^ IS» Mittwoch den 22. AezemSer i«7ö. XIV. Jahrgant- VI« .«»rbur,er SeUm,» »fch-iiit jid«, «onii«»». Mittwoch »iid Kr«,»-,. Preist — sSr M-rb»ra: gaiujShri« S halbiidrig » »ierttllähria 1 ?. i0 »r! fSi _Hüuß msnatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr S kr. pr. Seile. Vom Schuht der hrimische« Zndastrit. Dr. Ferdinand Stamm hat in der „Bo-hemia" die Frage aufgeworfen: „Bedarf die österreichische Industrie de» Schutze» und ist sie dessen werth?" Er beantwortet diese Fragen in so überzeugender Weise, daß wir e» für unsere Picht erachte»,, unsere Leser mit dem Hauptinhalte bekannt zu machen. „Dort drüben über dem Kanal" — schreibt der Verfasser — „in Birmingham und Sheffield ächzen die Walzwerke und pochen die Dampfhämmer in schnellerem Takt, die Eisenproduk» tion wächst alis jährlich 176 Millionen Zent., die Ausfuhr steigt im Jahre 1876 auf 64 Millionen Ztr. Eisen und Äsenfabrikate, und im Deutschen Reiche und in Oesterreich löschen die Hochosenfeuer au» und die Walzwerke und Dampfhämmer bleiben, von einer unsichtbaren Gewalt ergriffen und gelähmt, plötzlich stehen. In Manschester, Äverpool, Glasgow und an andern Orten schnurren die 38 Millionen Baumwollspindeln und klappern 441.000 Damps-wedsttthle und speien Massen von Garn und Geweben wie in der Schlacht die Mitrailleusen Kugtln au», und begraben diesseits de» .Nanals Hunderttausende von Arbeitern unter den Baum-wßllhausen, um ste zu ersticken. Leichte», luftige» Gewebe, Maschinenspitzen fliegen wie da» herbstliche Spitingewebe über den Kanal herüber, bleiben auf dem Erzgebirge hängen und drosseln die Klöpplerinnen. In Birmingham setzt man den Zentner Lchieneneisen um einen Schilling herunter; dieser Federzug in einer Offerte genügt, daß in Kladno wieder tausend Arbeiter entlassen werden müssen. In Australien, Meilen von Böhmen entfernt, nimmt die Schafzucht jährlich um zwei Millionen Stück zu; da« zwingt in Böhmen die Domänenbesitzer, ihre Schafe zum Metzger zu fchicken und die neugebauten Schafställe leer stehen ^u lassen. Eln Telegramm aus Belfast, dem Centrum der Leinenindustrie in Irland, berichtet den englischen Agenten die Äl)sendung von Waarenmengen zu unglaublich niedrigen Preisen, hall) Flach« halb Baumwolle, und die neu ausblühende Flachs-Industrie in Böhmen und Schlesien fühlt .sich ins Mark getroffen. Wer dem aber entgegnen wollte, daß das nicht „Krieg" sei, weil die Absicht, zu schaden, zu vernichten, abgehe, ihm erwidert Dr. Stamm, daß diese Absicht allerdings bestehe. Ein englischer Großindustrieller hat im Jahre 1854 in öffentlicher Parlaments Sitzung unvorsichtigerweise selbst ausgeplaudert, als er bei Verhandlung Über die Arbeitersrage von den oft ungeheueren Verlusten erzählte, welche englische Industrielle sich aufladen bei dem Bestrebe»,, die Konkitrrenz des Auslandes zu vernichten, o^t die Herrschaft zu gewinne»!/Bis z"u"^'bis 400.000 Pfd St. wachsen durch drei bi» vier Jahre diese Verluste Einzelner a»,, welche sie aber, i,achde»n der Zweck der Ver»,ichtttng erfüllt ist, vielfach wieder hereinbringen. Jener Engländer hat diesen Vorgang selbst eine „Kriegstthrung" geiiannt und als deren Werkzeug die ungehenern Kapitalien Englands bezeichnet, welche dem konkurrirenden Kapital der fremde»» Länder so sehr überlegen sind. Diesem Mthodisch^en^ Vernichtungökan»pfe Englands h^aben et»,ige Staaten, wie Siordamerika.. Frank-reich, Belgien, die entsprechenden Sch'litzdä»»,me entgege»,gestellt; Oesterreich aber hat sich bi»-her keineswegs in richtiger Art zu salviren verstanden. Dr. Sta,nm sührt dies zunächst ziemlich ausführlich mit Rücksicht auf die österreichische Eisen'Jndustrie aus , er sagt darüber: „In den Fünfziger-Jahren begann ein reger Eisenbahnbau in Oesterreich. Die Staats-Verwaltung hatte ihn in die Hand geno»n»nen. Man brauchte viele Schienen, die Engländer sorderten hohe Preise. Da ermunterte Herr v. Bruck als Handelsminister die Eisen-Jndu« striellen zur Eriveiterung ihrer Werke und zum Baue neuer Schienen-Walzwerke. Sie kamen dein Wunsche nach, und in wenig Jahren wurden einige Millionen Gulden sür die Anlage von neuen Hochöfen und Walzwerken verwen-det. Die erzeugten Schienen waren vorzüglich, besonders die aus kärtnerischem und steirischem Eisen. Eine neue hoffnungsreiche Industrie war in Oesterreich gegründet. Nun legten es die Engländer daraus an, diese »,eue Industrie zu Vernichten. Die Eisen»Agenten wurden thätig. Sie boten die Schienen immer weit unter dem Preise der einheimischen Werke an; Nur der Zoll stand im Wege 3 fl. 30 kr für den Ztr., ste mnßten mit Verlust hier verkaufen, und sie verkauften auch »nit Verlust und bewarben sich bei Bruck u»n eine ausnahmsweise Ermäßigung des Zolles auf Schiene», wegen Dringlichkeit des Baues. Br,lck ging in die Falle. Als Kon« zessionsbedingung gestattete er den Gesellschaften jdie Einful»r der Schienen zu!n halben Zoll. ' Nun überschwemmten die Engländer Oesterreich i Mit Eisen zu fabelhaft niedern Preisen. Die zu ^Ende der Fünsziger'Jahre ausgebrochene erste ! Eisenkrise krönte den Sieg der Engläi,der. Drei Aeuitteton. Dt amtrikaaische /ra« io dcr /amilit. Die englisch'ainerikanische Presse hat sich im ganjen sehr schwach und i,achsichtig, »nau könnte sage», feig gezeigt, gegenüber dein Un» fug des Weiberkrieges auf die Wirthschaften. Um so erfreulicher ist es, we»»n inan einmal eine entschiedene kriNsche Veriversunq die« ses Skandals in ei»ien, englischen Blatt findet. Eine solche enthält „Appletons Jour»,al " Darii» wird der Frau klar geinacht, daß die Familie den Kreis ihrer Wirksamkeit u,nschließt, daß sie dort allein segensreich wirken kann, und daß sie dadurch die Hüten», der ,Vahren Moral und Gesittung wird; daß sie aber selbst e»,t-artet und sich jeder Macht und jedes veredelnden Einflusses auf Sittenbesserung entäußert, wenn sie die Uebel direkt iln öffentlichen Leben bekämpfen will, welche nur dadurch fo verderbe lich um sich gegriffen haben, weil die a»neri-kanische Frau im Haus ihre Pflichten nicht thut. Die Fraue», beklagen sich, daß auf sie hauptsächlich der Nachtheil und der Fluch der Unlnäßigkeit i»n Genuß geistiger Getränke fällt, welche»n sich ihre Männer und Söhne hiligeben. Aber daran tragen sie die Hauptschuld. Wenn sie verständen das Familienleben für Gatten und Söhne anziehend zu machen, wenn sie die ersteren durch ein seelenvolles, ge»nüthliche s Wesen an das Haus zu fesseln »vüßtei,, und wenn sie ihre Söhne »,icht zu rein äußerliche, und und darum haltloser und heuchlerischer Gesittung erzögen, sondern ihnen echtes Gesichl und Liebe zur Tugend einzuflößen verstände»,, so würde das Wirthshaus kein vernichtender Dä» mon für ihr Familienglück werden. Aber wenn sie auch alle Wirthschaften und allen Liquor der Wtlt vernichten könnten, das Fainilien glück würde damit doch nicht erstritte»,. Das rig läßt. Höre»» wir hierüber „Appletons Journal".. Es sagt „Das a»nerikal»ische Fainilienleben ist: durchschnittlich sehr trauriger Nat»»r. Die Mär., ner essen und schlafen dahei»n, weil das bequ e- mer und billiger ist, als auswärts. Sonst aber hat das Daheim keine weitere Anziehungskrast f»»r sie, nicht sowohl zufolge eines verkehrten Syste»ns, wonach alles im Haus den ungei»,üth-lichsten, engherzigsten Charakter trägt, wie ihn nur Gefühlsmangel, falsche Oekonomie u»,d kalte Selbstsucht hervorbringen können." Man solle nur ein»nal in die Häuser der kleine», Städte ui»d Dörfer blicken, meint das Journal, und man »verde sich von der Wahrheit des Obigen überzeugen. In den sog. guten Ziminern »vird »,iemals ein Fenster geöffnet, u»n Luft und Sonnenlicht einzulassen. Bei Tag und Nacht ziehe man sich in ein kleines Hinter-ftübchen zurück, oder die Frauen hockten in der heißen Küche. Die „ParlorS" sind dumpfig und unge,vöh»llich nnd die Männer suchten irgendwo außer de»n Haus ei»,en freundlicheren, geinüthlichere», ul,d unterhaltenderen Aufenthalt. Die Frauen wollen ja lieber die Teppiche in it)ren ParlorS schonen, lieber ein Extralicht, ein Extrafeuer sraren, als Gatte»» und Söh»,en das Haus freui,dlich »»nd anziehe»,d zu »nachen. Soziale Heiterkeit wird nicht in diesen traurigen Häusern verstattet. „Hier", sagt das Jour»,al, „besteht alle Kunst darin, die Kunst zu üben, wie »nan nicht leben soll. Alles muß seil», nett, säuberlich und orde»,tlich bleiben, kein Stäubchen ^ dars Mrs. Gru»,dy ge»»iren; alle sreie Bewe- Lchienenwerke in den Alpen kamen in Koilkur«, das eine böhmische gesellschaftliche Eisenwerk mußte große Summen de» Anlagekapitals abschreiben. Die Eisenwerke der großen Domänen-Besitzer wie des Erzherzogs Albrecht in Schlesien, des Herzogs Coburg und des Grafen Georg Andrassy in Ungarn, des Flirsten Schwarzenberg, Fürsten Colloredo-Mannsfeld in Böhmen, des Hauses Rothschild in Mähren und die ärarischen Werke kamen selbstverständlich nicht in Konkurs, aber auch sie wissen von schmerzlichen Verlusten zu erzählen. Null heilnsteli die Briten nach dem obell angeführten KriegSplall den Gelvinn eili, den sie nlit ihren frlchern Opfern vorbereitet hatten." Zur Zeit der zweiten Eisenbahnbau-Periode, zu Ende der Sechziger Jahre, reichten die hei' mischen Elsenwerke schon nicht mehr aus. 186d bis i!^73 wurden 43 Millionen Zentner Eisen und Eisenwaaren, größtentheils aus England, eingeflihrt, und als der Eisenbahichau gailz zu stocken begann, da kam uun die ernsteste Krisis unserer Eisen-Industrie zum Ausbruche. Hätte Bruck gleich anfangs nicht den Engländern mit Ausnahmsmaßregeln gegen die kräftig aufstrebende heimische Industrie geholfen, so wäre sie längst erstarkt gcivesen und hätte die zweite Eisendahnbau-Periode mit gesunden Kräften und koilkurrenztüchtig mitgemacht. Znr Geschichte des Tn,ie8. Vonl Herrenhause ist der Wildauer'sche Gesetzentwurf über die Schul auf ficht ab^ gelehnt worden. Die Ultralnontanen in Tirol schießen Viktoria, ihre Parteigenossen in anderen Ländern jubeln und der Kultusmiilister feiert einell Sieg Über den UiUerrichtSminisler. Im ungarischen Oberhause bietet der Voranschlag Gelegenheit zu scharfer Rede. Die Mehrheit wird aber gewiß auch diesmal der Regierungsvorlage zustimmen und wirkungslos verhallt, was die Gegner gesagt über die gründliche Systemänderung, über das Fallenlassen aller kostspieligen Lieblingsideen, weil das Volk ärmer und leistungsunfähiger, als es je gewefell. Die Reformverheißungen des Sultanssilid ein Schritt näher zum Bruche zwischen der Türkei und den drei Mächten. Von diesen bemüht sich Deutschland, welches unmittelbar nicht betheiligt ist, die guten Beziehungell Oesterreich Ungarns und Nußlands zu fördern. Ersteres scheint alles Heil noch von der Ali-nahme diplomatischer Unterstützung zu erwarten, Rußlmld dagegen soll beantragen: die Türkei möge entweder bleiben, wie sie ist, oder es darf gung, jeder Geschmack, alle Aufheiterung, alle Herzlichkeit, alles Leben muß unterdrückt werden. — Das scheint die große Aufgabe der ascetifchen Frauen zu sein, welche darüber die Kontrole haben. Kein Wunder, daß die Männer davon laufen und selbst die roheren Vergnügungen der Wirthshäuser vorziehen. — Lebensgenuß ist eine Nothwelldigkeit für die Natur des Mannes und jede LebenSloeise ist besser als Gleichgültigkeit und Herzenskälte." Beherzigenswerthe Worte sind das für die Frauell. Die geschilderten Zustände treffeli hauptsächlich in den kleineren Orteil zu. Denn in größeren sind die Häuser wohnlicher ulld die Frauen sozialer. Die „Ascetik" des häuslichen Lebens ist daselbst ziemlich abgeschliffen. Daraus erklärt sich auck, warum die Frauen an kleiile-ren Orteli nalnentlich diese Wuth auf Wirthshäuser zeigen, während das Familielileben in den großen Städten, ausgenommen bei deren ärlneren uild ganz ungebildeten Klasseil, durch die Wirthschasten nicht im mindesten Abbruch leidet. Man kann sich hier in dell deutschen Wirthschaften ein Muster nehlnen, welche so anständig sind, daß der Besllch derselben seitens der ganzen Familien, auch der gebildetsten Klassen, nicht das Familienleben stört, sondern die endgiltige Lösung der orientalischen Frage nicht lällger vertagt werdell. Verittischte Nachrichten. (Die Ehe der Mahoinedane r.) Ritter von Vincenti, welcher durch mehrere Reifen iln Orient ein gründlicher Kenner des dortigen Lebens gewordeil, hat im österreichischen Gewerbevereine zu Wien einen Vortrag über die Ehe der Mahoinedaner gehalten. Vincenti entrollt ein verführerisches Bild des ehelichen Lebens der Jslambekenner, wie es sich als religiöse und sociale Institution osseilbart, uild legt den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf daS: wie die „Ehe im Islam" sein könnte und sollte, nicht aber: wie das eheliche Leben that-sächlich dermalen unter den verkoinmenen Os-manen gehalten und geübt wird. Mehrjährige Anschauung der Verhältnisse auf der Hämus-halbillsel haben wenigstens zu der Allsicht gedrängt, daß die physische und moralische Degradation der Mahomedaner — vorzugsweise in Europa — nothwendigerweise auch im geschlechtlichen Leben ebenso traurige Fortschritte gemacht. Ritter von Vincenti führt in wohlentworfener Skizze aus, wie Mahomed gezwungen war, die Vielweiberei als reagirelldes Mittel gegen die statistifch decimirende Vielmännerei der arabischen Stälnnle anzuordnen. Vincenti setzt weiter auseillander, daß die Giilzelehe bei den Maho« medanern seither — aus finanziellen Gründen — die Regel, die Vielweiberei dagegen die Ausnahlne und sozusagen nur ein Vorrecht der Reichen gewesen und geblieben sei. Besonder» anregeild ist die Schilderllng der Sitten und Gebräuche der Araber, Aegyptier und Beduinell, lvobei so mancher hulnoriftische und gutgelneinte Seitenhieb auf unsere „frälckifchen" Damen fiel. (Der Papst besteuert.) Das Stadt» amt von Roln »vill den Papst zu Abgaben für den Mitgebrauch der Gemeindeanstalten (Wt»sser) heranziehen und begehrt für die Zeit vom 20. September 1870 bis 3l. Dezelnber >875 80,000 Lire. Pius IX. ist erbötig, dieft Steuer in Theilzahlungen zu entrichten. (Zeit ungswesen in Deutfchland.) Eine Berliner Zeitullg schreibt: „Trotz der Be^ freiling von Preßstempel lil,d ZeitullgSkautioil hat sich das deutsche Zeitungswesen in dem zu Rüste gehenden Jahre doch llur in so beschei-deneln Maße gehoben. Einen guten Theil der Nichterfüllung der an das deutsche ReichS-Preß-gefetz geknüpftell Erwartungen mögen allerdings auch die iln Allgelneinell ungünstigeli Geschäfts-Konjunkturen verfchuldel», denn an einem frifchell, fröhlichen Alllaufe fehlte es nicht beim es belebt, erfrischt und dazu beiträgt, vor jener amerikanifchen Monotolne, Gleichgültigkeit imd starren Selbsucht v»n Mann, Frau ulld Killdern zu bewahren. Die Mutter, sagt „AppletoilS Jourllal", kennt so selten das eigentliche Wesen ihrer Söhne, die sie zum Rechten ulld Gutell leiten soll, und noch will. Junge Mällller wünschen ihren Trieb nach Thätigkeit zu befriedigen, wenn keine Berufsgeschäfte vorliegen, lvolleil sie allre^ genden Umgang, aufheiternde Gesellschaft. Man gewähre ihnen das im Haus, inan sorge für geistige Ultterhaltung, für gute belehrelide Bücher, Ulld pflege die Liebe zu alleil schönen Künsten, namentlich zur Musik. Eine Mutter, welche in dieser Weise in ihrem Hause wirkt, braucht lücht zu befürchtell, daß Wirthfchaften ihr ^ailnlienglück vernichten könneil. Das leichtsinnige Heiraten, sagt das Jonrnl, trägt viel zum Ullglück des ainerikanischen FainilienlebenS bei. Durchschnittlich kelmt der Mann die Frau gar nicht, welche er zur Lebensgefährtin mahlt. Ebenso wenig weiß die Frau gewöhnlich, welche Bildung, welche Sitten der Manll hat. Einen vernichtenden Einfluß auf alles Falnilienglück muß es machen, wenn beide Theile sofort nach der Verheirathung ftndeii, daß sie liicht zu ein- Beginne des Jahres; allein schon im zweite« Quartale stellte sich eine energische Reaktion ein und von den 457 neu gegründeten Zeitschriften sind nur 125 über die ersten Angstwochen hinausgekommen. Befonders bemerkenswerth ist aber, daß die neu gegründeten Organe fast ausschließlich der Fachliteratur und der Lokalpresse zu gute kommen, das politische Interesse dagegen so gut wie gar nicht daran participirt. Beispielsweise tauchten in Berlin allein S3 neue Journale auf; ^9 silld davon aber schon wieder vergessen, und am 1. Jänner 1876 wird die Reichshauptstadt schließlich n»»r 22 Zeitschriften mehr zählen, wie ein Jahr zuvor. Und bei die-fem Zuwachs kommt nur eine einzige größere Zeitung in Betracht (..Neues Berliner Tagblatt"), lvährend die mU so großem iSklat ins Leben gerufene „Berliner Presse" bekanntlich schon nach zehnwöchelltlicheltt Bestehen anaeb-lich an Fondsmangel zu Grullde ging. Nichtsdestoweniger marschirt Berlin noch immer mit weitem Vorsprunge an der Spitze der periodischen Presse, denn von den 4174 deutschen Zeitschriften, welche der Post-Zeitungs-Preis-courant für 1876 dem wissensdurftigen Leser offerirt, erscheinen nicht weniger als 298 dort-selbst: 4 ztvölfinal, 2 siebenmal, 22 sechsmal, 1 fünfmal, 6 dreimal, 19 zweimal und S4 ein-»tial wöchentlich. Die zweite Stelle erst nimmt die deutsche Buchhändlerstadt Leipzig mit 174 Zeitungen ein, dann folgt Wien mit 154, München mit 60, Stuttgart mit 54, Hamburg mit 47, Breslau mit 41, Frankfurt ain Main mit 33, Hannover mit 25, Köln mit 22, Karlsruhe mit l9, Magdeburg mit 14 Zeitungen u. s. w. Aus der kleinen Schweiz kommen 147, aus Amerika 39, aus London nur 2 deutsche Zeitungen. — Aon den 4174 deutschen Zeitungen erscheine»! 2 achtzehnlnal, 15 dreizehnmal, 26zwölflnal, 1 elfinal, 1 zehnmal, kl siebenmal, 572 fechSlnal, 1 fünflnal, 19 viermal, 474 dreimal, 768 zweimal, 1107 einmal wöchentlich; die übrigen seltener oder unbestimmt. (Die Gebeine des heil. Johannes von Nepomuck.) Die „Augsburger Allgemeine" hat kürzlich Folgendes mitget heilt: „Im Jahre 1828 sollte in Prag das Eentenarium der Heiligsprechuug des mythischen Johannes von Nepomuck gefeiert werden. Große Kirchen^ feste standen anläßlich diefer Jubelfeier bevor. Der Erzbifchof Skarbek hatte den silberueli Sarg untersucht, in welchem die Gebeine des Heiligen ruhten, und gefundeli, daß llicht Alles so lvar, wie es sein sollte, und daß das Skelet eine rigorose Prüfung llicht aushielt. Vor hulldert Jahren, als der Heilige anläßlich seiner Kano-nisatitin zltm letztenlnal ausgestellt gewesen war, ander passen. Allerdings muß der Mann das seinige beitrageli, u>n das häusliche Leben angenehm Ulld zu einer Stätte des Friedens und der Aebe zll machen, aber in den allermeisten Fällell, sagt vas Journal, trägt die Frau die Schuld, schon durch das geringe Jllteresse, welches sie durchschnittlich sür alles bezeugt, das außerhalb ihrer häuslichen Sphäre liegt. Hieran aber, lnuß hillzugesetzt werden, trägt lvieder eine beschrällkte ErziehungSlnethode die Schuld. Ja, die anzureicheilde Erziehuilg daheiin und in den öffentlichen Schulell ist schließlich die Ursache aller dieser Verirrungen, welche die Quelle der Gesittung nicht in der Bildung des Menschell, sondert! in zufälligen Aeußerlichkeiteu erblicken, ulld die Welt bald dnrch Wasser, bald durch LonntagSzwang zu reforiniren Hof« fen. Das Treiben dieser armen bedauerllSwer-then Narren beweist leider, daß die Welt trotz aller gerühmten Bildung uild aller gewaltigen Fortschritte der Neuzeit noch ilnlner ein großes Irrenhaus ist, und es auch noch lange Zeit bleibell lvird. hatte man e» noch mit einer glaubensnaiven Bevölkerung zu thun gehabt, die es mit den Knochen und Knöchelchen nicht so genau nahm und wenig danach fragte, ob sie genau ineinander passen. Nun mußte in dieser Richtung aber etwas geschehen, und Skarbek ließ den Professor der A»»atomie Jlg kommen. Die Prager Universität befand sich damals noch in grober Abhängigkeit von dem jeweiligen Erz-bischos, welcher als ihr Kanzler und als ihr Protektor fungirte. Hatte doch diese Universität ihren exklusiv katholischen Charakter in srtihern Zeiten so streng gewahrt, daß Meißner, der Grobvater des Dichters Alfred Meißner, der im Anfang der Achtziger-Jahre des vorigen Jahrhunderts vom Kaiser Josef nach Prag berufen wurde, der erste protestantische Professor war, der an dieser Universität lehren durfte. Bis dahin hatten alle Professoren bei ihrem Amtsantritt einen Eid auf die unbefleckte Em-pfängnib Mariens schwören müssen, was faktisch die Ausschließung aller Protestanten in sich schloß. Professor Jlg wollte sich einer für die Universität so maßgebenden Persönlichkeit ge» genüber recht gefällig zeigen und nahm die Reparatur des Heiligen auf sich „Ich selbst," sagte er, „kann mich mit dem Skelet nicht befassen, aber ich werde einen zuverlässigen Menschen mit der Sache betrauen. Mein Prosektor Eorda ist ein armer Teufel und nlöchte gern promoviren. Sobald er freie Hand bekommt, wird er ans Werk gehen. Er ist nämlich jetzt damit beschäftigt, meinem bertthnlten Kollegen Krombholz bei der Zufannnenstellung eines Werkes behilflich zu fein!" — „Wird Ihr Schütz-ling aber auch schweigen?" erkundigte sich Lkar-bek besorgt. — „Den Tag über gewiß," be> ruhigte ihn Jlg, ,.ob aber auch am Abend im Wirthshause — wer möchte dafür liürgen?" Corda wanderte nun täglich hinauf nach dem sogenannten Laurentiusberg, von welchem aus man einen so prächtigen Ausblick aus Stadt und Land hat. Dort befand sich vor fünfzig Iahren eine Leichenkammer, welche viel Kno. chengerümpel enthielt. Als Corba die Knochen, die er zur Vervollständigung seines SkeletS brauchte, glücklich beisammen hatte, wanderte er in Brosche'S chemische Fabrik und ließ sich Chlorkalk geben, sie zu bleichen. Das ergänzte Skelet strahlte bald in untadelhaster Vollendung. Von den 5Vl) Gulden, die Corda für die Reno-virung des Heiligen erhalten, blieb am Vorabend der Jubelfeier mancher Glilden in der Weinkneipe sitzen, und als die Prozessionen am frühen Morgen nnt »vehenden Bannern und unter Gesängen dem Dom zusteuerten, kan» ihnen wankenden Ganges ein junger Mann entgegen, der noch so viel Besinnung hatte, vor den Geistlichen den Hut zu ziehen. Diese warfen dem Angeheiterten zornige Blicke zu, die er gleichmüthig hinnahm. Gerade zwanzig Jahre später fand Corda im Weltmeer ein Grab, das Niemand kelint." ZNarburger Berichte. (Der Schneider einer Gaunerbande.) Beim „Trattenwirth" in Kappel wurde neulich eine zahlreiche Gaunerbande sest-genommen. Der Schneider Oswald D., welcher die gestohlenen Kleider geändert und seilgeboteil, konnte aber erst dieser Tage durch GenSdarmen von Arnfels entdeckt und verhaftet werden. (Postwese n.) Am I. Jänner beginitt im Bestellungsbezirke des Postamtes Nann der Landbriesträger-Dienst auf der Route: Pischätz (Dorf und Schloß), Dittmannsdorf, Globboko, Rann und zurück nach Pischätz. Die Bestellilng und Einsammlung erfolgt täglich. (Geschworene.) Zuin Geschworneiu dienste während der ilächsten Sitzung sind sol-gende Herren aus Marburg berufen worden: Ferdinand Kostjak, Siebinacher — Jos. Karner, Hausbesitzer — Jakob Krois, Hausbesitzer — Anton Scherr, Hausbesitzer — Ferdinand Wöß, Hausbesitzer — Franz Peukert, Hausbesitzer — Ferd. Wagrandl, Glaser — Mathias Krasser, Hausbesitzer — Lukas Löschnigg, Hausbesitzer — Dr. Heinrich Lorber, Advokat — Jos. Plecha, Hausbesitzer — Andreas 9!eureiter, Fleischer — Franz Perschak, Kleiderinacher. Theater Samstag den 18. Dezeniber „Carneval in Rom" von Stranß. Die Vortrefflichkeit dieser Operette habei^ wir im Vorjahre wiederholt gewürdigt, dürfen uns also diesesmal auf die Kritik der Darstellung beschränken. Frl. Kraft als „Marie" sang wie i,nmer so auch diesesmal vortrefflich, in ihrer eigenthümlichen Weise. Ihr Anstand und ihr Benehmen als Mann verdienen eine ausgezeichnete Erwähnung. Wir sind dieser Künstlerin besonders zu Dank verpflichtet, daß sie uns wiederholt Anlaß gibt, uns in Worten des Lobes zu üben. Leider müssen wir einen jähen Sprung machen, um von dem neuengagirten Sparsänger Herrn Berthe zll reden, welcher den „Arthur Bryk" gab. Es ist uns mehr als unangei^ehm, wenn wir tadeln müssen, wir lobten viel lieber; doch ist es uns unmöglich gegen unser Gesühl und unsere innerste Ueberzeligung zu sprecheil. Wir ließen uns gerne einreden, daß wir von der Sache nichts verstehen, oder doch zu hohe An-sorderungen stellen, hören aber zu unserer Be« ruhigung von allen Seiten das gleiche Urtheil, wie wir es ohne fremden Einfluß selbst gefaßt Habels. Eiu Sänger, der ohne alles Gesthl ftlr Takt uns in jeder Tonart eine stets!veinerliche Stinune, ohne allen Schmelz zu höreu gibt, dessen Prosa seine mosaische Abstammung unverdorben wiederspiegelt, dessen gebrochene Knie und stets eckigen Stellungen ein geradezu komisches Bild geben, der auch im Affekte seine Augen von dem Souffleur und dein Taktirstock des Kapellmeisters nicht abzuwenden wagt, ist weder als Sänger noch als Schauspieler sür die Darstellung befähigt und also an einer Bühlle von dem achtungswerthen Range der unsrigen durchaus nicht verwendbar. Dir. Dietz hat hier sicherlich das beste Einsehen und wird kaum säumen sür einen laldigen Ersatz zu sorgen, sl^ schwer ihm dieses bei der vorgeschrittenen Saison fallen mag. Um einen guten Abschluß zu gewinnen, erwähnen wir nun erst der befriedigenden Leistungen des Frl. Berger als „Gräfin Falconi", der Herren Lignory und Jchheiser als „Falconi" und „Hesse" und beloben ganz besonders den Chor und das Orche« ster für ihre musterhafte Haltung. Das Pub-likum war in guter Laune, ließ sich nnt stau-nenSwerthem Gleichmuthe die Sonderbarkeiten des Herrn Berthe lautlos gefallen nnd zeichnete die übrigen Mitwirkenden wiederholt durch Beifall aus. Letzte Vost Der Finanzausschuß des Herrenhauses beantrag, dem Voranschlag nach den Brschltisfrn deH AdgeorttnetenhauseÄ beiznI stimmen. Montenegro hat mit einem englischen und einem fran«Kslschrn Bankhaus -ine An-leihe von silnf Mill jfranken abgeschlossen. Die Regierung Griechenlands hat Vie päpstliche Ernennung d<^S katholischen vischofeS von Athen als eine» Eingriff in vaS Necht deS KultusmiuisteriumS verivorfen. Eingesandt. Die klerikalen Wühlereien haben in jüngster Zeit wieder eine bedauerliche gegenseitige Erbitteruug unter dell Venwhnern von Jahring hervort^erufen. Während die Gläubigeil auf die letzten Tage des Jubeljahres nnt besonderem Nachdrucke aufmerksam gemacht werden, wirft sich ein frommer Jahringer im „LI()VLN8l^i (Zos-pucli^r" nlit ganz ordentlicher — klerikaler Geschicklichkeit — inil Lüge, Verleumdung und Ehrabschneidung alls eiiien der verdientesten und bravsten Männer, ivahrscheinlich, um iii seiner Weise dei» Säumigen pratlijch zn zeigen, wie nian den vollkominenen Ablaß lioch in den letzten Tagen leicht gelvinnen köniie. Nicht einmal der löbliche Bezirks «Schulrath wird mit Hetzereien verschont. ,lnl unseren best verdieliten, wenn gleich liberalen Ortsschiilauf-seher von der Schule, welche einen intelligenten Aufseher mehr als irgeud eine benöthigt, zu entfernen. Die ganze Schulgemeinde ist mit ihrem Ortsschulaufseher zufrieden und wünscht keinen anderen. Nur die Lehrer möchten durchaus einen ihres Gleicheii haben, welcher zu ihrem oft gesetzwidrigen und der Gemeinde schädlichen Treiben seine Zilstimmnng geben und sie dabei unterstützen sollte. Ueber unsere beklagenswerthe Musterschule wollen wir nächstens etwas Näheres berichten. Jahring, 18. Dezember l875. ^ Allen Krallken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten durch die Heilnahrung: Seit 3t» Iahren hnt keine Krankheit dieser angenehme»» Gesnndheitsspeise widerstanden und bewährt fich dieselbe be» Erwachsenen und Kindern ohne Medicm und Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust'. Lungen-. Leber-, Drttsen-, Schleimhaut-, Athem-, Bltlsen- und NiSi^enleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma. Husten, Nnverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber Schwindel, Blutausstcigen, Ohrenbranseli, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht. Bleich-sacht', auch ist sie als Ncchrung für Säuglinge selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Tin AuSzug aus 80.000 Certificate» über Genesungen, die aller Medicin widerstanden. worunter C,ertificate vom Professor Or. Wurzer, Medicinalrath Or. Angeistein, Or. Slioreland, vi'. C imp-bell, Professor vr. Vsds, Dr. Nre. Gräfin Castlestuart u. v. n. liochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgkkitytkr A«i)»g aas 80.0U0 Ckrtificatrii. Certisicat de» MedicinalratheS Oi-. Wurzer. Bonn, 10. Jull ttevalösoiöl-s vu lis.l'rzs ersetzt iu vielen Fällen alle Arzeneien. Sie wlrd mit dem größten Nuhen ollgewandt bei alleu Durchfallen und Ruhren, in Krank-beiten der Urintvege, Nierenkrankheilen ic., bei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, Verstopfungen, bei krankhaftem Zusammenziehe» in den Nieren nnd in der Blase, Blasen-Hämorrhoiden ic. — Mit dein auSgezeichuetsten Erfolge bedient man sich dieses wirklich unschätzbaren Mittel» nicht bloS bei Hals-und Brustkrankheiten, soudern auch bei der Lungen- und Luftröhrenschwlndsucht. (I..8.) Rud. Wurzer, Medicinal-rath und inehrerer gelehrten Gesellschaften Mitglied. Winchester, England, 3. Dezember 1842 Jlire treffliche Kvv»1s8oierv hat langanhaltende und ernste Symptome von Nnterleibsbeschiverdrn, Verstopfungen, Nerveilleiden und Wassersucht beseitigt. ÄlS Augeilzeuge der besten Wirknng Ihres Heilmittels, kann ich sie mit ganzein Herzen empfehlen. James Shoreland, Chirurg, 96. Regntt. Erfahrung dcS gehelme»» SauitiitS-Rathes Herrn 503 vr. Angel stein. Berlin, 6. Mai 1656. Ich kann ernent Du kovtllsvviölv nur ein. in jeder Beziehnng günstiges Resnltat ihrer Wirksalnreit auSsprecheu. Or. Angel stein, geheim. SamtätS Rath. Certificat Nr. 76.921. Obergimpern (Baden), 22. April 1872. Mein Patient, der seit 8 Wochen an einer chronischen Leberentzimdullg entsetzliche Schme^en auShielt. ailch nlcht da» Geritttiste von Speisen zn sich nehmen tonnte, isl durch den Gebrauch von Ihrer ksvalsLoiei-s nunmehr vollkomincii l)ergestellt. Williel m Burkart, Wundarzt. Knr-Nr. 72.618. sur Von, 30. Jnli 136S. Ihre Ksvalsseiere hat lnich von den furchtbarsten Magen, und Nerveiileiden, ^welche mich zehn Jahre lang gcfolteit, gäu^lich befreit. (Madame) Arinand Preooft. EigeiUhümerin. Die livvttlogczivi-s ist vier Mal so nahrhaft al» Fleisch nnd erspart bei Era-achsenen und Kindern ü0 Mal e ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen In Blechbilchsen von '/, Pfund fl. 1.50, 1 Pfnnd fl. 2.50. 2 Psund fl. 4.50, ü Pfnnd sl. 10.—, 12 Pfnnd fl. 20.—, 24 Pfund fl. 36.—. Rt-valssoivrv-Viseuitvli iii Büchsen » fl. 2.50 und fl. 4.50. — KevUlvseiörs-Okooolkt«» in Pulver und in Tabletten für 12 Tassen st.1.50, 24 Tasstii fl. 2.50, 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 120 Tassen fl. 10.-, für 288 Tasseu fl. 20.—, filr 576 Tasseu fl. :t6. — Zu beziehen durch Öu Barry S? Comp. Nr. ln Mart,ura bei I. in Graz bei Brüder Oberanzmci,er. in Sta »nz l,ei T iinou schek, in Wlndischgraz bei I. Kallgaritsch, Äpott^ekci'i Kla-gensurt be» Birnbach er, soivle in alleil Städten bei guten Apothekern und Spezerelttändlern, anch versendet das Wiener HanS nach alleu Gegenden gegen Postan-weisnng ooer Nachnahme. llötvl «lokann Zllma»«? RO. Neueste Imitation alter und neuester, zum Theil eben erst fertiggestellter OelbUdcr. ^'WW Auswahl über 160 Stück, nur Bestdurchgeführte«, jedes Gebiet umfassend: Landschaft, Genre, religiöse Darstellung, Jagd! Größe von LS—100 Centiineter. Preis von 4—50 fl. mit und ohne Rahme in fehlerfreier, dauerhafter Vergoldung, nicht etwa sogenannter Fabriksarbeit. Auf Wunsch Terminalzahlung ohne Erhöhung der Preise, und Zusendung der Muster in daS HauS. ilusführung fchnellstens. Aufenthalt S—S Tage. "WW (1477 Nürnberger Lebkuchen feinst weiss und braun, pr. Packet.......36 kr. Tbeebäckerei feinst pr. y4 Pfund ... 25 u. 30 kr. Christbaum-Verzierungen in reicher Auswahl empfiehlt zur gütigen Abnahme Vrttchtciibrod, (1SSS Malz-Extract-Bonbons eigener Erzeugung, pr. Packet 10 kr. Eibischkugeln pr. Loth . 2 kr. Pumpernikel mit Citron u. Rosen glasur pr. Stück......10 kr. (Zonäitor, oder« Herrvvgksss. Soeben angekommen: Mailänder Straehiuo, Rassischer Caviar, Limbnrger dEidamer Käse. W. A. Geuppert. 1479 Als Weihnachtsgeschenk empfiehlt die Weinstube (Burggasse Nr. 140) ihre vorzüglichen Tafel- und Dessertweine, sowie Champagner und Flaschenexportbier zu den billigsten Preisen. (1461 V5» HattSlehre» für das Literarische sowohl, al» auch für Mustk-und Gtsangunterricht empfiehlt sich ei» Mann in den besten Jahren, der sich über seine vtel-jährige Wirksamkeit in genannten Fächern mit den besten Referenzen ausweisen kann, zu so-gleichem Engagement unter den billigsten Lohn-vedingnifsen. (1476 Geneigte Anträge erbittet derselbe an I. kadlik's GeschaftSkanzlei in Marburg zu richten._ Aus sreitr Haud wird verkaost: ein Haus in Pettau, Kanischa-Vorstadt, ebenerdig, bestehend auS 4 Zimmern, Sparherd-Küche, Speis, 1 Keller auf 80 Startin, nebst einem ganz neu erbauten WirthschaftSgebäude, einem Gemüsegarten und circa 1 Joch Gru-'d. (1480 Nähere Anfrage bei Herrn Jakob Jürn-gast, Pettau, Kanischa-Borst.'dt. Ein Lehrjunge wird allsogleich aufgenommen in der Spezerei-waarenhandlunfl deS Carl Schmidt. Dampf-u. Wannenbad in drr Kärnttrr-Vorstadt (^is täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr AbendS. Alsts Gchmiederer GiStz'sche Bierhalle. Ich zeige hiemit dem ?. I'. Publikum er-gebenst an, daß vom 1. Jänner 1876 an, bei mir auf Frühstück, Mittaaskost und Abenbef^u in und außer dem Hause abon-ntrt werden kann. Die Preise sind oufs Billigste gestellt und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, vie Wünsche meiner geehrten Abonnenten im vollsten Maße zu besriedigen. Marburg, 19. Dez. 187ö. 1475) Johann Krnhek. Ich erlaube mir einem ?. 7?. Publikum zur gefälligen Kenntniß zu bringen, daß ich mein Geschäft 1471 »urKpIat« Mr. S eröffnet habe, und empfehle mein Lager von allen Gattungen Wirkwaare, weiße und färbige Ge-sundheiti-Leibchea, Caftor-Leibcheu und Hose«, Pniswämer, elegante Tuchhaudschuhe für Damen, Herren und Kinder, daS neueste und modernste in Herren- und Damen-Kräkt«, Manchette» und Hemdkaöost», avalliers, Cravatteu-Nadelv und Mge', erren-CrßvattS, Garnituren von Cachenez, wie auch Apal- und Ztrühnzvirn Zt. ,c. zu d"?« billigsten Preisen. Kragen und Manchetten werden zum Paheu übernommen und billigst berechnet. Um gütigen, zahlreichen Besuch bittet f. v. 0oI«olWi BurgplaK Ar. S. . Vi« schS« mövtt»teO Ai««e» ist vom I. JSnncr Schillnftraße Hau» Nr. 172 Partttre link« z« vergeb«,,. (»48S «»a » our. (1402 Dr. Raimund Grögl, emerit. Secundararzt I. Classe des allgemeinen Krankenhauses in Wien, o rd i nirt täglich von 10—12 Uhr Vormittag Domgasse Nr. 92, ebenerdig. Lebende ^arpfe« ««d Hechte« sind bei Carl Burghard (Grazer. Vorstadt) in der Fleischbank und im Hause zu jeder Stunde zu haben. Die Haupt-Agentur für Marburg und Umgebung der k. k. pr. Assicuraziom Generali b Triest, von dem bisherigen Haupt - Agenten Herrn Carl Flucher freiwillig zurückgelegt, befindet sich vom 1. Jänner 1876 an bei Friedrich Svetl, (U78 ___Kaufmann, Grazervorstadt, Marburg._ .2 cs co X co S Kaniv Norfsn-^n^llgo vo» 14, ie, 18 —26 s. Das Confections- & Wäsche - Etablissement des A. I. Wdlfling 114 Herrengasse j|| Hiirblll'^ Herrengasse 114 empfiehlt eine grosse Auswahl von Herren-, Knaben- & Kinder-Kleidern praktisch und rentabel als YV©fjfoctaotots- umd Neujaforg^sottentc©; ferner eine eigens zu diesem Zwecke angekommene grosse Parthie Herren- und Kinderwäsehe von Weissleinen und Chiffon, dann färbige Oxford- & Cretton-Hemden aus den ersten Wiener und Klattauer Fabriken zu aussergewöhnlich billigen Preisen. (1420 Ausserdem sind Kragen» Manschette, Cravats, Wfnter-Halstüchjer, IJnterleibel de Hosen, Hosenträger, Socken, Brnst- & Manschettenknöpfe etc. etc. stets am Lager. Ganze Knaben-Anzüge von fl. 5.50 — fl. 7.50. s 0 «) N«?a«t»ortliche Stedottiou, Druck und N-rlag von Eduard Zanschitz iv Vtarbnrg. A.R.VtG. öeilqge Nr. 153 der „Marburger Zeitung" (1875). Die (1448 Galanterie- & Nnrnberger-Waaren - Handlnn 6es Johann Pucher in Marburg, Herrengasse Nr. 122 empfiehlt in rvieI»kaIt!KStor Per Verein zur MerMuug durstiger Schüler der VMsfthaleu ia^ Marburg beabstchtigt, am 26. Dezember 1375 im Götz'-schen Saale einen Ehristbl^Äi», 'biibWden mit einem Glückshafen, zu veranstalten, bei welchem 25 Kinper mit. vollständigen Win-teranzügen betheilt wexden sollen. Der Verein we»Ä>et stch nun an alle Schul- tl^d Kitlderfttunde ckit be^ Bitte, den Glückshafen durch Widmungen äusstatten zu wollen. Jede, noch so kleine Gqbe lvird von den Herren Schnurer und Janschitz dankbar in Empfang genönnlten. Da» Comits. Dank und Anempfehlung1. Mit innigem Da nke für das mir bisher geschenkte Vertrauen verbinde ich die höfliche A nzeige, dass Jch nun in der Lage bin. durch die neu aufgestellten Hilfsmaschinen, sowie durch die neu gebauten Dampf-Trockenapparate, gute und billige Möbel nach neuester Fagon unter Garantie zu erzeugen, und empfehle mein reich assor-tirtes Lager von feinsten und einfachen politirten Möbeln, grosse Auswahl eigener Erzeugung von tapezirten und lackirten Möbeln zur gefälligen Abnahme. Die Möbel sind durchschnittlich um 10 bis 20 Prozent billiger berechnet als bisher, und es wird mein eifriges Bestreben sein, mir das Vertrauen des P. T. Publi-likums auch ferner zu erhalten. Am Lager befinden sich, zu den herannahenden Feiertagen seht göei&flet Öls praktische . WeiHiiMGfatS" urtdi N©w|afopsg@aol!t©iiiilR© s feine Damen-Frisir-, Toilette- u. Nähtische, Salon-, Trumeau- u. Spieltische, YY andhälter, grosses Lager von massiv gebogenen Möbeln: Sessel, Fauteuils, Sofa etc. Wand- und Anklelde-Splegel, fertig© Salon-Garnituren, Divans und Ruhebetten von 15 fl. angefangen. Ferner erlaube mir das P. T. Publikum auf mein reich assortirtes Bett-waareit-Laifc»r aufmerksam zu machen, als: Betteinsätze, Rosshaarmatratzen, Federpölster, Seegras-Matratzen, Grain d'Afrlque-Matratzen. Auch übernehme ich alle Reparaturen von tapezierten und politirten Möbeln. (1466 Preis-Courante, Zeichnungen und Stoffmuster werden auf Verlangen zugestellt. Alle geehrten Aufträge bitte an die Fabriks-Niederlage, Grazervorstadt, Tegetthoffstrasseim Herrn Dr. Schmiderer'sehen Hause, zu richten. Hochachtungsvoll Joh. T. Lacher. 1 (l4»S Als praktisches Weihnachts- & Neujahrs-Geschenk empfiehlt Anton Soheikl's Kleiderhandlung ttt 151 ö r 6 « r g Pf eigener Erzeugung1 aller Gattungen solid gearbeitete Herren- de Knabeil-AllZÜge. Winter-Hosen, sehr feine Dessin, von Oe.W. fl. 7 Jaquets, Winterstoff......„Ii Jagd-Saccos, gut gefüttert . . . von Oe.W. fl. H „ „ obersteirisch Loden m. Pelztasclien „ 12 Winter-Röcke aus Palmerston....... lft n M fein •• i •••••• u SJO Schlafröcke, grosse Auswahl Reise-Mäntel, sehr empfehlend . . . 13 Ferner die so beliebten Kuabenmäntel mit Kaputze in verschiedenen Farben .... n fS Mit Bezug auf obiges Offert erlaube mir das verehrte P. T. Publikum aufmerksam zu machen, dass alle Kleider in meinen eigenen Werkstätten angefertigt werdeny und für gute Nätherei 6c jeinen Schnitt gutstehe. Stoffe in vielfacher Auswahl. Hcstslllliif/cil iverden geschmackvoll angefertigt; 2$ichipassendes anstandslos retourgenommen. t „ 0 0 0 0 () () Aus (1421 G. Schraml's Weinhandlung sind im Clasthaase „zur Mehlgrube" folgendeWeingattungen im Ausschänke: 1875er St. Peterer k kr. 32 pr. Mass 1872er Johannesberger „ 48 „ „ 1868er Stadtbergtir „ 80 „ „ 1873er Steirischer Roth wein 40 „ „ Flaschenweine verschiedene zu herabgesetzten Preisen, worüber bereitwilligst Preisblätter ausgefolgt werden. SS »o Kundmachung. In dem zum F. Gerecke'schen Verlasse gehörigen Hause in der Mellingenstraße werden die ein^lnen Beftandtheile, als: Atll^ /abrikö-und Maga)iu5-LokaMiite», dann Wohnnuge«, vom 1. Jänner 1876 nugefangen gegen monatliche Kündiijunj, vermiethet, worüber der gefertigte Berlah-Kurator die Auskunft ertheilt. Marburg, 14. Dezember 1876. ____Dr. F. Radey. Nr. 8732. 1467 Aushilfsbeamtenstelle. Beim Stadtrathe in Marburg ist eine AuS-hilsSbeamtenstelle mit dem Gehalte monatlich 3S bis 40 fl. Oe. W. in provisorischer Eigenschaft zu verleihen. Bewerber haben eigenhändig geschriebene Gesuche mit Nachweisung der zurückgelegten Schulen und bisherigen Dienstleistung binnen 14 Tagen anher zu überreichen. Marvurg am 1ö. Dezember 1875. __Der Bürgermeister: Dr. M. Reis e r. Rur tn ältester und berühmtester (U40 ^MemIsVsül'eiHsIIe. HVI«:?ss, Mariahilferstraßt 1, wird, wie allbekannt, unter strengster Garantie für beste Qualität und Echtheit der Waaren stet» daS Allerneueste «Q ^ro> A? vll clvt»i! abgegeben. SoI»»5voU - Rl«iäor»toLre, die feinsten und modernsten für jede Saison in alle» Aarben, glatt, gestreift, einfach und schottisch earrirt, und zwar: liüstar, kip», kltü6»toLf«, k'Ikuoll, vdsviot (Tuch'Kleider), nebst vielen anderen Sorten. 1«viQvaQäsli, alle Gattungen lisLli-sux« in und Osmkst, vraäl, weih und färbig. Vorkävg^«, (Zkik-tov b/,, sogar breit, ?«ro»1ill», türlc. Vrotvv, nebst autent» anderen Artikeln. Bollständige» Sortiment von ^irlcv»»rsu, Hsrrsn- Größte» Lager von gvläsu- uvä g»mm^-L!!^nä»r2 in jeder beliebigen Aarbe und Breite. So^»LAoU-rmä Llonä-oxitisv auch mit Perlen benätite. sowie iiberhanpt alle in diese» Kach einschlägigen Gegenstände und die» Alles nur zu Versendungen mittelst Nachni^hme prompt. Muster- und Waaren-Verzeichniß grati» und franco. Eisenmöbelfabrik von m III. ^srxerK»88e 17, owpüvtilt siok liisrwit. unei /»'anco. Vurok jsä« vuokkinälung lu bsilaken. l'.»3ol!ioQeri siiiä klink öälläv ßau?) uuä ^ureli ^s66 öuel^IiaulunK 2u de-2ie1iei». (956 Wiens allergrößtes Malzlissement der al» solid und reell anerkannten Firma k«inlii»r