,na 80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsn: (mit Ausnahme der Feiertage; Schriftleitung, Verwaltung un Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 25-69. Maribor. Kopališka ul. 6 Nr. 269 Dienstag, den 26. November 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Xbholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, (iir das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Offl 1"50 Mlmbom aeitmrn Südosteuropa im Vordergründe ' kite deutsche Warnung an Die Adresse Griechenlands / Berlin erwartet bulgarischen Vorstoß zur Aegäis / Deutscher MUttäraitachse von Ankara fliegt nach Berlin / Vor Dem Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt B e r! i n, 25. Nov. United Press be- Pak’t -: Bulgarien dem Dreimächte- WaL 111 dieser Woche beitreten, was als halt SClie!n,*ch anzunelimen ist, dann er-ejn en die Achsenmächte auf diese Weise K n Korridor für den Anmarsch ihrer l,a.!>PCn an die türkische Grenze, d. i. tj? m hundert Meilen von den lebenswich-Ul) ,n Verkehrsstraßen der Dardanellen q des Bosporus entfernt. Damit wäre Qr.n auch die vollständige Einkreisung jj^henlands am Festlande vollzogen, p e r 1 i n, 25. November. Associated Ss °f America meldet: Die erste deut- sche kühle Mahnung an die Adresse Griechenlands erschien Samstag abends in Form einer Feststellung der halbamtlichen »Deutschen Diplomatisch-politischen Korrespondenz«, die betont, daß der griechische Regierungschef General M e t a x a s sich selbst zum Werkzeug der britischen Kriegsausweitungspläne gemacht habe. (General Metaxas hat kurz vorher erklärt, daß jenes Volk, welches in Freiheit leben wolle, mit Großbritannien den Krieg gewinnen müsse. Die deutsche Feststellung hat umso größeres Aufsehen erregt, als es zum ersten Male seit Beginn des italo- griechischen Krieges geschah, daß ein solcher deutscher Kommentar erschien. Sofia, 25. Nov. (Asociated Press) ln deutschen Kreisen wurde Sonntag abends offen die Voraussage ausgesprochen, daß Bulgarien in kurzer Zeit nicht nur dem Dreimächteabkommen Rom Berlin—Tokio beitreten, sondern auch die goldene Gelegenheit eines bewaffneten Vorstoßes zum Aegäischen Meer ergreifen werde. I s t a n b u 1, 25. Nov. (Associated Press) Der deutsche Militärattachee in Ankara hat gestern die türkische Hauptstadt ver- lassen, um sich im Flugzeuge nach Berlin zu begeben. Wie hier verlautet, trägt der deutsche Diplomat die Ergebnisse der Besprechungen des deutschen Botschafters Franz von Papen mit den türkischen Staatsmännern nach Berlin, ln der türkischen Presse wird anläßlich der Pro-klamierung des Belagerungszustandes in Türkisch-Thrazien erklärt, daß dieser Ausnahmezustand lediglich eine Defensiv maßnahme gegen eventuelle Ueberraschun gen darstelle. Fremde Flugzeuge über Jugoslawien ejnoe°grad, 25. Nov. (Avala). Nach I flog gestern die Stadt Bar an der Adria. g r Meldung der »Politika« überflog j küste. em . o ^-----— r---1 Beograd, 25. Nov. (Avala). Nach rer Meldung der »Politika« soll ein remdes Flugzeug auf sugoslawischem Gebiet bei Ohrid niedergegangen sein. Diese Meldung entspricht nicht der Tatsache, da die unverzüglich an Ort und Stelle entsandte Untersuchungskommission keine Spur eines fremden Flugzeuges finden konnte. den p,n um 8 Uhr eine Gruppe von frem Oti. ‘Ugzeugen in großer Höhe die Stadt | einer Meldung Pjj. am gleichnamigen See. Es wurde ^falann gegeben und die Batterien die ?Eten ein Feuer gegen die Flugzeuge, stieg, auf. s°!"ort auseinanderstoben. Kurz darauf en auch jugoslawische Jagdflugzeuge Qr(j?0grad, 25. Nov. (Avala). Eine PPe von drei fremden Bombern über- Hvr der Anerkennung Nankings Durch Japan Lichtkegel der englischen Scheinwerfer, worauf noch ein heftigeres Geschützfeuer gegen sie einsetzt. Die deutschen Flugzeuge ändern jedoch fortwährend die Richtung, biegen nach rechts um, dann sofort wieder nach links, um aus dem dichten Scheinwerfernetz herauszukommen. Jetzt werden riesige Mengen von Bomben herabgeworfen, die Southampton in einen Vulkan verwandeln, aus dem große Feuerzungen emporschießen. London, 25. November. (Avala) DNB berichtet: Amtlich wird berichtet, dass die britischen Patrouillenschiffe „Kingstown“, „Achellit“ und „Read“ durch feindliche Aktionen versenkt wurden. London, 25. Nov. (United Press). Die britische Luftwaffe hat gestern eine ihrer größten bisherigen Luftoffensiven durchgeführt, die im Raume von Norwegen bis nach Italien stattfand. Unter den zahlreichen Objekten, die von den briti- schen Fliegern belegt wurden, befinden sich u. a. folgende Ziele: der Potsdamer Bahnhof und andere Verkehrseinrichtungen in Berlin, die Fiat-Motorenwerke in Turin, die Krupp-Werke in Essen und zahlreiche Flugplätze in Deutschland, Italien und in den besetzten Gebiete. London, 25. November. (Avala) Reuter meldet: Das Luftfahrtministe-rium für innere Sicherheit meldet: Im Laufe der Nacht vom Sonntag zum Montag richteten sich die hauptsächlichsten feindlichen Luftangriffe auf die Gebiete Westenglands. Der erste Angriff erfolgte nach Sonnenuntergang u. dauerte bis Mitternacht. Zahlreiche Explosiv- und Brandbomben wurden bei dieser Gelegenheit auf verschiedene Punkte abgeworfen, wodurch zahlreiche Schäden und Brände bewirkt wurden. Mehrere Personen wurden getötet, teils auch verletzt. ter)C a n S h a i, 25. Nov. (Avala — Reu Ki ln ireisen Schanghaier gutunterrichteten glaubt man, däß Japan die Nan-Regierung Wangtschingwei am cf^m' offiziell anerkennen wird, an wel- doi 30. "8er rtselb Page nach amtlicher Mitteilung Mnve; st das neue japanisch-chinesische °esond Rehmen unterzeichnet werden soll. 25. Nov. (Avala — DNB) Der J o k i o lere Abgesandte der japanischen Regierung General Abe reist morgen in einer Sondermission nach Nanking. Sein dortiger Aufenthalt wird nur kurze Zeit dauern, wie ein Vertreter de,, Außenministeriums erklärt. In politischen Keisen glaubt man, daß General Abe in Nanking das Einvernehmen über die amtliche Anerkennung der dortigen chinesischen Regierung Wangtschingwei seitens Japans unterzeichnen werde. Der Krieg in der Luft ■Jüngsten Aktionen der deu tschen und der britischen Luftwaffe die Da$CjZ.!‘n> 25. Nov. (Avala — DNB) zeije Slied der Besatzung eines Flügger d ’ ^as am atzten Massenangriff Ha{erieiftsc^en Luftwaffe auf die englische men v Southampton teilgenom-afte, erzählte Einzelheiten dieser Reichen großen deutschen Luftak-von Flug der deutschen Maschinen “itig >1: hon 1 s/ ®as's bis zum Ziele dauerte etwa ie„ N Unde. Plötzlich flammten am dunk-dei dac*1thimmel die ersten Strahlenbiin-d|e pEr englischen Scheinwerferbatterien zer o?u*bampton umgeben, auf. Ein gan vQrti ■ rab*er,kranz trennte die Hafenstad feuer sollte den deutschen Bombern das Vordringen unmöglich machen. Jetzt geraten einige deutsche Flugzeuge in die Der griechische Vormarsch in Albanien DIE GRIECHISCHEN TRUPPEN NÄHERN SICH DER JUGOSLAWISCH-ALBANISCHEN GRENZE _ ROM DEMANTI ERT GRIECHISCHE BEUTEMELDUNGEN Rom, 25. Nov. United Press berichtet: Italienische amtliche Stellen dementierten gestern die griechischen Meldungen, denen zufolge den griechischen Truppen anläßlich der Eroberung der albanischen Stadt Koritza und an den übrigen Frontabschnitten eine große Beute an Kriegsmaterial in die Hände gefallen sei. In italienischen Kreisen wird festgestellt, daß von den Griechen weder ein Geschütz weder noch ein Maschinengewehr erbeutet wurde. Die italienische Luftwaffe hat auf Malta einen größeren An- Englischer Luftangriff auf Marieille Vicliy, 25. November. (Associated ranz trennte die Hafenstad Press) Nach französischen 1L richten *ah(l 'n'b-fsten Dunkel liegenden Hinter die si ^'e deutschen Maschinen übe Sehe erschienen, eröffnete die engli !>en ,. uRabwehr ein heftiges Feuer ge den e- sr|daß die Explosionen auch -n vern’l5°ßer Höhe fliegenden Apparaten n°mmen wurde. Das englische Sperr- Prolest der französischen Regierung" in London tersuchung der nicht explodierten Bomben ergab den untrüglichen Beweis, dass der Luftangriff von englischen Fliegern durchgeführt wurde. Die französische Regierung hat deshalb in London Protest eingelegt und die Wiedergutmachung des Schadens haben britische Flugzeuge Samstag nachts den Hafen von Marseille mit Bomben belegt, wobei vier Frauen getötet und fünf weitere Personen verwundet wurden. Zahlreiche Gebäude im Zentrum der Stadt wurden schwer beschädigt. Die technische Un- gefordert. griff durchgeführt, wobei sechs englische Maschinen abgeschossen wurden. Der Lufthaben von Miccaba wurde hiebei mit Erfolg bombardiert. Alle italienischen Flugzeuge sind unbeschädigt zurückgekehrt. Athen, 25. Nov. (United Press). Nach griechischen Berichten setzen die griechischen Truppen ihren siegreichen Vormarsch in Albanie nort und bedrohen bereits jene italienischen Stützpunkte, wo sich die Italiener nach ihrem Rückzuge verschanzen wollen. Nach zuverlässigen Meldungen haben griechische Truppen unweit der jugoslawischen Grenze den albanischen Ort Podgradec besetzt. Ferner wurden die Orte Moskopolis im Westen von Koritza und Konispolis im Bereiche des Kalamas-Flußes eingenommen Schließlich wird berichtet, daß der italienische Flugplatz Argyrocostra in Gefahr ist, von den griechischen Truppen besetzt zu werden. Die italienischen Stützpunkte Tirana und Valona wurden aus der Luft mit Bomben belegt, Budapest, 25. Nov. (Avala). Stefani meldet: Die ungarischen Kreise sind befriedigt über den Beitritt der Slowakei und betonen hiebei, daß die Idee der neu-' en Weltordnung immer mehr Verbreitung finde. Rumänien und die Slowakei dem Dreimächtevertrag beigetrelen Die Unterzeichnung im Rahmen feierlicher Staatsakte Durch die Regierungschefs General Antonescu und Dr. Tuka gemeinsam mit den Vertretern Deutschlands, Italiens und Japans vollzogen Berlin, 25. November. Wie DNB berichtet, haben der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop, der italienische Botschafter Buti und der japanische Botschafter Kurusu einerseits und der rumänische Staatsführer General Anton e s c u andererseits am Samstag, den 23. d. M. in Berlin das Protokoll über den Beitritt Rumäniens zum Dreimächtepakt unterzeichnet, der bekanntlich am 27. September 1940 von Deutschland, Italien und Japan abgeschlossen wurde. Das Protokoll, das im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes unterzeichnet wurde, trägt folgenden Wortlaut: »Die Regierungen Deutschlands, Italiens und Japans einerseits, die Regierung Rumäniens andererseits stellen durch ihre untezeichneten Bevollmächtigten folgendes fest: Art. 1. Rumänien tritt dem Dreierpakt bei, der am 27. November 1940 von Deutschland, Italien und Japan abgeschlossen wurde. Art. 2. Wenn die gemeinsamen technischen Kommissionen, die in Art. 4 des Dreierpaktes ins Auge gefaßt sind, Fragen erörtern, weiche die Interessen Rumäniens betreffen, werden den Beratungen auch Vertreter Rumäniens beigezogen. Art. 3. Der Text des Dreierpaktes liegt diesem Protokoll bei. Dieses Protokoll ist in deutscher, italienischer, japanischer und rumänischer Sprache ausgefertigt, Jeder Text gilt als Originaltext. Das Protokoli tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft.« unterzeichnet. Die den slowakischen Ministerpräsidenten D ' Adalbert Tuka, den italienischen ß° schafter Buti und den japanischen schafter Kurusu unterzeichnet. Gezeichnet: v. Ribbentrop, Buti, Kurusu, Antonescu.« \ Berlin, 25. November. In Berlin wurde gestern vormittags im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes das Protokoll über den Beitritt der Slowakei zum Dreimächtevertrag Unterzeichnung fand nach dem gleichen Zeremoniell statt wie beim Beitritt Rumäniens. Das Protokoll wurde nach einer kurzen Ansprache des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop durch Nach der Unterzeichnung hielt Min*5 e_ Präsident Dr. Tuka in deutscher Spra^ che eine Rede, in der er der Freude urt Genugtuung darüber Ausdruck verhe ' , daß die Slowakei nach diesem Ereign' noch fester mit den Achsenmächten ve | bunden sein werde. Das slowakisc Volk, dessen Soldaten vor Jahr und Täs gemeinsam mit den deutschen Solda'6 mit dem Blute besiegelten, was jetzt mell mit der Feder bestätigt werde, ha1 schon durch Taten bewiesen, daß es s,c^ j die Grundsätze des Dreimächtepaktes a'n^ geeignet habe. Das slowakische Volk f>a' be auch seine Entschlossenheit bewiese11' a der europäischen Neuordnung aljc dadurch Anteil zu nehmen, daß es se11^ staatliche und gesellschaftliche OrdnUjh nach den Grundsätzen des Nationalsozia' lismus geformt habe. Am Schlüsse dank Dr. Tuka dem Führer und Reichskanz'6^ dafür, daß das slowakische Volk zu s£l nen Rechten gekommen sei. Was er ^ Dr. Tuka — einst in der Kerkerzelle er' träumt und wofür die Hlinka-Gacdis^ gekämpft haben, sei nun in Erfüllung S6' gangen. Mit dem slowakischen Gruß »y straž!« beendigte Dr. Tuka seine Re“e. nahdem er vorher die neuen Verbündet6, der Slowakei hocMeben ließ. Nachmittags hatte Ministerpräei Dr. Tuka eine längere Aussprache 1,1 ’ dem Reichsminister des Auswärtigen v" Ribbentrop. Feierliche Unterzeichnung des Bettritts Ungarns Zum Dreimächtepakt Im Schloß Belvedere in Wien fand am Mittwochmittag die feierliche Unterzeichnung des Beitritts Ungarns zum Dreimächtepakt statt. — Unser Bild zeigt die Unterzeichnung der Beitrittserklärung. Von rechts: Ungarns Außenminister Graf Csaky, Italiens Außenminister Graf Ciano, Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und Japans Botschafter Kurusu LOäjTOWN iaiDUN6T( «CRTJIAMPrOM OttLKSFOCD ’eCSTOL "um “ ?M486AtE — H8AMŠ64TE—nsTflUDČj »aouio5*e "STV*i£RY#eC*u Riesenbrände in Southampton Berlin meldet pausenlose Massen-Luftangriffe auf Englands kriegswichtigen Hafen Southampton / London: Dkl Angriff auf Southampton war der schlimmste seit Beginn des Krieges lin heranzukommen. Die englischen FW2‘ zeuge flogen in verschiedenen Höhen versuchten von mehreren Seiten über be1" lin einzufliegen. Sie versuchten grupp611' weise den Berliner Luftsperrkreis z durchbrechen. Der deutschen Flak gel3fl» es jedoch, den englischen Angriff abz*1 wehren, bevor die Engländer Berlin reichten. Berlin, 25. Nov. (Avala.) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Ein deutsches Tauchboot versenkte sechs bewaffnete feindliche Dampfer mit einer Gesamttonnage von 29.100 Bruttoregistertonnen. Die Vergeltungsangriffe auf London wurden in der Nacht vom 22. zum 23. November erfolgreich fortgesetzt. Starke Bomberverbände haben wiederum die englischen Industrieanlagen in Birmingham angegriffen. Mehrere Hundert Bomber, die in abwechselnden Wellen herangeflogen kamen, warfen mehr als 300.000 kg Spreng- und Brandbomben ab. Im Schein der Leuchtraketen und Brände konnte klar ermittelt werden, daß zahlreiche Fabriksanlagen, die für die Kriegsproduktion wichtig sind, zerstört wurden. Beim Luftangriff auf die Waffenwerke von Granten am 23. d. M. frühmorgens wurden mehrere Brände ausgelöst. Die Bombenangriffe richteten sich auch gegen Portland, Portsmouth, Southampton und andere wichtige Objekte in Südengland. Die Verminung britischer Häfen wird in verstärktem Maße fortgesetzt. Fernaufklärer bewarfen auch London mit Bomben. Berlin, 24. November. (DNB) Nach beim Oberkommando der Wehrmacht am Sonntag vorliegenden Meldungen haben zahlreiche deutsche Kampfgeschwader in pausenlosen Angriffen während der Naclit vom 23. zum 24. November Southampton mit Bomben aller Kaliber ausgiebig belegt. In Hafen- und Industrieanlagen brachen ungeheure Brände aus,»die bis nach Frankreich hinein sichtbar waren. Die Angriffe konzentrieten sich vor allem auf die wehrwichtigen Hafen- und Werftanlagen sowie einige bedeutende Rüstungswerke, in denen besonders starke Explosionen entstanden. London, 25. Nov. (Reuter) Der Angriff in der Nacht zum 24. d. auf Southampton war der schlimmste Angriff, den diese Stadt seit Kriegsbeginn erlebt hat. Zahlreiche Gebäude wurden zum Einsturz gebracht, darunter auch einige Kirchen und Kaufhäuser, eine Klinik und sonstige bedeutende Bauten, Eine Bombe fiel in ein Kino, in dem sich 1500 Zuschauer befanden. Die Zahl der Todesopfer ist den Berichten zufolge sehr groß. Wie aus anderen englischen Städten berichtet wird, ist dortselbst der Sachschaden nicht groß, auch die Zahl der Todesopfer ist gering. London selbst erlebte eine ruhige Nacht. Gestern vormittags versuchten mehrere feindliche Flugzeuge an London heranzukommen, sie wurden aber durch die englischen Bomber vertrieben. Ein schlimmerer Angriff erfolgte in der Grafschaft Kent. Im Laufe des gestrigen Tages wurden zwei deutsche Bomber atigeschossen. Am Samstag konnten 11 feindliche Flugzeuge zum Abschuß gebracht werden, darunter sieben Italiener, die von einer einzigen englischen Jagdeskadrille zum Abschuß gebracht wurden. Die englische Luftwaffe verlor kein einziges Flugzeug. Berlin, 25. Nov. DNB. In der Nacht zum 24. d. versuchten große Verbände der englischen Luftwaffe einen Angriff auf die Reichshauptstadt. Es gelang jedoch keinem einzigen Flugzeug, an Ber- 55 ste!‘c Gäste Wie anspruchsvoll sind doch ^a' Gestern rief einer im Wirtshaus: „Herr Wirt, haben Sie ausser ihre^ Bier noch andere warme Getränk6 • Erstes Bikdlelearamm von der Verwüiiuna EoventruS Bildtelegramm, das von London nach New York und von dort nach Berlin gefunkt wurde und einen kleinen Ausschnitt der Zerstörungen in Coventry durch die deti1' sehe Luftwaffe wiedergibt »Quo vadis, Buigaria?« Pjröifcft-froatifd&e Ermahnung an öle Adresse Bulgariens / Gegen öle eas-Mschen Len-mzen des bulgarischen ^Revisionismus / Ein bemerkenswerter Aufsatz der Deograder „Volitika" Beograd, 25. Nov. Die »Politi-Ta<< veröffentlichte in ihrer Sonntagsaus-8abe einen Leitartikel unter dem Titel ®Uo v a d i s, B u 1 g a ri a ?«. In dem hfsatz, der in allen politischen Kreisen ufsehen erregte, heißt es u. a.t »Die Erklärungen einiger Abgeordne-?n über die Maximalforderungen Bulga-Lletls auf dem Balkan sowie die galligen rgüsse der Straße und Presse Bulgari-e,ls können mit der mehrjährigen Freundschaft zwischen Bulgarien und Jugoslawen nicht in Einklang gebracht werden. •ese Politik, die schon so wertvolle dichte gezeitigt hatte, müßte insbesondre in diesen für Europa und für den aJkan so schweren Tagen ihre Aufrich-’gkeit und Widerstandskraft gegen alle ersuchungen aufzeigen. Dieser Tage sind 25 fahre seit der raurigsten Aera der serbischen Geschich-e vergangen. Tausende und Tausende j1.011 Gräbern sind ein klarer und unaus-°schbarer Beweis dafür, was serbisch was bulgarisch ist. Wir haben ge-okkt, daß die ehemaligen Dramen der Unkien Vergangenheit angehören, die jjicht mehr zurückkehrt und daß infolge 65 neuen brüderlichen Bewußtseins und ,es Bewußtseins über die gemeinsamen Pressen zwischen Brüdern kein Blut-Vergießen mehr möglich ist. Aus diesem Grunde hat unser Volk die .nnäherung und Freundschaft mit_Bulga-tlen, deren Krönung der Vertrag über die ew*ge Freundschaft vom Jänner 1937 war, aufrichtiger Begeisterung zur Kennt-J,s genommen. Dieser Pakt bedeutet die estätigung der vollständigen Gleichbe-|echtigung Bulgariens auf dem Balkan. Jugoslawien hatte sich Mühe genommen, .u'garien bei der Beseitigung aller jener .Stimmungen des Friedensvertrages von euilly behilflich zu sein, die die Selbständigkeit Bulgariens beschränkten. Ju-Spslawien ist während der ganzen Zeit ,’eses Krieges dieser Freundschaftspolitik n der Überzeugung treu geblieben, daß ^ freundschaftlichen Beziehungen Bul-prien gegenüber ein Fundament des Bal-arifriedens sind. ^ir haben aus diesem Grunde den ver-^niedentlichen unerwarteten Erscheinun-^er> in der bulgarischen Öffentlichkeit, die Vor bui einigen Tagen immer hartnäckiger , Sarische Territorialforderungen auch Jugoslawien gegenüber zu betonen be. ®3nn, keine besondere Aufmerksamkeit gehenkt. In den letzten Tagen sind aber iese Erscheinungen immer häufiger ge-n °rden. Einige bulgarische Blätter deduzierten Jugoslawien in offener Weise ^eutschland und Italien gegenüber, zu enen Jugoslawien gute Beziehungen un-erhält wie Bulgarien, im Gegensatz zum Vertrag über die Wlge Freundschaft und zu den Interessen ef Balkanvölker hat eine bulgarische edung sogar die Erweiterung des Krie-3Uf dem Balkan gefordert. Diese For- aus-unö bestrebt die mit allen Kräften ges Jeiung widerspricht auch dem klar umbrochenen Willen Deutschlands üaliens £nc*, eine Erweiterung des gegenwärtigen ‘ rmges zu verhindern. . ''e Reden der Vertreter der Regierungs . . nrtieit in der Spbranje zeigen, daß der J11 Schwung in Bulgarien einen Umfang ngenofflmen hat, der nicht mehr ver- schwiegen werden kann. Dieser jähe Umschwung hat Besorgnisse in unserer Öffentlichkeit ausgelöst, die noch immer daran glaubt, daß die schmerzvolle Geschichte nicht durch neue, irreparable Fehler erneuert wird, und daß diese Besorgnis auch in den Reihen jener bulgarischer Staatsmänner geteilt wird, die in den letzten Jahren bemüht waren, alle Hindernisse zwischen den beiden Völkern für immer zu beseitigen. Diese Besorgnis hat der frühere bulgarische Ministerpräsident Mušanov in der Sobranje angemeldet. Seine Besorgnisse sind auch die Besorgnisse aller aufrichtigen Verteidiger der jugoslawisch-bulgarischen Freundschaft und beweisen außerdem, daß die hetzerischen Demonstrationen nicht die wahre Stimme des bulgarischen Volkes sind, welches ebenso wie das jugoslawische Volk vom Wunsche durchdrungen ist, daß die ewige Freundschaft Bulgariens und Jugoslawiens nicht durch egoistische Interessen unverantwortlicher Plänemacher gestört werde, die dem bulgarischen Volke immer Unglück gebracht haben.« Zagreb, 25. November. Der »H r-v a t s k i Dnevni k« vom Sonntag befaßt sich mit den jüngsten Ausfällen in der bulgarischen Sobranje, besonders mit der Rede des Abgeordneten Peter D u-manov, der bekanntlich erklärte, es könne zwischen Bulgarien und Jugoslawien so lange keine normalen Beziehungen geben, bis nicht die Frage Mazedoniens geregelt sei. Das kroatische Blatt schreibt u. a.: »Es sind aber auch die F re un dscha f tsb e z ich ung e n zwischen Jugoslawien und Deutschland zu betonen. Die. Freundschaft der jugoslawischen Völker kiann für Deutschland nicht weniger wert sein als die Freundschaft zu anderen Völkern des europäischen Südostens. Diese Freundschaft müssen auch die benachbarten kleinen Staaten berücksichtigen, insbesondere Bulgarien, das mit Jugoslawien durch den Vertrag der ewigen Freundschaft verbunden ist. Im Augenblick, indem Bulgarien nach den Worten Musanoyis schicksalsschwere Augenblicke durchlebt, ist es zu wünschen, daß diese Freundschaft unberührt bleiben möge.« Scharfe Worte der „Vravda ott die Adresse Bulgariens Beograd, 25. November. Die gesamte serbische Presse hat ähnlich wie die „P o 1 i t i k a“ scharf auf die bulgarischen Territoriulf orderungen reagiert. Die schärfste Tonart hat wohl die „Pravda“ angeschlagen,die die Sobranjc-Rede des Abgeordneten Peter Dmnanov als Provokation bezeichnet. Die „Dumanovci“ seien zu Hyänen geworden, indem sie durch Lügen die Begründung für Abenteuer suchen. „Mazedonien — so schreibt die „Pravda“ — ist wohl ein Edelstein in der Krone des Zaren Dušan. Zu diesem Stein ist es nicht leicht zu gelangen, da Jugoslawien kein Papphaus ist. Das jugoslawische Volk hat eine starke Faust, was die Provokateure zur Kenntnis nehmen mögen.“ Baldige HMM-stlMenische Offensive im Güdosten? Rom, 25. November. (Stefani) Virginio Gay d a schreibt im Blatte „La Voce cl-‘ Italia“, dass in Bälde eine militärische Offensive Deutschlands u. Italiens im Südosten bevorstehe. Darin sei auch der Sinn des Beitrittes Rumäniens zum Dreimächtevertrag zu suchen. zlehun Be- ll en Berlin, Nov. Die Bedeutung und das Ergebnis des Berliner Gesprächs zwischen den führenden Persönlichkeiten Deutschlands und der Sowjetunion wird in der deutschen Presse eingehend gewürdigt. Die Kommentare spiegeln deutlich die Zufriedenheit wieder, die man in Berlin — und zweifellos auch in Moskau —über Georgs Tagesbefch Athen, 25. November. (Avala) Die Sence d' A t h e n e s berichtet: Kö- Georg H. richtete folgenden Tages-Hehl durch den Rundfunk an die grie-«che Wehrmacht: »Als ihr, den Ruf des Vaterlandes ver-ehtnenci, zu den Waffen gegriffen, um en Angreifer zurückzuweisen, war ich utiefst überzeugt, daß ihr in vollem Ma-e, die Erwartungen der Nation sowie Gne Erwartungen erfüllen werdet. Ich bin glücklich darüber, daß ihr vor der ganzen Welt als Griechen euch eurer Vorfahren würdig erwiesen habt. Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten! Die ganze Nation entsendet euch ihren ungeteilten Dank. Ihr seid die Retter der Ehre der Nation und1 ihrer Freiheit. Durch eure Taten ist ein neues, leuchtendes Blatt der Geschichte der Hellenen beschrieben worden. Ich bin stolz darauf, an der Spitze.solcher Männer zu stehen!« (Von unserem Fa..Mitarbeiter). den allgemeinen Stand in den deutschrussischen Beziehungen und insbesondere auch über den Verlauf des Berliner Besuches M o 1 o t o w s empfindet. Als besonders kennzeichnend für das Verhältnis der beiden Mächte wird die Kontinuität der freundschaftlichen Beziehungen hervorgehoben, wie sie sich auf der Grundlage des im August des vorigen Jahres abgeschlossenen Paktes entwickelt haben. Die deutschen Blätter weisen daraufhin, daß die deutschen und sowjetrussischen Interessen sich zwar berühren und insoweit säuberlich abgegrenzt seien, aber niemals im Widerspruch zueinander stünden. Deutschland sei deshalb entschlossen, dieses .bewährte Verhältnis weiter auszubauen und man ist nach dem Berliner Gespräch sicher, daß die Regierung der Sowjetunion diesen Willen voll und ganz teilt. Wenn man heute auf die zahlreichen Reden deutscher und sowjetrussischer Staatsmänner zurückblickt, die sich seit Abschluß des Moskauer Paktes mit der Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen befaßten, so tritt schon aus diesen Kundgebungen die Kontinuität des deutsch-russischen Freundschaftsverhältnisse deutlich in Erscheinung. Die Entwicklung dürfte mittlerweile auch denen, die an den realpolitischen Gehalt und die Ernsthaftigkeit der deutsch-russischen Be Ziehungen nicht glauben wollten, gezeigt haben, daß es sich bei diesen Äußerungen nicht um Phrasen der diplomatischen Courtoisie gehandelt hat, sondern um die Feststellung eines realpolitischen Zustandes, dessen Dauerhaftigkeit in der nüchternen Erkenntnis der beiderseitigen Lebensinteressen begründet ist. Das deutsch-russische Einvernehmen über alle wichtigen, beide Länder interessierenden Fragen wurde nach vertrauensvollem Gedankenaustausch in einem Zeitpunkt festgestellt, in dem Deutschland mit Italien im entscheidenden Kampf gegen England steht, beide Länder in den Prozeß der europäischen Neuordnung eingetreten sind und darüber hinaus mit dem Dreierpakt auch eine neue Phase weltpolitischer Entwicklung eröffnet haben. Das Zusammentreffen dieser Umstände zeigt und bestätigt von einer anderen Seite her, welch bedeutungsvolle Entwicklung die deutschrussischen Beziehungen genommen haben, seit sie im August v. J. wieder auf jene Ebene gestellt worden sind, auf der wohlabgewogene Interessen und elementare Staatsnotwendigkeiten das entscheidende, Wort haben. Von maßgebender deutscher Seite ist jüngst festgestellt worden, daß die deutsch-russischen Beziehungen, wenn sie seit dem August v. .J überhaupt einer Zerreißprobe aus-gesetzt gewesen wären, diese g 1 ä n-zend bestanden hätten. Diese Überzeugung spricht deutlicher als alles andere dafür, daß die Beziehungen der beiden großen Mächte wieder in jene natürliche Lage zurückgekehrt sind, wie sie von den Tatsachen in der Geographie, der politischen Geschichte, der wirtschaftlichen Struktur und überhaupt von den überragenden Interessen beider Teile in früheren Epochen geformt worden waren Wenn zwei Mächte von dem Rang Deutschlands und der Sowjetunion in einem globalen Gedankenaustausch ihre gemeinsamen Probleme prüfen, und dabei zu einem Einvernehmen gelangen, dann liegt e$ in der Natur der Dinge’ daß ihre Erörterungen über den engeren Bereich der eigenen zwischenstaatlichen Fragen hinausgreifen und einen kontinentalen und weltpolitischen Charakter annehmen. Man weiß, daß seinerzeit die dynamischen Möglichkeiten des Dreierpakteis in Moskau ebenso erkannt und bejaht worden sind, wie umgekehrt seitens der Dreiermächte die Funktion der Sowjetunion als eines tragenden Elementes der Großraumbildung und der Großraumpolitik anerkannt worden ist. Die Bedeutung der von der Sowjetunion verkörperten eurasischen Ländermasse für den mit dem Dreienpakt eingeleiteten weltpolitischen Klärungsprozeß liegt auf der Hand. Man darf, wie in offiziösen Betrachtungen dargelegt wird, heute wohl fest stellen, daß die weltpolitische Konzeption des Dreimächtepaktes sich in den einzelnen Räumen zu realisieren beginnt. Für den europäischen Kontinent wird dadurch unter Führung der beiden Achsenmächte eine jahrhundertelange Epoche des Unfriedens abgeschlossen. Das gleiche Ziel dauerhaften Friedens und allgemeiner Wohlfahrt in wechselseitiger Förderung aU£h für die anderen großen Räume der Welt sicherzustellen, das ist die Aufgabe, über die heute zwischen den führenden Mächten der östlichen Hemisphäre ein volles Einvenehmen besteht. Der erste deutsche Beu'rkö-hauptmann in Lugonawien No vis ad, 25. November. Wie das »Deutsche Vplksblatt« berichtet, wurde der bisherige Bezirksrichter Dr. Emmerich Mühl in Debar zum Bezirkshauptmann in Odžaci ernannt. Den neuen Bezirkshauptmann begrüßten 2400 Deutsche von denen eine große Anzahl die Einheits kleidung des schwäbisch-deutschen Kulturbundes trug, mit großer Begeisterung. Die Begrüßungsansprache hielt Staatsanwalt Franz R e t h, der dem neuen Bezirks hauptmann die lokalen Führer der deutschen Volksgruppe vorstellte. Der Bezirkshauptmann schritt sodann an der Spitze der deutschen Führung durch das begeisterte Spalier der Bevölkerung von Odžaci zum Rathaus, wo er in herzlichen Worten durch den Kreisleiter des SDK Valentin May begrüßt wurde. Auch vor dem Rathaus hielt Staatsanwalt Reith eine Begrüßungsrede. Bezirkshauptmann Mühl begab sich sodann auf die Be-zirkshauptmannschaft, wo er seine Agenden übernahm. Auf der Bezirkshauptmann schaft begrüßten den neuen Bezirkshauptmann der Vizehauptmann Petrovič und die gesamte Beamtenschaft. Aus Stadt und Umgebung Herzspezialist Prof. Dr. Wenckebach gestorben. Im Alter von 76 Jahren starb in Wien der weltbekannte Herzspezialist und ehemalige Vorstand der ersten medizinischen Klinik in Wien, Professor Dr. Friedrich Wenckebach. Wenckebach wurde am 24. März 1864 im Haag in Holland geboren. Schon während seiner Praxis als Landarzt befaßte er sich mit Forschungen über Störungen der Herzfunktion und Unregelmäßigkeiten des Pulses. 1902 wurde Wenckebach Professor für innere Medizin in Groningen, folgte dann einer Berufung nach Straßburg und wurde schließ lieh Vorstand der ersten medizinischen Klinik in Wien. Besondeer Verdienste erwarb sich Dr. Wenckebach um die Erforschung der Angina Pectoris und der Eigenschaft der Herzmittel. Ans feile c 80. Geburtstag. Dieser Tage feierte in Gel je die Notarswitwe Elisabeth Kupljen, geb. Kotin, ihren 80. Geburtstag. Die Jubilarin, die seit 38 Jahren Witwe ist, lebt seit dem Jahre 1898 in unserer Stadt, in der auch ihre Tochter Slava, Gattin des Direktors Fischer, und ihr Solm Mirko, pensionierter Eisenbahnbeamter, leben. c Lumpazivagabundus. Für den Ne- stroy-Abend des Kulturbundes am 30. November im Saale des Hotels Skoberne sind nur noch ganz wenige Karten zu haben. Kartenvorverkauf in der Sporthandlung Krell. c Vom Kulturbund. Ab heute (Montag) befindet sich die Kanzlei der Ortsgruppe Gel je des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes in der Kralja Petra cesta 24, 2. Stock. Die Sprechstunden werden vormittags von 9 bis 12 und nachmittags von 4 bis 7 Uhr abgehalten, an Samstagen jedoch nur vormittags. c Trauung. In St. Pavel bei Prebold wurde der Polizeibeamte aus Celje, Herr Josef Gaber, mit der Besitzerstochter Fräulein Maria Vodo v-n i k getraut. c Vom Aeroklub. Die Ortsgruppe Celje des jugoslawischen Aeroklubs hatte kürzlich eine ausserordentliche Vollversammlung, bei der es zu einer Neuwahl des Vorstandes kam, die folgendes Ergebnis hatte: Obmann Re-gimentskommandant Oberst Ivo To-maševič; Obmannstellvertreter Giro Sadar; Schriftführer Leo Vičer; Klubräte: Prof. Čadež, Dobrotinšek, Holo-bar, Hojkar, Dr. Ivic, Ing. Ivnop, Bezirksrichter Lesjak, Vrabl und Ing. Umek; Inspektoren: Direktor Mravljak, Dr. Gantar, Direktor Marinček, Golobič, Ing. Lavrenčič, Pletcršek, Martinčič und Skoberne. c Tödlicher Unfall. In einem Dorfe bei Rogatec war ein 2 jähriges Land-wirtstöchterchen beim Spielen dem Herdfeuef zu nahe gekommen, so dass die Kleider Feuer fingen. Das Mädchen erlitt schwere Brandwunden aller drei Grade und wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht, wo cs starb. c Der Andreasmarkt in Celje wird auch heuer und zwar am 30. November als Vieh- und Krämermarkt abgehalten werden. c Aus der Gememdewirlschaft. Die Aktiven der Stadtgemeinde Celje betragen 47,632.572 Dinar, die Passiven 17,277.801 Dinar. Mit dem Stichtage vom 30. März dieses Jahres betrug das Reinvermögen der Stadtgemeinde 30,354767 Dinar. Im abgeschlossenen Haushaltspläne stehen den Einnahmen von 21,465.109 Dinar Ausgaben von 21,192.491 Dinar gegenüber, so dass sich ein Restbetrag von 272.618 Dinar ergibt, der jedoch zur Zahlung des Permoser-Besitzes verwendet wird, den die Stari! tv’ Uidc um 278.999 Dinar angekaui't hat. Maribor, Montag den 25. Jlobember Der BeWWerdekaflen KLAGEN DER WEINBAUERN UND DER BIENENZÜCHTER Wir haben durch Veröffentlichung einer Reihe von Zuschriften aus Kreisen der Weinbauern rechtzeitig die maß gebenden Stellen darauf aufmerksam gemacht, daß es notwendig ist, mit Rücksicht auf die schwache Qualität des heurigen Weinmostes dafür Sorge zu tragen, daß der zur Qualitätsverbesserung nötige Zucker auch rechtzeitig zugeteilt wird. Es mußte berücksichtigt werden, daß gerade infolge des geringen Zuckergehaltes auch die Gärung sich rasch vollziehen wird. Die Organisation der Zuteilung des Zuckers durfte keine Schwierigkeiten bereiten, da sich die Produktion nach festen Terminen vollzieht und keinerlei Störungen unterworfen ist. Wie wir nun aus zahlreichen Zuschriften gerade aus den Bezirken Maribors, bei denen die Aufbesserung am notwendigsten wäre, ersehen, ist hier der im Sinne der Verordnung durch gestempelte Gesuche angeforderte Zucker bis heute noch nicht eingelangt. Jetzt ist es natürlich zu spät. Wie soll da der ohnehin schwerbelastete Weinbauer insbesondere mit dalmatinischen Weinen konkurrieren, die vielleicht der Zuteilung des Zuckers auch noch glücklicher waren? Wenn man bestrebt ist, .Uebelstände abzuschaffen, so ist es auch wichtig, die Ursachen und die Schul digen zu finden, um das Vertrauen in behördliche Verfügungen, die schließlich auch Arbeit und Stempel kosten, und drgl. verursachen, nicht zu ersdhüttern. Wenn aber die Zuteilung so kompliziert ist, dann wäre es zu empfehlen, die angeforderten Zuckermengen doch bis zu den Gemeinden rollen zu lassen, die ohnedies berufen sind, Vorräte an Lebensmitteln sicherzustellen, um diesen Zuk-ker wenigstens für die nächste Ernte rechtzeitig sicherzustellen. Und wenn wir schon bei der Behandlung der Zuckerfrage sind, so beziehen wir uns auch auf einige Zuschriften aus Kreisen der Bienenzüchter, die Klage darüber führen, daß man den für die Bienen wichtigen Zucker mit Paprika denaturiert hat. Da scheint das Los der Weinbauern mit saueren Wein doch gegenüber dem der Bienen mit dem paprizierten Zucker günstiger zu sein! Zehn Jahre Rotary-Clnd Maribor Vergangenen Samstag beging der im Jahre 1930 begründete Rotary-Club Maribor im Kasinosaale in feierlicher Weise sein zehnjähriges Bestandesjubiläum. Der Klubpräsident Apotheker Mag. pharm. Vidmar konnte bei dieser Gelegenheit nicht nur die fast vollzählig erschienenen Klubmitglieder, sondern auch die Vertreter zahlreicher jugoslawischer Rotary-Clubs begrüßen. So hatten folgende Ro-tary-Clubs zur Mariborer Jubelfeier ihre Vertreter entsandt: Ljubljana (Pastgou-verneur Generaldirektor Dr. Slokar, Generaldirektor Dr. Božič, Universitätsprofessor Dr. Lavrič und Architekt Ing. Co-staperaria), Kranj, Beograd, Zagreb, Varaždin und Bačka Topola. Nach den zahlreichen Begrüßungs- und Glückwunschansprachen entwarf der gewesene Präsident des Mariborer Rotarv-Clubs Industrieller Sabothy das Historiat des jubilierenden Klubs, wobei er seine interessanten Ausführungen mit einigen humorvollen und köstlichen Bemerkungen würz te. Sämtliche Redner, vor allem aber die auswärtigen Vertreter, betonten in ihren Ausführungen die umfangreiche humanitäre Arbeit, die der Mariborer Rotary-Club in seinen menschenfreundlichen Bestrebungen im Laufe des ersten Jahrzehnts seines Bestandes vollbracht hat. Die beiden Mitglieder des Zagreber Rotary-Clubs Pastgouvernc-ur Ing. A1 a 11-p o v i č und Dr. Levstek, die sich seinerzeit um die Gründung des Rotaryklubs in Maribor sehr verdient gemacht hatten, wurden zu Ehrenmitgliedern des Mariborer Rotary-Clubs ernannt und wur den ihnen aus diesem Anlaß kunstvoll ausgearbeitete Ehrendiplome überreicht. Die vier Gründer des Mariborer Rotary-Clubs Gutsbesitzer Nikola von Jurkovič, Direktor K r e j č i, Industrieller Sabothy und Dr. S t a m o 1 erhielten in Würdigung ihrer Verdienste um die Entwicklung des Klubs besondere Abzeichen. und f»e*ar-mi Verlautbarung des SladLnavLGrats Seinerzeit wurde im Sinne einer Verlautbarung des Stadtmagislrnls angeordnet, dass das Zugvieh Pferde und Gespanne zwecks Bestandesaufnahme und Revision Sonntag, den 8. Dezember in den Hof der Mariborer Arlil-leriekaserne in der Stritarjeva ulica gebracht werden müssen, wo eine besondere Militärkommission ihres Amtes walten wirrl. Je'zt wTJ d^sc Stimmung dahin a!.-geändert, dass die Kommission am Viehplatz neben der städtischen Schlachthalle in Melje (Oreško nabrežje) amtieren wird und dass die Aufnahme des Zugviehes und der Gespanne für Freitag, den 6. Dezember d. J. für den Bereich der Stadtgemeinde Maribor festgesetzt ist. Die Zugvieh- und Gespannbesitzer aus Maribor werden sich deshalb nochmals im städtischen Militäramt (Slomškov trg 11, ebenerdig) einzufinden haben, wo sie nähere Anleitungen erhalten. medianti« beim Publikum großen Anklang fanden. Die slowenischen Dilettanten die vor 150 Jahren das erste slowenisch Bühnenstück auf die Ljubljanaer 6ünN brachten, die als Helden dieser Komod* auftreten, sind hier außerordentlic^ frisch in ihrem Wirken und in ihrem Sde_ ben vorgestellt. Auch der Stil des Spi^f*’ das in der Sprache Linharts gehalten lS ’ hat vieles für sich und wirkt mit seine' Archaismus oft ungemein komisch. Da Essay über das Theater, das Kreft 33 Einleitung zu seinen Rezitationen vorlaSi hat einige sehr interessante Gedanke . die bei den Slowenen bisher noch nie ^ so klar formuliert worden sind. Als le*z tes waren am Programm die effektvolle Schlußszenen aus Krefts Bauemdratn^ »Velika puntarija«, die den Abend 'v'-r kungsvoH abschlossen. Dr. Bratko. Kre ^ ist es dank seinem Rezitationstalent f!e lungen, das Publikum bis zum Ende 1 Banne zu halten. ©eftalfgßuf&efferunq für öle ©taatebeDienfhten Der Ministerrat nahm in den Bestimmungen über die Bezüge der Staatsbediensteten eine Änderung dahin vor, daß mit Riiksicht auf die fortschreitende Teuerung den aktiven und den pensionierten Staatsbediensteten sowie den Altpensionisten besondere Zulagen gewährt bzw. die bisherigen Teuerungszulagen etwas erhöht werden. Es handelt sich um Aufbesserungen von 50 bis 200 Dinar monatlich je nach Kategorie, Rang und Wohnort. Ähnlich wurden die Bezüge des Personals der staatlichen Verkehrseinrichtungen (Eisenbahnen, sowie der Militärpersonen etwas hinaufgesetzt. Die erhöhten Bezüge gelten ab 1. Dezember d. J. Evangelischer Totensonntag Unsere evangelische Kircbengemei3^ feierte gestern den Tag des Gedenkens die Toten. Bei günstiger Witterung w'r diese Feier, die in der evangelischen We auf den letzten Sonntag des Novemu fällt, am Friedhofe selbst begangen, He er wurde die Totenfeier bereits vormitt3»3 in der Christuskirche abgehiaiten. Absingung der entsprechenden Chor3 betraf Senor Johann Baron die Kanze ’ um eine erhebende Predigt über den »m des Tages zu halten. Der Predigt lag Auszug aus dem Römerbrief zugrun3^ »Denn keiner von uns lebet sich se und keiner stirbt sich selbst; denn Ivb wir, so leben wir dem Herrn; sterb^ wir, so sterben wir dem Herrn; wir gen nun leben oder sterben, so sind wl des Herrn ...« Zahlreiche evangelische Glaubens#® nosisen mochten gestern wohl vom wU sehe durchdrungen worden sein, daß . Totenfeier in kommenden Jahren günstigem Wetter auf dem evangehsf3 Waldfriedhof in Pobrežje stattfinden m ge, wo übrigens auch eine kleine Aufb3 rungshalle zu errichten wäre. Die To 1 des evangelischen Glaubensbekenntnis® sollten möglichst auf diesem Frieda0 ihre letzte Ruhestätte finden. Steiferer Liederabend dee Mann?: getan gveremes Wegen des von vielen Seiten geäußerten Wunsches nach einem weiteren Wiederholungsabend wäre die Vereinsleitung des M. G. V. bei genügender Anzahl von Vormerkungen bereit, einen solchen Abend noch am Donnerstag, den 28. d. M. zu geben. Es werden die geehrten Interessenten ersucht, die Vormerkung im Geschäfte »Svila«, Gosposka ulica, vorzunehmen. VoWunWerMM Rezitationsabend des Dramatikers Dr. Bratko Kreft aus Ljubljana in der Mariborer Volksuniversität Vor einem erlesenem Publikum fand im Saale der Mariborer Volksuniversität ein Rezitationsabend des Ljubljanaer Dramatikers und Regisseurs Dr. Bratko Kreft statt. Den Abend eröffnete der Obmann des Mariborer Kürestlerklubs Dr. Makso Š n u d e r 1 mit einer Ansprache, in der er Dr. Bratko Kreft mit warmen Worten dem Mariborer Publikum vorsteilte. Der Schriftsteller las dann aus seinen Werken, von denen besonders einige . Szenen aus der noch nicht völlig veiüffeatiieh-tcn Komödie »Kranjski ko- Wicht g für das reitende Publikum! Schafft Fahrkarten im Vorverkauf afl!..^ Fortan planmäßiges Abfahren der ZufF ohne Rücksicht auf die Abfertigung den Schaltern Die jugoslawische Bahnverwaltung b3 dieser Tage im Wege des Rundfunks 3 Oeffentlichkeit darauf aufmerksam £ macht, die Fahrkarten rechtzeitig zu besorgen. In der letzten Zeit weisen die Pe sonenfiihrenden Züge fast immer §r0p^. Verspätungen auf. Dies ist in vielen j* len darauf zurückzuführen, daß die *< senden die Fahrkarten erst im letzt« Augenblick auf den Bahnhofschaltern 1 sen, die knapp vor der Zugsabfahrt im6 lastet sind und nicht rechtzeitig alle Fa gäste abfertigen können. Die Bahnv°-waltung hat deshalb den Auftrag ertej > daß in Hinkunft die Züge fahrplanmäßig abzufahren haben, ohne Rücksicht auk säumigen Reisenden, wie auch auf Umstand, ob die Stationskasse 3,1 Fahrgästen die Karten rechtzeitig ausg ben kann oder nicht. Die Bahnverwaltung macht auch m’’ * seits das Publikum auf die Möglich* und die Vorteile der Fahrkarten im Vorverkauf in den Geschäftsstellen des ht sebüros »P u t n i k« aufmerksam, ln 31' sen Geschäftsstellen können alle FaN karten zu Originalpreisen im Vorverka schon einen oder zwei Tage vor RelS« antritt gelöst werden. Gleichzeitig "e ^ den. den Reisenden alle erforderlichen n formn.tionen hinsichtlich der Fahrordnürt ■ -i -dp- Zimsverbindungen erteilt. A 1 diese Weise werden die Fahrgäste all£f Sorgen um die Beschaffung der Karten im letzten Augenblick und der Unannehm lichkeiten beim Andrang zu den Bahnhofschaltern behoben. Es wäre sehr zu wünschen, daß sich das reisende Publikum zwecks Fahrkartenbeschiaffung in größerem Maße der Geschäftsstellen des »Put-nik« bedienen und dadurch auch seinerseits dazu beitragen würde, daß die unangenehmen Verspätungen in unserem Zugsverkehr beseitigt werden. m. Isidor Copeti gestorben. In Maribor rst der bekannte Fleischhauermeister Herr Isidor Copetti im Alter von 66 Jahren gestorben. Der Verstorbene erwarb sich v°r dem Weltkriege ein stattliches Vermögen, doch wurde er infolge seiner Güte materiell vielfach mißbraucht, so daß e'r in den letzten Jahrzehnten schwer um seine Existenz kämpfen mußte. Isidor Co-Petti war ein überaus feiner, herzensguter Mensch, den auch sonst die besten Man-nestugenden zierten. Die ihn kannten, bedauern das Hinscheiden des rechtschaf-tenen Mannes. Die Beisetzung findet am 26. d. M. um 15 Uhr von der Aufbahruings' halle des Städtischen Friedhofes in Pobrežje aus statt. Friede seiner Asche! Den schwer getroffenen Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Tagung der Straßeneinräumer. Im Saale des Bezirksstraßenausschusses hielt gestern der Verein der Banats-Straßen-cinräumer eine Tagung für die Mitglieder aus dem ehemaligen Kreis Maribor ab, in der verschiedene wichtige Angelegenheiten besprochen wurden. Anwesend waren u- a. auch der Obmann des Straßenaus-schusses Vizebürgermeister Žebot. Den Vorsitz führte der Obmann der Mariborer Ortsgruppe der Banatsbediensteten Ing. š-t u rm. Über die Tätigkeit des Vereines berichtete Slana aus Ormož. Vereinsubmann Pirc aus Ljubljana sprach über die Teuerungszulagen sowie über andere, die materielle Lage der Straßenein räum er betreffenden Fragen. Dem gewesenen Bautenm in teter Dr. Krek und dem Bakus Dr. Natlačen wurde für ihre Bemühungen um die Besserstellung der Straßeneinräumer der wärmste Dank ausgesprochen. m. Heute abends Slomšek-Feier in der Oomkirche. Anläßlich des morgigen 140. Geburtstages des Bischofs Anton Martin Slomšek findet am Vorabend, heute, Montag, um 20 Uhr in der Dom- und Stadtpfarrkirche eine Gedenkfeier statt, bei der auch der Gesangverein »M a r i-b o r« mitwirkt. Die Festrede über die Bedeutung Slomšeks hält um 21 Uhr Fürstbischof Dr. Tomažič. Die Karten sind im Vorverkauf in der Buchahndlung der Gyrillus-Druckerei in der Aleksandrova cesta 6 erhältlich. m. Schnee am Bachem. Gestern früh begann es am Bachern wiederum zu sohneien. Besonders gegen Abend setzte em munteres Schneetreiben ein und auch die Temperatur sank bis auf den Gefrierpunkt. Bei der »Mariborska koča« zeigte das Thermometer zwar noch plus 2, beim »Senjorjev dom« dagegen bereits minus 2 Grad. m. Die erste Schüleraufführung im The- ater findet am Freitag, den 29. d. um halb 15 Uhr stat. Zur Auführung kommt Rostands Tragikomödie »Cyrano de Ber-ßerac«. Eintrittspreise 2—7 Dinar. m. Der Gesangverein »Zarja« in Pobrežje hielt Samstag abends seine Jahreshauptversammlung ab, deren Vorsitz der Obmann Volavšek führte. Anwesend waren auch Vertreter des Ipavic-Sänger-Saues, der Gemeinde, der Feuerwehr, des Sokol und des Verbandes der Kulturvereine. Ausführliche Berichte erstatteten außer dem Vorsitzenden Schriftführer Milan Klemenčič, Kassier Drvenšek und Revisor Ban. Der Verein zählt gegenwärtig mehr als 30 aktive und gegen 100 unterstützende Mitglieder und wirkte bereitwilligst bei allen größeren Veranlagungen mit. Im kommenden Frühjahr wird der Verein in feierlicher Weise sein 20jähriges Bestandesjubiläum feiern. Zum Obmann wurde der bisherige Chorleiter Janko Živko gewählt, der aber auch weiterhin den Chor leiten wird. Den übrigen Ausschuß bilden Franz D i t n e r (Vizeobmann), Milan Klemenčič (Schrift führer), V. Kotnik, Ivan Drven šek (Kassier), Anton Tončič und Albin ß a n. Es wurde der Beschluß gefaßt, eine biebhaberbühne einzurichten, da hiefür großes Interesse besteht, und wurde zu diesem Zweck ein Vorbereitungsausschuß eingesetzt, der die erforderlichen Schritte einleiten wird. m. Vortrag für Gewerbetreibende. Der Slowenische Gewerbeverein veranstaltet Mittwoch, den 27, d. um 20 Uhr im Saal der Volksuniversität einen Vortragsabend, im dessen Rahmen Prof. Baš einen Vortrag über die Geschichte des Marifoo-irer Gewerbes halten wird. m. Todesfall. Im Mariborer Krankenhause verschied die 53jährige Eisenbahnergattin Ivama Kmetič. R. i. p.! m. Zahlreiche Dobrudscha-Deutsche sind dieser Tage auf der Rückwanderung nach Deutschland durch Maribor gefahren. Täglich treffen Transporte von 400 bis 500 Personen aus Beograd ein und setzen nach ein- bis zweistündigem Aufenthalt die Fahrt gegen Norden fort. In den nächsten Tagen dürfte die Rückbeförderung beendet sein. Insgesamt sind etwa 70.000 Personen auf der Rückwanderung durch Maribor nach Deutschland zu bringen. m. Strenge Hundekontumaz im Bezirk Konjice. Bei Prihova in der Nähe von Konjice tauchte unlängst ein tollwütiger Hund auf, der verschiedene Hunde biß. Bei den gebissenen Hunden wurde ebenfalls Tollwut festgestellt. Die Behörden haben unverzüglich entsprechen de Maßnahmen getroffen und die von den Hunden gebissenen Personen unter Beobachtung gestellt. Um ein Umsichgreifen der Tollwut zu verhindern, wurde über den ganzen Bezirk Konjice die strenge Hundekontumaz verhängt. m Unentgeltliche Theatervorstellung am 1. Dezember. Wie in den früheren Jahren, veranstaltet die Theaterleitung auch heuer am Staatsfeiertag, den 1. Dezember (kommenden Sonntag) nachmittags um 15 Uhr eine unentgeltliche Vorstellung für die Stadtarmen. Zur Aufführung gelangt Cvetko Gol ar s Lustspiel „Die Witwe Ro-šlinka“. Alle Stadtarmen, die von der Gemeinde regelmässige monatliche Unterstützungen erhalten, jedoch nicht in den städtischen Anstalten untergebracht sind und auch in der Volksküche nicht verköstigt werden, werden sofern sie sich für den Theaterbesuch interessieren, eingeladen, bis Donnerstag, den 28. d. im städtischen sozialpolitischen Amt am Rotovški trg 9 vorzusprechen, wo sie Eintrittskarten erhalten. m In der Volksuniversität spricht heute, Montag abends um 20 Uhr der Universitätsprofessor und Konservator Dr. Franz Mesesnel über „Die serbische Malkunst im Mittelalter“. Die interessanten Ausführungen werden schöne Lichtbilder veranschaulichen. m Die Müller- und Sägerinnung hielt dieser Tage in Maribor unter dem Vorsitz des Obmannes Ehrlich ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Organisation zählt gegenwärtig 73 Mitglieder (mit 29 Gehilfen). Im Laufe der Tagung wurden verschiedene aktuelle Fragen in Erörterung gezogen, so auch die Beiträge für den Meliorationsfond u. die einheitlichen Mahlgebühren für ganz Slowenien. An die Banatsverwaltung wird eine Eingabe mit dem Ersuchen gerichtet werden, hinsichtlich der kleinen Bauernmühlen keine Aenderungen eintreten zu lassen. m Ein neuer Gesangverein in Maribor. Die Vorbereitungen für die Gründung eines neuen Gesangvereines in Maribor sind soweit gediehen, dass gestern an die gründende Vollversammlung geschritten werden konnte. Es handelt sich um den Gesangverein „IC o 1 o“, der gestern im Kleinen Saal des Narodni dom aus der Taufe gehoben wurde. Im Namen des Vorbereitungsausschusses legte H. Gurk den Zweck und die Ziele des neuen Vereines dar, worauf die Satzungen zur Verlesung gebracht und von den Anwesenden einstimmig angenommen wurden. Zum Obmann des Gesangvereines wurde Marino Kralj gewählt. Vizeobmann ist Herr Grmek, Schriftführer Koršič. Kassier Povh und Humar, Oekonome Franz Cerkvenič u. Matelič, Archivar Branko Cerkvenič, Ausschussmitglieder Cingerle, Butnar, Gabrijan, Cigoj, DovjaJk, Franiß und Lavrenčič sowie die Damen Pinter, Povh und KleŠnik, Ersatzmitglieder Trpin, Dovjak, Cerič und Grča, Aufsichtsausschuss Curk, Lozej und Rojc. m. Auch ein Zeichen der Zeit. In einem Gasthause in der Tržaška cesta baten gestern gegen Abend drei Geschwister im Alter zwischen 12 und 14 Jahren um Essen und' Unterkunft, was ihnen bereitwilligst gewährt wurde. In Šmartno bei S$o-venj-graidec wohnt eine Witwe, deren Gatte an Tuberkulose gestorben ist und die nun durch Taglohn für ihre neun Kinder zu sorgen hat. Um angesichts der fortschreitenden Teuerung die Mutter etwas zu entlasten, machten sich drei Geschwister auf den Weg nach Ptuj, um bei einer Verwandten einige Zeit zu verbleiben. Da isie keine Mittel besitzen, muß der lange Weg zu Fuß zurückgelegt werden. Die Kinder erzählten, daß sie den langen Weg schon einmal gemacht hätten. m. Scharfe Patronen in Kindeshänden. In der Koroška cesta bemerkte ein Passant eine Gruppe von Kindern, die mit scharfen Patronen, die sie irgendwo ausfindig gemacht hatten, spielten. Die Patronen wurden den Kindern, die sich sofort aus dem Staube machten, weggenommen und zur Polizei gebracht. m. Diebstähle. Am Viktualienmarkt wurde der Köchin Josefine Ilgo im Gedränge eine Geldtasche mit 165 Dinar Inhalt entwendet. — Beim Verlassen des Autobusses kam der Schlossersgattin Maria S 1 a t i n š e k aus Dobrava die Geldtasche mit 99 Dinar Inhalt und einigen Legitimationen abhanden. m. Das unglückselige Messer. Unter dieser Aufschrift brachten wir dieser Tage eine Meldung aus Majšperk, wonach dort in der Nacht zum 17. d. mehrere Burschen aneinandergerieten, wobei es auch ein Todesopfer gab. Wie uns jetzt ergänzend mitgeteilt wird, wurde einige Hundert Schritt vom Gasthause Gajšek entfernt der 34jährige Besitzerssohn und Schuhmacher Franz Purg von Burschen aus der Nachbargemeinde Makole-Stopno erstochen. Die Gendarmerie nahm vier Verhaftungen vor. m. Auf der Straße gesteinigt. Am Zrinj-dkega trg wurde gestern der Chauffeur Martin Pavlič mit schweren Kopfverletzungen bewußtlos aufgefunden. Man schaffte ihn in den Flur eines nahen Gasthauses, von wo ihn dann die Rettungsab-teilung ins Krankenhaus überführte. Wie man erfährt, war Pavlič von mehreren Männern überfallen und mit Steinen beworfen worden. m. Ein herrenloses Fahrrad wurde in der Zagata gefunden. Das Fahrrad trägt die Evidenznummer 2-1266197. m. Spende. Anstatt eines Kranzes für den verstorbenen Herrn Copetti spendete Frau Greti Winterhalter 50 Dinar für die Winterhilfe des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes. Herzlichen Dank! (Der Betrag möge in.der Redaktion der »M. Z.« behoben werden.) m. Wetterbericht vom 25. November, 9 Uhr: Temperatur 6.4 Grad, Luftfeuchtigkeit 64%, Luftdruck 749 mm. windstill. Gestrige Maximattemperatur 10.2, heutige Mfnimaltemperatur 5.5 Grad. Vrinz ©aioni gestorben Mit Prinz Sajoni ist der letzte »Genro« ins Grab gesunken — Sajoni erreichte ein After von 92 Jahren Tokio, 25. Nov. Am Sonntag ist Prinz Sajoni, der letzte »Genro«, d. i. Beraters des Kaisers vom alten japanischen Typus, im hohen Alter von 92 Jahren gestorben. Ganz Japan trauert dem alten Prinzen nach, der um die Mitte des vorigen Jahrhunderts den Aufbruch der Regierungsperiode des Kaisers Meiji miterlebt hat. Prinz Sajoni war 1882 Botschafter Japans in Wien, 1887 hingegen in Berlin. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wiair er der größten Würden Japans teilhaftig. Wiederholt wurde er zum Minister und mehrere Male auch zum Ministerpräsidenten ernannt. In den letzten Jahrzehnten wurde Sajoni als erster geheimer Berater der Krone in allen Regierungskreisen um seine Ansichten befragt. Die Entscheidungen Sajonis waren selbst für den Kaiser von maßgeblicher Bedeutung. Wetm Sie Aspirin Ta&ieffen kaufen, vergessen Sie nicht darauf zu achten, .dass jede Packung und jede einzelne Tablette das Bayerkreuz tragen müssen. Es gibt kein Aspirin ohne Bayferkreuz! Oglas reg. pod L br. 7257 0» 23. >340. MnäSiro Ihciite Montag, den 25. Nov.: Geschlossen. Dienstag, den 26. Nov. um 20 Uhr: »Auf Befehl der Herzogin«. Ab. A. Mittwoch, 27. November: Geschlossen. Donnerstag, 28. November um 20 Uhr: »Zum Wohle des Volkes«. Ab. C. Premiere. XCTi"Kiiw Esplanade-Tonkino. Der neueste deutsche Spitzenfilm »Baron Trenck« mit Hans Albers, Käthe Dorsch und Sybille Schmitz. Ein Film ganz großen Stils und flottem Tempo, mit viel Spannung, schtnis siger Musik und prunkvoller Ausstattung. Die bunte Handlung führt uns an den österreichischen Hof und zeigt eine fesselnde Episode aus dem abenteuerlichen Leben des Frauenlieblings Baron Trenck. Burg-Tonkino. Heute zum letzten Mal der satyrische Lustspielschlager »Bezirkskrankenkasse« mit dem unvergleichlichen Vlasta Burian in der Hauptrolle. Eine ausgezeichnete Parodie mit beißender Ironie und prickelndem Humor. — In Vorbereitung der deutsche Großfilm »Die Postmeisterstochter« mit Heinrich George, Hilde Krahl, Hans Holt und Margit Symo. Union-Tonkino. Bis einschl. Dienstag das ausgezeichnete Doppelprogramm: »Orlaks Hände«, ein Meisterwerk mit dämonisch-spannender Handlung mit Peter Lorre und »Der Rachereiter«, einer der besten Cowboy-Filme mit unserem Liebling Ken Maynard in der Hauptrolle. Apothekennachtötenft Bis 29. Nov. versehen die Stadtapotheke (Mr. Minarik) am Haupt-platz 12, Tel. 25-85, sowie die St. R o-chus-Apotheke (Mr. Rems) an der Ecke der Aleksandrova und Meljska cesta, Tel. 25-32, den Nachtdienst. Das Wetter Wettervorhersage für Dienstag: Teilweise Bewölkung, jedoch beständiges Wetter. Dienstag, 26. November Ljubljana, 7 Uhr Morgettkonzert. — 12 Mittagskonzert. — 14.15 Schulstunde. — 18 Solistenkonzert. — 20 Klassische Musik. — 21.30 Waldteufel-Abend. — 22.15 Tamburasehenohor. — Beograd, 6 Morgenkonzert. — 12 Mittagsmusik. — 17.25 Militärkonzert. — 20.25 Volkslieder. —- 20.55 Abendunterhaltung. — Prag, 20 Abendkonzert. — Sofia, 20 Konzert. — 21.30 Leichte Musik. — England I, 20 Bunter Abend. — Beromünster, 19.50 Abendkonzert. — Budapest, 19.50 Musikspiel. — Italien I, 19.30 Musikalische Bühnenaufführung. — Italien II, 20 Orchesterkonzert. — Großdeutscher Rundfunk, 20.15 Lehar-Abend. — 22.15 Unterhaltungsmusik. — 24 Nachtmusik. Spott vom Sonnln® „Zelezn čar" als $>erbyfleoer »MARIBOR« MIT 3:1 UNTERLEGEN — »LJUBLJANA« BEHÄLT DIE FÜHRUNG »AMATEUR« IN JESENICE BESIEGT — »OLYMP« LIEFERT NOCH IMMER PUNKTE In der Slowenischen Liga fiel gestern die letzte große Entscheidung, der umso besondere Bedeutung zukam, als zugleich auch die Frage des örtlichen Prestige gelöst wurde, »ž e 1 e z n ič a r« hat auch den Kampf gegen »Maribor«' glücklich überstanden und damit seine Position an der Spitze der Punktetabelle noch mehr gefestigt. »Ljubljana« scheint sich zwar die Führung nicht mehr nehmen zu lassen, immerhin sind Überraschungen durchaus nicht ausgeschlossen, sodaß »Železničars« vorgerückte Stellung von umso größerer Bedeutung erscheint. Beide Mannschaften haben zwar nunmehr noch zwei Runden tiberstehen, doch können gerade die- manc'ne »Ljub-seinen Kranj zu se vigr letzten Zähler-noch so Veränderung heraufbeschwören. Ijana« schlug gestern gleichfalls Ortsrivalen »Mars« mit 3:1. In 12 8 2 2 47:21 18 12 7 3 2 26:11 17 12 7 1 4 34:27 15 11 6 1 4 23:21 13 12 5 1 6 25:34 11 11 4 2 5 28:22 10 12 3 2 7 22:34 8 12 1 0 11 11:46 2 schlug der ersatzgeschwächte »Kran j« dennoch den SK. Olymp aus Celje mit 2:1, dagegen mußte sich »Amateur« in Jesenice noch eine 2:3-Niederlage gefallen lassen. In der Punktetabelle gestaltet sich die Situation nach der gestrigen 12. Spielrunde wie folgt Ljubljana železničar Amater Kranj Bratstvo Mars Maribor Otvmp Das gestrige Punktespiel »M a r i b o r« »2 e 1 e z n i č a r« enttäuschte in jeder Hinsicht. Man hatte einen rassigen, mitreißenden Kampf erwartet, der einigermaßen die Attribute eines Derbys gerecht fertigt hätte. Es schien zwar zuweilen, als ob die beiden Gegner doch noch alles nachholen würden, aber es blieb immer nur beim Versuch, der allzu rasch verblaßte. Man muß gestehen, beide Mannschaften wurden gestern von unglaublichem Pech verfolgt, »železničar«, dessen Mannschaft auf Kardinar und Frangeš verzichten mußte, sah sich gezwungen, den Kampf die längste Zeit mit nur zehn Mann zu führen, da Antoličič wegen einer Verletzung ausscheiden mußte. Auch »M a r i b o r« trat mit einigen Ersatzleuten an, doch schon er dies einige Zeit durch heftige Angriffsaktionen wettzumachen. Aber es kam wieder einmal ganz anders. Beiderseits wurden die meisten Chancen vergeben, obgleich »Železničar« bereits mit 3 : 0 die Führung an sich gerissen hatte, worauf erst »Maribor« das Ehrentor glückte. War »železničars« Hauptwaffe das Hinterspiel mit dem kleinen, aber umso tüchtigeren Tormann an der Spitze, so versagte gerade diese Formation bei »Maribor« vollkommen. Der Tormann, der sonst einige gute Sachen zeigte, verlor auf diese Weise das Selbstbewußtsein vollends, was die gegnerischen Stürmer auszunützen verstanden, »železničar« gab sich ehrlich Mühe, erkannte auch rasch die Schwächen seines Gegners und feierte auf diese Weise einen schönen, wenn auch zu hohen, aber doch verdienten Sieg von 3:1 (2:0). Natürlich boten sich auch »Maribor« ' genügend Trefferchancen, doch scheiterten alle Versuche. Mit Spielleiter ž i v k o v i č aus Beograd war man zufrieden, doch hatte sein Erscheinen die Kasse allzu sehr belastet. Die Sun-orerntm-tehcfmfi ^eenöel In der Juniorenmeisterschaft feierten gestern »R a p i d s« Jungmannen einen 2 : 1 (0 : 1)-Sieg über »M a r i b o r«. — »Maribor« errang trotzdem die Meisterschaft mit insgesamt vier Punkten. An zweiter Stelle folgt »Rapid« und an dritter »železničar« mit je drei Punkten. j J. Mihelač, Vizeobmann J. Koc, Schnf ! führer A. Mihelač, Kassier 1. Žigert. Zeug ' wart S. Harb, Ausschußmitglieder Žmavc, lagašič. Klanjšček. Lešnik, Pelikan. Mar-kežič und Rojko. Die Fußballsektion wird Albin Ban und die Leichtathlctiksektio-i Rudi Geržel j leiten. Im Ehrengericht befindet sich Apotheker Maver, Bürgermeister Stržina und Rechtsanwalt Dr. Väuhnik, während in den Aufsichtsausschuß L. Miketič, A. Požar und M. Renčelj berufen wurden. Allgemein wurcL die Erklärung des Bürgermeisters von Pobrežje Karl Stržina begrüßt, der dem neuen Sportklub'-die größtmögliche Unter Stützung seitens der Gemeindeverwaltung zusicherte. „Gmöian-kis" Mmis inGplit Ans silier Wel l Englands DIE KÄMPFE IN DER KROATISCHEN Mit allseitigem Interesse erwartete man gestern das Ergebnis der Begegnung »G r a d j a n s k i« »H ajdu k«, die als einziges Spiel der Kroatischen Fußbailiga in Split vor sich ging. Die Zagreber mußten mit mehreren Ersatzleuten antreten und spielten daher auch zumeist eine defensive Rolle. Glaser im Tor war gewiß der beste Mann, der auch die meisten Attacken der Dalmatiner zunichte machte. Der erste Treffer für »Hajduk« fiel aus einem Eigentor des »Gradjanski«-Verteidigers Beloševič. »Gradjanski« ! glückte erst nach Seitenwechsel durch i Cimermančič der Ausgleich. Den zeitweise recht erregten Kampf leitete der Un gar Halas. Im Vorspiel siegten die Dal- UND SERBISCHEN FUSSBALLIGA matiner im Juniorenkampf gegen Kroatien mit 3 : 0. In der Serbischen Liga ging gestern wiederum eine volle Spielrunde in Szene. In Beograd absolvierten zunächst »Jedin-stvo« und »Vojvodina« ihren Kampf, in dem der Beograder »Jedinstvo« mit 1 : 0 knapp die Oberhand behielt. Im zweiten Spiel feiert der ŽAK aus Subotica einen überraschenden Sieg über BASK mit 4 : 3. In Sarajevo rang die Beograder »Jugoslavija« die dortige »Slavija« mit 6 : 4 nieder. Einen ausgiebigen Sieg von 8 : 1 heimste der BSK in Pančevo gegen die »Jugoslavija« aus Jabuka ein. In Borovo machte der SK Bata dem »Gradjanski« aus Skoplje mit 6 : 1 den Garaus. Floüenvcrluste im jeizige'1 Kriege Rom, 23. November. (Avala-StcfanO ,,Popolo di Roma“ veröffentlicht eine Statistik der Verluste der englischen Kriegsflotte nach den amtlichen Verlautbarungen der britischen Admiralität. Es handelt sich insgesamt um 85 Kriegsschiffe mit einer Gesamttonnage von 311.899 Tonnen. Davon entfallen auf das 30.000-Tonnen-SchlachF schiff .,Royal Oak“, 45.000 Tonnen auf zwei Flugzeugträger, 18.000 Tonnen aut drei Kreuzer, 110.000 Tonnen auf neun Hilfskreuzer, 50.000 Tonnen auf 3' Zerstörer, 26.000 Tonnen auf 24 Unterseeboote, 4000 Tonnen auf drei Torpedoboote und 1000 Tonnen auf sechs Minensucher. WerbewN für Öen SIEGHAFTES GASTSPIEL DER VEREINIGUNG DEUTSCHER HOCHSCHÜLER AUS ZAGREB IM »RAPID«-STADION auch diesmal wacker hielten. Die sieghafte Mannschaft der Gäste, bei der auch vier Söhne unserer Stadt besonders erfolg reich mitwirkten, feierte mit 11 : 6 (6 : 2) einen schönen und wohlverdienten Sieg. Spielleiter W e s i a k, auch einer der ehemaligen Vorkämpfer unseres Handball Sports, leitete das wechselvolle Spiel in vorbildlicher Weise. Einleitend wurden beide Mannschaften herzlich begrüßt, wo bei auch die Mannschaftsführer Bad! (Hochschüler) und Wegscheider (Rapid) das Wort ergriffen und die Vereinswimpeln tauschten. Man hat bei uns schon vor Jahren für den Handballsport eine Lanze gebrochen, doch folgte dem ersten Aufblühen dieses klassischen Sportspiels gar zu bald der Rückfall in ein fruchtloses Dilemma, aus dem man lange keinen Ausweg zu finden vermochte. Erst heuer führte »R a p i d s« erneute Initiative zur Wiedergeburt des Handballbetriebes. Den ersten Probespielen folgte gestern die erste öffentliche Ver anstaltung, wobei die junge Handballmannschaft der Vereinigung deut-s eher Hochschüler aus Zagreb einen überaus schlagkräftigen Gegner abgab. Man brachte dieser Handballpremiere ein außerordentlich reges Interesse seitens der Oeffentlichkeit entgegen und man bekam auch ein Spiel zu sehen, das alle Vorzüge des Handballspieles aufzeigte. Es wurde beiderseits eine ausgezeichnete Leistung geboten, wobei nebst dem taktischen Verständnis auch die technische Beschlagenheit der Gegner auffiel. In »Rapids« Reihen konnte man neben den jungen, mit Feuereifer kämpfenden Spielern auch noch einige Vertreter der alten Garde von ehedem begrüßen, die sich Boxmatch Slowenien— Kroatien 10 : 2-SIEG DER ZAGREBER -- NUR MITROVIČ ZUM SIEGER PROKLAMIERT In Zagreb fand Samstag abends der mit lebhaftem Interesse erwartete Boxkampf Slowenien—Kroatien statt. Die Kroaten erwiesen sich in den meisten Kategorien überlegen, obgleich auch die Vertreter Sloweniens mit großer Zuversicht kämpften. Einige Entscheidungen der Jury benachteiligten die Gäste, die auf diese Weise auf mindestens vier Punkte verzichten mußten. So überraschte besonders der Ausgang des Kampfes zwischen Baloh (Slowenien) und Hladni (Kroatien), in dem der Purkte-sieg dem Zagreber zuerkannt wurde, obgleich Balohs Leistung zumindest für ein Unentschieden '’usgereicht hatte. Am ungerechtesten war die Entscheidung im Kampfe zwischen štrukelj (Slowenien) und Krpic (Kroatien). Man tippte bereits einen Sieg štrukeljs, als die Jury unerwartet Krpič zum. Sieger erklärte. Auch S e n e k o v ič (Slowenien) führt Klage über den Schiedsrichter, da er sich noch immer auf den Beinen befand, als Urbič (Kroatien) der Sieg mit technischem Knockout . zugesprochen wurde, den einzigen Sieg. für Slowenien errang M i t r o v i č, der G e n k i klar niederrang. Ipavec unterlag im Halbschwergewicht gegen Krleža, Majnik gegen Devčič im Weltergewicht, Meglič gegen M a g 1 i c a im Leichtgewicht und Čerin gegen J e z d i h im Fliegengewicht. Tagung öer VußbaMchieös-richter In Ljubljana fand gestern die Jahrestagung des Schiedsrichterkollegiums für Slowenien statt, in der nachstehende neue Leitung gewählt wurde: Obmann Deržaj, Schriftführer Mehle, Kassier Cimperman, Ausschußmitglieder čamer-nik und Vrhovnik. In Slowenien gibt es zurzeit nur 48 Spielleiter, was immer zu wenig ist. Der Ljubljanaer Schiedsrichter und verdiente Sporforganisator Eugen Betetto wurde auf eigenes Ansuchen in den Ruhestand übernommen. Meeting öer Ringkämpfer Im Sokotsaal fand gestern ein großes Werbeturnier für den klassischen Ring-ikamipf statt. In sieben, überaus spannungs vollen Kämpfen stellten sich uns die besten Wettkämpfer des Bäcker-Sportklubs und des SK. Marathon vor. Die Bäcker behielten im Gesamtresultat von 5:2 die Oberhand. Neuer Sportklub in Vobre-ie In Pobrežje wurde gestern ein neuer Sportklub, der SK Bratstvo gegrün det, der sich vorderhand der Pflege des Fußballsports und der Leichtathletik zuwenden wird. Der Grünungsversammlung wohnten u. a. auch auswärtige Vertreter bei, darunter Bürgermeister Stržina u. der Vertreter des Slow. Bußballverbandes Dr. Vauhnik. Die erste Klubleitung setzt sich wie folgt zusammen: Obmann Die Ränge und Chargen im slowakischen Heer Pressburg, 23. November. (Ava-la-DNB) Zwecks Reorganisation des slowakischen Heeres ist nach deutschem Vorbild die Aufstellung der Offiziersränge und der Unteroffiziersschargen aufgenommen worden. Unteroffizierschargen sind der Vizcfcld-webel, der Feldwebel und der Fähnrich. Subalterne Offiziere sind der Unterleutnant, der Leutnant und der Hauptmann. Stabsoffiziere hingegen der Major, der Oberstleutnant und der Oberst. Die Generäle unterscheiden sich in der Bezeichnung General erster und zweiter Klasse. Die öffentlichen Arbeiten in Italien. (S. A. P. E., Rom). Die Zahl der vom italienischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten vom Oktober 1939 bis Oktober 1940 ausgeführten Arbeiten beträgt insgesamt 1.574 und erforderte einen Kosten aufwand von 807,850.000 Lire. Die Zahl der Arbeitstage betrug. 15,186.422. Der Vergleich der in dieser Zeit durchgeführten Arbeiten mit den in der Zeit vom Oktober 1938 bis Oktober 1939 mit einem Gesamtkostenaufwand ' von 905,345-318 Lire ausgeführten Arbeiten, die 15,752.602 Arbeitstage erforderten, zeigt, daß die öffentlichen Arbeiten in Italien in nahezu unverändertem Tempo weitergeführt werden. Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des italienischen Bahnnetzes. (S. A. P. E., Rom): Unter den vom 21- April bis zum 28. Oktober dieses Jahres durchgeführten neuen Arbeiten, die einen Kostenaufwand von 460 Millionen Lire erforderten, sind ihrer Bedeutung wegen hervorzuheben: 1. die elektrischen Wasserkraftanlagen in Brixen, die bedeutende Strommengen zur elektrischen Zugförderung zu niedrigem Gestehungspreis He' fern; 2. der zum größten Teil durchgeführte doppelgleisige Ausbau der Strecke Arona—Domodossola; 3. das neue dem Personenverkehr dienende Bahnhofsgebäude Rom-Ostiense und sonstige im Zusammenhang mit der Umgestaltung der römischen Bahnanlagen stehende Gleisarbeiten von etwa 50 km Länge; 4. die Frequenzwandleranlagen in Riccione und Civitavecchia; 5. die Arbeiten für die Zuleitungen zu dem neuen elektrifizierten Streckenabschnitt Brixen-Trento und für den doppelten Ausbau der Stromzuführung Morbegno—Gusmate; 6. die Station für den Anschluß des neuen Industriebahnhofes von Ap.uania, usw, ÜelhswiclsrtMifl Der iugoiiotoifcD ifaiieniicDe Gülerausiausch Die jugoslawischen wirtschaftskreise und die bevorstehende Herbsttagung des jugoslawisch - italienischen Wirtschaftsausschusses Beograd, 25. November. In jugoslawischen Wirtschaftskreisen erwartet man "lit großem Interesse den Beginn der bevorstehenden Herbsttagung des Jugoslawisch-italienischen Wirtschaftsausschusses. Dieses Interesse ist vollkommen verständlich, da auf der diesjährigen Herbsttagung des Jugoslawisch-italienischen Wirtschaftsausschusses zahlreiche Fragen erörtert werden sollen, deren rasche Lösung im Interesse der Normalisierung des Güteraustausches mit Italien unbedingt notwendig ist. Die wichtigsten dieser fragen sind folgende: Freigabe der in italienischen Häfen blockierten, für Jugoslawien bestimmten Warensendungen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Kautschuk, Talg, Kokos öl, Rohbaumwolle, Wolle, Jute und Häute. Nicht weniger wichtig ist die Frage der Lieferungen von Baumwollgarnen, jnit denen Italien in starkem Rückstände 'st. Italien hat näml. z. B. noch von dem Kontingent für das zweite Vierteljahr 1940 ungefähr 920.000 Kilo reiner Baumwollgarne im Werte von 17,5 Millionen Lire zu liefern. Ferner ist Italien verpflich tet, auf Grund des für das dritte Vierteljahr 1940 festgesetzten Kontingents 1 Million Kilo reine Baumwollgarne zum Preise von 24,5 Lira je Kilo sowie 1 Million Kilo Baumwollgarne mit Beimischung von 25 Prozent Fiocco zum Preise von 22,5 Lira je Kilo zu liefern. Italien ist also wie man sieht, mit der Lieferung von ungefähr 3 Millionen Kilo teils reiner, teils gemischter Baumwollgarne im Rückstau de. In interessierten jugoslawischen Wirtschaftskreisen hatte man mit Bestimmtheit darauf gerechnet, diese Rohstoff rechtzeitig zu erhalten und es daher unterlassen, sich nach anderen Bezugsquellen umzusehen. Man hofft daher in diesen Kreisen, daß diese Frage auf der bevorstehenden Sitzung des Jugoslawischitalienischen Wirtschaftsausschusses eine befriedigende Lösung finden wird. Dies ist nicht nur im Interesse der jugoslawischen Textilindustrie, sondern auch im Interesse der Steigerung der jugoslawischen Ausfuhr nach Italien zu wünschen. Deutsche Zellwolle für Jugoslawien Beograd, 25. Nov. Die Schlußsitzung 'n den deutsch-jugoslawischen Sonderbesprechungen betreffend die jugoslawischen Zölle auf Zellwolle und Zellwoll-gewebe dauerte Donnerstag bis spät abends. Die aus Berlin eigens zu den Verhandlungen nach Beograd gekommenen deutschen Delegatipnsmitglieder sind bereits abgereist. Die in den beiderseitigen Regierungsverhandlungen lange Zeit offen gebliebene Frage der steuerlichen Behandlung und Verzollung von Zellwolle ""d Zellwollerzeugnissen, sowie die Festsetzung eines Kontingentes für die Lieferung deutscher Zellwollflocke und reiner Zellwollgarne nach Jugoslawien, ist nun zUm Abschied gekommen. Das über die Verhandlungen aufgenommene Protokoll enthält weiter Abmachungen über die deutschen Lieferungen von reinen Zell-Wollgeweben und Zellwollmaschengewe-ben. Hinsichtlich der Verzollung wurden ßegenüber dem jetzigen Stand günstigere Zollsätze eingeräumt. X Preiskontrolle auch über Gummifußbekleidung. Beograd, Nov. Der Minister für Handel und Industrie und der Minister für Sozialpolitik und Volksgesund-heif haben auf Grund des Artikels 1 der Verordnung über die Preiskontrolle verfügt: 1. Die Preiskontrolle wird im Sinne der Verordnung auch auf Gummifußbekleidung und Gummiabfälle, äußere und innere Automobilreifen ausgenommen, ausgedehnt. 2. Das Preiskontrollamt kann 'm Sinne des Absatzes 4, Art. 3 der Verordnung für diese Gegenstände im ganzen Lande Höchstpreise bestimmen; 3. diese Verfügung tritt am Tage, ihrer Veröffentlichung im Amtsblatte in Kraft. X Die Herbstaussaat von Weizen ist Um 10% größer als im vergangenen Jahr. Rcograd, 25. Nov. Wie man erfährt, hat die Herbstaussaat von Weizen in al-•en Teilen Jugoslawiens rechtzeitig statt-Kekunden. Laut amtlichen Berichten ist d'e mit Weizen besäte Anbaufläche um | *0% größer als im vergangenen Jahre. X Ab 1. Dezember d. J. muß dem Wei-zenbrotmehl 20% Maismehl beigemischt Werden. Beograd, 25. Nov. Wie verlautet. ist endgültig beschlossen worden, (!aß dem zur Herstellung des sogenann-fen »Vo’ksbrots« bestimmten Weizenmehl 29% Ma smeh! beigemischt werden muß. Wje verlaute1, tritt d:ese Verfügung be-re'!s am 1. Dezember d. J. in Kraft. X Anka:' von Zuchtvieh in der Schweiz. .e°grad, 25. Nov. Wie der »Jugoslawische Kurier« aus gutunterrichteter Guelle erfährt, soll im Laufe dieser Wo- ch eine Delegation des Ackerbauministeriums sich nach der Schweiz begeben, um dort Zuchtvieh anzukaufen. Wie verlautet, handelt es sich um den Ankauf von 200 Zuchtrindern der Simmentaler Rasse im Gesamtwerte von ungefähr 3 Millionen Dinar. Diese Transaktion soll auf Kompensationsbasis durchgeführt werden. X Bevorstehende Handelsbesprechungen mit Schweden, Finnland, Rumänien und der Türkei. — Beograd, 25. Nov. Wie der »jugoslawische Kurier« aus gut unterrichteter Quelle erfährt, hat der KonsuiMivausschuß für die Außenhandels politik in seiner letzten Sitzung über die mit gewissen Ländern zu führenden Han-delsbespreohungen beraten. Es handelt sich darum, die bestehenden Handelsverträge den augenblicklichen Verhältnissen anzupassen. Wie man erfährt, sollen zu diesem Zwecke demnächst mit Schweden, Finnland, Rumänien und der Türkei Besprechungen geführt werden. Mit Rumänien werden bekanntlich bereits Ende dieser Woche die Wirtschaftsverhandlungen beginnen. Die Handelslbesprechungen ! mit den anderen obenerwähnten Ländern j werden wahrscheinlich im Laufe des, nächsten Monates stattfinden. SbliHa 'Willst Dil $cl\jAlkl4'L, Sclu^ikt Petik, TülUicrfhi um tuScAe/i Votikcm Unterstützet die flntituberkulosenliga IM Susitte WM Nagel drei Jahre im Magen Es -scheint unglaublich, daß ein menschliches Wesen drei Jahre hindurch einen starken und langen Nagel im Magen behalten kann, ohne den geringsten Schmerz zu verspüren. Und doch ist dieser außerordentliche Fall jüngst in Dänemark bei einem siebenjährigen Knaben eingetreten, dem Sohin eines hohen Beamten. Vor einigen Tagen beklagte sich der Knabe über heftige Schmerzen in der Magengrube. Man nahm eine Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen vor. Die Ärzte stellten fest, daß sich im Magen des kleinen Patienten ein 9.5 cm langer, ziemlich dicker Nagel befand. Eine sofortige Operation bewirkte die Entfernung.de-s Nagels. Der Knabe, der sich jetzt außer Gefahr und auf dem Wege der Genesung befindet, hat auf Befragen gesagt, er erinnere sich, vor drei ] Jahren den Nagel aus Spaß verschluckt zu haben. Bis kurz vor der Operation habe er nicht die geringsten Beschwerden gefühlt. Rumäniens GtaaLsfLMer in Berlin empfangen «WWW Am Freitagvormittag trafen auf Einladung der Reichsregierung der rumän. Staatsführer General Antonescu und der rumänische Außenminister Sturdza auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin ein, wo sie von Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, begrüßt wurden — Der rumänische Staatsführer, General Antonescu, begrüßt die Mitglieder der rumänischen Kolonie in Berlin Spuren einer altperuanischen Stadt gefunden In Peru sind auf dem linken Ufer des Flusses Vilcanota in einer waldreichen Gegend Spuren einer Stadt entdeckt worden, die noch aus der Zeit vor den Inkas herrühren. Diese Stadt hat etwa hundert Kilometer entfernt von dem gegenwärtigen Cuzco gelegen. Die ans Licht geförderten Reste gehören offenbar zu einer großen Gebäudeanlage, die drei Türme hatte u. mit ausgedehnten Befestigungswerden umgeben gewesen war. Die Ruinen lassen erkennen, daß die Bauten aus unbehauenen Steinblöcken aufgeführt worden waren. Die ersten topographischen Aufnahmen des Ruinenfeldes zeigen einen kleinen kreisförmigen Platz und ein Netz von Kanälen, die das Wasser aus Brunnen und Zisternen, von denen man ebenfalls Spuren entdeckt hat, in die Stadt leiteten. In Lima wird eine archäologische Expedition ausgerüstet, die sich zum genauen Studium des Ruinenfeldes an Ort und Stelle begeben wird. Die bevorstehende Erforschung könnte Bedeutung für den Nachweis einer alt-peruanischen Kultur vor der Inka-Zeit erlangen. Strafen für Lokomotivbeschädigung Wie überall in der Welt ist es auc in Kalifornien für die Autofahrer äußert gefährlich, auf einem Bahnübergänge m der Lokomotive eines Eisenbahnzuges zu sammenstoßen. Ueberdies laufen Autc fahrer, selbst wenn sie aus dem Unfa ganz oder fast unverletzt hervorgeher noch ein anderes Risiko, nämlich oben drein Schadenersatz leisten zu müsset Zum zweiten Mal hat jetzt ein kalifom! sches Gericht einer Eisenbahngesellschal eine Entschädigung zugebilligt, für Schä den, die Lokomotiven oder Wagen bei ei nem Unfall auf dem Bahnübergang da vongetragen hatten. In jenem zweite Fall hatte Mrs. Bessie Shaldon aus Fol som eine Eisenbahngesellschaft auf Scha denersatz in Höhe von 5750 Dollar verklagt. Das Gericht zu Sacramento wies die Klage ab, weil der Unfall durch das Verschulden der Klägerin herbeigeführt worden war. Hingegen wurde Mrs. Shal-don verurteilt, an die Eisenbahngesellschaft, die Widerklage erhoben hatte, 95.61 Dollar zum Ersatz für Beschädigungen der Lokomotive, 37.24 Dollar für die Zertrümmerung einer Signaltafel und 92.29 Dollar als Ersatz für den durch den Unfall bewirkten Zeitverlust zu entrichten. b. So wirbt man durch Anzeigen. Die wichtigsten Denkpunkte in kürzester Form gibt uns der Verfasser Dr. H. Walter wieder. Vom ersten Planen über die Erkundung des Marktes, der Anzeigenorgane und der Anzeigenleser zur Taktik des zeitlichen, mengenmäßigen und preislichen Einsatzes, weiter zur graphischen, textlichen und psychologischen Gestaltung und Wirkungssteigerung, bis zur Auftragserteilung und der Erfolgskontrolle. Hier wird an alles erinnert, woran die Werbeleitung denken und was sie den vielen an Vorbereitung, Durchführung und Erfolg einer Anzeigenwerbung Beteiligten angeben muß. Verlag Forkel, Stuttgart-O. Kartoniert RM 2.80. b. Alexander 1. von Rußland. Von Nikolai Sementowski-Kurilo. Scentia Verlag A.-G., Zürich. Rußlands Geschichte und das Werden eines Volkes sind immer noch den Blicken der meisten Europäer verhüllt. Das äußere Geschehen trügt — die inneren Vorgänge bleiben undurchsichtig, weil das Entscheidende unerforscht ist: das tiefere Wesen des Russen tu ms. An der Gestalt des Zaren Alexander des Ersten, des großen Gegners eines Napoleon sucht der Verfasser dieses Wesen zu ergründen, das ihm als Russen in jeder Regung vertraut ist. Zar Alexander, der glanzvolle Arbeiter Europas, ist ein typisches Beispiel jenes Russentums, das sich an den fremden Geist des Westens verlor und dadurch seine Seele so entstellte, um diesen tragischen Irrtum einmal zu erkennen und den Rückweg zum ursprünglichen Wesen zu suchen. b. Stadt und Festung Belgrad. Hanseatische Verlagsanstalt, Stuttgart. In Ganzleinen Mk. 4.80. Der neue Roman Josef Magnus Wehners ist der große Roman des Krieges an der Donau. Noch kein deutscher Dichter hatte bisher die Kraft dazu, jenes heroische Geschehen zu gestalten, keiner wohl auch den Mut, Freund und Feind aus jenen ■ blutwilden Tagen mit eherner Gerechtigkeit zu schildern. Wehner hat die Kraft und den Mut und die versöhnende Gnade des Dichters. Wie wächst da die Landschaft auf! Man spürt das Leben von Wasser, Steppe und Gebirge, die »lichtstille Wildnis« des seen-haften Stromes, die Schauer ihrer Eisam-keiten im Herbst, man hört den wilden Koschawasturm, erlebt die mythische Macht des Steppengewitters über marschierenden Kolonnen upd ist von einer seltsam dunkelglühenden Liebesgeschichte bezaubert, im der eine junge Zigeunerin steht. Aber schon wieder sind wir mitten im gewaltigen Kriegsgeschehen und erleben den größten kriegerischen Flußübergang in der Weltgeschichte Das ist so herrlich, so mitreißend erzählt, daß einem das Herz mitstürmt. b. Fröhliche Kinderstube. Von Ruth Zeehlin. Preis 2 Mark. Verlag B. G. Teuo ner, Leipzig. Die bunte Welt einer fröhlichen Kinterstube erwacht auf diesen Seiten. Mit all ihren Geheimnissen, ihren Märchen und kleinen Liedern am Abend, ihren tausend und Großen oft unbedeutend erscheinenden Dingen, in denen doch tiefste Wahrheit verborgen liegt. Es gibt viele Bücher ähnlicher Art, wenige aber, die so viel lächelnden Lebens sind, so voll tiefe Liebe zu denen, die noch im Land der Träume und Spiele sein dürfen. b Die englisch-jüdische Allianz. Von Wolf Meyer-Cristian. Nibelungen-Verlag, Berlin. Das Werden und Wirken der kapitalistischen Weltherrschaft, die Verschmelzung d. jüdischen Oberschicht mit der englischen, die wechselseitige Abhängigkeit englischer und jüdischer Interessen sowie die religiöse Allianz als Grundlage der politischen, werden in dieser Schrift des bekannten Verfassers eingehend behandelt. *.■ , V . 'ijf • - . Gut-rasierf - ZUCKERKRANKE! I Spezialmehl und Brot bekotn inen Sie im Backhaus Raku-i ša (Robaus). Koroška c. 24. ___________8396-1____________ 'STRUMPFE. HANDSCHUHE Wäsche. Trikotware Wolle-I Strickwaren Oset. Koroška c. 26 6727 ! ASTROLOG. SPEZIALISTIN | Mme. FELICITAS empfängt jeden Dienstag und j Freitag Sodna ulica 26. III./8 HORNHAUT UND HÜHNER AUGEN entfernt schmerzlos »Bata«. VERWALTER Übernehme mehrere Häuser in Verwaltung. Geil. Anträge unter »Verwalter« an die Verwaltung des Bl. 9342-7 Offene Sielten gut gelaunt: I m„l Sn e ein eine wirklich ®“,e «li n ^0T6AR7EnRA schuizm*,,.. pONN-hoarfe*. h°or$chorf, ne 9- ~ -s, Rosiar; E*2?a dü/vn 9345 EHLRLICHE FRAU die schön Wäsche wäscht, wird aufgenommen. Čopova ul. 1, 11. Glocke. 9346-8 Hüten Sie sich vor Nachahmungen!« li lil MM! i .11(11816! Ms! Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr unvergeßlicher guter Vater, Groß- und Schwiegervater und Onkel, Herr ISIDOR COPETTI Fleischhauermeister am Sonntag um 242 Uhr früh nach kurzem Leiden im 66. Lebensjahre verschieden ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet am Dienstag, den 26. November 1940 um 3 (15) Uhr von der Aufbahrungshalle des städtischen Friedhofes in Pobrežje aus statt. Die hl. Seelenmese wird am Mittwoch, den 27. November 1940 um 7 Uhr in der Domkirche gelesen werden. M a r i b o r, den 25. November 1940. DIE TIEFTRAUERNDEN HINTERBLIEBENEN Iris uor öer Ehe Roman von GERT ROTHBERG Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. Zerrissenen Herzens sah Iris ihm nach, 40 Schweigend schaute Tante Monika über ihre Brille hinweg bekümmert auf das Mädchen. — * Klaus Overbeck reiste am Heiligabend Zu seiner Mutter. Iris, die mit den Hunden im Schnee draußen spazieren ging und sich an dem lustigen Gebalge der munteren Tiere erfreute, blickte scharf hinüber zur Landstraße, wo soeben ein Schlitten von Gut Hoym her den Weg nach der Bahnstation nahm. Regungslos stand Iris, und sie wußte gar nicht, daß ihr zwei große Tränen die Wangen hinabrannen. Dann schritt sie mechanisch weiter. Aber nach einer halben Stunde kehrte sie um. Sie wollte sich noch etwas zu schaffen machen, obschon eigentlich alles bereits vonbereitet war für den festlichen Abend, um sich wenigstens so etwas abzulenken und die trüben Gedanken zu verscheuchen. Gegen sechs Uhr wollte sie die Kinder abholen und mit ihnen zur Kirche gehen, die ganz in der Nähe lag. Mit dem jungen Vater hatte sie gestern gesprochen und ihn ebenfalls einladen wollen. Aber er hatte auf ihre Aufforderung hin nur mit dumpfer Stimme erwidert: »Die Kinder ja, für die ist’s wohl gut, wenn sie am Heiligen Abend hier herauskommen. Aber ich will allein sein. Vielleicht werde ich es einmal überwinden, aber im Augenblick vermöchte ich es einfach nicht zu ertragen, wenn Anna nicht dabei ist, wenn den Kindern ein Lichterbaum brennt.« Da hatte Iris ihm stumm die Hände gedrückt und er hatte diesen Händedruck dankbar erwidert. Und nun war heute Weihnachtsabend. wenn sie sich der vielen froh und unbekümmert verbrachten Festtage mit Onkel August erinnerte. Sie war am Morgen mit der Tante an seinem Grabe gewesen und hatte die Ruhestätte des lieben Toten mit einem kleinen Bäumchen und mit Blumen geschmückt. Wie gut ist es, dachte sie, daß Tante Monika sich so schnell bereit fand, den drei armen Würmern in Wildenhagen eine Freude zu schenken. Das war ganz im Geiste Onkel Augusts, der immer ein Herz für seine Mitmenschen gezeigt hatte. Unversehens glitten ihre Gedanken wieder zu Klaus Overbeck, der nun bei seiner braven alten Mutter weilte, auf die er so stolz war. Sie dachte auch an seine Mutter. Sie stellte sich die einfache alte Frau vor. ein bißchen geduckt vom ewigen Einerlei eines mühseligen Alltags, gebückt vom Alter, das Gesicht von unzähligen Furchen durchzogen. In einer ganz einfachen Umgebung hausend, so wie es etwa beim Tagelöhner Völker aussah. Iris fühlte wieder den leisen Schauer über den Rücken laufen. Armut war häßlich, nicht aus sich, sondern weil sie einen erniedrigenden Charkter annehmen konnte. Klaus Overbeck hatte sich aus dieser Armut entfernt. Kraft seines Könnens und seiner Persönlichkeit war er emporgekommen. Ob er sich noch wohlfühlte daheim bei seiner alten Mutter? Welche Frage! Es war ja die Welt seiner Kindheit! Und er fuhr ja so gern zu der alten Frau. Also gefiel es ihm auch. Seufzend wandte sich Iris dem Hause zu. Aber in ihrem Herzen war eine leise Ein wehmütiges Gefühl beschlich Iris, stille Freude lebendig, weil sie etwas tun konnte, was Klaus Overbeck Freude bereitete Und es erwuchs auch ihr eine große Freude aus dem Verlauf der Bescherung. Mit großen glänzenden Augen saßen die drei Kleinen vor ihrem Gabentisch. Sie trugen dünne, schwarze Sachen. Und nun strichen sie mit ihren kleinen Fingern leise und andächtig über die warmen dunklen Mäntel und Kleider, die ihnen das Christkind gebracht hatte. Nach einer Stunde fand sich auch der Vater ein. Seine Augen strahlten, als er seine Kinder sah. Er bedankte sich viele Male und wollte mit den Kindern gleich fort. Aber Iris und Tante Monika forderten ihn ebenso freundlich wie nachdrücklich auf, sich erst noch zu stärken. Sie würden hier mit den Kindern bleiben. Die hätten schon gegessen. Er könne im nebenan liegenden Eßzimmer oder auch bei der Mamsell in der Küche essen, ganz wie er wolle. Er wählte schnell die Küche, denn dort glaubte er sich noch am wohlsten zu fühlen, weil er die alte Mamsell kannte. Später wurden er und die Kinder im Schlitten nach Hause gebracht, obgleich es nicht weit war und der Mann sich redlich dagegen wehrte. Die Damen hätten schon so viel Güte bewiesen, daß das nun wirklich nicht noch nötig sei. Der Korb mit Spielsachen, die Kleidungsstücke, die Leckereien für die Kinder und ein großer Korb mit Lebensmitteln wurde gleich mit verladen. Der Kutscher schmunzelte ordentlich, und er nahm sich vor, in einiger Zeit mal mit dem Paul Völker ein Wörtchen zu reden. Seine, des Kutschers Partusch, Schwester Ida war noch ledig, sie hatte Kinder sehr gern und war ordentlich und sparsam. Die Kinder mußten eine mütterliche Hand haben, die sie leitete und für sie sorgte. Der Witwer mochte ruhig seinem Schmerz freien Lauf lassen, aber die Kinder, um die ging es vor allem. Iris indes besprach mit Tante Monika einen Gedanken, der ihr vorhin gekommen war. Drüben im linken Flügel des Hauses standen in einigen unbewohnten Zimmern hübsche Möbel, Ob man die nicht dem Paul Völker geben könne? Tante Monika meinte, das könne Iris machen wie sie wolle, sie rede ihr da nicht hinein. Wenn aber die Möbel tatsächlich unbenützt wären, warum den» nicht? So freute sich Iris schon auf die Tage nach dem Feste, wo sie die Sache in Angriff nehmen wollte. — * Klaus Overbeck war, wie er es seit Jahren zu halten pflegte, die Festtage über zu seiner Mutter gefahren. Eine» richtigen Koffer mit Geschenken führte er mit sich. Und ein paar Scheine ruhte» wohlverwahrt in seiner Brieftasche. Er war ja so glücklich, daß er der Mutter all die Liebe und Fürsorge nun in reichem Maße vergelten konnte, seit er dazu imstande war. Er freute sich die ganze Fahrt über auf die Tage, die er mit der Mutter beisammen sein konnte und die ihm wieder so recht die Wegstrecke vor Augen führen würden, die er inzwischen nach dem ersten Verlassen des Vaterhauses vorangekommen war. Aber neben dieser Freude waren alle seine Gedanken Iris Hoym zugewandt. Und Klaus Overbeck wußte 50 klar wie nie zuvor, daß er die Liebe z» dem jungen Mädel nimmermehr würde aus seinem Herzen reißen können. Doch zwischen ihr und ihm standen ihre anmaßend-hohlen Worte: »Einen Mann ohne Takt und Lebensart würde ich niemals heiraten. Noch dazu nicht einen, der vielleicht auf mein Vermögen spekuliert, sich hier ins weiche Nest setzen will und mich obendrein dafür peinigt — niemals.« So hochfahrend hatte das Mädchen damals in jener Nacht nach dem im letzten Augenblick verhüteten Unglück gesprochen, und jedes ihrer auf ihn gemünzten Worte hatte sich ihm schmerzhaft i»s Herz gegraben und seinen Stolz verwundet. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna' in Manbo verantwortlich Direktor STANKO DL 1LLA. — Beide wohnhaft in Maribor. m Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck