Gedruckt mit Edlen von Kleinmayer'schen Schriften. Dienstag ben 2. May ^ 3 ' 5. Oesierreichische Staaten. Wien. >^e k. k. Maj haben den zu Laibach prov. angebellten Apellazions »Rath, Niklas Edlen v. Busaii, zum wirkl Landrath, bey dem krain. Stadt > und Landrechte, als einem zu» gleich für Clvil«Croatien delegnten kpellazions» gerlckte ernannt. (W. Z.) Der Ab« und Durchzug der in das Feld rückenden k. k, Regimenter ist sehr lebhaft. Selt dem 17 v. M. bis geliern sind allmähng hier eingetroffen, und zu ikrer Bestimmung aufgebrochen, die k, k Infanterie » Regimen« ter-. Erzherzog Ludwig, Großherzog Toskana, Lmdenau Coburg, Kutschera und Kaiser; das erste, vierte und zwölfte Jäger. Bataillon ^ die Grenadier - Bataillons Frisch und Siegler, und an Cavallfrie: das Regiment Hussciren Erzberzog Ferdinand, ingleicheii die Bellte» l>er Palatinal - Hussaren. Aus der hiesigen Besatzung sind gleicher» massen bereits zum Felddie„ste abgegangen: Neun Bataillons Grenadiers, die Infanterie. Regimenter Kaiser Alexander und Eolloredo Mannsfeld, das Cuirassier »Regiment Kon. siantin, und das Uhlanen < Regiment Schwär, zenbe g. _ (W. 3) Nechrickiten aus Trieft vom 2,. d. M. zu Folge, war daselbst der Neapolitanische Bolh» schafts'Nath v. Ouestiau^ eingetroffen, und verlangte nach Wien mit wichtigen Depeschen qelassen zu werden, welche er von dem Mini, ster der auswärtigen Angelegenheiten, Duca di Gallo, am »8. in Ancona a« die Neapoli» tanische Gesandtschaft zu W>cn abgeben sollt?. Der präsidirende Gubernial« Rath v. Spiegel, selb, erklärte dem Abgeordneten, daß er Befehl babe, in Folge des Krieges jeden Neapo. titanischen Agenten abzuweisen. 3er Hr. v. Ouestiaux hat demnach am folgenden Tage seine 'Rückreise unverrichteter Dinge angetre» ten. Es scheint, seinen Aeusserungen zu ?ol< ge, daß der König Mürat, nachdem er auf allen Punkten gechlagen worden war, und nun die Gewißheit erlangt hatte, daß die Italieni» schen Völker seinen Vorspiegelungen einer an, maßlich?n Freyheit, unter feinem Zepter, keine Zustimmung zu geben, sich berufen fin, den, die von ihm ergriffene Ossensioe als einen blossen Irrthum erscheinen lassen möchte. Die, se Frage wird die tapfere k. k. Armee zu beantworten wissen. (W. Z.) Preußen. Nach Berichten aus Breslau vom 19. April wurde für den folgenden Tag die erste Ah, theilung der an den Rhein ziehenden NlMch-kaiserlichen Truppen erwartet. (W. Z.) Italien. A r m e e b e r i ch t. Her Koinmaiidirende der Armee von Ita lien meldet unter dem '3. April folg^des: Der Feind hatte sich nach allen Sc.:e„ ge. gen Bologna zurückgezogen, und sing a>:, sel> ne Stellung hinter dem Panaro z>l verschan zen; dieß gab die Hoffnung, daß er entschlos. seu sey, eine Schlacht bey Bologna anzuneh men, wozu der Herr Kommandircnde alle Vor« bereitungen getroffen halte. Allein bey dem ersten Versuch, welchen derselbe den Fcldmar. schall Lieutenant Bianch, am 14. machen ließ, um den Panaro zu übersehen, verließ der Feind in der I^acht aus den lZ. dessen Nfer, und räumte am »6 Bologna. Der Feldmsrschall. Lieutenant rückte am 15. von Modena nach (Zamogia, un^ am >6. nach Bologna. Ver General Senitzer gieng über di^e Gebirgfüsse der Appenmen in die rechte, General Stcssa» nini von Finale über Cent» in die linke Flanke des Feindes Es sielen auf allen Senen unbedeutende Nachtrabs Gefechte vor, bey »v^l» chen der Feind durch den schleunigsten Rückzug vi?le Gefangene verlor Das bedeutendste Gedeckt fand bey Eastelfranco Statt. Die feind, liche Ariere. Garde zog sich nock am l6. his Imola zurück. Aus dem Wege dahin war der Oberste Oapenda so glücklich, burch einen raschen Caoa^l'ie. Angriff dem Feinde viele Gefangene abzunehmen, und ihm einen großen Verlust an T^ten und Verwundeten zu uer. Ursachen. Die feindliche Kolonne, welche gegen den General Nugent operirte, hat sich eben. falls eiligst zurückgezogen. Dieser General ist am lZ. unter dem Jubel des Volkes wieder in Florenz eingerückt. (G. Z ) Novigo den »8. Aprils. Die Ausschweifungen aller Art, welchen sich die feindlichen Truppen während der kurzen Zeit ihres öufcnthals in den drey Legazionen überlies. sen, sind unbeschreiblich. Die Plünderungen, Requisitionen, Schändungen der Frauen und Brandlegungen, vorzüglch in Malalbergo wegen verspäteter Lieferungen, haben denganzen Haß der Population auf sie geladen. Bey ihrem Abzüge fand sich viel Montur und Nüslung für lhre erwarteten Rekruten vor. Venedig, den »8. Aprill. Der halsbrecherische Rückz -g der drohenden Neapolitanischen Ärinee, welche ohne Kriegscr» klarung blos als Felnt'e der Kube und sriedli« chen Stlliiniu.1,1 Italiens in einige unserer Slädte drang, iä'ßt uns nun kalt und ruhig die Folgen dieses tollkühnen Unternehmens betrach» ten> Mit Abscheu liest man in einigen verrufenen Vläitern die bald hochtrabenden, bald charla» tanisireilden Adressen und Proclamen, welche die räuberische Mißhandlung aller Sittlichkeit und Religion der Völker mit allen Gräueln der Revolution heraufrusen wollen. Die unverschämteste Aetrügerey erlaubt man sich in den Nachrichten, wonnt man die Unbe» hutsamen zu sausckcn versucht. In einer davon versichert der unbärtig? Sekretär der Präsek« rur von Forli, daß Napoleon mit all seinen Franzosen an den Rhein geflogen (Voww) ,, daß eine Armee an den Alpen, und eme andere zwischen Italien und Illyrien (warum nicht gar!) einen unüdcrsteigltchcn Wall bilden, u. s w. Zu Faenza machte m.in glauben, Mailand und Piemont seyen in Aufstand, und ein General Gisfienza (?) jey an der Spitze von mchrcrn Tausend für die Sache Italiens. Die-se Rodomontad?!! sind so plump, daß sie sich durch ihre Lächerlichkeit widerlegen. Lächerlich »st es, diese Aheittheurer des Morgens aller Macht Trotz biethe, und Abends mit emem Haufen ihres aufgerafften Gelichters, mit Abscheu und Spott beladen, entfliehen zu sehen. Der König von Neapel betäubt die Schwach« sinnigen die in scine Netze gerathen, mit aller« ley Auszeichnungen. Eme der bewunderungs> würdigen, leß cr mittels Dckret von Ancona dd. 25. Msr; den Bewohnern von I^»00^ ()6« cli,-^ (dunkeln Felsen) als ein Zeichen seines Wohlwo3ens angidethen, denn vo» .um au wird die Gemeinde Racca LeUti^ (?!nnehm< lichkeitsselsen) denahmsct. Wer ist nun glück« ltcher als diese Leute? Mit einem andern Vekretc vom 17. ruft er seine Deserteurs zurück, und bewtlligt ih, nen so wie denen in der Untersuchung befindlichen zur öffentlichen Arbeit und zum Kugel» schleppe« Verurlhetlten vollkommene Amnestie. Er muß gewaltig viel auf diese Verstärkung seines Heldenheeres zahlen. Wie vortrefflich di? Pariser Blätter ihren Freund und Bundesgenossen Murat unterstützen und wle grünlich sie von der Lage der Dinge in Italien unterrichtet sind, davon liefern sol gende Artikel, die wir im Journal de Paris und im Iouernal des Oebats vom l2. lefen, d.e spre^c^dsten Bewetsc. Im Journal de Pa-'s Heftes: ^Privatbricfe, deren ^echtheit „w.r verbürgen, mclten, daß der König von „Neapel am Z«. in Bologna an der Spitze „seiner Armee eingerückt ist. Er hatte vcr, „fchledene Gefechte mit der Oesterreichischen „Armee, deren Avantgarde aufs Haupt geschla« „gen wird (!) Fünftausend Gefangene sielen „den Neapolitanern in die Hände (!!) Italien „ist in Bewegung. Schon haben sich dreyßig» „tausend Insurgenten unter die Fahnen der Frey« „heit gerecht, und marschieren auf Mailand „los. das seine Thore verschlossen hat (!!!) Die „Italiener stecken die National.Cocarde auf, „und ihr Haß gegen die Oesterreicher ist ohne „Gleichen. Das Blut der n> Mailand erwürg, „ten Patrioten raucht noch und schreit um Na-„che ('.!!!) Man vermuthet, der König von „Neapel werde am ». oder 2 April seinen „Einzugzu Mailand halten ('.'.!!'.) (G. Z.) Al'sesheim enthaltend, welche Vasel beksmmr. Dagegen erhält der Bischof von Basel, so lange er lebl, von Bern und Basel jäh-lick 12,000 Gulden. Genfs Gebieth soll a^f h^ savoyischen Seue angemessen arrondirt werden. Der Schweiz ist der militärische und merca.tti. lische Durchpaß durch Versag zugesichert. Waadt bezahlt an Bern, für die Löbetgerccht« same, eine Entschädigung von Zoo,om' F an» keu, mit Regreß auf die Güterbesitzer. Die helvetische Nanonalschuld ist zarantirt. Sie wird aus de'! verfallenen Zinsen der den beyde« Cantonen Zürich und Bern gehörigen und b!ei< benden Capitalien in der englischen Bank be« richligt. Allfälliger Neberfluß bleibt den ge. nannten Cantonen, allsälliges Äesicit wird vo« den übrigen Ständen übernommen. St. Galle« bezahlt dem Abt, so lange er lebt, 6000 Gul. den jährlich, und seinen Freunden jährlich 2oc»a Gulden. Für alle politischen Vergehun« gen findet eine allgemeine Amnestie Stadt. Die Angelegenheiten wegen Veltlin und Bünd« tcn bleiben einstweilen uneiNschiedeii. (Pr. Z.) Frankreich. Napoleon ist am »2. Aprill des Morgens allsgefahren, und hat zu Malmaison bey der Prinzesinn Hortense (wie die vormahlige Koni. ginn von Holland, und nachmahlige Herzogin»? von St- Leu nunmehr genannt w^rd,) das Frühstück genommen. Der Fürst von Camno, (Luzian, Bonaparte) war am »i. Aprill in Paris angekommen« Nach dem Anschlage, der in Folg? des we» gen der Nazic^al» Garden erlastenen Gesetzes, dcm Monitcur vom l2. Aprill beygefügt ist. soüen sämmtliche zum Dienste in Frankreich aufgebdtoene Nazio^al» Garden, ZiZ« Vatail» lone ausmachen, und diese aus 2,255,04a Man« bestehen Z^ir Bewaffnung dieser Millionen ver' sichert man, daß man einen Vorrach von 3,55,009 neuen, und 550,000 alten Flinten habe, als» wenn man diese Zahl wirklich als bestehend an, nimmt, u»d u«ter die National« Garden ver» theilt doch nur ein Fünfthcil des Ausgeboths bewaffnet werden, und der erhaltenen Begünstigung Waffen zu führen, sich erfreuen kann. Das bey Lilie aufgestellte Beobachttmgsbeer soll aus 60,000 Mann bestehen. Eine AlMi» lmig, unter den Befehlen des Generals Erlon ist vor Lille aufgestellt, die andere, unter den Gem'ale Rcillc, hat ihren Sitz zu Valenciennes. S ch w e i tz. Folgendes ist der Hauptinhalt des Entscheids des Wiener' Congresses , welcher am 23. März der Tagsatzung vorgelegt wurde: Die Bundes, atte ist genehmigt, und die Schweitz von allen acht Mächten, welche den Pariser < Frieden unterzeichneten, für frey, unabhängig und neu» tral anerkannt; dagegen ist die Convention vom 16. August »8 »4 ganz aufgehoben. Die Integrität der XlX Cantone, wie selbige am Ende Decembers «ZlZ waren, ist aner. kannt. Die Cantone St- Gallen, Argall und Waadt bezahlen den demokratischen Ständen, mit Ausnahme von Appenzell Ausserhoden (das mchts begehrt hatte) 500,000 Franken. Der Canton Tessin theilt mit Urt den jährlichen Ertrag der Zölle. Genf, Wallis und Neuenburg sind als Cantone der Schweiz einverleibt. Bern bekommt das ganze Bisttmm Basel, mit Aus« nähme einer kleinen Enclave in der Gegend von Llnieres für Ne^sckatel, und eines Distrikts von unstefähr drey Quadratstunden im Umfange, die Gemeinden illtschweiler, Schonbuch, Ober« wyler, Tcrwyler, Ettingen, Fürstenstein, Plat« tcn, Pselflngcli, slesch, Vrük, Reinach nnd Em Dekret Napoleons vom >o Apntl macht es allen im Auslande, im Französischen Dienste und Solt'e stehenden Personen zur Pfiicht, ih-re Erklärung vor dem l.May einzusenden, und vor Vcrlauf von zwey Monathen i^'.ch Frank» reick zu kommcn. (W. Z.) Dem Journal de l'Empire zufolge sollei sechs neue Marschäll? ernannt werden. Man nennt darunter die Generäle Bertrand, Drouot und den Grasen von Erlon (Drouet.) Oberst Labadoy^re soll zum Lohn für seine Großtha tcn zum Ma.'ckal de,CF. AuM silr ,«°fi. curr. si,? A/s^M». kUMNti»»«!!!«»»«/ V« b«»dM Z95 fi.