^. K3. Samstag am RH. März 8 A S Ey. Di.' „?aibach.v Z.itn»^" srschcint , mil ')l»eülah»,c der Son»- ,m> ^cicrta.,e, täglich, unc> fl,'ft>t sam »t d.n V.ilagn, im »l l) m p t l'i r ,,a » ; > ä h l i ,, >l st,. halbi>ihri^ 'i sl, !l<» lr, nut Kr.- il z l' ^ >i d >>!! (i^niploir g a »z j a I,, r i ^ «2 ss.. l, a l b j a h r i g « st. Mr die Zu ^U»»z in'6 H>ni>< sin> Hal l' j a h r i q ^ll» fr. »i.hr ,il c»tnch!>'ii. M it d c v P o >l p >,' rlufr e t ^cin;j^I> v ig. u»tlv KrlU^l'.uld „ud .v'drlicktcv A^nssl» l, si., halbjährig ? st. !!0 k». — ^uscrat > o n sg ^'l) ii h r jiu- .i»c Spalt.'iijnll- cib^r dc,i R.nim d^fttbnl, siir riuiuall.^ Einschaltung ^ kr., für zwc!!nali;,c 4't>.. fiir dr.iiilali^e l) sr. (> M. ^«,'eratl- bis li Z>ücn listen l s!. sul ^ Mal. 5,0 li'. fn^ 2 Mil mi? ^l» f>-. flir l M,,l ci'izufch.'lt.,,. Zu di^ft» (^ll'nhnu ist ».ich dliu „prl'vist'nschtii O>ftl)e vonl U. ^tooeml'/!' lti5l> »ür ^>,si hi'l.ol ,^>l r^chucn. MMcher Tljeil. 'e. l. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25l. November v. I. den Eektionsralh dcs Handelsministeriums, Adalbert 5tit> tcr v. Schmid. zum Direktor der vereinigten Bc> tricl'ödircktion dcr snolichen Staatöeisenbahn mit Vci-bchaltlnig seines gegenwärligcn Charakters zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchster Gntschliegnng >!<>. Prag 27. Februar l. I. das an dem Kollcgialkapitcl zu Cherso erledigte Ka-'wnikat dem zeitlich in den Nnhcstand versektcn Ne-ligionslehrcr des bestandenen ^yzcums St. Ftatha-rina in Venedig, Lorenz Pctris. allcrgnädigst zu verleihen geruht. Der Minister dcr Justiz hat den Nathssckrcta'r dcs Komitatsgcrichtcs zu Vcreghz-'sz, Josef v. Osük. zum Konlitatsgcrichtsralhc bei dem ^omitatögerichtc in Szathmür.Ncmcti ernannt. Dcr Iustizminister hat dem Stuhlrichtcramts^Ad» j»nktcn im Ocdenburger Vcrwaltnngsgcbicte, Anton ^'. Villocz, eine Staatsanwalts «Sllbstitutcnstclle bei dem Komitatsgerichtc in Kaposoar verliehen. Der Minister dcr Instiz hat die bei dem Ko> mitatsgcrichte zu Marmaros^Szigeth erledigte Hilfö» ämter.Direklions'Aojllnktenstelle dem Offizialc bei dem Komitatsgerichtc zn Epcrics, Franz Scdlac ek, verliehen. Dcr Instizministcr hat die Stelle eines Adjunk-ten der Hilfsa'mtcr bei dem dalmatinischen Obcrlan» dcsgerichte dem Offizialc dieses Obergerichts, Dom!« nik Milanovich, verlichen. Fe u i l l e t o n. Dia Mittheilungen d^' k. k. Cl'lltml-')l0lnl,üssiun zur Ersorschlllig !>Kn den Institntioncn Ncu. Oesterreichs, welche uns die Bürgschaft geben, daß in ruhigen, friedlichen Tagen die Wissenschaften immer mehr lind mehr des allerhöchsten Schuftes und der kaiserlichen Unlcrstlil)ung sich zu crfrcncn haben werden, gehört unstreitig die, "on Sr. k. k. Apostolischen Majestät ill's ^eben gerufene k. k. ventral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Vnudcnkmale, welche unter der Leilung tincs gelehrten Staatsmannes steht, und in allen Theilen der Monarchie Korrespondenten und Konservatoren hat. Dieses kaiserliche Institut wirkt bereits seit seinem, wenn auch kurzem Bestände sehr erfreulich, nnd hat die Aufgabe, «llc werlhvollcn oder mich nur interessanten Vaudenkmalc aufzufinden und für deren Erhaltnng mittelbar und unmittelbar Sorge zu tragrn; gewH eine preiswnrdigc Bestimmung, blnn manche Pandenlinalc dienen zur historischen Erimlerung und zur großen Zierde der Stelle, anf b" sie eben stehen, wic z. B. die Nninen dcr Festungswerke des Schloßbcrges von ^aibach. Wem Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Suppleuten am Marbn^ger Gymnasium, Dr. Adal« bert Svoboda, znm wirklichen Lehrer au derselben Lehranstalt ernannt. Das Finanzministerium hat den Sekretär bei dcr Steneradministration in Tricst, Simon Scllak, oann den Konzipisteu dr Zentral« Direklion dcr Ta> bakfabrikcn und Einlösungsämtcr, Allgnst Pcycr. nnd dcn Konzipistcn dcr Zentral-Scebchördc, Dr. Heinrich Krcißlc u. Hell born, zu Sekretären der Zentral-Direktion der Tabalfabriken und Einlö» snngöämter ernannt. Dcr Minister dcr Justiz hat den Nathssckrctä'r l'ci dem k. k. Odcr< ^andesgcrichte in Prepburg, Gu-stao u. Salzberg, zum Komitatsgcrichtsrathc in Tyrnml. ferners den Nathsfckretär bei dem k. k. Ober-3andesgcrichlc in Pcsth, Dr. I.ilins Umlnllff, znm Komitatögcrichtsrathe in Valassa - Gyarmath zn ev^nnen befunden. Dic Obcrstc Polizeibehörde hat cine bei dcr Oedenbnrgcr Polizeidireklion in Erledigung gekommene Konlinissärsstrlle dem dortigen Konzepts-Ar» junktcn, Alois Albrecht, zu verleihen befunden. Am 3l. Oktober v. I. ging dcr ärarische Holz« knccht Iekob Volzhina eben aus dem Holzschlags dcr Montanhcrrschaft Idria, an Wege des Anton Hladnig in Mittcrkanomla heimkehrend, über den dortigen Steg des Kanomlabachcs. nnd fiel. anf dessen Mitte gelangt, vom Schwindel ergriffen, mit einem „Kosch" am Nucken, in een reißend gewesenen Kanomla» bach, und wäre, indem er mitten unter schweren Trifthölzern schon bei 3U(j Klafter weit fortgerissen wurde, ein Opfer des ungestümen, durch anstürmende Sagricgeln noch gefährlicher gemachten Gewässers gc> übrigens das Wirken dcr gedachten Kommission nicht schon znm Theil aus dcn öffentlich darüber erschiene, nen Berichten bekannt ist, der möge aus dcn, scit Anfang dieses Jahres nntcr dcr Redaktion des Herrn Karl Weiß, nnd nntcr dcr Lcitnng des k. k. Hcrrn Seklions- Chefs und Präses der ?. k. Central-Kommission, Frcihcrrn von Cz kernig, in monatlichen Heften erscheinenden „Mitthcilmlgen" davon sich überzeugen. Das erste oder Jänner-Heft enthält ein ei»' leitendes Vorwort über die Aufgabe der Alterthums' liiüdc. dann einen Bericht über dic symbolischen Dar« sttllnngen der ehemaligen Cistcrzicnser-Kirche zu Nen» bcrg in Stciermark. von !>>'. Hei dcr; Nachrichten über dic Ausgrabungen antiker Gegenstände am Wie-nerbcrgc, vom NegicnmgSrathc I. Arncth; über die römische Wasserleitung anf der Schiffswerft-Insel in Altofen; eine Reihe von Notizen, litcrarischc An< zeigen und einen Bericht i'chcr Restaurationen im Pcnetianischen von 18^ imd nla und LnkaS Bolzhina von Oberkaliomla augenblicklich zn dessen Rettung entschlossen halten, die sic auch mit eigener Lebensgefahr glücklich vollbracht haben. Indem man diesen, aller A,ierken»nng würdigen ^cbcnsrcttnngsfaU hicmit znr öffentlichen Kcmltiliß bringt. wird noch bemerkt. daß die beiden Holzknechle Matthäus Hladnig nnd Lnkas Volzhina für diese ihre lobenswcrchc Handlnng mit dcr gesetzlichen ^ebenS» rcttnngstaglia belohnt worden sind. Von dcr k. k. Landesregierung Laibach am 7. März 1«50. Aichllllnllichl'r Chris. Kesterreich. Wien. 11. März. Der kaiserlich rnss, Gesandjc Fürst v. Gortschakoff halte hcnte Mittag >2 Uhr die Ehre, von Sr. M. dem Kaiser in bcsonlxrer Audienz empfangen zu werden. Der Fürst hat feiucu Aufe tographen Michael Mlllcr überreichtes photograph!« schcs Portrait-Album der Konfcrcnzmilgliedcr ange« nommen nud dcinsrlbcu einc iverthoollc goloene. mil Brillanten verzierte Dose ziislcllcii lasscn. — Seine Durchl. Fürst Dittrichstein hat dein Statthaltercipräfioiuin den Betrag von Zweitausend Gulden mit dcr Bestimmung übergeben, daß derselbe zum Ankanfe von Abonnementskarten der Gnmpen< Brircn, mit einer bildlichen Darstcllnng veranschaulicht. — Ueber die Zcitstellung des Gurkcr Dombaues, vom Freihcrrn von Anke r s h o f e n. Die Kirchc zu Sldlet) in Böhmen, nach Berichten dcs k. l. >^'»' scrvatorö Franz Bencsch uud des k. k. Iügenieiüs I. Zettl. Neber del, Münzfund zn Rottigcl in Mährcu, von I. A r n e t h. Dann Notizen nnd lilc-rarischc Aitzei^oii. imd zwar lcklcrc über W. W a > kcruagcl's „die deutsche Glaslnalcrci", nnd über die „Berichte und Mittheilungen des Alterthumövcr-cincs in Wien." — Im drittelt, eben erschienenen Hestc. für den Monat März, ist der Schluß dcr Beschreibnng dcs altcn Krcnzgangcs i>n Vlüustcr zn Briren, dann cinc Abhandlung „über den älteren säch> fischen Kirchcnbau uitd insbesondere dic evangelische Pfarrkirche von Mühlbach", vom k. k. Konservator Fv. M ü ller in Schäßburg. — Dcr Freiherr Ed v. Sacken gibt einen Bericht über die Vandcnkmalc von Mcran. ^ Höchst interessant ist sowohl die Be, schreibnng als Abbildung der mittelalterlichen Kirchen-thure bei dcn Kapuzinern in Salzburg, vom k k Kon,ervator Süß dortselbst. Den Bcschlnb dieses Ptttes machen ebenfalls Notizen und literarischc A>» zclgcn von R. v. Eitclbcrgcr, übcr K ugIe »'s Geschichte der Baukunst. Diesc wcnigen Worlc inögcii gliingc». »<» dic hiev. angezeigten Mitthcilmlacu der k. k, 0c»ltml> 2V <> dorfcr Speiseanstalt verwendet und dieselben unter die hilfsbedürftige Bevölkerung der Vorstädte vertheilt werden. — Das Missals, welches die Mitglieder der k. k. Akademie der bildenden Künste im Allerhöchsten Anftrage Sr. Majestät des Kaisers für Se. Heiligkeit den Papst anfertigen, wird in einigen Monaten sammt den kunstvollen Einbandarbeilen beendet sein. Die Ausführung schließt das Werk an die hervorragend» sten Kunstwerke der Neuzeit an. Der Text wird wit vollendeter Kunstfertigkeit mit der Feder gezeichnet, jedeS Vlatt erhält sinnreiche Nandzeichnungcn. Der Einband wird nach eigenen Zeichnungen geprägt. Die ersten Künstler der Residenz sind bei diesem Pracht-werke beschäftiget. — Ueber die Regungen des slavischen Elcmcn> tes in Oesterreich schreibt man der „Oestcrr. Ztg." aus Nordungarn: Inwiefern sich die politische Stimmung der östcrr. Slaven durch die Journalistik kundgibt — und wir haben es nur mit diejer zu thun — so erscheinen im Verlaufe des denkwürdigen orientalischen Krieges die Blätter des Czechen, Slo-venen, Kroaten und Rnssincn so ziemlich farblos, die der Serben und Polen in ihren Ansichten und Sympathien bedeutend divcrgircnd. Während die Polen entschieden gegen Rußland sind, befleißen sich die Serben einer billigen Mäßi. gung in ihrer durch Religion und nationale Verwandt» schaft begründeten Sympathie für Rußland. Aufmerksame Beobachter finden aber in der Mehr» zahl der östcrr. Slaven eine Abneigung gegen jenen Theil der Presse, welche dnrch die täglichen Schmä« hnngcn und oft ungerechten Angriffe alles dessen, was überhaupt slavisch ist, wachgerufen wird. Es sind zwar derartige böswillige Verdächtigungen gegen die österr. Serben von Seite ihrer Feinde im Jahre 1864 und auch gegen die WeNslaven nach nnd nach verstummt, aber so stark aufgetragene Artikel wie die von Fallmerayer haben in allen slavischen Zirkeln die tiefste Entrüstung verursacht. Die östcrr. Slaven billigen die staatsklugc tra> ditionell gewordene Politik der h. Regierung gegen« über von Rußland, und die Richtungen der Sympathie für die große stammverwandte Nation wurzeln nur im Vodcn der Nationalität, z. B. wie die Sym> pathiln für die in Belgien nicht gleichberechtigte fta> mändische Nation, nnd haben mit einem staatspoliti' schen Streben gar nichts zu schaffen. Aber selbst in rein nationalem Interesse finden wir bei den österr. Slaven keine Erklusioitat, viel> mehr die vollste Anerkennung alles Nichtslavischen. Wien, 12. März. Die heute Abend angc. langte telegraphische Depesche mit der Nachricht vom Beitritt Preußens zu den Konferenzen sagt mit andern Worten: Der europäische Friede ist Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Van» denlmale jedem Gebildeten anzuempfehlen, und es ist nur noch beizufügen, daß der ganzjährige Prämliuc-rationsprcis von 12 Heften, von je zwei Vogcn in Quart, mit Umschlag und artistischen Vcilagen, mit portofreier Zusendung nur auf 4 ft. 20 kr. festgesetzt ist, um diesem schätzbarcn Werke eine größere Verbreitung zu geben. Alle k. k. Postämter der Monarchie sind zur Annahme der Bestellungen ermächtigt, Beiträge aber für dic „Mittheilungen" in Wort und Vild werden von der k. k. Central.Kommission durch die Konservatoren nnd Korrespondenten dankbar entgegen genommen. ") 1)»-. ll. (^. Der historische Verein für Kraiu in Laibach. Am 6. d. M. hat die allgemeine Jahresversammlung des historischen Vereines für Krain stattgefunden, und wir erachten es als unsere Anfgabe, auf dirscs schöuc Institut die Aufmerksamkeit neuerdings zu lcn- _____._______^__ »j 5) Bckanntlich siud ln Kram Hcrr A. Fl'cil>rr v. ssod.lli zum ,N^lor , uxd dir Hlvrcn I),'. H. (5 o st a (Ober-frain). Probst V. Arto (Untlvlrain), Dcchaiit O r a b r i-ja» (IilM'ckrain) zu Kovv.spoudmtln cniaulit wordcn, Di« Redaktion. gesichert, jeder mögliche olixu« ds>lli ist beseitigt. Man weiß, daß Prenßcn ohne Wider« rede gleich beim Beginn der Pariser Konferenzen in die Verathnngen eintreten konnte. wenn es die Bürgschaft für die Durchführung der fünf Punkte in der Weise übernommen hätte, wie sie von den Rußland gegenüberstehenden Mächten ausgelegt worden wären. Prcnßcu aber widerstrebte einer solchen Bürgschaft mit der Hartnäckigkeit eines ängstlichen Gemüthes oder des zur vollsten Reife gedieheneu Entschlusses, sich um keinen Preis an einem zur Durchführung der übernommenen Bürgschaft etwa nothwendig gewordenen Kriege zu bctheiligen. Preußens gegcnwärligcr Eintritt in die Konfe» ferenzen liefert nun den Beweis, daß die Berathungen in ein Stadium getreten sind, wv es einer Bürgschaft zur gewallsameu Durchführnng der von den früheren Gegnern Rußlands aufgestellten Förde» rung nicht mehr bedarf. Dagegen erscheint es nütz> lich. sogar unerläßlich, daß Preußen als Großmacht anf den in Bälde vollendeten Friedcnsvcrtrag gleich« falls als Mitgarant für alle Zukunft seinen unläng' bar bcdcutcudeu Namen setze. Es ist dieß ein Recht, das Preußen stets bcansprnchtc und zugleich eine Pflicht, zu deren Erfüllung es sich schon früher bereit erklärte. (Ocstrrr. Ztg.) " Wicn, 42. März. In Betreff der zwischen Dalmaticn und den benachbarten türkischen rändern bestehenden Handelsbeziehungen mußte dic Wichtigkeit der Schifffahrt auf der Narcnta schon seit bangem den Gegenstand ernster Erwägungen bilden. Der Fluß kann schon jetzt bis Mctkowich mit kleinen See' schiffen befahren werden, bedarf übrigens der Reinigung des Flnßbettcs nnd der Beseitigung dcr hin und wieder darin anfgchänften Sandbänke. Nebst zahl» reichen andern Naturprodnkten kaun ans dem Inner» der Herzegowina treffliches Bauholz in großeil Men< gen auf dem Rücken dieses Flusses herbeigeschafft wer» den. Außerdem verdient noch bemerkt zu werden, daß sich ucucrlichcn Mittheilungen zu Folge ein ansehnli> chcr Handelszng von Manufaltcn und Kolonialwaren über Metkovich bereits gebildet hat. Diese Wahrneh. mungcn lieLcn es nützlich und wünschenswert!) crschci' ncn, daß der Gegenstand ncncrdingö in Erwägung gezogen werde. und wie wir ans sicherer Quelle vernehmen, sind die dießfälligen Berathungen in letzter Zeit wieder aufgenommen worden. Wir sind über« zcugt, daß neben eingehender Erwägung aller ein^ schlägigen Momente, die für Oesterreich nützlichen volkswirlhschaftlichen Interessen, welche sich hieran knüpfen, bei einem dicßfälligcn Beschlusse jedenfalls znr vollsten Geltung werden gebracht werden. — Aus Wieu wird dcr »Mg. Ztg." gcschric< bcn: Die Angelegenheit unseres neuen Universitäts« gebäudcs ist in diesen Tagen definitiv entschieden wor» ken, damit daö Interesse hiefür stets wachsen möge. Kenntniß des Vaterlandes und seiner Geschichte ist die wahrhafte Grundlage thatkräftiger und echter Va> tcrlaudsliebe; sie ist dcr fruchtbare Same, der, in das Herz und in den Geist dcr Jugend gelegt. Herr-lichc Früchte zu Tage fördert, von Schwindclcien fcrnc hält, und das fcstc Band unter den Bewohnern dcs Eincu großen Staates, mit dcm »nan Frcndc und Leid durch Jahrhunderte getheilt, cngcr schließt. Jeder Frcnud dcs Vaterlandes arbeitet in seinem Wirkungskreise dahin, daß historische Kenntnisse stcts weitere Verbreitung fiudcn, daß das Interesse sür die Landcsgcschichtc gestcigcrt werde, daß dieses vatcr> ländischc Institut dic erforderliche geistige nnd finan» zielle Unterstützung erhalte. Seit dreizehn Iahrcn wirkt dieser Verein, und scit zehn Iahrcn erscheinen ohne Unterbrechung dessen „Mittheilungen", in denen cinc reiche Fülle brauchbaren Materials für dic künftigen Geschichtschreiber Krain's gesammelt und geordnet ist. Ohne anderweitige Unterstützungen, nur aus dic geringen Beiträge seiner Mitglieder bcschränkt. entwickelt dcr Verein ein rühriges, kräftigcs Lebcn, wic wir aus dem Jahresberichte des Vcrcmsdircktors Hcrrn A. Frcidcrru von Eodelli, dcu er in der genannten Jahresversammlung mittheilte, ersehen. An wirkli» ch cn Mitgliedern zählt dcr Verein gegenwärtig 284, den. Bekanntlich sollte dcr Bau in dem von den Glacisgebäudcn der Al>ervorstadt gebildeten Dreieck vor dem Schottcnthor aufgeführt werden. so daß der eine Flügel bis zur Währingcr Straße, der andere bis zur Hauptstraße der Alseruorstadt reicht und die jetzigen Vorstadtfroutcn am Glacis dadurch grdcckt werden. Beide Flügel würden die Schenkel eines ge> gen die Stadt offrncn Dreiecks bilden; in dcr Rich» tnng dcs Scheitels und weitcr standtwärts auf dcr Esplanade sollte die Votivkn'che. mit dcr Fronte gegen das Schottenthor, zu stehen kommen. Diesem Plane stand bisher ein fortifikatorischcs Bedenken entgegen, denn die Votivlirchc müßte, um den Ranm für den Univcrsilälsbau zu gewinnen, um mehrere Klafter wei> ter in den Glacisraum hinausgeschoben werden, als die bisher festgehaltenen militärischen Rücksichten dieß zulässig erscheinen ließen. Diese Bedenken sind nun. gutem Vernehmen znfolge, für den folgenden Fall durch eine höchsten Orts erfolgte Enlschcidung hinweg' gefallen. Dcr Aufban der Universität ist, wie bereits cr> wähnt, den Architekten u. d. Nüll und u. Sicards» bürg übcrgclxn. Es ist dafür Sorge getragen, daß der» selbe nicht als ein bloßer Nützlichkeiisban, sondern als Monumentalbau wird aufgefaßt werden, bei welchem den Fordcrungen dcr Kunst gehörig Rechnung gctra< gen wird. Das Uuivcrsitätsgcbände wird hinrcichcn< den Nanm faffen. um die mit der Hochschule Wiens in Vcrbindnng stehenden Hilssanstaltcn großcnthcils an einem Punkt zu vereinigen. So wcrden dic Uni° ucrsitätöbidliolhck, gegenwärtig am Dominikanerplatz in der innern Stadt, das chemische Laboratorium, jetzt im Thrrcsiannm. und das physikalische Institut, welches sich derzeit in dcr Vorstadt Landstraße befin« dct, künftig innerhalb dcs Universitälsbaucs ihrcn Platz finden. — Auch dcr Bau dcs Bank« und Bör< scngcbäudcs soll in dcu ersten Tagen des Frühjahres begonnen werden, zunächst mit dcr gegen die Frciung liegenden Fronte. Der Bau wird unter dcr Leitung dcs jnugcn Architekten Heinrich Ferstcl, dessen Projekt für die Votivkirche den ersten Preis erhielt, und nach dcm im Styl der früheren italienischen Renaissance gehaltenen Plane desselben von dem Stadtbanmcister Hcrrn Octzclt geführt. -— Alls M autua wird vom 6. d. M. gc< meldet: Ihre k. Hoheiten dcr Herzog und die Herzogin von Modena sind auf dcr Rückreise von Venedig am 4. d. M. in Mantua angekommen. In der Nähe dcr Stadt waren die hohcn Rciscnden von einem ernsten Unfälle bedroht. Von den vier vor ihrem Wagen gespannten Pferden wnrden die uordcrn zwei schcu und warfcn sich gcgcn die linke Seite dcr Straße, die hart am See hoch aufgeführt ist, und sic au korrcspondirenden 22 und an Ehrenmitgliedern 28, somit im Ganzen 3l!4. Dic Mitglicdcr lcistcn cinen Gcsammtbeitrag von 668 ft. 20 kr. Vcfricdigcndcr noch sind dic Ergcbnisse in Bczug auf die Vereins» sammlungen. Die Bibliothek, welche allcn Mitglic« dcru zur frcicn Venütznug steht, zählt 3780 Bände, an Urkunden sind vorhanden 160«, und die Münz» sowie Antiqnitätcn-Sammlung sind gleichfalls bcach« tcnöwcrth. Zndcm steht dicser Vcrcin mit 61 gclchr« tcn Gesellschaften des In- und Auslandes im freund« lichen Vcrkchr und Schriftcntausche. Nebst den „Mit-thcilungcn", von dcucn monatlich cinc Nummer cr« scheint, gibt dcr Vercin auch das „I)il.ilo,natnl-m!n l'l„-»i<>Ii<-iim« — cinc komplctc Sammlung dcr die Verhältnisse Krain's von den ältesten Zeiten bis in dic Gegenwart beleuchtenden Urkunden und Dokumente — Heralls; dic Redaktion beider Werke bc< sorgt der Vereinssckrclar und Geschäftslcitcr Herr Dr. Kluu, und alle Mitglieder crhaltcn sammt' lichc Vcrcins - Druck s ch riftcn uncntgcl t< lich. Schließlich sprach dcr Vcrcins «Direktor dcm Gcschäftslcitcr Hcrrn l>>'. Klnn, dcm hochwürdigcn Herrn Pfarrer Hihingcr und dcm Vcreins-Kustos Hcrrn Icllouschek für ihrcn Eifcr und ihrc Thä< tigkcit im Namcn dcs Vcrcincs den Dank aus. In Bczug auf die finanzielle Gebarung wcisct dcr Rcchuungs-Abschluß pro 16.'^ an Empfängen «7R hätten den Wagen über die Straßenwand hinabge« worsen, wcnn cr nicht von cincr kleinen Marmorsäule aufgchallcn worden wäre. Dcr Anprall war so ge» walisam, daß dic Sänle dadnrch vom Platze gerückt wnrdc; Ihre königliche Hohcit dic Herzogin stieß mit dem Kopfe gegen dic Glasscheibe des Wagcnschlags und erhielt cinc leichte Verlctznng. Weiteres Unglück ist jedoch nicht zu beklagen und Ihre königlichen Hoheiten sehten dic Fahrt in demselben Wagen, ob> wohl dcrsclbc beschädigt war, fort und stiegen in Mantna im Hause dcs Herrn Festungskommandanten I. M. L. Frcihrrrn v. Cnloz ab, von wo sie sich in den Gaslhof begaben, um Tags darauf die Neisc fortzusetzen. Deutschland. Aus Periiu, 10. März, schreibt man der «Schles. Ztg.""-. „Gcneral'Polizcidirektor u. Hinckeldcy hatte das Mitglied des Herrenhauses u. Rochow, auf Plcssow bei Wcrdcu, aus ciner noch nicht zur Ocffcntlichkeil gclangten Vcranlassnng ans Pistolen gcsordcrt, ucr> fehlte beim ersten Schnß seinen Gegner und wnrde von diesem tödtlich in die Vrust gctroffcu, so daß er in wenigen Minuten starb. Herr u. Rochow ist Schrift» führcr im Herrenhause und rcpräsentirt daselbst den alten und befestigten Grnndbcsiß der Mittclmark. Das Duell fand in der Nähe von Charlottcnbnrg Statt." Das „Corrcspoudcnz-Bnrcan" bemerkt zu dieser Nachricht: Man kennt die Ursachen nnd die Einzclnheitcn des schmerzlichen Vorganges nicht, mir so viel verlautet mit Bestimmtheit, daß dic Entste« hnng in Veranlassungen zu suchen ist. welche für den Gefallenen ein ehrendes Zcngniß der Pflichttreue ab> legen. Dic „Spcn. Ztg." schreibt: „Dic Kunde des Ereignisses hat die Stadt mit Vlitzeöschncllc durcheilt. Mit gerechtem Schmerz sicht dic ganze Bürgerschaft Vcrlins die Wirksamkeit eines Mannes beendet, der seit dcm November des Jahres 1848 durch rastlose Thätigkeit, durch ein unvergleichliches organisatorisches Talent, und durch seinen wohlwollenden aber festen Charakter die Nachwirlnngen einer bewegten Zeit zn beruhigen, politischen Parteibestrcbungcn einen Damm entgegenzusetzen und durch seine Rathschläge und seiuc Thatkraft die Hauptstadt durch manchc trübe Zeit mit Umsicht hindurchzusühren und in ihrcr Mitte mehr als ein Institut zu begründen verstand, wclchcs auch «ic fernere Znlunst zu würdigen und mit dcm Andenken an seinen Urheber zu verknüpfen wissen wird. Die Hauptstadt, ja in vieler Hinsicht daö ganze Land empfindet schwer den Verlnst diescs Mannes, dessen seltene Talcntc ihm gewiß noch manchen weiteren An> spruch auf Dank erworben hätte. 1273 st. 17 kr., an Ansgabcn 6li7 fi. 8 kr., somit einen Aktiurcst von li0« ft. 9 kr. ans; da jedoch von dicscm Aktivrcstc 142 si. 30 kr. als uneinbringliche Rückstände bezeichnet werden, so stellt sich der that» sachliche Aktiurcst nur mit ^>3 st. 3!) kr. heraus. Auch die Nechnuug über das im Jahre I8.'i3 von !>>'. Klun herausgegebene «Dcnkduch der U n< tcrthanstreuc von Krain", dessen ganzen ^lcii^crtrag der genannte Verfasser dcm Vereine zugewendet hatte, weiset ein Aktivum aus, welches in obigen Aklivrest einbezogcn wurde. Der Kostenvor-anschlcg für das Jahr 18!i(i weiset einen anznhoffcn-den Ucbcrschuß von 222 st. 10 kr. aus, der aber schon dadurch cinc Verminderung erleiden wird, daß nachträglich die Herausgabe cincs größeren Theiles des Nipwümlm-inm'« genehmiget worden ist. Ans den wcitcrn Vcrhandlungcn dcr General. Versammlung heben wir bcrans: Ueber Antrag des ^l'. Kl u n ist beschlossen worden, daß monatlich ^ jeden ersten Donnerstag dcs Monats, Nachmittag — im Vercinslokalc historische und phil.olo-9 i s ch c V r s p r e ch u n g c n statlfinden werden, welche sodann auszugsweise durch dic „Laibacher Zeitung" "ud ausführlicher durch die „Mittheilungen" veröffentlicht werden. Der Zntritt steht den Vcreins'Mitglie' dm' „nd durch Mitglieder eingcführtcn Frcundcn dcr Wissenschaft frei.— Statutenmäßig sollte das Direk>, Frankreich. Paris. 8. März. Ein Schreiben Sr. Ma< jestät des Kaisers an den Kriegsminister lautet: «Herr Marschall! Meinc Aufincrksamkeit ist auf die Arbeiten dcr Rcvisionsräthc hingelenkt worden, die cincn so großen Einftnß anf die gntc Beschaffen, hcit der Armee haben, und Ich habe den General Nicl, eincn Meiner Aojlitantcn, beauftragt, anf Grund dcr Datcn, dic Mir durch den alljährlich zugehenden Bericht über dic Itckrntirnng dcr Armee gclicftvt wer» den. Untersuchungen anznstellcn. Es geht ans die« sen Untersuchungen hervor, daß sogar damals, als das jährliche Kontingent bloß 80.000 Mann bclrng, es an tanglichen Renten reiche Departements gab, dic dennoch in ihr Kontingent bis zu 9 Prozent junge ^.'cntc aufnahmen, welche kränklich odcr zu schwach warcn, um in die Regimenter anfgenommcn zu wer> den, das heißt, daß dic Ncvisionsräthe, indem sie eine große Anzahl von zum Dienste ungeeigneten jun> gen Leuten zuließen, die eben darum im Augenblicke ihrcr Einverleibung ausgemustert wurden, in einem schwer zu vcrtreteudcn örtlichen Interesse das Interesse dcr Armee und jenes dcs Landes opferten; denn wenn die Regimenter sie annehmen, so belästigen sic die Armee mit Untauglichen und füllen die Spitäler, odcr wenn man sie znrüclweist, so wird das jährliche Kon> tingent verringert, was in beiden Fällen dic Regie« rung zwingt, dic Ziffer des nächsten Kontingents zn erhöhen und die auf dcr Bevölkerung lastende Bürde schwerer zu machen. Anch kann man rechnen, daß jeder dieser Lcnte, dcr bei seincm Eintreffen beim Regiment ausgemustert wird und zn seiner Familie zurückkehrt, dem Staate 260 Fr. gekostet hat. Dic dicscm Schreiben beigelegte Tabelle bezicht sich aus das Jahr 18ü4, wo daö Kontingent 140.000 Mann betrng; da in demselben die Zahl dcr Ausgemuster» ten sich auf l!t»94 belief, so beträgt dcr reine Verlust dcs Schatzes fast 1.U00.000 Fr. Um die Wiederkehr derartiger Mißbrauche zu verhüten, wünsche Ich. daß Sie in Ihrem Mir jähr° lieh über die Rekrntirnng dcr Armee zu erstattenden Berichte die Departements kund machen, denen ans ihre Kontingente dic wenigsten, so wie jenc, denen die meisten Soldaten dnrch die Negimcmtcr auögc° mustert worden sind. Diese Klassifizirung wird den Eifcr dcr Präfekten nnd dcr Mitglieder dcr Revisions« räche anspornen; dcnn es ist klar, daß sic nm so mehr Lob verdienen werden, je weniger es Ansgc« musterte unter ihren Kontingenten gibt. Ans dcr anf den letzten Vcricht für 18.'i4 begründeten Tabelle ersieht man anffallendc Verschiedenheiten zwischen mcb/ rercn Departements. Im Ornc« Departement z. B. lst die Zahl dcr nicht untcrsnchlcn jnngcn Lentc nnr tions-Mitglicd I'. '1'. Herr E. Rcbitsch, k. k. tmcrit. Gymnasial - Präfckt. ans dcr Dircktion austretcn, de >edoch l'"' :>"-lun,!>li<»il<'m wieder gewählt worden ist. — Ur. H. Costa stellte den Antrag, dcr Verein wolle an die hohe Ncgicruug die Bitte stellen, daß am hicsigcn k. k. Gymnasinm die Laudcögeschi ch t e v o n K r a i n als freier Gegenstand vorgetragen würde. Nach einer längcrn Debatte über einzelne Modalitäten wurde dcr Antrag einstimmig angenommen. Zugleich erklärten Herr Pfarrer Hitzinacr uud Herr 1>i-. Kl uu. daß sic sich bereits frühcr we« gen Verfassung nnd Herausgabe eines H a n d-bnches dcr L'and cö g cschi cht c von Kr a in derart geeinigct haben, daß Herr Hitzingcr die alte Geschichte und jcnc des Mittelaltcrs bis zur Vereinigung Krain's mit Oesterreich, Herr 1>r. Klun von dieser Periode an bis in die Gegenwart nebst dcr einschlägigen Literatur- und Knnstgcschichtc bchan« drln werden. Dieses Handbuch wird seiner Zeit bc-hnfs dcr Genehmigung als Lehrbuch dcm h. Ministerium vorgcllgt wcrdcn. — An wissenschaftlichen Vorlrägcn schickte Herr I)r. Eth. Costa aus Wien cincn Aufsatz übcr Valvasor's „Dic Ehre Kraiu's" ciu; Herr Hitzi n g c r sprach über die politis ch c n V c rhältnissc K r a i n's im Mittcl altcr. und Herr Deschmann übcr Inschriftstcine bei Tschern cm b l in Untcrkrain. Dicse Vorträge 4 auf !00 nnd cs kam. obgleich das Departement sehr arm an rekrutirbarcr Bevölkernng ist, bloß 1 Ausgemusterter anf 100 Mann des Kontingents. Der Rcvisionsrath ist also schr gewissenhaft verfahren. Im Nord «Departement oagegcn Hai man 23 junge Leute unter 1W unnntcrmcht gelassen und man bat so viele schwache obcr kränkliche Leute aufgenommen, daß die Zahl der Ausgemusterten ctmas über 1 l Pvo. zent betrug und nnler diesen Ausgemusterten definccn sich !) Ersatzmänner, was sich unter keinerlei Gesichts» pnnkt entschuldigen läßt. Im Mosel «Departement babcn die Rekruten»Aushebungen noch kläglichere Er» cignissc geliefert. Die Zahl dcr zum Dienste ungeeigneten jnngcn Lcntc, dic man in das Kontingent anfnahm, über« stieg 14 auf 100 und 2! Ersatzmänner wurden vom Rcvisionsrathe zngelafscn, obgleich sie mit Gebrechen behaftet warcn, die einige Tage später, als sie beim Regiment eintraten, ihre Ansmnsternng bewirkten. Nach der beigefügten Tabelle sind die Departements des Allier, dcr Crensc, dcs Orne, Saone und dcr Loire und der Obcr. Gch. (5 ost a; - k. k. Ministerial Sckrctär !>>'. A. F i ck c r.' — k. k. Ministerial - Skkrctär N>-. Gust. H c i d c r,' — Prof. Tomck (in Prag); — und Prof. l>r. Wahlbcrg in Wicn. Indcm wir diese gedrängte Skizze veröffcntli« chcn. fühlcn wir uns gcdrnnaen, zn recht zahlreichem Vcitrittc alle Freunde dcr Heimat aufzufordern, da« mit dieses Landcsinstitnt in seiner rühmcnöwcrthen Thätigkeit, dnrch geistige und sinanzicllc Beiträge un< terstützt, immcr mchr wachse znr Ehre unscrcr schönen Hcimat, deren Kenntniß und Anfhclluug cden dcn Hauptzweck diescs Vercincs bilden. Mögen die Wortc dcr Anfmnntcrllng auf recht empfänglichen und frucht« bringenden Boden fallen. Litorarischo Notiz. Die Vcrlagshandlung von L. C. Zamarski in Wien hat so eben die erste Lieferung eines groß. artigen literarischcn Unternehmens erscheincn lassen, wclchcs dic Vcachtnng jcdes Vatcrlandeftcundrs im hohcn Grade verdient. Es ist dieß «das bioara» HV» bis zur Entschädigungssumme von llOO Dukaten. Sollte der dazu bestimmte Fond nicht hinreichen, so wird das Finanzministerium eine Anleihe machen, um diese Zahlungen vollends zu leisten; die übrigen Eigenthümer aber. die cine größere Anzahl Familien besitzen, werden Staatsobligationcn von je zweihun-dert Dlikatcn erhalten, die K Prozent tragen, welche vom Monat Juli 18l>7 angefangen am Ende eiucö jeden Jahres regelmäßig ausgezahlt werden. Die Til> gnng der Kapitalien lvird ebenfalls alljährig crfol> gen, je nachdem der vorhandene Fond es erlaubt, und dann wird 3 Monate früher durch das Lnö bc> stimmt werden, welche Obligationen zurrst ausge« zahlt werden sollen. 4. Die Grundbesitzer, welche von 1 bis 20 Zi< geuuerfamilien besitzen, fiud verpflichtet, dem Finanz. Ministerium in Zeit von li Monaten, von der Vcr> öffeutlichuug diescö Gesetzes an, ein genaues Vcrzcich-niß derselben mit Angabc des Geschlechts, Alters »nid Wohnorts cinznreichcn, damit die nöthigen Nach. forschungen uild die erforderlichen Anstalten zur Ent> schädigung getroffen werden können. Diejenigen Guts« drsitzer, welche den obenerwähnten Verfügungen nicht nachkommen, verlieren zur Strafe ihre Ansprüche anf die Entschädigung. Derselben Strafe unterliegen auch diejenigen Eigenthümer, die mehr als 20 Familien besitzen und bis Anfang 18Ü7 nicht die verlangten Verzeichnisse eingereicht haben. l!. Die Steuereinkünfte der jetzt befreiten Zigeu» ncr werden in den Fond stießen, der durch das Gesetz vom Jahr 184? „für die Befreiung der Zigeuner" kreirt worden ist. Deßgleicheu werden diesem Fond noch die Steuereinlünfte der Zigeuner zugewiesen, die nicht dcm Staat gehört haben, so daß die Einkünfte von allen Zigeunern, welchen Ursprungs sie auch gc^ wesen sein mögen, in denselbem Fond zusammenfließen und dieselbe Bestimmung haben. Deßwegen werden alle stencrzahlcndcn Zigeuner, außer den 3 Piastern, die sie an die Dorfkassa zahlen, auch den anf sie fallenden Theil der Abgaben und Lasten, die sie mit den übrigen Dorfbewohnern gemeinschaftlich tragen, an den Fond der Entschädigungen abgeben. — Da die Zahl der jetzt dcm Staat Abgaben zahlenden Zigeuner sich anf 18.li21 Familien belänft und durch' schnittlich jede Familie >»l> Piaster Abgaben zahlt, so stießen hierdurch dem Eülschädigungöfond jährlich 931.Nil) Piaster zu, zu denen nun auch die Abgaben der jetzt frei werdenden Zigeuner kommen und nach Umständen vielleicht noch irgend ein anderer disponibler Fond. li. Für diesen Fond wird eine eigene Kassa mit den dazu gehörigen Beamten und eigener Vcrwalinng errichtet, au deren Spitze Sc. Eminenz der Herr Metropolit und fünf Großbojarcn stehen. Dieselben wer» phische Lexikon des Kaiscrthums Oesterreich", herausgegeben von Hr. Konstantin v. Würz« bach. Mit welchen: Allswand von Fleiß und Mühe der bekannte Herausgeber dieses Werk behaudelt, geht scholl daraus hervor, daß nahezu zwanzig Jahre auf die Gewinnung und Sichtung des Materials verwendet wurden. Die vorliegende erste Lieferung, trotz des enorm billigen Preises von 24 kr., ein Muster typographischer Ausstattung, cuthält aliein gegen 2W ziemlich ausführliche Biographien. Da das ganze Wcrk nur 111 — !2 solchcr Lieferungen ü 24 kr. umfassen wird, und die Vrendignng des Ganzen bin-ncn Jahresfrist vou der Vcrlagshandlnng der Art garantirt ist, daß die Beträge im. Fall des Nichtcin-haltcns wieder zurückgezahlt wcrdeu sollen, so ist diesem Unternehmen der größte Erfolg zu wünschen. Das biographische Lexikon bildet zugleich die zweite Abtheilung der unter dem Titel: „der großc östcrrci' chischc Hallsschatz" erscheinenden Nationalbibliothck. '') M i s z e l l c n. (In dvv Kreuzberss'scheu Menagerie iu Verlin) war das Publikum vor Kurzem Zeuge einer «) Wir wttden iibcr dichs Wrrl uc'ch ausführlich.',- spN'ch.'ü. Ncd. d. „Laib. Ztg," den die Einkünfte dieses Fonds sammeln und ihn als einen heiligen Fdnd. abgesondert von allen andern Einkünften und Ausgaben des Staates, bis zur voll« kommenen Entschädigung aller Sttaveiibcsitzer verwalten lind diese Verwaltung wird dem Staate das Vorhandensein der freigewordcucn Individuen garan« tircn und den gewesenen Eigenthümern die richtige Auszahlung der ihnen gebührenden Entschädigung. 7. Für diejenigen Gutsbesitzer, die dcm Staate ein Opfer bringen wollen, indem ste ihre Zigeuner freilassen, ohne auf Entschädigung Anspruch zn ma< chcn, wird ein eigenes Vnch in vier Eremplarcn gc> halten werden, in welches ihrc Namen mit goldenen vettern eingetragen werden, — eins davon wird in der Metropole dcpouirt und die andern drei Exemplare in den drei Biölhümern. — Jenen Grundhcrrcn aber. welche ihrc Zigeuner freilassen ohne Entschädigung, aber dabei den Wnnsch äußern, daß dieselben frei voil jeder Abgabe biü zum Ablauf der nächstfolgen» den Volkszählimgspcriodc seien, d. h. bis zum 1. Iän> ncr 1805!, wird iyr Wunsch gewährt, uild es wird solchen Freigelassenen vom Finanzministerium ein schriftlicher Alt ausgestellt werden, durch welchen sie bis zu der genannten Zeit von jeder Zahlung irgend einer Abgabe befreit sind. — Die Zigcuucr, die in Dörfern, in Häusern oder in Bordceu ansässig sind, bleiben wo sie sind uno werden in die Register der Abgaben Zahlenden dieses Dorfes eingetragen. Dic> icnigcn aber, die hernmwandern ohuc festen Wohnort, sollen in Dörfern oder Städten ansässig gemacht werden, wo immer sie es selbst wünschen, mit der Verpflichtung, daß sie sich feste Wohuplätzc anlegen. Dasselbe gilt auch vou denjenigen, die sich biü jetzt ill den Höfen ihrer gewesenen Herren befanden, mit dcr Verpflichtung. Bürgschaft für das Nichwer« ändern ihres erwählten Wohnortes zu leisten, nm dem unstätcn Leben (Vagabondircn). aus dem dcr Gesellschaft nur Schaden entsteht, ein Zicl zu setzen. Anf diese Art einmal ansässig gemacht, dürfcn die durch dieses Gesetz frei gewordenen Zigeuner, dem §. 14 Art 543 des Gesetzes vom Jahre 18^l gc> mäß, nach Verlauf von zwci Volkszählungspcriodcn nicht mehr übersiedeln. Ein Tag wird bestimmt werden, an welchem in jedem Jahre das Andenken an das Aufhörcu der Sklaverei in dcm Fürstcuthnmc feierlich begangen wird. An diesem Tage wird in allen Nirchen.gr» ßer Gottesdienst gehalten und es werden dic Namen derjenigen Wohlthäter verlesen werden, welche ihrc Leibeigenen unentgeltlich freigelassen haben, indem für dieselben dcr Segen des himmlischen Vaters cr> ficht wird. — Die Regierung wird einem jeden dic> scr großmüthigen Eigcmhümcr ein Diplom ansstcllen, in welchem sie ihrcu Dank öffentlich auöspricht, damit sich iil deren Familien vo,i Generation zn Generation das Andenken au die edlen Gefühle dieser echten Patrioten crhaltc. Außerdem wird die Regierung solche Schenkn,!« gen vou leibeigenen, sei es von wem immer, mit Dankbarkeit anerkennen lind für größere Gaben auch Be» lohnuugen ertheilen, nach dcm Maßstabe der anf dcm Altare dcr Humanität dargebrachten Opfcr. schauerlich ergreifenden Szene. Herr Krcuzbcrg trat! bei der Nachmittagsvorstellung wie gewöhnlich ill dcn Käfig des Löwcnpaares und öffnete dauu die Schci-dewaud, welche den König dcr Wüste von den im Nebcnt'äfig aufbewahrten beiden Königsliegcrn trennt. Das ist wohl mehrere hundert Mal geschehen, lind jedesmal sind die Bestien, gehorsam dcr Stimme lind dein Angcnwinke ihres Herrn, friedlich von einander gegangen. Dießmal sollte es anders sein. Kaum war dic Scheidewand gefallen, als dcr Ticgcr sich mit cinem furchtbare» Satze auf dcn Löwen warf. Im nächsten Augenblicke befand sich der Löwe, auf den Augriff wahrscheinlich uicht vorbereitet, unter dcn Tatzen des wüthenden Ungcthüms. Ein entsetzliches Gebrüll der kämpfenden Thiere machte dcu Raum erzittcru. Mau kann sich denken, daß Herr Kreuz? bcrg bei seinen höchst gefährlichen Experimenten auf Alles und also auch auf eincn solchen Fall vorberci. tct ist. Er zog ein Pistol aus der Tasche, um das< selb» vor dcn Ohren dcr Bestien abzuschießen. Der plötzliche Schall dcs Schliffes, das ist alls früheren Erfahrungen bekannt, schreckt die Kämpfendeu auseinander. Dic wenigen Augenblicke gcuügen dann, um die Thiere wieder zu isoliren und Herrn Kreuz» berg einen schnellen Rückzug zu sichern. Aber das Telegraphische Depeschen. . - Bcrliu. l3. März. Ministerpräsident Freiherr v. Manteuffcl reiset Freitag Abends, spätestens Sonnabend Früh nach Paris. Heute hat das Lci' chcnbcga'nguiß dcs Gcncralpolizcidirektorö v. Hinckct-dey unter größter Theilnahme der Gesammtbevölke-rung Berlins stattgefunden. Se. M. der König hat cinem Tranergottcsdicustc in dcr Wohnung des Ver< storbcncn beigewohnt. ' Konstantinopel, 6. März. Halil Pascha. Schwager des Sultans ist gestorben. Omcr Pascha wiro iu Folge des WaffenstiUstaudcs hellte oder mor» gen hier erwartet. Dcr Waffenstillstand in der Krim' ist am 1. März proklamirt worden. Die Schifffahtt des österr. Lloyd nach Galacz hat wieder begonnen; die Börse cousoldirt sich wieder etwas. 'Parma, 8. März. Allgemeine Theilnahme erregt noch immer die Ermordung des Strafhausdi« rektors Grafen Magawlij Cereati. Alle Bemühnn. gcu, dic Möidcr zu crgrcifcn, waren bisher erfolglos. 'Trieft, 13. März. Wenige Verändernngcn in hiesiger Warenpreisliste. Etwas niedriger sind nur Spiritus, Getreide, Dalmatiner Ocl und Garne notirt. Telegraph! scb liegen folgende Nachrichten vor: Paris. 11. März. Nach dcm hentigcn „Mo» niteur" wurde Prinz Jerome gestern Abends neuer, dings von einer so heftigen Entzündung befallen, daß die Anwendung von Blutegeln uud eines Brechinit« tels nöthig war. Heute Morgens verschlimmerte sich der Zustand, so daß ein Zugpflaster gelegt werden mußte. Ans Hamburg, 9. März. wird nach Paris telegraphist: „Eine Handels »Krisis ist in Norwegen ansgcbrochen. Auf der Börse hicL ts, in dcr Stadt Bergen allein hätten uicht weniger als 22 Häuser ihre Zahlungen eingestellt." Ans Kon stantin opel, 28. Februar, wird dcr „Times" telegraphist: „Dcr vou der französischen Regierung gemiethete englische Dampfer „Falcon" ist auf dem Wege nach Smyrna untergegangen. Die Schiffsmannschaft ward gerettet. Kopenhagen, 9. März. Eine königliche Resolution verfügt, daß zu dcu im §. 16 dcr Gc> sammt - Vcrsassung bczcichnetcn »Minister«Konferenzen auch die k. Prinzen Zutritt haben sollen. Lokales. Künftigen Dinstag, den 18. März, findet die Zusammenkunft dcr Mitglieder dcs Mufealvcrcins um 6 Uhr Nachmittags in den Lokalitäteu des Museal« Enstos. im Schnlgcbäude im 2. Stocke, Statt. Pistol versagte, auf dem Cylinder war kein Züudhnt! Die Spannung dcö Publikums war auf das Höchste gestiegen. Kein Glied rührte sich, keinen Athem hörte mau, Jeder war sich bewußt, c6 handle sich um cin Menschenleben. Die brüllenden Thiere sperrten Herrn Krcuzbcrg vom Ausgangc dcs Käfigs ab. Gclaug es ihm nicht, sic ausciuaudcr zu bringen, so war er offenbar verloren. Todtenblcich zog sich Herr Kreuzberg zunächst an die Wand des Käfigs zurück, um sich rückcnfrei zu machen. Dann ergriff er seine, Drahtpcitschc und hieb mit bewunderungswürdiger Entschlossenheit auf dic wuthschnaubendcn Bestien ein. Dcr Ersolg war überraschend. Die Diszipliu, die Hcrr Krcuzbcrg über dicsc Uubäudigcn übt, war stärker als ihrc Wuth. Sie ließen von einander ab, lind dcu weiteren Beschlcn scines Herrn und Meisters gehorchend, kehrte dcr Ticger in seinen Käfig zurück. Damit war dcr furchtbare Moment überwunden und die Herrschaft dcs Menschen über das wildeste Thier hatte ihren höchsten Triumph gefeiert. Dcr Löwe war augenscheinlich unterlegen ill diesem grauenvolleu Kampfe. An der Stirn blutend, kauerte er sich. mürrisch und mit sich selbst unzufrieden, in eine (5'ckc, die cr vicrundzwanzig Stunden lang nicht verlassen hat. Dcr Ticgcr, an der Nase blntend, spazierte stolz in seinem Käfig umher. Dvuck und Verlag uon I^uaz v. Kleinmayr