^24. Freitag azn3lj. Jänner l863 Die »kllibllch« Zeitung" erscheint, nnt Ausnahme der Soml- und Feiertage, täglich, und losict sammt den Beilagen im Comptoir gauzjn'hrig n fl., ha!v> jährig 5 fl. 50 lr., mit Oreuzband im Comptoir gauzt. ^2 fl., halbj. 0 fl. Für die Zustellung in's Hau« sind halbj. 5,0 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., uutn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl., halbj. 7 fl. 50 lr. ÄNscrtiollbgcbülir !>!r rl»e Garmond - SplUlni^'ilc oder den Raum derselben, ist silr 1 malige Einschal-tung ß tr., für 2malige8tr., für 3iualige 10 lr. u. f. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions-Stempel per 30 lr, für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. W lr. filr 3 Mal. 1 fl. 40 lr. für 2 Mal und 90 lr. filr t Mal (mit Inbegriff des IusertionSstcmpelS). Amtlicher Theil. 3>e. l. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung von, 15, Jänner d. I ans Gnade die Marktgeineindc Sächsisch »Regen in Siebenbürgen in die Reihe der Staate zn erbeben geruht. Das Ministerium für Handel lind Volkswirth. schaft l>at die Wiederwahl des Nicolo Mazzolini zum Präsidenten, lind des Lnigi Usoni zum Vize« Präsidenten der Handels- und Gcwcrbckammcr in Trcviso bcstäligt. Das Ministcrililn für Handll und Volttwirth. schaft hat dic Wicderwahl des A. G. Pummcrcr znm Präsidenten, und dcs Franz Hon aucr. zum Vizepräsidenten der Handels- und Gewrrbelammer zu Linz für das I.chr I^ll^^ bestätigt. " Nichtamtlicher TIM Der Aufstand in Polen. Nach allen Nachrichten, dic freilich wegen hänsig linlerbrochencr Verbiudlingen ziemlich spärlich und un-vollständig einlaufen, zu schlicken, scheint dic Katastrophe in Polen sich dem Ende zu nahen, und wir MnsssN uns begnügen, Momente ans derselben nach» zutragen, die uns ein Vild von jenen traurigen Tagen und Beleuchtung über dic Motive dieser aber-maligcn unglücklichen Revolution geben. Man scheint sich in den revolutionäre» Kreisen auf auswärtige Hilfe verlassen zu haben', die dann ausgeblieben ist. Eine der interessantesten und wichtigsten Nach» richten aus Warschau ist in dieser Hinsicht wohl die, daß am 22, daselbst ein Plakat des geheimen Zen» tral'Comitl>'s an den Straßenecken angeschlagen war, welches der Bevölkerung mittheilt, daß Frankreich die gebegten Erwartungen getäuscht und die bestellten Waffen nicht übel die Grenze gelassen hat! Daraus ergibt sich. daß das Zcntr.,l>Comitö an dem Aufslande keinen Antheil hatte, vielmehr dic Bc-völkcrnng zur Ruhe ermähnen wollte, indem es bei dem Mangel an Waffen die Erfolglosigkeit und das Unheil eines Aufstaues begreiflich machte. Das Pc-teröl,'nrger Telegramm, welches von einer organisirlcn ^mtholmnäliönacht sprach, steht also jedenfalls in W'dMprnch nicht bloß mit den Thatsachen. sondern eu',l m>t den Absichten der Revolutionäre, Die ein-zc»en Kampfc erscheinen ^ als bloße verzweifelte thaten der von der Menschcnjagd ,willen Flüchtlinge. Einc zweite Folgerung des erwähnten Plakates w die Ferndaltung der französischen Regierung von den miglueklichcil Wirren in Russisch - Pc^,,. Die französischen Blätter bringen bisycr nnr dic crste lele-grapbi,chc Nachricht von'dcm Aufstand, obnc irgend cinc Betrachtung darüber zu machen. Es ist gar kein Zweifel, daß i» dcn demnächst eintreffenden englischen l,nd französischen Blättern dic offiziösen nicht ausge-nommcn. herbe Worte über das furchll'arc. den ^it-Verhältnissen so schroff gegenüberstehende russischc'Re-giment sich vernehmen lassen werden. Alle Rncksich. ten der Politik vermögen bei dein heutigen Slano'der Zivilisation dicßscils der Weichsel nicht mehr das Schmerzgefühl über Blut» »md Gräuelthatcn zum Schweigen zu bringen. Die italienische Negierung bat sich selbst bei ihren jahrelangen Gönnern nm alle Smnpatbicn gebracht, seit sie in Neapel mit dem Am)onnct und dem Gendarm das piemontesischc Rc-tt'mcnt aufdrängt, umsomehr mnß sich gegen Nnßland bas Glfs,^ i.^. Milwelt aussprechen, welches ander ^pihe seiner Maßnahmen nicht einmal irgend eine moralische Idee zu stellen vermag, welche den Unter< drücknng^kampf. den ls wiederholt einging und der so grell gegen srine moderne alisirärtige Politik ab' sticht, auch nur zu beschönigen geeignet wärc. Es nimmt sich ctwas sondcrbar ans. wenn dcr Aufstand in Polen dcr^europäischen Agitationöparlei zngeschrie. bcn ivird, wäbrcnd russische Agenten im Orient nach allen Richtungen bin für den Ausstand thätig sind. nnd russische Waffen ganz lassen den aufgeregten Völ' kern geliefert werden. Die Haltung der französischen Regierung dcr polnischen Revolntionspartci gegenüber, wie sie in dcm oben bezeichneten Plakat von den ge> Heimen Fnbrcrn selbst ausgesprochen wird. ist gan; dem System entsprechend, welches seit dcm Eintritt Drouin dc Lhuys in das Pariser Rabinet dort an-genommen wuroe. Wir lassen hier noch die interessanteren Nach« richten folgen, wie sie auf den verschiedenen Wegen uns zugekommen. Der «Brcslauer Zeitung" gehen v. 24. d. M. folgende Mittheilungen ans Warschau zu: Dcr Plan der Aufständischen läßt sich schon jettt übersehen; er bestcht darin, in jeder Gcgeuo die Verschworenen sich sammeln zu lassen, wo dann ein vom Zentral« Eomitö beauftragter Anführer sie nach einem der für größere Ansamminngen bestimmten Pläpe führt. Hier übernimmt ein oberer Anführer die Leiinng. Viclc dcr Verschworenen sind gehörig bewaffnet, dcr allergrößte Theil aber nur nut Reu^lvcr». Sensen. Piken, tanzen nnd dergleichen. Auch sollen einige Abthei» lnngcn hölzerne Kanonen haben, wie sic General Bcm 184!» in Siebenbürgen gegen Inders angewcn. det hat. — Am stärksten soll die Zahl dcr Verschwo» reneu im Kreise Gostonin sein. wo 15 große Zucker, Zabriken über 20.000 Arbeiter beschäftigen. Diesem, als nicht Ackerban treibenden Kreise, ist die in diesem Jahre den letUeren gewalirte Befreiung von der Aus« Hebung nicht zu gnte gekommen, weßhalb sic der Ver» schwörung um so bereitwilliger sich anschlössen. Diese Fabriken, sowie viele in Warschau und im Lande, stehen jetzt aus Mangel an Lentcu ganz untbätig. Ans Plock haben die Aufständischen einen form» liä'cn Angriff unternommen, sind aber heftig zurück» geschlagen worden. Vs sollen von beiden Seiten 150 Todte sein; jedenfalls ist viel Blut geflossen. In Kielce soll der Angriff gelungen und soU diese Stadt in den Händen der Aufständischen sein. Pjotrlow ist vom Militär verlasse» nnd uou dcn Aufständischen beseht. Heute zirkulirtc eine vl'n der provisorischen Regierung unterschriebene Proklamation, worin den Bauern die Grundstücke, welche sie r Eigentl'nm zuerkanm und den Gutöbesipern di? Vergütung dasür aus Staatsmitteln verbeißen wird; unter einer zweiten nur nicht zu Gesicht ge< kommenen Proklamation soll als Präsident der pro« visorischcn Regierung Frankowski unterschrieben sein. O. Eitzunst des kraittischcn Landtages pom 2'.>, Jänner. Die Sit?nng beginnt um 10 Uhr 10 Min. Das Protokoll wird verlesen. Ab.i. Tom an (slovenisch) uerlangt Berichtigung desselben. Abg. K r o m e r tritt diesem Verlangen entgegen, indem er beweist, daß das ProwkcII richtig sei. Dcr Landtag entscheidet sich m dcr Majorität für A»»ahme des Protokolls. Der Präsident theilt dem Landtage mit. dap das löbl. Ofsi;ierkorps die Herren Abgeordneten zu dem am 2. k. M, stattfindenden Balle eingeladen babe; ferner, daß die beiden Schriftführer Sledl uud Guliman um ihre Enthebung biiten, weßhall) er oic Neuwahl auf die Tagesordnung geseht habe; dann, .,1 ! ' ' daß der Abg. Graf A, Aucrsperg einen Eihnngsbe-richt des Herrcnbanses ans den Tisch des Hauses znr Einsicht niedergelegt habe, Tagesordnnng: Geschäftsordnung. Die §§. 16—20 werden ohne Debatte angenommen. Bei §, 21 beantragt dcr Abg. Brolich einc 'Aenderung; der Antrag wird nicht untmlütu, dagegen dcr Paragraph in dcr Fassung des Ausschus» ses angenommen. Ferner werden dic §§. 22 bis 25 oh»c Debatte angenommen. Bei H. 2<) erhob sich Se. Erzellenz der Herr Statthalter Frcil». v, Sch ! oißnig g nnd beantragte, dem Texte des Paragraphs linen Sat) beizufügen, in welchem dem Herrn Laiueschcf odcr den Regie« rungölommissären das Recht zugesprochen wird. den Ausschußsihuugcu bciivohnen zu können. Se. Exzellenz weist dabei auf den Reichsralh in Wien bin, wo auch dic Minister. Hofkanzler und Ehefs der Zen< tralbehörden den Ausschnst«Berathuugen beiwohnen lonntell. Abg. Suppan bestreitet Sr. Exzellenz das Recht, im Landtage Anträge zn stellen; was das Erscheinen dcr Rcgicrungskommissäre in dcn Ans-» schüsjeu betreffe, so habe sich die Negierung dieses Recht nicht in der Landcsordnung gewahrt; es bleibe, dein Ermessen der Ausschüsse überlassen, ob stt' die Regiernngsorganc beiziehcn wollen, oder nicht. Abg. Dcschmann sagt, der Ausschuß habe diese Angclcgcnhcit reiflich erwogcu lind gefunden, daß durch Aufuahinc cincr solchen Bestimmung der Arti« kel ^7 der Landcsordnung erweitert werde, was zu thun dcr Ansschuß lein Recht habe. Der Ausschuß habe sich für die volle Freiheit und Unabhängigkeit dcr Alisschüsse in den Vorberalhungen entschieden, die jedoch dnrch die Anwesenheit von Regiernngsorganen in Hragc gestellt werde, delen Geschäflsrontinc und Beredsamkeit bestiunnend auf die Ausschußmitglieder wirken könnte. Im Bezug auf das Beispiel vom Reichsralh bemerke er, daß dort die Verhältnisse an< ocrc waren, als hier; hicr sci cinc Becinflussung leichter. Das sei dcr Grund, weßhalb dcr Ansschuß gcgcn das Zulassen dcr Regierungvorganc gewesen sei. Sc. Exzellenz der Herr Statthalter crwie« derte bezüglich dcr Ansicht des Abg. Snppan, daß ein Passus, dcr dcm Landcschcf das Rccht abspreche. Anträge zu stelle», iu der Laudesordnllllg nicht vor> lomine, es stchc vielmehr dcmsclbcn das Rccht zll das Wort jcdcrzcit zll crgrcifen, lind man könne ihm wohl nicht vorschrcibeu. was und wie er rcdcn wolle; im Hinblick ans das von, Abg. Dcschmauu Gcsagtc bcmcrktc cr. daß bei reiflicher Uebcrlegung dcs § :l7 der Landes'lDrdnung sich zeigen nuißtc. daß von ci> nem Rechte dcr Ausschüsse darin nicht, sonlern nnr des Landtages gesprochen werde. Man müsse Regierung uud Landtag nicht als Gcgcnsähc betrachten, wenn erstere offen z» Werk gehe. wie sie es eben bei der Vorberathung der Regierungsvorlagen gethan, so müsse es dieser auch tdun. Die Unabhängigkeit dcr Ausschußmitglieder werde nicht bedroht, ibr Urtheil nicht beeinflußt, das bezeuge», dic Vorgänge in allen Provinzcn. Ein Uebe'.'emfommcn sei im In^ teressc der gute» Sache zu wüuschcn. Abg. Suppan vertheidigt seine Ansicht, der Landtag solle sich eines so wichtigen, ibm nach der Landesordnung zustehcndcn Rechtes nicht entäußern. Es sei eine Prinzipien-Frage. Abg. Brolich bekämpft die Ansicht des Abg. Suppan, daß dcr Herr Statthalter keine Anträge zn ,'lcllen habe; derselbe könnte ja bei Bernll'ung der Regierungsvorlage!, Abändernngs' oder Zns.iNaulrägc stellen. Abg. Dcsä, manu uertbeidigt sich gegen den Vorwurf Sr. Exzellenz, der Ausschuß habe die Angelegenheit nicht sehr reiflich überlegt, In Wien sei. ?>3 das Erscheincil der Miilister. Hofkanzler ?c, in den Ausschüssen durch rill Reichsgeset) bestimmt worden, Wünsche dic Regierung auch deil Alisschüssen dcr Landtage bcizuwolincn, so sollte sic das al>ch durch riil alif legalem Wege ciuzubringcndcs Gcseh thun. Abg. Kromer spricht im gleichen Siilue. wie die Abgeordneten Suppall und Deschmann. Se. Exzellenz bemerkt, daß. wie das Er< scheinen der Minister:c. in den Ausschüssen oes Reichs« rathes eiil eigenes Gcsct) erforderlich machte, l'is 4i) werde», dann ohne Debatte angenommen. Hierauf wird noch einmal über die gauze Ge> schäftsordnung abgestimmt lind dieseldc angenomincn, Al'g, BIeiwcis (slovcniscl,) stellt den Antrag, die Geschäftsordnung sollte i» beide» Sprachen vcr-villfältigt und den Abgeordneten zligesteltt werden. Der Aixrag finde» hinreichende Unterstützung, Vei der bierauf vorgcnommenen Wahl zweier Schriftführer wurden die Abg. v. banger und Vrolich gewählt, Schluß der Sitzung 12'^ Ubr, Nächste Sitzung Samstag. Oesterreich. Mien. Die Regirrnng hat sich bekanntlich zu Allfang Des Jahres I860 durch das häufige Enlwei< chcn militärpflichtiger Jünglinge aus dem lombardisch» venetianischcn Königreiche lind Südlirol in das be» nachbarte Allsland gcnöihigl gesehen, znm Schnyr der ihreil Pftichten treu gebliebenen Bevölkerung die ausllalnnslv.'isc Auordnllng zu treffen, daß dic Stcl-luugsbezirle zu verhalten seien, für jeden entflohenen Il!lt> voni i^'ose getroffenen Stellnngspfiichtigen die gese^lichl Militärl'cf'.eiungstarc gegeil Regreß an dessen Vermögen zu erlegen. Diefe Maßnahme war zur Zeit das Gebot einer politischen Nothwendigkeit. Wie uun die „G. E." aus authentischer Quelle vernimmt, haben Se. Majestät allergnädigst zu erstatten gernln, daß obige Auönalmlsinaßregel bei der bevorstehenden Hecresergänzung für das Jahr I8tt3 nicht mehr in Anwendung zu bringen, nno auch im lombardisch« venetianischcn Königreiche nnd Südlirol die volle Wiiksamklit der bezüglichen Vestiinmungen des Heeres» Ergänzungs-Gesehes wieder herzustellen sei Wir er-' blicken in diesem allerhöchsten Gnadeilaklc ein erhöh< tes VeNralieil dcs Monarchen in die Konsoüdirlmg der Zliständc im lombardisch.venclianischen Königreiche, ein Eilifallsil der vorhanden gewesenen politischen Nothwendigkeit zu Auönahmsmaßregeln. lind sind überzeugt, da») anch die betheiligtcn Geineinden die ihucn gewordene lvesentliche Erlrichleruilg daulbar entgegennehmen werden. Fraukreicli. Paris, 2(5. Jänner. Abends. Der Adrepent' lvurf des Senates sagt: Die Worte deS Kaisers scien vom Senate lind von ganz Frankrelch mit lebhafter Zustimmung aufgenommen worden. Der Eutwurf spricht vo>l der ^age des Bandes und von dci Politik, von dcr moralischen Größc und dcr materiellen Vcr« bcssernngeil, über welche dcr Kaiser cinc Darstellung gegeben. Von den nächsten Wahlen sprechend, sagt vcr Adreßcntwnrf: Mulhige und dem Kaiser ergebene Beistände werden sich wieder finden. Die i,'ogik des Volkes sei stark, die Vergangenheit bürge für die Zu kunft, und die Vergangenheit hal'c unermeßliche Schrille gegen dic ubcrstc Stufe gemacht. Vom Senate sprechend. sa,zt der Entwurf: Dcr Senat habe seinen Beistand bei Errichtung des Kai> scrrcichcs gelicl'cn, uud hat dem Kaiser auch seinen Beistand geliehen, als er selbst (der Senat) nformirt wurde. Die Aufgabe des Senates sei eine leichte' denn das Land schellt dic Gefahr einer zu großen Freiheit der Monarch, beseelt vom Geiste der Epoche, ver-schmäht ein Uebermaß dcr Auwrilät. Im gegeuwär-tigen Augcublicke crwartct der Senat ruhig den Verlauf dcr Ereignisse. In Betreff der äußeren Politik sagt der Entwurf: Frankreich müssc gegen Mexiko zichcn. da sein Banner vor den» Feinde stehe. Ill Jialien scheinen die Konflikte in die Ferne zu rücken: ln Tu> riu spreche man nicht mcbr von Nom. Der Papst, geschüttt durch die französischen Wasfcn, erklärt seiilc Dankbarkeit für dcl, Kaiser. Der Papst weiß, das die Unabhängigkeit Italiens lein Pakt Frankreichs mit der Revolution sei. und daß mau auf den Kai-' scr zählen könne, wenn lie Ehre nnd Verpflichtungen aus der Vergangendeit il're Stimme vernehmen lassen. Dcr Mrcßeiltwurf bcdcuiert, daß dic von F-ranl-reich projcltirtc Intervention in Amenta nicht zu Stande gckmnmcn, nnd dics; nm so mehr, als onreh die Fortsetzung dcs ^riege>> dic Industrie leidet. Dcr Ent' wurf sagt sodann Einigcs iibcr dic anderen Äcrichtc dcr Hliuistcr uud fiudct dic ^agc nusgczcichnct. Er schließt mit den Wortcn: Wie dcr Stand unserer Gesichtskreise auch scin niögc, so erwarten uns noch wciterc Pcrspcttivcil. Frankreich ist nicht gc-wohnt, in cincr ullsrnchtbarcn Unthätigtcil zu schlummern. Dicscs großc Vand, wclchcs scincn Äcnth im ilricgc, scinc Iutclligcnz in den öffentlichen Arbcilcn dcs ^midcs, cincn bewunderungswürdig gntcn Sinn in seiner politischen Richtung bcwicscn hat, wird seiuc Anstrcugungcn vcrdoppclu, nm scinc fortschrcitcndc Bcstimmuug, lvclche Eu. Majestät andcutcn, zu cr^ rcichcn. Das itaiscrrcich, bcfcstigt durch die Zcit, gcwciht durch dic Syulpathicn Europa'ö und gctra-gcn durch dic, Zuuciguug dcs Volkcs, wird scincn Bcrsprcchllligcn liichl nnlrcli wcrdcn; Frankreich ill Uclicrcilistimuiuug ulit dcmsclbcn, wird sciilc ^vtissiou llicht ucrfchlci,. — Dic Diotussion dcr Adrcssc bcginut Donncrstag. „Francc" incldct: Dic europäische Kommission wird sich am 5). Februar in Bclgrad vcrsammclu. Barou Audlau wild Fraulrcich, Mchcmcut Ali Bci dic Pforte vcrtrctcn. ^iachrichtcn ans Wicn zllfolgc louzcilllirt dic Pfortc Strcitkräftc au dcr Grenze von Bosuicn uild dcr Hcrzcgmvi'ua, und uürd dicsclbc Maßuahmc au dcr scrbischcu Grcnze trcffcn. Ocstcrrcich hat uoch tciuc Trllppcnbcwcgnng angcordllct. Turincr 'Icachrichlcn mcldcn: Dic demokratische Gesellschaft hat ihrc>l Sitz von Gcnua liach Pisa übcr> tragcu. Niail versichert, Garibaldi brütc über irgend cincn ucucn Putsch. Pcreirc ist in Turin augckom tommcn. Man glaubt, Äastoggi sci cs gclnngcn, dic Alllciyc ,;n,u Abschllis; ;u briugcn. (!»)roßbritnttuie». Vonduu, 27. Iälmcr. „Daily Ncwö" schreiben : Dcr Hcrzog vou Coburg habc nicht landidirt. Elliot habc dcusclbcn dcu Gricchcn cmpfohlcn. ilaiscr )ta' pokon sci damit ciiwcrslaudm gcwcscn. Nllßland cr-hob Acdcnlcu ü.'cgcn dcr itindcllosigkcit dcs Herzogs, tcincöwcgs wcgcn dcsscu Bcnvandtschaft mit dclu cng lischcn Köuigshausc. "- Lord Paluicrstou ist hicr ail' gcloillmcu. Epauien. Madrid, 20. Iänncr. Die Dcnnssion Prims wurdc augcuonlincn. Prim crhcbt den Anspruch, dic progrcssltischc Partei zli vrgallisircn. Es ist zwcifcl-haft, ob Olozaga co gcstattcn wird. Daö Ministcrinm hat bcschlosscn, cm Vcrtraucusvotiim zu prouozircn; cs wird gcgm dic Schwicriglcilcu läiupfcu, wcilil dic z'irouc und das Land dassclbc mltcrstntzcu. Nuftland. Warschau, 24. Jänner. Die «G. C." bringt folgende Nachrichten: Die lchten Telegramme aus Warschau und von der polnischen Grenze, die nach der Wiederherstellung dcr telegraphischen Verbindung hier eingelangt sind, und wclchc wir einzusehen Gc< lcgcnheit hallen, lassen den Aufstand in der Hauptsache als völlig gescheitert betrachteil. Es kam, jrht bloß uoch von einzelnen versprengte» Haufc» die Rede sein, die vielleicht hier und dort sich noch zei< gcu köunc». aber den mobilen Kolonnen gegcnübct wahrscheinlich sehr bald vom Schauplätze verschwinden dürften. Dcr Warschauer Eiscubahnzug, welcher am 23. o. M. Nachmittags in Szczakowa eintreffen sollte, kam erst am 24. um halb 7 Uhr Früh daselbst an. Dic Rciscndcn erzähltcn, daß dic Vcrspäluug dadurch herbeigeführt wurde, daß die revolutionäre Aklions» Partei mehrere Schiene-n auf der Snecke bei Pl'tri-kall beseitigte, was auch zur F^a/ hatte, oag da-selbst ciil von Maczi nach Warschau abgegangener Gnterzug zerlrülllniert wurde. Au mehreren Stellen war der Telcgraphendraht dnrchschmltcn. Mehrere bllvaffnete Proletarier, welche am 23. d. M. in ei-ilcm Dorfe bei Petrikan die Vaucril harrallgliirteu, sollen von den Gehleren gefailgen genommen und nach Petrikau abgeführt worden scln, von wo sie nach Warschau rskortirt ivnrden. Allßeroem kommt der „G. Eorr." von anderer Seite noch dic Kunde zu, daß der Eisenbahnverkehr zwischen Aarschau lind Krakau erneuert unterbro-chcn sci. Tagesbericht. Wien, 29. Jänner. Ueber die theatralische Vorstellung, welche zur . Feier des Geburtstages der Erzherzogin Sophie am Hofe abgehalten wurde, erfährt mau uoch einige Dc» tails. Unter den Mitwirkenden, welche durchaus den Familien deö höchsten Adels angebörten. waren: Prin< zrssin Sophie ^iechteustein. die Gräfinnen Vray. Stein-bnrg, Meraviglia, Füufkirchcn. Landgräfin Fürsten-bcrg, Baronin Mecsery, dann Fürst Lobkowil), die Grafen Pozla;ky, Bngnoi u. A. n,. Die Prodnktioil zerfiel in zwei Abtheilungen, zwischen welchen Rast-stunde zur Servicing von Thee war. Die Produktion wurdc durch Darstellung von plastischen Tableanr eröffnet, wobei besonders das Bild: «Santa Sofia", nmgsben von Glaube. Hoffnung und ^iebe entzückte. — Nach dem Thee folgte ciuc Pantomime und an diefe reilitc sich ein plastisches Gemälde die Blumen allegorisch darstellend. — Als Sc. Majcstäl dcr Kaiscr am Samstag das Zivil H^ädchcil Pclisionat iu dcr Ioscphstadt vollkommen bcfricdigct verließ, wendete cr sich noch cin^ mal zn dcn Zöglingcll nnd sagtc: „Nuu, nicinc lic> bcu iiindcr, da ihr mir so uicl Vergnügen gcinacht habt, lvill ich Euch auch cinc Frcudc luachcu ^ ich wcrdc Euch murgcn ciuc Iausc schickcn." Gcsagt, gc> thail. Am Sonntag brachtcn zwci Aiaulcscl in Begleitung von kaiscrlichcn Lakaicn, cincu großen Trag-korb voll dcr tostlichstcn Cpciscn dahcr. Gcfrorncs, Äackwcrk, Gliglhlipf, prachtvolles Obst :c. :c. Das-sclbc wnrdc fcicrlich ill Eiupfang gciloulmcn, sofort scrvirt »lud mit großcin Appetit vcrzchrt. Ilcbcr dic-scn Bcsuch crfährt inau noch Folgcndcs: Ein Mäd> chcn von ctwa 12 Iahrcu nnlrdc bc-i dcr Nachricht, das; dcr ilaiscr clschcincn wcrdc, vor Frcndc krank und mnßtc zu Bcttc gebracht N'crdcn. Sc. Niajcslät crflihr dcn Borfall lind vcrfiigtc sich zil dcm Äcttc dcr Klcincu, ihr tröstcudc Wortc zusprcchcud. — Die bclaulltlich mit dcm Franz Ioscphs - Orocn dckorirte Frau Obcrvorstchcriu wurdc crmächtigt, sich ciuc Guadc auszlibittcu. Dicsclbc bcrührtc dcu Umstand, das; dcr Unterricht in dcr cnglischcn Sprachc iilanglc, ulld bat lim dic Mittcl zur Austclluug ciucr bctrcp' fcndcn Lchrcrin. Dic Aittc wurdc sofort bewilligt, und dic englische Sprachc ist bcrcits auf kaiserliche Kosten obligalcr Unterrichts - Gcgcnstand in dicscm, bcilälifig gcsagt, vortrcfflich gelcitctcu Iustitutc. — Dcr Äanliö, F'Ki^,. Hrrihcvr u. Soleevic/ halte glstl-rn cine längere Blsprcchling mil dcm Halldels' ininiittr Grafen Wickcnbnrg. Es Handell sich 'um den Van dcr kroatischen Eisenbabn nnd betrifft diese A»" gclegcnhcit ausschlllßlich die Anwescnheit des Banli^ in Wien. — Gegen das „Fremdenblal" ist ein Preßprozeß iiu Zuge, Dieses Blalt hatte ilämlich eine die ungarischen Justizzustände schildernde Notiz gebracht, iu welcher die betreffende Behörde das Verbrechen der Verleumdung und eine Vcrlepung der Würde und des Ansehens dcr Justizbehörden erblickt. Aus den Landtagen. Liuz, 27. Jänner. Die Wahl des Abgeordneten für dic Laudgemeindeu des Wahlbezirkes Nicy wiro als gillig erklärt. Die Geschäftsordnung wird iu zweiter ^.'ejung angenommen. Ebenso w rd der Entwurf einer Dienstpragmatik mit geringen Abänderungen genehmigt Ein Antrag des Abg. Nelndl „;u Landcsäintern sind nnr Oberöstcrrcicher znzlilas« sen", wir^ nicht angenommen. itemberg, 27. Jänner. An der Tagesordnung Pclitioueu. wovon die wichtigste: Dic Städte Boch' uia uud Myöleuicc bittcu um vermehrte Vertretung der Städte im 5'andtagc. Wnrdc migcachlet des Widerstandes der Nutlieuc» als Driuglichkeitsaulrag angenonuncn. Die Wahl Kaminöli in Stanislall wurdc als ungilt^g erklärt. Rcucjlc Nachrichten und Wegräume. Lemberss, 27. Jänncr. Dic ^Gazcla Narc>< dowa" enthält eine Krakaller Korrespondenz folget den Inballs: Das revolutionäre Zentral-Eonlit^ ii'l Königreich Polen erließ anl 22. zwei Aufrufe. Dcl cinc ruft die ganzc Nation zu dcn Waffcn auf, d^ zweite ist an das Landvolk gcrichlet lind bandelt vo" der Vcrtheilung des Grundbcschcs, Die Gutsbesi^r seiell aus Nalionalmitteln zll cntschädigcu und dc« Witivcil und Waisen der Geffallenen wird Gr»»^ besil) zugesichert. Pultusk nnd Kutno sollen von dc' Aufständischen bescyt sein. in Vodzanlyn wurde d> Garilisou lliedcrgcincpclt. «emberg, 28. Jänner. Dic ..Gazeta na^ dowa" bring! folgendes Tclegramiu aus Kral"' ' Die Bahn lind dcr Telegraph sind zwischen Warsch" . und Petersburg zerstört. Zusammcuslöße fanden l' Naciaz. Plonsk. Mogiluica, Tykocin uud Lub"''" Statt. 1000 Iilsurgcutcn habcu sich bci Ost"^ , 93 ein anderer Haufe zwischen Vrzesc^. Jänner. Die heutige ..Enrooe" bringt eine Korrespondenz au^ Turin, weicher zufolge die Unterdandlungen bc füglich der ^andidalnr dcS Herzoge von Aosta auf dcn griechischen Throll fort« ezese^t werden. Pasolini habe geantwortet, wenn die Schuymächtc geuebmigen, werdc König Viktor Eiua« nntl nicht widerstreben. Sir Hlidson habe erklärt, England werde den Herzog von Aosta Unterstufen, wenn die anderen Kandidaturen oeulscher Prinzen gescheitert seien. Ein zweites Telegramin ans Frankfurt, welches dieselbe Angelegenheit betrifft, lautet wörtlich: Iour> nal «L'Europe" meldet ans offizieller Quelle gsgeu. über drv ..Patrie": „Pasolini erklärte dem griechi< schen Gesandten in Tnrin und Maniiani erklärte der provisorischen Regierung in Alheu: Viktor Emduuel willige ein, wcnn die Schul)>uächtc uicht dagcgcn srien, dliß dcr Herzog von Aosta den gricchischcu Thron l'cstcigc. ^V.'Europc" meldet ferner ans anthentischcr Quelle: Kaiser Napoleon stelle in der Instruktion an Genen,! Fc>rey als erste Bedingung des Friedens an Mexiko die Forderung: Abtretung der gold« und silberrei« chcn Provinz Sonora mit Gnaymas, Mexiko's besten Hafen. München, 28. Jänner. Wie hier verlautet, beabsichtigt das englische Kabinet nnnmebr den Für« sten Lciningln für den griechischen Thron in Vor« schlag zn bringen. Itzehoe, 28, Iäni^er. Vloome beantragt, cine Adresse au deu König zu richten, die bedenkliche Vage des Bandes zu schildern nnd den Wunsch auözusprc. chen. die Negierung mög' die Mittel finden, eine friedliche Lösung herbeizusührcu. Pari^, 28 Jänner. Die Minister gaben bcnte in der Adreßkommission des gesetzgebenden Körpers Erklärungen, Man versichert, die Adresse des gcseh> gebenden Körpers werde morgen verlesen wrrdeu. Alls gnter Qnellc verlautet, Fürst ^ciniugeu sei Kandidat für deu griechischen Throil. „Va Natioil" versichert. Italien werde von der Aushebung von 30.000 Mann abstehen. London, 27. Jänner. (»Pr.") In diploma« tischen Kreisen verlautet, daß in Folge der Ablehnung des Herzogs Ernst von Koburg. Vord Palmerston dcn Prinzen Eonard von Lachsen , Weimar < Eisenach fur deu griechischen Thron in Vorschlag bringen wird (Prmz Wllbclm Angnst Eonard, geboren am Uten Oktober 1823. ist Oberst in der großbritannischcn Armee. Adjutant der Königin Viktoria, nnd ist >„ morganischer Ehe vermalt mit z^idv Augusta Gordon Lennox, Tochter des verstorbenen Herzogs von Rich, mond.) Vondon, 28 Jänner, Der Dampfer „Asia" brachte Nachrichten aus New«Vork vom 15. d. Mts. Die Geucrale Banks nnd Faagut wurden, wie ge< rnchlweisc verlautet, am Missisippi zurückgeschlagen; s"lst ist keinerlei bedeutende Neuigkeit vom Kriegs-schauplahc emgetroffeu. 2<> republikanische Staats-mttglitdcr haben in cincr Druckschrist an Lincoln ibr ^lptranen gegrn die Regierung angesprochen. Das Kongrel)m!lg!isd Valandiugham befürwortete eiuen -ldaffl'nstilliland odcr fremde Vermüllung olme Ent» Icheioung durch ein Schiedsgericht. — Der Geldmarkt war fwlt. Fonds fest 90^, Vanmwollc fest 71, Weizeu 2 höher. Warschau, 27. Jänner, Abends, ^n Plock ist die Nelruliruug ohne Schwierigkeit ausgeführt worde». Die Verbindung zwischen dieser Stadt und Warschan ist wieder hergestellt worden. Die Gegend lim Modlin ist von Insnrgcuteu gesäubert. Petersburg, 28. Iänuer. Die Truppe» ver< folgen zahlreiche Banden in den Wäldern. Die Land. bcvölkernng ist nicht am Aufstand betheiligt. Warschau ist rnbi^. New - A"l.'k, 15. Jänner. Der Kongreß hlliouen Dollars i,l Nolen angenommen. Die Unionisteu H.U'cn das Projekt. Vicköbnrg anzugreifen, anfgegeben. Die Konföderirlen befinden slch auf dem Rückzüge von Springfield. E>n Gcsehenlwurf wegen der Enroll, rnng von 150.000 Negern wurde erlassen. Span!-bing hat erkärt. daß die Regierung unverzüglich 150 Millionen nothwendig habe. Das Archiv der kraiu. Landschaft. (Ein Vül'll'm^, gehalten im histor. Vcrl'iix,' sl!r Krai«.) Von P. u. Uadics, t^rrlspoudireiidcin Mitglirds. (Schluß.) lll. Devnialige« Zustand. Eö ist schon in dcr ersten Abtheilung bctcmt worden, daß die gegenwärtige Ordnnng des Archivs auf Grund dcr Pcriyhofscn'schen Organisation dnrch Richter ansgcführt wnrdc; ei< ist weiters anch gesagt worden, das; in späterer ^cit nlir eine ganz äußerliche H^'iedcrordnnng vorgeilommeil wnrde, indem man die cillzelnen Faszikel, deren von Richter gegebene Nnm mcro dcibchaltend, ullr nlit nencn Anfschriftcn versah. Wir werden dahcr in Anscinandcrsctzllng des uon Professor Richter angenommenen Systems zu^ gleich die dcrmaligc lHinrichtllllg des Archivs geschildert haben. Richter, dcm es einzig und allein auf die wissew fchaftlichc Anordllnng der Archwalien antam, theilte Archiv und Registratur in drei chronologische Abthei' lnilgcli, deren crstc von dcn ältesten Alten an er bis znm Jahre 178.'i, dic zweite von 1783—1809 lind dic dritte von 1818 (M ans die ncncstc Hcit) reichen ließ. Dic crstc Abthcilnnsz — die eigentlichen Archiv a lien — ordnete cr nach Matcricn und lcgtc darüber ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis; ^Rcpertorium) an, welches ich in mcincr Abtheilung U bcnützt habc. Richtcr's ^lcpcrtoriuln wcist 557 Nlinuncrn, wo jedoch öfters nnter einem Rnmmero luchrcrc Faszikel (Ztnbra) inbcgriffcn sind. 6s ist dieß cinc Ordnung <'u il!lü>^c>, und dcr sclM genannte Backes hat nicht nur von scincm Standpllllktc al<< admiuislralivcr Äcaiutc, soudcrn selbst von den, cincs Archivars volllommcn Rccht, wcnn cr sagt: Richter's Verzeichnis; mit dcu alphabctifchcn Schlagwörtcrn bictct tcincn Auhnltspnntt, uu, ciu Ztnck sogleich anf-fiuden zll lönncn. Doch scicn wir dessen froh, daß im I. 1817 dic Hcrrcu Stände wenigstens dic )toth' wcndiglcit cincr, wcnn auch nur übcrsichtlichcu Ord-uuilg ciusahen, nnd daß sic znglcich so großmüthig waren, für dicsc Arbcit dcn: Prof. Richter dic ansehnliche Rcmnncration vou 4<.X) fl. zli votircu. Dank dicfcr Einsicht und dcrcn Bcthätigling besitzen wir dcu Grundstein znm lcidcr iu's Stockcu gerathenen Weilen banc dicscs gewiß nicht uubcdcutcndcn ^andcsinstitutcs. ilchrcu wir znr (5inthcilliNg zurück -- von 1783 bis 180',» rcicht die zwcitc Abthcilling 8lichtcr's nnd beginnt dic sog. Rcgistrat n r, welche wieder aus 2 Theilen besteht, dcrcu cincr dic Aktenstücke vou 1783 — 17l)2, dcr andere, dic vou 1793 — 180!) iucl. enthält; cs zählt dicsc Mthcilnng 15>8 ssaszitcl (75 und 83). Darüber sind Anfschla'gcbüchcr ango lcgt, dic das Auffinden dcr cinzclum Stücke möglich machcu — sic rühren jcdoch nicht uon Richter hcr; sondcrn stammen ans dcu Jahren selbst, die sic um fasscu. Dic dritte Abtheilung mit dcn Akten von 1818 bis hcntc bildcl dic sog. ncuc 'Registratur, dic auch wicdcr ihrc Abthciluugcil hat, uud gleich dcr ältern blos; jahnvcisc in Faszikel nach dcm fortlanfcndcn Nnmmcro gcordnct erschcint; anch üdcr dicse Attcu-stückc bcstchcn Anfschlagcbüchcr, die glcich dcn frnhcr gc> nannten chronologisch' alphabetisch angclcgt sind. Fragcn wir nach dcr Zahl dcr Archivalicn, dic unser landschaftliches Archiv bewahrt, so findcn sich in 050 Faszilcln, dcrcu ciucr iil übersichtlicher Schätzung 40, 50, 100, ja anch 300 Stücke enthält, im Ganzcn an 2« bis 30.000 Stücke. Dieß dic Zahlung dcr Archivalicn — cinc glcichc, wo nicht großcrc Zahl bictct die Registratur. Frägt man darnach, wic diese, für dic Geschichte dcs Bandes nnd für dcn Amtsgcbranch dcr Landschaft glcich wichtige Sammlung bewahrt wird, so können wir im Beginne dcs Jahres 1863 mit dcn Worten des schon gcncmntcn Freihcrrn v. Tansscrcv ans dcm I. 1830 antworten, dcr in scincm schon citirtcn Berichte (vom 15. März) die noch gcltcndc Klage ausspricht: „Dic Papiere (Archivalicn) sind ill vcrschicdcnartigc Päckc und Konvolntt, einige (nnd zwar dic meisten) halb-brüchig znsammcngelegt, andcrc zwischen Brcttchcn nild Pappendeckeln, mauche unförmig groß, andcrc wicdcr tlcin, viclc haben ihrc Nnmmcrn oder Aufschriften verloren, abcr in cincm Punkte scheu sich allc glcich, dcnn sic sind von Stand nngcmcin verunreinigt, und wahrscheinlich seit Richter nicht gesäubert." Rn' gcsänbcrt nnd Nlit frischen Etiqncttcn vcr^ schcn, wurden dic „altcn Dinger" in Folgc solchcr Vorstcllnng wohl — abcr bcarbcitct, zum wisscuschafl< liehen nnd amtlichen Gebrauche ciugcrichtet, wllrdcn sie uicht; es konnte sie folglich Niemand bcnühcn uud Staub uud Moder hattcu wicdcr freies Spiel! Dcr cchihrcnc Äackcs hattc im selben Jahre anf dic Abfassung eines Hanptvcrzeichuisscs, das mit Hin^ wcisling auf die Faszikcluliunueru hätte sollcu qcar- bcitet werden und anf die Bcigabc cincs Dctailvcr-zcichniffcs zu jedeiu Faszilrl gcdnmgcn — sollte, ctwas Erspricßliches geleistet werden, „dabei müßtc — warm, seine Worte — jcdcs Stück durchgegangen werden"? „doch nuißtc — fetzte cr bei — dic .zn töscndc Anf-ezabc mit Sachkcnntniß geleitet werden." E« geschah nicht — einige wenige Faszikcl erhielten das gewünschte Detailverzcichniß, z. O. dic Faszikcl: Sani-tätswcscn, Äancrnanfstäildc ll. a., wo dic Schrift von dcm znlctzt (bis 18<>2) ulit dcr Aufsicht über das ^Archiv betraut gcwcscncn landschaftlichen ^)tcgistrator, i Vndwig Ritter v. Fichlcnau hcrriihrt. Vackcs hat in angcführtcr Stcllc anch anf hcruinliegcndc Diplome lind Originalrcslriptc an<< dein X VIIl. Jahrh, in ihrer Bcdcutllng für Amt nnd Wisscnschaft anfincrsam gemacht; — ob cs dicsclbcn lvarcn, dic gcgcnwärtig im crstcn Zimmer dcs Bcwahrnngslotals bnnt dnrchcin^ ander und nnsignirt in dcn Stcllcn uud da bis iin nutcrstcu Fachc, also vor Staub und Fcuchtc nugc-schützt hcrumliegen, wisscu wir nicht, da N'ir uns an dicß Chaos uoch nicht gemacht, und zudcin dic Zeit iibcr so Viclcs abhanden gekommen, doch dic That' sachc stcht fcst, hcutc noch, wic vor 23 Jahren, wo Interesse uud Verstandn!!; snr Archive bei uns in Oesterreich mit wcuig Ansuahmen :wch im crsl^n iicilnc warcu, sind dic Archivalicn dcs wichtigsten Van-deoiustitutcs iu solch desperater Vcrwahrlosung! Äl'au frägt wcitcrs: warum wurdc dicscut Uebel-staudc uoch nicht abgeholfen, licgt cs am Vokale, odcr an dcn zn großen i!often für dic Ordnung nnd Instandhaltung, odcr au dcm Mangcl cincs tcmglichcn Individuums. Ich will mich in dcr Beantwortung dicscr Frage in lcinc Raisonncmcutv cinlasscn, will anch kcincrlci Vorschläge thull, ich will unr mit wenig Wortcn dic Niöglichkcit cincr Abhilfc fcststcllcn. Die dnrch anderweitige Benützung dcr Räumlichkeiten im Vandhansc nothwendig gcwordcue Dis' loziruug dcr Archivalicn ans dein crstcn Stockwerke dieses Gcbändes, brachtc dicsclbcn in dic für cinc allfälligc Ordnung und Beschreibung derselben wcit-ans tanglichcrcn Vokalilälcn im sog. Pogalschnigg'-schen, wic wir Abthcilnng l gcschcn babcn, vor Jahren cigens für das Archiv erkanftcil Hanfc, wo sic das Partcrrc rechts ciuuchmcu. Das nclic Vokale bictet dcu für dic Ausbreitung nothwcudigcn ^nrnm, ist ruhig gclcgcn ^ was für dcu Bearbeiter dcr Archivalicn, sowie für dcn Forscher glcich wichtig ist — gewährt auch hinlängliches Vicht und, waö uicht zu übcrst'hrn, ist in beiden Picccn wohl heizbar. Wollcn nur noch hinzufügen, daß dic zn dcr Einordnung der Archivalien nöthigen Stcllcn bereits vorhanocu sind, so hätten wir dic Acußcrlichleitcn und Schwicrigkcitcu, dic cincr Pflcgc dcs Archivs allenfalls im Wcgc stünden, bcscitigt, und ich csianbc hicmit dic Anfgabc, dic ich mir gestcllt, gcl'öst zu habcn. Ich habc dic Gcschichtc dcs Archivs crzählt, ullt zu zeigcu, was nuserc Vorfahren, dcncu cs in finanzicllcr Bczichung, wic Abthcilnng l! znr Genüge darthlit, nicht uur nicht bcsscr, sondcrn wo möglich schlechter, als uns ergangen, für das Institnt gethan habcn, ich habc dcn Inhalt dcr Sammlnng vorgeführt, um dadurch ihre Bedeutung klar zn machcn, ich hadc endlich ehrlich nnd offen dic hcrrfchendcn Mängel uud Ucbclsländc anfgczählt, hauptsächlich ans dem Grnndc, wcil unscr ncnes konstitutionelles Leben anch dieses hochwichtige Vandcsinstitnt ans dcn Händen cincr Kanzcilei in dic Hände dcr gestimmten hohcn Vandcs-vcrlretnng nbcrnüttclt uud — lvir wollcn hoffen — gcrcttcl hat! . . . ^ .,.,., ^ ^>. Octreldr-Durchschnitto-Hlreisc in ^a i b a ch am 28. Jänner 18^orn.....—. -, 3 ! 17 Gerste.....__ -_ 3 — Hafcr....._ — 2 I 25 Halbfrucht .... — — 3 77 Heiden.....— ^ — 2 57 Hirse.....— ! — 3 l0 Kulnrnl) .... — — 3 43 Theater. Sonntag, zum ersten Male: Die Krimiual-Leni, Lebensbild mit Gcsang in drei Abtheilungen, von Tbcodor Flamm. Musik vom Kapellmeister Slorch. Druck m'5 Verlag von Igna; v. Kleinmayr se Fedor Vamberg. — Verantwortlicher Redakteur: Issnaz v. Kleinmanr. «)3 das Erscheinen der Minister, Hofkanzler ?c. i» den Ausschüssen durch ein Neichsgcscl) bestimmt werden, Wünsche die Regierung anch de>, Allsschüssen der Landtage beiznwobncn, sc» sollte sie das allch dlirch lin ans legalem Wege cinzlibringendes Geseß thun. Abg. Kromer spricht im gleichen Sinne, wie die Abgeordneten Suppan und Dcschmanu. Se. Exzellenz bemerkt, daß, wie das Er» scheinen der Minister:c, in den Ausschüssen deS Reichs« rathes rin eigenes Geset) erforderlich machte, mich wegen des Rechtes der Ausschüsse alls Begebreil von Aufklärungen, eine Geset^esbestlininung als erforderlich erkannt und erlassen wurde. -— Was mm gegen das 3iecht des ^audccchcfs, in den Ausschüssen zu erschei' ncn. gesagt ward. lasse sich vollstäudig gegen die Forderung, welche für den Ausschliß gestellt worden, sa< gen — auch dicsc sei nicht durch die i.'andlsordnung begründet' und werde biemit der ganze §, 26 der Geschäftsordnung in Frage gestellt. Abg. K r o m e r tritt dieser Anschauung entgegen. Se. Erzellenz sagt. wcil kein Nedner für seinen Antrag gesprochen babc, so ziehe er denselben zurück, behält sich jedoch vor, ihn als Regierungs« Vorlage vor d/n Landtag zu bringen, Der §. "26 wird hierauf angenommen, ebenso die §§, 27 bis 44. Bci §.45 beantragt Al'g Vrollch den Zusah eines Wortes, was angenommen wird. Die §§. 45> bis 4!) werden dann ohne Debatte angenommen. Hierauf wird noch einmal über die ganze Ge> schäftsordnnng abgestimmt und dieselbe angenommen Abg, Vleiwcis (slovcniscb) stellt den Antrag, die Geschäftsordnung sollte in beiden Sprachen vcr< vielfältig! nnd den Abgeordneten zugestellt werden. Der Anirag findet hinreisende Uulerstül.;ung. Bei der bicrauf vorg3 nicht mehr in Anwendung zn bringen, und anch im lombardisch. ucnetianischcn Königreiche und Südlirol die volle Wirksamllit der bezüglichen Veslinnnuugen des Heeres» Erganzungs-Gesehcs wieder herzustellen sei Wir er> blicken in diesem allerhöchsten Guadenakle ein erhöh» tes Vertrauen des Monarchen in die Konsolidirung der Zustände im lombardisch.venelianische» Königreiche, tin Enifallcu ler vorhanden gewesenen politischen Nothwendigkeit zu Auunahmsmaßregeln. und sind übcrzsligt, daß auch die betheiligten Geineinden die ihnen gewordene wesentliche Erleichterung dankbar enlgsgnlnchmen werden. Frankreich. Paris, 2ll. Jänner. Abends. Der Adreßent' lvlirf des Senates sagt: Die Worte des Kaisers scien vom Senate und von ganz Frankreich mit lebhafter Zustimmung aufgenommen worden. Der Entwurf spricht von der ^age des Bandes und von der Politik, von der moralischen Größc und der materiellen Ver» besscrnngcu, über welche ter Kaiser eiuc Darstellung gegeben. Von den nächsten Wahlcn sprechend, sagt der Adreßcntwurf: Mulhige und, dem Kaiser ergebene Beistände werden sich wieder finden. Die ^ogik des Volles sei stark, die Vergangenheit bürge für dic Zu klinft, und die Vergangenheit hal>c unermeßliche Schritte gegen die »berste Slnfe gemacht. Vom Senate sprechend, sa.t der Entwurf: Der Scimt habe seinen Beistand bei Errichtung des Kai» serreiches gelieben, und hat dem Kaiser auch seinen Pcistand geliehen, als er selbst (der Senat) rcformirt wurde. Die Aufgabe des Seoales sei eine leichte - denn das Land scheut dic Gefahr einer zu großen Freibeit der Monarch, beseelt vom Geiste der Epoche, ver-schmäht ein Uebermaß der Autorität, Im gegenwar-tigen Augsnblicke erwartet der Senat ruhig den Ver. lauf der Ereignisse. In Betreff der äußeren Pclilik sagt der Entwurf: Frankreich müsse gegeil Mexiko ziehen, da sein Vauner vor dem Feinde stehe. In Ilalien scheinen die Konflikte in die Ferne zurücke»: in Tu» rin spreä'c mau nicht mcl>r von Nom. Der Papst, gescbüpl durch die französischen W,isfcu, erklärt seine Daukbarllit für den Kaiser. Der Papst weiß, das die Unabhängigkeit Italiens lein Palt Frankreiäis mit der Revolution sei, uno daß man auf den Kai« scr zählen könne, wenn lie Ehre und Verpftichtuugcn aus der Vergaugenbeit ibre Stimme vernehmen lassen. Der Ad.reßcntwurf bedauert, das; dic von Frcmt,-reich projcttirtc Intervention iu Amerika uicht zu Stande gctommcu, und dieß um so mehr, als durch die Fort-scl>nng des Krieges dic Industrie leidet. Der Ent wnrf sagt sodann Einiges über dic anderen Berichte dcr Hcinistcr nnd findet dic Vage ansgczcichuct. Er schließt mit dcn Worteil: Wie dcr Stand u» scrcr Gesichtskreise anch scin möge, so erwarten uns noch wcitcrc Pcrspettiucn. Frankreich ist uicht gewohnt, in cincr unfruchtbaren Unthätigteit zu schlum mcrn. Dieses große Vand, Welches seinen HlUth im kriege, scinc Intelligenz in dm öffcntlichcn Arbeite» des Bandes, einen bcwu»dcrungs>v!irdig gnten Tinn in sciucr politischen Richtung bewiesen hat, wird seine Anstrengungen verdoppeln, um seine fortschreitende Bestimmung, welche Eu. Äiajestät alldcntcu, zu cr-reichen. Das itaiserrcich, befestigt durch dic Zeit, gcwciht durch dic Sympathie» Europa's und getragen durch dic Zuneignng des Volkes, wird sciucn Vcrsprcä)ungcn uicht untren werde»; Frankreich in Ucbcrcinstiinlnuna. mit dcmselbcn, wird scinc Mission nicht oerfchlcn. — Dic Dioknssion dcr Adresse beginnt Donncrstag. „Francc" mcldct: Dic cnropäischc Commission wird sich am 5). Fcbruar in Belgrad vcrsammcln. Baron ^lndla» wird Frankreich, Mchemcnt Ali Bci dic Pforte vertreten, i^achrichtcn aus Wicn znfolgc kon^cullirt dic Pforlc Slrcitlräftc an dcr (^renzc von Bosnien und dcr Hcrzrgowina, nnd wird dicsclbc ^iaßnahnic au dcr scrbischeu Grcnzc trcsfcn. Oesterreich hat noch tcinc Tnippcubcwcgung angcordnct. Turincr )cachrichtcn uicldcn: Dic dcmokratischc Gesellschaft hat ihrcn Sitz von Genua nach Pisa nbcr. tragen. Man versichert, Garibaldi brütc »bcr irgcnd cincn ucuc» Plitsch. Pcreirc ist ill T»ri» angetom tommcn. Man glaubt, Bastoggi sei cs gelungen, dic Anlcihc zniu Abschluß zn dringcn. (!»)roßbrit«uuien. Vondon, 27. Iällner. „Daily News" schreiben : Dcr verzog voll Codurg habc nicht landidirt. Elliot habe dcusclbcn dcn Gricchcu ciupfohlcn. Kaiser )ta polcou sci damit ciupcrslandcil gcwcscn. ^lüißland cr hob Bcdellteu wcgen der Kiudcrlosigkcit des Herzogs, tcincswcgs wcgcn dcsscn Bcrwandtschaft mit dcm eng lischcn Königshanse. — ^ord Pallncrston ist hicr an-gclommen. Spanien. Madrid, 20. Iänncr. Die Demission Prims wurde angcuonuncn. Prim crhcbt den Ansprnch, dic progrcssitischc Partei zu orgauisirc». Es ist zwcifcl^ haft, ob Olozaga es gestatten wird. Das Ministerium l,at beschlossen, cin Vertrauensvotum zn provoziren; es wird gegcn dic Schwicrigtcitcn käinftfcn, weiln die Krone und das ^cmd dasselbe unterstützen. Nußwnd. Warschau, 24. Jänner. Die „G. C." bringt folgende Nachrichten: Die Ichlen Telegramme aus Warschau und von der polnische Grenze, die nach der Wiederherstellung der telegraphischen Verbi»dung hier eingclaugt sind. uno welche wir einzusehen Ge-legenheit hatten, lassen den Aufstand in der Haupt-sache als völlig gescheitert betrachten. Es lanu jeht bloß noch von cluzelnrn versprengte» Hauscu die Rede seiu. die vielleicht hicr und dort sich noch zri« gen können, abcr den mobilen Kolonnen gegenüber wahrscheinlich sehr bald vom Schauplätze vcrschwin« den dürften. Dcr Warschauer Eiseubahnzug. welcher am 23, d. M. NachmillagS in Szczakoma eintrcffen sollte, lam erst am 24. nnl halb 7 Uhr Früh daselbst an. Die Reisenden erzählten, daß die Vcrsoäluug dadurch herbeigeführt wurde, daß die rcvolutiouärc Allions» Partei mehrere Schienen auf der Strecke bei Pclri-lau beseitigte, was auch zur F">a.c hatte, daß d.,< selbst ei» vo» Maczi nach Warschau abgegangener Gülerzug zertrümmert wurde. An mehreren Stellen war der Telegrapheudraht dlirchschniltc». Mehrere bewaffnete Proletarier, welche am 23. d. M. in einem Dorfe bei Pctrilau die Vauer» harranguirlcn, sollen von den ^ehtcren gcf'^'gsN genommen und nach Petrilau abgeführt worden scin, von wo sie nach Warschau eskortirt wurden. Außerdem kommt der «G. Corr." von anderer Seite noch die Kuude zu, daß dcr Eisenbahnnsrkchr zwischen Warschau und Kralau erneuert unterbrochen sei. Tagesbericht. »^ « Wien, 29. Iäxner. Ueber die theatralische Vorstellung, welche zur Feier des Geburtstages der Erzherzogin Sophie am Hofe abgehalten wurde, erfährt man noch einige Details. Unter den Mitwirkenden, welche durchaus den Faimlien des höchstcu Adels augebörten. waren: Prin« zessin Sophie Liechtenstein, die Gräfinnen Vrm». Stein-bnrg, Mcraviglia. Fünflirchen, ^andgräfin Fürsten« berg, Baronin Mecsery, dann Fürst ^obkoivift. die Grafen Pozlazky, Vugnoi u. A. n>. Die Produktion zerfiel in zwei Abtheilungen, zwischen welchen Rast. stunde zur Servirung von Thee war. Die Produl» lion wurde durch Darstellung von plastischen Tableaux eiöffnct. wobel besonders das Bild: «Santa Sofia", ningsbcn >.wn Glaube. Hoffnung und ^icbc entzückte. — Nach dcm Thee folgte eine Pantomime und an diese rcibtc sich ein plastisches Gemälde die Blumen allegorisch darstellend. — Als Se. Majestät dcr Kaiser am Samstag das Zivil Müdchcn Pensionat in der Iosephsladt volltommen befriediget verließ, wendete er sich noch ein« mal zn den Zöglingen nnd sagte: „^iuu, meine lic-bcu Kindcr, da ihr mir so viel Vergnügen gemacht . habt, will ich Euch auch eine Freude machen; ich wcrdc Cnch morgen eine Jause schicken." Gesagt, gc. thau. 3lm Tonntag brachten zwei Maulesel in Be-gleitnng von kaiserlichen Vataien, cincn großen Trag» lorb voll dcr köstlichstcu Spciseu daher. Gefrornes, Backwcrk, Gnglhupf, prachtvollcs Obst :c. :c. Das-selbe wurde feierlich iu Empfang genommen, sofort servirt uud mit großem Appetit verzehrt. Ueber diesen Besuch erfährt mau noch Folgcndcs: »>in Mädchen von ctwa 12 Iahrc» wurdc boi dcr ^tachricht, daß dcr Kaiscr crscheincu wcrdc, vor Frcudc kraul nnd tNllßtc zn Bette gebracht werden. Sc. Majestät erfuhr den Vorfall und verfügte sich zu dem Bette der Klciuen, ihr tröstende Worte zusprechend. — Die bekanntlich mit dem Franz Josephs ^rden dctorirte Frau Obervorsteherin wurde ermächtigt, sich eine Gnadc auszubitte». Dieselbe berührte de» Umstand, daß dcr Unterricht iu dcr englische» Sprache mangle, und bat um dic Mittcl zur Anstellung einer betreffenden Lehrerin. Die Bitte wurde sofort bewilligt, und die englische Tprachc ist bcrcits auf taiserlichc Kosten obligater Unterrichts - Gegenstand in diesem, beiläufig gesagt, vortrefflich geleiteten Institute. — Dcr Vanuö, FML. Freiherr u. Sokcevic. halte gcstcrn cine längere Besprechung init dem Handels« ministcr Grafen Wickenbnrg. Es handelt sich um de» Aau der kroatischen Eisenbahn und betrifft diese An« gelegrnheit ausschließlich dic Anivescnbelt des Aanus in Wie». — Gegen das «Frcmde>»l'lal" ist ein Pr.-ßprozeß iin Zuge. Dieses Blatt hatte nämlich eine die ungarischen Iustizznslände schilderudc Notiz gebracht, in welcher die betreffende Behörde das Verbrechen dcr Verleumdung und eine Verlepnng der Würde und des Ansehens dcr Justizbehörden erblickt. AuS den Landtagen. Linz, 27. Jänner. Die Wahl des Mgcordne. ten für die ^andgemeinden des Wahlbezirkes Nicd wird als giltig erklärt. Die Geschäftsordnung wird i» zweiter ^es»»g angenommen. Ebenso w rd dcr Entwurf einer Dienstpragmatik mit geringen Abänderungen genehmigt Ein Autrag des Abg. Reindl «;n Landcsäintern sind nur Obcröstcrrcicher zuzulas« sen", wird nicht angenommen. itcmberg, 27. Jänner. Au der Tagesordnung Petitionen, wovon die wichtigste: Die Städte Boch< nia nnd Myslenicc bitten um vermehrte Vertretung der Städte im Landtage. Wurde uugeachtet deS Widerstandes der Nutbencu als Drmglichleitsautrag angc»ommeu. Die Wahl Kaminsli in Slanislau ivlirdc als ungiltig erklärt. Ucucllc Ullchrichten nnd CrleMlllne. Lembcrss, 27. Jänner. Die «Gazeta Naro« doiva" enlbält eine Krakauer Korrespondenz folgen-den Inballs: Das revolutionäre Zeutral-Eomitt' im Königreich Polen erließ an, 22. zwei Aufrufe. Dcr eine ruft die ganze Nation zu den Waffen auf, der zweite ist an das l!a»two!k gcrichlet und bandelt von der Vertheilung des Gr»»dbcsit)es, Die Gntsbesiper sciei, aus Nalionalmittrl» zn' entschädigen und dcn Witwen und Waise» der Geffalleuen wird Grund, besitz zugesichert. Pultusk und Kutno solle» von dcn Aufständischen beseht sein. in Nodzanlyn wurde die Garnison niedcrgcmcpelt. Lemberg, 28. Jänner. Dic „Gazeta naro» doiva" bringt folgendes Telegram», aus Krakau: Die Bahn und der T'elegrapl) sind zwischen Warschau und Petcröburg zerstört. Znsannnenstößc fanden bei Naciaz. Plonsk. Mogilnica, Tykoci» und Lubartou Statt. 1000 Inslirgentc» haben sich bei Ostroyla, 93 ein anderer Hanfe zwischen VrzesoLitewssi n»d Viala-Podolska gesammelt. Gegen diese ist Militär ans< marschirt, Vei Vrzcsc^itcivöli wurde der Oendar» nieric gebcnden Körpers ivcrdr inorgcn vcilcsc» wcrdc». Ans gnter Qlicllc vevlanict, Fürst ^ciuiugen sci Kandidat für den griechischen Thron. „La Nation" versichert. Italien werde von der Anshebnn.l von 30.000 Mann abstehen. London, 27. Jänner, (»Pr.«) In diploma-tischeil Kreisen verlautet, daß in Folge der Ablehnung des Herzogs Ernst von Kobnrg, ^'ord Palmerston den Prinzen Eouard von Sachsen < Weimar > Eisenach fnr den griechische!» Thron in Vorschlag bringen wird (Prmz Nilbclm Angnst Edliard, gcborcn am 1 llcn Oktober 1823, ist Oberst in dcr großbritaninschcn Armee. Adjnt.mt der Königin Viktoria, nnd ist i» morganischer Ehe vermalt mit Lady Angnsta Gordon Lenno?, Tochter des verstorbenen Herzogs von Rich. Mond,) London, 28 Jänner, Der Dampfer „Asia" brachte Nachrichlen ans New«York vom 15. d. Mlö. Die Generale Panks nnd Faagnt irnrden. wie gc< rnchlweise vcrlantct, am Missisipri znrnckgcschlagsn; sonst ist keinerki bedeutende N'cnigleit vom Kriegs-schanpwhc eingstvoffcn. 2<> republikanische Staats-mit^ücdcr habrn in einer Druckschrift an Lincoln ihr Mißtrauen gc^cn die Negiernng ausgesprochen. Das Kongrebmitglieo Viilli»diughlim befürwortete einen Waffenstillstand oder fremde Vcrmüllnng obnc Ent» scheidnng durch ein Schiedsgericht. — Der Gcldmmll war fiolt. Fonds fest 90V.. Vmimwollc fest 71, Weizen 2 höher. Warschau, 27. Jänner, Abends, In Plock ist die Rckrulirnng ohne Schwierigkeit ansgefüdrl lvorde«. Die Verbindung zwischen dieser Stadt und Warschan ist wieder hergestellt worden. Die Gegend lim Modlin ist von Insnrgentcn gesänbert. Petersburg, 28. Jänner. Die Truppe» uer> folge» zahlreiche Banden in den Wäldern. Die Lm,d. l'evölkernng ist nicht am Aufstand bethciligt. Vmschmi ist rlil>i^>, srew-Aork, 15, Jänner. Der Kongreß lM das Geseh über die Ansgabe von 100 M'llioncn Dollars iil Noten angenommen. Die Unionists!, haben das Projekt. Vicksbnrg anzugreifen, aufgegeben. Die Konföderirten befinden sich aul den, Rückzüge von Springfield. E>n Gcsctzenlwnrf wegen der Enroll', rung von 150,000 Negern wnrde erlasse!,. Spanl-ding hat erkärt. daß die Negiernng unverzüglich U>0 Millionen nothwendig habe. Das Archiv der krain. Landschaft. Von P. u. tladics, tovrcspondircudcm Äiilglirdt. (Schluß.) l!l. Devnlalige« Zustand. Es ist schon in dcr ersten Abtheilung betont worden, daß dic gegenwärtige Ordnnng des Archivs auf Grund dcr Perchhofsen'schen Organisation dnrch Richter ansgefnhrt wnrdc; cs ist wciters anch gcsagt wordcn, das; in späterer Zeit nnr cinc ganz änßcrlichc Wicdcrordnnng vorgcnommcn wllrde, indem man die cinzclncn Faszikcl, dcrcn uon 8tichtcr gcgcbcnc )ln,N' mcro dcibchaltclld, nnr ulit ncucn Aufschriften versah. Wir wcrdcn dahcr in Mscinandcrsctzung dcs von Professor Nichter angenommenen Systems zugleich dic dcrmaligc Emrichtnng des Archivs geschildert habcn. V^ichter, dcm cs cinzig und allein auf dic wissen-schaftlichc Anordnnng dcr Archivcüicn anlam ^ theilte Archiv nnd Registratur in drei chronologischc Abthci lnngcn, dcrcn crstc von dcn ältesten Ättcn a>, cr viö zum Iahrc 1783, dic zwcitc von 1763—1809 nnd die dritte von 1818 (M anf die ncneste Zcit) rcichcn licß. Dic crstc Abthcilung — dic cigcnllichcn Archivalicn — ordnete cr nach Materien nnd legte darüber ein- alphabetisch geordnetes Verzeichnis; (Ncvcrtorinm) an, wclchcs ich in meiner Abtheilung ll benutzt habe. Nichtcr's Ncpcrwrinm wcist 557 Nnmmern, wo jedoch öfters nnter einen, ^cninincro mehrere Faszikel » ,ul>.^!lt dieser Einsicht und dcreu Bcthätignng bcsitzm wir dcn Grundstciu zmn leider in's Stocken gerathenen Wcitcr^ banc dieses gewiß nicht nnbcdcntcndcn Vandesinstitntcs. iiehrcu wir znr Einlhcilnng zurück — von 1783 bio 160'.» vcicht die zwcitc Abthcilung Richtcr's und beginnt dic sog. Registratur, wclche wicdcr ans 2 Thcilcn besteht, dcrcn cincr die Aktenstücke von 1783 — 17^2, dcr andere die von 17l)3 — 1800 incl. enthält; es zählt diese Abthcilnng 158 Faszikel (^75 und 83). Darüber sind Anfschlagcbücher angc-legt, dic das Auffinden dcr einzelnen Stücke möglich machen — sie rührcu jedoch nicht von Richter her; sondern stammen ans den Jahren selbst, die sic um-fasscn. Die dritte Abtheilnng mit den Aktcn von 1818 bis hcntc bildcl dic sog. ncnc Rcgistratur, dic anch wicdcr ihre Abthcilnngcn hat, und glcich dcr ältern blos; jahrwcisc in Faszitel nach den, fortlanfcndcn Nnnnncro gcordnct erscheint; anch über dicse Attcu-stücke bcslchei, Anfschlagcbüchcr, dic glcich dcn frühcr gc-nannten chronologisch > alphabetisch angelegt sind. Fragen wir nach der Zahl dcr Archivalicn, dic nnscr landschaftliches Archiv bewahrt, so finden sich in 050 Faszilcln, dcrcn einer ill übersichtlicher Schätznng 40, 50, 100, ja auch 300 Stücke enthält, in, Ganzen an 2« bis 30.W0 Stücke. Dieß die Zählnng dcr Archivalien — cinc gleiche, wo nicht größere Zahl bietet dic Rcgistratnr. Frägt man darnach, wic dicsc, für die Äcschichtc dcs Landcs und für dcn Amtsgebrauch dcr Landschaft glcich wichtige Sammlnng bewahrt wird, so können wir im Beginne des Jahres 1863 mit dcn Worten des schon genannten Frcihcrrn v. Tanffcrcr aus dcm I. 183!) antworten, dcr in feinem fchon citirten Berichte (vom 15. März) dic uoch geltende Klage ausspricht: „Die Papiere ^'llchivalien) sind in vcrschicdcnartigc Päcke uud Konvolute, cinigc (nnd zwar die meisten) hall> brüchig zusammengelegt, andere zwischen Brcttchen und Pappcndcckeln, manche unförmig groß, cmdcrc wicder klein, viele haben ihre Nummern oder Anfschriftcn vcrlorcn, abcr in cincm Punkte sehen sich alle gleich, drill, sic sind von Stanb nngcmcin vernnrcinigt, und wahrscheinlich seit Richter nicht gcsänbcrt." Nn' gesäubert nnd mit frifchcn Etiqllettcn vcr-schcn, wnrdcu die „alten Dinger" in Folge solcher Vorstellung wohl — aber benrbcitct, znm wisscnschaf> lichen nud amtlichen Gebrauche eingerichtet, wnrdcn s^c nicht; es konnte sie folglich Niemand bcnützcn und Stanb und Moder hatten wieder freies Spiel! Dcr erfahrene Backes hatte in, selben Jahre anf die Abfassung eines Hanptvcrzcichnisscs, das mit Hin^ wcisnng ans die Faszikclnnmmcrn hätte sollcn gear^ bcitct wcrdcn und anf die Beigabe eines Detailvcr-zcichnisses zn jeden, Faszikel gedrnngcn — solltc ctwas Ersprießliches geleistet werden, „dabei müßte — waren seine Wottc — jcdcs ^tück durchgegangen werden", „doch müßte — setzte er bci — dic zu lösende Anf-gabc mit Sachtcnntniß gclcitct wcrdcn." Es gcschah nicht — cinigc wenige Faszikel erhielten das ge wünschte Dctailocrzeichniß, z. B. dic Faszikel: Sani-tätswescn, Äanernaufständc n. a., wo dic Schrift von dem zuletzt (bis 1802) mit dcr Aufsicht über das Archiv bctrant gewesenen landschaftlichen Registratur, Vndwig Ritter v. Fichtenan herrührt. Backes hat in angeführter Stelle anch anf hernmlicgmdc Diplome nnd Originalrcstriptc ans dcm XVlll. Jahrh, in ihrcr Bcdcntnng für Amt und Wisscnschaft anfinersam sze-« macht; — ob es dieselben waren, die gegenwärtig im ersten Zimmer dcs Bcwahrnngolotals bnnl durcheinander und unsignirt in dcn Stellen und da bis im nntcrsten Fache, also vor Staub und Fcnchtc nngc-schicht herumliegen, wissen wir nicht, da wir nns all dieß <ähaos noch nicht gemacht, und zndcm die Zeit über so Vieles abhanden gekommen, doch die That-sachc steht fest, hcntc noch', wic vor 23 Jahren, wo Intcrcssc nnd Vcrständnlß fnr Archivc bci nns in Oesterreich mit wenig Ansnahmen :'.och in, ersten iteime waren, sind die Archivalicn des wichtigsten ^an-desinstitutcs in folch dcfperutcr Vcrwahrlosnng! ..-, Ma>, frägt wciters: warnm wnrde diesent Ucbcl^ stal,dc noch nicht abgeholfen, liegt es am Vokale, oder an dcn zn großen dosten für die Ordnnng und Instandhaltung, oder an dem Mangel cincs länglichen Individuums. Ich will mich in dcr Beantwortung dicscr Frage in keine Raisonnementv einlassen, will anch keinerlei Vorschläge thnn, ich will nur mit wenig Worten die Möglichkeit cincr Abhilfe feststellen. Die durch anderweitige Benützung dcr Räumlichkeiten im Vandhnnse nothwendig gewordene Dis' lozirnng der Archivalicn ans dcm ersten Stockwerke dicscs Gebändes, brachte dieselben in die für eine allfällige Ordnnng nnd Bcschrcibnng derselben weit' ans tanglicheren Vokalilätcn im sog. Pogatschnigg'-schcn, wie wir Abthcilnng l gesehen haben, vor Jahren eigens für das Archiv crkanften Hanse, wo fic das Parterre rechts einnehme». Das uene lokale bietet den für die Ansbrcitnng nothwendigen Raum, ist rnhig gelegen -— was für den Bcarbcitcr der Archivalicn, sowic für dcn Forscher gleich wichtig ist — gewährt auch hinlängliches ^icht und, was nicht zu übersehen, ist in beiden Pieeen wohl heizbar. Wollen wir uoch hinzufügen, daß die zn der Einordnung der Archivalicn nöthigen Stellen bereits vorhanden sind, so hätten nur die Acnßerlichleiten nnd Schwierigkeiten, die einer Pflege des Archivs allenfalls im Wege stünden, beseitigt, uud ich glaube hicmit die Aufgabe, die ich mir gestellt, gelöst zu haben. Ich habe die Geschichte dcs Archivs erzählt, nm zn zeige,,, was unsere Vorfahren, denen es in finanzieller Beziehung, wic Abtheilung ll zur Genüge darthnt, nicht uur uicht besser, sondern wo möglich schlechter, als nns ergangen, für das Institut gethan haben, ich habe dcn Inhalt der Sammlnng vorgeführt, um dadurch ihre Bedeutung klar zn machen, ich habe, endlich ehrlich nnd offen die herrschende!, Mängel nnd Ucbelsländc aufgezählt, hauptsächlich ans dem Grnndc, ^ wcil nnscr nencs konstilutioncllcs 9cben anch dieses hochwichtige Vandcoinstitnt aus dcn Händen cincr Kanzeilei in die Hände dcr gcsammtcn höhen Vandcs-vcrtrctung nbermMelt nnd — wir wollen hoffen — gerettet hat! <.> , .55: l^A Vctrcidc-Durchschuitto-Hlreise in fa i l' a ch am 28. Jänner 1863. Marktpreise MagazmMcisc (5in Metzcn------------^ in vsicl-r. Währ. ^___ .. - - ^"fi."l" lr.........s"fl. I"jr7" Weizen..... — — 5 3 Korn..... ^ — 3 17 Gerste..... — — 3 — Hafer..... — — 2 25 Halbfrncht .... — — 3 77 Hcidcn..... — — 2 57 Hirse..... - - .'l U) Kulnrnt) .... ^ ! — ! , ^ ^ Theater. Sonntag, znm ersten Male: Die Krimmal- ^cni, Lebensbild mit Gesang in drei Abtheilungen. ^ion Tbcodor Flamm. Mnsik vom Kapellmeister Storch. ^^_»^««»»«^»»^««»« '^r^ ^ Verlag ^n^n^v.Klein«^^^ Fedor Vamberg. - Verantwortlicher Ncdaktcnr: Ia«az v, Kleinma»,r. Anhang zur Kinbacher Zeitung. Wnl^nllprtsllt Wien, 28. Jänner. sMitt.igs IV. Uhr.) (Wl. 5t^,, Die H.iltüüg d<>r V^'rft f,'r!w^s,!,,!d l!l''i>,. bic Stimuli,!^ ^,'üi^ig, di.> ,sslllsc,>,!. das Geschäft al'sl sscring, Äi)U ^U^^ttvlllU/l. Staatl'pal'llrlii 5)pjt MctiUliq^i^, National , A»l>'h>» u,id 1««>0 r - i!^,V li^h.'^ dic >i!-r ^» G^tN,ü>^'!i n,>htz!i wir ^cstci». M'im?>',i!l»i'1»,!gs - Obligationen bc^rhrt, Indu^ ' >slisp.N'i^rc. ol)»t il^.nd ,ii,t Schwausu»^ »i,ö >>» Kursi ^s^cn ^st.l» l'c!».,!!,' »»i'll.indcrt, Wcch'Vl auf frciüde Plätzl, vom Ailsang l'is zuin Schluss.' >ni,'>;>l'o!s>!, schließen un, '/., billiaer gt» ssc» dil' «z.'stlii^' Nc>l>z, G>lo i,n Cslompte s,l>r ili'iil'l^ aber ohiis ^'»»liiüd,' Wa.n', ^effeutliche Schuld X. dc« Ktaatl, (sür I0N st.) Utld War, In öslerr. Wahrung . zu 5''/. N>- ' 61».l!» Ü7, «»lcl,. v. 18«! mit Ruch ^»3,(!0 Ü3.75 b,tll? o!)„s Abschnitt 1802 . !)2.— i)2 ^l> National-Vl»lel)tn mil Iä!i,!.'r'6l'»po!ls . ^5'/. vi ii0 82.30 National -'?ln!ehen >»i< «pnl-Coupoin' . . ^ 5 ^ 8s 30 «2 40 Mtla!ia,ucH . . . . „5„ 75.30 ?5-W * ^ttlo »lit Wiai-Cl'up. ., 5) „ ?ü.?0 75, W detto.....„ 4j„ 0>;. - l;'i2.'< mit Vcllosuü^v, Jahr, 1839 1iil2'» l4<),5»0 „ IU54 i»2 25 l»2 5<) , « 1860 zu 5>00 fl. . 92 60 9^70 ^ „ zulOOfl, l».l^' 94 — ^oiii».' - 9tl»l,usch. ju42 I^.«u,tl. 17, — 1? 50 ti, l>,r Hrouländcr (sür 100 ft) Oluilt'siitl.lstuü^ö'Ol'ligatil'ilsn. Niedel'O.stsroich . . zu 5'/. «7.75 88- Ocld lll'.ne Ob.-Ocss. »üd Saljl'. zu 5'/, 84. - 85 - !Ml>men .....s) „ 80 — 8'i ^>0 Glsinmatf.....5 .. 87 50 88.- Mahln, n. Schllsic» , 5 ., 87.— 88-. Uü^ar»......5 „ 7'» — ?l'>,5)0 Tein. Bai, , .ssro. u Slav. 5 < 73 50 74. (^alizicn.....5 „ 73.50 73 75i Sicl'mb, u. Anlow. . , 5„ <^,5>0 73 5>> Vcintiailischts 'Aül. 1859 5 „ 91 50 9c!,50 Aktie» (pr. Slusl) Nationalbank......8^) — 82^' — ,,tv.dit''.i!!!^'!l (z^'0l!>,-G.'s. z, 5(«) sl. ö W. 658 — 660,— K. Fcvd -Nordb.z. 1000 fl. (zü'i. 1857. 1^58 — TtaatS-Ois.'Gcs. zu 200 fl, (5Äi. oder 500 Fr......224.— 234,50 Nais. ^üs.'Änhu zu 200 st, (5^. 152 50 153 --Snd-nurdd.Äsil'-Ä.^W,, „ 130,— 130,50 Siid. Ltaat<-, lomb vc». n. (lcütr. ital. (5is. 200 sl. i. W 500 ,5r »l 180 fl. ii>0"/..) 'Hi!!,i,l!lil!i<, 270— 27l.- ^"c!c> >^l-^üdw,-Pas»! z. 200st. l>U, m. 180 fl,<90'„) ^i„z. 219,— 219 50 Osst. Dr».-Damisch-O,s. 5^ ^^^ 4^1 — O.^>»s,ch. ^loyd in Trilii 8 ^ 236.— 238.— 'Vi.licrDaiüpsm.-'.'ltt.-Grs. - V 388,- 390,— ^c,1er Kttlliil'rnck.« . . " . 400,— 402,— Böhni. Wtsil'ahi, ^< 200 fl, . 168,50 169,— Th.'ißl'ahn-Afticl! 200 sl (5, M. m. 140 fl. (707«) 6i»;a!)Il!l!g. 147.— —.- Pfandbriefe (sür 100 si.) National.,6jäh.u.1.1857z 5°/. 104 50 104,75 l'a»f auf 10 „ dctlo 5 „ 100 — 100,50 C. M. ! vnl^'l'arc 5 ., 90— 90 5" National!'. aufö.W >'trlosb,5 „ 85 75 85 8.7 Hivs? (pcr Stnck.) ttrld.-?I»Nalt fnl- Hcuidtl n, Äcw. zll 100 fl. ö!>. W. . , . 132.90 133 10 Don^DalM'is.-C'). zn 100 si, (iM, 98,50 99 Ttadt^ni. Oftl, „ 40 „ ^,. M. 36 50 3?.-Eütchazy ^ 40 „ „ 95.- 96- 2alm 40 fi, öN W 37 25 37,75 ^dif.!'a.räh „20., „ . 21.50 22 — Wa,b,1s», „ 20 „ „ . 23.50 24.-Ksglevich „ 10 ,. „ .17—17 35 Wechsel. 3 Monate. Veld V>i,f. >)ll,^'bl!rg für 100 si. siidd. W. 97,65 97,85 Fl-an'slut a. M. detto 97 85 98.— vaüil'ing fiir U>0 M,rf Va,,so 86 75 87.— London slü 10 P,. Strrlinz, . 11',,70 1l5t<5 l'ario fur 100 , „ 28 „ 9 „ 29 „ Russ. Im/s>ial« . 9 „ 54 ^ 9 „ 55 „ Vnciiiöthalcr . . 1 „ 71 „ 1 „ ?1j „ Zill'sV'A.,iu . . 114 .. 25 „ 114 „ 50 ,^ Effekten- und Wechsel-Anrje au der 5. k. öffentlichen Vörse in ÄVien. Den 29. Iäliller 18tt3. Effekten. , Wechsel. 5°/. Mctalliqnls 75,50 ! Silber.....11t — ü'^Nat ,'.'lnl. 82 25 toild n .... 11565 wanlülti.'» ... 821 !! H.s.Dufatcn . . 556 Kn'ditaltiln . . «21.— !> Lottoziehungcn vom 2^. Jänner. Wien: 4> ttU 5» ^tt 2tt. Graz. »2 »» Hv H» UH. ss rell« de »l 2l uzci ^ e. De» 28. Iä»»cr 1803 Dii Hslie,' : Mlcr u. SchlNllliil^ l. k. Fcl^ malichalüieülslmnl. — Moliuir. — Kmtl. Hlilldrls» ma>u>, lind — Dnisliüss. Halitlliü^sreistllder, uon Wien. — Hr. u. Iclüizhizl). vo» Agram. — Hr. Göoi^c. Veigvrrwallei'. vo» Tüffer. — Hr. i!tglN. Hnndllsilni»», uoii Ac>elvN'fr^. — Hl. (U'illlk,.'». k. l. tDlislllsülruant. von Gör<. Z. 151."(N) Eingesendet. Iu 5 Tassm erfolgt die Zichunss der Graf St. Oslwiö-Losr; dicseö Aulshei! ist niit ^l'wiiliil'!! von 73,500 fl., 52,500 fl., 2IM) fl. :c. und in Slimme mit 9.264,402 fl. cniögcsiattet. Il'dc« Los musj lüiiidestsuö Slöclclit . . n 2 « 50 lr. , „ uol' Vrüncl mit Zug mid Llöckc!» . . „ 2 „ 10 kr. ^ ^ u. Vrüncl<ÄalliNlvl)Il llül Zllj) l>. Stöcke!» „ 1 „ 5)0 kr. nut Zug u. Sl^clll». Sl-ilc» ^tschuinl „ 1 « W lr. auch sind noch Knaben-Stiefletten und Hausschuhe zu sehr billigen Preisen zu haben. Es bittet um zahlreichen Zuspruch Lizitatwn voil Möbl'ln, L^mpl'n, Hallögeläthe, Vlcnn-holz, welche am :i F<'l)l'l,ar, Dinstag, Vorr mlltags um 9 Uhr u:id Nachmittags um 3 Uhr, am neuen Markt Haus-Nt-. Ilw, im l. Stock, Thür Nr. 25 abgehalten werden wird. V. 22«. (1) Nr. 225. G » i k t. Von dem gefertigten k. k. Notariale wird allgemein tund gemacht: (36'sei zur Vornahme der mit dem Bescheide des löblichen k. k. Bezirksamtes, als Gericht, zu Kramburg vom 27. Jänner Idl«3, Z. 225, über freiwilliges Ansuchen der Katharina Perk'schcn Erben bewilligten, öffentlichen versteigerungsweisen Veräußerung des zu Krainburg am obern Platze gelegenen, im Grundbuche der gedachten Stadt 6„ö Haus- Nr. ltt5 vorkommenden zwei Stock hohen Hauses die Tagsahung auf den 24. Februar 1«<53 Vormittags von 9 bis 12 Uhr in der Notariatskanzlei mit dem Anhange angeordnet, daß die sehr bil' lig gestellten Bedingnisse täglich hieramts eingesehen werden können. K. k. Notariat Krainburg, am 27. Jänner ik<»3. Josef Sierger, k., k. Roiar. ^ls Ol'slch'lökoi„miss,n'. Bc>rräthi','^ in Vl-libach: Alphabetisch -geordnetes Nachschlagel'uch übn- daö Gebühren- und Stempchcsctz, sür stimintliche stroiüluidcr dcr Mouarchic, „ach dcn mit 1. Jänner 18>!3 ins Vcbcn ssrtN'tcnrn Acnd^nlüqei,, uud mit Bcrüclsichtigünss nllcr scit 1850 erschienenen und in iir^ft destchendell Nachtragövcrordnungen ncbsl drill Promesscngesetze vom ?. Ztovcmber N8tt3. Oflao l'N'schirt. Pr>i6 i sl. Handbuch Stempel- und Gcbilhmigcsches. 1, ll,!l,liffl,ld: die fiüaüji.llen Gru»dsäl)e der Gcsl^e v »> i>. F!l'lu.,r »nd A '.'lugust 1^50, »au» dl,-S M'änt^un^ '^ftl^l^ vl,',» 1.,!. '^.^nil'lr Ittllii. 2. Dcn ü,nl) di^,,,, G,,','l)e,i vcr?dßt>» r^li^zir,'^, St>!i!psl? »!,d O'cl'ichrli, Ta>is v«.m IZ«». i/clipol0 Ale^.nlder Ehrlllf.ld. ____ Qltau lr.'schirt. Plsiz ^fl^^.______ Z. 210. (2) Die gefertigte tMpficl'Ü lhr ieichhl,Iliglö ^'l^.cr Ul.Nl cUkn G.,l!UNgcn ^Nllttllli^R'l^-Ulii'^'izll'liilX^'^^«'^«»'^«»'! clüalllnis»! ^«>eNzz^«^il^^z!!ll'^i» »<»»«, säinmlllchlli «i.i»<:l»^»8^l'"^»^«», s dllcli G^lningln «l^^tiu^ztlx'lille'«» lül ^l»«»r^ u. ^«'«».',<<'«', s^l'Mlllche» M'^K'^^t.',«^^««, W'^z- l^ck'll ln>o pl«ll>n. säinnül chc ^'«»^»l^'-M^'ik» ?t«>8^, <««««<«««»<<«», ^ ißicN l 8l!««l!^K«l^, fälülNlllci'l- lll<^«!!»- nnsslngcuc 2li>8O3<»i«Q« uuo H>. dttltl um gctitigtc» Zuspruch Spilalgnsse. Z. 179, (5) Die OMrik in Steinblück offcrirt Lein- und Repskuchett laut ticftr bcmciftcn Prciftn. Bei dü, h^licn Preissi, vo» Heu l^iwenilcn öeinkuchen als 5?tastfutter »»d >i'<-ss,!!lich w^gei» Msdl-gemiuniliig uo» 3!)tilcl) l!»!> Vutter vorzüglich. Nepökuchen l'iü^zcn sind al,; ti„ Kraft-diillgungsmittcl lcsoiner^ lci Flachs, Kartos' fcln ,)iiibe« unl) linocven (^erealicn »ickl ge»i>^ ^n^isliipf.lilen »nd iii dcr Elp0v> 01,3 Oesterrsich »iich dcm )l l> s l li n d c in Vlcpskuchcn t>,orm. Dil Kuchen wevdcn in glniz,» Schlidcn oder liuch vcrklci,,tvl i» W a »1 ü " " Icdig odrr n dcn ciuskr-i'^l'!. lcsil» Sorten in Spielkarten i» schüustl-r ln,^ scin->ttl Q'üUttäl n»)ch I'll» ncucslcn ci.;tl>cll Vcrl'sffllnn» >1sn. nni den dslicl'llstlN. cchl sran^öfls^cn Mnstcrslnckcil nnd Dlsslins ^uöglslliliet, z>l oen möglichst lMkMil ^ü'Vll^'leiscn. 'Allflrä^c hierauf wlrdcn anf jsdwcdlö Olmnlnni .n,^s»l.'nimsn lind prompt ans^cfüytt; PltiS-Cc'lülitNc »no Bldlii^nisse ivndcn alls Vcrllni^en pl.'^lvenrcnd ^llgrsandt. Vlse-lwrro lin^nlnipflhls» sioo snr Casino's: Nllicslc Original-Llll^gl^'c 1 ^i.uional.. Vl'lk.'r, Topl.',!' Deutsche, mit ccht flaxMfchciii Rücken, dtl). dtc». NlUionlil/siii.ii^Vliis!, rw. dlc?. die». dtl?. dlo. /.c^m/i-'l'ln'oli, dlo dto. Z. 150. (11) ..... N'fulgt dic Zichung dcr. Tirftij ^,nl««,«« l^z, «>l^ ^V,,l«»»^«ll von Gulden 7^,500—5^,500—2^000 etc. etc., und sll hcrav di>? 08 fl. 25 lr. mi^iitntttt. zt^- Jedes Lo^ nnisi mit mindestens tt» ft. H.5 lr. verlost werden. "'^>Ä Derart Lose verlauft l», «>»-2»l,»««« gcnan nach 'U'«»-«'!«!«'«»«»'«, und znm Spicl für die Zirhung u„» Ul. W'«?»,»,»«^ «l. »>. niillelst 2'»'«»,«««««»,,. dcm Gc-sctzc eiilsprrchcnd, ,nit 5>6 lr. Stcmpcl vcvschcii, mit 3 si. 50 tr. GroMndlcr uud Wechsler, Ztadt< am Hof 420. A^H5" Vl'i gcncigten anöwärti^n Aufträgen nurd nm gsfälli^c frantirtc Einscndmig dtij Vctrags^, nud uin Vcischlis-s;nn^ von 3>» ^litr. filr fnnikinc Znscndnncl. der Zichllugsliste seinerzeit crsncht. ^ ^ Derart kost sind in allen Wechselstuben und ^'oSvcrschlcißortcn zn haben.