Nr. 133. Freitag, 13. Juni 1913. 132. Jahrgang. Mbacher Mma V»3«««»»»«. i». Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließuni; vom 31. Mai d. I. den Sektionsrat im Eisenbahnministerium Dr. Gustav Scheikl zum Staatsbahnd^irektor in der fünften Rangsklasse der Staatsbeamten unter gleichzeitiger taxfreier Verleihung des Titels eines Hofratcs allergnädigst zu ernennen geruht. For st er ni. p. Den 11. Juni 1913 wurde m t>erHo<° und Staatsdruclerci das U.V. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 11. Juni l9I3 (Nr. 133) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß» erzeugnifse verboten: Nr. 152 . Aus Konstantinopel, 11. Juni wird gemeldet: Die türkischen Delegierten werden heute London verlassen, sich einige Tage in Paris aufhalten und dann hierher zurückkehren. Hier heißt es, daß die Wiederaufnahme der amtlichen oder halbamtlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Bulgarien unmittelbar bevorstehe. Es sei möglich, daß der erste Dragoman der bulgarischen Gesandtschaft, Popov, der während des Krieges hier geblieben war, beauftragt wird, die Beziehungen mit der Pforte unverzüglich wieder aufzunehmen. — In amtlichen Kreifen der Pforte wird erklärt, daß bezüglich des Zeitpunktes für die Unterhandlungen mit den Ballanverbün» dctcn über die noch in Schwebe befindlichen Fragen noch keine Entschcidnng gefällt worden ist. Zu diesen Fragen gehört die Erneuerung der Konventionen mit Griechenland, die die größten Schwierigkeiten bieten dürfte. Man« betont, daß die Wiederherstellung des vor 1897 bestandenen Regimes absolut unmöglich sein werde, da sogar die Konsularkonvcntion, die im Jahre 1902 nach dem Siege der Türkei von 1897 abgeschlossen wurde, nicht wieder vollständig erneuert werden wird, weil sie Zugeständnisse enthält, die unter dem alten Regime gemacht worden sind. Immerhin glaubt man, daß sich ein Boden finden ließe für ein Einverständnis, so daß ein Protokoll unterzeichnet werden könnte, das das Inkrafttreten des Präliminarfriedens ausfftricht. Tligcsncmgtcitcll. — Wie tränt die Dame den Gchirm?» Da der „gute Ton" besonders in Kleinigkeiten der Haltung zum Ausdruck kommt, so laßt es sich ein Pariser Blatt angelegen sein, die Damen über die korrekte Haltung des Schirmes zu belehren. „Sonnen- und Regenschirm", so heißt es hier, „sind sehr notwendige, aber häufig recht unbequeme Dinge, so daß es sehr vorteilhaft ist, zu wissen, wie man sie am besten trägt. Keine Dame sollte ihren Sonnenschirm auf der Schulter ruhen lassen; eine solch nonchalante Haltung ist höchstens unter intimen Freunden in einem Park oder Garten erlaubt. Wenn man den Regenschirm nicht benutzt, soll man ihn gerollt tragen und sich sehr in acht nehmen, daß man damit an niemanden anstößt. Gin Regenschirm darf nie in einen Salon gebracht werden. Ist es einer Dame unbedingt Bedürfnis, dann kann sie den Sonnenschirm in der Hand behalten, wenn sie eintritt, aber sie darf ihn nie über ihre Knie legen oder an ein Möbelstück anstoßen. Damen, blr die Gewohnheit haben, mit ihrem Schirm auf dem Fußboden, dem Parkett oder Teppich wunderliche Figuren und Buchstaben zu malen, sollten diese die übrigen Anwesenden sehr wenig angenehm berührende Unart unter allen Umständen anfgeben." — Wärmn man mit geschlossenen Auge» nicht geradeaus gehen tan»».) Niemand kann mit geschlossenen Augen geradeaus gehen; wer es versucht, biegt bald nach einer Seite ab. Die meisten Menschen biegen dabei nach rechts ab, und die gleiche Erscheinung tritt ein, wenn man mit offenen Augen auf einer kahlen Ebene geht, wo es keine Orienticrungszeichen gibt. Woran liegt dies? Die „Annales" werfen diese Frage auf und suchen nach einer Erklärung dafür. Einige Gelehrte haben die Erscheinung daraus erklärt, daß bei den meisten Menschen das linke Bein etwas länger sei als das rechte. Dieser Unsymmetrie des Körperbaues entspräche eine Ungleichheit der Schrittlänge und diese erklärte ohne weiteres das Abbiegen von der geraden Richtung nach rechts. Etwas anders lautet eine zweite Erklärung der Erschel-nung: die meisten Menschen sind nicht nur Rechtshänder, sondern ziehen die rechte Seite überhaupt vor, sie weichen Hindernissen nach rechts aus, ja wenn sie die Wahl zwischen rechts und links haben, etwa in einem zweiteiligen Treppenhause, wo rechts und links je eine Treppe zum gleichen Ziele führen, wählen sie die rechte. Die Erklärung hat auch viel für sich, besonders, wenn man bedenkt, wie leicht man gerade im unwegsamen Walde Kreise nach rechts beschreibt. Wenn man vielen Hindernissen — den Bäumen — auszuweichen hat und dies meistens nach rechts tut, wird der Kreis natürlich ziemlich klein. Es ist auch möglich, daß beide Erklärungen gleichzeitig richtig sind. Eine Unsymmetrie des Körpers findet sich nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren und es liegen Beobachtungen dafür vor, daß Tiere des Waldes ebenfalls zuweilen Kreise beschreiben, anstatt geradeaus zu gehen. Der Lösung dieses merkwürdigen, bisher nicht völlig geklärten Problems kommt man vielleicht näher, wenn man Versuche an linkshändigen Menschen macht. Wenn die allgemeine Bevorzugung der rechten Körperseite das Gehen im Kreise erklärt, wird jedenfalls der Linkshänder beim Gehen mit geschlossenen Augen nach links von der geraden Richtung abweichen. — (Der Professor und seine Zuhöret.) Man schreibt der „Frkf. Ztg.": Der russische Publizist Filatov erzählt in Erinnerungen an die Moskauer Universität vom An- fang der Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts eme hübsche Geschichte darüber, wie damals der Unterricht in der deutschen Sprache an der genannten Hochschule gegeben wurde. Der Leiter war ein Professor Völkel, dei keine Ahnung hatte, daß er mit Zuhörern rechnen mußte, die das Deutsche kaum buchstabieren konnten. Er hielt seine Vorlesungen in deutscher Sprache und erschien pünktlich zur festgesetzten Stunde in dem kolossalen Auditorium der juristischen Fakultät, das ihm angewiesen war. „Eines Tages", so erzählt Filatov, „begegne ich meinein Kollegen Krylov und frage ihn, wohin er gehe." — „Zur Vorlesung in der Deutschen Sprache." — „Haben wir denn solch ein Katheder?" — „Aber natürlich, und es findet sogar ein Examen statt." — „Das ist doch nur ein Scherz. Gibt es denn da viel Zuhörer?" — „Nein," lacht Krylov, „manchmal bin ich allein, wenn sich nicht ein paar Juristen dorthin verirren, die den deutschen Professor in ihrem Auditorium nicht vermuten. Kommen Sie mit mir!" Als wir eintraten, nahm Völkel schon seinen Platz auf dem Katheder ein und begann sofort feine Vorlesung. Ich beherrschte die deutsche Sprache, konnte aber zuerst nicht dahinter kommen, wo hinaus der Gelehrte wollte. Schließlich merkte ich, daß er über die deutsche Literatur im allgemeinen sprach. Er redete mit lauter Stimme, gestikulierte, steckte den Finger in irgend ein dickes Buch, das vor ihm lag, als ob er es zum Zeugen der Wahrhaftigkeit machen wollte. Es dauerte eine Stunde und wir gingen in etwas gedrückter Stimmung fort. „Kennen Sie die deutsche Sprache?" fragte ich Krylov. — „Ich verstehe nur zwei Worte: ,gut' und ,morgen'." — „Wozu gehen Sie dann aber hin?" — „Mir tut dies Alterchen leid. Ich geriet einst zufällig zu ihm hinein und sah, wie er sich freute. Ich war der einzige seiner Zuhörer, und zum Schlüsse der Vorlesung drückte er mir die Hand und sagte mir in seiner Sprache freundliche Worte. Ich wußte nicht, ob er mir dankte oder mich e.inlud, wieder zu kommen — ich sagte ihm: ,Gut, gut, morgen!' Jetzt geniere ich mich, ihn im Stiche zu lassen. Manchmal veranstalte ich ihm ein Benefiz, indem ich noch drei bis vier Studenten mitbringe..." — (Der leichte Psychopath am Telephon.) Aus Berlin wird gemeldet: Wegen Beleidigung eines Telephonbeamten war der Chemiker Alexander Dlttl aus Wien angeklagt. Als ihm eines Tages eine telephonische Verbindung von Halcnse aus mit Moabit nicht schnell genug hergestellt wurde, ließ er sich den Aufsichtsbeamten des Moabiter Fernsprechamtes an den Apparat rufen, um Beschwerde zu führen. Dabei redete sich Dittl in große Erregung und schloß endlich mit den Worten: „Sie Schweinehund, halten Sie die Schnauze!" — Das unvermeidliche Veleidigungsverfahren folgte auf dem Fuße, und nun kam der Angeklagte mit merkwürdigen Ausreden. Er behauptete erst, mit der unfreundlichen Anrede nicht den Beamten, sondern — seinen Bernhardinerhund gemeint zu haben, was jedoch nicht recht glaubwürdig erschien, da schwerlich anzunehmen ist, daß Dittl den Vierfüßler mit „Sie" anzureden pflegt. Dann behaup. tete er, der „große Unbekannte", das heißt ein Bekannter, der nicht mehr aufzufinden war, habe die beleidigenden Worte gebraucht, und schließlich machte Dittl den Einwand der Geisteskrankheit im Sinne des § 51. Medi-zinalrat Dr. Stürmer und Kreisarzt Dr. Kasten begutachteten, daß der Angeklagte „ein leichter Psychopath" sei. Mit Rücksicht darauf erkannte der Gerichtshof auf 300 Mark Geldstrafe; der Staatsanwalt hatte drei Monate Gefängnis beantragt. Frauenstimme: Und woher wissen Sie denn, daß ich jetzt nicht — Männerstimme: O jetzt hat mich alle Feigheit verlassen, jetzt fühle ich die Wärme Ihres Tones, jetzt höre ich das Leben Ihrer Stimme! Dies alles verrät, was Sie nicht mehr leugnen können; und jetzt wiederhole ich meine Bitte: Hören Sie auf, den armen Gustav zu betrauern, und machen Sie mich zum glücklichsten aller Menschen! Frauenstimme: Aber wie kann ich denn so plötzlich -------- Männerstimme: Sehen Sie, das Telephon ist auch deshalb einer Unterredung unter vier Augen vorzuziehen, weil es Ihnen so viel Zeit zur Überlegung gäni^. — Während ich mit absichtlicher Weitschweifigkeit sprach, hatten Sie vollauf Zelt zu überlegen. — Sie brauchten sich keinen Zwang aufzuerlegen, um Ihre Gesichtszüge zu beherrschen. Sie brauchten nicht zu fürchten, sich irgendwie zu verraten. Während unseres kurzen Tclephon-yesftraches hatten Sie mehr Zeit sich zu sammeln, als wenn ich Ihnen eine vierundzwanzigstündige Bedenkzeit gegönnt hätte — und ich bin überzeugt, daß Sie mit sich schon einig sind, daß Sie Ihren Entschluß bereits gefatzl haben. — Antworten Sie mir also: Erwidern Sie meine Liebe und wollen Sie meine Frau werden, ja oder nein? (Lange Pause.) Wenn Sie ,Nein' sagen, reise ich sofort wieder ab, wenn Sie „Ja" sagen, eile ich zu Ihnen. — Also antworten Sie mir, Liebste, Geliebtcste, spannen Sie mich nicht länger auf die Folter! Frauenstimme (versucht zu sprechen und stockt. — Lange Pause). Männerstimme: Enden Sie meine Qual! Wollen Sie die Meine werden oder nicht? Ja oder nein? Frauenstimme (leise, aber fest): Ja! — Das Nachbarhaus. Roman von A. A. Oreen. Autorisierte Übersetzung. (54. Fortsetzung,) (Nachdruck «erbott,,., Nun, Einkäufe mache ich für mein Leben gern, und so stimmte ich bereitwillig zu. Ich machte mich bald auf den Weg und kaufte ihr alles Nötige, — freilich ärgerte ich mich dabei auch, weil sie mir ganz bestimmte Aufträge gegeben hatte und ich nicht nach meinem Geschmack wählen durfte. Ich brachte ihr ganz einfache Kleider mit. Ich brachte sie selbst, weil sie sich sofort vorstellen gehen wollte. Als ich aber zurückkam und in ihr Zimmer hinaufging, da — Da war sie fortgegangen? unterbrach Lena sie schreiend. O nein! Aber wenn Sie das gesehen hätten! Da, im Kamin, ach, ich könnte jetzt noch weinen, — verkohlten die letzten Neste ihrer schönen Seidenblusc. Ich konnte kaum einen Lappen mehr retten. Aber Sie haben doch noch irgend ein Stückchen gerettet? rief Lena, die meinen Blick richtig verstanden hatte. Ach, nur ganz Neine Stücke. Und die Seide war so schön. Ich glaube, ich habe noch ein Stück davon in meinem Nähkorb. Zeigen Sie es mir, bitte, bat Lena. Ich möchte es sehen, um mich an die Bluse zu erinnern. Die Frau schritt zu einem kleinen Kasten, auf dem alle möglichen Dinge standen, zog eine Lade heraus, entnahm ihr einen Arbeitskorb und kramte lange darin herum. Endlich zeigte sie uns ein kleines Seidenläppchen. Es war schöne, schwere, schwarz-weiß karierte Seide und ich zweifelte nicht mehr, daß wir hier vor uns ein Stückchen Stoff des Kleides hatten, das Frau Van Vurnam trug, als sie Haddam verließ. Ja, eine solche Bluse hatte sie, sagte Lena, die tn meinem Gesicht zu lesen verstand. Ich erkenne den Stoff wieder. Sie steckte den Lappen in die Tasche. Na, ich hätte der Dame gern fünf Dollar für die Blufe gegeben, murmelte die Frau bedauernd. Aber die jungen Mädchen von heutzutage sind so unbedacht. Und ist die Dame noch am selben Tage fortgegangen? fragte ich jetzt, als ich fah, baß die gme Frau sich noch immer nicht über diese Verschwendung trösten konnte. Ja, antwortete sie. Es war schon sehr spät, und ich glaubte nicht, daß sie noch die Stellung bekommen würde. Sie versprach mir zurückzukommen, falls sie nicht angenommen würde. Und da sie nicht zurückgekommen ist, nehme ich an, daß sie die Stelle doch bekommn» hat. Und wissen Sie, wohin sie ging? Hat Sie Ihnen auch das nicht mitgeteilt? Nein! Aber es waren in jener Nummer des „Herald" nur drei Stellenangebote für Gesellschafterinnen. So wird es nicht schwer fallen, die richtige Stelle zu finden. Wollen Sie die Annoncen sehen? Ich habe die Nummer zufällig aufgehoben. Ich stimmte natürlich zu, und sie brachte uns die Zeitung. Ich überflog die Annoncen. Die beiden ersten Stellenangebote sagten mir nichts, aber bei dem dritten hielt ich den Atem an. Man suchte eine Gesellschafterin für eine ältere Dame. Man verlangte Kenntnis oer Schreibmaschine und einige Gewandtheit im Klei-vermachen. Es war die Adresse eines Fräuleins Sfticer angegeben, Wie, Fräulein Sfticer? Das W5r doch die Tante und mütterliche Freundin von Fräulein Althorpe, der Verlobten des Herrn Stone! Ich hatte viel davon gehört, in welch rührendem Verhältnis die ältere Dame zu ihrer Nichte stand und daß sie untröstlich sei, weil Herr Stone Laibacher Zeitung Nr. 133. 1241 13. Juni 1913. — (Die Ttahllammer in dcr Wollcnlratzcrspihe.) Der jüngste Wolkenkratzer in Newyorl, das Banlers Trust Co. Building, das sich 43 Stock hoch an dcr Ecke der Wallstreet und der Nassmistrecl cmportürmt, hat eine Neuerung, die im ersten Augenblick verblüffend erscheint, doch ihren Zweck vielleicht besonders gut erfülleil wird. Die Spitze ist nämlich als Pyramide ansgebildct, und diese Pyramide ist zu einer Stahlkammer ausgebaut, die für eine der Hauftlbankcn der Vereinigten Staaten eingerichtet wird, nämlich die Vank, die den Namen des jüngst verstorbenen Pierftont Morgan, ihres Gründers, trägt. Tie Geschäftsräume selbst werden in den obersten Stockwerken untergebracht, hinter einer gewaltigen Säulenhalle, die sich hoch über den unteren Etagen rings um das Gebäude zieht. Während aber sonst die Stahlkammern tief im Keller eingebaut sind, liegen sie hier über den Bureaux, unter dem sicheren Schutz des pyramidi-schcn Daches, das nirgends eine Fensteröffnung zeigt. Nur oben an der Spitze sind einige wohlverwahrte Offnungen angebracht, die für die Luftzufuhr sorgen. Diese neuartige Stahlkammer — so schreibt man der „Frks. Ztg." — wird den Herren Einbrechern also recht schwer zugänglich sein, wenn sie die Absicht haben sollten, einen Angriff auf die hier aufgespeicherten Schätze zu unternehmen. Einige Aussicht haben wohl nur Versuche von ?inem Luftschiffe aus oder mit einer Flugmaschine. — Wahres Geschichtchen.)) Auf einer seiner letzten Nordsccbäderfahrten sah sich der Hapagdampfer «Prinzessin Heinrich" vor Sylt zu kurzem Aufenthalt genötigt, da eine Narre ihm bei Niedrigwasser den Weg verlegte. Sogleich wurden die Offiziere von den Passagieren bestürmt: „Weshalb landen wir nicht? Ist etwas passiert?" — „Gar nichts," entgegnete einer der Schiffs-angestelltcn mit stoischer Ruhe und auf das unausgesetzt aus dem Sfteigatt strömende Kesselwasser deutend, fügte er hinzu: „In anderthalb Stunden werden wir so viel Wasser in die See gepumpt haben, daß die Sandbank, die uns jetzr am Landen hindert, völlig bedeckt sein wird." Nach anderthalb Stunden trat Hochwasser ein. „Det haben Se aber wirklich schneidig gemacht," meinte einer der Fahrgäste voll Bewunderung für die modernen nautischen Hilfsmittel... — (Duell zwischen zwei Sicbzia,jiihria.en.) In einem Gehölz bei Marseille fand ein Duell zwischen zwei Siebzigjährigen statt, die überdies miteinander verschwägert sind. Die Ursache dieses Kampfes, bei welchem dem einen die rechte Hand zerschmettert wurde, gab eine 18jährige Kellnerin aus Marseille. Lolal- und — (Ziuilbezüge dcr zur aliivcn Militärdienftleistung auf unbestimmte Dauer einberufenen Kanzlcioffizianlc^ und Kanzleinehilfen.) Man schreibt uns aus Wieu: Nach den gegenwärtig geltenden Vorschriften sind die Zivilbezüge der Kanzleioffizianten und Kanzlcigchilfen während der militärischeil Dienstleistung im Falle einer Mobilisierung (Ergänzung auf den Kriegsstand) oder der Einberufung des Landsturms einzustellen. Nun wird in den nächste» Tagen eine Verordnung des Gesamtministeriums erscheinen, nach welcher in derartigen Fällen mit gewissen Beschränkungen die einberufenen, dem Manlischaftssiande angehörenden Kanzlcioffizianten in der Regel die halben, jene Kanzlcioffiziantcn aber, denen gc^ setzlich dcr Unterhalt einer anderen Person obliegt, die vollen Bezüge auf die Dauer von höchstens drei Monaten ihren Liebling entführen wollte. Fräulein Althorpe hatte zwar ihr eigenes großes Haus, aber sie verbrachte doch einen großen Teil der Zeit, die Fräulein Spicer nicht bei lhr war, bei dieser. Ich zitterte bei dem Gedanken, daß diese Vcrbrechcrin sich in einem so achtbaren Hause befinden könnte. Die Annonce genügte mir. Ohne mich auf weiteres einzulassen und mit dein Versprechen, Frau Desbergcr für ihre verlorene Zeit angemessen zu entschädigen, ging ich mit Lena fort. Ich will jetzt schon verraten, worin die zugesagte Entschädigung, die ich Frau Desberger später durch Lena zukommen ließ, bestand. Ich beauftragte Lena, die farbenprächtigste Blufe zu kaufen, die sie nur auftrciben tonnte, und sie nach dcr 9. Straße zu bringen. Ich glaube, Lena hat sich ihres Auftrages gut entledigt, denn als sie von diesem Gange zurückkehrte, schienen die Grübchen in ihren Wangen noch tiefer geworden zu sein. Dreiuudzwanzigstes Kapitel. Sofort, nachdem ich Frau Desbergcr verlassen halte, lieh ich mich zu Fräulein Spicer fahren, um mich un-verzüglich zu vergewissem, ob die Unglückliche, die ich suchte, sich in ihrem Hause befand. Sonntag abends sechs Uhr ist freilich keine güustige Zeit für einen solchen Besuch, und iu diesem Falle war es um so weniger günstig, als ich bestimmt annehme,, konnte, daß Fräulein Sfticcr, wenn sie überhaupt zu Hause war, Gäste haben würde. Sicher waren am Sonntag abend Fräulein Althorpe und ihr Bräutigam bei ihr, wenn nicht etwa Fräulein Spicer sich bei dieser befand. Der Gedanke, Fräulein Sfticcr nicht zu treffen, erregte mich fehr, und ich atmete erst beruhigt auf, als ick) hörte, sie wäre zu Hause. (Fortsetzung folgt.) erhalten werden; Kanzleigchilfcn, welchen nach dem Gesetze eine Unierhaltspflicht obliegt, wird unter ähnlichen Bedingungen das Taggeld in einem um 25) Prozent gekürzten Ansmaße für die obige Marimaldauer ziil^sllin den werden können. Dcr Mobilisierung wird die Aei-zichung von Ncfervcmänncrn oder Ersayicscrvistcn zur ausnahmZiveisen aktiven Dienstleistung im Frieden alcichgchaltcn wcrdeu können. Die Bestimmungen dieser Verordnnng werden rückwirkend vom 1. Jänner 1913 an gelten, sollrn also denjcnigeu in erster Linie zugute kommen, die anläßlich der jüngsten Ereignisse in aktiver Dienstleistung gestanden sind. — (Leichenbegängnis.) Gestern nachmittags wurde die sterbliche Hülle des Herrn Linienschiffsleutnants i.R. Grafen Alfons Aucrsfterg zu Grabe geleitet. Hiezu war ein militärischer Ehrenkondukt samt der Musikkapelle des Infanterieregiments Nr. 27 beigestellt worden. Dem Leichenwagen folgten vo» der Landesregierung die Herren: Sc. Exzellenz Landcspräsident Baron Schwarz, Hofrat Chorin sky, Hofrat Ritter von Kalten-e g g c r, Hofrat Ritter von Laschan, Landesschnlin-spektor Bclar, Bezirkshauptmaun und Vorstand des Präsidialburcaus Kresse; vom Landesgerichte die Herren: Vizepräsident Hofral P a j l, Erster Staatsanwalt Ritter von Lu schau, Oberlandesgcrichtsrat Travner und Landesgerichtsrat Krurm. Ferner gaben dem Verstorbenen folgende Herren das letzte Geleitc: Landeshauptmann-Stellvertreter Baron Liech-tenbcrg, Direktor (,'rnivcc, Prof. Dr. Edler von Valenta, Sparkassefträsident Namberg, Handels-schuldirektor Mahr, Notar Galle, mehrere Herren Offiziere mit Herrn Oberstleutnant Nreindl an dcr Spitze, von den Herren im Ruhestände Oberst von Hollegha und Vezirkshauptmann Del Eott. Vertreter der Beamtenschaft verschiedener Ressorts, der Handelswclt, endlich sehr zahlreiche Damen und überhaupt Trauergäslc aus den besten Gesellschaftskreisen. ^" (Die Priesterweihe) werden heuer folgende Theologen erhalten: :>) aus dem vierteil Jahrgange Josef Vulovec ans Smokm-, Pfarre Brcznica; Franz Gabrov->el aus Gereut; Anton Hafner ans Safnitz; Franz Hö-nigmann aus Gori^a uas, Pfarre Rcifnitz; Franz Kolel aus Idria; Franz Kova^n- aus Smerje, Pfarre Prem; Franz Pavli^ aus Loke, Pfarre St. Martiu in Untcr-Tuchein; Gabriel Petric- aus Strugc; Matthäus Vilsan aus Kriöna gora, Pfarre Ältlack; Johann öcrjau aus Töplitz; Ignaz Aganjar aus Cesta, Pfarre Gutenseld; li) aus dem dritten Jahrgange: Johann Brunek aus Nasovi<'e, Pfarre Kommenda; Johann ('rnilec aus Na-lias; Anton Gnidoucc aus Groß-Liftovec, Pfarre Ajdo-vec; Franz Lov^in aus Su>jc, Pfarre Reifnitz; Philipp Mcrjc^- aus Laibach; Johann Pc<"'laj aus Brod, Pfarre Unter-Loitfch; Josef Pojc aus Padova, Pfarre Ossilnitz; Alfons Zavrl ans Groh-Gobe, Pfarre Dole. — iVom Vollsschuldicnstc.) Dcr k. k. Bezirksschulrat in Laibach Umgebung hat an Stelle des beurlaubte» Lehrers Josef Wagner die gewesene Tuftftlentin in Ober-l^i^ka Maria Habe zur Supplentin an der Knabenvolksschule in Unter-^i^ka bestellt. — Der k. l. Stadl-schulrat in Laibach hat an Stelle des beurlaubten Lehrers Adolf Sa dar den bisherigen provisorischen Lehrer an dcr Dritten städtischen Knabenvolksschule in Laibach Karl PogoreIcc zum Suftplcnten an dcr Zweiten städtischen Knabenvollsschnle nnd die Volontärin Amalie Cepuder zur Suftftlentin an der Dritten städtischen Knaben Volksschule in Laibach bestellt. -- (Die Arbeiten im Haupttnnal des Laibachflusscs.! Zwischen dcm landschaftlichen Steg und der Petersbrücke steht dcr große Bagger im Wasscr. Nach dessen Beseitigung wird er wieder funktionieren. Die Vertiefung durch den Bagger wird auf dieser Strecke insofern behindert, als der Boden beim Ausheben durch schwere Stein- und Felsmasscn Widerstand leistet. Zum Teile muh dieser felsige Boden gesprengt werden. Die Vertiefung wird in letzterer Zeit auch i» breitcrem Ausmaße (Bogen) bewerkstelligt. Nach vollendeter Vertiefung längs des rechten Ufers bis zur Petcrsbrücke macht der Bagger kehrt bis zu seiner ursprünglichen Stelle in Udmat und beginnt dort seine Arbeit längs des linken Ufers. Die Kanalreinigung (Entleerung und Vertiefung) von dcr Gra-da^icamünbung flußaufwärts wird durch den zweiten am Brühl verankerten Bagger bewerkstelligt werden. Von der Franzens- bis zur Petcrsbrücke wurde in den letzten zwei Wochen ein weiteres Geleise gelegt und auf der ganzen Strecke der Verkehr ob verschiedener Material-befördernng geregelt. Auch wurden zwischen der Petersbrücke und Udmat die Kanäle um einen durch die Mitte vermehrt. Das Einschlagen der Holzftslöcke wird am rechten Ufer im Kanal zwischen der Franzens- und der Hradetzkybrücke fortgesetzt. Desgleichen die Herstellung der Eisenbetonunterlage für die zu errichtenden Kaimauern. x. — (Das Vadcn im Grubcrkanal) ist ober wie unter dem Wasscrwehr polizeilich verboten. Die beiden Wasser-schlcuscn sind seit vier Wochen nur für dcu normalen Wasserablauf geöffnet, um auf dem Moorgrunde keinen Wassermangel zu verursachen. Aber unter dcm Wasserwehr sind die Wellen so reißend, daß die Jugend, mag sie auch schwimmkundig sein, Gefahr liefe, fortgerissen zu werden und eine Rettung ob Mangels von Ausgangs-sticgen sehr erschwert, ja znm Teile unmöglich. wär«.. Deswegen: Weg vom Gruberkanal! x. — (Vereinswesen.) Das k. k. Lanbesprä'sidium für Kram hat die Bildung des Vereines „Podru5nica Zalog, Vev^e in okolica dru5be sv. Cirila in Metoda" mit dem Sitze in Iosefstal zur Kenntnis genommen. - «Übunssöreisc der Kriegsschüler.) Anläßlich dcr heuer stattfindenden Übungsrcisc des ersten Jahrganges der k. und k. Kriegsschule wird die zweite Abteilung, bestehend aus 18 Oberleutnanten, 1 Leutnant, dann 1 Unteroffizier und 15 Offizicrsdiencrn, unter Leitung des Majors Theodor Körner Edlen von S i e g r » n> gc» am 29. und 30. d. M. in Rudolfswert und am 1., 2. und 3. Juli nächtigen, bczw. im Bereiche dieser Ortschaften llbungen abhalten. II. ** (Frier des 5l)jiihrigen Bestandes des Laibacher Deutschen Turnvereines.) Im Jahre 1803 wurde der Laibachcr Dcutfchc Turnverein gegründet und diese seltene Jubelfeier wird am 2l. uud 22. d. M. festlich begangen werden. Seit Monaten ist der Turnrat an de». Arbeit, das Fest zu einem glänzenden zu gestalten. Ein eigener Festausschuß wurde zusammengesetzt und es haben die Herren Graf B a r b o, Dr. Ferdinand Eg er ilud Albert Samassa das Ehrenpräsidium übernommen. Die Fcstordnung enthält im wesentlichen: Samstag den 21. Juni: 8 Uhr abends Empsangsabcnd in der Tonhalle. Musik- lind Gesangsvorlrägc, turnerische Vorführungen. Sonntag, den 22. Juni: 9 Uhr vormittags Hauptprobe im Kaiser Franz Josef-IllbiläumL" theater. Nicht allgemein zugänglich. Um l Uhr gemeinsamer Mittagstisch im Kasino; Musikvorträge. Um 6 Uhr abends Festaufführung im Kaiser Franz Iosef-Iubi-läumstheater „Turnbilder aus Klagcnfnrt und der Gegenwart." Um 9 Uhr abends Festabend; Kommers in dcr Tonhalle, Musikkapelle des Iiifantcricregiments Nr. 27. Sonntag vor- nnd nachmittags mit den fremden Gästen Besichtigung der Stadt, kleine Ausflüge in die nächste, Umgebung unter ortskundiger Führung. ^ In der Tonhalle ist für kalte Speisen und Getränke bestens vorgesorgt. Warme Speisen werden in der Kasinogastwirtschaft bereitgchalteu. Die Eiuladungen an die befreundeten Vereine sind bereits ergangen; auch Anmeldunocn sind schon eingelangt, so daß ein zahlreicher Besuch fremder Gäste zu erwarten ist. — Ans Anlaß der Fcstfcier hat der Tnrnrat eine „Gcbcnkschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes des Laibacher Deutschen Turnvereines" licransgegeben. Die Gedcnkschrift, ein Werk des verdienstvollen Sprcchwartstelwertrelcrs Herrn Schulrates Dr. I. I. Binde r, enthält eine vollständige Geschichte des Vereines und bildet als gediegene Arbeit aus der Feder eines Fachmannes nicht nur ein bleibendes Andenken an diese Festtage, sondern ciu Werk von litcrari-schcni Werte. Die Festschrift ist zum Preise von 1 /v in dcr Buchhandlung Jg. v. Klcinmanr H Fed. Bambcrg im Vorverkäufe sowie beim Feste am 21. und 22. d. M. an der Eintrittskassc erhältlich. -- (Marktnachrichten,! Vorgestern gclmialcn die ersten Birnen auf den hiesigen Markt. Das Kilo kostete 80 k. Drei Stück Eier kosteten 20 bis 22 /i. Auf dein Markte waren nur zwei Wagen mit Kartoffeln; M Kilogramm kosteten 6 /<. Heimische Kirschen, besonders aus Orlc, gelangten in bedeutenden Mengen auf den Markt und wurden mit 30 /< per Liter verkauft. — Die Markt-behördc hat in 40 Fälleu Milchftrobcn vorgenommen nnd >» 2 Fällen (5 Liter) verkäste Milch konstatiert. Nach erfolgter Denaturicrung wurde die Milch den Partelen zurückgegeben. Kc>—. — (Der (Yesanaschur der ,Masl,ena Matica") veranstaltet übermorgen einen Nachmittagsausflug nach Bischoflack. Die Mehrzahl der Teilnehmer fährt um 1 Uhr 20 Minuten nachmittags ab, doch werden auch Vormit-tagsftartien empfohlen. Die Hauptznsammmlunft findet um >23 Uhr nachmittags im Gasthausc Kalan in Wein-zierl (Vincarje) statt. — Freunde des Gcsangschores willkommen. — (Die Zvsslingc der Musikschule in Krainbura.,) die eilie Filiale dcr „Glasbcua Matica" in Laibach ist, veranstalten morgen um 6 Uyr abends unter Lcitnng ihrer Lehrer (des Fräuleins Kalinka Iug 0 vic sowie der Herren Johann M asten, Vilko Rus und Arnold Wlassak) in der Turnhalle des Kaiser Franz Josef-Staatsgymnasiums in Krainburg eine öffentliche Produktion. Eintrittsgebühr 30 /i. __^. — (Erstes Velgier-Wohltätisskeitsfeft.) Aus Wien wird uns geschrieben: Das erste Äclgicr-Wohltätigfeits-fest, das am verflossenen Samstag in den Saalräumen des Hotels Wimberger abgehalten wurde, erfreute sich eines recht lebhaften Besuches. Der Obmann konnte in seiner Ansprache als illustre Fcstgästc begrüßen: die Exzellenzen Herrn Grafen Errcmbault de Dud. zeelc, lönigl. belgischen Gesandten, un,d Herrn FZM. Wikulill, Stadtkommandanten von Wien, ferner die Herren Generalmajor Redlich von Redenbruck, Obersten Edlen von Vidul 0 vi <', Oberstleutnant von Lunzer, die Majore Ertl, S a m m e r, Schweig-h 0 fer, Wanger und viele andere Offiziere. Als Vertreter der Stadt Wien war Herr Vizebürgermeister Hievt) a mm er,, als Vertreter des 27. Infanterieregiments war an Stelle des dienstlich verhinderten Herrn Obersten Weber Herr Hauptmann Fasching anwesend. Voll hohen Persönlichkeiten der Militär- und Zivilbehärden waren Begrüßungsschreiben eingelangt. Die die Rcgimentsgeschichte behandelnde Festrede hielt der erste Obmannstcllvcrtretcr der Vereinigung, Herr Dr. Blume l; sie klang in ein „Hoch" auf den obersten Kriegsherrn aus. Der Obmann dankte dem belgischen Gesandten für sein der Vereinigung bewiesenes besonderes Wohlwollen und brachte sein „Hoch" auf den Regi-mcntsinhaber König Albert I. von Belgien aus, worauf der Herr Gesandte in freundlichen Worten erwiderte und die Velgiervereinigung durch einen Trinkfpruch auszeichnete. Die Konzertmusik besorgte die ausgezeichnete Laibacher Heituna Nr. 133. 1242 . 13. Juni 1913. Musikkapelle des Infanterieregiments Nr. 27, die u. a. auch den von ihrem Kapellmeister Herrn Edlen von Z a-netti komponierten prächtigen Graf Errembault-Marsch spielte. Andächtige Zuhörer fand der Männergesangs-verein der Eteirer in Wien mit seinen schönen Orchester chorlicder» unter dem bewährten Ehormeistcc Herr». Pan hoser, Meister Gla watsch vom Theater an der Wien brachte mit seinen heiteren Skizzen fröhliche Stimmung i,l die Reihen der Festgäste, desgleichen Herr Wiltschek mit seinen urwüchsigen Dialektstücken. Die glänzenden Gcsangsvorträgc des Fräuleins Linden-thal und des Opernsängers Herrn Heim wurden gleichfalls beifälligst aufgenommen. — (Vor dem Vcrwaltnngogerichtshofe) fand gestern die Verhandlung über drei Beschwerden der Stadtge-mcinde Laibach, vertreten durch den Rcichsratsabgeord-netcn Herrn Dr. Ravnihar, geycn den kraiuischcn Landesausschuß statt. Die erste Beschwerde richtete sich hegen die Entscheidung des Landcsausschusses, durch welche die von der Gemeindevertretung beschlossene Kom-munalisicrung der privaten Mädchenschule „Mladila" behoben worden war. Die zweite Beschwerde betraf die vom Landcsausschusse vorgenommene Sistierung des Ge-mcinderatsbeschlusses auf Unterstützung dreier Privat-dozentcn aus dem städtischen Universitätsfonds von 50.000 /^. Bei der dritten Beschwerde handelte es sich um die von der Gemeinde beschlossene Auszahlung von Teuerungszulagen von 6000 X an die städtische Lehrerschaft, die von der Gemeinde deshalb bewilligt wurden, weil bei der vom Trainer Landtage für die Lehrerfchaft bewilligten Summe von 20.000 /< die fortschrittliche^ Lehrer Laibachs leer ausgegangen waren. Der Verwal-tungsgcrichtshof wies die erste und die dritte Beschwerde als unbegründet ab, weil die dem freien Ermessen des Landcsausfchusses unterliegenden Angelegenheiten der Überprüfung durch den Vcrwaltungsgcrichtshof entzogen seien. Dagegen wurde der Beschwerde hinsichtlich der Unterstützungen aus dem Univcrfitätsfonds stattgegeben und die bezügliche Entscheidung des Landcsausschufses als ungesetzlich aufgehoben, da es fich hier nicht um ein Stamnwermögen der Gemeinde, sondern um ein Zweckvermögen zu Unterrichtszwccken handle, und der Landesausschuß somit seine Kompetenz überschritten habe. ^-Weiters verhandelte der Vcrwaltungsgcrichtshof über eine Beschwerde der Gemeinde Idria, betreffend das Haus Nr. 509 in Idria, das für Feuerwchrzwecke und für Privatwohnungen adaptiert worden war. Die Gemeinde hatte hicfür 20.000 X in den Voranschlag für 1912 eingestellt, doch wurde dieser Beschluß vom Landes-ausschusse behoben. Der Verwaltungsgerichtshof hat der durch den Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Novak vertretenen Beschwerde stattgegeben und die Entscheidung des Landesausschusses als ungesetzlich aufgehoben und sich in der Begründung dem Standpunkt des Beschwerdevertreters angeschlossen. — stiber das Sanitätswescn in Laibach vor hundert Inhren) hielt gestern abends im Verein der Ärzte in Kram Herr Primarius Dr. V. G r e g o r i 5 einen längeren Vortrag, der ungeteiltem Interesse begegnete. Herr Primarius Dr. Gregors hat uns seine Abhandlung, die gar manchen Einblick in die sanitären und sozialen Verhältnisse unserer Stadt vor hnnderi Jahren gewährt, Zur Verfügung gestellt, und wir werden sie im Laufe der kommenden Woche vollinhaltlich veröffentlichen. — (Dantes „Göttliche Komödie",) und zwar deren erster Teil, „Die Hölle", gelangt heute im Kino „Ideal" zur Erstaufführung. Für diesen großartigen Film gibt sich reges Interesse kund. Vorstellungen täglich um 3, 4'/^, 6, 7'/2 und 9 Uhr: Kartcnvorverkauf von 10^4 bis 12 Uhr vormittags. Der schulpflichtigen Jugend ist der Zutritt zu diesem Film nicht gestattet. — Über die erste Vorführung des Kunstwerkes iu Wien fchrieb die „Arbeiter-Zeitung" u. a.: „Vom einfachen gestellten Film ist das lebende Bild nun bis zum Kunstwerk aufgestiegen. Pas sah man wieder, als im Elitekino vor geladenen Gästen Dantes ,Göttliche Komödie' lebendig ward. Ein Prachlfilm, an dem die Milano-Film-Kompanie zwei Jahre arbeitete, rollte anderthalb Stunden lang auf der Bildfläche vorüber, und nicht einen Augenblick wurden die Anwesenden des Sehens müde. Die Wanderung Dantes in Begleitung Virgils durch das Reich des Schreckens sah man in wunderbaren Bildern, eines schöner als das andere, alle von großer Wirkung in einem landschaftlich fesselnde» Gebiet, zum Teil in den-Wilden Berggegenden oder den Kraterlandschaften Italiens. Die Strafen der ,sündigen Menschheit', wie sie Dante im Dichtertraum gesehen, wie er sie durch seine Verse geschildert, sie leben nun im Kino auf, das uns zeigt, wie die Heuchler, die Verleumder und Verräter, . die Geizigen, die Wucherer, dic Verbrecher, die Lügner ihre Strafen in der von ihm erträumten Unterwelt abbüßen. Dantes Wanderung durch das Reich des Grauens führt uns das Lichtbild in etwa 60 rcichbelebten, tech-nifch vollendeten Aufnahmen vor, von denen die meisten durch Farbentönung an Stimmung gewinnen. Eine Unmenge von mühsamer Arbeit steckt in diesem Film, eine große Zahl von Mitwirkenden mußte dafür gewonnen werden. Wie alle die großen italienischen Sensationsfilms ist auch dieser meisterhaft inszeniert. Es ist von Interesse, eine der größten Dichtungen in Schlagworten weiten Kreisen zugänglich gemacht zu sehen." ^- (Stellengesuche von Ausländern in Bulgarien.) Wie die „Korr. Wilhelm" erfährt, werden sowohl tne Wiener bulgarische Gesandtschaft als auch die Zentralstellen in Bulgarien fortgesetzt mit Gefuchen von Ausländern, namentlich auch Österreichern, meist aus Böh- men und Galizicn, überschwemmt, in denen die Bewerber um Anstellung in Bulgarien bitten. Es wird aufmerksam gemacht, daß alle diese Gesuche um Stellungen in Bulgarien, wenn sie von Ausländern eingebracht sind, gar leine Berücksichtigung finden, ob sie nun bei der Wiener bulgarischen Gesandtschaft oder ob sie unmittelbar in Sofia eingebracht werden. Die Gesuche von Ausländern bleiben ganz ohne Erledigung. " — (Spende.) Herr Dr. Alfred v. Valenta hat anstatt eines Kranzes für seinen lieben Freund Alfons Grafen Auersperg dem Vereine für Armenpflege in Laibach 10 ^ gespendet. — (Schülcrproduttion.) Im großen Saale der hiesigen Tonhalle findet morgen um halb 8 Uhr abends eine öffentliche Produktion der Schüler der Philharmonischen Gesellschaft (Mittel- und Oberstufen) statt. Das Programm werden wir morgen nachtragen. — (Die 13. Tagung des Verbände») deutscher Hi-ftoritcri wird vom 16. bis 20. September zu Wien stattfinden. Sie wird durch einen zwanglosen Begrüßung»-abend am 16. September eingeleitet werden, der 17., l8. und 19. September sollen den Vorträgen und Verhandlungen gewidmet sein, für den 20. ist ein gemeinsamer Ausflug geplant. Vorträge haben angemeldet: Ä. Bauer, Graz; M. Dreger, Wien; A. Cartel l i e r i, Icua; H. F r i e d j u n g, Wien; F. Kern, Kiel; I. Hansen, Köln; H. Hirsch, Wien; I. L u I u c s, Hannover; H. Schlitter, Wien; H. 3 tl' inacker, Innsbruck; I. Übersberger, Wien. — Gleichzeitig erfolgt die Tagung der Konferenz landes-^eschichll'cher Publitationsinstitute, deren erste Sitzung, für den 17. September bestimmt ist. — Das endgültige Programm wird zu Anfang Juli ausgegeben werden. — (Freiwilliger Tod.» Vorgestern abends hat sich in feiner Wohnung an der Karlstädter Straße der Besitzer Anton Icram'i'5 erhängt. Was den allgemein geachteten Mann in den Tod getrieben hat, ist unbekannt. — (Unfall.) Dem Tischlergehilfen Franz Trampn.^ wurde diesertagc während der Arbeit in einer Tischlerwerkstätte an der Wiener Straße von der Zirkularsäge der Zeigefinger der rechten Hand abgeschnitten. — (Unfall.) Der 21 Jahre alte Eisenbahnbauarbei-ter Anton Kraincr aus dem Bezirke Tolmein im Küstcn-lande zechte am 7. d. M, in einem Gasthause in Laze, liegen 11 Uhr nachts verließ er das Gasthaus und ging gegen Ur^na sela, wo er wohnte. Unterwegs verfehlte er infolge der Finsternis den Weg und irrte im Walde so lange umher, bis er plötzlich in einen bei vier Mete», tiefen Bahneinschnitt stürzte. Hiebci brach sich Kramer den rechten Oberschenkel und mußte, als er tagsdarauf in dem Einschnitte aufgefunden wurde, ins Spital der Barmherzigen Brüder nach Kandia überführt werden. 11. — (Überfallen.) Am vergangenen Sonntag zechte der Knecht Johann Medja in einen: Gasthaufe in Nud-n!k. Im Laufe der Zeit gesellten sich ihm zwei Ortsburschen zu, die ohne besondere Veranlassung einen Streit provozierten, der indessen ohne weitere Folgen verlief. AIs sich aber Media nach einer Weile auf den Heimweg begab, wurde er von den beiden Gegnern verfolgt, auf der Straße überfallen, in den Straßengraben geworfen und mißhandelt, wobei er mehrere Verletzungen am Kopfe und eine Verrenkung der rechten Hand erlitt. — (Beim Fenfterln.) In einer der letzten Nächte kamen gegen 1 Uhr früh zwei Burschen zu einer In-wohnerstochtcr in Luebst dem Grammophon ließen die Täter unweit des Hauses in einem Gebüsche zurück. — (Fremdenlifte.) In Grado sind bis einschließlich 11. d. M. 3001 Fremde eingetroffen. — (Verstorbene in Laibach.) Ivan Nak, Postoffi-zial und Hausbesitzer, 45 Jahre; Alfons Graf Aucrs-perg, Linienschiffsleutnant i. R. und Hausbesitzer, 71 Jahre; Anton Armiö, Keuschlerssohn, 1 Tag; Franz Kuöar, Eifenbahnvcrschieber, 42 Jahre; Johanna 8urk, Tabakfcwriksarbeitcrm, 28 Jahre; Jakob Hudnik, ge- wesener Zimmermeister, 84 Jahre; Andrea Basener, Barmherzige Schwester, 66 Jahre; Josef MeinarÄö, Landwehrfcldwebel, 35 Jahre; Cäcilia Sabar, Lehrersgattin, 47 Jahre. Das ABC der Gesundheit macht die ungehinderte, regelmäßige, leichte Tätigkeit des Darmes und tägliche Befreiung desselben von den angesammelten Verdauungs« rückständcn zum obersten Gebote. Das Gefühl des Wohlbehagens erfüllt uns, wenn der Verdauungsapparat gut funktioniert, anderseits fühlen wir uns krank und schlaff, sind mißgestimmt und reizbar, wenn die Darmtätigkeit träge ist oder zeitweilig aussetzt. Saxlehners Hunyadi Iänos Bitterwasser, das in diesen Jahren schon auf eine fünfzigjährige Verbreitung zurücksehen kann, erweist sich in allen diesen Fällen als angenehmer, prompter und sicherer Helfer. Niemand, der dicfes beste der natürlichen Bitterwässer etwa noch nicht kennen sollte, versäume es, an sich selbst einen Versuch zu machen. 2331 3—1 Von der Adria-Ausstcllung. Von H. v. R. st. (Fort,ehilna.1 Anschließend an die eben geschilderten Objekte gliedert sich, im „Aussichtsberge am See", einem künstlich aufgeführten Hügel, eine prähistorische Höhlennieder-, lassung, „die erste Kultur an der Adria". Diese mit allem Geschick zusammengestellte Gruppe einer- Höhlcnmenschcn-familie ist stets von Besuchern belagert; man erblickt das Herdfeucr, die primitiven Kochgeschirre, SteinwHffen, während in einer Ecke das wenig luxuriöse Lager aus Laub und Moos errichtet ist. Die Höhle weist zwei Abteile, die ebcngcnannte Höhlenwohnung mit ihren Insassen, und daran sich reihend eine Art Grotte auf, in ocr es von den hier untergebrachten Tropfsleingebilden glitzert und schimmert, die alle aus unserer Adelsberger Grotte herrühren. Vor dem Eingänge in diesen Aussichtsberg erhebt such eine Säule mit einer Tafel, die in weithin sichtbaren vettern die so zutreffenden Worte der kö-niglicycn Dichterin Carmen Sylua „Unter der Erde hat Märchen noch ein Reich", trägt. Die hohe Besucherin hat anläßlich ihrer Besichtigung unseres größten Tropfstein-wundcrs diesen sinnvollen Aussftruch der Adelsbergcr trotte gewidmet. In der außerordentlich reichhaltig, beschickten und höchst übersichtlich zusammengestellten Ausstellung des k. k. Nckerbauministeriums, die nicht bloß Fachleute, sonder» auch Laien mit sichtlichem Interesse besichtigen, finden w>r unser Kronland Krain glänzend vertreten. Da sind es vor allem die Wildbachverbauung, die in plastischer Anschaulichkeit und minutiösester Genauigkeit dargestellt erscheint, und das gewaltige Werk der Karstaufforstung, oeren große Dimensionen und stattlichen Ziffernnachwcife auch dcm Nichteingeweihtcn imponieren. In Krain reichen die ersten Verbauungen bis ins Jahr 1888 zurück; der hiesür ausgelegte Betrag beziffert sich auf 359.258 X. Außer an den plastischen Ansichten dieser segensreichen Tätigkeit im Karstgebicte kann mau diese auch aus den zahlreich aufgelegten Photographien, ferner aus de>» vielen Wand. und Mappenbildcrn, kolorierten Diapositivbildern sowie stereoskopischcn Aufnahmen studieren. Dem für Krain so überaus wichtigen Werke der Karstaufforstung ist ein weiter Raum gewidmet, und jeder Besucher dieser Abteilung bringt den Beweisen dieser Fürsorge, das durch unvernünftiges Gebaren der Einwohner im Laufe von Jahrhunderten nach und nach verödete und entwälderte Ländergebict wieder zu frischem Gedeihen zu heben, geradezu Staunen entgegen. In Krain wurde in erster Linie die Südbahnstrecke von Adclsberg bis zul küstenländischcn Grenze in einer Länge von 34 Kilometern an gefährdeten Stellen aufgeforstet, um vor allem den Bahnbetrieb zu sichern, der ja vorher, wie bekannt, durch Bora und Schneeverwehungen oft und oft Unterbrechungen erlitten. So wurden die Hochplateaus des Karstes bewaldet, von denen der Vorasturm berabfegt, alles entwurzelt, was ihm hemmend in den Weg tritt. Zur Aufforstung wurden fast nur Schwarzföhren verwendet, indem diese bloß geringe Bodenansprüche stellen. T'c Karstaufforstungskommission für Krain hat u. a. ausgestellt: An einer Wandfläche die in großen Dimensionen hergestellte Übersichtskarte der Aufforstungsflächen in den politischen Bezirken Loitsch und Adelsbcrg, ferner sieben Ansichten von Karstaufforstungen wie -landschasten. Auf einer stattlichen Tischfiächc gewahrt man den Plan des k. l. Forstgartens in Laibach, der ja einen höchst wichtigen Faktor darstellt; liefert er doch jahraus jahrein die für die Aufforstungen erforderlichen Waldpflanzen. Auch geben ein eigenes Tableau mit den verwendeten Nadelholzpflanzen sowie alle bis nun erschienenen einschlägigen Publikationen jedem Wißbegierigen die erwünschte Aufklärung. Zur Veranfchaulichung der vielen, bisher im Lande Krain bereits durchgeführten agrarischen Operationen dienen ebenfalls eine Reihe lehrreicher Objekte. Man sieht u. a. ein sehr interessantes graphisches Tableau über die Kulturverbesserungen (Inncrkrain), ferner eine Übersichtskarte mit Darstellung der bereits ausgeführten fowie projektierten Straßenzüge, dann Bilder über die einzelnen Phasen des Straßenbaues, solche von ausgeführten Talweideverbesserungen u. a. m.; auch das Modell der Alpe Orlov^e am Nanos mit Darstellung der neu errichteten Betriebs- und Stallgebaude, der Wasserversorgung und Tränkeanlagen usw. erregt allgemeine Aufmerksamkeit. Auf dem Rundgange durch die Ausstellung zur Gc-werbehalle kommend — diese ist im „Küstenlänbischen Laibacher Zeitung Nr. 133. 1243 13. Juni 1913. Haus" untergebracht — freueil wir uns, hier auch die gediegenen Erzeugnisse der Krainischen Industriegesell' schaft (Aßling-Hütte) vorzufinden. Da ist eine reichhaltige Kollektion von Blechen, Halbfabrikaten, Roheisen, Erzen, Koks, Teer, Ammoniak, Schlackcnzicgeln, Drähten, Stiften ?c. vorhanden, (Schluß folgt,) Theater, Kunst nnv Literatur. — (Frauen im Orchester) sind mit Ausnahme der Harfenistinnen im allgemeinen selten, meint die „Daily Mail", doch sah man die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechtes beim letzten Konzert in der Queens Hall im neuen Orchester, das George Shapiro dirigierte, sehr zahlreich. Es gab eine ausgezeichnete Wiedergabe von Schuberts D-Moll-Sinfonie, aber als Beweis, daß ein weibliches Orchester einen, aus Männern bestehenden durchaus gleichwertig sei, konnte das Konzert nicht gelten. Die Hälfte der Streichmusik lag zwar in den Händen von Damen; aber alle Bläser und der Baß wurden von Männern gestellt. Auch in derOrchestcrbegleitung eines Veethovenschen Klavierkonzertes, das Myra Heß, eine ailsgezeichnete Solistin, zum Vortrag brachte, waren nur wenige Damen beschäftigt. — iDao dramatische Oratorium „Quo vadis?") von Fel. Nowowiejski hält einen fast beispiellosen Sic-geszug durch die Konzertsäle des In- und Auslandes (92 Aufführungen in kaum drei Jahren!). Vefonders große Aufführungen fanden eben statt in Kaiserslautern, Kiel (400 Mitwirkende), Indianapolis, Baltimore (600 Mitwirkende), weitere folgen in Berlin (Garnisonskirche), Cincinnati, Boston, Philadelphia, Bonn, Barmen. Bochum, Posen, Hamburg (Philharm. Chor), Toronto (Kanada). — (Die Ernennung eines neuen Po^ta Laureatus) cm Stelle des kürzlich verstorbenen Alfred Austin stößt in den literarischen Kreisen Englands auf scharfen Widerspruch. Schon vor 21 Jahren, nach dem Tode Tenny-sons, hatten sich die englischen Dichter gegen eine Fort^ setzung des alten Brauches erklärt, und nur der Tradition zuliebe hatte Lord Salisbury, der damalige englische Ministerpräsident, die Beibehaltung dieser Wiiru«. beschlossen. Heute ist der Widerspruch so stark geworden, daß es fraglich erscheint, ob es zu einer Neubesetzung des Postens kommen wird. Die englischen Dichter sehen in der Einrichtung des PoMa Laureatus einen aus alten Tagen herrührenden Anachronismus, der in unsere Zeit nicht mehr paßt. Dazu kommt, daß die Zahl der Dichter, die ernsthaft in Betracht gezogen werden können, sehr klein ist, und die wenigen, die für eine solche Auszeichnung wirklich in Betracht kämen, in erster Linie Rudyard Kipling, der berufenste unter ihnen, haben erklärt, die Ehre, falls sie ihnen angeboten werden sollte, abzulehnen. So taucht denn in englischen Blättern, die sich auf die Suche nach einem neuen Poi'ta Laureatus beyeben haben, eine Fülle von Namen auf, die selbst dem Gebildeten nicht alle bekannt sind und meist nur lokale Bedeutung beanspruchen können. Neben dem Iren Mats wird besonders Hardy und Macefield genannt, aber auch Francis Davis ist nicht vergessen. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 12. Juni. Das Haus seht die zweite Lesung der Finanzvorlagen fort. Nachdem die Abg. Modra-öek, Abrahamowicz und Smodlaka gesprochen, wird die Debatte geschlossen. Zu Generalrednern werden gewählt: Iokl kontra und Lutsch pro. — Die Generaldebatte der Finanzvorlagen gedieh bis zu den Schlußworten der Minoritätsberichterstattcr, die morgen sprechen werden. Auf der Tagesordnung der morgigen Sitzung steht außerdem die zweite Lesung des Budgetprovisoriums. Die Wahlen in Trieft. Trieft, 12. Juni. Bei der heute vorgenommenen Gemeindcrats-, bezw. Landtagsstichwahl des vierten Wahlkörpers (Allgemeine Kurie, Trieft Stadt) sind im ersten und im fünften Wahlbezirke die fünf sozialdemo-kratischen Kandidaten gegen die Italienisch-Liberalen gewählt worden, während im dritten und vierten Wahlbezirke, in denen sich je fünf italienisch-liberale und slo-venisch-nationale Kandidaten gegenüberstanden, die italienisch-liberalen Kandidaten durchgedrungen sind. Im zweiten Wahllörper, Trieft Umgebung (gleich vierter städtischer Wahlkörfter) ging aus der Stichwahl der slo-venisch-natumale Kandidat gegen den sozialistischen siegreich hervor. Nach Bekanntwerden der Stichwahlresul» late veranstalteten die Italiener einen Umzug durch die Stadt, wobei sich jedoch nicht der geringste Zwischenfall ereignete. Die Polizei hatte überall die umfassendsten Si-cherungsoorkehrungen getroffen, um einer etwaigen Störung der öffentlichen Ruhe vorzubeugen. Schwarze Vlattern in Finme. Fimne, 12. Juni. Nach einer Mitteilung des städtischen Oberphysikus sind gestern sieben Erkrankungen an schwarzen Vlattern und heute bis 9 Uhr vormittags zwei neue Erkrankungen vorgekommen. Die Behörden beschäftigen sich mit der Einführung einer Zwangsimpfuny. Die Lage auf der Balkanhalbinsel. London, 12. Juni. (Unterhaus.) In Beantwortung von Anfragen über die Lage aus dem Balkan verwies der Staatssekretär des Auswärtigen, Sir Edward Grey, auf das Telegramm des Kaisers Nikolaus und erklärte, man müsse lebhaft wünschen, daß der vom russischen Km-scr gegebene Rat angenommen werde. Man könne nicht stark genug den Gefühlen enttäuschter Hoffnung lind Mißbilligung Ausdruck geben, mit denen die öffentliche Meinullg im allgemeinen den Ausbruch eines Krieges zwischen Nationen, die noch kurz vorher Verbündete waren, aufnehmen würde. Dies würde ihnen jegliche Sympathie in Europa nehmen, das bisher dazu bcige^ tragen hat, die Neutralität und Nichteinmischung der Großmächte zu sichern. Die Balkanstaaten selbst müssen erkennen, daß sie durch einen Kampf gegeneinander Gefahr laufen, alles, was sie im Kriege gegen die Türkei gewonnen haben, zu verlieren. (Beifall.) London, 12. Juni. Wie das Reuter-Bureau meldet, haben Bulgarien und Serbien das Schieds ^ richteramt Rußlands angenommen. Belgrad, l2. Juni. In dem gestern abgehaltenen Ministerrate wurde der vorgestern gefaßte Beschluß, von Bulgarien die sofortige Beantwortung der serbischen Note bezüglich der Revision des serbisch-bulgarischen Bündnisvertrages zu fordern, fallen gelassen, dagegen wurde beschlossen, die bulgarische Negierung einzuladen, sogleich eine partielle Demobilisierung um drei Viertel des gegenwärtigen Kriegsstandes anzuordnen und den Zeitpunkt für die gelegentlich der Begegnung in Carlbrod vereinbarte Zusammenkunft der vier Ministerpräsidenten bekanntzugeben. Wie das Regierungsorgan „Sa-inouftrava" erklärt, hat sich die serbische Regierung zu dieser neuerlichen versöhnlichen Haltung entschlossen, um einerseits den gerechtfertigten Fricdcnsbedürfnisscn Europas und des Balkans Rechnung zu tragen, anderseits, um eine ruhige, nicht überstürzte Auseinandersetzung mit dem verbündeten Staate zu ermöglichen. Die serbische Regierung habe diesen friedfertigen Schritt in der festen Überzeugung getan, daß das offenkundige Recht Serbiens in friedlicher Weise zur Geltung gebracht werde. Belgrad, 12. Juni. (Amtlich.) Die Regierung hat an die bulgarische Negierung eine Note gerichtet, in welcher vorgeschlagen wird, die gegenwärtigen Effektivstände der Heere auf ein Viertel herabzusetzen, um die serbisch-bulgarischen Differenzen bezüglich der zukünftigen Grenze und des bestrittenen Gebietes zu vermindern. Diese Demobilisierung werde eine freundschaftliche und friedliche Regelung der Differenzen gestatten. Berlin, 12. Juni. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" widmet dem ermordeten Großwcsir einen ungemein warmen Nachruf und drückt der Türkei zu dein Verluste des Großwesirs die herzliche Teilnahme aus. Auch die übrige Presse beklagt die Ermordung des Grobwesirs, an dein die Türkei in der gegenwärtig für ihre innere Entwicklung so außerordentlich kritischen Zeit einen nicht leicht zu ersetzenden Mann von überragend politischer Bedeutung verloren habe. itonftantinopel, 12. Juni. Wie aus gut unterrichteter türkischer Quelle verlautet, scheint es, als ob die Mörder Mahmud Scheflet Paschas von Parteigängern des Prinzen Sabah Eddin gedungen worden wären. Deren Verhaftung steht unmittelbar bevor. Ein riesiger Eisberg. Newyorl, 12. Juni. Wie vom Dampfer „Olympic", der gestern hier eingetroffen ist, berichtet wird, ist vom Bord des Schiffes am Sonntag früh ein riesiger Eisberg, der 120 Fuß über die Wasserfläche hinausragte, gesichtet worden. Die Stelle war etwa 100 englische Meilen von dem Punkte entfernt, wo im vorigen Jahre die „Titanic" untergegangen ist. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e k. Neuigkeiten vom Büchermarkte. Fuchs Georg, Circe. Phantastisches Spiel in drei Auf-zügen nach Calderon. K 2.40; Fürth Dr. Otto v., Probleme der physiologischen und pathologischen Chemie, 1. Bd.: Gcwebschemic. K 19,20; Gait er mann Ludwig, Die Praxis des organischen Chemikers, geb. K 9,60; Gang-Hof er Ll-ldwia., Der Jäger von Fal, Voltsstück in vier Akten, brosch. K 1,80, geb. K 2.88; Gansberg Fritz. Bei uns zu Haus. Eine Fibel für kleine Stadtleute, lart. X —.84; Garde Graf de la. Gemälde des Wiener Kon-aresses 1814—1815. 2 Bde.. brosch. X. 14,40, geb. X 19.80; Gaza Dr. V. v., Der Rudersport, brosch. K 3,60, geb. K 4,56; Gedanken und Erfahrungen aus dem heimischen Wald. Ein Festblatt zur 25. Versammlung des Württembergischen Forstvereines im Jahre 1912. K 8,36; GeeIer Dr. Leo. IolIes Dr. Hermann K GeIler Dr. Jos. P., Die Praxis des obersten Gerichtshofes. 13. Band. brosch. X 12.—. gcb. X 14.—; G e y a, c r Erich, Die angewandte darstellende Geometrie, X 6,—; Glyn Elinor, Drei Wo» ä)cn. der Liebesromau einer Königin, brosch. X 3,60, geb. X 4.80; Goloberg Dr. E., Die Grundlagen der Repro-ouktionstechnil, X 5.76; Gretzschel k Rings, Die Praxis der Wohnungsrefurm, X 10,80; Gruhlc Hans W.. Die Ursachen der jugendlichen Verwahrlosung und Kriminalität. X 2l,60; Grunzel Dr. Josef, Handels« Politik und Ausgleich in Österreich-Ungarn. X 6.—. Vorrätig in der Vuch«. Kunft. und Musilalienhanb» lung Jg. y. Kleinmatzr 5 Feb. Number« in Laibach, Kon» grehplak 2. Angekommene Fremde. Hotel „Elef«nt". Am 12. Juni. Ritter Gorup v. Slavinjsli, Privatier; Tittel, Direktor. Fiume. — Ulm, Gutsbesitzerin, Schloß Klin» genfels. — von Vün. Gutsbesitzerin, s. Tochter, Fraßlau bei Cilli. — Schaug. Gutsbesitzer, Gut Vrody. — Lahn, Fabrikant, Pilsen. — Raiß, Private. Brod. — Kuustl. Private, s. Schwe» ster. Oberlaibach. — Rossi, Stadtbcmmeifter, Osoppo (Italien). — von Herszenyi, Gombos, Hauptleute, Budapest. — ltirchner, l. u. t. Hauptmann; Phillipich, Rsd., Trieft. — Magritzer, Wesscly. Rougon, Schaschel, Schremmer. Dreifuß, Rsde.; Lord, s. Gemahlin, Eckstein. Kflte.; Bloj. Leibjäger, Wien. — Hof« mann, l. u. l. Oberleutnant, illagenfurt. — Dulnig, l. u. k. Ober» leutnant; Strafela, Beamter; Neumann, Kfm.; Reismger, Nr» nold. Nsde.. Graz. — Haimerl. Rfd.. München. — Löwe, Rsd.. Szembach. — Rudowits. ttfm., Agram. — Adolf, Schul» leiter, Töplitz. — Brismello. Vauattordant, Rudolfswelt. — Samida, Besitzerin, s. Tochter, Steinwand. Gr«nd Hotel Union. Am 12. Juni, Se. Exzellenz Baron Leithner; Miller, l. u. l. Oberst; Fucts, l. u. l. Oberstleutnant, Graz. — Hin» lovic, Tlak'ii, Private, Agram. — Triller, Ingenieur, Prag. — Heß, Kfm.; Mattellanz. Rsd., Graz. - Prasel, Rsd., Slutsch. — Kebat, Rsd., Görz. — Kahn, Rsd., Berlin. — Koller. Uöwiuaer. Rsde., Trieft. — Abeles, Rsd., Hamburg. — Sopanschel. Oberingmieur; Futter, Ingenieur; Theiner, Friedman», Schmall. Tandler, jtsite.; Brand. Schopper, Rciß, Weiner, Raman, ttickinger, Rsde., Wien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. ,«, 2 U. N. 732 8, 22 7 ND. schwach heiter ^ 9 U. Ab. 35 2 16-1 NW. schwach bewöllt 13>7 U. F. ! 40 b> 12 3! SO. mäßig j . j 8'6 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 18-6°, Normale 17'4°. Regen gestern nachmittags und abends. Wien, 12. Juni. Wettervoraussage für den 13. Juni für Steiermarl, Mrnten und Krain: Veränderlich, zeitweise Niederschlage, kühl, nordwestliche lebhafte Winde. — Für Un» gärn: Veränderliches kühles Wetter zu erwarten, an vielen Orten Regen. '71, ...,,. MW Das neueste Heft dor Music' für Alle ist zum Preise von 60 heller durch die Vuch-und Musikalicn. Handlungen oder vom Verlag zu beziehen Verlag Ullstein H Co, Verlin.Wen Zu beziehen durch: Jg. v. Klcinmayr K Fed. Bambergs Buchhandlung in Laibach, Kongreßplatz Nr. 2. Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Stadtauflage) liegt ein Pro« spelt über G. v. Handel-Mazzettis Romane u. Dichtungen bei; man woll« sich der beigegebeneu Postkarte frdl. bedienen. S Dantes göttliche Komödie Die Holle r > . Das größte kincmatographische Sensations-Kunstwerk iu drei Akten wird durch vier Tage, und zwar: Freitag den 13., Samstag den 14., Sonntag CJ : den 15. und Montag den 16. Juni vorgeführt. Erhöhte Preise. Abendvorstellungen im Garten. Vorstellungen täglich von 3 bis 4l/»> *Vi bis 6, 6 bis 71/,, -*CSS J 71/, biB 9, 9 bis 101/, Uhr. Schulpflichtige Jugend hat keinen Zutritt. 2284 10-9 üaibacher geltung Nr. 133. 1244 13. Juni 1913. „n.ooo.;;;::,. nie fler 11 pi Oesterreichischen *k Credit-Hnstalt fir Hail und Gewerbe"-"--.......» GtUhlnlagen gegen ElnlagibOcher und ^IfisPlf Kaut' Verkaul D' Belehuung von Wert y ;«t..K.rr..t; G.w.hr.n, ... jn Laibach *^ Prešerengasse Nr. 50. ««> Wt&^^ruS tridlttn, Etkimple von Wcchali ate. "¦ »-«*'m*u»_______________________________»______________________________________Helrattkautlonen etc. Kurse an der Wiener Börse vom 13« Juni 1913. Schluflkurs Geld |Warc Allg. Staatsehnld.-------------- Pro«. 9 l(Mai-Nov.)p.K.4 82-06 8226 a i"L I ,, ,, p. U.4 82-16 82-36 qc k. st.K.|(Jän.-Juli)p.K.4 81-90 82-10 \ „ ,, p. A.4 «/-90 8210 2 48«/n».W.Not.Keb.Aug.p.K.4-2 84-60 84 80 Jo 42% ,, „ ., „ p.A.4'2 84-60 84-80 .5 4"2°/u ,. 8llb.Apr.-Okt.p.K.4-2 84-76 8496 W 4-2«/o „ ,, ,, „ p.A.4'2 «¥78 84 96 Loeev.J.1860iD50«n.ö.W.4 /OSO 1690 Lose V.J.i860 7.U 100 sl.Ö.W.4 467 — 469 — Lo8ev.J.1864zul00fl.ö.W.... 660-— — •— LoBey.J.1864iu Mfl.ö.W___380— •—•— St.-Doman.-Pf.120sl.300F. 5 — •— —¦— Oesterr. Staateschuld. Oest.Slaat88chat«8ch.8tfr.K.4 98-80 98-76 Oe8t.Goldr.stfr.Gold.Kaase..4 /0288 10276 „ „ ,, ,, p. Arrgt. 4/02-68 /0J776 Oeat. Rentei.K.-W.stfr.p.K.* 8140 St-60 „ . ,, „ ,, „ ,,U. .4 82-40 82C0 O«st. Rente i. K.-W. ateuerfr. (1912) p. K............ 81-90 8210 Oeflt. Rente i. K.-W. steuorsr. (1912) p. U............ «/-90 8210 Oeat.Invest.-Rent.sUr.p.K.HVi 72-80 73-— Franz JoaefBb. i. Silb.(d.S.) 6»/* /07-60 108-60 Galiz. Karl Ludwigsb. (d.St.)4 «2*0 83-80 Nordwb.,ö.u.Büdnd.Vb.(d.S.)4 8286 83-86 Rudolfßb.i.K.-W.Btsr.(d.S.)4 8290 8390 V«m Stute E. Zahlung übern. Blnenb&hn-Priorittts-Oblig. Böhm.Nordbahn Em. 1882 4 --•— —¦— Böhm.WestbahnEm.l885..4 «890 S6-90 Böhm. Weatb. Em. 1895i.K. 4 8640 86-40 Ferd.-Nordb.E.188fl(d.S.)..4 89 7C 90-70 dto. E. 1904 (d. St. K....4 8820 89-20 FramJosefsb.E.1884(d.S.)S4 86-90 86 90 Galiz.KarlLudwigb.(d.St.)S4 83 80 84-so Laib.-SteinLkb.800u.lOO0ü.4 92 78 93 75 Schluükura Geld |Ware Pro». Lem.-C7er.-J.E.J894(d.S.)K4 —•— —— Nordwb., Oest. 200 fl. Silber 6 101— --•— dto.L.A. E. 1908 (d.S.) K8Vj IV— 78 — Nordwb. JDest. L. B.200fl. S.5 10s— —•— dto. L.B.E. 1903(d.S.) K81/, 79'60 80-60 dto.E. 1885200 u. 100011. S. 4 84-26 8626 RudolfsbahnE. 1884(d.S.)S.4 84-70 8670 StaatseiBenb.-G.500 F. p. St.3 »37 — 340 — dto.Ergz.NetzöOOF.p. St. 3 832— 384-SüdnorddeutschüVbilgb. sl.S. 4 8360 84-60 Ung.-gal.E.E.18872OOSilber4 *2S0 83-60 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskassenBch.p.K.41/» 99-— 99-20 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 9*86 9*76 Ung. Rentei.K.8tfr.v.J.191O4 81-10 8130 Ung. Rente i. K. stfr. p. K. 4 81-30 816C Ung Prämien-Anlehen ä 100(1. 416-— «*¦— U.TheisB-R.u. Szeg. Prm.-0.4 281-— 291-— U.GrundenUa8tg.-Obg.ö.W.4 82-86 8S-H6 Andere öffentl. Anlehen. B8.-hert.Ei«.-L.-A.K.19O2 4Vj 90-ao 9/60 Wr. Verkehrsanl.-A. verl. K4 81-90 82-90 dto. Em. 1900 verl. K____4 S2-76 8376 Galirißchesv. J. 1893 verl. K.4 88-- 84- Krain.L.-A.v.J.1888ö.W..4 —— 94-60 Mährisches v.J. 1890V.ö.W.4 86-90 87-90 A.d.St.Budap.v.J.1903v.K.4 8060 8160 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. i 88-40 8440 Wien (Invest.) v.J. 1902v. K.4 8336 84 36 Wien v. J. 1908 v. K.......4 «27« 88 76 RusB.St.A.1906f. tOOKp.U.6 107-26 102-76 Bul.St.-Goldanl.1007100K4V2 91-26 92-26 Pfandbriefe and Kommunalobligationen. Bodenkr.-A. ößt., 50 J. ö.W. 4 88-76 84 76 Bodcnkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 98— 96 — Bühm. Hypothekenbank K. .5 I0028 101-- dto. Hypothbk.,i.&7J.v.K.4 88-76 89-76 acninuKurs Geld | Ware Pro* Böbm.Ld.K.-Schuldsch.B0j.4 «7— 8S-— dto. dto. 78J.K.4 ««'26 «.V26 dto. E.-Schuldscb.78j.4 *<-60 «6-60 Guliz.Akt.-Hyp.-Bk.......5 —• —— dto. inh.50 J.verl.K. 4V2 91— 92 — Oaliz.Landesb.ölVjJ.v.K^Vi 92— 98-- dto. K.-Obl.III.Em.42j.4V« 80-90 90-90 Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 9«-60 99 no [.str. K.-Kr.-A.i.52V>Jv-K.4l/i SS 76 89-— Mähr. Hypoth.-R.ö.W.u.K.4 W'60 8460 Nied.-öst.Land.-Hyp.-A.55j.4 84-26 8626 Oeat. Hyp. Banki. 50 J. vorl. 4 83-— 84- — Oest.-ung.Bank60J.v.ö.W.4 8860 89-60 dto. 50 J. v. K.........4 89 70 90-70 Centr. Hyp.-B. ung. Spark.41/, 91— 9f-~ Comrzbk., Pest. Ung. 41J. 41/1 9226 98-2f> dto. Com. 0. i. 507, J- K 4V2 92- 93-— Herrn.B.-K.-A.i.60 J. v. K 4l/2 91-— 92- — Spark.lnnerat.Bud.i.50j.K4Va 91-60 92-60 dto. inh. 50 J. v. K. . . . 4V4 84-60 86-60 Spark.V.P.Val.C.O.K . . 4V, 9026 9/-2S Ung. Hyp.-B. in Pest K . . 4Va 91-76 92-76 dto.Kom.-Sch.i.50J.v.K4Vi 9*76 9476 Eisenbahn-Prior.-Oblig. Ka8ch.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 8176 82-76 dto. Em. 1908 K (d.S.). .. 4 W- 83-~ Lomb.-C/er.-J.K.18ä4 3OOS.3-6 77-60 7S-60 dto. 300 S...........4 82-60 83-60 Staatseisenb.-GcBell.E. 1895 (d. St.) M. 100 i\l.......3 —•— -• — Südb.Jan.-J. 50'' F. p. A. 2 6 248-76 24476 UntorkrainerU.(d.S.)ö.W. .4 9r— 92 60 Diverse Lose. Bodenkr.öat.E. 1880äl()0fl.3X 274— 284-- dto. E. 1889 a. 100 fl. . . . 3X 24110 261-10 Hypoth.-B.ung.Pram.-Seh v. ä 100 11..............4 230— 240- - Serb. Prämien-Anl. ä 100Fr.2 ///•-¦ 121-- Bud.-BaBilica(Domb.)5n.ö.W. 26 60 29-60 Schlußknrs field | Ware Cred.-\n« .1 l.i.fi JOOsl.Ö.W. 478-- 4*8- Laibach. Präm.-Anl.2Osl.o.W. S< 60 S9'60 RotenKreuz.öst.G.v.lOfl.ö.W. «*•— 68-- dettonng. (J. v. . . 511. ö. W. 30-— 84 — Ttirk. E.-A.,Pr.O. 4O()Fr.p.K. 231-60 284-60 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874 .... 100(1. ö.W. 477-— 4S7--üewinstsch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 38— 42-— Gewinstsch. der 3'/n Pr.-Sch. 33?76 Bankver.,Wr. p.U. 2000.30 ,, 609— 6/0 — Bod.-C.-A.allg.üst.30OK57 ,, //771— 11S4- Credit-AnBt. p. U. 320 K 83 ,, 621— 622 — Gredit-B. ung. allg. 200 (1.45 „ 820-— 821 — Eskompteb. ateior. 200 fl. 38 ,, 667- — 67/ ¦ - Eskompto-G., n. ö. 400 K 40 „ 727- - 738 — Länderb.,öst. p. U.200H.30 ,, 609— 6/0-- Laibacher Kreditb. 400 K 25 ,, 4/0-— 416 — Ü68t.ungar. B. 1400 K 120 ,, 2072— 2082-— Unionbank p.U.. .200(1.33 ,, 6*4-80 6*ä-60 Verkehr8bunk,allg.l40fl.20 ,, 367-60 868-60 Živnosten. banka 100(1.15,, 26376 264-76 Industrie-Aktien. Berg-u. Hnttw.-Ü., öst. 4(>0 K 1260- — /270 — HirtenberR P.,Z. u.M. F. 400 K 1626-— 1630--KönigBh.Zement-Fabrik 400 K 364-— 368 — Lengenfelder P.-C.A.-G. 250 K 126-- 130-- Schluflkurs Geld | Ware Moutangcs.,ös(err.-alp. 100 fl. 928-- 929-— Perlmooser h. K. a. P. 100 fl. 468-— 472 — Prager Eisenind.-Geaell.500 K 8260-— 3282 — Rimamur.-Salgö-Tarj. IOO fl. 68876 6897t S»lgö-Tarj. Stk.-B. ... IOO fl. 766- 70« — SkoHawerko A.-G. PÜ8. 800 K W6-60 886 60 V\rafTen-F.-G.,ÖBterr. . . 100 fl. 97«— 9«0-- WeifleiifelBStahlw.A.-G.300K 7*6- 790-— WeBtb. Bergbau-A.-G. 100 fl 637— 641 — Devisen. Knrze Siebten and Schwiku: Deutsche Bankplätzo...... 118"^ 118"» Italienische Bankplätze..... 93 26 6840 London................ j4«t» t4*>-f- Pari8................. 96"»« 9i*-M Valnten. Münzdukaten........... ti-42 11-41 20-FrancH-Stücke......... /s'J«1 19-16 20-Mark-Stücke.......... 2868 2867 Deutsche Reichsbanknoten . . //«*>•»" //««•''* Italienische Banknoten..... 9«-26 .9*46 Rubel-Noten............ 26276 26360 Lokalpapiere nach Privatnotier, d. Fillaled. K.K.priv.Oest. Credlt-ABsUlt. Braueroi Union Akt. 200 K 2*6-— 246 — Hotel Union ,, 500,, 0 — •— —— Krain. Bauges. ,, 200,, 12K 20O-— 210 — ,, Industrie,, 200,, 20 K 420-— 4*0 — Unterkrain. St.-Akt. 100 fl. 0 ¦- •— «0 — Bankzinsfufl 6% Die Notierang sämtlicher Aktien and der „Diversen Lose" versteht sich per Stück.