damit tintr Ehrenschuld entledigte. Nur zwti Dingt sind tS, bit roir bebauern, etstenS dah bal ErttSyniS be« in alien Raumtn UbcrfUUten Houfe« but* tie lagtefcjltn wieder verschlungen warden, so doh bent Zwecke der Vorstellung zum bestrn deS Bau-fonde« der philharwomschen Gesellschast nichtS geholfen wird, und zweitenS dah die Wiederholung der Aus-sllhrung am SamStag den 17. d. M. schon den Schlutz dieser so glLnzenden Kunstabende bildet. So ttmae solite man Lsler zu HLren bekommen. Singesendet. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry uon Coithon. Seine Arankheit ecrmag bet belicaten Revalesciere da Burry iu ttiberfteben, unb befeltigt biejelbe ohne Mcbizin unb ohne Kosten alle IRagen«, Nerven., Brnft-, Lungc«-, Leber-, Driisen-, Sdllcimbaut-, Albe«-, Blaten- nnb Rierenleiben, Tuberculose, Echwindsuchl, Asthma, tuBen, Unenbauli4teit, Berstopsung, Diarrhiien, Schlaslosiakeit, i*l»ii. 10 ft., 12 Pfd. 20 ft., 24 Pfb. SB ft. - Ko-Tsleeciire-Biecniten (a Biichlen & ft. 8 fiO unb ft. 4 50. - Revatescifcre Chocolatee in Puwer unb in JaMetten ftir 12 Taffen fl. I 50, 24 Taffev ft. j'50, 48 Taffen fl. 4 50, in Putver ftir >20 Taffen ft. 10, ftir 28-leffen fl. 20, fur 578 laffcn ft. 86. — Zu bejiehen but* B-rrv bu Barry 6 C omP. in Wien, Wallfleohgasse Nr. 8, inLalbaoo tel E.Mahr, fotoit iu allen Stabten bei fluten Apotheletn unb Eve. jeteihanbletn; auch verfenbel baS wiener HauS nach aNe» Gegenben gtgtn Poftanweifung obet Nachnahme. Lose der W. StaatS-WohlthatigkeitS Lotterie, (Ziehung am 26. Julij d. I., Haupttreffer 100.000 fl. Silberrcnle ft 2 fl. 50 tr.) find zu brzieheii durch Rudolf Fluck, W echselstube, (219-21) tra*. Sackstiatze Rr. 4. Briefliche AuftrLge werben promvl effectuicrt._ Winerung. Laibach, 15. Mai. Anhaltenb kiihl bei herrfchenbem ziemlich flatten West-roinb. Lvnniger Tag, Feder- und Hansenwolken. Warme: Morgens 6 Ubr + 3 8°, nacbmittags 2 Uhr + >7 6' C. (1872 +22-4», 1871-f-17-6".) Barometer 73371 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Warme + 10'0°, um 3'8" unter dem Normale. Berstorbene. Den 14. Mai. Johann Mohart, k. k. Amtsdimers-kind, 4 Jahr, 8 Monate, Stadt, Nr. 196, Blutzersetzung. Gedenktafel fiber die am 17. Mai 1873 ftattfindenden Li-citationen. 3. Feilb., Lesar'sche Neal., Sigmaritz, BG. Reifniz. — 3. Feilb., Zalosnik'scke Real., ad Neumarktl, BG. Krainburg. — 1. Feilb., Zusek'sche Real., Pe f*e, BG Laibach. — 1. Feilb., Kunstl'sche Real., Radmannsdorf, BG. Radmannsdorf. — 3. Feilb., Primc'sche Real., Groh- lupp, BG. Laibach. — 3. Feilb., Bitem'sche Virol., Ober-kaschel, BG. Laibach. — 3. Feilb., Sknbic'sche Real., Glinek, BG. Laibach. — 3. Feilb., Ancnik'sche Real., Verch, BG. Laibach. — 3. Feilb., Maiek'sche Real, SestranskavaS, BG. Lack. — 3. Feilb., Rupert'sche Real., Staje, ®@-Laibach. — 3. Feilb., Komar'sche Real., Malavas, BW. Laibach. — Relic., Eesko'sche Real., Reber, BG. Egg. — 3. Feilb., Zormann'jcke Real., St. Trinitas, BG. Egg. — 1. Feilb, Tratnik'sche Real., Godovii, BG. Jdria. — 3. Feilb., Lazar'sche Real., Malavas, BG. Gtotzlafchitz. —. 3. Feilb., giared'sche Real., Dvdnig, BG. Gtotzlafchitz. Telegramme. Pest, 14. SDiai. Der Reichstag nahm bei Fort-setzung der Berathung fiber daS Escomptebankgesetz die von Deal befurwortete Bestimmung auf, dah Abgeordnete nicht Verwaltungsriithe der Escompte-bank skin kiinnen. Graz 14. Mai. Der osterreichische Botschafter beim papstlichen Stuhle, Baron Kfibeck, ist heute hier geslorben. Berlin. 14. Mai. Die „Provinzial-Corre-spondenz" meldek, Kaiser Wilhelm rocrbe in Wien, wohin er am 29. d. abreist, acht Tage verweilen. Telegraphiscder Cursbcrickt am 15. Mai. Papier-Rcnte 66.50. — Silber-Rente 71.50. — I8ti0tr StaotS.AnIehen 96—. — Bankacticn 942. — Credit 288 — London 111.—. — Silber 110.25. — K.k. Miinz Ducateu — — 20-Frlinc-Stiicke 8 95. Augekommene Fremde. Kiefernadel- (Waldwoll-) Extract Am 14. Mai. Hotel SlBflt Wien. Fink, Ksm. Gra,. - Frl. Schirmhoser, Neopel. — Hirsch und Mayer, Kflte., Wien.— Wreischto, LandeS-schnliuspkkior, Graz. Bolrl Elefent. Lau- ritsch und Prebiu, Neudors. — v. Thomanu, Jurist, Kitit. — Abram, Dom-herr, Jstrien. — Pir,. Triest. — Grilfin Pace mil Fa-milie, Ponovitsch. Hotel Eh ropa. R uard, Bklde,.— Poteinik. Kropp. — Baumann, Stuttgart. Baler. Hof. Greitner, Rudolsswcrlh. — »mit, Ekffana. — Lcruak, Lutat Tuchtige Tischler- Oehilfen flnben lohncnde und dauernde Bklchiis'ignug. - Anzufragei, beim GniossenIchastSvorstaitb J. Wcllepacher, Schmtdt-gasse Nr. 28, Qraz. (.273 1) zur Solbstliereitung imHause dergegenftlelil, Rheii-maileiiiiii#, lilervenweliwache und zur all-Itrmeliieii Hral"il«tiins «lew KfirperH seit vielen Jahren unllbertreffllich bewahrten und arztlich verordneten (250 -1) Kikfcriiadel-Mder, sowielValilwoll-Oel, Waite,Unlerltlelder etc. aus der l^alrllz’selien Fithrlk In Kenitla in Tbtiringen sind nur allein echt zu babcn fur lira In bei 91. Hernbaelier In Laibach. C. J. II si ma n n „zur goldenen Quaste“ Laibach, Hanptplatz, empfiehlt sein stets mil dem Neuesten gut sortiertes Lager von: Selden-und Woll-Crepln, Gallons, Quaaten, Behange, Spangen, Woll- und Selden - Fransen, echwarz unu fartiig Reps, Atlas, Noblesse und Taffetas, schwarz und fiirbig Seiden- und Baumwoll-Sammte, Woll- und Seiden-PluBch, schwarz und faring Noblesse, Faille, Atlas, Molree-und Sairmt-Bander, schwarz, weiss und farbig Baumwoll-, Zwlrn-, Selden- und Woll-Spltzen, weiss und schwarz, glatt und faeonnierl Seiden-Tiilt, */4 und */4 Blondgrund fu" Brautschleler, Gaze, Frou-Frou, Hutsohleier, Tiill’ anglais, Batlst-Clalr, Moul, Crepe-Llsse, Keschlunncne und gestickU1 Moul-, Batist- und Lelnen-Strelfen, Mousselln, Organtln, Aermelfutter und Futterlelnen, Sarslnet, Percall, Vor-hang- und Schlafrock-Quasten, weisse Vorhang-Halter, Mobel-Chenillen-Fransen und Crepin, Wagenborten, Lelnen-und Percall-Bander, Knopfe jeder Art, Selde, Zwlrn, Na-deln etc. etc. Bestellungeji nach Auswarts werden postwendend expe-diert und Gegenstande, die nicht auf Lager, hereitwillin*: besorgt. (12—51) Wrin-Vcrkailsg-Aiyeige. AnS meiitfN Krllcrn zu Scllo nachst Laibadi vctkaufe ich fiber 1000 Elmer der oorjUflfirfiflcn Tafelweine, worunter stlb clrca rtflrt (fiiiicr cchte Wisclcr unb brittiufig 100 Nimer Gonobiyer, HUttrSbcrncr unb Cfncv v°» dcn Jahirn 1848, 1857, 1807, 1868, 1869, 18?1 1878 befindcn. Die Stine togem in 5- bis 112 eimerigrn ©rbitiben, nvldie ottdj vnkciilflick, sind. Ueber die Pr-ise unb BerkausSbcditigungen fltbe ich persiinlich milnbliche ttiid schrist-liche Ausknuft. (258—3) Laibach, am 9. Mai 1873. A. Ilaiiticli, ______________ Postgebanvc, II. Stock. Die Wechselstube der Wiener Commissuns-Sank, Schottenring Nr. 18, emittiert Beasuge-Scliclne auf nachstehend verzeichnete Losgruppen, und sind biefe Zufammenstellungen schon aus tern Grunde zn den vorttietwaflestett zu zahlcn, weil jedem Jnhaber eines solchen Bezugssdieines bie Mtigliditeit geboten wird, fdmmttidie Hanpt- unb Nebentrefser allein zu machen unb aučerbem ein ZinsenertrLqnis von 30 Fees. In Gold und IO fl. In Ban It. noten z» qenigen. Grwppe A.. (Jiihrlich 16 Ziehnngen.) Monatliche Raten & 10 fl. Nach Erlag bet letzten Rate erhdlt jever Theilnehmer folgenbe 4 Lose: 1 ftpere. IWttOer II. KHl-wtaaieloe. Hanpttresfer fl. 300.000, mit Riickkausspriimie bet gezogenen Eerie S. W. fl. 400 1 Spere. Ualei. lArh. 400 I'raiifm - Staataloei. Haupttreffer 60'i.OOO, 300.1 >00 Francs effectio Gold. 1 herzoiel. Kraimweliweleer 80 Tlialer - Ie Raten ft fl. 3. Ferner lleznw«i*r*,e*,,e auf ler-l/OHr. Monatliche Raten Ferner Bezuitewelielne aul" lnnebrnelier-IiOse. Monatliche Raten ft fl. 2. __________ Autzerbem iit'eniimmt das Bbrfen (Lomptoir nnb bie Wechselstube ber Wie|ie*‘ Commiesions-Bank alle roie iturner Namen habenben Bank-, Wechsler- nnb BorfengefchSste. Bista-Wechsel nnb Accrebitive werben auf alle grotzen PIStze Enropas unb Ame-rikas bitligft ansgeschrieben. Die Ausiraqe am biesigen Platze nnb aus ber Provinz werben s.'hr rafch, reell unb prompt ausgefilhrt nub bie butch bas Bvtsen Lomptott av. 'auftett Wetthpapiete unb Batmen mit Rucks,chi auf bie jeroeiltge Lage bes larttee unter ben billigsten Bedingnngen belehitt. Die Melchastslocalitciten blvibeit tdglid) von 9 Uhr morgens bis 6 11:;: -ibcnbS ohne Unterbiechung gpoffnet. Ancuriiptiiro A nfbiifro niertcn ”rDmpt "nt) au* g^gen Nachnabme effectuiert. Allondl lip Mill dp — Ziehimgslisten werben nach jeter Ziehung franco gratis Derjenbet. (152—27) braniiMCliwelgcer ft fl. 2. SO Tlia- Druck cun Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Berleger unb stir b.e Rebaction verantwottlich: Ottomar Bamberg.