LaibacherIeitnim. .!,» «47. Samstag am «H. Oktober R8H« ^lr ..Vaibach.r Z.itmig" erscheint, mit Ausnahme der Son»- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im C omp t oir ganzjä hri g > l st., h a I bjähr i g 5 fl. 30 lr., mit Kreuzband im (iom^toir ganzjährig löst., halbjährig tl st. ,^ir die Zuteilung in's Haus slnl> halbjü hrig Ill^lr. inehr ,u entrichten, Mit der Post portofrei ssau^jährig, unter Kreuzband nnd gedrückter Adresse l.', st., l,albjä,hrig 7 st. ''i^ kr. — Inse r t i o n sg ebil hr sür eine Spalten^eilc oder den Naun, derselben, ist für einmalige Einschaltung ^ kr. fur zweimalige 4 fr., fur drei,ua!ige 5» lr. C M. u. s. w. Zu dieseil G^bahrcn i'l iN'ch der .'zusertionsstimpel pr, l0 fr. für eine iedesioalige Einschaltung hiü^u z» rechnen ' Inserate bis l2 Zeilen fojlcn l st. Z<» lr. für 3 Mal, > st. IU lr. sur 2 Mal »nd 50 fr. si'ir l Mal (mit Inbegriff dcS Insertionsstämpels). Hlnllich^r Theil. s^t. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» ^chstcr Entschließung ddo. Ischl den 12. Oktober "' I. drn Bankdircklor, Johann Nttler v. V c n v c-'')'<>, zum Bankgonverneurö-Stellvertreter allcrguä» 'Üit zu erncnueu gerilht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» .'"Ger Entschlirßnng ddo. Ischl dc„ 19. Oktober d. V> die bci dem Krakauer ^!audcsgerich ^'^»adigst zu gestalten geruht. daL der bcim k. k. Militär' nnd Zivilgouoernemenl iil Bologna zugc» ^'ciltc PDlizcikömmissär erster Klasse. Franz K a u s, ^ ihm von Sr. päpstlichen Heiligkeit verliehene "Mcttl'lu; des Grcgor-Ordens annehmen nnd tra- .. Das Finanzministerium hat den Finanzbezirks» U'cklor zn Groß»Becslcrck im serbisch > banater Vcr' ^"Ünngsgebiele. Finanzrath Wenzel V u r g h auser. .^ den Posten eines Gremialralbcs bei der Finanz» ^"dcsdircklionsabtheilnng i" Kaschau versetzt und den ^kretäv bei der Osner Finanz»Landesdirektionsab' "ilung. Wenzel Michael Feichtinger. zi'in Fi. ''""Nalhe nnd Finanz-Vezirlsdirrktor in Groß'Äecske. ll crnn„„f. <>, Das Finanzministerium hat den Finanzrath und ^'"""z'VczufMrcltor in Arad. Joseph v. Szcnt-,.^lly, zum Fina»zralhe im Gremium der Groß- ^dliulr Finanz.^anre^dircktionsablyeilung in Groö> . '^^i>, übersct)l, cinc zwcilc Füianzrathöstcllc >>' dic< .„'" Gremium dem Sekretär der Steucikommissio» ^ l'le Slädlc Ofen und Pestl,, Eouard Rossi» ^,»,'^'kn nnd de» Sekretär dicscr Finauz-Landc^di- "c"'sal'thcilung, Joseph Wettstcin v. Westers. '^«»>»—^„^,_____________^__________ »»^. ö e u i l l e t o n. I»d«striell<> Briefe aus Krai« '> von Dr. K I u n. V ,, dl!si.^^^ ^^ ^ ^"'hältnisst unserer .gcsammtcn in. ^Nelir,! Thätigkeit beleuchte, will ich deren reelle ^'^' die statistische Darlegung, vorausschicken, t^, ,^" ^"l'riken nnd fabrikmäßig betriebenen Un-^,!"'"u>ngcn bestehen in Kraiu 102 mit über 3lUN ^ l^arbcitcvn nnd riilcm Vctricbskapitale von ,ni». ^Uens 2,700.000 st. CM. Handlungen: 30ö mit 290 Hilfsarbeilern und """""0 st- Ve.riebskapi.al. (^^..,^''"^lwrrbe (mit «l)02. mit 2U00 Hilfsarbcitcru u.w '""" fi. Vctricbskapital. HWa^'?^ ^^izei.Oc.verbc: 2834, mit 2340 l"M, und an 300.000 fi. Betriebskapital. l"58, "'it 1870 ^ilfs-""^.' und «70.000 ft. Betriebskapital. ' ^l'eit./" " lästig u: ^.,^ mit 240 Hilfcl. """ '".d K.0.000 ft. Betriebskapital. heim. zum Finanzratye und Finauzbezirls-Direktor in Arad verlicyeu. DaS Finanzministerium hat den Finanzrath der Finanz-Landesdireklions'^lbtheilnng in Großwardcin, Angnst Konopasek, zur Finanz^andesdirektionS-Abtbeiluug in Oldenburg, überseßt und den Finanz» Sekretär in Oedenbmg, Ferdinand Fr ick. zum Fi» nanzralhe bci der Ocdcnburger Finanz» ^andcsdirek' tionSabthcilnng eruaunt. Der Instizmiuister hat cme bei dem Komitats-gcrichte zu Stcmanmngcr erledigte Komilatsgerichls» NlUhöstellc dem Stuhlrichler zu (5rdöo im Großwar» deiner Verwaltungsgebiclc, Michael Wcyrathcr. verliehen. Der Minister für Kultus uud Unterricht hat den geplüflcu Lchramtskaiididateu, Iohan» Lcsarini, znm wirklichen Gymnasiallehrer für dic "vcnetiauischen Slaatsgymnasien ernannt. "Die k. k. Oberste Nechnungs.Koutrolbehörde hat eine daselbst in Erledign,,g gekommene Hofkonzipi-steusteUe dem Rechnmigsoffizial der k. k. Staatökre. dilS» lind Zcntral'Hosbnchhaltung. Christoph 3l'i e h l, vcrliehcu. A n h a u g l zum kaiserlichen Patent vom 8. Oktober 18!ili. Gesetz über dic Ehcn der Katholiken im K.nserthume Oc st erreich. (Fortsetzung.) §. 34. Wenu cine Verbindung, welche mit Ue» bertrcniug dcr im §. 13 ruthaltcucn Vorschrift gc> schlössen wird. nach lein Kirchcngeschc als ciuc gilti, gc Ehe augeschcn werden mü^tc. so sind die Ehe» pakie nngiltig. und die Ehegatten lönnsu die §^. 7^7 bis 7i':i> dcs aüg. bürgerlichen Gcsepbuches fcstgesei) ten Erbrechte nicht gellend machen, Gallin und Km> dcr haben keinen Anspruch auf dcu Adel oder die sonstigen Standcsrcchtc des Mannes; die in ciner solchen Ehe erzeugten, oder durch dieselbe» legitimir- Dic Summe sämmtlicher industrieller Untcrneh» nmngcn btträgt somit 18.477, mit beiläufig 10.ll00 Hilfsarbeitcru und eiuemVctrlebskapitalc vonli,070.000 Guld. EM. Weuden wir hicr zuvörderst dem eigentlichen Gc-werbcstandc unsere Vctrachtnng zu. so finden wir bei 17.394 Gewerben mir 70K0 Hilfsarbeiter uud ciu Betriebskapital von 1,800.000 fi.; — somit durchschnittlich auf jc U Gewerbe nur 2 Hilfsarbeiter, und auf jedcs Gewerbe ein Betriebskapital vou uicht ganz l04 fi. EM. Mag auch die Masse dcr klciuen Gc< lvcrbctrcibeuden am Flachlandc die SilMinc dcr selbst-ständig betriebenen Gewerbe uilverhältnißmäßig vergrößern, mag auch das ausgesprochene, bezüglich annähernd augegcbeue Betriebölapilal um Einiges höher angeschlagen wcrdcu können: das Resultat wird da« durch uur wenig beirrt; dasi dio Zersplitterung vo>, Kraft und Kapital eine sehr arge ist, daß bei vielen Gcwerbcn eine notorische Ucberfüllung herrscht, däp der Maugel an hinreichendem Fond den Aufschwung vieler Gewerbe lahmt, diese Thatsachen stehen nach der obigen Darlegung unerschütterlich, uud die nächste Aufgabe ist. dem Mangel au Betriebskapital abzu« helfcu. durch industrielle Assoziatioucn Stärke uud Gedeihen in die Gewerbe zu bringen, sollen wir^ic 'Möländische Konkurrenz mit Aussicht auf Erfolg bc< stehen, sol! die zu erwartende Geiverdefteiheit cinc ten Kinder sind von dcr Erlangung desjenigen Ver» mögens ausgeschlossen, welches dnrch FamilirNlAw ordnungcn dcr ehelichen Nachkommenschaft besonders vorbehalten ist, und haben kein Necht der Iutestat-Erbfolgc in dem Vermögen dcr Verwandten ihrer Eltern, welchen Verwandten jedoch auch ihrerseits kein Recht dcr gesetzlichen Erbfolge in dem Vermögen solcher Kinder zusteht. §. 3K. Dic Uebertretung der in diesem Gesetze aufgestellten Eheverbote, mit Ausnahme der im §. 11 erwähnten, rücknchtlich welcher sich nach dcu hierüber bestcheuden besonderen Vorschriften zu benehmen sein wird. ist sowobl an dem Hanplschuldigei,, als an allen, welche hierzu i» schuldbarcr Weise mitgewirkt habcu, mit denselben Strafen zu ahnen, mit welchen die Strafgesetze (8. !>07 des allgemeinen Sirafgcsetzbnches nnd der 8H. 780 lind 781 des Mi' litär>Strafgesetzes) die Eingehung einer gesetzwidrigen Ehe bedrohen, in sofern nicht ciuc schwererer Strafe unterliegende Handlnng verübt wurde. Ist die Uebertrctuug im Auslande begangen wor< den, so beginnt für den derselben schnldigcn Unter' than dic znr Verjährung dcr Ucbcrtrcllmg und Strafe erforderliche Zeit erst mil dem Tage seiner Rückkehr iu die österreichischen Staaten zu laufe». ^. 36. Die Rachsicht vou Ehchindcrnissen, wel> che tnrch das Kirchengesetz festgesetzt werden, ist bci der Kirchcugcwalt anznsucheu. Ob eine Koiwalidation dcr Ehe uolbivendig sei. benlthcilcn dic kirchlichen Behörden. Eine konvalidirte Ehe ist in Betreff der bürgerlichen Rechtswirluügcn so zu betrachten, als wäre sie ursprünglich gillig geschlossen worden. §. 37. Von den m den ^§. 4, 12 und 13 enthaltenen Verboten Nachsicht zu erlhcilcu, ist dem Lauoeöfürslen vorbehalten. Auch können einer Ehr, welche mit Ucberlrclnng des ^. 13 cliigcgangcn wor» den ist. die ihr durch das Gesetz versagten bürgerliche,, Rechtswirkungen ganz oder lheilimise nur durch die G»adc dcs ^aildesfüriten nachträglich zucrkauitt wcrdcu. ^. 38. Ehcwcrbcru, welche sich darüber ang. weisen, daß dic kirchliche Behörde ihnen dao zweite nnd dritte Aufgebot nachgesehen habe, kann die Kreis» brhörde, und in Orten, wo sich lcinc Kreisbehörde befindet, auch daö Bezirksamt, die zweite und dritte thatsächliche Hebung der Industrie zur Folge haben. Bei diesem Sachvcrhaltc bleiben dic Ausdrücke vou „blühendem Gcwcrbestandc" eben nur Phrasen, die sich auf ciuc oberflächliche Anschauung, auf den Nebcr-blick einiger hervorragender Meister mit schön aufge-putzlcu „Auslagen" und einer „Werkstatt voll Gc« seilen" stützcu, ohuc die Masse jeuer klciucu Gewerbs-lcute, die sich mühsam durchbringeu, und schon am Montage nicht wissen, wo sie ihre Kreuzer für den Tagesbedarf heruehmeu sollcu, zu berücksichtigen. Leider aber ist die Zahl der ^etzlern nnverhällnistmä-stig groß. uud auf diese muß zuuächst Bedacht ge-uommcu wcrdcu, denn dcr Gewerbestaud in ftiner Gesammtheit, uicht einige Begüterte, bleibt die Grund-lagc dcr sozialen Verhältnisse, anf diese Gesammtheit muß aus industriellen, wie aus politischen Gründen das vorzüglichste Augenmerk gerichtet werden. Ich gehöre nicht zu den Pessimisten, allein wo Zahlen reden, läßt sich nicht viel durch Spitzfindigkeiten wegraisonniren und cs frommt gewiß mehr, das Uebel alifzndeckcn und dic Wcge zu dessen Bcscitignng zu bczeiehncu, als mit lächclnder Miene nur dic Lichtseiten hervorzukehren. Iu uuscrcm Gcwcchcstaude beginut indeß ein reges, Lcbcn und cö ist nicht zu zweifeln, dasi wir m dieser Richtung getrost in die Zukunft blicken lömieü. Mit dcr freieren Bewegung, durch die Vcrbreituug ««>7H her ill diesem Gesetze vorgeschriebenen Verkündigungen erlassen. §. 39. A»s ^sehr wichtige» Gründen kaun von der Landesstclle, in besonders dringenden Fällen auch von der Kreisbchölde nild wenn rinc bestätigte nahe Todesgefahr keinen Verzug gcstalttt. auch von dem Bczirksamtc, oder von dcr rcssen Stelle verlrelcnoen Kommunalbchördc das Aufgebot, in so weit dasselbe vou diesem Gcsctzc gefordert wird, gänzlich nachgc» sehen werden. Doch müssen die Verlobten vor Dem Pfarrer und wo möglich in Gegenwart eines politi« schen Beamten eidlich belhcnerii. oaß ihnen kein ihrer Ehe entgcgrnstcheiwes Hindenuß bekannt sei. tz. 40. Die Nachsicht von allen drei Verkündi' gungen ist gegen Ablegnng des erwähnten Eides auch dann zn ertheilen, wenn zwei Personen getraut wcr> deu wollcil, von welchen allgenirin vermuthet wird, daß sie bereits mit einander verehelicht seien. H. 41. Dcn Ehegatten ist es nicht gestaltet, die cdcliche Verbindung, auch wenn sie darüber einig wären, eigenmächtig aufzuheben, sic mögen nun die Ungiltigleit der Ehe behaupten, oder auch nur cine Scheidung von Tisch nnd Bett vornehmen wollen. H.' 42. Ueber die Giltigkcit der Ehe von Ka> tholilcn entscheidet jenes geistliche Gericht, wclchcö nach den Gesehen der katholischen Kirche das znstän> digc ist. §.43. Ueber die Giltigkeit von Ehen, welche zwischen katholischen und nicht kalholischcn Christen geschlossen werden, kann, so lange Ein Ehelheil der tathollschen Kirche angehört, nur das katholische Ehe» gcricht entscheiden. §. 44. Wenn von zwei Gatten, welche sich als nichtlalholischc Christen geehlicht haben, der Eine in die katholische Kirche eintritt, so ist der nichlkathollsche Theil dadurch nicht gehindert, sein Bestteilungsrecht nach dem Ehcgesctzc nnd vor dem El'egerichle, wel» chem cr in Folge seines Religionsbekenntnisses unter' steht, getteno zu machen, auch kann die Gilligkeit nach demselben Gesetze nnd dlirch dasselbe Gerichl von Aiulswegen nnlersnchc weroeu. Das über die Gilligkeit der Ehe gefällte Erleilnlniß ist für die Be> nrtheilung der bürgerlichen Rechtsveryältnisse rnlschei' denb. Doch soll es, wenn es auf Ungiliigleit lautet, durch Vermittlung ocr Landesslelle ocm kirchli' chcn Gerichte des katholischen Ehegatten mitgetheilt werden, damit dasselbe entscheide, in wie fern der ergangcnc Sprnch für das Gewissen dieses Ehegatten bindend sein könne. K. 48. De..l katholisch gewordenen Theile steht es frei, das Brstreitnngsrccht, welches ihm oas Kir> chcngcsctz zusichcri, vor seinem kirchlichen Gerichte grl> tend z»l machen. Auch bleibt c^ diesen, letzteren un. benommen, oic Gilligkcit der Ehe von Anuswegcn zu mttcrsuchcn. kantet das Enourthci! ans Ungiltig/ leit, so i!l dasselbe durch Vcrmittlnug der Bandes« stelle dem Ehegerichtc des nicht^tholischen Galten zn entsprechender Verhandlung mitzutheilen. §. 40. Nenn das Gericht des ulchtkatholischen Theiles auf Gllligkcit erkennt, so steht es diesem Theile frei, die Trennung des Ehebandes zu vcrlan' gen. Das von den, katholischen Ehrgerichte gefällte Urtheil der Ungiltigleit ist als ein gesetzlicher Grund, der Trennung anzuicheu nnd dic Verhandlung ohne Aufstellung eines Vertheidigers der Ehe zu fnhrru. technischer Kenntnisse in Realschulen nnd gewerblichen Sonntagsschulen, dnrch Errichtnng von Aushilfs-nnd Kreditkassen wird derart kräftig unter die Arme gegriffen werden, daß wir ruhig sagen können, die bittersten Zeiten des Gcwcrbcstandcs rücken immer weiter in die Vergangenheit znrüek. Insbesondere darf die Errichtung eines «Aushilfs- nnd Sparkassa-Vereines in Lmbach« nicht unterschätzt werden, und dennoch gibt es — m^-<>llilijl> cli^lu — hin nnd wieder sogenannte „Matadore" des Gewcrbcstandes, welche mst scheelen Blicken diese gemeinnützige Au> ^ stalt betrachten; doch blickt bei ihren Vehanptungen ° ihre verletzte Eitelkeit als Pferdefuß unter dem wci» ten Mantel hcrans, da es der Gewcrbcstand gewagt, ohne die sich unvermeidlich dünkeudcu Herren selbst-^ ständig einen solchen Verein zn gründen, nnd nicht t die „großen Geschäftsleute" um Uebernahme der Lei. » tnng gebeten hat. Dessennngeachtet wird dieser Ver-l ein sicherlich seine wohlthätigen Früchte tragen nnd s mancher Anstalt, die nur an Vergrößerung deö Reservefonds«, an Pensionen nnd Remunerationen, nie aber an Unterstützung uon Gemeinde- nnd Landcsan« stalten denkt, als Vorbild hingestellt werden können. Kurz, wie die „Österreichische Zeitung« vom 10. Juni l. I. mit Bezug auf dieses Laibachcr Institut ganz richtig bemerkt, die „Anshilfs. und Krcditkassen« sind vorzügliche Mittel, den vorhandenen Tauschnüttcln Wenn das Ansuchen um Trennung nicht gestellt wird. so kann der katholische Theil «hei dem ordentlichen Richter um das Erkenntniß ansuchen, daß die bürgerli» chen, anf seine Verchelichnng gegründeten Rcchtsver« l'ältnissc so zn regeln seien, als habe eine Trennung des Ehebandes stattgefunden. Vevor die Trennung ausgesprochen oder das letzterwähnte Erkenntniß er< folgt ist, darf keiner von beiden Theilen eine neue Ehe eingehen. §. 47. Vom Tage des Hprnchcs (H, 46) ange> fangen, ist die Ehe rncksichllich ihrer bürgerl. Wirknn> gen als gelrennt anznschcn. Dem ordentlichen Richter liegt ob, bei sich ergebenden Streitigkeiten nach den Vorschriften der Hz. ll? n. 142 des allgemeinen bürgerl. Gesetzbuches vorzugehen. Kommt zwischen den Ehegatten, in Beziehung auf ihre Vcrmögeusverhältnissc, kein Vergleich zu Stande, so wird das Vermögen, worüber eine GütergemeiN' schaft bestanden hat, wie bei erfolgten: Tode getheilt und die Ehepaktc werden der Regel nach als erloschen angesehen. Eine Ausnahme von dieser Regel hat jedoch zn Gunsten des nichtkatholischen Theiles Statt, wenn demselben keine Handinng znr Last fällt, welche den katholischen Gatlen, wofern cr bei ßigen Gewinnes im Darlehensgeschäfte Wucher ucn> nen dürfe, so komme ein solcher >m übrigen Geschäfts' verkehr täglich in tausend Formen und unbeanstandet vor. Das Wüchergesctz sei nicht im Stande, den Wcrth des Geldes, d. i. des Kapitals, zn firiren, Die freie nno fcssellosc Vewegnng im Verkehrslcbcn sei die erste Grundbedingung zur Entwicklung des Nationalwohlstandcs. Der Kapltalsbedüvftige müsse selbst nnd allein benrtheilen können, welche Zinsen er bezahlen kann nnd will. Die Nnchergesetze wirken absolut schädlich, indem sie das Angebot der Kapita» lien vermindern. Eben nach Aufhebung des Wucher' gesetzcs würde dcr Rcalbesitzer iu die i^age kommeu, ourch das Zugestandniß von ll oder 7"/^ Zinsen srem> des Geld znr Disposition zn erhalten. Freiheit dcr Vcwegung im geschäftlichen Verkehr n„d am Geld« neue Verwendungen zn geben, dcn mangelnden Krc> dit, der vom kleinen Gcwerbsmanne so lebhaft cm> Pfunden wird, hcrznstcllen nnd innerhalb bestimmter Grenzen ctnc Zi'rknlatioil von Kreditpapicren zn schaf» fen, die anf solider Basis, gleichsam auf dcr Haftnng aller Theilnehmcr beruhend, vollständig sicher ist. Das genannte Blatt fügt weitcrö bei: Zn wünschen wäre es, daß anch in andern Städten der Monarchie das jctzt in Laibach gegebene Beispiel Nachahmung fände. — Assoziation, Betriebskapital nnd technische Bildung sind die Wünschclruthc, welche dcn Weg zn dein wahren Goldlager des Gcwcrbestandrs weiset. Nebst der obangcdcnteten Zersplitterung von Kraft und Kapital ist der niedere Stand dcr Bilonng des Gc-werbestandes ein großes Hemmnip der Entwicklung, da die Mehrzahl der Meister nur kümmerlich lesen und schreiben kann, von einer technischen Ansbildnng aber höchst wenig Spuren gefunden werden. Unsere Handelskammer hat in ihrem Berichte vom Jahre lttli l den gewiß wahren Satz ausgesprochen: „So lange die Ueberzeugung im Volke nicht Platz greisen wird, daß sich >m Gebiete der Technik ebenso großes Verdienst für die Menschheit erreichen läßt, wie in jeder andern Wissenschaft, werden die Fortschriilc in der theoretischen Ansbildnng unseres Gewerbestandes nur wenig bemerkbar sein." Weiters hat die Kammer den Wnnsch ausgesprochen, daß sowohl dcr Staat, als markt sei mit der natürlichen Konkurrenz der bestc Regulator solider Verhältnisse und das wirrMstc Mittel, den Preis jeder Ware auf jenes billige'Wp zu fifircn, welches die Zcitumständc bedingen unv trotz alles Widerstrcbens auch behaupten. Den "c< drängnissen des persönlichen nnd Realkrcdites werde am besten dadurch geholfen, daß man sie vor nlle» Winlelzügen sichert, indem mail ibnen Gelegcichcll gibt, ihr Bedürfniß nach freier Eonvenienz unter dem steten gleichmäßigen Schlitze des Gesetzes sowohl f>>l dcn Gclddarleil'.er wie sür den Gelonchmer zn bcdcl' ken. Uebcrdieß werden zweckmäßige politische ^»' richtungcn, namentlich gut alisgestaltete und leicht zugängliche Leihhäuser, liberal wirkende Hypotheke»' Institutc dcn Rcalkrcdit fördersam unterstützen. D^ Wuchcrgcsetz möge im ganzen Umfange der Mo>nU' chic anßcr Kraft treten. Die Freiheit des Kaplüm sei für alle Kronländer Oesterreichs zu bcuoriuo!'tl>i> Im ganzen Kaiserreiche sei die produktive Thätig?^ nach allen Richtnngen hin in raschem Anfschw»»^ nnd es gebe gewiß keinen einzigen Ort, wo >u^ die freie Verkehrsbewegung ein nnabweisbarcs BcoüN' iliß wäre, dessen Nichtbefriedigung für Staat u>^ Volk verderblich sein müßte. Die Kammer. wcW sich schon iu ihrem Jahresberichte für 18.'il für d>c Frcigebnng dcs Zinsfußes ausgesprochen hat, gc>^'' migt einhellig dcn Kommissionsbericht. Sie bcschli^^ ferner, dcr hohen Staatsverwaltung vorzustcllcn, t»ap ailch eine beschleunigte Aufhebung der Wucherges^' nothwendig erscheine, wenn nicht von Moment ^ Moment nnzähligc wichtige Interessen schiver beiiach' »heiligt werden sollen. (Oester. Ztg,) — Das Pnliknm wird wiederholt vor dcr Tl)c'>' nähme an dcn Promesscngeschäften des großherzogli") baden'schen Staats > Eise»bah,l > Lolterieanlchenö, >^^ mentlich aber auch vor allen Promessen sowohl >>'' als ausländischer Anlehen lind Lotterien geivarnt, l>" derlei Spellilatioüru nnr auf Uebervorlheilling ^' Theilnehmrr abzielen. Wien. 23. Okt. Die Ucbcmahme der Sta"^' domauen von Seite der Nationalbank alls den H^' deil des Staates, geht nnn init unansgcsetzter ^i>>>' rigkeit vor sich lind dürfte die Zahl der übernonu»^ neu oder schon iu Uebernahme begriffenen cinc s<^ beträchtliche sein. So ist neuerdings cin RcchtsllM sillent dcr Bank anf dem Pnnlte, nach Steierimv't, Kärnten lind Kraiil abzlircifrn, um die iu die>c>l öironländeril gelegenen und dcr Bank vom Sta>'^ verpfändeten Domänen zn übernehmen. Dic in vc" benannten Krouläuoern gelegenen Domäucn soll^'' dcm Vcrnedmen nach, nur alls kleinen Komplel«'" bestehen, da die größten nnd bcdenlcndsttn in Ung/U'^ Böhmen nnd Galizien sind. — Der Ausschliß oer Wiener Sparkasse hat >>" Interesse der Theilnchnier dieser Anstalt beschloss daß jene Sparkasse > Einl^gcu, welche bisher »nr "" 3 Perzenl oder mit 3 '/« Pcrzcitt verzinst wor^' sind. voni l. Nooembcr l86ii gleich oeil ü^l^> Einlagen mit 4 Perzcnt verzinst werden. Frankreich. Irrlln'lmlichellvcise hat rcr Telegraph von Lä'^' pool die Ankllnft der wegen Diebstahls nnd Vn'>"' ireunng verfolgteil Gebriwer Greller lind Pa>>^ iu dieser Staot angekündigt. Alle Drei befinde" >'^ anch Pliv.atc Stipendien alich für tcchnischc Anst>u ^ crrichtcn nlöchteu, wie es für „gelehrte" Ault'"^ geschieht, denn nnr dann wird es auch dein u» Mittelteil möglich, sich einem, für unser Zr>^ höchst gewiunbringcndcu Studium hiuzngcbcn. „ Schließlich glaube ich noch auf unsere cl6"'l^"' lichen Verhältnisse in Bezng dcr Gewerbe. Vcrfasp"^ hindeuten zu sollen, wclchc dic hiesige Handelst"'^ mer im Jahre 18Kl beleuchtet hat. Zu Folgc ^,^ selben ist seit dcr französischen Invasion und der Folge dcs Fricdensschlnsses vom Jahre 1809 i^s"' , neu Abtretung des Landes Kram und dcs V^u^ Kreises au Frankreich, dieses Landesgebiet dem ft ^ zösischcn Gewcrbcgesctze, nnd somit der ^" ^» dcr Zünfte und Rcalgewcrbc verfallen, an ^^ Stelle einfache Personal-Befugnisse (Pateule) g^ teu siud. Nach dem Pariser Fricdcu u>'d d" ^,^ verleibung dieser Provinzeu in das österreichl'chc^ ,^ serthniu siud die von dcr französischen ?i""s"'"" ^,, rnng cingcführtcn Bestimmungen "icht '"/.^sht sondern beibelassen wordcil. Ich will mich l)" ^^ in die Darlegung von mancherlei ^'"M', l ^. Unzuköinmlichkelten einlassen, die sich in ^ . s,vci'' Anerkcnunng dcr Rechte dcr Besitzer von R^ ^,. ben gegenüber dcn Personalgewerbeu. ^er ^^^ ^^ tretnug der ersttreu, oder in Beziehung "^'^^^llcn Zunftweseu, das Eigeilthum vou allen KoN «NVH »och in New-Pork i,n Schul dgefängnissc, wo soeben ^e Frage ihrer Alivliefcrling verhandelt wird. . Stimme» ans London bczweifcln, daß die Alis> uefrriiiig der Diebe rasch werde belverlstelligt werden. ">r AuslirferniigSkonvcntion zwischcil Flanlreich uno Amerika vom U. Novenlber 18^8 bestimmte in Arti. °^l 2 l^ls Verbrechen, wegen deren alisgelirfert wer« ^» soll: Mord (>m weilcrcn Sinne), Mordocrsnch, ^lhznchi^ Fälschung, Brandstiftung, Untcrschlagnng, .^^ligen von öffl'Nllichrli Beamten, wenn sie mil in> '^mirciidkr Strafe bcdrobt ist. Der Zusah.Artikel ^m 24. Fcbruar 1843 fügte nur Raub „nd Dieb-""hi ,nit Einbruch hinzu. Die Angestellten der Nord> ^)»'iiompag!lic seien keiilc öffenllicheil Beamteil und ^mtcn deßhalb vonAmerika »icht allsgelieferl werd?». ^>l Gelder, die bei ihnen vorgefunden wnrden nnd ^ls deren Rückgabe sie wohl nicht klagen iverden. !w!! die einigen Spolien, mit denen die europälschc ^ulizci wahrscheinlich zurückkchrcn weroc. Spanien. Das nenc Ministerilim ist nach der amtlichen '"ullheiiimg folgc»t>erinaßen zllsammeil geseht: Marschall Narvacz. Präsident oyne Portcfenillc; ^cneral Urbistondo. Krieg; General ^'crsundi. Ma. ^'l; Pidal, Acnßercs und Kolonien; Moyano, öff>nt> ^hc Arbritsn; Nocedal, Inneres; Scijaz Lozano, ^"!liz und Knlllls; Barzailallana, Finanzen. Das l. Dekret, mit «reichem die Demission des -"lirschalls O'Donncll angeitommen wird, lalltet: „Ich neylnc die Demission an, welche Mir Don ^'opolo O'Donncll, Gencralkapitän der Armee nnd "l'af uon ^ucena, von seinen Aemtern als Kriegs« Munster und Minister-Präsident eiugereicht hat, indcin ^) niit seinen bcmerkeuswerthen nnd alißerordentli« ^ll Diensten, so wie mit der dabei beurkundeten '?!"gebuug, Intelligenz nnd Loyalität besouders zli> lnedcn bleibe." Aus Sevilla ivird voill 8. d. M. gemeldet: ^ Ihre kgl. Hoheit die durchlanchli^stc Infanlin ^^>„a Maria Louisa Fernanda ist nm !^ Uhr Abends ^»ellich von einer kräftigen Infantin cntbnnDen U'^dkN. Dänemark. Der „Norbd. Ztg." wird ans Kopenhagen uolgendes geschrieben: nVei den zlllctzt abgehaltenen Mililärmanövi'rs. '^lchcn der Vi^ekomg. von Norwegen beiwohnte, fan ^ mehrere Ung'.ücköfälle Statt, i,idem dänische lind ^lNschc Soldaten einander mit ^aostöckcn schösse». ^^ tleigiicte sich dabci oer Umstand, oaß der König, ^l die dänische Ablhcilnug pclsönlich licfehligtc, wäy> ^>ld d,e gegenüb^rsttbende deutsche von Prinz Ehri-^'"u lommandirt war, anf einen Ladstock alisinclksam ^'Uachi wurde, der die Nummer eines deutschen Ba-'"lllons trug. Der König befal'I. sofort eine Ordon-''""z in das Lager deö Prinzru Christian zn schicken. 'Nil drr Mcisnng, daß sogleich eine Untersnchnng an-^stelle» lino der Schlildige ercmplavisch u> brstrafeil ^' Dcr Piinz hiclt Ratd mit jliiicil Offizinen nnd ü !Uliri,e nachgewiesül. daß den Denlschen nicht we> "^lr als fünf ^adstöckc von den Dänen zngesan?» "lei,, t>^' ^^. >^rinz durch seinen Adjlitalltcn ^>nd ^lüi nil dell Köilig schickte, mit der Aenßernng. daß >^,^___ ___________ _____ >- w. nothwendig ergeben mnßten; das llngl' Pe> ^'Mel! der Behörden hat die scharfen Kanten der ' lil Plutcicn abzuglätten verstanden lind in freund» ' ^" Art das alte Znnftwesen in das nenc Geleise ' leiten gcwnßt, ohne daß größere Neibnngcn ^M'ommen wären. Vci uns ist dcmnacl, der Vo< sur die volle Gewcrbefreiheit vorbereitet ulld ^ 'pfanglich. und wir wünschen mchr als anderswo, '^ s ^^.. Gcwcrbeznstände endlich in eine geregelte I8n> ^'"^"' welche sich, wic gesagt, bei uns seit U?! ' ^' ^^^' ^' einem Provisorinm, ii: eilier '^gangsperiode befinden. N« .'^^^" bicsc Skizzen über den industriellen Zn> ^ .' Drains nicht nur zur Vcrniehrnng der Kenni. ,^ r nn,rrer Heimat beigetragen baben, sondern anch "landenden Kreisen Vcranlassling zn praktischen H„e ' a"vähre,l. Dieses doppelte ^ie! schwebte dem des ^>,"^^"^r Zeitung", welche uns den Vorwnrf ohn/Zuckes der „Industriellen Vricfe ans Nrain" ^i»at ). ? ^^ nngcfnln't zn haben, gemacht hat, crws'."^ unsere in Nr. 2,« ocr „^'aibacher Zeiinng" ihr "' ^'U^gnnng in dem Blatte u. 2l. Okt., ein schrei,, "'"'lasier der erwähnten Briefe zugekommenes "Mc j l .^'"^r^ "lso lautet i „Der Wahrheit gemäß "vor m. . ^?' ^ ^rklärling. daß ich einige Tage ""l'icr Abreise dem Redakteur der..^'aib. Ztg." es an ihm sei, Bestrafung derjenigen Soldaten zu verlangen, die gegen seine ^culc alls Vrigessendeil außer Steinen auch noch die ^adstöcke verschössen. Mehrere Soldaten sind an den erhaltenen Wnnden gestorben. Rußland. Ans Moskan berichtet der „Constitnlionnel" : Den Tag nach dciu Ball, den die englische Ge> s.iudtschaft gcgeben halte, >var finer von ocr unln« stell Diellerklasse im Hanse dcs ^'ord Granoillc p!öt)> lich in lcr Nacht krank geworden. Das Uebel halte bald einen so bedcnMchen (5l)arakler angenommen, daß der Arzt, den man in Eile herbeigerufen hatte, den Znstand des Kranken für hoffnungslos hielt. Als dieser von sciiu-r Lage Kenntniß crhiclt. verlangte cr dringend l'.ach 5cm Beistanrc eines katholischen Pric-ftri^ — er war nämlich Katholik; — ^lady Gran. villc. die G^maliil des englischen Gisanoien, selbst Katholikin, ertheilte schleunigst Bcfehlc, daß alsbald ein der englischen Sprache kundiger Priester aufgo sucht werde; eine schwierige Aufgabe in Moskau, wo sich wenig katbolischc Engländer befinden. Allein bei per päpstlichen Nnntiatur gelang es, einen Geistlichen zn finden, der, obgleich noch ermnoet von der Ncise, nicht sänmte, um Miltcrnacht anszustchtu und zur englischen Gesandtschaft zu eilen. AIs der Kranke ihn erblickte, ricf er freudig alls: „Nun. so werde >ch doch gestärkt durch die Sakramente der Kirche sterbcn können!" Der Priester hörte ihn Buchte lind ocrließ ihn nicht, ohne ihm alle Tröstungen, die ihm sein edles Herz eingab, zu ertheilen, „Habc Muh", sprach er. als cr Abschied nahm, «morgen Frnh besuche ich dich wieder." Und wirklich, den andern Tag in der Frühe kam der ehrwürdige Priester; cr fand den Kranken anßer Gefahr. In demselben Au> gcublicke erschien auch ^ady Granville. um sich nach dem Befinden ihres Domestiken zn erkundigen; sic sah den Geistlichen am Bette sipcn. und ihn erken» ncnd rief sie überrascht ans: „Wie! Sie sind cs, gnädiger Herr. Sie selbst hatten die Gnade, dem armen Kranken Beistand zu leislcn?" — „Ich war ?er einzige Priester", versetzte dieser, «der einzige hier, der die Sprache dicscs braven Mannes versteht; ich freue mich und danke Gott, weil diese Sprach» keinUniß mich in d?n Stand gescht hat, diese Nacht eine der hciligften Pflichten meines StanoeS zu er. lullen." Dieser wnroigc Pricstcr war M,gr. Chigi. Erzbischof von Myra, zum Nnntins in Mnnchen cr. nannt, den Sc. Heiligkeit P.'pst Pins lX. n^ch Mos> kan abgeordnet haue, nm dem Kaiser Alelander zu c'lsscn Krönung zn bl-glückwünschen. Türkei. Der „Constillitionnel" beleuchtet vie Schwierig, leiten, welche die mit der Bestimmung der bcss.irabi' ichen Glenze bclraute Kommission gefnnden babe. Nnßlan), gcstüßt auf dc» Wortlalil o^'ö Pariser V'rtrageS. spreche den Besit) der Stadt Bolgrad an. lvelche in einiger E,llfrr»lllig von dl,n mit der Do< nau in Vel'binpung stchende» See ^>'lpnl ll.-ge. Mtt,. rcre Mächte, welche deil Par,str Vertrag mitlinlcr' ^cichnctell. lheilien in diesem Pnnkte di-c Mcmnng Nllßlailds. Ungefähr drci Kilometer von Bolgrad be» finde sich ein Flecken, Toback, wclchcr früher auch Theater. l>. Die schou von früher bekannte Posse „Ein Wiener Freiwilliger" hat zn viele komische Points, nm gänzlich zn mißfallen, obwohl der größlc Thci! der Mitwirkenden zu diesem Zwecke nach Möglichkeit beitrug. Herr W ittm a n n (Nosner) spielte ^ehr matt; Fran Miller (Sali) blieb in ihrem Liede am Schlnssc des zweiten Aktes stecken uud Herr I u> lius lieferte uns einen Engländer ill ungarischer Ucbersel)uug; auch waren seine komischen Gesten in der Sterbeszenc des „Pechnazel" durchaus nicht am Plane. Das Beste leistete Herr Köck (Knerz) durch seine'wirklich vollendete Maske nnd sein treffliches Spiel, wie auch Fvan Treu mann nnd Herr B ö'l, m. „diejcuigen Nummern der „Grazer Zcitnng" — nnd „nicht mein Maunskript - gegeben habe, ill wel-„chen meine „industriellen Briefe" abgedruckt sind. „Gleichzeitig l'abe ich gesagt, daß beim Abdruck der-„selbeu die Quelle angegeben werden soll, nnd ich „habe eigenhändig mit Rothstift die bei Redaktionell „übliche Anmerkung „ans der Grazer Zeitung" bei-„gefügt." So unangenehm es uns auch ist, diese Angelegenheit nochmals znr Sprache zu bringen. so erachtcu wir es doch für nnsere Pflicht, zur Abwcbr des Vorwurfes, als halten wir uns eine Unredlichkeit gegen die „Grazcr Zeitung" zu Schulden kommen lassen, obigcr Erklärung Folgeudes hinzufügen. Allerdings wurdeu uns die „industriellen Briefe aus Kram" vom Verfasser iu besagter Weise mit dem Wunsche, sie in unserem Blatte zu veröffentlichen, Volgrad hieß und auch jrnt noch unter dein Namen Taback-Bolgrad öfter vorkomme. Es behaupteten nun eillige andere Mächte und Mitnnlerzeichner dl's Pari« ser Vertrages, das nnr von diesem Flecken die Rede gewesen sei. Oesterreich halte nun die Besetzung der Donau» fürstenthümer alls dein Grnndc aufrecht, weil die Grcnze, welche der Türkei als Garantie dienen soll, noch nicht bestimmt sei, während andererseits die Pforte eben dieser Bcsepnng halber die Divans noch nicht einberufen habe, welche bestimmt sind, die Wünsche der Bevölkerung der DonanfürstelUhnmer entgegen zu nchlneu. Der „Coustitulionnel" weist nnn daranf hin. daß es sich um den Geist, nicht nm den Wortlaut der Konferenz haudle, worin die bezüglichen Bcstim' miliigcn festgestellt wurdeu. Der Zweck sei gewesen, die Donanmündnngcn zu befreien. Wenn der See Halpnk mit der Donall in Verbindung stehe, uud wcnn der Bcsil) seiner Ufer Rnßland erlauben würde, dort Niederlassungen zn gründen. sci dagegen Vol. grad, die Hauptstadt der bulgarischen Kolonien, eini» ge Kilometer von den Ufern des See's entfernt, lind wenn nun auch diese Stadt rillen Theil des russi» schen Territoriums bilde, so köuntc die Grenze doch so gezogen werden, daß die Ufer dcs See's dem russischen Bcsiyc entzogen blieben. Ein größeres Gewicht glaubt dcr „Eonstitntionncl" auf dic fort' danernoc Bcsepnng der Donaufürstenthümcr legen zu müssen. Ans I assy wird der „Oesterr. Z^g.« ein Ak-teustück zugesendet, worin die Pforte denjenigen Ka-binctcn, welche der Vel'cinigung der Fürstenthümer das Wort redeten, eindringlich zu Gemütbe führt, daß eS nichts weniger als eine konservatioe Idee ist, die sie durchgeführt zn scheu wünschten. Das Zirknlar soll beim englischen Kablet gnte Anfnabme gefnnpcn habcil. Tagsnenigkeiten. — Bei den l. l. Gesandtschaften und Konsnlar-ämtcrn stchen folgelidc Mlllläls in Verwendung: In ersterer B^ziehnng, zu Berlin: Niumciilcr Baron Walicr^kirchcil vom i l. Uhl^ne»'Reginu-ni als Le^a» lion,)'S'lrnar; zu Stockholm: Gcneralma>or Fl-rdi» nand Freiherr v. ^angcnan, auß.rolc'lliilichc'r Gcsand» tcr uno bevollmächlizltcr Minister; Riltmcii'lcr Gr.if Friedrich Ncv.ltcra vom 8. Uylanen «Regiment, ^c> gallons - Sekretär; zu Neapel, Felomarschall > ^ten!.'. na»! Niitcr v. Ma>linl, äußerndem!,ch.'r Gcsanoier nno b^vollinächiigl.r '1!il»lst>r: R>iilU^stcr F.Iir G.af Wimpffl'u vom' 1l). Hainen ' R>,uauuie, ^^gaiions« Sckleiar; zu Konstantinope!: Fllom.nschall»,ilUtcnant Anton Freiherr v. P^okeich, Iutcrnunlillz. Als Agen< t^n uno Konsllln: Gcnelalkonsnl i,l Snbicu zn Bcl^ gr.ld: Oo.ril Rllier v. R.,oos.n'ljevich; ^o„s»Ialag^nl ^li Banyaluka, l» Bo>3nlcn: Hallptmaxn v. M „Nord" läßt sich aus Petersburg schreiben: Das Tagesgespräch sei die Emoeckung clnrö ausgc> zciclmetcn ^abradoroit'^agcrs im Gollvcr>lrmcnt Kiew, Ebenso zeigte anch die Posse „Die schöne H am m crsch m i ed in" von einer sehr nachlässigen Regie. Von dem Eliorpersonalc wußte Niemand, wo er eigentlich hingehöre, uud dadurch entstand manche Verivirruug. In der Darstellung leisteten übrigens die Herren Wittmaun uud Köck, wie die Damen Miller und Bö hm Genügendes. Das Charaktergcmäloe „E i n M usikau t" von Gottoleben ist nicht ohne Tendenz, und die beiden ersten Akte lebensfrisch nnd wirksam. Damit könnte es auch schließen, da der leple Alt nnr als eine Zugabe zur Alisfüllung des Abends betrachtet wcrdm kann. Herr Witt mann, als Vertreter der Titel, rolle, brachte dieselbe znr Geltnng uud das von ihm im zweiten Alte vorgetragene Eonplet erntete vielen Übergebell. Wir erklärten jedoch dein Verfasser, daß wir dieselben nnsere Spalten nur unter der Bedingung öffnen, daß die „Grazer Zeitung" nicht als Quelle genannt wird, aus Gründen, deren Erörterung lins, da wir nils von allen Persönlichkeiten ftrn halten wollen, erlassen sein inaq. Wir betrachteten !>>-. Klun als unbeschränkten Eigenthümer dieser Artikel, und glaubten durch die Ausuadme derselben in nnser Blatt dem Verfasser, dem auch an der Pu-bli^irung derselben in Krain qcleqen war, nnr einen Dienst ;n erweisen. Uns lag es nicht ob, zu unter, sucheil, ob das litcrarischc Eigenthum dcr besagten Artikel dem I),-. Klun oder dcr „Grazer Zeitung" zustehe, uns galt die Einwilligung dcs öffelttlichung als völlig identifch mit der Uebergabc <«?« unweit rev Dniepr. in einer znianinisnbäügendru Masft uou siedeil W>Nl. »lilt clner Ticke von K'.^ Saschcuen. siiun, Kliblkgehalle von 4!i0.000 Sasche-III!! l>»c> eineii! Gcwichlc von .'»30 'Ülillioncn P>w. so dab man den Labrador»! fortan nicht bloß zum Alchiteklurschmucke, sondern zu Palastbanlcn selbst be< nußcu könue. Demselblii Berichierslatier des „Nord" zu Folge soll dag Kohleubassin an dm Ufern des Don an 20.000 Quadrat - Werst Umfang habeu und «anf Tausende voil Jahren eine genügende Mcn^ ge Steinloblen und Anthracit allen Völkern des Erdkreises liefern können." Dazu sollen nach Koh> lenlager konuncn, „die zu beiden Seiten des Ural, iu de» Kir^hisensteppe», in den Gollvernemcnls Orel, Kaluga, Tula, Novgorod. Archangel u. s. w. aus> geflinden wurden;" ferner Bleilag.r vo:> 60 Werst Umfang und 70 pCt. Metall in, Orcnbnrg'schcn, so-wie Schwefelgrnben in Samara und Simbirsk. ! E>» Herr Franz Eoignet hat cine merkwür> digc Erfindung gemacht; er konstrilirt nämlich Zin!> merdecken, Dächer :c. olmc Tragbalken aus zusam> menglballlcin Mörtel. Es ist ihm gclnngen, Zim» nier von 7 Metier Lange und 6 Metres Breilc zu überdecken, ohne dabei einen einigen Balken, sei es von Holz oder voi' Eisen, anzuwenden. Der unten' Theil der ganz horizontalen Zimmerdecken kann be< liedig nüt Zierralhen versehen werden, ohne daß da> durch der Preis erhöbt wird. Die Tragfähigkeit der Zimmerböden und der glaticn Dächer ist so groß. daß man ohne Gefahr 1000 Kilogramme Sand auf eineu Quadratmeter bringen konnte. Der Erfinder zähl folgende Vortheile seines Systems auf: bcdcn» teude Ersparniß, außerordentliche Festigkeit, keine Rc> paralion, Nnverbrei>nba>leit lind Undurchdringlichkcil für Wärme und Kälte. Bei diesem Systen« ist das ganze Haus gkichsam ein Guß aus Mörtel. I Die „Neue Züricher Zeitung" veröffentlicht folgende telegrapbische Depesche ans V c r n voin 17. d. M.: „Die Nachricht, die Schweiz werde bei dee Pariser Konferenz in der Neuenburger Frage vertre» ten sein, wird von gnler Seile nicht bestäligl." I Aus Malta dauerten laut Berichten, die am 111. d. M. in Marseille eintrafen, die Schlägereien zwischen Eingebornen lind Soldaten noch immer fort. Die Malteser Plätter sind voll von Berichten über zerstörte Läden, mißhandelte Polizei Agenten und Beschädigungen. Von 1ö0 Notablen wurde eine Pro> lestation lxi der Regierung eingereicht. Telegraphische Depeschen. Bern, 22. Okt. In Folge der Bestrebungen der Diplomalle, die Freilassung der Ncueubnrger Gefangenen zu bewirken, ist der Bundesraih bereit der Bundesversammlung eiue Amnestie vorzuschlagen, vor> ansgeseM. daß Preußens gleichzeitige Aneikennung der Unabhängigkeit Neuenburgs erfolge. Der Bundes« rath erstreckt rie Verlreiungslonferliizen und ordnet einige militärische, Rüstungen an. Paris, 23. Okt. Der „Mouiteur" entbäll einen Brief des Kaisers womit die Vcröss/utlichung eines Berichls des Marschalls Vaillant über den Staud rcs Heeres, währeud des letzten Krieges an> geordnet wir»; der Bericht weiset die Ziffer von Beifall. Frau Miller (Rose) und Herr K ö ck (Kuol-lig) erwarben sich um die Darstellung vieles Verdienst. Herrn Geißlcr (Scppel) sagen derlei Naturburschen mehr zu. als Licbhaberrollen. Herr Julius (Wolfei) zwingt sich zu sehr. komisch zu sein. Tic Ucbrigen genügten und die Vorstellung wurde freundlich aufgenommen. Bei dem am Montag übcr dic Bretter gegangenen Schauspiele „Die Frau Schwiegermutter" wären einige Kürzungen erwünscht; sonst ist^ das Ganze dem Leben entnommen und manche Szene recht gelungen angelegt. Daö Stück selbst, wie auch die Darstellung, gehören zu dem Besten, was uns in dieser Richtung die heurige Saison bot. Frau T r e u m a u n (Frau u. Waln-endorf) bewies sich auch in, Tragischen als tüchtige Schauspielerin. Fräulein Müller (Sofie) besiNt wirklich schöne Mittel, ihr cm-fachcs. natürliches Spiel. so wie das Fernehalten von eincS Manuskriptes und zugleich als di? vollüe Bürg-schaft. daß wir gegen jeden Angriff sichergestellt sind. Um s» befremdender erscheint nns jedoch obige Er> klärung. da ja bis zum 3l. August, bis zu welchem Tage I>r. zum, bei der Redaktion der „Laib. Ztg." beschäftiget war. drei seiner „Industriellen Briefe" in unserm Blatte, »hnc Angabe der „Graz,r Zta." als Quelle, erschienen wmcn. ohne daß er anch nnr nachträglich das geringste Vrdenkm gegen diese Pu> l'Iizirung seiner Artikel, welche doch unter seinen Augen geschah, geäußert hätte. Die Rcdaklion. 69.229 Todttn auf 309.268 Mann. die nach dem O>ien> gesendet worden waren, anf. Trieft, 23. Okl. Se. k. k. Hol). El herzog Ferdinand Mar ist henlc Früh nach Wien abgerciol. Telegraphisck liegen vor! Kopenhagen, 20. Oktober. Der Kabinctsse» krelär ^'iebenberg ist entlassen nnd bis auf weilcrcö durch den Elalsralh Trap erftyt worden. Marseille. 20. Oktober. Es sind 1600 Hekioliter Gelreioc nnd 10.000 Hektoliter Mais ein> getroffen- Preise flau. Das englische Geschwader wurl)c seit seiner Abfahrt von Ajaecio nicht mehr ge-sehen. Zu Toulon liegt das Geschwader zur Abfahrt bereit. Der „Siuai" bringt Nachrichlen alls Koustanli' uopel vom 12. d. M. Danach haben sich die Schwic> rigkeiten wegen der Schlangen > Insel und Bolgrads noch vermehrt. Admiral ^'yons halte den Dampfer „Gladialor" nach Malla geschickt, um Verstärkungen zu holen. Das Linienschiff „Majesty" war bereits in Koustanlinopl'l angekommen, andere englische Kriegs» schiffe wuvoen erwartet. Die «Presse d'Orieut" krili» sirt dic Rivalität zwischen der Enphral'Eisenbahn und der Dnrchstcchnng oer Landenge von Suez und bc. klagt, daß es ihr untersagt worsen, die Suezkanal, Frage zu erörtern. Der Bey von Tunis hat dein englischen Konsnl in Betreff des Schlachtvieh-Handels Genuglhuung gegeben. Die «Presse »'Orient" meldet, daß den Repräsentanten der Gesellschaften, die sich nm das Bank» Prioiliginm bewerben, bei einer Zu> fammenkunft in der Pforte die Bedingungen vorgc« legt wurden, unter welchen die Pforte eine Anleihe von fünf Millionen Pfund Sterling zu machen ge> denke. In Bezng auf die Bedingungen, welche die Pforte in Betreff des Vankprojcltcs stellt, wurde deu R>'präseulanten bemerll: da ihilru dieselben bereiis milgetheilt scieil, so bewillige die Regierung wegen der Anleihe» und der Bankbedingungcu eine Bedenk» zeit von acht Tagen. nach deren Verlauf jede der koülnnirenden Gesellschaften ihre Ancrbietnngen schrifl-lich und versiegelt einreichen möge. Hmldels- und Geschäftsberichte. Pesth. 1«. Okt. Spirit ns ohne Geschäft; uomiuellcr Preis 27—28 kr. pr. Grad. Slivovip, Syrmier, ist gesucht, mangelt aber noch. und dürfte sich der Preis für 20grädigc Ware auf 27 — 28 ft. pr. n.'ö. Eimer stellen, wiewohl Slivovih Neogra-der nnd Köröser Gegend alich nin 17— 18 fi. pr. Eimer verkauft worden ist. Für Trcbcrnb r a n n t> N'e i n steht eine ergiebige Brennperiode in Alissicht, da die dießjährige Weinlese durchschnittlich als eine gute bezeichnet werden kaun. und somit auch der Abfall an Trebcrn geballreich ist, Abs^lüssc sind l'< 1A—l^ ft. pr. Eimer, bei starken Vorschüssen, zu Staude gekommen. Nüsse. Von alter Ware sind ziemliche Vorrä» tl'e am ^.'ager. und auch von neuer langen fort lind fort reichliche Zufuhren au, was die Stimmnng da> für etwas drückt; erstere bedingen tt—7 ft., letztere 8—8l, ft. pr. Ztr. falscher Effekthascherei verdienen lobend anerkannt zu werden. Die Uebrigen waren zufriedenstellend. Miszolle n. (Veitrag zur Ausstattung der Priuzcs sittNl.'» von Sachsen.) Da zwei Prinzessinnen glrichzeilig heiraten. hat man Se. Majestät den König währciw seines letzten Aufeuthaltcs in der ^ausit) zu Oppl'ach mit zwei Stück Leinwand beschenkt, und einein Gedicht, in dem es unter Anderm heißt: „Dtr ,'rtm wir. da ficl uuS ci» : Wir töilüt,!, wol,! bchilftich scin Mit u.snr Wcl'N'.'i. ^luge! hat gar cnisig sich a/drcht Für ^Innn und (5l!sabc t h Tic Wcistt und dic Tp» c A>i ,N!ft>»i WtbrrsNlhlc Nimm'c!. i,.lilr Köniq, fr.iiiidlich hin B>,'!l schlichte» W.l'.rlcutchc». -- Sic dislci, »^ »,it srl'üüucül S>»>l — I!>l! l'llüii's lcu lill'!» Vl'ä!ltä?i>l. Dic »n'.s i>n hlil g>» ^hlstailD Gott uuscr Hc,r .^Uitl», lllld il)!!,!!, fllll l'l,'N> Vatll' »Nid, (?i» daunoo (>!!i!ct l'crcit.». (Die yliffiuen) l^,cn. wie znm Theil alle Berbern, die eine Bevölkerung vou clwa 2'2 ^'>l-lionen iin Sultanat Mogh'rib > ul - Aksa ausmachen, gewölmlich uuter Zelten lind bisweilen auch iu Höh« len an hochliegenden, wenig zugänglichen Orten, wo sie ihre ursprüngliche Unabhängigkeit immer bewah< ren, ibreu Omzargben oder Amucrancu. d, i. Befebls- Kleefamen. lnzerncr. wird bei starken Zu« fubren uud leblosem Verkehre aus 2Ü—27 fi. pr. ZU-gehalten. Tischlerleim ist. bei schwachen Vorrätl'eü nnd fortwährendem Begehr, auf Ü8—40 ft. pr. Z>^ gestiegen. Kümmel, wovon nnr wenig am Lager, wird in polnischer Ware ü lij^-^lU ft., in inländischer ü 1^ ft. pr. Ztr. bezahlt. Leder, gearbeitetes. Geschäftsgang »»'' verändert, Preise fest: Pfundlcdcr 88—!»0 ft., K»op' pernterzcn !)0—!)2 ft., baier. Vaches 90 — !N st-. Blankleder 92- 06 ft,, schwarze Kuhhäute 122—^0 ft., wciötrockenes Kalbleder 190—-200 ft. Gr.-Kanischa, 18. Okt. Die isracl. 3^' tage hielten viele Besucher des hiesigen, eben "l'ssc' lanfenen Jahrmarktes ab; dalier sich das Gesä'äfl anf die nähere Umgebung beschränkte nnd weM"' belangreich war. In Getreide fiel keine Aeudt' rung vor; der Verkehr bleibt lebhaft, und die Iwhcü Preifc hallen mit den übrigen nngarischeu Pla'i)c" keinen Vergleich aus, ein Umstand^ der durch ^ Nähe Steiermarks seine Begründnng fiildct. '1'^ Grcnzwollcn wurde nnr wenig und zwar >'< >'" ft. pr. Ztr. gehandelt. Honig wird täglich M' führt, uud gilt 1«—16^,2 fi. pr. Ztr. Spiritl^ nnirde ü 2H haben. In Bezng auf das Fru eh l g e seh ä ft >" noch immer keine güustigerc Stimmuitg bemerkbar, die Zufuhren sind schwach und die Preise gcdrü^' Wir uoliren nämlich : Wei z e n ll fi. 24 kr.'— ^ p" Halbfrucht 2^—3 ft.. Gerste 1 fi. 24 kr.. H"' fcr 1 fi. 18—21 kr, Knkuruh nener 1 fi. ^«r, pr. M. In lenterem Artikel sind" noch keine Schl>'!^, pr. Frübjahr vorgekominen. Wasser stand l'^ Bega sehr niedrig. Szissek. 19. Okt. Im Lanfc dieser W"^ sind hier circa 4000 M. neuer Weizen. l> ^5^ ii ft. 27 kr. pr. Mtz. begeben worden; alte Fr»^ blieb ganz unbeachtet und wird uominell !i^-^ ' ft. notirt. Für Krain haben sich endlich Känl'"' anf ncllen Weizen besserer Sorte eingestellt, und d>c Frage für dahin düific sich mehren, wenn ">'„^. Meeresküste der Bezug auf unsern Play bcschra»,," bleibt. Dreivicrtc'l f r u ch t im Detail 3 ft.; f"l H albfr >lcht, alte gesunde Ware. zeigt sich " " ^' l!0 kr. einiger Begehr, dieselbe mangelt aber sch^v Von lwsn. Knknrny wnrden circa 6000 M> 2 ft. 16—18 kr. begeben, banatcr 2 ft. 18—24n. ohne Nehmer. Hirse nominell 1 fi. A9 — ^^ «' Gerste 1 ft. 30—48 kr., Hafer im Detail 1 "' 18-30 kr. pr. M. Witterung berbstlich. 'U'" angehmen. Flüsse zunehmend, fahrbar. ^^ s e r f r a ch t nach Karlstadt 12 kr., nach StemW'" 26—27 kr.. und L a n dfra ch t dahin 33 — 3li ^' pr. Mk. ^" habern oder Aeltesten, gehorchend, deren Einer ^ 3A Jahren einen dlntigen Aufstand gegen den il"^ von Marokko erregte, der mehrere Jahre baü"' ' Die Riffinen sind von weißer Hantfarbe, u'itu^ Größe uud schönen athletischen Formen, rüstig >'. kräftig. voll Lebeu uud gewöhnlich schlank. Ihr ^ ^ ist uicht selten blond. so daß man sie eher für?l" Europäer als für Bewohner Afrika's halten ko">' ' Sie lragen ein einfaches Hemd ohne Aerinel, " ^ Beinkleidern, scheeren den Kopf. indein sie "Ul ^^ dein hintern Theile das Haar wachsen lassen, tr^ keinen Bart. anßer einem kleinen Knevelbart einem Stück am Kinn. ...,„l, Allf den Höhen bewohnen sie, wie sel?on kru'",^. Hütten oder Höhleu gleich den alten Troglody'^, in der Ebene Hänser vou Steinen oder H^' ^., Manern limgebeu. die mit vielen Schicßsl'd'U'tcn ,^ sehen sind. Sie sind heftig, kühn und nuvMo, .^ in ihrem Haß. Im Schwimmen sind sie ^Ml,^ Hauptvergnügen ist die Jagd. Sie lieben lcidem^^, lich ibre Flinleu und verwenden viel auf ^"!<,/iliiv schmückung mit Silber und Elfenbein. .^^'M ei-Viehwirthschaft ist ihr Hauptuahrungsmiltel, dol/^^.^. ben sie anch etwas Ackerbau uud Bieueuzucht. ^^. Lebensart macht sie kräftig nnd unruhig; a!>.'^t) !ncda>'er sind sie geselnvorenc Feinde der ^"I ^ und übertreffen selbst die 'Mauren an UuduldslU"" „^„ Fanatismus. Letzterer, mit dem Durste uach ^fn gepaart, ist der Grund der vielfacheu ^ma .„.„-im Mittelalter, die sich selbst bis in die >? ' cinzieben. _____>»""^ Drilck und Verlag von I,znaz v. Kleinmnyr H F. Vaml er« in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Vantbcrg.