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Die Erklärung diese« .Wundere" geschieht ganz regelmäßig durch den Hinweis auf die großartige Organisation der Deut« schen. Wer etwas tiefer schürft, weiß freilich, daß die .Organisation" nicht daS Wesen der Sache, sondern die Form ist; freilich eine solche, die stets genau so aussieht und genau so wirk«, wie eS der Sache, die sie deckt, gemäß ist. So zeigt naturgemäß die militärische Organisation ein ganz anderes Bild als die kirchliche, und eine geschäftliche ist wieder sehr ver> schieden von einer politischen usw Trotzdem sind sich «lle Organisationen in bestimmten Erfordernissen gleich. Sie müssen, um lebenssähig zu sein, einen klar umschriebenen Zweck, eine nach einem bestimmien Plane festgelegte Arbeitsweise, eine zielbewußte ein. heitliche Führung und eine »reue und opferfreudige Gefolgichaft haben. Das fetzt von denen, die einer giien Organisation zugehvren, wieder bestimmte geistige und sittliche Werte voraus, fo insbesondere ein bestimmte« Ersassen von Ziel und Zweck, von Wert «nd Wirkung anzuwendender Mittel und zutreffende Lahl der zu beschreitenden Wege. Eine mustergültige Organisation erfordert aber «imcnilich hohe Vesähigung und selbstlose Gesin-»ng der Führer. Durch diese werden unschwer eben» solch« Mitarbeiter und von Vertrauen und Zuversicht erfüllte Anhänger gewonnen. Sow'e durch eine wert, rolle Organisation geistige und sittliche Kräfte gewcckl, in Dienst gestell', geschult und vermehrt werden, so foik umgekehrt die Leistungen der Organisationen um so höher, je mehr geistige und sittliche Kräfte in ihnen wirksam sind. Wenn also das Ausland die Organisation der Deutschen mit Bewunderung anstaunt, so dÄeulet daS nichts anderes als die Anerkennung da hohen geistigen und sittlichen Kräfte, die im deut-scheu Volke lebendig sind. Indessen wird diese Er« kenolniS die Feinde kaum abhalten, uns auch noch »eiterhin „Barbarenvolk" zu beschimpsen. Das deutsche Volk hat auch im Frieden groß-artge Organisationen geschaffen, die ihre Mitglieder ■ach Hunderttausenden zählten. Und trotzdem ist dem Auslande die Kraft und Wirkung derselben erst taich den Krieg so recht anschaulich geworden. Wa-nun? Weil der Krieg die Frage des Volkswohles i« ganzen großen Umfange aufgerollt hat und weil «it einem Schlage alle Organisat o»en im Sinne wies einzigen und einheitiichen Zieles wirken: im Sinne der Rettung und Sicherung des Volkes und Vaterlandes. Niemals zuvor hat sich deutsche Kraft stärker geoffenbart als bei dem Angriffe auf deut-scheS VolkSlum. eine Wahrheit, die auch durch daS Staunen der Feinde bestätigt ist. Daraus folgt auch für uns Deutfchösterreicher die wichtige Lehre, daß gerade die Sorge um unser Lolkitum die Auslösung aller geistigen und sittlichen träfle am sichersten ermögl chi und unseren Volks-stamm zur höchsten Krastentsaltung zu führen ver-un.}. Alle Teutschen des Reiches müssen eine Ge« minschaft bilden, dann werden sie eben dirch die {haft dieser Organisation eine wertvolle Bürgschaft str den erfolgreichen Schutz ihres VollstumS besitzen. GlM, Samlwg den 21. August 1915. ES sind >in diesem Sinne durch Jahrzehnte rastlose Bemühungen zu verzeichnen, die ja auch ganz schöne Ergedrisse zeliigten. Der seit 35 Zähren bestehende Deutsche Schulverein zähl« rund 200.000 Mitglieder, der Bund der Deutschen in Böhmen und die „Süd-mark" verzeichnen je gegen 190.000 und alle Schutz-vereint zusammengenommen, ergibt sich wohl ein Stand von einer Halden Million bewußt deutschze-sinnier Volksgenossen. Es ist dies aber kaum der vierundzwanzigste Teil der Zahl der Deutschen un-sereS Reiches. ES gibt viele Volksgenossen, die eine viel umsassendere Organisation der Deutschen Oester-reiche nollen und erstreben, als sie durch freiwilli-gen Beitritt zu einem Schutzvereine ermöglicht wird, und die Arbeit in bloßen nationalen V« einen als nicht zureichend erkennen, um die EntwicklungSmög-lichkeiien unseres Volkes wirk'am zu sichern. Wie dem auch sei, so wird doch jeder Volksgenosse zu-geben müssen: 1. daß durch die Schutzvereine im Verlause der Jahrzehnte viel wertvolle nationale Arbeit zum Schutze unseres VolkStumS geleistet wurde; 2. daß der Weg zu einer neuen Gestaltung (etwa im Sinne einer staaisrechilichen Gemeinschaft aller Dtulschösierreicher) gerade durch die Schutzvereine am besten vorbereitet und gangbar gemachi wird; 3. daß im anderen Falle (d. h. beim Fort bestände dcS Nationalitätenstaates) unsere Schutzver-eine erst recht ihre volle Bedeutung haben müssen. Daraus erfolgt, daß der Bestand unserer Schutz-vereine i» erster Linie ein Stück jener Organisation ist, durch velche die Deutschen so stark und unüber-windlich sind und wir eben darum die Schutzvereine nach besten Kräften fördern müsfe» — auch jetz' im Kriege. Vir Lütlmiirk im Jahre 1014. Das Jahr 1914 war das 25. feit der Gründung des Vereines Südmark. Dieser Zeitabschnitt hätte durch eine würdige Jubelfeier gekennzeichnet werden sollen und die Vorbereitungen hiesür waren in vollem Gange. Aus der Mitte der BereinSmit-zleder zeigte sich große Teilnahme durch Widmung von Gründe'spenden. Die Ortsgruppen der Haupt-ftadt des KäininerlandeS, welche nach dem Beschluß der Haupiversammlung von Innsbruck als Festort gewählt worden war, hatten mit ihren Vorarbeiten begonnen und diese waren fo weit vorgeschritten, daß eine außerordentliche Sitzung de>- Hauptleitung bereits den fertigen Entwurf der Festordnung ge-nehmigen konnte. Nach allen Anzeichen durfte angenommen wer-den, daß dieses Jubeljahr einen weithin leuchtenden Markstein des Vereines bilden werde. Da brach der Weltkrieg aus und damit wurden unsere frohen Hoff-nungen jählings zerstört. Die Hauptversammlung konnte daher im Jahre 1914 nicht stattfinden und eS ist mit Rücksicht auf die allgemeine Lage auch nicht möglich, jetzt schon zu bestimmen, ob wir im Jahr« 1915 eine Haupt-Versammlung werden abhalten können. Mi! den Einzelheiten der Vereinstätigkeit im Jahre 1914 können wir unS heule nicht beschäftigen. ii erübrigt uns nicht« anderes, als unseren Mit-gliedern die Versicherung zu geben, daß die Haupt-leiiung bemüht war, die bewährte Ueberlieferung des Vereines Südmark auch unter den durch die Kriegs-läge geichaifenen außerordentlich schwierigen Verhält-nissen forlzupflegcn. Naturgemäß wurde da« Wirken fehr eingeschränkt durch die Einberufung zahlreicher Mitglieder bet Haupleitung und der meisten mann-lichen Arbeitskräfte unserer Kanzlei zur militärischen 40. Jahrgang. Dienstleistnng. Auch ein großer Teil der Ortsgruppen-Ausschußmitglieder steht im Felde. DaS Hauptaugenmerk mußte darauf gerichtet sein, daß der verein in seinen Grundlagen nicht er-schütter! werde. Daneben wurde jedoch alle» Zwei-gen seiner weitausgebreiteten Täiigkeit Sorgfalt zu-gewendet und insbesondere konnte auch der ansehn« liche Besitz im BesiedlungSgebiete dank einem gün-stigen Zufalle unter eine verläßliche Aufsicht gestellt werden. Sehr empfind'ich verspürten wir da« langsame Versiegen unserer Einnahmequellen. Die Eingänge blieben im Jahre 1914 mit K 397,320 6i gegen » 514.442 17 im Jahre 1S13 um K 117.12151 zurück. Trotzdem bewegten sich die Ausgaben, beson-der« wegen »er im ersten Viertel des Berichtsjahre« beschlossenen Auswendungen für Benedlung un» Bo-denschutz, auf einer fehr beträchtlichen Höhe. Das Vereinsvermögen hat ungeachtet der schwierigen Ver» Hältnisse gegen daS Vorjahr eine Vermehrung von K 65 812 84 erfahren. Als eine selbstverständliche Pflicht erachtete die Hauptleitung auch die Beteiligung an der Krieg«-anleihe, wofür die namhafte Summe von K 50.000-— aufgewendet wurde. Aber auch alle OrtSgrnppen deS Vereines wurden nach Kriegsausbruch sofort aufge-fordert, ihr Augenmerk und ihre Sammeltätigkeit den großen vaterländischen Zwecken zuzuwenden. Die Be-träge, welche durch die Bemühungen unserer Mit-glieder im ganzen Südmarkgebiet dem Rvien Kreuz und anderen S»nder- und OrtSorganisationen zu Gunsten unserer Krieger bisher aufgebracht wurden, lassen sich nicht zifsermäßig feststellen, dürsten aber eine ansehnliche Höhe erreicht haben. Die Hauptleitung errichtete und betreut aber selbst auch ein eigenes Genesungsheim für verwundete Krieger in »roiSbach bei Graz, in welchem bis »u dem Zeitpunkte der Berichierstaltong schon über hun-dert Soldaten sorgsame Pflege und Wiederherstellung ihrer Gesundheit erfahren haden. Ueberdies wurde an die Volksgenossen ein Ausruf zur BeitragSleistung für den Kriegsfürsorgeschatz sowie weiter« für eine» KriegSwaisenschatz der Südmark gerichtet, welch beide nach dem Kriege in hohem Maße werden in An-spruch genommen werden. Der Ersolg zeigt, daß die Anregungen der Hauptleitung in weiten Kreisen Ver-ständnis und Förderung gefunden haben. Die letzte Ausgabe der .Mitteilungen" enthält den Bericht über den BermögenSstand und die Er-folgSrechnung deS Vereine«. Der AufstchtSrat hat die Berichte mit großer Genauigkeit geprüft und sie für richtig befunden. Die Hauptleitung legt hiemit die Berichte den Bereinsmiigliedern zur wohlwollenden Beurteilung vor. Ohne Ueberfchwang darf sie von sich behaupten, daß sie in schwerer Zeit stetS auf ihrem verantwortungsvollen Posten gestanden und sich bemüht hat. die wenig vorhandenen Kräfte zu unermüdlicher Arbeit zusammenzufassen. Auch für sie galt in der Vergangenheit und wird in der Zukunft gelten das inhaltsreiche Wort .Durchhalten" ! Der Weltkrieg, in den unser Vaterland gemein-sam mit dem befreundeten Deut'chen Reich durch die Hibgier, den Neid und die Treulosigkeit aller Feinde dcutichen Wesens und deut'cher Wehrkraft verwickelt worden ist, bat bewiesen, welche un. eahnte Macht im deutschen Volke steckt und wie kraftvoll eS sie au«-nützen kann, wenn eS nur will. DaS Ringen geht auch um die Weltgeltung der völkischen Hochziele, in deren Dienst die Südmark seit ihrer Gründung ge« standen hat. Auch nach Wiederkehr der Waffenruhe werden innere Kämpfe von neuem aufleben und es wäre ver-fehlt, die Notwendigkeit der Schutzzereinsarbeit für späterhin irgendwie in Zweifel zu ziehen. Die Auf-gäbe der Südmark wird es auch nach dem Kriege sein, ebensowenig beirrt durch große Erfolge als durch vorübergehende Enttäuschungen, so weiterzuarbeiten. oeoc 2 Ke»H«xe yadit iWumnurr 67 wie in dem abgelauseoen Bierteljahrhundert und der uazerttörbare Schutzwall des deutschen Volke» für alle Länder an und südlich der Donau in Oesterreich zu bleiben. Heil! Der Weltkrieg. Die Niederwerfung der russischen Macht. Die Berichte de« österreichischen Generalstabes. 18. August. Amtlich wird Verlautbart: Die Truppen des Feldmarschalleutnants von Arz «rieben, während deutsche Sräste läng« deS linke» Bugufer« vorgingen, die Russen beiderlei» der von Bialaher-anführenden Straße in den Bereich der FestungS-geschützt von Brest-LitvwSk zurück. D«rEinschließiing«> ring aus dem westlichen User ist geschlossen. Im Raume von Janow säuberte die Armee des Erzher« zogs Josef Ferdinand das Südufer deS Bug vom Feinde. 19. August. Die unter den Befehlen des E^z-herzog» Josef Ferdinand und des Generals v. Löveß stehenden österreichifch-ungarischen Kräfte erkämpften sich nördlich von Janow und Konstanlynow den Ueber-gang über den Bug. Niemiroiv und andere Orte am Norduser wurden gestürmt. Der Feind ist geworfen, die weiter« Verfolgung im Gange. Die Einschließung«-truppen von Brell-Lltowsk. in deren Mitte sich die Divisionen des FelvmarichalleulnantS v. Ar, befinden, entrissen dem Gegner einige Vorfeldstellungen. 20. August. DaS Vordringen der verbündete« Truppen aus Brest-LitowSk hat im Bereiche der Fe-stung beträchtliche Teile mehrerer russischer Armeen regellos zusammengedrängt. Um den auf wenige Uebergänze beschränkten Abfluß der Truppen und TrainS nördlich und nordöstlich zu ermöglichen, setzt der Gegner westlich von B'est«L>towsk auf beiden Seiten de» Flusses unserem Vordringen starken Wi-verstand entgegen. Dessen ungeachtet hat sich der rechte Flügel der Einschließungstruppen östlich Ro-kitno weiterer Vorstellungen bemächiigt. Die auf den nördlichen Buguser vorstoßenden Truppe» des Erz-Herzogs Josef Ferdinand vertrieben gestern vor «in-brechender Dunkelheit den bei Woczin verschanzten Feind mit stürmender Hand. Die Truppen deS Generals v. Köveß dringen gegen die obere Pulwa vor. An de>- Beschießung von Nowo-Georgiewsk, das von unseren Verbündeten genommen wurde, halten auch unsere schweren Mörser ersol «reichen Anteil, vei Wladimir Wolinrky und in Ostgalizien blieb die Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, FeldmarjchaUeutnant. D ie Berichte der deutschen obersten Heeresleitung. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls von Hindendurg. 18. August. Die Festung Kowno mit allen FortS und unzähligem Material, darunter weit mehr als 400 Geschützen, ist seit heute nacht in deutschem Besitz. Sie wurde trotz zäycstem Widerstände mit stürmender Hand genommen. Die Armeen der Ge-nerale von Scholtz und von Gallwitz drangen weiter nach Osten vor. Ihre vordersten Abteilungen nähern sich der Bahn Bjelostot—BielSk. Bor Nowo-Ge-orgiewSk wurden zwei iveitere Forts der nordöstlichen Front erstürmt. 600 Gesangene gemacht und 20 Ge-schütze erobert. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayern. Der linke Flügel traf gestern im Kamionka-Abschnitte beiderseits Siemiatycze und am Bug bei Fürstendors (südöstlich von Siemiatycze) auf erneu-ten starken Widerstand. Der Uebergrng über die Abschnitte wurde erzwungen, der Feind geworfen. Der rechte Flügel erreichte das Bug-Südufer. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls von Mackeofen. Diese Heeresgruppe hat ihren Gegner über den Bug und in die Borstellungen der Festung Brest-Litowsk geworfen. Oestlich von Wladowa drangen unsere Truppen über die Bahn Cholm—Brest-Li-towsk nach Osten vor. Heeresgruppe deS Generalseldmarschalls von Hindenburg. 19. August. Bei der Einnahm« von Kowno wurden noch 30 Offiziere und 39.000 Mann ze- # fangen genommen. Unter dem Drucke tar Fortnähme von Kowno räumten die Russen ihre Stellungen ge-genäber Kalwarja—Suwalki. Unsere Truppen folgen. Weiter südlich erstritten deutsche Kräfte den Narewübergang westlich Tykocin nahmen dabei 80V Russen gefangen. Die Armee des Generals v. Gallwitz machte Fortschritte in östlicher Richtung. Nördlich BielSk wurde die Bahn Bialyftot—Brest Litowsk erreicht. 2000 Russen wurden zu Gefangenen gemacht. Im Nordostadschnitte von Nowo Georgien»«! überwanden unsere Truppen den Wkra Abschnitt Zwei FwW der Nord'ront wurden erstürmt. Ueber 1000 Gesangene und 125 Geschütz« blieben in unserer Hand. Hee'tsgruppe d«S GeneralscldmarfchallS Prinzen Leopol» von Bayern. Der linke Flügel trieb den Feind kämpfend vor sich her und erreichte abends die Gegend weitlich und südwestlich von Mielejczyce. Der rechte Flügel, über den Bug bei Mielnik vorbrechend, warf den Gegner aus feinen starken Stellungen nördlich des Abschnittes und ist im weiteren Vorgehen. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls von Mackenfen. Anch hier wurde zwischen Niemiroiv und Janow der Bugüberzanq von den verbündeten Truppen er» zwungen. Vor Brest.Litowsk drangen deutsche Trup> pen bei Rokitno (südöstlich von Janow) in die Vor-stellungen d dawa geräumt. Er wird verfolgt. Heeresgruppe deS FeldmarschallS von Hinddurg. Oestlich von Kowno folgen unsere Truppen nach erfolgreichen Kämpfen dem Feinde. Im Raume von der Daivina bis zur Straße Augustow Grodno sind die Russen in die LinieGudele tüstlich vonMariam-poI)-Lozdzyeje-Siudieniezka zurückgegangen und lei-sten dort erneut Widerstand. Auch westlich von Ty> hocin wird noch kämpft. Die Armee de« Gen ratS von Gallwitz setzte ihren Angriff erfolgreich fort und nahm 10 Offiziere, 265) Mann gefangen und er-beulete 12 Maschinengewehre. Die Festung Nowo-GeorgicwSk, der letzte Halt dcS Feindes in Polen, ist nach hartnäckigem Widerstande genommen. Die gesamte Befatznng, sechs Generale, über 85.000 Mann, davon gestern »n Endkampse allein über 520.000 wurden z» Gefangenen gemacht. Die Zihl der er-beuteten Geschütze erhöht sich auf über stebenhundert. Der Umfang deS genommenen sonstig«» KriegSmate-riales lägt sich »och nicht übersehen. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayern ist im weiteren Vordringen. Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls von Mackensen. Der link« Flügel wars den Feind hinter den Koterka und Pulwaabfchnitt (südlich von Wisoko-Litowek) wurde Gelände gewonnen. Oestlich von Wladowa erreichten unsere Truppen in scharfer ver-folgung die Gegend von PiSzcza. Nowo Georgiewsk mit riesiger Beute er-obert. Großes Hauptquartier, 20. August. Die Festung Nowo Georgiewsk. der letzte Hall des Feindes in Polen, ist nach hartnäckigem Wiverstande genommen. Die gesamte Besatzung, davon gestern im Eudkampf allein über 20.000 Mann und vorläufig unab^eh-bares Kriegsmaterial, fielen in unsere Hände. Seine Majestät der Kaiser hat sich nach Noivo Georgiewsk begeben, um dem Führer des Angriffe« General der Infanterie voi Beseler und den tapferen Angriffs-truppen feinen wie deS Vaterlandes Dank auSzu« sprechen. Oberste HeereSleilung. Vom westlichen Kriegsschauplatze. Großes Hauptquartier, 18. August. In den vogesen erfolgten durch sehr erheblichen MunitionS-einsatz vorbereite französiiche Angriffe gegen Schratz-männle (nördlich von Münster) und unsere Stellung südöstlich von Souderuach. Durch Gegenstöße wurden eingedrungene seindliche Abteilungen aus unseren Gräben znrückgeworsen. Südöstlich von Svndernach sind vollkommen zerschossene kleine Grabenstücke im Besitze der Franzosen geblieben. 19. August. Zwischen AngreS—Souche, führte der Gegner gestern abends einen während des gan-ze» TageS durch Artilleriefeuer vorbereiteten Angrisf durch. Er drang stellenweise iu unsere vordersten Gräben ein und hält in der Mitte deS Angrijfsab- schnitte« einen Teil noch besetzt, ist aus der ibriza Front aber bereit? geworfen. In den Bogefen erneuerte der Feind gestern seine Angriffe nördlich von Münster gegen unsere Stellungen auf dem Lingekopf und Schraymännle. Nach vorübergehendem Bordringen di« in einzelne unserer Gräb«n auf dem Lingetopf ist der Hegner dort überall zurückgeschlagen. Am Schratzmänol« ist der Kamps noch im Gange. 20. August. Zwischen AngreS und Louchei »u.de der Feind heute nacht auS d«n von ihm g«-ftern besetzten Grabenstücken vertrieben. A« «chratz-männle in den Bögest» ging ein kleiner Teil unserer vordersten Stellung an die Franzosen verloren. Ein Seekampf bei Iütland. Am 17. August 10 Uhr adtndS griffen fünf Boote einer deutschen Torpedobootflotille bei Horn» Riff Feuerschiff an der Jütischen Westküste eine» englischen modernen Kreuzer und acht Torpedoboot-zerslörer in und brachten den Kreuzer un» einen der englischen Zerstörer durch Torpedoschüfs« zum Linken. Unsere streitkräst« fanden keinerlei Verluste. Deutsche Flieger über London. In der Nacht vom 17. ,um 18. d. griffen an» fere Marineluftfchiff« wiederum London an. ES wur den die Ciiy von London und wichtige Anlagen an der Themfe auSgiebig mit Bomben belegt nnd dabei gut« Wirkungen beobachtet. Außerdm wurden Fa» brikSanlagen und Hochofenweike bei Woodbrigde und Jpswich erfolgreich mit Bomben beworfen. Die «ch'ffe erlitten trotz starker Beschießung keinerlei Beschädigung und si»o sämtlich zuiückgek«hrt. Der stellvertretende Chef deS Admiralstabe«: von Beh>icke. Der White Slardampfer „Aiabic", 10060 Tonnengehalt, wurde auf dem Wege nach Amerika torpediert. Die Reisenden und die Besatzung wurden gerettet. Das englische Tauchboot E 12 vernichtet. Amtlich wird gemeldei: Da« «nglich« Untersre-boot „E 13" würd« durch ein deutsches Torpedoboot am Südausgange des Sunde« vernichtet. Der Krieg gegen Italien. 18. August. Amilich wird verlauibart: Aus dem italienischen Kriegsschauplatz wurde gestern an der küsteiiländischen Front h ftig gckämpjl, wahren» im Kärntner Grenzgebiet verhältnismäßig Ruhe herrschte, in Tirol aber das schwere Geichützseuer des Feindes anhielt und einige kleinere Infanterie-gefecht« stattfanden. Im Görzlschen wurden vier gegen San Mar-lino geführte Angriffe der Italiener abgeschlagen. Vor dem Görzer Brückenkopf herrscht nach wie vor ziemliche Ruhe. Dagegen tobt um den Brückenkopf von Tolmein «in eibitterter Kampf. Auch hier schei-terte» vier feindliche Angriffe. Ebenso mi^angen alle Vorstöße gegen unsere Höhenstellungen nördlich Vei Tolmeiner Brückenkopfes. Im Tiroler Grenzgebiete wurden italienische Angriff« aus dem Doblinger Ricdel (Creizinnen-gebiet) und gegen Milegna (Plateau von Folgaria) abgewiesen. Gehobenen SinneS, erbaut durch die Erinnerung an schwere Feuerproben und heißer kämpfte siege, begehen heute in Nord und Süd die k. u. k. jlr> meen am dem Schlachtfeld« daS GeburtSfest de» obersten Kriegsherrn. Eine« Geiste«. in stolzer Zu-verficht erneuern die unier den Waffen flehend« Söhne aller Völker de« Reiches ihr Treugelödu.s, das in *?n verflossenen zwölf Monaten so viele der Besten mit dem Blute besiegelt haben. 19. August Gegen unsere Tiroler Werke fetz« die italienische schwere Artillerie ihr Feuer auch wäh-rend de« gestrigen TageS und der heutigen Nacht fort. Ein Angriff von zwei feindlichen Bataillonen aus unsere Vorfeldstellungen am Plateau von Liel-gereut wurde abgewiesen. Die heftigen Sümpfe m nördlichen Abschnilt« der küstenländischen Front dni» ern fort. Ein stärkerer Angriff gegen den Mjlivih scheiterte wie alle fiüheren. Gegen den Lüdtnl d«» Tolmeiner Brückenkopfes griffen die Italiener nach-mittag« und ade.id« sechsmal vergebe»« au. ilaich nacht« über wurde erbittert gekämpft. Nach wie a»r ist der Brückenkopf fest in unseren Händen. 3Rtofc> sten« 600 noch ungeborgene italienische Leichen lieg» vor unseren Gräben. Im Görzischen hält da« ge-wohnte Geschützseuer an. 20. August. Die Kämpfe der schweren Aililleril im Tiroler Grenzgebiete hielten an. Bei dim ge'Ier, erwähnten Angriffe auf unsere Vorstellungen auf ;>o» m der Gegend von Anaforta gegen unseren rechten Flügel unier beträchtlichen Verlusten des Feinde« ad. Vir erbeuteten ein Maschinengewehr und eine Menge Kriegsmaterial. Unsere Artillerie traf in den Ge-wässern von Komilli einen feindlichen Transport-da«pser, aus dem ein großer Brand entstand. Bei «ri Burnu herrsch, Ruhe. Bei -Sedil Bahr versuchte der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung, nnse-nn linken Flügel mit Bomben anzugreifen. Er wurde durch unsere Gegenangriffe in seine alten Etellungen zurückgewiesen und ließ eine Menge Toter auf dem Platze. Aus und t'and. Aus zur Kaisertombola! Sonntag, den 22- August um 4 Uhr nach mittags aus der Festwiese. Die Beste für die Tombola sind zahlreicher und wertvoller al« je bei einer in Cilli abgehaltenen gleichen Veranstaltung. In opferwilligster Weise wurden Wert- und GebrauchSgegenstönde gestiftet und die Zahl der Beste wird eine solche sein, daß die Wahr-schc;r>lichktit. einen Gewinn zu machen, eine uuge» »ihnlich große sein wird. Bisher liegen an Besten vor: 100 Amben. 60 Ternen. 40 Ouarteruen, 19 Luinternen, 8 Zehnte«nen und -1 Tombola. Als lomdolabeftc sind gestiftet: ein prächtige« Kaiserbild m Rahmen, ein vollständige« Waschfervice, eine Näh- ventiA»? Dc-cht Maschine und ein Fahrrad. Unter den Quinternen und Zehnternen seien die prächtige» KriegSbecher. die von der Statthalterei ausgegeben werden, erwähnt. Unter den Ternen und Quarternen bilden Beste, be-stehend aus Mucker »nd Kaffee, eine hervorragende Rolle. Wie man sieht, genug der Lockung, um fe n Glück zu versuchen und dabei ein gut vaterländische« Werk zu verrichten, da ja der Ertrag der Tombola Fürsorgezwecken. insbesondere der Fürsorge für l ie Witwen. Waisen und Invaliden zugewendet wird. So möge »ii-se Kaisertombola ein wahres VolkSsest de« WohltunS und der opferfreudigen Vaterlandsliebe fein und im Zeichen der Liebe für unseren verehrten Kaiser zu einem echt vaterländischen LiebeSwerke wer-den. Tombolakarten werden in den Buchhandlungen Fritz Rasch und Georg Adier und im Stadtamte aus-gegeben. Alle Herren Sänger werden vom Eillier Männergefangverein höflich ersucht, sich zu Beginn der Tombola am Sonnlag um 4 Uhr nachmittag« am Standorte der Regimentsmusik einzusinden, um gemeinsam das Kaiferlied anzustimmen. Alle Besucher de« festes werde» gebeten, in den Gesang einzufallen. In der Kriegsgefangenschaft gestorben. Der Beamte der Böhmischen Union-Bank in Cilli Herr Joses Glöckner, der alS Leutnant in der Re-lerve in russische Kriegsgefangenschaft geroten war, ist noch einer au« Taschkent hier eingelangten Draht-Nachricht am!6. Juli daselbst gestorben. JosefGlöck-ner, ein wackerer deutscher Volk«genvsse, erfreute sich in unserer Stadt großer Wertschätzung; er war ein Schwiegersohn de« hiesigen Hausbesitzers »nd Hut» mache,« Herrn Anion Ehiba. Soldatenbegrabnifse In den hiesigen Spi' tälern starben in den letzten Tagen an den Verwun-düngen und Krankheiten, die sie sich im Felde zuge-zogen hatten, nachstehende Soldaten, die am hiesi en städtischen Friedhofe zur letzten Ruhe bestattet wur-den: am 19. August: Ludwig Mühlberger, J.-R. 91, am 20. August: Rudolf Zlavicek, J.-R. 3. Josef Travnicek, J.-R. 98. am 21. August: Stefan TuroS. FeldjägerBat. 9. am 22 August: Georg Aprea, J.-R. 64, Jakob Stefan, I. R. 6, Johann Hertlnchka. I -R. 84. Kriegsauszeichnung Oberinspektor Ro-mualdo Medanich, derzeit beim Feldtra»Sporiwesen, hat vom Kaiser da« OjfizierSkreuz des Franz Joses. Orden« mit der Kriegsdekoratiou erhalten, nachdem er schon Mitte Juni der Allerhöchsten Belobung teil-hastig geworden war. Am I. Juli wurde er vom Deutschen Kaiser mit dem Eisernen Kreuz auSgezeich-net. Oberinspektor Medanich ist ein Sohn der in Cilli lebenden Post- und Telegrafen DirekiorSwitwe grau Emilie Sztupka. Wohltätigkeitskonzert im Staptpark. Morgen Sonntag vormittags findet bei günstiger Witterung da« 18. WohliäligkeitSkonzert der Musik-abteiluna de« Ersatzbataillon« des Jnfanterieregi-menteS Nr. 87 statt. Beginn 11 Uhr. Ende '/,1. Eintritt '^0 Heller. Kinder unter zehn Jahren frei. Spende für erblindete Soldaten. Der Militär-Fleischlieserant Herr Jakob Leskoschck hat zweck« Unterstützung erblindeter Soldaten den »am haften Betrag von 1000 K gespendet, welcher Be-trag dem Kriegöfürforgeamt übersendet wurde. Für das Rote Kreuz. Dem Zweigverein Eilli Siadt de« Roten Kreuze» spendeten: Anton Volausek, Sühnebetrag in einer Ehrenbeleidigung»-sache, 20 K, «chuldirektor Joses Ludwig Weiß statt eine« Kranze« für den verstorbenen Oberbergrat Sa-lomon 10 K. Für den Fond zur Unterstützung von Reservistenfamilien sp ntete Frau Luise PalloS (Verzicht auf eme Wagengebühr) h JJ. Für den Fond zur Ausspeisung not leidender Cillier liefen nachstehende Spenden ein: Beamten- und Dienerschaft de« Kreis-, Bezirks-gerichtes und der Staatsanwaltschaft 61 K, Unge-nannt 4 K, Sammelergebttis 40 K, Etieleute Kupka 20 K. Für das Rote Kreuz-Spital l Hotel Mohr) liefen folgende Spenden ein: Hochwürden Abt und Stadipfarrer Ogradi 2 große Körbe Gurken; Schulkinder'von St. Martin im Rosentale unter Leitung der Lehren» 2 große Körbe Schwarzbeeren; Frau Bergdirektor Guimann K»aut, Knrbi« und Kompot; ftrau Jeschounig in Arndorf Topsenkäse, 1 Korb Fisoleu; Frau Rat Roschanz Zucker,- Frau Karoli.re Ferk eine» Lehnsrsfel für verwundete Sol« baten; Frau Dr. Egcrsdorfer GlaS Dunstobst; Frau Stallner in Hochenegg ParadeiS; Karl Teppey 1t, Liter Wein; Frau Potvtschnig in Sawodna Seite 3 Bücher, Spazierstöcke; Herr Kontrollor Lchmidl Bücher. Zeitschriften; Frau Bergdirektor Hrufchka in S>ore IKorb Fisolen; Frau du Nord und Fräu» lein Cerny 500 Zigaretten, 2 Lehnftühle für ver-wundete Soldaten; Hauptmann Reinhold Sluka 500 Zigaretten; Herr Max Rauscher 1 großes Faß Bier; Frau Eosta-Kuhn Zigaretten ; Frau Gärtner Zigaretten; Feldkurat Paul Klementfchitsch 1000 Zigaretten. Allen edlen Spendern besten 'Dank. Weitere Spenden werden dankend entgegengenommen. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet vormittags um 10 Uhr in der evangeli-scheu Christuskirche ein öffentlicher Gottesdienst statt, in de« Herr Pfarrer May predigen wird über: „Ernste Pflichten". Spende. Aus Dankbarkeit für widerfahrene GotteShille spendete N. N. zu Handen de« evange-lischen Pfarramtes 500 Kr. Dafür sei herzlich Dank gesagt Spenden für die Kaisertombola. Für die Kaisertombola sind weitere Spenden eingelangt von: Frau Reuß l Blumenbehälter, 1 Briesbe-schwerer; Frau Donner verschiedene Gegenstände; Fräulein Mitzi Zamparutti >0 Schachteln Sardinen, 1 Flasche Kognak; Herr Siegfried Keßler 5 K; Ungenannt 1 Eierferv ce; Frau du Nord Kaiserbild in Rahmen. 20 K; Ungenannt 1 Standfigiir, 2 Brief-beschwern, 1 Base, 2 »scheu becher, l ArbeitSkörb-cheu. 1 Krug; Ungenannt 1 L'körservice; Herr Karbeutz 1 Schachtel Briefpapier, 1 Zigarettenschach-tel, 1 Bajonett; Herr Komauer 4 K; Herr Srimz 10 K und Zucker; Frau Marta Jakschitsch fünf Schachteln Zigaretten, zwei Bo«to»schalen; Frau Praschak 5 Kg. Zucker, 2 Kg. Reis, 3 Schachteln Zigaretten; Herr Schmidl I Flasche Champagner; Frau von Ferroni 1 Fla'che Curacao, 1 Schachtel Zigaretten; ,;rau Hönigmann 1 Flasche Rum, eine Schachtel Coeoo. 2 Schachtel Tee, 1 Schachtel seife; Herr Klementschitsch 1 Krawattennadel; Ungenannt 2 K; Fräulein Jellenz 10 K; Herr Scheu, spitzen-vorhänye sür zwei Fenster und ! Bögelhau«; Frau Berta Kügler 2 Wand eller. Kaiserfestschiehen in Hrastnigg. Wie fast alle bestehenden und patriotisch gesinnten Ber-eine und Körperschaften bestrebt sind durch Festveranstaltungen und dergleichen die Wunden diese« schrecklichen Weltkriege« lindern und heilen zu helfen, fo hat auch der Hrastnigger Schützenverein, welcher beuer feinen 15jährigen Bestand feiert, sich neuerlich in den Dienst der KriegSsürsorge gestellt und die 83. Wiederkehr der Geburt unsere« geliebten Kaisers zum Anlaste genommen, auf seiner Schießstätte in Hrastnigg am 15. August ein Bestschießen zu ver-anstalten. Unter der bewährten Leitung seine« lang« jährigen Oberschützenmeister«. de« Herrn Johann ttiller, dem die Schützenräte helfend zur Seite stan-den, tat denn auch der Verein fein Möglichste« für ei» gute« Gelingen dieser Veranstaltung, die vom besten Wetter begünstiget, einen zahlreichen Besuch zu verzeichnen hatte. Die mit Reisig und den Far» be» der Verbündeten geschmückte Schießstätte erfreute sich schon in den Morgenstunden eine« regen Zu» fpruchrs und dauerte du« ununterbrochene Geknatter mit einer kurzen Unterbrechung bi« 7 Uhr abend«, worauf sich die Festteilnehmer in der FabrikSgast-wirtschaft zur darauffolgenden Bestverteilung einfan-den. Auf den beiden Scheibenständen wurden rund 1200 Schüffe mit durchschnittlich guten Ergebnissen abgegeben und erhielten nachstehenbe Herren Beste und zwar: Festscheibe Tiesfchüsse: Lörbitz, Brinner, Probst. Ammer, Abel; Kreise: Winkle, Killer, Guerra. Sproger, Wargafon; Fel»fcheibe, Tiefschüsse: Killer, Brinner, Schuperger, Ammer, Wargafon; Kreis«: Winkle, Körbitz, Probst, Sproger, Streinigg. Der Reinertrag de« Festschievens, welcher durch zahlreiche Spenden ermöglicht wurde und wosür an dieser Stelle allen Spendern besten« gedankt wird, ergab die hübsche Summe von 200 K, welche dem steiri» schen KriegSfürforgamte für die Witwen und Waise» nach gesallenen steirischen Heide» überwiesen wurden. Bei dieser Gelegenheit möge nicht unerwähnt bleiben, daß kurz vor dem Festschießen ebenfalls sür obige Zwccke duich Verkauf von Abzeichen über 200 K eingebracht wurden, ei» Beweis, daß sich die Hrast-nigger nicht allein in völkischer, sondern auch in prtriotischer Hinsicht voll zu betätigen wissen. Die« tvll aber gewissen Leuten, die nicht umhin können, selbst bei patriotischen Anlässen nur durch Hisjung von Trikoloren in den Farben unserer Feinde ihre wahre Gesinnung zu zeigen, sonst aber zugeknöpfte Taschen haben, ein Wink zur Darnachachtung sein. Eine wichtige Verordnung. Eine kai-jerliche Verordnung vom 9. August bindet bis auf weiteres die Veräußerung land- und forstwirtfchaft-lichen Besitzes an die Zustimmung einer besonderen Seite 4 *.»'U»juje xUad|t Nummer 67 Kommission. Diese Verordnung ist durch Erschein»», gen hervorgerufen worden, die sich im Verlause de« Krieges bemerkbar gemacht haben. Bereits seit län-gerem wurde die Wahrnehmung gemacht, daß zu Bauersfrauen, deren Männer im Kriege gefallen waren. Agenien kamen und sie zum Verkaufe der Wirtschaft beschwatzten. Ganz abgesehen davon, daß der Verkauf in der Regel unter ungünstigen Bedin« gungen für die Verkäuferin zustande kam und die Bauernschlächterei in einer neuen Form auflebte, mußte im besonderen der Umstand zu denken geben, daß vor allem aus Nkderösterreich und Oderöster-reich von solchen Verkäufen berichtet wurde und daS zumeist Sendlinge einer tschechischen Agitationsbank es waren, die Derlei Verkäufe zu erzielen juchten. Würde dem nicht gesteuert, fo droht eine starke Ver» fchiebung der bäuerlichen Grundbesitzverhältnisse in deutschen Grönländern zugunsten der Tschechen. ES ist daher mit Genugtuung zu begrüßen, daß eine kaiserliche Verordnung einer Gefahr entgegentritt, der nicht nur im allgemeinen wirt chastlichen Interesse, sondern auch in dem oer deutsch -alpenländischen Bauernschaft vorgebeugt werden muß, die in diesem Kriege so groß« Opfer an Blut und Leben gebracht hat. Meldepflicht der Aerzte. Un>«r Hinweis aus di« Bestimmungen deS HoskanzleidekrcleS vom 24.April l8^7, werdenalle inSieiermark sichaufhalten-den Aerzte und Wundärzte des ZivilstandeS durch eine Kundmachung der Statlhalierei. aufgefordert, sich soweit sie dies bisher unterlasse» haben, unverzüglich persönlich oder schriftlich bei der politischen Bezirks> behörde ihres Aufenthaltsortes zu melden. Beschlagnahme des Rohöls. Die „Wie-ner Zeitung" veröjfentlicht eine kaiferl che Berord-nung vom 10. d. M. über die Beschlagnahme des Rohöls und die vom Hand«lsministerium hierzu erlassene Durchführungsverordnung. Die Beschlagnahme des Rohöls gibt der Regierung das Mittel in die Hand, d n seit jeher bestehenden, vielfach willkürlichen Preisschwankungen vorzubeugen und die in der Roh-ölindustrie bs jetzt vermißte Ordnung herzustellen. Durch die Verordnung wird nun das gesamte, nach dem Tage ihrer Kundmachung im Znlande gewonnene Rohöl zugunsteu des Staates beschlagnahmt. Dagegen verfalle» die Vorräte, soweit sie sich nicht im Besitze von Unternehmungen de« feindlichen Aus-landes befinden, nicht der Beschlagnahme, um den Abschub dieser Vorräte, welche von den im Hinter-lande befindlichen Raffinerien zum größten Teil dercitS angekauft worden sind, nicht zu stören. Die Fest-fetzung des RohölpreiseS wird in erster Linie der freien Vereinbarung der beteiligten überlassen. Nur wenn eine solche nicht zustande kommt, wird der Preis vom Minister sür öffentliche Arbeiten im Eiu-vernehmen mit dem Handelsminister und dem Finanz-minister nach sachmännischem Ermessen sestgeseyt werden. Die Bestimmung de» Preises durch diejRe-gierung dielet die Gewähr dafür, daß hierbei, unter möglichster Wahrung der Belange der verbrauchende» Kreise, auch die Interessen der Rohölproduzenten und der Mineralölraffinerien gebührend werden ge-würdigt werden. Zur Sicherstellung des Erfolges der Beschlagnahme wurden in der Verordnung die er-forderlichen Kontrollmaß,«ahmen und Strafbestim-mungen vorgesehen. Zur Besorgung aller mit der Beschlagnahme des Rohöls verbundenen Angelegen-heilen und insbesondere auch zur Führung aller Verhandlungen, die sich au» der Anwendung der Verordnung ergeben, ist im Ministerium für össent« liche Arbeiten eine eigene Abteilung, die Rohölabtei-lung, errichtet worden. Prämien für Hafereinlieferung. Da die Einlieferuiig der Haservorräte an die HeereSver-waltung durch die Kommissionire der Kriegsgetreide-Verkehrsanstalt »och immer nicht den gewünichten raschen Fortgang nimmt, in der BeschassungSaktion vielmehr neuerliche Stockungen konstatiert wurden, hat sich das KriegSministerium behufs Förderung der E'nlieferung bereu erklär», den Haferbesitzern eine Prämie zuzugestehen, welche mit 5 St per Meter' Zentner ststgesetzl wird. Die Auszahlung dieser Prämie erfolgt für alle Lieferungen, welche biS 31. August tatsächlich bewirkt fein werden. Die landwirtfchaft-lichtn Kreise werden auf diese Möglichkeit eines außerordentlich günstigen HaferverkaufeS bis 31 August aufmerksam gemacht Cholera- Unter d«n in den letzten Tagen vom südlichen Kriegsschauplätze nach Cilli in Spualspflege gebrachten Verwundete» wurden zwei Eholeiakranke und fünf Bazillenträger festgestellt. Gegenüber aus-getauchten Gerüchten über Cholcrafälle in der Zivil-devölkerung fei darauf verwiesen, daß in diesem Jahre bisher in Sieiermark noch kein Eholerafall unter der einheimischen Bevölkerung vorgekommen ist. gur Darnachachtung. Die Poli,eidirektion in Laibach erläßt folgende Kundmachung: „DaS k. u. k. Armee-Eiappenkommando hat die Wahrneh-mung gemacht, daß die Bevölkerung in Krain in manchen Orten den zu Arbeiten verwendeten Krieg«-gefangenen Lebensmittel un» andere Geschenke zu-wendet. Zufolge Erlasses der Landesregierung wird biemit öffentlich kundgemacht, daß der Verkehr mit Kriegsgefangenen und daS Beteilen derfelbentverbolei, ist. Die Bevölkerung wird vielmehr aufmerksam ge« macht, daß sie ihrem lobenswerten Schenknngibe-dürsnisse durch Spenden für die an der Front kämp-senden eigenen Truppen in schönerer Weise Genüge le.sten kann. Die Uedertretung obigen Verbotes wird innerhalb des Poli d«r Dtutsche Schulverein, der gleichfalls von emer Vermehrung der Gründeranmeldungen. inSbef»»»er< anläßlich deS Heldentodes vieler Mitglieder, berichtet; jedenfalls äußert sich hierin die wachsende Anteil-nähme an den Bestrebungen unserer großen Bolkt-vereine, die in Zukunft noch mehr als bisher deni-sen sind, die nützlichen Bollwerke unseres wunder« starken Volkstums zu sein und zu bleiben. Steirisches Trinkwasser für unsere Südarmee. Aus Tüffer wird uns geschrieben: Neuerdings wird Thermalwasser auS den Quellen deS hiesigen Kaiser Franz Josef BadeS i i großen Fässer» an die Truppen unsere» Südheeres abgesendet, sür unsere Braven in jenen trinkwasserarmen Gegeaseit gewiß eine Wohltal. DieS Wasser veihütet vermöge seiner erwiesenen Keimireiheit all die Krankheiten, die der Genuß schlechten Trinkwaffers nach sich zu ziehe» pflegt. Außerdem ist eS von unbegrenzter Haltbarkeit und bleibt bei jeder Temperatur klar und ivohl-schmeckend. Verhaftung einer Kirchendiebin. Die siebenmal wegen Diebstahls und Betrüge» vorbestraft« beschäftigungslose Kellnerin FranziSka «iino.iiych wurde am 11. d. von der Gendarmerie Ober Po» bersch verhasiet. Sie hatte am 3 d, in der Frau-staudnerkirche ein Altarluch entwendet. Das Ende Anton Peitlers. Aus Sankt Lorenzen wird der „Maiburg r Zeitung- geichnebea: Auto» Peitlcr hat sich selbst durch einen Revolver-schuß entleibt, wie die von den Herren Dr. Leouhard und Oberbezirksarzt Dr. Mauc;ka vor.e»ommei>e Sektion des Peitlerjchen Kopses einwandfrei feststellte. Die Revolveikugel wurde noch im Kopie gesunde», wäbrend das Mannlichergeschog des Herrn Direktor» Emil Seitz (nicht Fritz) den Kops durch bohrt und zerrissen hätte, da er mit ExpansionSgeschosfen schießt. Eigenartiger Selbstmordversuch Z» Trzisice in «rain ve»suchte ein 26 ^ahre alter ge-wesener HilfSbeamler sich aus eine eigentümliche Alt das Leben zu nehmen. Er verschluckte acht Räh-nadeln, deren Wirkung bisher noch unabsehbar ist. WaS den Mann zu diesem Schritte getrieben hat, ist nicht bekannt. Er wurde in das Landesspital übergeführt. Eisenbahnunglück in Agram. Die an« Agram gemeldet wird, hat sich aus dem dortige» Frachlenbahnhos vorige» Mittwoch nachmittag» ein svl-genschwerer Eisenbahnunfall ereignet. Bei der Einsah« war der letzte Wagen deS gemischte» Zuges 1066 entgleist. Der vorletzt« Wagen, ein PersonenzuzS- W besse Nahrung für ___________ Säuglinge. Kinder. Rekonvateszente.u nach Magen-* Oarmerhranhungen Jederzeit erhältlich. Frobidose and lt'hrri:he & clio'i e Brösel-äro üb« Kinderpflege gratis durch die Nestle's KindrrmeW-Ge sellsehaft, Wien. I. Biberstrasse 7 8. •: < Deutsches I Cöchterheim: V £ für studierende Mädchen. Heiteres inunilinM«, fi Nachhilfe, Unterricht in sprachen und i'tufit, Sport-$ platz u. f. w. — Beschränkte Ausnahme. .-. v; Näheres KroiSbachqaffe Nr. 1, Wr«z. . * MÄTTÖNTS EINZI6 BESTES IN SEINER gi1 ALTBEWÄHRT ANALYTISCHEN [ Trj FAMILIEN-BESOlAfFENHEiT.rSiÄrd BETRÄNK. 35 tfcurnmcr 67 Zentsche Wacht Sntc 5 Die Sparkasse der Stadtgemeind« Cilli gibt bekannt, daß Spareinlagen wie bisher auch weiterhin mit verzinst werden. Ueber neue Einlagen oder Nacheinlagen kann der Inhaber eines Einlagebüchels jederzeit, auch bis zur ganzen Höhe der Einlage, verfügen. Spareinlagebücher der eigenen Ausgabe und die Kriegsanleihe werden kostenfrei in Ber-Währung übernommen. Auswärtigen Einlegern stehen Posterlagscheine kostenlos zur Verfügung. Aus Anlaß des 50jährigen Bestandes der Sparkasse werden im laufenden Jahre schön ans-gestattete Einlagebücher, die sich besonders zu Geschenkzwecken eignen, herausgegeben. WWWWWW «•« «J» »'* IM wagen, wurde dadurch umgestürzt. Hierbei wurden zwei Personen, und zwar der Kadeltaspirant Gabarit »nd ein Bauer getötet, elf andere Personen zum Teil schwer verletzt. Unter den Schwerverletzten be-findet sich der KomitatsphysiknS Simic. Der Wagen wurde in liegendem Zustande eine Strecke weit ge« schleift Die darin befindlichen Personen waren in einen Knäuel verwickelt. Nachdem der Zug zum «tehen gebracht worden war. konnte erst an die Bergung der Verunglückten geschritten werden. Die Ursache der Entgleisung de» Wagens ist noch nicht bekannt. Gesuche um Abgabe von Kriegsge-fangenen zu Arbeitszwecken. Die Gesuche um Anstellung von Kriegsgefangenen zu ArbeitS-zwecken werden vielfach an die unrichtige Stelle ge« sendet und enthalten oft auch nicht die nötigen An-> gaben, so »aß die Erledigung sehr erschwert und verzögert wird. Gemeinden, die für landwinschaft-liche Arbeiten Kriegsgefangene wünschen, oder Privat-Unternehmungen, die Kriegsgefangene als Arbeiter benötigen, wollen folgende Grundsätze beobachten: Gesuche um Beistelluug von Kriegsgefangenen sind, wenn e» sich um ArdeitSparlien von 30 bis 200 Mann handelt, an das Militärkommando zu richten, in dessen Bereich der Arbeitsort gelegen ist. Der Standort des zuständigen Militärkommandos kann bei jeder militärischen Behörde oder bei dem nächsten Gendarmerieposten erfragt werden. In jernn Fälleu, wo die Kriegsgefangenen während der Arbeit in fo!« eher Nähe eine» Kriegsgefangenenlagers verwendet werden, daß sie zur Nächtigung in dieses zurück-kehren können, sind die Gesuche um Arbeiterpartien von 30 bis 200 Kriegsgefangenen direkt an das Kommando des Kriegsgefangenenlagers zu senden. Gesuche um mehr als 200 Kriegsgefangene sind an daS KriegSmmisterium einzusenden. Arbeitspar tien von weniger als 30 Mann können nicht beige-stellt werden. Die Gesuche sind möglichst frühzeitig einzusenden, damit die Vorbereitungen sür die Bei-stellung rechtzeitig durchgeführt werden können. Sie müssen folgende Angaben enthalten: Anzahl der Kriegsgefangenen, allenfalls erwünschte Prosessionisten, in der unumgänglich notwendigen Zahl, Art der Arbeit, Arbeitsort, Arbeitgeber. Zeilpunkt, zu dem sie benötigt werden, AuSwaggonierungtstation. Die Bedingungen, uuler denen die Kriegsgefangenen zu Arbeiten übergeben werden, erfahren die Gefuchsteller von der militärischen Stelle, bei der sie eingereicht haben; mit dieser wird auch der Vertrag abge-schlössen. Sendungen vonEßwaren an Kriegsgefangene. DaS gemeinsame Zentralnachweis-bureau deS Roten Kreuzes teilt mit, daß von nun ab auch wieder Eßwaren in Postpaketen, die höch-stenS 5 Kilogramm schwer sein dürsen, an Kr'egS-und Zivilgefangene in den feindlichen Ländern ge-sendet werden können. Die Abfertigung solcher Pa« kete erfolgt als Sendung für Kriegsgefangene oder Internierte portofrei. Briefe, Zeitungen, Drucksachen u. s. w. dürfen unter keinen Umständen beigepackt werden. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift kann zur Folge haben, daß sämtlichen Gefangenen eines bestimmten Distriktes im Feindeslande die an sie ge-langenden Pakele nicht auSgesolgt werden. Herstellung von Druckarbeiten wie: lverke, Zeitschristen, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Ruverts, Tabellen, Speisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, (ohn-listen, Programme, Diplome, Plakate InseratenannahmesteUe für die Deutsche Wacht v.'rmäblungsanzeigen, öiegelmarken Bolletten, Trauerparten, Preislisten, Dnrchschreibbücher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, tandwirtschaft u. private in bester und solider Ausfübrung. Cilli, RathauSMe Nr. s Postsparkasse Nr. 36.900 oo Fernruf Nr. 21 oo Gettt 6 •-Kum^jcr 67 Verordnung der k. k. Statthalterei In Graz vom 5. August 1915, L.-G.- und Vdg.-Bl. Nr. 66, womit über Befehl des Höchstkommandierenden der Südwestsront (Kaiscrl. Verordnung vom 23. Mai 1915, R.-G.-Bl. Nr. 133) vom 30. Juli 1915, Op. Nr. 10.602 Massnahmen zur Einschränkung des Alkoholismus Auf Grund des § 13 (Abschnitt C) der Allerhöchsten Bestimmungen Ober den Wirkungskreis der politischen Behörden vom 19. Jänner 1853, K.-G.-B). Nr. 10, und auf Grund des § 54. Absatz 2. der Gewerbeordnung, R-G.-Bl. Nr. 199 von 1907, wird bicmit bis auf weiteres angeordnet: § I. Der Ausscbank und der Kleinverschleiss voa gebrannten geistigen Getränken, sowie der Kleinhandel mit gebrannten geistigen Getränken in handelsüblich verschlossenen Flaschen sind au Sonn- und Feiertagen, sowie an Jahrmarkttagen während des ganzen Tages, sonst vor 7 Uhr morgens, sowie von 4 Uhr nachmittags an untersagt. Branntwein schänken sind während dieser Zeit geschlossen zu halten. § 2. Gast- und Schankgewerbetreibenden (Gast-und Kaffeehäusern. Kaffeeschänken und dgl.) sowie Handelstreibenden jeder Art (Kaufleuten, De-likatessenbändlern und dgl.) und anderen Gewerbetreibenden (Zuckerbäckern, Destillateuren u. dgl.), die die Berechtigung zum Ausscbanke oder Kleiu-verschleisse von gebrannten geistigen Getränken auf Grund des § 16, lit. d, der Gewerbeordnung oder des § 1 des Gesetzes vom 23. Juni 1881, R.-G.-Bl. Nr. 62, haben oder die Berechtigung zum Kleinhandel mit gebrannten geistigen Getränken in handelsüblich verschlossenen Flaschen besitzen, ist es daher an Sonn- und Fsiertagen, sowie an Jabrmarktfagen während des ganzen Tages, sonst vor 7 Uhr morgens, sowie von 4 ühr nachmittag« an untersagt, gebrannte geistige Getränke zum Ausscbanke oder — sei es verschlossen oder unverschlossen — zum Verkaufe zu bringen. Während dieser Verbotszeilen ist somit jede Verabreichung von gebrannten geistigen Getränken au unmittelbare Vetbraucher verboten. Grosshändler oder Erzeuger dürfen lediglich bereit« vorher erfolgto Bestellungen von zum Kleinhandel oder zum Ausscbanke befugten Gewerbetreibenden ausführe«, doch darf dies auch nur in Lokalen erfolgen, die für die Kunden nicht zugänglich sind. getroffen werden. 8 3. Auch ausserhalb der in den §§ 1 und 2 bezeichneten Verbotszeiten ist jede Verabreichung (Ausschank oder Verkauf) von gebrannten geistigen Getränken an Angehörige der bewaffneten Macht, an zu militärischen Diensten bei der Armee herangezogene Zivilpersonen, an Bedienstete der unter Kriegsleistnngsgnsetz gestellten Unternehmungen, an Personen, die sich der Stellungsoder Musieruugspflicht unterziehen und an Kriegsgefangene verboten. Bei Militärtransporten jeder Art dürfen weder gebrannte geistige Getränke noch andere alkoholhaltige Getränke (Bier, Wein, Most und dergleichen) verabfolgt werden. Ausnahmen hievon können über besondere ärzi liehe Verordnung oder mit ausdrücklicher Bewilligung des Transport-kommandanten platzgreifen. S 4. Ebenso ist die Verabreichung von gebrannten geistigen Getränken an Jugendliche unter 18 Jahren, an Gewohnheitstrinker oder trunkene Personen, Bettler, Landstreicher, geistig minderwertige oder gewalttätige Personen verboten. Ein unnötig langes Verweilen der Kunden in Brannt-weinschänken ist nicht gestattet. § 5. Insofern die Verabreichung oder der Verkauf gebrannter geistiger Getränke nach den vorstehenden Bestimmungen Oberhaupt gestattet sind, dürfen «ie nur gegen Barzahlung erfolgen. Es ist daher jede Verabfolgung von Getränken dieser Art auf Borg, im Eintausch gegen Lebensmittel oder auf Rechnung des Lohnes untersagt. 8 6. Unter gebrannten geistigen Getränken im Sinne dieser Verordnung sind alle zum menschlichen Genusse bestimmten gebrannten geistigen Flüssigkeiten zu verstehen, die sich ohne Zusatz oder mit einem Zusatz zu Getränken eignen (Spiritus, Branntwein, Rosoglio, Kum, Liköre und dergleichen), gleichgiltig ob sie durch Brennen oder auf einem arideren Wege (durch Verwendung von Essenzen oder ähnlichen Surrogaten) hergestellt sind und gleichgiltig in welcher Form sie veraoreicht werden. § 7. Die Erlassung allfalliger weitergeh oder besonderer Vorschriften nach örtliclen Bedürfnissen bleibt den politischen Behörden erster Instanz vorbehalten. S 8. Diese Verordnung findet keine Anwendung auf die Verabreichung gebrannter geistiger Getränke zu Heilzwecken auf Grund ärztlicher Verordnung. S S. Dies- Verordnung ist in allen gewerblichen Betriebsstätten, in denen gebrannte geistige Getränke zum Ausscbanke oder Verkaufe gelangen, in einer den Gästen (Kunden) auffallenden Weise anzuschlagen. § 10. Jede Handlung oder Unterlassung, die dahin abiiel', die in den vorstehenden Paragraphen ausgesprochenen Verbote zu umgeben (zum Beispiel insbesondere der Einkauf von Branntwein für Militär durch Vermittlung von Zivilpersonen), ist untersagt und wird besonders streng geahndet § Uebertietungen dieser Verordnung werden nach §§ 7 und 11 der kaiserlichen Verordnung vom 20. April 1854. R.-G.-Bl. Nr. 96, mit Geldstrafen von 2 bis 200 Kronen oder mit 6»fündiger bis 14tägiger Arreststrafe, allenfalls mit der zeitweiligen Schliessung der Betriebsstätte oder gemäss § 133b, Absatz a, der Gewerbeordnung, K.-G.-Bl. Nr. 199 von 1907, mit der strafweisen Entziehung der Gewerbeberechtigung auf bestimmte Zeit oder tür immer bestraft. § 19. Diese Verordnung tritt mit 15. August 1915 in Kraft. Gleichzeitig werden die Statt halterei Verordnung vom 13. März 1915, L.-G. und Vdg.-Bl. Nr. 25, sowie alle auf Grund dieser Verordnung oder ans Grund besonderer Ermächtigung der Statthaltern von den politischen Behörden erster Instanz allenfalls erteilten Begünstigungen, wie insbesondere die erteilten Bewilligungen zur Verabreichung von gebrannten geistigen Getränken zu Kaffee oder Tee während der Verbotszeiten, hiemit ausnahmslos ausser Kraft gesetzt. Der k. k. Statthalter: Cliiry m. p. Maschinschreibunterricht. Lehrbefähigter Maschin«chreiblehrer erteilt Unterricht im Maschinschreiben und Stenographie zu sehr mässigen Preisen. Anfragen sind zu richten an Stadtamtssekretär Hans Blechinger Ein Besitz in der Nabe von Cilli. bestehend an» 3 nebeneinanderstehenden Wohnhäuier-mit eingi riehtetetn G.ist'iaav and Tabaktrafik. sowie Grund im Flichenmasse von 1 h 47 a und Garten nebst 2 KQbi-n and 3 Schweinen Ut wcp'n Uebersiedlung sofort preiswert m verkaufen. Auskunft erteilt <'ie Realit3tpnverkehr»rerinitti»ng der Stadtgeaeinde Cilli (Sekretlr Hin* Blecbirg«-r). 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Im Jahre 1732 regte dann August II. von Sachsen, der Starke, der im Jahre 1697 zum pol-nischen König erwählt und am 15. September diese« JahnS in Krakau gekrönt woiden war, eine Teilung Polens an, um in se'nem Hause die polnische Krone erblich zu machen. König Friedrich Wilhelm 1. brachte dieser Anregung wenig Interesse entgegen. Seine Minister und Günstlinge aber dachten ander». Lo schrieb am 20. November 1732 der am Hofe zu Berlin allvermögende Minister und General von Grumbkow an den sächsischen Minister, den Grafen Manteuffel in Dresden: „Es kommt vornehmlich darauf an, die Erb-folge in Polen zu sichern und die Republik über den Hausen zu werfen, wozu der Deutsche Kaiser, Rußland und Preußen gemeinschaftlich wirken müs-sen. Für gehabte Bemühung wird der Kuchen ge-teilt: wir erhalten daS polnische Preußen, einen Teil von Gioß-Polen und Kurland. Nichts ist leich« ter auszuführen als dieses Projekt, da die Großen deS Reiches sich in der größten Spaltung und Ber-wirrung bifinden und die Macht des Königs den höchsten Punkt erreicht hat, wovon er eben proMie» ren muß." Aber auch nunmehr wollte die Sache.nicht in 8 Fluß kommen. Erst Im Jahre 1770 tat Oesterreich eilten ersten Schritt. Die österreichische Regietung entsandte nämlich, wie sie vorgab, behusS näherer Bestimmung der Grenze zwischen Ungarn und Polen eine Anzahl Ingenieure unter militärischer Bedeckung und besetzte daS Zipser Komitat, daS im Jahre 1412 für 37.000 Schock Prager Groschen vom Kaiser SigiSmund an Polen verpsändet worden war. Als die Nachricht von dieser Besetzung nach Petersburg kam, da er. kläne die Zarin Katharina II. dem gerade an der Newa weilenden Bruder Friedrichs deS Großen, dem Prinzen Heinrich: „ES scheint, daß man sich in Polen nur zu bücken braucht, um ein Stück Land aufzuheben. Will der Wiener Hof von diesem Königreiche für sich zu-greisen, so haben die anderen ein gleiche« Recht dazu." Als Friedrich hieraus ci sannt hatte, daß Katharina einer Teilung Polens nicht abgeneigt war, ließ er dies dem Wiener Hose etösf.ien. Doch in Wien wollte man von einer Teilung noch nichts wisfen. wollte sogar das Z'pser Komital wieder räumen. So suchte Friedrich der Große zunächst mit Rußland zu einer Verständigung zu gelangen und nach längeren Verhandlungen forderte die Zarin Katharina den König aus. ihr einen TeilungSvorschlag zu machen. Friedrich ließ diesen am 14. Juni 1771 in Petersburg übergeben. In demselben forderte er sür seinen Anteil Pommern, den Strich von Groß-Polcn dieS> seits der Netze, das Bistum Ermeland, die Saro-stiert Marienburg und Kulm und überließ es den Oesterreich««, diesem Vertrage beizntreten, wenn sie eS für zuträglich hielten. An der Newa fand man Friedrichs Forderu«-gen in einzelnen Teilen nicht spr annehmbar. Friedrich dcr Große berichtete darüber: „Die Verhandlung stieß sich insbesondere an den Besitz der Stadt Danzig. Die Russen schützten vor, daß sie die Gewährleistung sür die Freiheit dieser kleinen Republik übernommen hätten; im Grunde war eS niemand als die Engländer, die aus Eifersucht auf Preußen die Freiheit dieser Seestadt in Schutz nah-wen und die Kaiserin von Rußland anteizten, nicht in die Forderungen Preußen« zu willigen.* Also auch damals war e» England, da» Preußen, ob schon eS ihm wegen der während des sieben jährigen Krieges, da Frankreich wieder einmal dem Westen eine zu große Beachtung schenkten, England geglückten Erbeutung der französischen Besitzungen in Kanada und Ostindien zu größtem Danke ver-pflichtet war, feindlich entgegentrat. Am 17. Februar 1772 fand aber doch endlich die Unterzeichnung deS TeilungSvertrage» seilen« Preußen« und Rußland« statt und man kam überein, die beiderseitig annek» tierten Gebiete zu besetzen und zwar feiten« Preußen mit 20.000, feiten« Rußland mit 50.000 Mann. Maria Theresia war aber nach wie vor nicht geneigt, dem Bertrage beizutreten. Ihrem Minister, dem Fürsten Kaunitz, schrieb sie eigenhändig: „Als alle meine Länder angegriffen wurden und gar nicht mehr wußte, wo ruhig niederkommen sollte, stützte ich mich aus mein gutes Recht und den Beistand Gottes. Aber in dieser Sach, wo nit allein daS of« feudare Recht himmelfchreyent wider uns, sondern auch alle Billigkeit und die gesunde Vernunft wider uns ist, muß betheuern, daß zeit leben« nit so be« ängstigt mich besunden und mich sehen zu lassen schäme. Bedenk der Fürst waS wir aller Welt sür ein Exempel geben, wenn wir um ein ellende« Stück von PohUn, oder von der Moldau und Wallachey uns're Ehr und reputation in die Schanz schlagen. Ich merk woll, daß ich allein bin und nit mehr en vtgueur, darum lasse ich die Sachen, jedoch nit ohne meinen größte» Gram, ihren Weg gehn." Endlich trat aber auch Oesterreichs Kaiserin dem Vertrage bei und am 5. August 1772 wurde der TeilungSvertrag auch seitens Oesterreichs in Petersburg unterzeichnet. Gemäß desselben eignete sich Rußland Polnisch-Livland, die Woiwodschaften Witeb«, Polock und MinSk zum großen Teile und die ganze Woiwvd-schaft Mscidlav zu, im ganzen ein Gebiet von 33.000 Geviertmeilen. Oesterreich annektierte daS Zipser Komitat, die Hälste dcr Wiowodschast Krakau, einen Teil der Woiwodschaft Sandomir, dir Woiwodschaft Roth Rußland, den größten Teil der Woi-wodschasten Belz und Pokucie und ein Stück von Podvlien, im ganzen 2500 Geviertmeilen. Preußen aber nahm sich in Besitz Polnisch Preußen mit Aus-schluß von Danzig und Thor» und einen Teil von Gioßpolen bis zur Netze, im ganze» 631 Geviert-Meilen mit 504.800 Einwohnern. Am 13. September 1772 begann seitens von Preußen die militärische Besetzung seines ihm zuge-fallenen Gebietes und für den 27. September be-schied Friedrich der Große die Stände zur Huldi-gung nach Marienburg, wo sie ihm in dem alten Ordensremper der deutschen Ordensburg Treue und Ergebenheit schwuren. Durch diese erste Teilung verlor Polen ein Viertel seines Gebiete«. Schon 20 Jahre später kam zu Grodno der zweite TeilungSvertrag zustande. Ueber diesen zweiten und den bald darauf folgenden dritten TeilungSver-trag sagt A von Gultty in seinem soeben im Ver- s lagt von Georg Müller, München, erschienenen und für die Gegenwart überaus wertvollen Werke „Die Polen und der Weltkrieg*: „Der Reichstag zu Grodno ratifizierte 1793 den zweiten TeilungSvertrag unter der Pression der russischen Kanonen und der Kolben russischer Gre-nadiere. Rußland nahm den Rest von Weißrußland, die Ukraine «nd Povl,lien, Teile von Kiew und No-wogrodek, Ostpolesien und Wolhynien, 250.000 Quadratkilometer mit drei Millionen Einwohnern. Preußen siel Großpolen mit Posen. Gnesen, Kalisch, Leezyea, Lodz. Piotrkow. Sierad, Czenstochau, Plod zu, sowie der Rest von Westpreußen mit Danzig und Thorn, Kujawien und ein Teil von Masowien, 60.000 Quadratkilometer mit 1 10 Millionen Ein-wohnern. Oesterreich beteiligte sich an dieser Tei> lung nicht. Ehe noch endgiliig die Grenzen geregelt waren, erhoben sich die Patrioten unter dem einstigen Ad-jutanten Washingtons, dem tapferen General Kos-ciuSzlo. Nach glänzend erfochtenen Siegen gegen eine vielfache Uebermacht wurde KoSciuszko bei Ma-ciejowice schwer verwundet gefangengenommen und Warschau nach dem furchtbaren Blutbade von Praga von Suwaroff eingenommen. Jetzt beschlossen die Mächte — auch Oesterreich meldete sich diesmal — am 3. Jänner 1795 die dritte Teilung, die am 24. Oktober derart durch-geführt wurde, daß Rußland wiederum das größte Stück de» Landes für sich nahm: Litauen mit Wilno, Grodno und Brest, Kurland und Senegalien, den Rest von Pvlesien, Wolhynien und Schwarzrußlaud, zirka 120 V00 Quadratkilometer mit zirka 1'/, Mil-Honen Einwohnern. Preußen erhielt das sogenannte Neu Ostpreußen und Südpreußcn, das heißt, das Weichfellaud bi» zur Mündung des Narew mit Warschau, den Rest von Masovien, Bialystok und Teile von Podlachien. Oesterreich fiel das Land bis zur Pilitza und Weichsel und über diese zum Bug zu, als Neu- oder Westgalizien, bestehend aus Ra-dom, Krakau, Sandomir, Lublin, Teilen von Chilm, Mafirien und Lemberg, insgesamt 46.000 Quadrat-kilometer mit einer Million Einwohnern." Napoleon war es sodann, der Polen wieder herstellte, doch nur auf kurze Zeit, denn nach seiner Niederwerfung im Jahre 1814 einigten sich im Wiener Bertrage vom 3. Mai 1815 die drei Staa-ten von neuem über Polen. Zar Alexander, der sich stets als ein Freund Preußen« aufspielte, hieb dabei Preußen und Oesterreich überS Ohr. Er heimste von Beiden polnische Gebiete, die ihnen im Jahre 1797 zugesallen waren, ein. Preußen ver-blieb nur noch ein Teil deS Herzogtum« Warschau, nämlich da» Gebiet hinter der Pro»na außer fta« lisch, da« heißt, da« Posener und Bromberger De» partement unter dem Namen Großherzogtum Posen (heutige Provinz Posen) nebst Thorn und Danzig. Oesterreich wurde der Tarnopoler und Zamocser Kreis wieder zuerkannt und auß«rdem der kreis Podgorze mit den Salzgruben Wieliczka, also Ga-lizien ohne Krakau, da« einschließlich eine« kleinen Gebiete» längs der Weichsel Fieistaat blieb und erst 1846 Oesterreich einverleibt wurde. Wie nach dem gegenwärtigen Kriege eine Tei-lung Russischpoleiis, von dem ja gemäß de« Der-trage« von 1795 Teile bereits zu Preußen und Oesterreich Ungar-t gehörten, gestalten wird, dürste schon die nächste Zukunft ergeben. Vermischtes. Khakifarbene und blauePserde. In diesem Kriege, in dem daS Plötzliche, Ueberraschende und.Unsichtbare eine so große Rolle spielt, ist man auf'allen Seiten eifrig bemüht, die ganze Armee nach Möglichkeit in eine unauffällige, schwer erkenn, bare Farbe zu hüllen, ohne aus die Pracht der Uni-form, die in früheren Kämpfe» so geschätzt wurde, Rücksicht zu nehmen. D'e ganze Armee soll möglichst unsichtbar sein; daS heißt, nicht nur die Kämpfer, Offiziere und Soldaten, sondern auch die Waffen, die Wogen und selbst die Pferde. In Frankreich werden gegenwärtig zahlreiche Bei suche zur Herstellung einer Pserdelriegisarbe angestellt und kmzlich fand wegen dieser Frage eine Beratung in der Pa-riser Societe de Pathologie statt, über die der „TempS" ausführlich berichtet: Mögen die Pferde zum Reiten oder zum Ziehen von Kanonen, MunitionS oder Proviantwagen oienen, auf jeden Fall dllifen sie kein weißes oder anderes helle« Fell haben, da sie fönst dem Feinde ein gutes Ziel bieten. Daher hat man die Pferde, denen die Natur eine zu sichtbare Farbe verliehe«! hat, tunkcl gesärbt. Bisher benutzte man dazu eine dunkelbräunliche Tinktur in Art der Reger-färbung. Aber dieser Faibstojs erweist sich nicht als der richtige, da er noch Ansicht der Tierärzte gesund-heitSschädlich wirkt. Auch war er nicht genügend halt-bar. Den letzteren Mangel sucht man zu beheben, indem man da« Fell vor dem Färbe» mit einer 2 v. H. Ammoniaklösung cnifeitet. Die Frage dee neuen Farbe wurde lebhaft erörtert. Unter deu ver-fchiedenen Borschlägen, die gemacht wurden, ist der Gebrauch einer khakifarbenen Tinktur zu nennen. Eine besondere Lösung aber schlug Tierarzt Lepinay vor. ES handelt sich um ein unschädliches, vorirefj-licheS Mittel von — himmelblauer Farbe . . . „Blaue Pferde", fügt der Temps hinzu, „hätten in früheren Zeiten nicht wenig angstvolles Erstaunen hervorgerufen. Doch wir haben während diese« Kriege« gelernt, un« über nichts mehr zu wundern . . Großer T a ba km a n get in Trieft. Au« Trieft wird berichtet: «b Mitte Juni herrscht hier ein großer Tabatmangel. Mehrfache Betreibungen im Wege der hiesigen Presse halten nur den Eisolg, daß vor etwa zehn Tagen ein Waggon Zigaretten und Tabak eintraf. DaS war natürlich viel zu wenig. Gegenwärtig sind all- Tabaktrafiken fast ganz auS-verkauft. Mit Ausnahme einiger sehr teuerer Spe-zialitätcnzigarrcn- und -Zigarcttensortcn sind die meisten Pfeifentabake und Zigareltcnlabake und Zi» garettcn (von den „McmphiS", „Kaiser". „Drama". „Sport" bis zu den „Ungarischen" herab) auSge-gange». Abgesehen von der bedauerlichen Unmöglich-feit der Abscndung von au« Tabakfabrikaten beste-henden, so beliebten Liebesgaben an unsere im Felde stehenden Soldaten, ist dcr Schaden, der dem fast durchwegs armen Trasikantcn dadurch zugefügt wird, beträchtlich. „Es lebe der Frieden um jeden Preis!' Wie die „Kölner Zeitung" meldet, er« fährt das Madrider Blatt „Corr. Espagnola" von einer a»S Frankreich zurückgekehrte» zuverlässigen Persönlichkeit von einem Zwijchenfalle. der sich bei einem Besuche PoincareS an dcr Front zugetragen Hot. Der Präsident sei mit seinem Gefolge auS ver-schiedenen Schützengräben mie dem Rufe: .Es lebe der Friede um jcdc» Preis" begrüßt worden, was strenge Untersnchungen und Bestrasungen zur Folge geqabt habe. Der Vorfall verai-laßte den Präsiden' ten, den Aueflug abzubrechen. Schuapskneipe und Buchladen. ES ist bekannt, daß man in Rußland vor dcm Kriege durch Verleitung deS Volke« znm Schnapsgenuß die Staatskassen zu füllen suchte. Unter den Vcivrd-nungen hierüber, dic der russische Finanzminister er-ließ, ist wohl am eigenartigsten eine aus dcm Jahre 1913 stainmcilbc, in der er mit den einzelnen Schnapskne>pcn zugleich die Buchläden der llcinen Städte uiid Dörfer verband. Jedcr Kneipwirt wurde gezwungen, eine bestimmte Anzahl »guter" Bücher steis aus Lager zu halten und sie um wenige Ko> pekcn oder gratis seinen Kandcn zu überlassen. Wer andere Bücher sührte, als die von der Regierung angeordnctcn, sctztc sich schwere» Strasen auS und verlor im WiedcrholungSsaNc das Ausschanksrccht. Die Werke russischer Dichter und Philosophen sand man in diesen schmutzigen und übeldujtendin Buch-lädcn nicht, sondern nur solche, dic geeignet waren, dcm Volke die Segnungen der zarischen Regierung deutlich vor Augen zu führen. Bestand doch der Grund der widernatürlichen Verbindung einer Brant-Weinschenke mi« einem Buchladen nicht nur darin, durch den SchnapSkonsnm — der sich besonders im Winter infolge der Lesegelegenheit bedeuiend steigerte — die Staatseinnahmen zu erhöhen, sonder» auch in dem Bestreben, mit allen Mitteln den aus dem Wege der Kolportage in die entferntesten Landort« dringenden revolutionären Schriften nach Möglichkeit entgegenzuwirken. Jung« Vermögen — junge Feudale. Es wird Geld verdient und Geld verloren. Unge-zählte Kleine ringen um die Existenz, eine erkleck« liche Zahl Großcr steigt aus und sucht die srisch er-worbknen Vermögen zweifelhaften Ursprungs umzu» wandeln in ertragreiche«. vornehme«, sozial einwand» freie« Besitztum. Da die Leben«mittelpreise steigen, ist GutSbesttz nicht nur vornehm, sondern auch ren-tabel. Hat der Herr Vater beim Verdienen viel« leicht noch mit dem Aermel an das Zuchthaus ge-streift, fo wird dcr Herr Sohn auf einem ungari-scheu Kastell sitzen und die Frau Tochter im Chor der Dchloßkapcllc vor der gesammelten Gemeinde ihr Gebet verrichten. Daß sich solche Umwandlungen vollziehen, beweist uns daS folgende Schreiben eines Budapest«: Bankgeschäfte« an Wiener Advokaten: »N N., Bankgcschäst, Budapest . . . Telegramm-adresse: N. N. Budapest, 10. August. Herrn I. f)., Hof- und GcrichtSadvokat, Wien. Ich erlaub« mir di« höfliche Mitteilung zu machen, daß sich österreichrscherseitS reges Interesse kuudgibl für A». lauf von landwirtschaftliche» Gütern in Ungarn. D'tle Industrielle wollen einen Teil ihre« Vermögen« nebst guter Verzinsung sicher anlegen, andere Kapitalisten kausen auf Spekulation in der An» nähme, daß nach dem Kriege die Preise riesig stei-gen werden; der dritte, die e« a>« nutzbriugcnde Beschäftigung für sich oder sür ein Mitglied ihrer Familie hallen. Und nachdem ich stets Verbindung mit dem Adel und dem Großbesitzertum unterhalte, bitte ich, sehr geehrter Herr Doktor, so einer oder der andere Ihrer Klienten ebenfalls zu kaufen die Absicht hätte, mir eS gefälligst mitteilen zu wollen, damit ich Ihnen mit entsprechenden Offerten dienen könne. Mich besten« empfohlen haltend, zeichne ich hochachtungsvoll ergebenst N. N." Ein Alphabet für erblindete Krie» ger. Im Interesse der erblindeten Krieger hat Marie ^oamitz-Klamroth, die Leiterin der Deutschen Zentralbibliothek sür Blinde in Leipzig und eine der beste» Kcnnerinncn der Blindenschrift, unter Anwen-dung der Grundform Braille durch stark eihabene Punkte ein leicht faßliche« Alphabet dargestellt. Spä-ter erblindeten macht es beim ersten Versuch Schwie» rigkeiten, die Punktschrift in ihrer natürlichen Größe zu ersassen, so daß durch Herausgabe dcS genannten Alphabetes zur Vermittlung dcS BnchstadcnbildeS unseren erblindeten Kriegern, sowie jedem später Er> blindeten ein großer Dienst geleistet wurde. Unter jedem Buchstaben des Alphabete« ist der cnlspre-chende Buchstabe der Blindenschrift dargestellt, so daß den Erblindeten eine verhältnismäßig leichte Migl chkeit gegeben ist, sich mit der Blindenschrift vertraut zu machen. Vuv . 'Xutnnir 67 Deutsche Wacht «cac V ZI. 10252/1915. Kundmachun ff Mit der kaiserlichen Verordnung vom 21. Juni 1915, R.-G.-B1. Nr. 167, über die Sicherstellung der Versorgung mit Getreide und Mehl, wird die Beschlagnahme von Weizen, Spelt, Roggen (Korn). Halbfrucht. Gerste, Buchweizen, Hafer und Mais aller Art mit dem Zeitpunkte der Trennung vom Ackerboden zugunsten des Staates angesprochen. Es wird hiemit verlautbart, dass als einzige zum Aufkaufe von Getreide im Stadtgebiete Cilli berechtigte Person Herr Mai Jani£, Bäokermeis er in Cilli, bestellt wurde. Nachdem vorläufig nur ein freihändiger Ankauf stattfindet, haben sich die Besitzer wegen Uebernahme des Getreides an den Genannten zu wenden. Die Ankaufspreise sind in der Ministerial-Verordnung vom 12. Juli 1915, R.-G.-Bl. Nr. 196 verlautbart. Stadtamt Cilli, am L. August 1915. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. SINGER „66" die neuenle und TOl I kOlll IIK'll Mt«* HÜ ti in cinc li i ne. SINGER 5Ii»««chi neu erlml<«»n Nie nur durch aiiM'ro rüden. Singer Co. Nähmaschinen Act.- Oes Cilli, Grazersirasse 33. Rechnungsführer für ein Kohlenwerk, branchekundig und mit Bruderladegebarung vertraut, der slowenischen Sprache kundig, wird sofort oder nach Monatsfrist aufgenommen. Angebote mit Zeugnisabschriften, Photographie und Gehalts-aaspröchen unter „C. A. P. 21341" an die Verwaltung des Blattes. MOGGOVOOQVGGOOGGGGGQOOO> G Original Mayfarth's % gesetzlich geschützte ® gesetzlich geschützte „Herkules1,1 { Wein- und Obstpressen ® Fabr>k»t. Hydraui Wein- und Obstpressen, w Ü0«1v rtr ir^H« Trauben und Obstmühlen, q Mostereianlagen A Ph. Mayfarth &Co. ® Landwirtschaftliche Maücliinenfabrlk D Kataloge >r. 617 kostenlos. Wien, 11., Taborstrasse Nr. 71. w Vertreter erwUnsclit. Speaialfabrika'ion für Pre»en und ippim« zur w e i grwinnung »OS « i Der Spar und Yorschuss-Verein r. G. m. u. H. in Cilli übernimmt Neu- sowie Nacheinlagen, welche jederzeit wieder zur Gänze behoben werden können, zu 4 -/. o bei täglicher Verzinsung. Bei den bereits bestehenden Einlagen bleibt der Zinsfuss wie bisher ebenfalls mit 4 V/- aufrecht.] Die Rentensteuer trägt die Anstalt. Auswärtigen Einlegern stehen Posterlag-scheine kostenlos zur Verfügung. Einstöckiges Wohnhaus nengebant, mit Gastwirtschaft Brannt »t u-M'biiuk. l'ratik und Garten in ei'isil» deutschen Ort»' in uuuiittel barer Nähe »oo Cilli. ist preiswürdig zu verkaufen. Daselbst »tnd aui'b weitere drei Wobuhäa*ef mit. ertraiifllhiirer Oekonomie verkäuflich. Au»-ku ist erteilt dic R^aHtätenverkehrsverrnitt-Inng der Stadtgfineinde Cilli (S krciir Hans Bleehinger) Villa Wohnhan» in reizender Lag«. I Stock* hoch mit 2 Wobnuagea zu I« 3 Zi»> » r Badezimmer DienstWenzimin-'r and Zubehör. 1 Mansardenwohnung mit 2 Zimmer and Köche nebst Zu gehör. Garten. Sehr t>rei«wflrdig. «eil Verrinsnng iresichert. Auskunft erteilt die Realitätenverkehriiver-mittlung der Stadtgemoinde Cilli (Sekretär Hie« Ble. hi eer). 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Oel, Knyein n. n w. Elektrische Taschenlampen und Batterien. Hitf«»n»»liInng Seite 8 Deutsche Wacht .'(umtpcr 67 Grummetmahd-Versteigerung im Stadtpark Sonntag den 22. August 1915. Zusammenkunft vormittag um 11 Uhr beim Wetterhäuschen. Der Yerschönernngs¥erein. hoto-lpparate P and »II« Artikel in reicher Aun-wfthl; Platten, Pack film, Kodak-111 m, Papiere, i'oetkarton, Chemikalien, Prismongllaer zu haben bei, A. Perissleh, Cilli, Kirchpiat/. 4. Telephon 11/IV. Maschinenwärter tüchtig, militärfrei, wird sofort aufgenommen Lederwerke in Schönstein. Offerte mit Gthalt-ansprüchen ebendaselbst zu richten. Lii8-< St bis 120 cm Breite werden gelegt in der Plissieranstalt C. Büdefeldt, Marburg, Herrengatsc 6. Auswärtige Aufträge srlinellstens. V*rtr*ffll«li kewUrt llr die Krle(«r Im Felde and Qberbaupt für Jedrraa&aa hat (ich ala boete sclifflerzstillitidB Elnralbam bei Erkältungen, Rhenm*tl«inna. Ulcht, Infloesu, Hai«-, Itruv- aad Hnckenachrneri *. a w. 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Nr. 63. werden die für die Stadt Cilli giltigen Höchstpreise für Verbrauchszucker der alten Campagne (Verschlussmarke mit rotem Aufdruck) und der neuen Campagne (Verschluss-marke mit gelbem Aufdruck) im Gross- und Kleinhandelsverkehre und zwat lür die Zuckersoiten. die im Stadtbezirke Cilli gewöhnlich gehandelt werden, festgesetzt wie folgt: Alte Campagne Neue Campagne Sorte Packung Grosshandel ' Kleinhandel Gross-handel- Kleinhandel K'onen H.ll-r Kroiien | Heller Grossbrode 86-85 93 96*35 103 Raffinade Kleinbrode zu 5 kg 87*35 94 96-85 103 Keffinade , Kleinbrode zu 3 kg brutto 8785 94 97-35 104 ff Würfel (Kleinwürfel) in Kisten netto 91-35 93 100 85 107 Kristallwürfel In Kartons zu 5 kg brutto für nitto 89-85 96 9935 106 Primawürfel in Kisten netto 90*35 97 99*85 106 Primawürfel In Kartons za 5 kg brutto für netto 8885 95 98*35 105 R.iffinademehl in Kisten netto 90-35 97 99*85 106 Griegszucker in Säcken zu 100 kg brutto für netto 87-85 94 97*35 104 Griesszucker in Sickeo zn 50 kg brutto für netto 88-85 95 ; 98*35 105 Kristallzucker in Säcken zn 100 kg brutto für netto 85-85 02 1 95*35 102 Als Glosshandelsverkehr im Sinne dieser Verordnung hat der Verkehr zwischen jenem Großhändler, der Verbrauchszncker direkt ab Fabrik, bezw. von der Steiermärkischen Zuckerzentrale in Graz kauft, und dem Kleinhändler, der Verbrauchszucker zum Zwecke des Wiederverkaufes von dem Grosshändler in der Originalpackung der Fabrik kauft, zu gelten. Die kundgemachten Höchstpreise sind von den Kleinhändlern in ihric Verkaufslokalen sofort nach erfolgter Kundmachung an einer Jedermann ersichtlichen Stelle anzuschlagen. Übertretungen dieser Verordnung werden, sofern« sie nicht der strafgericlltlicheu Ahndung unterliegen, vom Stadtamte als politische Behörde I. Instanz mit Geldstrafen bis zu 5000 K oder mit Arreststrafe bis zu sechs Monaten geahndet. Die Verordnung tiitt mit dem Tage der Kundmachung in Kraft Stadtamt Cilli, am 8. August 1915. Der Bdrgtrniieister : Dr. Heinrich v. Jabornegg. 'idirijtUttung, Verwaltung Druck und Brtlag: L.r.inebuchdruck«rei „C-l.ja- in Cilli. - Veranlworllicher Lnl« - Guido Schidlo.