.»« »4. Donnerstag a,n «4. April »8 5« Dic „Vaib.icher Z.'itimg" trschl'int. mit A»H,l,ihmc der Slim,- mi? Fcicrt.,,^ , täglich, und kustct saülüit t>n, Vlüagcil iül C o »lp t oir ^m ^jährig >l si., h a ! bjähr i g 5 fi. 30 kr. mit Kreuzband im Comptoir ganzjährig li fl., halbjährig h a I d j ä hri^ ^!) fr. »»^hr zu entrichten. Mit der Po st portofrel g c, n;jäl, r i^< unter Kreuzband n,l0 gedruckter Adresse l> fi., halbiähri^ 7 st. !iO lr. — Iuse r a t io n sg c b ü hr für eine Spaltenzeile oder dcn 3t>ni»l derselben, für einmalige Einschaltung :t kr., für zweimalige 4kr.. siic dreimalige 5> fr. C. M. ^ns.'ratc bis l» Z.ilcn kosten l st. fur 3 Mal, 5» kr. für 2 Mal uu> 40 fr. f»r l Mal einzuschalten. Hu dies.n 6^'buhr^l ist uach dem „pruvisurischen G.ftftc von, tt. November !«,',(> für Iuscr^tiunsstämpel" noch ><1 kr. f»c line jede^ina!^^ Umschaltung hiü,,u ^l rechnen. Älnllicher TlMs. <5^s. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr< höchster Entschließung vom 17. April d. I. den Lan« dcspräsidenten, Otto Graftn v. Fün fkirch en, zum Präsidenten der Grundlasten «Ablösnngs» nnd Negnli« rungs > Landcskommission im Herzogthuiue Salzburg allcrgnadigst zu ernennen geruht. Sc. k. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Februar d. I. dem Adjunkten der Finanz »Intendenz zn Venedig. ?iobile Filippo Duo do. bei seinem Uebertrittc in den blei> benden Nnhcstand in Anettennnng seiner langjähvigcn nnd trcnen Dienstleistung den Titel eines kaiserlichen Rathes mit Nachsicht der Taren allcrgnädigst zu ver« leihen geruht. i Der Iustizminifter hat die bei dem Krcisgcrichte zu Zloczow. in dem Sprengel des Lembergcr Obcr> Landeögerichtes erledigten Nalhsstellen dem Nathssc^ kretär uild Staatsanwalts-Substitutcn bei dem Krcis< gcrichte in Tarnopol, Ferdinand Stecher u. S e< benih, und dem Gerichlsadjunkten bei dem Landes-gerichtr in Weinberg, Jakob v. Voloz Antonie» wlcz, zu verleihen befunden. Der Iustizminister hat den Komitatsgcrichtörath zu Eperics, Josef Tcmnitschka, zum Landenge, richtörathc bei dem Landcsgerichtc zu Kaschau ernannt. Der Instizmiltistcr hat im Epcricser Oberlandes« gerichts-Sprengel zu Nathssckretärcn, zugleich Staatö« anwaltS-Slll'stitutcu, ernannt: bei dem i.'an0e<l Kaschau, Ferdinand K i csr l< und bci dem Komitatsgcrichtc zn Vcrcghözi'»öz den Gc< richtsadjnnkien zn Kaschan, Ignaz Kcrschncr. Der Instizministcr bat den provisorischen Gerichts adjunltcn zn Epcrics, Hermann Schcrrcr, zum wirkliche» Gerichtsadjnnkten, und den Stuhlrichtcr. amts' Aktuar zn Mnnkncs. Theodor l'. choczky. zum provisorischen Gerichtsadjnnktel, bei dem Komitatsge-richte zn Vcrcghoz-'sz ernannt. Der Iustizmiuistcr hat den Auskultanten Iobann Szabl> zum Gcricht^adjnukten bci dcm Komitals-üevichte zu Steinamanger ernannt. , /"" 2ustizmilnster hat dem gewesenen Landesge. 5!? ',.?"' ^"l Schilcher. eine Gerichts. MMktensteUe bci dcm Kreisgerichte in Krems ver. Der Instizminister hat die Steines Landes genchtsrathes bel dem Krci,gnichte m Tabor dem Rathe des Kreisgerichtcs in Iici,,, Landesgerichtsrathe Angustin Kordik, verliehen. Der Minister der Justiz hat den Nalhssckrctär und LtaatSanwallö - Substitute» bci dem Kreisgerichte w Pilsen, Friedrich Berndorf, zum Staatöauwalte bei dem Krcisgcrichtc zu Eger. dann den Ralhs» krclär nnd Staatsanwalts'SlMitntcn bci dcm Lan» dcsgcrichtc zu Prag. Dr. Franz Brunnbofcr, zum Staatsanwaltc bei dem Preisgerichte zu Vudwcis ernannt. Richtalilllicher Thril. Oesterreich. "Wien. 20. April. Wie die „Austria" mel< del. hat die Dampfschift'fahttgesellschaft des österrcich!> schcn Lloyd in Trieft seit Moilat Fckrnar 18^4 die Einrichtung grtroffen, daß dnrch ihre Vcrmiltlnng ie-legraphischc Depeschen mit Vcnüyung der zwischen Tviest nnd Alcxandricn fahrenden Schnelldampfer di? rckt nach Indien, China und Australien nnd vi«^ vl!i-5il gesendet werden können, llnb es besteht in Trieft ein eigenes Bureau, welches mit der Handhabung dieses Dienstes beauftragt ist und fortwährend in Be> reitschaft steht, um solche Depeschen aufzunehmen. Um diesen Depeschcnvcrkchr zu erleichtern, hat der Vcr« waltungsrath beschlossen, die bis jcht für eine solche Dienstleistung festgestellte Gebühr von 1 L. anf 10 Schilling-Sterling für eine jede Depesche herabzu« seyen. Depeschen, welche von Norddculschland, Hanno« ucr, England :c. gesendet werden, müsssn wenigstens 24 Stunden vor Abgang des Dampfers aufgegeben uud an Lloyd II. Sektion Trieft genchttt sein; jene hingegen, welche von Indien, China nnd Australien abgesendet werdcu, müssen unter geschlossenem (5on> ucrt an den Verwaltungsrath der Dampfschifffahrtgc. scllschaft des österreichischrn ^io^v in Tricst, überschrie« bcu: «Telegraphische Depesche", ndressitt sein, nnd überoicß uutcr einem zweiten Oolwcrt an den Age», ten der Gesellschaft in Alcrandricu gerichtet, mittelst der Post in jenen Gegenden aufgegeben werden. Für die strengste Verschwiegcuhcil wird gebürgt. Die Gc-lil'chr für Depeschen nach Indien, China u. s. w. wird dlrckt von der Gesellschaft mit dcm Versender, für jene hingegen nach Deutschland, Holland,' England u. s. w. bestimmten, sowie die in Trieft für lcptcrc zuzahlende Tclcgrapl.cnspcsen. werden mit dcm Em» pfänger der Depesche in Abrechnung gebracht. " Am 21. März I. I. ist in der Gemeinde Them, im Bezirke «clpnik. cin verheerendes Feucr anögebrochen; der Schabe wurde kommissionell auf den Pttrag von 94.l>8:z fi. 80 ^. veranschlagt, und muß die Gemeinde Thein ,lm so barter treffen, als dieselbe ohnelnn nnter dic ärmelen gebort. Der Hr. Statthalter von Mähren hat sich sofort veranlaßt gesunden. zu ihren Gunsten die Einleitung einer mil» den Veistcucrsammlmig im ganzen Kronlaudr Mähren zu bewilligen. * Den beharrlichen Bemühungen des dnrch seine Leistungen als Bergmann, Techniker und Geognostcn bekannten Herrn Karl R'cißachcr. Vergamtsverwaltcr in Böckstciu nnd Verwalter des k. t. Badcschlosscs in Wildbadgastcin. ist es gelungen, im neucu Qucllcn-stolilll, welcher über Anordnung des k. k. Finanzmi-nistcriums aufgegriffen worden ist, einen ma'chiigcu Strom Hcilwasstr erschrottct zll haben, welcher imge? fähr !^00 Kubikfuß in 24 Stunden bci einer Temperatur voil ll4" Ncaum. liefert. Durch diese Erschvottung wird schon heuer die fernere VcnüWig der kostspieligen Hcbmaschinc zur Füllnng der Schloßbädcr entbehrlich, und bleibt nebst, dcm noch cin erklecklicher Ucberschuß von Hcilwasser zur anderweitigen Verwendung. Dieser Qucllcnanfschluß ist um so erfreulicher, als keine andere Quelle in quantitativer Beziehnng eine Becinträchtignng erlitt, sich also eine reine Vrr« mebrung des verfügten Heilwassers um circa lll)0N Kubikfnß herausstellt; Herr Ncißachcr ist beschäftigt, die neue Quelle zu fassen. " Mit Rücksicht auf die mit einem Erlast vom 2. Dezember t86i> bekannt gegebenen Vorschriften über die Vcrfassuug der jährlichen und monatlichen Ausweise des Warenverkehrs hat die fernere Vorle« gling der mit einem Hofkammerdelrete vom 28. Mai 1842 eingeführten halbjährigen Nachweisnng des Zoll« crträgnisseö der wichtigeren Zollämter abznkommcn. Dagegen sind die monatlichen summarischen Ausweise über den Brutto« nnd Nettoertrag des Zollgcfälics für die einzelnen Kronländcr noch ferner, jedoch nur in einem Ercmplarc einzusenden. (Ocstcrr. Corr.) Wien, 2l. April. Se. Hoheit der Herzog von Braunschweig wird znr Feier seines am 2tt. d. M. eintretenden Ktt. Geburtstages und 25. Regie« ruugsjahres auch von Sr. M. dcm Kaiser ein Beglück« wünschungsschreiben erhalten. Dem Vernehmen nach wird Hcrr F.M.L. Graf Montennovo in Begleitung des Herrn Obersten Grafen u. Seldern im Allcrhöch« sten Anftrage aus diesem Anlasse nach Braunschweig abgehen. — Der Minister des Aeußeren, Graf v. Vuol, ist hente Früh 8 Uhr von Paris hier eingetroffen. Im Nordbahnbofc wnrdc derselbe unter Andern von Sr. Erzellenz dcm Herrn Minister Baron v. Bach, Fürst Nicharo Mctternich, Baron Alois v. Kübck, Baron v. Koller u. a. m. empfangen »nw begrüßt. Sc. Ekzcllcuz bat sich bald uach seiner Ankunft in Wien zll Sr. M. dem Kaiser begeben und verweilte längere Zeit bei Allcrhö'chstocmselben. — Verflossene Nacht wurde in der Pfarrkirche znm heiligen Peter nnd Panl in Erdbcrg ein kühner Einbruchdicbstahl verübt. Die Thäter scheinen von der Dachscitc gegen die Sakristei eingedrungen zu sein und raubten einige Silbergerälhc. worunter 2 Votlutafeln mit Gegenständen von minderem Werthe sind. Muthmlißlich werden sich die Thäter bald in den Händen der Gerechtigkeit befinden. — Aachdem die Büchcrschäne der k. k. Hofbi» bliolhck im Laufe der 130 Iabre, welche seit Erbau« ung der Bibliolluksälc verflossen sind, sich so sehr vermrhllcn. daß die vorhandenen Räumlichkeiten kaum mehr zn ihrer Unterbringung hinreichen, wurde eine Vermehrung der Büchcrsäle höhcrn Orts bewilligt. Den Naum zn denselben werden zene Partenclokali. täten unter dcm großen Hofbibliolheksalc abgeben, in welchem bisher die kaiserlichen Prachtkarossen anfgc. stellt waren, die nnn in das k. k. Stallgcbäude trans« fcrirt werden. — In Cremona hat sich ein Comit^ gebildet, welches sich große Mühe gibt. um den Van einer duckten Eisenbahnlinie nbcr Pizzighclouc>Lodi nach Mailand mit Auslassung des Projekts der Linie So« rcsina - Trcviglio - Mailand zn erwirken. "" Dic englische Gesellschaft hat die Gcnehmi. Ü"»g zum Bau der Eisenbahn von Konftantinopcl nach Adrianopcl erhalten. So meldet die „V. V. .-j. 4NO — Die „Lcmbcrgcr Ztg." brmgt folgrudc amt> lichc Mittheilung: Der Präsident der Prodyer Hau> dels» und Geiverbekainmer. Hr. Mayer Kallir, hat rin Kapital von «i000 ft. in 5pcrz. Staats-Schnlover-schreibnngen zur Eröffnung von Stipendien für junge Israelite!,, welche sich, nachdem sic die jüdisch.deutsche Hanplschule in Brody absolvirl. dem Ackerball oder eilirm lmtrr Iliden iveniger verbreiteten Handiverke widmen, erlegt. Dicsc Stipendien haben nach dein Willeil des Stifters zu bestehen: :>) Alls einer Unterstützung während der Lehrzeit durch 4 Jahre, und zwar im Betrage voil 20 si. in dcil beiden ersten, von 1K fi. im dritten und von 10 fl. ini vicrteu Jahre. l») Aus einer Beisteuer znr Einrichtung einer eigenen Wirthschaft oder znin Antritte eines Hand' werkcs nach verstrichener Lehrzeit im Vetrage uon 100 si. Die Vcrtheilung der Stipendien hat nach Ver« lalif von 4 Jahren zu beginnen, während welcher Zeit die Zinsen der Obligationen znm Stift»lugskapi> talc geschlagen und fruchtbringend angelegt weiden sollen. Die Gründung dieser Stiftung, über die der Etistsbrief bereits ausgefertigt lind bestätigt worden ist. so wie der dadurch an den Tag gelegte Wohl-thätigkritssinn des Stifters wird mit dem Ausdrucke ' der Anerkennung zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Wir fügen hinzu, daß außerdem der Stifter des Sti> pendiumö bei Gelegenheit der Eröffnung der deutsch' israelitische,! Hanplschule im Jahre l8!>6 K00 fi. zu einem Bekleiduugssond für arme Schüler gewidmet; seitdem ist dieser Fond zn einer Höhe von mehr als 2000 ft. herangewachsen uud wurdeu diesen Winter Ü0 Kinder davon bekleidet. — Die anonymen Eiscnbahngesellschaftcn von Florenz und Parma haben sich der italienischen Zen> traleisenbahn angeschlossen. Der Bcitrittsvrrlrag wurde vor weuigeu Tage» unterzeichnet. — Das Gerücht von der Errichtung einer Asse» luranzanstalt durch die Kreditbank ist nicht ungcgruu-det. Der Plan geht dahin, die Anstalt in Prag zu etablircn unter dem Titel «Wien »Präger Versiche-rungsanstalt," und ihr als Anuer eine Eskomplc-bank veizugeben, durch welche das Grundkapital und die einlaufenden Assekuranzprämieu der Anstalt ver< zinst würden. Auch für Böhmen ist eine Eskompte. cmstall dringendes Bedürfniß, um der schwunghaften Industrie dieses gewerbreicheu Laubes durch Eskomp. lirung uon Wechseln, die nicht bankfähig sind. oder für welche der Kredit der Nationalbank nicht aus» reicht, das unumgängliche Kapital zu verschaffen. — In der griechischen Pfarrkirche zur heil. Dreifaltigkeit am alten Fleischmarkt wurde aus Aulaß des wiederhergestellten allgemeinen Friedens ein fcicrli' ches '<' stä't den König gerichtet. .j. Se. Majestät der Kö.üg von Valc r n hat, wic der „Allg. Zlg." gemeldet wird. dem Freiherrn M. K. V. Rothschild. in Allerkenmmg seiurr Verdienste um die zum gewüilschteu Abschluß gelangten Ver> handluligeu mit dem Eisenbahn»Konsortium, das KoiNlnenthurkreuz des Verdienst'Ordens vom heil. Michael verliehen. Das Eisenbahn «Konsortium ist jetzt mit der Konstitniruug der Gesellschaft beschäftigt, nm das Eisenbahunnlcrnehmen sobalo als nur mög» lich in's Leben rufen zu können. Zum lönigl. Kom> ulissär bei dem Verwallungsrcth der ,,k. baicrischcn privilegirtcn Gesellschaft der Ostbahnen" wurde von Sr. Majestät den» König der k. Kämmerer uud Mi-nisterialrath im Staats-Ministerium der Finanzen, Freiherr v. Lobkowitz, ernannt. Der Verwaltungs» rath hat dem abgeschlossene» Vertrag gemäß zu be-stehen: aus den Mitgliedern des Kousortiums, dessen erster Vorsitzender Se. Durchlaucht der regierende Fürst vou Thuru und Taxis ist. und aus füuf vo» Sr. Majestät dem König zu eruenncnden Verwal« luugöbeamteu uud Technikern. Die Wahl der letzte« ren ist dem Vcruchmen nach bereits erfolgt uud auf anerkannte Kapazitäten im Vcrwaltungs« und lcchni< schcn Fach gefallen. Dieser Vcrwaltungsrath hat bis zur völligen Vollendung der Bahnen unverändert in Funktion zu bleiben. Der abgeschlossene Vertrag soll sehr günstige Bestimmungen für die Gesellschaft cnt« halten. Italien. 8 Die „Opinionc" schreibt aus P a r m a, daß die Minister der Finanzen und des Inneren ihre Ent> lassung eingereicht habeu, und daß die Nationalmiliz von der Beziehung der Wachposten an den Stadt-thorcn und am Schlosse enthoben worden ist. Als Vorsichtsmaßregel sei das Zumauern der Fenster einiger Häuser, welche sich in den an das herzogliche Schloß grenzenden Garten St. Paul öffnen, angc> ordnet worden. Die Herstellung der freundlichen Pezichnngen zwischen Florenz und Turin hat nnn durch die Ernennung eines toscanischen Geschäftsträgers, iu der Person des Margmö Provenzali, am Hofe zu Turin ubcreinkommengemD die lrtzte äußerliche Weihe erhalten. In Folge dieser Ernennung wird auch Marquis Sauli in Florenz durch einen piclnoutrsischen Diplomaten von dem Stange des toscanischen ersetzt werden. In Anbetracht. den Hindernissen, auf welche dic Ansübuug der Gerechtigkeit durch deu Mißbrauch des Asylrechtes von Seite der Mbelthäler gestoßen. ein Ziel zu setzeu, wurde dasselbe im Kirchenstaat großeu Beschränkungen unterzogen. Theils wnrdc es auf Kirchen und Klöster beschränkt, theils wurden die Umständlichkeiten, welche nut der Allölicfcrung der Verbrecher verbunden waren, znm größten Thcile aufgehoben. Frankreich. P a r i s, 17. April. Die „Ocster. Ztg." ent« hält von ihrem Pariser Korrespondenten folgendes Schreiben vom 17. April: Der „Moniteur" zeigt heule deu am Kl. erfolg, ten Schluß des Kougrcsscs au. Die Bevollmächtigten blieben bis gegen tt Uhr Abends versammelt. Bevor sie sich trennten, wurde uuter ihnen verabredet, daß sobald dic Auswechslung der Ratifikationen erfolgt wäre, die Veröffentlichung des Fricdensvcrtragcs gleichseitig in deu amtlichen Organen der respcktiveu kontra hireudeu Mächte stattfinden möge, der Art, daß, mau gleichsam am nämlichen Tage den Tert des Fricdeusoertrages iu Paris, Loudou, Wien, Verliu, Petersburg u. s. w. kennen werde. Zn diesem Eudc wird mittelst des Telegraphen der vollzogene Austausch der Ratifikationen unvcrweilt vou Paris aus den betreffenden koutrahireuden Mächten gemeldet wcrdeu. Graf Buol hatte heute die Ehre. um 1 Uhr Nachmittags vom Kaiser der Franzosen iu besonderer Audienz empfangen zu wcrdcn. um vou Sr. Majestät Abschied zu nehmen. Dic Audienz dauerte über eiue halbc Stunde. Graf Bnol wird morgen iu Begleitung der beiden Hofräthc vou Meyseubug und Kletzl mit dem ersten Morgcntraiu der Nordbahu über Brüsscl die Rückreise nach Wieu antreten. Der österreichische Ministcr des Aenstern wird sich in Brüssel nnr eiuige Stunden aufhalten, um dem König der Belgier seine Aufwartung zu macheu. König Leopold, davon unterrichtet, wird sich eigens morgen vou sci< nem Nesldcnzschlossc Laecken nach Vrüssel begeben, um deu Grafen Buol zu empfangen. Auch der Herzog uud die Herzogin vou Brabaut werden sich nach Brüssel verfügeu. Morgcu Abends wird Graf Vuol über Kölu. Leipzig und Dresden nach Wieu reisru, wo er wenn nicht Montag, doch spätestens Dinstag cinzutref-feu gedeukt. Den sämmtlichen Bevollmächtigten am Kongresse hat der Kaiser der Franzosen ein besonderes Geschenk als Erinnerung an die hier tagende Friedens-Koufe» rcnz zugedacht. Die ersten Bevollmächtigten, welche noch uicht das Großlreuz der Ehrenlegiou besaßen, erhielten gestern nach dem Schlnsse des Kongresses dnrch den Grafen Prokesch die Anzeige ihrer Ernen» iluug als Großkreuze. Die zwciteu Bevollmächtigten, welche nicht Groß-Offiziere dieses Ordens waren, wer« den dazu befördert werden. Jene Bevollmächtigten hingegen, welche entweder das Großkrenz oder den Stern als Groß-Offizicre der Ehrenlegion iunc haben, erhalten ein Exemplar des Prachtwcrkcs „lcmw^rtt' plii> g,-('t 5ci>l,i»in<'," welches 55—6000 Fran« ken kosttl uud überdieß entiveder goldene Tabaksdosen mit dem Brustbildc Napoleons in, Brillanten gr^ faßt (im Werthe von etwa 10.000 Franken) oder ein Tafel'Servicc ans der Porzellan - Manufaktur vou Sevres. Da der Kaiser der Franzosen erfuhr, daß Graf Buol eiue reiche Sammluug von sächsischen! Porzellan besint. erwies er ihm dic besondere Auf» mettsamkeit, ein Dessert-Serviec im Rokoko>Styl ei< gens für dcu österreichischeu Minister des Acnßeru in der kaiserlichen Fabrik von S'wreö bestellen zu lassen. Ein solches Service kostet gewöhnlich ill.000 und 20.000 Franken. Sie sehen wie echt kaiserlich Na< polcou lll. die Bcvollulächtigten am Kongresse be< dacht hat. Gestern hat Freiherr v. Rothschild zu Ehrcu des Grafen Buol ein großes Abschieds-Diner gegeben, wozn mehrere cuglischc und französische Notabilitäten geladen waren. Einige Tage früher veranstaltete Freiherr v. Hübuer ein Diner, nm deu Grafen Buol mit Hcrru Thiers persönlich bekannt zu machcu. Zu eiucin andcrcn Diner des österreichischen Gesandten war Herr Guizot geladcu wordcu. Unsere elegantesten Damen wetteifern um die Wette, um die Autographen der Mitglieder des Kongresses zu besitzeu. Sobald eiu Bevollmächtigter iu cincm Salon sich blicken laßt, umriugcn ihn dic Dameu, und dringen so langc in ihn, bis cr für dic Bittstellerinnen und deren Freundinnen iu zwanzig uud dreißig Albums seincu Namen geschrieben hat. Man versichert mich, daß Graf Buol seit acht Tageu über drcihuudcrt Uu> terschriflcn auf solchc Art herlciheu mußte, um dic Albums uuserer vornehmen Dameu mit dieser Eriu» urrung an den Koilgrcß zu bereichern. Paris, 18. April. Der „Oestcrr. Ztg.« wird geschrieben: Ich bin in der Lage, endlich den Schleier des Geheimnisses in Betreff der vermeintlichen Verathuu« gen des Kongresses, die italienischen Angelegenheiten betreffend, zu lüftcu. Ich muß vorauöschickc». d,ij> Alles, was das „Journal des Debats", „Si,''clc/ „Times", l- «u!«i ll'ul»li über die Vorlage eines sar-vinischru Memoraudlims vorgebracht haben, reine Dichtung ist und blcibt. Graf Eavour hat zwar ein solches Memorandum von Turm mitgebracht, cul Ercmplar davon dcm Lord Clarendon uud dem Graf Orloff privatim eingehändigt, aber mit keiner Syldc davon im Schoße des Kongresses Erwähnung gemacht, wci! die sardinischcn Bevollmächtigten leicht sich über» zeugen konnten, daß der Kongreß mit der italienischen Frage sich durchaus uicht befassen mochte. So standen die Sachen, als heutc vor 8 Tagcu (1l. April) die ciu und zwanzigste Sinung des Kno< gresscs stattfand. In dieser Sitzung wurden die po-liiischeu Zustände Griechenlands bi-sprochen. welche im direkt mit drr orientalischen Frage in Verbindung ste< hen. Es wurde nämlich erörtert, ob die militärische Besatzung Griechmlands durch sranzösischbritische Tr»P> pen fortdanern soll oder uicht 7 Die Veuollmächlig« ten der beiden Weltmächte gabeu die einstimmige Er« 4O7 klärung ab. daä ihre respektiern Höfe nichts lieber als ihre Trnppcn aus Griechenland znrückzuzichcn wünschen, allein sie drückten dabei die Bcsorgniß aus, welche vom Kongressr getheilt wart', daß der innere Znsland des griechischen Königreichs nicht hinlänglich gesichert erscheint, um mwcrwcilt diese militärische Besetzung aufhören zu lassen. Die Gelegenheit war den sardinischen Bcuoll« mächtigtcn zu willkommen, um nicht der Analogie halber auf die militärische Bcscftung Italiens durch fremde Truppen das Gespräch zu lenken. Graf Wa< lcwski erklärte Namens seines Hofes, daß Frankreich bereit sci, auf dcr Stelle seine Truppen vom Kirchen« staate zurückzuziehen. wenn einerseits dcr heil. Stnhl das Begehren darnach stellt, nnd andererseits die Ord> nung in Italien dem Kongresse als gesichert und gegründet erscheint. Einc ähnliche Deklaration beeilte sich Graf Vuol Namens des Wiener Hofes in Vctreff dcr Okkupation dcr Lcgütloncn durch kaiserliche Truppen zu Pro> tokoll zu geben. Die sardinischen Bevollmächtigten versuchten zwar eine Art Diskussion über diesen Gr< genstand einzufädeln, allein die bestimmte Sprache, welche Graf Walewski dabei führte, trng nnr dazn bci, das gntc Einvernehmen zwischen Oesterreich und Frankreich in dieser Frage besser hervortreten zn lassen. Kurz, um die Ausdrücke zu gebrauchen, deren rin hochgestellter Staatsmann sich gestern Abends zu mir bediente: „Oesterreich hat guten Grund, den sardinischcn Bevollmächtigten eher Dank zu wissen, daß sie dazu beitrugen, zur Evidenz zu machen, wie das Wiener Kabinet nnd dcr Hof dcr Tuilerien in Betreff der italieuischeu ssrage die nämlichen Ansich' ten hegen und übereinstimmend darnach zu handeln entschlossen bleiben." Was ich Ihnen hier melde, werden Sie binnen wenigen Tagen aus den Konfcrenzprotokollen des Kongresses entnchmen können. Man hat absichtlich die Veröffentlichung des Wortlautes dcr Konferenz« Protokolle beschlossen, um in Italien gewisft sangnini' sche Hoffnungen, welche die sardinischcn Bevollmäch» tigtcn nnter der Hand zu erregen bemüht sind, lcich-ler zu dämpfen. Großbritannien. )( Der Lorvmaior von London gab am 17. d. in Mansion House rin großes Banket zu Ehren von Mr. Dallas, dem neuen amerikanischen Gesandten am hiesigen Hofe, nnd es fehlte nicht an gcgcnseili< gen Velheuernnge» dcr innigsten Frenndschaft, an anfrichtigm Versicherungen, daß bcioc Nationen dir Möglichkeit eines Krieges mit Schrecken von sich wei> sen. Mr. Dallas dankte in herzlichen Worten für den Überalis schmcichclyaftcn Empfang, der ihm allein» Halden in England zu Theil geworden war, nnd sagt in Bczug auf die schwebende Streilfrage: „Gc-wisse Themata bci dieser Gelegenheit zu berühren, wäre kaum zeitgemäß, wäre von meiner Seite eher lühil, als schicklich. In der That bin ich erst so kurze in Ihrem Lande, daß ich kaum weiß. wie ich in gc> wisse Angelegenheiten, die Ihnen am genehmsten sein dürften, eingehen soll. Doch glaube ich mciucr Sa> che sicher zu zu sein, wcnn ich, um einc beliebte amerikanische Redensart zn gebrauchen, „errathe," daß Sie etwas ncngi,-rig smi werden, die Gesimmn' gen und die Absichten Ihrcö neuen Gastes zu erfahren. (Zuruf.) Der Lordmayor wiro mir daher wobl cr-laubcn. Ihnen zu sagen, daß mein höchster Wunsch bahm grht, ohne Rückhalt und mit allcr mir zn Gebote sehenden Thatkraft für die Wiederherstellung jrncr Frenndschafts« und Eintrachtsgefühlc zn wirken, die ^ zwischtn dcn beiden Ländern bestehen sollten. (Beifall,) Sollte mir dirß trot) meiner Gesinnungen und Be» strcbnngcn nicht gelinge», dann läge die Schuld an einer übcrwicgrndcn Staatspolitik oder an einer vor. ausgcfaßtcn Schlußfolgerung, grgcn die der Wunsch znr Versöhnung und cinc ehrenvolle, beharrliche Na^ «icbigflit nichts vermochten." Schließlich sprach dcr Gesandte seine Glückwünsche znr Wiederherstellung des Friedens aus. Lord Stauiley uud Mr. Cardwcll änßcrtcn sich im Namen des Ober» und Unterhauses Mlfdic verbindlichste nnd versöhnlichste Weift. Afrika. Eh art lim, 1l. Fcbrnar. Am 2il. Jänner sind die llcueu Missionsmitglicdcr ans Oesterreich, insbesondere ans Tirol, hier angekommen. Leider war oic Karavane nicht mchr so vollzählig, wic sie die heimatlichen Berge verlassen hatte. Dcr hochw. Hr. Stallcr mußte aus Gesundheitsrücksichten, auf die streu-gc Weisung dcs Arztes Herru Dr. Rcjcr, Leibarzt des Vizelönigs von Egyptcn, und auf Befehl dcs hochw. Konsistoriums von Brixcn, in die Heimat zurückkehren. Er ist am Ui. März mit dcm hoch. Bi> schof von Patna in Indien, in Trieft gelandet. Zu Korosko, am Eingänge in die unbische Wüste, er> krankten der hochw. Hrrr M. Wurnitsch und der Gär-ber Vallatscha an einem Firbcr. Da die Krankheit cben nicht gefährlich war, so wollte man die Patienten dnrch die Wüste mitnehmen. Allein die Arabcr weigerten sich standhaft, die Kranken auf ein Kamehl zu laden, aus abergläubischer Fnrcht, angesteckt zn werden. Zudem brachten sie, wahrscheinlich absichtlich, eine so elende Vorrichtung (Schibria, eine Art Btttstättc) uud zcrlumpcs Nicmzcug, daß sowohl dcr Schech des Ortes, als die Patienten sclbrr znrück. bleiben wollten; länger anf sie warten konnte man nicht, weil dic Kamchlc für die Wüstcurcise schon bereit standen. Zur Bedienung der zwei Kranken wurde nun dcr Zimmcrmann Klcinhainz lind ein arabischer Koch zurückgelassen, und die gesammte Mannschaft dem Schech nnd dein Kadi dcs Ortes schr warm empfohlen. Die Wüstenreise der Uebrigcn ging ganz glücklich von Statten. Am 26. Dezember fanden sir eine Felscngruft mit klarem Wasser und einen Mimosenbaum in dcr Nähe. Unter diesem wnrde ein Tragaltar aufgerichtet uud von dcn hochw. Herren Morlaug und Pircher die heil. Mcsse gelesen. Am 8. Jänner erreichten sie Verber. Der hochw. Herr Provikar war ihnen cine halbe Tagrcise mit dcr 5l<>l!ü »l'kümll entgegen gefahren. Nachdem cr dic An. kömmlinge dcr Gottesmutter in der schönen Schiffs« kapclle empfohlen und sic gesegnet hatte, sprach er mit Thräncn in del« Angcn: „Meinc lieben Kinder! Alles erwartet uns mit offriicn Armen; dcr Wein» bcrg ist so groß und dcr Arbeiter so wenige; wie? nnr zwei Priester? Und ich brauche deren wohl zchn!" Später werden Hcvr Provilar mit Herrn Pirchcr. Morlang, Lrhrcr Hansal. Tischlcr Tschitschcr nnd Al> bingcr nach Gondocoro hinausziehen, die übrigen Missionsmitglieder haben iu Chartnm zu bleiben. Die „Schz.," dcr wir diese Notizen entnehmen, bemerkt hinzu: Dcr künftigen Erpedition nach Zcntral.Afrika werden sich drei Priester ans dcr Brirncr» Diözese anschließen, sämmtlich grbornc PustcrtlMr. (SountagSbl. d. östcrr. Vollsfr.) Neneste Post * Wien. 22. April. Die österreichische Ratifikation des Friedcnstraktatcs ist gestern durch Kuriere nach Paris abgc-sendet werd cn. Telegraphische Depeschen. * Paris. Dinstag. Dcr heutige „Monitcnr" bringt die Vcifügung mchrrrer Maßregeln, wodurck die Ariucc auf dcn Fricdeusfuß zurückgeführt werden wll- die vicrtcn Bataillons bci dcn Infantcricrcgi> mcntcrn werocn anfgchobcn; übrigens wcrden statt sechs Kompagnien bci jedem Bataillon 8 Kompagnie» bestehen. Das vierte Ehassrurrcgiment zu Pferde wird dcr ncncn Gardckavallrric cinoerlcibt. Die Regimen» ter 10 l und 102 wcrdcn aufgelöst, das erstc und zwritc Rcgimcut dcr Fremdenlegion, die abgcdanki wird. werden zwei sogenannte auswärtige Regimenter bilden. Einem Berichte des Generals Espinasse zn-folge hat die Epidemic in dcr Krim aufgehört. " Paris. Montag. Dcr „Monitcnr" veröffent' licht dcn zwischen Frankrcich. dcr Schweiz, Spanien, Sardinien nnd Belgien abgeschlossenen Tclegraphcn vrrtrag. Hcnlc Abend findct großer Ball bci dem Grafen von Morm) Elatt. * Berlin. Dinstag. Der »Königsbergcr Ztg." wird aus St. Petersburg gcmcldct. l'aß die Admirali' tät die Beleuchtung sämmtlicher Lenchtlhürmc in dcr Ostsee, im finnischen und bothnisch.'n M.-erbuscn uud im weißen Meere, sowie die Auslegung ocr crfordcr.' lichen Seezeichen, Voyen und Barken anbefohlen habe. " Petersburg, Montag. Lant Tagesbefehl vom 17. d. M. wird die Reichswehr entlassen. Die Ausfuhr von Schaffellen, Fleisch. Tnchcn, Rindern, Pferden, Schweinen, Kornbranntwcin, Spiritus, Tau« wcrk, Leinwand und Heu ist aus Rußland uud Polen gcstattct worden. " Corfu, 14. April. Die dritte Session dcs gegenwärtigen zehnten Parlamcuts dcs jonischcn In» sclstaates ist vom 1. Mai bis 1. November d. I. vcr« tagt worden. " Turin, 2l. April. Die Vorarbeiten und Terminaufnahmeu bchlifs dcr Tllrin-Nizzabahil haben begonnen und wcrden rcgc betrieben. Es heißt, La« marmora wolle nach seiner Rückkehr einen mchrm0' natlichrn Urlaub zur Erholung nehmen; derselbe scheint mithin nicht für den Gesandtschaftsposten in Petersburg bestimmt, wic mehrere Blätter melden. Telegraphische Depeschen der »Tricster Ztg.« Paris, 22. April. Die Armee wird allmälig auf den Fricdcnöstaud gebracht. Das erste Ncgimcnt dcr Afrika-Iäger, die crste und zweite Fremdenlegion werden verabschiedet; das vierte Bataillon des ll)l. und 102. Linienregimentö aufgelöst. Telegraphisch liegen folgende Nachrichten vor: Marseille. 1!>. April. Der „Damme" bringt Nachrichten ans Koustantmopcl vom 10. d. M. Die »Prcssc d'Orient" versichert, der auf die Rajah's bc< züglichc Hat-Hnmayum sci nicht in dcn Frictensvcr< trag aufgenommen, nnd die Bevollmächtigten hätten sich auf Konstatiruug des hohcu Wcrthcs dicsrs Ak< tcilstückcs beschrankt; dasselbe Vlatt fügt hinzu, daß das Aufhören der Besetzung der Türkei förmlich sti» pulirt worden ist. Herr von Thonvcncl hat dcm Sliltan die Gc« burt dcs kaiscrlichcn Prinzen notifizirt. Zehn Linienschiffe nud sechs Fregatten siud nach Kainiesch crpedirt wordcu. Wie aus der Krim vom 8. d. gemeldet wird, machen die Rnsscn iu Kamicsch bedeutende Einkäufe. Aus Athc n lvird vom 12tcn genieldet, Herr Christopulos habe die Fortsetzung dcr scit 1840 un-trrbrochcncn Nachgrabungen anf der Akropolis an« geordnet. Am Tage nach der am 9. d. erfolgten Ankunft in Konstantinopcl, Asif Bey's, dcr dcil Frirdensoer» trag überbrachte, vcrsammclte sich der Ministcrrath brhufs dcr Vornahme dcr Ratifikation. Fuad Pascha's Sohn wird am 14. d, mit dcm ratisizirtcn Vertrage abgehen. In Kntaya und Tokat sind ueucrlich Unruhen, angeblich wcgcn den vorgeuoinmeucn Rsformcn vor« gskonlmcn. Madrid, 18. April. Das ln Umlanf gcsrhte Gerücht, zu Granada sci bci Gelegenheit dcs Losenö für dic Konskription eine Meutcrei mlögebrocheu. cr, regte hier cinigc Unriihe, die sich aber ball» gelegt hatte. — Die mit Unlcrsuchimg des Verhaltens dcr chcmaligcn Minister bcanftragte Kominissiou schlägt vor, Sartorius (Graf San Lnis) in Anklagestand zn vcrscßcn. — Dic amtliche Zeitung erklärt dic Ge« rüchtc von dcm bevorstehenden Nücktrütc Espartcro's für unbegründet. Lokales. Laibach, am 23. April tuosc^Otto^^"''' ^""iche Violinvir. n ^. . ? 1 «- 5 on «gsIöw veranstaltet mor. ^' r W^.^ '7'' '" "cwn Konzcrtsaale ein ""''"' W'l machen daranf das ku.chsinuiqe Pu« l'l'k'.m ausmecham, da dicscr Künstlcr im Ansl.noe mW in OcNcrreich rühmlich bekannt ist, und "st i.l >l»ig!lcr Zctt in Graz wahrhafte Trilonphc arfrirrl hat. ^ licht sonach ein besonderer Hlmstal-miP in «chl-'c-r Absicht. _______ Druck und Verlag von I,;,.az v. Kleinmayr ck F^^^^ in LaibachT^^M^r^ Anl)Mlg zur Iai!lac!)erSeitulm. V ö r sen b e r i ch t ans dem Meudblatte der österr. kais. Wiener Zeitung Wien 22. April, Mittags 1 Uhr. Die Völsc war. wic gcstciii, bci sthr .Mm 0!cIdvclh.ilt-niss n in nlllii Nichlm'licu ""tt gssli»„»t »,id dac« Gcschäft Dcvift» warcu alcichf''ll>? schr simi, »lHülütlich Luudr» ll»d Paris sVNwahrcud Na»f aiisgrl'^c,,. chuc Abinhmsr zil si»d.u. Nmssnda»! «^ V'icf. — ?l,i,>isl'nni ,0l '/. Vri.f. -Fmnlfult >0<»'/.. - H">,il'u^ 74'/. ^ncf. — ^iVlNl».' —. — V,'!!^,, l0,2'/, Vricf, — Mnl.Nld l<»2 V. Vricf. — Pans N9 Bri.f. Eia«l^sch!l!dvrschl>>il'»n^'!! zu 5"/« 8.','/, ^s"'/. dctlo ., ^'/.'/. 7«-7tt'/. d.tto „ ^V« 07-6?'/. dctto „ 3"/« 5l 51 ?. dttto „ 2'/."/« 42-42'/. betto .. 1 °/. ?7-i7'/. dttto ti. N, „ 5"/. 90 l)l Nntioiial-'Aiilchen „ 5'/« 85^,-8« koixbard. Vcint. Vlnlch.,, „ 5"/^ U>—«2 Wrilüt'.ütl^st.-Ol'lil,. N. O,sl.l. zu 5 V. 8-i ^>, ^ 8« dtltu an^srcr >i!äi!d»'r 5 °/» ^^ ^^ Olrggniycr Oblig. ,». N. zu 5"/° !^:i > i<:i'/, Oedeiil'urgsv detlo d.lto „ 5'7, '-^ V»"l»2 Pcühcr dcllo dett» „ 4°/<> 82'/, l>!l Mailäüdfr dctto detto „ 4 7« W'.-!N tottcnc-Aulche» vom Inhre ltt»4 227 - 227 7, dctto d.tto 183tt >»-l l^i", dctto detto »854 107'/.-U,8 Ba»f.,-Od!ig.ilio!»u z» 2 '/. V« «l '', ^s-Vlkti.u >'l. Stn.k N25-H27 Esfo»N'tsl'a»s-'.'u,<>'- (liseilbcihua.fluschet ^!! 2«'<» ft, I"'^ Prio,ilä^ ^'. Y.'osdba!)»-Vl!tis!l 2l'i>-2<>>!»7. Vuowcis.^il,^^»,!i>ld!l»r 2l»Il 2,l', l. Eiüissio» l8-2(» srtlo 2. „ >»!« Plioi!« .'l^—^.', DampschisPMtitn «44 -<> 4»i>l)l-Ästi.,> «^ »U P.sthll .st.tl.Ill'llltt.» - !»lfti.!! «'7" »i« i!Il,'^d Plils, 0l>lig, (in Silb.') 5"/.. M'-l)0 oiordl'oyil ditto H"/« ^4-84'/, Glo^glil'^r t>,:l «N'rh'.zy 4<» ft. Vl's, »>!> «i!> /, W!!!dischgrätz-V!)s. 2>'l V. -24 Waldsiem'schr , 2:j 7.^24 K.glevich'schc « '^ .!'/' Fürst Sal», „ Ai, .^i» 7. St. Genuis „ :ll»7.—40 Palffy ., ^8'/-:U» K l. Vollwichtige Dulaten-Nglo " /, Telegraphischer H,»rö Vericht der Staatspapierc vom 2:t. April 16ll6. Vta.,tSschu!dv,rschr,!l'lMg<>,! . zu 5pCi. si. i» CM. ß.'»7,'l<: dctto aus d 7, si. >n CM. 8i> 5'8 d.tto , ^ . . ^ . . > 4 !/2 , „ 7« D,r!,!>.» mi< Vtllusu»., v I. «354, fiir 100 N, l(>7 5/8 Nsticn der österr. Kreditanstalt . . . o^2 l/2 ft. in (5. M Grilüdcntl.-Obligat, anderer Kronlander 78 Banf-^ftien vr. Stlxt......ll2l ft. in st.i„(!. M. Uftmi dlr k. l. priv. ost^rr. Staaisriselil'ahn-gesellschaft zu 2UU st., voll eingezahlt — ft. V. V, mit Ratenzahlung...... 3-0 Mall Äanco, Gulden 74 7/8 2 Monat. Lluorni,', für 300 Tos^anische Lire, Guld. «0^ «^4 2 Monat London, sur 1 ^siind Stn'lmg, Gulden l0-:l 1/2 Af. :z Monat. Mailand, für 300 Oest.rr. ^ire. Gulden >02 1/4 2 Minat, Marseille, sur 300 ssranfe», Gulden I l8 3/4 2 Monat. !j>aris, für Ai)^ Fraufeu . . Guldc» „ .... 4 4> Na^'oleonS'dor „ .... 7.ö6 7,ö<; Souvrainsd'or „ .... <3.ö0 < 3.^,0 «friedrichsd'or „ .... 8.l8 8.l8 Engl. Sovereigns „ .... «0.3 10,3 N.l,i, Iüipcriale „ .... 8.10 8.W Doppie ^ .... — — S'lbcragio......... 3 3 «,'4 Z. «8^. (i) Nachdem c»ie Bade- und Wohn-lokalllaten «m Mineralbade TöpliH bci stcustadtl iu Uttterkr<„tt in der Rchauration begriffen sind, so dürfte die dießjährigeBadesalson vordem ,5. Ium nicht beginnen Das Nähere hierüber wird semer Zeit bekannt ^emackt. Denjenigen >^. '1'. Badegästen, welche außerhalb des Badehauses Wohnung und Kost nehmen, wird die Benützung des Badeö vom .5. Mal ao offen stehen. Fürst Äncrsperg'sches Forst- und Rentamt zu Amöd den 20. April iööti Z. «78. (l) Nr. «. Auknndignng. Die Grotten-Verwaltung in Adclsbcrg bringt zur allgemeinen Kenntniß, daß am Psll!n.ttmatttage den 12. Mai!. A, dic jährliche Feier des Grotten - Festes Beleuchtung der Grotte in allen gnnglmrcn Nliinncu, llmlllll'll Emlzslmse stallsintiell wl'rdl.'. Daö Grottenfest beginnt um 3 Uhr Nachmittags und endet um 6 Uhr Abends; drei Böllerschüsse werden den ?lnfang signal! si ren. Eintrittskarten zu Ein Gulden für die Person , werden bei der Ka ssa am Grotteneingange gelöst; die D 0 mestique n der Gaste sind jedoch vom Eintrittsgelde frei. Weitere 'Anforderungen an Grottengäste sind den Grottendienern streng untersagt, zumal die glänzende Beleuchtung die Verwendung von Führern ganz entbehrlich macht, und letztere für diesen Tag ganz eingestellt ist. Jedermann wird ersucht, sich des Ab sch lagen s von Grottensteinen zu enthalten. Da in der Glotte neue, die Bequemlichkeit des Grottenbesuches sehr fördernde Bau Herstellungen bewirkt wurden, so wird auf zahlreichen Besuch gerechnet. Adeslb e r g am «4. April l 856. Von der Vrottcnucrmnltungs-Silimnnsston. Z. n H^odcl gehlen F a l) li ka t e !> zu o.l lvechsll». ^Z" Tic Flasche» o^s echten steilisch^u, K>äitt>r - Ecftct, sind aus Weißen« Glas, uacli oben kouisch zulaufend und mit Hinnfapseln, a,f w lle„ (wie a« or Flasche scidst) dab (Ä.'pragc: „Apotheke zum Hirsche« in (Hraz" und »II'/V" , ang.drachl ist, sorssfälliq oerscdlosseii, llbügens mit El'qin'ts sammt ^amensNNter-schrift drs <3rzeu>che I«Z kr. (3. M.; weniger als 2 Flaschen wnden nicht uelsen' det. Die Velpack^ng ^'on 2 oder 4 Flaschen w,ld mit 2«! kr. l5M. berechnet. 3 7. (5> Heilung allcr Mttttd- uud Iahu-Krnukheitez d u l ch A » w c >, d u li g d e s Aiiattieriii-Mundwassers van «#. €f. äaoiW9 prakt Zahnarzt i» VZicn, Stadt, G>»ldschmld^affe Vtr VQ». D.ngcstallt V0N Dr. Julius Iancll. Wic- begrüßen diese kleine Blochme als eine schöne Beigabe zu dem ilihmlichst bekannten P 0 p p'schcn ?lnalhelin c Mundwasser; zugleich »»'l dadurch cin gutcr Weg zlir noch größein äielbl'eiclmg dieses, in seiin» glücklichen Resultaten von keinem andelii lidlltloffene,, Mittels c'"' Ü'schlafttn, da es in so vielen Mund- und Zahuleiden, die bisher nicht erörtert wurden, sicher und leicht hilft. Mit dcr flößten ^ichtf^ßlich^ kafll' des Anathrrin - Mu>idwaff»>s im Allgemeinen auseinander gesetzt, von w.'lch.n w'r di.' uorzüg ichst^n, al"'.- die )»el-niguug der Zähue, ihre Befreillug von sich ablagerndem Weillstei«, d«e Wiederherstellnnss ihrer seliönen natürliche» Farbe, die Neiuorhaltung kuuftllch enlssesetzter Zahue, die H)eill!ttft deö schwammigen, leicht bw tenden nud faulendell Z<,l,«fieiscl,es, sichere Vescj wichtigung der Zahnschmerzen, das Festmachen locker ftZ zeuder Zahne, Erhaltung des Wohlgeruches des Ilthrms, Gutfernnng eilies vorhandenen «belriecheudeU Athems, so wie es durch dns Bittere, welches selbes besitzt, Geschmack verbefferud wirkt, y.rvoDl'i. Dankend wild Jeder, drr daüsclbc gsd>aucht. so wic üdeihalipt Jeder, der von Zahn ° u»d Mundklai'khciten desieit bleiben will. d' wohlgemeinten und l^ffllchen diätetische., Winke dulchlcsen und v^nlitzm. Wir scheiden von dem Veif sse,e Bio,chllre 'l ganz 'des a«oß.'N Rufes wüldig, Milchen sich Hr.,I G. Popp, prakt. Zahnarzt, durch die Erfindung on'seö 2üasserä um dl< Me^chhett "-worben hat. ''