PrSnumeratiouS- Preise: Für Laibach: «anzjShrig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 , 20 . Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... - „ 70 „ Laibacher Mit der Post: «»»»jährig..................12 fl. Halbjihrig.................. K „ vierteljährig 3 „ 8ür Zustellung in- HauS "intelj. 25 kr., mouatl. S kr. Einzelne Nummern 6 kr. TaMatt «nonyme Mitchetlungen werden nickt berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. 4- «edaeti», vahnhofgaffe Nr. IS. Vrpe»itt««s- L z«ser«te»-vurea«: Longreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Alein« mayr L Fed. Bamberg.) JnsertionS-reife: Für die einspaltige L 4 kr, bei wiederbo! schaltung L 3 kr. Anzeigen bis S Zeilen 20 «ei größeren Inserate« öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Bergütnng. Nr. 281. Donnerstag, 7. Dezember 1876. Morgen: Maria Empsängnis. Uebermorgen: Leocadia. 9. Jahrgang. Die nächste Nummer erscheint des h- Feiertages wegen am Samstag. Das Bankstatul. , Unbegreiflich muß es erscheinen, daß in Fach« weisen sich Glimmen erheben, welche für die unveränderte Annahme des zwischen den Regierungen beider Reichshälsten vereinbarten Bankstatuts ein-treten. Namentlich ist es Schönbergers „Börse« und Handelsbericht," welcher das neue Bankstatut einer eingehenden Kritik unterzieht. Wir entnehmen der-selben folgende Stellen: Wenn man das Unheil befrachtet, welches bisher schon das Votum der Nationalbank über das neue Bankstatut hervorgerufen, wie sehr dadurch neuerlich Groll und Verbitterung erzeugt wurde, in welche unerquickliche, ja gefährliche aqe die Regierungen der beiden ReichStheile gelangt Und, und wie sehr endlich die politische Seite der Frage schon wieder dominiert und in einem gesähr-uchen Momente Süßerer Verwicklungen nunmehr noch innere Krisen hervorruft, dann darf man billig fragen, vb es von der Bankleitung vernünftig war, in einem solchen Tone und in einer solchen Form den Vorschlag der beiden Finanzminister zu erledigen? Selbst °ie Freunde der Nationalbank werden sich heute A°n sagen müssen, daß die Ueberhkbung und der Ervtz, das Pochen auf die eigene ziemlich günstige Mition gar wol hätte gespart werden können, und es schließlich wol auch für die Nationalbank ^ 'bst bortheilhasler gewesen wäre, etwas bescheidener °u>z>>treten. Das Unfehlbarkeilsgefühl de« Ausschusses ^ Naiionalbank ist imstande, schließlich noch zu Resultaten zu führen, welche nicht nur die allgemeinen Interessen, sondern auch die -Ictionäre der Nationalbank gar leicht zu beklagen in die Lage kommen können. In dem Regierungsentwurfe, betreffend das neue Bankstatut, ist nach Ansicht des genannten Organs denn doch bezüglich der Grundsätze und auch formalen Anwendung derselben nicht alles so-durchaus unqualisicierbar und verwerflich, daß der Bankausschuß den Antrag des Herrn v. Lucam auf Abweisung des Statut« accepliercn konnte. Der Bericht de« GeneralsecretärS behandelt in erster Reihe die Natur des neuen Privilegiums und dessen Preis, nimmt Anstoß daran, daß die Statuten die Mitwirkung der Bankgesellschaft bei Durchführung der Maßregeln zur Herstellung der Valuta im Sinne eines diesbezüglich abzuschließenden besonderen Uebereinkommms stipulieren, und erklärt sich gegen dir Bestimmungen inbetreff der Errichtung von Filialen. Der genannte „Börse- und Handelsbericht," bemerkt, daß er den Schmerzensschrei des BankauS-schusses vollständig begreife; denn namentlich in Bezug auf den Punkt „Errichtung von Filialen" habe sich die Leitung der Nationalbank immer von der größten Engherzigkeit gezeigt. Die Nationalbank finde die Bestimmung unzulässig, ja unerhört, daß überall Filialen zu errichten seien, wo dies von dem Ministerium als nöthig bezeichnet wird. Die Wahrung der Verkehrsinteressen durch den Staat ist eine Forderung, welche auch diesseits der Leitha oft genug erhoben wurde, die Leitung der Naiionalbank könne es nicht fassen, daß ihre Omnipotenz eine Einschränkung erfahren solle. Da« genannte volkswirthschaftliche Organ versucht es, das Bankstatut zu vertheidigen und die Opposition der Nationalbank zu widerlegen, aber e-gelingt ihm nicht „den Mohren weiß zu waschen.-Die bisherige heillose Finanzwirthschast Ungarnhat jede« Vertrauen verwirkt, hat die Sehnsucht nach einem neuerlichen Ausgleich gänzlich gestillt. Der Generalsecretär der Nationalbank behauptet, daß, wenn auch nur eine der beiden Bankanstalten Mißgriffe nachhaltig begehen sollte, die Einheit der Note zunächst in der einheitlichen Entwerthung zutage treten würde; eine Theilung des Barschatze» und der Notenmenge sei durchaus unzulässig. Die erwähnte Fachstimme kritisiert einnehend das ablehnende Votum des Ausschusses der Nationalbank, nennt die Ausführungen desselben »sophistisch" und „ungerechtfertigt" und bemerkt, daß darüber» wa« nun geschehen werde, wol niemand Aufschluß zu geben vermöge. Die Nationalbank arbeitet, wie bekannt, ein Gegenstatut au«. Thatsache ist e», daß die Agi-tation gegen die geplante neue Bankorganisation bereit« eine hochgradige geworden. Mit Sicherheit ist anzunehmen, daß die Nationalbank gegen die unberechtigten Ansprüche Ungarn« sich stemmen, daß aber auch das österreichische Volkshau» aus seiner Hut sein wird, mit einem Lande einen Part abzuschließrn, der Oesterreich Schaden und Unheil bringen würde. Die volkswirthschaftliche Lage Ungarns ist eine mißliche, die Wirtschaft überhaupt eine ungesunde» irrationelle. Es erscheint durchaus nicht einladend, mit einem volkswirthschaftlich verfallenen, tief gefunkenen Nachbar einen Vertrag abzuschließen, aus welchem Feuilleton. Schloß Dorneck. Kriminal-Novelle von Theobald König. (Fortsetzung., Sch»,??* dlrzt war keineswegs der Meinung, eine in w sich zu haben. Er war noch jung, wolltet" Dingen auch wol unerfahren, und es schön, ^ "icht recht klar werden, wie man so kätt» . eine Verbrecherin sein könne. Am liebsten endet » ^ die Dame so peinliche Verhör be- aber der Polizeirath schien anderer zuck e > s^n. Als der Arzt das Tuch sah, kl ^ zusammen. Dann richtete er seinen wa» ^ °us die Dame. Sie erröthete, denn sie dies,«, » Dichtung seiner Augen gefolgt. Aber in Augenblick rollte ein Wagen über den Schloßhof. Polizeirath trat an das Fenster. Da« Gendarmen und ein Schreiber!" licken „Gendarmen" machte einen pein- sah den °"s das Fräulein, sie zitterte und 1 °en Rath sragenb an. „Mein Fräulein, ich muß Sie bitten, dies Zimmer unter keinen Umständen zu verlassen," sagte der Rath. „Sie sind vorerst meine Gefangene. Machen Sie keinen Versuch zu entkommen, Ihre Lage würde sich dadurch nur verschlimmern." Das Fräulein stieß einen Schrei aus, aber sie sank nicht in Ohnmacht, sondern machte ihrer Meinung über diese Behandlung in scharfen Wonen Lusl. Der Rath und der Doctor verließen indessen da» Zimmer und traten in den Schloßhof. Eben ritt auch der Verwalter daher. Als dieser die Gendarmen sah, wich er fast bestürzt zurück. Im nächsten Augenblicke aber sprang er vom Pferde. Der Polizriralh trat ihm entgegen. .Mein Herr, ich bin beordert, hier eine gerichtliche Leichenschau vorzunehmen." Der Verwalter bewahrte vollständig seine Fassung. Er war ein großer, breitschultriger Mann, von kräftigem Körperbau. Sein Gesicht trug mehr den Stempel der Offenheit, aber die Augen zeigten Verschlagenheit und Heimtücke. „Aha, man mißtraut also dem Scharfsinn des Herrn Doctor BartenS?" sagte er. „Nicht gerade da«, aber bei einem gewaltsamen Todesfall ist eine gerichtliche Todtrnschau notwendig," entgegnete der Rath ernst. „Ich möchte Sie bitten, mir über einige Fragen Aufschluß zu geben, denn bet einer so unglücklichen Ehe bleibt ein Feld zu weiten Vermuthungen offen. Was wissen Sie von dieser Ehe?" „Daß sie eine sehr unglückliche war," entgegnete Wilbrandt fast heiter. „Die Frau Gräfin liebte ihren Gemal nicht, sie trieb es zu arg, und der Graf hätte niemals glücklich mit ihr werden können. Das hat er wol auch ringesehen und machte deshalb seinem Leben ein Ende." „Ja, so wird es sein," sagte der Rath nachdenklich, als pflichte er dem Verwalter völlig bei. „Aber dir Gräfin hat doch auch ihren Liebhaber in der Nähe gehabt, sie hat ihm Zusammenkünfte gewährt. Wäre da nicht möglich, daß ein Zusammentreffen zwischen dem Gatten und dem Liebhaber statt-gesunden, welchrs diese so traurige Katastrophe her« beigrsührt?" (Fortsetzung folgt.) «in gesunkeper, todter Körper Auferstehung und Leben zu hoffen, dagegen eine immerhin noch kräftig dastehende gesunde Existenz Verfall und Tod zu fürchtv hätte. Ungarn kann in der Bankfrage auf eine corrccle, sympathische und erfolgreiche Ber. thridigung in den Marken der österreichischen ReichS-HListe nimmermehr Anspruch machen. Fü^Oest er-reich ist Selbsterhaltung die erste Pflicht! Reichsrath. 211. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Handelsminister Ritter v. Chlumeeky übersendet mittelst Zuschrift die mit "der französischen Abirrung, betreffend d-e Verlängerung des Han-del «vertrage« vom Dezember 1866, gewechselten Erklärungen ddo. Wien, 30. November 1876, sammt Motivenbericht und mit der Forderung, daß bei Genehmigung des Vertrage» auch die Genehmigung ausgesprochen werde, daß im Erfordernis die Geltungsdauer des Handelsvertrages mit Frankreich .auK' über den 30. Juni 1877 hinaus, und zwar längstens bis 31. Dezember 1877, vermittelst weiterer Vereinbarung mit der Regierung erstreckt werden könne. ES beginnt die Debatte über den Bericht, betreffend das Finanzgesetz für das Jahr 1877; e« sprechen die Abgeordneten Schöffel gegen, von Plener für, v. Schön er er gegen, Schaup für» Strudel gegen und Dr. Schaffer für Annahme des Budgets. Ueber Dr. Schaffers Rede liegt folgende Skizze vor: Das seinerzeit gemachte Versprechen de» Finanzministers: „es wird schon besser werden,' hat sich bis heute noch nicht erfüllt, und die Fasten nach dem^ Fasching dauern schon etwa« zu lange. Der Herr Finanzminister hak auch als das Grundprinzip jeder StaatSwirthschaft aufgestellt, daß die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen, er hält sich aber selbst nicht nach diesem Grundprinzipe, de»» wir haben rin sehr erkleckliches Defieit. Rdner kritisiert das Vorgehen des Finanzministrrs bei Aufnahme der schwebenden Schuld und weist nach, daß, wenn so fortgewirthschaftet wird, die Finanzverwaltung sich in kurzer Zeit Schwierigkeiten gegenüber befinden werde, deren Beseitigung geradezu unmöglich sein werde. Doch betrachtet er die Finanzlage de« Staate» noch nicht für verzweifelt und er meint, «S werde bei einem ernstlichen Bestreben der Regierung und des ReichSratheS gelingen, das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben herzustellen. An dieser wichtigen Action, spricht Redner weiter, werden wir aber in der nächsten Zeit durch zwei Fragen gehindert werden, durch dir orientalische Frage und durch den ungarischen Ausgleich. Ueber die orien-lalische Frage heute hier zu sprecht«, halte ich für überflüssig; doch möchte ich jenen für uns unnahbaren Mächten, die die Geschicke des Reiche» lenken, anq,Lerz legen, daß sie uns den Frieden auch, dann erhMn, wenn der Krieg zwischen den beiden Nachbar-reichen enthrennen sollte. Was- die zweite Frage, die de» ungarischen Ausgleich», betrifft, so bin ich, zwar„der Aysicht, daß. jetzt, nicht der Moment ist, diese. Angelegenheit eingehend zu besprechen, doch glaube ich, daß die Situation seit drei Tagen sich sehr wesentlich geklärt hat. Die Regierung weiß ««H wa» sie von uns zu erwarten hat, sie weiß, wie weit wir mit, ihr gehen- Muth und Entschlossenheit werden uns auch in dieser Frage end-lichM, S»g verleihen. (Beifall). Politische Rundschau. LaMch, 7. Dezember. JqllMd. Die am 4. in Budapest stattgesun-dek^,M^o i.st>er - Conf,erznzen blieben r«sul » tazAfi; beide Theile beharrten, auf ihrem Stand, punkte. Die,Mtuation ist Mch immer gespannte E» ist möglich, ja sogar sehr wahrscheinlich, > daß rin Theil unseres Ministeriums, und zwar jener, der sich durch Fahrun- der Verhandlungen den Un- garn gegenüber zu sehr gebunden, au« dem Cabinet scheiden werde, damit der zurückbleibende freie Hand zur Austragung der schwebenden Fragen erhalte. Mit der Bildung des neuen Ministeriums soll nun ein Mitglied des gegenwärtigen CabinetS de-traut werden. Das „Fremdenblatt" gibt der mehrmals erwähnten Erklärung Bismarcks nachstehende Deu-tung: „Fürst Bismarck kennt wol besser als viele andere die intimen Beziehungen Rußland« zu un-serm Cabinet, welche den Gedanken eines tiefer gehenden Antagonismus zwischen beiden ausschließen. ES ließe sich au« seinen Worten mit ebenso großem Rechte und vielleicht mit noch größerer Wahrscheinlichkeit folgern, daß von anderer Seite die Lebensinteressen Oesterreichs, und wären es seine maritimen Verbindungen, seine Integrität nach ändern Grenzen zu, bedroht werden könnten." AuSlaud. Der „Nat. Ztg." zufolge hätte Kaiser Wilhelm in der am Sonntag gehaltenen Sitzung de« Ministerrathe« in eingehrnder Rede die Bedenken sür und wider die Beschickung der pa-riser Ausstellung beleuchtet. Sämmtliche Mi. nister hätten gegen die Beschickung votiert. Dieser Beschluß werde auf die bevorstehende Berichterstat. tung der Ausschüsse des BundeSratheS an das Plenum nicht ohne Einfluß sein. Fürst Bismarck äußerte sich in der am 5. d stattgefundenen ReichötagS-Sitzung über die politische Lage in folgendem: Rußland geht nicht auf große Eroberungen aus. Kaiser Alexander war uns stets ein treuer Bundesgenosse Rußland verlangt von uns nur die Mitwirkung bei der Con-ferenz zur Verbesserung der Stellung der Chri-sten in der Türkei, wozu unser Kaiser und unsere Nation gerne die Hand bieten. Unsere Unterstützung dafür ist außer aller Frage. Sie wird durch die Sympathie für Glaubensgenossen zum Zwecke der Civilisation gerechtfertigt. Verläuft die Conferenz resultatlo-, so ist ein kriegerisches Vorgehen Ruß-landS wahrscheinlich. Auch dazu verlangt Rußland unsere Hilfe nicht. Niemand wird aber verlangen, daß wir ein Veto dagegen einlegen, da eS sich um Zwecke handelt, die wir selbst erstreben. So lange wir auf diesem Flecke stehen, wird es Ihnen nie gelingen, in unsere hundertjährige, historisch gegrün-dete Freundschaft mit Rußland einen Riß zu bringen. Seien Sie überzeugt, daß das Drei-Kaiser-Bündnis noch vollkommen seinen Namen verdient und fortbesteht. Wir haben, wie mit Rußland, so auch mit England hundertjährige Freundschafts-, beziehungen. Wir haben uns in der orientalischen Frage die Aufgabe gestellt, zwischen den Mächten zu vermitteln und, so viel an uns ist, den Frieden zu erhalten. Wenn die jetzige Situation auch für uns keine KriegSfrage enthält, so enthält sie doch die Aufforderung zu einer außerordentlich vorsichti-gen Haltung. Wir müssen die guten Beziehungen zu den Mächten erhalten und können nur activ ein-greifen, wenn einer unserer Freunde durch eine an-dere Macht gefährdet wäre. Unsere wohlwollende Stellung zu allen Mächte« ist von allen anerkannt worden, und wird dieselbe, wie wir hoffen, beitragen, den Krieg zu lokalisieren. Darauf find> alle unsere Bemühungen gerichtet, und glauben wir, daß es zu einer Verständigung bezüglich etwaiger Differenzen zwischen Rußland und England kommen wiro. Wie versichert wird, ist Präsident Mac Ma-hon entschlossen, streng auf verfassungsmäßigem Wege vorzugehen, jedoch die Minister de« Kriege« und de« Aeußern außerhalb der parlamentarischen Fluktuationen z» stellen. Der Congreß in Washington trat am 4. d. zusammen und organisierte sich. Der Senat und die Kammer ernannten Commissionen zur Untersuchung der Wahlen in Süd-Carolina, Florida und Louisiana. Eine Botschaft de» Präsidenten ist nicht eingegangen. Zur Tagesgeschichte. — Studenten-Scandal. Den czechischen Stadenten in Prag beliebte eS wieder einmal Scanval zu machen, nemlich durch Pfeifen, Johlen, Schreien und Lärmen den Unterricht de- deutschen Professors Woltmann zu stören und Straßenexceffe in Scene zu setzen. — Oe st erreich ischerMühlenverband. Der Vorstand diese« Verbandes hat beschlossen, eiuen Preis, bestehend in der goldenen Berbands-Medaille im Wrrthe von Werber bis Ende Jänner 1877 festgesetzt. — Ein Manuscript M. Luthers befindet sich in der königl. Bibliothek zu Dresden von den ersten Vorlesungen, welche derselbe 1513 bis 1516 den Augustiner» in Wittenberg über die Psalmen gehalten hat. Der latei- nische Text ist auf 297 Quanblätter geschrieben, und lassen sich aus demselben, wenngleich er einen katholische», ja rein mönchischen Standpunkt einnimmt, in einzelnen Punkten doch schon aus den spätem Resormator Schlüffe ziehen. Der Text dieser bisher fast unbekannte» Handschrift wird nun durch den Druck veröffentlicht werden. Mal- und Proviuzial-Augelegeuheiten. — (Der OrtSfchulrath für die Stadt Laibach) hat sich coustituiert; Obmann: DirectorMahr, Obmann-Stellvertreter: Stadtpsarrer Köstel; Mitglieder: BRR. v. Zhuber und Les ' o v i c, Pfarrer Schack, die Professoren Linhart und Eppich. — (Wohlthiitigkelts-Soiree.) Nus den Lehrkörpern der hiesigen städtischen Volksschulen hat sich ein LomitL gebildet, das sich zur Aufgabe machte, zum Vortheile armer, Winterkleider bedürftiger Schüler am Samstag den 9. d. abends in den Lokalitäten de« Hotels „Europa" eine musikalische Abendunterhaltuug zu veranstalten-Jn Würdigung des edlen Zweckes wird ein zahlreicher Besuch dieser Soiree, bei welcher auch die Musikkapelle dk< Jns.-Reg. Erzherzog Leopold mitwirkt, erwartet. — (Die philharmonische Gesellschaft) gibt Sonntag den 10 d. M. um halb 5 Uhr abends im landschaftlichen Redoutensaale ihr drittes heuriges Loncert. Programm: 1. W. St. Benmt: „Die Najaden," Ouoerture sür großes Orchester. 2. Ferd. Lhopin: Loncert aus L-moll sür da« jklfivier und Orchester. Herr Zöhrer. 3. M. I. Glinka:, „Komarinskaja," Phantasie für Orchester über zwei russische Volkslieder (Hochzeitllied und Tanzlied). 4. R. Schumann: „Stille Liebe," A. Jeufen: „FrühlingSnacht," Lieder, vorgetragen von Frau Ant. v. Wurzbach. L. L. v. Beethoven: Symphonie aus l)-öur sür Orchester. — (Aus dem Parlamentshaus e.) Die „Deutsche Ztg." meldet, daß vier Mitglieder des Fortschritts-clubs das neue Programm desselben bisher nicht unterzeichnet haben. Diese vier Abgeordneten sind die Herren Deschinann, Hotschewar, Schaffer und SuppaN aus Kram, die, nachdem aus der Unterzeichnung des Statut- beharrt wird, auS dem FortschrittSclub auszutreten entschlossen sind. — (Veränderungen im Militär stände.) Uebersetzt wurden : der Oberlicutenant-Rechnungssührer Johann Serguric vom Infanterie-Regimente Nr. 79 zum Feldartillerie-Regimeute Nr. 12 und die Lieutenant«' Rechnungsführer Adolf Aupecek vom Feldartillerie-Regi-mente Nr. IS zum Feldartillerie-Regimente Nr. tz uud Maxi" milian Korittnig vom Jnsanterie-Regimente Nr. 22 zum Feldartillerie-Regimente Nr. 12. — (DaS Aich amt in RndolfSwerth) beschäftigt sich von nun an auch mit drr Aichung vonFäfserN- — (Im, LirenS Snhr) kam eS vor einige» Tstgen nach Bericht der „Triest. Ztg." zu einer offenbar von Mehreren Taunern veranlaßten Lonfusion, welch« leicht von den bedauernswerthesten Folgen hätte begleitet werden können. Ein Gauner hatte einer Fra», welch« dritten Platze saß, von rückwärts eine Voldkette, die diese 8en HalS trug, abznreißen versucht, was die Fra» bemerkte nnd einen Schrei äuSstieß. Der Lanner sachte d«S Weit«/ einige Personen eilten ihm nach, und alsbald verbreitete infolge dessen im Lircus daS Gerücht, die Gallerte stürze ein, wrlcheS Gerücht noch sehr überflüssig durch Feuerrufe illustriert zwanzig k. k. Münzdukaten, für eine den Bedürsniffen der gegenwärtigen Müllerei entsprechende Schälmaschine oder Schälmethode anszuschreiben, und den Termin sür die Be« wurde. DaS Publikum eilte nun in panischem Schrecken den Ausgängen zu; in der hiedurch entstandenen Verwirrung wurden zwei Frauen ohnmächtig und gingen im Bedränge Hüte, Tücher rc. verloren, doch kam lein enfter Unsall vor. Aus den Zuruf der anwesenden Polizei-Organe, daß es nichts sei, wurde die Ordnung wieder hergestellt. Es befanden fich bei 3000 Personen im LircuS. — (Aus dem nachbarliche» Kärnten.) Wie üppig im Nachbarland-Kärnten der Aberglaube in Blüte ßeht, beweist nachstehende, auch der „N. sr. Pr." mitgetheilte Beschichte: In das Haus einer bettlägerigen Bäu-rin in Niederwinklern, Gemeinde Steucrberg bei Feldkirchen, kamen iw Mai dieses Jahres zwei unbekannte Weiber mit der Angabe, sie seien hergelendet worden, um die Kranke von ihren Leiden zu befreien. Die Tochter der Patientin geleitete die unerwarteten Helferinnen in das Krankenzimmer. Dort untersuchte eine der letzteren die Bäuerin und erklärte ihr, ihr Zustand hoffnungslos sei; gleichzeitig entdeckte sie auch an der Tochter Anzeichen eines gefährlichen Uebels, weinte aber schließlich, sie könnte all' das Unheil beheben, wenn ihr ein reichlicher Lohn geboten würde. Obwol die Bewohner des Hauses nichts gutes ahnten, ließen sie die Heilkünstlerin doch gewähren. Diese ergriff eine Hacke, ging i" Begleitung des Mädchens in den Keller nn- zerrte dort richtig aus dem Boden einen Todtenkopf heraus. Darob ^gemeines Entsetzen in dem Hause. Die Fremde aber ^»staiierte, daß dieser Schädel die Ursache der Unglückssälle d« Hlitte sei: sic werde den Todtenkopf um Mitternacht °uf den Friedhof tragen und an seinen Platz bringen; geschehe as nicht, so könne niemand der Kranken Helsen. Man gab ihr M iLulden in Silber, und die Gaunerin verschwand. Einige Wochen hernach kam die Fremde wieder zum Vorschein, ieSmal in Gemeinschaft mit einem männlichen Genossen. Sie ^zählte der Bäuerin unter reichlichem Thränenfluffe, daß sie nun S»r keine Ruhe habe, der Todtenkopf suche sie fortwährend heim, und sie müsse neuerdings Geld haben,, damit sie zur Besänftigung des in seiner Ruhe gestörten Schädels eine gewisse »zahl von heiligen Messen lesen lassen könne. Und die einfältige Bäuerin zahlte wiederum 30 fl. in Silber, erhielt aber vor kurzem einen dritten Besuch, wobei die Gaunerin kategorisch erklärte, sie müsse eine ausgiebige Absertigung e» ha ten, widrigenfalls sie den noch immer nicht zur Ruhe gekommenen Todtenkopf in daS Bauernhaus zurückbringen werde. Und die Bäuerin zahlte wieder I IS fl. in Noten,' einiges Silbergeld, ein beträchtliches Stück Leinwand und diverse Kleidungsstücke waren der Preis der konsequenten Unbekannten. Die gesammte erschwindelte Summe wird auf ^0 fl. angegeben. Nun ist die Sache ruchbar geworden, und die Sicherheitsorgane sind in voller Thäligkeit, um der srechen Gaunerin ihr Handwerk zu legen. g» (Grün. Alb um.) Die verwitwete Frau Gräfin d»»"" »'AuerSperg richtete an sämmtliche ZeilungS-Re-,i^°"en, Verleger und Verfasser ein Ersuchschreiben, alle des 70. Geburtsfestes ihre« GemalS, des gefeierten Richters Anastasius Grün, erschienene« An,. ' Gedichte, Broschüren und Gelegenheitsschriften behufs eines Albums und Hinterlegung desstlden im awk dluerSpergschen Familienarchive zu Schloß Thurn Part nächst Gurlselb in Krain ihr übersenden zu wollen. (Kindervorstellung) Morgen um halb 4 Uhr Tr»i » ^ findet die erste Kindervorstellung .Robinson l a n - ^?ti. Dieselbe wurde den Kindern von Herrn K i-^ Mq, einstudiert, und soll, nach der letztstattgefundenen Ließen, von den Kindern auch eine recht gute die'n> zu gewärtigen fein. Die LostUme hiezu ließ vor»,n„ sämmtlich neu ansectigen. Da solche Kinder-» uungen an Sonn- und Feiertags-Nachmittagen gewiß -7 Jugend ein recht jst vnd der „Javotte" im zweiten, daS Duett deS „Prinz Eduard", HjmSleiuwand und etwas. Wet-en einen Betrag von 22 fl. (Frl. Huemer) mit „Javotte" (Frau Fritzsche) — welche»' eingelüst Halle. Auf, de«! Rückwege kehrte er gegen 11 Uhr wiederholt wurde — und das Tanzduett der Schwestern vormittags in dem knapp an der Bezirksstraße gelegene« „Jsabella" (Frau Zwerenz) mit „Pamela" (Frau Maurer) Wirthshaufe des Johann Rajgelj in Orehet «in und zahlte im dritten Acte. Frau FritzsLe-Wagner erfreute sich dort 3ü kr. für Len Branntwein, den-er in Gesellschaft deS «in» an Sonn- und Feiertags-Nachmrtt^gen find Sern äusgenommene Unterhaltung der I iaNrei» erwarten, daß der Besuch stets eir ^ ^" sein, werde. - 5-.- > chäf t l iches Theater.) Die Operette Thiwter»» , einmal der Liebling unsere- Publikums. Der Haus sün,. »?"^"^erte gestern .Javotte" und daS wurden^nu^-! ^ie recht geMg klingenden Besangspiecen E^tt /H«r,SritzschH) 7nd"„NH>f "(Herr Mailler)','"da» 8*»ren> ^.."stEn Acte (Frau Fritzsche, Herr Fritzsche, Frau geaomm»»"* einige wenige Stellen in den Ensembles anS-Beisall regem Eifer correct vorgetragen. Lauten -Tym" " "Sen: Dä- Duett der beiden Jndnstrieritter in erster Reihe wohlverdienter, wiederholter, beifälliger Auszeichnungen, wir hörten und sahen eine „Javotte" bester Qualität; die Stimme unserer geehrten Primadonna klang wieder sympatihsch, rein und voll. Frau Zwerenz (Jsa-bella) trat mit Sicherheit, Humor, Leben und Eleganz in» Treffen; Frau M a u r e r (Pamela) bewährte,.ihre Ejgrvmg zu hervorragenden Gesangspartien; die Herren Fritzsche (Tom) und Mailler (Nik) hielten sich in maßvolleren, minder komisch wirkenden Grenzen, als ihre Vorgänger Thaller und Steinberger; die Herren Zwerenz (Plumpuddingi und Laska (Brock) ließen al« Ersatz die Funken des Spaßes und der Komik sprühen. Die Jnsce-nierung des Ganzen war eine ganz nette; eine überraschende Wirkung erzeugte die prächtige TranSparent-Decoration in der Schlußscene de« dritten Acte». Die Aufnahme der „Ja-votte" vonseite des Publikums war eine sehr freundliche, und es läßt der gestrige sehr günstige Erfolg ein mehrmaliges Wiedersehen der „Javotte" erwarten. Das Institut der Volksküche hat in der Hauptstadt des Reiches und auch in vielen Pro-vinzstädten das Bürgerrecht erworben. Edle Menschenfreunde, die freundliche Frauenwelt an der Spitze, scharen sich zusammen und stellen sich die löbliche Ausgabe, das Schicksal wirklicharmer und der Unterstützung bedür. ender Personen — gleichviel ob ledig, ob verehelicht, deren Existenz mit Nahrungssorgrn gebrückt «st und die nicht in der Lage sind, entweder eine» eigenen Herd zu führen oder die nöthige Nahrung in Gasthäusern emznnehmen — durch Verabreichung billiger, nahrhafter, w-r-ler und gesundheitszuträglicher Speisen wesentlich zu erleichtern und namentlich vacierende, dienstlose und ans.die Mlldthätigkeit der Bevölkerung angewiesene Individuen aus der giftigen Schnapsbude einer entsprechenden Speise-Anstalt zuzusühren. Man gab solchen zuträglichen Speise-Anstalten den tref-,enden Titel: „Volksküche." Derlei Volksküchen finden wir bereits in Wien, Linz, Graz, Klagenfurt, Prag n. a. o. Die Volksküche wird in allen Städten, wo sie bisher eingeführt, freudigst begrüßt. Die Volksküche fetzt dem 8 ettelwefen einen festen Damm entgegen, den Bettlern werden in solchen Orten, wo die Volksküche besteht, anstelle des Gelbes Speisemarken von 1 bis 10 kr. auswärts verabsolgt, wosür die betheilten Personen in der Volksküche warme Speisen zu 3, 5 und 10 kr. erhalten. Während die Geldspenden gewöhnlich in die Branmweinschänle wandern, werden sie bet dem Vorhandensein einer Volksküche in letzterer entsprechend verwendet. Wie wir ans sicherer Quelle vernehmen, soll daS wohl-thätige Institut der Volksküche auch in Laibach eingebürgert werden. Unser geehrter Stadtkassier, Herr Heng-thaler, der überall in Function tritt, wo es gilt, für Zwecke der Humanität, Kunst und Wissenschaft zu wirken, beabsichtigt, im Einvernehmen mehrerer Menschenfreunde, die Volksküche auch in Laibach einzusühren, b. y. demnächst die Gründung eines Volksküchenvereines in Laibach in die Hand z» nehmen^ Vonseite eines edlenMenschensreuudes wurde zu diesem wecke bereits ein Barbetrag von 300 st. in Aussicht gestellt. >er Impuls ist gegeben, ein LomilL wird demnächst seine Thätigkeit beginnen, sein Programm veröffentlichen und an den WohlthätigkeitSsinn der gesa.Mmten Bevölkerung LaibachS appellieren, um dem Projekte Lebenskraft zu verleihen. Der Aufruf deS LomiteS wird in erster Reihe an die Frauen-welt Laibachs gerichtet sein, der Gründung und Erhaltung der Volksküche in Laibach ihre Sympathien zuwenden zu wollen; in allen Städten, wo die Volksküche bereits besteht, sühren Frauenhände die Oberleitung vieseS wohlthätigen Institutes. Laibach ist in der glückliche» Lage, Mehl, Brod, Fleisch, Kraut, Fisolen, Bohnen, überhaupt kräftige Nahrungsmittel allerart um billige Preise fich anzuschaffen; «ährend in anverenStädten die LebeNsmitlelpieise tagtäglich steigen, ist Laibach noch immer imstande, Billiges z« liefern Die Volksküche ist ein Jnuüm, welches in allen Gesell, schast-kreisen Laibach», ohne Rücksicht auf Pärteistellung, fich Sympathien erringe» wird: Ein Volksküchenverein kann in unseren Mauern, Großes wirken. Wir wünschen, daß die Idee der Gründüng eines solchen Vereines auch in Laibach kräftige Wurzel faffen und allfeitige Unterstützung finden möge. Wir wünschen den, zur Verwirklichung dieser Idee zufarpmentretenden Comiti recht günstigen Erfolg und zweifeln keinen Augenblick an der bereitwilligen Mitwirkung vonseite der hiesigen Bevölkerung zur Erreichung deS huma nen Zwe-es. Wirthes Johayn Rajgelj und dessen Knechtes Johann Zalojnik getrunken hatte. Während die drei zechten, zog Andreas Burger in feinem Rausche aus seiner Hosentasche Geld und zeigte es den Mitzechern «it dem Bemerken, daß er noch eine Barschast von 22 fl. besitze. Gegen 2 Uhr nachmittags verließ Andreas Burger ziemlich berauscht das Rajgelj'sche WirthshauS und wanderte aus der Bezirksfiraße seiner Heimat zu. Al- er bereits 25 Minuten vom Rajgelj'schen WirthShause gegangen war, kam ihm ein barfüßiger Bursche nach, versetzte ihm von rückwärts einen Schlag aus den Kopf, so daß Burger zu Boden fiel, woraus ihm der Thäter mit der eine» Hand in die Hosentasche griff und daraus die ganze Barschaft per 22 fl. nahm und fich derselben bemächtigte. Jn dem Thäter erkannte Andreas Burger sofort den Johann Zalojnik, welcher aus »seinen Zurus: „Bursche, was treibst du?" keine Antwort gab, sondern die Flucht über die Felder in die Breger Waldung ergriff. Burger raffte fich auf, kehrte in das Rajgelj'fche WirthS-haus, erzählte den Vorfall den Wirthsleuten Johann und Agnes Rajgelj und bezeichnete Johann Zalojnik als Thäter. Er erkundigte sich angelegentlich nach demselben, um ihn zur Rückstellung deS Geldes aufzusordern, erfuhr jedoch zu seinem Bedauern, daß fich dieser bald nach 2 Uhr unbekannt wohin vom Hause begeben. Johann Zalojnik gibt zu, daß er am fraglichen Tage mit dem Beschädigten von 11 Uhr vormittags bis gegen 2 Uhr nachmittags im, Rajgelj'schen WirthShause Branntwein getrunken und hiebet gesehen habe, wie derselbe seine Barschaft aus der Hosentasche herauSzog, fich damit prahlte und solche dann wieder in den Hosensack steckte; er stellt jedoch den Raub an Burger entschieden in Abrede und behauptet, daß er noch vor Andreas Burger das WirthshauS verließ und sich wegen seiner Bolltrunkea-heit hinter dem Hause deS Erjen niederlegte und daselbst bi» gegen 5 Uhr nachmittags geschlafen habe Zeugin Theresia Pseiser gibt nun an. daß Johann Zalojnik dem Andreas Burger, als dieser das Haus deS Rajgelj verließ, auf einem Fußsteige zwischen den Felder» nachschlich. Blas uud Margareth Zeunik sahen ihn ferner gegen 3 Uhr nachmittags unweit deS Thatortes schnell gehen, wobei er, um sich unkenntlich zu machen, den Strohhut tief über daS Gesicht gedrückt, hatte. WeiterS ist durch Zeugen sichergestellt, daß J-Haun Zalojnik nach Verübung des Raubes an Burger einen mit seinen Mitteln in keinem Verhältnisse stehenden Aufwand wachte, nach Krainburg fuhr und >n verschiedenen Gasthäusern nicht unbedeutende Zechen bezahlte, daß er serner nach der That verschwand und fich verborgen hielt, ohne diesem Benehmen glaubwürdig rechtfertigen zu können. Die Sefchwornen bejahten die auf Raub lautende Hauptfrage einstimmig, und der Gerichtshof erkannte dem Zalojnik sieben Jahre schweren Kerker zu. Da- Dienstmädchen Ursula Walland wurde in der gestrigen Nachmittagsfitzung deS Verbrechens deS Diebstahl» chuldig erkannt und zu einer einjährigen Kerkerstcafe ver-nrtheilt. _________________ Heutt steht Johann Matitsch, angeklagt de» Verbrechens des TodtschlageS, vor dem SchwurgerichtShose. Der Berichtshos besteht aus dem OLGR. Kapretz (Vorsitzender) , den LGRR. Hoievar und R. v. Gariboldi (Lotanten); aus der Geschwornenbpnk: Pohl Albert, Mnrnik Johann, Kristos JGann, Winter Eduard, Kutner Franz, Koppitz Joses, Graf Lanthieri, Hohn Eduard, Guaiz Anton, Urba» Karl, Pröckl Franz und Premeii Mathia»; die Staatsanwaltschaft vertritt: StaatSanwaltfubftitut Mühleisen, den Angeklagten: Dr. Ahazhizh. Matitfch wurde de» angeschuldigten Verbrechens des TodtschlageS nicht schuldig erkannt »nd wegen schwerer körperlichen Beschädigung zu einer dreimonatlichen Arreststrafe verurtheilt. Kur«, die Mailler, Maurer und - Huemer, die Arren lej da, SherifEHerr -ueNerV^^""»"«-»«« de« „Prinz Eduard- (Fräulein zweiten (8'°« Z«erei,z),daSAfea>ble ^ctschlusse; da» Lied deS „Prinzen Eduard" ^ Schlußchor im dritten Acte; mit Grl stüi «Javotte wurden begrüßt: Da- Schlaflked der 8ritzsche-Wagner) im ersten» die Briesarir Aus dem Schwmgerichtssaale. Laibach, ö. Dezember. Der heutige Angeklagte, Johann Zalojnik, ein IssjSSng« Bursche auS Krainburg, hat fich «egen Verbrechendes Raube- zu verantworten. Der Sachverhalt ist folgender: »m 21. August 187« MH ging der »bleber Andrea- Burger von Podreie in Oberlrain auf den Wochenmarkt nach Krainburg, wo er für Witterung. ^ Morgen» Ntbek, dann trübe, nachm^ag^ «nige^nnen-blicke, schwacher O. Temperatur: morgen«-^ Uhr -H- 7 2», nachmittag» 2 Uhr. ^ 9 5»>0. (187»-^- 5«,;^ 1W4 - 0.1» v.) Barometer^O Ol mm. DaS-'gestrige ^age»-mitttl der Temperatur,S'l^'.Mr dem »lor-male; der geKr^-..M»r>«i»tag11» «». «»gen. H«tel Stadt r^teu. Kanitz, Heller und Arnstein, Kflte.- Wie«. — MaA, Krainburg. — Decker» Bodenbach. — Ganter» Kapla«,: Gottschee. — Neumann» Keichenberg. — Ritter v. Fichtenau und Kastelitz, Unter» krain. Hatel Mesmt.- Leban und Schtbath, «fite.. Triest. — Effenberger, Laase. — Otto, Weinegg. — Matschig» Reis., Laibacht — Strobel, Sisenbahn-Director; Korschik. und Hopst, Privat, »ka». — Lukfchitz» «t-chj «aliMte»-ner, Brünn. — Jerauscheg, sammt Familie, Gurkseld. Stadt Laibach. Äerjanc, Triest. — Hayner, «irchhs». Reindl Therrfia, Helm, Wamprekaner, Tram Maria unk Tiefezak Maria, Hall. Verstorbene. Den 5. De» ember. Anna Meglik, ArbeiterStochter, d I.. Livilspttal, Lnngentnberculose. — Josef Bukovec, Arbeiter, 29 I.. Tivilspital, Darmkatarrh. Den 6. Dezember, »delheid Tvmiii, k. k. UebungS-SchullehrerStochter, 9 I., Lingergaffe Nr. 1 neu, «ehirn-lShmung. LeienSruittel-Preise i« Laibach am 6. Dezember. Weizen 10 fl. 10 kr., «orn 6 fl. 50 kr., «erste 5 fl. SO kr., Haser 3 fl. 75» kr., Buchweizen 6 fl. 40 kr., Hirse v fl. 20 kr., Aukurutz 6 fl. 40 kr. Pr. Hektoliter; Erdäpfel 4 fl — kr. pr. IVO Kilogramm; Fisolen 10 fl. -- kr. per Hektoliter; «indschmalz 94 kr., Schweinsett 82 kr., Speck, frischer, 66 kr., Speck, geselchter, 75 kr., »ckter 80 kr. per Kilogramm; Eier 3 k. per Stück ; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 48 kr.. Kalbfleisch 50 kr., Schweinfleis» 52 kr. per Kilogramm; Heu 8 fl. 5 kr., Stroh 3 fl. 5 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 9 fl. — kr , weiches Holz tzfl. — kr. pr. vier L.-Meter; Wein, rvther 34 fl., weißer SO fl. pr. 100 Liter.________________________________.___ Gedenktafel über die am 9. Dezember 1876 stattfindenden Licitationen. 1. Feilb,, Perja'el'sche Real., Hudikonec, B«. Reisniz. — 2. Feilb., Urbanc'sche Real., Mertvice, BW. vurkseld. — 2. Feilb., Stibil'sche Real., Ustje, BW. Wippa». — L. Feilb., Jamnik'schc Real., Wodez,L. BW. Lack. - 2. Feilb., Pouzun'sche Real., Wroßpudlog, BW. Vurkseld. — 2. Feilb., Pirsche Real., Bolovnik, BW Vurkseld. - Reafs. 2. Feilb., Corn'sche Real., Razor, BW. Oberlaibach. — 1. Feilb., Ee-Sark'sche Real., Reisniz, BW. Reisniz. — 1. Feilb, Zeller'sche Real., Krainburg, BV. Krainburg. — 1. Feilb., Skok'sLe Real , Oberlesetsche, BV. Senosetsch. — 1. Feilb., Kovakii'sche Real., Famle, BV. Senosetsch. — 1. Feilb.. Berne'sche Real., LoZe. B«. Senosetsch. - 1. Feilb., SoM's<><> SS«»««« 80,000 60,000 SO,000 «1« . «tv. Zusammen enthält die Lotterie 0,800 Gewinne im Betrage von 7 Ilillisn 4S0.SS0 Reicksinarlr, welche in 7 Abtheilungen unter l or.trol« «I«» entschieden werden. Der kletuste Gewinn Ist bedeutend größer wie der Ankaufspreis eines Looses. Laut amtlicher Feststellung kostet I osnres 0i-ig.-l.oos o. V. 0. 3. 50 I nüldvs ,, ,, ,, ,, „ I. 75 l viHi^öl ,, ,, ,, ,, ,, 88 Segen Einsendung de» Betrages in Banknoten, «oupon» >c. >c. oder auch grgen Postanweisnng versendet unter,eichneie Firma die Oriainal-loose rechtzeitig sür die erste Ziehung nach allen Plätzen. Auisiibrliche a ntliche Berloosnilgs-vläne werden jedem Briese beigelegt und nach Ziehung die Ziehungsliste sosort ,»gesandt. -lleber die gewonnenen Gelder kann sofort dispo-nirt werden. Für die erste Ziehung werden Bestellungen bi« 13. Vveenider ä. MMM'L'e»., vom Staate anftcstcllt. k il i x,, . von MMckm. MkLüSkMkii. Mlikril R Lrvsclt8kii8 zu MeiE»nack»t8ge^en^e , krMM kle. N in LZ. V. K Luod- lmä LlmMMälimK in I^g,i1zg.od, ^Vir swxkedlvn dierwit »uss bvsis unser bvlc»nn1v8, sskr rviekkLl1igS8 kuvk- unl> Xunsilsgsn, als: k'i'i»'' nvllS8lvn Ullä boslon MIllvi-düvksi- auk pspivi-, Papps Ullä l.vin>VLiilI; risk- unä Vsnwsnll- I UI lung8-8iläoi-büvliv«', 1ugvnö8vki-iftvn sü,' ll»8 voi-8vtiioäsnv äoi- Knsdsn unä Mävksn. ^«il>86duliäsn6 Iils88illv»- Ullä Mvklvl' ill äen bkliLllntsii k'östausßÄköll, kvlliokt8»mmlungvn, /^niko-» Ui iggjtzn, 8vki-iftvn fün öis ssi°sllonwvlt, pi-avklvoi-lts, ^llsnlon, Wöi-Isi-Iiüoksi- in allsn 8pravtivn, 0üNVSl'8SliüN8>SX>IlS, irelskrslläö ^Vtzrktz LUS s-lltzQ 2vvsiZ6ll äsr I^itsratur, bssvlläsrs MS äsr 6s8vtlivk1s, Lvvgnspkiv, äöll klslui'-. Ullä «Lnl!sl8>vis8sn8vk»ftvn 6to. eto. Ol'iginslgvmäldvn äsr b«8lon nvuvi-on LIeistsr, als: 6rütrner, Llsxsr voll Rrsmsll, HiääslliLllll, XllLus, I IlOlOAl I Riodtor u.8 V. ill voi'rüglivkvn Rexroäuetiovsv, in ßrosssrn LxtrLtorwilte, Inaporiill- UlläLIsill-I'oliokorillÄts. Ule Urteil unä ttiiclers Lslkiiäer iiir 1877. VtzberkLuvt sillä 8.116 lltzusn Lrsoktzinunxsii s.uk äew Osdists äsr «.ilsnslur unä Xun8t vorrLttiiZ. 8LmmtIioks, »uoli ln WWW»* su8v,Li-1iovn Loitungon kmovrvigtvn «ofkv unä Kun8i»>-1»i-k,,svn ru dvriskvn Luk Laser Lküllälioliss mrä billllkll Kürrkstsr 2kiti besorgt ^n8ivkl88vnllungvn, auotl nsvk SU8WLI-18, 8tvkvn jvllssrsil bvrvitv,i»ig8t fi-sneo ru Vivn8lvn. Vi»ig8ls k»rv,8v. »Iu8lnsn1v «siknavkl8lrstslogs übsr rkeils äs3 I^srs. Dr»L so« Jg. v. Klei»m»vr ck Fed. Bamberq. Berleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Fran> Müller.