Nr. 5. Pränumcrationspreis- Im Lomptolr ganzj. fl. II. halbj. fl. 5 5,0. Mr die Hiillellung >nö Hau« halbj, 5>u lr. Mit der Post ganz,, st. lü. halbj, ?'5<». Montag, 7. Jänner. I»sertion«gebül: Für lleine Insei«te bi« zu 4 Zeilen 25 kr,, größere pr. Zelle « lr.; bei öfteren Wiederholungen pr. Zeile I lr. 1878. Amtlicher Theil. So. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem k. t. Post-rathe Gustav Niederer als Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse in Gemäßheit der Ordens-statnteu den Ritterstand mit dem Prädieate „Dachsberg" allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Jänner d. I. dem ordentlichen Professor des römischen Rechtes nnd Prorektor der k. k. Universität Prag. Dr. Karl Czyhlarz. >n Anerkennnng seines verdienstvottcn Wirkens den Orden der eisernen Krone dritter Klasse allcrguädigst zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat die Ansenltanten Dr. Ale-xander G l u b u e n i k nnd Dr. August N e m a u i c zu Beziitsgerichtsadjlliieten, ersteren fi'ir Gonobitz, letzteren für Windischgraz ernannt. Nichtamtlicher Theil. Der Nenjahrsempfaug beim ungari-schelt Ministerpräsidenten. Dmnierötag den 3. d. M. fand in Pest die Neu-jahrsgralulation der liberalen ungarischen Partei bci dem Äiinisterpräsidcnten Herrn von Tisza statt. Nachdem Graf Emannel Pcchy ini Nameu der Partei erklärt hatte, daß uicht Eouvenienz, fonderu Verehrung für die Person Tisza's die Parteimitglieder zu ihm geführt habe, sagte er weiter: Trotz des unermüdlichen Eifers und der Bestrebungen der Regierung sind dic wichtigsten wirthschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten noch ungelöst. Die Partei kann sich' der ernsten Lage nicht verschließen, in der unsere auswärtigen Angelegenheiten sich befinden. Trotz alledem verzagt die Partei nicht, denn die makellose, glänzende Vergangenheit Tisza's ist ihr Gewähr dafür, daß er stets ein trener Wächter des Coustitutionalismus uud der Freiheit war uud sein wird. Die Partei ist gleich chm davou überzeugt, daß alle Schwierigkeiten nur Feuilleton. Die Pontelmbahn. Der für die Förderung der Interessen seines engeren Heimatlandes Käruteu unermüdlich thätige und verdienstvolle Reühsrathsabgcordnete uud Handcls-tammerrath Herr A. L. Moritsch hat Ende des vorigen Monates der Handelskammer in Klagcufurt einen eingehenden Bericht über den Vaufortschritt der Poutcba-bahn erstattet, den wir mit Hinblick anf das bedeutende nachbarliche Interesse, welches dieser Bau begreiflicherweise auch in Kram findet, hier mittheilen zu sollen glauben. Der genannte Bericht lantet: „Bekanntlich wnrde die Theilstrecke der Pouteba-bahn „Stazioue per la Caruia-Resiiltta" schon am 7. Mai v. ^. dem Verkehre übergeben, und befährt mau nun die 40 Kilometer lange Strecke Udiue^ Der Bail der schwierigen Strecke Resmtta-Ponteba zerfällt iu drei Lose iuit zusammen 20 33 Kilometer. Resiutta - Chiusafurte. (Länge 8 Kilometer.) Der Unterban ist in allen Theilen beeudct, die Erd- uud Felsarbeiten bewältigt, die Brücken uud Durchlässe, was Maueruug betrifft, fertig. Die Holz-uud Eiseucoustructiouen anf den offenen Objekten sind, mit Ausnahme der großen Fellabrücke bei Poute Peraria, augebracht uud montiert. Das Aulaugen dieser Eiscueoustructi'on (von Eastellamare bei Neapel) ist im - vollen Gange uud daher die rasche Fertigstellung ill kürzester Zeit zu gewärtigen, wodurch auch das letzte Hindernis für die Leguug des Oberbaues beseitiget Mn wird. Die Verschotternug ails vier Kilometer Länge ist ^'reits bewerkstelligt, uud wurde auch mit der Lcguug "es Oberbaues der Anfang gemacht. Ein Kilometer wird schon mit Rollwagen befahren. Diefes Los zählt fünf Tuuuels, vou welchcu vier fertig sind. Die Straßen und Wegbauteu stud als vollendet zu be-trachteu. Auch der Hochbau schreitet rasch vorwärts. Die bedeutenden Statiousbauteu in Chiusaforte können als weit vorgeschritten bezeichnet werden. Das Auf-nahmsgebände nnd die Locomotiv-Rcmife stcheu unter Dach, der Bau der Güterhallr und des Kohlcnschop-peus ist im flotten Gange. Diese Strecke kann daher sicherlich schon im nächsten Frühjahre eröffnet werden. Chiufaforte-Rio Costa da Prcsa. (Länge 0 Kilometer.) Diese Strecke verdient als die schwierigste und interessanteste bezeichnet zn werden. Hier bieten die steilen Lehnen und die vielfachen Windungeil des Fella-thales dem strebsamen Techniker die erwünschte Gelegenheit, seine Keuutuissc uud Erfahruugeu zu vcr-wcrtheu. Der Bau hat im Juli v. I. begounen. Die Erd-uud Felsarbeiteil der offenen Strecke sind nahezn vollendet. — Von den mit 2500 Meter Länge projektierten Stützmanern sind 80 Pcrzeut, von den nnt 1300 Meter Länge vcranschlaqteii Fnttermauern 25 Perzent hergestellt. Diese Strecke umfaßt 32 Objekte unter uud 15) Objekte über Zehu Meter Svauuuug. Erstere sind gänzlich vollendet, ietzterc fundiert, ilnd wnrde zum großen Theil schon mit der Ausführung des Maner-iverkes ober deni Fiindamente begonnen. Zwei große Objekte, die Fellabücke nnd der Viadnet über das Dognathal, harren noch des Beginnes. — Die schwierige und kostspielige Anlage derselben hat umfassende Stiidien erfordert, nnd verhinderte die noch uicht cr-flosfene Genehmigung des urnesten Projettes von-seite des (italienischen) Ministeriunis die Inangriffnahme dieser bedentenden Bauobjekte. Die Arbeiteu iu den hier vorkommenden fünf Tuuuels siud im besteu Gauge. Der Durchbruch ist bei vier Tunnels bewerkstelligt, und wird nun an der Aus- weitung und Ausmaueruug derselben gearbeitet. Der Durchbruch des fünften Tunnels ist bevorstehend. Die Wächtcrhäuser und die Haltstation Dogna sind fundiert. Rio Costa da presa-Ponteba. (Länge 6 33 Kilometer.) Anf dieser Strecke wurden die Arbeiten erst im August v. I. begouucu. Trotzdem stehen solche der vorhergehenden Linie in gar nichts nach. Die Erd- und Felsarbeiteu siud weit vorgeschritten, die Brücken und Durchlässe sowie die Wächterhäuser fundiert, uud die Tuunelarbeitcn gehen lebhaft vonstatteu. Weuu es nuu feststeht, daß das erste im Bau begriffene Los, Ncsiutta-Chiusüfortc, schon jetzt für die Oberbaulegung, welche bei Eintritt der milderen Jahreszeit euergisch iu Augriff genommen wird, geeignet ist; daß ferner die weiteren zwei Lofc „Chiusaforte-Rio Costa da prcsa" und „Rio Costa da presa-Poteba" unterdessen für die Legung des Oberbaues hergestellt wcrdeu, fo kann man die Eröffnung der Bahnlinie Nesintta-Ponteba, eventuell Chiufaforte-Poutcba im zweiten Frühjahre mit völliger Znversicht gewärtigen. Es soll auch, wie ich von maßgebender Seite erfahre, dieselbe mit 1. Mai 1879 in stchere Aussicht genommen sein. Die Arbeiten auf der österreichischen Seite Tarvis-Poutafel nehmen in erfreulicher Weise auch solchen Fortgang, daß deren Beendigung mit den« nächsten Jahre jedenfalls zu erwarteu steht. — Nur die Anlage des großartigen Bahnhofes in Pontafel dürfte zur vollständigen Herstellung bis zum Frühjahre 1879 Zeit in Ansprnch nehmen. Jedenfalls aber wolleu wir auch unsererseits, wenn auch nicht früher, so doch glrichzeilig mit Italieu die Aauteu derartig fertig hoffen,' daß diese laugersehnte, so wichtige Schicnenstraße zum Wohle beider Nachbarstaaten endlich dem Verkehre übergeben werden könne!" dann und uur so überwunden werden können, wenn alle treu an der Verfassung halten und diese unter allen Umständen zu erhalten und zu bewahren als erste Aufgabe ausehcu wcrdeu. Die Partei wird dem Ministerpräsidenten auf dieser Bahn stets mit patriotischer Bereitwilligkeit folgen. Di' Partei weiß, daß die patriotifchen Bestrebungen Tisza's hänfig von bitteren uud unbegründeten Verdächtigungen angegriffen werdeil; andererseits kennt sie aber anch seine unermüdliche Energie, seineu anödanrruden Eifer und seine weise, staatsmännische Einsicht. Schließlich wünschte der Redner dem Miuisterpräsideuteu Kraft, Gesundheit nnd Ansdaner zur Lösuug sciuer schwierigen Aufgaben. Anf diese Anrede erwiderte der Ministerpräsident: „Vor allem enipfauget meinen vom Herzen kommenden Dank für die gütige Erinnerung, welche ihr mir auch bci diesem Anlasse bezeugt. Auch ich kann mich der Erwägung jener erlisten Fragen uicht verschließen, welche iiuser Freund hier iu cloqueutcr Weise bezeichnet hat; allein es lebt die Ueberzengung in mir, daß, wenn die Besseren in Ungarn allezeit entschlossen sein werden, einerseits Ungarns eonstitutionelle Freiheit anch gegell diejeuigen zn schützcu, die dieselbe im Wege ciuer falfch verstandenen Freiheit gefährden wollen, nnd wenn sie andererseits entschlossen sein werden, auch angesichts der auswärtigen Verwicklungeu die Interessen der Monarchie nnd Ungarns unter allen Umständen zu schützen, aber auch alles mögliche aufzubieten, damit deshalb unsere Monarchie nicht in ueuere Schwicrigkeiteu. iu ueuerc Complieationcn oder iu eiueu Krieg verwickelt werde, — ich sage: wenn sie hiczu entschlossen seiu werden, dann zweifle ich uicht darau, daß es mit Gottes Hilfe geliugcu werde, die Monarchie und uuscr theures Vaterland auch im neucii Jahre vor jedem gröhereu Uebel zu bewahren. „Was die in Schwebe befindlichen wirthschaft-lichen uud fiuauzielleu Fragen betrifft, wird die Re-gicrnng ihrerseits alles, was in ihrer Macht steht, aufbieten, daß diese Fragen je früher gelöst werden, damit das Land hernach Muße habe, mit aller Kraft für feine eigenen, für seine inneren Angelegenheiten, für die volle Entfaltung feiner materiellcu uud geistigen Fähigkeiten zu wi'rkeu. — Seid überzeugt, daß ich, injolangc ich eure Uutcrstützuug sehe, insolauge ich die Wohlthat eures Vertrauens empfinde, mich durch keine wie immer gearteten Angriffe von der Er-fülluug meiner Pflicht werde abschrecken lasseu. Seid im Reinen darüber — wie ihr es gewiß auch seid, — daß eine glückliche Lösung dieser nur kurz berührten, hochwichtigen Fragen weder durch Menschen noch durch die Negicruug, sondern einzig nnd allein durch den entschlossenen, weder Einschüchterung noch Verzagen kennenden Willen der Maiorität der Legislative des Landes erwirkt werden kann. Wenn ihr mich auf dieser Bahn der Untcrstützuug würdig haltet, dann bitte ich um eure Unterstützung; wenn nicht, dann sprecht es ails, damit ihr einen andern unterstützen könnt; denn ein einzelner Mensch mag fallen, das Vaterland aber muß unter allen Verhältuisseu leben uud erblühen. Lebet wohl und glücklich. Ich empfehle mich eurer gütigeu Freundschaft." Hiemit war der Empfang zu Ende, die Abgeordneten entfernten sich unter stürmischen Eljen-Nufen. Die Stimmung in England. Seit Wochen befindet sich die Stimmuug iu Eng-laud in hochgradiger Erregung. Eine Reihe von Kundgebungen und Versammluugen wird aus dem Insel-reiche gemeldet, die, uicht selteu stürmisch verlaufend, sich je nach der Majorität der Anwesenden bald für, bald gegen eine Parteinahme Englands zugunsten der Türkei anssprechcn, so daß es dem ferueu Beobachter fchwer füllt, sich ein verläßliches Urtheil über die Intentionen der Mehrheit der Bevölkerung zu bilden. Auf dem Trafalgar-Square wurden, wie bereits telegrafisch gemeldet, am vorigen Samstag nachmittags zwei Meetings abgehalleu, nämlich ein cmti-russi-sches uud ein anti-türkisches, letzteres unter den Auspicien der Arbeitcr-Fricdensgesellschaft. Die Theilnehmer an der türkcufeiudlichen Demonstration waren zuerst auf dem Platze, und als die turkophilen Demonstranten erschienen, cnlspann sich eine längere Balgerei, während welcher die beiderseitigen Fahnen und Abzeichen zerstört wurden. Nachdem die herbeigerufene Polizei die Ordnuug wieder hergestellt, hielten beide Parteieu zu gleicher Zeit eiu Meeting. Die gehaltenen Reden waren wegen des ungeheureu Lärmes und der fortdauernden Exeefse des Pöbels kanm hörbar. Das Friedensmeeting adoptierte eine Resolution, welche gegen jede thätige Parteinahme Englands, sei es für Ruß- 36 land oder die Türkei, protestierte. Auf dem anti-russischen Meeting gelangte eine Resolution zur Annahme, welche die gegenwärtige russische Invasion Kleinasiens und des östlichen Europa als eine Gefahr für britische Interessen und eine Verletzung des Vertragsrcchts erklärte und die englische Regierung aufforderte, jedes in ihrer Macht stehende Mittel zugebrauchen und diesem Kriege ohne Verzug ein Ende zu setzen. Die Theilnehmer an der Demonstration zogen dann mit ihren Bannern und Fahnen unter klingendem Spiel nach dem türtischen Botschaftshotel, und eiue Deputation überreichte Musurus Pascha eine Abschrift der erwähnten Resolution. Der türkische Botschafter erklärte, „die Türkei werde nimmermehr ihre Ehre preis^ geben, nimmermehr den Frieden um den Preis der Zerstückelung sucheu, so freudig sie auch das Aufhören des Kampfes begrüßeil würde. Mit Vergnügen übermittle er die Beschlüsse an seine Regierung als ein Zeugnis der Sympathie, das die Zuneigungen des türtischen Voltes zur englischen Nation stärken und erhöhen werde." In einer bemerkenswerthen Rede äußerte sich die-sertage auch der Minister der englischen Kolonien, Earl of Carnarvon über die Orientpolitik Englands anläßlich des Empfanges einer Deputation der Kaufleute vom Cap, welche die Befürchtung aussprach, daß ihre Interessen im Falle einer weiteren Verwicklung im Orient vernachlässigt werden könnten. Earl of Carnarvon erklärte: Er sehe trotz des Falles von Plewna keine materielle Aenderung der Situation, ebenso wenig sei die Haltung Englands verändert. Obgleich England sich nicht vorbereitet, die türtischen Interessen als solche zn unterstützen, sei die Regierung doch entschlossen — wie sie es vom Anfang gewesen, — bei der Regelung der Oricntfrage ihre stimme geltend zu machen. Iubetreff des von England bei Rußland untcruommcnen Schrittes hob Carnarvon hervor, daß England keine Mediation und eben so wenig eine Intervention im gewöhnlichen Sinne angeboten habe. „Wir übergaben", sagte der Minister, „nur die Eröffnungen des einen kriegführenden Theiles bezüglich des Friedens an den andern. Ich kann in der Antwort Rußlands keine Beleidigung oder Befchim-pfung Englands sehen. Ich hoffe aufrichtig, daß die russische Regierung nnd das russische Volt nicht vergessen werden, daß die gegenwärtigen Fragen nicht solche sind, deren Regelung nicht den Kriegführenden allein zusteht. Es haudelt sich um europäische Fragen. Wir, als Mitglied der europäischen Familie, haben nicht nur ein Recht, über dieselben gehört zu werden, sondern es ist sogar sehr wichtig, daß wir eine entscheidende Stimme bei der definitiven Regelung der obwaltenden Fragen haben. Ich glaube, es gibt wenig Personen, welche sich des Krimtrieges mit Genugthuung erinnern, uud ich bin gewiß, daß es niemanden in diesem Lande gibt, der so thöricht wäre, eine Wiederholung des Krimkrieges zu wünschen." Wie der „Observer" erfährt, ist an sämmtliche torystischen Parlamentsmitglieder, die gegenwärtig im Auslande weilen, die dringliche Weisung ergangen, bei der Eröffnung der Parlamentssession auf ihren Plätzen in Westminster zu sein. Dasselbe Blatt weiß auch einiges über die Schritte mitzutheilen, durch welche die Regierung nach der Eröffnung der Parlamentsfession ihre neu beschlossene Politik znr Lösung der Orientfrage auszuführen gedenkt. „Es wird beabsichtigt," schreibt das Blatt", unverzüglich nach dem Zusammentritt des Parlaments eine Reihe von Resulu-tiouen einzubringen, welche die Haltung Englands mit Bezug auf die orientalische Frage und den Krieg zwischen Rnßland nnd der Türkei definieren sollen. Wenn diese Resolutionen die Villignng des Parlaments finden nnd ohne irgend eine wesentliche Aendernng angenommen werden sollten, ist es die Absicht der Regierung, eine bewaffnete Macht nach Gallipoli zu entsenden, nicht als einen förmlichen Act der Feindseligkeit gegen Rußland, sondern nm ein vortheilhaft gelegenes Terrain behufs Feststellung der Bedingungen, unter welchen schließlich der Friede geschlossen weroen soll, zn erlangen."_______________________________ Das Rundschreiben Dnfanre's betreffs der französischen Vnqnöte-Konunijsion. Der neue französische Iustizminister, Herr I. Du-faure, hat in Angelegenheit der znr Untersuchung der letzten Wahlvorgäuge in Frankreich eingesetzten Eu-aMe-Kummissivn an die Generalprocuratoren folgendes Rundschreiben erlassen: „Paris, 31. Dezember 1877. Herr General-Procurator! Der aus Anlaß der Wahlen vom 14. und 28. Oktober vom Abgeordnetenhaus ernannte Unter-suchungs-Ausschuß beabsichtigt, seiue Arbeiten richtig zu betreiben. Ueber die Beziehungen dieses Ausschusses zum Publikum, über die Formen, in welchen er gewöhnliche Zeugen verhören uud ihre Antworten feststellen wird, habe ich Ihuen nichts zu sagen. Er kann sich aber anch au Ihnen untergestellte Beamte wenden und von ihnen die Erfüllung der Thatsachen verlangen, die ihnen bekannt, oder die Mittheilung der gesetzlichen Actenstücke, die ihnen anvertraut sind. Derj Richtcrstüild muß naturgemäß bereit sein, Nachforschun- gen zu unterstützen, die kein anderes Ziel haben und haben dürfen, als die Freiheit und Aufrichtigkeit der Wahloperatiouen zu sicheru und mit Gewißheit alle mit denselben zusammenhängenden Acte festzustellen; aber der zum Zeugnis aufgeforderte Richter hat vermöge seines Berufs felbst besondere Pflichten der Verschwiegenheit und Zurückhaltung, die er nicht von sich abschütteln kann. Ehe er Rede steht, wird er dalier seinen hierarchischen Vorgesetzten befragen; seine Bedenken werden bis zu Ihnen gelangen. Sie werden dann in den Rathschlägen, die Sie ihm geben, nicht ermangeln, die den Vertretern einer großen politischen Körperschaft, welche sich des ihnen gewordenen Auftrages entledigen, schuldige Achtung mit den Vorrechten in Einklang zu bringen, die der Justiz nothwendig sind, um das ihr vor dem Gesetze anvertraute gesellschaftliche Amt zu erfüllen. Dasfelbe gilt von der Mittheilung der gerichtliche« Actcnstücke. Ihnen speziell, Herr General-Procurator, steht nach den Gesetzen das Recht zu, sie der Oeffentlichkcit preiszugeben oder geheim zu halteu. Sie dürfen die Rücksichten nicht vergessen, welche bald das öffentliche Interesse, bald die Ehre eines Individuums oder einer Familie, bisweilen auch das Bedürfnis einer noch nicht beendeten Untersuchung auferlegen. Im Zweifel werden Sie gefälligst an mich berichten, uud uut aufmerksamer Prüfung und gutem Glauben wird es hoffentlich immer gelingen, Conflicte hintanznhalten, die niemand mehr bedauern würde als wir selbst. Empfangen Sie u. s. w. I. Dufaure." General Gurto's Baltanübergang. Wie ein offizielles russisches Telegramm vom 2. d. meldete, überschritt das Corps Gurko's nach achttägigen riesenhaften Kämpfen gegen Frust, Schnee nnd Stürme den Balkan und stieg in die Ebene von Sofia hinunter. Am 31. Dezember, nach einem hartnäckigen Kampfe bei Taschköschc, welcher bis 0 Uhr abends dauerte, besetzte Gurto diese auf der Straße gegen Sophia gelegene befestigte Position. Nachts verließen die Türken sämmtliche Positionen uud zogen sich südöstlich uicht gegen Sofia, sondern gegen Ich-timan und Philippopel zurück, wo sich die Hauptmacht der Türken aufgestellt hat. Nach dem Abzug der Türken besetzte Gurko Arab-Konak, Schandornit nnd Dolni-Konsarzi uud verfolgte die Türken in der Richtung auf Petritiöi, Voliwo und Tscherkaskiöi, ließ daun die ermatteten Truppen rasten und zog dann westwärts in der Richtung auf Sofia weiter. — „Die russische West-Armee — bemerkt hiezu die „N. fr. Pr." — hat somit die einzige uud beste Val-tanstraße, jene über den Etropol-Balkan, forciert nnd befindet sich bereits in der Ebene von Sofia. Dem Vormärsche größerer Trupftcmnassen von Orhanje aus über den Va'ba-Konak-Paß, dem Transporte von Geschützen, Munition und sonstigen Kriegsbedürfnissen nach dem Operationsfelde südlich des Baltaus steht somit kein Hindernis mehr entgegen, denn die Sofiastraße ist nicht etwa ein Gebirgsübergang im Sinne des Schipka-Passes, sondern eine moderne Kunststraßc in des Wortes vollster Bedeutung, die bekanntlich von Mithad Pascha angelegt wurde. Man kanu dein Führer der russischen Avantgarde, General Gurko, große Kühnheit und Energie nicht absprechen. Trotz der bitteren Erfahrungen, welche er mit feinem Uebergange über deu Chodza-Balkau im Juli vorigen Jahres gemacht, hat Gurko abermals ein überaus kühnes Manöver versncht und ausgeführt. Beinahe zwei Monate währende Kämpfe gegenüber der Kamarli-Positiun haben Gurku belehrt, daß es nur mit schweren Opfern möglich sein würde, die Sosiastraße durch direkteu Angriff zu forcieren. Auch dürfte Gurko sich zu schwach gefühlt haben, mit den beiden ersten Gardedivisionen den Uebergang zu forcieren, uud wartete er daher Verstärkungen ab, welche ihm nach dem >> alle von Plewna in der dritten Garde-Division zukamen. Nuu vollzog Gurko iu den letzten Tagen des Dezember von Vracesi aus einen ungemein schwierigen Uebergang, indem er einen Fußsteig benutzte, der westlich der Hauptstraße den Etrupul-Baltan übersteigt und im Rücken sämmtlicher Gcbirgspositio-nen der Sofiastraße diese selbst erreicht. Dieser Uebergang der Vorhut Gurko's war um so gefahrvoller, als er nur nnt geringen Streitkräften vollführt werden konnte und eine rasche Verstärkung der schlechten, durch die Witterungseinflüsse gehemmten Verbindung wegen nur schwer,' eventuell gar nicht möglich war. Es lag sonnt die Möglichkeit vor, daß die Türken über Gurko's Avantgarde mit bedeutenden Kräften herfallen und dieselbe noch früher vernichten würden, bevor Verstärkungen von nördlich des Balkans ein' getroffen wären. An einen Rückzng über die Saumpfade des Etropol-Balkaus kouutc wol nicht gedacht werden. Anstatt jedoch thätig in die Entwicklung der Ereignisse einzugreifen, ließen die Türken sich durch dieselben wie gewöhnlich überraschen. Gnrko konnte ganz unbehelligt eine bedeutendere Trnppenzahl bei den am Südabhange des Balkans gelegenen Dörfern Zilawa, Ilesniza und Njcgosowu sammeln und darauf die Balkan-Positionen der Türken auf der Sofia-straße im Rücken angreifen. Am 31. Dezember er- oberte Gurko die Positionen von Taschkesscn und occn vierte am darauf folgenden Neujahrstage die Stellungen von Arab-Konak uud Kamarli, welche von der iürkifchen Besatzung geräumt werden mußlen, wollte diese nicht vollständig abgeschnitten werden. Es hat sich bei der Sufia-Äalkanposition ganz dasselbe Spiel wiederholt, wie seinerzeit im Schipka-Passe. Dnrch eine energische Verfolgung der sich von Kamarli südöstlich in der Richtung auf Ceskeskiöi und Petritfchcwo zurückzieheudcn Türkeil hat sich General Gurto bereits günstige Vorbedingungen zur Umgehung der rechteu Flanke der nordwestlich von Ichtiman be findlichcn Geuirgspofition geschaffen. Von Petritschewo läßt sich übrigcus durch dl,s Thal des Kuzlu-Dere auch eine zweite und letzte Gebirgsposition südöstlich von Ichtiman, das sogenannte Trajans-Thor, nmgchcn. Wenn dem General Gnrto auch dieses Manöver ge lingt, so steht seiuem Vordringen in das Maritza-Thal und gegen Tatar-Basardschik, den Endpunkt der ru luetischen Eisenbahn, taum ein ernstes Hindernis mehr entgegen." politische Peöeiftcht. Laibach, tt. Jänner. Die ungarischen Blätter weisen bei Bespre-chilng der Neujahrsgratulation in ihrer Mehrzahl darauf hin, daß das Vertrauen der Majorität in die Regie rung unerschüttert sei. Sie heben hervor, daß die beider seitige Betonnug der constitutionellen Freiheit die Be fürchtuugen bezüglich eines reactionären Vorgehens ver scheuche; die gesetzliche Ordnung aber müsse gegen dic Willkür von nuten geschützt werden. Beim Neujahrsempfange der deutschen General in Berlin hob der Kaiser hervor, er habe auch im vergangenen Jahre Gelegenheit gehabt, sich zu über zeugeu, daß die Armee Vorzügliches leiste. Der Kaiser daiitte den Generalen für deren großeil Antheil daran und verabschiedete sie mit den Worten: „Was da5 künftige Jahr bringt, wissen wir nicht." In Frankreich läßt sich das neue Jahr sehr ruhig und friedlich an. Soll doch der Marschall^Präsi deut selbst, dem „Temps" zufolge, bei dem Neujahrs empfange der Minister die Worte geäußert haben: „Das schöne Wetter, welches wir heute habeu, ist ein glückliches Vorzeichen für das beginnende Jahr. Ich hoffe, daß es ruhig und in Frieden verlaufeil wird, ohne uns auf dieselben Schwierigkeiten stoßen zu lassen, wie das vorige Jahr." In den republikanischen Kreisen ist man nicht durchwegs von derselben Zuversicht be seelt. Man klagt darüber, daß die öffentliche Meinung in der Limoges-Affaire noch immer keine ausreichende Genugthuung erhalte» habe; auch das Rundschreiben Dufaure's an die Generalproenraturcn, die Wahl Enquöte betreffend, wird von der liberalen Presse sel> übel aufgenommen, während Blätter, wie „Gaulois", „Patrie" und „Pays", dem Siegelbewahrer ihrcil Beifall zollen. Die englische Presse discuticrt sehr erregt du' Frage, ob die russische Antwort eine Beleidigung fin England enthalte, eine Frage, die bekanntlich von Lord Carnarvon verneint wurde'. Der „Daily Telegraph" findet in der Erwiderung Gortfchakoffs geradezu einen Huhn auf Großbritannien, während sich der offiziösc „Standard" und die, ebenfalls rnssenfmidliche „Mm ning-Post" zu der Anschauung des Ministeis betenne» — Offiziell wird gemeldet, daß die Königin nicht da: Parlament eröffnen werde. Der König von Italien empfing am 3. d. dl'N seit einigen Tagen in Ruin weilenden französischen Ex-Dictator Gmnbetta. Devretis gab demst'lben zn Ehn'l' eiil Dejeuner. Gambctta ist ain 4. d. M. wieder abgereist. Die serbische Bevölkerung von Leskowaz niib Umgebung hat sich gegen die türkische Herrschaft ci hoben uud entsendete eine Deputation in das serbisch' Lager vor Nisch, um eine Besetzung des insnrgiertcü Landstriches durch serbische Truppen zu erbitten. Dci» Ansuchen der Deputation wurde vorerst aus militäN' schen Gründen keine Folge gegeben. — Am 3. d. Ä)l haben die serbischen Trnpven Tschernibrod besetzt. Der Kaiser von Rußland hat an den General Gnrko für den Balkanübergang bei Sofia ein Glnä wnnschtelcgramm gerichtet. General Gurko hat Ratl' wiza uud Grigorewo besetzt und einen Theil des tü> tischen Corps von Sofia abgedrängt. Train und schws rcs Geschütz haben den Balkan überschritten. Die r»!/ fische Kavallerie ist am Iskcr eingct'.offen. Die rnss>' schen Truppen vor Erzermn haben Ilidscha (zwei M'i len westlich Erzernm) besetzt. Damit ist Erzerum vo^ allen Seiten eingeschlossen.'Da die Mehrzahl der M wohncr aus Christen besteht und die Besatzung M höchstens vier bis sechs Wochen halten kann, so !>' der Kricgsrath — einer Meldnng der „Presse" z" folge — vorbehaltlich der Genehniigniig dcs Großfiu sten Michael, beschlossen, Erzernm weder zu vcstin' men noch zu bombardieren, sondern auszuhungern. , In der letzten türkischen Kammersitznna. grifl ein milhamedmllscher Dcpntierter lebhaft die Maril^ Verwaltung wegen Wegnahme eines türkischen D^ pfers durch ein russisches Schiff an. Die Kammer b? 37 schloß, den Marineminister aufzufordern, daß er Aufklärungen gebe. — Aus Konstantinopel wird berichtet, daß diese Stadt ein Heerlager geworden und Trup-Penzügc von Stunde zu Stunde per Eisenbahn nach Adrianopel abgehen. Hagesnemgkeiten. — (FML. Benedck f,) Mittwoch starb in Wien nach kurzem Leiden der Präsident des Militär-Appella-tionsgerichtshofcs, FML. Alexander v. Beneoek, ill den letzten Jahren besonders bekannt durch seine Vertretung des Kriegsministcriums in der ungarischen Delegation. Benedek, mit dein Fclozcugmcistcr gleichen Namens nicht verwandt, war ein geborner Ungar. Er war ein tüchtiger Offizier und zeichnete sich namentlich im schleswig-hulsteinischen Fcldzugc dnrch den glänzenden Sturm auf Oversell cm». Das Leiden, welches ihm, der erst in der Mitte der Füufzigerjahre stand, den Tod brachte, hatte er sich durch eigene Unvorsichtigkeit zugezogen. Er hatte sich nämlich vor ungefähr vierzehn Tagen selbst die Hühneraugen operiert und dabei sich zu tief in das Fleisch geschnitten. Er beachtete diese Wunde anfangs nicht, die bald brandig wurde und Blutzcrsetzuug herbeiführte. — (Zur Affaire Winter.) Die „Presse" meldet unterm 4. d. ans Wien: „Das provisorisch bestellte Gläubigcrcomitc in der Angelegenheit Max Winter hat im Laufe des heutigen Tages Schritte bei der Staatsanwaltschaft und dem Iustizministcrinm unternommen, um die Verfolgung und Auslieferung des Flüchtlings zu veranlassen. Sowol der Iustizminister als der Staatsanwalt Graf Lamezan legten das lebhafteste Interesse für diese Angelegenheit an den Tag und versprachen den Herren vom Gläuoigcrcomitc, das möglichste zur Habhaftwerdnng Winters zu veranlassen, vorausgesetzt, daß die Kosten der Vcrfolgnng und Auslieferung voll den Gläubigern selbst getragen werden. — Das vorhandene Warenlager im Kärntncrhufbazar wurde lant Abschätznng auf nicht höher als 2- bis 3000 fl. veranschlagt. So weit aus der oberflächlich vorgenommenen Revision der Bücher festgestellt werden tonnte, hat Winter beinahe keine einzige Detailzahlung seinen Glän-bigern geleistet. — Herr Dr. Hünig eröffnete die Gläu-bigcrversammlung, indem er einen Erlaß der t. t. Po-lizcidirection zur Verlesung brachte, welcher besagt, daß die Schritte zur Verfolgung und Habhaftwcrdnng Winters erst dann eingeleitet werden können, wenn die versammelten Gläubiger sich durch Unterschrift verpflichten, daß sie solidarisch für die Verfolgungstostcn von ungefähr 3000 si. einstehen. Durch umsichtige Erhebungen uud Erkuudiguugeu wurde ermittelt, daß für die im Bazar verkauften Waren zum „lindesten 7^,000 st. in die Kasse geflossen. Da Max Winter hievon nur ganz geringe Forderungen befriedigte und gleich nach den Weihnachtstagen, an welchen das Geschäft den größten Umsatz erzielte, flüchtig geworden, mnß er uubedingt. zum mindesten gerechnet, im Besitze von 30,000 fl. sein. Er wird also in zwei bis drei Tagen in Ncwyork sein. Es ist darum die höchste Zeit, schlüssig zu werden, da noch verschiedene Anordnungen zu treffen sind. Weil nämlich Winter auf einem deutschen Schisse sich befindet, hat die dcntschc Gesandtschaft in Ncwyort anf Ansuchen der österreichischen seine Verhaftung vorzunehmen, und zwar so, daß chm von Ncwyurk ein Schiff entgegengeschickt wird, welches seine Intcrnicrung auf dem „Herder" veranlaßt, so daß er dnrch dcusclbeu wieder nach Europa gebracht wird. Nach diesen Auseinandersetzungen unterzeichnete die Gläubigerversammlung insgesammt den Erlaß. Hierauf wnrde die Frage aufgeworfen, ob es im Interesse der Gläubiger liege, das Geschäft weiterzuführen oder den Concurs zu eröffnen. Die Glänbigcr einigten stch sämmtlich dahin, das Geschäft fortzuführen. -" (Der höchste Christba u m.) Am ersten Thristtagc vollzog sich beim Baumgartncr anf dem Schnec-berge eme für nahezu 6000 Fuß über der Meereshühe nnmer seltsame Feier. In dem bezeichneten Schichhanse war em mächtiger und prachtvoll geputzter Christbaum aufgestellt und um denselben hatte sich eine große Anzahl von Wiener Festgästcn. Herren und Damen, geschart, die am Tage vorher die Tour nach dem Berge unternommen^ Selbstverständlich ließ man es ohne wechselseitige Bescherung mcht abgehen, und die zumeist anf den Tourlstcnbcdarf berechneten Geschenke trafen allenthalben anf dle dankbarst erfreuten Gemüther. Ein den Umständen angemessenes, aber vortreffliches Mahl beschloß das gemüthliche und sinnige Fest. -- (Universität Agram,) Wie die „Agramer Zeitung" mittheilt, stnd an der Universität in Agram im Wintersemester des laufenden Schuljahres 344 Hörer in-scribiert, von welchen 60 Hörer anf die theologische 46 Hörer auf die philosophische und 237 Hörer auf die juridische Facultät entfallen; die Zahl der Studierenden hat sich gegen das Vorjahr um 61 vermehrt. — (Tudesurthcile.) Das Kriegsgericht in der Arader Festung hat am 30. v. M. drei Gemeine des 14. Hußaren-Negiments zum Tode vcrurtheilt; den einen, welcher im verflossenen Sommer seinen Wachtmeister N'cuchliugs erschoß, zum Tode durch den Strang, die beiden anderen, welche sich zur Ermordung ihres Zugführers verschworen hatten, au der Ausführung ihres Vorsatzes jedoch verhindert wurden, zum Tode durch Pulver und Blei. — (Pickelhaube.) Die englische Armee wird nunmehr auch die deutsche Pickelhaube als Kopfbedeckung erhalte«, und ist der künftige 1. April als Einftthrungs-termm festgesetzt, nur die Füsilierregimenter behalten vorläufig noch ihre Bärenmühen. — 41 3 93 Rindfleisch pr. Kilo — 52------- Halbsrucht „------7 53 Kalbfleisch „ — 50------- Heiden „ 6 40 6 88 Schweinefleisch „ — 48____ Hirse „ 5 85 5 97 Schöpsenfleisch „ -30------- Kuluruh „ 6 80 7 14 Hiihndcl pr. Stück — 35 - - Erdäpfel 100 Kilo 3 5------- Tauben „ — 16------ Linsen pr. Heltolit. 8 — - tzeu 100 Kilo . . 215------ Erbsen „ 10 50 - - Stroh „ . . 1 88------ Fisolen ., 8 50------ Holz, hart., pr. vier Nmosschmalz Kilo — 92------- Q.-Metcr------6 50 Schweineschmalz „ — 80------- — weiches, „ - — 4 50 Speck, frisch „ — 6«------- Wein, roth., 100 Lit.-------24 — — geräuchert „ — 72------ — weiher „-------20 — Theater. Heute (ungerader Tag) bei aufgehobenem Abonnement zum erstenmale (ganz neu) : Wenn man im Dunlcln lufzt! Schwanl i» 3 Acten mit Benützung einer vorhandenen Idee von C. Mal» lachow und O. Elsner. Lottozieylmgen vom 5. Jänner: Wien: 7 67 42 43 6b. Graz: 26 40 27 8b 41. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Z u V u ^ n W 7U.Mg. 742 09 —42 O. schwach bcwöttl 5, 2 „ N. 742 60 — 2 6 NW. schwach bewölkt 0 00 9 „ Ab. 742 12 - 42 NO schwach bewölkt________ ?U.M^ 740^55 — 5'6 NO7schwach bewölkt 6, 2 „ N. 738 70 — 4 2 O. schwach bewölkt 0 00 9 „ Ab, 738 27 - 6 6 windstill Nebel Den 5. die einförmig düstere Bewölkung anhaltend. Deit 6. bewölkt, nachmittags und abends Nebel. Das vorgestrige Tagcsmittel dcr Temperatur — 3 7°, das gestrige — 5 5«; beziehungsweise um 09° und 2 7« unter dcm Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bambcrg. NölsmöMiU ,?"' ^' ^""""' ^ ^^ ^" ^^ "" ^" ^ s""l"U" Stimmung, welche sich nach Eintreffen der Telegramme abschwächte, ohne slch in ihr Gegentheil zu ver- Gtlb War« Papierrente .......6295 63 05 Silbcrrente........6640 6650 Goldrcnte.........7420 7480 Lose, 1839........295 — 297 — „ 1854........108 50 109 - „ 1860.......11325 11375 „ 1860 (Fünftel) .... 122- - 122 50 „ 1864........135 75 136 25 Ung. Prämien-Anl. . . . 75 — 7525 Kredit-L..........159 50 160 - Rudolfs°L.........1350 14 — Prämienanl. der Stadt Wien 86'— 8625 Nonau-Regulicrungs'Lose . . 10450 105'— Domänen»Pfandbriefe . . . 13975 140'— Oesterreichische Schahschcine . 100 - 10020 Ung. 6perz. Goldrcnte . . . 91-10 91'20 Ung. Eiscnbahn'Anl.....9375 99 — Ung. Schatzbons vom I. 1874 10425 104 50 Anlehen der Stadtgemcinde ! Wien in V. V......9725 97-75 OrnndentlaftungK Dbligatlonen. Böhmen.........10325 10375 Niederösterreich......104— 10425 Na« Galizien.........86— 8650 Siebenbürgen.......76— 7650 Temescr Vanat......7? 25 77-75 Ungarn..........77 50 78 25 Actien von vanlen. G«l!> War« Anglo-österr. Ban!..... 8625 8850 Kreditanstalt ....... 205 50 205 70 Depositenbank....... 155— 156 - Kreditanstalt, ungar..... 19675 197 — Nationalbant....... 792— 794 — Unionbank ........ 61'50 62 — Vcrlehrsbanl....... 97— 98 — Wiener Bankverein..... 68 — 69 — Netten von Transport-Unternehmungen. Gelb Na« Alföld-Bahn .......110 50 111-- DonllU'Damfpschiff..Gesellschaft 338 — 340 — Elisabeth.Westbahn.....154— 15450 Fcrdinands-Nordbahn . . 1950—1952 — Franz-Ioseph.«ahn .... 125-- 125 50 ! Gllb War« Gallzische Karl »Ludwig. Nahn 244 50 245' - Kllschau-Oderbcrger Nahn . . 96 50 97 50 Lemberg'Czernowiher Bahn . 11950 120' Lloud-Gesellschaft...... 863 — 337 — Oesterr. Nordwcstbahn . . . 105-75 10625 Rudolfs'Nahn....... 11450 11550 Staatsbahn........ 252 — 252 50 Südbahn......... 7450 74 75 Theih'Bahu........ 170 50 171 50 Ungar.-galiz, Verbindungsbahn 92— 93 50 Ungarische Nordostbahn . . . 107 50 103 — Wiener Tramway-Gcscllsch. . 102 50 103 50 Pfandbriefe. Allg.öst.Nodenkreditanst.li.Gd.) 104 50 105- „ „ „ (i.B.'V.) 89 25 89 50 Nationalbanl....... 9825 98 50 Ung. Vodcnlredit-Inst. (N.-V.) 93- 9350 Prlorltitts-Obligatlonen. Elisabeth.B, 1. Em.....92 — 9250 Ferd.-Nordb. in Silber . . . 105 — 10550 Franz-Joseph. Nahn .... 85— 8525 Gal. Karl-Ludwig-V., 1. Em. 100 50 101 — Gelb Ware Ocstcrr. Nordwcst Bahn . . 85 25 8550 Siebenbürger Nahn .... 62 75 63 — Staatsbahn 1. Em.....154— 154 50 Südbahn u 3°/«......10875 109 - ^.. " 5°/,......9125 9150 Sudbahn, Bons......—>— — — Hevlsen. Auf deulsche Plätze..... 58 50 58 65 London, kurze Slcht .... 11960 119 70 London, lange Sicht .... 11980 11990 Paris.......... 4770 4330 Geldsorten. Gclb Wa« Dukaten .... 5 fl. 66 kr. 5 fl. 67 kr. Napolconsd'or . 9 „ 58 „ 9 „ 58V. « Deutsche Reichs- banlnotcn. . . 59 „ 15 „ 59 ,, 20 „ Silbergulden . . 103 „ «0 „ 103 „ 75 „ Krainische Grundentlastungs-Obligationen, Privatnotiernng: Geld 90—, Ware —'— t»it 205'— bis 205-25. Anglo 83'25 bis 8350 stachtra«: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren: Papicrrente 62 90 bis 63-. Silberrente 66 40 bis 66 50. Goldrcntc 7415 bis 74'30 Kre! London 11960 bis 11390. Napoleons 357'/, bis 958V,. Silber 10370 bis 10385.