Ctc De-tlche Dacht et Icheint >«»«» e-ttatag um» Eonnerflaj motjtnl »>>» tostet flammt der S«»»I,g«dkU»,e S (( € fl k « a < I) tut t«I»)41irt(L ft. 5-, ü. t. *h» JPo1h>er(e«Mt»j: o irrt e(|Jf »rill» ft. 1.60. haibjähri» " ' «(St Bit A,»ell»»g iit'l faul monatfii» ft. - .M,»»erteli«»ti(l ft. I-J» ■ . . ..... ___________ _S.I0—. |«n|«tn« 4i»ietne Rmwltt. fl|lilCI werde» mm» T«ris W«l. W Hftrrro Äiederd°l»»»en entf^r« tentTr «achl-j. HU« bedeutenden «n?Ii»dio»»a«.1l»ftaltr» tcl Zu- uat) jl»»la»d<« nehmt» Anzeigen ent«e*eit. 3* »ItBi wol«« solche 8 fr «Mit« der Deutsche» Wach! Herr» w. »ch«. Hauv!»Iah 4. l. Stock ad,e^de» »erde». «etttttSe Rrift : «ittwach «n» 6amftaq l« St|i 8>ormltl«n. Sdrechft»«de» »o» II—1t Uhr »orwittaz» »n» oon S—» Uhr NachMtt«»». (*»*-fünfte «Krttn ooch t» der »tiiWtudem 3»bann üi«k»sch fetntmtttto« ertheilt». Schriltleitii»sl Haurwlay Nr. S. I. Stock. Sviechstuade» de» Hera»«,«der» und «edaetexr» ! 11—1* Uhr *<«• mittag» (mit »»«»ahme der «omt- ,»d Feiertage.) — Meelamati»»en ft»h portofrei. — Berichte. d«re» Bersaffer dem «edacteur unbeTnnnt st»». I-»»e» »>cht d«ri>ckstchl>»t »erde». Nr. 9 Cilli, Donnerstag den 1. Februar 1894. XIX. Jahrgang Unsere heutige Auflage enthält die zweite Nummer des neuen Jahrganges der MonatS-beilage „Allgemeine Mittheilungen über Land- und Hauswirtschaft", welche sich wieder durch sehr reichen und ge-diegenen Inhalt auszeichnet. Ein nationales Keli in Kann. Cilli. 30. Jänner Am Sonnlag fand in Rann die diesjährige Hauptversammlung der Ortsgruppe Rann-Lichten-wald des Vereins „Südmark' statt. Wie immer, wenn in Rann ein nationaler Tag begangen wird, hatten sich wackere Volksgenossen aus der Umgebung Rann'S eingesunden und aus der Metropole der unteren Steiermark. aus Cilli, waren F eunde herbeigeeilt, um der Versamm-lung deutscher Männer aus dem bedrängten Bo-den, der so kräftig gegen die slavische Begehrlich-keit vertheidigt wird, bezuwohnen. Die aus-wältigen Gäste, worunter der Reichsratsabgeord» nete Dr. Prof. Hofmann v. Wellenhof aus Graz, der Obmann der ..Südmark", wurden am Bahnhofe von dem Ausschuß« der Süomark-ortSgruppe und dem Bürgermeister-Stellvertreter empfangen und mittels Wagen in die Stadt ge-leitet, wo in G a b r i t s ch' Gasthause abgestiegen wurde. Die bis zur Eröffnung der Hauptver-fammluiu, welche auf / Uhr abeuds angesagt war, erübrigte frtzi^Zeit benutzten die auSwär-tigen Gäste, um unter Führung des ObmanneS der Südmark-Ortsgruppe. Herrn Apothekers Schniderfchitz, den freundlichen Markt Der letzte Hraf von tzissi. Hist»risch« Ski»,e v. Ä. lvnlden. 5) lRachdrvck veiboten.) Gegen daS Ende des Jahres 1443 befand fich Fürstgraf Ulrich von Cilli zu Lienz in Tirol und auf der dortigen Pfalzburg der Grafen von Görz. Am 23. Octobec 1443 schlichtete er mit Beihilfe deS Bischofs Georg von Brixen die Zwistigkeiten zwischen dem rohen Grasen Hein-rich IV. von Görz und dessen Gemahlin Katha-rina. Am 29. November 1443 wurden neue Verhandlungen zwischen Ulrich und Heinrich ge-schlössen ; am 9. December wurde Elisabeth, die Tochter deS Grafen Ulrich von Cilli, dem ältesten Sohne des Grafen Heinrich von Gör; verlobt und zugleich Ulrich zum Vormund und Erzieher der Görzer Grasensöhne Johann, Ludwig und Leonhart schriftlich ernannt. Im Jänner deS Jahres 1444 wurden Ulrich von Cilli und fein Freund Herzog Albrecht VI., all sie am Hofe deS Königs Friedrich weilten, von diefem zu feinen „besonderen Räthen" er-hoben und leisteten ihm dafür Huldigung und Echwur. AeneaS SylviuS sagt: Lomes Cilliae et dtix Albertus ambo in Consilium Regis sunt receptiet his diebus jurarunt. Um das nun Folgende zu verstehen, muffen wir einen Blick auf die Geschichte Ungarns werfen. Rann zu besichtigen, wobei besonders der alte Rittersaal im gräflich Attems'fchen Schlosse und die darin befindlich« Wand- und Deckenmalerei, aus dem Beginn des vorigen Jahrhunderts, sowie die mit mittelalterlichen Waffen reich aus-gestattete Rüstkammer das lebhafte Interesse der Besucher erweckte. Um 7 Uhr abends wurde die Versammlung im Saale deS Gabritsch'schen Gasthoses von dem Obmanne der Ortsgruppe. Herrn Apotheker Schniderfchitz eröffnet. Der Saal war dicht besetzt; ein Kranz anmuthiger deutscher Damen verherrlichte neben Volksgenossen aus Rann, Lichtenwald, Videin, Sieinbrück, Cilli und Hochenegg die Versammlung. Der Vorsitzende begrüßte besonders den Obmann der „Südmark" Herrn Reichsratsabg. Dr. Prof. H o f m a n n von W e l l e n h o f, den Obmann deS deutschen Vereines in Cilli, Herrn Vicebür lermeister JuliuS R a k u s ch , den Obmann der Cillier Ortsgruppe der „Südmark'. Herrn Ingenieur Lindauer, Herrn LandeSsanitätSrath Dr. H o i S l a»S Cilli und den Vertreter der »D e u i s ch e n Wach t". Der Redner gab sodann einen Abriß von der Geschichte der OrtSgrupoe „ ^ann-Lichtenwald", betonte die Nothwendigkeit einer regen Thätig-keit derselben, da ja das Gebiet der Ortsgruppe den schweren nationalen Kampf täglich und Schritt für Schritt vor Augen habe und vor Allem den deutschen Bewohnern von Rann und Lichtenwald die Wacht an der Save obliege. Aus dem zahlreichen Erscheinen zu der Verfamm-lug schloß der Redner auf ein kräftiges Aus-blühen, Wachsen und Gedeihen der Ortsgruppe. Lebhafter Beifall folgte diesen Ausführungen. ES folgte sodann die Neuwahl der Gruppenleiiung. Ueber Antrag des Herrn Dr. K a u t s ch i t s ch aus Lichtenwald wurde Herr Apotheker Schniderfchitz, welcher bisher Unterstützt von den Helden Johann H u n y a-d g und Georg Skanderberg (Castriata) und so vielen tapferen Ungarn und Polen war König WladiSlauS bisher immer siegreich gegen die Türken gewesen, so daß Sultan Amurath um Frieden bitten mußte. Jedoch nicht lange nachher brach König WladiSlauS. durch Drängen deS bycantinischen Kaisers Johann P a l ä o -l o g u S, deS Albaneserfürsten Skanderderg und deS apostolischen Legaten Kardinal Julian bewogen, den früher befchworenen Szegediner Fr i ed en und begann den Krieg von neuem, in welchem er am 10. October 1444 bei V a r n a Schlacht und Leben verlor. Nach dem Unglücke bei Varna sandten die Ungarn eine Gesandschaft an Friedrich IV. mit dem Begehren, daß der junge LadiSlauS nach Ungarn gebracht, dort als König feierlich gekrönt und erzogen werden sollte. Man konnte sich jedoch mit König Friedrich nicht einigen, denn derselbe wurde vom Grafen Ulrich von Cilli unaufhörlich mit dem Rathschlage be-dacht, den ihm blutsverwandten LadiSlauS nicht auszuliefern. WaS für einen Plan Ulrich dabei verfolgte, wer weiß eS. Möglich, daß den be-deutendsten Grund dabei sein Haß gegen Johann Hunyady spielte, welcher hauptsächlich aus die Auslieferung des jungen Ludislaus drang und überdies den ehrgeizigen Grafen von Cilli gerne einen Streich gespielt hätte, dm ihm dieser sicherlich nicht leicht verzeihen konnte. Zwischen dem Großvater Ulrichs von Cilli, die Leitung der Ortsgruppe blos interimistisch inne hatte, zum Obmanne gewählt, welches Re-sultat mit allgemeinen Prosit- und Bravorufen begleitet wurde. WeiterS erschienen gewählt: Zum 1. Obmannstelloertreler Herr Dr. Kau-t s ch i t s ch . Adoocat in Lichtenwald, zum 2. Obmannstellvertreter Herr A. F a l e s ch i n i, zum 1. Säckelwart Herr E. Ziemann. zum 2. Herr C. Wunderlich, zum 1. Schrift-führer Herr C. del Cott. zum 2. Herr T o m i> f ch. Hieraus beleuchtete der Obmann der „Süd-mark" Abg. Dr. Prof. H o s m a n n v. W e l l e n-Hof die Geschichte, das Wesen und de» Zweck der .Südmark", welche vornehmlich errichtet sei, in wirthschakilicher Beziehung den deutschen StammeSgenoss n gegen die Ueberwucherung sla-vischen Einflusses beizustehen. Die Anhänglich-keit zur großen dentschm Nation und der Stolz aus dieselbe, sowie die HeimatSliebe, die Pflicht, die erer te deutsche Scholle auch deutsch zu er-halten und sie den Kindern wieder deutsch über-geben zu können, müsse allerwegS das Streben zeitigen zur energische» nationalen Arbeit. Die zu leisten, seien die Verbände der „Südmark" berufen und wenn sie nicht imstande war, alle» zu leisten, was sie als ihre Aufgabt betrachte, fo habe sie immerhin das unter den Umständen Mögliche gethan. Besonders die Steiermärker hätten die Pflicht, sich gegen die Zerreißung der Mark zu wenden und einem slooenischen König-reiche entgegenzutreten, und er vertraue auf den Nation.ilsinn der Deutschen in Stciermark in dieser Begehung. Nicht umsonst führe die Steier» mark einen Panther im LandeSwappen. der Flammen sprüht; dieselben müßten jeden ver-brennen, der eS wagen sollte, die Mark zerreißen zu wollen. Sein Trinkspruch galt der „Deutschen Wacht an der Save" im steirischen U nierlande, Graf Hermann, und dem König T w a r k o von Bosnien war nämlich im Jahre 1427 ein Vertrag geschlossen und von Kaiser SigiS-mund bestätigt worden, in Folge dessen nach Twarkos Tod. im Jahre 1443, Graf Friedrich von Cilli als erblicher Nachfolger und König von Bosnien hätte folgen sollen. Die Bojaren aber erklärten diesen Vertrag sür ungiltig und erwählten den Susan TomaSko zu ihrem König — nicht ohne Einfluß deS Johann Hunyady, aus dessen Betrieb auch König WladiSlauS zum Nachtheile der Eillier den Stesan Tomasko als neuen König bestätigt hatte. Als Anhänger ihres Blutsverwandten, deS König LadiSlauS, kämpften die Cillier Grasen wider die Gegner desselben in Ungarn mit Glück und sie suchten sich zugleich auch für den Verlust der bosnischen Krone in Kroatien zu entschädigen, wo sie gegen die Ungarn bedeutende Vortheile errungen hatten. Die Grafen Friedrich und Ulrich suchten daher auch ihre Macht zu verstärken und schlössen am 6. Jänner 1446 mit N i c ol a u S Uj l a t, Wojwoden von Siebenbürgen und gefürchteten Nebenbuhler des Johann Hunyady ein Bündnis zu gegenseitigem kräftigen Beistände gegen Jeder-mann, selbst den römischen und un-garischen König nicht ausgenommen, falls einer von ihnen gegen Recht und Billigkeit unterdrücki werden sollte. Da Kaiser Friedrich IV. die Auslieferung deS LadiSlauS verweigerte, die Ungarn aber da- 2 von der e« gewiß sei, daß sie ihre Pflicht thun werde. Ein allgemeines Prosiirufen. den Rannern und Lichtenwaldern gewidmet, folgte dem Schluß dieser Rede. Hierauf verlas der 1. Schriftführer der Ortsgruppe ein Schreibm des ReichSratSabgeordnettn Dr. Foregger in Wien, des Vertreters von Rann, worin derselbe seinem Bedauern Ausdruck gibt, daß er infolge einer Verkältnng der Ver-sammlung nicht beiwohnen könne, obwohl er sich dieß vorgenommen halte. „Der morgige Tag."so schreibt Abg. Dr. Foregger unier dem Datum des 27. Jänner, „wird sich sicherlich wieder A u einen, nationalen Trutzfeste g e-ft alten, wie jeder ähnliche Anlaß in dem äußer st en Vororte deutscher Cultur im Süden unserer Steier» mark. Wir alle vereinigen uns in dem Wunsche, daß das Wert des morgigen Tages gelingen und zur Festigung der Stellung der Deut-schen in Untersteier beitragen mige." Ein allgemeines Bravorufen war die Be-stätigung und d,S Einverständnis mit dem Wunsche deS heimischen Reichsratsabgeordneten. Herr Dr. Kautschitsch regte an. daß öfter Versammlungen der Ortsgruppe abgehalten werden mögen, wenigstens alle Vierteljahre, da dadurch das nationale Leben und der Impuls zu nationaler Arbeit gehoben werde. Sein dießbezüglicher Antrag fand allseitige Zuftim-mung und wurde einstimmig angenommen. Herr Oberlehrer T o m i t s ch kam auf das schöne einträchtige Zusammenwirken der Deutschen Untersteiermarks zu sprechen, sagte be-sonders den Cilliern für die fMS bewiesene Unterstützung Dank, wenn eS ein nationales Fest in Rann galt, und brachte sein GlaS den Trägern des nationalen Gedankens. Herr Postmeister Nowak aus Videm betonte sodann die Nothwendigkeit der Unter-stützung der Untersteier seitens der Industrie. Nationale Lieder, welche von sämmtlichen Anwesenden in heller Begeisterung mitgesungen wurden, sowie die Darbietungen eines auS denselben schnell zusammengestellten MnsikvereinS unter der bewährten Leitung des Herrn Dr. Stepifchnegg aus Cilli hoben die feierliche Stimmung des Abends und man sah die Ver-wirklichung deS bekannten Dichterworteö: Ein einig Volk von Brüdern. In wirksamer, von echter deutscher Biederkeit, wie man so zu sagen pflegt von der Leber weg getragener Weise trank der Bürgernieister-Stell-Vertreter von Rann Herr L a ß n i g g (der Herr Bürgermeister war wegen Krankheit am Er- rauf bestanden, war ein Conflict unvermeidlich. In der Thai ei nannten die Ungarn auf dem zahlreich besuchten Reichstage am 5. December 1445 Hunyady zum Oberbefehlshaber des Heeres, welches mit Gewalt der Waffen den jungen König holen sollte und aus dem Landtage zu Pest am 5. Juni 1446 wurde Hun-yadyzum ReichSverweser (regniUngariaeYicarius) erhoben und mit großen Vollmachten während der Minderjährigkeit deS jungen LadiSlauS. welcher von nun an auch allgemein als König anerkannt wurde, ausgestattet. Mit diesem Momente war ein historischer Tournierplatz geschaffen, in dessen Umplankung zwei große Männer sich feindlich gegenüberstanden, wovon der eine bald mit List und Gewalt, der andere in ehrlicher Aufrichtigkeit, stetS zur Au«-föhnung bereit, mit offenem Visir und erprobter Eifenfaust kämpfte: Ulrich von Cilli und Johann Hunyady. Der Kampf beginnt. Nach dem Tode deS Bischofs Johann von Agram entstand um die Wiederbesetzung deS bi-fchöflichen Sitzes ein wüthender Kampf. Die Königin Elisabeth nnd die mächtigen Cillier Grasen unterstützen den Bischof Benedict von WaraSdin gegen den Polenkönig und die Reichs-barone, welche für den Bischof DemetriuS waren. DieS war die Veranlassung, daß die Cillier ^Deutsche wacht" scheinen verhindert) auf den geehrten Gast Herrn Abg. Prof. Hoffmann-Wellenhof, woraus letzterer mit einem Hoch auf die Gemeinde Rann und auf den Bürgermeister-Stellvertreter er« widerte, Herr Dr. K a u t f ch i t f ch brachte sein Glas in gewohnt trefflicher und sinniger Rede den Cillier Gästen. In Beantwortung dieses Trinkfpruches betonte der Bürgermeister-Stellvertreter von Cilli, Herr Julius Rakufch, daß die Cillier mit den Volksgenossen von Rann und Lichtenwald infolge des häufigen innigen Verkehres neben den nationalen Be-Ziehungen auch die Bande der Freundschaft und persönlichen Zuneigung verbinde; auf daS Fortbestehen dieser schönen Verbindung bringe er sein Glas. Herr Sanitäisrath Dr. H o is l trank aufdie Strammheit der Ranner Wähler, welche wieder bei der letzten Landtagswahl nationale Stramm-heit gezeigt hatten. Sämmtliche Trinkfprüche wurden von leb-haften Beifallsrufen begleitet, sowie auch die Lieder- und Claviervorträge. Die anwesenden Damen waren in den verschiedenen Toasten durch Anerkennung ihres nationalen Sinnes und ihrer Wichtigkeit im n ationalen Streben geehrt worden. Die Stimmung war eine sehr gehobene. Ein später eingetroffener Drahtgruß von dem LandtagSabgeordneien Herrn Dr. Wokaun wurde lebhaft bebeisallt. Es war ein schönes deutsches Fest, welches wir in Rann miterlebt. Solche nationale Feste sind sehr geeigne«, die Luft an der nationalen Arbeit zu beleben und Ansporn zu geben, der-selben Freunde zuzuführen. Mögen sich die dort ausgesprochenen Wünsche und Hoffnungen zu Nutz und Frommen unserer guten deutschen Sache erfüllen. Das walte Gott! Amschan. — (Ei n Toast Kaiser Franz Josef I.) Aus Budapest, 27. Jänner, wird geschrieben: Bei dem heutigen Galadiner zu Ehren des Geburtstages des deutschen Kaisers Wilhelm saß rechts vom Kaiser Franz Josef der deutsche Botschafter Prinz R e » ß, links der Minister des Aeußern, Graf Kalnocky. Beim Champagner erhob sich der Kaiser, welchem Beispiele alle Anwesenden folgten. Der Kaiser brachte folgenden Toast aus: „Indem Ich ver heutigen Doppelfeier, des GeburtSfesteS und des 25jährigen Militärdienstjubiläums Seiner Maje-stät des Kaisers Wilhelm mit meinen herzlichsten Glückwünschen gedenke, leere ich in treuer Freundschaft und Anhänglichkeit Grafen mit Heeresmacht in das Agramer Gebiet einfielen, die bischöflichen Burgen erstürmten und besetzten, vorzüglich die Schlösser des PriorateS Aurana, wo bei der Bestürmung und Eroberung der Burg P ö k r e g Johann Sowan, der Bru-der deS BanuS Matko, Priors zu Aurana, er-schlagen wurde. Die siegreichen Grafen griffen nun in Kroatien und Ungarn immer weiter um sich. Die Vortheile, welche die Cillier bereits in Kroatien erfochten hatten, ihr engeS Schutz-und Trutzbündnis mit dem Wojwoden Ujlak und daß die Cillier im Sinne deS Kaisers Friedrich, beziehungsweise im eigenen Sinne die Sache deS jungen LadiSlauS verfochten, bewogen Hunyady, sich plötzlich mit HeereSmacht zu erheben. Er berannte WaraSdin und die dort gelegene Burg der Cillier. Die Stadt ließ er eingeäschert hinter sich. Sodann fiel er in Steiermark ein, plün-derte und verheerte die Gegend um P e t t a u (15. Februar —15. März), erstürmte die Burg D o r n a u, wo ihm der Burggraf mit seinem kleinen Häuflein nicht zu widerstehen vermochte. Von hier sendete er Boten an den Landeshaupt-mann in Graz mit dem Ersuchen, um Gewäh-rung deS feindlichen Durchmarsches gegen die Landesmarken der Cillier. Der LandeShaupt-mann aber verweigerte das Verlangen und bot die Landwehr nach Fürst en fel d und Rad-kersburg auf (6. Mai 1446). HunyadqS Vortrab war jedoch schon bis W i n d i s ch-F e i st- 1894 daS Glas auf das Wohl Meines theueren Bundesgenossen, Seiner Maijestät des deutschen KaiierS und Königs von Preußen." — (Die Ungarn und die Tsche» ch e n.) Für Sonntaa war in Budapest eine Versammlung slavischer Arbeiter einberufen. Dieselbe wur5e jedoch von dem Vertreter der Polizei - Behörde aufgelöst, weil sich die Redner des tschechischen Idioms bedienten. Der Funktionär der Polizei erklärte sich deshalb außer Stande, die gehaltenen Reden zu controlieren. Es kam zu sehr tumultuarischen Scenen, und der Polizei - Beamte mußte schließlich die Theil-nehmer an der Versammlung mit Gewalt auseinandertreiben lassen. Dieselben vertheilten tschechische Flugschriften und hielten sich durch Absingung tschechischer Lieder für die Auflösung der Versammlung schadlos. Man sieht, die Ungarn räumen mit den slavischen Herrschaften gleich ganz anders aus; sie ersticken die ungebührlichen Anmaßungen im Keime und dulden keine Frechheiten. — (Kleine politische Nachrlch-t e n.) Etwa 50 Bürger V i l l a ch s itellten Herrn BeiriebSdirector Scala als Candidaten sür die ReichSrathSwahl an Stelle Stein-wenders ans. — Für das durch den Tod des Reichsrathsabgevrdneten Dr. Jacques erledigte Reichsrathsmandal der inneren Stadt Wien nennt man als Candidaten die Gemeinde-räthe Dr. B o f ch a n und N o s k e. die Vice-bürgermeister Dr. Richter und Dr. G r ü b l, weiters Tr. Magg, Carneri und Emil Anspitzer. Auch der Name des Rechtslehrers Hofrath G r ü n h u t wird genannt. — Beim HandelSminister Grafen Wurmbrand erschien Sonntag eine Deputation, um demselben das P r o m e m o r i a gegen die Uebergriffe der Consumoereine zu überreichen. Ter Handelsmininister nadm das Promemoria ent-gegen und beschied die Deputation zu einer Be-sprechung auf den 2. Februar. — Eine neue tschechische politische Partei ist in Bildung begriffen. In den nächsten Tagen wird in Zu>chris«en an Politiker und Journale das Programm derselben dargelegt werden. Der Hauptzweck der Partei soll die materielle Hebung de« tschechischen Volkes sein. — In Berliner diplomatischen Kreisen glaubt man, Graf Herbert BiSmarck werde an Stelle deS leidenden Grafen Hatzfeld zum B o t f ch a f-ter in London ernannt wenden. — Das serbische Amtsblatt „Srpske Novine" pnbliciert den aus die Einstellung des Proceßoer-fahren« gegen das Cabinet A k u m o o i c bezüglichen königlichen Gnadenact. — Der Kaiser Alexander III. vonRußland r i tz vorgedrungen, vergeblich von allen Seilen voui cillier Feldhauptmann Jan Witlowec geneckt. Hunyadys Aufenthalt vor dem befestigten Feistritz dauerte längere Zeit. Am 24. März 1446 wurde der Ort zum erstenmale, doch ver» geblich bestürmt. Auch kam Hunyady zwischen P e t t a u und Marburg mit der Landwehr in Kampf, in welchem diese über die Drau und Mur zurückgeworfen wurde. Während er nun weiters die von Witiowec hartnäckig ver-theidigte Stadt Feiftritz bedrängte, mußte der Sohn seiner Schwester, der Feldhauptmann Jäckel mit tausend Reitern und Reisigen über Gonobitz und L i n d e ck gegen Cilli vordrin-gen. Dort müssen bereits die Grasen Friedrich und Ulrich, welche bei der Nachricht ihrer bren-nenden Städte und Burgen aus Croatien herbei-geeilt waren, solchen Widerstand entwickelt haben, daß Jäckel nicht bis Cilli selbst vordringen konnte und, zufrieden mit dem Brande vieler Ortschaften und Dörfer um Cilli, sich wieder zu feinem Oheim Hunyady zurückzog. (Quidquid mali potuerunt facere hoc fecerunt Chron. Vatz.) Indessen hatte dieser auf einige Tage mit Wittowec Waffenstillstand geschloffen. Besorgt, zwischen dem Heere der Cill'er Grafen selbst und der wiederkehrenden Landwehr in eine bedenkliche Lage zu kommen und zufrieden, den Cilliern em-pfintlichen Schaden zugefügt zu haben, eilte ex 1894 leidet a» einem starken Influenza-Anfall mit BronchitiS und Entzündung deS unteren Theiles des rechten Lungenflügels. Sein Befinden hat sich bereits wieder gebessert. — Englische Blätter verlangen die O c c u p a t i o n oder die Ab-dankung deS VicekönigS AbbaS, da derselbe die englischen Truppen gelegentlich eines Armeebefehls beleidigt habe. — Die Fürstin von Bulgarien ist am Dienstag von einem Sohne entbunden worden. DaS Ereignis, welchem das bulgarische Volk mit ge-spannter Erwartung entgegengesehen hat, be-kräftigt de« Glauben an daS fast schon sprich-wörtlich gewordene Glück Bulgariens, denn es brachte dem bulgarische, Volke einen Erbprinzen und seinem nationalen Bestände daS feste dynastische Fundament. — In Berliner Hoskreisen verlautet, der Kaiser werte den Fürsten Bismarck an dessen GeburtS-tage am 1. April in Friedrichsruh besuchen. Aus Stadt und Land. Cilli, am 81. Jänner 1894. Steiermärkischer Landtag. Die Session deS Landtages von Steiermark, der noch ein sehr reiches ArbeitSmotenale zu bewältigen hat. dürfte erst am 14. oder 15. Februar ge-schloffen werden. Die Lehrer an den Landtag. Die gesammte Lehrerschaft deS L indes, Deuische und Slooenen, ferner zahlreiche OrtSschulräthe und Gemeinden haben beim Landtage um Rege-lung der Lehrerbezüge, Abschaffung deS OnSclassensystems und Errichtung eines Concretual-StatuS petitioniert. Zur Berathung dieser Angelegenheit ist eine EnqnSte eingesetzt worden. Grazer Handels und Gewerbe-kammer. Dieselbe hat am 29. d. M. die Herrn Franz Schreiner zum Präsidenten, Joseph Liebe! zum Vice - Präsidenten und Robert S e e g e r zum provisorischen Vorsitzen-den gewählt. Südmark." Für den nationalen Schutz-verein „Südmark" gibt sich in neuerer Zeit er-freulicherweise eine von Tag zu Tag wachsende Theilnabme kund. Die Mitgliederzaht wächst nicht allein in Graz. wo sie nun schon weit über 1000 beträgt, sondern auch an anderen Orten. In Cilli, Marburg. Mürzzuschlag, und Pet tau sind Frauenortsgruppen im Entslehen begriffen; die Sagungen der Peltauer Gruppe sind bereits der Behörde vorgelegt worden. In Anbetracht dessen, daß der Verein von großem Werte für die wirtschaftliche Wohl- über Peitau, Schloß Tschakathurn, Mirft Ko-preinitz und Raschin nach Ungarn zurück. Kaiser Friedrich IV. scheint bei diesen Vor-gängen völlig theilnahmsloS und unthätig in Neustadt gesessen zu haben. Ihn beschäftigten Familienangelegenheiten und der Streit mit den tirolischen Ständen wegen der Vormundschaft über Herzog Sigismund. welche er endlich doch hatte aufgeben müssen. Auch beschäftigte ihn ein neuer Kamilienvertrag, welcher an, 6. April 1446 abgeschlossen wurde und wonach der Kaiser für die nächsten 6 Jahre statt Albrecht VI. alleiniger Herr der innerösterreichischen Lande sein sollt«, während sich Albrecht mit der Herr-schaft der Vorlande. Sigmund mit der der Oberland« und Tirol begnügen mußten. Ohne besonderen Eindruck blieb auch bei Kaiser Friedrich das Entschuldigungsschreiben Hunyadys (Pest II. Juni 1440) über die auf dessen Zuge gegen die Grafen von Cilli den landessürsilichen Unterthanen zugefügten Beschä-digungen. —-- Die Ungarn hörten nicht aus, den jungen LadiSlauS alS ihren König nebst der Reichs-kröne wiederholt zu fordern; er wurde aber von Kaiser Friedrich IV. wieder hartnäckig verweigert. Kaiser Friedrich mußte sich daher aus einen abermaligen Einfall ver Ungarn in seinen Landern Oesterreich und Steiermark gesaßt machen. Mit einem Heere von 20000 Mann erhob sich Macht- fahrt bedrängter Landleute und Gewerbetrei-benden deS Unterlandes ist, hat sich die Ver-einsleitung mit der Bitte um die Zuwendung einer Unterstützung auS Landesmitteln an den steiermärkischen Landtag gewandt. Wie wir dören, kann dieses Gesuch der Genehmigung sicher fein. Evangelischer Gottesdienst. Am Freitag, den 2. Feber Vormittag wird in der evangelischen Kirche ein Gottesdienst abgehalten. Hauptversammlung des Musik-Vereines. Dieselbe fand am Samstag im Hotel zum „Elefanten' statt. Herr Dr. S t e p i s ch n e g g als Obmann des Vereines eröffnete die Versamm-lung mit der Begrüßung der Erschienenen und gab einen Rückblick auf die seit der letzten Hauptversammlung am 27. November vorigen Jahres erzielte Thätigkeit. Der Vorsitzende rekapitulierte weiters die Protokolle der vor-jährigen Hauptversammlung und gab eine Gegen-überstellung zwischen damals und jetzt, sowohl waS die Mitglieder, als auch die Kapelle und die Musikschule, das Inventar und das Ver-einSvermögen anbelangt. Durch die Munificenz der Stadtgemeinde» der Sparkasse und anderer Corporationen sei der bei der am 27. November gepflogenen Hauptversammlung offen zu Tage gelegenen traurigen Lage abgedolsen worden. Der Berichterstatter gibt seinen Erfahrungen als Inspektor der Musikschule offen Ausdruck und bringt weiters Beschwerden in Bezug auf dieselbe vor. Der Herr Capellmeister Dieß! habe theilweise infolge derselben seine Ent-lassung genommen. ES sei notwendig, daß bei der Musikschule eine Vermehrung der Lehrkräfte stattfinde. Der Vortragende zollt der zweiten Kraft Herrn Fischer Lob; ebenso der Ver-einS-Capelle. Er gibt zum Schluß« dem Wunsche Ausdruck, daß «S bald möglich fein werde, daß passendere Localitäten für die VeceinSproductionen gefunden werden. Ueber Antrag des Herrn JuliuS R a k u s ch wurde dem Herrn Obmanne der Dank für seine klaren Auseinandersetzungen durch Erheben von den Sitzen ausgedrückt. Der Cassier Herr Prof. Nowak erstaltet sodann den Bericht über die Geldgebahrung, wo mich zu ersehen, daß der Verein im materiellen Er-starken begriffen ist, daß er gar kein Defizit mehr hat und erörterte einen Plan für eine geregelte wirtschaftliche Thätigkeit im Vereine, damit der-selbe in jeder Beziehung seinem Sireben und sein-n Verpflichtungen nachkommen kann. Der Bericht deS Herr» CassierS wurde sodann ge-nehmigt; der Revisor Herr JuliuS R a k u s ch spricht dem Cassier bei dieser Gelegenhenhtit für seine mustergiltige Rechnungsführung den besten Dank aus und gibt der Hoffnung Raum, daß Herr Nowak seine ausgezeichnete Kraft als Hunyady. und am 28. October waren bereits die Vorderfchaaren verheerend über die Grenze gegangen. Wie leicht der Kaiser die Sachlage auffaßte, geht daraus hervor, daß er die öfter-reichischen Stände erst aus den I I. November zur Rüstung gegen einen ungarischen Einfall und zur Berathung nach Wien aufforderte. In-zwischen ^»ren die Ungarn, welche ihren Heeres-zug gegen Kaiser Friedrich bei dem Papste Eugen IV., bei den Venetianern und anderen Regierungen zu rechtsert-gm suchten, weiter vor-gedrungen; sie hatten bis zum 20. November die Vorstadt zu Oedenburg und mehrere Märkte, Dörfer und Ortschaften jenseits der Leitha nieder-gebrannt und ihr Lager zwischen Forchtenstein, Hornstein, Ebenfurt und Neustadt aufgeschlagen. Schon bedrängte und belagerte Hunyady die Stadt Wien, in welcher sich Friedrich einge-schlössen hatte. Am 27. November und am 9. December 1446 versich«rte er den Wienern und den Ständen des Lan:es schriftlich, daß sein Kriegszug nur gegen Kaiser Friedrich gerichtet sei. Nun wurde eine Deputation, deren Vor-berste Graf Ulrich von Cilli, der »anzler Kaspar Schlick, die köuigl. Räthe Ulrich E i z i n g e r und Rüdiger vonStahrem-b e r g waren, an den Gubernaior gesendet, um ihn zum Rückzüge zu bewegen. Hunyady for-dene die Abtretung des Schlosses R a a b. { Kaiser Friedrich zauderte und bot einstweilen ! 3 Cassier dem Vereine auch weiter» angedeihen lassen werde. (Leifall) Die Neuwahl in den Ausschuß ergaben folgendes Resultat: Herr Dr. Stepifchnegg, Herr Ina. Lindauer. Herr Prof Nooak, Herr Direcior Weiß. Herr Direktor Windbichler. Herr Kaufmann Kr ck. Bei der hierauf vorgenommenen Constituierung deS AuS-schusseS wurde Dr. Stepifchnegg zum Obmann, Jng. L i n d a u e r zu dessen Sell-Vertreter. Direktor Windbichler zum Schrift« führer, Prof. N o v a k zum Cassier. Direktor W eiß zum Oekonom und Kaufmann Krick zum Archivar bestimmt. Herr Julius R akufch sprach sodann den gewählten Herren den Dank dafür auS. daß sie dem Vereine in schwer be-drängter Zeit ihre Kräfte angedeihen lassen. Der Musikoerein sei für daS geistige Leben von Cilli eine unbedingte Nothwendigkeit und in Hinblick auf den Charakter CilliS als auf-strebende Sommerfrische und Badeort von hoher Wichtigkeit. Es sei bedauerlich, daß dem Ver-eine auS der Bevölkerung so wenig Antheil« name entgegenbraucht werde und er hoffe, daß sich die» ändern werde. Dadurch aber, daß sich die Herren, welche an der Spitze deS Vereines stehen, und diejenigen, welche als Mitglieder demselben angehören, indirekt auch für die Interessen der Stadt einsetzen, gebühre ihnen der wärmste Dank auch seitens der Gemeinde, den er auSzusprechen sich erlaube. Mit dem herzlichen Wunsche, daß der Verein wieder zu blühendem Gedeihen gelangen und daß sich ihm neue Freunde anschließen, beendete der Redner seine Worte, welche allerorts Widerhall finden und verstanden werden mögen. Zuweisung deS Viehsalzes. Die Zuweisung des Viehsalzes ersolgt im Monate Februar auS dem Salzamte Pirano an alle 13 Gemeinden des Gerichtsbezirkes Rann und an acht Gemeinden des Gerichtsbezirkes D r a ch e u b u r g mit 57.300 Kilogramm. — Im März aus dem Salzamte Pirano an die übrigen 19 Gemeinden des Gerichtsbezirkes Drachenbnrg und sämmtliche 13 Gemeinden des GerichtsbezirkeS Lichtenwald mit 57.600 Kilogramm und aus dem Salzamte Trieft an alle 184 Gemeinden der GerichiSbezirke Leibnitz, ArnfelS, Frieda», Rohitfch, Pettau sammt Stadt mit 432.700 Kilogramm. — Im April auS dem Salzamte Pirano an 15 Gemeinden deS GerichlSbezirkS Cilli sammt Stadt mit 58.900 Kilogramm — Im M a i auS dem Salzamte Pirano an die übrigen sieben Ge-meinden des Gerichtsbezirkes Cilli und sämmt-liche acht Gemeinden des Gerichtsbezirkes Franz mit 64.100 Kilo. — Im Juni aus dem Salzamte Pirano an 21 Gemeinden des Gerichtsbezirkes G o n o b i tz mit 55.450 Kilogramm. — Im Verschreibungen an; Hunyady aber verlangte die persönliche Bürgschaft desGrafen von Cilli. daß das Schloß bis zum Lichlmeßtag, also den 2. Februar 1447, in die ungarischen Hände werde übergeben sein; dieser forderte vom Kaiser einen Schadlosbrief, der aber auS dem geringen Grunde verweigert wurde, weil daS Schloß in den Händen von Sölderhäupt-lingen war. Somit geschah keine Einigung und Kaiser Friedrich, hinter den Mauern und Gräben von Wien verbarikadiert, mit Kräutern. Pflanzen und Mädchen beschäftigt, ließ eS gleichgiltig geschehen. daß bis Weihnachten hin das ungarische Heer alles Land Oesterrcichs weit umher und tief in die Steiermark hinein, ja sogar nach Kärnten und Krain hin verwüstete, denn alle», was nicht hinreichend befestigt war oder um hohe Summen die Schonung erkauft hatte, wurde niedergebrannt. Nur die Cillier Grafen scheinen mit ihren Vasallen und Söldnern siegreichen Widerstand geleistet zu haben. Bald zeigte sich der Gubernator zu Unterhandlungen bereit. Mit dem Grafen Friedrich von Cilli hatten sich zu R a d-k e r S b u rg am 1. Juni 1447 die angesehensten Reichsmagnaten, ferner der Erzbischofvon Gr a n, der Bischof von R a a b , der Palatin von H e-d e r v & r, der Wojwode von Siebenbürgen, Nikolaus U j l a k und andere zu einem Waffen-stillstand auf 2 Jahre verein». (Fortsetzung folgt.) 4 Juli auS dem Salzamte Pirano an die übrigen G Gemeinden de« GerichiSbezirkeS Gonobitz und sämmtliche 15 Gemeinden des Gericht«-bezirke« St. M a r e i n mit 55,250 Kilogramm. — Im August au« dem Salzamie Pirano an sämmtliche 9 Gemeinden de« Gerichtsbezirkes O b e r b u r g mit 53.000 Kilogramm, und aus dem Salzamte Triest an alle 205 Gemeinden der Gerichtsbezirke Mahrenberg. Schönstein, Windisch-Graz. Mureck. RadkerSburg und VoitS-berg mit 440.200 Kilogr mm. — Im September aus dem Salzamie Piraro am sammt-liche 8 Gemeinden de« GerichiSbezirkeS Tüfser mit 45.950 Kilogramm. Hopfenschädlinge im Sannthale. Mit der Eingabe vom 24. Juni l. I. hat der s ü d st e i e r m ä r k i s ch e Hopfenbau -verein an den Landesausschuß einen Bericht erstattet über da« massenhafte Ausnete» eine« Hopsenschädling« im Hopfengebiete der südlichen Steiermark und Vorschläge über die Maß-regeln zur Bekämpfung desselben gemacht. Der steirische Landesausschuß hat die Eingabe an da« Ackerbauministerium geleistet und dasselbe hat den Forstmeister Fritz Wachtel mit der Untersuchung de« südsteiermärkischen Hopfenye-bieteS beauftragt. Da die vom Forstrathe Fritz Wachtel beantragten Maßnahmen gegen den Hopfenrüsselkäfer über den Rahmen dessen hin-ausgehen, was im Sinne der Bestimmungen de« § 3 de« Landesgesetzes vom 10. December 1868 in Bezug auf den Schutz der Feldfrüchte gegen schädliche Jnsecten im VerordnungSwegt verfügt werden kann, dürfte noch in dieser Session ein Gesetzentwurf betreffend die Vor-beugungS- und VernichtungSmaßregeln gegen den Hopsenschädling im Landtage eingebracht werden. Straße Lentsch Sulzbach. Wie uns mitgetheilt wird, ist das Projekt der Herstellung einer Straße von Leulsch nach Sulzbach in ein Stadium getreten, welche« der Hoffnung Raum läßt, daß der steiermärkische Landtag noch in dieser Session die Mittel hiefür bewilligen wird. Bekanntlich hat die Straße Leutsch-Sulzbach den Zweck, Verkehr und Leben in ein bisher gänzlich todtes Gebiet zu bringen, indem durch eine Straße bi« Sulzbach der ungehemmte Einmarsch in das herrlich schöne Alpengebiet von Sulz-bach ermöglicht wird. Es ist außer allem Zweifel, daß sich dann der Strom der Touristen mehr hieher wendet, denn die Sulzbacher Alpen bilden so viel de« Entzücken-den und Sehenswerthen, daß nur die ungeheuer schwierigen Verkehrsverhältnisse schuld daran tru-gen, wenn diesem Alpengebiet bisher nicht die ver-diente Aufmerksamkeit zugewendet wurde. Durch den Bau der genannten Straße würde in dieser Beziehung viel geholfen und so hoffen wir denn auf eine günstige Erledigung. Die Kosten deS Straßenbaue« stehen gewiß in keinem Verhält-nisse zu dem für die ganze Gegend zu ge» wärligenden Vorteil desselben. Der Bürger-Ball, welcher am 2. Feder im Gast Hofe zur „Gr ü n en W i e s e' zu Gunsten deS .Deutschen SchulvereiueS' ab-gehalten wird, verspricht recht gut besucht zu werden, da die Nachfrage nach Einladungs-karten eine allgemeine ist. Hauptfächlich ist es der nationale WohlthätigkeitSzweck, welche alle Deutschen am 2. Feber in der „grü»en Wiese" zusammenführen wird. Bemerkt wird, da« Wägen zur Fahrt nach d e m B a l l - S o c a l e b e i der Grazer Mauth zu: unentgeltlichen Be« nützung zur Verfügung stehen werden. Verehelichung von Landwehr-Ne-kruten. Um vorgekommenen Zweifeln, ob bereit« eingereihte, jedoch noch nicht zur activen Dienstleistung eingerückte Rekruten der Landwehr und der nichtactiven Landwehrschast. welche noch im ersten Dienstjahre stehen, sich ohne Militär-behördliche Bewilligung verehelichen dürsen, zu begegnen und ob dieselben zum Präsenzdienst herangezogen werden können, fand da« Land-wehrcommando Nachstehende« in Erinnerung zu bringen: a) Nach § 61. Punkt a, b und letzte« Alinea Wehrgesetz, sowie § 9 Anhang Wehr-Vorschriften, 3. Theil, bedürfen nur die activen „Deutsch- Macht- Personen und die uneingereihten Rekruten der Land-wehr zur Verehelichung die militärbehördlichen Bewilligung, während für die übrigen Personen rücksichtlich der Verehelichung die Gesetze und Verordnungen gelten; b) durch eine solche im ersten Jahre der Dienstpflicht geschlossene Ehe wird im Sinne des 8 W-V.. I. Theil, keine Begünstigung in Erfüllung der Dienstpflicht begründet, daher e) dieselben im Falle de« Be-d.,rfe« nach Anhandgabe de« § 1 W.-V., 2. Theil, zum Präsenzdienst herangezogen werden können. Vom Stadttheater. Am Sonntag, den 2l. d. M. wurde in unserem Stadttheater .Der Vogelhändler" gegeben, welche Operettc nnt ihren prickelnden Weisen wieder die alte Zugkratt ausübte. Die weibliche Haupt-rolle, die der Kursürstin Marie, war durch Fr. Baviera besetzt. Wie immer, brillirte diese von dem Cillier Publikum mit Recht gefeierte Sängerin auch in dieser Rolle, obwohl letztere ja nicht gerade häufigen Anlaß zum Entfalten ihrer herrlichen SangeSmittel giebt, und wieder-holter stürmischer Applaus überschüttete die immer gern gesehene Gastin. Die Herren William (Graf StaniSlau«) und Müller (Adam) waren zwei würdige Interpreten ihrer Partien. Ebenso vorzüglich war die Rolle der Briefchristl durch Frl. Grimm besetzt. Frl. M i k o l a (Baronin Adelaide) und Herr Mondheim (Baron Weps) entfesselten im Hause wahre Lachsalven und brachten ungebundene Stimmung hervor, freilich oft mit Hilfe von Uebertreibungen und Cariciren; trefflich waren weiter die Episoden des Dorfschuljen, Hr. H ö n i g S f e l d, und de« Frl. Spiller in der Rolle der Kellnerin. Der Chor hielt sich ziemlich gut, das Orchester ließ den Eindruck verspüren, daß es diesmal schwer zu dirigiren sei. — Am Mittwoch, den 24. Jänner erfreute unS die gelungene Darbietung der Verdrsch'N Oper „Der Trouba-d o r". worin die Damen Huld die Partie der Leonore und Baviera die der Azucena inne-hatten. Beide Sängerinnen zeigten sich aus der Höhe ihrer Ausgabe; besonders Fr. Baviera ließ durch ihren frischen Ton und durch die Technik ihrer Stimmmittel, sowie durch ihre em-pfindsame schauspielerische Grazie wiederum den vollen Zauber auf das Publikum wirken. Die Herren Müller (Manarico) und H ö n i g s-selb (Luna) waren bestens auf ihrem Platze. Thierseuchen. ES ist herrschend: B l ä s-chenausschlag bei Zuchtrindern der Ge-meinde Cilli Umgebung deSBezirkeS Cilli. Arbei tgeber und Arbeitnehmer. Priestley, Besitzer von vier großartigen Fa» brisen in Bradford, müde von den Socialisten zu hören, daß er sich vom Schweiße der Ar-bester mäste, hat vor kurzem die besteinge-richtete und lohnendste seiner Fabriken dem socialistischen Comi>6 offeriert, und zwar wollte er die Dampfmaschinen aus ein Jahr zur Verfügung stellen und 125.000 Franc« Credit'einräumen. Er verlangte weder Jnter-essen noch Grundzins; die einzige Bedingung, welche er den syndicierten Arbeitern stellte, war Die Fabrikation müsse noch den Statuten der GewerkSvereine geregelt und nach socialistischen Grundsätzen exploitiert werden. Er verpflichtete sich, wenn das Unternehmen am Ende deS Jahres finanziell reüssiert haben würde, wenn alle Arbeiter mehr Geld erworben haben würden, alS unter der Leitung de« Arbeitgeber«, den Mitgliedern de« Syndikates gegen einen ge-ringen Grundzins die Fabrik zu überlassen und ihnen die 125.000 Francs weiter zu creditieren. Nach viermonatlichem Bedenken haben die Darkshirer Socialisten bekennen müssen, daß sie sich nicht fähig erachten, die durch den Kapitalisten ihnen zur Verfügung gestellte Fabrik zu führen und zu exploitieren. Kleine Nachrichten. Kronprinzessin Stefanie begab sich am 30. d., als am Tode«-tage des Kronprinzen Rudolf, nach Mayerlmg, um dort einer Trauermesse für ihren verstorbenen Gemahl beizuwohnen. — Com merzienrath Krupp in Essen a. d. Ruhr hat zum Andenken an die Feier des kaiserlichen GebiutSiagtS der Stadt Essen 100.000 Mark I als Grundcapital für eine milde Stiftung, 1894 welche gemäß der ertheilten Genehmigung de« Kaisers den Namen .Kaiser Wilhelm II. und FürstBismarck-Stiftung" führen soll, geschenkt. — Zwischen dem Hußaren-Ober-lieutknant Baron Max Gagern und dem Hußaren-Oberlieutennt Baron Ludwig R e d l, Adjutanten des Obersten Sznascanyi, fand in der Cavalleriekaserne in Oedenburg ein Säbel» b u e l l statt, wobei Oberlieutenant v. Gagern am Auge und an der Nase sehr erheblich, Baron Redl am Unterschenkel leicht verletzt wurde. — In der Humbertkaserne in P i s a erschoß ein Soldat einen Corporal und zwei Soldate.'. Der flüchtige Verbrecher wurde eingesangen. — Tie britische Parke „T x a 1 e e" ist auf der Reise von Santa Rofalia nach Oueenstown in der BrandonSbai gescheitert. Fünfund-zwanzig Personen sind umS Leben gekommen. — Der ehemalige Universität«-Professor Dr. Eduard N e m i n a r. der seinerzeit wegen einer Aufsehen erregenden Beirugsaffaire den Doctor- und Profesfonitel verloren hat. wurde dieser Tage nach zweijähriger Haft aus dem Zuchthause in Schwyz in der Schweiz ent-lassen und unter sicherer Begleitung bei Feld-kirch über die Grenze nach Oesterreich gebracht. — Am Montag Nachts hat sich in dem söge-nannten Theaterzuge der Südbahn, der Wien um 1 l Uhr Nachts verläßt und nur bis Wiener-Neustadt verkehrt, in einem Coupee erster Classe ein elegant gekleideter Herr zwischen Gumpolds-kirchen und Baden durch einen Schuf, in« Ohr ge-tobtet. Der Selbstmörder ist ein Pole aus Rußland. — DaS bulgarische Feldkriegsgericht fällte am DienStag da« Urtheil gegen die Brüder Iwanow, welcher eines Mord» anschlage« gegen den Fürsten angeklagt waren. Der ältere, Luka, welcher ehemals bul-aarischer Offizier war. wurde zu fünfzehn Jahren schweren Kerkers, der jüngere, Stojan, Student, zu drei Jahren Gefängnis, ohne Ver-lust der bürgerlichen Rechte, verurtheilt. Aus dem Herichtslaale. Vom Schwurgericht. Cilli, am 26. Jänner. Wegen der Versicherungssumme. Vorsitzender Herr L.-G.-R. von F l a d u n g, öffentlicher Ankläger Herr St.-A.-S. Dr. N e -m a n i c. Die JnwohnerSleute von St. M a r g a -r e t h e n, und zwar Martin B o h a k, 38 Jahre alt, Johann B o h a k, 63 Jahre alt, Ursula B o h a k, 58 Jahre alt. kath., hatten sich vor den Geschwornen wegen des Verbrechen« der Brandlegung zu verantworten. In der Nacht vom 8. auf den 9. September 1893 war in St. Margarethen in der Keusche de« Susan Cafuta Feuer ausgebrochen; dasselbe hatte sich rasch verbreitet. Es verbrannten außer dieser Keusche jene des KaSpar Klasinc, daS Wohn-und Wirtschaftsgebäude des Jofef Weiß, das Wirtschaftsgebäude de« Josef Kunst und endlich die Keusche deS Joses Fuschger, außerdem wurden Fahrniss«? des Josef Kunst, Johann Weiß, Johann Goikiö, Georg Paulinr, Johann Pesek und der Theresia Kobsche ein Raub der Flammen. Der Gesammtschade beträgt circa 3000 Gulden und obwohl die Beschädigten zum größten Theile versichert gewesen sind, so de-bezeichnen doch einige derselben, wie Joses Kunst und Stesan 6'afuta mit Rücksicht auf ihre Ver-mögenSlage den Schaden als einen erheblichen. Die Art der Verbreitung des Feuer» führte zur Entdeckung der Thäter. Nachdem nämlich da« Feuer bei den Gehöften de« Stefan Cafuta. Jofef Weiß und Josef Kunst bereit« im Niedergange begriffen war. entstand plötzlich in der Keufche de« Josef Finfchger wieder Feuer. Hier beobachteten nun Georg Habianiö, Lorenz Lon-caric und Franz Goiöiö, daß da« Feuer im Innern der Keusche am Dachboden zum Au«-bruche gekommen, daß es also nicht von den ! genannten Brandstätten hierher verpflanzt worden sei« konnte. Diese Wahrnehmung fand auch in dem Localaugenichein.' und in der Beobachtung ! aller anderen Zeugen ihre Bestätigung, wonach in der Brandnacht der Windzug eine von der Keusche veS Josef Finschger abgewendete Richtung halte. Da eS ruchbar geworden, daß Marlin Bohak, der in der Keusche des Stefan öafuta. in welcher daS Feuer zuerst zum Ausbruche kam. alS Inwohner lebt, dann dessen Eltern Johann und Ursula Bohak, welche Inwohner in der letzt-genannten Keusch« deS Josef Finschger sind, ihre ganz unbedeutenden, nahezu wertlosen Fahr« nisse unverhältnismäßig hoch versichert hatten, wurden sie gesänglich eingezogen. Dieselben stellten entschieden in Abrede, den Brand gelegt zu haben. Martin Bohak blieb konsequent dabei, daß wcd« er selbst, noch sein Vater Johann Bohak oder feine Stiefmutter Uisula Bohak an den ausgebrochi'nen Bränden schuld seien. Johann und Ursula Bohak hielten für ihre Person auch steiS am Leugnen fest, allein im Laufe der Untersuchung begannen sie sich gegenseitig, ins-besondere aber auch den Martin Bohak als Brandleger hinzustellen und als Motiv die Ge-winnung der Versicherungssumme zu bezeichnen, wobei sie auch bei der Hauptverhandlung stehen blieben. — Nach dem Wahrspruche der Ge-schworenen wurden sonach wegen deS Verbrechens der Brandlegung zum schweren Kerker verurtheilt und zwar Martin Bohak zu vier Jahren und Ursula Bohak zu drei Jahren, hingegen wurde Johann Bohak von diesem Verbrechen freigesprochen. Eil li, 27. Jänner. Betrug. Vorsitzender Herr L.-G.-R. R e i t t e r . öffentlicher Ankläger Herr St.-A. Trenz, Vertheidiger Herr Dr. B a b n i k. Josef Toman, 35 Jahre alt. ver-heirathet, Handlungsreisender, zuständig nach Kre« nowitz, hatte sich wegen deS Verbrechens des Betruges oor den Geschworenen zu verantworten. Josef Toman war vor mehreren Jahren Kruf-mann in Pettau. verfiel in ConcurS und sristete dann fein Leben als Handlungsreisender. El bot sich in dieser Eigenschaft am 12. November 1892 dem Raimund Wieser in Kötsch an, erhielt von ihm Branntwemmufter und einen Reise-Vorschuß von 50 fl. Ohne eine Reise anzutreten, trank er den Branntwein sofort auS und ver-brauchte daS Geld für sich. Er behauptet zwar, diese 50 fl. als Darlehen bekommen zu haben' Raimund Wieser stellt dies jedoch als Lüge hin. Im Frülijahre 1893 beabsichtigte Franz Eiletz aus Marburg, dessen Frau einiges Geld besitzt, in Tüff er ein Geschäft zu eröffnen. Da er selbst Creditar war. das Geschäft also nicht sühren konnte, bestimmte er den Josef Toman, den er zur Uebernahme berechtigt hielt, dazu und gab ihm zu diesem Zwecke circa 500 fl. Josef Toman und Franz Eiletz giengen wirklich nach Tüfser und nahmen dort im Haufe des Andreas Keppa ein Geschäftslocale auf. Jofef Tcmau blieb in Tliffer, während sich Franz Eiletz nach Marburg zurückbegab. Jofef Toman ließ sich eine Stampiglie anfertigen, welche den pompösen Juhalt: ,I. Toman, Gemifchtwaaren-Handlung, Weingeschäft, Markt Tüffer, Steiermark" führte, während das GefchäftSlocale noch vollkommen leer, ja nicht einmal der Geschäftsbetrieb bei der Behörde angemeldet war. Mit dieser Stam-piglie wurden nun Briefpapiere und Eouverts bedruckt und mittels derselben von vielen Firmen verschiedener Städte und Länder Waaren im Gesammtwerte von 2147 fl. 83 kr. bestellt. Ohne daran zu denken, da« Geschäft zu er-öffnen, verschleuderte Josef Toman den größten Theil dieser Waaren nach ihrem Einlangen und verbrauchte den Erlös im beiläufigen Betrage von 700 fl. Nur einige Firmen konnten noch rechtzeitig die AuSsolgung der Waaren verhüten, während eine kleine Partie Franz Eilitz für die Forderung seiner Gattin pfänden lassen konnte. Seinem schwindelhasten Vorgehen setzte er die Krone dadurch auf, daß er im Mai 1893, als er Tüffer bereits verlassen und sich im Hotel .Zum Königstiger" in Graz einquartiert hatte, bei Schimmerling und Mlikotin bedeutende Weinvorräthe bestellte, ohne die nöthigen Keller zu besitzen. Josef Toman war im Thatsächlichen geständig, behauptet aber, daß er nicht die Absicht hatte, diese Firmen zu schädigen und bestrebt fein werde, sie zu bezahlen. Dies er-scheint jedoch als eine leere Ausflucht, da er selbst nicht die geringsten Zahlungsmittel besitzt und seine Angehörigen, die sich übrigens ganz von ihm zurückgezogen haben, nur ein ganz un-bedeutendes Vermögen besitzen. Wohl berief er sich auch darauf, daß ihm Franz Eiletz große Zuschüsse zur Führung dcS Geschäftes zugesichert habe, was aber Franz Eiletz bestritt. Nach dem Wahrspruche der Geschworenen wurde Jofef Toman zum schweren Kerker in der Dauer von 18 Monaten verurtheilt. « illi, 30. Jänner. Notorische Raufbolde. Als solche waren in B e r z j e der 18 Jahre alte Grund-besitzersfohn Johann S k o b e r n e, der 33 Jahre alte Franz Iankoviö, der 23 Jahre alte Anton I a n k o v i i und der 24 Jahre alte Anton S e n i L a r aus S e d u n, alle drei Grundbesitzer, bekannt. Die vier Genannten standen auch wegen eines aus Rauflust begangenen Verbrechens am Dienstag vor den Geschworenen, wobei Präsident Herr Dr. G e r t s ch e r den Vorsitz führte und Herr St.-A. T r e n z die Anklage vertrat. Der ledige Bauernbursche Franz Mr akiö war am 24. September 1893. an einem Sonntag, bei seiner verheiratheten Schwester Anna Sko-berne in Brezje zu Besuch. Im Hause befanden sich damals außer ihm und der genannten Schwester auch daS Bauernmädchen FranziSka MoSkan und feine Mutter Maria Mrakiö. Da kam die Nachbarin Maria Ferlin mit der Meldung, es seien vier Raufbolde im Dorfe, die sich drohend geäußert, heute müßten sie noch Jemanden umbringen; Marie Ferlin knüpfte daran die Bemerkung, man solle ja nicht das Haus verlassen, damit Niemandem ein Unfall zustoße. Bald daraus sah man thatsächlich eine Rotte schreiender und fluchender Burschen dem Hause sich nähern. Es waren die Obgenannten und alle theils mit Prügeln, theils mit Messern bewaffnet. Sie postierten sich zum offenen Fenster und fragten, wer im Haus« sei. wobei sie den Franz Mrakiö aufforderten, hinauszukommen. Er leistete dieser Aufforderung keine Folge und erhielt deshalb durch das geöffnete Fenster von Anton Jankooik einen Faustschlag in's Gesicht, während Johann Skoberne ihm mit aller Wucht fein Messer in den Rücken stieß. Wankenden Schrittes und kreideweis begab sich Mrakik in die Vorlaube und fohi» ins Freie. Maria MrakiS wollte die HauStbüre schließen, doch da drang Franz Jankoviö inS Haus und versetzte ihr mit einem Bleistocke mehrere Schläge auf den Kopf, so daß dieselbe blutüberströmt zu Bodeu stürbe. Inzwischen war auch Anna Skoberne in die Vorlaube gekommen, um die Thüre zu schließen, allein auch diese wurde von Franz Jankovic zu Boden geschlagen. Das alles geschah in wenigen Minuten. Wie erwiesen, hatten Anton Seniöar, Anton Jankovic und Franz Jankooiö gegenseitig vereinbart, dem Franz Mrakiö ein Uebel zuzufügen und thatsächlich wurde dieser von seiner Mutter. die sich ins Freie geschleppt, und von Anna Skoberne unter einem Birnbaum entseelt aufgefunden. Die Be-schuldigten, welche am Dienstag vor dem hiesigen Geschworenengerichte standen, verantworteten sich damit, daß sie, beim Hause deS Martin Skobenie vorbeigehend, von Franz Mrakiö, der mit einer großen Hacke bewaffnet gewesen sei. angefallen worden seien, und läugnen jede Handanlegung an den beiden Frauenzimmern. Allein diese Ver-theidigung wurde von den Zeugen widerlegt und ihre ZuständigkeitSgemeinde bezeichnete die An-geklagten als wilde, der persönlichen Sicherheit äußerst gefährliche Burschen. Ueber Wahrspruch der Geschworenen wurden wegen des Ver-brechen» des TodtschlageS, bezw. der öffentlichen Gewaltthätigkeit und der schweren körperlichen Befchä-d i g u n g und zwar: Johann Skoberne und Franz Jankovic zu je 5'/, Jahren und Anton Jan-koviö zu 5 Jahren mit Fasten und Dunkelhaft ver-schärften schweren Kerker verurtheilt, während Anton Seniöar freigesprochen wurde. Kunst. Schristttmm, Bühne. .Jahrbuch undDeutscherxalender für Ärain pro 1894." Herausgegeben von Siemon Rieger. Laibach, Druck und Verlag von Jgna, v. Kleinmayr & Ferd. Bamberg. Nachdem Professor Linhart, der Begründer diese« Kalender-Unternehmen«, da» er durch sechs Jahre leitete, die Redaction niedergelegt hatte, übernahm der bei un« in Kärntrn als strammer Deutscher besten» bekannte BerricbSdirector in Annathal in Oberkrain, Simon Rieger, die Leitung de» Unternehmen« und stattete da« Jahrbuch mit recht interessanten, lesen«werten Aussägen au». Bitb und Biografte de« Dr. Robert Schrey v. Redlwerth, der ein treuer Anhänger der deutschen Parrei gewesen und 5t> Jahre alt, am 8. November 1893 verstarb, stehen an der Spitze de» tilerarischen Ihrile«. Rieger liefert einen volk«wirtschaftlichen Aufsatz in seiner Studie: „Ueber die Einführung der Zuckerindustrie in den Alpen-ländern." L. Jahne erzählt un« „Erinnerungen vom Rhein" und berichte» über die „Heidengräber am Hochstuhl", Ferd. Seeland schildert da» „Gottschrer Braunkohlenflötz" und da« auf dem-selben eröffnete Kohlenwerk, endlich gibt R. Braune eine lustige Eisenbahntracierung der Streck« Laibach-Gottschee - Rudolf«werth zum Besten. An diesen literarischen Th«il schließt sich eine Beschreibnng der Riegersburg und die Jahre«rückschau vom Juli 1892 bi« 1893. Bei dem reichen Jnhatte steht e» zu erwarten, daß da» Buch zahlreiche Abnehmer finden wird, umfomehr al« der Reinertrag de» Unternehmen» zur Errichtung eine» Studentenheimes in der Stadt Gottschee verwendet werden soll. K. W. Stenographische Corre«pon-d e m. Monatschrift zur Förderung der Gabel»-berger'scben Stenographie insbesondere in der ge-schästlichen Praxi«, sowie zur beruflichen Fort-bildung praktischer Stenographen. Herausgegeben von I. Jahne und B. Zwierzina. Erscheint am 1. eine» jeden Monat» mindesten« l 6 Seiten stark. Prei«: Ganzjährig 1 fl. 50 kr. ö. W. oder 3 Mark. Re-daction: Wien, V./2, Hund«thurmerstraße 119. Bestellungen an die Expedition: Wien, I., Ribe-tungengafse 13, oder an die nächste Buchhandlung. Da« erste Heft dieser beliebteste» und inhalts-reichsten aller stenographischen Zeitschriften dringt in vorzüglicher künstlerisch ausgeführter Schrift «inen Artikel über de» berühmten Stenographen „Doctor Franz Julius Ander«" (mit BUdni») von dem Herrn geheimen RegierungSrath Juliu« Robert Fischer in Gera, einen Aussatz über.. Systemreform" von dem Redacteur Josef Jahne, ferner ein launige« vorzüglich sangbare« Gedicht „Au« der Praxis" von dem Nestor der deutschen Stenographie, Doctor Karl Albrecht in Freiburg im B>ei«gau. Der Artikel „Amerikanische Schreib- und Rechen-Maschinen" von dem Chicagoer Special- Corre-spondenten der Frankfurter Zeitnng schildert un« in höchst anschaulicher und interessanter Weise die vor-züglichen Bureau Einrichtungen der amerikanischen Kaufleute und der sehr zeitgemäße Artikel „Da» Jubiläum der Korrespondenzkarte" von dem allerwärt« bekannten volkswirtschaftlichen deutschböhmischen Schriftsteller Robert Lahmer bringt un« hoch-interessante Aufschlüsse über die Erfindung und Einführung dieser so segen»reich wirkenden posta-tischen Einrichtung, welche im Jahre 1894 be-kanntlich da» 25jährige Jubiläum ihre» Bestand«« feiert. — Der immer gern gelesene bekannte Berliner Erzähler und Schriftsteller Karl Zastrow erfreut un« durch eine seiner vorzüglichsten Humo-„In Seide". Die „Bunten Steine" bringen un» unter anderem kurze Aussätze über die neue "Segel-radflugmaschine", den „Nordostsee Eanal" und eine hochinteressante Stenographisch« Rundschau, Berein»-und ZeitungSschau, sowie ein Literaturbericht und Fachanzeigen schließen da» «rst« Hest der vor-züglichen und für jeden Stenographen geraden» unentbehrlichen Zeitschrift ab. Wir empfehlen jedem Stenographen diese Zeitschrift, von welcher Probe-hefte von der Administration, Wien I. Nibelungen» gasse 13, jederzeit kostenlo» erhältlich sind, auf da» Wärmste. ..veutsche Wacht' 1894 40 Z)ie Wettung der Hstmark. Geschichtlichc Erzählung von Mark. Dcrwall. Ob sie lebte oder ob sie todt war, er wußte ti nicht. denn ihre Glieder warm erschlafft, die uiarmorbleichen Züge waren starr und die schönen Augen waren geschlossen. Da sah Fürst Seroan auS der Walachei den Sohn deS Vezier«. Adschib, den er lieb gewonnen hatte. alS dieser wieder wutentbrannt auf Johannes zustürmte und er eilte ihm »u Hilfe. Graf Johannes suchte vergeblich die schützenden Mauern der Stadt zu erreichen, um seine Braut zu retten, doch im nächsten Augen-blick war er von neuem von unzähligen Feinden bedrängt und umringt. Er war von all den Seinigcn getrennt, nur Sternau unterstützte ihn. indem er ihm einen We? zu bahnen suchte, da-mit er die Stadt erreichen könne. Umsonst, nach kurzem, verzweifeltem Kampfe stürM fein Pferd, seine Augen verdunkelten sich, das Blut überstiömte ihm die Stirne. Erfühlte noch, wie man seine Braut aus den Arm.n riß und dann fühlte er nichts mehr. Er sank zu Boden und über ihn sausten die kämpsenden Scharen. Nurredin war unterdessen, trotz seines ver-mundeten Armes, wieder zurückgeeilt, dahin, wo der wilde Kamps mit Graf Johannes um seine edle Beute so tödtlich entbrannt war. Kämpfen konnte er nicht, aber ti gelang ihm. mit Hilfe seiner Untergebenen das schöne Mädchen dem verwundeten Johannes aus den Armen zu reißen und er eilte, um auS dem Bereiche der Schlacht zu kommen und sein Zeli zu erreichen. Auch ihm hatte dies Mädchen eine an Wahnsinn grenzende Leidenschaft eingeflößt und er fand alle Schilderungen seines Bruders von ihrer Schönheit weit übertroffen. Endlich hatte er sein Zelt erreicht und ließ sie in seinen Harem bringen und seine Frauen labten sie bis zur Ankunft des Arztes mit kräftigen Essenzen. Lange blieben alle Versuche, sie inS Leben zurückzubringen, umsonst, bis sein deutscher Frauenarzt kam, der einst seiner großen Kenntnisse wegen von ihm zum Ennuchen und dann zum Arzt« seiner Frauen gemacht wurde. Dieser hatte daS Mäochen bald ins Leben zu-rückgebracht und und jetzt ließ auch Nurredin seine gefährliche Wunde verbinden. Adschib war unterdessen zurückgetrieben worden und überließ es den Anderen weiter zu kämpfen. Er wollte die weiße Taube besitzen, die sein Bruder so großmüthig sür ihn er-kämpft hatte. Wo ist mein Nurredin. fragte er den Fürsten Servan. der soeben Sternau und den Grafen Johannes unter den Pferden hervor-ziehen ließ. Er ist verwundet und hat sich mit seiner Sclavin in sein Zelt zurückgezogen. Mit seiner Sclaoin? knirschte Asschib. den schon der Gedanke, daß man sie einem and«rn zuerkannte, mit Zorn erfüllte und er wollte eilends dahin, um sie in sein Zelt bringen zu lassen. Da rief ihm der Fürst zu: Die beiden Männer, welche daS Mädchen vertheidigten, leben noch. So nehmt sie als Eure Sclaven, rief Ad-schib zurück und sprengte nach dem Zelte seines Bruders. Du bist verwundet, theurer Nurredin. ver-wundet und das mir zu liebe! Du hast die weiße Taube für mich errungen, die ich liebe, wie ich nie zuvor geliebt! Mein Nurredin' fordere von mir. was du willst, nichts soll mir zu groß sein. daS ich dir nicht gerne für diesen Liebesdienst geben wollte und wenn du meine zukünftige Krone verlangtest, ich gäbe sie dir. Bruder. Wo ist die Taube? komm und laß mich sie fehen! Die Taube gleicht mehr einer weißen ge-brochenk» Rose, antwortete Nurredin finster. So, ist sie todt? fragte Adschib erbleichen». Noch nicht, antwortete fein Bruder. Wo ist sie also, sprich, daß ich sie selbst in mein Zelt trage I Sie ist in guter Obhut, in meinem Zelte. Wie soll ich da» verstehen? nnd er sah starr auf seinen Bruder, als könne er nicht fassen, wa« ihm doch jetzt ahnte. Daß dies meine Sclaoin und nicht die deine ist. Ich habe sie erkämpft mit meinem Blute und mir gehört sie! (Fortsetzung folgt.) k bei Wetten. Spielen und Testamenten. de* Cfflltr Xtadt-1 Verschünernng»-Vereine«. r Tinct capsici compos. 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Die Befolgung dieser Anordnung wird entsprechend überwacht werden. Stadtamt Cilli, am 29. Jänner 1894. Der Bürgermeister: Gustav Stiger. 1294—18 Herbabnys aromatische GICHT-ESSENZ (leuroxyliii). ®rit Jahren bewährt», schmerzstillende tkiureibuug bei allen schmerzhasten (nicht enizündlichen) Zuständen, wie sie infolge von Zugluft oder Erkältung tu den Knochen. Gelenken und Muskeln frisch auslreten I»! i*uaugiA "der bei Witterungswechsel und feuchtem Wetter LU.atf1 mn I—I. periodisch wiederkehren. Wirkt auch belebend und * stärkend auf die Muskulatur. Preis: 1 Flacon I fl. per Post für 1—3 Flacons 20 kr. mehr für Emballage. 2MF" Nur echt mit neben-stehender Schutzmarke. "ZWE) eentral-versendungsvepot: Wien, Apotheke „zur Barmherzigkeit" VII/'l Kalseratrasae 73 u. 7». Depot» bei den Herren Apothekern: Killi: I. .«npferschmld, Baumbacl,'» «rben, Apoth. Deutsch.LaudSberg: H. Müller. Feldbach: I. König. Souobitz: I. Pospifchil. «raz:, Anton Redwed Leibuitz: O Siußhnm. Marburg: Ä. Bancalari, I. M. Stichler, W König. Mureck: E. Reichs. Pettau: B Molilor, I. Bedtbalk. RadkerSdurg: M. Leyrer. Windislh-Feistri«Fr Petzoli. Wiudischgraz: L Höfle. WolsSberg: A- Huth. Vie»en: Guftao Größwang. Laibam: W. Mayr. zu dem am 1. »brunr 1894 abends 7 Chr in sämmtlichen Localitäten des Gasthauses „zum wilden Mannu stattfindenden SM" Ein Bregg verkehrt ab '/,8 Ukr bli nach 10 Ohr vom Hotel „Elekkat" ans unentceltlleh. Um zahlreichen Besuch bittet 84 Hochachtend C. F. Wilsling. Ziigdiiiilcii Dunkelbrauner Jagdhund abzuholen bei Bezirks - Ingenieur Bntta Cilli. 101.— Ein gelernter, 27 Jahre alter Kaufmann, welcher den 3 jährigen Militärdienst durchgemacht hat, sucht dauernde Stellung als : Magaz ineur. Schreiber. Aufseher oder dergleichen Vertrauensposten. Geneigte Anträge unter J. S. 866 an di« Verwaltung des Blattes. Bei Appetitlosigkeit, Magenweh u. sohlechtem Magen «—17 neiime Ale 'ocwSiirten Kaiser's Karamellen welche stete sicheren Erfolg haben. 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