Nt. 216. Samstag, 2tt. September 1890. 109. Jahrgang. Laibacher Zeitung. ,kH?""'°»epre««: M!l P °stv,r,t ndun« : yllüzjährig fl. lk, holbjährla fl, ? 5s>. Im«°mvt°«i: llein, c. ', "' balbjäbri» ss. 5 5l>. ssiii b!e ZusteN»»,, in« Hau« aaiizjahri« fi. 1. - Insertions«»»?: FNr ^ ^ 'lnierale hi« z>, 4 ^<>iss„ >^s, fr,, ariikcre per jjfile ei ölti-rri, Wirds^nIuKsss» vrr Zcilr » ll, ^--------- Die »Lalbacher Zr!tung» »r>« lü Uhi vlllmillag«, — Unfranlierte Uriese werden nicht angenommen und Manuscript? nicht zurückgestellt. UmtNcher Hheil, ^ ^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit eck? O^!i unterzeichnetem Diplome dem Legationsrathe ,^'erztateqorie bei der österreichisch-ungarischen Votschaft stei ^ ^'" ^'"^ Eißner von und zn Eisen« 8ttubt Freiherrenstand allergnädigst zu verleihen M»^ k- und k. Apostolische Majestät haben mit P^UMer Entschließung vom 8. September d. I. dem in Salzburg Dr. Niko- ^s, ^kll aus Anlas« der von ihm erbetenen Verd, !!? '" den bleibenden Ruhestand das goldene geruht ö "^ ^" ^°"^ allergnädigst zu verleihen tzttzH"^ ^b das XI. Stück des Landesgesehblattes für das »nier ^°" ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält bag Gesetz vom 30. Juli 1«90. betrrffcnd einiqe Nende-^20 z,,,^" '" den Mllutdesiimmilnqen der Smdt Stein; 3« ^""dmachung des lrainischrn Landesausschusses vom ">'"UM 189(^ g, 7267. betrrfsmd die Einreihig str?" Gemeindestraßen in die Kategorie der Vczirls- La'^ ^^°"'on des iiandesaesehblattes für Kram. ^^lbllch, am 20. September 1890. Nichtamtlicher Wett. Das Ende des Boulangismus. lchhh..^.Uber vierzehn Tagen hat die allezeit neuig' von Paris ihren erwünschten ^ttß f- "^'^kn in die politisch? Stille der Raison ^ eben, ," "''^ "'" ^lilube die famosen Enthüllungen llln^z ",qen Freundes uud Bundesgenossen Vou-^ '^s Deputierten Terail-Mermeix. über das stilln s- ? des braven Generals. Die Coulissen, l " Gebe! ' Noulangismus waren mehr oder minder ^ lkreis^"^ ^ ^anz und halb eingeweihten politi. ^n s."^n. S>e schwebten sozusaqen in der Luft. > etlva» cu " Einzelheiten dieses P.ilcinellspieles wie °°lh reHt bannten, odec wenigstens Geahntem, ohne Milllun ^"^ bestimmtes sagen zu lönl'en. Erst die ^ grell^.^krmeix' haben die ganze Affaire m . Es »A des Tages gestellt. Mchte,, '^kr zu sagen, was an diesen pikanten ^^^"nDetail "°^ '^ ^" "'^' ""^ °^r unwiderleglich daraus hervorgeht, ist die bodenlose Fri. volität, mit welcher der große Streich gegen die Ro publik in Scene gesetzt wurde, ist die unglaubliche Charakterlosigkeit, welche sich scheinbar vor der Welt die Aufgabe stellte, unter der Maske antiker Größe und Selbstlosigkeit die Rettung Frankreichs zu vollziehen. Ueber die Erbärmlichkeit des Boulangismus waren alle anständig denkenden Leute, die es mit der Ruhe und Wohlfahrt Fianlreichs, mit seiner stetigen Entwicklung unter einer allerdings nichts weniger als idealen, aber immerhin befriedigenden Regierung ernst meinten, voll« ständig im klaren. Dass es dem «General Blechbart» keineswegs um die Herstellung der reinen Republik, um die Säuberung der Regierung von unlauteren Elementen zu thun war, sondern im besten Falle um die Befriedigung allerpersönlichsten Ehrgeizes, nahm alle Welt zu Beginn der boulangistischen Action als Gewiss» heit hin. Bald stellte sich allerdings heraus, dass der brave General vielleicht wohl für sich arbeite, dass er aber nicht allein an der Minierarbeit sei, und endlich ward es so ziemlich allen, die da sehen wollten, klar, dass er als Sturmbock gegen die Republik für ganz andere Zwecke als die des Boulangismus. sagen wir: in seiner ursprünglichen Reinheit, benutzt werde oder sich auch zu einem solchem hergebe. Die kolossalen Manöver, um die Wahl des Ge-nerals und seiner Anhänger durchzusetzen, verschlangen gewaltige Summen, und man musste fragen, woher diese Summen flössen. Dann begann man von Verbindungen zu munkeln, in welche die Häupter der diversen Prälendentschaften. der Monarchisten, der Bona-partisten. mit dem Boulangismu« verwickelt sein sollten. Die geheimen Quellen des Generals fliehen immer reichlicher, er und seine Freunde erringen. Dank dieses allmächtigen Zaubermittels, immer größere Erfolge, bis die bedauernswürdig unentschlossene Haltung des Ge-nerals im entscheidenden Augenblicke, da für jeden an« deren als für ihn die Sache gewonnen war, und feine Flucht sowie die feste Haltung der Regierung, die mit Kraft in die Ereignisse eingriff, das ganze Gebäude der Hoffnungen zusammenstürzt und ein politisch-strafgerichtlicher Process dem Boulangismus ein schmähliches Ende bereitet. Frankreich, die Republik, war mit dem General fertig geworden, Dank dem mit bewunderungswerten Geschick aufgebauten Anklageact des Generalstaats« anwalts Bcaurepaire. Welchen Erfolg hätte dieser erst eiml'gen, wenn chm die Enthüllungen Mermeix' zu» geböte gestanden wären! An der Sache ändert dies allerdings nichts, aber man denke die Wirkung dieser jetzt ganz und gar erst bekannt geworbener Thatsachen: Aoulanger von allem Anfang an das Werkzeug der Todfeinde der Republik, die er bei jeder Gelegenheit hochleben ließ, die in ihrer Reinheit herzustellen er versprach, Boulanger reist in die Schweiz und hat dort auf Schloss Prangis eine Zusammenkunft mit dem Prinzen Napoleon. Boulanger reist nach der englischen Hauptstadt, um mit dem königlichen Oberhaupte der monarchischen Partei Raths zu pflegen. Beide machen allerlei Versprechungen, aber mit den Mitteln zu der Action wollen sie nicht herausrücken. Nun macht sich Graf Dillon auf die Suche; da und dort klopft er an; vergeben». Baron Rothschild lehnt eine Unter-stühung des Boulangismus ab. später soll er sich. der Anhänger des Königthums, doch zu einem geringen Beitrage herbeigelassen haben. Baron Hirsch spendet zweihunderttausend Francs öl lonä» psräus, indem er jeden Schuldschein zurückweist. Da endlich trifft Graf Dillon auf die Rechte: die Herzogin d'Uzes. die Witwe eines Pairs, die bür« gerlich Geborene, die Besitzerin großer Champagner« Fabriken, greift tief in den Säckel, vielleicht in der That au» Interesse für die liberale Monarchie, die sie sich hiebei ausbedingt, vielleicht auch, um nach Herstellung des Königthums als erste Dame an einem Hofe zu glänzen, der einst unter Louis Philipp ihrer Familie zu fabelhaften Reichthümern verholfen. Drei Millionen gibt die reiche Frau her, die alle in den unersättlichen Schlund des Boulanqismub versinken, für Agitationen, für die Champaqnerdiners. für die schönen Equipagen, in denen der General und feine Freunde sich den Parisern zeigen. Sie opfert sie den Aspirationen Bou» langerS oder viellwhr seiner eigentlichen Auftraggeber, vielleicht auch mit der geheimen Hoffnung auf einen Wiederersah nach dem Velingen des Wagestückes. Nun sind die Millionen dahin und auch der Traum von der Monarchie, nicht zu reden von dem Helden dieses Fastnachtsstückes der Weltgeschichte. Nun. wie gesagt, der Äoulangismus ist dahin, wie die Millionen, die er verschlungen, und nur eine große, gewaltige Umwälzung könnte den General, der «alt und dick» geworden, wieber an die Oberfläche spielen. Es wäre daher kaum ein Grund vorhanden, den Scandal, der nun aufgekommen, an ernster Stelle zu würdigen, wenn derselbe nicht für uns ein specielles Interesse besäße. Denn es ist noch gut erinnerlich, mit Femsseton. Dle Offenbarungen der Hand. ^ nür^A" abergläubisch sind wir alle, gestehen s^"lich "t),g ein; die es nicht gestehen, sind's ge< »tt °uck °"'sten. Wer wünscht und hofft, der lei U'8leit7n ? beM mit Angst der hunderttausend ^ Ziel? "" Unternehmen noch knapp vor ei. Wloße «sum scheitern bringen können, be."' Ku,.tt '""' die den Erfolg getrost von ihrer Hew lie di m..^°"en dürften, schlagen ein Kreuz, llen "' der A ^ betreten, Virtuosen beschenken jeden A?' Nar.»«V" am Tage ihrer Productions be-lll? das N?c/. ^hört der Bettler etwa zur Claque? ilgn^d dadl^"" das "' «"gst geschlagene Kreuz solck lemand . ."" gestimmt? Keineswegs; aber M«? kleine», ^.."a.end wann gesagt, dass man mit ^ bam" ^'ttelchen die kleinen Teufeleien des l>i ^er Q c k""ne. «flicke A« 5?,.^ l« doch felbst etwas fo Blödes, dern.?^ sie niA"^ eine so unvernünftige, warum besten mit scheinbar un- ^» ^Mer ^ " bekämpfen können? Und man soll < ''icht' "u«/ü Glauben an diesen seinen Talis- «s'l. manw ?/"' ein Talisman thut wirklich leisj'7"tra^""l«nur daran glauben; er erhöht das Übt >fähwf '.^ Geistesgegenwart und macht dadurch ^Ü.ein".'?" aber irgend eine Thätigkeit aus- b'e viel ^ ^"venanspannung voraussetzt, der """ dieser Nervendisposition abhängt. Der Aberglaube nimmt aber auch dann und wann nur ein anderes Gewand um und tritt selbst als Wissenschaft auf. Die Nelteren unter uns erinnern sich wohl der Zeit drs Tischrückens, die Jüngern des Spuks, der vor zel)u und mehr Jahren mit dem Spiritismus getrieben wurde. Nicht bloß Schwachlöpfe haben sich von diesen Poltergeistern bethören lassen und die unsinnigen Spruche, die ein unsichtbarer Schieferstift auf verschlossene Tafeln schrieb, für Offenbarungen aus dem Jenseits genommen. Der Leipziger Professor Zöllner, ein höchst verdienstvoller Astronom, dessen Werk über die Kometen zu den hervorragendsten Leistungen der exacten Wissenschaft gehört. ,st von dem raffinierten amerikanischen Schwindler Slade so eingeseift wurden, dass er in dicken Bänden die Berechtigung der spiritistischen Anschauungen vertrat und bis an sein Lebensende behauptete, dass die Gottheit aus der «vierten Dimension» Geister herüberschicke, um den gesunkenen Offenbarungsglauben der Menschheit neu zu beleben und den Materialismus zu bekämpfen. Freilich ist er bald darauf im Irren« hause gestorben. Es gibt aber heute noch eine ganze Schar solcher Nachtfalter der Wissenschaft, die in den noch dunklen Gebieten des thierische,, Magnetismus, des Somnam« bulismus, der Hypnose ihr Wesm treiben und sich natürlich die Flügel verbrennen, sobald sie sich ans Licht wagen. Ueber Eines namentlich wird die Wissenschaft uns nie Aufklärung geben können, über unsere, des Individuums Zukunft. Was aber interefsiert den Menschen mehr, als zu wissen, ob er glücklich oder unglücklich, re,ch oder arm, vornehm oder niedrig, mächtig oder gedrückt sein werde? Wer hat nicht Wünsche. Hoff. nungen, die erst die Zukunft erfüllen kann? Und sollte es denn gar nicht gelingen, den dunklen Vorhang zu lüften, der uns diese Zukunft verhüllt? Gerade in Zeiten, die in allem, auch dem schein-bar Regellosesten, Gesetze erkennen, und jede Willkür ausschließen, liegt es besonders nahe, diese doch auch bestimmte Zukunft durch irgend welche Schlüsse ergründen zu wollen. Diese Zukunft ist ja doch nur die nothwendige Folge ber Vergangenheit und Gegenwart, der eisernen Klammer des Causalitätsgesetzes kann sich nichts entziehen; sollte sich die Zukunft also nicht auch voraussagen lassen, wenn man alle die Factoren kennt, durch die sie bestimmt wird? Der geduldige Mann der Wissenschaft sagt lä-chelnd: Gewiss wäre das möglich, wenn — ja nun, wenn man jemals dazu käme. alle diese Factoren zu keunen. Das hoffende oder befürchtende Individuum hat aber nicht Zeit zu warten, bib die langsame Wissen-schaft dahin gelangt ist. Da thut'S denn der Forscher nicht mehr, da hcißt's. sich an Sibyllen und Propheten wenden. Ist das Ziel ein kleines, so dünkt uns die eitle Bemühung komisch; wer wagt aber zu lachen, wenn ein Wallenstein odrr ein Napoleon die Sterne besragt, ob gewaltige, weltumwälzende Thaten gelingen werden oder nicht, wenn ein mächtiger, von feilen Schmeich« lern umgebener Mann den Himmel bittet, ihm den ein» zigen zu offenbaren, dem er voll und ganz vertrauen könne? Und wenn der also Geoffenbarte em Venäther ist und kein Freund, dann muthet uns da» tragisch an. nicht tomisch, tragisch, wie allzeit das Ende gewaltiger Laibachel Zeitung Nr. 216. 1788 20. September 1890. welchem Behagen, wenn auch weniger Witz, auch einige österreichische Organe die Erscheinung des braven Generals dazu benutzten, um der Partei der Ordnung und der Ruhe in Frankreich ungebeten den Text zu lesen und Boulanger als den selbstlosen Retter des in den Krallen einer Schar von Egoisten, Geldjägern und corrumpierten Individuen schmachtenden Landes zu verherrlichen. Er wurde als das einzige Heil der Republik gepriesen, die ohne den Sieg des Boulangismus unrettbar dem Verderben entgegensteuere, in das sie die Freiheit mit sich reißen werde. Die Enthüllungen Mermeix' ziehen den Schleier von diesem Bilde von Sai«; was man hinter dem Vorhange erblickt, ist auch Wahrheit, allerdings eine abschreckende, abicheuerweckende. die Wahrheit der Niedertracht und Erbärmlichkeit, des Landesverrathes. der Täuschung seiner selbst und seiner Freunde und Ver« bündeten. Wir erwarten nun keineswegs, dass der Anblick dieser Wahrheit die Ueberzeugungen unserer bou-langist>schen Freunde im geringsten erschüttern werde; mit leichtem Herzen gehen wir darüber zur Tagesordnung, und so viel sie ehedem über ihren Helden zu sagen wussten, so wortkarg verhalten sie sich der neuesten Phase des Boulangismus gegenüber. Es schien aber doch gerathen, diese Thatsachen etwas niedriger zu hängen, und darum haben wir uns ausführlicher mit den Coulissengeheimnissen des Boulangismus befasst. Politische Uebersicht. (Zur Kaiser-Entrevue.) Mit dem Gefühle aufrichtigster Befriedigung nehmen wir Oesterreicher Kenntnis von dem rauschenden Jubel, mit welchem Se. Majestät Kaiser Franz Josef in Breslau und Rohn-stock von der preußischen Bevölkerung empfangen wurde, sowie von der außerordentlich herzlichen Begrüßung, welche an letzterem Orte zwischen unserem Kaiser und dem deutschen Kaiserpaare stattgefunden. Gleich dem Reichsanzeiger erblicken auch wir in der Begegnung der verbündeten Monarchen einen neuerlichen Beweis von der Fortdauer innigster Freundschaft und festester Waffenbrüderschaft zwischen den beiden Herrschern und den durch sie repräsentierten Reichen, eine neuerliche Bürgschaft für die Aufrechthaltung des kostbaren Gutes des Friedens. (Der Statthalter von Böhmen) ist vorgestern in Melnik angekommen und besichtigte die Gemeinden Kol, Tuhan und Wetroschitz, wo das Hoch-wasser überall arge Verwüstungen angerichtet hat. In Kol sind 22, in Tuhan 7 Wohnhäuser eingestürzt und mehrere dem Einstürze nahe. Ueberall wurden die Feld» fruchte vernichtet. In Wubno und Horzin, wohin sich der Landeschef sodann begab, richtete das Hochwasser ebenfalls in Gärten und Feldern sowie an Gebäuden großen Schaden an, und auch hier sind mehrere Häuser in Einsturzgefahr. Der Herr Statthalter übergab dem Bezirkshauptmanne vorläufig 2000 fl. zur augenblicklichen Linderung der Noth und stellte weitere Hilfe in Aussicht. (Unser Levante.Verkehr.) In wenigen Tagen dürften jene Verhandlungen zum Abschlüsse ge« langen, welche von den an dem Levante.Verlehr be« »heiligten Eisenbahn« und Schiffahrts«Gesellschaften zum Schuhe grgcu die Concuirenz des deutschen Levante« Verkehrs eingeleitet wurden. Die Vertreter der Staatsbühnen, der Südbahii, der Nordbahn, der Nordwest- bahn und der Oesterreichisch«ungarischen Staatseisenbahn« Gesellschaft, sowie jene des Lloyd uud der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, haben unter Bringing mancher Opfer ihre Aufgabe beendet. Die ergriffenen Maßnahmen sollen nicht darin ihre Wirkung äußern, dass sie die deutschen Erzeugnisse zwingen, auf österreichisch-ungarischen Verkehrerouten ihren Mg nach dem Orient zu nehmen. Die Wahl des Weges scheint man voll-kommen dem deutschen Levante-V rkehr via Hamburg überlassen zu haben. Es richtet sich der Zweck der für Oesterreich ins Auge gefassten Maßnahmen vielmehr dahin, dem Absätze österreichisch-ungarischer Provenienzen nach dem Orient mit aller Energie die Wege off'» zu halten und den Concurrenzbestrebungen der deutschen Levanteverbinduuq überall entgegenzutreten. Und es lässt sich voraussehen, dass auf diesem eingeschlagenen Wege auch mit Erfolg gewirkt werden kann, da ja die Nähe unseres Absatzgebietes von den orientalischen Märkten und die feste Position, die unser Handel und unsere Industrie bislang im Orient hatten, sobald die hiesigen Verkehrsunternehmuugen nur einia/rmuhen ent» gegenkommend eingreifen, der Eoncurrenz die Spitze zu bieten vermögen. (Der Wiener Gemeinderath) erledigte in seiner vorgestrigen Sitzung den Punkt VIII des Entwurfes für das neue Gemeindestatut, welcher die Zusammensetzung des Gemeinderathes und die Man-datsdauer betrifft, insoweit nicht die Vertagung beantragt worden war. So wird die Beschlussfassung über die Zahl der Gemeinderäthe erst nach Vorlage der statistischen Tabellen erfolgen. Dagea/n kam die Frage der Mandatedauer zum Abschlüsse. Der Vermittlung«« antrag Dr. Lederers, die Mandatsdauer auf vier Jahre und eine zweijährige Wahlperiode festzusetzen, wurde angenommen. (Alt- und Iungczechen.) Der Altczechen« club betraute Professor Skarda mit der Mission, be< treffs des Ausgleiches mit den Iungczechen zu unterhandeln, ohne jedoch Okarda eine formelle Vollmacht zu ertheilen. Die Verhandlungen waren denn auch pri» vater Natur. Die Iungczechen stellten demnach das Ersuchen um Delegierung eines osficiellen, mit Vollmacht des Altczechenclubs ausgestatteten Vertreters. (ZurKaiserbegegnung in Rohn stock) telegraphiert man uns unterm Gestrigen aus Berlin: Ein Telegramm des Wolf'schen Bureaus aus Rohnstock mahnt zur größten Vorsicht gegenüber allen etwa von dort verbreiteten Nachrichten über politische Verhandlungen Caprivi's uud Kälnoly's, da darüber absolut nichts Zuverlässiges verlaute. Bei Rohnstock findet morgen (Samstag) ein kurzes Schlussmanöver statt. Die Majestäten begeben sich vom Manöuerfelde nach Liegnitz. wo um 1 Uhr ein Dejeuner stattfindet; um 2'V. Uhr reist Kaiser Franz Joseph nach Wien ab. Um 3 Uhr erfolgt die Abreise des deutschen Kaisers. (Die Deutschconservativen.) Die von der conservatioen Parteiconfrrenz in Bischofshofen be< schlossene Resolution erklärt es als eine Grundbedingung der staatlichen Wohlfahrt, dass auch die Grundsätze der Politik mit jener der Religion in Einklang stehen und der Ausgleich der Völker der Monarchie auf Grundlage der historifchen Rechte und der christlichen Sittengesehe angestrebt werde. (Aus Galizien.) Wie aus Lemberg gemeldet wird, ist vorgestern im galizischen Landesausschusse eine aus Landtagsabgeordneten, Landesbeamten und dem Hofrathe der Statthalterei Grafen Loos zusamt gesetzte Enquete zusammengetreten, um den ^^3 einer neuen Gemeinde-Ordnung für die kleineren Slav und Marktflecken Galiziens z>r berathen. , (Die ungarischen Cha uvinisten) tM'.' ein Kapitalverbrechen des Ministerpräsidenten entd^' Graf Szapary correspondiert mit der kaiserlichen Eat>' netskanzlci in deutscher Sprache! Zum Beweise tm^ dass Graf Szapary wirtlich ein «Verräther» iN, v" öffentlicht «Eqyttertes» den Wo,tlaut einer in deuW Sprache abgeäseten Depesche des Ministerpräsidentt"' in welcher derselbe am 13. d. M. über den Stand o« Hochwassers in der Hauptstadt an d^n bei den ^ nöoern in Szekelyhid weilenden Monarchen ber'H ' (Das Belgrader Amtsblatt) hat ^ einigen Tagen einen Bericht des serbischen ^^ ?.,« Salomchi veröffentlicht, welchem zu entnehmen ist. v die verschiedenen Versuche, Hornvieh und Schweine ^ Salonichi auszuführen, gänzlich gescheitert sind. Bericht zählt die zahlreichen Schwierigkeiten auf, ""^ der Vichexport unter den obwaltenden Verhältnisse" ^ überwinden hätte, und kommt, insbesondere lva» ^ Schwäne-Ausfuhr anbelangt, zum Schluss?, dM"^ über Salonichi auf die Dauer nichts wenigel lohnend. ^. ", (Kaiser Wilhelm in Wien.) 3? S"° bauamte zu Wien wird eifrigst an den Plä^" .°he Ausschmückung der Straßen und städtische" G^'^ beim Einzüge Kaiser Wilhelms gearbeitet. ^. ^«h. Mariahilferstraße und der Ringstraße sollen T"">U, Pforten errichtet werden. Die Errichtung einer ^"^, digen via lriumpkali« vom Bahnhofe bis ä^ V ^ bürg wurde in Gemeinderathskreisen angeregt. ^ Rathhaus wird besonders geschmückt und am ^ des Einzuges elektrisch beleuchtet werden. „«sAl« (ManöverinFrankreich.) Die franMA Manöver wurden Freitag mit einer glänzenden >" ^ abgeschlossen. Bei der Defilierung vor Carnot "" «e« Kriegsminister acclamierte die Volksmenge d>e^/^n und Carnot. Sodann fand ein Bankett statt. Es nav ^ an demselben die Generale, die Oberste un ^ fremden Officiere theil. Bei dem Bankette toa> ^ Carnot auf Frankreich und die Armee, we-^ heit Nation selbst und bereit sei. die Ehre und S>^< des Vaterlandes zu vertheidigen, dem sie dtt . ^ thaten des Friedens und ungestörte Arbeit !'A, Freycinet dankte Carnot für seine Worte, dle "" ^ munterung sein werden, auf dem Wege der Arv ^ des Fortschrittes auszuharren. Freycinet toaste Carnot. . Atec<^ ^" recht weiß, woran man ist, denn auch ,,^u,al^ die Meinungen der Literaten himmelweit " ^ v« Wem soll ich nun glauben, wenn z. V- e ^M deutender Mann wie Belot, «Professor d" "^ g und himmlischen Wiss-mchaften.. der M"""^ F'A funden hat. dass der Daumen der Venue, ^„, ° finqer dem Jupiter, der Mittelfinger dem ^ ^ Ringfinger der Sonne und der kleine ^ 2» « geholt, wenn ein solchrr Mann behaupt", ^ ° die vom Venueberg, dem Daumenhügel, < ,,^ >' Saturn sich zieht, sei die Lebenslinie u>w ^ A» durchkreuzt ^ein. und eine andere Autorltai, ^.^ ^ > behauptet das gerade Gegeni>il? Wenn ^Hlag^.e" die rechte Hand als di> wichtigste sel «'"'"ln/ tz^ und der andere die linke, weil sie nay" ' ^ ^ sei? Ein Dritter sagt gar. die bestentnMel ^ Hände müsse studiert werden. ^„d, ^e g, Es gibt „och eine Wissenschaft der V ^d ^ Genossin der Physiognomik, der Phse'wwq^,^a ^ phologie verächtlich auf die abergläublM OM^, herabblickt, die «exacte» Chilognonne. "^ße. ^.F, aus der Bildung der Hand. ^"^,5^,,. Trockenheit oder Feuchtigkeit, ihrer 3"^' u"t> ^ ^ der Größe und Form der einzelnen F"" t <° fl> ders des Daumen«, auf da« Tempera" ^li!" Begabung ihres Besitzers zu schlichen, "' liche Handdeutungskunde. Laibacher Zeitung 3K. 216. 1789 20. Sevtemw 1890. mmicationrn werden jetzt Vorstudien für den Bau einer maischen Eisenbahn/welche eine direct« Verbindung °on Kazan undVrest-Litevskij herstellen soll. unternommen. H (Sclaven Handel in Ostafrika.) Der primer Reichsan^eiger' meldet: Ein Telegramm des Marktenden Reichscommissärs in Ostafrila erklärt erl ^^"^!kn. wonach derselbe den Sclavenhandel lautn und in Bagamoyo eine Sclavenauction statt-Mnden hübe, als vollkommen falsch. ^.,. (Ar Meere form in Spanien.) Der spa-"M Ministerrath nahm vorgestern abends den Entwurf dez Kriegsministers, betreffend umfassende Reiben in der Organisation der Armee, an._________ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie da« "Wische Amtsblatt meldet, für die römisch katholischen ^.ulm zu Ekel, Lengyelfalva. Mnfö. NaaWr. Zä ."^'. d'e griechisch-katholische Schule zu Gloöd. die 2'7°!"t)°lische Kirche zu Vajdej. die griechisch. '^''sche Schule zu Kurtaksr. die reformierte Kirche daz ?" l-Szemere. die evangelische Schule zu Käulna. ^ formierte Pfarrhaus zu Kövecses. die reformierte H»ie zu Nagürs. die evangelische Schule zu Putnok, ^.^^elische Schule zu Szent-Leänyfalva n»d die «feilsche Schule zu SMi-Szent-Laszlolje '100 fl. °" Nnden geruht. ' " y^ ^(Kaiserin Elisabeth in Portugal.) der 5 . ^mch Ihrer Majestät der Kaiserin in sende tu^^llM Hafenstadt Oporto, wo die hohe Rei» l'eaen?^ ^°" ""^ leichten Unfälle betroffen wurde, lttin l ü^ ausführlichere Mittheilungen vor. Die Kai« in, ^"dete vorigen Montag mit ihrer Yacht «Chazalie'. Duern - ^°" Oporto, das an der Ausmündung des ker tf.,".örtlichster Lage gebettet ist. Der Aufenthalt Nonta >!" '" ^'^" ^°ot dauerte zwei Tage. Am rog^Ne durchwanderte die hohe Reisende, die ihr In« >M . ^ Madame Nicolson streng gewahrt wissen b'en'tts >, ^Mma. einer Ehrendame und eines Kammerden «z. s Straßen von Oporto, besichtigte die Kathedrale, in TiUm l"^' der eine herrliche Nachbildung der jetzt Klystam!"'/? liegenden Alhambra ist, und den sogenannten Diensta ' "° ^ ^^ ''"^ 2""ch servieren ließ. Am ^inen A ^"^^ die Vesichligung der Stadt fortgesetzt, ^arin^' "^'^ ""lte die Kaiserin im Hause des lud sei« ^"" ^ Teixeira da Costa Vasto. Dieser ^llero ^ Gastin zu einer Promenadefahrt auf dem llfer di"' ""d ^^°^ stromauswärts. Die buchtenreichen einen en^ ^°" prächtigen Villen umsäumt sind, machten lieben nf "be" Eindruck auf die Kaiserin. An einem glitt die O ^"!^""^ ""^e gelandet. Beim Aussteigen ay Knie "'" ^"^ ""b zog sich eine leichte Contusion wohl leat^^^'^ ^°^ °^"^ ""^" ^°^en blieb. Gleich-^Ulch ^ die kaiserliche Touristin eine weite Strecke ^cht'aen n "mantischen Pfad nach Formigosa, dem bi" nc>bm 5"^ ^ Herrn Teixeira. zu Fuß zurUck, in einer c>"^"'" die Einladung des Villenbesihers ldieber ^^° ""' ^°" Formigosa gieng es sodann ^° die M? ^'^ ö'l .dem herrlich gelegenen Areinho. '^°ze„dg ent V°^"^' ^"' "^ ^""^" den Herren nir- — (FünfMenschen vomVlitze getroffen.) Aus Ngram wird uns geschrieben: Am 10. d. M. waren etwa 1000 Schritte außerhalb des Dorfes Gradiste sechs Personen auf dem Felde in der Nähe des Ortsfried» Hofes beschäftigt. Gegen 3 Uhr nachmittags zeigte sich am Horizonte eine einzelne Wolle auf dem sonst völlig klaren Herbsthimmel; den genannten Personen fiel diese einzelne, tiefschwarze Wolke auf. Plötzlich erhob sich ein Wind, und durch die kleine Wolke zuckten Blitze; bald daraus regnete es in Strömen. Die Feldarbeiter flüchteten sich unter einen beim Friedhofe stehenden Kirschbaum. Da blitzte es auf, und zerschmettert fiel der mächtige Kirschbaum zu Voden, allen jenen, die unter ihm Schutz suchten, Verderben bringend. Als sich das kurze, aber heftige Gewitter ver« zogen hatte und Leute zu der Unglücksstätte kamen, san» den sie die sechs Feldarbeiter auf dem Voden unter dem Geäste des Baumes liegen. Iwei Personen, darunter ein Greis von etwa 70 Jahren, waren bereits tobt, eine dritte Person verschied, ohne das Bewusstsein wieder er» langt zu haben, während zwei mit einer Lähmung davon« kamen. Die sechste bei dem Unglücksfalle betheiligte Person, ein Arbeiter, erlitt einen complicierten Beinbruch. — (Opernaufführungen in — Rohn-st o ck.) Eines der Zimmer des nunmehr von dem Kaiser Wilhelm und dem Kaiser Franz Joseph von Oesterreich bewohnten Schlosses in Rohnstock hat Graf von Hochberg, der General-Intendant der königlichen Schauspiele, mit dem Berliner Opernhause telephonisch verbinden lassen und am letzten Sonntag versuchsweise der Aufführung einer Oper gelauscht. Orchester und Chor waren vollkommen deutlich hörbar, die Soli wurden klar vernommen, und besonders die weiblichen Stimmen waren so klar, dass theilweise der Text verstanden wurde. Die beiden Monarchen werden also eine Berliner Oftern-aufführung durch das Telephon in Rohnstock anhören können. — (Länderbank.) Der Director der öster« reichischen Länoerbank, Herr Moriz Vlum-Pascha, hat sich infolge seiner arg geschädigten Gesundheit ilber ärztlichen Rath veranlasst gesehen, seine Demission einzureichen. Der Verwaltungsrath hat diese Demission in seiner heutigen Plenarsitzung mit dem Ausdrucke lebhaften Bedauerns zur Kenntnis genommen. — (Die Königin von Rumänien in Gefahr.) Die Königin von Rumänien ist während ihres Besuches der Ruine von Contvay Castle in Eng» land nur knapp einer großen Gefahr entronnen. Sie schritt eine Mauer der Ruine entlang und beobachtete nicht, dass der Eftheu nur sechs Zoll von ihrem Fuße entfernt eine Tiefe von vierzig Fuß bedeckte. Ein Herr riss die Königin noch zur rechten Zeit vom Abgrunde weg. — (VersunleneEisencon st ruction.) Die vor einigen Tagen infolge des Hochwassers abgerissene, ewa 1000 Metercentner schwere Eisenconstruction der stabilen Donaubrücke bei Pressburg ist seit vorgestern, seit dem rapiden Fallen der Donau, zum Theile wieder zum Vorschein gekommen. Da die weit auS dem Wasser ragenden Eisentheile ein bedeutendes Hindernis für die Schiffahrt bilden könnten, wird schon demnächst an die Hebung derselben geschritten werden. — (Neue Telephonlinien.) Das k. k. Han« delsministerlum hat die Herstellung einer interurbanen Telephonverbindung zwischen Prag und Kolin und zwi» schen Prag, Aussig und Bodenbach bewilligt. Beide Lei« tmigen werden vom Prager Hauptpostgebäude in der Heinrichsgasse ausgehen. Die Linie nach Kolin wird längs der Oesterreichischen Nordwestbahn und auf der Reichs» straße nach Kolin führen. Die Linie Prag-Nussig-Voden« bach wirb sich außerhalb Prags an die currente Tele-graphenleitung anschließen. — (Blutige Wahlen.) Die Wahlen in Bra-silien ergaben einen vollständigen Sieg der Regierung. In Pernambuco fand ein Handgemenge zwischen Liberalen und Konservativen statt, in welchem 26 Personen gelobtet und viele verwundet wurden. — (Kessel explosion.) In der Schottalaschen Gummifabrik in Budapest wurden vorgestern infolge einer Kesselexplosion drei Arbeiter gelobtet und einer verwundet. — (Von der Wiener Universität.) Nach einer Verlautbarung des Rectorates der Wiener Unioer» sität werden «eingetretener Hindernisse wegen» die neuen mit Photographien versehenen Meldungsbücher für die ordentlichen Hörer im nächsten Wintersemester noch nicht zur Ausgabe gelangen. — (Ein bedrohter Königsthron.) In Lissabon fanden wieber Unruhen statt. Die republilani« sche Bewegung nimmt zu, so dass die Stellung des Königsthumes ernstlich bedroht erscheint. — (Todesfall.) Karl Freiherr von Lederer, k. und l. außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister a. D., ist, wie man uns aus Görz berichtet, nach langen schweren Leiben in der Nacht vom 18. September gestorben. — (Das gesündeste Land der Erbe.) Nach den vom statistischen Amte in Wellington herausgegebenen Tabellen erscheint Neu»Seeland unbedingt als eines der gesündesten Länder der Erbe, wenn nicht gar als das gesündeste. — (Alhambra.) Nach officiellen Meldungen ist der Brand in der Alhambra auf den Albreca - Hof und einen Theil des Arrayanes - Hofes beschränkt geblieben. Die übrigen Theile des Palastes sind unversehrt, wie auch die auf nur 50.000 Piaster gestellte Schadenberechnung erkennen lässt. — (Zu guter Letzt.) Lehrer: «... So, jetzt spricht jedes einen Sah, und dann setzen wir denselben in die Befehlsform!» — Michel: «Der Ochse zieht den Wagen!» — Lehrer: «Nun, Michel, sag' die Befehlsform von diesem Satze!» — Michel: «Hüh!» Schwarze Zeilen. Die Liebe lebt von Empfindungen und stirbt an Ge-danken. Wie gut, dass wahre Liebe blind ist, sie müsste sonst gar zu oft ein Auge zudrücken. Seitdem die Männer aufgehört haben, Ideale zu suchen, haben es die Frauen aufgegeben, Ideale zu sein. Die Frauen sind nicht abergläubisch, sie verschmähen auch nicht den dreizehnten Liebhaber. Die Tugend ist der Charakter der Frau; der Charakter die Tugend des Mannes. Was die Frauen mit dem Munde nicht sagen dürfen, das sagen sie mit den Augen. In der Wüste des Lebens sind eS zumeist die Frauen, welche uns Sand in die Augen streuen. Wenn eine Frau nicht« zu sagen weiß, dann schweigt sie nicht, sondern widerspricht. «Wie kurz ist die Ewigkeit,» denkt manche Frau und schwört dir ewige Treue! Eher darfst du die Fehler einer Frau zählen, als ihre Jahre. Ein Weib vermag aus einem Manne alles zu machen, selbst ein — Weib. ° ^ ' Wenn dir eine Frau bereits sagt: «Ich ltwnte Sie lieben!» so ist das bloh eine grammatikalische Unrichtigkeit. Wie arm ist jene Liebe, die stets nur von Geschenken lebt Iwci Herzen verstehen sich leichter als zwei Köpfe. ^llrliH .klnsthaften iiefer gegenüber braucht man ,'^lsenl^l^ kch darauf hinzuweisen, dass auch diese ""n daU"'«.!' auf Exactheit keinen Anspruch machen ^logie l kwnl." wie die Physiognomik oder Gra« Mltnnitpn ' ^"iligen Verallgemeinerungen, auf un< ^tzdem , >?b unbestimmbaren Eindrücken beruht, ^tn Gesick? ^ niemaud leugnen, dass er gar oft von l^sönl ls?, >. " der Schrift eines Menschen auf dessen '°l»n z^"t emen Riickichluss gewagt hat; die Hand- H' wen« ?-"' '^ ""2 vielleicht weniger geläufig, und Alvisy nick,» ""^ "A besinnen, erinnern wir un« Mndei, ^>""l der großen Verschiedenheit unter den 3" una^ ," ""ch des sehr verschiedenen angenehmen ^blicl 0?^"" Eindruckes, den wir durch den » e"> Hj/ k Berührung einer Hand bekommen !""g einer ^V^ wirkt auf den Mann die Verüh-U^Nie.^"' schmalen, langgliedrigen Frauen-^ ^länn^ ""r zusammen, wenn eine feuchtkalle Z"t Uns ei?"b die unsere umschließt, und wie wohl "b' wenn s^""' "icht allzu weich?, festgefornüe ^ V°n der^ ""W Mttelt! dp.^nmäki« «^aenwärtigung dieser Eindrücke b,s ""^der^^obachtuu« und allmählichen Aus-^ schritt 5""dsorm ist ,mr ein Schritt, allerdings basten'.,?. b/" nüchternen, ernsten Menschen vom plastisch ls"". Ah^ ^ ^ eimM nichts so n " auz^ dass ^ nicht von einem Menschen- « ^iterawr ,"°rden wäre. so existiert auch eme 3/' ln°q i.rn ^" Handtunde; aus einem solchen z" Nutz und Frommen mau- «M Herr Q?" Einiges mitgetheilt sein: Stanislaus d'ArpeutignY hat im Jahre 1856 ein Buch herausgegeben mit dem Titel «Die Wissenschaft von der Hand oder die Kunst, aus den Hauoformen die Oeistesrichtung eines Menschen zu erkennen». Nach ihm ist der Daumen der Sitz der physischen Kraft und des Willens, die übrigen Finger repräsentieren Intelligenz und Moral. Faulpelze haben eine weiche Handfläche, arbeitsame Menschen eine harte, impulsive Naturen, wie die Poeten und die Frauen, eine glatte Haut. Er constatierte, dass es Männern mit kurzem Daumen an Widerstandskraft fehlt gegenüber Frauen mit kleiner, aber breiter Hand und Verhältnis« mästig dicken, eckigen Fingern, während die lange, schmale und spitz zulaufende Hand das Privilegium spröder Frauen ist, die gleichwohl die Herrschaft er. langen über Männer mit langem Daumen und dicker, harter Hand. D'ArpeutignY theilt die Hände in sieben Classen mit zum Theil komischer Bezeichnung. Die erste ist die «elementare» mit großem Daumen, die zweite die «nothwendige», schaufelsürmige, die dritte die «künstlerische», kegelförmige, ferner die «nützliche», eckige, die «philosophische», knotige, die «seelenvolle», spitze, und endlich die «gemischte» Hand. Die .elementare» ist kraftvoll, aber unelegant. Breite, dicke und fehr harte Faust, kurze, schlecht geformte dicke Finger und ein abgestumpfter Daumen sind ihre Keuuzeichen. Sie findet sich beim Bauern, beim Handarbeiter und beim passiv gehorchenden Soldaten. Sie bedeutet viel körper« liche, aber wenig moralische Thätigkeit. Weuig Einbildungskraft und schnelle Entmulhigling vervollständigen das Bild; der kurze Daumen raubt ihnen die Energie. Die «nothwendige» Hand hat einen langen Daumen und schaufelfd'rmige Finger; sie flößt ihrem Besitzer ungeheures Selbstvertrauen ein. Geschick zur Handfertigkeit und jeder körperlichen Bewegung. Sie führt zu materieller Macht, zu realistischer Gesinnung, ihr Träger liebt die Pferde, dir Jagd. den Krieg; er ist ein Rechner und Mechaniker und verliert in keiner Gefahr den Kopf. Die .künstlerische» ist die legel. förmig abgestumpfte; sie ist lang oder kurz, breit oder schmal, weich oder fest, und der Daumen entscheidet die besondere Geistesrichtung. Der kurze Daumen bedeutet Formensinn, der lange Geld« und Ruhmsucht; große, feste Hand mit breiter Fingelbasis und kurzem Daumen deutet auf Sinnlichkeit. Die ersteren sind Enthusiast?«, die zweiten von wunderbarer Gewandtheit, die lrtzteu befriedigen nur ihre Triebe, aber alle haben Iuspira. tion und Geschick. Die «niiyliche» eck'ge Hand ist die des Lehrers, des Popularisators, des Bureaukraten, des Aovocaten. Sie ist nicht klein, aber doch nicht so kraft, voll als die «nothwendige», fest, knotig zwischen dem zweiten und dritten Glied der Finger und bedeutet Ordnung. Einfachheit. Vernunft, Pflichtgefühl. Die «philosophische. Hand ist groß. elastisch, aber die Finger, obschon lang, sind an jedem Glied mit Knoten bewaffnet; der Daumen ist lang. und seine beiden Glieder sind gleich groß. Sind die Finger sehr lang. so geräth der Philosoph leicht in Utopien; sind die Glieder eckig, so fehlt ihm die Intuition, dafür besitzt er Wahrheitisinn und wird nur sichere Resultate zutage fördern. Die «psychische» Hand ist sehr selten; sie hat alle Vorzüge des Geistes und dazu die der Grazie. Sie ist klein, aber doch männlich, die Faust ist nicht zu breit und nicht zu schmal; der Daumen verschieden; ist das Laibacher Zeitung Nr. 216. 1790 20. September 1890. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Einberufung der Landtage.) Durch das gestern im Reichsgesetzblatte publicierte kaiserliche Patent vom 15. September werden die Landtage von Dalmatien, Galizien, Oesterreich unter und ob der Enns, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krain, Vulovina. Mähren, Schlesien, Tirol, Vorarlberg, Istrien, Görz und Gradisla, dann der Landtag von Trieft mit seinem Gebiete zu einer neuen Session für den 14. October 1890 in ihre gesetzlichen Versammlungsorte einberufen. Für denselben Tag wird auch der im Grunde der kaiserlichen Entschließung vom 27. Mai 1890 vertagte Landtag von Vühmen zur Wiederaufnahme seiner Thätigkeit berufen. — (Spenden.) Die Brüder Remy und Hugo Leslovic haben zum Andenken an ihren vor kurzem verstorbenen Großvater Herrn Georg Nagele in Villach dem Laibacher Elisabeth - Kinderspitale den Vetrag von 100 fl. und der Laibacher Studenten« und Volksküche den Vetrag von 50 fl. gespendet. — (Die österreichischen Staatsbahnen) hatten, wie man uns aus Wien telegraphiert, heuer in der Periode vom 1. Jänner bis 31. August gegen die gleiche Periode des Vorjahres eine Mehreinnahme von 2,629.048 fl., wovon für den Personenverkehr und das Reisegepäck 412.905 fl. entfallen. Im August allein erzielte der Personen» und Reisegepäckverkehr eine Mehreinnahme von 44.634 fl. Die Personenfrequenz aller Zonentarif« linien ist im August um 54 Procent gestiegen gegen den Monat August des Vorjahres. — (Ein sinniges Geschenk.) Der Braut« kränz der Frau Erzherzogin Marie Valerie wurde nach einem ganz neuen Verfahren, welches Blumen in ihren natürlichen Farben haltbar macht, von dem Erfinder desselben, Herrn Georg Eichinger aus Kufstein, vormals Inspector am botanischen Garten zu Hamburg, präpariert, bei der Firma Gebrüder Rodel unter Glas und Rahmen gebracht und der erlauchten Frau Erz» Herzogin bei ihrer Ankunft in Schloss Lichtenegg als sinnige Weihegabe von der Kammervorsteherin Gräfin Kornis persönlich überreicht. — (Lebensrettung.) Die l. l. Landesregierung hat dem Johann Hudal aus St. Peter für die am 11, August l. I. mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung des Knaben Franz Staric aus der Gefahr des Ertrinkens im Gurlflusse die gesetzliche Lebensreltungs-taglie im Betrage von 26 fl. 25 kr. zuerkannt. — (Promenade-Concert.) Für das morgen mittag« in der Sternallee stattfindende Promenade-Concert, ausgeführt von der Musikkapelle des 17. Infanterie. Regiments, wurde folgendes Programm festgestellt: 1.)Dor» mns Marsch von Scharoch; 2.) Ouvertüre zur Oper «Oberon» von Weber; 3.) Fadolini-Walzer aus der Oper «Der Liebestrank» von Donizetti; 4.) Potpourri aus der Oper «Das goldene Kreuz» von Brüll; 5.) Arie aus der Oper «Zilda» von Flotow; 6.) Kinderscene von Schumann; 7) Arie aus der Oper «Marco Visconti» von Petrella; 8) Radfahrer-Marsch von Schamschula. — (Agrarische Regulierungsoperate.) Betreffs der ausnahmslosen Mittheilung von Regulierung«. plan'Elaboraten an die Gerichte in Fällen der Regu« lierung der auf gemeinschaftliche Grundstücke bezüglichen Benützung«- und Verwaltungsrechte hat das k. k. Justiz« Ministerium im Einvernehmen mit dem l. l. Nckerbau-ministerium entsprechende Weisungen an die Gerichte in Nieoelösterreich, Mähren, Kärnten und Krain gerichtet. erste Glied kürzer, so bedeutet dies geistige Klarheit, aber wenig Willenskraft. Es fehlen die Ordnungs-knoten und die der Philosophie, aber die Beweglichkeit, die Inspiration ersetzt alles. Ihr Träger ist von niemandem zu täuschen; er durchschaut Heuchelei und In. trigue, er liest die geheimsten Gedanken. Aber er spielt nicht mit im Lebensspiel, er begnügt sich mit dem Zuschauen; geistreich, witzig, gesrllschaftsfroh, aber un-productiv. Die siebente Classe, die der «gemifchten». kommt am schlechtesten weg. Das sind die Naturen, die nicht Flsch noch Fleisch sind. Sie hat unbestimmte Formen; ihr Träger hat weder Temperament, noch Gedanken, noch Persönlichkeit überhaupt. Er betreibt entweder Kunstindustrie oder Handelsliteratur oder Literaturhandel, nur nichts Entschiedenes. Er ist immer zwischen den Kategorien. Die Zuverlässigkeit der Be. zeichnung geht aber daraus hervor, dass, wie der Autor selbst gestehen muss, Lamartine. Augier, Auber, Dela-roche, Horace Vernet und Meissonier solche Hände hatten! Genug der Spielerei! Sie ist ein nothwendiges Product unserer Unklarheit über die wirklichen Seelen-voraänge; sie will im Fluge erHaschen, was die Wissenschaft vom Menschen vielleicht erst in Jahrtausenden aufhellen wird: den Zusammenhang zwischen der äuheren Erscheinung und den inneren Eigenschaften; natürlich vergeblich. Es kommen nur mehr oder minder abweiche Behauptungen dabei heraus. Wer aber Uen « ?°" 5"' mag sich immerhin damit beschäf- I. v. L. Die Grundbuchsgerichte werden demzufolge in allen Fällen durchgeführter Regulierungen in den Besitz der die neue Gestaltung der Nutzungsgemeinschaft betreffenden Operate gelangen und fohin in der Lage sein, sowohl selbst bei vorkommenden gerichtlichen Amtshandlungen, namentliche im Verfahren außer Streitsachen, hievon Gebrauch zu machen, als auch den Parteien die Möglichkeit zu bieten, neben dem Grundbuche auch von den auf die verbücherte Gemeinschaft sich beziehenden Operate« Einsicht zu nehmen. — (Die Laibacher Aitalnica) veranstaltet am 23. d. M. anlässlich der Generalversammlung des Cyrill- und Methodvereines einen Liederabend. — (Betreffs derUnterkrainer Bahnen) erfährt das «Wochenblatt» von gut informierter Seite, dass die Verhandlungen wegen Realisierung des Projectes, bezw. wegen Constituierung der Gesellschaft, ihren ununterbrochenen und erfolgreichen Fortgang nehmen. Es soll insbesondere Aussicht vorhanden sein, dass mit der Ausarbeitung der Detailpläne noch in diesem Herbste begonnen und selbe den Winter über vollständig durchgeführt wird. Während dieser geit dürfte es wohl auch gelingen, die finanziellen Angelegenheiten ins reine zu bringen und die Gefellschaft zu constituieren, fo dass im kommenden Jahre mit dem Baue thatsächlich begonnen werden könnte. — (Für Jäger.) Wie man dem «Slovensli Narob» mittheilt, wurde am vergangenen Sonntag im Laibacher Stadtwalde bei Waitsch ein Rehbock erlegt. Die Nachricht erregt in Iägerlreisen Aufsehen. — (Stiftbriefe.) Das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat einvernehmlich mit dem k. l. Ministerium des Innern am 2. d. M. an sämmtliche Landesstellen und Landesschulräthe einen Erlass gerichtet, welcher die genaue Aufrechterhaltung der stiflerischen Willenserklärungen in den von den competenten BeHürden zu errichtenden, beziehungsweife zu genehmigenden Stift« briefen betrifft. — (Ein entsprungener Todtschläger.) Der Tischler Anton Bavdek vulgo Ambrozer, 25 Jahre alt, welcher in der Strafanstalt Laibach eine fünfjährige Kerlerstrafe wegen des Verbrechens des Todtschlages abzubüßen hat, ist am 2. d. M. vom Sträflings-Arbeiter-detachement zu Simmerlachgraben in Kärnten in Anstalts-kleidung entwichen und seither flüchtig. — (Reitsport.) Der Laibacher Reitschulverein hat, um auch Reitlustigen, welche keine eigenen Pferde besitzen, Gelegenheit zu geben, der Reitlust zu huldigen, die Aufstellung von Mietpserben in der Reitschule veranlasst. Obwohl die Anstellung eines eigenen Reitlehrers derzeit noch nicht möglich ist, ist doch auch Anfängern Gelegenheit geboten, sich durch den Reitfchuldiener, der aus« gedienter Cavallerist ist, in den Anfangsgründen der Reitkunst unterweisen zu lassen. Die näheren Nestimmungen, unter welchen die Mietpferde benützt werden können, liegen in der Reitschule auf. — (Ein alter Säbel.) Wie aus St. Leonhard bei Marburg geschrieben wird, fand ein Bauer während des Abtragens feines Wohnhaufes in St. Georgen in der Mauer einen Säbel, dessen Eingravierungen aus dem 15. Jahrhunderte stammen. — (Theologische Lehranstalt.) An der theologischen Lehranstalt in Laibach beginnen die Vor» lesungen am 1. October. Die Inscription findet am 30sten September statt. — (Durchgebrannt.) Aus Fiume wird die Flucht des Eigenthümers der großen Eolonialfirma Rujii und Compagnie mit Hinterlassung von einer halben Million Schulden gemeldet. Die Firma hat auch eine Filiale in Zanzibar. Es sollen falsche Wechsel deS Firma»Inhabers in Umlauf sein. — (Slovenisches Theater.) Die erste Vorstellung der kommenden Saison findet am 19. October, und zwar wie bisher im Saale der hiesigen Citalnica statt. — (Neustädter Alademie.) Wie aus Wiener« Neustadt gemeldet wird, wurde der Brigadecommandant in Esseg, Generalmajor Ludwig Ritter von Kosak, zum Commandanten der Militär-Akademie ernannt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 19. September. Se. Majestät der Kaiser trifft nach den neuesten Dispositionen bereits Samstag, kurz nach Mitternacht, mit einem Separat'Hofzuge der Nordbahn aus Preußisch Schlesien wieder in Wien ein. Mit morgigem Tage wird auch der Se'jour im Schön« brunner Schlosse wieder eröffnet. Se. Majestät wird Montag den 22. d. M. in Wien Audienzen ertheilen. Pola, 19. September. Das Schuljahr am neu errichteten Staatsgymnasium wurde heute mit einem Festgottesdienste eröffnet. Sr. Majestät Schiff «Pola» ist heute mit der österreichisch «ungarischen Tiefsee-Expedition an Bord hier eingelaufen. Rohllstock, 19. September. Kälnoky und Caprioi fuhren um 7 Uhr früh gemeinsam auf das Manöoer-feld; Kaiser Wilhelm führte siegreich das 6. Corps bis hinter Iauer in der Richtung nach Liegnitz, wo morgen em kurze» SchlusKmanüoer stattfindet. Der Ka»ser von Oesterreich wohnte dem Manöver beim zuril^ gehenden 5. Corps bei. Um 4 Uhr kchrten die Me-släten vom Manöver zurück. Kaifer Franz IM empfieng bald nach der Rückkehr den Grafen KalnotY in Audienz. Berlin, 19. September. Die gestrige Aufführt» der «Hugenotten» im Berliner Opernhaufe haben M Majestäten Kaifer Wilhelm. Kaiser Franz Joseph ""? der König von Sachsen auf Schloss Rohnstock telephony angehört. Kiel, 19. September. Die Probefahrten des P"'^ scknffes «Kronprinz Rudolf» ergaben befriedigende ^' sultate. Wie nunmehr festgesetzt, verlässt das österre chische Geschwader am 21. d. M. den Kieler Hafen. Ä"! der Rückfahrt werden Cherbourg. Lissabon und Pal""" angelaufen werden. ^. Ro«l, 19. September. Der .Capitan F""n" dementiert, insoweit sie Crispi betrifft, die Nachl^. von einer politischen Begegnung zwischen 6"p" ' Kälnoky und Crispi. Das Blatt'constaliert die ^ Uebereinstimmung der Anschauungen aller Mitgltt des Cabinets mit Crispi. . «^ Lissabon. 19. September. Der König berief a" in auswärtigen Missionen abwesenden Staateräthe e. Lissabon. 19. September. Gestern abends fand " Zusammenstoß einer Abtheilung Polizisten mit Uceden statt, von welchen 42 verhaftet wurden. Die Mm^'p^ garde kam der Polizei zuHilfe und gebrauchte die Feu wasie. Mehrere Perfonen sind verwundet. ,^ Hiogo in Japan. 19. September. Das türl'" Panzerschiff «Ertogroul» ist auf hoher See ui" gegangen. Fünfhundert Personen der Bemannung i ertrunken. ^- Angekommene Fremde. Am 18. September. ^ Ho«! Stadt Wien. Bruner, Ingenieur; Laweczky «nd StH^ Plivale; Kaiser, Conraeh, Engel. Löwy, Kiichl", ^ Ms-und Bernlachner, Kaufleute, Wien, — TerM, , ^,.M (Yattin; Fabiani, Lloyd-Beamter, und Dr, Hause» H^M, Trieft. — Armuth. Kaufm., Budapest. — Globocn'l, l- l> Krainburg. — Schiniqoi, Kausm., Veglia. „ f l, Hotel Mcsllnt. von Marces, Redacteur, s. Frau; Witw"^, Official; Rupft, l. k. Rechnungsrath; Berger. Leo, ^.ft, und Baron Schwea/l, Wien. — Hart, Dr. Gianopal?' h,. — Rösch und Pellar, Hrastnig, — Sckechclen. Maria'6^A Menzinger s. Frau, Wochein. — Dr. Schmauß. Prag-"". ssel' Wiener-Ncustadt. — Ditrich. Adelsberg. — Silvio M".^, dinand Pesamosca, Chiusasorte. — Wolscgger, ^^l. sammt Tochter, Kröpf und Braun, Gottschee — 2^ ^ ^ Hauptmann, sammt Frau Zara. — ssaber, I"' ^A ^ Kundearaber und Urbancii!, Graz. — Tscheren, G^V -" Remlinaer und Petrot. Abbazia. — Mojettia. "'"Ate!, v. Cosulich.Pecine, Besitzer, s. Söhnen. Oradisla- ^»jac l. u. i. Hauptmann, Trieft, — Vuhlcr, EhlingeN. 7^ und Mattersdorser, ssiume. — Schlösinger, Fünsl"^ ^e>' Gasthof Kaiser von Oesterreich. Eelestina, Podnart. ^ lander unk Krapp. Maria«Elcnd. - ^z.st,"", Hotel «aierischer Hof. Groß. Graz. - Kaschier. A ^l Erlar, Krämerin. Feldlirchen, — Untcrlaher. Sch"!"^»^, Cousine und Maria Rauch, Gottschee. — Oljevac, ^ Karlstadt. . M' Hotel Siiolmhnhllf. Voncina. Idria. - Malli sa""" DB' Magenfurt. — Simon, LeeS. — Verbic. Grc»z- ^s!c>"> Wien, — Hoffmann, Glandorf. — Heimer und ^ Agram. Verstorbene. 'Im Spitale: ,h""' Den 18. September. Thomas Troha, ^ 65 I., Lungenödem. Meteorologische Beobnchtunssen iu^aibn^ ^ Nl"Mg7"742^6 "12^8" "windstill " dewM 0'^ 19.2. N. 742-7 17 3 O. schwach bew"" 9 . Ab. 742 « IU'2 windstill j ^" «erl^! Tagsüber trübe, gegen Abend Aufheiterung, ' ^ Nacht.. — Das Tagesmittel der Temperatur 10 -unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit^,^ bestes Tisch-a.Ersriscliungs^ erprobt btl Husten, Halskrankheiten, ** und Blasenkatarrh^^^*^ Heinricb Mattoiii, Karl« ai ** .___________ .._____is*)6 aidl'tyel Fclllill.! Dtr. '^16. 1791 20. Seulember 1890. Course an der Wiener Dorse vom 19. September 18W. ««« dem officienen Co««^««, «eld Wn!-!- ^^'nt!c!N-a,e McMe !n No»en «? ?>> «?'»'> .'"^rrentc....... ««^<> ^ ?u ','."" 4" <> l2tna>«lo!e , 25N ft. ,«i i.-,,!." ««I. ^. ' ^''"sie, 100 ft, 1^5N«4«b" "">«>- E,20i«n,e , , INN si, 177-/Ü 177 5," ,/^ ,.' l>n<1, i7'. 2^ I7?s>< '/»Dl>n,.^,bbi, i» ,^st, , , ,4»-.. ,4L'5<» ^«/-^, Ol'Idrriue, steuerfrei , ,,'N ,,» 1, ^ 75 ^'ierr,Nu!e!,it,,is. s!i>uel^n.'> ,->l «i eL 75 «» llde«.hob,! ^„. ft, CM, . , «»9— »4,1 ^. °w^^^ 3 5"^5N ,>,'° U" "" Mnil 4"/„. , . l,,'s,l, ,,8's,<. ?K A"«"' "... .... ,00 «<-> ,.'(.'«<' ^^,.^..^! ^ ^^ »>« ^"'^l!.l l,w«N,ö.W, 1W 75 l.1>/"n ">"»i!°,, 4 „ »W ft, lz,?»o!,^4,' ^'^ 5"/o Nrain »nt> Uüüenland , , __.^. - .^ ^ nisdrrWerlfickilibe , . . <,<, _ —-- 5>"/„ fleir,s...... _.,. ------- b°/, livatischc' »nb »nvnnilclic , ,„< 2' 1"<» k>l> !>"/„ snl!l'lib!irgi>ll!<- . , . . _.^. —-- l."/,, Temejer Vc'lin« . . . , ^,.. _>- ü"/„ »MsturUaic...... stf, 7,, 89'3<> Andere össcntl. Anlrlien. Irna!i°«if8.^olc 5"/^ ll)0 fi. . ,z,,.7^ 12, 75 blo, iliilciljt l«7« . . ,„5.7^ ,0 «nlehi-n d,r Elnlt Hlir» . . ,,,._!. « -- «NniehX! b, ldtaiul.enifinde W!en K,<^.^, iss, — PrüNl.^'üil, b. «lat>lffrm. lVicü ^s, 75 14» «,°> 3!bt!>n!)l!u ^lliel«» »elllil. K"/« ^ß.!. 99.. Pfaudliriese «ül !!»>s,!>^, ollg. on 4°/., « ,14.», 1,5 _ b'°' ' <",'>- - ,s,<> 25 INN «fi dtr, » 4" s, . . . 9«„. l<«.^n til», ^l'5u>. Lctl!ldver!chl. »°/„ i„h __ ,^h„<, cell. <>liMhtlcnlianl Wj. l»l>°/„ ,n,8l» —-- l,>i, 1»^!,. Vanl »erl. 4'/,'V„ . ,„„ 7^ „„ ^< b.ilo . 4"/° - ,W- 1NN's>" deilo bi'jadr. » 4',,, . ,n„,^ ,<,s,^s, Prioritäts-Obliaatioucn (für 10!) ft.). ss,id>nll»!>l. Uiordbuhi, , <«"< «<>«> ft, V. 4'/,°,, . 8Y-L5 99 50 «eld Ware < sftsll. Nnrdwcst!)»!,« , >N5 «0 «N6'4l> .'.'lullllbal!!,..... , —-— — — Vli^Iiadn i> »^ , , '49 — 15N-- Hi,« ',,.,!!,, ^illl,» «<»y 70 l»l l» Diverse Loll l5»'!' H<^it> Crebitlole lNN fi. , <«4?5<8v5s> ar<,-«l,!e 4« ft..... '»5"'.« f^« ^' 4'/, ronax-Dampfsch. lOl, M <2ft--!1»"- «lllbncher Vram.^I»!,'!,. »0ft, 2l'75 ,z« 7°, Ow>er Lose 40 fl. . , . l,7 75 5«-. Plllfty^o!e 4<> st..... Ki— 5« - 'Xothei, l!r,»,, öll. Gel :, l"ll >»'2^ i9 ^ Nudoldl, A«!s 10 1, . . 2"4l> «< - Salr,-Lo!e 4<» fl..... «< «> si2 ^- Ll.°Vc:,li<««LoIc 40 ss. , , «<'5<> N2>5'> Waldsllin iio st. . , ,,9 75 iz>n u, ^b!,cr..Ä„st, us», ijno ft. S, 4,,^ «4»'— »45 .. lirbt.°Vl«st.!. Hand, u, A. Kiosl »»',.- 30? s.n liredttbanl, Vlilu. il,,,j. ^,» ,i, g>'.l"?5 8«^« 25 ^epuNtcilbalil, illlg. .>,>,, n. «01 - «,>2 — >ecl>mp.c ^l!.,Uil,r>)st. äm» fi. «!>< ?, t.'ündtrl,llnl, »ft. 2U<» fi. ». . «2 ?l! llzz 2!» Orsterr.'unüllr. »anl «(« st. , »«»' 1«« - Unioxl'anl 200 n......Ü4L'?!'247 z>» «erlebr^bllns. UN«. l40 ll >« > ü<> lSl l.« Actien von Lran^ort-Ulltcrurbmnullcu. /her 3tü, «lbrecht-Vahn 2lX1 fl. Gilder , ?g?z 79 ^> WLld-ssilimcm, Ällh» 2l»0st, H, ,»,-.. y,,l 5'» VUHm. 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V..H !»<» — 55'— ^itstliner Ärauerei !00 ss. . , »»— >,,._ Noililln^GescN,, östcrr.-ülftinr 9^ — 9»'?»s» l>» N, 423-— 4»b — ?alqo ' '!>> !l, —- - — -— .Hchli', >!0fti9l— ,9« — «öleul, !< ^ «<8 ^', l»9' — rrüaUer «^,l»is» 0 - ^!. ?u ft, 15'bn l b7'^0 Nafiens.^G,i)t!l,i «Off........ »7-75 88 «5 i»r. «au»e!ell!chaft >N<, fl. . ?? — 78 — Menerbeiu« Ziezel'Äclien »e! >82 2b l»»?ü Devisen. veul'che <2— ll»lü barl».........44 32, 44 »7, Aaluten. vucaten..... er-,>il!btl...... <4Ä,s. l 44,, ,f<»!len»»ch, ^!>»l!'l!» 44 05 44 ^b SXir;r,*:;r:rk',rrr, i enteist* te Mam stUtamn & Selattera (:^6i)Hoo~i3 W.I .Elf, 1., Kuril tiier»tra»Me SO. Sonntag den 21. September in df:r Casino-Glashalle j ¦i-tari ausgeführt A v°n der heimischen Regimentskapelle. ^an& halb 8 Uhr. Entr6o 20 kr. tri e>itiK(!n IJesu<-.li bittet achtungsvoll (4?.lsi) Jos. 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' Vom 11.1 Conaii t Train-Division Hr. 3 in 6m.