Ar. 14. HiM, Ssnntag, 18. Ieöruar 1906. 31. Iayrgan^. echrtstleitvig: ««tbauSgasse Okr. » S>,nik« «»lech«»,»,? »glich fantt ■»«»•6i»e der Ct.im- b. -,«) >»° 11-11 n«r im. f «nHäitilxTi toctbcs nicht ■rfitfflurtfa, nontBlole Bin-lataagm cutt trWifllchHgt. litlibiimgti ■tarn M« SniMltitn« er|m «KlchBBBg kn bUhofl skft. ««wimi falaritit. — 8« EwtfifcoI*H4» IBt Htlt*1UllBB4. Fötkische Betrachtungen eines Hrenzdeutschen. Mudisch—Slaueuisch. Wir Deutsche nennen die „Englishmen" — Eagländer, die »Frarisai«" — Franzosen und die Rnsfi — Russen, werde» aber gegnerischerfeit« nicht al« „Deutsche', sondern al« „German«', »Alle«and«', ,Nje«tzi", bezeichnet. Nur au«« »ah««weise unter den romanischen Völkern ge-d»«ucht die italienische Zunge die Bezeichnung „ledefchi" und nur nebenher und dazu mit unterlegter verächtlicher Bedeutung gehen bei Engländern »»d Franzasen die Bezeichnungen .Dutchnnn' und »TudeSque«'. Diese Gegenüberstellung gibt ein traurige«, aber wahre« Bild von der Ohnmacht vnd Unter« »trfigkei« der deutschen Sprache anderen gegenüber. Baß aber dem nicht immer so war, daß auch die» mx die Folge eine« unseligen Kriege« ist, wie ihn lein Volt der Erd« mehr durchgekostet, der wie Eise«hauch da« ganze nationale Empfinden eine« Weltvalke« vernichten konnte und der die deutsche Zunge dem fremden Laut gefügig gemacht, beweist der Wortschatz des Dichter«, in dem die Völker» »amen Franzmänner, Wälsche, Reufsen und der« »leiche« mehr noch ihr Dasein fristen. Wenn wir Deutsche jedoch jene Deutschen wieder sein werden, »»» denen die Welt vor dem 30jährigen Kriege neidisch sagte; „sie seien maßlo« stolz auf ihr V»lk«>u«", dann werden sicherlich auch die alten heimischen Benennungen unserer Nachbarn wieder »»sikben. Der Wiedereintritt de« völkischen Ge« danken« i» die Weltgeschichte leistet diesem frohen Hoffen allen Vorschub. Vorläufig ist e« allerding« mir ein frommer Wunsch, ist doch noch in der Kammer-Schtäge. «qial-ettzische Aphorismen von Fritz Thor. Verlag von Theodor Fritsch, Leipzig. Humanität und Toleranz — so büßen die Leitsterne de« abgelaufenen Jahrhundert«; aber — falsch verstanden — wurden sie jm Irrlichtern. Man wollte auch human sein gegen da« Unmenschliche und tolerant gegen da« Aicht«»ürdigk. Wer aber da« Böse tvlerirt, der lefert da« Gute dem Verderben au«, — und wer rfl« die Feinde der Menschheit human ist, der te>eh> die gewissenloseste Inhumanität. Aber frei» Kch: Ihr seid ja in Zweifel geraten, wa« gut und HDse ist! — Soweit ist die Brei-Köpsigkeit, dii moralische Gehirn-Erweichung unter dem Phrasen« Mansche schon gediehen! — Unter der Herrschast der Humanität«« und Toleranz-Phrasen sind die letzten fünfzig Jahre zu eine« Zeitalter der verhängnißvollsten Wabn-Ideen geworden, zu einer Periode der ärgsten GeisteS-Trübunoen, die noch lange wie ein Fluch aus unserem Geschlechte lasten werdrn. Während der BildungS-PAlister sich an Reden«arten von >usklärung und Fortschritt beraulchte, verfiel er in Wahrheit der schlimmsten Verblödung, die Hm den Blick für da« Vernünftine verlieren ließ. An Wissen hat die Menschheit gewonnen, an Einsicht, Instinkt, sittlichem Bewnßifein und allen feineren GeisteS-Werten hat sie eingebüßt. * # * Gegenwart derartig altüberlieferte« S p r a ch g u t mit dem Untergange bedroht. Solch ein gefährdet Gut ist da« Wort: „©indisch*. Schon von den Goten, Franken und Baju-varen ist e« bezeugt, daß sie ihre slavischen Nachbarvölker mit einem ähnlichen Name« belegten. Es scheint überhaupt der Name „Wende oder Winde" eine gemeingermanische Bezeichnung sür Slaven zu sein, woraus auch die „Wenden" an der Spree hindeuten, die sich selbst „Sorben" nennen. Bei den Bajuvaren erfuhr da« Wort eine Umgestaltung. Aehnlich wie au« dem Worte thiuda oder diota --- Volk, die Bezeichnung thiudiSk -- der Deutsche (eigentlich der Völkische) hervorging und in gleicher Weise wie die Neu-Franken sich franxoi« und später fransai« da« heiß« die „Fränkischen" nannten, ward auch hier der Winde zum „Windischen". Wenn man heule den Windischen al« Winden oder Wenden bezeichnet, so macht die« den Eindruck deS Gezierten und Unnatürlichen. Da« Volk gebraucht im Umgange auch nur die Bezeichnung „die Windischen.' Diese« Wort „windisch' haben wir von un» seren Vorfahren übernommen und eS auch durch Jahrhunderte treu bewahrt. Die Lande«hanptstadt hieß „Bctüisch Gräz" oder „D»u>sch-Gräz' im Gegensatze zu „Windisch-Graz" und unser Herr-scher führt noch heute den Titel: „Herr der win-bischen Mark'. Bi« zu« Jahre 1848 stand die Bezeichnung „Windisch' auch im amt» lichen Gebrauche. In dieser Zeit haben die Windischen aus ein« mal die Entdeckung gemacht, daß sie sich nicht wohl fühlen können, wenn sie der Deutsche nicht so nennt, wie e« nach ihrem Geschmacke ist. nämlich „Slovenen". Und seit dieser Zeit Haß und Liebe. — Weichherzige Menschenfreunde möchten allen Haß au« der Welt verbannen und ein Reich de« ewigen Frieden« er-richt't sehen. Und wahrlich, e« brauchte weniger unvernünstige» Haß in der Menschheit zu geben, weniger Feindschaft und ungerechte Verfolgung! — Aber können und dürfen wir Alle« lieben und nachsichtig dulden? — Auch die Bo«heit — die Niedertracht — die Lüge — da« Verbrechen? Sollen wir auch gegen da« Sittlich'Verwerfliche keinen Abscheu empfinden dürfen? Dann müßten wir unser Herz ersticken, unsere Ideale au«roiten und nicht mehr unterscheiden zwischen Gut und Böse, zwischen Göttlichem und Teuflischem. Solche Lauheit würde zum Fluche werden und die Ver-nichiung alle« dessen bedeuten, wa« menschliche GeisteS-Krast seit Jahrtausenden mühsam erstritten hat. E« wäre die Preisgabe aller sittlichen Maß-släbe, ein Untersinken in Verwirrung und Lodderrei. Und leider hat unter dem Drucke der Phrase die Verstumpsung der Gewissen schon weit um sich gegriffen. Darum sollten alle Einsichtigen gegen diese Vermanfchung und Verquabbelung der Begriffe ankämpfen. Wie kein Licht ohne Schatten denkbar ist, ,o gibt e« auch keine echte Liebe ohne ihr Widerspiel: den Haß. Wer da« Gute leiden-schastlich liebt, wird den Feind de« Guten verab-scheuen und hassen müssen. Schwachmütige Däm-merseelen sind e«, die weder hassen noch lieben können l » « » wird in Schule und Amt ein A u«r« t-,ung«seldzug gegen da« altdeutsche S p r a ch g u t „Windisch" geführt. E« ist die« ein frecher Eingriff in die Rechte unserer Muttersprache. Der Windische nennt un« ,nöm«c', wi« soviel ali „Stummer!" heiß-u soll; wie wärS, wenn auch wir un« dagegen auf« lehnen würden und da« verlange» stellten, in Schule und Am« von den Windischen nicht mehr ll«wci sondern nur Lvrmaoji oder tsvtovji oder sonst irgendwie genann« zu werden? Da wäre man wohl sofort mit der Au«flucht bei der Hand; daß e« zu dem unveräußerlichen Rechte eine« jeden Volke« gehöre seine Sprache selbst zu regeln und daß Eingriffe von außen nicht ersolge» dürfen. Nun wohl! Wa« aber dem eine« richt ist, ist dem anderen billig. Man dränge auch un« nicht ein Wort auf. von dem unsere Sprache bi«her nicht« wußte und man rüttle nicht a» Worien. die un« durch ihr Alter lieb und wert sind. Um e« zu erreichen, daß diese« Wort „wiudisch" in Acht und Bann getan werde, hat slavische List die Entdeckung gemacht, daß e« etwa« „Verletzende«, Kränkende«" beinhalte. Dem ist aber nicht so! Bi« zu« Jahre 1848 ist e« auch keiue« Menschen eingefallen, sich beleidigt zu fühlen, wean man ihn al« Windischen bezeichnet», und d«r windische Bauer nennt sich heut« noch Deutsche» gegenüber „windisch'. In Wahrheit handelt e« sich hier nur um einen Au«fluß von National-Hochmut. Die windische Intelligenz will mit dem Worte „windisch' zugleich die wenig rühm-liche Vergangenheit abschütteln. Von de« Jahre 1848 an soll ein neuer Abschnitt in der Geschich»« der Nation gerechnet werden. Einzig au« diese« Grunde wird unserer Sprache Gewalt angetan. Gleichheit? — oder Unterschied? — Die Forschung setzt ihre» Stolz in die sorg-sältigste Scheidung der Arten und Unterarten bei Tieren und Pflanzen; st« stellt die geringsten U»-terschiede fest und ordnet und klassifiziert nach ihnen. Nnr bei den Menschen mag sie nicht« po» solchen Unterscheidungen wissen. Sie redet zwar gelegentlich auch hier von verschiedenen Arten und Raffen, sie sieht aber zugleich die Humanität auf's tiesste verletzt, wenn Jemand an der Gleichheit aller Menschen zweiselt. — Der Mensch ist in Alle« wissenschastlich. nur gegen sich selber nicht. Und warum alle« da«? Weil wir eine Gattung homo sapiens unter un« haben, die iu ihrem Unterschiede von den Anderen nicht erkannt sein möcht» — obwohl sie insgeheim sich selbst mit peinlicher Strrng» von der übrigen Menschheit scheidet. Ihr zu Liebe verleugne« die Wissenschaft alle süns Sinne und beug« sich willig unler die Phrase i Alle Menschen sind gleich l Wer aber handgreifliche Tatsachen verleugnet, der ist nicht nur unwissenschastlich. sondern auch unwahr und unehrlich — und da« greift in da« Gebiet der Sittlichkeit. Darum ist d«e Phrase von der Gleichheit aller Menschen — gewissenlos und unsittlich. * * • Rasse n-H a ß und Rasse n-W e i « h e i t. — Nicht von Rassen-Haß sollt« di« Rede sei», sondern von Rass'n-Wissknschast, Raffen-Hygieae Rassen-Reinlichkeit, Rassen>Ehre und rassisches Seite 2 Da« beste Mittel, die Finte de« Gegner« zu schänden zu machen, ist, die Bezeichnung „windisch" frei von aller Gehässigkeit und einzig in Wahrung der Rechte und der Unabhängigkeit der deutschen Sprache allüberall zu gebrauche». Dann werden wir eS hier auch im SüSen de« Reiche« durchsetz n, daß mit der Zeit im deutschen Eorachgebrauche in Schul« und Aml auch dec Will« unser«! Sprach« gescheht, gleichwie die Tschechin sich werden bequemen müssen, von un« „Tschechen" und nicht „Böhmen" genannt zu werden. Und wenn ein al« .Windischer" Angesprochener da« alte durchschaute Mittel vor» kehren und sich auf den Verletzten hinausspielen will, dann halt« man ihm ruhig «ntgtgtn, daß man sich auch nicht beleidigt fühle, weil man von Slaven „nem.c" der Stumme genannt werde, und daß der Gebrauch dies»« Worte« - auch nicht im Belieben de« Einzelnen stehe, sondern von der Muttersprache diktiert werd«. Daß da« windische Volk nicht di« Vorstellung von Große« und Hohem weckt, dafür kann unser« Sprache mit ihrem Völkernamen .windisch- wahrlich nicht«. Da« liegt einzig in d«n Verhältnissen und der Kulturgeschichte de« »indischen Volke« begründet. 3>« sk«vischt» Meer« versunken. Ja einer einzigen Blausolge «ine« kleinen «indischen Blatte« waren folgende deutsche Namen anszulesen. deren Träger jedoch fa«t und sonder« i« windischnationalen Lager stehen. Hier ist dii Liste: Spindler. Haub«nr«ich, Haupt«ann, Lamp« recht, Auer, Spaninger, Span. Zacherl, Kunst, Hermann. Fidler, Wer, Echmid, Nendl, Rajner, Trojner, Pikl, Fajgelj. Drahtgrüße zu dem „glänzenden Tanzseste" der Triglavaner sandten u. a. Lenard, Haupt« mann, Re««ann, Lebar, Etiflar, Kraut, Weibl, Dakel, Kvrbar, Schiffrer, Umberger, Kra«er. Ein Bewei«, wie viele Söhne Germanien« i« slavischen Meere versunken sind. Wir wollen nicht i» den Fehler unserer Gegner verfallen und diese Leute einzig ihre« deutschen Na«en« wegen al« Ueberläuser und Abtrünnige bezeichnen. Bei de« Großteil von ihnen lagen die Verhält« nifse jedensall« ander«, al« wie bei de« „deutschen Reich«ritter" Berk« und de« bekannten Schönsteiner Anwalt Mayer, die wirklich« Ueber-läufer find; oerwahr«« müssen wir un« jedoch gegen die pervakische Gepflogenheit, jeden Deutschen mit slavisch klingendem Na«en al« „Dentfch-tümler" und „Renegaten" zu bezeichnen. Dieser Lebe»«kunst. E« ist nicht nötig, daß die Rassen einander mit Haß verfolgen, schließlich ist Raum da für sie alle. Sie mögen gegenseitig ihre befon« deren Vorzüge anerkennen und i« wohloerstande-nen Gesa«t-Jnteresse sich in die Gebiete de« sozialen Wirten« teilen — je nach ihren besonderen Begabungen. So können sie in Har«onie «it einander leben. Sie sollten aber die Selbst-Ver-lengnung nicht so weit treiben, daß sie durch Preikgabe ihrer besonderen Leben«-Bedingungen sich selbst vernichten. Solchen Selbst«ord zu be« gehen steht die germanische Rasse im Begriff, da sie — au« Gutmütigkeit — sich auf ein Geiste«« Niveau hinabzieden läßt, auf de« sie den Weit« bewert» nicht bestehen kann, weil dort schließlich derjenigen Rasse der Sieg verbleib«« muß, die sich am besten auf'« Lügen und Stehlen versteht. O O * Nationale Eroberungen. — Die besten und dauernsten Eroberungen waren immer , die geistigen. Bieten wir unserem Volte etwa«, da« ihm kein Anderer bieten kann: ein« edle Freiheit und SichUheit der Person, ein vernunftvolle« Recht, «ine geistige Höhe und sittliche Kraft, die ■ Deutschen mit stolzem Bewußtsein erfüllen kann — erfüll«« muß, so ziehen wir alle versprengten Glieder unsere« Volke« sicherer zu un« heran, al« durch Panzerschiffe und stürmende Legionen. Und die Besten fremder Nation werden sich sehnen, un-serem Volke beighählt zu werden. — Der Geist dj>g Wacht"__ Trieb, überall Abtrünnlinge zu wittern, artet bei den Pervaken in Schmähsucht und in — Blöd-sinn au«, bat man ja doch in pervakischen Blättern selbst unseren Rosegg?r al« ein«n ur» sprünglichen Rosekar verketzert und al« Abtrünn-ling bezeichne! und in neuester Zeit ist diese Au«-zeichnung auch dem alldeutschen Abgeorvneten Wastian widerfahren, den ein windischer Sprach« künstler als BsStijan deutet«. Los von L»ivach! Unser« Gegner haben da« Schlagwort ,Lo« von Graz" geprägt; wie wär« ««, wenn man den Spieß umdrehen würd«? So wie im Norden de« Reiche« der schöpfe-rische Geist Deutscher?« war, der da« tschechisch« Volk zu iikuem Leben wachrief; wir können hier eine Unzahl deutscher Namen nennen, so kehren auch unter den Windischen bei der Erweckung de« Volke« vielfach deutsche Namen wieder. E« sei hier nur de« Namen« B l e i w e i ß al« eine« Beispiele« für viele Erwähnung getan. Die „Pro-Windischen" wie sich der Engländer ausdrücken würde, waren vielfach auch an der Schaffung de« „NovoslooenSko" beteiligt. Heute, da wir Deutsche un« voa den Fesseln der Schwärmerei und der Arbeit für andere Nationen größtenteils befreit haben» lockt un« »ine andere Aufgabe. Möchten sich doch j»ne, die die entsprechenden Kenntnisse besitzen, der windii. n Volk«fprache, wie sie der steirifche Windisch spricht, annehmen sie zu einer Schriftsprache »«bilden. Wir setzen da«it da« Losung«wort: «L o « von Laibach" in die Tat um. Schüchterne Anfänge hat der „Stajerc" ja bereit« gemacht, inde« er an Stelle der vo« Volke gänzlich unverstandenen „neuflo-venischen" Au«drücke die deutschen Lehnwörter ge-braucht. E« gibt auch schon «in Borbild in d«r E«anzipation von der „neu-s l o v e n i s ch e n' Schriftsprache und zwar haben sich die u n g a r l ä n d i s ch e n Windischen ein eigene« „Windisch" und eine eigene Rechtfchrei« bung geschaffen. Auf steirische« Boden brauchte nicht« Note« geschaffen zu werden, man müßte einfach da« allgemein gebrauchte „Windisch" auch i« Drucke anwenden. Damit wären die Pervaken für alle Zeiten über die Save zurückgeworfen und da« per-vakische Dorado Kraia stünde un« geradeso fern, wie da« benachbarte Kroatien, von de« wir in völkischer Hinsicht wohl nicht« zu besorgen haben. Teutwart Wede. unterjocht ohne Blutvergießen und dauerhafter al« da« Schwert. Und die gewaltigste Waffe, die ein Volk sich fch«ieden kann, ist: eine von heiligt« Ge«ein-Sinn durchglüht« National-Skrle. » • O Moderner Selbstbetrug. — Die Zeituna«schreiber reden soviel von der Zunahme der allgemeinen Bildung, von den Fortschritten und Triumphen der Intelligenz. Ja. täuschen «ich denn «eine Augen so sehr? — Mich dünkt, al« ob die Menschen täglich dümmer würden. Wohl sehe ich eine Vermehrung de« Einzel-Wissen«, allerlei Ergebnisse der' Sonder-Forschung und Elfi-idung, ich höre philosophische und juristische Silben Klugheiten und sehe ein erstaunliche« Kunst-Raffinement. Aber wo sind denn die Menscht», bit noch große allgemeine Dinge be-greisen können? — die — über den Privai-Vorteil und da« Privat-Vergnüqen hinaus — noch einen Blick haben für den Zustand der Gesamiheil, für die Lage deS Volks-Ganzen? — Wo sind noch Menschen von gesunden Jnstinkien und tie^r Ber-nunfi? — Menschen, die neben ihrem armen Ver-stand auch noch ein Stück Herz besitzen? Ich sehe ein Ungeheuer heranschleichen, das heimlich und gierig alle« Edel-Menschliche ver» schlingt. Ich laufe schreiend durch die Gassen, klopfe an alle Türen und warne vor der Gefahr; aber sie sagen mir alle unwillig: Da« geht un« Rummer 14 Südstaven und Welsche im Wunde gegen Oesterreich. Die Tatsachen führen eine ernste Sprache. Da« bulgarische Abpeordnetenhau« hat mit großer Bereitwilligkeit einen Nachtrag«kresit für militärische Rüstungen bewilligt u»l da« neue italienische Kabinett, wird trotz der bekannten Sparsamkeit de« Leitminister« Sonnirio schon demnächst einen Kredit von 15 Millionen Lire für den Bau neuer Verteidigung«-werke an der österreichischen Grenze und einen Kredit von 50 Millionen für die Reorganisation der italienischen Artillerie verlangen. Vielleicht sind in den letzleren Summen auch die neuen Kanonen Montenegro« mit in-begriffen. Hiezu kommen noch andere Tatsache», welche da« Rüstung«bild vervollständigen. E« ist bekannt geworden, daß in Antioari mit italienischem Gelde eine Marcvni-Statio» für drahtlose Telegraphie errichtet worden ist. Uno nicht minder bekannt ist e« deute, daß der Hafe» von Ankona neu armiert worden ist und da» in Bari. Barletta und angeblich auch in Ravenn« neue Torpedobootstationen errichtet worden sind. Ueberdie« soll die Eisenbahn von Anti-v a r i nach dem Innern Montenegro« von italieni-schen Ingenieuren mit italienische« Kapital ge-biut werden. Gegen wen sich alle Vorbereitung-» richien, braucht wohl nicht gtsagt zu wtrdrn. Der in Wien i« Dezember vorigen Jahre« durchge« sühne Prozeß gegen den italienischen Spi»n Contin hat den klaren Be»ei« erbracht, daß sich Italien, wo man wie sa«zinier« unausgesetzt nach Albanien starrt, lebhaft für die „geographischen Verhältnisse" am Süddang der Alpen und in Dalmatien interessiert. So wird e« i««er deutlicher, daß Italien gleichsam einen stillen Ko«pagnon der oben genannten, ewig unzusriedenen Südflavenstaaten bildet. Nun wird man einwenden, daß doch Italien gegen Oesterreich-Ungarn, feinen lieben Bundesgenossen, nicht« Böse« oder HiicherhAUige« im Schilde führen könn«. In di»ser Beziehung, «eint nun d« Wiener Mitarbeiter der „Münch. N. Nachr.", sol e« schon r>orgeko««e» sein, daß Bündnisst im tntschridtndtn Mo««nt« versagt haben oder in da« Gegenteil vrrkthrt worden sind. E« sei nicht au«-gtschlvsitn. daß gtwisstn Kreisen Italien« ber Augenblick, in de« die Schlagkraft Oesterreichs durch dtn Konflikt «it Ungarn gtschwächt «rfcheint. günstig und geeignet dünkt, di« Bnlkan-plan« di« Köaigrticht« etwa« näher zu betrachte«. Und dtr Gedankt «ag »twa« Verführerische« habe», mit einer breiten Front vo« Gardasee bi« zur Donaumündung über Italien, Montenegro, Bul-garien und Serbien gegen Oesterreich-Ungarn ans-treten zu können, vielleicht rechne «an Herr» K o s | n t h und den Grafen A p p o n q i auch al« B»nde«genossen. Vielleicht spielen alte Er-innernngen an den Turiner Aufenihalt de« alten Kofsuth «it. Und vielleicht ziehe «an auch in B«- nicht« an. e« schlägt nicht in unser Fach, «»» deine Lär«erufe stören nur unser Behagen Ja. stnd sie denn au« Selbstsucht und Selbst« genüge alle bli»d und d»«« geworden? * * Vergeltung. — Alle« wa« krank und häßlich «acht, ist Sünde. Unsere Gestalt ist die Buchführung unserer Tugenden und Laster — und derjenigen unserer Erzeuger. Daru« sollten alle Zeugenden da« Gewissen ver Zukunft besitzen. « » O Deutsche Zuversicht. — Mag un« heute eine Uebersülle von feindlichen Ränken und An-schlügen umdrohen: gelingt e«, unser Volk noch einmal gesund zu machen, so müssen sie alle zu-nichie werden. An selbst-sicheren Individuen und selbstsicheren Völkern prallen alle Teufel«-fünfte ad. Unstrr ernsteste Sorge muß sich daher auf die Wahrung der Volk«>Gesundheit richten. Und da alle Erfahrungen [ öien, daß der Deutsche a« besten gedeiht al« Bauer, al« Krieger und See-mann, so müssen wir über diese Stände schütze»» die Hände halten — al« dem Jungbrunnen, au« dem der Nation beständig neue Kraft, entquillt. Und die Vtrdtrbtr de« Deutschtums wissen wohl wa« sie tun, wenn sie gegen Heer und Bauern-stand fortwährend ihren Geifer spritzen. O * Nummer 14 «Inung, daß Rußland nicht aktion«fähig sei und daß «an noch nicht wissen kann, wie sich die Dinge in AlgtciraS gestalten werden und ob dann nicht Deutschland größer» Sorten haben »erde, als die um den Balkan und sein« Staaten. — In solchen Betrachtungen liegt «in ziemlich >roßeS Korn Wahrheit. Man braucht sich nicht »on allen alarmierenden Gerüchten und Nach-richten auslegen lass n, allein «4 ist auch gerade »icht nötig, allen Abl«ugnung«n bombenfest zu ver-trauen. Kühl« Borsicht ist in dieser Sache der beste Teil sür unser» Monarchie. Z>ie südstavische Aewegung. Die Montenegriner sür dieSerben. Ja Podgoriza sand nach dem Vorbilde der Landeshauptstadt ein« Volksversammlung statt, in der sich »i« Montenegriner mit den Serben in ihrem Kanipfe wider Oesterreich solidarisch erklärten. Die altslavisch« Kirchensprach». (Bit dtr klerikal« „Hrvatstvo" au« Rom «rsährt, hat sich d«r Vatikan, wie nicht ander» zu erwarten stand, gegen die Einführung de« glagolitischen Küchendienstes entschieden. Die Fäden knüpfen sich zwischen Magyaren und Südslaven. Da« bekannte Verschwörertalen», der berüchtigte Supilo, der sich als den Führer der dalmatinischen Politiker «uSgibt und dessen Ueberredung«kunst e« auch ge» lang, die bekannten Fiumaner Beschlüsse durchzusetzen, die Dalmatien an Ungarn ketten, hatte mit den Führern der magyarischen Koalition Kofsuth und Apponyi hochwichtige Beratungen. Wie rasch sich all die schönen Seelen zu einem Bunde gegen Oesterreich gesunden haben. Rußland und die Südslavtn-staatt n. Der russische Minister für Handtl und Verkehr Timirazew läßt in der bulgarischen ,Vec«rn» Poäta* erklären, daß Rußland den Zollfund der beiden Südslav«nsta»te» als einen Erfolg dt« Sla o entumS btgrüße. Rußland «erbt auch in allen wichtigeren Mittelpunkten Serbiens und Bulgariens HandtlSmuseln errichten und aus der Donau und dem Schwarzen Meert »tue Dampserlinien eröffnen. Auch geldlich würden die beiden Staaten Unterftützing finden. Rußland plant auch eine Eisenbahnverbindung von Ealonichi, da« bekanntlich der österreichischen JnieressenSsphäre zugehört, mit Odessa. Eine serbisch-kroatlsch-magyari-f»che Verbrüderung fand letzten Moniag in Neusatz statt. E« waren Vertreter der Südslaven «u» Kroatien, Slavonien, Bosnien. Herzegovina uno Ungar» zugegen. Als Sprecher der Magyaren feikrte Graf A vev Teleky da« serbisch-kroatisch-«'agqarische Bündnis. politische Rundschau. Kine alarmierende Aote Krankreichs gegen Z>e«tfchl»»d Die sranzösiiche Regierung läßt »nierm 12. d. durch die »Agence Hava«" eine Nachtlichter. — Der Alkohol ist da« Brennöl für die Lampe der geistig Armseligen. Je weniger Spiritus der Menfch von Natur in sich hat. desto «ehr sucht er von außen nach zu füllen. » • * Renomir-Säufer. — Schwache Naturen glauben sich den Anschein d«r Stärk« zu leben, wenn sie «it einem eingebildeten Dämon kümpsen, den sie ihren Durst nennen. Sie heucheln diese« Ungeheuer, um wenigsten» etwa« Große« in sich zu haben. * • * Ungleicher Kampf. Da« ist »S. wa« *(« Fluch auf unserer irregeleiteten Kultur lastet: baß wir das verbrecherische Wesen des wirtschaft-lichen Morde« überall dulden und fanttioni«r«n, während wir j«d« natürlich« Gegenwehr als Ge-walt-Tat verurteilen. List und Tücke darf überall ungehinderten Gebrauch von ihren schleichenden Kampfmitteln machen, während wir der natür-lichen Kraft und Überlegenheit di« Hände binden. Listige Utbtrvorteilung ist gtstattet; di« Abwehr durch einen Faustschlag ist strafbar. So liefert unser Gesetz den Redlichen wehrlo« seinen Ftindtn «u« und hilf», alle« Edel-Menschliche «sticken. Not« veröffentlichen, welche wie ein Alarmsignal > wirkt und ge«ign«l ist, di« b«r«it« mehrfach von der I Marokko-Konferenz abgelenkte Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung Europas in sehr vnli«bsam«r und beunruhigend«? Weise auf di«f« Not« zu lenken. Die Note wirf» Deutschland vor, daß e« durch sein unnachgiebig«« Verhalten einer Einigung im Weck steize, wa« umso bedauerlich«? sei. als all« übrigen auf der Konferenz vertrelenen Mächte Frankreich« durchau« uneigennützige Haltung anerkennen. Die« ist der Grundton der Anklageschrift. Stünde heute noch in London «in Ministerium Balfour am Ruder, könnt» dieser Klage- und Anklagerus der französifchen Regierung daraus hindeuten, daß Europa ebenso wie im Vorjahre hart vor einer Kriegsgefahr stehe. Man darf ober wohl erwarten, daß e« den Bemühungen der Mächte, welche da« Pariser Kabinett zu Zeugen und Richtern auf-fordert, im Vereine mit de« allgemeinen Frieden«-bedürfniS gelingen werd», di» Verwickelung»», unter denen augenscheinlich der ruhige Fortgang der Ver Handlungen in »lgecira« zu leidrn hat, gütlich zu beseitigen. Ein Liebesdienst ist des anderen wert. Zu den Meldungen der „Voss. Zig.* über die Rüstungen Montenegros erfährt die „N. Fr. Pr.» vom 12. *., di« österreichisch-ungarische b»«gierung soll die von Jtali«n dem Fürsten»»« Montenegro erwiesene Freundlichktit damit vergolten haben, daß sie dtm NeguS von Abessynien gleichfalls ein« voll-ständig ausgerüstete GebirgSbatterie zum Geschenke machte. Aus 'irtslM und Land. gifftnr Hemeinderat. Der Bürgermeister Julius R a k u f ch verliest eine Zuschrift der Verkehrsdirektion der Südbahn-Gesellschast in welcher dieselbe mitteilt, daß sie nicht die Absicht hab,, in nächster Zeit neue Schnellzüge zwischen Wien und Trieft einzuführen, da die bestehenden drei SchnellzugSpaar« Unzeit sür den Vtrkehr vollkommen ausreichen. Sollte in späterer Ztit dennoch eine solche Steigerung de« Verkehre« tintitten, daß auf ditfer Sirecke «ine ZugSvtrmehrung notwendig wär«, so würd« «S sich um die Einführung sehr beschleunigter Züge für den Ftrnvkrkthr handeln, wtlch« nur in jenen Stationen anhalttn könnten, wo dies au« v«rk«hr»-technischen Gründen unotr«eidlich ist. Der Bürgermeister knüpft hieran die Bemer« kung. daß diese Erledigung mit Rücksicht auf den vom GemeindeauSschusse ausgesprochenen Wunsch erfolgt fei, daß Cilli al« Haltestelle für den ver-meintlich btabsichiigten neuen Schnellzug auf der Strecke Wien—Trieft besti««t werde. Weiter« verliest der Bürg«r«eister ein« Ein, gab» d«r freiwilligen Feuerwehr in Cilli, laut welcher bei der diesjährigen Hauptversa««lung Karl Ferjen abermals zum Haupimanne und in der letzten AuSschußsitzung Peter Derganz zu« Ge-räteme'strr gewählt wurden. Der Bürgermister beglückwünscht den an-wesenden GA. Ferjen zu dieser Wiederwahl und er-sucht denselben, dahin zu wirken, daß die Feier« wehr wie bisher zielbewußt ihre Pflicht erfüllen möge. Zur Tage«ordnung übergehend, berichtet für den RechtSau«schuß dessen Obmann Dr. August Schurbi und »« werden über dessen Antrag in dm Eemeindeverb nd dtr Ctadt Cilli aufgtnommen der Schneidermeister Zofef Sabukoschek, der Spenglermeister Johann Korber, der Gürtler Fer-dinand Kager, der Mauteinnehmer Josef Wrttschtr und d«r Süc>bahn-Amt»diener Johann Hlaunitschka. Die Bericht« d«« Bau>Au»schusse» werden von der heutigen Tagesordnung abgesetzt, Ebenso wird d.e Beschlußfassung über die Vergebung des Stadttheater« für die Spielzeit 1906/07, als dermalen noch nicht fpruchltif von dtr htutigen TagtSordnung abgesetzt. ES berichtet sodann sür dtn WaldaussichtS-Ausschuß disstn Obuann Franz Donner über di« «ingklangt«n Anbot« für da« zum Verkaufe ge-langende Holz. D«r B«richt,rstatt«r teilt mit, daß infolge der Au«schreibung Offerte eingelangt sind von: Karl Teppei in Cilli, Jodann Zaharia in Nabrksina, Maria Fohn au« Eilli und Han« Jeschounig au« Arndors. Dtr Herr Referent v.rliest die «inzelnen An-böte und stellt nach eingehender Erörterung der Sachlage den Antrag: Seite 3 E« fei n daS Anbot des Johann Zaharia und jene« de» HanS Jeschounig anzunehmen. Nach diesen Anboten wird dem Zaharia da» im Josefi-wald lagernde Holz um 12 X für den Kubik-«eier ab Wald und da» Holz ,« Stadtwald« und am LtiSberg sür die schwächer«« Dimensionen bi« 5 Meter Länge mit 7 It und für die Dimensionen von 10 Zentimeter und über 5 Meter Länge mit 9 X sür den Kubikmeter ab Wald zugesprochen; Han« Jeschounig erhält die Hopfenstangen ad Lagerplätzen um 26 Heller und beziehung«weise 20 Heller zugesprochen. Dieser Antrag wird ein-stimmig angenommen. Bericht de« Schlachthau« - Verwaltun Sau«-schusse« durch dessen Obmann Karl Teppei über eine Eingabe der Krau Wilhelmine Jellenz.in durch welch« dieselbe mitteilt, daß ihr der al« HäuteausbewahrungSraum im städtischen Schlacht» bause überlassen« Raum zu kltin ist, daher sie um Zuweisung eineS größeren Raumes bittlich wird, wozu sich die Wagenremise am besten eignen würde. T.«r Berichterstatter weist darauf hin, daß der Umbau der Wagenremife auf Kosten der Stadtge» meinde nicht empfohlen werden kann und da auch auf die amtliche Abwäge der Häuie verzichtet wird, fo stellt der VerwaliunpSauSfchuß den Antrag: Da die Gesuchstellerin Frau Wilhelmine Zellenz. die durch den GemeindeauSfchuß-Beschluß vom IS. Dezember v. I. gestellten Bedingungen nicht angenommen hat, von diesem Beschlusse aber nicht abgegangen werden kann, sei da« n«u«,liche Ansuchen abzulrhntn. Dieser Antrag wird angenommen, worauf der Vorsitzende die öffentliche Sitzung schließ», ber eine geheime Sitzung solgt. Todesfälle. Am 15. d. M. starb hier Fräu-lein Therese Engl, eine Tante de« evang. Pfarrers, Herrn Fritz M.iy nach einem arbeitsreichen und gesegneten Leb » im 78. Lebensjahre. DaS L ichen-beqängni« sind«» Sonntag nachm. 3 Uhr von der L»ich»nhall» de« städt. Friedhose» au« statt. — Am gleichen Tag» stard drr M»ß»»r Johan» Supanz im 70. Jahre eine« plötzlichen To?e«. Er versah sein Amt bei der Stadtpfarrkirche durch 35 Jahre. K»»uzelische Gemeinde. Heut«, Sonntag vormittags 10 Uhr find«t in d«r evang. Kirche in d«r Gartkngass« ein öffentl. Gottesdienst (Predigt: Pfarrer May) und um 11 Uhr ein für jedermann zugänglicher KindergotteSdienst (Leiter: Vikar RingSdorff) statt. ?ortrags»bend Keller. Wir machen scho» beute auf den Donnerstag, den 22. d. M. im Hotel Stadt Wien stattfindenden Vortragsabend ausmerk» sa«, den der rühmlichst bekannt« G«sang«bu„>orist, Herr Kell«r zu Gunsten dlS Vereine« ,Sü&«atk" gibt. E« halte si h jeder diesen Tag sür diese Ver» anstaltung frei, denn der Besuch diese« Abend« ist ein wirkliche« Vergnügen. Herr Keller versteht e« «it seinen ko«ischen Vortrügen. Soloszenen und Kuplei« den ganzen Abend auf« Angenehmste au«» zufüllen und feine Zuhörer nicht au« dem Lachen kommen zu lassen. Außerdem tritt fein völkische« Empfinden Überall zu Tage und auch im Lied« tritt er sür unser Volk ein. An vielen Orten mußte Herr Keller sich zu mehreren Dortrag»-abenden verstehen und zu jede« drängten sich die Besucher. Fheaternachricht. Am Sonntag den 18. d. M. gelangt die bereit» allsei!» «it größter Sehnsucht erwartete Oper«tttnn«uheit „Die Schügenlieil' zur Erstaufführung. Sowohl in Wien, wie allerorts wo diese» lustige Werk geg«b«n wurde, hau, da«-s«lb« «inen ehrlichen durchschlagenden Erfolg. Am Dien«tag gelangt die sensationelle Neuheit de» Wien» Bürgertheater» .Sherlock Holme«" zur Erstaufführung. Dieses so hochiniessante Werk dürste gewiß in allen theatersreundlichen Kreisen das größte Interesse wachrufen, umsomehr al» diese» Werk auch bereit» von unserer Gesellschaft in Laidach mit großartigem Erfolg« und unter den .größten Beifallstürmen gegeben it>W«. Wärmestnve. Für di« Wärmestube hab«» gespendet: Herr Bürgermeister Rakusch 20 K, Ungenannt 15 K, S. S. 10 K, Herr Sti^r Linsen, Frau Elise Walzer Kraut und Schwarteln. Frau Pickl Brod und Kraut, Herr Rauscher It) K, Frau Jtllenz Gerste und Schwarteln, Herr Zangger Kartoffeln, Herr Janiö Brod. Herzlichsten Dank! Kachgenossenschaft der Schuhmacher. Obgt» nanntt Genossenschaft hielt diese Woche ihre Jahre»-Hauptversammlung, die erste im Bestand« d«« Ver-ein««, im Hot«! .Post" ab. Bii ditser Versa««- Seite 4 „yettiftf^jvachr-. ) tummer 14 lung, die außerordentlich gut besucht war, wurden sehr »idjiige Beschlüsse gefaßt, auf die wir in der nächsten Blatifolg« näher zu sprechen kommen werden. SchützenKr «»chen. Da« vo« D«u»schoölki-scheu Geytll«nvcrband« am Sonntag im Gasthof »Siern" veranstallete Schützenkränzchen erfreut« sich eine» außkrordentlich guten Besuche«. Die Räume de« Gasthofe« waren in geschmackvoller Weise her« auSgtputz». Da« Gaftzinmer war in stilvoller Weise in eine „Almhütte- umgewandelt, in welcher sich ein recht fröhliches, muntere« Treiben bemerk-bar machte. Schmucke „Almdirndln" und „Burschen" in echter Tracht belebten da« Bild; selbst der „Schuhplattler" fehlt« nicht. Der Dkutfchvölkifch« Gebilfenoerband hat «it dieser Veranstaltung be-wiesen, daß «r j«d« Gelegenheit, selbst den Karne-val dazu benützt, die Liebe zum VolkStum zu pflegen und in fein« Kreise da« Verständnis hiefür rege zu machen. 3?etera»e» Iamilienaöend. Wie alljährlich veranstaltete auch Heuer der Cillier Milüär-Be«e-ranen-Verein am Sonntag den 11. d. M. im Hol-l „Post" einen Familienabend. der durch feinen schönen Verlauf einen neuerlichen, erfreulichen Beweis dafür brachte, bau der stramme Verein die ungeteilten Sympathien aller Kreise der deut» fchen Bevölkerung Cilli« genießt. Die weiten Räum-lichkeiten de» Hotel „Post- reichten kaum aus, um die große Zahl der Besucher zu fassen. Bei den Klängen der wacker«» Cillier Musikoerein«kapelle huldigte Alt und Jung bi« in die frühen Morgen» stunden der frohen Tanzlust und der Obmann de« Vereine« Herr Peter Derganz bewies auch wieder bei dieser Gelegenheit seinen unermüdlichen Eiser und so oft erprobte Tüchtigkeit alS Meister der Tänze. Der VergnügungSauSschuß, an dessen Epiye Herr Simon Kalischnig stand, «ag für seine Bemühungen in de« schönen Verlaufe der Veranstaltung sich reichlich belohnt fühlen. u«so «ehe, da der Materielle Erfolg nicht« zu wünschen übng ließ. Mi Die länger] dienenden Unteroffiziere der Garnison Cill» veranstalten Montag, den 19. Feber i« Hotel Stadt Wien einen Garnison« Abend, zu welche« die Musik von der Kapelle de« Inst.» Reg«tS Nr. 87 besorgt wird. Bi« halb zehn Uhr wird konzertiert, von da an tritt der Tanz in seine Rechte. Ki»e Zortbildnngsklalle an der ßillier ZkSdchenbürgerjchnle Der steier«ärki>che Landes» schulrat hat in der a« 8. d. abgehaltenen Sitzung die Errichtung einer «it der Madchenbürgerschule in Cilli verbund«nen FortbildungSSklass« für Mädchen genehmigt. Kestanration KuSertns. Der am Mittwoch in der Gastwirtschaft „HudertuS" abgehaltene .HauSball" war überraschend gut besucht. Heut« Sonntag findet eine Nachfeier bei freie« Ein» tritte statt. £i» guter Zöitz DaS windische Witzblatt ,^si' bringt anläßlich eineS Brande« i« Lai» dacher Hotel Jllirija folgenden Scherz: »Am 16. d. M. Nachmittags fieng es im Hotel Jllirija (in Laibach) zu brennen an. — Abgebrannt ist, wie «S heißt — die Hälfte der Aktien der Vereinigten Bierbrauerein. — Mit großen Schwierigkeiten ist eS geglückt, die restliche Hälfte der Aktien zu retten, doch sind auch diese ziemlich stark angebrannt. Am Zlarodni Aom kann sich kein Wirt auf die Dauer halten. Einer reicht dem andern die Türklinke. Nun will d«r Friseur Kjpu« da« Geld, da« ihm di« Diele deutsche Kundschaft zugetragen, an da« Wiriigeschäst daranwagen. Viel Glück! Z>as find ja recht schöne Heschichte»! DaS Laibacher slovenisch klerikale Tagdlatt bringt beute folgende Neuigkeit: »Die steierischen slowenischen Geistlichen haben diese Giftpflanze (die.Domooina") an ihren Brüsten gesüttert. di« Milch giden aber dieser Viper die Cillier Herren Dr. Sernec s«n., Notar BaZ, Dr. Vreöko und Abgeordneter Dr. Hraöovec, die uuS al« Aufseher de« Blatte« für dessen Inhalt verantwortlich sind. Jenen, die! davon nicht K.nntni« haben follten, bemerken wir auch, daß die Universität« Studenten, Söhne der Herrn Notar Baö und Dr. Hraöovec zu den aller-ärgsten freidenkerischen Schreiern zu zählen stnd. Wie der Bater so die Buben, wie der Acker, fo die Rubcn-! Da weiß man jetzt, wo die Preß» bestien zu suchen sind, die in der Domooina — ihr Unwesen treiben. (ßillier Wasserleitung und Aezirksver-tretnng) Man könnte e« ein Bubenstück nennen, was die Domovinalinge gegen die Wasserleitung in Cilli auszuführen suchten. In-- und außerhalb Cilli'« Wnchbild ist das größte Interesse an der Sache wahrzunehmen. Privatpersonen aus allen «reisen, verschiedenen nationalen Bekenntnisses, beutsch« und slooenische Gemeindevertretungen und Korporationen, Aerzte. Geistliche. Industrielle, Kaufleute, Handwerker, Arbeiter, Adelige, Bürger und Bauern heißen die Absicht schön, sehnen sich nach der Durchsührung des für die bestehenden Verhältnisse großen Werkes, welches nur entstehen kaltn. wenn ausgiebige BeitragSleistungen reichlich bewilligt werden. Kommt da der schäbige Kerl von der „Domo-vina- und hetzt c,eaen die Gabe der BezirkSver-tretung! Die B-zirkSvertretung hat 2000 Kronen — durch 40 Jahr« also 80000 Kronin zur Wasserleitung versprochen. Di« Multiplikation hat der dunkelgraue Ehrenmann j«ner Zeitung glücklich zustand« gebracht. Daß er dabei vergaß zu sagen, daß diese BeitragSleistung aufhört, wenn die Tilgung deS Anlagekapital«» früher erfolgen sollte — waS zweifello» geschehen wird — v»schweigt er nobel Und nun d'rauf und d'ran! Richtig sind auch 26 Leute reingefaußt und haben sich, der Prooi-sionSritter an der Spitze, mit ihrem Protest und der Begründung blamiert, daß diefe 80000 Kronen «ine unerhörtt nicht zurechtsertigende verschwenderische Riesenausgabe wären. Die Pervaken rühren di« Trommeln ob solchen sraudulos-n Gedahren». Herr von BerkS interpelliert und der verwaltende Staat«» beamte der mühsam dm Miit au« d«r früheren BertretungSwirtfchaft wegzuschaffen bestrebt ist, wird denunziert. Aber kein vernünftiger Mensch denkt daran, BerkS oder die übrigen Genarrten in ihrem blöden Beginnen ernst zu nehmen und die 40X2000 Kronen werden, wenn eS fein müßte, fo sicher bezahlt werden, als Amen im Gebet steh». Nun aber, um den blöden Trick der Trepalena mit diesen 80600 Kronen zu beleuchten, fei er« wähnt, daß in denselben 40 Jahre« die Cillier Steuerzahler, wenn Steuer und Stadt unverändert blieben, nach der Steueroorfchretbung des Jahre« 1905 : eine Million sechsmal hundert» achtzigtausend Kronen in di« Kasse der BezirkSvertretung werden bezahlen müssen. Zieht man die zunehmende Steuerkrafl und St«u«rfchraubt in dir Wahrfch»inlichktitSr«chnung — fo wird da« Resultat wohl in die Millionen gehen. Da« sind allerdings Beträge, die wir sehr gerne in Sicherheit wüßten. Und darum benützen wir diesen charakteristischen Anlaß um alle prooi» sionSreinen Wähler der Cillier Bezirk«oertretung. alle Wähler, welche die erst kommende Prüfung der Baurechnungen für Bauten, Straßen, »Objekt«" usw. in d«r Zeit al« unter Dr. Sernec, Bafch, Wretschko und Detschko' sorgloser Herrschaft ge» stöhlen, gefälsch» und betrogen worden ist, nicht zu scheuen haben; fordern wir alle Wähler, die nebst einem guten Gewissen und reinen Händen —Sinn für Ehre und Ordnung haben, auf — jene Kandidaten zu wählen, welch« die Cillier Bürg«rfchaft und di« Partei der anständigen Leute des Bezirke« vorschlagen werden. Di« Bezirk«u»lagen-bezahl» werden dann wenigsten« sicher sein, daß mit den Geldern kein Unfug, keine Provision«» und Gevaterwirlfchaft getrieben werden wird und keine Feldhosstraßen gebaut werden, wa« wie wir errötend schreiben müssen, leider nicht ohne dem Zutun schamhaft verschleierter flaoensürchtiger RegierungSkunft geschehen ist. WaS aber die saubre „Domooina- betrifft, so naht der zahlende Tag. Diesem papiernem Schandmal einer koru«pieren» den Sippschaft hat das führende Organ de« süd» slavischen ReichSratSklubobmanneS und deS Bischofs von Laibach, der „Slövenec" erst vor drei Tagen feierlich einen Fußtritt gegeben und dabei beton», daß die Gelder, die für dieses Blatt verschwendet werden, nicht einwandfrei unrechten Taschen enl» nommen werden. Zunächst sind «S also die Klerikalen, diesich hier lossagen, dann folgen hoffentlich ander« Genießer der fatalen Kost — bessere Leute — bleibst dann ! du noch o geschmackvoll geistig produktive slooenische .liberale" Intelligenz CeleienS, dieser „Slovenec-mit dem Epitheton »die angefaulte- schmückt«. — Habeas tibi. Schwurgericht. Amtsveruntreuung und Mißbrauch dir Amts-gewatt, Vorsitzender LandeSgerichtSrat Gcegonn, Ankläger StaatSanwaltstellvertreter Dr. Hotschevar v. Kondenheim. Der 33jährige GerichtSdiener Martin Drobnik aus Windisch.Graz steht unter der An» klag« w«g«n Verbrechens des Mißbrauche« der Amtsgewalt und der Amt«veruntreuung. Am 10. Februar 1905 fand jür die Forderung des Michael Rosch per 391 15 76 d bet Mart. Legn« in St. Nikolai eine Pfändung statt und eS wurde der VerkausStermin auf den II, Mai 1905 anbe» räum». Diese Pfändung nah« der Beschuldiflte vor und erklär»? dem Exekuten Legaar aus Besragen, daß er zur Bezahlung der Schuld drei Wochen Frist habe. Aber schon Ende Februar rief Drobnit den Legnar zu sich und fordern ihn auf, die Schuld zu bezahlen, wenn «r die Feildielung vermeiden wolle und legt« d«m Legnar nahe, ihm da« Geld in die Wohnung zu bringen. Lrgnar entlieh .sich eine größere Summe und begab sich nach Windisch-Graz, fand den Beschuldigten nicht in der Kanzlei und suchte ihn daher in feiner Wohnung auf. Drobnic berechnete ihm ha» schuldigt Kapital famt Zinsen und Kosten (letztere um 9 31 X höher) auf 446 K 31 h und nahm diesen Betrag in Empfang, ohne ihn aber an den betreibenden Glän-biger abzusenden. Um di«f« Unterlassung zu b«-«änteln, unterließ er die Ausfertigung des Ver» steigerungSedikteS und fingierte einen EinstellungS-antrag deS Legnar, worin er auch bestätigte, daß dieser ein PostaufgabSrezipisse über den einge-trieben«» Betrieb vorgewiesen habe. Die vo« Be-zirkSgerichie darüber ergangen« Aufforderung znr Aeußerung an d«n betreibenden Gläubiger unter-schlug er. Schließlich erfolgte der EinstellungSbe-schluß. Auch die BeschlußauSfertigung für den Exe» kutionSführer unterschlug er. Ebenso die später vo« ExekuuonSführer eingebrachten Betreibungen der MeistbotSverteilung. Erst durch eine Beschwerde de» Gläubiger» Rosch an da» OberlanteSgericht ka« die Geschichte auf. Der Beschuldigte gestand dem Amlsvorsteher LandeSgerichtSrat Nedved zuerst die Summe veruntreut zu haben, erklärte aber dann, er habe das Geld verloren. Vor den Ge« fchworenen behaupte« Drobnic ebenfalls, er habe das Geld verloren und habe aus Furcht vor Ent-lassung «S nicht gestehen wollen. Er habe die Absicht gehabt. daS G«ld stillschweigend zu ersetzen und au« diese« Grunde habe er die Feilbiktnng so lange hinauszuschieben versucht, bi» «» ihm g«» lungen sei, da» Geld aufzutreiben. De« Beschul-di;len werden auch noch einige kleinere unbedeutende Malversationev zur Last gelegt. Diese gesteht ein, behauptet aber hiebei keine Schädigungsabsicht ge» habt zu haben, da er später die Sache wieder gut gemacht habe. Ein strikter Bewei» dafür, daß der Beschuldigte den Betrag von 446 X nicht verloren sondern für sich verwendet habe, läßt sich durch da» BeweiSversahren nicht erbringen. Den Ge-fchworenen werden zwei Schulfragen, wegen Amt»-Veruntreuung und Mißbrauch der Amtsgewalt, vor-gelegt. Die Geschworenen verneinen die erste Fra^e und bejahen die zweite. Martin Drobniö wird auf Grund dieses Wahrspruches zu einer achtmonatige» schweren kerkerstrase verurteilt. * • • Sine 25jthrige Kellnerin nnter dem Aerdnchte der Arnndleguag »ad des Fiebstnhke». Vorsitzender deS SchwurgerichlShofeS k. k. LandeSgerichtSrat Dr. Schäftlein. Ankläger StaatSanwalt-Stellvertreter Dr. H o t f ch e v a r o. KondenHei M.Verteidiger Dr. v. Iaborneg g. Die 25jährige kelnerin Eoa Stolzer aus Ro> hilsch steht unter der schweren Anklage wegen Verbrechens der Brandlegung und de« Diebstahle». Am 16. September 1905 abends gegen halb oder dreiviertel 8 Uhr brach in dem außerhalb de» Marktes Rohitsch auf der Straße gegen Krapina gelegenen Wirtschaftsgebäude des Franz und der Amalia Posch Feuer au«, welche« das Dach und den Dachstuhl nebst einigen Futtervorrälen ein» äscherle. E» gelang der Feuerwehr und den Or»«» bewohnern den Brand zu lokalisieren. Da die Hau«» leute den Dachstuhl ohne Licht betreten hatten und sich darin auch keine Heizoorrichiung befindet, mußte da« Feuer gelegt worden sein. Dies« An» nahm« wurde dadurch bekräftigt, daß »« an der dem Berge zugekehrten ganz niederen Dachs«»« zu brennen begonnen bat. Während de« Brande«' wuroe den Eheleulen Posch eine im Zimmer ihre« Wohnhauses auf einen Kasten stehende, versperrte Schatulle samt darin enthaltenem Bargelde. Schriften und Ringen und der Tochter Josefa Posch aus einer offenen Lad« di«s«s Kastens ein« Uhr samt Kette gestohlen. Die Annahme, daß die Brandlegung mit dem Diebstahle in engem Zu-sammenhange stehe, liegt nahe. Der Verdacht lenkte Nummer 14 Oette 5 nch auf die al« ditbisch bekannt» Kellnerin Eoa Siolzer, welche al» einstige Schultollegin ber Jo» sefa Posch viel i» diese« Haus, verkehrte. Die Be» schuldigt«, ein Rohitfcher Kind, war feit Neujahr 1905 bi» 10. Srpiember beim Gastwirte Josef Pecuk in Krap^,a im Dienste der sie wegen zahl-reicher Diebereien entließ. Am 10. September kam sie nach Rohilsch zurück und fuhr a n 17. September nacht« II Uhr. also am Tage nach dem Brande mit ihrem Geliebt«» nach Kropina zurück, wo sie ihre Schuld bei P crjf, dem sie ihre Effekten zurücklassen muhte, im Betrage von 24 K beglich unD einige Einkäufe machte. Die Rohitscher Gen-darm.rie mach e sich sofort aus die Beriolgung der Stolzer un? verhaftete sie in Krapina. Sie leugnete «ehr als 7 L zu besitzen; die Durchsuchung ihrer Effekte» und de« Zimmer« förderte aber einen größeren Geldbetrag und namentlich dir gestohlene ro,lederne Brieftasche de« Posch. sowie eine Uhr der Joscsine Posch zu Tage. Nun gestand die Be» schuldigte, daß sie dem Posch au« der Schatulle 172 K und die Uhr der Josefin? Posch während de» Brande« gestohlen habe, die Brandlegung selbst aber leugnet sie. Die Stolzer gab auch zu, in Geldverlegenheit gewesen zu sein und gewußt zu haben, daß Posch sein Geld in der am Kasten stehenden Hcha,l»lle verwahr« habe. Die Eoa Stolzer behauptet selbst, sie sei von 6 Uhr an zu Hause gewesen und habe sich um 7 Uhr von de«» lUven entfern», um die Mizzi Kristan. die kaum 200 Schritte entfern« wohne, zu besuchen, bevor sie noch hingekommen fr»? habe sie schon den Feuer« lärm getört. Dem entgegen behaupten die Zeu-ginnen Maria und Franzi«ka Guitmann, der Be» schuldigten kurz vor dem AuSbruche de« Brande« «uf der Straße in der nächsten Nähe de« Posch' schen Hause« von dort gegen Rohilsch zurückgehend, begegne« zu sein. Die Siolzrr hat damal« «nt» gegen ibrer Gewohnheit gar nicht gegrüßt. Etwa um 7 Uhr. also kurz vor dem Au«bruche de« Brande» kam die Stolzer zur Keusche de« Plavcak. klopft? an« Fenster und begehrte Zündhölzchen mit den Worten : »Wir müssen etwa« suchen.* Plavcak reichte ihr eine Schachtel mi« einigen schwedischen Höljeln, wobei e« ihm auffiel, daß sie allein war. Um halb 6 Uhr nachmittag kam sie zur Elisabeth Plavcak und fragte dieselbe, ob die Pofch'sche Fa-«ilik zu Hause sei, auf die bejahende Antwort und die Bemerkung, daß auch die Frau zu Hause sei, f»gte sie, daß sie dann nicht hingehe. Während de« Brande« de« Wirtschaftsgebäude« wurde auch da« Posch'sche Wohnhau« au«geräu»t, hiebe» hat Eoa Stolzer wiederholt Gegenstände au« dem Hause hinausgetragen. Die Zeugin Haide sah sie ein größere« Bündel Wäsche b>nau»»ragen, e« fiel ihr dabei aus, daß sie die Wäsche nicht bei den anderen Sachen niederlegte, sondern weiter trug. Tatsächlich wurde nach de« Branve etwa 100 Schritte ent« fern« bei« Plavcak ein Bündel Wäsche und noch »eitere 300 Schritte bei Suppanz die Schatulle gefunden. E« liegt die Vermutung nahe, daß die Eoa Stolzer während de« Brande« in da« Hau« de« Posch unter dem Vorwande, Gegenstände zu retten. eindrang, die Schatulle nahm und ia die aus ihr liegenden Hemden einhüllte und damit sich bi« zu« Supanz begab, wo sie die Schatulle er-brach und va« Geld und die Wertg^genstände herau«nahm. U« 10 Uhr abend« begegnete di« Zeugin Theresia Plavcak der Eva Stolzer auf de« Wege zur Brandstätte. Di« Stolzer sagt« ihr. sie ha « früher nicht Z«it grhabt zum F«u«r zu kommen. Während de« Brande« wurde auch der Tochter de« Posch «in« Uhr samt K«tte g«stohl«n, welch« tbinfall« bei der Beschuldigten gefunden wurde. Der Beschuldig««,, werden auch noch andere Dieb stähle zur Last qelegt. I« Besitze de« Orajc, de« Geliebten der Stolzer, würd« «in« Uhr samt Kell« gtfundkn, welche dem Knechte Karl Gobec am 12. September entwendet wurde. Dem Orajc sagte sie, die Uhr sei ihr versetz« worden. Vor Ge-richt behauvtet« sie, di« Uhr am 13. September «uf einer Brücke ijefnnden zu haben. Ferner ist sie Mrdachlig, al« sie bei der Gastwirtin Frau Bre« jinjchek bedienst« war, der dort wohnenden Fran-zi«ka Pinler 31 K entwendet zu haben. Stolzer würd- seinerzeit de«wegen freigesprochen, nunmehr ist e« an den Tag gekommen, daß die Stolzer den» noch im Besitze «i es Zehnkronenstücke«, au» «elchea Geldstücken die gestohlene Barschaft be-stand, war. I« Oktober 1904 war die Beschul» digie bei der Beria JelovSek al» Taglöhnerin be» bienste»; in dieser Zeit wurden dem dort wohn-hasten Fräulein Irma Zigresser 34 K und der Dieoftmagd Kristan ein weiße» und ein gelbe« Eeideiituch gestohlen. Zu Allerheilig«» würd« im Besitz» d«r Stolzer ein weiße» und ein gelbe« Seidentuch gesehen. Die Bitte ihrer Base, ihr ein Tuch zu leihen, wie« sie mit der Bemerkung ab. daß sie diese Tücher nicht einmal selbst trage? bald daraus entäußerte sie diese Tücher. Al« sie beim Gastwirte Pecrik in Krapina bedienstet war, wurde sie dabei erwisch», al« sie in eine Schachtel Wäsche, die sie ihren Eltern senden wollte, 2 Unterröcke, 2 HemS.n uno eine Schürz» ter Tochter de» DienstgeberS einpacken woll» . Die Beschuldigte be» Haupt«, da« müsse ihr eine übelg-sinnte Magd an-getan habe. Am 4. August 1905 wurden im Gast» hauLqarten de« Pecrik der dort zu Geiste weilen» den Dora Kostrcncic > u» einer Pompadour eine Geldlasche mit 7 X und ein kleine« Messerchen gestohlen. Da« Messerchen wurde bei Eoa Stolzer gesunden, welche behoup»«, e« vom Eßzeugputzer Trnk bekommen zu baden. Trnk bestreuet die« en>-schieden. Der al« Baseqast ebenfalls bei Peciik wohnend«» Danica Peklii kamen im Sommer 1905 60 X abhanden («ine yUiiszi^kranennoie und 1V K). Pecrik stellte die Stolzer sofort zur Rede, welch« leugnete, aber sich sofort zu« Erfatze bereit er» klärte. Noch am gleichen Tage brachte sie eine Füafzigkronennote zum Vorschein», die sie unter dem Fenster der P'klic gefunden haben will. Die restlichen 10 K verpflichtete sie sich auch zu er-setzen und bezahlte sie auch am 18. September. Aw 8. September schlief der Gastwirt Pecrik in seinem Zimmer »na dabei bemerkte er, wie die Stolzer in da« Zimmer kam und ihm in die Tasche greifen wollte. Al« Pecrik sich ausrichte«», erklär«» die Stolzer, die Frau Pecrik habe sie ge» schickt, wa» sich aber al« Lüge herau«stell«e. — Die Beschuldigte, ein hübsche« Mädchen, da« ziem« lich sicher auftritt, verteidigt sich mit groß«r Zungenfertigkeit. Die Brandlegung leugnet sie mit aller Entschiedenheit und g'bt nur den Diedstahl von 172 Kroncn au« der Sch >»ulle zu und der Uhr und Kette der Tochter der Posch zu. Die Ge» schichte mit der Pon padour schildert sie in geradezu ro«anhafter Weis». Sie fagt, sie fei von 6 Uhr an zu Hause gewesen. Um 7 Uhr habe sie sich vom Hause entfern«, um die Mizzi kristan, die keine 200 Schritte von Stolzer enisern« wohn«, zu be« suchen. Bevor sie noch hingekommen sei, hab» sie schon den Feuerlärm gehör«. Sie gib« zu, bei der RäumungLirb«» mitgeholfen zu haben. Sehr unglaubwürdig kling« aber ihre weitere Erzählung betreff« der Schatulle. Sie gibt zu. die Brandstätte einmal verlassen zu haben und später dahin wieder zurückgekehrt zu sein. Bei dieser Gelegenheit habe sie einen unbe« kannten Mann eine Schatulle trag«» gesehen; au« Neugierde sei sie ihm nachgegangen und habe die ousgesprengle Schatulle gesunden und darau« da« Geld entwende«. Da« Bewei»vrrfahr«n gestaltet sich sehr interessant namentlich bezüglich der vielfach festgestellten Widersprüche in der Veran«» wortung der Beschuldiglen. Greifbare Anhalt«« punkte für den Zusammenhang zwischen d«r Brandlegung u»d den D«dstählen ließen sich durch da« Bewei«versahren nicht seststellen. Den Ge-schworen«« wurden die Schuldsragen wcg«n Brand-ltgung und Diebstahl«« vorgelegt. Die erstere würd« rinsti««ig verneint, die letztere»u 3 Fälle bejah«. Aus Grund diesr« Wahrspruch«« würd« Eoa Stolz«r zur Straf« de» schweren K«rk«r« in der Dauer von 10 Monaten verurteilt. vermischtes. Aus dem Leben eines Luftschiffahrers. In Malta ist dieser Tage der bekannte Luslschiffaheer Mr. Stanley Spencer an einem typhöse»'Fieber gestorben. Mr. Spencer stammte auö einer Familie, die sich bereit« seit Generationen mit dem schwierigen Problem der Lustschiffahrt beschäftigte, und al« »inv von vier Jahren machte er bereit« seine erste Ballonfahrt mit. Seitdem wuch« bei ihm die Passion von Jahr zu Jahr." Wiederholt hat sich der kühne Luftschiffe?, der Furcht überhaupt nicht kannte, in großer Lebensgefahr befunden, ganz be» sonder« «inmal in China, wo ein Chinese sich so »n da« Seil de« steigenden Ballon« verwickelt Halle, daß man, um sein Leben zu reiten, da« Seil am Ballon abschneiden mußle. Dieser schoß darauf V00 Fuß in die Höhe und platz.'e, worauf Mr. Spencer zur Erde herabfiel, und zwar so glücklich, daß er mit rinem Beinbruch davonkam, während alle, di« sahen, wie er sich mehcmal» in der Luft überschlug, gemein» hatten, daß er tot auf der Erde ankommen werd«. Ein andere« Mal unter-nahm Mr. Spencer mit Mr. Bacon, einem anderen bekannten Luftschiffer, eine Fahrt in England und geriet so in die Wolken, daß man absolut nicht wußt», wo man war. Der Vorsicht halber ließ man einen Anker fallen, der in einem Eichenbaum hängen blieb. Al« man nun glücklich den Boden erricht halte, befand man sich so dicht am Strande de« Kanal« von Bristol, daß man sicher im Waffer umgekommen wäre, hätte man di» rettende Leine auch nur eine Minute später au«geworfen. Im Hufen vo« Rio de Janeiro fiel er einmal wirklich in da» Waffer und wurde von einigen Negern in ei» Boot gereti«, gerade al« zwei Haifische er» schienen, die ihn natürlich getötet hätten. Uebrigen» wurde Mister Spencer von den Chinesen sür den Teuf-l g»halt»n. al» »r zum erstenmal mit seinem Fallschirm herunterkam. Viele stürzten sich von bin Dächern und beging»» auf andere Weife Selbst-mord, weil sie sich so sehr vor ihm fürchteten. Mr. Spencer starb auf dem Rückwege von Indien nach England, nachdem er in Kalkutta verschiedene größere Ballonfahrten ausgeführt hatte. 5>ie ZZanditenproöe Au» Paris wird ge-schrieben: Kürzlich verließ um Mitternacht eire Slraßenschönheit eine Kneipe de« Boulevard de Clichy in Paris. Zu gleicher Zeit brachen vier junge Leute au« dem Restaurant auf. Kaum aber hatte sie einige Schrille g«an, al« einer der jungen Leute unoersehen« vier Reoolverfchüffe auf sie ab> feuerte, so daß sie schwer verletzt zusamenbrach. Den Bemühungen der Polizei gelang e«, de« Täter« habhaft zu werden. Durch Verhöre der Beteiligten wurde zunächst festgestellt, daß der Mörder sein Opfer nie zuvor gesehen halte. Da« Rätsel löst« sich endlich, al« die Polizei entdkckte. daß »r seit länger»r Zeit mit einer Apachengesell« schast ia Beziehung stand, und, daß diese Gesell-schast nur solche Herren al« volle Mitglieder an» nimm», di« schon ein Menschenleben auf dem Ge« wissen haben. Um diesen Paragraphen der Statuten zu genügen, hat der hoffnung«volle junge Mann seine Patronen verknallt; seiner Aufnahme al« ordentliche« Mitglied steht nun nicht« «ehr ent« gegen, fall« ihn da« Gericht nicht etwa nach Cayenne sendet, wa« ziemlich wahrscheinlich sei» dürste. Z>ie letzte» Hpser. Eine erschütternde Szene ' vom Untergänge de« Dampfer« „Valencia", der an den Klippen der Vancouver-Jnfel gestrandet ist, bericht« ein Augenzeuge von eine« der Rettung«-dampfer. Al« der Dampfer der Unglück«stelle näher ka«, sah man deutlich 25 Ueberlebende, die sich an den au« dem Wasser herautragenden vorderen Mast klammerten und sehnsüchtig auf Rettung warteten. Auch fünf Frauen befanden sich unter diesen Opfern de« Schiffbruche«. Die meisten wäre» an den Mast festgebunden und einige versuchte«, dem Rettung«dampser Zeichen zu geben. E« war aber unmöglich, bei dem furchtbaren Wetter und der hochgehenden See an das Schiff heranzu» kommen. Der Dampfer blieb stundenlang in der Nähe des Wraks und verfuchte immer von neuem RritungSbole au»zufetzen und Re»tung«leinen au«-zuwerfen. Alle Anstrengungen waren vergeben«. Plötzlich sah «an, wie der Mast zusa«m«nbrach und di« letzten Opfer der Katastrophe in da« nasse Grab mit sich riß. Man hört» dir Unglücklich»«, ehe sie verschwanden, noch den englischen Choral: »Näher, mein Gott, zu dir' singen. Dann war kein Zeichen de« Unglück« mehr zu sehen. Im ganzen sind bei de« Echiffbruch« 141 Personen unttrgegangen und nur 39 gerettet word«n. 3»m achte» Mate geheiratet. Ja Cape Breton lebt ein würdiger Herr, der soeben zum achten Male eine junge Frau heimgeführt hat. Ei gehörte für die Dame Mut dazu, diesem Manne ihre Hand zu reichen, nicht nur, weil sir schon sieben Vorgängerinnen ha»»e, sondern weil sie daran auch ständig in einer etwa« unheimlichen Art er-innert wurde. Ihr Mann haite nämlich in seinem Hause sieben Zimmer eingerichtet, die ganz und gar schwarz uns weiß gehal»«, waren und ul» Dekoraiionen Schädel und gekreuzte Armknochen aufwi«f«n; jede« der Zimmer w»r einer der siebe« gestorbenen Frauen gewidmet. W«nn „un d«r Ge» buriStag «insr der früheren Ehefrau»» herankomme, fo ladet der seinen Erinnerungen treue Gatte seine Freunde «in und bewirtet sie in dem Zimmer, da« dem Andenken dieser Frau gewidmet ist bei dieser Gelegenheit wird er dann nicht müde Geschichten von der Verstordrnen zu rrzählrn, die ihre zahl» reichen Tugenden in« hellst« Licht setzen sollen. föf ßillier Stadtverschöne- VJlVllllll ru»gs»erei»es bei Spiele», Wette» und Legate»! Seite 6 .?e«tfch, M«cht- Nummer 14 Schrifttum. ZSibliothek des allgnueiueu und praktisch,« Wilseu». Zum Studium und Eelbstunler« richt in den hauptsächlichsten Wifsentzweigen und Sprachen für Kaufleute, Gewerbetreibende. Be-amte usw. In Verbinounq mit hervorragenden Fachmännern herausgegeben von Emanuel Müller-Baden. (Erscheint in 75 Lieferungen zu je 60 Psg. beim Deuis-ten Verl,g«hau« Bong k <5o in Berlin W. 57.) — E» gelangten von diesem ausgezeichneten Werk, da« der Populari» sierung der Wissenschaften in de» Worte« eoelste» Sinne dient, soeben die Lieferungen 55 bi« 59 zur Autgabe, die in der bekannten knappen Form und ür jedermann leicht faßlichen Darstellung Ge-schichte, Planimetrie, HimmelStunv», kaufmännische« Rechnen, Erdkunde, deuljche Handeltkorrespondenz, Physik und Mineralogie behandeln. Farbige Karten, treffliche Buntbilder und vorzügliche schwarze Illustrationen bilden eine hervorragend glückliche Er-gänzung de« Texte«. Alle« in allem bietet die „Biblothek de« all»emeinen und praktischen Wissen«" eine nie versagende Fundgrube, «it deren Hilfe jeder, dem rf ernst darum ist, sein Wissen erweitern und vertiefen und so seine äußere Leben«lage wesentlich verbessern kann. , u.Schokoladen «b h tberu betitn* empfohlen Johann Hoff's föndol-Kakao bat den Kenngeten Fatt«»halt.. llt .laher letehtaat tardaulloh, vorotaaohc nie Varaiopsann and tat bat' salnatam Wohlcaachmaak anfiarardantllob bl) Litt Echt nur mit dnm Namaa Johann Hoff and dar Lowan-Sobotimarke tf|M Pakete & V« kg 90 Heller • • Vi • 60 • frberftti »v haben Gicht Rheumatische Schmerzen ? 10580 nur Zoltän - Salbe. Die zur Einreibung so vorzüglich dienende Salbe ist in jeder grösseren Apotheke erhältlich per Flasche um K 2*— exclusive Porto. 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O rausche Riesenharfe. Gewaltig durch die Nacht, Der Nord, d.'r schwerteSscharse, Laut ruft: Erwacht! Erwacht! Im neuen SiegeSgla ze O Anidt! verqaß man dein. Sein Vaterland dos ganze AI l d e u t s ch l a n d sollte sein! „Der wachsen ließ daß Eisen", Ter Gott des starken Muls. WaS gilt ihm eitles Preisen? Zu Trängern deutschen BlutS Erwuchs der Feinde Rotte, Endloser Kamps un» droht. Euch Siegern klingt'S »um Spotte: Deutschösterreich in Not! Ta leuchtet durch die Brandung Arkona'S der Fanal: Noch giebt eS gute Landung, .Zur Rettung das Signal!" Wir helsen Euch, Ihr Brüder, Wie grimm der Sturm auch tob». Ter Deutschen nimmermüder Erlöser sei gelobt I In« Album. Wären die Reichen milde Lem' und besäßen die Armen Zufriedenheit, io gäb es wenig Bettelleut. Sprichwort. « ES gehört viel dazu, ein gutes Wer! zu vollbringen, daß dadurch lein anderes verderbt werde. Th. MoruS. vorzügliche Frostsalbe. Eine vor-zügliche Frostsalbe kann man sich selbst auS Hasenfell bereiten. daS be!m Au?-weiden deS Hasen meist achtlos wegge-, worsen wird. Man schabt eS au» den Häuten, läßt eS a Stunden auswässern und abtropfen und reibt e» dann in einein etwas erwärmten irdenen Schaffelchen zu Sahne, versteht die geschmeidige Maffe mit irgend einem Parfüm, zum Beispiel ein paar Tropfen Bergamottöl, rührt es gut unter und füllt die nun fertige Salbe in kleine BÜchSchen. Sie müffen gut mit Pergame' tpapier verschloffen und an einem kühlen Ort ausbewahrt werden. Aus diese Weise zubereitet, hält sich das Haienseit jahrelang, ohn« ranzig zu werden. Tie Anwendung ist wie bei jeder anderen Salbe. Um erfrorene Pflanzen zu retten, ist es am ratsamste», sie an einem dunklen Ort zu halten, bis sie auftaucn und diese« Auftauen nur sehr langsam vor sich gehen zu lassen. Eine trockene windstille Ätmo spüre ist hierbei notwendig, denn eine er-srorene Pflanze, welche in Zuqlusi gesetzt wird, in Sonnenschein, in unpassende Wärme, geht alsbald nach dem Auitauen in eine breiige Masse über. Taut man sie jedoch an einem dunllen Ort in stiller trockener Luft auf, fo wird sie sich in allen Fällen erholen, wenn sie de, Frost nicht gar zu heftig mitgenommen hat. Astfäule. Wundsäule an den absterbenden, splitterig abgenommenen Aeften. welcke sich ost in den Slamm h nein fort-feyl, kann großen Schaden anrichten. Dicht und glatt am Stamme abgenommene schwächere Aesle überwallen in der Regel ohne Fäulnis. Beidächlig sind die kappen sörmigen Uelerwallungen, welche gewöhn, lich tiefergehende, rot- und weißfleckige Faulftcllen bedecken. Schwarze Faulstelleu sind fast immer ungefährlich Entsteht die AstsSule durch Infektion parasitischer Pilze tTramete«) an frischen Astwunden, so ist sie der Ausgangspunkt für ra'che Zer-seyung deS ganzen BaumschasteS' Der («emüseban liegt aus dem Lande leider noch sehr im argen, denn eS wird feiten oder lange nicht richtig anerkannt, welch hohe Erträge derselbe bei richtiger Durchführung liefert. Gerade die einfachsten Tinge, welche gewissermaßen die Grund-bedingungen zum Gemüsebau bilden, werden meistens nicht beachtet, weil ihnen zu wenig Wert beigelegt wird. Wer Ge- müsebau mit Ersolg betreiben will, mache sich zuerst damir bekannt. waS bei der Bearbeitung und Düngung de» Boden?, dem Säen und Pflanzen, dem Hacken und Gießen u. s. w. zu wissen nötig ist. Weiße» Pelzwerk zu waschen. Man kocht gute weiße HauSseise in Wasser und gießt die Brühe durch ein Tuch. Ja der lauwarmen (ja nicht heißen) Brüh« wäscht man weiße« Pelzwerk ohne Reiben, bloß durch sanfte» Drücken und Eintauchen, wiederholt dieS einigemalige mit frischer Eeifenbrühe und zuletzt mit reinem Fluß-oder Regen ivasser. Man trocknet es an der Luft, bestreut da« Pelzwerk mit Puder (Stäitemehl) und kämmt dasselbe so au». Zuletzt klopft man e« mit einem weichen Riemen au«. Weiß« Schleier zu waschen. Man diückl und spült sie in lauem Seifen-wosser so lange vo! sichtig. bi« sie ganz rein sind, spült sie kalt nach und stärst sie ich »ach mit dünngekochler Stärke mit ein wenig Ultramarin oelsktzl. Dann legt man sie in eine reine S«rvi«ile, klopft sie zwischen den Händen und breiiet sie zwischen seinen Leinwandtüchern gleichmäßig aus. Flecken au« weißem A»la«. Mai, tauche rein« weiße Watte in «rwä'mten Spiritus und reibe damit die befleckte Stelle. Aus diese Weis« kann man «ben-fall» beschmutzte helle Zltlasschuhe wie neu herstellen. Unter Kollege«. Erster Schauspieler: „Ost bat mein armer aller Vater mich inständigst gebeten, kein Schauspieler zu werden." — Zweiter Schauspieler: »Gräme dich nicht, alter Kerl, den Wunsch hast du ihm ja ersüllt, du bist wirklich seiner ge-worden." « Iuserat. Verloren wurde gestern Nacht »ine silberne Uhrkette. — Besondere Kevn» zeichen: Es befind« sich eine Uhr daran. Studiosus Bummel, Mondstraße 21. In der Schul«. Lehrer: Kinder paßt aus, damit ihr einen richtigen Begriff von Rech- un» Unrecht erhallet. Wenn z. B. Anton, dein Bruder, von deinem Vater einen Apsel erhält und du nimmst ihm denselben w«g, was tust du da? - Anton (nach kurzem Besinnen):Tann ess' ich'n uff! Der gescheidt« Piccolo. »Piceolo, habt ihr «in Konversationslexikon?" »Nein, was möchten'Sbenn wissen, Herr Professor «" MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sur Haus und Familie. ^»»»t«g,teitage »er „peutschen Wacht' i» $111. Br. 7 .Die Südmark" erschein« jeden Lonnlaq al« unentgeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmark" nicht käuflich 190« Hreue um Hreue. Ein Roman au» Transvaal von Ferdinand Runkel. tFortsetzmg.) fcrbol«*.) sehen, ich übergebe sie Ihnen ohne jedes Zögern und ohne irgend welche Schriftstücke daraus zu entfernen." „Ich danke Ihnen, ich werde mich mit aller Diskretion meiner Pflicht erledigen." Das war m kurzer Zeit geschehen, und indem der Offizier die gefangenen Bure,« in die Mitte nahm, uriifjltc er höflich Mevrouw van t'Hoff. und mit einem .Huf Wiedersehen in Bloemsontein" wandte er sich an Nieneck, und ritt dann in der entgegengesetzten Richtung von dannen. Schwer und hart hatte der Krieg das Hans Pieter van t'Hoffs betroffen. Die herrlichsten Blüthen der Familie hatte er dahingerafft. Aber der Schurke, dem die arnie Marij den Verlust ihres Lebens verdankte, war seinem Verhängnis nicht entgangen. Pieter van t'Hoff erhielt von seiner Regierung die Erlaubniß. sich auf seine Farn, zurückzuziehen und fich der Trauer ««m seine Kinder und dem Zuspruch an seine tiefgebeugte Gattin ganz zu überlassen. Oben auf dem Pavillon, wo Marij so gern ge-iveilt hatte, gniben ihr die Zulus ein tiefes Grab, an dem Niemand als die drei von dein Verlust so schmerz-lich Betroffenen standen. Als der Hügel sich über den« lieben Mädchen ge-wölbt hatte und man in das einsame Haus zurück-gekehrt war. bat Pieter van t'Hoff feine» Gast: „Mijnheer von Rieneck. bleiben Sie bei uns, Sie wissen. wir haben Sie lieb, und wenn sich auch unsere Hoffnungen, die wir an Sie knüpften, durch den Tod unserer unvergeßlichen Kinder nicht erfüllen konnten, so wissen Sie doch, das; es uno ein Trost ist, einen Mann hin uns zu haben, mit dem wir von der theuren Vollendeten, von unserm geliebten, hoffnungsvolle» 4\oris spreche» können. Es ist viel, was wir von Ihnen fordern, aber wir könne» auch viel bieten. Unser Be-fiy reicht für zwei vollständig aus. Sie sollen sich mit Reinert, wenn ich die Slugen fchlieke. wie ein Sohn in unser Vermögen theilen." Es trat eine ziemlich lange Pause ein. Endlich richtete sich Rieneck auf und fah den Mann, der ihn« »och nie so alt vorgekommen war wie jetzt, nihig und fest in die Augen. ..Seien Sie mir nicht böse. Mijnheer va,« t Hoff, eS kann nicht sein. Wenn mich auch mein .5erz hierher zieht, meine Pflicht ruft mich nach Deutschland. Mein Auist fordert mich zurück und ihm muß ich folgen. Sie wissen, was ich für ihn gethan habe." ich weiß es, Mijnhser, und es ist auch ganz ,.)a, der Paß ist zweifellos echt, aber Sie habe» geschossen auf unsere Patrouille!" ..Ja!" lind Sie sind ein Bur?" fuhr der Leutnant fort, „darum bin ich gezwungen, Sie zu verhaften." „Und wer soll die Damen nach Pretoria führen, wo der Vater, dem der Krieg jetzt schon ein zweites Kind genommen hat, sie schmerzlich erwartet? Was kann es Ihnen denn aus einen Mann ankommen. Seien Sie g!oj»uüthig, und senden Sie wenigstens einen von uns mit den Damen." „Sie meinen natürlich sich selbst?" ..Nicht »«ich. Leutnant, suchen Sie den Aeltesten und Schlvächsten aus. Ich kann im Kriege Ihren Landsleuten noch viel schaden, denn ich bin gesund nnd deutscher Offizier." „Aha! Älfo nicht der Vetter der Damen." „Nein, meiit Herr, eine kleine Nothlüge." „Damt wissen Sie vielleicht auch, wo sich einer Ihrer deutschen Kameraden befindet, der mit Eronjes Armee gefangen sein soll, und um dessen Freilassung von seiner heimathlick>en Regierung gebeten wurde." „Wenn Sie mir den Namen nennen." Der Leutnant zog sein Notizbuch heraus, blätterte eine kurze Weile und las dann laut: „Graf Rieneck-Rothenfels." Woldemar horchte erstaunt auf und antwortete dann kurz: „Ter biit ich selbst, «nein Herr." „So? Nun da kann ich Ihnen die Bkittheiluug machen, daß Ihr Souverai» durch Vermittelung deS Kabinets unserer Königin um Ihre Auslieferung ge-beten hat, falls Sie an der Eoodoosranddrift mit gefangen sein sollten. Sie inüssen freilich Ihr Ehren» wort geben, in diesem Kriege nicht mehr gegen Eng-land zu dienen. Wollen Sie das thun und eS mir iu meinem Taschenbuche schriftlich bestätigen, fo sind Sie frei und können meinetwegen über Pretoria nach Ihrer Heiniath zurückkehren, falls Sie es nicht vor-ziehen, nachdem Sie Ihre traurige Pflicht gegen die Damen erfüllt haben, in das Hauptquartier des Zeld-«narfchalls zurückzukehren, um das Telegramm Ihres Souverains perfönlich in Empfang zu nehmen." „Ich ziehe das Letztere vor." „Gut. So habe ich nur noch ein»! Können Sie mir den Beweis erbringen, daß Sie Graf Rieneck. Rothenfels sind?" ..Ohne Weiteres, mein Herr. Nehmen Sie meine Brieftasche und untersuchen Sie-meine Papiere, Sie in »er Ordnung, daß Sie sich nun ihren Lohn hole». Ach sehe es mit Schmerzen cm, daß die drüben ältere Rechte an Sie haben, aber wen» Ihnen einmal triibe Stunde« den Aufenthalt in der Heimath verbittern, so ivissen Sie, daß an Marijs Grab immer eine Heimath für Sie ist." ..Wenn ich gehe. Mijnheer van t'Hofs, braucht damit doch noch nicht für alle Zeiten gebrochen zu sein. Transvaal ist nicht so aus der Welt....." „Ach, mein Freund. Sie kommen nicht wieder." „Ich komme doch wieder, daß verspreche ich Ihnen, denn glauben Sie mir, in meines Heimath kann ich doch nicht lebe«, dem, ich nnde dort nur Enttäuschungen und betrogene Hoffnungen. Ich komme wieder, sobald ich meiner Pflicht gegen meinen Fürsten genügt habe. Nun «ber muß ich fürs Erste nach Bloem-fontei» in das feindliche Hauptquartier." Die Abreise erfolgte an einem der nächsten Tag«. Nieneck reist«.- mit feinem Wagen, seinen beiden Kaffern und Aarehki. den er nach Deutschland mitzunehmen beschloß, den Hartsfluß abwärts bis zur Straße nach Manmsa und legte von dort ganz gemächlich die vier-hundert Kilometer nach Boshof zumick. Von dort fuhr er die ihm schon bekannte Straße nach BloeMfontein. Er eiiY-11 "gehindert die Hauptstadt deS Tronic Freistaates und meldete sich im Hauptquartier des Feldmarschalls. Was er dort erfuhr, war allerdings für ihn über» raschend. Graf Echter von Mespelbnmn telegraphirtk im Auftrage des Fürsten Ermfried, daß der Falsch, spieler FuchS sich freiwillig dem Gericht gestellt und ein Geständniß abgelegt habe. Da aber nicht er, sondern Selbold das eigentliche Verbrechen begangen hatte, so mußte auf Freispruch erkannt werden. Rieneck war durch diese Aussage vollkommen rehabi-litirt. DaS Telegramm schloß etwa mit folgenden Worten: „Seine Königliche Hoheit haben die Gnade gehabt, Sie unter Beförderung zum Hauptmann zum persönlichen Dienst zu befehlen. Ihre Auswechslung ist auf diplomatischen, Wege ermöglicht worden, und ich ersuche Sie, auf dem kürzesten Weg zu uns zuriickzu-kehren. Ter Fürst wartet Ihrer in unv»rä»derter Gnade." Nachdem Rieneck von diesem Telegramni, daS ihm von amtlicher Seite zugestellt worden war. Kenntniß genommen hatte, zögerte er nicht, fo schnell als möglich »ach Deutschland zurückzukehren, und es bot sich ihm. da man gerade den General Eronje nach St. Helena brachte. Gelegenheit, mit seinem ehemaligen Heerführer die Reise zusammen zu machen. Und als der einsame Felsen im atlantischen Meer austauchte und das Regierungsboot von St. .Helena anlegte, umarmte ih» der eiserne Eronje u»d legte ihm wie segnend die Hand aufs HaWt: ' ..Kehren Sie zurück, Mijnheer. und werden Sie glücklich. Vergessen Sie aber nicht ganz Ihrer Freunde und Kampfgenossen von Südafrika." Noch lange winkte Rieneck dem abfahrenden Boote zu. und erst als eS hinter den Klippen der Insel ver-schwand, zog er sich zurück, ging nach dem Stern des Kriegsschiffes und wandte seine Augen nun nach Norden, der Heimath und der civilisirten Welt ent-gegen. 2». Kapitel. „Ich melde Euer Königlichen Hoheit unterthänigst, daß der Graf von Rieneck-RothernelS um die Wnadc bittet, «mpfangm ,u werden." »it ftwMafi auf: «Ich lasse ihn hereinbitten und Gi, dann für nie-mand zu sprechen." Wenige Augenblicke später saßen sich die beiden Jugendfreunde gegenüber. Rieneck durste natürlich nicht das erste Wort sprechen, er verbeugte sich tief und harrte der Anrede des Ersten. „Willkommen in der Heimath", rief ihn? der Fürst entgegen. „Unterthanigsten Dank, Euer Königliche Hoheit." „Woldemar! Wozu diese Förmlichkeiten!" und NUN trat er auf den Jugendfreund zu und umarmte ihn lange und innig. „Wir haben doch wirklich nicht nöthig, unter uns die Hofetikette streug zu wahren. Dn bist und bleibst stets meinem Herzen der Nächste." Vier Stunden saßen die Freunde zusammen und plauderten von vergangenen Zeiten. Erinnerungen aus den alten Tagen tauchten auf, und Woldemar mußte erzählen von seinen Kämpfen in der subtropischen Zone, von seinen Jagden in der einsamen Wüste und von seinen nächtlichen Patronillenrstten, die er zu-sammen mit den Puren gem»cht hatte. Heute wurde der ganze Plan der täglichen Stlmdeneintheilung zu Schanden, denn der Fürst empfing Niemand, er ritt nicht aus, sondern blieb immer mit seinem Frezmde zusammen. „Du bleibst doch zum Diner? Ganz selbstverständlich!" unterbrach er seine Frage, „ich befehle eS Dir al« Dein Souverain." „lind ich gehorche mit Freuden, denn heute n»ch bist Du ja mein thenrer Ermfried. morgen hört das auf. und ich bin nichts als Dein unterthämger Diener." „Nie. nie wird daS fein! Wir werden immer Dienst- und Pridawerkelft zu scheiden wissen, darum auch habe ich für Dich keinen Posten in meinem Fürstenthum gefunden als den eines Freunde«. Ich bin dem Rathe Echters gefolgt und habe Dir mehr gegeben, als Titel und Orden, ich gab Dir mein Herz, und nie werde ich vergessen, daß auch Du mir alles gegeben hast, ivas Du zu vergeben hattest. Deine Ehre." Beim Diner war niemand zugegen. Alle Ein-tadungen waren abgesagt worden, nur die Fürstin Beatrir nahm an der Tafel theil. Schöner als je erschien sie Woldemar in ihrem schlichten Trauerkleid. und ^sie kam ihm entgegen olme die frühere Zurückhaltung, ohne die eigenartige Reserve, die den fürstlich Geborenen von dem Untergebenen scheidet. Ieyt erfuhr Woldemar auch von dem grauenvollen Tod deS Fürsten Birkenau und mit einem Male erwachten alle Hoffnungen von früher in seiner Seele. Das, was ihm die Rückkehr in die Heimath verbittert hatte, bestand nicht mehr, Beatrix war frei und damit alle Hoffnungen auf eine Erfüllung seiner Träume gerechtfertigt. Ganz leise und wie ein kühler Hauch drängte sich die Gestalt der schönen Burin, die an der für ihn be> stimmten Kugel gestorben war. zwischen die beiden nacy so vielen Mühsalen aufs Neue'vereinten. Ader der lichte Geist, als den Rieneck Marij in seiner Er-innerung hatte, richtete keine Schranke« auf. im (Gegentheil, es ging etwas Versöhnende? von ihm aus. Ein ganz ähnliches Gefühl hatte die Fürstin. Auch sie beängstigten die Erinnerungen an den Heimgegangenen Gatte,» nicht, er stand nicht zwischen ihr und einer neuen Verbindung. Das hatte du( 4m Bf traf#», V»i Baaiellaa* vas 10 Tweh«n-Ükre« ••■de ein« Uhr rrttis. W. J. HOLZEU ■Irr»* ». «olbwartn^tbriff.fliffcrrl«Q« «n grn» Krüia {Omü, Pict«li|tHif Mr. 73 oad 8L ferbaattaauMs« Nr. 26. II»« U«r«rut der k. k. fttaatabeunien. Ute et*. frilikoaraitc Uhren ••^Oild««r0B CratU oad fraaka. — Asiaten werden (*eoekt. JkekaUeka liMum »l»4 »a«kak»aa^ea. p Die besten und vollkommenem icrnmos kauft man um billigsten gegen Kassa oder bis za den kleinsten Monatsraten. auch für die Prorini'B. nur direkt beim FabrikanteL Heinrich Bremltz. k. k Hoflieferant 1^008 TRIEBT, Via G. Boooacolo 5. Kataloge und Konditionen gratis u franko. 1 ist »icber, das« e» kein besseres und wirksamere» Mittel gegen Schuppen und Haaraosfall, sowie kein erfrischendes Kopfwasser gibt als der weltberühmte Bergmann's Orig.- Shampooing-Bay-Rum (Marke: 2 Bergmänner) 1041V von Bergmann & Co. Teiche« ». E, welcher bekanntlich die älteste und beste Baj-Bun»-Marke ist. Varrätig in Flaschen a K 2-— in den ■teiateu Apotheken, Drogerien, Pariuiuerie- u. Friseurgeschästen. 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Bath: UM» Sonderbare Schukjukände Zu dieser au» dem „Siajerc- übernommenen Notiz, erhalten wir die s»lgende B richtiqunq. „(5» ist unwahr, daß den A-ndern solange der Eintritt in die Schulzimmer nicht gestattet ist, bi» alle versammelt sin?; ivadr hingegen ist tl, daß nach Beschluß de« Lehr» körperS der inspizierende Lehrer die Kinder ohne Rücksicht auf vie bereit» Erschienenen «ine viertel-stunde vor Beginn de» Unterrichte» in die Schul-zimmer läßt. E» ist unwahr, daß die Kinder bei »er kalten Jahre»zeit während der Mittagspause nicht in der Schute bleiben dürfen: wahr hingegen istZe», daß ihnen der Aufenthalt in der Schule unter Vorau»ietzung, daß sie sich ruhig und an» ständig benehmen, au»drückl>ch aufgetragen wird. Unwahr ist e», daß der Oberlehrer nach de« Mittagessen sein Schläfchen «acht; wahr dagegen ist e», daß er während seiner langen Dienstzeit die» noch nie getan ha». E» ist unwahr, daß der Ober» kehrer der deutsche» Sprache abgeneigt ist und den Unterricht in der zweiten Lande»sprache aus Kosten de» Memorieren» vernachlässigt; wahr hingegen ist, daß er gerade diesem Gegenstände die größte Aus» «erksa«keit widmet, daher auch au» fremden Schulen Kinder nur ve»halb die hiesige Schult besuchen, damit sie sich in der zweiten Landessprache gut «usbtlden. Unwahr ist e», daß die Schul«ädchen «lles bei der Arbeit«lehrerin lausen müssen; wahr hingegen ist e». daß dieselben d^» nötig» Material bei den hiesigen Kaufleuten selbst einkaufen. Nur Artikel, welche bei den hiesigen Kaufleuten nicht «thältlich sind, besorgt die Arbeii»l«hrerin nicht nur fcstntlo», sondern sogar zu« eigenen Nachteil. Un» ahr ist e» ferner, daß die hiesigen Schulkinder i»e Lehrmittel umsonst bekommen, wahr hingegen e«. daß die vo» Bezirk»» und Ort»schulrat« beigestellten Bücher gewissenhaft verteilt werden und daß sämtliche Schulkinder aller Klassen, so» »»hl die Schulbücher, al» auch die in der Schule Gebrauchten Hefte umsonst erhalten. Wie und auf »elche Weise der Kaufmann die Schulhefte ver» kauft, »atziehl sich der Jngeranz der Schulleitung. Schulleitung Steinbrück a« 9. Februar 1906. Bl. Kropej, Oberlehrer. Mölka». Sa««tag, den ll. d. M. fand in Herrn Rak'» Gasthau»räum«n da» sich von Jahr jß Zahr größerer er Beliebtheit erfreuende Feuer» »ehr-Kränzchen statt. Au» Nah und Fern waren liedmerie Gäste herbeigeeilt, u« der Wöllaner Feuerwehr ihre Sympatien zu bekunden. JnSbe» s-nder» z» erwähnen sind die sehr starken Abord» »ngen der Feuerwehren von Tilli, Hochenegg, .X Schönstein und Meilenstein. D>e richtige W ihe aber verlieb dem Feste die von der Cillier Musik» verein»kapelle beigestellte Musik, welche sich nicht nur ob ihrer vorzüglichen musikalischen Leistungen, sondern auch ob de» rühmlich-n Fleiße« bei allen Festleilnehmern ein da» rnde» Andenken schuf. W, t> sind überzeugt, daß jeder Beiucher dieser in allen Teilen gelungenen Unterhaltung mit innerer Befriedigung aus dieselb? lurücksenken wird, in«» besondere aber jene, die i» dem im ersten Stocke etablierten „Peter»brünn'^ sich d?n Lockungen der Labung bietenden holven Brunnennqmpbe ergaben. Mölla«. Die Feuerwehr Wöllan sagt diemit innigsten Dank allen jenen, die sei e» durch ihr persönlich»» Erscheinen beim Feuerwehrkränzchen oder durch Zuwendung von Spenden zum so guten Gelingen de»selben beitrugen. Ganz besonder» aber sei treuherziger Dank autgesprochen den holden Fräulein», welche sich durch den Verkauf von Blumen und Glück»haf'nnummern in so aus» opserungSvoller Weife in den Dienst der guten Sache stellten. H«che»egß (Bereinzur Unterstützung d er v eu t s ch en Sch ule.) Sonntag am ll. d. M. fand ia eine« Lebrzi«mer der deuischen Schule die erste Hauptversammlung diese» Bereise» stall. Der Odmann. Verwalter Herr Temmerl eröffnete dieselbe mit einer herzlich « Begrüßung an di« Er» schienen?». Au» dem Tätigkeitsbericht», der den ersten Punkt der Tagesordnung biloete, war au er» fehen, daß der Verein gleich im erstet Jadre seines Bestände» Hervorragende« geleistet hat. Trotz der bedeutenden Auslagen ko inie der Säckelwart jogar einen namhasten 5kassaresi ausweisen. Der Tätig» keit»bericht de« Odmanne«, dessen Rührigkeit Haupt» sächlich der große Erfolg zuzuschreiben ist. wurde mit Begeisterung entgegen geno««en. Zu Prüfern der Rechnungen und Belege de« Säckelwart» wurden Sekretär Herr Koziper und Herr Lehrer Aloi» Eppich gewählt Aus Grund der sogleich vor-geoo««enen Prüfung de: GeldgebarungSangelegen-heilen, die «ustergiltig geleitet wurden, beantragte Herr Lehrer Eppich, de« Säckelwart Herrn Jekel die Entlastung zu erteilen; der Antrag würd« «in» stimmig genehmigt. AlS zur Neuwahl de« Au«-schufst» geschritten wurde, erklärte Herr Tem«erl, die Wahl zu« Ob«a«ne au« bestimmten Gründen nicht «ehr annehmen zu können. Mit tiefste« Bedauern wurve sein Entschluß zur Kenntnis ge» nom«en. Da alle Teilneh«er an der Hauptver» sammlun^ da« Bewußtsein hatten, daß da« Scheiden Herrn Tem»erl« au« de« Vereine eine e-« a-, 9- 715 S- 'h Die Sorge der Hausfrau gilt dem Wohl der Familie! Kathreiners Kneipp-Malz-Kaffee Ist durch Kath reinen Herateihtng jweis« wohlschmeckend, geaundheitalftrdernd und billig, bietet daher die u»schütz bartten Vortheile für jeden Haaahaltl Man betone beim Einkauf ausdrücklich den Namen Katferefcier u. verlang« nur Orlginalpakvte mit der Schutzmarke Pfarrer Kneipp O saunt au«sülldare Lücke reiße, so war dessen Weigerung der Annahme der Obmannstell- sür die Anwesenden umso betrübender. Die Neuwahl lieferte folgende» Ergebnis: Roman Henn, Obmann. Heia-rich Kaliey Oamannstelloertreler, Lehrer Aloi» Eppich. Schriiisührer, Oberlehrer Fr-tz Laug, Schristsßhrerftelloertreter, Franz JeN. Säckelwart; außerdem wurden noch di« Herren Kowatsch, Ko-ziper und Zottl in den Au«schuß gewählt. N«ch der Wahl stellte Herr Temmerl den Antrag: Der Verein möge Herrn Lande«au«schuß Stallner, dem die deutsche Schule in jeder Hinsicht zu große« Danke verpflichtet ist. zu« ersten Ehren«itgliede ernennen. Der Antrag san; begeisterte Ausnah«e. Hieraus wurde aus Antrag de» Herrn Te««erl auch der Beschluß gefaßt, der Frau Oberlehrer Lang für die selbstlose und fürsorgliche Leitung der. Suppenanstalt schriftlich den Dank de« Vereine» zu übermitteln. Zu« Schluß« sprach Herr Lehrer Eppich i« Namen der Interessenten der deutsche» Schule dem bi«herigen Au«schuß de» Vereine». i»«besondere aber dem gewesenen Obmanne Herr» Te««erl sür sein opferfreudige« und zielbewußte» Wirken den gebührenden Dank au«. Der unregelmäßige Stuhlgang bei Kindern mit englischer Krankheit, besonder» die chronische Sluhlverstopsung. welche di« Kinder a« «eisten belästigt, ist sehr oft Gruod zvr V»ssuchui>g de» Arzte« und Erkennung der Krankheit. Neben der spezifischen Phosphorbehandlung gibt e» »un in der Ernährung «it .Kufeke» Kindermehl bei Beschränkung der vorher oft im Uebermaß gegebenen Kuhmilch ei» sehr gute» Mittel zur Hebung dieser Siuhlverstopsuug, da Kuseke-Mehl nicht nur durch di» feinflockige Gerinnung der Kuhmilch im Maaen-Darmkanal den Stuhlgang regelt, s»ndern auch durch d»n Gehalt an Eiweißstoffen die Mu»kelfl«ischbildung und durch den reichen Gehalt an Mineralstoffen die mangelhafte Knochenbildung «uf da« günstigste beeinflußt. Kufeke« Kinbennehl unterstützt alfo in fehr wirksamer Weise die spezifische PhoSphorbehandlung der Rhachiti«. los»? 8inger Nähmaschinen für den Hansgebraach und industrielle Zwecke jeder Art. Mastergiltige Konstruktion! 10381 Grosse Haltbarkeit! Einfache Handhabung! Hohe Arbeitsleistung Im Jahre 1903 allein in Oesterreich nnd Deutschland: Neun höchste Auszeichnungen! Unentgeltl. Unterricht Im Nähen sowie In allen Techniken der modernen Kunststickerei. 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