FoAtnln* jiUfa.na ? fotoTtnL De»Me Zeitung ------— Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — MrtTtltttug ««» S»nD«Umij: mttn 6, I«U»5»» Ih. 21 (lattruj»««! 1 8«|a »« kl 3«Urt: «I'N»ljähri« W tta, b»ldj»»rl, 8« VW. VvffnMQttn^tn iMrt«« in »«t v«r»»Il»»« ,1 UllljSrti k-dtihien nttcgngtiumnKii I (äjtlfl 160 vi». gut »« «»,lo»d n„I»»ch«»d« »r^dduxg. »I« I « Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag_ Nummer 50 Celje, Sonntag, den 24. Juni 1934 | 59. Jahrgang m Wegsti der beidi'tt Feiertage erscheint In der nächsten Woche nnr eine Ausgabe unsere« Blatte« und zwar Mittwoch Nachmittag. Die Konferenz der Drei I»i« amtliche Mitteilung >« Konferenz der Kleinen Enteilte Am Mittwochabend wurde fügende amilich« MUeiWn« über die Bukarejter Verhandlungen der drei Autzenminist« der Kleinen Entente verlaulbarl - Die Minister wondien ihre Aufmnkjomkeit besonder» der allg«mei»«n politisch«» Lage zu. Sie konnten sich nicht verhehlen, dak sie gegenMZrlig einige Zeichen der Unruhe tn sich trage, denen alle ant Friedenswert beteiligte» Regierungen ihre ganze Aufmerksamkeit zu widmen hätten. Gleichzeitig tonn-len sie feststellen, datz auch hossnungivolle Kräfte zur Beilegung der gegenivänig«» politischen Krise Europas am Weile sind. Die dauernden Schwierigkeiten, auf die bis heute die Abrüstung»konsncnj jtSfol. wie auch da» Streben einiger Staaten nach einer Revision der Fii«be»«vcriiäze, beschwören die Gefahr einer T«i' lung Eurvpa» In zwei gegnerisch« Lager herauf. Da» Andauern der Wirt!chzs>»kris«. die Unzulling-lichte! der politischen Beziehungen in und autzn Europa beweisen, datz der Friede gefährdet ist. Ja Verbindung damit beschloß der ^ländizc Rat der Kleinen Entente alle» Erforderliche für die weiln« Tätigtest d« Kleinen Entente. ?n vier Sitzung«», die vom lk. bi» 20. Juni in Butaresi stattfanden^ beichloh der Rat u. a. folgende»: 1. Die Kleine Entente wird alle Kräfte ein-setzen, damit die Abrüstung,lonferenz zu einem alle Beteiligten befriedigenden Erfolg gebracht werde. 2. Die Kleine Entente wird mit allen Kräften die Qtt>anifierung der Sicherheit unterftiltzen und beim Abschlutz von Regionalpakten zur gegensnliain Unterstützung. über die gegenwärtig verhandelt wird, mitwirken. 3. Die Kleine Entente wird in Verbindung mit allen zuständigen Staaten bei der wirtschaftlichen Erneuerung Europa» mitwirken. Zum grotzen Be dauern tas Ständigen Rate» der Kleinen Entente aber haben Halbamtlich« Nachrichten des ungarischen Ministerpräsidenten den Eindruck erweckt, al» ob Ungarn sich einer solchen Mitwirkung enthalten wolle. 4. Die Klein« Entente bestätigt neuerding» ihren Bcschlnsi, bah sie gegen die Rückkehr der Habsburger, in »«Ich« Form immer dies« ixrsuch' werden sollt«, auftreten und dagegen die geeigneten und notioen digen Beschlüsse fassen würd«. 5. Die Klein« Entent« gibt ihren Willen kund, mit allen angrenzenden Staaten und auch mst Polen möglichst gut« BeMungcn zu pfleg««. t>. Mit Befriedigung wird von der Wieder-aufnahm« der diplomatischen Beziehung«,, mit Ruh-land von Seiten Rumänien» und der Tschechoslowakei w> Sinne des Zagreb« Abkommen» Kenntnis genommen. 7. Der Rat nahm befriedigt den Bericht übn die Ratifikation dr» Balkar-p-itUs durch die Unltrzeichn« staatrn, besond«» Jugoslawien und Rumänien entgegen. H. Dn Ständig« Rat der Kleinen Entent« ratifizierte di« Beschlüsse d<» Ständigen Wirtschaft, rate» d« Kl«in«n Entente, d» kür^ich aus seiner Konfnenz in Bukarest g«fatzt wurden, und «inpfi«hlt sie den drei Regieningen zur Annahm«. !>. Mit Befried^ iing wurde fnn« vom Süd-amerikanisch«« '.»üchlanc,. '^-pakt Kenntnis genommen. 10. Die nächste Siz-inz de» Ständigen Rate» d« Klewtn Entente findet in Genf gelegentlich d« S«pl«mbnsitzung de» Völkrbund« statt. Schluh in Bukarest bet den Mufojnminifut« Am Mittwoch traf d« ftanzösiseh« Auhenmi-nift« Barthou zu s«in«m lang« vorixreiteten Besuch in Bukar«st «tft. Er nahm an den Schlich-besprechung d«» Stänbig«n Rate» d«r Klein«» Enten!« teil und unterrichtete di« drei Autz«nminister von d« Ergebnissen stiner Aussprache mst dem Vertreter Hitler» in Abrüstunzsfragln von R i b> bentrop und mit Bundesland« Dr. Dollfutz, mit d«m er gelegentlich seiner Durchr«is« in Wien kurz vnhand«ll«. Di« Minist« Jeotii und B«n«sch ver-lieg«» Bukarest Mittwoch nacht». Fährt Dollfuh zu Mussolini? In d«n letzten Tag«n taucht« da» Gerücht aus, Niussollni habe den österreichischen Bunde»lairzl« Dr. Dvllsug «bensalls zu «in« Besprechung einge-loben. Eine solch« Einladung würd« natürlich nach d«r Zusammenkuft Hitler-Mussolini von lxsondne» Bedeutung s«in, womit j«doch noch nicht gesagt ist, dasj d«r Dur« Hitler gegen Dollfug aubzuspielen gedenkt. Wenn Mussolini ehrlich sein will, so hat «r dem österreichisch«» Bundeskanzler noch d«n Iag«n von Venedig g«witz manche» auch Unang«nehm« zu sagen und vorzuhalten. In Pari» will da» Derüchl über einen Besuch de» Bundeskanzler» in Rillion« nicht verstummen. E» kann jedoch sein, datz in Pari» nur d« Wunsch »ied« einmal dn Bai« de» Gedanken» ist. Keine Regiekarten mehri Au» Ersparungsaründen hat t*r Vnk«hr»-minister angeordnet, daß ab l. ZuU 11»34 j«de u n-enlaelili che Inanspruchnahme von'Salonwagen aushort und bah die sogenannten „Regiekart«n" dir Ang>alb(ugtl Berlin. Etwiss« Zwttkmeldungi» au» all«r Herren Land« haben zum Teil ein« Art von Pamkstim' mung über d«n Aussakl da Delreideernien nicht nur in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten, in Kanada geschossen. Dag«genüb«r ist «» g«ad« in dem jetzigen Augenblick von Wert, sich bi« Tatsachen vor Aug«n zu halten, nach denen der Erntcausfall berechn«! werden kann. Man wird dann s«hr rasch seh«n. doh eine ganz« Rtih« von Faktoren vorhand«n find, denen zufvlg« Minder-«rttägnisse infolg« allzu großrr Dürr« wi«d«um aufgehoben werden. Seitdem D«ulschland und Italien Selbst»«-sorgerstaaten geworden sind und den für ihren Landeshaushalt notwendigen Weizen im eig«n«n Land« anbau«i>, ist England im Grunde genom-men das einzig« gross« W«iztn-V«rbrauchg«dejsen da» größte Interesse am Stande der Brotgeveidepreise. Man darf selbst die größten Auswirkungen der unzweifelhaft vorhandenen Trockenheit auch in Rordamnika nicht übttjchätzen. Während nämlich di« Anbauflächen in Europa von 70.4 Millionen Acres auf VS.4 zurückgegangen sind und in Kanada gleichfalls ein« B«rring«ung von 25.1t Millionen auf 23.7 Millionen Acres eintrat, stieg umgekehrt die Anbaufläch« in den V«einigl«n Staaten von 47.4 Millionen auf 53.4 Millionen und in 2n-dien von 33.« auf 3 worden sein. Es «gibt sich so für die Well eine Steigerung für Anbauflächen von 2«3.5 Million«» auf 277 Million«, Acres. Ins°lg«dess«n wird selbst bei «in«« schlechten Aussall lxr Ernte ein bettächtlich« Pro-zenlsatz wi«d«r au»geglichen durch die Steigerung der Anbauflächen. Aud«d«m mutz man berücksich-tigen, datz die WeltoonSte an Weizen, Roggen, Haf«r und G«st« imm«r noch so rrich sind, datz si« selbst ein« Katastrophe jiderzest wi«d«r au»gleich«n könnt«». Bon ein« Katastrophe ist jedoch nirg«ndwo in der W«it auch nur im «nlfnntesten die R«de. Wenn von englischer Seit« gnade jetzt wieder angksichl» d« zu erwartenden Preissteig«ung«n da-rüb« geklagt wird, datz vor allen Dingen Deutsch-land und Italien durch ihre Selbstversorgung». Politik zu dn Unordnung d«r Weltgctnidimärkt« beigetragen hätten, so Ixus man darüber Sine» nicht vergessen. Di« Engländn wissen ganz genau, datz si« allein d«n entscheidenden VoMil einheimst«», als D«utschland und Italien W«izen au» Kanada, Australien und Argentinien einführen mutz!«». All« dies« Staaten beziehen nämlich ihr« F«:igwaren zu «inem ungleich grötznen Prozentsag au» England als au» Deutschland und Italien. 2« m«hr Deutsch-land also an G«tt«id« au» den «nglischen Dominions Seil« 2 Deutsche Zeitung Jtummer 50 lauft», desto stärker profilierte die englische Industrie davon. Alle englischen Betrachtungen über Getreide-preise sind darum mit Vorsicht aufzunehmen. Was Deutschland selbst anbetrifft, so ha« der Saatenstandsberichl sehr viele Befüichlungen zer-streut. Der jetzt vorliegend« Bericht über die Gesamt-Vorräte am 31. Mai zeigt, dak es 1.8 Millionen Tonnen gegenüber 1.075 Millionen Tonnen am gleichen Tag? des Vorjahre» an W«izenvorrät«n und 1 68 Millionen gegenüber 1.38 Millionen Tonnen Roggen beftKt. Der Mangel an Futter-mrttel Hot übrigens die Landwirtschaft stärker denn je aus di« Notwendig!«» eine» vermehrten Anbaus von Hülsen fruchten verwiesen, die jetzt in immer stärkerem Matz« als Ersatzmittel für äu»ländische« Kraftfutter ixrwenbei werden Soweit man di« europäische Ernte überseht» kann, scheint die Tsch«choslowa!«i neben England am schlimmsten von der Dürre betroffen worden zu sein. Dn Saatenftanb für Sommerweizen betrögt nur 41.3 Prozent gegenüber 84.3 im Vorjahr. Der be» Winier onzens ist etwa» besser mit SS 3 Pro-zent gegenüber 70.9. Bei den anderen Getreide- sollen ist da» Bechältni» ähnlich. Aus Ungarn bort man gleichfalls, datz die Dürre dem WeKen hart zugejetz! hat und mU einer Mitzernie zu rechnen ist. Dagegen haben sich die Ern!eau»sicht«n in Jugosla-wien, in Oesterreich und Rumänien gebessert. Ueber den Ausfall der russischen Getreideernte ist noch nichts bekannt. Man hört nur, datz di« Delr«ide-Vorräte sich rapide «»mindern. Kanada «raunet die schlechteste Weizenernt« seit 25 Zahren. Allerdings sind in keinem Land« der Welt soviel Gelreidevorräte aus vergangenen Ernten aufgehäust worden wie gerade in Kanada. Gegenüber einem Durchschnittsstondard von hundert in den letzten zehn Erntejahren ergeben sich nach d«n> Stand vom 1. Zuni folgende Zahlen: Winlerweij«n 45, Sommerweizen «9, Roggen 63 und Haser 8.1. Vergleicht man damit die Zahlen des diutschen Saatenstondslxrichles, so kann man unschwer daran» «rs«he», wie gut e» bi» jetzt die Dürre überstanden hol. ®» ist nützlich, sich durch einen Blick aus di« international« Lag« davon zu überzeugen, wie wenig Anlatz zu Befürchtungen vorliegt. , Wirtschaftsalchemie 1934 Deutscher Rohstoff-Ersatz Da» „Prager Tagblatl" bringt in seiner Nummer vom 2. d. M unter obigem Titel einen Aufsatz Über die derzeitig«» Iniporlverhältnijse des Deutschen Reich«», der hie» zum Teil im Wortlaut wiedergegeben sei. Ausgehend von der Feststellung, datz der ge-wältig« Rohstoffbedarf de? deiNschen Industri« seit Wochen die ernst«i1"> Sorgen bereitet, geht da» Blatt über zu der kurzen Erviiening der bevor-stehenden Beschlüsse der ver deuischen R«tch»rcgierung, die eine umfassende Regelung des Gesamtproblems der Devisen- und Rohftofsbewirtschaftung zum Ziele hoben werden. Dann fährt da» Prager Tagblatt wörtlich fort: AU wahrscheinlich wird di« Einsetzung ein« R«ich»k»minissar» für di« Verwendung von Rohstoffen angesehen. Seine Hauptausgabe wäre di« Drosselung der Rohftoffeinkuhr, sorven dies« fiir di« deutschen Hauptindustrien »ich! unentbehrlich ist. Aus dem Gebiel der heimischen Rohstofferzeugung wird bereit« s«it Monaten die stärkste Aktivität entfall«!. In den Versuchslabalorien herrsch! Hochbetrieb. Be-sonder» bei der 2. G. Farben-Industrie wird inten-sto gearbeitet. Wie seinerzeit in den Kriegsjahren er-schallt auch heute wieder d«r Ruf nach drm Che-mikcr als dem Helfer in der Not. Die Industri« hat sehr beträchtliche Beträge für Bersuche ausgeworfen, die inländisch«» Kunststoife an di« «teile der nun unbezahlbaren ausländischen Materialien lu setz«». Diese Bemühungen werdrn auch von den staatlichen Stellen nachdrücklich ««fördert. Ein besonders wichtig«? Kapitel bilden dabei die verschiedenen Arten der Holjverwertung. nz stelle von Benzm hat sich heute gegen den skepti-sch«n Widerstand der Treibstossinteressenten vielfach durchgefetzt. 2n Deutschland lausen bereit» Hunderte von Lastauto» und Treckern (Zugmaschinen) mit diesem Trtedgas, das erheb'ich billiger ist als Benzin. Ferner ist «» durch «in neue» chemische» Verfahr«» gelungen, «ine ökonomifche Methode der Holz»«»-zuckerung unter Herstellung von Holjipiriln» zu finden. Schließlich sind die Bersuche, Metall durch Holz zu ersetzen, schon ziemlich weil gediehen. Aus» ländische« Metall soll in wachsendem Matze durch Verwendung von spezifisch »erarbeit«!«», Holz ersetzt wer den. Ganz b«iondtie Anstrengungen werden aber auch im Interesse der En«ugung von Tertiler-so zst offen gemach«. Die Vorbereilungen sind hier schon ziemlich weil vorgetchrl««». Woll« und Baum- wolle erfordern alljährlich einen Deoisenauswand von mehreren hundert Millionen Marl. Al» Ersatz »on Baumwolle wird die Pmca-Faser aus einer auch in Deutschland kultivierten Agavenart gewonnen. Sie ist vorläufig allerdinos noch zu teuer, um »er-arbeitet™ vxrden. Es setzen dah«r B«rsuch« mit inländischen künstlichen Spinnfaserstoffen ein. die rascher zum Ziel« zu führ«» icheinen. Aus chemischem Weg« ist »» g«lung«n. au» Zellstoff di« sogenannt« Stapel-Faser zu «ntrvickeln, di« kein langer Faden wie Natur- und Kunstseide ist, sondern sich a!» ein« kurz« Fakt wie Wolle und Baumwolle darstellt. Durch die Berarbeiwna der Stapelsaser mit anderen Teitilien, wi« z. B. mit Baumwolle, gelang es «in« höher werlige Kunstsaier, die sogenannte Lrstra, zu gewinnen. Durch di« Verarbeitung »on Viltra mit Wolle schlietzlich di« Wollstra, die einen vollwertigen Ersatz für Nalurwolle darstellen soll, wobei txr Grundstoff des neuen Geweb«« die au» deulichen Material entwickelte Kunstfaser ist, Di« deutsch»» Tulilfabtilen stellen heute bereits Geweb« aus diesem neurn Rohstoff her, der allerdings den Fehler hat, zu teuer zu sein. Ein Anzug au» diesem Gewebe soll mindesten» doppell so »iel kosten, mit «in Kamgarnanzug. Aus manche Artikel des täglichen Bedarfes wird man in Deutschland, fall» sich di« Devisen Irif« verschärft, gleichfalls verzichten müssen. Alle d«is«n-politischen Matznahmen werden ab« zweifellos mit Rücksicht auf di« handelspolitisch« Nealtion de» Auslande» sorgfältig überleg! werden müssen. Von Deutschland aus gesehen, gibt es vielleicht überflüssige Importe. Als s ilche werden ja manchmal Kaffe«, Kakao, Tobak, Südfrüchte, usw. bezeichnet. Im Handelsverkehr mit dem Ausland« ist aber auch diese Einfuhr alles eher als überflüssig, denn sie kommt gerade aus solchen Ländern, die Deutsch-land» beft« Kund«n find. Gegen gewaltsam« Im-portdrosf«lung und gegen Diskriminierungen bei der Festsetzung und Kontrolle txr Einfuhr ist ad« da» Ausland sehr empfindlich. Rücksichten auf die deutsch« Ausfuhr werd«» daher auch künftig all« dwifen und cinf^hrpolitrschen MatznahmenDeutfchland entscheidend zu bestimmen haben. Wieder Todesstrafe in Oesterreich Einer Wien«» amtlichen Verlautbarung zufolge hat der Mmisterrat di« Wiedereinführung der Tod«»-strafe auch für di« ordentlichen Genchtsverfohlen in Aussicht genommen. Räch di«f«m in Vorbereitung befindlich«» Gesetz wird mit dem Tod« bestraft, ««» sich 1. d<» Verbrechen» de« Hochverrats schuldig g«. macht hol, sei es als Urheber, Anstifter, Rädel»-führe: oder auch als unmittelbar«» Mitwirkender. 2. wer sich des Mord«« schuldig gemacht hat, wenn ihm nicht di« mildernden Umstände des Affektes und »in«» unnatürlichen Gemütsbewegung zugebilligt werden können. Mörder im Affekt w«rd«n mit lebenslang, lichem schweren Kerker bestraft »erd«n; 3. wird mit txm Tod« bestraft, wer sich des räuberischen Tot-schlage» schuldig gemach! hat; 4. wird mit dem Tod« bestraft, wer der öffentlichen G«waIiMgke!l unter besonders gefährlichen Verhältnissen ichu'.dig besund«N wurde, wenn bei oies«m Verbrechen der Tod «in«« Menschen erfolgt ist- S. wird mit dem Tod« be-straf!, wer sich be» Zctrengstoffoerbrechens nach £ 4 de» Sprengstoffgesetzes schuldig gemacht hat- v. wird mit d«m Tode bestraft, wer sich d<» Brandstiftung, die besonders grotze Verheerungen und Vernichtung von Menschenleben zur Folge hat, schuldig ge-mach! hat. Weiterhin ist für di« Durchführung der Hin-lichtung von nach dies«» g«s«tzlichen Bestimmungen zum Tod« Verurteilt«» vorgesehen, datz der Hinrichtung nur die folgenden Personen beiwohnen dürfen: die Mitglieder Mr ö>ericht»I#mmi(sion, die Vertreter d«r Anklagebehörde, d«r Seelsorger und die nächst«« Kameraden Bot Th»mav Rampen Hertz und unbarmherzig gerade schnitt di« Strotze durch di» glül>«nde Herde. Swndenweit war k«in Wald, kein Dorf zu sehen. Di« Sonn« brannte wie im Hochsommer und »eiferT brennender Staub verdSrrte die Kehle. Willi B-ethke setzt« sich unier «inen Wacholderbuich an d«n Stratz«nrand und trank au» s«m«r Flasche. Des Brot im Rucksack war Nocken geworden. Er lietz »» unberührt. S«t dem frühen Morgen war er unterwegs, aber obwohl «» erst vormittags war, »ersagl« seine Kraft vor der ungewohnten Anstrengung. Er leg» sich zurück und wär« eingeschlafen. Ab«! «in ftöhlich«r Grutz lUtz ihn sich wied« aufrichten. Vor ihm stand em junger Mann, ungefähr gleichen Alters wi« er und ebenso einfach gekleidet, d«r «in Fahrrad an der Hand 5chob. Das legte er nun in d«n Ztrakmgrabtn unb setzte sich zu ihm. „Verdammt helfe heute," sagte er dabei, „hast du etwa» zu trinken?" Willi reichte ihm die Feldflasche. „Hier, e» ist auch schon warm geworden." „Macht nichts, nur einen Schluck, um den Staub runterzu-spülen. Dank«." Dann sahen si« «in« Weile schweigend neben-einander. Der Fremde trocknete sich mit einem bunte» Taschentuch den ochoxitz von tut Stirn. „Du hast wohl kein« Lust mehr?" fragte« dann. „Rein, aber ich mutz eigentlich, e» stirbt jemand," antwortete Willi Bethke. Wohin willst du denn?" „Nach Wehnen." „so? ist edn noch weit, Mensch. Dann mutz! du dich ranhalte», wenn du da heute noch hin willst." „Ich weih Aber ich kann nicht weiter. Dann mutz mein Onkel «den allein sterben. Er Hot sich sonst ni» um mich g«tllmm«rt, ich kenne ihn überhaupt garnicht, und nun wo »» zum End» kommt, will »» mich sehen." „Mensch, reitz dich zusammen. E» geht doch nicht, datz man einem Sterbend«« den letzten Wunsch nicht eisüllt. Vielleiqt erbst du sogar noch was." „Ach, erb«n. Ja, reich ist «», hol zwei HSf«, ab«» geizig. Mein« Mutter war seine Schwester. Aber wir haben nie einen Pfennig von ihm bekommen". „Das ist doch egal, vielleicht hat er das jetzt bereut. Du mutzt einfach hin. — Ich will auch nach W«hn«n. Vor z«hn Jahr«» bin ich da m«in«m Vater ausgerisftn. Ich hoffe, datz «» sich gebessert hat, ich bin auch vernünftig geworden inzwischen und will wieder auf» Land. Also lo», wir gehen zusammen." „Aber du haft doch ein Rad, und ich bin zu Fitz- „Was macht da»? Dann gehe ich «den auch. Für mich ist «» immer »och früh genug." „Schönen Dank, du, aber es hat kein«» Zweck. Ich komm« doch nicht mehr hin." „Du mutzt doch, Mensch!" D«r Fremde dacht« «in«» Augenblick nach. „Weiht du wo»?" lade et dann, „Ich nehme dich vorn mit aus» Rad. Dann geht es." Willi sträubt« sich lang«. Ab«r zuletzt nahm er da» Anerbieten an. Sie kamen ganz gut voran. Der Fremde war kräftig und überwand die kleinen Steigungen d<» zuerst fast ebenen Stratz« leicht. Di« Hitze schien ihm nicht» anhaben zu können. Doch al« si« nach einer Stund« in ein sich sachte erhebendes Gelände kamen, ging es nicht weiter. Si« mutzten da» Rad schieden. ,,E« wird nicht»," sagt« Willi. „So kommt keiner von uns hin. Fahr« du ruhig allein weiter. Und ich gehe so weit wie ich komme. Wenn ich den Onkel dann nicht m«hr l«b«nd s«h«, so ist da» nicht zu ändern." „N»ln, nachdem wir es einmal angefangen hab«», komme» wir b«id« h«ut« noch nach Wehnen oder sein«*.- „Za, ab«» wi»?" „Ja, aber wi»?" D«r ond«re dacht« lang» »ach. „ Kannst du radfahren?" fragte er schlietzlich. „Das schon. Ab»» wo soll ich jetzt »in Rad hernehme«? Ich wollte mir ja schon zu Hause «ins leih«», aber niemand konnt« s«ins für zwei Tag« oder noch länger hergeben. Da» Fahrgeld konnt« ich doch auch nicht auftreiben. Und mir bleibt nicht», wenn ich Miet« und Efs«n bezahl! habe." „Zvos ich jetzt will, geh! auch mit «in«m Rad. Ich fahr« jetzt vorauf und du gehst mit nach. Du wirft dann schon sehen." So geschah «». Willi Belhke begriff aber erst, was gemeint war. als n nach etwa einem Kilometer da» Fahrrad gegen einen Baum gelehnt fand und dessen Besitz«» w«it Nummer 50 Deutsche Zeitung Seit, 3 --. .............................Jini«.....'»"«•......................................M » ■ « ».■safflaa—wifflgg Angehörigen de» zum Tod« Verurteilten. Das neue Gesttz zur Wiedereinführung der Todesstrafe in Oesterreich sieht auch verschärfte Strafbestimmungen ffir den Selbstmord vor. Schilfe zum Selbstmord foO DON nun an als Verbrechen bestraft Werden. Allc unpolitischen Verbrechen, die nach dem neuen Geietz mit dein Tode, mil ledenslänglichem oder mit mehr al» zehnjährigem schweren Kerler bestraft werden, >ollen von einem ordenilichen Gericht, da» au» drei Richtern und drei Schöffen besteht, abgeurteilt werden Da» zur Aburteilung politischer Verbrechen im Rahmen der ^euen Stmfbestiinmungen eingesetzte Geschworrnen^erichl wird au» zwei Richiein und zwei Schöffen bestehen. Da im Umisterrat über alle Fragen in Bezug . auf die neuen strafrechtlichen Bestimmungen lieber' elnstimmupg erziell worden ist, dürfte der Gesetz Vorschlag durch die in Kürze erfolgende Veröffentlichung im Bunbligcset>dla» zum Gesetz erhoben werden. Die neuen Bestimmungen werden am l. Juli IMt in Kraft litten. Ein Institut für Auslanddeutschtum in Wien Räch einen» Bericht der Grazer „Tagespost" vom 16. d. SW. fand am 14. Juni in ffitoj ein „Altherrenabend" be» Grazer „E. SB." statt. tDer »£. B. Ist der „Caitell > Verband" der katholischen farbentragenden Ztudenten Verbindungen Deutschland» und Oesterreich». Zwischen der österrechlschen Gruppe de» d. B. und der reichsdeutschen besteht gegen-wärtig gelinde gesagt — lein gute» Zlerhältms!) Di« Tagespost bezeichnet nun diesen Alt Herrenabend al« ein« eindrucksvolle Kundgebung der steiiischen tatholischen 2nt«IZig«nz für da» Gmtz- und Aus-landdcutjchtum. Dabei wurden auch Reden gehalten, vom wem ist gleichgültig, und u. <>. wurde mitge-teilt, datz in Wien die Gründung e>ne» Institut» iür Auslanddeuljchtui» bevorstehe. — E» scheint stch wieder um die „Aibeit»gemeinjchast für deutsche Minderheiten in Europa" der Herren Mataja, Strenuwitz usm. zu handeln. Die haben wir seinerzeit schon schars abgelehnt! Mehr haben wir auch zu diesem neuen Institut nicht zu sagen. Deutscher Privatunterricht in Südtirol Gerüchten und verschiedenen Anzeichen zufolge beabsichtigen die Italiener, in SüMiroI gewisse kulturelle Zugeständnisse an die dortige deutsche Bevölkerung zu bewilligen. Der Hauptzweck solch« Zuge» ständnisse ist natürlich nicht der, die gerechte Förde-rung der Siidtirvler nach «in«m Ende ihrer natio- vorn gehen sah, so weil entfernt, datz er leinen Linwand >iäl«e hören können. Diese» Zeichen einer nur durch den gemeinsamen Weg begründeten Ka-meradschast rührte ihn tief und hilf ihm die Loch iilung überwinden, m die ihn die wie eine Brul-al«te über dem Lande liegende Hitze gebrachl hatte. Run fetzte er sich auf da» Rad, fuhr dem Käme-raden ein Stück vorau» und ging zu Fuß weiter, bis er wieder überholt worden war und da» Rad dann wieder vorfand. E» war Abend, al» sie so, abwechselnd fahrend und gehend, Wehnen erreichten. „Zu wem willst du denn hierv" fragte der Fremde, al» sie zu Futz nebeneinander an die ersten Häuser kamen. „Man Onkel heitzt WieiiteiKT," antwortete Willi. Der andere blieb erschreckt stehen. „Wrs, Wie-mefter liegt im Sterben?" ..Ja. i«tz> ist er «elleicht schon tot." „Da» ist ja mein Vater. Komm schnell, ich mutz ihn noch sehen. Wir wohnen da drüben, hinler der Kirche." Sie hasteten durch da» Does. In kurzen Fra-gen und Antworten bestätigte e» sich datz sie Bettern waren. Aber »nn ihrer Eripenz hatten sie gegenteilig f» gut wie nicht» gewntzt. AU sie an den Hos kamen, jade« sie. wie gerade die Fenster einer Stube geschlossen und die Vorhänge her.iligclassen wurden. „Doch zu spät," sagte da der junge Wie-mener langsam. „Da, ist Baler» Schlafzimmer." Am Totenbett trafen sie die Bäuerin, die laut nalen Unterdrückung zu befriedigen, sondern da» außenpolitische Ziel, den in der ganzen Well be-stehenden Eindruck der Entrechtung de» deutschen Kulturleben» in SttWirol zu verwischen. E» ist zu erwarten, datz die Italiener hiebei mehr den Schein eines Zugeständnisse« al« da» Zvescn einer Wiederherstellung de» kulturellen Lebens im Auge haben weiten Dafür spricht eine Aeutzerung de» Bozner Präsekten Mastromaitei, er sei gegen den geheimen Deutsch Unterricht, nicht weil dadurch die deutsche Sprache gelehrt werde, sondern wegen de» deutschen Geist«, in welchem dieser Unter-richt erfolge. Er werde Deulsch-Unterricht gestatten, wenn die nötigen Garantien hinsichtlich der Eigen-schast«n der Lehrkräfte, der llnterrichtsräumc und d«r Lehrmittel geboten würden. Die Gestaltung de« deutschen Prioat-Unteriichl«» ist an und für sich überhaupt keine Konzession, weil der deutsch« Unterricht gesetzlich nicht verboten ist und nur in Süd-tirvl gewaltsam unterbunden wird. Im übrigen Ita-lien hiiTgCjien werden diesem Unterrichte keinerlei Schwierigkeiten in den Weg gelegt. In Siidtirol rechnet man nun damit, datz di« Italiener vor d«r W«ll ein« grotze Geste machen und die volle Freiheit de» Privatunterrichtes verkünden werden. In Wirklichkeit dürften sie aber im Weg« 0« behördlichen Aufsicht die praktische Mög-lichleil de» Unterrichtes aus Null herabsetzen, wie Erfahrungen zahlreicher Sübtiroler Ährer beweisen, welche bi» in die jüngste Zeit herein unter den nichtigsten Borwänden mit ihren Ansuchen um Ge-staltung des Privatunterrichte« abgewiesen wurden. Organisierung der serbischen Minderheit in Rumänien Die „Ktampa" berichtet au» Teme»war, datz die im rumänischen Banate lebenden Serben eine eigene nationale Partei gründeten, deren Vorsitzender Dr. Ioo-in Cirli ist. Dr. Cirie sagt« in «iner Erklärung über di« Lage der serbischen Minderheil in Rumänien u. a. folgende»: Die Organisation der serbischen Minderheit in Rumänien erfolgte in erster Linie zu kulturellen Zwecken. Die serbisch« Schuljugend mutz heute nach Jugoslawien gehen, um ihie Schulausdildung D» erhalten, weil e» in ganz Rumänien keine einzige Mittelschule gibt, in der st« in ihrer Murtersprmhe unterrichtet werden könnten. E» ist der Wunsch der Serben in Rumänien, datz die rumänische Regierung eine serbische Lehrerbildungsanstal! eröffnet. Ueber die wirtschaftliche Logt der serbischen Minderheit iuherte Dr. Ciric, datz diese Minderheit die 00.00« weinte, al» si« d«n zurückgekehrten Sohn «rlannte. Al» Willi herantreten wollte, drängte sie ihn zurück. „Latz ihn allein bei seinem Bater," sagte sie unter Schluchzen. ,,E« ist da» Letzte was er von ihm hat. Für dich ist das." Sie wie» am den Zisch aus dem ein Briefumschlag mit der Ausschrift „Mein Testa-ment" lag. „Wa» soll ich damit?" smgl« Willi verwundert. Da schrie die Frau aus: „Du bist der Erbe, dir hat er alle» »er macht, beide Höfe, alles! Und Richard betoimnt nichts, weil er verschollen war. Dreimal hat er ihn durch die Zeitungen suchen lassen. Dann hat er ihn enterbt. — Richard, wenn du eine Stund« früher gekommen wärest, dann hättest du Baier noch sprechen können und alle» wäre gut geworden vielleicht. Run ist e» vorbei." Richard Wiemeyer stand vor dein Toten und sah mit starrem Gesicht aus ihn herab. Er rührte sich auch nicht, al» er merkt«, datz Willi mit dem geöffneten Testament an ihn herangetreten war. Willi wartete lange. „Du Richard," sagte «r endlich leis«, „Was soll ich mit zwei Hösen — einer ist g«nuz für mich und ich brauch« viel Hilft bis ich ein Bauer geworden bin. Wollen wir Kameraden bleiben?" Er reichte ihm die Hand. Richard nahm sie schweigend und hielt sie lange mit festem Druck. Dann sank er vor dem Bett nieder und legt« di« Stirn aus di« erkaltenden Hände seine» toten Vater». Seelen in f>6 Gemeinden zähle, verhältnismäßig wohlhabend sei. Fünfundneunzig v. H. der rumäni» schen Serien seien Bauern. Barthou Ehrenbürger Rumänien» Die Anwesenheit d«» französischen Autzenmi-nisler» in Bukarest führte auch zu einer Absprache zwischen Barthou und König ttarol, der zu einem Staai»besuch nach Pari» eingeladen wurde. 2n einer Festsitzung von Kammer und Senat wurde Barthou zum Ehrenbürger ganz Rumänien« ge-wählt. _ Hopfenbericht ans Zalec vom 22. Juni 1834 Au» 2alei wird un» geschrieben: Der Swnd der Hopfenvflanzen ist nach wie vor sehr ungleich und ganz avnorm. Die vorzeitigen Blüten, die vereinzelt schon seit Mai merkbar waren, haben mittlerweile in stärkerem oder geringem Matze fast auf da» ganz« Anbau-gebiet übergegriffen. Dabei sind die Pflanzen in der Entwicklung seh, ungleich und weisen neben solchen auf voller Stangenhöhe einen Grohteil in Höhen von 3 bis S m auf. Die vorwiegend nur sehr spärlichen Seiten-triebe zeigen meist schon aus Längen von 10 bi» 30 cm Blüten und wachsen dadurch kaum mehr weiier, während auch die länger gewachsenen Seiten-ranken einen meist nur geringen Blüttndesatz ans-weisen. Mehrsach findet man auch schon an den obersten Pslanzenipitzen Blüten, wodurch der Weiler-wuchs meist aufhört. E» gibt auch Felder mit schon mehr »der weniger entwickelten Dolden, während die besonder» srühzeitig angesetzten Blüten stellenweise eintrocknen oder ve^noppern. Ueberbie» neht man auch Hovsen-selber, aus denen die unteren Pslanzenpailien schon Dolden ln verschiedenen Gröhen zeigen, während dieselben otenzu noch blühen und dabei auch noch weilerwachsen. Die vom Hagel betroffenen Gegenden, welche 12 mit Hopfen stark bepflanzte Oite umfassen, bieten ein überau» gelichtete» und oft fast ganz kahle» Bild. Diele Pflanzungen sind unterschiedlich von 1'/, bi» zu 5 m Höhe abgeschlagen und bilden ohne Pflanzenspitzen neue, dünne untere Seiten-ranken, wobei auch bei bester Weiterentwicklung ein nennenswerter Ertrag kaum mehr zu erhoffen ist. 2n einigen Gegenden ist der Stand der Pflanzen etwa» besser, doch ist derselbe in keiner Lag« al» normal zu beurteilen. Räch :t Helfern Tagen hat es gestern wieder geregnet und seither ist « wieder vorwiegend trüb und kühl. Der Pflückebeginn dürfte Heuer bedeutend früh« und dabei, je nach Lagen sehr unte»schiedlich einsetzen. wobei man mehreren an» frühreifere Pflanien auch schon in der allernächsten Zeit vorpflüaen dürfte. Bei dem so sehr verschiedenen Entwicklung»-stand könnte sich «in Teil der Anlagen bei günstiger Witterung noch einigermatzen erholen. doch werden auch die günstigsten Begleitumstände «ine m«ng«n-mäjjige Mitzeinte kaum mehr abwehren. Trotzdem wäre eine ziffernmihlge Ernleschätzung heute durchaus verfrüht. Die von den Hopfenbauern betreff» der zu er-«artenden Ernte gehegt«» Befürchtungen arten schon geradezu in «in« Massenpsychose au«, welch« sich naturgemätz vi«!sach in Uebeitreidungen auswirft. Die Eigner der noch vorhandenen unaeftihr COO Zollzentner tS33er Hopsen hallen, trotz erhöhter Gebote, allgemein zurück, e» blieb daher in d«r letzten Zeit ganz geschift»!»». Vk. Volksgenossen, tretet dem „Schwäbisch-Deutschen Knltnrdun»" bei! »r ist der teste Zirterer enrer Bestrebungen, »er ench in euren v«lk»tuin»n»ten mit Rat und Tat znr Seite steht. Stil« 4 Deullch« Zeitung Nummer St> Aus Stadt Celje Einschreibung in die deutsche Schule 'Aufruf an die Eltern schulpflichtiger deutscher Kinder! Die Bezirkshauptmaaiifchaft Eelje teilt uns folgende» mit: „Die Einschreibung der Schüler des I. Schul-jahres der Mi »der heile«.Abteilung für das Schuljahr 1934 35 findet am Samstag den 30. Juni von III bis 12 Uhr im Konferenzzimmer der Stadtvolksfchule, I. Stock, in Lekje statt. Eingeschrieben werden nur diejenige» Schul-Pflichtigen, bi« zum Besuch derMinderheitenfchul-abteilung berechtigt find und bis zum ZI. Dezember l9.'tt da» siebente Lebensjahr voll-enden. Die Eltern möge» Ge Kurts- und Tauf-schein mitbringen, ferner den Heimatfchein, den A »sa> ei» de» Amtsarztes der Schul-Poliklinik, das, da« Kind lernsähig ist und die amtlichen Angabe« über die Nati»-»alitat der Eltern des Kinde«. Di« Einschreibung findet nur im Juni statt «nd wird im Herbst nicht wiederholt. Die Eltern von schulpflichtigen deutschen Kindern werden daher dringend auf ihre völkische Pflicht hingewiesen und aufgefordert, die Kinder in die vom Staat erhaltene deutsche Minderheilenschulableilung einzuschreiben ! Niemandem kann daraus ein Nachteil entstehen! _ I Heute 17 Uhr | Evangelische Gemeinde. Vom Evangelischen Pfarramt wird uns mitgeteilt: Sonntag tun 24. Juni soll im Wald hinler dem Gasthos Pettitrf der Waldgotlesdiensl stattfinden. Gemeinsamer Ab-marsch um 8 Uhr früh vom Sannsteg, Stadtpark-feite. Jedermann ist herzlich zur Teilnahme ringe-laden. Im Falle ungünstiger Witterung muh der Gottesdienst im Qkmembelad abgehalten werden, da die Kirchen renooierung bereits IM Ganze ist. Amtliche Nachrichten. Vom Magistrat wird un» mitgeteilt! Im Sinn« de» i? 52 de» Gemeinde» statu!» für die Stadt Celje wird die OeffenIIichkeit darauf hingewiesen, bah der Jahresrechnungsab-schluß für 1933 der Stadlgemeinde und ihrer >llnter-nehmen in den Räumen d«r städtischen Buchführung zur Einsichtnahme kür jedermann aufliegt. Er kann bis zum ft. Juli eingesehen werden , Benierkungen zum Jahresabschluß und eventuelle Beanstandungen sind edenfall» bi» zu diesem Tage bei der Stadt-Verwaltung Eelje anzubringen. Bilder vom Bilderbogen. Wie bereit» mitgeteilt, wurden die bereits vergriffen gewesenen Bikdkarten, nach denen noch rege Kochfrage herrschte, nachbestellt. Sie sind zum Preise von 5 Din in der Redaktion unseres Blattes erhältlich. Niemand der den „Bilderbogen" gesehen hat, darf ohne Andenken daran fein! Matura am Staatsrealgqmnasium. In der Zeit vom l4. bis 21. Juni wurde am hiesigen Staatsrealgymnasium unter dem Vorsitz des Kutturinspeltors i. R Herrn Dr. Stanko Level die höhne Reifeprüfung durchgeführt, der sich insgesamt IS Kandidaten, tt Kandidatinnen und > Prroatist, also insgesamt 23 Schüler unter-zogen. 7 Kandidaten waren auf Grund der Iah-resprüfunge» und der schriftlichen Reifeprüfung von d«r Ablegung der mündlichen Matura beiseit. Di« höhere Reifeprüfung legten erfolgreich 20Kan< didalen ab, 2 müssen sie wiederholen und ein« trat wegen Krankheit zurück. Folgende Kandidaten und Kandidatinnen bestanden die Prüfung: Machilde Dobovisnik, Ignaz Ferdic (von der mündlichen Prüfung befreit), Totjana G a- und Land brovsel tbefreit), Antonina Glück, Wilma Haselbach (befreit), Agnes Hillinger (Pri-vfliiftin), Alois Horjal, Emilian Klinc, Anlon Korun (befreit), Gabriele K ojeI j, Soetozar Likar, Gerhard Mraulag, Martin Ocvirl, Ludmilla Pasii, Adolf Pikl, Emil Stanle, Aloi» Sentjurc, Eduarv ValenNi (befreit), Alois VerdnjaI (befreit) und Joses Voisla. — Die niedere Reiieprüfung unter dem Vorsitz der Herren Direktor M r a v l a g und Prof. B r a < f o fand zwischen dem lt. und t.'>. Juni statt. Für dies« meldeten sich '.»4 Schüler darunter 2'.! Schülerinnen und !! PriootPen, 4«! Schüler und Zchüle-rinnen legten mit Erfolg die mündliche Prüfung ab, witderholen müssen >! Schüler und 2 Schülerinnen. Duichgesallen ist niemand. — Dieser Abschluß des Schuljahre» ist auffallend gut. M a r i b o r Unser Fremdenverkehr. Aus Maribor wird uns berichtet: Unser Fremdenverkehr ist unser Schmerzenkind. Alle möglichen Anstrengungen werden gemacht um den fremden die Schönheiten unserer Gegenden vor Auzen zu führen. Von weil her will man si« herbeilocken und sie sich an den Gestaden unserer Küst« rekeln und erholen sehen. Für diesen Teil, der der Jugend der ganzen Wett schon durch Karl May näher gebracht wurde („In den Schluchten des Balkan"), über welchen wir an dieser Stelle vor Jahren bereits ausführlichere Vorschläge gebracht haben, scheint maßgebenden»«» bei un, noch nicht das richtige Verständnis oorzuherrschen. Wa» unsere Provinz anbelangt, legen unsere Fremdenverkehrsgeuxiltigen größte» Gewicht daraus, den Fremdenstrom in das ehemalige Kronland Krain schuft in Maribor wurde, wie wir erfahren, det Staatsanwalt D r. M a I k o Zorjan ernannt. Be-kannllich war Staalsanwalt Dr. Janiii, der frühere Chef, in den Ruhestand v«rs«tzl worden. Der Richter de» Kretsgerichtt» Dr. Dev würd« der hiesigen Staat», anwaltschoft zugeteilt. 50 jährige» Jubiläum der Schuhmacher-geitoffcnjchoft. Aus Maribor wirb uns belichtet: Zn den ersten ^Zulitagen wird unsere Tchuhmacherge» nossenschafl die 50-jährige Wiederkehr ihren Grün-bung festlich begehen. Allftaatlicher Kongreß der Zucker» bäcker. Aus Äiaridor wird un» berichtet: Um d!e Mitte des Monates August, also während der Fest-rooche, wird hier «in allftaatlicher Kongreß der Zuckerbäcker und Lebzeller stattfinden zu dem de-reils aus verschiedenen Gegenden unsere» Staate» Anmeldungen vorliegen. Der Euchariftifche Kongreß. Au» Ma- ribor wird un, bericht«!: Der Euchorislische Kongreß wird, laut Amtsdia« der Lavanter Diözoie,' am 8. September (Maria Geburt» stattfinden und nicht wie vorher geplant war am I«. August, da um dies« Zeit hier weltliche Festlichkeiten «Festwoche» vorgesehen sind. Elite Konzert der Schönherr-Kapelle Aus Maribor wird uns berichtet: Am ZV. Juni veranstaltet die Kapelle der Ersenbahnangestellten im Garten des Rasthofes „Zur Lokomotive" in der Frankopanova uliia ein Abend - Garten Elitekonzert unter der persönlichen Leitung ihres allseits be-kannten und beliebten »apellmeiflers Herrn Mai Schönherr. (Eintritt frei! Der Grenzoeriehr Im Monate Mal. Aus Maridor wirb uns berichte!: Im Monate Mai überschritten unser« Noidgrenze insgesamt 18.1:10 Personen. Im Vergleich zum Monat April ist eine merkliche Steigerung des viienzverkehrs zu konstatieren, wo» auf den Beginn der Sommer-frifchlersaifon zurückzuführen ist. Ueber unsere Nordgrenze kamen in unseren Staat in diesem Zeilraum 9440 Personen und zwar 1949 jugoslawische Staatsbürger, 5085 deutsche Ntichsaigehörigc und Deutsch Österreicher, 2192 Tschechoslowakei und 214 Angehörige anderer Staaten. Im anaegedenen Zeitraum reisten ein über Maribor 7027 Personen, über St 3li 1479, Cmurek (Übermutes» 111, Dravograd iUnlerdrauburg) 213, Prevalje 312, Radgona (Ober Radkersburg) 251, Hodos 25 und Dolnja Lendooa 22 Peisonen. Im selben Zeitraum reisten über unsere Nordgrenze in, Ausland Insgesamt 84>liO Personen und zwar 2548 jugoslawische Staatsbürger, «>424 deutsche Reichsangehö rige und Deuischöstetreicher, 1344 Tschechoslowaken und »75 Angehörige anderer Staaten. Gelegentlich ihrer Ausreise berührten Maribor «212 Personen, St Ilj 1535, Emurel 99, Dravograd 210, Pre valje 30!», Radgona 217, Hodos 31 und Doiiija Lendava l!> Personen. Im Transitverkehr berührten unser Staatsgebiet (Drau-Lanal» im Monate Mai zusammen 3598 Personen. Die Linie Maribor -Rakek benutzten in diesem Zeittaum 917 Personen, Zlakek—iviaribor 819, Prevalje—Biaribar 237, Maribor—Preoalje 28t!, Prevalje Labud 592 und die Linie Labud Preoalje t!90 Personen. Di« Slatistik drs Transilverkehres im Draubon.il vom l. Jänner bis zum 31. Mai d. I. weist 17.549 Reisend« au». Uedersiedlungsanordnung für die Fletfchhauerftände von Seiten de» Markt-infpettorate». Widerstand der Fletsch-Hauer. Au» Maridor wird uns berichtet: Entgegen der festen Erwartungen der KI«inMschhouet | Athletik: Sft Ptuj | Hatt« t»i«i«r Tag« das Maiktinspektoeat die Ueber-siedlungsanordnung für di« Fleischhouerstände am Hauptplatze für den 25. Juni erlassen. An diesem Tage sollten sämtliche Fleiichstände. die bulgarischen Gärtner sowie der Geflügelmarkt in die Stroh-maqeijeoa uti-a übersiedeln. Die Kleinsleischhauer wehren sich verz-ixifeit dagegen und haben bereits eine kommisiionelle Züchtigung und Begutachtung ihrer jetzigen Standplätze erwirkt Da, Gutachten fiel für die Gesuchsteller nicht ungünstig au», da durch chr Zusammenrücken nun oll« an der Süd-front de» Hauptplatze, Platz gefunden haben und durch ihr Zurückrücken bis hart an den Gehsteig auch die freie Fahrbahn auf 14 Meter verbreitert worden war. Di« Kleinfleifchhauer haben sich nun mit der Bitte «inrr ihnen günstigen Entscheidung an die Kanalverrvoltung in Ljubljana gewendet. Der Bau einer Meteorologischen Station aus dem Bachern, und jn»or beim S«n-joreo dom, soll, wie un» aus Maribor berichtet wird, ganz ernstlich erwogen werden. Aus eine Anregung unserer Luftfahrlbehörden hin hat sich dem Vern«hmen nach unsere Postoerwoltung dazu bereit erklärt di« erforderliche TelepHonlettung auf den Bachern zu legen. Die Notwendigkeit hiezu wird mit der üb« unser Gebiet führenden internationalen Fluglinie begründet. Brandschaden. Aus Maribor wird uns berichtet: In Prepole bei Raq« gab es wieder ein Schadenfeuer. Da, Wohnhaus und Wirtschaft», gebäub« des Besitzers Franz Folie ging in Flammen aus. Der Brandschaden beträgt 34.000. Din. Als Bianduisache wurde ein schidhafter Kamin festgestellt »lamm« 50 Deutsch« Zetlur. g öelti 3 Unglaublich« Siohheit. Aus Maribor wird un» benchiel: Aus der Bachenrhütte „Po-hor»N dom" war in einem Gehege ein zahme» Reh, das immer mit den Au»flügl«rii {ptelie und daher von jedermann verhätschili wurde. Freitag gabs «in« dunkle, regnerisch« ?!acht und di« halt« ein Rohlinz benutzt, um das zahme Wild an Ort und Stelle zu schlachten und unbelannl wohin daoonzu-schleppen. Der Pndacht richtet sich gegen die Wilddieb«. von denen es in der letzten Zeit am Bachern wieder wimmeln soll. Tezno bei Maribor als Rotflughafen beim nächsten Europa . Rundflug sorge- Iehen. Aus Maribor wird uns berichtet: Der eurige Europa - Rundfluz, der auch Nord-Afrika berühren wird, und dessen Start von Polen au« «folgen soll, wird dem Vernehmen noch seinen Weg auch über Maribor nehmen. Für den Fall einer Notlandung werden den Fliegern Monteure und Benzin hier zur Verfügung stehen. Di« neue Bogenbrücke. Au» Maridor wird uns berichtet: Die neue Bogendrücke, die dos linke Dravufer mit dem Inseldad verbindet und die kürzlich dem Verkehr üdergeden wurde, wird dem Vernehmen nach doch noch Erössnungsseierlich-keilen erleben. Diese sind wie wir hören, nebst einer feierlichen Einsegnung während der Festwoche im Monate August geplant. Japanische Waren auch schon bet uns. Au» Maridor wird uns berichtet: Bei einzelnen Kaufleuten sind bereits japanische Waren zu sehen. Es handelt sich unier anderem um Leinwand. Ba M. Seid« etc. Interessant sind außer den niederen Preisen auch die Originalpackungen. Die ersten Feigen sind, wie uns au« Maridot berichtet wird, dieser Tage aus unserem Markte erschienen, zeichnen Kch jedoch nicht nur durch Güte und Süße sondern auch durch di« hohen Preise au», di« sür st« gesordeit werden. Das Mo-gramm wird mit 16.— Dinar feilgeboten. Heu- und Strohmarkt am 20. Juni. Aus Moribor wird un» berichtet: Die Umgedungs-dou«rn brachten diesmal 12 Fuhren Heu aus den Markt, da« zu 25.— bis 28.— je JOO Kilogramm gehandelt wurde. Elov. Konjice Tontino. Am Montag dem 25. d. M, Spuren im Schn««" mit Hany Piel in der Hauptrolle. — Am 2R. und 29. d. M .Der König der Dlchuna«In" mit Bust«r Crabd« in d«r Houptroll«. Paramouni-Tonwochenschau. l. Nooisader Briefmarkenausstellung und Briefmarienbörse". Anläßlich der „l. Nooisader Briefmarkenau»stellung", welche vom Novi-sader Philotelistenoerein am «. und S. September d. I. veranstaltet wird, findet auch ewe Briefmarken-börse statt, an welcher sowohl Händler als auch Sammler al» Verkäufer von Briefmarken teilnehmen können. E» ist also die beste Gelegenheit gegeben, datz sich «ammler und Händler kennen lernen. Um an dies« Briesmarlendörje teilnehmen zu können ist e» notwendig, datz di« durch den veranstaltenden Verein festgelegten Bed-i-min-zen beachtet werden. Es werden also all« Int«essenten ersucht, sich die Teilnahmebedingungen durch den Nooisader Phila-ielistenoerein zu beschafftit. (Anschrift: Novisad, Wilsan. Platz 2.) In allen Fällen wird um Beschluß von Rückporto gebeten. Wirtschaft uVertehr Der l°„ige auherordentliche Zuschlag zur Lohnsteuer. Unlängst gab di« Steuemb-ie!lu«g d«»F:nanz>i'.inij:cnums eine Erklärung herau», wonach m der Frag« d« mit dem Finanzgesetz für da» Jahr 143-4 verfügten EinHebung der t°/,igen außerordentlichen Lohnsteuer die Bestimmung getroffen wird, daß die Arbeiter, seien es qualifizierte «der unqualifiMte, dies« Steuer zu entrichten haden. Dies« Tage besuchte eine groß« Arbeilerdeputation den Finanzminist« in diese, Angelegenheit und ver-wi«» daraus, daß in d«r Bor.injchlag«debatlc im Finanzau»schuß im heurigen Frühjahr der Stand-Punkt eingenommen worden war, datz die Arbeiter von dieser Steuer zu befreien sind. Eingehend ver-wie» aus diese Notwendigkeit schon seinerzeit der Abgeordnete Krejii. Der Minister erkläne dem Abg. Krejki und der Arbeiterdepuwtion, daß er der vorgebrachten Forderung unverzüglich «ntjpr«ch«n werde. Di« Steuern von Familien init S l«> benden Kindern. In Angelegenheit der Be-frciung der Personen mit neun und mehr Kindern gab die Steuerabteilung des Finanzministerium» «in« authentische Auslegung heraus, in der gejagt wird: Nach dem ursprünglichen Gesetz stand die Steuer-besreiung Personen zu, di« überhaupt «inmal zu gleich«- Zeit neun l«bende Kinder hatten, während nach der Novelle vom 18. Fed« d. I. diese Be-günstigung nur jenen Personen zusteht, bi« faktisch neun oder m«hr lebend« Kinder haben, von den«n das jüngst« nicht älter als 14 Jahre ist. Daraus gehe klar hervor, daß die Steuerbefreiung nur jenen Personen zusteht, die beute neun oder mehr lebend« Kinder haben. Der Umstand, daß di« früher «inmal so vi«l Kinder hatten, ist nach d«r Novell« nicht mehr in Rücksicht zu ziehen. Die befreite Person oeriicrt die Steuerbefreiung, wenn ihr jüngste» Kind da» lt. Lebensjahr überschreitet. Di« nach den früheren Gesetzen erteilten Steuerbefreiungen jrnb einer Revision zu unterziehen und die Befreiung allen jenen Personen zu entzieh«», di« den Vorschriften der No-oclle vom 18. Feder »ich« entsprechen. Di« zw«ii« Bedingung für di« Steuerbefreiung ist bekanntlich, daß die Summe der direkten Staatssteuern nicht mHr a!» 500 Dinar beträgt. Neue Tarif« für di« Vbstaussuhr. Die „M. 3" meldet: Zwischen den interessierten Bahn-Verwaltungen schweben zurzeit Verhandlungen zur Schaffung direkter Tarife für den Obstversand au« Jugoslawien über Oesterreich nach Deuschland sowie nach den Wchstaaien. Die Verhandlungen mit Wien versolgkn den Zweck, günstig« Frachtsätze für jugoslawisches Obst deim Transport von der jugoslawischen bis zur deutschen Grenze über Oesterreich ru erzielen, während besser« Transportbedingungen in Deutschland einen erhöhten Odstadsatz dortselbst und in den Weststaaten ermöglichen sollen. Die jugo-slawischen Olsterporleure werden sich somit d«r di-retten österreichischer! Transit, oder der direkten iugo< slawisch deutschen Tarise bedienen können. Es ist da-mit zu rechnen, daß die neuen Tarife btreits mit 15. Juli in Kraft treten. Durchführungsbestimmungen über die Liquidierung der Agrarreform. In Aus-legung de» § 75 des Gesetzes über di« Liquidierung der Agrarreform erließ das Landwirtschoft»m!nist«-rium eine Durchführungsverordnung, wonach in den Entscheidungen über di« Eigentumsübertragimg aus Namen de» Kri«g»fr»iwilUgen gleichzeitig anzuordnen ist, daß in den Grundbüchern das Verbot der Ver-öußerung und das Vorkaufsrecht der Privilegierten Agrarbank eingetragen wird. Wo dieses Vorkaufsrecht eingetragen ist, sind im Falle «ine» Verkaufe» alle Akten dem Landwrrtschaftsmiii'terium dehuf» Erteilung der Berkaussdewillizung vorzulegen. Ist jedoch da» Eigentumsrecht des Kriegsfreiwilligen ohne Vormerkung des Vorkaufsrecht«, eingetragen, dann find«» die Bestimmungen de» § 75 über da« Vorkaufsrecht keine Anwendung. Jugoslawische Maisausfuhr nach Deutsch, land. Der Finanzminister hat verfilzt: Die Mais-au»fuhr au» Jugoslawien nach Deutschland kann über Regensburg—Passau (Zollami Bezdan) bzw. mit der Bahn üder die Zollämter Spilj«, Prevalje, Dravograd und Jes«nie«, zu Lasten der deutschen G»Ha5m au» dem Warcncrkthr. im Tknuc tis Zahlungsabkommen» mit Deutschland, erfolgen. Da-bei ist jeder Ecporteur verpflichtet, gelegentlich der Au»suhr beim jugoslawischen Zollamt den ent-sprechenden deutschen Maiszoll zu erlegen. Der so erlegte Zoll wird dem Erporteur zurückerstattet, wenn er dem Zollamt, bei dem er ihn erlegt hat, vom deutschen Zollamt Dokumente über die tatsächliche Ausfuhr nach Deutschland vorlegt. Wenn der Er-porteur binnen 45 Tagen kein« Beweise für die «rsolgte Ausfuhr nach Deutschland vorlegt, wird gegen ihn Art, lS der Devisenverordnung angewendete Fellausfuhr nach Deutschland. Erpor-teure, di« F«t> noch Deutschland ausführen wollen, hatten dem Kontrollamt für Biehausfuhr !>i»20. d. M. ihre Anmeldungen mit Bezeichnung der Meng« vorxu-lege». Gespräch unter Anglern »Na. wo kommst du denn her?" „Ich war beim Angeln!" „Wa» hast du denn geangelt?" „Forellen I" „hast du wa» gefangen?" „Leider nein!" „Woher weißt du dann, daß du For«ll«n g«> angelt hast?" Warnung! In der Utete» Zeit hüujen sich FäiU, dass verschiedene Leute in Häuser« offene Puttmittel :«'» Ankaufe anbieten und steh lügenhaft als gewesene Chemiker unserer Fabrik ausgeben. H'ir macht» das labt, Publikum aufmerksam, dass das echte Pntzmittel nur in der (Jriginalflascht mit der bekannten Patentschraube und ausschliesslich nur bei Kaujleuten erhältlich ist. „£ i«f • I" Fabrik chemischer Präparate Ein Laib Brot im Rucksack besiegt den Tod Englische» mit happq «n» Im Kreisen der englischen Gebirg»spertler ist ein Ab«nt«u«r des bekannten Bergsteigers W. Cooper allgemeiner Gesprächsstoff, das leicht verhängnisvoll hätte ausgehen können, glücklicherweis« aber «inen glimpflichen Verlaus nabm. Cooper hatt« sich vor-genommen, mit einem seiner Freunde, der, wi« er selb«, Mitglied eine» der bekanntesten Londoner BergsteigeMlb» ist, der in der Grafschaft Lak« g«-leginen Mlmse Hill, einen etwa 100O Meter hohen Berg, der besonders senkrechte Felswände ausweist, von seiner gefährlichsten Seit« her zu erklimmen. Unter großen Anstrengungen war e» den b«i-den Bergsteigern, die kurz nach 'Morgengrauen ihren Aufstieg dcgiinnen hatten, gelungen, bi» dicht unter d«n Gipfel des Berges zu «langen. Beide waren angeseilt, da» Ziel befand sich in greisdarer Nähe. In diesem Augenblick wollte e» der Zusali, daß sich der Rucksack Coopers, der u. a. einen Laib Brot enthielt, verschob, jodaß ein Träger da» Gleichge-wicht verlor und abstürzte. Um ein Haar wäre auch sein Begleiter mit in di« Ti«s« gerissen worden. Da er aber gut angeseilt war, konnte er sich halten. In einer Ties« von ungefähr 40 Metern unter der Unfallsttll« schlug Cooper aus einen Feltvor» sprung aus. Nach menschlichem Ermessen hätte dieser Sturz einen Tod bedeuten müssen. Als es indesf«n dem B«gleit«r gelang, unt«r vielen Müh«n und Gefahren den Abgestürzten zu erreichen^ stellte e» sich heraus, daß dies« keineswegs tot sei, sondern nur >chw«e Knochenbrüche davongetragen hatte. Cooper war bei dem Absturz aus den Rucksack ge« fallen. Dessen Inhalt, namentlich da» Brot, milderte den Aufprall, sodaß ein« tödliche Wirkung d«« Sturzes ausblieb. Cooper hat als» sein Leben buchstäblich einem Stück Brot zu verdankn. Eine von den» Begleiter Cooper» heibeigeru-fene Expedition brauchte, um den Verunglückten zu retten, einen ganzen Tag. E» ging nicht an. Cooper an dn glatten Fel»wand hinabzulafsen, die er er-klommen hatte und an der er verunglückt war. Man mußte, um an di« Unsallst«ll« zu gelangen, einen weniger gefährlichen, dafür ab« umso länge-ren Weg einschlagen. Als die Rettungserpedition den abgestürzten Berather erdichte, wir « die höchst« Zeit Di« durch di« verschiedenen Knochen-brüche verursachten Schmerzen hatten Cooper in einen Fieberzustand versetzt, in welchem « sich offenbar unt« einer gewissen ^w.ing»vvijlellung imm« >oi«d«r vom rettenden Felsvorsprung in die Tiefe hinabstürzen wollte. Als es dann so weit war, daß Cooper ange-seilt und nach oben gezogen werden konnt«, stellt« es sich heraus, daß das Seil an d« kantigen Felswand sich säst durchgerieben hatt«, sodaß «» jederzeit reißen lonnte. Man mußte «in n«u«» Seil herbeischaffen; erst dann gelang die Rettung des Verunglückten. Da» Adenteuer des W. B. Cooper steht in der Geschichte des B«gfports wohl ziemlich einzig da. Wichtig« ««Mäenng! 9tturtbtng« werte» — odm Mb »geiiden« «mdeni»- in der ZÄsammeiiietmna nlolflt ro-it» — ci*f(Kfc wti (joite aui — «wt große» An^zht mh besonder« Wirtungen ge- gn> .z^dn^Iein »»»eitrvtie» vesondere sönnr» mir auf S«ii»d Mcuttem 3iiin»«4t»l mieti nxrttn. g» duftm ^ii'aillme»da»fl« fei miidiiiiTt-^ ieft^eflei». tat tat at)nDnn mrtfaine Sulsorqm - Cl«at nach lt. Unasiüich tn untere», Land nmu und allein in £Ier beftillig«» die Ials»che, ta» I «atotanl w\dQt ewe» Cklpalis an €ulfon(i* • Oteot Sei Niindi^em Ocferauch de» ge^adeiich-ii tnt'mu und seine Jteuhl&ung r-erhritel — tfctte die «ich nur im geringe» amugreise«. Seile 6 Deutsche Zeitung Wurrrmer SO Programm der Reise nach Oberammergau Reiseantritt den 20. Zuli 1934 Die Reiseteilnehm« o«sammekn sich in Bin-looci, von wa au» der S»nd«zug den !!«. Zuti um II.Sl abfährt. Sclbstoerjländiich schlitzen sich alle jene Teil-nehm«, welch« aus den «Kegenden westlich von Bin-lovci lammen, erst aus der Zahn von Vinkooii gegen Zagreb usw. weiter an, Zeder Teilnehmer ist im Besitze einer bejon-deren Legitimation, die er In den Puinik >Aus-gabestellen gegen Entrichtung de» Reiiebeirage» erhält. In diesem Legiiimationsheft befinden sich all« notwendigen Kupon» sür die ganze Reise. Nur ge-gen Vorweisung der verschiedenen Kupon» wird der Reiteteilnehnier all« di« ihm gebührenden Dienst« zu d«n tiesermäßigten Preisen erhallen. Die Paßangelegenheit wird folgendermaßen gehandhabt: Entweder der Reiseteilnehmer ist im Besitzt eine» vorgeschriebenen Passe» mit der Bewilligung für eine Auslandsreise nach Deutschland und dem österreichischen Bisum (da* deutsche Visum ist für Angehörte des jugoslawischen Königreiches nicht notwendig). oder die Reiseteilnehm« wenden sich in dieser Beziehung an die Putnit-Stellen wegen eine» Kollektiv-Passe». Alle notwendigen Angaben und Dokumente wegen eine» Kolleltio-Passe» müss«n den Pulnit-Stellen längsten» b!» zum S. Juli 1M4 zur Verfügung gestellt werden, Reiseprograinm: 20. Juli. Freitag. 11.51 Abfahrt von Binlovti. 10.30 an Zagreb, 17.40 ab Zagreb. 3026 an Ljub-lsana, '20.45 ob Lsubljana. 21. Juli, Samstag. 7.21 Anlunst in München. Um 13. Uhr Mittagessen. 15.35 Abfahrt nach Oderammei-gau, 18.1S Anlunst in Lberammergau. Die Gäste werden in ihre Quartier« geführt. Gemein-same» Abendessen, Ziächtigung in den zugewiesenen Quartieren. 22. Juli, Sonntag. Da» Passionsspie! findet statt: 8 bis 12 und 14 bis 1» Uhr. Die Platzkarten für da» Spiel werden von der Reiseleilung rechtzeitig an die T«il-nehmer verteil!, 23. Juli, Montag. Nach dem Frühstück begeben sich die Teilnehmer aus den Bahnhos, Da, Gepäck wird aus den Bahnhos geführt. 7.2S Abfahrt von Oberammergau nach München, 10.03 Anlunst in München. Der Nachmittag ist den Teilnehmern frei gesetzt, ratfam ist die Besichtigung der neuen Pynakothel. 24. Juli, Dienstag. Absähet von München 7.4V nach Salz, bürg, Ankunft in Salzburg 9.40. 25. Zuli, Mittwoch. Nach dein Frühstück begeben sich die Gäste aus den Bahnhof. — Da» Gepäck wird dorthin geschafft. Abfahrt von Salzburg 10,02 mit der Tauernbahn. 17,65 Ankunft in Zesenice (JujosL (ärenje). 18.24 Abfahrt, 19.40 an £jubl|ana, 20.00 ab Ljublana, 22.45 an Zagreb, 23.20 ab Zagreb. 20. Zuli, Donnerstag. 4.07 Ankunft in Binkovci. Von hier ab verteilen sich die Reiseteilnehm« auf die ihnen am nächsten gelegenen Bahnverbindungen sür die Heim-fahrt. Die Besorgung de» Gepäckes d. h. der Tran»-port angefangen »on München bis eingeschlossen Salzburg aus dem Heimweg« obliegt der Reise- leitung. Kein Reiseteilnehmer soll mehr als ein Ge-pickfttlck mitnehmen, um die ganze Gesellschaft damit nicht zu überlasten. — Die Reiseleitung wird ge-nügend deutsch«» und österreichische» Geld mithaben um die Teilnchm« damit versorgen zu können. Nähere Auskünfte erteilen die Pulnik-Aut-gabestellen. Direktion des „Putnit" Abteilung für Gesellschaftsreisen Belgrad. Sport Ein sportliches Ereignis für uns. Heute Sonntag um 5 Uhr Nachmittag treffen sich zwei Fußballklub» zu einem Frcunbschastsspicl, da» wir alle sehen sollten: Unsere Athletik spielt gegen den S. K Ptuj. Zehn Jahre haben sich die beiden Mannschasten nicht mehr gemessen. Der Ptujer Verein befindet sich gegenwärtig in ausge-zeichnete? Form, sodaß die Zuschauer ein gute» Spiel feben werden. Also, heul« Nachmittag 5 Uhr treffen sich all« aus dem Sportplatz Felsen-I«U«r. Interessantes Allerlei Verbotenes Land — für alle Weihen . .. Auf de» Spurtn «in« !>«»tsch«„ »ri«gerschlnwiU, in ce«aii-tl#* L*|o, Traba S, 1. fttork, ab 1. Augimt M verniet#«. Anfrage C*n- kftf-jov» 9, l. Stock. vollfett Trappistenkäse liefert per Xnchcabme Ton 6 kg tn, po«t- and »erpaokun^sfrei, pro kg in 13 Dinar, die Molkerei Rudolf ßainbacH, Crnja, Dun. ba». Orlg. KEX-Einkochgläser und A ppnrate. Krsattteil« and Oum« miringoempfiehlt: RelnhoIdRaurh, Celje, Pr<Äernovtul. (OlMhnndlunf) ESm Spezerei- oder Gemischtwarenhandlung wirf in Calj» «I« l'mgtfcaiig »» [.«skUa gcMicbl. 0«II. ZuKkriflen crb*t»n an Fm». EIm fclrufeitt, Ooraji voll», MUinj«. Dr»«.», «ttltgtr und ,®fWn- w Wie. - »erantroorlli« filt d.» derm.,«.»« 9t. «rich N> »->!-. i»i die Iraten «rantwonltch: J»i