Rummer 17. Petta «, de» Z8. April 1901. XII. Zahrgaug. Erscheint jede« Sonntag. Prei« für P«Nau mit Zustellung in» Hau« - Monatlich 80 h. «Hfrt^bri« K 2.40, halbjShrtg K 4.80. ga..u-hrig K S -. mit Postversendung im Inland«- Monatlich 86 h. tMcrtcltaang K 2.00, halbzahng K 6.—, ganz^hrlß K S.bO. ^Einzelne dummem LÖ h. Handschriften werkn nicht zurSch^stellt. «nttndigu.gm billigst berechnet. - veitrSge sich erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Anbegretsitche Begeisterung. Da« „Grazer Taglatt'vom 26. d. M. läßt sich out Wien folgenden Jubelhymnu» telegraphieren. Die heutige Sitzung de« E,senbahna»»schusse» nahm eine« geradezu glänzende» Verlauf. Dem Berichterstatter Dr. G y l v e st e r ist e» gelungen, im Artikel II durchzusehen, das« statt der ge-planten Streck« Hartder^Aspaug schlechtweg die Wechselbahn aufgenommen wurde u. z. mit ge-setzlicher Festlegung der Strecke Hanberg. ^r>et>b«rz,' unter gesetzlicher Sichcr^Stelluna de« AulU»aue» dieser Linie. SelbstverstSvdlich muß die Bedeckung im »erfaffung«maßigem Wege angesprochen werden. Ferner sprach sich Dr. S^-»ester für die Fortsetzung dieser Theilstreckr nach Atz». bezieduligSweise RadkerSburg au«. Die Pßme für die einzelnen Strecken werden i» einem späteren Zeiträume twrzulegen sein. Bumm! Rachdeui wir tmse glänzenden Erfolge zur Kenntni« genommen Hoden, beginnt im« die fettgedruckte Begeisterung des „Tagblatte«" im Kopse zu rumore». Die Geschichte ist wie ein Vexierbild, irgendwo steckt der grvße Erfolg, aber — er ist nicht zu finden. Wenn e« dem Herrn Dr. Sylvester gelang, au Stell, der Streck? Harlber^Aspang tat Stamm .Wechjetbah«" -ei» zuschmuggeln, so konstatieren wir, das« die Wech-selbotrn nicht um einen Kilometer länger ist, al« die Strecke Hartberg-Aspang. Geradezu unbe« greiflich scheint uu« aber die Begeisterung darüber, .das» die Strecke Hartberg-Friedberg unter gesetzlicher Sicherstellung de« Ausbaue« gesetzlich festgelegt wurde." Zum Teufel, da« war ja schon in der ReMrnngsvortage enthalten und wnrde von keiuer Seite bevimpst, wo« ist »der mit der Strecke Friedberg-Aspang? In diesem wichtigsten Punkte erhalten wir eine geradezu niederschmetternd« Auskunft. Der Abg. Götz von der deutschen Fortschrittspartei konstatiert« nämlich, der Bau der Strecke Aspang-Hartberg sei derzeit D.is Conzert des Männer-Gesgns-VrreineK. Mit großer Befriedigung kann der rastlose, kraftvolle Obmann. Herr Franz Kaiser, auf da« am 20. April gegebene Eoncert de« Männer-gesang-Vereine« zurückblicke». Die für viele al« unmöglich erscheinende Ausführung zweier so schwieriger Werke gelang vollkommen in jeder Beziehung. Herr Direktor Ä. Hän « gen. dessen Liebe zur Kunst ihm die nöthige Geduld. Hin» gebung und Au«dauer verleiht, brockte e« zu-stände, das« die al« unüberwindlich scheinenden Hindernisse glücklich genommen wurde». Herr Adolf S ch i p p e l. dessen Kunstleistung wir schon im Borjahre kenne» gelernt halten, war auch heuer am Plaste und bekundete durch seine hervorragende Leistung al« Wagnersänger, das» er sich wieder mehr vervollkommnet hat. Bei seinem rastlosen Fleiße werden sich seine reichen Anlagen zu hoher Vollkommenheit entwickeln, wa« wir ihm vom Herzen wünschen. Frl. G-Oschgan war diMmal einfach großartig, ihre herrliche Stimm« nahm alle gefangen, auch die Sänger. I unmöglich, »veil die Aspangbahugesellschoft ihn nicht will. Auf deutsch gesagt, die „Aspangbahn" ist die krumme Rase Rothschild«, au welcher der Bau der sleirische» Ostbahn scheite»^ -denn wenn hinter dieser Miniatnr-Bahngesellschast nicht ein« einflußreiche Macht stünde, so gäbe e« gesetzliche Mittel genug, um eine Bahngesellschaft. welche sich al« Verkehrshindernis erweist, zu bändigen. U« nun wieder zum Fettgedruckten de« Tagblatte« zurückzukehren, so müssen wir gestehen, die Schlusssäke sind die besten, wa« unfreiwilligen Humor betrim. Nachdem fich der Herr Dr. Sylvester für den «o*fo„ der kopflosen Bah» nach Graz und RadkerSburg «»«gesprochen hat. waö wahrscheinlich den Eindruck erwecken soll, als ob dieser AuSbau thatsächlich beschlösse» sei, kommt der famose Nachsatz: „Die Pläne sSr die einzelnen Strecken werden in einem spätere« Zeitpunkt, vorzulegen sein!' Welche Pläne? Liebe« Tagblatt l Die Strecke Hartberg-Friedbng soll doch sofort gebant werden und sonst wurde doch nicht«, gar nicht« festgelegt?! Hier zeigt sich offenkundig die Absicht, die öffentliche Meinung irre zu führen und durch VorspirMng einzuschläfern. ES tagt rm« selbftvepstSnVkich ferne, da« Grazer Tagblatt einer unlauteren Verbindung mit der Sübbadnqesfllschast zu beschuldigen, aber das» die vereheliche Schristleitung in letzter Zeit wie-derholt einem Agenten Rothschild» aufgesessen ist. da« läßt fich nicht bezweifeln. Auch bn diesem Jubelbcnchte ist in Wie» ein Agent der „Welt-firma" beim Telefon gestanden. S'accus6! Wie männiglich bekannt ist. wurde die Be-völkrrung unserer Stadt im allgemeinen, zahl-reiche öffentliche Funktionäre und auch die höchst nebensächliche Person uiisere« Schriftleiter« in den die olle Energie anwenden mussten, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, da die prachtvollen Klänge unserer Nachtigall erschollen. Unser Teiiorist. Herr W. B l a n k e, hatte al« Walter v. Stolzing reiche Gelegenheit, seinen lyrischen und in allen Stimmlagen voll und angenehm klingenden Tenor zur Geltung zu bringen. Auch Herr Franz M ü b l-b a u e r hatte al» Poaner allerdings nur für wenige Takte eine Solostelle zu bringen, die er auch ganz hübsch zum Vortrage brachte. Am Flügel, den der Musikverein i» liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt hotte, war Herr Sangmeister-Stellvertreter Dr. Toragler in der Lage, seine virtuose Technik und BortraqSkunst mit einer vollendeten Sicherheit zu bekunden, die allgemeine Bewunderung fand. Der prächtige Männerchor .Morgen im Walde" von Franz Hegar leitete da» Eoncert ein, e« folgte „Werner» Lied au» Welschland" von Johann H e r b e ck, dann da» so schöne .begra-bene Lied", für Soli und gemischten Chor, mit Clavierbegleitung, von M. M e y e r-Olber«leben. Sopran-Solo: Fräulein Gisela Ojchgan, Bariton-Solo: Herr Adolf Schippe!. ») „Flieder-Arie", b) „Wahn-Arie", au» lefcifit Monaten von slovenisch klerikaler Seile öffentlich scandalö» beschimpft. Die „Süd-steirilche Presse", da» Organ de» Marbnrger Domkapitel«, brachte eine Reihe von Einsendungen au» Pettau. in welche» eine oder mehrere über Petlauer Localverhältnisse wohliufor Zierte Bericht-erstatter ihre deutschen Mitbürger nach Kräften heruntermachten. Um diesen unertrSglichen Schreibe-reien endlich ein Ende zu mache», war es dringend nothwendig, den Artikelschreiber zu ermitteln u»d zu zwingen, öffentlich die juridische und moralische Berantwortung für feine Einsendungen zu über-nehmen. Da« war nun leichter gesagt, ol« gethan I Der Herr Pamphletist hielt sich vorsichtig im Dunkeln und e« gab so viele „Verdächtige", das« der Schuldige nicht zu finden war. N»n ist ndlicheinkleinerThtil de«Geheim-nisse« geklärt. In der letzten Rummer der „Pettauer Leitung" veröffentlichten wir in der „Humo-ristischeu Wochenschau" einen „StiinmungSbericht" au» Pettau, welcher der Nummer Sl von, 17. April der „Südfteirischen Preffe" entnommen war. Wir glaubten an diesem „Stimmungsberichte" den rm« wohlbekannten Skil de« Herrn Professor BW a j c t ii und mich andern Merkmale zu erkennen, welche auf diese Persönlichkeit hindeuteten; so z. B. das» der Herr Einsender gezwungen ist, durch die Kirchgasse zu wandeln »nd dann die aui-schließlich dem Herr» Professor eigene Art. vom Standpunkte de« „Pettauer Bürger«" Pettauer Verhältnisse und Persönlichkeiten zu bekritteln. Nicht um Skandal anzufangen, sondern um womöglich weiterere Anhaltpunkte zu gewinne», verwiesen wir nun in verdeckter Form auf Herrn Professor Majcen, al« Verfasser der Einsendung. Unsere Erwartung wurde nicht enttäuscht! In Nr. 33 der „Südsteirischen Presse" finden wir folgende Einsendung: der Oper „die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner, gesungen von Herrn Adolf Schippel. Endlich SchlusSscene de» 3. Acte« au» der Oper „die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner. Hans Sach«. Herr Adols Schippel. Walter von Stolzing: Herr W. Blanke. Gemischter Chor. Clavierbegleitung. Der rauschende Beifall, denn alle Theile der Bortrag«ordnu»g fanden, lohnte die angewandte tfunst, den aufgewendeten Fleiß und die allen Sängern und Sängerinnen so reich zutheil ge-wordene» Gesana«abende. Frl. G. Oschgan erhielt einen Strauß zarter Frühling«kinder. Der Einladung de» Bcrein«auSschusse«. an einer gemüthlichen Zusammenkunft in den oberen Räumen de« VereinShause« theilzunehmen, folgten nicht nur die Sängerinnen und Sänger, sondern auch die größere Zahl der Eoncerttheilnehmer. E» ivar oben alle« voll und nach dem Genusse, de» die Kunst geboten, folgte eine Stunde de» Humor«. E« stiegen natürlich zahlreiche Trink-sprüche. von denen die wichtigsten Erwähnung finden mögen. Herr Obmann F. Kaiser ehrte Herrn Schippel und daiikte für seine auSgezeich- ._ IltftTlH« Geehrter Herr Redacteur! Te»l Redacteur der „Pettauer Zeitung". Friedrich U. Katchderg. soll ei nach der letzten ..Humoriftischeu Wochen-schan" -nfolflc der von ihm gemachten Sliche (wo denn?) gelungen sei», de» Bersasser» und Einsender« der in der Nr. Hl Ihre« gtjchätztm Biatte« erschitnenm iilorrespondcnz au« Peliau —/.El.mmuiigtbericht" — habhast zu weiden und soll der Wnsender genannter Sorrespondriu „nach der huinoristlchm Run^chait' .meine Wenigkeit" fehl. Der auf die Suche mitgegangen« SRiiiot ist jedoch gritudlich ausgesesse.i. Ich bitte, yerr Siedaeteur. auf,i>ei« i5hvnnvort hin zu trtwrcn, da,« ich besagte tc -espondenj („Peliay StimtnungSbe richt") nicht gel.esert habe. iis fei mir aber erlaubt, diese .Tuche" etwa« näher zu beleuchten. ES »hat mir wehe, das« die von Ihren Gegnern Ihnen, Herr Redacteur, so muthwilliger Weife aufgedrungenen Processe fo unverninthete und unerwartete Pvnalien verursach« haben, darum erfreute mich in der Rr. HO Ihre« geschätzte» Blatte« der tiati Spenden-AuSiveis«» für ^Haltung uui> Weiterung der „Südst. Presse". Ich griff sosor» auch um meine Börse, »ahm au« derselben 20 Kronen und schickte dieselben per Postanweisung am 14. April vom PostanUe Pettau au« an Sie ab, zugleich aber auch einen Brief, in welchem die Torresponoenz „Bon der Drau" sammt Angabe de» Zwecke» meiner Geldsendung bekannt gegeben wurde. — Herr Redacteur bestätigten, meine geilen sammtdem Betrage erhalten zu haben, indemSie mein Schreiben »Bon der Trau" vollinhaltlich in Ibr Blatt witderUn»erschrist,,^mieu»'' au» nahmen. — Knapp unter meinen Zeilen steht nun die Korrespondenz „AuS Pettau (Stim-m u n g « b e i i Üb ty Man brauchte also nur bei dem I. k. Postami- in Pettau zu erfragen, ob nicht ein „Amicus" der »Südst. Presse" bei diesem Amte besagte 20 Kronen zur KSeUerbesSrdcruiiq niedergelegt habe und wenn, wer dieser „Amicus" sei. — dann sei „per conelusioncrn* auch der Verfasser jener Torresflondein leicht zu errathen. Diese „schlaue Suche' nins» wahrscheinlich Herr v. Kalchberg gemacht haben! doch crtläce ich biernit mit meinem Ehrenworte, das« nur die nieinen Betrag von 20 Krone» begleitete Rotiz „Bon der Dran" mein Pro-duct war, — im übrigen Herr V. Kvlchberg schlau calen» kiett. doch ausgesessen ist. Erbringt er jedoch den entgegen, geletzten Beweis, dann kann er mich tffentlich „Lugnec" heißen. Dieses gestattete ich ihm auch in einem am Sonntag, den 21. d. M., an ihn geschickten Privatschreiben Die« der ^achverhalt zur Darnachachiu,ig bei den-jenigen, die der Pctiauer Evsrespondenten der „Sildst. Presse" aus der Suche" sind. Ihnen. He.. Redacteur, will ich jeooch in Hinkunst etwaige Spenden für die Erhaltung und Verbreitung Ihres Blatte« unter vollem Kamen zusenden (t» ist zwar nicht sch»n, bei Spenden mit Namen zn glü»zen), damit man nicht aeniithig» sei. aus die .Suche" zu gehen und wieder „auszusitzen", wie dieses letzt Herrn «alchberg passten ist. Pettau, am 21. April 1901. Ferdinand Majcen, OHpmmifUI Pr»|ch»r. Die in dieser Einsendung angesührte Zu-Ichrist „Bon der Drau. lautet: So» der Drau. (D -ff) Hochgeehrter Redacteuer! Mit übergroßer Freude fand ich in der Rr. HO Ihre» sehr geschützten Blatte« „Südsteilische Presse" einen Spende n-AuSwei» sür Erhaltung und Erweiterung de« genannten Blatte». Mögen Alle, die die Ge> s i n n u n g der „Südst. Presse- »heilen, nach Krästen zu Opfern sich ausraffen und bedenke.,, wie rührig „etc Mitwirkung. Herr Perkv würdigte die großen Verdienste de» Herrn Direktor» HänS^n um die Aufführung. Herr Oberlehrer Stering brachte in gebundener Rede dem Frl. G. Oschgan Heil und Dank. Herr Slationsches Reumann feierte Herrn Dr. Tvrggler, Herr PostVerwalter Krischan brachte Herrn Obmann Kaiser sein Gla». H«rr AmtSvorstand Etxrhartinger feierte in hnmor-voller Weise Herrn Peiko al» zweiten Obman», Herr Stering sprach aits H-rrn W. Blanke. terr Blanke sprach in kurzer, aber treffender leise den unterstützenden Mitgliedern sein Heil u s. w. Am nächsten Nachnnttage fand zu Ehren de« Herrn Schippel ein Sängerau«fl»g nach Herrn Hinze» Waldschenke statt. Der Ausflug zeigte durch die reiche Teilnahme. das» Herr Schippel viele Freunde und Freundinen gewonnen hat. Die Sänger aber, die jetzt so gewaltig in Anspruch genomine» worden sind, blicken zwar mit Befriedigung aus ein gelungene» Werk zurück, hoffen aber jetzt einige Woche» der Ruhe genießen zu können; denn „heiter ist die Kunst, ernst sind die Proben." sich unsere Gegner für ihre Sache benehmen. — Würde zeder Anhänger der „SOdst. Presse" sei» Schärflein bei-»rage» wollt», da« Blatt wilide in kurzer Zeit eine ge-lürchtete Macht werden. — Send« per Dostaniveiinng 20 Kronen mit dem herzlichen Wunsche, dieselben mSchtcn vielfach vermehrt werden. Vivant »equenteil Herzlichsten (Dru&l Amicus. Weiter» ist »nS der in derselben Einsendung angeführte Brief thalsächlich zngclommen. Wir fühlen un» nicht weiter verpflichtet, diese» Schreiben al« vertraulich zu behandeln, nachdem Pro^ssor Majcen den von ihm v»>geschlagenen Vertrag „lassen wir un» gegenseitig in Ruhe", durch seine Einsendung in der Südsteirifchen gebrochen hat. Dieser Bries lautet: Geehrter Herr! In der hunloristisihen Rundschau in der heutigen .Pettauer Zeitung" scheinen Sie aus mich al« den Ber> sasser un» Einsender der in der „Eadsteir>sch?n Presse" erschienen llorresp»M>enz au« Pettau „Stimmuiigsbericht" hinznzeigen. — Ich sage Ihnen ganz offen, das« Ihre Bermuthung eine ganz unwahre ist und nenne ich jenen Menschen einen gemeinen Lügner, der sich erfrecht ha». Nneii diesen .Pflanz" anzubinden. Beweisen jedoch Sie mir. dal« ich jene llorrespondenz geliefert, dann belieben Sie mich mit obigem Epitheton zu bekennen. Komisch kommt es mir sogar vor, das« ich die Ber-»heidigung de» kath. grauenvereine» übernommen hfttte, da ich dem vereine ganz ferne stehe; auch habe ich keine Veranlassung, mich irgendwie in die unliebsamen — in den Lokalblättern bespi ocheneu Pettauer Angelegenheiten — eiuzumengeu. — Angriffe aus meine Person will ich jedoch jederzeit ossen zuräckweisen, so lange ich diese« mit gutem Gewissen tqun kann, wa» ich Ihnen hiermit auch znr Kenntnis bringe. Lassen Sie mich ga,y in Ruh«, wie auch ich Sie in Ruhe lasse. Sie haben dazu doppelte» Grund, da ich aubcrdem, das« ich Ihr Mitbürger der Stadt Pettau bin. auch Lehrer Ihre« Kinde« zu sein da«Ber. gnügen habe. Ihnen stet» mit gebührender Hochachtung ergebener Pros Ferd Majcen. Pettau, am 21. April 1001. Und nun einige Beinerlnngen. Wir nehmen selbstverständlich die ehrenwörtliche Erklärung de» Herrn Professor zur Kenntnis. das» er nicht Verfasser de» .,Sliinmung»berichtr»" ist, und geben unseren Irrthum vorbel>altlo» zu. Aber auch Herr Prof.ssor Majcen irrte, indem er an-nahm, wir hätten beim Postamte etwa» von seiner Geldsendung erfahren. Der Postbeamte, welcher sich zu einer derartigen Mittheilung herbeiließe, würde sich eine» schweren AmISver-gehen« schuldig machen, e» ist nnS daher niemals eingefallen, solche Auslagen zu stellen und würden dieselben gewis» gebührend zurückgewiesen werden. Thatsache ist, daß wir erst durch die Sin-sendnng de» Herrn Professor erfahren haben, daß er der „Südsteirischen" eine Geldspende sandte und daß er Mitarbeiter diese» Ehrenblatte» ist. Der Herr Prosefsor hat sich also selbst verrathen. E« wird nun Sache det Schulbehörde sein, dar-über zu entscheiden, ob e» einem vom Lande besoldeten Herrn Professor gestattet ist, an einem Revolverblatt? ärgster Sorte mitzuarbeiten und ein Pres«unternehmen öffentlich zu unterstützen und anzupreisen, welche« die Stadt, wo Herr Professor Majcen al» Juge»derziel>er wirkt, all-wöchentlich mit Schmähungen überschüttet. Localnachrichten. (Dir verehrliche Genossenschaft) der Bäcker und Müller widmete 8 Kronen zur Auszeichnung fleißiger Bäckerlehrlinge, welche die Gewerbeschule besuchte». (veeioftttio«.) Über Anordnung de» Stadt-arzte», Herrn Dr. F. v. Metzler. wurden jene Elassen de»inficiert, in denen Mumpserkrankun-gen von Schulkindern vorgekommen sind. (Musikvere»«.) Am Mittwoch den l. Mai Abend» 8 Uhr findet im Anstaltssaale eine öffeuUich« Schüleraufführung statt, zu welcher Jedermann Zutritt hat. «A»«ustist, .Herrn Le»kvwar. der Nachweis, das« tJ«t. eigene Bater der Mörder des Mädchens war. Er uud feine Frau haben die Leiche des SindeS zerstückelt und im Ofen verbrannt. Am 22. April wurde da» entmenschte Ellen,paar verhaftet und dem Be« zirk»gerichte Pettau eingeliefert. (Fruerderettschast.) Born 27. April bi» 4. Mai, 3. Rotte de» 1. ZngeS, ZugSführer Lauren tschitich, Rottsührer C. Wratschko. Feueranmeldungen sind in der EicherheitSwach« stöbe zu erstatten. Auswärtige Neuigkeiten. (Er»ße« Eiskabahouuglöck.) In Folg« eine« von dem Loeomotivsührrr eines Lastzage» falsch axfgefaßten und von ihm auf seine Maschine be-zogenen Signal» hat sich am 26. d M. Rächt» auf der Strecke Gini-Kraka» der Rordbadn em SisenbahmtNfall ereignet, bei weichem ein« P«rjon getvdlet u»b dreizehn Personen verletzt worden sind. Über diese» Eisenbahnunglück wird gemeldet: Der Schnellzug Nr. 4, welcher am 25. d. M. abend» um 9 Uhr 30 Minuten fahrplanmäßig den Wiener Nordbahnhof verlassen hatte, war dicht besetzt. Um 1 Uhr 42 Minuten langte der Zug in Mährisch-Weißkirchen an und setzte »ach einem Auseuthalte von 3 Minuten die Fahrt nach Zauchtl fort, wo der Train um 2 Uhr 17 Min. eintreffen sollte. Al» der Schnellztlg mit voller Geschwindigkeit auf die Station zubrauste. gaben ihm die Streckenwächter mit ihren Laternen da» vorgeschriebene Signal, das» die Strecke frei sei. Diese» Signal bezog der Locomotivführer de» Lastzüge» unglücklicher Weise aus fich und setzte die Maschine in Bewegung. In dem Momente al» der Lastzug die Geleisekrenzung erreicht hatte, war auch schon der Schnellzug da und im nächsten Augenblicke trafen die Züge aufeinander. E» ersolgtc ein furchtbarer Zusammenstoß, besten Wirkung fürchterlich war und noch dadurch er-höht wurde, da» völlige» Dunkel herrschte. Au» der Station kamen die Stationsbeamten uud da» übrige Personal mit Fackeln und Rkttung»requisiten. — 3 — Sie fanden eine entsekenerregende Situation. Die Lokomotive bei Lastzuges war sehr schwer beschädigt uud entgleist. Drei Waggons de» Schnellzuge» waren gleichfalls entgleis«, umge-warfen und grdßlentheil« zertrümmert. An« den Trümmern de« Zrain« schölle» herzzerreißende Klagerufe. Mit allem verfügbare» Materia wurde sofort an die Bergung der verletzten ge. schritten, i» spielten sich wahre Schreckensscenen ab. Im ersten Augenblicke schon sah man. das« der Zusammenstob von den furchtbarsten Folge» begleitet war. Auf dem Bahnkörper wurden die Verwundeten gehütet und zugleich wurde nach Prerau und MSHrifch-Ostrau um Hilfe telegra-phirt. Inzwischen leistet« man. so au» e« gieng. den Verletzten erste Hilf«. Zum Glücke befand sich im Train ciu preußischer Arzt, der mit unermüdlicher Ausdauer sofort o» da» Rettung«, werk gieng. Er legte Verband« an und stillte die Schmerze» der Leidende». Bei Fackelschein zog man die Unglücklichen au« den Trümmern her-vor. E« waren von den Reifenden neun Pafsa giere, vom ZugSperjonal vier Personen verletzt Von d«n neun Passagieren hoben fünf schwere und vier leicht« Verletzinge» davongetragen Jedenfalls ist aber die Zahl Jener, die Contu-fionen und leichtere Schürfwunden erlitten haben, »och weit größer. Unter den Verletzt?» dürften sich auch Wiener befinden, doch sind ihre Namen bisher nicht bekannt. (Dir «rpiift»» in •rinijrim.) Ei» Be wohner von Grie«heim. dee bei tw - Katastrophe Brandwunden leichteren Grade» erlitten hat. gibt eine geradezu erschütternde Darstellung einzelner Scenen bei der entsetzlich,o Katastrophe. Während die LSschaction in vollem Zuge war, ertönten plötzlich nvei donneröhnliche, furchtbare Schüsse. Im nächsten Augenblicke war Alle» in Dunkel gehüllt. Die ganze Fabrik war in dichten, gelben Qualm verschwunden, ans welch,,» die Flammen emporlodert,». Durch diese Explosionen wurde die gesammt« Mannschaft der FabrikSfeucrwehr unter de» rauchende» Trümmern begrabe». Eine furchtbare Panique ergriff die übrig« Rettung«, mannschast. Al» sich am Abend die Explosion wird«rholt«. ergriffen die Feuerwehren die Flucht. Nur dem energischen Auftreten der Officiere, die an der Spitz« der Mannschaften sich an de» Rettu»g«arbeiten beteiligten, gelang eS, die von einem wahnsinnigen Schrecken erfaßten Feuerwehr-Männer zu bewegen, wieder zum Brandherde zurückzukehren. Von 4 Uhr Nachmittag« bi« zur sinkenden Nacht war die Straße von Frankfurt bis GrieSheim von viele» Tausenden besetzt. Bei der Bergung der Leichname spielte» sich erschütternde Scenen ab. Die kaum ans dem Feuer h,rvorge> zogen«», bis zur Unkenntlichkeit entstellten Körper mußten durch weite Strecke» getragen werden, um davor bewahrt zu werden, daß sie abermals von den Flammen ergriffen werden. In da» laute Prasse! n der Flam men und da» Krachen de» stürzenden Gebälk«« mischten sich die Jammerrufe der Berwun» deten und da» Wehgeschrei jener Personen, welche in den verbrannten Leichnamen ihre Angehörigen zu erkennen glaubten. Bei vielen ist man jedoch blos auf.Vermuthungen angewiesen, da eine sichere AgnoScirnng nicht möglich ist. Bei der Ankunft auf dem Fra»kfurter Hauptbahn» Hof«, in welchem fortwährend HilfSzüge mit Ber-wundeten eintrafen, wiederholten sich die er-schlitternden Scenen. Man sah Männer, die an der Katastrophe in keiner Weife beiheiligt waren, in Thrän?» autbrechen. Nach der Angabe de« Augenzeugen ist die Zahl der Opfer vorläufig absolut nicht z» schätzen. E« wurde» 250 Personen schwer verwundet. Wie viele Leichen unter den Trümmern begraben liegen, läßt sich auch nicht annäherungsweise angeben. Handel, Gewerbe und Landwirtschaft. Gewerbepartei und Gewerbepotitik. Ein sonderbares Schlagwort, da« wir nnS heute zur Besprechung vorlegen. aber eS ist noth-wendig, dass wir un« frei und offen darüber erklären, w . Jedermann kennt die Art, wie man Grille^ fingt; man fährt mit einem Grashalm? in ?ir! Arillrnloch. woraus die Grille in h?ll?ni Zvrn? »erauSIänst >n»d losert beim Kvpfi.^ genontmou wird. Dasselbe Princip verfolge ich cinip iu tur Humoristischer» Avchenscha«",. ich. kitzle, di? Herren Gegner «in wenig, kwraits bfefyll^ Hi Zorn gerathen »nd ihre intimsten Herzensreguiigen in der .Südsttirischen Presse' verrathen. W«u,i ich dan» so einen Herrn schwarz auf weiß beim tragen habe, dann behauptet er jedesmal, ich hätte mich blamiert. Was würden die Herren erst über mich sage», wenn sie meine geheime» Sünden wüßten. So hab« ich z. B. gelegentlich dc« letzt,» Marktes zur Vermehrung der jlovcnischen Na. tion beigetrayen, indem ich ?in?r slov?»isch?» Jungfrau dr?i Kind?r schenkte. Di?selben waren zwar nur aus Lebzelt uud (oitrteii znsanimen 12 kr., .:5er an der skandalöse» Thatsache ändert da» nicht«. Weiter» hatt, ich jüngst »m 9 Uhr abends in der Allcrl>eilige»gassc einen heftigen Zusammenstoß mit «iuem lulauutt» Sloveneu. Ich kam vom Naroküi döm, er vom deütschcl» VereinShause und an der Siraßenecke rannte? lvir mit den 51öpse«> gtgenkinander. Wie wollte,, schon beide „Pardon" sagm/ aber als wir mil erkannte», wünschieu wir uns gigenseitig laullo« zn,» Teufcl. Mine größte Sctyublfjcn kommt zuletzt. Von Marburg war mir ein» geheimuiS» volle PostsendniiA zugrtoinvlen. Ach fürchtete be. reits thatsächlich — nicht etwa eine Dynamit» bombe — sondern, das» mir Herr S ch e g u l q seinen „Gubec, den Vanernkbnig" zum Abdrucke einsende; als ich e« jedoch öffnete, waren Gott, lob nur zwei rechtsseitige Stufst,ten und einige alte Schinkenknoche» darin. Diese Sendung, welche nach der Größe der „Stiefeln" und Ad. genagtheit der Knochen m»bedwHt au« der Ne-daclio» der „Elldsleirischen'' stammt?, benützle ich zu folgend« Missethat. Ich revidierte meine allen Siieflett.n . und bemerkte. mit Freuden, das« ich immer den rechten Schuh zuerst zer» reiße. Der gute linke Schuh vö» mir und da« rechte Schuhzeug de» Herr» Schegula gab also ein Paar zrvar etwaS ungleicher, aber iminerhin brauchbarer Stieflette». Ich steige »un mit wahrer Wollust iu den Schuhen de« Herr» Schegula herum und ui» mich erkenntlich zu zeigen, bin ich gerne bereit, meine zwei zerrissenen linken Sticfleiten Herrn Schegula einzusenden. Unser nervöse« Zei alter. al» solche» so oft geschmäht, bringt doch auch wieder au» sich selbst die Mittel hervor, um die ausreisende Hast des Erwerben» und Vor>vält«d>A»gen» durch eine sorgsamere, die Gesundheit fördernde ErnShriingtweisc zu mildern, uud dadurch da« allgemeine Wohlbefinden und die volk»k>ast zu erhöben. Hiezu darf in erster Reihe K.Nhmne»» »nechp-Malzkaffec gerechnet werden, der eine» gesaudheitlich al» äubeist wohlthätig beivährten Zusatz zum Bohnenkaffee bildet »nd zugleich gestattet, bei gleichen Kosten «ne bffferc Lotte dr?selben zu verwenden, wodurch der Wohl-äqchliwA M "lofll'.chiii tlcheegctränke» iinrichcst verfeinert wird Die» ist umso leichter »»«zusührni, al» heute ein wesenilicher Preisuiiieischled gegenüber den ge-ringeren Sorten nicht mehr besteht, und dersclbt bei einer feineren Qualität durch gröbere Auögiebigkeit fast au», geglichen wild. Guter Bohnenkaffee und echter taihreiner gebe» die vorzüglichste «affeeniischiing. Wo jedoch aus gröbere Sparsantteit gefeben werden muh, da bietet Kathreiner» Kneipp-Aialzkaffet auch ohne gusatz von Bohnen-kaffee ein angenehme», sehr zusagende» «affeegetiänk. da er selbst Bvhnenkoffc.^eschniack besi^t. welcher ihm noch dem lkathreiner'schen Beisahren ein Itxtraet au« der «affeepflanze verleiht. Er ist leicht verdaulich, Umbildend und »Shrkrüstig -inb wild Frauen und Kindern, sowie dort, wo Bohnenkaffee ganz untersagt ist. allgemein »rztlich empsohlen. «eine Ha»«sran »nd Mutter süuiite länger, diesen echten Familienkaffee zu verwenden, nur ichte man beim Einkauf genau aus die Originalrakete mit der Schutz-matte „Pfarret lkneipp" und dem Nanien .Kathreiner". „Zetilexlf»»" nennt sich ei« in der Dernscheii Verlag». Anstalt in Stuttgart erscheinende« publizistische» Unterneh-men, da« ledenfall« neu. eigenartig, zeitgennib und pryktisch zu bezeichnen fein düijte. Aum erstenmal wird bter der öers„ch gemocht, da» Hqgt!kd«»».tzor^a>Vc!> isi. Te^ leichte» Orieu-tierung wegen ist die norm der lexikalischen Behandlung »oöhlt, d h. »r iiichslt de« Hefte» ist n«ch .rlphate-''/n Skrvoorkei! georduet. so daß ftch jeder den gt» — 4 — trtofttrn «uff (giftt »ß sofort unb mühelo» verfchaffen sann, bft IMklkflntt«» W neuen «krfrt Mrfft fich b»m abgrenzen lassens Der Staat«, unb Jfctoatbramte, btr WoiGKr. b«t aro&f »4« der kleine «efchäft»mann, ber d« brr Techniker. der Liebhaber der M*fif und »i^enfchaften. kurz jeder, der »ur irgend wie feinen Blick auf da« Sffentliche »de» zu richten ae> "eitle jifon" al» eine» bither Berater willkommen heißen und «ine» Plan unter den ihm un-~ " fctNMMl und iothet n weise». »«zahl und Ansehen der gewonnene» Mitarbeiter bürgen dafür, daß dem Leier größtmögliche Zuoerläßigkrit in dm entbehrliche» Büchern feiner Hand» ~sp;_____ i geboten wird, i» IS Monat». , > W . .. lfstwg jedem ermdglichen dürfte, der fich f»r di» von ihm in» «, n einjelneu Angaben und Mitteile {eitlertIon" erscheint iShrli« K 1-00 ein Prei». der die « Da« Ha»i luae genommene» Hwerke interessiert Da» Januarheft ist durch die Buchhandlung w. 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I Bei dem bitteren Schicksalsschlage, der uus Ar» troffen hat, find uns vou alle» Seiten, von Nah und Fern, so zahlreiche ergreifende Beweise von Freudschaft und herzlichem Mitempfinden zutheil geworden, das» wir dafür nie genug erkenntlich sein können. Nur wer selbst so Schwere» durchzumachen hatte, vermag eS zu fühlen, wie wohl eS thut, in solchen Stunden nicht allein zu stehen und sich von warmer Theilnahme umgebe,» zu wissen. Darum sagen wir von ganzem Herzen eiu recht inniges „Vergilt'S Gott". Die tieftrauemden Atnder vnoppek. Für Ban- nnd Cementarbeiten besten Schottergrubensand liefert billigst Carl Sima, Kann bei Pettau. Heute Sonntag den 28. April 1901 •S Eifillaliifiiiiii !• in Straschill's Qasthanse ■ in Rann. DU Wirkung 4«r Annonce ist mu dann vou Criolg. »»-stat Riig uud Abfassung der >». feige twkckmtbi» vorgeht. 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Ich öffnete da» rostige Gitter, er reichte mir zum Abschied die Sand und entfernte sich schnellen Schritte», während ich ihm sinnend nachschaute. Plötzlich blieb er stehen, wandte sich um und kehrte zu mir zurück. .Haben Sie auch Geld?" fragte er mich. „Geld - nein." In meinem ganzen Leben hatte ich nie auch nur einen Pfennig besessen. .Welches Glück, daß ich noch daran denke! Was wollten Sie, armes Kind, ohne Geld anfangen?" Er zog feine Geldbörse hervor und . , zählte mir fünf Goldstücke in die Sand. —- - — - * »So, damit kommen Sie bis Egern-dorf," sagte er, drückte mir nochmals die vand. eilte die Straße hinab und war mir bald aus den Augen; während meine Finger sich fest um feine Gabe schlössen, I'kschlich mich doch unwillkürlich das Ge-fühl, als hinge von diesem Gelde meine ganze Zukunft ab. Eilends begab ich mich in mein Zimmer, verwahrte die Münzen in einem klei-»en Beutel und trug denselben mit dem Medaillon, das mir jetzt teurer war denn je, nm den Sal». Auch wenn Doktor Böhring e» mir nicht noch besonder« anS Serz gelegt hätte, würde ich Frau Peterink nicht» von seinem Besuche gesagt haben. Nie fragte sie darnach, wo ich meine Zeit hinbrachte, womit ich mich beschäftigte; sie war nie unfreundlich gegen mich, zeigte aber auch nur geringes In» icresse für alle», was um sie herum vorging. Und jetzt, nun ich wußte, wie feind-lich mir die gesinnt war, in deren Dien->)en sie stand, mied ich es noch mehr, sie in mein Vertrauen zu ziehen, obwohl ich überzeugt war. daß sie mich absicht-lich nie verraten werde. Daß die Gräfin keine Liebe für mich Hatte, wußte ich wohl, daß aber ihr Saß soweit ging, meinen Tod zu wünschen, mich wenigstens vor der Welt als tot gelten lassen, war entsetzlich. WeShalb das alles? — Was hatte ich ihr gethan? Immer und immer wieder tauchten diese Fragen in meinem Innern auf. ohne daß ich eine befriedigende Antwort darauf hätte finden können. Sibirische M«rz»iebel, Blauster«. rolds von meinen« Hier-sein wußte», - wie kam eS, daß sie mir »icht direkt Nachricht von sich gaben? Wie. wenn sie weniger vorsichtig als Fritz gewesen, »nd ihre Briefe an mich abgefa»-gen worden wären? I» diesen, Falle wäre ich gerade den Gefahren ausgesetzt, die zu ver-nieide» ich mich ruhig verhalte» sollte. Ei» kalter Schauder durchrieselte mich. Mit geheimem Bangen beob-achtete ich Fran Bete-rink, ob sich in ihrem Gebahren mir gegenüber irgend welche Veränderung zeigte, die mich fürchte» ließ, niein Ge-heimnis könnte entdeckt sein: aber ich vermochte nichts zu erfahren. So blieb mir nichts anderes übrig, als ruhig abzuwarteu. was die nächste Zukunft mir briu-gen werde, obwohl meine Ungeduld, von Doktor Böhring wieder zu hö> ren, dnrch ihn in »leinen Aengsten und Zweifeln etwas beruhigt zu wer« . ?»« s»> d« irabrri w de», sich mit jedem Tage >nS plötzlich der ungewohnte Ton von Räderrollen erschreckte. I» der nächsten Minute wurde so heftig an der HanSklingel gezogen, daß eS »»heimlich i» den stillen weiten Ränmen widerhallte »iiö Nero wütend zu belle» anhnb. Frau Peterink, noch um einen Schein mehr erblassend, staust ans, »ahm die Lampe vom Tisch und ging zn öffnen. Wie das Herz mir klopfte! Wer anders konnte das sein, al« Doktor Böhring, Fritz oder ... wäre e» möglich? — Ich drückte die Hand aufs Herz, in» seine wilden Schläge z» hemmen -- ach, nein, ec konnte Arden nicht sei»! Nnr mit Mühe ver mochte ich meine Ans regung soweit zu bekam psen, um Frau Peterink de» steinernen Gang hin ab folgen zu könne» Auch Nero kam henlenst und knurrend hinter uns her. Borsichtig öffnet,' Frau Peteriuk die Haus thür, so weit die daupi liegende eiserne Kette ec-zuließ und lugte hinaus Ich vernahm den To» einer Stimme, aber — wie ein Stein fiel e» mir aufs Herz, das war keiner der von mir E, hofften, das war dir Stimme einer Frau Welch bittere Enttän schung! Eine weibliche Gestali in einen dunklen Manie! gehiillt, mit einem dick ten Schleier vor de»! Gesicht trat ein. Der Kutscher folgte ihr mit einem große» Koffer und entfernte sirl, dann wieder, nachdei» die Fremde ih» abge lohnt hatte. Auch ich wandte mirli und kehrte in die Küche zurück. Ein so seltenes Ereil, nis es war. einen Gau hier im Hause zu sehe», hatte die Enttäusch«»«! mir für de« Augenblick doch jegliches Jntere>'< an der Fremden genoi» men. Doch es währte tiicii. lange, da näherten sich auch die beiden Franeü der Küche, die Fremd eifrig redend, währe», (mit Nero noch immerknurrtc Jura Räch pholographlsche» A»,'»ahi»ei>. trotz Fran PeterinkS Bc mühen, ihn zu beruhige» Plötzlich überkam mich eine nnrrklärliche Angst, als ich dt^ Fremden Stimme zu erkennen glaubte, nud ein kalter Schaudn durchrieselte mich, als sie. in die Küche kommend, den Schleie zurückschlug uud ich sah, daß mein Ohr mich nicht getänscht hatte Die Jahre hatten sie nur wenig verändert. „Fräulein Morlino scheint sich meiner nicht mehr zn erinnern, wandte sie sich zu mir, mit dem katzeuartigeu Blick in ihren Ange» den ich so gut kannte. „Im Gegenteil, ich entsinne mich Ihrer sehr genau, Severa. versetzte ich kalt. .Ein herzliches Willkommen haben Sie nicht gerade für mich, meinte sie darauf in halb spöttischem Tone, während sie Hnt un" Mantel ablegte. „Doch ich zürne Ihnen darum nicht. Wie schon Sie geworden sind!" snhr sie fort, als sie näher trat und mich ml + G7 i- ihre» Allsten falsch fixierte — katzcnartig waren diese Augen! Segte ich als Stint) nur eine int-erklärliche Abneigung gegen sie, so hatte ich jetzt die feste Ueberzeugung, vaß mir mit ihrer Nähe eine Gefahr drohte, gegen die ich mich z« wappnen beschloß. „Ich gedenke, Ihre Gastfreundschaft aus ei» vaar Wochen in Anspruch zu nehmen/ wandte sie sich zu Frau Peterink; „seit einiger Zeit fühle ich mich so wenig wohl, da« die Gräfin mich hierherschickte. Die gute Luft, meinte sie, werde mich kräftigen: von hier könnte ich ihr ja auch Nachricht über das Kind geben, an dem sie mit solcher Liebe hängt, daß sie zuweilen wahrhaft Sehnsucht nach ihm hat." Ich würdigte diese Worte keiner Entgegnung. „Wo ist die Gräfin?" fragte Fran Peterink. „Gar nicht weit von hier — sie ist in Shlt uir Kur," antwortete Severa; „die arme Fran ist recht angegriffen. Der Gras wäre ja vielleicht Heinrich Pra»r, l. Sirrpräsideut ein ganz guter Mann — wenn er die Karten nur etwas we-niger liebte! — die gebe» oft Anlaß zu manch unliebsamer Scene. Zwar hat die Gräfin ihr Vermögen fest anstelegt, aber weh ihr. wenn sie ihre Renten uud Zinsen erhält und sie ihm nicht so viel davon geben will, als er haben möchte!" Ein boshaftes Lächeln um» spielte ihre Lippe», daß man die spitzen Zähne sah. Unwillig wandte ich mich ab und zog mich mit einem kurze» „Gute Nacht" in mein Zimmer zurück---- Sehr bald gewahrte ich. daß Severa vollständig die Rolle eine» Spions im Sause spielte. Kaum, daß sie mich auch nnr eine Stunde aus den Auge» ließ; selbst auf meinen Spaziergän-ge» mußte ich ihre Nähe dulden; und als ich, ihrer Gesellschaft nun gründlich müde, mich infolgedessen auf da» Sans beschränkte. erklärte sie, baS viele Gehen greife sie an und sehte sich mit ihrer Ar-beit zu mir ins Zimmer, in die Küche, oder wo ich eben war. — Kurze Zeit nach ihrer Ankunft fühlte ich mich zum erstenmal in meinem Leben krank; es beichlich mich eine seltsame Mat-tigkeit, und mit jedem Tage einPfand ich größe-ren Widerwillen gegen daS Esten. Anfangs hielt ich die Sache für nur vorübergehend, doch wurde ich im-mer matter, immer lei-dender, so daß Frau Pete-riuk endlich nach dem Arzt schicken wollte. Dagegen aber protestierte Severa heftig. Mir fehle weiter nichts, meinte fie, als daß ich etwas angegriffen, et-was nervös fei; dagegen habe sie eiu Mittel, — Chinin — das ihr selbst sehr gut thue. Aber ich verschmähte ihr llhinin und nahm lie-ber den Thee, den Frau Peterink mir bereitete. Mir war so bang, ich könnte —vielleicht gerade zu einer Zeit, wo ich meine Kräfte an» nötigsten brauchte ernstlich erkranken, daß ich alle meine Energie zusammen nahm nnd mir sagte: „Du darfst nicht krank sein!" Aber umsonst! Bon Tag zu Tag ward ich matter nnd schwächer, bis meine Füße mich kaum mehr trugen; eS tönte und brauste mir seltsam iu de» Lhren, nnd das Esten ward mir mit je- dem Tage mehr zuwider.-- Eine» Nachts erwachte ich nach einem kurzen, uurnhigen Schlaf und schaute eine Weile nach dem hellen Monde, der nngehindert durch die Gardinen schien. Dann schlössen meine Lider sich wieder nnd ich hatte einen seltsamen Traum. Mir träumte, ich stünde dranßen vor dem Thore ans derselben Stelle, wo ich Doktor Böh- M»rib Gras?-tttr v»n »erLilie, Priilidrnt. ring getroffen hatte. Es war seltsam still und kalt, u»d wie iest-gewurzelt stand ich da. das Gesicht dem alten Schlöffe zugekehrt. Plötzlich that sich die Thüre desselben geräuschlos ans, nnd her-anS kani eine unheimliche Pro-zession. Als sich der lange Zug mir lanstsam näherte, sah ich. daß sie eine» Sarg trugen, und ich wnßte, daß sie mich selbst zu Grabe trüge». Die Gesichter der Leidtra-genden waren meinen Auge» verborgen, nur wie der Letzte des Zuges an mir vorüber-kam, wandte er sein Gesicht mir zu und ich erkannte — meine verstorbene Mutter. Als ich ihren tranrigen An-gen begegnete, drang ein Klage-ton durch die Lüfte, der von ihre» bleichen, farblosen Lippen z» komme» schien. „Vergiftet." Der ganze Zug, einer nach dem andern, wiederholte daS Wort, bis es endlich durch die Luft Dr. Aohnnu Ziczek, !!. PircprSsidriil. rinnviikifvinTn «MWM Nl'llllllU »will 6(1 dr»d«»d«» ®»«art mit thut «niiM«IU. I) I) Cb«n «ri-chittll». laut widerhallte: „Ber-giftet! Vergiftet!" Als ich erschrocken er-wachte, war ich ganz im Schweiße gebadet und zit-terte an allen Gliedern. Noch tönte eS mir in den Ohren: „Vergiftet! Vergiftet!" gleich einer plötzliche» Offenbarung. Vergiftet! Vergiftet! Ja, jetzt mit einem Male zweifelte ich kaum mehr daran, ich war ver-giftet nnd Severa war rn-'ne Mörderin! Ich war nie abergläu-bisch, glaubte sonst nie an Träume, aber mir war, als habe eine höhere Macht mir durch de» seh-same» Traum die Wahr-heit offenbart, »>» mich z» warne». Ich wischte mir den kalten Schweiß von der Stirn und suchte in Ruhr zu denken, zn überlegen. Aber da bemächtigte sich meiner neuer Schre-cken. Wie, wenn eS schon zn spät war? Wenn das Gist schon zu sehr gewirkt, meine Kräfte bereits zu sehr geschwächt hatte, als daß ich der Flucht, mein einziges Rettungsmittel. noch sähig wäre?! Wenigstens wollte ich mich nicht ohne Kampf ergeben,wcnigstenSwollte ich versuchen. Severas mörderischer Hand zn ent- -y 68 fliehen, und wenn Ich unter GotteS freiem Himmel krastloS zn-sammenbrechen sollte! Besser vor Schwäche »nd Eulkrästnng aus dem kalten Moorland sterben, als durch die mörderischen «linste dieser Eleudeu allmählich hinsieche»! Oortfe»»«» ii>igt.) Sibirische Meerzwiebel, Blauster» (Sei)la »ibiriea). Diese niebliche klein« gwiebelpflanze. welche kaum 15—20 Ctentimrtrr hoch wird, gehört zu unser«» ersten Frühling»blühern- Im Ansang de» Herbst«» gepflanzt, bringen di« Zwitbelchen im «arten bereit* im März mehrrr« Blüt«nfchöst«, dl« m«ist br«i ti«fdla»k, sternförmige BIÜt«n trag»«- Dirs« Blausterne lassen sich vor-teilhaft zur B«pflanzung kleiner Beel« »nd zur Bildung von Beet»i»fassu»g«n verwenden- Die Zwi»b«lchtn sind ganz winterhart. Zu 3—5 in ti 8 lltnii. meler weit« löpft gtpfiauzt und im Wjntrr »wischen den Dopptlftusitr» ge. pflegt. Ist dl« sibirische Mrtrzwirbtl gltlchfall» eine sehr dankbare Blühtrin, di« zwar hoher Wärmt nicht zugänglich, ober zwischen südlich gelegen«» Toppel-f«nsl«rn doch schon im Februar erblüht. Dee »rahende Bergsturz bei Roiraigue im Bal »e Iraners im Renen-burgerIura. Di« Schweiz war schon Öfter der Schauplatz snrchlbarer Bergstürze, bi« jäh hereinbrachen nnd in w«nig«n Augenblicken Hunderte von Aenschenlebin vtrnichleien, abg«s«hrn von d«n sonstig«» Btrh««rungen, die nie «ehr bes«itlgt werden könntn. So kam SRitte F«bruar au» b«m schweizerischen Kanton Renen, bürg die überraschende Kunde, daß in einem Jurathal eln großer Bergsturz drohe, dee zu den schlimmst«» Btfürchiungrn Anlaß gäb«. Die g«fährbet« Stell« b«> findet fich im Bal de lraver» unterhalb b«r Ortschaft Roiraigu« an der Bahn-lini« Reu«nburg-Pontarll«r. Etwa fünf Minuten unl«rhalb de» Dorf«» verengt sich da» Thal zu «in«r Schlucht, bi« gerade d«n Fluß und die Eisenbahnlinie durchläßt, während di« Landstraße auf d«r link«» lhalfeiie elwa 200 Meter über dem Flußbeet in den Felsen gehauen werden mußt«. Dieser Engpaß Hot s«i««n Ursprung in nralt«n Bergstürzen, ble an »«iben S«it«n von den himmelan-slr«b«nben kahlen Fel»wänden niedergegangen sind, pon denen auch In nrn«r«r Zeit noch ab und zn mächtig« Schollen herabtomm«n. Die da» Thal durch. fii«ß«nd« Ar«uf« ist «in h«imtückisch«l B«rgwafl«r, da» zur Winterzeit und nach längerer Droekenheit fast ganz verslegt, aber nach hestlgem Regen oder znr Zeit b«r Schne«schm»lz« im Frühjahr zum wilden Bergstrnm anwächst und mit ungestümrr Sucht dahinstürmt. Dab«l ist der Fluß sein«» stark«» ««fälle» wegen d«m lhal außerordentlich nutzbar, denn eln« ganz« Anzahl von «l«ktrl. fchen Fabriken unb anderen Anlagen ist seine« Lauf »ntlang errichtet, und diese haben nicht nnr da» ganz« Trav«r»thal. sondern auch bi« Städte R«n«n-bürg. Ehaux-br-Fonb» »nd Lo«l« mit «l«kirisch»r »rast zu v«rsoeg«n. Auch di« Wasserversorgung der drei g«nannt«n Städte geschieht an» der Areuse. Sin« Stauung ihre« Wasser» hätte den Stillstand allrr j«»«r Werk« zur Folg«. — In bi«s«m Kngpaß unterhalb Roiraigu«, di« Schlucht va« Furrll genannt, befinden fich anf der linken Seit« groß« E«m«ntbeegw«rk«. »i« schon seit (SO Jahren im B«tri«b stehen nnd so den ganzen B«rg durchwühlt bäbn». Bi» zu 260 R«ter find die Stollen in den Berg getrieben, und dort vcrtmii fit fich strahlenförmig »ach allen Richtungen, selbst drei^und vierstöckige Dakerien übereinander bildend. «roß^ leite be» Lager find bereit» abgebaut u»5 stehen feit langer Zeit unbenutzt,.während die Bohrungen-in ailbirrn Richtung«» fortg«s«tzt werden- Fünf Stollen v«rmitt«ln den Aukgang „ach dies?» S«it«. wo die groß«» Stm«nt»iühl«n Negen- Am 7. Februar vernahm«» di« »rbrltrr im gnn«r«n b«» Berg»» rin dumpf«», donntrartig«« Rollen, ba» längere Z«lt andauerte und immer näher kam. bi» sich schließlich die «alerirn langsam zu senk«« begann«», bi« Stützmau«rn «instürzt«», stark« hblzerne Balken «»geknickt wurden und endlich die Salerie» an mehreren Orten einstürzte», so »aß der Zugang zu einem groß«» ltil be» Bergwerk» abgesperrt wurde. «ltichzcitig stürzten auch vier von den fünf Au»gang»stoll«n zusammen; glücklicherweise konnte fich vorher noch alle» in» Freie retten. Die B«wohn«r in der Rähe de» Berg«» halten gl«ichfall» da» uni«rirbisch« Rollen vernommen, «nd al» daraufhin der Brrg untersucht wurde, fanden fich zahlreiche groß« Rlsie unb Spalt«n, von denen 13 üb«r di« Straße laufen und etliche eine Breite von 30 »I» 80 Lentimeter besitzen Di« unterst« Bruchst«ll« b«» F«ls«n» befind«! fich «ur etwa 15 Meter über dem Flußbett, bi« oberste 300 M«t«r hoher. Die Fachexperten stellten fest, daß di« in B«w«gung befindliche Masse «ine Fläche von 30,000 Quadratmeter und eine liefe von 2b bi» 30 Meter befitzt, sonach da» den, Absturz drohtnd« Gestein etwa «00- bi» 900,000 Kubikm«l«r umfaßt und vollkommen grnügrn würde, um ba» ganz« lhal <0 bi» 50 M«t«r hoch zu b«d«ck«n, bezw. ein«» Wall von solch«r Höht zu bilden, der all«», Wohngebäube, Fabrik«», di« Els«nbahn unb da» Flußbett, zub«ck«n unb b«n Abfluß de» Wasser» aufhalle» würd«. Wär« schon d«r durch den Absturz allein angirichtkt« Schaden groß genug, so würd« dieser ab«r noch gering sein geg«» di« Folgen einer längere Zeit andauernden Wasserstau ung, bi« sich zu einer furchtbaren Katastrophe gestalten könnte. Man erwartet den Bergsturz b«i einirelendem lauw«tt«r, zu wrlcher geil auch die Aeeuse infolge der Schnee-schmelze hoch angeschwollen fein wird. Der Fluß führt innerhalb 24 Stnnben bi» zu 17 Millionen Kubikmeter Wasser zu lhal. Wenn dies« M«ng« nur. etliche lag« gestaut wird, bi» fl« den Damm zu sprengen vermag, wird N« mit iurchtbarer «twalt durch da» lhal rastn, all«» üb«rlchw«mmt» uud alle Fabrik«», «thöstt und Ort« hinwegfege». Hierin li«gt bi« große ««fahr de» Bergsturz«», und b«r Behbrde» gri)ßle Sorg« g«ht dahin, womöglich da» Fluß-bett frei zu halten, wa» aber fast unmöglich «rschrint. E» ist bah«r borge-schlagen worden, zur Ableitung de» Flusse» einen 500 Meier langen lunnrl durch b«n geg«nüderlieg«nden Berg zn graben, ein Plan, der aber nur au», führbar ist, wen» der Absturz noch bi» zum komnienden Winter, zum Wieder-eintritt d«» Froste», hingehalten werden könnte. Da« Präsidium dcS neugrwählien österreichische» Abgeordnetenhauses. Da» neu« österreichische Abgcordn«lcnhau< wählte zum Präsident«» den «rostn Moritz Better von der Lilie und zn Blceprisidtnlcn ble Abgtorbntie» Htlaii^ Prad« und I>r. Zaezrk. welch« be>d«n letzteren schon in dem srüh«r«n Ha»!« di« gleichen Würden b«tleid«Ien. Die rasch und vrrhällnilmäßig einmütig stände gekommene Wahl de» Präsidium» erweckt die Hoffnung, daß nunmehr wieder b«sf«re BerhSitniss« im »st«rreichisch«n Parlament eintreten werde» (Straf Moritz Better, der Sohn de» La»d«»hauptmann« von Mähren, «ra„, Felix Better von der Lilie, würd« am 22. August 185« in lroppan gebor,,, llr enlstamml einer alten Adcl»famii!«. die ihren Stammbaum bi» auf ein« Seilenlinie der Baloi» z»rückl«it«t. Mit Maria von Burgund, der «rmahlu, Kaiser Maximilian» I., kam di« gräflich« Famili« Better von der Lilie in b>« öst«rrrichisch«n Lrbland« und erwarb in Sieiermark Grundbesitz. Drr ne? Präsident de» Abg«orbnet«nhausr» absolvierte die juridisch«» Studien in Wir» und legt« die politisch« Beamtenlausbahn rasch zurück, loch verließ er ai« Staithalt«r«irat den Etaat»di«nst und windet« sich der parlamentarischen Laus, dahn zu. »ras Better grhört dem mährischen Landtag« und feit 1897 al» Abgeordneter der l!itt«lpatt«i dr» mährische» «roßgruudbrsitz«» b«m R«ich»rn a». B>»her beteiligt« «r sich an de» Verhandlungen »ichl in hervorragend-r Weise: rr gehört« zul«tzt keiner der Partei«» an. sonder» benutz!« seinen Aus. entHall in Wien mit Vorliebe zu medizinische» Fachstudien, um zu dtm juridischen Doktorgrad »och den medizinischen zu erwerbt». Di« b«id«n Vier. Präsidenten, Heinrich Prade und Dr. Johann Zaezek, sind allere Parlame». tarier, di« b«n> R«ich»rate schon feit 1885 angehör«». Prade vertritt al« Milglied der deulschen Volk»part«i feine Vaterstadt Reicht»derg, während der Olmützer Advokat vr. Zaezek al» Führer der mährischen lsch«ch«n d«m Jung-tschechenNub al» Mitglied angehört. Bor Gericht. Richter (zu einem Zeugen) - .Richt wahr, ber Angeklagt« wollt« Sie veranlassen, bi« Sache zu verheimlich«»? Mit wa» wollte «rghnr» b»n Mund stopf«»?' — Zeuge: .Mit «iuer Klaster Buchenholz!' Erklärlich. Frau A.: .Unser Dienstmädchen steht I«d«n Morg«» auf, ohne daß man sie zu wecken braucht.' — Frau B : .Richt «bglichl' — Frau .Ja, fl« hat 'n« Liebschaft mit b«m Milchmann!' (kin PraktikuS. Saft: .Kellner, hier habe» Sie fünfundzwanzig Pf«»-nige. sagen Sie mir aber, wa« Sie mir empsehl«» könne»!' — Kellner: .««hn S' in «in andere» Restaurant!' Grsnlzle KSIbersüh«. Bier Kälb«rsüß« werben gewaschen, mit Safstr zugtfetzt und langsam, unter fleißig«« Abschäume», halbweich g«kocht. Run werden die Füße herau«genomme», von dtn Knochen abgelöst und da» Fl«isch mit «twa» llitrone und 1 Zwiebel gröblich gewiegt. DI« inzwisch«n zurück-gestellt« Brüh« wirb durch «in« angefeuchtete Servi«tt«, nachd«m alle» Fett abgeschöpft wurde, gegosien, in »Ine» lopf mit den g«wi«gt«n Kalbifiße»-Essig, Salz unb Pf»st«r gegeben, wieder zum F«u«r gebracht, noch «ine Stund« langsam gekocht und fleißig abgeschäumt. Ist di« Sülze nun durchsichtig, so wir» fle in «Ine halbtief« Platt« g«gofl«n, an «in«n kalten Ort gestellt, anbern log» in fingerlang« Stückchen geschnitten, mit Salz, Pfeffer. Essig unbO«l venneugt und vier die hübsch aufeinander geordneten Snlzstückch«» geg»ss«n. Schimmel an den Wände« verschwindet, wenn mag die Wand mit^tztzik streicht, dem Zinkditriol (aus einen Eimer voll lünch« 60 «t.) zugesetzt Krd Man kann Frsiherbse« um rine Woch« frührr erntrn, w««n an den Stöcken nach der dritten und vierten Blüte bi« Spitzen au»g«broch«n werden- Di« Ber-ringerung der Ernte wird durch den »rzi«lt«n höheren Prei» reichlich ausgewogen. Ho»»nq«. ghr Leser mein, ver mag Ich sein: Bald schwarz, bald weiß, Bald kalt, bald hetK, 8m Nachbarland m Donauftrand? gulin» yalck. Palindrom. So» vorn« «lesen Ist » mvthlscht» Hestn. Tu Ivlrst t» von tzluttn «I» »üfltnort sin««». Cil»«rril(«l. M. Eh «rode. ?» bau'» di« ersten deidtn «t« scharf«»» Zahn >hk Hon»! Du sprichst in Luft unk Leide» Erregt dl« dritte au». Ta» »an,« endlich nennet 8m v»ür»«mb«rger Land in BlSdlchen. da» ihr kennet «neine»ssli>tch«n»Slrand. Juliu» galek. i «ulldsung folgt In »llchfter Nummer. Auslosungen au? voriger Nummer: ?er Sliarade: llisenhiii. Dr» »vorträtsel»: Ktalla. De» Arlthmoarlph»? flivrwaldsen, Ilalseli. »stende, >Tol«nd, «cikl. Andrea», ».nernre. I»rass«l. »»a!«rn^> Krliard. Xatal. Thorwaldsen. Iiue »lechie uurbcU«iem. »«ranrwortitche NedaMon von ?r»,st Pfeiffer, -edrucki und hrrautgegeb«» »vn «reiner » Pstiflte in Stuttgart