^- Freitag, 22. April 1904. 123. Jahrgang. ganMhrin 3««. halbjälirig ,5 K, Im ttontor: c,anz° ^""'"°!e bi« ,,"/',,'>- <^ür die Zustellung ins Haus aanziählig 2 li. - Inserilonöaebühl: Für llciiie ^^tz^^^° » ijrUsn 50 b, größere per Zeile 12 k; bei öfteren Wieberholungei« per Zelle l> I,. , Dle »Lnlbacher ijeitilnn» erMint tWich, mi! «usnahme der Tonn- und ssciert«ae. Dir Administration befinde! sich Kungreftftlllh Nr. 2, die Mcdaltian DalmatinMe «r. 3. Lprechstunden der Nebaltion nun « bi« IN Uyr > vormittag«. Unfranlier!c Äriese werden nicht angrnmninen, Vlanüllripte nicht znriiclgrstellt. ^ Amtlicher Teil. ?'t^c5,^und k. Apostolische Majestät haben ,N drm M" Entschließung vonl U). April ^lesso'^/"ktor der k. l. Hofbibliothek, Hofrat, >t> >nit ^'^^ ^"stt' Ka r a b acet den Ritter-^ ycrul? '^^ ^^ ^"^' "llergnädigst zu ver- ^3^.,-"^ k- Apostolische Majestät haben >^,Mer Entschließung vom 17. April; l. "^te, s """ 5'tel und Charakter eines Vizc- "?""»a/ "Meideteil Hofrate des k. k. Obersten si^l d^^,^c> Johann P atzolt taxfrei den '°^le dil^s ^'"m Krone zweiter blasse nnd dem Iteli, ^!"^^)örde Franz Leif c r das Koiu- ^'^dia^ '"'""6 Josef-Ordens nn't dem Sterne "U äu verleihen geruht. >^ da/Hril lW4 wurde in der l. l. Hof. und Staats->!^ ^ich. '. tücl der rumänischen und slovenischen Alls' ^>>^"u?>etzblctttes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Teil. > Tc>5 .. Ungarn. li>^' >Ul.>l!?^'"^^^ Handschreiben an den Grasen ^ "clch >? ^^' Hcimbringung der Gebeine Ra-^^liitto, 'lM'n anordnet, lvird Don dell Wic-^ ^'l^ ?^ "" "ltt der Hochherzigkeit des ^ httii ^t, der in Ungarll den besten Eiil-!. T)i7^^"f'" unisse. ä>nds^' "''"' Presse" beto.it, das kaiser-h.,^n ^Z^'lben entspringe einer lvahrhaft vor-U^n^s "",'Ulng. Der Baiser habe den Schleier 'kn '^ i, ?""t über näher liegende Geschehnisse ^ ^e.« ?,"' vermag in nm so höherem Maße i/^ 013''"^' und Mißverständnisse, die sich vor ti?" c>n/?" Jahrhunderten unter seinen Vor-^Mr ,^1. ^''u Hause Habsburg ereigneten, mit ^tei,,7Mtivität und mit abgeklärtein Blicke ^.^l b^?^^' Erscheinungen nnd Entwicklun-f^czy I, "^"l. So werde auch für ihn Franz >«2eins ^ ""er nationalen Gestalt, und da l"it ^^u Gefühlen der ungari- schen Nation für ihre geschichtlichen Größen, so verstehe und würdige er auch das Gefühl der Pietät, mit der Ungarn die Heimbeförderung der Asche Rakoczy II. wünscht nnd fordert, nm ihr auf ungarischem Boden die letzte Ruhestätte zu bereiten. Das kaiserliche Handschreiben fei aber auch eine klnge politische Tat, welche nicht nur Gegen^ sätze einer längst entschwundenen Epoche, sondern hoffentlich auch der jüngst abgeschlossenen Periode löschen und dao gegenseitige Vertrauen zwischen >tönig und Nation steigern werde. Das ,,^'remdenblatt" sieht in dein kaiserlichen Handschreiben eine neue nationale Errungenschaft. Die Vestattung Nakoczys auf dem Boden seiner Heimai soll nach den: Willen und der Auffassung des Monarchen aller Welt beweisen, daß die Beziehungen zwischen der >irone nnd der ungarischen Nation zu innig geworden sind und auf zu klaren Grundlagen bernhen, um einen Schatten der Vergangenheit noch gu fürchteu. (5'5 wäre aber zu wi'mschen, daß auch alle nationalen Parteien sich zu jener hohen Anschauung aufschwingen, die aus deil Norteu des Monarchen spricht. Entschließen sie sich dazu, wühlen sie nicht mehr in Wunden, welche die Geschichte allen Teilen geschlagen, brei ten auch sie den Mantel der Versöhnuug über alles, was dieser vorangegangen, dann wird oao kaiserliche Handschreiben an den Grafen Tisza für Ungarn eine Quelle der Beruhigung werden. Erst wenn mit Nakoczy anch alle extremen nationalen Leidenschaften znr Ruhe gebracht werden, wird man es gerechtfertigt finden, daß man die mehr als lWjährige Ruhe des unbeugsamen Streiters an den Ufern des Bosporus gehört hat. Das „Neue Wiener Tagblatt" sieht voraus, daß die wahrhaft königliche Entschließung des Monarchen jenseits der ^eitha überall jubelnd werde begrüßt werden. Wenn sich auf ungarischem Boden in nicht ferner Zeit ein Grabmal über der Asche Nakoczys erhebt, dann werde dieses Mauso-leum des im Exil verstorbenen Rebellen am würdigsten, am treffendsten die Gestalt der Friedensgöttin zieren. Politiler des Vormärz würden wohl die >iöpfe schütteln, daß sich derartiges ereignen könne: die Bürger des 2l). Jahrhunderts aber re klamieren die Worte des königlichen Handschreibens, daß die Harmonie zwischen Thron und Na- tion die Grundbedingung einer erfolgreichen vereinigten Tätigkeit bedeutet. Das „III. Wiener Extrablatt" sagt, das ganze gütige und leutselige Wesen des Monarchen spiegle sich in diesem Handschreiben wieder, welches die letzten Schatten einer trüben Epoche verscheuche und volle Klarheit zwischen König und Volk schaffe. Als schönes Symbol königlichen Vergebens und Vergessens stehe es am Ausgange der Stürme und Mißverständnisse. In der ^iiebe des Kaisers zu seinen Nationen, in der Liebe der Na tionen znm Baiser, ruhv das Geheimnis aller staatlichen Heilkraft. „Die Zeit" führt aus, Graf Tisza habe diese neue Konzession erwirkt, um die Gemüter der Op Position der Erhöhung der Zivilliste geneigt zu macheu, ist aber der Ausicht, daß dieser Zweck nicht erreicht werdeu dürfte. Welche Stimmung soll sich aber erst der Österreicher bemächtigen, die zusehen müssen, wie sich die Krone der anderen Reichs Hälfte zuliebe zn Handlungen entschließt, die ihrem Empfinden doch schließlich ein demütigendes Opfer bedeuten. Die Muhamedancr «nd die Reformen. Man schreibt alls Salonichi: Die für türkische Verhältnisse verblüffende Raschheit, mit welcher in neuerer Zeit, seit dem Zusammenwirken der beiden Zivilagenten mit dem Generalinspettor Hnssein Hilmi Pascha, die überaus häufigen Re klamationen und Klagen der christlichen ^andbe völkernng in Mazedonien erledigt werden, fängt an, bei den Mohammedanern eine gewisse Beun ruhigung hervorzurufen, die ihren Ursprnng in der durchaus irrigen Annahme hat, daß durch die Reformen in Mazedonien den Ehristen eine Sonderstellung gegenüber den Mohammedanern eingeräumt und das türkische Element allmählich in den Hintergrund gedrängt werde. Der Moham^ medaner, der daran gewöhnt war, die Ehristen als den geknechteten und verachteten Teil des Volkes zn betrachteil, dessen Beschwerden ungehört verhallten, glaubt jetzt, daß sich ein Rollentausch zu seinen Ungnnsteu vollzogen habe. Ein bezeichnendes Beispiel der Vorgänge, die zu solcher Stim mung der Mohammedaner Anlaß geben, bildet Feuilleton. ""dt, Nello und Patrasche. "Mischm ülierscht von Aarl Kc»gct6ar. .^ ^, , . (Fortsetzung.) h>ö^ln .^ei martcrvollen Jahren sehen wn ^ ^ cH"»cn Eommertage Patrasche wie ge-^ ^r nn/^" d"' breiten und staubigen Stra-^^fül'.' der Gebnrtsstadt dos berühmten ^>5 lind s n- Das Wägelchen war diesmal sehr M^'tch ," He" schien ihm keine andere Auf-^ ^nhj. 5U schenken als hie und da einen ^^>, ^,"'n er nach den zitternden Flanken V/ri^"ercs ^'chrte. Der Vrabanter trank ^she " schenken, die am Wege lagen, aber l^ äl> i,'^"tt>'te cr auch nicht eine Sekunde 5>' Kn, uni im Kanäle seinen Durst zu ^' tuV - ^'"d von der Sonne und dem ^°U,^'uude, wund gedrückt uud sich krüm-VN. l^,"^ schweren 5!ast, die auf seinen Len-:l ''> u,^7 "' seit 24 Stunden noch nichts ge-^ , u ,^ ,'""s noch schlimmer war, seit zwölf ^"> "N5 zu trii^,, bekommen'. was Wnn-^°^"M Pairasche zum erstenmale zu wan-H>^, Der Schaum trat ihm aus der V der "? " fiel zu Boden; er fiel in der ^ ^ri,i/"^ unter der glühenden Son,l,e ^^ bri s'^ '^' Nat) ihm das einzige Heilmittel, ^)tv^"tt) führte, Fußtritte und Stockstreiche-. "°n Fluchworten ergoß sich über das arme Tier, das nun allem Anscheine nach tot in dem weißen Straßenstanbe lag lind voll seiner Pein erlöst schien. Als der Brabanter nach einigen Minuten sah, daß selbst die schlechteste Behandlung sein Opfer nicht mehr auf die Beine bringen konnte, lvidmete er ihm noch einen letzten Abschiedsfluch, Zog ihm fein ledernes Riemenzeug vom Leibe und stieß ihn unter wilden Schimpf-reden mit dem Fuße in den Straßengraben, den Ameisen und den Raben zum Fraße. Daraufhin begann er selbst seinen Wagen zn ziehen, denn es wär bereits der letzte Tag vor der Kirmes ill Lou vaiu und der Vrabanter hatte Eile, seinen Waren eineil guten Stand zn sichern. Er hatte aus Pa trasche den größtmöglichsten Nutzen gezogen; wai> um also noch eine Stunde oder gar einige Heller verlieren, um dem Todeskampfe eines Hundes beizuwohnen, statt sich im Getümmel des Kirchtages zu unterhalten? Patrasche blieb also im Straßengraben liegen. Die Straße war an diesem Tage sehr belebt-Hunderte von Lenten passierten sie teils zu Fnß, teils zu Pferd, teils zn Wagen; alle zogen nach Louvain. Die Mehrzahl voll ihnen bemerkte Pa trasche gar nicht; einig? sahen ihn wohl, gingen aber ruhig an ihm vorüber; ein toter Hund mehr oder weniger, wer kümmert sich darum in Brabant oder auch anderswo . . . Nach einiger Zeit kam ein kleiner, greiser Mann des Weges daher, schwach, gebückt und anf einem Fuße hinkend. Ärmlich gekleidet, schleppte cr sich unter den vergnügungssüchtigen Leuten dahin. Dieser bemerkte Patrasche, blieb sogleich stehen, ließ sich im Grase auf eiu Knie nieder und heftete auf ihn eiueu Blick voll Mitleid. Mit dem Greise war auch ein kleiner Knabe mit blondem Haar und rosigen Wangen gekommen, der fast bis zn den Schultern im Gesträuche verschwand; auch er betrachtete ernst und lieb das arme, große, scheinbar leblose Tier. So waren sie sich zum er stenmale begegnet, der kleine Nello uud der große Patrasche! Mit großer Mühe trug Iehan Daas den ver endendeu Huud bis zu seiner Hütte, die sich einen Stcinwurf entfernt mitten im Felde befand. Dort pflegte er ihn so gilt, daß die Krise, welche die Hitze, der Durst und die Erschöpfung hervorgcru-feu hatten, bald überstanden war uud Patrasche wieder seine großen gelblichen Pfoten gebrauchen konnte. Durch mehrere Wochen war er nutzlos ge Wesen lind dennoch hatte er nur gute Worte gehört, nur Liebkosungen erhalten. Beide, Greis und Knabe, hatten ihm ans Heu ein Lager bereitet; ja des Nachts horchten sie ängstlich auf seinen Atem, um sich zu vergewissern, ob er noch leve. sein erstes, allerdings noch rauhes und schwaMe^ Gebell wnrde mit Freuden als ""Zeichen der Genesung begrüßt. Nello flocht wgar lleme Kranze mis Gänseblümchen und hing sie lhm um den struppigen »als; kurz, Patrasche war überrascht, nicht mehr durch Drohungeu aufgeweckt oder nut Schlägeil verfolgt zu werdeu. Deshalb fühlte er sich auch mit einer unwandelbaren Troue zu semen nenen Wohltätern hingezogen. (Fortsetzung folgt.) Lmbacher Zeitung Nr. 91. 782 22. Aprils folgender Zwischenfall: Vci cmcin großen Tfchiflik cines angcfchencn Türken, nahe von Talonichi, ließen sich in diesem Winter wie alljährlich alba nische Hirten, die die angrenzenden Hntweiden in Pacht genommen hatten, mit großen Tchaf-herden nieder. Die unbewachten Tchafe liefen in die Felder und (Bärten des Tschiflik,-? liild richteten nicht unerheblichen Schaden an. Da alle an die Albanicr gerichteten VorstellniMN vergeblich waren, entschloß sich der türkische Landwirt, die Vermittlung der Vilajetsbehörde anzurufen. Ein an Ort nnd Stelle erschienener ^endarmerieoffizier erhielt hierauf von deu Hirten die Zusichernng, daß sie ihre Herden besser bewachen würden. Nachdem sich trohdcm die Verhältnisse im Tschiflik nicht gebessert hatten, wiederholte der Landwirt seine .Magen fünfmal, ohne daß jedoch diese Schritte Veachtuug gefunden haben würden. Als der türtische Vcy nun einen Advokaten in Salonichi zn-rate zog, soll ihm dieser empfohlen haben, abermals eine Veschwerdeschrift an die Vilajetsbehörde zu richteu, derselben aber, wenn irgendmöqlich, einige Unterschriften der Christen seines Tschifliks beizufügen. Das habe geholfen, ^chon am nächsten Tage erschien auf Befehl des Vali eine Kavallerieabteilung nnd nahm die Albanier fest. Dieselben wurden zwar bald wieder freigelassen, ein neuer Anlaß zu klagen wurde jedoch dem Vey nicht mehr gegeben. Politische llelierstcht. Laibach, 21. April. Sämtliche Vudapester Vlätter würdigeil in begeisterten Worten die hohe Bedeutung des Allerhöchsten Handschreibens, betreffend die Heim-b ring u n g d e r G e b e i n e NakocZ y s. Der „Pester Lloyd" schreibt: Nie diese wahrhaft königliche Tat herzerquickend lind seelenerhebend auf die Nation wirken wird, so t'ann auch ihre Ve-gründnng nur die lebhafteste Bewunderung erwecken und das Volksgemüt mit tiefster Dankbarkeit erfüllen. Denn von historischer Höhe schaut der kt'önig auf die sturmvolle Zeit zurück, vou deren Hintergründe sich die (Gestalt Nakoczys II. abhebt, und mit unvergleichlicher Objektivität tritt der Monarch dem legendären Helden jener großen nnd bewegten Epoche unmittelbar uahe; welchen Teil die menschliche Größe Seiner Majestät des Königs F rnnzIoscf an diesem Akte auch hat, die kristallenc Klarheit einer solchen geschichtlichen Anschauung konnte doch uur aus dem (^e fühle der (Gemeinschaft mit dem ungarischen Volke geschöpft werden. Diese Kuudgebung wird überall im Lande freudigeu, begeisterten Widerhall erwecken. Wie man aus Athen schreibt, weilen in vielen legenden Thessaliens und namentlich in den der türkischen Grenze benachbarten Ortschaften Zahlreiche mazedonische Arbeiter bulgarischer Nationalität, deren Haltung den Verdacht erweckt, al5 ob sie nur den passenden Zeit- punkt abwarteten, nm nach Mazedonien überzutreten und dort Unruhen zu stiften. Dem „Neon A sty" zufolge sind mehrere dieser Arbeiter verhaftet worden und hat man bei ihnen kompromittierende Schriftstücke gefunden. Aus Petersburg, 19. April, wird gemeldet: Der hellte veröfseutlichte Bericht de5 Verkehrs-minister5 Fürsten Ehilkov über seine Reise nach Sibirien weist oaranf hin, daß die sibirische Eisen bahn zu Beginn des Sommers in der Lage sein werde, die tägliche Leistungsfähigkeit auf elf Paar durchgehender Züge zu bringen. Im Laufe deo Summers wird die Zahl der Lokomo-tiveil und das rollende Material vermehrt wer den, so daß zum Herbst 13 Paar durchgeheude Züge verkehren werden. Auf der trau s baik a-l i s ch e n E i s e n b a h n würden Ende April neun Züge täglich verkehren. Aus Washington wird berichtet: Infolge der am 15. d. M. ergcmgenen Mitteilung der russischen Negiernng, daß sie B e ri ch t e r st a t-t e r, welche sich der d r a h t l o s cn Te l egra -phie bedienen, als Spione behandeln wolle, erwägt die Negierung auf das sorgfältigste die ^rage der Negiernngokoutrolle über die drahtlose Telegraphie in >!riegozeiten. Man spricht die Meinung aus, daß die Regieruugokoutrolle über die drahtlose Telegraphie miudestens im Sinne einer Oberaufsicht uamentlich längs der Küsten wünschenswert, wenn nicht unumgänglich nötig sei, um sicherzustelleil, daß die drahtlose Telegraphie in Kriegozeiteil nicht zum Schaden der Negieruug verweudet würde, um mit dem Feinde in Verbindung zu treten. Der demokratische Staatskonvcnt von Pen n-sylvanien hat den Vorschlag, den Delegierten für den Nationalkonvent anzuweisen, für den Oberrichter Parker als Prä'sidcntschafts-Kaw didaten zu stimmen, abgelehnt. Tagesnemgleiten. — (Nomau hafte Flucht eines Gefan» genen.) Krakauer Blätter melden von der Aussehen erregenden Flucht cines Häftlings namens Ledwos. Er hatte erst mit seinen Zellengenossen Streit angefangen. Deshalb steckte man ihn in eine llinzelzelle. Dort kratzte er mit den Fingernägeln von den Türangeln das Mauer-werk herab. Jeden Samstag pflegt man im Gefangen-Hans alle Kamine zu fegen. Darauf wartete er. Als die Nauchfangtehrer erschienen, hob er die Tür aus und schwärzte sich Gesicht, Häude und Meidung mit Ruß, fchnitt sich das Oberleder von den Stiefeln lind machte sich daraus einen Gurt. In dieser Verkleidung ging er am hellichten Tage zwischen drei und vier Uhr durch das Tor auf die Straße uud verschwand in eiuer Vorstadt^ — (Ein Frühstück mit Skrydlov.) Im »Figaro» erzählt ein Bekannter des Admirals Skrydlov, des Nachfolgers von Makarov, von einer Znsammenfunft, die er mit Skrydlov in einem Petersburger Restaurant gehabt hat. Es war fünf Tage nach dem ersten Angriff auf Port Artur; eiu paar Freunde, Rnsscn und Frcm- zosen, saßen bei Kubat zusammen, als Skryv ,. trat. Er war offenbar sehr vergnügt; ^"^ H ^ Marderaugeu blitzten aus dem runden, mir , ^. kurzen, grauen Bollbart etwas länglicher gc>ta ^^ sicht munter hervor, und bei seinem stmininc'' ^ schlug der kurze Degen, den er trng, triegerW^, den schwarzen, goldknöpfigcn Waffeurock. ^".^^ mals noch nicht bestimnch wer als der N"^Iu^ abberufeuen Admirals Start nach dem ^^-'hM^ abreisen würde; man nauute Skrydlov, M ^ und Makarov. Diese drei besaßen das ^"^KB Volkes, von ihucu erhoffte man Erfolge M ^ ' ^ land. Jeder hatte seinen besonderen Typ '" vc ^ der Menge; luenn ,uan von Slrydlov !p"?^ ^ man seinen scharfen Verstand, seinen M^A B und seine eiserne Zähigkeit. Zwischen einem ^ und dem Admiral entwickelte sich nuu an le" A< bei Kubat das folgende Gespräch: «Ms y°^ii von dein Zustande der Flotte, Admiral?' ""^rn ^ durchaus uicht so schlecht, wie ihn mancher g ^.-schreien möchte. Die japanische Flotte ist ""^F kcr; die Japaner haben Zusluchtshäfen ""^/- ^ docks zur Verfügilug, die uns da unten ?cy ' ^ ^ das ist noch lange kein Grund zur Verzweig ^ «Aber der Icsarevic' und der ,Nctvisan" p° ^' unfähig.» — «Das ist natürlich schlimm 3"^F wenn es auch noch schlimmer kommt: "^^M^ verloren. Die Hauptsache ist, daß die ManM^^ tränen zu ihren Offizieren behalten, und daß,^ ^F maudo sich über eine Taktik schlüssig wird, ^^ ftl natürlich anch beibehalten werdell muß.' ^"^, .Iä welche Taktik würden Sie sich entscheiden?' ^ Für den Angriff. Man mnß vorwärts B^ ^ vorwärts. Den Feind fortwährend bcunniy« ^ selbst dnrch nichts aus der Fassuug bnngc" ' „ ^ biu dafür, deu Kampf zu sucheu, die ^)a ^ Möglichkeit zu berechnen uud dann ohne ^ lB^ los zll gehen; wer einen Gegner an sich h ,^ ^^ läßt, wird viel leichter überrascht, als einer, >^l' nicht erst zu einer Ueberraschuug kommen ^^ft"^ lich darf das rücksichtslose Vorgehen "^ ^sich^' heit ausschließen. Kühnheit und Vernunft la'^ ^' gut vereiucn, wenn ein bitzcheu Geschick ^) Zcch^ — «Und wenn man Sie ans den "", Ae"^ schickt?. — «Ich ginge mit Wonne. Welcher ^ »vürde sich nicht freue», Wenn's endlich ^" ^» ^ losgeht?. — Nuu ist dem Admiral V^ ^ Herzenswunsch erfüllt, und er kann seine ^ai ^ den. Wenn er wahr macht, was er bei "' ^ch^ svrochen hat, dann darf man bald intere!sa>» ten erwarten. nel^ — (Der Magnet alsLebensrei^ ^ bemerkenswerte Operation ist soeben, wie ^I^eil^'., gemeldet wird, in Utah an einem blinde vol s^z den, das einen Nagel verschluckt hatte, ^"^^o^ bogenes Stahlstück, das an einem starken l-',,^ ^ befestigt war, winde in die Luftröhre eMg i s,H' als der Strom iu Tätigkeit gesetzt wnrdc, l^ ^^ Nagel au deu Stahl lind wurde anf diese ^l gezogen. Die Auwendnng mlderer Inst""'«^^ diesem Falle allsgeschlossen, da sich ^"HH an einer Stelle nahe dem Herzen des ^^^7. Wilde Wogen. Roman von ßwald August Flönig. (35. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) «Es ist alles noch gut?» fragte sie, die Hand festhaltend, die er ihr gereicht hatte, und ein forschender Blick hing dabei erwartungsvoll an ihm. «Alles,» erwiderte er froh gelaunt, «die Gefahr ist vorüber, sie wird voraussichtlich nun nicht mehr wiederkehren.» «Das gebe Gott,» sagte seine Schwester, die nach ihm eingetreten war und nun die Suppenschüssel auf den Tisch stellte. Marianne war nicht mehr ganz jung, das dreißigste Lebensjahr mochte sie schon erreicht haben, ein frisches, üppiges Mädchen mit blauen Augen und blondem Haar, uud diese Augen blickten lustig uud leichtlebig in die Welt hinein. «Ja, das sage ich auch,» sagte die Mutter, währeud sie, vou Konrad geführt, mit langsamen, müden Schritten sich dem sauber gedeckten Tische näherte, «bist du auch ganz sicher?» «Ganz sicher, Mntter,. uutcrbrach er sie beruhigend, «die Schulden, von denen alles abhing, siud bezahlt, wir arbeiten jetzt wieder mit frischem Mut., «Mau sprach heute morgcu uoch schlecht vou Eurem Hause,» sagte Marianue nachdenklich, «Mau wollte vou mir Näheres erfahren, da du dort Kommis bist, ich tonnte die schlimmen Gerüchte nicht widerlegen, denn gestern abend hattest du selbst die größte Angst.» «Und gestern abend hat sich noch das Blatt gewendet,» eutgegncte er, «ich würde es nicht sagen, weun ich es nicht mit Bestimmtheit wüßte. Tritt deu Gerüchten nur dreist entgegen, sie werden von Leuten verbreitet, die über unseren Sturz nibclu würden. Ich habe vorhin auch dem Doktor Geier die Augcu geöffnet, er war so liebenswürdig und erkundigte sich uach Euch.» «Vou seiner Liebenswürdigkeit halte ich nicht viel,» sagte die alte Frau, welche mit eiucm au Heißhunger grenzende» Appetit ihren Teller auslöffelte, «er ist eiil geschickter Advokat, weiter mag ich nichts von ihm wissen.» «Sein Sohn wollte mich malen,» warf Mariauue spöttisch eiu, «er touutc es gar uicht begreifen, daß ich leine Zeit dazu hatte.» «Er bot dir wohl gar noch Geld dafür?' fragte Konrad. «In, das tat er auch, uud er war sehr böse, als ich mich trotz alledem weigerte.» «Gerhard würde es auch uicht gelitteu habcu,» erwiderte die Mutter. Marianne warf trutzig das blon-de Haupt zurück uud wechselte mit dem Bruder einen raschen verständnisvollen Blick. «Gerhard hat mir nichts zu verbieten,» sagte sie; «so langc ich ihm die Treue nicht breche, soll er mich meine Wege gehen lassen.» «Es ist überhaupt eiu Uuglück, daß du au diesen Mann gefesselt bist,» entgcgnctc Konrad, während er seinen Teller noch einmal füllen ließ und das Fleisch in der Suppe zerschnitt, «er lommt nimmermehr auf eiucn grünen Zweig.» «Das kann man nicht wissen,» versetzte die alte Frau, «er ist freilich jetzt noch nichts, und von der Hochzeit darf noch nicht die Rede sein, aber er hat sehr reiche Verwandte, und die wird er doch einmal beerben.» «Ich glaube, diese Verwandte» wohuen im Monde,» spottete Konrad. «Doch nicht, es hat seine «tig" ?K sagte Marianne. «Da ist eine "ltc, g^^ei^ welche weder Kind noch Kegel hat. WA' , stirbt, wird Gerhard ein vermögender ^ ^,in «Wenn sie ihn nicht vorher enterM- ,0^ Konrad achselzuckcnd. «Ans dcnTod emes ^ /^ zu spekuliereu, ist immer eiu faules ^^ ilie dauu, nimm es mir nicht übel, ich h" ^be'' !lHl griffen, wie du dich in diesen Manu "" ^ ^ test. Er ist reichlich zwölf Jahre älter a^ ^, ^ einmal hübfch, uuwifseud uud lnitunt Patron: glücklich wird er dich nicht "^ M^isi «Wir haben alle uusere Fehler,' M ^ h?t .> ruhig. «Du urteilst zu scharf über M ,^ ., autes Herz, das ist die Hauptsache. ^ ^ ^ seiue Frau bin, dann will ich ihm >^"'s ^ei'- , ll anlegen, jetzt hab' ich noch nichts zu b^ ^ aus ihm nichts Rechtes geworden ljt, "^ sie ' nicht, seine Eltern waren arme TagloY" ' ^ ten ihn nicht studiere« lasseu.» . „t hät^' «Weuu er uur eiu Handwerk gel" , «Er kann eine Wirtschaft führen-' Oc^,. «Erst haben,Marianne! Mit leerem ^ . «Zankt Euch uicht, Ihr äudcrt "l^^ch^,il sagte die Mutter, den geleerten Teller z^ ^lle^ec «wir Haben's ja einstweilen noch gut, ^n^^ndl znfriedcn sein. Morgen bekomme ^^ alte''^> ^ Stricklohn,, fuhr sie geschäftig fort, ^ ,^r ^' helfen ja auch noch mit, so gut e« gA' Ich l" l! auch dafür unserem Herrgott danlliar!^. ^ v pel gichtlahm, scholl jahrelang im Bette ^ ,0'^ das Elend! Jetzt sind wir "lie g^^^il' ,n,.' dienen, was wir gebrauchen, uud """^ir l"0 , ) spende ich am Sonntag einen Braten^ „g so» ^ auch einmal eine Freude machen.» (3"> _________________________________________783 _____________ 22. April 1904. Aschen ^'"lsche Japaner.) Die Chronik des ^le,i zm'^Wichlschrciliers Hajek gibt von folgendem pichen V^""bM Kunde: Es hatten einmal die > zesch^t ^""be eine Ergebenheitsadresse nach ^Ae all?:„ ""^ '"it ihren Namen unterzeichnet. Der ^ l Ito^ ?^''3te aber ihnen nicht, sie schrieben: 1ä ! ^°^^°?^^" lIch, Herr von Rosenberg), ^ p^n ^ erfreut ^ ^" ^°" Kolowrat) lc. Der Papst, ^ ^^^ u^r diese Huldigung, dankte in einer päpst. . ^ röm ^ AbMe verursachte den Kanzleibeam. ^ dies ^''?"' Kurie großes Kopfzerbrechen, sie hiel-^ !°nni^ ^'^ "ncn Titel des böhmischen Adels > ij^^"' daraus die Aufschrift: ^.ä ^»pano» ^en). "'^ (An die Japaner des Königreiches ^t„) n^°s Lied vom braven Iourna« M aewl^ englischen Expedition nach Tibet war ft K^et worden: «Der Korrespondent der M'ht und schreibt. '>e hm,'"' "I"' in den Tintentopf, ".".>' Säbel ihm um den Kopf — h. l'ht und schreibt. Eie^ohne Tinte mit Bleistift auch! ' Mn die Säbel ihm in den Bauch — He l,,, ''U und fchreibt. er s^en den Bleistift ihn. laput, e." "it Fingernagel und Blut — baldly ^t "nd fchreibt. ''^ fr°«!^^^t er im Lazarett, ^ Ihr. wie's Mr. Candler geht? b"lratz ^ ""d schreibt, lil ^' ^ wieder der Mond sich neut, ^1 .^".'dler wieder »ll i-i^dt! ^^/^ M und schreibt! ^- lllld Prouinzial-Nachrichten. ^" Denkmalpflege in Österreich. ^ou Fr. Komatar. ^ ^°ch ^ . (Fortsetzung.) ^^l,^,^ andere große Aktionen wurden in h. "ch ^^ dun der Zentralkoulluission eitlgeleitet. ^s^kich^ Herausgabe einer Kunsttopographic ^3, 'Nd tüe Schaffung eines Denkmalschutz° !^^l>e ^ Gebiete der Denkmalpflege macht sich ^ Mte,^ ^^ Jahrhunderts ein neues Symp-^ ^!^.,^, "^ Entwicklungsprinzip, das infolge ^ip lNe ""' Leistungen der Naturforschung und vollends zur Grundlage jeder ^ ?" ll„,s!^' ^ttrachtungsweife wurde, kam auch ^ hntte f, ^sichtlichen Gebiete zur Anwendung li^bje^ "" d^^ F^wilassen des Glaubens an ^' "'^ dn ^'"Wdeal zur Folge. Nicht die An-'H^Ni^ ^'^ Nittelalter ^^er die Renaissance bil-^> ^^nuer hervorrufe, in erster Linie b, "üieue. Iiatürlich kamen auch im Ne^ V ^icht?i ^^le neuen Gedanken zum Aus ^„^Ustn.,^ Wiederherstellung des ursprüng-V"lvi'^' sondern die Erhaltung des Be-^i," ^„l,,, ' "lö die wichtigste Aufgabe der prak->"I^NN<> ^^ae hingestellt. Tiesc Anschauun ^a>> ^'^ ^l, "^^ ^'^ der Zentralkonunission in l"«,''N," > " Uinflus;. wie man dies aus dem ^!^ Mlf ^ Gemälde - Nestaurierungskomitees ^>>el,t " "vrigen Gebieten der bildenden Über die „innere Organisation und praktische Tätigkeit" teilt Ministerialrat i. P. Dr. Franz Freiherr von Werner auf Grund der Akten viel Interessantes mit. Beachtenswert ist, daß das Ver-dienst der amtlichen Initiative zur Errichtung eines staatlichen Instituts für Denkmalpflege dem Han° delsministcr Frcihcrrn von Brück gebührt, da dem damaligen Ministerium des Handels und der öffentlichen Bauten die Erhaltung der Monumente oblag-von der Obsorge für die Erhaltung der Vauoent-mäler nahm somit die ganze Denkmalpflege in Österreich ihren Ausgang. Die Anträge Ärncks, im Ministerium der öffentlichen Bauten eine Zentralkom-niission zur Erforschung ui?d Erhaltung der Ban-denkmalc zu crrichteu, die unter dem Vorsitze des Sektionschefs ^für öffentliche Bauten unter Znzic?-hung von Mitgliedern der beteiligten Ministerien, der Akademien der Wissenschaften und der bildenden Künste, dann der Gencral-Baudirektion regelmäßige Beratungen zu halten und an geeigneten Orten Konservatoren zu bestellen hätte, wurden von Seiner Majestät dem Kaiser am 31. Dezember 185)0 genehmigt. Aus manchen Gründen verzögerte sich jedoch die Aktivierung, so daß die erste Sitzung der Kommission erst am 10. Jänner ll>5)3 unter dem Vorsitze des Scktionschefs Karl Frcihcrrn von Czocrnig infolge einer Anordnung des Finanz-und Handclsministers Andreas Ritter v. Baum-gar t n c r erfolgen konnte. Im ersten Jahre der Wirksamkeit der Zentralkommission war der Kon^ servator für Krain der Kämmcrcr Anton Freiherr v, Eodclli, Vorstand des historischen Vereines zu Laibach, und als Korrespondenten fungierten: Doktor Heinrich Costa, Direktor ous Gefällsamtes in Laibach, für Overtrain; Dechant Georg Gabrijan, Pfarrer in Wippach, für Innerlraiu: Propst Äar-tholonläus Arko in Neustadt!, für Unterkrain: Dok-tor Vinzenz Klun, Sekretär des historischen Vereines fi,l Nrain, in Laibach. (Fortsetzung folgt.) Eine Kunstgalerie in Laibach. (Foit.ehung.) Wir müssen gestehen, daß wir vor vier Jahren, als wir die erste Ausstellung slovenischer Künstler in Laibach sahen, diese Zeilen kaum hätten nieder schreibe», dürfen. Denn damals standen, nicht viel anders als vor zwei Jahren, die Laibacher „Kunst sinnigen" vor den ausgestellten Kunstwerken m»t überlegenem kritischen Lächeln, machten Witze und verglichen die Werte der „Jungen" mit den Kunstprodukten, die man als geschmackvolle Zimmcrdeko ration vor der Domkirche um M Heller ersteht. Und da ergab sich mit rührender Einstimmigkeit das Urteil: Diese neue Kunst ist eine freche Klexerci. eine Geschmacksverirrung, die gegen abgezeichnete Kunstwerke absolut nicht aufkommen kann." - Hente, allerdings, wenn nach der in Wien geholten Aner kennung bei uns eine gleiche Ansstellung veranstaltet würde, dürfte sich gar mancher der besagten Kritiker in den anerkennendsten Worten über ebendieselbe Kunst ergehen, die ihm noch vor zwei Jahren als ein elendes Schmierwerk erschien. (Der Geschmack kann nämlich durch ein großes Wort eines großen Mannes sofort umgebildet werden.) Es dünkt uns, in unseren letzten Ausführungen liege etwas Stacheliges. Nun, dieses Stachelige möge keine zu grausamen Gleichgewichtsstörungen herbei-führen, denn was sich dem denkenden Kopfe dar aus ergibt, ist nur dies Geringe: Unser Forum ist, was den tunstästhetischcn Geschmack anbelangt, weit ungebildeter, als es im lleidermodischen oder im kulinarischen Geschmacke ist. Freilich ist das ein geringer Mangel für jeden, dein eine „Weinprobe" wichtiger ist als ein gelehrter Vortrag oder ein wahrhafter Kunstgenuß: aber für Emporstrebende ist es lein geringer. Und da die Kulturförderer jedeufalls zu deu letzteren gezählt werden follen. so ergibt sich für sie die unabweisliche Forderung, diesem lnl turelleu Übel zu steuern: Das Publikum m u ß eben zu ästhetischem Empfinden erzogen werden! Dies ist unser zweites Postulat, aktuell genug, um die Aktualität unserer Frage zu unterstützen. Von der Wahrheit unserer Ausführuugcn be züglich der Geschmacklosigkeit m :">«tli<>li<.'i« könnte nns ein Blick auf die Wandoekorationen unserer Privatwohnuugen überzeugen. Bunte, ekelhafte Bildchen, höchstens ein schlecht reproduzierter De fregger oder ein paar geschmack und kunstlose Land schaften. Und besehen wir uns unsere Salons! Kunstwerke sind bare Raritäten, - Es verlangt ja nie mand. daß Kunstwerke jede Wand zieren sollen, aber wenigstens ästhetisch soll das sein, was wir als ästhetisch zu betrachten erzogen sind . . . Wir glau beu uns über dieses Gebiet weiter nicht verbreiten zu brauchen, denn es erscheint genügend klar für jcdei'NM!!!!. dl'l- klar seln'» will, v'ines !!!!!' isi e5. Was wir beifügen wollen: Sicher ist es anderswo in dieser Nichtnng nicht viel besser bestellt; aber damit ist noch nicht gesagt, daß es bei uns nicht besser wer den dürfte. Und fürs andere möge man beileibe nicht denken, wir wollten jemand imputieren, er müsse für die fogenannte „neue Kunst" Feuer und Flamme werden! Nnr der ästhetische Geschmack soll gebildet werden: es soll jedermann Gelegenheit gegeben wer den, sich diesen auszubilden, und znr Erfüllung dieser Forderung sollen alle Kräfte anfgeboten werden, daß eine Anstalt errichtet werde, welche die oben geforderte Gelegenheit bietet. Eine solche ästhetisch Pädagogische Anstalt aber ist gerade eine Galerie für bildende K u n st. (Fortsetzung folgt.) — (Personal nach richt.) Seine Majestät der Kaiser hat den Direktor der Lehrer Vildungs anstatt in Eapooistria. Herrn Viktor Acxel. zum Mitglieoc des Landesschulratcs vou Istrien für die restliche Tauer der laufenden FunktionQpcriode ernannt. ^ (Weidmannsheil.) Seine k. und t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Josef Ferdinand hat gestern früh im Reviere des Herrn Perles in Sairach drei Auerhähne erlegt. ^ (A usstand in Iauerbur g.) Über den in Iauerburg nuSgebrock^enen Ausstand wird lins von dort geschrieben: Die Krainische Industrie-Gesellschaft hat die Blech- und Stabeiscnfabrikation von Sava bei Aßling in ein neu gebautes, nach den besten Erfahrungen modern eingerichtetes Werk zn Iauerburg übertragen, weil in manchen Jahren der Wasserstand der Save im Winter so gesnnkcn ist, daß die einzelnen Betriebe uud die Arbeiter in Sava, die hier so wie überall nach dein Gewichte der Er zengung entlohnt werden, unter dem Mangel an ,Uraft empfindlich gelitten hatten. In Iauerburg wurde mit dem Minimal Wasserstande gerechnet und bei dem Gefalle von :ik7 Metern eine konstante Kraft von 1W0 Pscrdckräften erzielt, so daß den frühereu Übclstänoen abgeholfen wurde. Die einzelnen Betriebe wurden nach und nach, zuletzt im Jänner d. I. die Feinstrecken von Sava nach Iauerburg über tragen. Dabei wurden einzelne geübte Arbeiter nach Iauerburg mitgenommen, mehrere junge Leute !>> gegen neu aufgenommen, welch letztere die Arbeiten erst lernen müssen, was immerhin einige Zeit erfordert; auch erfordert ein neues Werk noch hie nlid da Nachhilfen, so daß, objchon die Gedinge reich-lich bemessen wurden, die Erzeugung wegen der Un geübtheit der Arbeiter noch nicht jene Höhe erreicht hat, die erzielt werden kann, nnd die Ware auch teil weise nicht so exakt gewalzt war, wie dies der Fall sein sollte. Die Löhne stiegen jedoch von Monat zu Monat und betrugen im März wesentlich mehr als in den früheren Monaten. Trotzdem waren einzelne Arbeiter unzufrieden, da ihre Kollegen im ältere» Werke zu Sava im März sehr viel erzeugt lind mehr verdient hatten als sie in Iauerburg. Nach der Mo natszahlnng am 15. d. M. stellten tagsdaraus die Arbeiter die weiteren Dienstleistungen ohne vorher gehende Ankündigung plötzlich ein, entfernten sich infolge von verschiedenen Agitationen und ließen die Öfen mit vollem Einsatze brennen. Die Direktoren hielten der am nächsten Tage erschienenen Depnta tion der Arbeiter ihr Unrecht vor, insbesondere das plötzliche Verlassen der Arbeit bei gefüllten Öfen ohne vorherige Bitte oder Kündigung, wodurch sie mnt willig das Wert geschädigt hatten; sie erklärten ganz außer stände zu sein, sich irgendeine Lohnerhöhung erpressen zu lasseil, sprachen jedoch ihre Bereitwillig keit aus, allen berechtigten Wünschen nachkommen zn wollen, sobald die Arbeit wieder aufgenommen werde. An die Arbeiter wurde von der Direktion folgender Aufruf erlassen: „An unsere Arbeiter vom Werke Iauerburg! Am Kl. d. M. haben mehrere von euch die Arbeit plötzlich verlassen, ohne vorher ir gendwelchen Wunsch, geschweige denn eine begrün dete Beschwerde den unterzeichneten Direktoren vor gebracht zu haben. Die verschiedenen Besprechungen, welche die unterzeichneten Direktoren bisher mit Euch gepflogen habeil, konnten diefen unüberlegten Schritt nicht rechtfertigen, denn es wnrde lediglich eine allgemeine Lohnerhöhung verlangt, die wir lins nicht anf solch ungehörige Weise erpressen lassen kön nen. Das Werk ist größtenteils nen, und obschon nach besten Erfahrungen gebaut, erfordert es fukzcssive Nachhilfen/welche die Arbeit nicht fo günstig fort-schreiten lassen wie bei einem ältere» Werke; ander' seits seid Ihr auch nicht eingearbeitet, nmßtEnch erst einüben und die nötign Hcindgrisfe angewöhnen, um gute Arbeit in entsprechender Quantität zn leisten. Die Euch bekannten, rechtzeitig angeschlagenen Gedinge sichern Euch dann einen guten Verdienst, welcher jenem von Aßling in keiner Weise zurückstehe!, wird. Je mehr Ihr die Arbeit kennen und Ench ans die nenen Vorrichtungen gewöhnen wer Laibacher Zeitung Nr. 91._______ 784________ 22. April^> det, desto mehr werden Euro Verdienste steigen. Ohne entsprechende nute Erzeugung tonnen wir die geuügend reichlich bemessenen Gedinge nicht erhöhen. Wir fordern jeden Arbeiter auf, welcher sich nicht mit Geduld fügen will, um seine Abrechnung rechtzeitig zu melden und unser Werk sowie die etwa zu-gewiesene Wohnung zu verlassen. Jene Arbeiter je-doch, die gutwillig weiter arbeiten Wolleu, mögen sich durch keinerlei Drohungen einschüchtern lassen uud werden aufgefordert, nächsten Donnerstag morgens ll Uhr sich zur Arbeit in der Fabrik einzufinden; sie werden entsprechende Reparatur und Negiearbeit und genügenden Schutz finden. Jene Arbeiter, welche sich weder melden, noch Donnerstag, den 21. d. M., znr Arbeit einfinden, betrachten wir auf Gruud der Dienstordnnng als entlassen und werden dieselben nicht wieder aufnehmen. Aßling am 1!>. April 1904." —- (Zum Aus stände in Iaucrburg) wird uns uoch gemeldet, daß der Aufruf der Direkt tiou uahezu resultatlos verblieb. Nur weuige Arbeiter haben ihre Beschäftigung wieder aufgenom men; im großen uud gauzen besteht der Streik noch aufrecht. -^ (Pers o u a l n ach richt.) Seine Exzellenz der Herr Oberlandesgerichtspräsioeut Graf Gleis-pach ist gestern aus der Schweiz zurückgekehrt. (Der Hil fs bc a m tcn - Kran kc u ' und Unterstützuugsvereiu) hat in seiner gestrigen außerordentlichen Generalversammlung die Änderung seiner Statuten im Sinne der von der l. l. Landesregierung angedeutete» gesetzlichen Bestimmungen einstimmig beschlossen. - (Jahresversammlung der Frau-enortsgruppe Laibach des Deutscheu S ch u l ve r c i n e s.) Unter dem Vorsitze der Obmännin, Fran Therese Maurer, und in Anwesen lieit der übrigen Vorstandsdamen sowie von Mitgliedern der Ortsgruppe fnud vorgesteru im Kasino die diesjährige (20.) Hauptversammlung statt. Die Obmännin betonte in ihrer Begrüßungsrede, daß die Ortsgruppe au5 Anlaß des äOjährigen Bestandes sür den Spätherbst eine größere festliche Veranstaltung, eine Vorstellung im Theater, plane. Dein vou der Schriftführern:, Frau Marie Wcttach, vorgetragenen Jahresberichte entnehmen wir folgendes: Der Kindergarten war von uahezu U)() Zöglingen besucht und steht nach wie vor unter der aufopfernden Leitung des Fräuleins Eugeuie S i n-ger, welcher Fräulein Auna Nöhm treu zur Seite stellt. Den Kindergarten frequentierte eine Neihe von Hospitantinnen, deren Prüfung stets die erfreulichsten Resultate ausweist. Zur letzten Christ-baumfeier spendete, wie alljährlich, die größte Wohltäterin der Ortsgruppe, die Krainische Sparkasse, einen hohen Netrag und bescherte außer der gewohnten Unterstützung und der Christbnumspende dsm Kindergarten ein neues Harmonium. Für alle diese Wohltaten wurde dem genannten Institute der Dank dargebracht, an den sich auch der für die übrigen Epeuden der Wohltäter fchloß. Das Andenken der verstorbenen Vercinsmitglieder ehrte die Versamm» lung durch Erheben von den Sitzen. Der Bericht er-wähnte ferner, daß die Teilnahme der Vorstandsdamen au dem Frühschoppen des Laibacher deutschen Turnvereines anläßlich des 40jährigen Bestandes das Erträgnis von 1084 1< geliefert habe: dieser Überschuß wurde dem Turnvereine zu beliebiger Verwendung gestellt. Aus dem vou der Zahl» meisteriu, Frau Mary G ö tz, erstatteten Kassaberichtc erwähnen wir, daß die Mitglicderzahl nun das vierte Hundert erreicht hat', die Einnahmen betrugen N7!1 X, wovon liOO K an die Hauptleitung in Wien abgeführt wurden. In den Ausschuß wur-deu die bisherigen Funttionärinnen gewählt. Es gehören ihm also folgende Vorstaudsdamen an: Therese Maurer (Obmännin), Ninka Luckmann (deren Stellvertreterin), Marie Wett ach (Schriftführerin), Rita Tön nies (deren Stellvertreterin), Marv Götz (Zahlmcistcrin). und Cäcilie Mahr (deren Stcllvertretcrin). Am Schlüsse der Versammlung teilte die Obmännin noch mit, daß di.e Hauptversammlung des Deutschen Schnlvereines diesmal in Marienbad stattfinden werde, und verlas oin Vegrüßungstelcgramm der in Florenz weilenden Frau Lina Krcu ter - G a lI5. - (Wasserleitung.) Wie uns mitgeteilt wird. beabsichtigt die Stadtgemeinde, Stein, deren bisherige Wasserleitung durch das Grundwasser des Feistritzslusses gespeist wird. eiue in Godi<'. Gemeinde Münkendorf, befindliche Quelle zu fassen und dieses Qucllwasser iu das bestehende Wasser-leitungsnctz einzuleiten sowie letzteres bei diesem Anlasse weiter nach den Vorstädten Prcd Mostom. Novi trg und Zapricc auszubauen. Über das diesbezügliche Projekt wird die kommissionellc Lolalver handlung am N. Mai, eventnell auch an den nächst-folgenden Tagen, stattfinden, ^ a. * (Vermiß t.) Der Maler Vela Schubert, 23 Jahre alt. geboren in Budapest, ist am 1. d. M. zum Besuche seiner Eltern, in Abbazia angekommen, wo er in der Pension Vellevue ein Zimmer bewohnte. Am 2. d. M. um 6 Uhr früh entferute er sich nun, mit einem Beintleide, Nock und mit Handschuhen bekleidet, auo dem Zimmer, ließ sich vom Portier das Tor öffnen uud ist seitdem verschollen. Der Vermißte hatte weder Geld noch Geldsachen bei sich. Die bisherigen Nachforschungen ergaben, daß sich Bela Schubert auf kraiuischen Boden begeben habe. Auf die Auffindung des Malers ist eine Belohnung vou lOOl) Kroueu ausgesetzt. Bela Schubert ist mittelgroß, von kräftiger Konstitution, hochgradig kurzsichtig, trägt einen kleinen Schnurrbart uud bekommt öfters Lachlrämpse. " (Du rchge gauge ue Knaben.) Der 13 Jahre alte Schuttnabe Emil Pirh. wohnhaft Nat-hausplatz Nr. 2, und der 14jährige Vagant Viktor Petrovli(> sind am 17. d. M. aus der Elternwohnung durchgegangen nnd sollen sich nach Steiermart oder nach Kärnten begeben haben. * (Abgängig.) Der geistesgestörte Schlosser-gehilfe Franz Pe5nik, eN ^ nahm diese Mitteilung zur Keuutuis und von ^^ abgetretenen Vorstande für seine erfolgreiche ^i den herzlichsten Dank. — Der Vettinsfenc ^ Kassier, Professor Kr.zic. besprach die ^ ^ Vereines uud trug die Iahresrechuung vor. ^ ^ss betrugen die Einnahmcu 5498 X 33 u, dtt ^ 400 X, wonach 5098 X 38 n erübrigt ^ Vcreinsvcrmügen zugeführt wurden. Dieses b . ^ 37.242 X 49 k und ist fruchtbringend ang ^,, gum Vereinsvorstande wurde Kanonillls ^"^ ,^z ss^ umgewühlt, die übrigen Mitglieder des AttM"» g, den sämtlich wiedergewählt. l>e< — (Vom Vereine zur b^u"^. Fremdenverkehrs in Veldes) erhalt" ft^ gende Zuschrift: Im Laufe des letzten ^" M^ beim l. l. Eisenvahnministerium in Wien «? ^ betreffend die Hebung des Fremdeuverkchres ^He: reich, statt. Es nahmen daran Vertreter '^ Landesverbände vou Fremdenverkehrs^ ,^ ^ uur Kraiu, Istrien und Dalmaticu waren ^s^' treten, weil iu diesen Ländern keine solch"' ^ Ac^ bände bestehen. Ill Kram beispielsweise Ml ^ .^ zur Hebung des Fremdenverkehrs mit .^ ^ ^ """' Veldes ganz vereinzelt da. Weil nun einer, ^^< Land Gefahr läuft, von den oben erwähnten ^ ,^ gell auch fernerhin ausgeschlossen zu werden ^„ba^ es anderseits auch an der von Seite des ^M ministerinms in Allssicht gestellten pekuniären ,^^ behufs Hebung des Fremdenverkehrs nicht p h ^ kann, solange es nicht über einen Landesv ,^ ^ Fremdenverkehr verfügt, wendet sich ber «F Hebung des Fremdenverkehrs in Veldes an ^» gebenden Kreise in Krain mit der Einladung, > M die Gründung lokaler Freuldenverkehrsvereme »^e>' tell, damit noch heiler die Konstituierung ^" ^M' Verbandes ermöglicht werde. — Vcreinsstat und slovenisch) stehen jedermann zur VerM . z»l — (In den Ausschuß des Vere' ^ Hebung des Fremdenverkehres ' ^ii», wurden am 17. d. M. folgende Harren ^ Dr. Emil Kliin et, Distriktsarzt Peternel, Bürgermeister (Obmanns > M' Dragotin Refte, Gemcindesekretär ^w yl, Novak, Lehrer (Schriftführer), Anton ^^t"" 'sitzer, Vinko Jan, Besitzer, und Iva" ^ ,^ Naufmann (Ausschußmitglieder). . L»^^ — (Dilettantenvorstellung ^" n ^ Die Dilettanten in Littai veranstalten "v ^.^ ,l 8 Uhr im Saale des Herrn Georg ^ .^ek'' ,.z führnng des Voltsstückes .Uovöok ^°, ^ L"^ Titelrolle spielt als Gast Herr Vuksel « ^ Bei der Vorstellung wirkt das Üittaier ^' ^ °^ mit. Das Neinerträgnis der Vorstellung ' ^ Fondc zur Anschaffung einer neuen 2M"^! gege" ^ — (Vcrnn glückt.) Am ^- ^^,'Bl<, Mittagsstunde verunglückte in Krainburg "' ^V°l. Helene Mrhar. Sie fiel beim Waschen sa" „A bccken in die Saue nnd konnte bisher noy gesuudeu werden, ^^„^^^ Telegramme ^^. des k. k. Megraphen-KorrespondeNi'V Der russisch-japanische B"eS'^de^ Petersbu r g. 21. April. Der U ^, P der russischen Telegrafenagentur "^ ,^cst^ Cl'l Artur vonl gestrigen: Wie es sich l)"""^ he" ,> war der Kreuzer „Bajau" ain 13. d., a^ ^ l^ pedobooten zu Hilfe eilte, gezwungen. > .^ cr ^, Nischen Geschwader sehr zu nähern, n ^ ,v" . dem Feinde mit Granaten heftig bci^ > ^ z.., ohne jedoch beschädigt zu werden. 6> ^>u deutsche Marineagenten angekommen, ,, schell Hauptquartier attachiert !u«d. ^^ i' ^ Petersburg. 21. April, ^e'lt"''^ spondeut der russischeu Telegraph ^c" Port Artur vom gestrigen meldet, «sl selbst unverändert. Der Streik in U«S°"- ^io" ^ Wien, 21. April. Die General ^n'a„ Südbahn veröffentlicht folgendes ^r > ^ „Negen des allf den Linieil der lön'ssu^ ^,l0^^^ Staatseisenbal)nen eingetretenen ^^ ^, jibcl Personen- »üld Gnterverkelir nach '" ^ ^!^Zcitnng Nr. 91. 785 22. April 1904. kiiijch^ .^ künisslich ungarischen Staatscisenbahncn ^lch ^ ^ Ininu', in wclchcr Station der Dienst ^h»^ ^^ ^r königlich ungarischen Staatseisen iiige d^ ^^Wrgcn ist. eingestellt. Die Personen-^itc^. "^' ^- Peter Fiume verkehren bis auf 5bieH "ur bis und von Abbazia Mattuglie. Die ^ Äb? ^^" Personen und Gepäck kann dalM ^>, ^Zlattnglic stattfinden. Von den Sta-^l 2i^/^^"^'lchischen und ungarischen Linien >!oi^ ^^l)n werden Güter nach und über Sta->>»! ^ ^/ungarischen Staatsbahnen nur nach den ^lun Äetriebsrcgleinents festgesetzten Ve ^'^ ^,^? ubernoinnien. Im Rollen begriffene ^isia " aufgehalten, bereits übernommene ^ M s?,'^^nn^rt. bezichungsweife zur Verfii ^'>>gt'^^^' ^^ ^lpril. Die Postdirektion hat ^Wen^l '" "^^u Orten des Landes, in denen ^lbcit "'""kehr "'ht. die Post mittelst Wagen l werde. «^'^pest. 21. April. Die am Nachmittage ab ^^l> . "^"ierenz der Streikenden hat sol !"," t>cr N ''^ ^"^'' der l^te-ei, Verhandlungen ^s,^ ^^ning angenommen: Enthebung der ?^>nim> ^"l^K'iten. die die Regierung falsch ^tre.f^ ^ichtbestrafung und Nichtpräterierung ^'''Ib., 'lnehnu'r: sofortige Erledigung des fälli ^der?""^^ ""t' der Gehaltszuschläge' Auk? '^ l,^ ^'"ung über die Dienstespragmatik be ?tet, ^"chttng der Stellungnahme der Ange-5^,^ ^anttlichr Forderungen sind binnen 2^1 '^„,^ "bullen und der Dienst erst nach der ^^ ""Zutreten, Für das Einhalten der W,l ""l! ycfy!^ ""e schriftliche Garantie der Regie ^ ^"lutiousbewcgung im Trausuaal. !'"e ^"sontein, ^l. April, Zn der im Be- > H°chd "l, erfolgten Verhaftung von sieben > ..^<^^'' angeklagten Vuren teilt die Zei /< ^ z,f ,/uf Grund von Angaben eines vor z ° Nrd l ' ^ ""^ ""l'erer mit. daß eine leb-^ ii^ ^Mwnsbewegung bestehe, deren Leiter Ift^nd "^^"uialua-Lande wohnende srühere ?^!t n l^en. Diese sollen eine geheime Gc ^l jch "^^voll. das; transvaalische Freiwillige ^"l)l rüsten und Transportmittel mieten. NiMlommcuc Fremde. Hotel (tlcfailt. Äm 2 l, April, Glück, Voschenhofer, Herz. Prasse, Herzog, Eisenhammer, ttohll, Tried, (Aoldbergcr, Reisende; Penzer, s. Frau, Grünwald, Nauheim, Groh, Schianz, Grün» mann, ilflte; Hofbauer, s. Schwestern, Virgmeyer, s. Frau, Privatiers, Mien. — Koblijchel. Reisender. Barn, — Marcus, Reisender, Zürich, - Meiner, Kfm,. Trieft. — Schalthosf, Ksm,, Möbling. — Schwelld, ttfiu, Stuttgart. Hotel Stadt Wie». Vom 20. bis 22, April. Krämer, Lante, Beamte, Ichenhausen. — Neuberger, Bezirlsarztensgattin, Iirlnih. — Zippellius, Fabrikant; Zimmer, Reisender, Nürnberg, — Haftinger, Ingenieur; Eisner, Veamlcr, WocheinerFeistritz. — Dr. PerelN). Zahnarzt; Effenbergoi, Fabrikant; Weißer. Vcamtcr; Vlumenkrauz, Winycim, Murawitz, Kurz, Pentsck, Schwarz. Hocl, Reuter, Premier, Geiringer, Hausner, Pircher, Stein, Suschny, Orünhut, Herzl, ilflte.; v, Urschih, Plivatier. Wieu, - Loy, Bürgermeister; Röcht, Privat, Gottschce. - Franc, Ingenieur; Echnabl, Nfm., Trieft — Dr. Kober, Privatier; Punlscher, Fabrilsdireltor; Fried, lifm., Veutheu /Schlesien). --Wcssely, Dietrich. Ezner, Ladftätler, Küllhanser, May, Reiseude, Graz, - Dr, Stahuljal, s. Familie. Klanjec (Uroaticn). — Vuisbcrg, Fabrilant, s. Familie, Budapest, — siowal, Fabrils-bcsiver, Eisner». — Clcret, Kfm., Krunenberg, —"lArncun, Reitmeüer, Redatteure, (^raz — stjeoiss, Veanlter; Ialioda. Privatier, Linz, Oolob, Debeuc, Priestrr. Pobgora. ^ Legat, Lübner, Veamte, XtlagenfnN. — Dr. Galasch, Ahling, — Lases, Reisender, Klosternenburg. Verstorbene. Am 20. April. Franz Malellöel, Psriwdner, 7l I,, Iapeljgasse 2, 'I'ttko» ll«r»u^li5l, Vitln», LoilU«, Herzlähmuilg, Im Zivil spitale: Am 19. April, Ignaz Millit, Försterssohn, 5 M,, Scharlach, ^<"pl>slti«, p.^>.'l!/«i« om^I». — Maria Hrovat, Arbeiterin, 53 I., Vltinn» c<»<1i!,. Am 2tt. April. Maria Märe», Taglöhnerin, «6 I,, Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe 30»; 2 m. Mittl. Lnftdluck 736 0 mm. .^, ^ U,»i. ! 733 2 'iß^tzs' S. schwach , hall' brwöllt > ^^ 9 . Ab. 733 4 N 0, windstill ! heiter j ' 22.l ? U.ss. ! 733 0 ^'9 7, NO. schwach ! bewölkt s0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur N-l>", Normale: 10 7". Verantwortlicher Ncdalteur: Anton Funtet. Tužnitn sicein javljamo noiodnikuiu, prijatoljum in nuanoein, da jfi Vsomogoèni pokücil k Sol>j ne-pnKHbljeno, iakreuo ]jul)lj«ni>, nen;l in;it«r, <>/,ii«nn;i höer, sestro, svakinjo in tttlo, g-OHjju Franèiško Dezman, roj. Adamic vdovo knjigovo*kega raojstra «lanes v «redo, dno 20. t. m., xveöer ob 8. uri, |»> . iiri populdno i/. hiSc ialosti, hv. Petrn iinnip št. 7, n:i po-kopaliftoe pri »v. Ivrifitofu. Svote niHfte zadnfinif.e lirnle ho boilu v ^.npni cerkvi èè. o». franöiökauov v Ljul)lj:ini. Mlngo pokojnico priporoiüriino v pulxi/.no nmiitev in prijazon spomiii. V Ljublj.ini, dne 20. apiila 1904. Jonip I>i'xniHii. nin. — Fruuc, Jericu A«tu infè, HlaiiAi. — Av^nwt in Itllnk» Adumiè, lirut in HCHtra. - Fani Aduuiit", mj. Milotl, Marija I>e*niiau, svakinji. — I'HVla, Frida, Merlcu, ^alalija, O»kar, netjakinje in neljak. Vetrnblen Herzens geben wir den Verwandten, Freunden nnd Belannten die Nachrichl, das; der All° mächtige dii,' nnvcrgehliche, inmgstgelirbte, »umschliche Mutter, beziehuilgsweise Tochter, Schwester, Schwägerin nnd Tante, Frau Franziska Deöman, geb. Adamiö Buchbindermeisterswilwe hente, den 20. d. Mls,. um 8 Uhr abends, nach langer, sehr schwerer Krantheil, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, in ihrem 4«, Lebensjahre zn sich berufen hat. Das ^eichciidogmignis smdel Freitag, den 22, d. M., um tt Uhr nachmittags vom Tranerhausc Petersdamm Nr, 7 aus auf den Friedhof zu Tankt Christoph statt. Die heil. Seelenmesse» werde» in der Pfarrkirche der l't'. Franziskaner gelesen werden. Die teure Verblichene wird dem fromme» Gebet nnd freundlichen Andenken empfohlen. Laib ach, den 20. April 1U04. Joses Heiman, Sohn - Franz und Ulertrub Uftamiö, Eltern. — August Udami«, Bruder; Miuln Udami«. Schwester Kauni Ildami«, geb, Miloti, Marie 3>e5ma». Schwägcriunen. — Panla, Frida, Merica, Natalie, DSlar, to* 32/4' del° Martina Grc-\8°dnMeS!nika ^Rakovnika, za-\ ^ ^u°^nun° ljlaxnost' P°d »krb-t!i^^Upanv. P°8tavilo gospoda Fran-' ^ sL-Ji°U) Posestnika iz Rakov- \'^°jll|y»o sodiaèe v Mokro- ¦i'T" ~- xe 2> aprila 1904- / .......----------~ * Firm. 302 Zadr.H.~8/9. kS irzglas- ^i; >' v zadružnem registru 5Si?«°društvo v žireh» V '* U^ , ruga K ouiejeno zavezo, j^ J«nP. rtva iiR8topila Jernoj Mli- ^H^ >ènik- 'l^^__(ine 18. aprila 1904. Orientalische, persische Teppiche. Die beatrenommierte Firma ^__^_ m^ Haggi Giorgio Sohn aus Triest ^M Laibach, Wieuerstrasse Nr. 20 (Hribarsches Haus) iü»t mit ihreu orientalischen, persischen Teppichen infolge mehrfacher Bestellungen, die ihr uach Trieat zugekoiumen sind und um den Wünschen ihrer P. T. hochgeschätzten Kunden leichter zu entsprechen, wieder in Laibach eingetroffen und findet €llo Kröffitiingf Samstag, d€»*m «3. A.^^I19 ntatt. Da der hiesige Aufenthalt nur für kurze Zeit in Aussicht gestellt int, wolle niemand die günstige Gelegenheit versäumen, seinen Bedarf bei sehr Boliden Preisen rechtzeitig zu decken. Zu zahlreichem Besuche empfiehlt sich hochachtungsvoll (lM, ,_j Pascal H. Aidinyan. S. 9/4 Sl^vnriu Franöifike Kunstek, <4wWah ät 30'8e je po' , -i\% hHXX uPnftov, ki so doäli ^°JitiJ Kr Upravnika '«ase goapod •'" I),*111' ?dvetnik v Kamuiku, mestnika gospod Franc Flerin, trgovec v Domžalah. C. kr. deželna sodnija v Ljubljani, odd. Ill, dne 16. aprilä 1904". "(Tßiij IklÄ_?-23/i 3. i. Oklic. ! C. kr. okrajno sodiäöe v Mokro-iingu je na podstavi odobriia c kr. okrožnega sodišèa v Itudolfovem, po-deljencga z odloèbo od 31. marca 1904, opr. žt. Ne. 1. 33/4/1, delo Ano Terlep, koèarico iz Jeläevca, zaradi sodno do-gnane blaznosti pod skrbstvo in jej postavilo Franceta Terlej>a iz JelSevca aa skrbnika. C. kr. okrajno sodiääe v Mokro-norru, odd. T; dne 2. upril« ] »04. (1614) Firm. 303 Firm. p. t"l. 273/27 Izbris firme. Izbrisala se je v registru /,a firme posameznili trgovcev: Spodnja Sinka, Jos. Dekleva, trgovina '/. vinom in žganjem v >Spodnji tsiäki vsled opusta kupcije. — Ljubljana, 18. TV. 1904.