Macher Leitung. Nl. 33?. Vl"num«,al»on«pre!«.- Im «omptoir «anzj. ^ >>, halbj, fi. 5 «,, ssUl b!e ZuNeNung w« hau« y<"d,. 50 lr, Vlit der Poft »«n,,, fi. ,5, halbj. 7 .^». Dienstag, 15. Oktober. In<«lllon»gebüri F«r N«in« Insnale di« »n « feilen l» lv., giößell pr. ^«ilr « ti., bet vf»«en wiidtiholungen Pl. ^eil« « ll. 1»?8. Amtlicher Theil. ^l'chsttt'^s/.V^^tolischc Majestät habe» mit ^"tin d" I'"'chl,eßll»g vom 0. Oktober d. I. dem ?ttkci,„i„ , 7"'^'hbrde m Trieft, Ernst Becher, in .!^l und (<,„,«"' "llsgczcichueteu Dicustleistuug den "^Ü'lcidillst , "^"' "l"s Rathes dieser Behörde taxfrei ^ zu verleihen geruht. _______Ehlumecky m. i>. !!! ^ Rl^'^ü^"' hat den Bezirksgerichtsadjuncten ^ZriH '-^^ph ^dlen von Weben an znm ^^ "l Irdning ernannt. . Der^i —'--------- Wnich V^uzlllinister hat den Finanz-Obcrlommissär F>>"Miss!i!.^^'.' ,^l"l Finanzsekretär nnd den >""loiii,,ljsZ" M^lmilian Knopper zum Finanz- ^ "l'alint ' ^" ^""H ^" Finanzdircttion in ^ Nichtamtlicher Theil. Mllian,,, V """I ^'"lht, daß die von dem Bezirks- ?°Ctiftm/Mlst d. Wnrzbach in Laibach crrich- ^" Niln'?. ^^' "enunndcle Krieger ans Krain oder ^'n M^. "^ Waisen nnter dem Namen „Erz. "ue Galerie-Stiftung" ins Leben trete. w^> eiiwv^^""^num fttr Landcsvcrtheidignng lt siiiac.," "'^ das l. k. Reichs Spende fiir uuterstützilngsbcdürftige . 5>!i^.. ^"llisierten der diesseitigen Rcichshälfte >l,^ " Sm.mc per 1440 fl. den ans Krain "!k>> lass. lr"9 per 70 fl. dem Landespräsidium ^^ling betrag wurde behufs entsprechender Ver-^u lrainischen Laudl'Sausschuß geleitet. s!>V^lw" k-k. Sauitätsrath Dr. Friedrich Kees-Ä?'"3s- i,„>. «^lrektor des ersten Krautcu-Uuter-^3? don s ^"sorgungsvereius in Laibach den l>^'"Mrä^.?^^u"dert Gulden, als Hälfte tz^Lml,^ ''^ des von diesem Vereine am 0ten ^ les ,,"? .^"»stalteten öffentlichen Tombola- ^bcim c." ^" Widinung für Verwundete der f. t. dtii^se anl.s ?^a'swlllli übergeben. ^F ^z ^, gliche Spende wird unter dc,n Aus- '""una /,"'"' Dankes unter Einem seiner edlen ^""11. Oktober 187«. ^^^^^andespräsidillm. ^ sur türkischen Circularuotc. ^».^ wn ^.^"ularien, in welchen die Pforte ^Hs und d" k. k. Truppcn bei der Occupation zlloc,. Men d?>. '""^guloina angeblich begangenen M/U)cht s . "lropäischen Mächten gegenüber ^ ^ Z'sti'm 3" "l der gesan.mten europäischeil ljiic ^uiii,^. A ,, U'id unbedingte Vernrthcilung. ^"l',!,^"f^ ^/'lNM d^- ()ff,',lllichen Meinung wird ^tem/5 M ^ N c'che Elunn'ühigteit der curopäischeu ^ ^s,G,?it7^ '"ser uuqualisieu'rbareu ^ d?"' di^.^"U"tt die „Allgemeine Zeitung" zu ^'ch?f"lc divlm"^chreiben: „2)ierlwindig ist. ^»?.>chs N '""'^ den natürlich vergeblichen ^< ""'n/n ,7'""ch die SchlNd an den, Nicht- 3" ^!^"sni "' Versiäudiqung bezüglich der '5 ^''^ V t U"d d.r .s^erzeqowiua u uschü'beu. 'N ^n ^^ tta^ weiß vou der Nothweudigleil M,ss7' tilttisch^'Kung absolut nichts. Allerdings V^>l> m^"l 2^" ^"ollniächligten dem Kongreß. i ^inl 3' »nttc,s^"'U erst nachträglich, am 4. Inli, ^'H' ^eg ,"""' 6rllärun^ in der es hieß: ^'lt l,'"U U 'N,bMt sich vor. sich direkt uud l?^,,^ zur ^"""' zlabinettc zu verstäudigeu. dch d.e türkische ^I^« h^ u'^ Velstuiidignuq dadurch uumog. I' d ^'< ', daß st, ^lm.gte. Oesterreich solle ' "'kiH K'Ne .""^^"t M'd gleichsam als Niau- . '^ griiül 5 . ^ü'lc zu oceupieren, so daß "ilgl ^^ ^^ ,^^ ^ Kongresse iibertragene Mandat ohne Verständigung mit der Pforte anszuführen. Wenn übrigens die Türkei nachträglich versichert, der bosnische Anfsland nnd seine Folgen wären vermieden wurden, wenn Oesterreich nicht ans eigene Hand nnd ohne Verständigung mit Konstantinopel vorgegangen wäre, so brauche» sich die Großmächte, beziehungsweise Oesterreich, mit der Widerlegung dieser Phraseu nicht zn bemühen; eö g» nügt, die früheren Rundschreiben der Pforte zn reproducieren, in denen dieselbe den Vewcis zu führen fucht, daß sie an dem Aufstäube unschuldig sei. Ist das der Fall, so würde anch eine österreichifch. türkische Convention den Aufstand nicht verhindert haben." Die „Times" vom !>. d. M. sagen über das gegenwärtige Verhalten der Pforte und speziell über das eiste Nuudschreibeu derselbe»: „Weuu die Freuude der Türkei das nennen sollten, was sie der Pforte am mcistcu wüuschtcu, so würde es: „etwas mehr Weltkenntnis" lauten. Aber weder iu Asien noch in Enrupa wandeln die Türken die richtigen Wege. Der Sultan verweigert eine Convention mit Oesterreich, weil sich dieses in Bosnien großer Grausamkeit schuldig gemacht habe, nnd ein darauf bezügliches Rundschreiben wird an die enropäischen Mächte gerichtet." Die „Times" finden es wohl begreiflich, daß die bosnischen Aegs, welche nicht einmal dem Snltan sonderlich gehorchten nnd sich jcht vor der Rache des bisher unterdrückten Landvolkes fürchteten, sich in thörichter Weise der Occupation widersetzten. Dadurch seien aber anch die Oesterreichcr genöthigt worden, sich ihren Weg mit Gewalt zn bahnen, uud uachdcm eiuem der ersten einrückenden Regimenter in besonders verrätherrischer und heimtückischer Weise ein Hinterhalt gelegt worden, wäre anf österreichischer Seite ein zeitweiliges Vergessen der Ritterlichkeit moderner Kriegführung sogar wol zu eutschuldigeu. Allerdiugs könne die Pforte mit Hilfe ihrer geübten grirchischcn Federn eine „akademische" Ankwgcschrift abfassen, Oesterreich werdc sie aber nicht mit akademischer Gelassenheit hinnehmen. „Jeder einsichtige Freund der Türken — fährt das Eity-Blatt fort — mnß ihnen sagen, daß sie nichts gewinnen, wol aber viel verlieren können, wenn sie Oesterreich provocieren. Sie haben jetzt schon viel verloren, indem sie Oesterreich in der alten orientalischen Weise hinhielten, welche die größte Thorheit ist, wenn sie in die europäische Diplomatie übertragen wird. Hätten sie die ihucu von Oesterreich nach dem Kongresse angebotene Convention unterzeichnet, so hätten sie etwas von der Autorität des Snltans in Bosnien retten nnd der Occupation einen bestimmten zeitlichen Eharakter geben löimen. Das wnrdc ihnen auch von den cnropäischcn Rathgcbern, welche sie bei der Pforte so eifersüchtig fernhalten, anempfohlen. Statt sich klng zn fügen, haben sie Oesterreich Grund dazu gegebeu, die Pforte der Ermuthiguug des Aufstandes an-zullaqcn. Türkische Offiziere fochten ja in den Reihen der Äusstäudifchen. und die Krupp-Geschiche der Pforte halsen mit, die österreichische» Verlustlistcu zu vergrö-s;e,n. Das Wieuer Kal'iuelt kann daher entgegnen, das; die Minister des Sultans für die Dauer des Kmuvfcs nnd dessen Härten zu tadeln siud. Wenu der Verfasser der berühmten Andrassy'schen Note sich die Mühe nimmt, eine Antwort anf das türtijchc Rundschreiben abzufassen, so ist es nicht unwahrscheinlich, daß die Pforte Grnud habe» wird, zu bezweifcl», ob sie auch nur ciueu rhetorische»! Sieg erföchte» habe. Vor dem Gerichtshöfe E»rova's würde sie durch ihre Klage» sicherlich nichts gewiuueu. Der Verlust Bos. nicus ist das Ergebnis unerträglicher Mchregicruug. Die europäischen Mächte werden das Oesterreich er-thrille Mandat nicht wlderrufeu, es ist sogar uicht uu-wahr chcinlich, daß in Erwägnng der Kosten, die es Oesterreich verursachte, es ablehucu würdeu, eiue slwaiae Ueberschreilung des Maudalcs zu tadeln. Die Pforte wiro also durch deu Appell au die europäische» Mächte uichts gewinnen. Wol aber kann sie viel ver-liercn, denn der natürliche Beschützer der europäischen Iutcressen der Türkei ist Oesterreich." Vom Occupationöschauplatze. Zahlreiche Verwundete aus dem Treffcu bei Pcci sind iu de» letzte» Tagen in Agram eingetroffen. Alle erzähle», daß der Kampf bei Peci cmcr der blntigstcn der ganzen bisherigen Eampagnc war. Als bereits das Gros der gcradez» verzweifelt kämpseiide» Nnwraentm abacsclilaaen war. stürzten sich einige Hundert derselben, nachdem sie die Büchsen weggeworfen, mit dem Malaga» in der Hand auf die Unsere». Wol risse» nnsere Kngeln bedeutende Lücken in die Reihen der Wüthenden, und wenn sie auch alle de» Tod fanden, fo zahlten auch viele der Unferigen mit ihrem Leben den fanatischen Anprall der Insnrgenten, die sich freiwillig dem sicheren Tode geweiht hatten. Einen weiteren Beleg für den todtverachtenden, oft ans Sinnlose streifenden Fanatismus, mit welchem die irregeleiteten Insurgenten gegen unsere Truppen ankämpfen, liefert nachstehender, der Grazer „Tgpst." ans Gacko an der montenegrinischen Grenze zugehender Bericht vom 28. v. M.: „Unser Bataillon langte mit dem 19. Jäger« bata ill on uud einer halben Gebirgsbrigade von der Division Iovanovic' anf dem Marfche vo» Ncvesinje am 1l). September in Gacto a». I» fortwährender Fühluug mit nns zogen sich die Insurgenten langsam zurück, zerstreuteil sich aber, so wie sie die Gebirge erreicht hatten. — Bei Bilek verloren wir sie ganz. Die Division marschierte hierauf uach Trebiuje, focht am 16. September glücklich mit siebe» Insurgcuten-Batailloncn; wir aber marschierten anf Gacto los. Statt eines Kugelregens saudten uns die Bewohner eine festlich gekleidete Deputation enta/gen, die nnseren Kommandanten um Herstclluug der Ruhe und Ordnung bat und uus friedliche Aufnahme in Gatto sicherte. Kaum hatten wir das Lager vor Gaclo bezogen, so hörten wir von der rechten Seite, dem Lagerplatze des 1l). Iägerbataillons, heftiges Plänkler-feuer. Jeder von uus Offizieren greift nach dem Feldstecher uud sucht den Feind. Da scheu wir plötzlich einen Reiter im Galopp deu Abhang dcs nach Nordost sich erhebenden Berges herausstürmen. — Aus diesen wird geschossen. Während des Geplänkels erfuhren wir. daß der Mann. ein Türke namens Jaffa Zadrirep, in gestrecktem Galopp ans der Stadt reitend, zwei Schüsse auf ciueu Jäger des 1l). Bataillons abgegeben nnd sich, wie wir nun auch sahen, in dir Berge flüchten wollte. „Angesichts zweier Iägerbataillo»c hatte der fanatische Bursche die Kühnheit, seinen Haß gegen uus wenigstens zu markiere», den» gelroffe» hatte er dr» Jäger nicht. Die Neimzchncr.Jäger wni-e,, wü,id. Hauptmauu Baron Schm idburg schoß st>lbst. Jede» Augenblick glaubte» wir. de» Fliehende» vom Pferde sinke» z» sehen. Anf einen Schuß vo» Schmidburg stürzte plötzlich sei» Pferd. E»tfer»»ng 700 Schritte. Der Türke prügelt es wieder anf. uud fort geht's in kurzem Galopp den steilen Hang hinauf. Da schwenkte er um einen Felsen uud — war verschwunden. Unser Adjutant, Lientenant Pichler, nnd Obcrlieutenant Tomiö vom IU. Bataillou jagte» ihm seitwärts vom Schußfelde mit rasender Geschwindigkeit uach, sa»den ihn aber in dem sehr zerklüfteten Karste nicht mehr. Das war vormittags I I Uhr. Um I Uhr mittags brachte deu Türken eine montenegrinische Streispatronille. welche das ga»ze Intermezzo vom Berge aus verfolgt uud ihm dcu Rückzug abgcschuitleu hatte. Die Moute-»c-grilier wurden seiner erst nach langer Jagd habhaft, als fein Pferd, ans drei Wuudeu blutend nnd vollkommen erschöpft, znsaniinenstürzie uud der Türke, sciue Habseligtetten zusammenraffend, zu Fuß weiter slichcu wollte. Sie führten ihn an einer schweren Anlertettc wie einen Bären am Halse gefesselt ins Lager. Nicht um den Mann interessanter zu macheu, sondern »m der Wahrheit Recht zn gebe»: Alle erklärte» bei seinem Anblicke, daß sie nie einen schöneren Man» gesehen. Ueber sechs Fuß hoch, mit elcgcmter Haltung, schwarzeu Augcu llild schöngcbogeucr Adlernase im ovale» Gesichte, schritt er mi»deste»s so stolz eiuher, wir weiland die römischen Cäsare». umgebe» von ihrer Leibgarde, gegangen sein mögen! Mit stoischer Ruhe erwartet der Gefangene sein Todesurtheil. Begnadigt wird er entschieden nicht!" Die Einnahme von Livno. II. . ^"dl'ch kam der ersehnte Morgen des 27. September. Mit Tagesgrcmeu hatten unsere Batterien ihre Stellungen eingenommen, und um 7 Uhr gal> die acht-ceutimetrige Fcldbatterie, welche der 7. D.msum zugetheilt war. den ersten Schuh gegen das ",''" n'^ D.es war das Signal für die .wr'geu Balte u, uud bald spieeu achliluddrcißig 3e"''M»»de Tod uud Ver-derben gegeu das Kastell uud die festen steinernen 1N6N Wachhäuser. Kulas genannt, welche an dem Abstürze des nördlich von Lwno gelegenen Höhenzugcs erbaut sind nnd verinöge ihrer Lage und Festigkeit jeden Angriff auf die Stadt ohne die Mithilfe einer größern Anzahl Geschütze höchst schwierig machen. In das Donnern der Geschütze mischte sich bald Gewehrgetnatter. Die Brigade Esikos beschoß lebhaft den Feind, der feine Linien an dem Verghang hinaufznfchieben uer-fnchte, während oben das 1. Bataillon des 17. Regiments dcn ganzen Tag hindnrch fein Feuer gegen die Besatzung der Kulas richtete. Leider brachte ein heftiger Nordstnrin fchwerc Nebelmasfen, welche die Stadt stundenlang ganz umhüllten und fo die Wirkung unferer vorzüglich postierten Geschütze sehr beeinträchtigte. Endlich in den letzten Nachmittagsstunden wichen die Ncbel, und nun begann ein furchtbares Bombardement gcgen die Stadt und ihre Befestigungen. Das Schanspiel war grandios. Die Stadt Livno war von den drel Brigaden der 7. Trupftendivision sowie der Brigade Csikos, welche aus Dalmazien herbeigekommen war, völlig nnd ganz enge eingeschlossen. Von allen Selten sah man dle Geschütze aufblitzen, und Schuß um Schiß krachte gegen die Stadt. Schon um dlc Mittagsstunde hatten dle feindlichen Geschütze ihr Feuer eingestellt nnd die Insnrgenten, ihre Schwäche erkennend, machten einige verzweifelte Versuche, aus« zubrechcn und dic Slraße nach Glamotsch zn gewinnen. Sle wurden jedoch jedesmal zurückgeworfen. Mit dem Binocle konnte man deutlich fchen, welche Verwüstung unsere Geschosse in den Werken des Gegners anrichteten. Einzelne Geschosse schlugen auch in der Stadt ein. Als die Nacht hereinbrach, färbte blutiger Feuerscheiu den trüben Himmel. Wir meinten, ganz Llvno müsse in Flammen stehen. Dle nun folgende Nacht vom 27. anf den 28. Scp» tember war eine der schrecklichsten, die ich bis jetzt m Bosnien erlebt. Eine furchtbare Bora fegte über die Höhen und machte uns, die wir schutzlos ihrem Grimme preisgegeben waren, das Blnt in den Adern erstarren. Dazu ging uii» das Holz aus, dessen Beschaffung in diesem Terrain außerordentlich schwierig ist. Man kann sich unsere Situation denken, doch hatte diese heftige Luftströmung das Gute, die Regenwolken und den Nebel zu vertreiben, und als der Morgen des 28. 'Septembers anbrach, hing die Sonne strahlend an dem wolkenlosen Himmel. Vergeblich erwarteten wir die Fortsetzung der öwnonaoe, vorsichtig nnd in voller Gefechtsbereitschaft rückten unfere Trnppen die steinigen Höhen hinab gegen dlc türkischen Wachhäuser. Nein Schuß fiel. Da Plötzlich erschallte freudiges „Hurrah" vor uns. Von dem spitzen Holzdache des einen Wach-Hauses wehte die schwarzgelbe Fahne. Livno hatte eaplluliert. Dle Beschleßnng von gestern hatte die Anf-ständijchen mürbe gemacht. Der besfer gesinnte Theil der B^völleruug gewann die Oberhand, und die Stadt übergab sich auf Gnade uud Ungnade. Von allen Seiten erfolgte jetzt der Einmarsch unserer Truppen. Bald tonnten wir die pittoreske Lage von Lluno in aller Gemüthsruhe bewuudern. Jetzt erst sah man recht deutlich, welche Opfer an Blut eine Erstürmung diefer Stadt getostet haben würde. Der obere ältere Theil derselben, an dem Berg-Hang sich hlnanzichcnd, besteht fast durchwegs ails festen, verthndignngsfähigen Hänfern, und drohend über« ragen ihn noch die Hinlas nnd das Kastell mit ihren Vcrbindungsmaucrn; der untere Theil der Stadt liegt bereits in der stellenweise vcrsumpfteu Ebene, welche sich südwestlich bis zum dalmatinischen Grenzgebirge mlidehnt. Die Stadt macht iX'N entschiedenen Eindruck der Wohlhabenheit. Ihre Bauart ist jener der dalma-tlnischm Städte sehr ähnlich. Der rem orientalische Typus, wie ihn zum Bcispielc Travnit hat, ist hier fchon fehr verwischt. Als wir dnrch die Stadt marschierten, waren alle Läden geschlossen und nur wenige Bewohner zeigten sich auf den Straßen, aber auf allen Hänsern, ans den meisten Fenstern wehten weiße Fahnen. Die zahlreichen Christen yaben zum Ueberflnsse rothe kreuze auf ihre Thüren gemalt. Sie fürchteten wahrfcheinllch blutige Repressalien vonfeite der Sieger. Doch nichts dergleicyen geschah, die Bevöltcruug wurde entwaffnet, nnd dann bezogenunsere Trnppen rings nm Livno das Lager. Mit verhältnismäßig sehr geringen Opfern wurde der Besitz dieser wichtigen Stadt erkauft. Die ganze Division zahlt kaum 40 Mann an Ver-wnndeten und nur vier bis sechs Todte. Dieses glänzende Resultat verdankten wlr aber nur den aus« gezeichneten Dispositionen unserer Führer, durch deren trchuch combinierte Action viel kostbares Blut geschont worden lst. Oagesneuigkeiten. n V ^"" ^" türtischen Gefangenen in «u"'^ ^ ^ ^ "Ul"zer Tagespost" in mehreren Wiener Blattern reproducierte Notiz, daß sich türkische grauen über chre Korangedräuche so weit hinwcggc ctzt hatten, daß dic>elbcn das Gastzimmer der Brauerei Hatschek besucht und dort dem Gersteusaft fleißig zugesprochen haben sollen, reduciert sich. ^ie man der „Presse" schreibt, auf folgendes: „Die in Linz internierten Frauen der gefangenen Offiziere aus Vihac haben in ihrer Mitte eine Dienerin, die circa 0 Schuh hoch und entsprechend corpulent ist. Diese orientalische Schönheit, die weit über die fünfzig Jahre zählt und einem verkleideten Hausknecht ähnelt, war fchon bei ihrer Ankunft unverhüllt und muß demnach außer dcn Koran-gesetzcn stehen. — Einen mächtigen Tfchivnt in der einen Hand, cincn schweren Vierkrug in der andern, erschien die gestrenge Haremswächterin an einem Schanktisch nnd holte für ihre strenge verborgenen Gebieterinnen das edle Naß, das sich bei den Türken überhaupt einer besondern Beliebtheit zu erfreuen scheint. Die Türken benehmen sich in Linz überaus anständig. Die meisten sind mit Geld reichlich versehen, machen viele Einlaufe und wissen den Kaufleuten mit den Fingern begreiflich zu machen, daß sie über den Werth ihrer Geldzeichen vollkommen im Reinen sind. Unter dcn gefangenen Offizieren gab es jüngst eine kleine Iustificatiou. Einer der Herren, anscheinend ein wenig angeheitert, versetzte einem anderen türkischen Lieutenant einen freundschaftlichen Stockschlag, der ciuc erregte Debatte nntcr dcn übrigen Cullcgcn hervorrief. T)cr Kommandant von Vihac erhob sich ernst und würdcuoll, ging vor die Thüre, ließ dcn Krakchlcr kommen nnd regalierte dcn Offizier, der während der Proccdnr „Habt Acht!" stand, mit Faustschlägcn. Die Maßregelung des Eollcgcn schloß jcde weitere Polemik, und nahm die Unterhaltung ihren ungestörten Verlauf. — Dic anf dcm Frcinbcrgc internierte Mannschaft unterhält sich hauptsächlich mit einer Art Plnmpsacksp icl, das selbstverständlich immcr eine große Zahl Neugieriger herbeilockt. Aus der heiteren Stimmung, welche dicsc zumeist arabischen Söhne zur Schau tragen, läßt sich schließen, daß dieselben ihrer fernen Heimat ohuc besondere Wehmuth gedenken." - (Ein Oesterreicher als Buddhist.) Aus indischen Zeitungen war jüngsthin in die europäischen Blätter die Nachricht übergegangen, daß in der Hauptstadt des hitttcrindischcn Königreiches Siam, in Bangkok, ein geborner Oestcrrcichcr dcu Buddhismus angenommen habe. Ncucre Nachrichten melden nun, daß der be-trcsfendc Peicr udcr Paicr heiße und vor sciucm Glaubenswcchscl Katholik gewesen sci. Anf diese Nachrichten hin schreibt der „N. fr. Pr." ein in Wien wohnender früherer College dcs nun vielgenannten Renegaten: „Gestatten Sie mir, Ihnen einige Mittheiluilgcn zu machen über die Persönlichkeit dcs jüngsten Buddhisten, vou dcm die Zeitungen jetzt so vicl sprechen, nachdem ich dnrch mehrjährigen Verkehr mit dcmsclbcu ill dcr Lage bin. AusführlichcrcZ über ihn mitzutheilen. Au-tcm Payer, dies dcr richtige Namc, ist gcgcnwärtta. uu-gefähr 20 Jahre alt und zu Klagenfurt geboren als der Sohn des dortigen, seit circa vier Jahren pcnsio» nierten Obcrrcalschuldirclturs und jetzigen Äczirlsschul-iusvektors Josef Payer, eines Verwandten des Gurtcr Fürstbischofs Dr. Valcutin Wicry. Dcr junge Payer absolvierte das Klagcnfurter Gymnasium mit gutem Er-folgc nnd bezog fodann die Wiener Universität, um sich dcm Mittclschullehrfache zu widmen. Er trieb vornehmlich mathematische und physikalische Studien, leistctc als Einjährigfrciwilliger in einem Artillcriercgimente seiner Militärpflicht Genüge und legte fchließlich sein Lchrer-er.amen ab. Kurz darauf wurden scinc Wiener College»! mit dcr Nachricht überrascht, Payer sei ans dcr Hauptstadt verschwunden. Selbst seine Eltern erfuhren lange, Zeit nicht, wohin sich ihr Sohn gewendet. Das war vor ungefähr drei Jahren Nach Jahresfrist erst langte die crstc Kunde von ihm ein, Er war nach Hambnra. gegangen, in dcr Absicht, sich nach Ehina zu begebcu. Da ihm scinc bch-hränktc-n Mittel die Zahlung der kostspieligen Ucbcrfahrt nicht gestatteten, verdang er sich als Schiffsjunge anf cincm cbcn zur Abfahrt bercitcn Schiffe, mit dcm er bis Hinterindicu kam. Dort verließ er das Schiff nnd bekam bald in einem Handclühause eine Anstellung. Auf noch unaufgeklärte Weisc gelangte cr bald an dcn Königshof und wurde Sctrctär dcs siamcsischen Monarchen, in dessen Gunst cr sehr fcst zu stehen scheint. Es ist bekannt, daß cr reichliche Geldmittel in scinc Heimat sendet, und ich habe erfahren, daß scin Vater für große Summen verschiedene physikalische Instru-meute cingclauft und nach Äanglot gesendet hat, an denen dcr König großes Gefallen finden foll, Vc-mcrtcnswcrth bleibt es immer, daß Payer den katholischen Glauben verließ, da feine Eltern zu den strcng Ultramontancn zählen. Wahrscheinlich ein Mittel, sich iu der Gunst des Hofes noch fester zu sctzcn." — (Garibaldi als Erbc.) Wie die „Gazzctta dcl Popolo" in Turin mcldet, ist jüngst in Frankreich ein hervorragender und reich begüterter Republikaner gestorben, dcr Garibaldi und dessen zwei Söhnc, Mc-iwtti nnd Riccwtti, zu Erben scincs Vermögens einsetzte. Einige kleine Legate hinterließ cr frauzöfifcheu Ncpubliiaucrn. fokales. Krainischer Landtag. 10. Sitzung. Laib ach, 11. Oktober. (Schluß.) Referent Abg. Dr. Ritter v. Savinfchegg vertheidigt dcn Antrag des Finanzausschnsses, welcher bei jcdcr sich darbietenden Gelegenheit Ersparnisse im . Landeshcmshaltc zu machen bestrebt sei. Die Slaper Schule bilde cincn wunden Fleck im krallM ^,,. deshanshalte, sie habe das ganze Vermögen "^, deskulturfondes aufgezehrt. Dcr Staat hcm ^ vcntionen schon mehr als 10/)00 Gulden M^,. auch das Land habe außergewöhnliche ^ ^ ti,B> für eine Schule, deren rechtlicher Bestand '"^ ^, gesichert sci, indem es für den ^^^^.c.,.,. >pp 6000 Gulden bezahlte. Diesen großen "/ "'^ ^ über müsse man wol die Frage anfmN^ . ^ Vortheile die Schule dem Lande gebracht Y"V,.^ Ertrag der Realität erfuhr dnrch ^ "", ^. werthen Bemühungen des Direktors a^",,j^ !^' Stcigernng. doch fei dies ziemlich d«5 ,^ ^ man an Vortheilen anführen könne. /V^M „ M' die Schnle noch dem Wippacher Wemw" u ^,-theil biete, allein Wippach habe nm 20^' "^ ^ gärten, während Unterkrain deren l4.^ ^F'" 'itze, welche jedoch angesichts ihrer "N0"^ ^W lnlturcllen Verhältnisse von der Schnle H^ M' Vortheil ziehen. Zndcm seien an der ^" ^ einmal alle acht Stiftungsplätze besetzt, l^ ^l Unterricht, dcr externen Schülern ertheilt '^.^ x.i wcitans nicht jene Früchte, die erwartet "'" ,.M, l»' Staat verringere bereits seine Subvention, H) B/ trage heute statt 2000 Gnlden nur "M , ^ den, nnd es sei daher eine brennende <5 "U' ^'ü Schnlc fernerhin anf eigenen F"^'" '",,, A>^ tönnm. Es dürfte sich weit eher "NPseyn'^^P dien zn crcieren nnd die Schüler dcs ^,,^ Thales an die Wcinbanschnle nach Gorz, !" MB trains an die nach Marburg zu senden- «>„< empfiehlt schließlich den ScctionsantM s nähme. . w,i M Bei dcr Abstimmnng wird dcr ,""'^Mi" ordneten Dr, Den lind Dr. Blcnm'ls "> ^F Landcsansschilßantragangenomulen, "ndwc ^, vii sämmtliche übrige Posten des P"U'"''>" ^'F^ Schnle erledigt nnd dcr Petition dcs MjNN' ^' Sepic, ihn noch ein Jahr im Dienste Schule zu belassen, keine Folge gegeben. ,^l V. Abg. Dr. Miller von SavinschH^B namens des Finanzansschnsses über ""' ^ " des Landcsknltnrfondcs und wm h. Landtag wolle beschließen: „..,-foi'de^ 1.) Dcr Voranschlag dcs LandcM " > ^,^ das Jahr 187!) wird in den angcfnyu „^ Ansätzen, und zwar inbctreff desErford", II.^!^ Ocsammtsumme pr. lli'.»0 ft. 79 kr. lind ln ^ Einnahmen mit der " soinit mit einem Abgänge pr. 7l)6 fl. ' nehlnigt. . ,„fW^' !» 2.) Dcr Landesansschnß wird b""! ^M ^ Abgang pr. 700 fl. 7<.j kr. alls dein Lan" bedecken. Dcr Antrag wird angenommen. ^„L VI. Abg. Robic- referiert namens e^< ausschusses über den Voranschlag des ^> ,^^', baufondes für das Jahr 1«7l1 nnd " ^ 1.) Der Voranschlag dcs I?'7 s;0 t'', .i wird in dem Erfordernisse per 3l2l p- W^ der Bedeckung per 070 fl., daher mn ^, per 244^ fl., genehmigt. , .^t, d"'F, 2.) Dcr LandcZansschuß wird bean u ",^M , iualtllngsbcaintcn dcr Landcs-WohMMg' ,„ A»" anfzntragen, dieselben haben die Real"'' ,^.^,^ gelegentlich anderweitiger AmtsgcsMl^ . .^^> ., mit dcr Bcmcrknng, daß eine Vcrrc'chm^ ' icht ailf ^Itechilung dcs Irrenhansbanfo'w" läfsig ist. (Wird gcnehnligt.) ..,^''>^ VII. Abg. Nobic referiert üb" ^ i^t,^ abfchlnß des Irrenhansballfondes "Nd "^ ^n,'" sclocn nach dcn von deni Laüdcsallsi^!^^) Zifferansätzen zu genehmigen. (Ange" ^„B^s, VIII. Abg. Dcschmann "'f"!"tzc^^,1i^ Finanzansschusscs über das Prälinl""^ ^,gsM ^> fondes pro 187!) uud über dcn ^ ^M' für das Jahr 1577, nnd stellt folge"^ ^, Landtag wolle beschließen: W^L^' 1.) Der Theaterfond ist "uch " ^g" ^üp liminicrungcn wie bisher als leloil ^, ^ ^ behandelll und nicht als ein Subfolw i« fond einznbeziehcn. , . bc"»!^!, c>" l 2.) Dcr Landesansschnh wnd ^ „ Hintangabc dcs lalldschastlichcll H u^. ^i"ss Untcrnchliler bei jenen Vcrtragsst'p'u ^» ^,,le die Präliminiernng des Theaterfon^ f^, ^^ silid, darauf zn achten, daß dieser 3 ' ^,< > A zwecke ans eigenen Mitteln, "bge'K, stch' hl', Privatsllbscriptioncn, anfznlonuncn " ^„ M^„ ? hiebei die Erntöglichung einer "tgeim ^ , slovcnischcn Theatervorstellungen "'v „i,ss, dralnatischell Vereins nnl bewahr" ^ d^..,^, Sllbveiltion ans dem Thcatcrfondc wu.^ ^ cl >^,^ fondspräliminare pro 187!) in e'ner ' ^. yn ^ Snbrubrit „ziir Fördcrling sl"'"! ^ste^,>^'^" Zwecke" ein Betrag von 1000 N' ss/zil'^ gedachte Petition dcm Landcsausscy"!' abgetreten. ^ 1961 W7lui,^ ^chnungsabschluß des Theaterfondcs pro «l'zi'M!.?. " ^^sanlintcinnahmen mit st. 12886-51 l3 5^tmenAeitragesde3Laudes- lWch,nit '......^'^>805-7ü >!> dc» W s/, ' '.......st. 8020-70 «bz>> ich 1''^"sgabcn mit . . . . , 12886-51 k"öt^^'l' "s diirchlaufeude Post W p"' ^^uhrcll an den Landes-<<"W «n. ' '......_^ " 2494-75 bcdH. is."" ^urch den Landesfond fttw mi ^""li von 2371 fl. ergibt, "»d dcii u GesaniNltvrrmögcu per ,. 67li)0'0<.» ,, ' ^1an.nttschnldc.l per . ' / . .',' 4154955 "'^n w"'"" schließlichen reinen N------------------- R llc,,clim. ^ '.......fl. 25640-54 U?'"M'dm Kenntnis geno.nmen. hchsich^!' ^^snjak meint, der Berichterstatter ^'whM, ^< s'"" b"2 Gleichgewicht zwischen den Hellm K«"! ^lnsgaden des Theaterfondes dar. bäch /„, ." '" dlc Sunnuc für Erhaltung der Gc-War h . "^ahrlgen Voranschläge eriiiedriget, und ^i'chre si>??" ^^ ""^ """' Uel'crschnst ans dem >wl q^, "^' der nicht verbraucht worden ist, aber Rethr Ebenso sei es eine Fiction, die jll erhijl , ^ ^uidtagslotalitätei, "^ll 4(^) auf 800 st. Landes '' s lchlicßlich die Miethe denn doch der lei W ^/Mlcn müsse. Das ganze Präliminare R ^ i. ', ^"l'lde so zusammengestellt worden, da-tl"e ^,. Ä luan denl slovenischen dramalischeu Ver-°>Tb..^c "°^"l von 1400 fl. entzogen habe, ^« braut ^. sch""bar lein Deficit mehr gebe. ^Thc^? slovenischen dramatischen Vereine ans 7 M,c, L'^ fiir das Jahr 1879 als Subvention °°t sli)w, l^ ^^ "l'ter dein Titel „zur Förderung fl K^ill,' ^" Dramatik" im Betrage voll 2400 fl. b"»iit dm,^? "id die Petition des dramatischen Vereins <)> '^anoesansschussc zur Erledigung abzutreten. 'H ^. "" ocr Verpachtung der laudschaftlicheu Logeil MsiH. "l)ln auf deu slovenischeu dramatischen Verein !°lbcn steä ^ ^"'"'' ""d Mn in der Art, daß dem-^ndet w ? "ch^ ^)eil des Logcncrträgnisscs zu- n,^ werde. 3^n^'^c?'^ch^y erwidert, die Subvention MWH.,. "t'chen Theatcrdireltor sei eine rechtliche besih^lttng des Theaterfondes vi^k-vi« den Logen-Hebam ^""/^s im Jahre 1842 das Theater neu Mraa n ^.' haben dieselben zum Baue 60,000 fl. ?"l ini N ^ slovenische dranlatischc Mnse sei so-M kllun. .^'^' sich selbst zu morden, sie erwarte ?l'on ^ ^^' ein Theil der bisherigen Sub-M M^?ch"l werde, um dann sageu zu können, ss bG""^,A>isfiihrllUgen nicht ,uehr möglich seien. ^tt v,l^"stc haben ohnehin schon das slovenische ^ Äba «j's"' und sich denl dclltschen zugewendet. ^sl^nisV^"'"ik widerspricht der Behauptung, "Michja ^dramatische Verciu erwarte lanm, um "Äegin,. k?" Welt z>l scheiden. Es wurde lauge »r^ des Landtages, da man dessen Beschluß k schusse M.^mheit bereits erlvartete, im Vereins- ^ll m.i.'Gossen, ullter allcll Uülsländen sloveuischc lich ?g ^^ un Theater zu geben. ^A'rMi^^^'uiak sieht nirgends eine recht« Mc H ^"lug, welche die Slovenen zwingen würde, Zlossc,/ dwtschcs Theater zu erhalten. Daß dies d^», i,', könne eben nur in einem Landtage ^cniscl""I"" s^ch die überwiegende Majorität d> ?kfttc, " ^ '" ber Minorttät besilldet. ^,^°Numi, ^? Deschnlann erwidert, er sei an Wi! zur S's, "^ ^'sch'h^ alles, was die liberale cb Mt qm... ^"l3 des Landcssäckels thue, aus Gc-^/"Nc z>.," d'e Slovene», gewöhnt. Mau wolle N ^ldfo'.^'^ Der Theaterfoud sei ein selbstän-V" des ^?eK Do.nestu-alfoudes, denn auch die ^5"^ seien in der kraimschen ^hrm ^ l^l desselben eingetragen. Die '' so V^'scher. Habe der Tleaterdireltor ^>>'i ' sn die 1^" die Logen gut au deu Mann 3^z ' D^ -i. ch Ulcht der Fall, so bleiben stc nn- ^Nl^i,, H""I d,>s slovenischrn dramatischen ^lW5'ke he,.,«"' ^'"'e dahin, slovenischc drama- ?'?'" ll^V"!iebeu, cine dra.natische Schule iMecl,z'l gchen '>!" ^hler Linie Vorstellungen im » ,inr ^^"^'Uwg des Fiuauzausjchusses » ^Ulon,, "chm'g der ersteu zwc. wicht.geu ^>,^ sl^,."nd enthalte nicht die mindeste gc ^ wuschen dramatischeu Interessen zu ^'^ wird der Antrag des Ab^ ""^>w,,,H"'l)ut nud jener des Fil'anz- In der Spczialdebatte ergreift Abg. Dr. Zar nil das Wort. Redner sagt, es lasse sich nicht verkennen, daß der slovcnischc dramatische Verein mit seinen Vorstellungen in der Richtung sehr wohlthuend gewirkt habe, daß in Laibach nicht mehr dieses Kander-wälsch der slovcnischen Sprache gesprochen werde, wie ehemals. Daß die slovcnischcn Vorstellungen im vergangenen Jahre schlechter besucht waren, halte seine Ursache darin, daß es eben schlechte Kräfte besaß, wie denn anch das heurige Theaterpcrsonale dem vorjährigen weit nachstehe'. Die Theatcrverhältnissc seien nbcrhanpt schwierige, Beweis dessen der Umstand, daß man in mehreren Städten die Theater schließen mußte. Redner beantragt daher, man möge, »m den slovcni-scheu Vorstelluugeu uutcr die Arme zu greifen, den Landesauöschuß beauftragen, daß er dem slovenischcn dramatischen Vereine für feine Vorstellungen stets Sonn- oder Feiertage bewillige. Berichterstatter Abg. Deschmann hat gegen den Antrag des Vorredners nichts einzuwenden. Bei der Abstimmung werden der Antrag des Abg. Dr. Zarnit sowie die gesammten Dctailposten des Theaterfondes angenommen, und ist damit auch die Petition des dramatifchen Vereins erlediget. IX. Abg. Pfeifer berichtet namens des Ge-meinde-Ansfchnffes über die Genehmigung der von der Gemeinde Raduvica beschlossenen l00perz. Umlage für das Jahr 1875 nnd 1879 mit je 50 Perz. Wird ohne Debatte bewilliget. X. Abg. Laschan berichtet namens des Peti-tionsausschusscs über das Gesuch des landschaftlichen Aushilfsbeamtcn Friedrich Drcuil um Nachficht der zur Erlangung emer Landcsbeamtcnstelle vorgeschriebenen Stildien. Dasselbe wird dem Landesauzschussc zur feincrzeitigen Berücksichtigung zngcwieseu. XI. Abg. Pfeifer berichtet namens des Finanz-ansschllsseö über das Gesuch der Wundärzte in Krain nm Passieruug der halbeu Vorspanusgebür bei Reisen in Impfnngsangclcgenheiten. Das Ansuchen wird genehmigt. Schluß der Sitzung 4 Uhr nachmittags. Nächste Sitznng Samstag. (11. Sitznng.) Laibach, 12. Oktober. Vorsitzender: Landeshauptmann Dr. Ritter von Kalteucggcr; Vertreter der Regierung: der k. k. Landespräsident Ritter v. Kallina nnd der l. k. Regicrnngsrath Hotschewar; anwesend 33 Abgeordnete. Das Protokoll der letzten Sitzung wird in deutscher Sprache verlesen und genehmigt. Abg. Dr. Ritter v. Vesteneck referiert namens des Schulausschusses über seinen Antrag auf Aenderung der Gesetze vom 25. Februar 1870 und vom 29. April 1873, wie folgt: Zufolge Beschlusses des hoheu Landtages vom 28. v. M. hatte der Schulausschuß die Mängel der drei obigen Landcsgejetzc zu prüfcu und noch in der heurigen Session einen Gesctzcsvorschlag, enthaltend die wünscheilswerthen Aeuderuugen derselben, vorzulegen ; hiebei hatte der Schulausjchuß insbesondere folgende Pllulte ms Auge zu fasfeu: 1.) Aenderung der Zusammensetzung der Schnlaufsichtsbehördcn, insbefon-dere Aufhebung des Institntes der verstärkten Ortsschulräthe; 2.) Fixicruug vou Zwangsmaßregeln gegenüber den Ortsschulräthcn; 3.) Aenderung der Be-stimnumgcn über die Lchrercrnenuuug; 4.) Classiskie-rung der Lehrstellen; 5.) Regelung des Sistemes der Fuuttiouszulageu. Der Schulausschuß nahm laut Bericht vom 8. d. M. zur Grundlage seiner Äerathuugcn einen vom Referenten vorgelegten Entwnrf an, welch' letz' tcrer die sämmtlichen m dem Antrage enthaltenen fünf Pnnlte berührt. Das Resultat der eingehenden Berathungen, au welchcu die k. t. Regierung über Ersuchen dnrch zwei Vertreter theiluahm, bildet ein aus 45 Paragraphs, besteheiwer Gesetzantrag. Durch dcilselben sollen einzelne Bestimmnngen aller drei Landeöschulgesetzc geäudert werocu, und zwar fallen die Aenderungen des Schnlaufsichlsgesctzes und des Gesetzes über die Errichtung uud Erhaltung der Vollsschnlcn in den 1. Abschnitt nud die Acudcrungcu des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Lehrer in den II. Abschnitt des Gesetzantrages. Zu der Anfhebung der Einrichtung der verstärkten Orts. uud Bezirksschulräte bewog deu Schulausschuß insbesondere die Rücksicht auf die wünschcnswerthe Geschäftsverciufachung und auf den Umstand, daß die Grenze zwischen dem Wirtuugslreise des Ortsschulrathes und des verstärkten Ortöschulrathes iu der Praxis ohnedies fast me eiugehalteu wird. Eiu Surrogat für die verstärkte» Ortsschulräthc soll durch die vorgeschlagene Aenderung des tz 5 des Schulaussichtsgesetzes ^ 1 des Geschantrages) geschaffen werden, durch welche deu Vertreleru der Gemeinde unter allen Umständen die Majorität im Ortsschulrathe gesichert wird. Das Iustitut der verstärkten Bezirisschulräthe hielt der Schulausschuß umsomehr für entbehrlich, als das Schul-bezlrts Präliminare derzeit in das Aezirtskasse-Präli-uunarc eingestellt werdeu muß, letzteres aber ohnedies n einer Versammlung der Gcmeindevorstände des betreffenden Steuerbezirkes jährlich berathen wird. der Einflnß der Vertreter der Steuerzahler hiebei also bedeutend größer ist, als er es bisher im verstärkten Bezirksschulrat!) war. (Fortsetzung folgt.) — (Patriotische Stiftung.) Se. Majestät der Kaiser haben die Bewilligung allcrgnädigst zn ertheilen geruht, daß die von dein Hcrrn Uezirtshauvtmanne August v. Wurzbach in Laibach errichtete Stiftung für verwundete K'rieger aus Kram oder deren Witwen und Waisen unter dem Namen „Erzherzogin Marie Valerie-Stiftung" ins Leben trete, — (Aus dem Landtage.) Di» gestrige — zwölfte — Sitzung des krainischen Landtages wurde mit der Mittheilung des k. t, Lcmdcspräsidinms eröffnet, daß der Ncichsrath auf den 22. Oktober einberufen wurde, der Landtag daher seine Arbeiten so einrichten möge, daß die dem Hanse angehörigen Mitglieder des Reichsrathes noch Zeit gewinnen können, ihre häuslichen Angelegenheiten zu regeln. Hieraus wurde znm ersten Gegenstände der Tagesordnung — Svezialdeblitte der Novelle zu den lrainischen Vliltsschnlgesetzen — übergegangen. Vor Beginn derselben erklärte Abg. Laschan, daß er alle in der Generaldebatte vorgebrachten Einwendungen gegen das Gesetz, soweit dasselbe das Ernrnnungsrecht der Stadtgemcindc Laibach berühre, aufrecht erhalte. Abg. Svetec erklärte namens der nationalen Minorität, daß letztere aus den in der Generaldebatte entwickelten Gründen an der Spezialberathung nicht theiln-hmen könne, Hierauf wurde das Gesetz, nachdem mannigfache vom k. k. Landcspräsidcntcn Ritter v, Kallinn vorgeschlagene Aenderungen zu einzelnen Paragraphen accevtiert worden waren, angenommen, Die dritte Lesung erfolgt in der nächsten Sitzung. — Der Bericht des Landes-ansschnsseS mit dem Antrage, die den Mitgliedern der Kranlcnvcrcinc ans den Vereinskasscn zufließenden Unter-stütznngsgcldcr znr Deckung der für dieselben in öffentlichen Kranlcnhänscrn erwachsenen Vrrftfleg?kosten nicht in Anspruch zn nehmen, wnrde genehmigt! der Vcricht des Finanzansschusses über den Bericht deS Landes-ausschusscZ zur Sistcmisiernng eines stabilen technischen Dienstpostcns beim landschaftlichen Banamte, und der Bericht des Finanzausschusses über die Landcsausschuß-vorlagc inbctrcff der Behandlung der im MiUtnrver-bandc, stehenden Landcsbcdienstcn nnd Volksschlülehrer in Mobilisicrungsfällen, der NcchmmgSabschluß der Slapcr Obst« und Weinbauschule, sowie jener des Lan-deskultnrfondcs pro 1877 — wurden genehmigt und eine Reihe von Umlagen an Gemeinden bewilligt. Der Stadtgcmcindc Laibach wurde eine Todtcnbrschreibtaxe pr. 50 kr. und eine Todtenbeschautaxe pr, 50 kr, znsammen vr. 1 fl,. bewilligt. Nach Erledigung mehrerer Berichte in Straßcnangclegenheitcn wurde die Sitzung um drei Uhr nachmittags geschlossen; die nächste beginnt heute um 9 Uhr vormittags. Aus der Tagesordnunn stehen unter andern der Bau der Spitalslolalilät in der Po-lana, das Präliminarc des LnndeKsondes pro 1879 ,md der Bericht des Finanzausschusses wegen einer UlNideS-umlage vom Bier- und Branntweinuerschlciße iu Krain. — (Neichsrath) Von der Kanzlei des Abgeordnetenhauses kommt uns nachstehende Tagesordnung für die am 22. d. M. stattfindende 400. Sitzung statt: 1.) Erste Lesung des vom Herrenhausc beschlossenen Gesetzes, betreffend die Theilung von Gebäuden nach materiellen Antheilen; 2) erste Lesnna. des Antrages des Abg. Freiherrn v. Tinti und Genossen wegen Aenderung des ß 55 des Wehrgesetzes vom 5, Dezember 1^68; 3.) Vericht des ÄuogelausschusseS über dcu siebenten Jahresbericht der Staatsschuloen-Eontrolltommisswn des Neichsrathes; 4.) Bericht des ttnsschnsses fnr die Regelung des Ncchimugs- und Eontrolldienstes in den im Ncichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern. — (Patriotischer Fr aucnvcrcin.) Da3 Armee-Generalkommando der k. t. zweiten Armee hat mit Schreiben ddo. Brod. l>, d. M,. dem patriotischen Fraucnvcreinc zur Hilfeleistung für Verwundete und kranke Krieger in Laibach für die unterm 30, v. M. abgeschickte Sendnng von Wäsche, Wollwarcn. Polstern nnd Verbandstoffen für die k. k. Ocenpationstruppen in Vosuien im Namen der verwundeten und tranken Soldaten den verbindlichsten Dank ausgesprochen. — (Dank.) Die Direction des ersten Loibacher Kranken-Vcrsorgungs- nnd Unterstiitzungsvercins hat mit Zuschrift vom 10. d. M, dem Actionscomite des patriotischen Frauenvcreins den Dank für die erfolgreiche werkthätigc Unterstützung des von demselben zum Besten feiner kranken Vereinsgcnusscn nnd der Verwundeten der k. t. Armcc veranstalteten öffentlichen Tomboln-SpieleS ausgedrückt, und ersucht, diesen Dank auch allen übrigen Damen des Vereines auözusprechen. — (Neue Fahrordnung auf der Rudolfbahn.) Vom heutigen Tage antritt ans der Kronprinz» Rudolsbahn ein neuer Fahrvlan in Giltigleit, Auf dcr oberlrainischcn Strecke haben die Züge mmmchl »mch. stehende Abfahrts. und Antunftsstunden: '"'hrt d" Züge von Laibach: Pcrsonenzua Nr. i ^ "/^ w?' Nr, 5 10 Uhr 45 Minuten vmmM.'gs, gem.schter Zug (bis Nadman sdo f) 0 Uhr Ankunft der Züge in Laibach. Personenzug Nr, 2 2 Uhr 1962 35 Minuten nachts, Nr. 6 5 Uhr 50 Minuten abends, gemischter Zug (von Radmannsdorf) 8 Uhr 25 Minuten nwrgens. — (Gestürben.) Der Unterjäger Franz Ienut der 3. Ergänznngslompagnie dei 7. Feldjägerbataillons, der, wie wir seinerzeit mittheilten, am 22. v. M um 3 Uhr nwrgeus infolge einer im lebhaften Traume vollführten Bewegung aus dem Fenster des dritten Stockwerkes der hiesigen Zuckerraffincrie-Kaserne stürzte, ist diesertage seinen hiebet erlittenen schweren Verletzungen im hiesigen k. k. Garnisonsspitale erlegen. — (Gemeindewahl.) Bei der am 15. v. M. stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes der Orts> gemeinde Znpajncnjivc, im politischen Bezirke Stein, wurden der Grundbesitzer Anton Prellet von Pravretno (St. Primi) zum Gemeindevorsteher, die Grundbesitzer Josef Prelesnit aus Znamnje und Johann Vertacnil aus Stahouca zu Gemeinderäthen gewählt. —ä. (Theater.) Vergangenen Sonntag gelangte das unterhaltliche Lebensbild „Drei Paar Schuhe," von Gürlitz, zur Aufführung und erfreute sich einer fast allseitig tadellosen Darstellung, welche vom Publikum durch reichen, mitunter stürmischen Beifall ausgezeichnet wurde. Um diesen Erfolg machte sich in erster Linie Frl. Ulrich verdient, welche die Hauptrolle (Leni Flink) ninsterhaft durchführte und durch munteres, lebhaftes Spiel, persönliche Anmuth und wohlklingenden GcsangHvortrag vorzüglich zur Geltuug brachte. Nächst ihr cxcellierte Herr Friedmann, indem er als „Üorenz Flink" eine nngemein kölnische, wirtsame und ans dem Leben gegriffene Leistung zum Besten gab uud die Funken seines gesunden Humors und die Raketen seiner drastischen Mimik vollauf sprühen ließ. Von den übrigen Darstellern heben wir Herrn Arenberg hervor. Sein „Julius von Nachtfalter" war mit aller erforderlichen Beweglichkeit und Eleganz ausgestattet und gehört in jeder Beziehung zu den besten Leistungen dieses begabten und routinierten Schauspielers. Herr Ehrlich (Stangelmaier) und Frl. Wilhclmi (dessen Frau) bewirtten es im Vereine mit den eben genannten Kräften, daß der erste Act äußerst gerundet abgespielt wurde. Frl. Massa (Laura Eder) entledigte sich besonders des gesanglichen Theiles ihrer Aufgabe sehr lobeuswerth, ließ jedoch auch im Spiele nichts zu wünschen übrig; hingegen wußte Herr Becher aus der freilich etwas matten Nolle des Baron „Wap-penlnopf" nicht viel zu machen, und Herr Melzer (Thcateroiener Maier) verdarb den komischen Effekt durch überstürzt schnelles Speechen, wirkte jedoch im Wallfahrerterzett recht gelungeu mit. Eine sehr ergötzliche Figur war Herr Direktor Ludwig als „Gutsbesitzer von Varoshazi", wurde aber von Frl, Langhof (seine Ge< maliu Kunigunde) mit der Bewältigung deS Dialektes im Stiche gelassen. Da3 den zweiten Act abschließende Gesangspotpourri - Intermezzo hätte besser einstudiert werden sollen; die Ucbergänge nnd Churpiecen machten durch ihre Zerfahrenheit einen störenden Eindruck. Da» Theater war nur mäßig besucht. Samstag wurde „An got" gegeben, ohne ein volles Haus zu erzielen. 3ic tiuu«it gioriu mum'': Die liebliche, melodiöse, allbeliebte Mnsit von Lecocq hat hier bereits ihre Anziehungskraft verloren, die Legende der abenteuerlichen Madame Angut uud die Liebcsgeschichte ihrer uicdUchen, leichtsinnigen Tochter finden lein Interesse mehr. — Die Aufführung war, soweit dies die spärlichen Mittel uuserer Provinzbühne bezüglich des Chores uud der Ausstattung zugeben, recht befriedigend. Frl. Massa sah als „Claircttc" ebenso reizend aus, wie sie sang, und erntete nach jeder hervorragenden Nummer wohlverdienten Beifall. Auch Frl. Ehl (Demoiselle Lange) sang sehr hübsch, besonders das Couplet zu Anfang des zweiten Actes: „Die Soldaten sind tapfere Helden" und das Duett mit „Clairette" im selben Acte, auch theilte sie n«it Herru Areubcrg (Ange Pitou) das Verdienst, im richtigen historischen Kostüme erschienen zn sein. Letzterer ließ nur zeitweilig eine kräftigere Entfaltung seiner ai -genehmcu Stimme in den Solostellen vermissen. Fr^. Ulrich (Amaranthe) trug die Angut-Ballade mit solcher Bravour vor, daß sie das allgemeine Bedauern über ihre uutergeordnete Verwendung in der Operette erregte. Herr Friedmann verdient für die originelle und gelungene Auffassung des „Larivaudiüre" alles Lob und erreichte seinen Zweck, die Erheiterung des Publikums, vollkommen; hiebei unterstützten ihn recht wirtsam Herr Becher (Trenitz) und Herr Eatterfeld (Lonchard). Herr Iahn (Pomponet) hielt sich einigermaßen steif und gezwungen uud vermochte es nicht, feiner Rolle den nöthigen humoristischen Allstrich zu geben, welcher in der Nachtszene des dritten Actes seinen Glanzpunkt findet; in gesanglicher Hinsicht war seine Leistung genügend. Der Chor reichte uumerisch nicht hin, und gingen infolge dessen viele gute Stellen verloren. Das Orchester hat nur einige Taktschwanlungen auf dem Gewissen und hielt sich im übrigen wacker. — (Neue Feldtelegrafenstationen.) Wie uns die t. t. Tclcgrafcndirection in Trieft bekannt gibt, wnrden in der Herzegowina die Telcgrafcnstationen Bjuduska, Nevesinjc und Stolac mit permanentem Die«ste, und in Bosnien die Stationcu Sibozica, Türkisch-Samac und Foca mit beschränktem Tagdicnstc — sämmtliche für den unbeschränkten telegrafischen Verkehr — eröffnet. — (Neue illustrierte Zeitung.) Die Nr.3 dieses Blattes bringt folgende Illustrationen: Nikolaus Dumb«. — Ein Türke widersetzt sich einem ganzen Bataillon. Von I. I. Kirchner. — Transport türkischer Gefangener nach Brod. Nach der Originalskizze des Oberlieutenants Fritz, — Regiment Nr. 54 passiert durch eiue Furt südlich von Doboj die Bosna. Nach der Originalskizze des Oberlieutenants Fritz. — Hußaren-gruß. Von A. Greil. — „Angenehme Ruhe!" Vou Julius Pollak. — Bilder von der Pariser Weltausstellung. — Erbcutung einer Fahne bei Doboj. — Eine Feldsignalstation. — Friedrich Strampfcr. — Texte: Die Freiheit unter dem Schnee, oder: Das grime Buch, Historischer Roman von Moriz I<5kai. (Fortsetzung.) — Was fühlest Du?! Gedicht voll Rudolf Sperling. — Nikolaus Dumba. Von Ein, Rauzoni. — Reiseskizzcu aus Tibet. Von Robert v. Schlagintweit. (Schluß.) — Schilderungen aus Bosnien und der Herzegowina. Erlebtes nnd Erlauschtes. I. Von A. Lutoic. — Die ruhe? lose Seele. Erzählung vou Hans Wachenhusen. (Fortsetzung.) — Kleine Chronik lc. — (Beilage.) Der heutigen „Laib. Itg.„ liegt für die Stadtabonnenten ein literarischcr Prospect bei. Neueste Post. (Original - Telegramme der „ Laib. Zeitung.") Wien, 14. Oktober. Die „Neue freie Presse" vernimmt, daß die theilweise Demobilisierung der Occupatiunsarmee, nämlich die Verminderung um vier Divisionen und eine Brigade, angeordnet wurde; die entsprechenden telegrafischen und schriftlichen Weisungen ergehen sofort. Agram, 14. Oktober. Der Landtag nahm in der Generaldebatte mit allen gegen sieben Stimmen die Adresse an, nachdem der Banns den Text derselben betreffs Anschlusses Bosniens bekämpft hatte und sich weiteres für die Spezialdebatte vorbehielt. Berlin, 14. Oktober. Der Reichstag lehnte den Paragraph des Socialistengesetzes betreffs Verbotes socialistischer Druckschriften sowol nackj der Regierungsvorlage als auch nach dem Kommisswnstcxte ab. Petersburg, 14. Oktober. Ein Circnlare an die rnssischen Vertreter im Anslande verweist auf die Ohnmacht der türkischen Regierung nnd verlangt ge meinsames Handeln der Vertragsmächte zur definitiven Durchführung des Berliner Vertrages. Trieft. l3. Oktober. (Presse.) Anläßlich des übermorgen stattfindenden Stapellanfes des „Tegctthoff" trifft morgen abends Se. k. nnd k. Hoheit der Herr Erzherzog Albrecht hier ein. Ein offizieller Empfang ist verbeten. Agram, 13. Oktober. Der Miona^ Adreßentwnrf in der General- und SpeM^ Fassnng des Comites angenommen. ^,Mi Vinkovee. 13. Oktober. Heute .Z Den lehrte der erste Separatzug zwischen den w Grenzbahn Dalja-Vukovar. ^. <^<,> LB Belgrad, 13. Oktober, helltischen Berichten aus Albamen de<""^ ^c ^ams in hellen Haufen zu der Liga, ^, torität des Sultans völlig verdrängt yai. " . ^ i herrscht eine so hochgradige Aufregung, ^ sbrnch einer Revolution täglich ewanei > ^, Konstantinopel. 13. Oktober. ('-"-" '^. e Pforte bat telegrafisch den Fürsten """^,Zil' lro, jeder Aggression sich zn enthalten, oa,^,^, bereits die Ränmnng von Podgonza angM Telegrafischer WeclMllnrß ' vom 14, Oktober. 75 ^. D>' Papier-Nentc 61 -. - Silber.»lenle «^ "^u^ tte 71-2(1. — 1860er Staats-Anlellen NU o"- .. AM . - Krrdil.Actien 22375. - London . /". ^"" - . - K. l. Münz - Dulatcn 55« - ^'"" s'„, - 100 Neichsmars 57 95.__________-----'------ Auaekommene Fremde. Am 14, Oktober. . A,,^' tel Stadt Wien. Echranzhoser. t. t. L>mteM" >^,^c, - Urania Hdlsm,, Fiume - Zclezuil. AcamM, ^ -chiiller, OreZuil und GWS. .Me.. Wien. .^. V tel Elefant. Arezovar. Prof., N'ls-la'id, ^ ^lcüt'"'? hctcr, Nürnberg, — Vio, Monsalconc, ^ ^,hl'sc>, ">" xssana. — Ocrne, Cooperator, Trieft. <«>-«:, ,,,,,z, Üicn. — dc Mcnner, (iilli, — Winlelliergcr, " HellH, tel Europa, v. Scchl, k. t. ObrrfinanzraN,; >"' '^„ ^ deut. nnd Huhenliach, Kfm,. Wien, — Ruduu^------ Theater. ,^jM"'^ u t c (gerader Tag): Fatitti ^ a, Kl'»l',a)c Acten von Franz v. Suppc^^ <^--<^ -----------------------------------------'"^ «lllbllH, Vietcorologische BeobachtMcu^m^^^ _Z §Z ßR - ^ - «^ ßZ^ zZ . ?ß H "« Bt K? ^ ^" -5 2 „ Äi. 7^5 2i) ^.N5 O. schwach ^" Ncacn sorlwnhrend, ohne llutcrbrcchlM^ ^^Mle/ tcl der Wärm« ^. 11 l°. um "^^c^oe!^^^ Vcraulluortlicher Redacteur: Ottomar^a^^^ ! Danksaguna. ., Fiir die viclscitiaen Thcilnahulsbez"^^ während der lannlvierilien Kwnlhctt "^ . i während der ltrantheit, so»mc fiir d>e ^ ^„s '^ » theiliqnna an dem ^ichenbe^äuciil'üc . . FM> » verzie,llichen Muller, resp, Schwieg"'"»" » Maria ŽabelJ sprechen wir allcil Theilnchmern. '"^Dai's "^ Spendern der Kränze, hicmit de» luarinil Laibach am Ilj. Oltober 1«^, ,<:M^ Die traucrudcu Hint"«^^ <)l)1'^!Il)d^(l)I. Wieu, 12. Oktober. (1 Uhr.) Die heutigen Notierungen tragen die Spuren des sehr flauen gestrigen Abcndvertchrs. Heute war die StinlMUUg^^ Gelb War« Papierreute........ 60 75 6085 Silberrente........ 6235 62 45 Goldrente......... 7110 7120 Lose. 1839........ »23 - 325 — . 1354........ 10650 107 — > I860........ N0l>0 110 75 . 1860 (Fünftel) . . , . 121 - 12150 " l864........ 139 50 1N175 Ung. Pränüen.Anl..... 77-. 77 25 ^"it-L......... 1^_ 160 25 ^"dolss-L ........ 14- 14 50 Prauuenanl. der Stadt Wien 89' - 83'25 DonllU.Negulierungs.Lole . . 104 75 105 - Dumünen.Psaudbnese . . 142 _ 142 50 Ocstcrrcichischc Schatzschcmc U7-— 9750 Ung. 6perz Goldrcntc . . . 8520 83 40 Ung. Eiscnbllhn'Anl. . , . ^.^^ ^^,^ Ung. Schahbons vom I. 1874 m 25 111 75 lllllehen der Stadtgemcinde Wien in N. V...... «4?ü 9525 GrunventlastungS Vbligatlonen. «ühmen.........l02- 103 - «iederösterreich ......W450 105 - Gelb War« Galizien.........82 50 8!l — Siebenbürgen.......73— 7350 Temeser Vanat......74 75 75 50 Ungarn..........78 75 79 ^- Actlen vsu Vaulen. «Velb Ware Anglo-öftcrr. Vanl.....99 75 100 — Kreditanstalt .......22100 222- Depositenbank.......160 162 - Kreditanstalt, ungar.....205 50 2Nä — Nationalban........735 — 787 — Unionbanl........6725 67 75 Vcrlehrsbant.......102 50 103- - Wiener Bankverein.....105 75 106 klctlen von Trausport Unterneh» mungen. Geld Ware Alföld-Vahn .......115— 116'. Donau°Dampfschiff..Gcscllschaft 493 - 494 - Elisabctli-Wcstbahn.....15650 157 — Ferdinands«Nurdbahn . . 1975-1980 — Frauz-Ioleph-Bahu .... 12850 129' . Veld ware Galizische Karl»Ludwig.Nahn 230— 230 50 Kaschau.Odcrbcra.cr Äahn . . 102 - 102 50 Lemberg'Czernoniil)er Äahn . 126'— 126 50 Lloyd« Gesellschaft.....561-- 56!!'- Oesterr. Nordwestbahn . . . 110-25 110 50 Nudlllfs.Äahn.......11? 50 118 — Staatsbahn........252 25 252 50 ^>üdbahn.........68— 6850 Thciß-Vahu........188' 188 50 Ungar.-galiz. Verbindungsbahn - — --'— Ungarische Nordostbahn . . . 112— 11250 Wiener Tramway'Wcsellsch. . 157 50 158 — Pfandbriefe. Allg.öst.Äodenlreditanst.(i.Gd.) 108 - 108 50 „ ., „ (i.B.-V.) 92 50 92 75 Nationalbanl....... 96 90 97 — Ung. zUodentredit-Inst. (A.»V.) 93 — 93 25 Prioritäts Obligationen. Elisabcth-V. 1. Em.....92 — 9250 Ferd.-Nordb. in Silber . . . 10475 105 — FranzIoscph-Vahn .... 85 - 8525 Wal. Karl-lludwia-Ä., 1. Em. 100 50 101 ------------------------- sbfb ö^ Ocstcrc. Nordwest'Äah" ' ^ 6^^ lZ >,s Slcdcnbürgcr Aahn - ' ' . 1b»^ 1 ^,ft Staatsbahn 1. Enl. - ' ' . N«^ ^ Südbahn »3°/« . - ' ' . ^.^ ^ 5"/. - - ^ ' . ^ Südbahn, Äons . ' ,,, Devise"- ^ ^^ Auf deutsche Plätze - - ' . 1 ^5' ^' . London, lnrze Slcht - ' . 1^/0 London, lange Sicht - ' . . ' Paris..... ' ' GelVssrte" ^-^ „cld , Ksl-ag ' Dulatcu .... ^' B " ^ ^ Napoleousd'or - " " 5s ^ ii) ^ Dciltschc Reichs' g5 ^ .^ ^ banlnotcn. . - ^ " ^- " Silbcrgnldcn . - ^" " F Krainische Grnnde..t''st^ ^L' Privatnolicrunq.' " '" «9?b . di, 222 -bis 222 25. W'g' Z Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Vapierrcnt« 60 70 bis 60 80 Eilberrente 02 35 bi« «245 Goldrentc 71 — bis 71 l0. Kre i^ndon N7 3ü bis 117 65. Napolconö 3 38',, bis 9 39. EUbn 100— bis 100 05