LMachnMMtlmg. Nr. 1i)2. P> »>!!!,nefat>o!!«pr>:i>': Im ^viiiptoil gvüizj. N. i>, l',i,l>j. fl. 5>,5<>. stiir die Zlls!^»«,, i»o H,,».' hnll'j. 5» l> ultil d« Pi's« «>,!!,,. si. !,',, yaldj. f!. 7.5,,, Ticnst.!ss, ix. Inli ^useitionsgcbiihl bis iu Zcilcn : imal kii li., ^,».«»ll., ^!m. 'N.!ji>nN pr. Ziile nn.ü ft., rm.x kr.. !87l. Amtlicher Tlml. ! -3>c. t. nn^ f. Apostolische Majestät haben mit Allcr-höchster Entschiic^ina voni 14. Juli d. I. den Professor dcs akademischen Gymnasiums il, Wie» Jakob pa Roche zum Director dcs Gymnasiums allergnädigst zu ernennen geruht. Iin'öck i». p. Dcr Illstizmiuistcr hat den Aezirksrichtcr Joseph Stcnzel auf sein Ansuchen von Obcrplan nach El-bogen übersät und den Bczirlsgerichtsadjunctcn Franz Hoffmann in Hainöpach zliin Bczirtsrichlcr in Obcr^ Plan ernannt. Der Iustizministcr hat den Aezirlsgerichtsadjunclen Wenze! Krcjci über sein Ansuchen von Neupala »ach Mü»chc»grätz übersetzt uüd ;u Bezirlsgerichtsadjü^cten ernannt die Auscultantcn Joseph Toftol sin' Äleupala und Karl FirbaS für Bcraun. Nichtaultlicher Theil. Politische Uebersicht. Laibach, 17. I»li. Die zwischen den Beschlüssen der beiden Delegationen vorhcrgcsehcncn Differenzen stellen sich hinterher als lüindcr wesentlich hcrauS und gewinnt die Ansicht an Budcn, daß es gar nicht zur gemeinsamen Abstimmung lDinnttü, sondern möglich sein werde, die Differenzen im einfachen N»nticnwcchsel zu begleichen. Dic Ansglci ch svc rhan dl u ng cn, Wiener Blattern zufolge, wcrden nach Schluß der Dcle> galionssession wieder aufgenommen werden. Die beiden Ezcchcnsührcr Riegcr und Palacly hoffen, bis dahin in der 5'agc zu fein, dem Ministerpräsidenten ein Memo-ra,iduln ü'ocr die Bedingungen des Ausgleichs überreichen zu lönncu. Es verlantct, dnß die Ezcchcn mit einem I förmliche» Entwürfe über die den Deutschen zu gewährenden nationalen Garantien in die Öffentlichkeit tr>.'icn wollen. ! Das Budget des ungarischen Vandceucrlheidi-guugs-Ministeriums ist bereits zusammengestellt, nnd dürfleu sich die ordentlichen Auslagen für das Jahr! 1872 mit beiläufig einer Million höher beziffern als! im Vorjahre, welche Mehrausgabe sich in Folg: der Er»! richtung von ständigen Ojfieicrs- nnd Untelofficiers- ^ schulen und auö der bedeutenden, gegen 20.000 Ätann! betragenden Slandesvcrmchrulig ergibt. Das „Pcslcr Journal" meldet folgendes Actionsprogramm der Regierung für dic bevorstehende letzte Reichittagssession: Verhandelt wird zunächst das Budget für 1872; während der Gudgclvcr-Handlungen wird das hauptstädtische Organisations^ setz. sowie der Entwurf behufs Regelung des hauptstädtischen Poli^ciwesens eingebracht. Nach Erledigung dieser kommt die Regelung des siebcnbürgischcn Sachsenlandes, auf die TagcSordnnng; dann beginnt in dcm gaüzcn Allude die Wahl der Mu!>icipal-Al!sschüssc. Gleichzeitig beginnt das Unterhaus nach Elledigunng der Urbarial'! Magen die Revision dcö Wahlgesetzes. s»dann einige wichtigere Eiscubahn.Anstilegcnhciten. gleich daruuf das ^ ^nvcrbcgcsctz und das Bcrggesctz. waniit dic von der "teaienlng in Ansicht genommenen Gesetzentwürfe cr-nwpft si„^ Der übe:wiegende Theil dcr bereits fcr-llcien Gcsctzentwülfe s^„„nt aus dcm Ministerium des Innern. Das „Tel. (5orr. Vur." wild von Seile der Gc-saüdtschafl der Pcrcinigtcn Staaten um Bckannlgadc dcr folgenden Mitteilung clsucht: „Mr. Hamilton Fish ^r., welcher gcstcin von Washington hicr cingclroffctl ist, überbrachte die vom Prasidcntcn Graut vollzo^üc Ralisiealion der zwischen Vir. IlN) und dcm Grafen von Bcnsl am 20. Scptmiucr v. I. abgeschlossenen N u t u r a l i s a t i o n ö' ^ on o en t i o n. - Heule h,u dcr formcllc Au«lansch der Nntificalioncn im anSwürligcn Amte stattgefunden. Der Vertrag tritt mit dcm Tage der Anöwccholung in Wirt-samlcit und bleibt durch zehn Jahre in Kraft." Der Gonverncnr van Dalmaticn. FM?. v. Rodi eli, bcgab sich, nach einer telegraphischen Meldung der ..Prcssc", Nach Cetlinje, um ans Gcschl Sr. Maj. des Kaisers und in Allerhöchst dlssen Namen dcm ssürstcn Nikila zu^ Gcburt des montcücgrmischcn Nachfolgers zu gra- tuliien. Dic Montenegriner äußern wegen dieser Chrc stsoße ftrcndc und Danlbllisci?. In cincm vom 1l^. d. daliile«' Schreiben an dic Nationalversammlung seht der Bischof von Versailles die beiden drs ^apstci' auocinandcr und sagt: Die Vntrctcr cincr Ncilun, wclä,,e 30 Millioi,cn Kalholilen zählt, müssen im Naincn der Gerechtigkeit gegen das in Italien l'lMügcnc Eacrilcgium ihr Stimme crhcbcn. Er fügt hinzu: „Ihr Sckwcigcn würde uns Sie als ein Fluch zurückfallen. Jüdem Sie tur Stirne einer räuberischen und meineidigen Rcaicrung cin nn-auSIöschlichcö Brandmal aufdrücken, werden Sie cinn, Act hoher Pulitil vollbringen und zur V.schigung der Prilicipicn beilragcn. deren Triumph allein uns gegen die furchtbaren Gefahren, die dic Well bedrohen. Schutz verleihen kann." Man meldet, daß der Er:,bischof von Tours und die Bischöfe von Carcass one und Pamicrs gleichfalls Ädressn, an die Nationaluelsalmnluna gerichtet haben, worin sie von ihr ve: langen, daß sie gegen die mit Äczug auf den Papst degang-nen Attentate prolc-stire. ui,d die Assembly billcn. daß sic die Regierung einlade, sich mit dcn auswärtigen Mächten ins Einvernehmen zu sctzcn, um den Papst in diejenige ^agc wic^ der einzusetzen, welche für die ,'neihcit scincr Action zur Regierung der Kirche nothwendig ist. Die neueste kürzlich in Straßburg cingclrosfcnc französische Goldzahlung beträgt N) üliillionen Francs. Eine wcitclc größere Zahluna steht in naher Aussicht Wie versichert wird, soll dlc Iniliativcommission dcm Antrage auf Aufhebung dcr National-gardc günstig gestimmt. Th crS aber dagegen sein; cr soll die Angelegenheit bis zur Mililärrcorganisation vertagen wollen, welche die Frage lösen sollc. Der „Avenir national" theilt Nachrichten aus Algier mit; man beschäftigt sich sehr viel mit dcn Wahlen. Die Nachrichten von der Ii,surreclion sind im Allgemeinen nüüstig. In der Provinz Oran ist außer im District Tiarct die Rnhc vollständig. In der Provinz Konstantine Hai sich die ^agc aleichsallS gcbesscrt In dcn Districtcn von Setif. Antua. Bougic und Äistra gibt die Insurrection »och zu schaffen. AnS Rom wird der ..Tr. Z." s,cschricben: Wie wir hören, ist die angebliche Tricstcr Dcpulalil)», wclche sich bci ddu Einzüge des Königs Victor Emanuel he»' ! vorzudrängen versuchte, insofern nicht ganz unbeachtet ! gclilicben, als sie Herrn Vis. onli - Venosta erneuerten ^ Anlaß bot, sein Bedauern über so läppische ^cn,oi,-^ slralloncn cmS^uDrücken, und sür dcn Fall, daß mau ähnliche Kundgebungen zu wiederholen versuchen sollte, ernstliche Gcacnmaßrcgcln in Aussicht ;u stellen. Der italienischcn Regicrnng, die dcn Werth dcS freundschaftlichen Einvernehmens mit Oesterreich im vollen Umfange zu würdigen weiß. lann cs dnrctiaus „icht ange. nehm sein, wenn derlei unberufene Epeltat>lmacher cs darauf anlegen, die Annahme hervorzurufen, daß dieselbe mit deren Tendenzen einverstanden sei odcr lctztcrcn ! wenigstens frcicn Spielraum gewähre. Man meldet dcm ,.P. ^." ans Rom: Pclfonen. die dcm Vatican nahe stchcn, versichern, daß der Empfang der dcm König Victor Emauuel bei seinem Ei»-zugc iu Rom zu Theil wurde, ans dcn Papst cincn nach-, Halligen und liefen Eindruck gimacht habe : der heilige Vater habe sich selbst dahin gcäußcrt. daß man ci:,cr so bcrcdlcn Kundgebung gegenüber niunöglich gleichgiltil'. bkibcn lönnc. sondcrn ihr Rechnung traben müsse/ Am 14. d. M. wurde, itallexischen Blättern zu' folge, im Vatican ein langdancrndcr Consult glhallcn. dcm Dr. Vialc, Dr. Thauss^ und zwci andcrc Acr;lc beiwohnten, Es soll oer Bcschluß ncf.ißt worden sei,,, dcn Papst, sobald cr sich von der vmndclgehcndcn Nu-päszüchleit erholt hadcn wird. zur Abrcise nach Easlell Gandolfo zu bewegen. Der Zustand des Papstes hat sich gebessert, in dessen werden neue Aüsällc scincr Kraßheit d.'sü'H'ct, wcl^e nach der Ansicht d^r Acr-.tc eii'cn plötzlichen Tc>d herbeiführen können. AuS F r icdr i chohasc n, l^i, ^"o, wird acmcl det: Eine Depilation der c v a n g c l i sch e u Allianz wurde heute Vormittag? im Aujttaac des Kaisers Nlcx^ der vom Fürsten Gort schal off wohlwollend empfan. arn. Der »vürst dclonte des KoiscrS und sci»c eigci'c Sympathie für dcn Zwcck der cvaliaclisckcn Allianz und für Glaubensfreiheit. Die Audienz daucrlc anderthalb Stunden. Au? Scutari schreibt man der ..Reform" über dcn eigentlichen Zwcck der Entsendung des Grafen Dol» gorucki, der den Ezar bei der Taufe des Prinzen von Montenegro vertreten foll. ES ist bctannt, schreibt der Eorrcspondcnt. daß Hcrr Sundecics, der Seerclär dcs BchcrlschcrS dcr schwarzen Vcrgr, vor beiläufig vier Wochen mit dcm Wicncr Minislcrium des Acußcrn einen Vcitrag schloß, wonach cs Oesterreich — natürlich auf eigene Kosten — gestaltet wird. durch Montenegro einen Fahrweg zu bauen. Hierdurch wild ccr Handel der Gocchc sehr gehoben, abcr auch Montenegro zichl hicr gewiß nicht dcn Kürzern; trotzdem erhielt die ganze slavische Mcutc Ordre. Opposition dagegen zu cihcben, welche Dolgorucki nun unterstützen soll. Weilers berichtet der Eoirespondent. Graf Dolgo-rucki habe dem Fürsten milzulhcilcn. Rußland werde die Pläne Monlcnegro's bezüglich dcS Hafens von Nnlivari warm untclstützen. Eine ähnliche Nachricht bringt auch „Srbsli Narod" mit dem Znsutzc. auch Oesterreich-Ungarn habe seine Unlcrstütznng sür diesen Plan zugesagt. Die in Ncw - ?) orl von den Protestanten (Oran-gisten) vcranstallclc Proecsston, die nach telegraphischer Meldung zu su blutigen Ziisamnicristöhen führte, bczoa, sich auf das auch in Irland von dcn Oranaistcn all' jährlich gefeierte I< hrcsacdäctitniß dcr Schlachten am Boyuc-stluße und bci Aughrim, in dcncn Wilhelm NI. dcn Jalobilcn-Aussland nicdcrschlug und die Heirschasl des Protestantismus über den Katholicismus in Irland wieder herstellte. Aus icn Delegationen. Wien. 14. Juli. (RcichsrathS-Delegation.) Präsident Ritter v. Schmerling. — A»f dcr Ministerbanl.- Reichs» lanzlcr Graf Brust, RcichSlricgeministcr Freiherr v. Kühn, Lonyay und eine Anzahl mililärifchcr Fach' rcfcrcntcn. Außerordentliches Erforderniß: Für Titel 5) „Gemc> trnppcn-AuSrüslung" werden 5i5).()00 si. bewilligt, Titel <» „Ausrüstung dcr anfzustcllendcn Signalabtheilllugen" werden 49.5)00 fl. bewilligt, bci Titel 7 „Rcmonlen-Änschaffung" beantragt der Ausschuß, dic verlangten 1^5».478 st. adzulchuc», hingegen bcanliagl Graf Fal-lcnhayn i»0.000 fl. cinzuslcllcn. Dcr AuSschußan-trag wird angenommen. Bci Titcl 8 „Mililärschul. Erfordernisse" werden ^2l»7 si. bewilligt; cS tvcrdcn unter Titel „Bauten" eine Reihe von Posten ohne Debatte bewilligt. — Dcr Ausschuß beantragt, die verlangten 5,0.000 si. zur Erbauung sür Stallungcn in Komorn abzulehnen. (Graf Falten hay n beantragt. 30.000 fl. einzustellen; wird angenommen ) — Für dcn Bau cincS ncucn FriedcnS-Pulvcrmagazins in Tricst beantragt dcr Ausschuß, die verlangten 40,(XX) ft, abzulehnen (ungcnommcn). Für dcn Bau von Munilionsmaaazinen nächst Wr.-Ncustadt wurdcn die verlangten !>0.000 si. abgclchul, ebenso der Bau eines BadcS im Spital zu Vaibach nnl 40.000 fl. Bau von Magazinen in Tcmcsvar mit 165.000 fl. wird Ablehnung bcaulragt, hingegen Fallenhayli die Einstellung dieser Post. — Freiherr v. WüllerS-torf bcaütra^l 100,000 zu bewilligen. Dcr AuSschuß-anlrag wird anücnommcn. Es wild Post IV, lransitorischcs außerordentliches Erfordcrniß. in Berathung genommen und bcanlraal der Ausschuß, sin den Bau dcr Btscstiaun.^n in Kralau. dann dcn Bcginn cineö pcr.nancnten Fcstnnaswe.lcs del Romagnano nnd dcn Bau cincs M.lilä.sP.lalcS in Pest die v^ldnalen W0.000 si, abzulehnen. Graf' Fallenhay" dcanlia^t. zum Bauc dcr Wcrlc bci Kralau 400.000 si. einzustcllcn. - Fürst ^ablonowSli befürwmlcl dcn Antrug Faltcnhayn's. — D» v. Dcmcl wcist darauf hin, daß die galizi-schcn Dclc^rlcn immcr acgcn die Befestigung sich aus-gcsprochen haben. — Dcleg. Klaczko: Was unS Po!cn bei dcr nnacdcutetcn Absllmmung gclcitcl hat. war das Gefühl dcr Pietät für die so viele historische Denkmäler bergende altc KönisMadt. die man nicht unnütz dcr Gefahr cincö Bombardements auSfctzcn wolle Allein Noth bricht Eiscn und die Erfahrungen des lctzlen K,ie. ics habcn cbcn zur Geschichte der Bcfcstigungcn man-chcn lchrrcichcn Beitrag geliefert. Dr. N c ch baucr vcmerlt. daß die Galiziancr nicht anS P,ctat g^gcn die Befestigungen sprachen, soi-der» aus dcm Grunde, weil sic cine solche Befestigung gegen-über dcn russischen Bergen als nutzlos erklärten. 1189 Der Reichstriegsminister erinnert daran, daß daS obige Argument allerdings beachtenswerth sein könnte, wenn es sich um die Befestigung Kralau's über» Haupt handeln würde. Allein Kratau ist bereits befestigt, die Befestigung sei nur zu erweitern. Ueberdies wurde das Problem der San-Linie bereits in der letzten Delegation als wichtig anerkannt und gutgeheißen. Die Frage ist mithin gelöst. Der Berichterstatter hält den NuSschußantrag aufrecht. Bei der Abstimmung wird der Antrag Fallenhayn's angenommen. Die übrigen Posten werden nach dem Ausschuß« antrage angenommen. Titel ..Forlsetzuugsbauten": Post 1. Fort Jemand bei Komoin. Der Ausschuß beantragt, statt der geforderten 300.000 fl. nur 150.000 fl. zu bewilligen. — Graf Falkenhayn beantragt den vollen Betrag. Baron Kühn erklärt, das Fort Jemand habe eine solche Bedeutung, daß dessen möglichst rasche Bcendi» gung alS wünschenswcrth sich darstellt. — Dr. Ban-Hans meint: Wenn Igmand um ein Jahr später fertig wird. so schädige das die Schlagfertigen nicht im mindesten. Bei der Abstimmung wird der Antrag Fallenhayn's abgelehnt und der des Ausschusses angenommen. Post 2 und 3 werden nach dem Ausschußantrage angenommen. — Post 4: Bau einer Infanterie-Kaserne in Kralau. beantragt der Ausschuß, statt 200.000 fl. nur 100 000 fl. zu bewilligen. Graf Fallen Hahn beantragt, mit Rücksicht auf die Sanitäts-Perhältnisse der Krakauer Garnison, die Regierungszisfer einzullellen. — Kriegsminister Baron Kühn empfiehlt den Bau aus demselben Grunde, bisher sei ein Theil der Garnison m den kalten Forts untergebracht und leide dadurch am Wechselfieber. — Fürst Iablonowski hält es für ein Gebot der Humanität, für den Antrag Faltenhayn's zu stimmen. Der Antrag Fallenhayn's wird angenommen Bei Post 5: „Ban einer Infanterie - Kaserne in Pola" beantragt der Ausschuß, stall 200000 fl. nur 100.000 fl. zu bewilligen. Graf Fallenhayn beantragt die Einstellung der vollen Summe. — Baron Kühn erklärt, dieselben Gründe wie bei Kralau walten bci Pola noch im höheren Maße ob. — Der Antrag wird angenommen. Post 6. ferner Titel XIII. Vollendungsbaulen, Titel XIV, Herstellung einer neuen Spcciallarte der Monarchie, T'tcl XV. Kosten der Iosefs-Aladcmie. werden ohne Debatte angenommen. — Bei Titel XVI, Gebühren der Supernumerary, beantragt der Ausschuß, statt 900.000 st. nur 800.000 fl. zu bewilligen. Graf Fallenhayn beantragt, nur einen Abstrich von 50.000 fl. vorzunehmen. Deleg. Dr. Herbst: Für den Ausschußantrag sprechen Gründe, die einen noch weitergehenden Abstrich rechtfertigen würden. Zunächst werden die Supernu-merären immer weniger. Die Delegation hat aber auch beschlossen, bei den Kosten der Grenze nichts einzustellen; in diesem Titel sind aber auch die Gebühren der bereits jetzt supcrnumerüren Grenzofficiere mit 62.290 fl. ein« gestellt. Die Confequenz fordert nun, die 62.290 fl. nicht zu bewilligen. Baron Kühn: Die Raschheit des Abganges der Supernumerären nimmt alle Jahre ab und auf den eventuellen Abgang ist bereits Rücksicht genommen. Daß die Kosten dcr Grenze gestrichen worden, ist richtig, allein diese Grenzofficiere stammen noch aus dem Jahre 1866 her. Sollte die Delegation ihrem Beschlusse bezüglich der Grenze getreu bleiben wollt", so müßten jedenfalls 840.000 st. eingestellt werden. Nachdem noch Dr. Van Hans den Abstrich motivirt. wird der Antrag Fallcn-hayn'S abgelehnt und der Ausschußantrag angenommen; ebenso Titel XVII. Die GebarungsauSweise der MilitärfondS werden zur Kenntniß genommen lind das gemeinsame Ministerium aufgefordert, seinen Einfluß gellend zu machen, daß die beiden Landcsminii'lerien wegen lhcilmciscr Deckung deS Kriegsbudgets auö den frei verfügbaren Capitalien des StelloertreterfondS den beiden Legislativen die nöthigen Borlagen machen. Das Kric^minislerium wird ferner aufgefordert, den Militär-Stcllvcrtrcterfonds und alle übrigen Fonds nicht privater Natur mit I. Jänner 1872 an den ge meinsamcn Finanzministcr zu übertragen, Die eignen Einnahmen der Heeresverwaltung werden mit 4.737.109 fl. eingestellt. Damit ist die Verhandlung über das Erfordernis des KriegSministcriumS. stehendes Heer, beendigt. Der Berichtelstaltcr refrrirt noch über einige Petitionen. Freiherr v. Wüllerstorf verliest tun Bericht über das Marimbudget. Präsident: Bevor ich die Generaldebatte eröffne, sei es mir erlaubt, auf jenen Tl^il des Berichtes des BudgetauSschusseS zurückzukommen, der den, leider zu früh dahingeschiedenen Viceadmiral v. Teqellhoff neuerdings Worte des Dankes widmete und aussprack, wie er auch auf dem Gebiete dcr Orc>anisal'on Ausgezeichnetes geleistet hat, und wie daher das Ableben dieses eminenten Seemannes und Oesterreichers gewiß auch in dcr hohen Delegation lebhaft beklagt werden wird. Die hohe Delegation hat übrigens dieser Empfindung da< durch Ausdruck gegeben, daß sie sich frcudlg veranlaßt gefunden hat, der Mutter des leider zu früh Dahingeschiedenen einstimmig eine Dotation zu votiren. Ich glaube, damit ist ausgesprochen, wie auch die hohe Delegation die Verdienste des verstorbenen Viccadmiralö v. Tcgetlhoff auch nach seinem Tode zu würdigen und anzuerkennen bereit ist. Die Marineoerwallung begehrt im Ordinarinm nach Abzug der eigenen Einnahmen 8,211.660 fl., im Extraordinarium 3.382410 st.; die Mehrfordcrung für »872 beträgt gegenüber 187 l die Summe von 610.370 Gulden. Es werden die meisttn Ziffern, selbst die höheren, von der Regierung begehrten, angenommen. Zuletzt erstattet Dr. Herbst den Bericht über die Vorlage deS gemeinsamen Finanzministeriums in Betreff der Forderung eines NachtragScrcdites von 577.220 fl, zur Deckung dcr Kosten des im Jahre 1870 abgeschlos« senen Vorschußgeschäftes. Der Ausschuß stellt den Antrag: Das gemeinsame Ministerium werde angewiesen, diese Angelegenheit behufs verfassungsmäßiger Behandlung an die Ministerien der beiden Staatsgebiete zu leiten, welche zur Ausführung für jene Finanzoperationen die Ermächtigung ertheilten, da der Gegenstand nicht in die Competenz der Delegation gehört. Das Haus tritt diesem Antrage bei. Nächste Sitzung Dienstag. Hagesnemgkeiten. Die Reise Sr. k. Hoheit des Kronprinzen. Das „Prager Abendblatt" vom 14. d. berichtet über den Aufenthalt Sr. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Rudolf in Prag: „Ter gestrige Besuch Sr. t. Hoheit in der Kronlam-mer geschah in Anwesenheit der sieben Kronschlusselbewah-rer. nämlich Er. Eminenz des Cardinals, des Statthalle -reiviceprasidenten Ricger Nitler v. Nicgershofen, des Hos rathes Dr. Iunek (in Vertretung des Öbcrstlandmarschalls), des Domdechaulen Dr. WUrfel (in Vertretung des Dom-capitclö), des Bürgermeisters von Prag, des Baron Malo-wetz (in Vertretung des Landcsauöschusses) und des Tlatt^ haltereiralhcs Rotlly (in Vertretung des k. l. Statthaltern-gremiumö). Dic Krunschlüsselbewahrer begaben sich mil dein Kronpnn^l, in die WenzelscaMe, die Verschlüsse der THUre und deS Schranles wurden geöffnet, die Kromnsi-gnien aus dem Schranke im Beisein dcr Schlüsseldcwahrcr herausgenommen, vum Kronprinzen besichtigt, darauf wieder sorgfältig deponirt und sowohl der Schrank, alö auch dic > Thüre geschlossen, worauf jeder der si ben Schlüsselbewahrcr den ihn, gehörigen Schlüssel wieder iN^uahm. Ueber d^n ganzen M wurde ein Protokoll aufgenommen. Erwähnt sri bei dieser Gelegenheit, daß die (5löffu!n,g der Kronkammer immer nur übcr Allerhöchste Bewilligung Sr. l. und l, Apostolischen Majestät stattfinden kann und daß hiebei steis der Statthalter von Böhmen nnd d^r Pragcr Erzbisch^f anwesend sein mllssen. Prag. 15). Juli. Ueber den Aufenthalt Sr. liis. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Nudols dringt die ..Prager Ztg." folgende fernere Berichte: „Vom Ringhofser'schen 'Etablissement fuhr Sc. l^iis. Hoheit gestern in die Chocoladen- und Lauditenfabrit dcr Firma Kluge und Comp. Dem Hofwagen fuhrcn d^r Smi' chower Bnrgermeister'Slellvcrtretcr Herr Dimmer, der Hcrr Bezirkshauptmann Karaset und der Herr Slaühaln'n'i. Vicepräsident, dann Herr W. Ringhoffer voraus. I» dcr Ueberfuhrstraße hatlc sich die Cnnchower Echuljugcud mii ihren Lehrern versammelt. Weißgekleidete Mädchen strcutl» vor dem Kronprinzen Blumen deutik für den Jünger, der in das Labyrinth mohammedanischer Religionskenntniß einzudringen wünscht. Es ist die Lehre von den Eigenschaften Gottes und des Propheten, welche ..Ilm el Tauhid". Wissenschaft der Ein-heitSlchre genannt wird. Dieselbe zählt dreizehn Haupt» eigcnschaften der Gottheit auf, nämlich: das Sein, die Uranfänglichkeit, die Ewigkeit, die Unabhängigkeit vom Zufälligen die Selbständigkeit, dle Einheit, die Allmacht, den Willen, die Allwissenheit, das Leben, das Gehör, da« Gesicht, endlich die Rede (ohne Buchstaben und Laute). Daraus werden andere sieben Eigenschaften ab« geleitet, und dann wird zu den Gegensätzen übergegangen. Auch hierüber gibt es eine Anzahl besonders angesehener Werke und dazu gehöriger Commentare, von denen wir nur „El Gauharah" (das Kleinod), ein Lehrgedicht in 144 Doppelversen namhaft machen. Nachdem der Student eines oder mehre dieser Werke auswendig gelernt und in verschiedenen Commentaren all den abstrusen Grübeleien über das Wesen der Gott-heit zu folgen versucht hat. schreitet er zur RechtSwisfen« schaft, die Ilm el Fith heißt. Das Studium der Jurisprudenz bildet für den mohammedanischen Studirenden den Zielpunkt aller wissenschaftlichen Bestrebungen. Auch hier ist daS Lernen wesentlich ein Auswendiglernen. Nachdem der Text eines Buches gebührend durchgegangen worden, wird ein kleiner Commentar vorgenommen, dann ein größerer, hierauf ein neues Wert sammt seinen nie mangelnden Glossatoren, und so kann der Schüler Jahr« zehnte lang sich beschäftigen, ohne den Born dieses, großentheils freilich unfruchtbaren. Wissens zu erschöpfen. Unzertrennlich mit der Rechtsgelahrtheit verbunden ist das Studium der Koran-Exegese (Tefsir) und der Tradition (Hadith). In diesen beiden Fächern ist die arabische Literatur unglaublich fruchtbar gewesen, tausend und abertausend mit deu Sprüchen und Anekdoten, welche von Mohammed überliefert sind. Von letzicren enthält allein Bucharis Sammlung 7275, Ibn Magehs Sanim» lung 4000 Stücke. Das Studium beginnt meist mit einem Auszug aus Bucbari von Ibn Abi Hamzeh. Dann liest man ein Buch üdcr die Vortrefflichlcit der Monate Rageb, Schaban und Ramadan, endlich das Maulid efch Scherif, eine Abhandlung über die Geburt des Propheten. Eine Specialität dcr Rechtswissenschaften, welche wegen ihrer Bedeutung für das praktische Leben viel studirt wird, ist das Erbrecht, „Ilm cl Faraid," worüber man besonders aus einem Compendium in Versen, ,,Ra« habijeh" genannt, sich zu belehren pflegt, zu welchem natürlich wieder eine Menge von Commentaren geschrieben sind. Logik, früher ein Lieblingsstudium der Araber, wird jetzt nur von sehr wenigen Leuten getrieben, und zwar säst ausschließlich von Türken. Das Hauptwerk, welches man hierzu benutzt, ist unter dem Titel „Isagugi" lN'^a/lti/??) bekannt, eine Bearbeitung der gleichnamigen Schrift des PorphiruS. welche einen kleinen Trattat von nur fünf Glättern bildet. Außerdem gibt es noch ein Lehrgedicht in Versen, welches „Es Sullem," die Leiter heißt, und in welchem die Logik nicht ohne Glück als die Wissenschaft gepriesen wird, die für den Verstand das sei. was für die Sprache die Syntax ist. Ferner H wird an der Azhar-Universität, meist nach Wcllcn des alten Philologen Teftazani über die Redcümst gelesen. Dann hält jetzt der Schech Mohamincd Eo Damanhuri l nach einem von ihm selbst verfaßten Trattal vielbesuchte Borträge über Prosodie. Endlich findcn auch über die Ilm el Kiraat. d. h. über die Lchre von dcr richtigen rhythmischen Recitation des Koran, sowie über die I>m ^ et Tegwid. d. h. die Aussprache dcr arabischen Bnchsta. bcn Vorlesungen statt. DaS sind die nennenswerthesten wissenschaftlichen Fächer, über welche an dcr großen Moschee in Kairo noch jetzt gelesen wird. Früher war der Lettionslatalog weit reichhaltiger. So fanden noch vor etlichen Jahren in einem dcr Auditorien der Azhal-Univcrsitat Bortragc über die Malamcn Hariris statt. Aber dcr betreffende Professor. Schech Asad Et Tantawi, erhielt einen Ruf an die Petersburger Universität, und Niemand fand sich. ihu zu ersetzen. Auch über die Bestimmung der Zeiten des fünfmaligen täglichen Gebets nach dcm Stande dcr Sonne, und selbst über Alchemie, die El Kimia, die als die ..göttliche Kunst" verschiedene Werke l,c, vorgerufen hat, wurde ehedem gelesen. Medicin nach arabische,' Grundsätzen lehrte man früher ebenfalls, wcnn auch nicht hier. fondcrn an einer mit dcm Spital Maristan en Nasiri verbundenen Medresseh. Ictzl sind diese Vor-träge, als durch die Errichtung der medizinischen Schule beim Krankenhaus von Kasr El Am übe» flüssig gc-worden, eingestellt, und das ist lcin Schade, da die ara> bische Medicin leinen Vergleich mit der europäische" Krankenheillunde aushielt, welche in dcr neuen Schule gelehrt wird. Ist nun ein Student der Nzhar-Uninersität so wc't in einer bestimmten Disciplin fortgeschritten, daß cr das betreffende Buch ganz auswendig wciß und zugleich den 1159 aufgestellt und begrüßten den Kronprinzen bei der Abfahrt mit stürmischen Iubelrufen. Bei den Obelisken in der Durchfuhrstraße wurde der Kronprinz abermals Von den dort aufgestellten Vereiucu mit enthusiastischen Zurufen empfangen. Der Herr Bürgermeister-Stellvertreter verabschiedete sich dort Namens der Gemeinde vom Kronprinzen, worauf dieser nach der kaiserlichen Burg zurUckfuhr. Zu der Hoftafel, welche gestern Nachmittags in den Appartements Sr. l. Hoheit abgehalten wurde, waren dcr Herr Stallh^lerei-Bicepräsidcnt Riegcr Ritter v. Ri> gcrshchn, dann die Herren Fi»an,;Landes Viccdircclor V, Echri.>ckingcr, Hofralh^Riüer v. Neubauer, Hofraih und Poli^eidirector Sedlaczek Nillcr v. Granlhal. Hofrath Iunek. Friedrich Ritter v. Zdetaucr, Richard Nitlcr v. Dotzaucr, der Earoliuenib^r '^ürg^nicister Götzl und Tchary geladen. Um halb ü'Uhr Nachmittag« verließ Sc. l. Hoheil in Begleitung scincö Erziehers, des Herrn Generalmajors valour von Thurnburg die Hofburg und fnhr über die Marien-Schanze, mn das Ferdinanden»» zu besichtigen. Dem Kronprinzen fuhr, wie dies bei jeder Fahit Sr. t. Hoheit zur Besichtigung Prags während Höchstdesfen hiesigen Auseulhaltes der Fall war, der Herr Stalthaltcrci-Vicepräsident Niegcr Ritter v. Niegcrshofcn voraus. Vor dem Säulcngange des Fcrdmandenms erwarteten die Ausschußmitglieder des .ttuustvereius, die Herren Grafen Kaunic und Friedrich Schönborn, Dr. Daubct, Adalbert Lana und Dr. Schaffner fo wie der Director der Akademie Herr Trenüvald und der Eecrclär Herr Eermkt die Anlnnf! des hoyen Gastes. Dcr Kronprinz wurde zunächst vom Herrn Grafen Kannic un Namen dcö Kunstvcrcins ehr-furchlöoollst begrüßt und Höchsldemselbcn dcr Director Herr Trenkwald vorgestellt, welcher d,.n Kronprinzen in den Saal des Ferdinandeums geleitete und die dort von mehreren Künstlern ausgeführten stcrcochromischcn Wandmalereien, welche durchwegs Cccncn aus dcr vaterländischen Geschichte darslellen, erklärte. Darauf machte der Kronprinz noch cinen Rundgaug anf dem Balcon, welcher eine herrliche Ansicht auf die Stadt Prag und deren Umgebung gewährt, wobei Sr. k. Hoheit auch der in dcr Ferne' sichtbare Gcorgs-Verg bei Naudnic gezeigt wurde. Bon dort fuhr der Kronprinz aus das Belvedere. Beim Eingänge zu demselben war eine Ehrenpforte errichtet, unter welcher sich in Vertretung dcr Stadtgemcindc als Eigenihinuenn des Belvedere's der Herr Bürgermeister Dillrich und dcr Stadtrath Herr Klenka Ritler v. Wlasti-mil, der Inspector der Anlagen Herr Stadtralh Lcglcr uud Herr Stadtialh Folldergcr. weiter vom Präger Anpslau-zungsvcreine der Vicepräsiocnt desselben Herr Stallhaltcrci rath Niller v. Adda uud die Direclionsmilglicder Friedrich Ritler v. Zd.kauer, Fürst, Dr. Rillcr v. Stcrneck, Dr. Daubet, Ellenbcrgcr, Pstroß und Hubcr vcrfammclt hatten. Von dort fuhr Se. k. Hoheil über die Marien-Schanze in die Hofburg zurück, wo er nm 7'/, Uhr Abends wieder anlangte. Der Herr Bürgermeister begrüßte den Kronprinzen mit einer deutschen Anrede, in welcher er mittheilte, dcr Prager Sladtralh habe bcreilö in einer früheren Sitznng nach eingeholter Allerhöchster Bewilligung beschlossen, daß die Belvcdere-Änlagcn von dem Tage an, an w.lchcm der durchlauchligste Herr Kronprinz dieselben daS erste mal betritt, fortan den Namen „ssronprinz-Rndolss-Anlagcn" fuhren sollen. Dieser sehnlichst erwünschte Augcublick sei heute eingetreten. Er spreche die Ueberzeugung aus, daß von nun an die Bevölkerung Prags mit um so größerer Vorliebe dieselben besuchen werde. Der Kronprinz dankte, sichtbar freudig von dieser Mittheilung überrascht, dem Herrn Bürgermeister mtt den huldvollsten Worten. Darauf wurde dem Kronprinzen der Vicepräsident des Anpflanzungsvereines, Herr Statthaltereirath Ritter v. Adda vorgestellt, welcher den Kronprinzen fortan während seines ganzen Ausenthalles auf dein Belvedere geleitete. Se. t. Hoheit besichtigte zunächst r^> dci:! nahen Rondeau aus das herrliche Panorama Prags, das sich dort dem Anne diclci, nnd begab sich dann unter das vom Fürstin Mar Fürstcnberg der Stadt Prag geschenkte gußeiserne Gloriette, wo demselben vom Herrn Bürgermeister Ditlrich eine lurz-^saß!.' Beschreibung dcr Kaiser-Franz-Ioscphö-Nrücke und ihrer Ausführung nebst einem geschichtlichen Abriß nach Daten des Bauleiters Herrn Ingenieur Karl Nitter v. Wesfcly, zusammengestellt vom städlischen Ingenieur Herrn Hozak, nebst 13 photographischcn Abbildungen dcr Franz-Ioscphö'Brücke. einzelner Siadtlheilc wie des Belvedere's selbst ehrfurchtsvoll überreicht wnrdv. (Schluß folg!.) — (Der Herr Minister für Eultus und Unterricht) hat die Errichtung eines Eommunal-Unler-realgymnasinms in Taus genehmigt, gleichzeitig dieser An. stall provisorisch das Oesfeuilichteilsrecht verliehen und den Bestand der Reciprocität in dcr Berechnung der Dienstzeit dcr Directoren und Professoren zwischen dem Unlenealgym-nasium in Tans einerseits und sowohl den Mittelschulen des Staates im Einne des Gesetzes vom 9. April 1870, als allen übrigen mit dem Ocffcnllichkeilsrcchte versehenen Mittelschulen, welche ein gleiches Versahicn beobachten, ander, scits anerkannt. Dcr Herr Minister hat ferner auf Grund dcr vorgelegten Erklärungen der Gemeindevertretungen der Städte Inngbuuzlau und Klallau den Bestand der Reciprocität hinsichtlich dcr Berechnung der Dienstzeit der Di-rcclorcu und Professoren zwischen den Mittelschulen dieser Gemeinden einerseits und jcucu dcS Staatcs im Sinne des cilirlcn Gesetzes, ferner auch im Verhältniß zu allen übrigen mit dem Oeffcnllichleilörcchte ausgestalteten Mittelschulen der im Neichsralhe vertretenen Königreiche und Länder anderseits ancrtaunl. — (M aul« und Klauenseuche.) Wie man der ..N. Fr. Pr." meldet, ist in der Orlsgemeinoe Pusterwald in Sleiermarl unter den Hauslhieren die Maul- und Klaueuseuche mit solcher Heftigkeit aufgetreten, daß die Ab-! sperrung dieser Gemeinde verfügt uud die Abhaltung der Viehmärtte, welche im Laufe dieses Monals in Hl. Oswald und in Oberzeiring hätten stattfinden sollen, untersagt werden mußte. — (Aus F r au t reich.) Die „Liberi" halle die grauenhafte Mittheilung gebracht, daß 4000 gefangene Frauen auf dem Wege nach Eayennc seien. Die Nachricht wird nun amtlich öligen gestraft nnd erwähnt, daß noch nicht einmal das Urtheil dcr Unglücklichen gesprochen sei/ Von den im allen Louvrc befindlich gewesenen Gobc-linöportrailö sind nur drei von Kugeln wesentlich beschädigt! worden. Die Regierung hat die Anfertigung von 1500 hölzernen Häusern anbefohlen, die sehr leicht zerleg« und zu-sammeusctzbar sind- sie sind für die zum Transport nach Ncu-Ealcdouicu designirleu Insurgenten bestimmt und wcr- Eommcntar da^n geben kann, so bewirbt er sich bei seinem Professor nin dic „'Igazch", d. h. um dic Licenz seinerseits i'lbc',- dic gedachte Schrift Vm träge zn hallen, odcr dcr Professor fchicibl ihm statt eincS Scheins i» scin Exemplar dcs W^s^s einfach ei» paar Z^len. i>, dcncn er l>eschcii,igt, d,,ß j^,^' l>ei ih», Vmlcsniigci, über das ^"ch gchöit HM», LctztcrcS ist also ci»e Art FrccM»-tatio!>i<;cuglliß^ dic Iga^ch dagegen gewisfeliilaßc» cin ^iccilliatcii-Dlplo»,. Änf cinc solche Iga^cl) wird namentlich bei dcn Vorlcsllngen übcr die Tradition, d. h. die uan Viohamined überlicscitcü Sprüche und Anctoolc» ci» großcö Gewicht g legt. DicS erklärt fich leicht dar^ aus, daß schr hälifig cin kurzer von Mohammed iilic» licscrtcr sluospnich dic soforlissc EulschcidllNg cincö zwcifcl-haftcn Ncchlsstliitcs hclbcifuhlt. Mai, empfand dal).r ichm, in schr fliihcr Z^it das Bcdnifüiß, di' Tausende vo>' Tludilioittn, dic als von dcm Propl'ctcn stammend Nllfgezcichnct wurden warcn, kritisch zu sichten, und das einzige Mittcl hiczll schicn, daß man lici jeder Ueber' llefcrllncz dic szanzc Ncihe dn' Gcwählsinänilcr bis zum c'stcn hinauf durchging mid nul' solche Traditionell siü Prnlichaltig cltlärlc, l'ci dcnm dic ttcllc dcr Bingcn ununterbrochen bis zum crstcll Iiinaufrcichtc und zu^lcich alle diese Bürge» das Ansehen dcr Zlwcrlässlgtcit gc-nosscn. Dic meisten Traditioittn wcrdcn in dcn ^roszcn Sammlnnqcn, welche Tirmidi, ^bn Ma^ch. Gltchari und Mnölim hiülcrlasscu haben, von dm, Verfasser dcr Eol-lc^io» bis auf mici, Z^l.icnusscn drs Pioplictcn hinanf lliit dcr nnnntcrbruchcncn Rcil)cnfol^c dcr Ucbcrlicscrcr nnd OcwählSnmnncr angeführt. Dcr Iga^ch lcqt ,„an einci, uor^üglichcn Wcrlh bci, wcnn sic bis , dcr guten alten Zeit von Jena und Erlange» mit ucwisscn Doctoldiplomcn) großcr Unsng gcllicbcn, indcm sie nicht scllc» ai, ^e»le ^,cgcbc» wcrdc», welche das bezügliche Buch gar »icht qelcscn, gcschivciuc dci„, stndilt Ijuben. «, ^ , , u ' / Dic Zahl dcr Plofefsorc» au dcr «Älühmostc»" dcllägl gcgcnwäilig etwa zwanzig. Darnulcr gcliicßcn emcs bcsondcrcn Nnfcs dcr Schech Ei MuliaUal, dcr Schech Ibrahim Es Sakla und dcr Schcch Mohainmld Ed Damanhnri, wclchcr lctztcrc Vclfafser cincs Traclats übcr Vcrslclirc i,l. Biclc dcr Hcrrcn lra^cn »ach ihrc» cigciic» Welle» vur, dic jedoch glößtcnlhcils »ul' millcl-'»aßlgc Compendicl, find. Ei»c Zeit dcr Eommculale und Glossare ist inlincr ci»c a» Proonclionstrafl arme, und nirgends seit dcn Tagcn der Alexandriner und der Abfassung drs Talmud gab sich dcr Verfall wnhrc, Wlsscl,-schast i» ci»cm giößcrn llebeifluß an Eompc»dicn und Mossaric» li>l,d als i„ dcr heutige» mohammedanische» Nuch mag crwäh»t wc,dc», daß a» del großen Mo-' schcc El Azhar allc vier ollhodo^» Slttc» dcS Islam (dic Hll»ifilcn, Vralillle». Hambalilcn und Schaffeitcn, »ach gemifsc» Ncligionslcl)rcl» bcnannt, dic bcidcu Sun-»ilcn clwa daS Ansclicn gcnicßen, wic in dcrlalliolischc,! Kirche dcr Palcr Scraphicus. dcr Patcr PrösunduS und dcr Palcr E^slalicus. dclcn Vchrc» sich abcr nur in Äeu-ßctlichlcitct, unlcrschcidc») iyrc besondern Vorbclcr oder ImllMc habe», sowic anch für jede dcrsclben cinc bcson-dcre GcbctSlnjche vorhanden isl. Endlich muß dcr Vollständigkeit halber hinzugefügt wcrdc», daß außer dcr „Blühcndcn" noch in cinigcn andern Moscheen Vorlesungen stattfinden, indcm in dcr Oamic Sejidch Zcnab allc Freitage übcr Tradilio», nnd in dcr Oamic El Är-jan übcr densellic» Gegenstand Vorlesungen stattfinden, welche i» ocr lctzlcrn Moschcc von dem berühmte» Schcch El 'Arusi zu El,,ren scinci« yicr begrabenen und als Heiliger gccyrtc» GroizvalerS gehaltcu werden. den in Ganzen einen Kostenaufwand von etwa 90.s)s>0 Francs erheifchen. Zur Charakteristik der finanziellen ?a^,e Frank-eiä'S fchreibt ein Pariser Eorrespondent der „Köln. Ztg.': „Trotz des Erfolges der Anleihe ist der französische Handel in einer traurigen Lage und die finanziellen Calamilalen trc!cn m?hr und mehr zu Tage. Die Bankerotte werden eine ! olv M)l erreichen, und es wären deren bereits viel mehr, '.ocim da? Handelsgericht von Paris nicht in seiner Slrcngc naä'ge lassen hätte. Mehr als 150.000 Miether in Paris sind'in Processe mit ihren Hauseigenlhümcrn verwickelt undverlan' gen Ermäßigungen oder erklären sich zahlungsunfähig. Tie Erhebung der Steuern macht große Schwierigkeiten, kurz, der Erfolg dcr Anleihe, welcher in dem niedrigen Emissions^ preise seine Erklärung findet, ist keineswegs ein Beweis von commerzieller und industrieller Prosperität in Frankreich. Es ist viel elspartes Geld im Lande und für dieses war die sünfperccnlige Rente eine gute Anlage. Die Speculation that das Üebrige, und manches kleine Bankhaus hat nur deshalb große Summen anf die Anleihe unterzeichnet, um baldigst eine kleine Prämie zu erhäschen, nicht aber etwa in Folge von Aufträgen seiner Elieuten." Gambctta erschien zum ersten mal in der Nationalversammlung und nahm seinen Sitz dem General Trochu gegenüber. Die äußerste Linke hat den Antrag eingebracht, alle Insurgenten, denen leine gemeinen Verbrechen nachzuweisen seien, vollständig zu amnesliren. — (Baumwollernte in Amerika.) Aus New-York. 14. Juli, wird telegraphirt: Tas Nckerbaubu» reau veranschlagt den Ertrag der Baumwollenernte unter gewöhnlichen Witterungsverhällnissen bis zum Ende der Saison aus 2,900.000 Ballen. Locales. — (Laibacher G e werbe b a n l,) In den Mo» nalen April, Mai und Juni 1871 sind bei der Laibacher Gewcrbcbauk 10 Gesuche «Heils um neue, theils um Erhöhung bestehender Credite, im Gcsammlbetrage pr. 7050 fl. eingereicht worden. Der effective Stand der Credilinhaber betrug mit Ende Juni 1871 : 159 mit dem Eredile pr. 134.250 fl. An Wechseln wurden escomplirt u. z,: Im Monale April 1871 99 Stück ,m Betrage pr. 81.747 fl. 92 kr.; im Monate Mai 1871 101 Stück im Netrage pr. 51.774 fl. 48 kr.; im Monale Juni 1871 104 Stück im Betrage pr. 63.468 fl. 27 kr. Zu« sammen 304 Stück im Betrage pr. 196.9^0 fl. 67 kr. Im , Portefeuille verblieben 370 Stück im Betrage pr. 213.00i! fl. 89 kr. Der Kassenverlehr erreichte die Höhe von 598,807 sl. 63 kr. In lausende Rechnung wurden im heurigen Jahre bis Ende Juni übernommen 288.160 fl. nnd rlickge-zahlt 144.648 fl. - es verblieben mithin 143.512 fl. — (Stadtverschönerungsverein.) Behufs Bildung dieses Vereins, dessen Zwcck schon sein Name hinlänglich bezeichnet, versammrllcn sich gestern eine größere Zahl von Angehörigen dcr Stadt Laibach aus verschiedenen Bevölkerungsllasscn im Easinv'Elubzimmer. Herr'Bürgermeister Deschmann eröffnete die Verhandlung, indem er darlegte, wie daS Bedürfniß, durch das mächtige Mittel der Asfociaiion die Bestrebungen der Gemeindevertretung ?.ur Hebung unfercr schon von der Natur fo fchr begünstigten Stadt zu fördern, zur Bildung eines vorbereitenden Eo-mil^'s geführt hale, welches sich die Bildung eines bezüglichen Vereins nach dem Muster anderer Landeshauptstädte zum Ziele fetzte uud die Statuten desselben entwarf. Herr Dr. Schaffer verlas nun den Etalulencnlwurf, der mit cinigcn Abänderungen angenommen und wornach sodann beschlossen winde, denselben der hohen k. l. Landesregierung zur Genehmigung vorzulcg,-», nach deren Erlangung sofort zur Eonstililirung des Vereins geschritten werden wird. Wir werden auf diesen Gegenstand noch zurückkommen. — (Das 3tu dolfswerlher Rcal- undOber-gymuafium) hat das Schuljahr bereits am 14. d. Vl. wegen des bevorstehenden Ausbaues des Gymnasialgebäudes geschlossen. Es zählte, wic wir aus dem uns vorliegenden Programme, das eine Abhandlung „Ueber dcn ^KIutivuZ !lw0>i!t!i!>" vou Adalbert M c i N g a st und Schulnachrichten vom Director bringt, entnehmen, im verflossenen Schuljahre 131 Schüler, davou der Nationalität uach 120 Slovcucn, 1 Eroalc, II Deutsche, 1 Italiener. Ticscs frühere Frcm-zislanerordcnsgymnasium, 1 746 gegründet. 1854 und 18^ durch die 7. und 8. Klasse complelirt, wurde bekanntlich in Folge a.h, twschließung vom 20. September 1870 m cin Slaals^eal- und Obcrgymnasinm umgewandelt. In dcm verflossenen Schuljahre hatte jcdoch nur dle 1. Klasse die Einrichtung dcr Realgymnasien, welche un nächsten Jahre auch auf die 2. Klaffe ausgedehnt w.rd. _- (Die neue Fahrordnuug der Slid-bahn), welche wir in dem Infcralenlhcile der ..Laibacher Zeitung" vom II. d.M. veröffentlichten, scheint, wie uus mitgetheilt wird, vielfach noch nicht beachtet zu werden, daher wir zur gefälligen Kennluißnahme für Alle, welche sich der 82ls<"> nwi'w auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege des Dampfes entziehen wollen, hier aufmerksam machen daß dle Aenderungen im Fahrplane nachstehende sind: Der Postzug nach Wien geht von Laibach I Uhr 7 Mlnulcn Mittags und 1 Uhr 1 Minute Nachls ab und icner von Wien kommt in Laibach Nachts 2 Uhr 33 Minute» und Nachmittags 2 Uhr 8 Minuten an. Nach Tricst-Venedig geht der Postzug von hier 2 Uhr 4tt Minuten Früh und 2 Uhr 18 Minuten Nachmittags ab und 11 90 von Trieft kommt derselbe in Laibach 12 Uhr 57 Minuten Mittags und 12 Uhr 51 Minuten Nachts an. Der Eilzug geht von hier täglich 10 Uhr 46 Minulen Vormittags nach Wien und Abends 6 Uhr 6 Minuten nach Trieft ab. Der gemischte Zug geht von Laibach in dcr Nlchlung nach Mlirzzuschlag ab 5 Uhr 45 Minulen Früh und tummt von dort Ädendö 8 Uhr 46 Mi nu>en in Laibach au. In der Nichtun,. von Sleinbrück-Eissrk geht der gemischte Jug von Laibach 1 Uhr 7 Minuten Nachmittags ab und umgekehrt erfolgt die Ankunft in Laibach 2 Uhr 8 Minuten Nachmittags. — (Rau banfall.) Am 7. d. M. Mittags gegen 1 Uhr wurde ein gewisser Paul Handler von Handlern, Bezirk Gullschee, im Walde zwischen Zirkle und Großmra-schou von einem unbekannten Burschen, welcher sich lhm auf der Ucberfuhr bci Nann angeschlossen hatte, plötzlich räuberisch überfallen und mittelst eines Messers am Halse leicht verletzt. Auf das Hilfegeschrei des Paul Handler flüchtete sich dcr Angreifer, nachdem er ersterem eine Harmonika entrissen hatte, welche er mit sich nahm. Alle Nachforschungen nach diesem Individuum blieben bisher erfolg los. Derselbe soll nach Aussage des Beschädigten bei 21 Jahre alt, mittelgroß, ziemlich starken Körperbaus, länglichen Gesichts mit schwarzem Schnur- und Backenbart, gewesen sein. — (Krapina-Teplitz.) Vom 4. bis 7. Juli waren 87 Curgäste und Fremde eingetroffen. Die besondere Zugkraft dieses Curortes finden wir diesmal durch einen Angehörigen des „Landes der Kastanien/ durch einen Curgast aus Valencia belegt. Bevölkerung und Viehstand in Kraiu." II. Der Beschäftigung nach befinden sich in Kram, und zwar i» Laibach (22.593 Einwohner) 148 Geistliche. 489 active Beamte, Diener u. f. w., 128 Lehrer, 995 Cludirende, 2 Schriftsteller, 78 Kiiustler, 44 Rechtsanwälte und Notare, 13 Aerzte, 7 Wundärzte, 31 Hebammen, 5 Apotheker, 61 sonstige Sanitätspersonen; bei der Land-nnd Forstwirtschaft Beschäftigte: 322 Eigenthümer, 27 Pächter, 8 Beamte, 684 stabile Dienstleute, 676 Taglöhner ; bei der Jagd und Fischerei 21 Personen; bei dem Berg-und Hüttenwesen 1 Eigenthümer, 1 Beamte, 9 Arbeiter; bei der gewerblichen Industrie, und zwar bei Bau- und Kunstgewerben 27 selbständige Unternehmer, 12 Beamte, 337 Arbeiter; bei Metall, Stein und Holz verarbeitenden Gewerben 123 selbständige Unternehmer, 1 Beamte, 686 Arbeiter; bci der Erzeugung von Chemikalien. Nahrungsmitteln und Tabalsabricanten Beschäftigte: 87 selbständige Unternehmer, 8 Beamte, 43 l. Arbeiter; bei der Webeindustrie 94 selbständige Unternehmer, 5 Beamte, 1352 Arbeiter; bei der Leder« und Papierindustrie und sonstigen producliven Gewerben 168 selbständige Unternehmer, 12 Beamte, 506 Arbeiter; bei nicht productive» Gewerben 173 selbständige Unternehmer, 9 Beamte, 557 Arbeiter; bei dem Handel 504 selbständige Unternehmer, 46 Beamte, 6l7 Arbeiter; bei Transportunternehmunge» 21 Unternehmer, 247 Beamte, 259 Arbeiter; bei Geld-und Credit-Instituten 38 Personen; Haus« und Äenlenbesitzer gibt es 1259; Diener sür persönliche Leistungen 2861; Personen ohne bestimmten Erwerb 8603 (davon Kinder von und unter 14 Jahren 4984). Dic Arbeiterklasse (Taglöhner in-begrissen, dagegen die stabilen Dienstleule ausgeschlossen) in Laibach zählt daher 5230 Personen. Nußer der Hauptstadt zählt Kram 618 Geistliche, 1054 active Beamte, Diener u. s. w.; 286 Lehrer, 295 Slndi-rende, 1 Schriftsteller, 94 Künstler, 43 Nechtsanwälte und Notare, 26 Aerzte, 46 Wuudärzte, 159 Hebammen, 16 Apotheken, 35 sonstige Sanitätspersonen; bei der Landuno Forstwirlhschast beschäftigt: 50389 Eigenthümer, 533 Pächter, 212 Beamte. 138036 stabile Dienstleule, 34530 Taglöhner; bei der Jagd- und Fischerei 74 Perfonen; bei ^ Vgl. Nr. 160 d. Vl. dem Verg- und Hüttenwesen 24 Eigenthümer, 1 Pächter, 100 Beamte, 2737 Arbeiter; bei der gewerblichen Industrie, und zwar bei Bau- uno ^nslgeiuerben 268 selbst-ständige Unternehmer, 144 Beamte, 2045 Arbeiter; bei Metall, Stein und Holz verarbeitenden Gewerben 2315 selbständige Unternehmer, 26 Bcamle, 5009 Arbeiter; bei der Erzeugung von Chemikalien n, s. w. beschäftigt 1075 selbständige Uulernchmer, 30 Beamte, 1529 Arbeiter; bei der Webeindustrie 1294 selbständige Unternehmer, 8 Beamte, 3846 Acbeiler; bei der Leder- und Papierindustrie u. s. w. 1671 selbständige Unternehmer, 18 Beamte, 3471 Arbeiter; bei nicht produclioen Gewerben 1061 selbständige Unternehmer, 27 Beamte, 1116 Arbeiter; bei dem Handel 979 selbständige Unternehmer, 41 Beamte, 860 Arbeiter; bei Transporlnnternchmuugen 48 selbständige Unternehmer, 104 Beamte, 428 Arbeiter; bei Geld- und Creditinstitute» 4 Personen; Haus-- und Rcntenbesitzer 6527; Diener sür persönliche Leistungen 12152; Personen ohne bestimmten Erwerb 158.012 (davon Kinder von und unter 14 Jahren 135.245). Die Arbeiterklasse zählt außerhalb der Hauptstadt 55,571 Personen. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt eine literarische Beilage „Das beste Vuch für jede Fran" zu, welche wir der gütigen Beachtung unserer Leserinnen hiemit besonders empfehlen. Einneseildct. Der katholische Verein für Kram veranstaltet am S t. A n u a - T a g c, das ist am 26 d. M , einen Gottesdienst sammt Opfrrgaug znili Besten des Wohlthä-liglcics Vrrems. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst dlirch den Gebrauch der delicate» !^v.'.I^<:io>'l! <>» !!.',<,) gliictlich wieder hergestellt ,md viele Aerzte und Hospitäler die Wirluug de> selben anerkannt, wird Niemand mehr die Kiasl dieser köstlichen Heilnahrnng bezweifeln nnd sichren wir folgende Kraulheitcu cm, die sie ohne Anwendung von Medici» und ohne dosten beseitigt: Magen, Ncruen-, Vrnst-, ^nugeu-, gelier-, Drüscu-, Schleimhaut', Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tubercnlose, Schwindsucht, Asthma, Huüeu, Uuucrdanlichtcit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaslosigleil, schwäche, Hämmrhoiden, Wassersucht, Fieder, Schwindel, Plul-cniisleia.cn, Ohrcnvranse». Uebelkcit nnd Erbrecbeu scllist wahrend der Schwaugelschllst, Diadclcö Melancholie, Abmageruug, Rheumatismus, Gicht. Bleichsnchl. ^ Auszug au« 72.000 Certificate» iibcr Genesungen, die aller Medicin widerstanden: Cerlificat Nr, 7 18 14. CroSuc, Seine und Oise, Frankreich, 94, März 1868. Herr Richy, «lcucrcinnehmer, lag an der Schwindsucht ans dem Sterbebette nud halte bcrettö die letzten Sakramente gc-nommen, »veil die ersten Aerzte ilnn nur noch wenige Tage ^cbeu versprochen. Ich riech diellovil!«^!,',,',. ,>„ il^,>v z» versuchen, u»d diese hat de» glücklichsten Erfolg gehallt, so das; der Maun iu wenige» Wochen seiuc Geschäfte wieder besorge» lonnlc und sich volttommcu hergestellt fllhllc. Da ich selbst so viel Gute« von M'cr ll.!V!.!,'!>,>,!.'^ geuosseu habe, s^ sitgc ich gerue diesem Zeug nisse meineu Name» bei, Schwester 8>. I.!""!""'l, Nahrhafter als Fleisch, erspart die Ii(!V!,!«^il:!^ bci Erwachsenen und Kinder» 5)0 Mal ihre» Preis iu Arzneien. In Blechbüchsen vou > Ps^o fl 1.50, 1 Pfnud st 2.50, 2 Pfuud fl. 4.50. 5 Pfund sl, 10, 12 Pfund fl. 20, 24 Pfund ft. 3«', !tüvül«8<)^'n s'Imün!^«^ in Pulver uud i» Tabletten fllr l2 Tasseu st. 1.50. 24 Tassen st, 2 50. 48 Tasseu fl. 4 50, i» Pulver für 12«) Tasseu sl. 10, sür 288 Tasseu sl. 20, silr 57,ud Specereihäudlcru; a,ich versendet daS Wiener Haut« nach üllcu Gegeudeu gegen Postanweisnna oder Nachnahme, Mestt Post. iqilml'TellM'ttmme der „Laibl'cher ^eiwna.'' Brrliu, «7. Juli. Die „Ztvrddcutsche Allzpluein^ Heitunss , die Haltin,,, t»vs Opiülo-pato licsprccheud, sagt, cS s^i teiur Nede v<"l ciucr V^rfol«p,uss der Kirche, i,n Ge<,^ntl)e»l.'. e Do«,u»a lc drängt lllld zur Abwehr ssezwun^u. Dresdeu, R7. Juli. Der Kaiser von Rußland eruauute deu sächsisch^,, Priuze«, zu,.» russischeu ^eldlnarsclmll. wumbilü'n, >7 Juli. Amtlicher Mit tlirilullg zuful,^' ist iu der russisch polnische» Krlisstndt Httilkowyszki die «hulera auöa.e-brochell uud forderte bereits !l4 Opjvr. I«, TVill,.: falle» der Beuche täglich «<> Meuscheu zum Qpfer. ^elv^raphischel' ilNeslisclco,,! ^ no,n 17. Juli, '<'.','". M.'^illia,!.'^ 5»I»,25,. — 5>l>erc M l.lsli.vl.i! ni!, s'.'„i. uud N^uem'ier^ins,',! 5!» ^5. - 5perc N(Uio!ml'.')lnl»'h"» <;« 75». - I«r Älaats-Anlcheu 101.50. - Bankaktie,! 702. ^ Hivoit- A^t en 2ttl.?0. - i!nudo» 183.50. - - Sil'o,r i2l.75, - k, t ^,'iin^ Dnc.UNl 5.«4, - Nap^leoud'or 9.«4. Sandel unö 'Volliswirlhfchaj'tlichc^. Verl 0 sun «1 e u. (W a l d s! e i » - i! 0 s c.) Bei der am I5>. ^»li uorge»o,» mcue» Ziehung fiel dcr Hanfttlreffer mil 2<»., !»2l»:l'>; d,r yr'lite Treffer mit 2W0 fl. ans Nr l!0!»4!» uud der d,ü>e Treffer mil lMW fl, ans Nr, ^7«>;0; ferner gewinne»- je5>!)0fl,.' Nr. :!5'/> und «.'j2«0; je 50 fl. : Nr. 42<> X,!<:0« 27!>«s!'.0-; nud N>0,^'!; je 40 fl. : Nr. 2 ^lWl» 2!<5)<>^ Nl>l! K>2ll 5,I.".l0 >)I42 !!.".?c<1 '»3^71 !»l.'l^0 i!.^!.'? !»l!k?4 U>l:!l'>'» lnid 10:^2!!; nnd endlich wurden „och 5>60 ^l>c^ Nummer» mil dem geringsten Gl'winnslr, von je .'l0 sl. i»Cni,v.' Münze geigen. (Salm ^ufe.) Aci dcr am I5>. Juli Uurgeno,n,!U'!!>',l ^»r-losuiig wurden nachstehende 5>00 ^osunminern mit den uel'iül'e-zeichneten O.wii,»ste!c i» Couv.-Milnzc gezcgeu; uud ^war sie! der Haupttreffer mil 20.0!»« Gnloe» aus'Nr. l!».^«»^ derzwri!c Treffer mit 2<»W Gulden auf Nr, l»?«0 uud der drille Tr.s-fer mit l Gnldeu auf Nr, <'>0,!>W. ssern°r grivinnen je ^00 Gulden: Nr. 1.'j.I21 uud Nr. «-'>.5W; je 1^0Guld,li: Nr. >!.7, ?«.0<1>. ?«!».; je 111» Gulden: Nr. I0,l<»,'. 1?.7l)ü. 20.771, 2 ilnd Nr.Nl!..'«»'.»; je 100 Gnldeu: Nr. :i?0l>, 5612, 5«?I, <'>257, I!>.305», :;>/0, 74.1.j> uud Nr. «5 <Ül0. Außerdem wurdeu »och 470 ^oioiunimeru mit dem geringste» G^-winusle von je !'><> Gnlde» Co»uenlil!!/mii,^e ge;ogeu. A»> U! 7u>>i »''««'s»,,«. Die Herren: Leitner, Pcrliu. - Weillcr, zlausm,, Äauischa. — Culatto, Studircnd.r, ^!,idu!ftwe»lh. — ^lcrclni!, Wien. - i,'hutzti, Muutanistiter, Dobrovolu. Mazel, Sagor. - Tomau, Sleinbückel. — Qnele, Holclbesitxr. Trieft/ Lengycl, Kausm., .«anischa. — («öi^, Sekretär. New '.')mt. Frau Dvagu, Gulshrsitzeriu, Zara. >>i<»««e HV««>,. Die Herren: Kra^N'ic, .slanfm, 'iirtuiz. — Treumauu, Aamberg. - Kuzzrlli, Wien. - Ci,'.et, Prag, Iupezma. Tuuetti, Fiume. Pause, Itaufi»,. Wien, — ^r, ^tnzzi, Private, jtlagrufurt, »«l<7,»i«e»»«.,. »««-. Die Herren: (Üiglan, .»l(>ra!N - Timstl,. Handel^,»., Nalet — i;n,deräic, Hmrr der Philosophie, Wien, F>«»»,,'«»„. Die Hcrreu: Wojuomc. t, l, Marine Beamte, Tries!. Hanopoule, Handrl'Nn,, Sminia. 'Ilts/ll:l,l'0?li,sisls«'. .V,l'li!i!l!f,l,l,!q<'!l^ lVl l »ill^iiil?^' ff !^.^3 8^ ^ 5'!^ " "? 3 8 E ^ ^ ^ s^ ,^ ^ , " «l'ö «; II Mg, 327 ,nd ;i>hcud, Adcud« zuurhmeudc Vewülluug. Dni« Tage^miltel d.r Wärme -j- I« ^", um 3'5/' illier dem Nurmnle. verantwortlicher Redacteur: Igua, u. ,n I r > ,> ,„ a ^ r. l?N»'ll"ll,l'l'l»'K< 'i^ie,, 15. Juli. Unsere im Puutle deö Geldstandc« mehr als für andere Eiuftnssc empfindliche Börse wurde heule dmch deu llmslaud ciuigern!a>>il verbliiffi das; voll ch das Schranteugeschäft in Aulagsmerlhcn eme relalluc Fcstigtett. Es waren eben nicht Executions-, sondern höchstens Nothvcrlanfe :md auch diese nich't in alllu aroker Ausdehnnua zn effectuireu. ^ ^ i ,tur 100 ,l ^?'t ^',,.^r einheitliche Staatsschuld zu 5 P(it. in Noten verlinsl.Ma,-November 5« 30 59,40 Fcbruul-Augn!« i>9 30 5^.40 „ Silher „ Iauuer-Iuli li8W ^9 — April-Octubri , ^-»90 »A.— ^"' "') 1«89 . . . 296.- 297.- ., .. l5t>4 ^4"/,) zu 250 f!, 98.50 94,-- .. ^ I860 zu 500 ft, . . iUI.75 102,— » " ld«)0 zu 100 ft. . . l12— 112.50 « ,. Id',4 zu 100 ft. . 129 — 129.25 5laatS-D°mll»eu-Psaudbriefe zu 120 ft. ü W. „1 Kälber . . 123,75 124- H». ^rundtnllaUullgH.^dllgatlonr!:. ßUr 100 jl. ^.ü', W^ari ^0'!,,,^ . , zudpHl 96,— 97,— 9al,z:ll> , . ^. ^ ^ ^ >^ ^25 )Ncder-Oesterreich . . » ü» ^. 97 k>0 9X — Ovr» Oelirlrelch . « b .. l»4'^ f,^_ ö>rt,ei!d»ug.i! . , ., 5 .. 7575 7^ 5^ ^"""'"'"' ' 93 — <«4 __ llngarn .... „ 5 ,. 7^80 8020 <. Auvcre öff»-»tlickc Ä»!^,en DouauieguliNlngSluse zu 5 pLl «'625 96.50 Uug. läijeubulüiaulcyen zu 120 ft. 0. W. Lllber 5"o pr. Sillct 107 25 107.40 Unu Piallüeiluulelill! zu 100 ft. ^ "^ <, ^»> «iixübl.l vr. ^ntlt 93 15 9330 Wiener Communalanlehen, rück- Geld Waare zahlbar 5 pEt. fttr 100 fl. . . «7.— 87.20 >». Ac.iln vl»n Nankiusiitutrn. Geld Waare ' Änc,ln-osterr. Bank.....?53 25 253.50 Bautverciu.......224.— 225. - Goden-Credllllnstalt . . . —,— —.— 6rcd,tll!ckaU f Handel u. Gen, . 283 — 283 25 Creditaustalt, allgem. uugar. . '.07 50 108 — Eöcompte-Gesellschaft, u, «. . . 930. 940. -Frauco-üsterr. Banl . . , . 117,80 118.-- Geueralbaut.......—.— —.— Haudelsbant.......—.— —.— Nlltiunalbanl..... 761.— 763 — Unionbanl.......265 90 266.10 Verclusbant.......106.75 107.— VertehrSbaul.......170.- 170.50 «. Äctien von Tr"N«pl'rt«>,ter„el, mUNge»». l^eld Waare Alsölb-Fiumauer Vahn - 176,50 17?.— «ohm Weslbahn.....252.— 253.— Harl-Vudw,g-0abll.....246 50 246 75 Louuu-Dampfschifff. GeseNsch. . 576.50 .'.??. - El,!c,»rlt,-Wsstt,ah!l.....219.75 220.— Eliiabelh-Westbuhn (^.'inz - Vud- wtiser Klrelle).....198,— 198,50 Herdmanho-Nindbahl! . . . 2120 2122, j'N'ss.sü.n^r'^r «abn , 175— 175.50 ^r°n,.Il>sedda.«ab!i . . . 2.11 75 202 25 ^mbttg-C,ern..Iassyer-Vül,n . l 74,50 175,- "°»id, üflerr........37^. - 374. - Oesterr. Nordweslbahn . , . 209 — 209.50 Nudolfs-Vahli......Kil 50 1^2." ^s'ebeubürger Vehn , , 170.— 170.50 ,Staatsbah!l . . , 406 - 407.— Sildbllhu . . . .. 17730 177,50 Sild-liordd, Verbind Vahu . 175.50 176.— Theiß.Bahn . . . .243 50 244.-lllugarische Nordostbahu . . . 161,50 1«1.75 Ungarische Ostbahu . . 83 50 84.— Tramway........2l6.— 217.25 «?. Pfandbriefe (sllr 100 st) Mg. ast Bod^n- Geld Waare Siebend. Nahn in Silber verz. ^ ^ ^. ^<, .^^ Staalöb. G. 3"/.. « 5.00Fr, „,, (5m. 13875 139' - - Slldb. G. 3"., ^. 500 ssrc pr. Stl!^ , ,0 110.50 Vl!db.-O. i. 200 fl. z. 5".. f>ir 100 si. ^,25 89 40 Südli.-ÄanS 6"^ (18?!, .74) « 500 Frc« pr. Stillt , . , -____ llug. Ostbahu für 100 fl. . ,^4.90 85 10 >». Privatlose (per Sliicl.) Kreditanstalt f. Haudsl «. Gew. Geld Wauie zn 100 fl, ü,W......17450 175.- Nudolf-Slistung zu 10 sl. . . 15.,_ ,5,^ Wechsel (3 Äts>n) Gslt, Waare Augsburg fur !00 fl, llldd.W. 103.60 103,75 ^raulsnrt ll,M. 100 fl. d^il? 103.80 10,,,'.«» Hamburg, fiir 100 Mui? Va,:cl) 91 l<» 91 10 London, sllr w Pfund Äl?rl:utz ,23.50 123 60 Par,,', ,ür 100 Frauc« . . . 4840 48^1'» (lours d?z> ^f'l 5fl, 81i^ '/laps,lea,wd'c>, . . 9 „ >',1 „ 9 „ 8l; ., Prcuß. liasfenscheilie, l „ ^3> , I , 83' ^ "o'll:« , . 121 „ 75 ., 122 „ ,- lkrainische Gruudeüttastung« . Ol'l^nuion'/ll, Pt'-vatuoUiuuz: —.— ^cid. Waor''.