Aerausgeßer: cheröard Aamöcrg. tot tntiiftr Dacht erlcheiiU \tUn €onni«g und mvrzen« und foflet lüt 4tfh mit AnfteSttsg t»'H Ha«« monatlich ft. — .55, wertet jährig si. 1JIO, halbjährig st. g««hjijtz^g st. «. Vtt Vo^lver- ' 0UtU!i2i}ThA R.j.oto, tzatdjshr,k ft. S.ZV—. ganzMrtg ft. s^4v.—. Einzelne Sommer 7 tx. «»»»tz>en »«rden m»ch Tarif bert^itl. Bet iftevrn W,edkrhol»n;en rnrfpTcÄcnUr Nachlast All? kftniirnben »w:i?TlM$uiiQ*-'nttftö!!fn de» .»». «nd «n»sand<» nehmen An»«ias VokKsschauiplet ir. Kraivurg. #) I Das Borland der bairischen Alpen, das fiih Zwischen Lech und Salzach zum Thal der Tonau hinabsenkt, ist unier den Freunden der Natur noch wenig bekannt, trotzoem es den «»Im Tausenden von Reisenden, welche alllährlich die Gegend »ach ferneren Zielen dlirchque e». selbst j„ den engen Fensterrahmen »es Eisenbahnwagens manches liebliche und ergreifende Bild entgegen hält und manchem der Eiligen den Wurnch nach näherer Bekanntschaft lmecken mag. Daß die gewaltige Anziehungs-haft des Südens bei den VergnügungSreisenden l-nv der Drang der Geschäfte, welcher die Menschen aus dem Schienenweg zwischen dem Lsttn und Westen unseres Erdtheils hin und hn treibt, die'en Wunsch nur selten verwirk-Iichen lassen, scheint besonders Jenen bedauerlich, welche, vertraut mit den eigenartigen und erhebenden Reizm der Landschaft, gerne die Hnmuh als die natürliche Quelle des Natur-genusse? sür den Deutschen anerkannt sehen. •) Wir bringen diesen Aussatz. der un« von num Wannten München» Schrisisieller zugekommen ums» lieber in der Deutschen Wacht >um Abdruck, «li n vielleicht die Anregung gib«, ähnliche Balte-Mus?icle auch bei uns, in der deutschen Slidmart, »u *ranfiaJt«n Im deutschen S ü b t i r o I werden in bifc* Herbste noch (fci* Meraner) BolkSschauspiele statt* fibii Aehnlich äußert sich die Deutsch« Zeitung, die sich am meisten von allen Wiener Blättern um unsere heimischen Verhältnisse bekümmert. Und wenn sie auch mit den hiesigen Vexhält-nissen nicht so vertraut ist. wie Einer, der in diesen Verhältnissen lebt und leidet, so kennt sie die Wiener Zustände jedenfalls gut genug, um gewisse officiöse Bestrebungen zu durchschauen, die darauf gerichtet sind, zwischen den Deutschen Zwietracht zu säen. Und mir glauben selbst, daß es nur durch Unk-nntniS der Sachlage zu «rkläien ist. wenn sich ein Deutscher in solchen Netzen sangen läßt. Denn nur. wenn der Samen der Zwietracht ausgeht, kann der Weizen uns rer sogenannten Versödi'ungspolitiker blühen. InKärntenhat die Einigunq der steirischen Abgeordneten neue Hoffnungen erweckt. Die Freien Stimmen widmen dem Ereignis einen Leitaufsatz, der mit folgenden Sätzen schließt: Hosten wir, daß der Einigungsproceß, der im schonen Nachbarlande sich vollzogen, Dauerndes geschaffen habe und Nachahmung wecke allüberall, wo Deutsche in Oesterreich wohnen rnd sür die Erhaltung des geliebten Volksthums einen schweren Kamps auSfechten. Zumal von den Kärntner Abgeordneten hoffen und erirarten wir. daß sie dem schönen Beispiele der steirischen College« folgen und dann vereint die übrigen Parteigenossen begeistern werden sür die Parole der Zukunft: ^Jn der Eintracht liegt die Macht!" Und wie selbstverständlich und unausbleiblich dünkt« eintoi Jeden dits« Anerkennung, der einmal die weißschimmernden Städte des Jnn gesehen Hit, mit der Jsar auS den herrlichen Vorder,len zögernd in die oberbairische Hoch- . ebene herausgetreten ist oder gar das unver- ! gleichliche Vergnügen einer Floßfahrt zu Thal aus einem dieser Bergströme auS eigener Erfahrung kennt I Und wie freudig begrüßt er jeden äußeren Anlaß, der die Kenntnis und den Genuß der Reize eines der schönsten Stücke deutscher Erde in weitere Kreise zu tragen verspricht! — Seit einigen Monaten schon lenkt das freundliche Städtchen Kraiburg. dos, dem rechten Hachufer des Flusses an-geschmiegt, nahe dem Punk: sich ausbreitet, wo zwischen den altberühmten Orten Amvfing und Mühldorf der Jnn in scharfer Biegung sich gegen Osten wendet, die allgemeine Ausmerk-samkeit auf sich. In Erinnerung an einen alt-überkommenen Brauch hatten nämlich die Bewohner des Städtchens, dessen Geschichte bis in di« Zeiten der Römeransiedelungen hinaus reicht, beschlossen, im Laufe dieses Sommers Volksschauspiele zu veranstalten: zu eigener und fremder Lust wieder wie in früheren Zeiten. Und was über die Vorbereitungen, von der W'.hl des darzustellenden Schauspiels im Herbst vorigen Jahres an bis zur ersten Aufführung am letzten Pfingstsonntag, in mancherlei Mit« Äßgeordnetenöans. Von der Red«, die drr Abg. Dr. F o r-egg er am 13. Juli in der Valuta-Beratdung gehakten hat, liegt uns heute das stenographische Protocoll vor. Wir geben den zweiten Theil, der sich auf heimische Verhältnisse bezieht, wieder: Meine Herren! Ich hätte es heute überhaupt nicht unternommen, die Zustände in meinem Wabl-kreit« «useinanderiusetzen; ich will es auch nicht; ich ntufe aber doch einige Bemerkungen machen, welche durch die Aeuheruagen de» Herrn Abgeordneten aus Äroin, de« Herrn Professor« S ch u k l j e provoeiert w»rden sind. Obwohl die Profefforen bekanntlich alle« besser verstehen, flatterte der Herr Professor doch im übrigen recht flügellahm auf dem Felde der Nali»nalö«onomie, und erst »um Schlüsse erhob er seine Schwingen in das persönliche und nationale Gebiet und erklärte wegen eines Hofrathsposten« sei eine großartige Bewegung in Scene gesetzt worden. Ja, wa« ein H«fratb«vosten nicht alle« ,u Stande bringen kann! So ein Hosrathsposten hat den Professor au« seinem nationalen Schlummer geweckt, wir wir vernommen haben, vielleicht wäre derselbe auch im Stande, ihn wieder ein,utchläfern. Aber der Herr Proseffor weib ja selbst sehr gut, daß e« gar nicht um diesen Hof-raihSposten gegangen ist. sondern daß die« nur der letzt« Tropfen gewesen ist, welcher zufällig in jenem Augenblick« noch in da« übervolle Gefäß gefallen ist, und da« eine ganze Reihe von anderen Dingen da« Maß schon übervoll gemacht hat. «Abg. V o ö n j a f: Welche Dinge, da« erfährt man nicht I) sagen wir: da« Gesäß übervoll gemacht hat, (Abg. Dr. G r e-g o r e c: Wa« ist im Gefäß drin 's) in welchem unsere Geduld gewesen ist. E« wurde schon in früheren Jaiiren da« Gericht, e« wurden die Aemter slavisrert, die Beamtenschaft würd«, wi« die Herren wissen, slavisiert. die Grund-bücher, die Geschwornenbank, die Nolariattkammer th«ilung«n in di« O«ffentlichk«i> drang, war wohl geeignet, das Interesse aller Freund« der Schönheiten des oberbairische« Alpenvorlandes und der volksthümlichen Kunst, welche hier, so oft in andeimklnden Werken und Ueverlies«r»ng«n ' dem Aug' und Obr sich darbietet, zu «rw«ck«n. Ein eigener Tbeaterbau sollte errichtet werden, die scenischkn Einrichtung«« sollt«» nach dem berühmten Muster der Münchener Ehakesveare-Bühne von der«« Urheber selbst hergestellt werden, Dekorationen und Costüme waren künstlerischen Kräften ersten Ranges anvertraut worden und die Regi« hatt« eine der erst«n Groß«» des d«utsch«n Schauspi«l» übernommen. Als Gegenstand der Darstellung endlich war Martin G r «i f's vaterländisches Schauspiel „Ludwig der Baier oder der Streit von Mühldors- ausersehen, ein Drama, dem das Schlachtf«ld, daS sich beinah« im Angesicht Kratbnrgs, zwischen Ampsing und Mühldorf ausbreitet, einen so «igenartigen und seltenen Reiz verleihen mußte, wie er eindrucksvoller wohl noch niemals die Stimmung d«r Zuschauer für di« Erstauffüh'ung eims historischen Schauspieles vorbereitet hat. Kein Wunder also, daß Jedermann, der aus eigenem Antrieb oder der überaus warmen Einladung des Kraiburger Völkchens folgend den herrlichen Pfingstmorgen zum Ausflug an die denkwürdige Stätte der letzt«« groß«« 2 ..Deutsche Wacht 189? in Cilli, die BezirkSoertreiung in Cilli wurden slavisiert, und schließlich wurde noch eine slovenische Sparcasse neben der mit aller Vollkommenheit functionierenden deutschen Sparcasse etabliert. (Abg. Dr. Gregorec: Hat ihr ja nicht» geschadet!) Hoffen wir. daß e« ihr nicht« schadet; daran ist aber gewiß nur die Tüchtigkeit der deutschen Spar» caffeleitung schuld, denn ich will nicht etwa die mangelhafte Concurrenz der slovenischen al« den Grund der Unschädlichkeit dieser Concurrenz hin» stellen. (Abg. Dr. Gregorec: Warum sich denn echauffieren?) So ergieng es in der alten Aera, aber auch nachdem der neue Cur« eingeschlagen war. gieng e« ganz in demselben Tempo fort. Die Volksschulen wurden in einer Weise sla-visiert, daß alle« Deutsch« au« denselbcn principiell gänzlich autgeschlossen wurde, und da» geht noch heute in derselben Waise fort. < Abg. Vosnjak: Nicht richtig I) Man läßt, wie die Herren wissen, au« Staaitmitteln Vokabularien für den gerichtlichen Gebrauch anfertigen, man läßt au« Staat«-Mitteln Uebersetzungen, oder sagen wir sogenannte „Original"-Leh>bücher für die Gymnasien herstellen. Da« sind doch Begünstigungen, welche sonst einer Ration nicht zu Theil werden, da« find Bevor-zugungen einer Nation, ,wiche einer t intanietzung jeder anderen Nation gleichkommen. In der jüngsten Zeit würd» der Stadtgemeinde Cilli die Amtierung in slovenischer Sprache aufgetragen (Abg. Dr. Sregorec und Abg Voönjak: Nicht richtig!) der deutschen autonomen Gemeinde, während gleichzeitig die Beiirk«hauptmannschaften angewiesen wur-den mit anderen Gemeinden, in«bcsondere mit der Gemeinde Umgebung Cilli slovenisch zu verkehren. (Abg. Dr. Gregore«: W«il sie slovenisch ist!) Jede« Institut, welche« unten besteht und in den Händen der Slovenen ist, wird ausschließlich zu Zwecken der Elovenisierung mißbraucht. Betrachten Sie beispielsweise die Terna Vorschläge der Nota-riat«kammcr. Obwohl andere Notare mit vorzüglicher Befähigung und längerer Dienstzeit vorhanden sind, welche alle an sie gestellten Anforderungen vollständig entsprechen, werden Sie keinen einzigen von diesen Notaren in dem Terna-Vorschlag finden, sondern lediglich solche Persönlichkeiten, deren nationaler Eifer die Berechtigung sür eine derartige Kandidatur begründet, also nur nationale Heißsporne. (Abg. Dr. Zurkan: Vielleicht können sie nicht slove -nisch?) Die betreffenden Notare, von denen ich hier spreche und welch« Übergängen werden, amtieren seit Jahren, ja mitunter seit Jahrzehnter. in der slove« nischen Sprache, und daß sie dieser Sprache voll-kommen mächtig sind, ist den Herren wohl bekannt, denn e< sind mitunter geborene Slovenen; da« zählt aber nicht; wenn der geborene Slovene nicht in da« slovenisch« Horn blä«t, sondern nur eine mäßig« Ritterschlacht de» Mittelalters bestimmte, nicht geringe Erivariuugen mit sich brachte, welchen bei Manchem ein Gefühl der Besorgnis sich zugesellte, ob auch die Darstellung, welche aus-schließlich von Einwohnern Kraiburgs geleistet werden sollte, tem Wert des Dichters und seiner künstlerischen Bundesgenossen werde gewachsen sein und ob nicht etwa gerade das Ausgebot so erlesener und selten genug in so harmonischem Bereine wirkender Kräfte einer höheren Sphäre den volksthümlichen Characler der Spiele beeinträchtigen würde. Zwar trug das gewählte Stück in sich selbst einen starkaß aber die Ärai6u^c^^Sdi^jfpieI^^fid^öo[iftanbi(^oben= Liebe zu seiner Mutteination hat. so gilt er nicht«. Da wird der Deutsch«, der seinen Mantel nach dem Wind« häng», vorgezogen und protegiert, wenn er da« Slovenische auch unvollkommen oder selbst gar nicht versteht, wenn er nur mit den Slovenen marschiert. Etwa« andere» ist mir gerade erst dieser Tage passiert. Da« Wiener Handelsgericht richtete an das Bezirksgericht Drachenburg eine Requifition, selbst-verständlich in deutscher Sprache; die Erledigung erfolgte in slovenischer Sprache, um mir als dem Einschreiter zugestellt zu werden. Meine Herren, da« ist denn doch schon die nationale Ueppigkeit etwa« auf die Spitze getrieben. So geht e« aber unten in allen Dingen und Sie mögen darau» entnehmen, wie die Schwingen der Herren Jung-Slov«nen wachsen und in welcher Weise da» Deutschtbum in Untersteiermark zurückgedrängt wird; aber so wie dort geht «» auch in Kirnten und anderen Kronländern. ES besteht eben eine Art geheim« Nebenregie-rung, welche — wie eS scheint — in den nationale» Fragen der ausschlaggebende Factor ist. In Mähre«, in Böhmen, in der Bukowina, überall laffen sich die Spuren dieser Nebenregierung ver-folgen, aber die besondere Domäne dafür scheint Untersteiermark und Kärnten zu sein. Also nicht dieser Hosrath allein ist e«. um den e« sich da gehandelt hat, und auch seine E r-nennung ist nicht dasjenige, wa« die Empörung hervorgerusen hat, sondern die Einwirkung dieser Nebenregierung; daß eine bereit« sozusagen voll-zogene Ernennung zurückgezogen wurde, weil diese Herren ihren Protest «!ngelegt haben. Da« war jene« Kennzeichen, welche Richtung noch immer in unserer Regierung vorherrscht, und darum ist e» ja begreiflich, daß ich dieser Regierung gegenüber dieselbe Haltung befolgen muß, wie in der Budgetdebatte, daß ich durchaus nicht um ein Zeichen des Vertrauen« in diese Regierung zu geben für da» Eingehen in die Specialdebatte stimme. ES wurde heute von Herrn Dr. Lueger, welcher den Deutschen durchaus nicht gönnt, wenn dieselben einmal irgend einen Vortheil erringen, die Frage aufgeworfen, worin denn die Vortheile bestehen, die von Seite der Vereinigten Linken erwirkt wor-den sein sollen. Die Herren haben au» d«m Munde de« Führer» der Linken heute die Antwort daraus vernommen. Mehr al« er hier gesagt ha«, ist mir auch nicht bekannt. E« ist also durchau« nicht ein Zeichen de« Vertrauen« in die Gewandtheit oder in di« Erfolge, ivelche diese Führer der Linken vielleicht noch erzielen werden, wenn ich im gegenwärtigen Augenblicke für die Vorlage stimme. Die Gründe sind vielmehr in einer Frage gegeben, welche der erste Redner in dieser Debatte aufgeworfen bat bürtig erweisen würden und so wirklich unter ihren kunsigeübten Gönnern die Palme davon »ragen würden, dessen versah sich Niemand. Gleich die eiste Person, welche dem Zuschauer-kreis gegenüberlra», ein Bürßer des Marktes Kraiburg aus der Zeit de» Kronenstreites zwischen Ludwig dem Bc.ier und Friedrich dem Schönen sprach den Piolog Martin Greif'S mil einem heiligen Ernst der Auffassung und so eindrucksvoll unte>stütz! von Stimme und Erscheinung, daß die Arl. wie die.e kleine Auf« gäbe ihre Lösung fand, allein über dos Kommende beruhigen konnte. Als dann der in Gestalt und MaSke überaus charakteristische Ludwig im Zwiegespräch mit seiner Gemali» die gemüthvollen Verse mit so ruhiger und sicherer Gliederung der Rede und einem so herzlich warmen Ton der Stimme vortrug und in Bewegung und Geste eine so natürliche Anmuth und Würde entfaltete, als in der Darstellung der Schlacht die umfangreiche Eomparserie niit bewundernswerlyer Sicherheit arbeitete, konnte man keinen Augenblick mehr im Zweifel sein, daß man es mit einer schau-spielerischen Leistung bester Güte zu thun habe. Mit den, gespanntesten Interesse verfolgte nun das zahlreiche Publicum den Gang der Dinge aus der Bühne: Die herrliche Scene in dem Prunksaal Gumprecht des Reichen in Regens-bürg, in welcher der 5keit.) Nach Beendigung der Predigt er-viderle Bice-Präsident Freiherr v. Chlumeckq: Zn Herr Abg. W-ber hat erwähnt, ich hätte chm eiflärt, er könne bei dieser Stelle über Alle« »den. Das ist thatsächlich unrichtig. iu>d ich bedauere, daß der Redner von der Wahrheit dieSsalls abgewichen «L (Hört! Hört! links.) Ich habe ihm lediglich erklärt, daß bei der Legende absolut über nichts »Is über die Legende gesprochen werden kann, »äbrend Artikel 1 allgemeine Bestimmungen be-trifft, bei welchen man allerdings über die WhrungSfrage im Allgemeinen sprechen kann. Abg. Weber: Ich erkläre als Priester »n Eides statt, daß ich die Wahrheit aus-ßiiaqt habe. (Hört! Hört! auf den Tschechen-däntm.) Ich bin zum Präsidentenstuhle berufen ivorden; man hat mir gesagt: Bei Artikel 13 dürfen Sie nicht reoen. Be. Excellenz war so Sltig — ich sehe das als Güte an — mir zu ficit: .Bei Artikel 1 des zweiten Gesetzes, da können Sie über Alles reden.' Das faste ich oii Eidesstatt als Priester. Bice - Präsident Freiherr von Chlumecky : Zaraus kann ich nur bemerken, daß der hoch-»wrdige Herr f i ch i r r t . . . weil ich erklärt habe, daß bei Artikel I im Allgemein,'» über die WähiungSsrage gesprochen werden kann. Dabei bleib t ce! (Anhaltende Unruhe.) ch ch Am Dienstag wurde in der WädrungSfrage ein krästiger Vergleich gebraucht. Der Abgeordnete lreuinfels bedauerte, daß die Qeffent-lichten der ValutaremUürung so sehr mißtraue; es gleiche dies den Vorkommnissen in gewissen Gegenden Rußlands, wo die wohlgemein-te'ten Borkehrungen gegen die Cholera die widerfmnigste Aufnahme seitens des Volkes fanden Irrthum und absichtliche Entstellung spielen hiebei eine Hauptrolle. Umschau. Ueber eine socialdemokratische Versammlung, liegt einzelnen Blättern folgender Drahtbericht aus Wien vom IS. Juli vor : Heute Abend fand in H e r n a l s das Werk eines Zufalls, der nur für einen A»-ienblick die treibenden Kräfte, welche eine Hache der Art erfordert, auf einen Punkt zu rereinigen wußte? Ist das Kraiburger Volks-schauspi'l der Ansang einer volksthümlichen Xunstübung, in welcher eine weit fortgeschrittene Theater-Technik die Macht ihrer äußeren Mittel ohne ihre Schwächen mit einem urfprüng« lichcn aus der schöpferischen Tiefe des Voltes aussteigenden Gestaltungstrieb vereinigen könnte? Wer möchte diese Fragen entscheiden? Wer «öchie ober auch verkennen, daß »ach den mannigfachen Versuchen der letzten Jahre, wie sie von der Oberammergauer Passion bis zu den Gustav Adolf- und Lutherspielen in den verschiedensten Theilen Deutschlands ein Wieder-erwachen der Luft des Volkes an dramatischer Bethätigung bekunden, die Kraiburger Spiele eine An Abschluß der Entwicklung darzustellen und einen neuen Weg gewissermaßen zu eröffnen scheinen, auf welchem mit der Gunst der Zeiten und der Ansicht a'ifrichtiger und thatkräftiger Kunstfreunde wohl ein kräftiger Aufschwung vollSthümlicher Kunst zu erwarten wäre? Wem «n solcher Aufschwung unwahrscheinlich dünkt, dn komme nach Kraiburg und sehe, was die Hingabe des schlichtesten Volkes in der Bewäl-ligung rein künstlerischer Aufgaben zu leisten vermag; möglich sogar, daß er eine Hoffnung aus eine Besserung der Lage der ganzen dramatischen Kunst in Deutschland wieder sich «gen fühlt, die schon völlig im Erlöschen war! „ytsipinr wauji eine socialdemokratische Versammlung statt, zu welcher auch L u e g e r und G e ß m a n n mit einer großen Anzahl von Anhängern erschienen. Unter den Anwesenden befand sich auch Kronawetter. — Bildhauer Leißner sprach über da§ Thema: Chri st 1 i ch - social oder socialdemokratisch. .Bei der letzten Versammlung in diesem Bezirk', sagte er. „führten Geßmann und Lueger das große Wort. Eine dritte Person, die auch dabei war. will ich erst am Schlüsse kennzeichnen. Was ist der Zweck der christlich-socialen Propaganda? Erstens, den Nimbus^ ihrer Häupter, der stark im Schwinden begriffen ist. zu erneuern". Redner nannte die Namen Geßmann. Lueger und Liechtenstein. Da ertönte plötzlich aus einer Ecke des Saales der Ruf: „Hoch Liechtenstein". Es entstand eine große Erregung, man horte die Rufe: „Hinaus!" woraus Fürst Liechtenstein vor die Thüre gesetzt wurde. Leißner charac-terisierte nun Geßmann. Er verstehe die Intentionen der Bevölkerung gar nicht, ..er ist eine Null in unseren Augen, er besitzt weder sociales Wiffen, noch Erfahrung und spielt eben nur durch Zufall eine politische Rolle, um hald wieder vom Schauplatze zu verschwinden. Was Geßmann sagt, glaubt Keiner von uns; er existier« nicht für uns. Anders ist es mit Lueger. Das Wort G e s i n n u n g s-l u m p e r e i," daS Leißner zur Kennzeichnung LuegerS aussprach, war das Signal zu einem Sturm, der im Nu losbrach. Alles erhob sich, bestieg die Tische, auf der Tribüne herrschte Verwirrung, vergebens bemühten sich die Führer, Ruhe zu schaffen. Man hört nur ohren-zerreißendes Lärmen und Durcheinanderschreien Lueger hat bei dem Worte „Politische Lumperei' hastig seine Schriften zusammengepackt, ist von seinem Sitz aufgesprungen, er greift nach Ueber-rock und Hut und steigt von der Tribüne herab. Die Menge bricht in Pfui-Rufe aus. und der Regierungsverti eter bedeckt sein Haupt, zum Zeichen daß die Versammlung aufgelöst ist. Die Arbeiter aber laufen Lueger nach und rufen ihm : „Schämen Sie sich! Warum gehen Sie?' Lueger. furchtbar bleich, baknt sich den Weg durch die Menge und ruf«: „Hoch JesuS Christus!' Einige Leute spucken ihm nach. Die Menge ruft dagegen: „Hoch die Arbeit!" und singt ein Arbeiterlied, — Endlich wurde der Saal geräumt und nur langsam zerstreute sich die Menge. Die Robot in Bosnien und in der Herzegowina soll aufgehoben werden. Fast märchenhaft muthet diese Meldung an. Bis beute hat in Oesterreich eine Robot bestanden. Der jüngeren Generation mag dies kaum glaublich erscheinen ! Die ausgezeichnete Verwaltung unseres Okkupationsgebietes hat mit der Aushebung der Robot wieder eine große Cultur-Arbeit geleistet. Der Jubel und die Begeisterung für den Kaiser sollen im Lande allgemein sein. Bisher war jeder Bauer vom 18. bis 6<>. Lebensjahre zur unentgeltlichen Verrichtung öffentlicher Arbeiten während sechs Tagen im Jahre verpflichtet; jedes Lastthier mußte gleichfalls durch sechs Tage dem Staate zur Verfügung gestellt und dabei vom Besitzer verpflegt und gewartet werden. An die Stelle der persönlichen Robot tritt eine kleine, unter dem landesüblichen Taglohne bleibende Geldleistung. Die Aufhetzung der Robot bezüglich der Lastthiere erfolgt ohne Gegenleistung. Es ist klar, daß durch die Verfügung nicht nur der freie Mann von einer entwürdigenden Dienst-leistung befreit, sondern daß auch dem ärmsten Theil der Bevölkerung neue Aussicht auf Ver-dienst eröffnet wird. SlovenifcheS Der Laibacher „Slo-venische Verein" hat letzten Sonntag in Krain-bürg eine Versammlung abgehalten und dabei eine Resolution vorgelegt, die zwar gegen die Bestrebungen der Ultramontanen und den slovenischen Katholikentag gerichtet, aber in so kraft,- säst« und fristloser Form abgefaßt ist, daß die Ultramontanen über die zutage getretene Schwäche der „Radikalen" höchstens lachen werden. Bemerkenswert ist an der Versammlung die Liste der Redner und Hauptbetheiligten: Mayer, Tavcar (richtig Teutscher), Pauschler, 9 Majaron, Bleiweiß. Endlicher. Triller und Nolli. Man sieht da wieder einmal deutlich, daß das Nationalgefühl nicht eine Sache deS BluteS, sondern der Erziehung ist; recht deutlich! Von der gesammten slovenisch geanten Intelligenz in Krain ist mehr als die Hälfte veutfchen oder wallschcn Ursprunges. Aus Stadt und Land. Die Erweiterung der Räume des hiesigen Postamtes hat sich, — wie vor Kurzem bereits gemeldet — als durchaus nothwendig erwiesen. Trotzdem in den letzten Jahren wiederholt Zubauten vorgenommen worden waren, stellt eS sich schon wieder heraus, das Alles in keinem Verhältnis zu dem hier mit erfreulichster Eile steigenden Verkehr steht, der zu bewältigen ist. Die Postdirrction hat diefertage an das Stadtamt eine Zuschrift gerichtet, in welcher die Frage gestellt wird, ob die Stadtvertretung gegen einen Zubau in westlicher Richtung, also dem Sparcafsegebäude gegenüber, etwas einzuwenden hätte; gleichzeitig wird das jetzige Postgebäude sammt dem beabsichtigten Zubau als Provisorium bezeichnet, und angefragt, ob aus den Guggenmoosgründen ein Bauplatz nächst dem Bahnhoke zur Aufführung eines neuen PostgebäudeS — es sei nur eine Frage der Zeit, daß »in solches hergestellt werden müsse — zu haben sei. Das Postärar sei gewillt, den Platz zu erwerben. ES ist unbekannt, daß ei» Gemeindebeschluß'besteht, der das Aufführen ebenerdiger Gebäude im Weichbild« der Stadt verbietet. Aber auch ganz abgesehen davon, erscheint die sortgesetzte Anfügung von Bauten an das Bahnhofgebände deshalb bedenklich, weil wenn so weiter gebaut wird, im Kriegsfall am hiesigen Bahnhofplatz die ärgsten Calamitäten vorkommen werden. Cilli ist für den Kriegsfall ein Hauptplatz, und man ziehe nur in Betracht, was im und um den Bahnhof herum vom Beginne der Mobilisierung bis zum Abrüsten der Brigaden alles geschehen und durchgeführt wird werden müssen. Es herrscht jetzt schon Raummangel ans unseren Bahnhofanlagen, deshalb hat man ja erst vor Kurzem begonnen, für eine Verbreiterung der Strecke Sorge zu tragen. Sieht man aber auch absichtlich von dem Kriegsfall ab und berück-sichtigt man nur den Zweck einer Postanstalt, so fällt das Ungenügende der vorläufig geplanten Maßregel sofort ins Auge. Dieser Anschauung huldigt übrigens ja auch die oberste Post-Verwaltung selber, und so kann man in Cilli wohl hoffen, daß der dringend nöthige Bau eines Postgebäude«. den modernen Anforderungen genügend, aus den wachsenden Verkehr berechnet, und auch in seiner äußeren Form dem soliden Zustand des österreichischen Postwesens entsprechend. recht bald zustande kommen wird. Die Stadtgemeinde wird gewiß alles thun, um die dringende Angelegenheit zu einem raschen Abschluß zu bringen. An der Fernsprech - Verbindung Wien-Triest wird jetzt soeben hier gearbeitet; an der Ringstraße sind die Drähte bereits gespannt. Eine Straßenverschönerung bilden diese Pfähle aus weichem Holz gerade nicht, die man da eingerammt hat. da« muß man schon sagen. Vom »Heerwesen. AuS Graz sind die erste und zweite Division des dritten Artillerie-Regimentes zu den Schießübungen nach Gurk-feld abmarschiert. Die Marschstationen sind: Wildon. Ehrenhausen. Marburg, Windisch-Feistritz, Cilli. Ralschach. - In der Nacht von gestern auf heute ist das in Cilli liegende Infanterie-Bataillon zu den Schießübungen ab-marschiert. # . Vom Alpenverein Die Mitglieder der academischen Ortsgruppe Graz des Deutsch-Oesterreichijchen AlpenoereineS sind am Sonntag abends vier Mann hoch in Cilli angekommen. Die meisten Theilnehmer an dem Ausfluge in die Sannthaler Alp-n scheinen einen anderen Weg genommen zu haben. Zum Schulfchlusse. Im Nachtrage zu dem in der letzten Nummer unseres Blatte« gebrachten Mittheilungen über die Lehranstalten in Cilli haben wir noch zu berichten, daß in 4 der concessionierlen Lehr- und Erziehungsanstalt Haussenbüchl der feierliche Schluß des Schuljahres am 15. d. M. erfolgte. Nachdem das Lied „Mein Vaterland, mein Oesterreich" von Weinwurm von einer kleinen, aber ihrer Aufgabe sicheren Schar jugendlicher Sängerinnen umer Claoierbegleitung gesungen worden war. fanden Vorträge in deutscher und sranzöiischer Sprache statt, von welchen ersteren eine Kleß-heim sche Dichtung in österreichischer Mundart besonders beifällige Wirkung erzielte. Sodann ergriff die Vorsteherin der Anstalt, Frl. Emmy Haussenbüchl. das Wort, dankte den Eltern ihrer Schutzbefohlenen für das ihr geschenkte Vertrauen, den zahlreich erschienenen Anwesenden sür das Interesse, welches ihrer Schule in immer höherem Grade zutheil werde, endlich dem Lehrkörper für feine eifrige und ersprießliche Thätigkeit, richtete an die Schülerinnen herzliche Worte, besonder« deren tadelloses, sittliches Verhalten mit warmer Genugthuung hervorhebend und vertheilte daraus die Zeugnisse. Den Schluß bildete die von allen Schülerinnen gesungene Volkshymne, woraus namentlich die anwesenden Damen die Arbeitsausstellung mit lebhaftem Interesse und ebensolcher Befriedigung in Augenschein nahmen. Wir beschränken uns darauf, hervorzuheben, daß die Arbeitsschule vornehmlich die practischen Bedürfnisse berück-sichtigt, insbesondere in Weißwäsche. Daneben gibt es die für die Volksschulen vorgeschriebene Reihe der Handarbeiten in nettester Ausführung, außerdem aber auch höchst geschmackvolle Gold-stickereien und Smyrnaarbeiten. — Wenn die Vorsteherin ihre Zufriedenheit mit den ihr an-vertrauten Zöglingen aussprechen konnte, so besteht anderseits kein Zweifel, daß nicht mindere Zufriedenheit seitens der betreffenden Eltern empfunden wird, was wohl auch durch die stetig steigende Besuchsziffer — es waren am Schlüsse im Ganzen 47 Schüle, innen, darunter zehn interne, an der Anstalt — sichtbaren Ausdruck gesunden hat. und, wie wir nicht zweifeln, in noch erhöhtem Maße finden wird. (Ter Bericht über die Schlußseier im Institut W i n d b i ch l e r ist uns leider verspätet zugekommen; er wird in der Sonntagsnummer erscheinen.) Stadtparkfest. In der letzten Vollsitzung de» Ausschusses wurde das Programm für das bekanntlich am 14. und 15. August stattfindende Parkfest bestimmt. Dasselbe umfaßt alle nur denkbaren Unterhaltungen, und es wird auch der berühmte ste-rische Stuwer, Herr Bernreither a»S Marbura, ein prächtiges Feuerwerk abbrennen. Die näheren Angaben dürften schon im nächste» Blatte erscheinen und auch das Ver-zeichniS der Gewinnst« für die Lotterie wird baldigst veröffentlicht werden. Von den Losen der letzteren ist der größte Theil bereits ver-griffen, und wenn der Himmel ein Einsehen hat, und schönes Weiter gib«, so daß die Veranstal-lungen an beiden Tagen gelingen, so wird das Reinerträgni« ein bedeutendes sein, was des Zweckes wegen wohl sehr zu wünschen wäre. Die zugesicherten Beste sind übrigens auch bis heute nicht allseitig eingelangt, weshalb die Bitte um deren Einsendung wiederholt wird. Spende. Die bekannte Wohlthäterin Frau Baronin Angela von R e i n e l t hat Herrn F. F. v. G o ß l e t h den namhaften Betrag von 200 Gulden zur Vertheilung unter den Armen von H r a st n i g g übergeben, welche hochherzige Handlung zu veröffentlichen mir als angenehme Pflicht erachten. Im Arreste gestorben. In der Nacht von Freitag auf Samstag ist in den Unter-suchungsgesängnissen de« KreisgerichteS in Cilli Joses Greiner. Sollicitator des Notars Herr« Dr. Franz Radaj in Marburg, gestorben. Der-selbe war schon seit mehreren Monaten wegen bedeutender Betrügereien und Veruntreuungen in Untersuchung. Der Genannte hatte vor Jahren wegen gleicher Verbrechen bereits eine sechs« jährige Kerkerstrase verbüßt. Wichtig für Bäeker. Das k. u. k. Militär-Verpflegsmaguzin Marburg sendet an die Verwaltung der Deutschen Wacht in einem nicht freigemachten, somit sür u»S straf-Pflichtigen Briefe zur „gefälligen, sür das Militär-Aerar jedoch kostenlosen Einschaltung" folgendes: «Deutsche Wacht" „Aviso"! Am 12. August l. I. 10 Uhr vormittag« findet in der Kanzlei deS k. u. k. Militär-Verpflec>«-MagazinS in Marburg. Magdalena-Borstadt, Eisengasse Nr. 16 eine öffentliche Verhandlung statt wegen Sicherstellung von Brot in den Stationen Cilli und Pettau, dann Brot und Haser in den Stationen R a d-k e r s b u r g und Straß im ArrendierungS-wege. Nebst den Anboten auf Arrendierung des Brotes werden auch alternative Anbote auf Uebernahme der Broterzeugung aus ärarischem Mehle durch Civilbäcker entgegengenommen. Die näheren Bedingungen können aus den während der Amlsstunden zu jedermanns Einsicht aus-liegenden BedinguiSheften entnommen werden. Letztere können gegen Erlag von 4 Kr. per Druckbogen eventuell auch durch die Post be-zogen werden. In Pettau sind am Tienstag den 19. Juli abends 110 Zöglinge der Wiener-Neustädter Militär-Akademie, darunter Erzherzog Joses und der Großherzog von Toscana mit einigen Officieren, hier angekommen. Auf dem Bahn-Hofe waren anwesend der Bezirkscommissär Franz von B o u v a r d (derselbe vertrat den beur-laubten Bezirkshaupimann Alsons Ritter von Scherer) und der Bürgermeister E ck l. AuS Hochenegg wird der Deutschen Wacht geschrieben ; In einer der letzterschienenen Ausgaben der „Südst. P." ist über unseren lieben deutsche» Markt wieder einnial ein hämischer Aussatz erschienen, der in erster Linie auf Un-eingeweihte den Eindruck machen soll. Hochenegg sei schon zur Zwingburg des Slaventhums ge-worden. Es ist d-eS — Goit sei Dank — nicht der Fall! Die Mitglieder des panslavistischen Comites in Moskan bezeichnen mit dem Färb-stift in den Händen jeden Ort, der in slavische Hände fallt, sie haben anf der ZukunflSkarte des geplanten großen Slavenreiches feit einigen Jahren her in Südösterreich mit befriedigten Blicken manche Grenzoerfchiebung einzeichnen können, aber mit mehreren anderen gleichgesinnt«! Orten ist auch Hochenegg ftrammdeutsch ge-blieben, ob eS Herr LekZe nun auch noch so glühend wünscht, daß cS anders wäre. Unser Hochenegg ist und bleibt deutsch und Altösterreich treu, mögen sich die GeschäfiSbesorger j nes Moskauer Comites auch noch so sehr ums Gegentheil bemühen! Die« als Antwort auf die mehr als kecken Angrifft in naiionaler Be-ziehung. Nun möge es aber auch erlaubt fein, jene knabenhaften Anfälle in Behandlung zu ziehen, die der bekannte flavophile Berichterstatter in der „Südst. P." und and ren slavischen Blättern unter einem gegen verdiente Bürger unseres OrteS ausführt. Welchem ve nünstigen und wohlerzogenen Menschen kann es wohl ein-sollen, einem Geschäftsmanne spottend die Lehr-jähre vorzuwerfen und es ins Lächerliche zu ziehen, daß es Lehrlinge gibt? Bei den Slo-venen ereignen sich zwar noch immer Wunder, aber gelernt ist noch keiner vom Himmel ge-fallen ; auch Herr Le?se nicht. Ja, der erst recht nicht, er ist ja gewissermaßen selbst noch ein politischer Lehrjunge, bei dem der slavisch-nationale Uebereifer nicht wettmacht. waS an Wissen, christlichem Wesen und katholischer De-muth abgeht. Wodl hat Herr Zottl — dieS der höhnisch Angegriffene — seine Lehrzeit durch-gemacht, di« auch sichtlich gute Erfolge nach sich zog. Ganz andere Erfolge, als wie sie sich bis-weilen nach dem Besuch der „Universität' in Marburg a. d. Trau einstellen, welche man auch „ohne Matura," „grade gut genug für sie" be-ziehen konnt«. Aus dieser Lehrlingsschul« komm«« die Leuie manchmal heraus — ohne Schliff, ohne Menschenkenntnis, ohne gesellschast-liche Bildung, ohne Nutzen sür di« Gesellschaft oder den Staat; viklfach ab«r erfüllt von nationalen Irrlehren und vom Geiste der Zwie-tracht. Herr Zottl und die deutschen Hochenegger können solcher Leute Klatsch. Mißgunst und BoS-beit mit behaglicher Ruhe zur Kenntnis nehmen. Er und die meisten seiner politischen Gesinnungs-genossen haben sich durch Fleiß und Unermüd« lichkeitt, zu unabhängigen, geachteten Männern emporgearbeitet, die in der Gesellschaft geschätzt sind, den Deutschen und auch windischen Freunden und Bekannten zahlreiche Gefälligkeiten erweisen, ! 2892 1 und dem Staate als treue Bürger und kläsiige Steuerzahler nützen. W s der flavophile Schreiber von der Gründung des so überflüssig?»» Vereines ..Edinost' erzählt, ist auch vielfach verdreht und mehrfach unwahr. In der Frühe des >9. Juni, dem Gründungsiage. zeigt« sich bei unseren Slavophilen bedeutende Unruhe. Ihre Gedun-genen schliche» in die Gasthäuser, und »IN Hand-umdrehen war da die ..Deutsche Wacht" ver-schwunden. Sehr schön! Der >n derselben eben erschienene Aufsatz über sie hatte ihnen bange gemacht Dadur» gestaltete sich da« ..Gründung«-fest' aber keineswegs besser. In der „S. P." ist davon zwar wie von einem glanzvollen Er-eignisse die Rede, und da dabei auch von den Deutschen schmählich gesprochen wird, so sei der Fall hier erzählt: Nachmittags kamen die ..zahl-reichen" Festgefährten in zwei zweispännigen Miethwagen und drei Steirerwagerln heran» gerollt, hinter ihnen soll sich ein gefiederter „Kolekar* (Radfahrer) nachgeräden haben, und Bauern gab es auch an die dreißig, die des Fr«ibi«res Macht herangezogen und die Aussicht auf duftende Braten. Manche Festgenossen zogen jedoch schon von bannen, bevor Herr Dr. Gregorec sie mir seinen Ideen noch vollkommen venraut gemacht hatie. und die Gesellschaft überbatlpt muß schließlich bei schlechter L.iune ause nandergesahren sein, denn eS herrschte sichtlich eine gedrück'e Stimmung. Nur auS einem, an Franz Wretscher's Garten, in welchem die deutschen Parteisceun)e heiter die Becher kreisen ließen, vorbeikleppernden Wagen erklangen einige heisere Tivios, eine Provocativn. die mit hundertstimmigen Pereatrusen quittirt wurde. So war «s; nur daß «s bei u n S Freibier als Zugniitttl gegeben, das glaubt ohnehin kein an-ständiger Mensch. Auch die beiden Heiligen des Slaventhums sollen hier großartig befeuert »vorden sein. Am Vorabend.' des Festtages »vurde bei der Marienkirche ein Feuerwerk abgebrannt, das einen jämmerlichen Eindruck »»achte. Eine Kinderei sür einige Kreuzer, vielleicht wurden auch einige bei den letzten Manövern aufgelesene Patronen verwendet. Von einer Höhenbeleuchtung war nicht viel zu sehen, wohl aber verbrannten einige Bauern damals zufällig trockenes Unkraut aus den Feldern, wobei sie an die Heiligen der Allilaoenhei» wohl kaum gedacht haben. So steht es mit der Edinostfeier und den Ciryllusseuern in Wahrheit, und wenn un'er Widersacher zweier jungen Leute hervorragend erwähnt, die sich unsterbliche Verdienste ua> das Anzünden erworben haben sollen so sei vornehmlich de»n Einen ge-wünscht, daß er baldigst eine andere Leben«-beschäftig»»»« antrete — allsällig Lehrling werde! Wir schließen in der Erwartung, daß uns Herr Kaplan Lekse nun einige Zeit in Ruhe lassen wird, weil uns Hocheneggeni schließlich doch auch die Geduld reißen könnte. Geiz. Ein Leser der Deutschen Wacht berichtet uns: Daß auch sparsame Leute in Bade-orte reisen, ist begreiflich. Am letzten Sonntag hatten wir jedoch Gelegenheit, in einem benach-barten Curort einen Geizhals zu beobachten, der sich ein Viertell'terglaS Bier geben ließ. Da er nicht alle« auf einmal auStrinken konnte, borgte er sich von der Kellnerin ein Fläfchchen auS, goß den Rest hinein und nahm «S mit nach Haus«, um am anderen Tag« das «rsvarte Bier zu trinken Der Mann ist ein w o h l-habender Ausländer und verheiratet. Arme Frau! AuS Hölldorf bei Pöltschach wird uns von einem Freunde der Deutschen Wacht geschrieben : Herr Dr. F o r e g g e r hat die Kundgebung unserer Gemeinde - Vertretung mil einem Schrei b«n beantwortet, in welchem er erklär«, daß er unter keinen Umständen nachlassen werde, für den Schutz der all-gemeinen VolkSinteressen, welche mit jener der deutschen Bevölkerung zusammen fallen, «in-zutreten. DaS Schreiben wurde am letzten Sonntag m der Gemeinderathsitzung vorgelesen, und fand den vollen Beifall aller GemeindeauS-schüsse, die auch stimmeneinhellig die nach-trägliche Bewilligung zu der hier gefaßten Resolution ertheilten. Ein grüner Junge hatte I die Keckheit im Marburger ..Versöhnungsrevolver" 1892 den Resolutionsbeschluß zu bekritteln, er scheint von der Gem.- Ordg. (§ 63, Abs. 3) eben fernen Dunst zu haben. Vorkehrungen gegen die Cbolera. Ter G r a z«r Stadtrath hat beschlossen, eine Untersuchung des gesammten Stadtgebietes von Haus zu Haus vornehmen zu lassen, um etwa bestehende SanitätSwidrigkeiten zu erheben und adzusiellen. Ein Kronlandsbuch für Steier- mark. Ter Landesschulrath beschäftigt sich «egenwärtig mit der Frage der von mehreren Lttrercomercnzen angeregten Herausgabe eines ErzSnzungsbandes zu den eingesüdrten Lehr-duchern. welcher das WissenSwerthesle aus den natürlichen und geschichtlichen Verhältnissen der Eteiermark enthalten soll. Den Antragstellern schwebt hiebei eine Art Kronlandsbuch rot. wie ein solches der Landesschulrath in Calchurg unter Mitwirkung der Bezirks- und Laiidis-Lehrerconferenzen herauszugeben im Be-griffe steht. Bevor jedoch in dieser Sache ein Heiterer Schritt gemacht werden kann, ist vor allem wodl zu erwägen, ob die Hei n> a t s-künde (oder das Kronlandsbuch) ein obligates Schulbuch für die Hand der Schüler oder ein Buch sür die Schülerbibliotbeken oder aber ein Hilfsbuch sür die Lehrerschaft werden soll. Ein Üronlandsbuch. sei es nun zu obligatem oder nicht obligatem Gebrauche für die Kinder be-stimmt, müßte aus Einem Gusse hervorgehen. Auch wäre dabei nicht zu übersehen, daß die Verhältnisse Steiermarks ganz andere sind als jene Salzburgs; und wenn für dieses Land ein Ergänzungsband für die Lehrbücher im Formate dieser und im Umfange von höchstens hundert Leiten geplant wird, und wenn dieses Kronlands-buch auf dem erwähnten Raume das Wichtigste aus der Geographie und Geschichte, über die Bevölkerung und ihren Charakter, über Ackerbau. Vieh- und Obstbaumzucht des Kronlandes bringen sann, so dürfte solches ohne zu weitgehende oder einseitige Beschränkung des Stosses für Steier-mark kaum möglich sein. Ein Kronlandsbuch für die Hand des Lehrers ist hinwieder sowohl in Bezug auf Stoss. Vertheiluitg und Bearbeitung qcmz anderen Charakters. Der Landesschulrath lud msolgedessen die Lehrerschaft des ganzen Kindes ei», in den Haus- und Bezirksconserenzen die angeführten Fragen eingehenden Berathungen zu unierziehen, und dann auf Grund geklärter Lnsichien über Bestimmung, Inhalt, Umfang imd Anlage des Buches geeignete Vorschläge im) Anträge behufs weiterer Veranlassung zu stillen. Sterbefälle Am 18. d. M. verschied in Hrastnigg Frau Ernestine Puschhauser geb. Henfe, Werkarztens-Witwe im 62. Lebensjahre. — In Pragwald starb Herr Ferdinand vlarlchitz im Alter von 30 Jahren. Aus Robitfch schreibt uns ein Frennd der Deutschen Wacht vom 18. Juli: Fürst Windischgrätz besuchte diesertage daS erste-«al mit feiner Familie feine hiesigen Besitzungen; dre Bürgerschaft, die mit der Herrschaft und deren Vertretern seit jeher im besten Frieden lebt, und <4 zu würdigen weiß, wie viele Ortsarme der seitlichen Familie manche« Geschenk zn danken !>id«t, und die der Unterstützungen unseres soitaleS durch das Haus Windischgrätz einge-denk ist. »eranstaltete mit Feuerwehr und Gesang-verein am letzten Sonnabend Fackelzug und Tlälldchen zu Ehren des fürstlichen Paares. Di« Gefeierten waren sichtlich erfreut über die herzliche Huldigung der Bewohner unseres Marktes. An die Anwesenheit Windischgrätz's knüpft sich indessen auch eine andere Geschichte, die weniger heiter ist. und wieder einmal zeig», daß unser Herr Dechant bei offenbar nicht em-brechender Lebensart die Kirche in den Dienst seiner slavischen Sache stellt, was AergerniS nngen muß. Es ist hier nämlich «blich, daß der jeweilige Caplan monatlich einmal in der Cchloßcapelle eine Messe liest; er hätte es auch am Sonntag thu» sollen — allein diesmal «schien der Herr Dechant selber und hat zum allgemeinen Erstaunen die Schlußgebete slavisch gesprochen. Diese ungehörige slavische Demvn-Kation vor dem Altar hat, wie eS scheint, auch auf die fürstliche Familie, die natürlich nicht ».Deutsch- Wacht" mitzubeten vermochte, den Eindruck gemacht, wie auf alle anderen: den einet beinahe albernen Bethätigung zu stark entwickelten flavophilen G füdles, verbunden mit Rücksichtslosigkeit und Unart. Der Herr Dechant erbielt auch in de» Herrn Oberförsters Wohnung sein Frühstück mtd konnte dann gehen. Es kam zu keiner Ansprache und zu keinem Anbringen verschiedener Anliegen. Der Mann wurde ignoriert. So saßt man es auf, und so wäre es ihm, der den deutschen Katholiken Schwierigkeiten bereitet, wo er es nur zu thun verma?, auch recht geschehen. Graf Herbert BiSmarck — ftei-rifcher Grundbesitzer. Aus Radkersburg wird gemeldet: Kürzlich weilten die Schwieger« eitern des Grafen Herbert B'Siiiarck. Graf und Gräfin Hoyos aus Fiume in unserer,Stadt und besichtigten eingehend das unmittelbar gegenüber der Stadt sich erhebende reizend ge» legeneSchloß Oberradkersburg. Eigenthum der graflichen Familie W u r m b r a n d, — wie man behauptet in der Absicht, dasselbe für den Schwiegersohn Grafen Herben BiSmarck käuflich zu erwerben. Bäder und Sommerfrischen. Die Cur- und Fremdenliste des Kaiser Franz Joses» bades T ü s s e t verzeichnet bis 11. Juli 452 Per' fönen. — Rohitsch-Sauerbrunn bis 13. Juli 1306 Personen (darunter der Mini« sterialrath Philipp Abram aus Wien). In RohitfchSauerbrunn gab es allerlei Festlichkeiten, über die >»an der Deutschen Wacht berichtet: Herr Franz Stahl, der seit Jahren erpropte Eurkapellmeister gab zu feinem Vortheile am 13. d. M. einen .Novi-tätenabend' im großen Cursaale und erntete für di' treffliche Ausführung jeder Nummer rauschende» Beifall; auch der Ertrag war aus» giebig. Zumeist gefiele» die von E. Kremser unter dem Titel „Alt Wien- zusammengestellten Walzer von Lanner und Ziehrers musikalische Riesenschlange „Der Traum eines österr. Reser-visten." Selbstverständlich wurde n.ich dem Concert lustig bis gegen Mitternacht getanzt! Der 15. Juli aber eröffnete in de» Annalen von Rohitsch-Sauerbrunn ein neues Capitel. Wir erlebten nämlich hier das erste Liebhaber» t h e a t e r. Die löbliche Curanstaltsdirection gab zugunsten des hiesigen Armensonds ein Wohlthätig» keiisconcert, dessen Haupinnmmer Scribes noch immer sehr wirksamer Einakter „Der Weg durch's Fenster" bildete. Die in Graz seit Jahren sehr beliebte dramatische Künstlerin Frau Ludwi g-F u r l a n i übernahm aus liebe»«» würdiger Gefälligkeit die Rcgi, und sie wußte die blutjungen Kunstnovizen in kürzester Zeit derart zu schulen, daß der Erfolg die Erwartungen fast übertraf. Fräulein Alice Rosenberg au» Wien gab die junge Baronin Gabriele mit staunenswerther Ruhe und Sicherheit und erntete da'ür am Schlüsse der Vorstellung als duftigen Lohn ein Riesenbouquet! Ihren, nur durch gütige Intervention des alten Onkels, vom Pantoffelmärthyrerthm erlösten Gemal, den Baron Raonl von Lagcy gab der hier als Eurgast weilende Herr August Ritter von Hoe»; er war im Spiel wie in der Erscheinung ein vollendeter Edelmann, dessen etwas schwache Stimme durch wohl studierte Mimik kräftigst unterstützt wurde. Eine köstliche kleinere Pächter»-frau ward Fräulein Agnes, das nette Töchter-chen des geschätzten Wiener ReichsrathSabge» ordneten Dr. Heilsberg; da» jugendstrotzende, von Natur aus sehr lebhafte und lustige Ge-fchöpfchen spielte die Jeanne mit beinahe über-eifriger, muntrer Laune und wurde wiederholt beifällig ausgezeichnet. Daß Herr Ludwig, be, den alten Baron gab. als ehemaliger Sänger und Opern-Regisseur auch als Schauspieler Vorzügliches leistete, bewies ihm der stürmische Beifall der, durch feine trockene Komik ergötzten Zuhörerschaft. Ebenso wußte dessen Gattin Frau Furlani-Ludwig mit der kleinen Rolle der Mar-quise und dem Vortrage des kurzen launigen Prologs von Weyl zu beweisen, daß ihr Ruf als tüchtige Schauspielerin ei» wohlbegründeter sei. — Ein allerliebstes, vom Kapellmeister Stahl rasch in Scene gesetztes Kinderfest ver« sammelte am 17. Juni »achmitags um 3 Uhr gegen 100 kleinen Tänzer und Tänzerinnen 5 im großen Cursaale wo ein großes Büffet und ein kleines Orchester den niedlichen Ballgästen zur Verfügung standen. Herr Ritter von Hoen ließ zum Anfang des Festes die ganze Schaar in einem recht geschmackvoll improvisierten Triumphzug im Saale erscheinen; er hatte, dem Geist der Neuzeit huldigend, den sämmtlichen Knaben das Recht verliehen: sich mit Stimmen-Mehrheit eine Festkönigin zu wädlen und siehe da, die kleinen Wähler haben fast einstimmig eine sehr glückliche Wahl getroffen, denn eine 11jährige Schöne saß in dem mit Blumen und Palmen überreich geschmückten, von vier kräftigen Enthusiasten gezogenen Phaeton m:t der Anmuth einer wirklichen Prinzessin. Das Fest währte 2 volle Stunden lang; das Büffet war aber schon lang vor Schluß des Balles so erfolgreich gestürmt worden, daß auch nicht ein einziges Bonbon übrig blieb. Ein Colillon, wobei statt der Orden allerlei Spielzeug, bunie Schleifen und Blumensträußchen vertheilt wurden, beendete das Fest, welches ten Kindern wie den Eltern und Allen, die daran Theil nahmen, sehr viel Vergnügen schuf. Der Fotograf F. Mosinger veranstaltete gleich nach Schluß des Festes auf der Terasse eine Momentsaufnahme der reizenden Kindergruppe, welche glänzend gelang. «Wir hoffen, daß die Kinder durch solche Feste nicht eitel und hoffärtig gemacht werden!) vermischtes. Die Kärntner Sänger in Wien. Niemals hat man den Wiener einen so unge-rechten Vorwurf gemacht, als da man sie wegen der wechselnden Erfolge in der Iheateraus» stellung der Slaven- und Franzofenfreundlichkeit zieh. Im friedlichen Wettstreit der Künste muß jeder Kämpfende gleich willkommen fein, und es ehrt die Wiener, daß sie des Gastrechts heilige Pflicht in keinem Falle verletzt haben. Der Erfolg richtete sich nach den Leistungen. Franzosen und Tschechen haben GuieS geleistet: die Berliner nicht. Daß Herr L'Arronge der übrigens Direktor des Burgtheaters werden wollte, dann versucht hat. feinen Mißerfolg durch ein politisches Mäntelchen zu verhüllen, ist begreiflich. Und wenn einzelne Berliner Blätter aus diese Vertheidigung eingehen, so beweist das großes Entgegenkommen gegen den Leiter des Berliner Deutschen Theaters. Von uns aber darf man solches „Entgegenkommen" nicht er-warten. Wenn es noch einet Beweises bedurft hätte, daß der Wiener gut deutsch zu fühlen vermag: der herzliche Empfang der Kärntner Sänger müßte diesen Beweis erbringen. Wie die Teilnehmer an der Sängersahrt versichern, lassen die Wiener Festtage einen unauslöschlich schönen Eindruck zurück. Und die Kärntner freuen sich, daß sie alle Zweifel m die brüderliche Gesinnung der Wiener überwunden und die Reise unternommen haben. Beim Empfange begrüßte ein hübsches Mädchen. Grethe Grün-anger, die Sänger mit folgenden Kofchat'schen Versen: Grüah Gott au» vollen Herzen! So ruafen Enk heunt zua Die Wianer-Karntner alle: Der Väter nnd sei Bua. Die Muatter nnd ihr Diandle, Die Godel und die M hm. Denn Alle nennen Karnten Ihr Habe«, schönet Ham. Gi btüaht bei un< a Bteamle, D'is H e i m a l 11 a b bedeut'; DüS mächt uns Karntnerleutlan Die üllerhichste Freud. TäS Blüimle blüaht in anfurt, Ob'« warm i« »der fält, In FruajShr, Hirbst und Winter. E« weicht nit, werd nia &(t. E« blüht gleich liab und vrächlig Bäld bi und bald a durt; Sei Boden kennt ta Granit, 's bringt überall sich surt. Die H e i m a t l i a b in Herren, Die Karntnertreu in Sinn; In dö jwa irrten Blüamlan Nehmt'« unsern Gtmfe hält hin, _ 6 Deutsche W«cht" ThtT? Ein Kärntner verössintlicht im Namen seiner Londsleuie e nen Gegengruß an die Wiener: Liab' Wianer, grüaß' Gott, grflaß' Sott! Glück aus', Unglück kan'«, Ob'« guat oder schlecht Enk geht, I« un« nit oll'« an«. Liab' Wianer. grüah' Gott! Glück auf! Do« fing' wir Enk Oll'n; Un« thut'« in der Wianerstodt Lei sakrisch guat g'foll'n. O Wianerstodt, schöne Stodt. Voll Procht und voll Glonz, Ohn' dich, große Kaisnstodt, Wär' Oest'reich nit gonz. Hei, Wianerleut', frische Leut', Sind g'scheidt, hob'n a Schneid; Jo, Wianerleut', lust'ge Leut', Die sind unser' Freud', Liab' Wianer, grüaß' Gott, grüaß' Gott; Wir drucken Enk d' Hond, Und eh wir nit Brüader sind, Geh'n wir nit vonond. Glück auf l Bismarck und die Juden. Kürzlich fand in Berlin eine Versammlung statt, in der d,e vorbereitenden Maßnahmen zur Begründung judenfreier Leder», Mehl-und Eierbörsen besprochen wurden. Ein gewisser Branmann beschuldigte den Fürsten Bismarck. die Judennoth über Preußen und Deutschland gebracht zu haben. Es sei daher aufs Schärfste zu verurtheilen, daß die Anti-semilen Wiens, Dresdens, München« und anderer deutscher Stävte dem Alt-Reichskanzler so be-geistert zugejubelt haben. Was der Redner an Anklagen gegen Bismarck vorbrachte, war größten-theils der kürzlich erschienenen Schrift D i e W a h r-heit über Bismarck entnommen, die von den lächerlichsten Eifindunge» strotzt. Gegen diese Ausführungen erhob sich starker Wider-sprach, dieselben fanden aber auch mehrfache Zustimmung. Neber die judenfreien Börsen kam es zu keiner Beschlußfassung. Adolf Wilbrandt hat au den Heraus-gebec der Deutschen Wacht folgendes Schreiben geuchtet: Einen ..Beitrag, der den deutschen Gedanken verficht", hätte ich im Augenblicke für Ihre Deutsche Wacht nicht; denn so leiden-fchaftlich deutsch ich bin. hab' ich doch aus hundert Gründen mich der publicistischen Bethätigung seit vielen Jahren enthalten, nur der Dichtkunst gelebt. Kommt mir dennoch einer in die Feder oder kann ich Ihnen durch etwas Anderes dienen, fo bin ich gerne bereit. Mit den besten Wünschen für Ihr Unternehmen Ihr -hochachtungsvoll ergebener Adolf Wilbrandt. Aus Grund dieses Briefes glauben wir, den Lesern d«r Deutschen Wacht einen dichterischen Beitrag des weltbe.ühm,en Verfassers in Aussicht stellen zu dürfen. Kunst, Schrifttljum. Kühne. Je weniger die groben Tagetblätter Zeit und Gelegenheit finden, sich und ihre Leser regelmäßig mit Kunst zu beschäftigen, desto größere Daseinsberechtigung gewinnt eine Zeitschrift, die — ohne sich von jeweiligen Strömungen beirren j« lassen — alle vaterländischen Kunstersch«inung«n in leiden-schaftl«loser Weise beurtheilt. Die einzige derartige Zeitschrift in Oesterreich ist Lauser« Kunst-ch r o n i k in Wien, die bereit« im sechzehnten Jahrgang erscheint und die in Wort und Bilv die wichtigsten Leistungen auf den G«bi«t«n der Malerei, Bildhauerei und vervielfältigenden Kunst, de« Kunsthandwcrks, der Tonkunst, d«r Bühnenkunst und de« Schriftthum« in Oesterreich verzeichnet. Jede« Hcft bietet al« Beilage ein werthvolles Kunstblatt; da« »orlleg.'nde jweite Juliheft bringt überdies Abbilvungen in verschiedenen Farben und, wie immer, eine große Zahl fesselnder Aufsähe. Die Kunst de« Bortrag«, von Emil Palle«ke. 3. Auflag«, M. 3., gebunden M. 4. (Berlag von Karl Krabbe in Stuttgart). „Die Kunst de« Bortrag«" gehört zu den Büchern, welche au« dem Leben herau« geschrieben sind. Die Erfahrungen, die der Verfasser während einer fast dreißigjährigen Au«übung seine« Künstlerberufe« gesammelt ha», sind hier in allgemein verständlicher Form au«gesprochen. Sein Bestreben war, di« Hauptfach«», welche in einem System der Bortrag«kunst abgehandelt werden mußten, in spielinder Form s» vorzutragen, daß diese« Buch für jeden geschrieben scheint, der auf der Schulbank der allgemeinen Bildung sitzt, sowie für alle, welche auf wirklichen Schulbänken sitzen, oder vor solchen zu lehren haben. Indem e« die Einheit und Schönheit der Sprache zu fördern sucht, ist «« «in Wort an die Nation. Jnd«m e« die Technik de« Sprechen« behandelt, indem e« di« Bildung und Schulung von allen Werkzeugen, dir zu« Sprechen nöthig sind, anregt und für solch« Schuluug Wink« gibt, ist r« «in un«ntb«hrlichrr Rathgeber für all«, welche Sprecher von Beruf sind: angehende Richter, Anwälte, Pfarrer, Lehrer, Parlament«- und Volk«redner, vortragend« Räth«, weiblich« und männlich« Bereintvorständ«. für Stottrrnd«, für all«, die ihre Aussprache verbessern, eine schwache Stimm« und Lung« kräftig«» wollen. Neueste Erfindungen und Er-fahrungen auf den Gebieten der praktischer Technik, der Eleetrotechnik, der Gewerbe, Indu» strii, Chemie, der Land» und Forstwirtschaft K. (A. Hartleden'» Berlag in Wien.) Diese gewerblich-technisch« Zeitschrift, welche schon im neunzehnten Jahrgange erscheint, verfolgt nur rein praktische Zwecke. Die Mitarbeiter sind nur Männer der Praxis, welche am besten die wirklichen Bedürfnisse der Techniker und Industriellen zu ermessen verstehen. Die Zeitschrift, reich an Origiiialbeiträge» und Abbildungen, bietet einen vollständigen Ueberblick über alle Fortschritte im geschäftlichen Leben. Au« der Füll« der Mittheilungen de« achten Hefte« vom laufenden neunzehnten Jahrgange seien b«fonder« hervorgehoben: Besonder« werthvoll erscheint e«, daß in diese, Zeitschrift immer praktische Wege zu neuen Erwerbsarten, verbessert« Arbeit«einrichtungen und praktische Anleitungen zur Erhöhung der Eoneurrenzfähigkeit geg«b«n werden. Dadurch empfiehlt sich dieselbe von selbst für jeden BorwirtSstrebenden. Schmidter'» BolkSadvocat und bürgerlicher RechtSfreund. In zweiundzwanzig halbmonatlichen Lieferungen 10. Auflage. 6. Daberkow'S Verlag in Wien.) Da« soeben erscheinende Werk wovon unS bereits die Lieferungen 11/14 vorliegen ist ein ebenso wohlfeiler, als weis.r Berather. 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Neuhau«; Max Bachmann, Kaufmann sammt Gemahlin, New-Aork; Otto F«hleisen, Kaufmann München; Friedrich Jagoditsch, Reisender, St. Pölten; Frau Sofia Wenger. Bezirk«richter«-Gattin mit Sohn. Oberburg; Sidonie Zweier, Advocaten«galtin, Agram ' Herr Max Jalschke, prakt. Zahnarzt, Laibach; Franz Bügel, Privatier, Possonv, Ungarn; Heinrich Neufellner, Hofkeller» offieial fammt Gemahlin. Wien. .Hotel Stadt Wien": H«rr Ludwig Orosel, Student. Neuhau»; Jacob Singer, Reisender, Budapest; Thoma« Koutschan, Beamter sammt Sohn, BoitSberg; Franz Korun, Komponist, Wöllan; Johann Skerlec, GeschäfXmann, St. Thoma«; Moriz Lazaz. Eisenbahninspecior sammt Frau und Tochter, Budapest; Franz Stich Kaufmann. Wien; Johann Ortner, Magazineur. Wien; Victor Baron Hein, k. f. Stattbaltereirath. Graz; B. Drexel Oberinzenieur und Director der steier-märkischen Lande«bahnen, Graz; Josef ^ekar, Student. 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In Privatwohnungen: Frau Stephanie Weiy«, Hausbesitzerin, mit Sohn Rudolf, au« Wir», Neugaffe Nr. 14 ; Herr Dr. Anton Szemak, Staat«-Oberrealschul-Professor, mit Gemahlin und Tochter Emma Schlunek au» Fünfkirchen, Grazerstraße Nr. ^0; Bictor ProhaSta. Tonkünstlrr und Musik« referent au» Graz, Frau Pauline ProhaSka, Pianistin au» Graz und Anita ProhaSka. Opernsängerin au» Straßburg in Elsaß, Hermann gaffe Nr. 6; Frau Fanni Heinz v. Roodenkel«, k. k. HanptmannS-Witwe, s. Familie, Hermanngaffe Nr. 6; Herr Franz DappaS, Student und Gut«besitzer«-Sohn au« Orfera, Jstrien, Herrcngaffe Rr. 25; R. Bednarz, Groß-Händler. Triest Hermanngaff« Nr. 6; Frau Leontin« v. Wetzer, k. k. Generalmajor«-Gattin au» Wien. Hermanngaffe Rr. 6; Herr Eduard Pohl, k. u. k. Polizei Obercommiffär mit Gemahlin und Tochter, au» Wien, Grazerstraße Nr. 22. Briefkasten. An allc Mitarbeiter Wir bitten, alle Eigennamen und Fremdwörter (wenn solche nicht vermieden werden können) doppelt d. h. mit deutschen und lateinischen Buchstaben zu schreiben. Die Lieferungsfrist für Berichte ist Dienstag und Freitag abends. «Kourse der Wiener Aörse vom 2». Juli 1892. Eilberrente .... . . . fl. 95-35 Notenrente .... 95'05 113.30 b%ige Märzrente . . 100.65 Bankactien . . u 9.95 311 — London, vista . . . 119-60 2V Frankenstücke. . . 9-50'/, Münzducaten .... 5 67 100 Reichsmark . . . 58-57'/, Fl892 Hingesendet. Zeitung«: und Annoncen-Exve-k II i • n. AuS ® r a j schreibt man un« : Die f. f. steiermcirkische Statthalter« hat dem Herrn Ludwig von Schönhofer eine Concession zur Errichtung einer Zeitung«^ Versandt- und An-iiadigungSanstalt in Graz, mit der Berechtigung zur Entgegennahme von Aufträgen für den Bezug n« Zeitungen und Zeitschriften, Zustellung der I bestellten Hefte, sowie zur Entgegennahme und I Dnrchsührung von Aufträgen für Einschaltung von I Zl»jtig«n >n in- und ausländische Zeitungen und I Zeitschriften verliehen Diese« Geichäft wurde bereit« »m 3. d. M. in der Sporgasse 5 eröffnet und | nimmt sich sehr gefällig au«. Mit dem Jn«leben irrten diese« neuen Unternehmen« wird einem fühl-t»re» Bedürfnisse unsere« aufstrebenden Verkehr«-leben« Rechnung getragen, da er bisher namentlich Bit einer Vertriebsstelle sür Zeitungsanzeigen ge-»»ngeli hat. Herr v Schönhofer sieben reiche Er-fidrungen und Kenntnisse zur Seite, die er sich «ihrend seiner langjährigen Thätigkeil als Zeitung«» «envülter in Graz erwoiben und welche ihn für tat Betrieb seine« Unternehmen«, in vorzüglicher Weise befähigen. Die Person de« Unternehmen«, ter sich in den hiesigen Kreisen de» besten« An-siten« erfreut, bürgt dafür, daß da» Geschäft nach streng anständigen Grundsätzen geführt wird. Bei Choleragefahr kann man be-tanrtlich inbezuz aus die Beschaffenheit de« zum Trinken benutzten Wasser« nicht vorsichtig genug sein. Unter allen Umständen ernpfehlenewerth ist „D?«tsche Zvacht" jedoch ein reiner, natürlicher Siuerbrunn, wie z. B. Mattoni'« Gicßhübler e« ist, welcher sich schon in wiederholten Fällen, während verschi dener Epidemien al» ein vorbeugende» Mittel vortrefflich be-währte und von Seiten der Aerzte in dieser Hinsicht besonder» geschätzt wird, weil derselbe vermöge feine« Felfenurivrunge» und feine» bedeutenden KoblcnsäoregihalltS von schädlichen Mikroorganismen absolut frei ist. Der Genuß diese» Wasser« ist daher gerade jetzt besonders dringend anzurathen, namentlich an Orten, welche kein ganz tadelfreieS Trinkwasser besitzen. Ganileidtllt Foulards 85 kr. versch. Delsin», gestreikt. farrtrt, bedrucke ,<.) — vers. rOh««.»» d ftüA»ri Ä. Hsftief.)» Zürich Mttfter umgkheud. vr.ef« koste» »o t D»rto •*. Phönix-Pomade ou' k«[ «iliaiBunj für ffltfunbS. B. 'Rrantotpft. ,,-Zwirzarl tw>i, prtil-gakront ,q nach u. durch tauten!« o. ■£ arffvXc nnrrfarntt, bot amzlae e* sl rende, wirklich rull« u.unicUdliciitMittd. t. tnmrn u. $ jung-öemn«. kralligen 8ehn«irrb«rt. 0i«OBti« I. Stlolg <»«-i« UnKWS! i4 ttu. Tiegel Ai It., b-Vo^rers. cb.9Iachn.90 tx. (lehr Unnnil Kaiaerstr.O ufcll.nullII0, und larlin SW. 12. I (bei Wetten, Spielen 1 nnd Testamenten jAl . Leo IXuimalc. 501—3 Eine achOne Ein WofmUNq Lehr junge f W reit guter Schulbildung, der deutsch mit 3 Zimmern nebst allem Zugehctr ist mit ersten August 18 >2 xu beziehen. Anfragen in der AdminiUr. 5*6—1 mit guter Schulbildung, der deutschen und aloTeniachen Sprache mächtig, wird aufgenommen in der Gemiachtwaren-Handlnng des Johann Opalk in St. Martin bei Erlachstein. 574—3 5hiQ lsl fl ,ä8lich kaun «ich UIS II» Jedermann durch ein« solide Vertretung al< Nebenbe-ichilftigung Trrdienen. Offerte mit Angabe der Beschäftigung befördert unter ,C. C. I<>0 die Annoncen-Ex-peuitiem J. Danneberg, Wien, I„ Kumpfgas.e 5». 5*3—S • • »* »» *« • « ** •* #* •• ftft • • • • *» *• • • *• ** »» ** *• *• *• #• ♦ # *• *• #* *• »» #* • * • * • * »• ♦ # *# »» *• *# #♦ ** *• *• #• ** •• Verlaß äts Uotersteirisehen Schreib-Kaleaders für Sta&t und tand i Man» %aiul<6. tlilN i Nachdem wir in Kürze mit der Zusammenstellung der Inserate für den 4. Jahrgang des Unterfteirischen Schreiökatenders für Stadt und Land für das Jaljr 1893 beginnen und derselbe durch seine steigernde Beliebtheit im Unterlande von Zahr zu Jahr eine größere Auflage erzielt, daher für jedermann das Inserieren in demselben von größter Wichtigkeit ist, so bitten wir das P. T. Publikum, seine werthe»! Inserate uns baldigst überschreiben zu wollen und zeichnen mit vorzüglicher Hochachtung Berlag des „Untersteirischen Tchreibkalenders" Job. Rakusch, <5illi. JnsertionS-Preis: F»r die Seite (20 3» 12 (Cm. gross» fl. 10. „ '/, Seilt (10 ?u 12 Cm. groß» fl. 5. „ V« Seile (10 ?u «i Cm. grolij fl. 3. „ '/, Seite (5 yn G «m. gross) fl 2. «» • * *» •# ff« »» »ff #• ff« ff* • • «ff ff« »ff • « ff# «• ff« «« «« ff# ff« • * ♦ ♦ ff« #» «• «« ff« «« «« »ff ff* ff« ff* «« ff# «« «» »» «« #« «ff »ff ff« «» ff» Cognac Quillt Extract. j Zur augenblick- lichen Erzeugung eines vonOglichen. gefunden und ge* haltvollen Cognac, welcher vom echten - 9Z/ französischen Cognac !* -,Ä<. / nicht zu unterschei- den iat. empfehle ich diese bewährte Specialität. Preis für 1 Kilo 1 ausreichend zu 100 ,itrr Cognac) 16 fl. Ct. W. Recept wird gratis beigepackt. Für beaten Erfolg u. gesundes Fabrikat garantire ich. Mplritutt-KrMpitrni» erzielt man durch meine unübertroffene Verstärkun gs-Easenz für Branntweine; dieselbe verleiht den Getrünken einen angenehmen schneidigen Geschmack und ist nnr bei mir zu huben. 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Zur Verhinderung des iponianen Auftretens von Infeciionskrank-heilen, sowie *ur Hi »anh^liunq einer Einschlevoung von solchen werden nachstehende Gorsichlsmaßregeln zur sogleichen und gewissenhafien Tuich-führunq angeordnet. 1. Auf de, Gäng.'n und Abortcn ist phenyls^urer Kalk aufzustellen und die Aufstelung na 1z Bedarf zu erneuern. 2. Il, die Abone muß täglich wenigstens ein Mal b% Carbolsäure geqossen werden. 8. Besonders wichtig zu bezeichnen ist es, daß die angegebene Tesmfeetion in den öksenilichen Gebäuden. Einkehrgasthäusern und Gasthöfen aus daS genaueste durchgefüh't werde 4. Ebenso b!>'ib. das Verbot, Abortfässer und Latrinen auf Grundstücke im Ztadtbezirke oder nahe von Häusern auszuleeren oder ausleer,» zu lassen aufrecht. Besitzer von Acker und Wiesen, welche sich die Mehrung zu Nutzen mache» woll n, müssen zur Ablagerung des Unraihes eigene GlUben vorbereite» lasse», die nach jedesmaliger Deponierung des Unrathes zur DeSinficierung kommen und mit einem tadellosen D>ckel verseh.n sein niüssen. ö. Die Höfe vnd namentlich die Umgebung der Brunnen sind rein zu halten, und darf auch keine Ansammlung von Abfällen des Haushaltes geduldet werden. Die wirkliche Durchführung der obigen Anordnungen wird durch ein.' e'gene BeMun^scomniisjion control ert werden. Stadtamt Cilli. am 18. Juli 1892. s Waldliaus. Donnerstag den 31. Juli der Cillier MnfikvereinS-Kapelle. Aiiihii{{' linlb 8 Uhr. Entroe SO kr. 521 Achtungsvoll C. Kvifser. —3 Der fnif. Rath und Bürgermeister -Dr. Neckermann m. p. Die (gefertigten geben allen Verwandten und Freunden die tiefbetrüliende Nachricht von dem Hinscheiden des geliebten Sohnes, resp. Bruders, Herrn Ferdinand Marschitz, welcher nach langen, schmerzlichen Leiden heute sriih 3 Uhr in seinem 30. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Die irdische Hülle des theueren Dahin« geschiedenen wird Donnerstag den 21. Juli 1892, um 10 Uhr vormittags, am OrtS-friedhose zu St. Paul zur letzten Ruhe bestattet. Pragwald, am 19. Juli 1892. Ferdinand Marschitz, Heini ich Marschitz. Bai«. Äarl Marschitz. Brüder. VlS Garantiert echter alter e iß w e i n, so-wie rother Dalmatiner und Jftrianer-Wein gefüllt in Litersiasche« ist ;n haben in der Tpecerei- und Weinhandlung des Franz Zangger in Cilli. .*►82-3 O Kii verkaufen O zwei Wagenpferde, (15 und 16 Fna«t hoch) 1 Schimmel. Lipicaner, 1 Braun. > ngl ll.lbblut Wo? 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Der ehrliche Finder wird ersucht, ,l>» Fund im Juw< liergeschUfte des Herrn Pacchiaffo um Huuptplatz in Cilli gegen sehr gute Belohnung abzugeben. 5h.'.-3 k k k > Caulion$ifahisse W Versch lei ss e r i n gesucht Anzufragen bei Herrn Baier in Cilli, l.aibacher.traMe 21 (Baierhol) 587 Zahnarzt A. Paichl ordiniert in Cilli Hotel .Elefant* täglich von 0 —12 Ihr vor- und i—\ Chr nachmittag* bis 2'». Juli. 5* 9 Theodor Gunkel, Bild Tsifrer, liiirz. Curorte. 3R5-61 Wagenpferd, Wallach, »in- and zweispin nig gehend, vorzüglicher Trsber, sofort zu verkaufen, Anfragen bei Josef Pallow, Cilli. .',89 . 3 Echter Weinessig per I Iter 20 '<»•• 5>S-8 lleidelbci'KfrsiiiSS. liilierin, die im Hau- geht, erfragen bei Kran-Hof f e r, Kirchenplatz 3. ebenerdig. .">96 (■ilSlIlilllS, guter Rosten in gtlTi Mar» bürg oder Älmgeöuug, von einer anständigen Fan.ilie zu pachten »der auf Rechnuni; zu nehmen gesucht. Anträge unter .Vertraulich- an die Ada d. B1 _« In OlN'rküüliij; ist ein lutitit Wi schöner tfrsilt, bestehend ans 3 Joeh Grand, Hans, Stall, Dreschtenne etc. wegen An&wauileruug zu vetkavfen. Auskunft in Oberküttin& Nr. 24. ;.9i für Studierende des k. k. Gymnasiums Iii'i'miimijfiiHMi' O. Prospecte gratis und franco durch rfff MHr+vHm«. 534—74 C1 a v i e r, fast neu, billig zu verkaufen. Auskunft bei Frau G 1 a s n e r, Mobelh&ndlung, lirrengasse. £81—2 Lottoschreiberin aufs Land wird gesucht. Anträge an die Buchhandlung Johann Raknsch in Cilli. Ü»0—L verkauft da« Gut KrlncliKtein Ton beiläufig 70 Hr-etoliter, von 20 kr. pr. Liter aufwärts loco hier. — Jahrgang 1*88, 1890 und 1891. 7.»—3 -P-1-» ¥..>« .... Ij«alr«» ...L rtrur