Dienstag den 4. August 1829. Teutschlanv. Vliünchner Blätter melden vom 26. ^uli: ^Om sourrier des Hrn. Marquis de Barb^cena hat die Nachricht übcrbracht, daß derselbe erst am 50. d. hie? eintreffen wird. Die Vermählung bleibt icdoch auf den 3. August festgesetzt. Als erste Hof dame der künftigen Kaiserinn ist Fräulein Baronesse von Sturmfeder von Mannkeim ernannt wor^ den, welche schon hier eingetroffen ist. Die Aus-siattung der Prinzessinn ist äußerst reich und qe-schmackvoll, und wird in vielen Kisten nach Osten-de geschickt, wo die ganz neu erbaute kaiserl bra-Manische Fregatte la Brasilienne bereit lieat die iunge Kaiserinn und Ihr Gefolge aufzunehmen. Os ist nun best.mmt, daß Se. DurHl. der Pri>n' August v. Leucktenberg Se. Durchlauchtigste Schwerer nach ^o-^aneiro begleiten wird. Seines-heriger Gouverneur der Hr. Graf v. Mejean dcr Vater, und der Oberlieutcnant Graf v (Zpretv Begleiter des Prinzen, werden Sr. Durchlauf dahm folgen. ^lssa c>V' Nachrichten aus Dresden zufolge fmd Ee Majestät der König von Preußen am ,5. I^li Abends um 10 Uhr auf dem Wege nach TöpIjh durch diese Stadt gereist. ^« ^ ) Peeufien. Berlin, ,9. Juli. Man erfährt, daß der kömgl. preußische Generalstabschef GeneraMeute, nant Baron Muffling mit einer außerordentlichen Mission nach Konstantinopel beauftragt ist, und zwar auf den Wunsch und die Veranlassuna des ^ Kabinetts von St. Petersburg. Der Kaiser will «vch "n Mücke icigen, daß cr den Plonen dcs Ehr- geitzes und der Eroberung fremd ifi, die 5hm selbst von den sonst besonnensten Blättern einer NatiM unterlegt wurden, die im Osten nicht stets jene g»-rechte Mäfigung und Enthaltsamkeit zeigte. Ungeachtet sie dort m'cht< wie hier Rußland, ihre wichtigsten Interessen bedroht, und ihre heiligsten Ge« fühle verletzt sah. Die Vorschlage scllen die gleich Anfangs ausgesprochenen Bedingungen zur Grundlage haben; Unverletzlichkeit des PettraZs ven AK jlrman und Freiheit des schwarzen Meeres, ebne daß die Schleifung derDardaneNcnschlösscv verlangt rküvde. Hingegen scheint dc? Kaiser entschlossen, die in Asien eroberten Festungen, die daselbst blcß als Bollivcrle fur den Menschenraub dienten, nicb« wieder herauszugeben. Was Griechenland detrisst, so soll sich auch bier die großherzige! Politik nicht rcltäuben: es soll daranf bestanden werden, dclß es die Ausdehm'mq erbalte, ebne die keine Selbfi-siändigteit des Ctaats dcnkbar ist: die jenseits dc? Thcvmc-pylcn tieacndc Linie von Volo bis Arta, so daß nickt nur die Krone Griechenlands, Atben, mcl't ousgeschlossen wäre von Grierberland, sondern auch ein schöner Theil Thessallens ncch inncrl-olb dessen Gränzen fiele. Mg. Z-) Berlin, vom 18. Juli. Wie wir vcrneh« nicn, ist in der Loosschcn Berliner Medciislcn-Münze eine 4te Tenlmün^e in Bezug auf den Krieg Rußlands gegen die Pforte in Arbeit und beinabe vollendet. Sie feiert die Einnahme von Silisina. Auf dcr Hauptseite wird sie, wie die auf den Sieg bei Sä'umla, das lorbecrgckrönte Bildnch Sr. Maicsiät des Kaisers von Rußland zeigen: umschlungen ron dcm 246 u\$m toxUetft&nie, Me %&oxtt lesen: Silistria Frustra Defensa Deditur Russorum ExorcituI Per-«everanti D. XVIII Jun. St. Vo MUCGCXXIX, . Die Ansialt hat demnach!nun schon folgende auf diesen Krieg Bezug habenden Denkmünzen, nämlich auf die Kriegs-Erklärung gegen die ottoman, msche Pforte, auf die Eroberung von Varna, auf ten Sieg bei Schumla, zu welchen nun die obige als 4te tömmt, geliefert, (Salzb. Z-) Der Messager und die Gazette sprechen davon, daß Don Miguel die drei Stände berufen zu «sllen scheine, um von ihnen seinen Entschluß, sich mit Dona Maria zu vermählen, sanctionircn M lassen» - (Allg. Z.) Das Auiso de' la Meditcranee sagt: Die letzten Briefe aus Syra melden, Graf Ca^ PSdistrias habe dem Panhcllenion da^ letzte Andoner Protokoll überreicht, und dabei erklärt, er ließe sich eher die Hand abhauen, ehe er dieses Protokoll anerkennet« und unterzeichnete. Auch sei der Präsident,weit entfernt, den Forderungen des brittischen General-(Zonsulä die vor mehreren fe< sien Plätzen angcoroneten Blockaden zu beschränken, nachzugeben; er habe vielmehr den Schissen des griechischen Staats befohlen, die Blockte in ihrer zznzen Ausdehnung zum Vollzug zu bringen; auf den Fall, daß die cn^ischen Schiffe sich derselben mit Ge.valt roioerse^ten, gab er den griechischen Sapttänön Befehl, die flaggen einzuziehen, un? fich eher als Kriegsgefangene zu ergeben, ehe sie kus das natürliche Recht, das die Griechen habe,?/ jene Blockade aufzuführen, verzichteten, (Ocst. B») N u ß l a n V> Mit der MelounZ vori dem Falle Silistria's ist auch auä Tiflis dle Nachricht von einem neuen Siege eingegangen, den die vereinten Detasche-mencä der General > Majore Murars ief^ und Nurzsff atn. 14. Juni üder betcächtUche türNsche ,Hen:i?chHufen, die sich in dem Dksile von Potö, fgff gcsammclt hatten, davon getragen haben. Der Feind verlor sein reiche?. Lager, 5cZ mu 2turm genommen w^rd, eine ansehnliche Menge An^l,-rie- uno Proliant'"^örräthe, an 4«o Gefangene, H Fahnen uno die gesummte Arüllene. Die Türken haben an Todten und Verwundclen gegcn ^200 Mann eingebüßt; ihre ganze Macht betrug an ,5aos Müun. Unser Pnwsi ist gering. «- Die DelgNz dieses Treffens sind noch nicht bekannt. Dcr Graf Paskewitsch befand sich noch in Kars, bereitete sich aber vor, den Seraskier selbst anzugreifen, welcher mit einer Armee von 5o,oac> Mcmn nur ungefähr 6a Werstc ron jener Festung entfernt steht. (Ocsi. H.) Nach dem Courrier de Smyrne bestanden die im I. 162I gegen die Pforte im Felde gestandenen russischen Truppen aus 94 Bataillons, 26 Göta-dro.ns, !Z Pulsk und 28 Kompagnien, zusammen 94,776 Mann Infanterie und 12,786 Mann Ka« vallerie, mit 2Uä Stück Geschütz. Die Infanterie-Regimenter der ersten Armee sind zu 2091 Mann, die der zweiten Armcc zu 3i2ä Mann, dic Kavallerieregimenter zu ;25üMann im Effectivstand angeschlagen. (Korresp. v. u. f, D.) GsmannischcZ Ncich. Konstantins pel den 10. Juli. Die feicr« liche Antritts - Audienz des l'ölngllchcn großbritan« nischen-Botschafters Herrn Robert Gordon d amte Dellaroca; oann.folgte die Musil'bauce dcr engUschen Fregatte Blonde; hierauf kamen? sämmtlich zu Pferde: der dem Botschafter, «U Mihmandar, entgegengeschickte Bimbaschi der gross, herrlichen Garde, Avni-Bei, dic Spr.^chtnaben der Botschaft, die Dolmetsche Friedrich Pisani uno Wood, in dunkelblauer Uniform mit rathen Aufschläacn, die Dolmetsche (Zalavro und A u -t 0 n P isa n i in orientalischer Tracht, das Offiziers? Eorps der im Haftn befindlichen englischcn Krie,gs< schiff?, dcr erste Dolmen Hr. (Z hadert, in cntn« r.^.ischel- Trackt, von einem Kapu-Oglcm (PfoN^n« Knaben) und zwei Dienern begleitet, derB^tschafts. Secrctä? Hr. Parish mildern 6reditip, hsglei-tct auf beiden Seiten von sechs Bedienten in lichtblauer Livree mit Nlbemen Stäben, der Bst. sch a fter Hr. Robert G 0 rd 0 n, die Lords D u »l, low, Yarmouth und Grosvenor, dl! HH. Mellish, Villiers, und die übrigen BotfchiiftZ« Attaches; eine Compagnie englischer Marine-In« fantöi'ie in rother Uniform, mit Gewehren uny Huf? gspftanitem Bajonette; dcrEubMi (Pslijt^VKtzt) 257 von Galata,mit cincm kleinen Gefolge; der General' Consul Hr. (Z a rt w r i g h t mit dem Kanzlei-Personale. Zulegt kamen die h',rr besindNchen eng. Nschen Offiziere, N«!ende, Lausieute und übrigcn Nationalen; den Schlu'ft des Zuges bUcete c,nc Abtheilung Kavallerie von der großherrlichen Garde aus 120 Mann bestehend. — Am Landungsplane von Topchane angelangt, schiffe siH der BoM^f. tcr. mlt sclnen vornehmsten Beamten, in der aro Hen Botschafts-Barkc, das übrige Gefolge in den berett liegenden Schaluppen der englischen Kriegs« ""d^auwthel.SMfte eln und stiegen am jin« settlgcn Ufer dco Hafens am Lanoungsplaüe bei der Mauth ans Land, wo der Botschafter von den Tschausch-Baschl empfangen und nach dcmK^Mk dcs Ihtißab Agafti (Polizei. Dlrettor/)^ wurde, wo cr die gewöhnlichen Ehrendczeiguna. «ls'Mfm, Kasjeh, Rauch- und Zuckerw^er' h'clt. -^^ fttzte stch der Zug durä) dasGar° tcnthor (Baghdsche-^apusn) und i'ie große Diwa^ Straße (Diwan-^oU) nachdem Pforten-Pallasss in Bewegung H.cbei wurde im Ganzen genommen dieselbe Ordnung, w,e in Pera, beobacht nur mtt dem Unterschiede, daß hier der Tscl^ns k Baftdi nach dem hergebrachten (Zere^mctt ^em Bctschafttr -ur ^nken ritt, während ein ^,.< /^ Allai-Tschausche für Uuftec!)thaltung d "H .n mchreren^tt'Nen im Zuge venhcüt wo^en n , rcn. Auch hier paradirtcn die cn.Uls<^>, m? > Truppen, und zogen m,t TrommU " ^^ gcndem Spiel - ein seit den BotschVn d r ( 7 ftn Vlrmont und Kutusoff ki r ni^. . ^sehene^ Schauspiels unters .^ feinem E-nuitt in dc. ^ ^ '^^^' ""d dci lasteä vsn einem das^ ^ev ^foncn-P,l. Loo Mann starken'ins,, ,,.« Ä^^^ aufgesi.lit^! der Sera^er in ^ri^n ^,^^^""^ "^ches militärischen Eh^ "mmandirte, mit aNen englischen Soldat^ empfangen. - D,e ßcn, nach dem Di^^r ' '" uufte der gro< üus; ihrs MnR°B^ "cl.^n Treppe ^isld Sv " ' ^ Märsche mtt sc'ü . --,^lRafter ^s" , ^ä'""'»tan, sehte 2^V< ^. . ' "^ ^"'^c.^sch..usch. rtu?^.^ ^. ^, '' ^'^Ministe. ^' ,ra^eU'^'^^.^. «-^ ^ c'm"^- ' -'lvn'. <.lj»/.. ^'l^^/' 'netsch sogleich vom Kaimakam-Pa'cha erwtedcrt.wurd?< ^- Hierauf wurde der Botschafter mit einer am Kr-men und an den Rändern reich in Gold gesück-ten/unl) mit einer mtt Diamanten besetzten Span-ce versehenen Henüani (militärischem Niantel) von ^lbem Tuche betleidet, dessen Werth auf Uooo Pia. sicr aeschälöt wird; sein Gefolge erhielt ebenfalls Hcrwam-Mäntel von gelbem, tarmlnrothem, llcht» zmnober-rothem und,orangcgelbem Tuche, deren Werth nach der Rangstufe der damtt bcschenktelt Individuell bemessen war. — Der Zug gmg m der. selben Ordnung zurück; die englischen und französischen im Hafen liegenden Sckiffe flaggten wcch-vcnd des Zuges und den ganzen übrigen Tag hu^ durch; ein Umstand, der nichc wenig dazu beitrug, die Schönheit und die Pracht dieser Fe'.erllchkcU zu erhöhen. Am folgenden Tage, dcn 7. Juli, ha-tte der englische Botschafter eine Privat-Eonferenz mit dem Rels- Gffenrl in der Wohnung des Letzteren, und gestern hat die erste formliche Konferenz dieses Ml« nisters der Pforte mit den beiden Botschaftern von Großbritannien und Frankreich in einem nahe.bei Scutari gelegenen Landhause Statt gefunden. Morgen wird auch der französische Botschafter, Ge-ncral Graf GuiNeminot, sich zn cmer Privat-Unterredung zu dem Rcls- Offendi verfügen. Der künftige Montag, i5. Juli, ist zur feierlichen Au« dienz dcs englischen Botschafters beim Sultan festgesetzt. Diese wnd im großherrlichen-Läger auf der'lIbene von Bujukdcre unter den do« aufgeschlagenen kostbaren Zelten.Statt finden. Die Fregatten Blonde und A r m ide, an deren Bord die beiden Botschafter hier angelangt sind, habt'n sich bereits von lhrcm bisherigen Ant'erplatze vor Topchane bis in die Bai r^n Bujulde re hinauf hegcden, um zur Feier oeö Tages mnzuroitten. 'Am 5. Juli, als dem ersten Tage oeS Mohav rcm, (Unfang desmuhammedamfchenJahres) si»o die gewöhnlichen Glückwünsche bei der Pforte abgs« stattet, und hierauf die Ernennung der neuen K»< diaökcre (Lanoes» und HcereS-Ruhter) von R^, melicn undAnütolien, in den Personen dcö I a hi^« Gffendi und Eßaad'Hadschl Mehmet Ei« fendi dewnn-t gemacht worden. Die Ersckelnung des lVnscrl. russischen Slacilö' raths Hrn. Font 0 n im Haupt-Quartier l es Groh« wessicrK zu Scdumla, bald nach den im Laufc ccit verflossenen Mcnats in der Nähe 'dieses Platzeö ror« gefallenen Gefechten, — dlc schleunige Absencung des Pforten«Dolmetschet Isch a t E f fe n 01 nach jenem Höuptq^r.mr., — selbst die ^luckberufung des chemailgcn Bevollmächtigten bel den Ackerman--ner (Konferenzen, Hadl (Kfsendl aus dcm Wil pi^° ^N.n Aü^^-tt'in d!ss^Hauptstadt, haben, ,n ^ ^^ Ausblelben aller ^ , , , , ,.- Operationen, dcr Hosi^,.....^ , '^ '^ Fortsetzung eei ^ -' ^,^,, ...chung ein bal- ^ ^ rite., 'Ucder den Gü^z ^^ ^ , ^?cn Vcrhan^lünZc'l sitth^H , , , _ , . , ,/^ Gerüchte Un U^^ 2/z3 lan^:- nach Gn!:,^n sollen selbe ob^ wci^ve Fol-^cn geblieben, und bereits wilder ^dgsl^>''^ !vov-^en seyn: Andere hingegen beda'.-rrcn, dc^ ne noä) fortgesoht werden: mittlerweile werden ^ic Krie^^ ^i'stuna?!? von Scitc der Pforte unausgcft^t be-incben. Am tt. Juli ist in dem hiesigen Arsenale inGe« Kenwavt dcs Kapudan-Pascha, eiü? neu crbaute Fveg.ittevon 64 Kanonen roni Tt,^re! gelassen wor-d>n, welche de?t Naincn Scberef Ncsan, cder die Hobeit-Stranlende erhalten hat. Der ehemalige ko^.ialiche da-evischs Nttttueistcr Julius von B? l le, welcher bci dem l^eneralstabo de? Serask'iers s^h 0 5re w-P a.fcka ein? Einstellung erdalten hat^e, ist am 6. d. W. bier mit Tode abgegangen. (Oest. B.) Konsta ntlnopel, Z5. Juni. Scit der am »6. d. erfolgten Rückkekr des Kapudan-Paftha mit de? Flotte, n^ovon nu? einc klc'me ?lbtheiwng hart am Eingang des BosphoruKzurückgeblicbcn ist, hat sich der Sultan schon zweimal an Bord des Admi-ralschiffg begeben. Der englische Kapitän Han. chett, welcher sich als Partikulier beim Kapudcin« PasHa befindet, ist vom Sultan mit großer AuS-zeichnung empfangen worden. Er schickt sich an, zum dritten Mal mit dem Kapudan - Pascha aus» zulaufen. Vor einigen Tagen wurde er im Lager von Tarapia im Gefolge dcK Sultans bemerkt. — Seit der letzten Truppensendung nach Schumna sind «euerdings 200a Mann zu Wasser nach Silivria abgegangen. Bu chare si. ä- Juli. Nach der Übergabe Vsn Silistria begaben sich die zwei gefangenen Pa» scka's mit der Garnison als l'ricgsgefangcn nach Rußland. Der ganzen türkischen Bevölkerung ist t5 jedoch erlaubt, mit ihrer beweglichen Habe nach Bulgarien jenseits des Balkans zu ziehen.' Vicl? türkische Einwohner bereiten sich demzufolge zum Abzug ins Innere vor. — Die beuche nimmt bis 1«tzt noch mit jedem Tag hier überHand. (Ksnesp. v. u. f. D.) Amerika. AuZ sshilt schreibt man, daß der Präsident, General Pinto, am 22. Fed^ar feierlich in Vc.l-yarayfo eingezogen sei, wo cr für zwci Monate feine Nesi»cnz aufschlagen will. Alle Straßen wa-»en nu't Fahnen geschmückt, und von dcn Festungswerken sowohl, als von den im Hafen liegenden Knögöschiffcn bsgvußte ihn der Donner des Geschützes. Zu Chili ist für 6ao,oc.o Dollars ein Theil des ehemaligen Kl?si?vguiz St- Dommgs verkauft worden. ' " ' Frankreich ist mii M)ili in Unterhandlung, u,n auf der Insel Ühiloc cine (Zolonic zu stiften. Mehrere aus Havanna eingelaufene Briefe erwähnen einer gegen Yucatan beabsichtigten 3an-dung von I«0n Mann spanischer Truppen. Die Lano- und Seemacht Cuba's ist in diesem Augen, blick bedeutender, als man allgemein glaubt. Die Spanier haben unter andern eine Miliz von 25,^>o. Mann, von denen die Hälfte zur Vertheidigung der Insel hinreicht; ferner sind sie im Besitz von 2 Linienschiffen, 5 Fregatten ersten Ranges, I (5^«-vctten, 1 Goelcttc und i5 kleineren Fahrzeugen. Ubcr dic Absichten des Admirals Laborde weiß man nichts Bestimmtes; cs ist indessen leicht begreife tich, daß Spanien solche kostspielig? 7lusrüstungen nicht ohne bestimmten Zweck wird gemacht haben, und beinahe nicht zu bezweifeln, daß es von den Zn.'iftigkeiten zwischen Guanmala und San-Sa^ ?ator Nutzen ziehen werde, besonders da die dei? de^scitigen Bewohner der unaufhörlichen ehvgeihi-gen Plane der einander gegenüber siebenden Ober» Häupter, lange überdrüssig sind. (Wien. Z.) Zu Havannah ist der General Barradas aus Spanien angekommen. Man trifft Vorkehrungen zu einer Expedition von 4^00 Mann, die auf d«r Kampeschcküste landen, und einer größern, gegen Mexiko projection, emen Stühpunct bereuen sol!. (Sal^h. Z.) In London hat man die Methode erfunden, das Gag 'von beliebiger Entfernung aus anzuzünden-Die Gaslampen auf der Kuppel von St. Paul werden am Fuße derselben angezündet, ein Vol-theil, der vorzüglich bei künftiger Gasbeleuchtung der Leuchtthürme nützlich seyn kann. Ein erfahrner Pächter in den Niederlanden ?Gmt M ein unfehlbares Mittel gcgen das Vcr-derben des Getreides auf dem Schüttboden, daselbst Wasser darauf zu gießen, worm man Salpet« und Schwcfclblumcn (eine Unze v?n jedem auf ^ ne Maas Wasser) gcmiM hat. 3u Montreal in Kanada wird jetzt eine 5t'«» Fuß lange und ,5« F"ß breite Kirche mit 3, Thürmen erbaut; dle Kosten sind zu i,j2 Mill, Dollars lmge schlagen. Uemcteur: Fr. Vav. Ueinrich. Verlcger: Pgnss^ Al. Gvlrr v. Uleinmavr.