(Arüher „EiMer Zeitung^). >1»«» liil(7fa| ui natgcal «»» Itfltl tlc »iNI mit int H»»« maiutlich V. —.56. (u(lc(it|rig ft. 1.50, haldMri» R. , aumilma sl. • Mir 9«ftvrrfeiAirag »irNtljlhiig | l.W. |*TtHW< ?. ».«, I. MO. Dir nnjdiu Rmnatt T ft. 3«Ur«lc »>» tarif; bti «ftrcn rviedk?Ii>>I»n; e»I»,«hn>»«r «»da II. B««twu!« urtintn Uttttai« f 11c infrt Blatt odt brtratnbu Iwurini'llitmuitf« M3t- Ul lllllltd an. RtMttUl ^na|. t. AkmllltrttUl Hrl,-»?. «. «pr-chAimd,, M »tbaclrurl UgUch, atil »»«»-»HI« der »,»». Iln» grikrl»««. »»» •—U U»x Bot- »Ö »—« übt HM»Btt«a«. — Rrdanatvaiti nttoltn- — Wnnulcrflw SKTftfi Richt |iiTtl4»rlrnXt. — A»o»»m« &afn*tntn nicht beiiiifflchtljrt. Ar. 40. Giüi, Sonntag, dc» 18. Mai 1884 IX. Jahrgang. Jas Peutlchthum in Oesterreich. Sin« Studie. XII. Unzweifelhaft stehen demDeutfchthuin schwere Kämpfe mit dein asiatisch gesinnten Osten be->or. Es ziehen sich da jetzt schon Wolken zu« s»men, die nur diejemgen nicht sehen, die lltnä sind oder blind sein wollen. Das geld-cmte Rußland würde seine baren Rubel, die n auffallender Weise in allen slavischen Grenz-ludern Oesterreichs, der Türkei und vor Allem i» Montenegro reichlich circulire», nicht so zu ilzuationSzwecken verschwenden, wenn es nicht hoffte, einst das Capital sammt Zinsen reichlich ftsetil zu erhalten. Der Zusammenstoß ist über kurz oder lang unvermeidlich. WaS wir jetzt in Ctfierreich sehen, das sind im Grunde nur die Lnpostengefechte deS Deutschthums gegen das sich fühlende Slaventhum. Lange Ruhe ist Acht denkbar. Sie widerspricht sogar den» Ge-seZe der Natur, die uns ein Beispiel ewigen Kampfes weist. Fortwährende Ruhe ist auch den Völkern unerträglich. Sie zeitigt wie greller Sonnenschein eine Menge lästiges Ungeziefer, da» dann »ach längerer Pause Sturm und Ge-rnirttt vertilgen müssen. Der sogenannte fünfzig-jährige Friede nach dem napoleonifcheu Kriege tut Europa in Bezug auf F r e i h e i t s l i e b e, Eitle, Moral, Charakter und w a h-n H u m a n i t ä t viel tiefere Wunden geschla-8« als die Kriege in Bezug aus Vermögen und Besitz. Dieser Friede war der größte und schrecklichste Krieg, der sich denken läßt; ein Stritt des entfesselten, allgemeinen, dabei auch vidrigsten Egoismus gegen die natürlichen ' ßnmdfesten der Staaten und der Gesellschaft. Er bildete die Sonnenglut zum Ausbrüten je-i i unermeßlichen Jnsecten-HeereS, das uns die kiilc Pest gebracht, und daS nur durch H a- w Mann mit der eisernen Maske. — Neue Enthüllungen. — 3n den Archiven des Seine-Departements j» Paris werden unter den CioilstandSregistern iwh die Sterbelisten deS Kirchspiels von Samt-? Ml aufbewahrt, in welches die Bastille einge-(itnt war, nnd in diesen Listen findet sich vom Sowrnber 1703 Folgendes eingetragen. „Mar-chililq. — Am 29. d. ist Marchialy in der BastvJc gestorben, alt ungefähr 45 Jahre, und dir Leiche wurde begraben auf dem Kirchhofe 3t. Paul, der zuständigen Pfarrei, am 2l desselben Monats in Gegenwart deS M. jioiarge, Major in der Baftille, und deS M. !iicilhk. Reg,me ltSwundarzt in der Bastille, velche Gegenwärtiges durch ihre Unterschrift beglaubigen." Zur Zeit, als der hier in Rede ßthende Gefangene in die Bastille eingebracht *utbe — i. I. 1698 — fungirte in diesem Ziliatsgesängnisse als königlicher Lieutenant ein Wi'ser Dujonca. Dieser trug, was täglich »lller seinen Augen vorgieng, in ein Journal tii. Auch dieses Journal ist noch erhalten und tesiiidet sich in der Pariser Arsenal-Bibliothek. Da heißt es in dem ersten Register, Blatt 37: .Am Donnerstag, 18. September, Nachmittags 3 Uhr, ist M. de Saint-MarS, der neue Gou-«nieur der Bastille von den Inseln Marguerite-Honorat, aus welchen er bisher Gouverneur ge- g e l s ch l ä g e und Gewitterschauer der Weltgeschichte unschädlich gemacht werden kann. Wäre eS anders, dann stünden wir nicht dicht vor einer ungeheuren socialen Umwälzung, deren Motive Viele leugnen, weil sie Mitschuldige sind, deren Unvermeidlichkeit jeder zugiebt, indem alle den Satz beten.' „So kann'S nicht fortgehen." So ist auch kein Frie-den zwischen der Cultur und Barbarei möglich. Wenn dieCultur dieBarba-rei nicht vernichtet, so wird sie von ihr vernichtet. Gegen Asiaten, die blinde Werkzeuge in der Hand des erobernden Despotismus sind, hilst Ueberredung, helfen ge-linde Mittel nichts. Auch der Culturkrieg muß bei aller Humanität mit Energie und Rück-fichtslosigteit geführt werden; ihn wird selbst Gewalt nicht entehren. Er ist ein Kampf für große, edle und heilige Ziele, und diese lassen sich ohne Opfer nicht erreichen. Der Sieg, der da erkämpft wird, ist der Sieg der H u m a-nität, der Wahrheit und des Rechtes. Da nun das Deutschthunr der erste Träger der Cultur ist, so ist dadurch nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die volle Wahrschein-lichkeit ernster Conflicte zwischen dem Deutsch-thum und seinen zahlreichen Feinden gegeben. Diese Conflicte sind seither namentlich in Oester-reich nur dadurch vermieden worden, weil hier daS Deutschthum selbst gegen unfläthige audere Nationalitäten den Nachgiebigen spielte. Sobald das Deutschthum zur vollen Geltung kommt, wird der Kampf nach Ost und West, nach Süd und Nord entbrennen. Was jetzt in Oesterreich vorgeht, ist größtenteils nur eine Einleitung zu den künftigen Kämpfen des Deutschthums nach einer Richtung hin. Hier wird uns der ernste Zusammenstoß nimmermehr erspart. Seien wir ohne Sorge um seinen Ausgang. Es wesen ist, angekommen und hat in seiner Sänfte einen alten Gefangenen mitgebracht, den er schon zu Pignerol hatte, und den er immer unter einer Maske hält, dessen Name nicht ge-nannt wird. Sie haben ihn, als er aus der Sänfte stieg, in daS erfteZimmer des Thurmes de la Ba-siniöre gebracht, um die Nacht zu erwarte», wo ich selbst ihn dann um 9Uhr mit M.deRosarge und einem der Sergeanten, die der Gouverneur bei sich hatte, in das dritte Zimmer des ThnrmeS de la Betaudiöre, welches das Fenster nach Süden hat, und aus Weisung dcö M. de Saint-MarS einige Tage vorder mödlirt worden war, hinaufbrachte. Der Gefangene wird von M. de Rosarge bedient und besorgt, vom Herrn Gouverneur beköstigt werden." Auf Blatt 89 des zweiten Registers liest man: ... „Heute an dem-selben Montag, 19. November, ist der unbe-kannte Gefangene, der immer eine schwarze SammtmaSke trug und von M. de Saint-MarS, welcher ihn schon lange in Verwahr hatte, von den Margarethen-Inseln mit hierher gebracht worden war, gestorben. Er hatte sich gestern als er aus der Messe kam, ein wenig unwohl gefühlt und ist heute Abend, lv Uhr verschieden, man kann sagen: ohne eigentliche Krankheit. M. Girant, der Gefängnißgeistliche, hat gestern seine Beichte gehört, aber die Sa-cramente hat er nicht mehr empfangen, da der Tod ihn fast plötzlich überkam, so daß der Priester wird kein Kampf um fürstliche Interessen' um LandeSgrenzen, um geographische» Besitz. ES wird ein heiliger Kritg, der seine Opfer lohnt, und über den die Menschheit nicht za weinen braucht. ES wird einKreuzzug für die Cultur sein. — So verworren und theilweis trostlos die innern Verhältnisse Oesterreichs sind, so kann eS getrost an diesem Kreuzzug theilnehmen, ja eS muß sich an dem-selben betheiligen, wenn unsere Leiden enden sollen. Die erste Bedingung ist allerdings die, daß von oben aus völlig mit der Vergangen-heit gebrochen wird, und daß eine Fahne auf-gepflanzt wird, die die Gebildeten und wahren Freiheitsfreunde mit ihren Segenswünschen be-gleiten. Wenn Oesterreich seine unvergleichlich wichtige Ausgabe, die eS gegen Osten zu ersül-len hat. klar erkennt und darnach handelt, so steht nicht nur das deutsche Volk, sondern auch der gebildete und denkfreie Theil Europas hin» ter ihm. In demselben Grade, wie es die Sache der Civilisation zu der seiriigen macht, muß eS stark werden; denn seine jetzige Lage ist nichts weiter als eine Lähmung der darin vorhandenen Cnltur-Elemente durch die numerisch überlegenen doch qualitativ unendlich schwächern Elemente der Barbarei. Da hier nur HoheS und EvleS auf dem Spiele steht, so müssen alle nutzlosen Rücksichten gegen die Gegner der Bildung und Freiheit fallen. Die Katastrophe kann ihnen nicht erspart werde». Sie haben zu ihrem Ver-derben ihre Karten gezeigt. An der großen Cul-turarbeit der deutschen Race wollen sie sich nicht betheiligen. Eine eigene politische und sonstige Aufgabe kann ihnen auch beim besten Willen nicht zugewiesen werden. Sie sind und bleiben Steinblöcke auf dem Wege der Cultur, und daS Deutschthum muß entweder seiner cnlturhistori-schen Mission untreu werden, oder es muß über diese Asiaten zur Tagesordnung übergehen. ihm nur noch einigen Zuspruch geben konnte in dem Augenblicke deS Ablebens. Dieser so lange in Hast gewesene Unbekannte, wird Dienstag, 20. November, Nachmittags 4 Uhr, im St. Pauls-Kirchhof beerdigt werden. Man hat ihm im Todtenregister einen mir fremden Namen gegeben ; M. de R osarge und ein alter Chirurge haben unterzeichnet." Auf dem Raube ist von der Hand Dujonca'S später die Bemerkung zugefügt: „Seitdem habe ich in Erfahrung gebracht, daß man ihn als M. de Marchialy eingetragen und für die Bestattung 40 Francs bezahlt hat." Die Persönlichkeit, um die eS sich im Vorstehenden handelt, ist der „Mann mit der eiser-nen MaSke." Daß die SammtmaSke, die er bei seiner Ankunft in der Bastille und während sei-ner fünfjährigen Haft in derselben trug, im Munde der Leute zu einer eisernen ge» worden ist, mag von vornehin als Omen da-für genommen werden, in welchem Maße über-Haupt die mythenbildende Sage das Wenige von bekannten wirklichen Thatsachen aus dem Leben dieses räthselhaften Mannes mit dem wuchernden Epheu der Phantasie über-spönnen und zusammengesponnen hat. Die Frage, welche die Forscher seit mehr als einem Jahrhundert beschäftigt und die Wißbegierde jedesmal aus'S Neue und uur noch stärker reizte, so oft einer der neuuuternomme» 2 D i e Wahl istnicht schwer. — Ergreift Oesterreich die richtige Fahne, so nimmt es politisch eine Stellung ein, die kaum lohnender gedacht werden kann, und von welcher aus es neue gewaltige Kräfte zu sammeln vermag. So weit das Deutschthum eine Zukunft im Sinne einer verbreiteter?» Cultur hat, und sie kann ihm nicht abgesprochen werden, liegt sie Vorzugs-weise «ach Süd-Osten, d. h. genau in der Rich-tuung über Oesterreich hin. Diese Richtung ist noch offen und muß ins Auge gefaßt werden. Daö muß gefchrhen, schon aus Gründen der Nothwehr. Ueber kurz und lang wird die Tür-kei politisch liquidiren. Wer soll der nächst« Be« sitzer sejn? Rußland ? Zahllose Gründe der Politik, der Cultur und selbst deS Materiellen sind dagegen. Teutschland muß den letzten Mann uud den letzten Kreuzer daransetzen, dies zu verhindern. England und Frankreich? Beide Staaten liegen zu fern. Anbere Anwartschaften sind nicht denkbar. Dazu tritt das Geographische und Strategische. Ei» Blick auf die Karte lehrt, daß bei einem Zurückweichen der OSnianen-Herrschaft aus Europa nur daS deutsche Centrum berechtigt und der Macht nach befähigt ist, des Halbmondes Nachfolger zu sein. Wir haben die ganze ober« und mittlere Donau, werden sie ewig haben. Folglich kann sich die untere Donau aus wichtigen strategi-schen Gründen weder in russischen noch in eng-lischen und französischen Händen befinden. Die untere Donau heißt aber — Bosporus. Welche Perspektive für deutsche Colonisation! Die versauert«» und in Faulheit stinkend gewor-denen Völker da unten rangiren kaum zwei Schuh über dem Schweinestall. ES wäre ein Glück für die Civilisation, wenn jene Gebiete für immer dem Asiutenthum entrissen würden. Dahin muß der Strom der überflüssigen deut-schen Kraft, der Jahr ous, Jahr ei» in Form wachsender Auswanderung über den Ocean geht. d«n kürzeren und richtigeren Weg einschlagen; die Folgen werden unermeßlich sein. Dieser mächtige Strom wird dann sehr bald Vieles als dürres Laub nach der Weich-sei oder hinter das schwarze Meer treiben. Hier kann Oesterreich sich selbst und dem Deutsch-thun, unermeßlich nützen, wenn es sich im Süd-often als Kämpfer für die Cultur und als ihr Vorposten bewährt. Hier tritt wieder die ganze Bedeutung Deutsch. O e st e r r e i ch S h e r o r. Die Rolle, welche das Schicksal den Deutschen Oesterreichs anvertraut hat, ist eine große, eine schöne, ein: herrliche! Sie verdient wohl, daß daS g«° sammt« Deutschthum für alle Folgezeit sein Auge theilnehmend und fest auf si« gerichtet hält. Es gilt für die D«utfchen in Oesterreich die alte Stellung zu behaupten und soweit nur nen LösungSversuche als verunglückt nachge-wiesen worden war, ist vor Allem die: welcher der Gefangenen, die zu Pignerol seit dem Commando von Saint-MarS untergebracht und von dort nach Exilles und Sainie-Marguerit« Lberßedelt worden waren, identisch gewesen ist mit demjenigen, den Saint-Mars 1698 mit nach Paris in die Bastille brachte. Eine Ansicht, die schon zu Ende deS vo-rigen Jahrhunderts Viele« als die glaub-würdigste erschien: der mit so viel Heimlichkeit behandelte maSkirte Gefangene f«i Mattioli, der Minister deS Herzogs Ferdinand Karl IV. von Mantua gewesen, der von Ludwig XIV. aufgehoben und eingesperrt worden, weil er ihn in einer kitzlichen Staatsaffaire hinters Licht geführt, hat seitdem, bis in die letzten Jahre herab, ansehnlich« und zahlreiche Ver-treter gefunden. Ercole Antonio Mattioli, 1640 in einer Juristenfamilie zu Bologna geboren, war mit 19 Jahren Doctor beider Rechte und trat «iiige Jahre später an der Hochschule seiner Vaterstadt als öffentlicher Lehrer auf. Zur Zeit der zu erzählenden Ereigniss« hatte er aus seiner Ipjährigen Ehe zwei Söhne. Sein Va-ter lebte noch, jetzt zu Padua. Herzog Ferdi-nand Karl IV. hatte den Sohn in seinen Staatirath berufen und in den erblichen Gra-fenstand erhoben. Die Regierung Ludwig XIV. „Z>e«tsche Wacht." möglich vorzuschieben. Die D«utsch°Oesterreicher müssen, wie eine tapfere Truppe, der viel an-vertraut ist, auf der die Hoffnung des endlichen Sieges beruht, jeden fußbreit Boden aufs äußerste zu halten suchen. Sie müssen wissen, daß hinter ihnen ein unermeßliches Heer steht. Ist es auch noch etwas fern, so ist eS doch d a. Umsonst stellen sich ein Paar elende Bretter und Balken der nationalen Sympathie abwehrend entgegen, die über Hundert« vo» Meilen wie eine Weltfluth zu den Deutsch-Oesterreichern hinüber schlägt. Sind diese Paar Bretter und Balken einmal auf die Seite geworfen, so die-nen sie höchstens als Wahrzeichen menschlich«« Irrthums! Möge der Genius deS deut« schen Volkes die Deutschen in Oe st erreich in ihrem schweren K a ni p f e stärken, einigen, festigen und schützen. Möge er Zwietracht aus ihr«» Reihen bannen, die i m-nier der Verbündete deö Gegners ist. Möge er ihren Geist erhellen, damit sie erkennen, daß in verwor-renen Zeiten nur der Kampf daS Gute gebiert. Mög« er die Streich e segnen, die sie niederfallen lassen auf die Feind« des Lichtes, der Freiheit und d«r Cultur. Mö-ge er endlich dieJdee eines künf-tigen Deutschthums voll Glanz und Größe zum Symbol inachen fürihren heiligen Streit! Z>er Sturm im Walfergtale. DaS champagnerartige Aufschäumen der Vereinigten Linken in der Dienstagsitzung des Abgeordnetenhauses hat sich schnell gesetzt. „Zum Teufel ist der Spiritus, daS Phlegma ist ge-blieben." Die Clubretorte functionirtc mit be-kannter Wirkung. Der Abstinenzgeist wurde auS-getrieben und ein« dickflüssige Concilia»z blieb als Bodensatz zurück. Die heilkräftige Wirkung dieser Concilianz offenbarte sich dann in einem Proteste, den di« Rechte des Abgeordnetenhauses als indifferentes Präservativmittel pro-tokolliren ließ. Die Linke — wir meinen natürlich den regierungSbefließcnen Theil derselben. — scheint damit hocherfreut zu sein; sie glaubt ihre Schuldigkeit gethan zu haben, und so bleiöt denn bis auf Weiteres Alles beim Alten. Es giebt Situationen, in denen man oft nicht weiß, ob man lachen oder sich ärgern soll. In einer solchen Situation befindet sich auch heute die ungeheure Mehrzahl der Wähler, deren Abg«ordnete aus Parteidisciplin leider noch immer der Vereinigten Linken angehören. Mit ganz sonderbarer Ironie fragt ein Par- trug sich um's Jahr 1676 mit dem Gedanken an den Erwerb eines, dem französisch«« Heere als Schlüssel zu Italien dienlichen befestigten Platzes im Montferrat, einem zum Herzogthum Mantua gehörigen, aber nicht damit zufam-menhängenden Gebiete. Sie hatte den, etwa 15 Stunden von Turin entfernt, am Po lie-genden Hauptort des Montferrat, die F«ste Cafale. hierzu ins Aug« gefaßt, und der leicht-l«bige H°rzog, mehr bedacht auf die am Spiel-tisch und in Venedig sich ihm bietenden Ge-nüsse als auf seines Hauses und seines Länd-chenS Ehre und Wohl, fand sich geneigt, die ihm unnütz scheinende Festung abzulassen. Der französisch« Gesandt« zu Turin, Abb4 d'Estrades, leitete da« Geschäft ein. Man ver-ständig« sich dahin, daß Graf Mattioli sich behufs der w«it«ren Abmachungen nach Ver-sailles beg«b«. Am 18. November 1678 traf derselbe dort ein. Er wurde von Ludwig XIV. in geheimer Audienz euipfangen und in der schmeichelhaftesten Weif« behandelt. Ant 8. D«-centber war der Vertrag französischerseitS be-reitS unterzeichnet. Frankreich sollte 100,000 Tha-ler für die Ueberlasfung Cafales zahlen. Für seine persönlichen Bemühungen um das Zu-standekommen des Geschäftes erhielt Mattioli bei der Abreise von Ludwig einen kostbaren Diamantring um 400 Doppel-LouiSd'or. Wei-tere und reichlichere Belohnung würd« in AuS- 1384 t>imann den anderen: „Was denken Sie vo« der neuesten Demonstration der Vereinigten Lin-ken?" — Und die Antwort daraus, wenn ei« solche überhaupt noch gegeben wird, lautet: „Es war ja nicht anders zu erwarten." Selbst di* FortschrittSpress« Deutschlands. Die den Kämpfeil der Liberalen in Oesterreich stets ein syinv«-thischeS Jnt«r«sse widmete, beginnt die Haltung der „Vereinigten Linken" ganz eigenthümlich an-zusehen. So schreibt daS „B«rliner Tageblatt' gelegentlich des Exodus: „Wie wir du oster-reichischen Verhältnisse kenne«, werden es die Liberalen nicht auf den äußersten Schritt der Enthaltuugspolitik ankomme« lassen, und doch wäre dies angesichts der unerhörten Terrori-sirung, wie sie die national-feudal-clerical« i'la-jorität ausübt, das einzig richtige Mittel. & hängt leider eine zu große Anzahl der liberalen österreichischen Abgeordneten zu sehr a» ihm Mandaten und den damit verbundenen Annehmlichkeiten. Man wird sich mit einem Protest i» gnügen, den die Majorität natürlich in irgciS einer Weise in den Papierkord zu beseitigen sich nicht geniren wird." Aber auch die Regierung und di« ihr ge-fügig« Rechte fürchtet die Abstinenzdrohungn der Vereinigten Linken nicht. Beweis dessen folgende Episode, welche die Wohldiener der fle-gierung mit schmunzelndem Behagen erzähl» und welche sich an de« Tage zugetragen !]a-ben soll, als die Vereinigte Linke, provo.irt durch die hartnäckige Weigerung deS Hera Präsidenten Dr. Emolka, ein angezweifelt Abstimmungsresultat der Prüfung zu unter;«-hen, in bekannter Weise den Saal verließ. Ä!i nämlich der Ministerpräsident von dem 35» falle Kenntniß erhielt, soll er, spöttisch lächelnd gefragt haben: „Nur für heute ?" Worauf dann die Umgebung sich vor Lachen schüttelte, sintemalen Graf Taaff« die Sache in einer Weise dargebracht hatte, welche keinen Zweifel aufkommen ließ, daß er wünsche, sein Ausspruch solle als geistreicher Witz ästimirt werde». Hätte der Ministerpräsident nicht die positi« Ueberzeugung gehabt, daß die Majorität der Verkinigten Linken nie ernstlich an eineÄb-stinenz denk«, so hätte er sich gewiß auch übn-legt, «inen derartigen Witz laut werden ;u las-sen, denn er hat in der Thal keine Ursach«. den Eintritt einer Eventualität herbeizusehnen, welche sein einziges Scheinverdienst, die Zustandcbri» gung eines Vollparlamentes, hinfällig zu ata chen geeignet ist. Die große Parteipresse weiß allerdings m Langes und Breites von dem conjtcrnireiida Eindrucke, den das Vorgehen der Linken in Se» letzten Tagen auf die Rechte und auch auf di« Regierung machte, zu erzählen. Sie behaupt,!, daß ein Parlament ohne di« Teutschen un- sicht gestellt, wenn das Uebereinkommen die 11» Urschrift drs Herzogs erlangt habe. Mattioli aber hatte doppeltes Spiel getrieben, sich fir'4 Geschäft von Frankreich und für daS Verrath?« desselben von den Anderen bezahlen lafifa: der Minister des kleinen FürstchenS hatte nicht nur diesen, seinen Souverän und Brodherrn, sondern auch den großen König deS mächtige» Frankreich geradezu gefoppt. Um den Sonnenkönig und sein« Minister nicht zum Gespött« Europas wcrd«n zu lasse», galt eS. die Beweisstücke von ihrem vcrunglitf* ten heimlichen Unternehmen aus der Welt ver-schwinden zu machen: die Person Mattiolii und was er Schriftliches auS Versailles >, Händen hatte. Ohn« ^uch nur erst die d>e->z!l-fige Weisung seines Königs abzuwarten, lockn Abb4 d'EstradeS den Mantuanifchen Minister, unter dem Anschein, als ob er von dessen Ler. rath nichts wisse und unter dem Vorgebt«. d<: zu Pignerol eingetroffene französische Commandant Catinat hab« ihm die versprochenen teren Geldgeschenke mitgebracht und wolle s« ihm selbst überreichen, auf französisches Et-biet, wo Catinat mit seinen Adjutant«» ibn festnahm. Das war am 2. Mai 1679. I« Abbe hatte den Minister eingeladen, in einer kaun» zwanzig Minuten vor den Thoren Turin« gelegenen Kirche mit ihm zusamm«»zutr«fft>: dort bestiegen sie dann einen Wagen, der fit 1884 »oglich sei. Wir begreifen eS da er umsoweniger, daß die Bereinigte Linke im Bewußtsein ihrer lluenlbehrlichkeit nicht das äußerste Mittel ver-sucht, um endlich Verhältnisse zu löse», die durch ihre active Opposition sich nur fester zu conso-lidiren scheinen. Wir wissen nur daS Eine, daß derZerbröcklungSproceß innerhalb der Vereinigten Linsen ein unaufhaltsamer ist und daß »ach den Auwahlen im nächsten Jahre der genannte Club zu existiren aufhören wird. Demonstrationen, deren Folgen hart an Lächerlichkeit streifen, degoutirkn den» doch etwas zu stark die Wähler-schasten. Wundschau. Deutschland. sFür die Wissenschaft.) Tn deutsche Reichstag hat vor Annahme des Tynamitgesetzes einen hochrühmljchen Be-schluß gefaßt. Er hat eine Dotation für die im Vorjahre nach Egypten und von da nach In-di» gesandte Choleracommission genehmigt. Der Führer der Conussion, Dr. Koch, der die Tu-dnkcl- und die Cholera-Bacillk» entdeckt hat, erhält 100,000. seine Gehilfen (Soffst} und sicher bekommen je 15,000, der Chemiker d» Expidition erhält 5000 Mark. Virchow tükmte die Liberalität des Kaisers, der hier «aen Mann der Wissenschaft, wie sonst nur Heerführer geehrt werden, auszeichnete. Die L'ntdeckung des Cholera-BacilluS fei eine be-deutende That für die Erkennung der Krank-Heil, obschon der Tuberkel-BacilluS wissenschaftlich noch wichtiger sei. Virchow warnte zugleich, au solche Entdeckungen sofort allzu große Er-Wartungen für die Praxis zu knüpfen. Krankreich. sDer Ausgleich mit GH in«.] DaS „JournalOfficiel" publicirteine Note der Regierung, welche die Unterzeichnung der zwischen Frankreich und China in Tien-tstn abgeschlossenen Convention bestätigt. Bevoll-mächtigte beider Theile sollen binnen drei Mo-nal-n zur Ausarbeitung eines Handelsvertrages zusammentreten. Gerüchtweise verlautet, es wurden demnächst drei Regimenter aus Tonkin nach Frankreich zurückbeordert werden. Die Nachricht von dem Abschluß deS Vertrages hat in Paris um so freudiger überrascht. alS sie so unerwartet kam, daß man ihr zunächst keinen rechten Glauben schenken wollte. Ueber die politischen Conscquenzen dieses von den Franzosen errunge-ueu Erfolges bemerkt die „Köln. Ztg." Fol-gcndeS: Die Franzosen, im Osten sich alS .große Nation" fühlend, brauchen fortan in HiiNeriudien nur zu wollen, um Verträge zu schließen, die sie zu nächsten Nachbarn der vmen machen ; dann kommt daS britische Juwel m Indien zwischen zwei harte Mühlsteine: Franzosen im Südosten, Russen im Nordwest.n, dem kleinen Gasthofe führte, wo Catinat sie emartcte. Nachmittags 2 Uhr saß der Verräther schon im Thurme von Pignerol. Catinat legte dem Gefangenen den Namen „Lestang" bei uud stellte selber daS Verhör mit demselben an, miterstühl durch den Abbl MonteSquion, den älfctie d'EstradeS dazu beordert hatte. Sie droh-ten ihm mit der Folter, wenn er das Versteck des Originalvertrages betreffs Casak nicht an-^tbe; der Herzog von Mantua hatte nur Ab« Ichristen in Händen, deren Echtheit nöthigensallS abgestritten werden konnte. Am 3. Juni waren die Schriftstücke herbeigeschafft. Sie waren in einer Mauerhöhle im Hause von Mattioli'S Vater zu Padua verborgen gewesen. Der Gefangene hat sich dazu verstehen müssen, bries-bch die Herausgabe zu verlangen, und aus die-fe« Schreiben hin wurden sie dem vertrauten Noten, den Abbö d'EstradeS eigenS zu diesem Zwecke nach Padua geschickt hatte, eingehändigt. Um daS Verschwinden Mattioli'S nicht auf-fällig zu machen, wurde daS Gerücht vo» seinem, aus einer Reise erfolgten plötzlichen Ableben ver-breitet, und weder die Familie deS Ministers, noch sein Gebieter haben Schritte gethan, den wahren Sachverhalt an's Licht zu bringen. Die politischen Verhältnisse hatten unter« dessen einen Umschlag erfahren. Frankreich war nicht mehr die allgebietende Macht, und der „« verschiedenen Hetzblätter — auch solche im belletristischen Kleide — fast aufnöthigt; wenn dies« unerfahrenen jungen Leute den Fanatis« mus zu». Vorbilde haben, da kann eS freilich nicht anders sein, als «S schon ist. Aergeres wird noch kommen, und um Kram wird dann eine chinesische Mauer gezogen sein. Dann erst wird »»an über jene fluchen, die Haß statt Frieden gesäet haben! Pkttau, 12. Mai (O.-C.) jV ? rein der Lehrer und Schulfreund e.j Der Verein der „Lehrer und Schulfreunde" constituirte sich Wundarzt gewesen, eines Tage« aus der Bast'lle nach ihm geschickt worden sei. damit er einen Aderlaß vornehme. Der Gouverneur habe ihn in die Kammer eines Gefangenen geführt, dem man den ganzen Kops mit einer hinten am Halse zugeknöpften Serviette verhüllt hatte. Auch der die „Eiserne Maske" behandelnde Arzt hat deren obere GesichtShälfte nie gesehen. Nach dem Vorausgeschickten hat also die Annahme guten Gründ, daß das Tragen der MaSke bei unserer räthselhasten Persönlichkeit, auf deren ersten Blick alS eine Verschärfung der Haft erscheinend, recht wohl einem humanen Zwecke gedient haben könne. In allem Uedri-gen ist daS Geheimniß, welches den am 19. No» vember 1703 in der Bastille gestorbenen MaS-kenträger umgiebt, noch an keinen« Punkte durch-brachen. Man kennt weder seinen Stand, noch seinen Namen, noch den Grund seiner Einschlie-ßung, und wenn sein Alter im Civilstands-registcr von St. Paul auf 45 Jahre angegeben worden ist, so bietet auch das keinen Anhalt, ist vielmehr eine offenbare Oberflächlichkeit, wie der ihm dort beigelegte Name „Marchioly" «ine bloße Laune, wie sie in allen Fällen wal-tct. rvo ein falscher Name gesucht wird; er selbst hat einige Tage vor seinem Tode dem Apotheker der Bastille gegenüber betreffs seines ..Deutsche W«cht." am 0. März in Anwesenheit von 9 Lehrern. Der Proponent, Oberlehrer Herr Vincenz Kotzmuth, erörterte in bündiger Kürze den Grund, weshalb einige Lehrer die Bildung des ge-nannten Vereines anstrebten. Er betonte unter Anderem, daß der §. 29 der Schul- und Unter« richtsordnung es jedem einzelnen Lehrer anf-erlege, im Interesse deS Unterrichtes «nd der Erziehung den Verkehr mit dem Elternhause nach Kräften zu fördern, es sei daher umsomehr opportun, daß ein Verein von Lehrern diese Idee erweitere und sich um gediegene Schul-freunde umsehe, damit das schöne Band, welches Elternhaus und Schule unischlingen soll, immer fester geknüpft werde. Er habe schon im Jahre 1832 für Gründung eines Vereines der Lehrer und Schulfreunde plaidirt. Als die geehrten College» in Cilli einen Bund auf fortschrittlicher Basis schlössen, geschah ein Gleiches auch in Pettau. Die Statuten wurden am 12. März zur hohen Genehmigung vorgelegt und erhielten a»i 18. des-selben Monates die Bescheinigung. Nachdem dieselben verlesen wurde», schritt man zur Wahl der Vereinsleitung. Dieselbe ergab folgendes Resultat: Obmann Herr Vincenz Kozmnth, Obmannstellvertreter Herr Ferk. Schriftführer Fräulein Baumgartner. Cafsier Herr Johann Kotzmuth, Bibliothekar Herr Löschnigg, AuS-schuß Fräulein Mayer. Hierauf erfolgte die Feststellung deS Jahresbeitrages für wirkliche und unterstützende Mitglieder mit einem Gulden. Die Abhaltung der nächsten Versa»,uilung wurde auf den 3. April festgesetzt und gleichzeitig be-schloffen ans Vereinskosten die Fachschriften: Die Pädagogische Zeitschrift, der österreichische Schulbote, die Pädagogischen Blätter, Päda-gogium. Schule und'HauS, Popotnik und Oeko-nom zu abonniren. — Au, 3. April hielt dann der Verein im städtischen Knabenschulgebäude seine erste Plenarversammlung unter Anwesen» heit von zehn Lehrern und sechs Lehrerinnen ab. Nach Eröffnung der Versanimlung begrüßte der Obmann die Anwesenden auf das freund» lichste und hieß sie willkommen. Er dankte für daS Vertrauen, und bemetkte. daß er sich wohl bewußt fühle, welche Schwierigkeiten die Ueber-nahuie des Vorsitzes mit sich bringe; er wolle edoch seine besten Kräfte einsetzen, um den An-orderungen zu entsprechen. Nur möge ihip all» eitige Unterstützung nicht versagt werden. An-nüpsend wurde auch mitgetheilt, daß einige Lehrer ihr Nichterscheinen schriftlich entschuldigt, 30 Schulfreunde bereits ihren Beitritt zugesagt hätt?» und dem Vereine überhaupt die besten Sympathien entgegengebracht werden. Darauf verlas Herr Director Ferk das Protokoll über die constituirende Versammlung von 6. März. Fräulein Baumgartner hatte wegen vielen Lehr-geschäften das Schriftführeramt abgelehnt, und es wurde über Vorschlag des ObmannS Fräu« lein Theresine von Raab (eine brave Stenogra- Alters erklärt, nach seiner Berechnung zähle er jetzt 00 Jahre. Das Ergebniß der bisherigen Forschungen, so dankenswerthes Licht sie auf manches Andere werfen, so interessante Actenstücke zur Belehrung über di« Regierungspractiken Ludwig XIV. da-bei zu Tage gefördert wurden, läuft darauf hinaus, daß zwanzigmal vorgebrachte Unterste!-lungen ebenso oft und mit gleich guten Grün-den wieder verworfen worden. Als zuverlässig ist bis jetzt nur so viel nachgewiesen: Auf der Margarethen-Insel ist von 1087 an. also zu einer Zeit, da Mattioli sich noch zu Pignerol befand, ein ebenso geheimnißvoll verwahrter, gleichfalls schon lange in Hast gewesener Ge-fangener vorhanden, über welchen eben in Folge der Geheimthuerei seiner Wächter sowohl bei der Ueberführung von Exiles nach den Inseln, als auch auf diesen letzteren in Betreff seiner Persönlichkeit allerhand Verniuthungen angestellt wurden. Schon der an sich unbedeutend« Um-stand, daß im Munde der Leute die sammtme Maske zu einer „eisernen" wurde, ist ein Be-weis vo» der Werdelust der Sage auch in diesem Falle. 1884 phin) zur Schriftführerin mit Acclamatioi, ge> wählt. Nun erfolgte die Vertheilung der Vereins-statuten mit der Geschäftsordnung und dieEat-gegevnahme der Jahresbeiträge. Hierauf ergriff neuerdings der Obmann das Wort. Er hatte sich zum Gegenstände seines interessanten Her-träges de» §. 1 der Vereinsstatuten gewählt. Mit beredten Worte» führte er aus. welch oie!» seitige Anforderungen heutzutage an den gestellt werden ; derselbe nuißte in seinem schien, Berufe wahrlich erlahmen, wollte er sich nicht an ein Ganzes und Großes anklammern. In beste Mittel, welches ihn in seiner oft isolina Stellung den Angriffen Anderer entziehe, sa seine geistige Foribildnng unter Heranziidling bewährt«?, gutgesinnter und mächtiger Zchul-freunde. Seine beste Politik ist daher, MihlicZ eines Vereines zu werden, in welchem da wahre Lehrer- und Schulgeist gepflegt — ei« nationalen Aspirationen aber strenge vermine, werden. — Hierauf theilte der Vorstand ncch die Themata für die nächste Bezirkslehrercoo-ferenz mit und enipfahl dieselben zur fl^a Ausarbeitung. — Herr Oberlehrer Lösching; stellte i» Aussicht, daß er in der zweiten te sammlung auch zu §. 1 der VereinS'latma sprechen werde, waS der Vorsitzende mit laut zur Kenntniß bracht«. Ein Antrag des Herr» Direktors Ferk. zum steiermärkischen LehrcrdMt und zum k. k. Gartenbauvereine beizutrew!, wurde einstimmig angenommen und dem Bn-sitzenden zur Ausführung zugewiesen. Kleine Gyronik. sT h e a t e r b r a n d.I DaS Wiener Ciad'.-theater wurde gestern ein Raub der Flamm-». Das Feuer soll durch Unvorsichtigkeit im Maltr> saal« entstanden s«i». Es wurde von */,5 dit 10 Uhr Abends vergebens bekämpft. VierM bei den Löschungsarbeiten beschäftigt gewesciu Personen wurden mehr od:r weniger vcrleP. Der genannte Kunsttempel war daS elegantes Priva,theater Wiens. sEcht Königinhofe risch.s Die labst,'? Nov." bringt in Nr. 33 einen Arttte über den deutschen Schulbau in Königinbos. dessen getreue, deutsche Uebersetzung lautet: „Tit Menschenmarteranstalt des Teutschen Schul-Vereines in Königinhof naht ihrer VollenSmiz. Die Freude, welche di« Königinhofer Deutsch» ob dieses Sieges haben, ist unermeßlich. Är sind aber begierig, wie die Ernte au^lln wird! Die Front dieser Marteranstalt werde» — wie verlautet — die Büste» der Mord« Hugo Schenk und Schlossarek ziere», damit da geistige Mord, der dort an Kindern abhängige tschechischer Arbeiter und verworfener Reneqzta verübt werden wird, wenigstens angedmu werde. Wir werden auf die Angelegenheit tat Königinhofer Marterbude, die allgemein imin Settsame Meergeschöpfe. Der Pfarrer von Bude berichtet von ein» seltsamen Meerungeheuer, das er bei da Budebai etwa anderthalb englische Meilen w« Ufer gesehen und daS sich mit der Geschwind^ keit von etwa 25 Meilen in der Stunde d<-wegte. Das Geschöpf wurde auf 50 bis 80 Fq Länge geschätzt, waS wahrscheinlich so mrf heißen soll, daß es mindestens 30 Fuß lang roat. Einmal hob sich daS Ungeheuer über die 5« und erschien dann mehr wie eine Schlangt, dann wie eine Cetacee. Der Pfarrer sagt d» rüder: „Die Entfernung von Bude nach Nn» Ouay beträgt zur See 40 Meilen. DaS Thi«^ das um 4 Uhr 20 Minute» des Nachmiiutf an uns vorüber kam, passirte New Ouay n 5 Uhr 30 Minuten desselben TageS. ES ;ft kaum denkbar, daß zwei ungewöhnliche $«<«»* geheuer um dieselbe Zeit sich an dieser ftiftf sollten gezeigt haben. Wenn man also annch men muß, daß dasselbe Geschöpf um 4 Übt 20 Minuten in einem Theil des Meeres und eine Stunde uud z«hn Minuten später in einem anderen gesehen wurde, so steht cS ziemlich fest, ' daß di« Erscheinung nicht einer leblosen Wrack-masse kann angehört haben. Die Geschlvintizv 1 keit der Beweguug war viel größer, als diej«>! 1884 der Bezeichnung „Mandl's Schindanger" be> sannt ist. demnächst zurückkommen. Die Königin-hofer Verhältnisse mögen dann vor aller Welt m ihrem wahren Lichte erscheinen, damit da» tschechische Publicum erfahre, wer eigentlich in »nserent Lande bedrückt wird und wer terrori-firt!" In Ergänzung dieser Blüthe tschechischer ZZersöhnungsliebe sei noch ein sogenanntes „Jux-telegramm", welches die „Humoristickv Listy" in Prag brachten, erwähnt, welches das Kuchel-dadinserat der „Narodni List?" an Semeinheit weit übertraf: „Königinhof (Telegramm): „Ist eS noch immer verabsäumt worden, unserem zu-gewanderten Mandl die Mandeln zusammen zu schnüren?"Gegen derlei „Echt Königmhoferiichcs" gib« «S keire Polemik, hier gilt daS ewige Wahr-«ort: „Kälte nur bändigt den Schlamm, damit er den Fuß nicht beschmutze!" sEine recht kostspielige Kunst-Urin] ist dieser Tage aus dem Verbände der großen Oper in Paris geschieden. Made-«oiselle Marthe Duvivier, so heißt die Sän-gerin. war bei Herrn Vaucourbeil für 45.000 Fr. jährlich engagirt. Ihr Engagement hat ge-rade ein Jahr gedauert. Während dieser Zeit ist die Dame nur „dreimal", zweimal in den „Hugenotten" und einmal in der „Afrikanerin", ausgetreten, hat also für jede Vorstellung 15.000 Francs erhalten. Mehr erfreut sich selbst die Patti an einem Abend nicht! [H «in« über Meyer beer.] In der »Schles. Ztg." erzählt R. v. Gottschall u. A. über einen Besuch bei Heine, den er dem kran-keit Dichter in Gemeinschaft mit dem seit lange verstorbenen Theaterdirector Cornet abstattete. Tas Gespräch kam aus Mryerbeer. „Meyerbeer habe", meinte Cornet, „zugleich drn deutschen und italienischen Stil." — „Ja.* meinte Heine „er hat zwei Stühle, aber er tan» aus keinem sitzen." sLeimrut he für Spitzbuben. ] Tas „Alsfelder KreiSblatt" schreibt: In dem benachbarten Orte Ober-Breidenbach wurde in der Nacht vom Sonntag auf den Montag bei «wem wohlhabenden Orisbürger von der Scheuer aus eingebrochen und demjelben 10,000 Mark in Staatspapieren gestohlen. Am anderen Mor-gen wurde man mit Schrecken den Schaden gewahr. In der Stube, in welcher die Effecten aufbewahrt wurden, lagerte auch ein Fäßchen Branntwein. An der Quelle zu stehen und de» Turn nicht gründlich zu löschen, schien dem kundigen Spitzbuben wohl unrühmlich. Er trank und trank, bis ihm — wie dem Wolf in der Fabel — das Loch, durch welches er herein-gekrochen, .zu enge ward und er vor demselben iMngslo« niederfiel und einschlief. Seine Spur verfolgend, fand man ihn hier in todten-ähnlichem Zustande liegen. In einer Tasche seines Rockes hatte er die Obligationen, in einer anderen die dazu gehörigen Coupons und nige einer Meeresströmung an dieser Küste, welche einen Gegenstand weiter geführt haben «irZe. Sie wurde von mehreren Leuten in Bude gesehen. Einige Männer, die bei der Ar-beii waren, sahen das Geschöpf New Ouay sich nähern und verglichen seine Weiterbewegung im Wasser mit der einer ungeheuren Ratte. Drei Damen beobachteten eS von dem nächsten Vorgebirge außerhalb New Quays. von einer Höhe von 80 bis 90 Fuß über dem Meere und sahen deutlich seinen Kopf, den sie mit dem Kopf eines enormen Seeaales oder einer Schlange verglichen. Sie geben feine Länge auf 50 ^uß an und sagen, eS zog, waS ihnen wie ein fettiger Schweif vorkam, nach sich, des-sen Spur noch eine Viertelstunde, nachdem daS Thier verschwunden, sich^ar blieb. Es wurde ebenfalls von Leuten zwei Meilen nördlich von Bude bemerkt, wie es vom hohen Meere auf Land zukam. Zunächst erschien es mir wie ei» langes Boot, das sich von irgend einem Schiff losgemacht, aber seine ungewöhnliche Länge überraschte mich. Dann aber begriff ich. daß kein Boot mit solcher Geschwindigkeit sich fort-bewegen könnte. Da wir kein Fernrohr bei der Hand hatten, so konnten wir über die Gestalt deS Geschöpfes nichts feststellen. Ohne große Anstrengung schien es sich durch das Waffer und in einer dritten die Kaufbriefe. Froh ath-meten die Bestohlenen wieder auf, als sie int Besitze ihrer Papiere waren; doch der Dieb, ein früherer Knecht des Hause«, I. Steuer» nagel aus Schotten, schien ihnen, vom Schlage gerührt, todt zu sein. So blieb denn nichts übrig, als die Geschichte dem Kreisärzte in der Stadt zu melden. Derselbe kam und traf den Todtgeglaubten noch in starrem Zustande, fand aber mit kundigem Blick sofort heraus, daß der Dieb sich so vollständig bezecht hatte, daß er, an allen Gliedern gelähmt, einem Todten ähnlich schien. Am vergangenen Dienstag wurde I. Steuernagel, nachdem er den Rausch auSgeschlafen, dem hiesigen Amtsgerichte zur Bestrafung überliefert. ^AuS einem Franzosen «inen Deutschen zu machen] soll ja wie z. B. iu den Reichslanden, mit Schwierigkeiten verknüpft sein. Ein Lyoner Theaterdirector hat aber trotzdem ein ganz probate« Mittel dazu gefunden. Der machte eS nämlich so. Es wurde bei ihm ein patriotisches Stück gespielt, in dem selbstverständlich die PrussienS beständig die furchtbarsten Prügel bekamen, so daß das schließlich den braven Statisten, welche in Pickel-Haube und blauem Rock auftraten, zu viel wurde. Sie kündigten dem Director ihre Dienste und Letzterer fand schließlich keine Figuranten mehr, die „Preußen" sein wollten. Da ließ er am Theater affichiren, daß in Zukunft die Preuße» zwei Sou» per Vorstellung mehr Gage haben sollten, als die Franzosen. Und nun geschah da« Unerhörte: „Kein Franzose" war mehr aufzutreiben. Alle wollten sie „Preu-ßen" sein! Und der Director war auS einer Verlegenheit in die andere gerathen. [Trichinöse Katze.] Einer Bekanntmachung deS AmtSoorsteherS von Altwasser (in Schlesien) zusolge sind daselbst jüngst in dem Fleische einer Katze, welche zum Genusse vorbe-reitet werden sollte. (!) Trichinen in großer Zahl aufgefunden worden. [Verstellung der Frauen.] Ein Herr heiratete ein jungeS Mädchen, weil eS sich eineS TageS bei Tisch so vorzüglich benahm, als der Diener das schöne seidene Kleid, daS es anhatte, durch einen Teller Suppe verdarb, den er darüber goß. Die junge Dame lachte und scherzte so gelassen und gutherzig darüber, daß sie sein Herz gewann und er sie heiratete. Einige Zeit nach der Hochzeit erwähnte er gegen sie den Vorfall. Sie sagte, sie würde den Zwischen-fall ihr Leben lang nicht vergessen. Darauf erwidert« er, daß er sich damals entschlossen, sie zu heirathen. „Ja," entgegnete sie, „ich erinnere mich, daß ich mich im Augenblick, da es geschah, sehr gut benahm; aber Du hättest nur die Spur meiner Zähne am Bettpsosten sehen sollen, die ich in der Nacht darauf zurückließ." zu bewegen, denn wir vermochten keine besondere Erregung desselben wahrzunehmen." Wenn man auch annehmen kann, daß in vielen Fällen Gegenstände, die für Seeunge-Heuer angesehen wurden, sich späterhin als un» belebte Massen herausstellten, so kann doch keine Auslegung sogenannter Seeschlangengeschichten da? hinwegleugnen, waS auf der RegierungS-fregatte „DädaluS" vom Capitän Mc Quhan und seinen Officieren beobachtet worden, die ein Seegefchöpf, das keinem in der Wissenschaft bekannten ähnlich sah, gegen Wind und Wogen mit einer Geschwindigkeit von 1'2 Knoten in der Stunde sich fortbewegen sahe»; es war weniger denn 200 Meter vom Schiff entfernt, so nahe also, daß, wie Capitän Mc Quhan sich ausdrückt, man das Gesicht eines Freundes hätt« erkennen können. Ein anderer Fall ist folgender: Während die Boote von des Capi-tän Seymour'S Barte „kkops t>n" auf der Höhe der Perlinseln 40 bis 50 Meilen von Panama auf Walfische lauerten, theilte sich das Waffer und Capitän Saymour machte sich auf einen Walfisch gefaßt. Aber ein Kopf wie der eines Pferdes tauchte auf und versank dann wieder. Die gesammte Mannschaft iah das Geschöpf. Der Capitän sagt. eS hatte fast 20 Fuß Länge, einen stattlichen Kopf wie einen Pferdekopf mit 5 [Don Juan in der K nch«.] Im Jahre 1332 kam Leontine Feral. ein baSti-sches Bauernmädchen, als Bonne nach Paris. Dort lernte sie den Küchenchef Cartoi kennen, der sie verführt« und mit ihrem Kind« im Stiche ließ. Cortoi wies alle Heirathspläne seiner Geliebten zurück, indem er ihr sagte, daß er seine Cousine Fräulein Grandelet hei-rathen werde, die ihm gleichfall« Multerfreu-den verdanke. Hierauf schrieb ihm Leontine einen Brief mit der liebenswürdigen Meldung daß sie erst ihn und dann sich umbringen werde. Don Juan Cartoi verkroch sich hinter seinen Pfannen und wagte nicht mehr, an's TageS-licht zu gehen. Leontine schien eS auch bitter ernst mit ihren Drohungen zu sein, da sie eiues AbendS Fräulein Grandelet überfiel, ihr eine» Zopf ausriß und schrie: „Mir gehört Cartoi, Sie Elend« soll«n ihn nicht haben, ich bringe ihn um, ich erwürge ihn, ich durchbohre ihm das Herz mit einer Lanze." Cartoi em-pfing am nächsten Tage de» Besuch seiner blut-dürftige» Geliebten, umgeben vo» einem Wall vo» Küchenjunge», waS Leontine nicht hinderte ihm zwei Kugeln in die Schulter zu schießen, die bis heut« »och nicht entfernt werden konnten und das Erscheinen Catoi'S im GerichtSsaale lange Zeit verhinderten. Seine Aussage vor dem Untersuchungsrichter wird verlese», bei einer Stell« brach ei» förmliches Toben im Gerichtsaale loS. Der Untersuchungsrichter frug nämlich: Sie haben dem jungen Mädchen die Eh« versprochen?" Cartoi antwortete, indem er den Schnurrbart strich: „Selbstverständlich, wie soll man denn sonst ein Mädchen verführen !" Leontine. die sehr hübsch und sehr reuig ist. wird freigesprochen, selbst der Staatsanwalt .zieht seine Anklage zurück, die Geschwornen sind tief gerührt. Die Damen im Publicum vergießen wahre Thränenströme. Der Präsident gratulirt der Freigesprochenen, die gleich einem Triumphator de» Gerichtssaal verläßt. [Ein« unangenehme E u t t ä u-s ch u n g.] In Turin findet jetzt bekanntlich eine nationale Ausstellung statt. In der vergangenen Woche erhielten nuu vierzig bis fünfzig AuS-steller per Post eine Einladung zur königlichen Hoftafe! für den nächstfolgenden Abend. Zur festgesetzte» Stunde am nächsten Abend fuhr nun eine lange Reihe von Fiakern vor dem könig-lichen Palaste vor, denen die geladeneu Aussteller, alle selbstverständlich im Salonanzuge, entstiegen. Wie groß war jedoch deren Enttäuschung, als sie hier erfuhren, daß die au sie ergangenen Einladungsschreiben alle gefälscht und w c>hr-scheinlich vo« irgend einem Spaßvogel verschickt worden sind. >K i » d i s ch e Anschauung.] Ein Phi» ladelphiaer Blatt berichtet folgenden Fall: „Ein Knabe in hiesiger Stadt, welcher kürzlich sein jüngeres Schwesterchen fliegen lehren wollte, ist zwei Hörnern, die daraus hervorragten. ES hatte vier Beine oder doppelgliedrige Flossen, ein braunes Fell, mit großen schwarzen Flecken übersäet, und einen Schwanz, der gegliedert schien. DaS Thier wurde an zwei verschiedenen Tagen gesehen und hätten sich nichts gleichzeitig Walfische gezeigt, so würde man sich bemüht haben, es zu fangen. Ein gauz ähnliches Wesen. daS man für eine Seeschlange hielt, wurde im Jahre 1817 beim Vorgebirge An« in Massachuset« bemerkt. Elf Zeugen legten vor dem Friedensrichter einen Eid ab, «in« Art Schlang« gesehen zu haben, die dunkelbrau», unt«r d«m Kopf und Hals weiß war. Der Kopf war so groß wie ein ^serdekopf, aber wie der einer Schlange ge-formt. DaS Thier wurde auf 50 Fuß Länge geschätzt. Wenn man diese und ähnliche Fälle in Betracht zieht, so kann man sich nicht darüber wundern, daß bisher unbekannte Geschöpfe in der Tiefe deS Meeres vorhanden sind; vielmehr müßte man eher darüber erstaun: sein, wenn di« Menschen alle oder nur die Hälfte der Bewohner deS Ccean<5 kennten. Es^ist wunderbar, wie wenige Bewohner der Tiefe sich jemal« zeigen. Auf einer Seereise, die viele Wochen dauert, steht man wohl einen Haufen 6 vielleicht nicht närrischer al« Personen reifere» Alters, die ähnliche Experimente gemacht haben. Diese kindischen Nachahmungsversuche führten übrigen« sowohl für ihn selber, al« für da« zu ver-traueiisvoll« Dämchen, da« ihnt Glauben schenkt.', Ssehr unangenehmen Resultate». Der junge ursche hatte sich nämlich eingebildet, daß, da die Böget fliegen kö»nen, nicht« im Wege stehe, daß auch Menschen es zu thun im Stande sind, wenn sie dabei sich nur geschickt genug anstellten, welche Theorie er sich dann vornahm, mit Hilfe seiner kleinen Schwester, die er überredete, den ersten Versuch zu machen, zu beweisen. Er führte sie im elterlichen Hause in den zweiten Stock hinauf, verschaffte sich ein feste« Paar Trut-hahnflügel und einen alten Regenschirm, welche Gegenstände er mittelst eine« Seile« seinem Schwesterchen umband. An jeden ihrer Arme befestigte er an der Außenseite einen Flügel und der aufgespannte Regenschirm wurde so an ihrem Leibe angebunden, daß er al« ein Fall» schirm dienen sollte, um sie im Fall eine« Miß-lingen« „sonst auf den Boden niederzutragen." Als sie so ausgestattet war, hieß er sie von» Fenstergesimse herabzuspringen, mit ihren Flügeln tüchtig schlagen und so lange fliegen, bis sie müde wäre. . . Da« Resultat dies?« Experi-mente« war, daß schleunigst ein Wundarzt gerufen werden mußte, um ein gebrochene« Bein ein-zurichten und mehrere sehr ernste Quetschwunden zu verbinden, und daß der ehrgeizige Anstifter de« Flugversuche«, der noch hartnäckig behaup-tete, die Schuld habe nicht an ihm, sonder.» an seiner Schwester gelegen, weil sie sich dabei wie «in Gänschen benouinien und seine Unterm ei-suiigi« nicht beobachtet habe, eine tüchtige Tracht Prügel davontrug. (E i n guter Rath.] Eine New-'Aorfer „Firma" annoncirt in Landzeitungen: „Wir theil?» gegen Einsendung vo» 5,0 Cent« ein Mittel zur Abgewöhnung des Fluchen« mit^ und erhält täglich ein« Menge von Briefen von fromnien Farm.rn, dt« des gedachten Laster« gern los werden möchten. Für di« fast immer in der Briefmarke beiliegenden 50 Cent« wirb regelmäßig der Rath ertheilt: „Halt dein Maul!" [« Tischler-und Schlosserarbeiten im Offertwege ausqe-schrieben werden. Man hofft das Gebäude di« End« Juli unter Dach zu bring«n. [Der Schützeuv«r«in in Marburg] veranstaltet vom 22. dis inclusive 25. Mai ein größeres Freischieße», bei dem 20 Beste auf 2 Standscheiben, einer Ftldscheib« und d«r Lausscheibe ausgeschossen w«rv«n. [So k o l f a h n e.] Bekanntlich soll jk Pfingsten in Praßberg mit großem stooemscheii Pomp« die Fahne deS „SavinSki Sokol" ihre Weihe erhalten. Dies« Fahne, für welche in ganz Unterfteierinark gesammelt wurde unv deren Kosten circa 500 Jfl. betragen dürften, trägt das serbische Wappe.» (Halbmond unter einem Sterne) unv darüber eine Kaiserkrone. Wir, die wir die Herzensgelüste der Herren Chauvinisten zu kennen vermeinen, wundern uns über eine derartig« Wappenwahl nicht i» mindesten, wohl aber über den Umstand, dai | man trotz d«r traurigen Ereigniss« der Char-woche noch Lust empfindet, ein derartiges FeK zu seiern und bezüglich desselben klappernd« Reclame zu machen. [Gistmor d.| Au« St. Marein bei Er-lachstein wird gemeldet: Die Grundbesitzer Mar-tin und Emma Trinko waren verpflichtet, ihn. Verwandten Michael Trinko lebenslänglich ;u dequartieren und zu verpflegen. Drückende Roch ließ nun in den beiden Ersteren den Entichwß reifen, ihren Pflegling, mit dem sie in stetem Unfrieden lebten, auf unauffällig« Art auS dem Leben zu schaff«». Ei« mischten daher geltg««-lich eine« Festessen« (Furasch) in die dem ge« nannten Auszügler vorgesetzten Speisen ge-stoßen«» Arsenik. Michael Trinko starb bald nach dem Genusse der vergifteten Speisen. Di« Mörder wurden bereits dem hiesigen Kre,5 gerichte eingeliefert. [Belohnter Glaube.] „ Budapest, Ew. Wohlgeboren ! Vor ungefähr einem Monate wendete ich di« Brandt'fchen Schweizerpillen a». in dem Glauben, endlich DaS Arcanum gegen mich quälende Obstructionen gefunden zu habe». Mein Glaub« wurde durch da« glänzend« Resultat gerechtfertigt, und bin ich durch den ®e» brauch derselben gänzlich wieder hergestellt. Ich kann nicht umhin, Ihnen für dieses Mittel meinen ergebensten Dank auszusprechen. Erge-benst I. de Potterie, k. ung. Honvedoberstlient. in Ruhestand. Hotel National. — Aa Herrn Apoth. Rich. Brandt, Zürich (Schweiz). Die Äpo-theker R. Brandt'schen Schweizerpillen, indem sie das Blut reinigen, sind in fast allen chronische» Krankheiten vom größten Nutzen. — Von u»t Allen geschätzt, müssen wir umsomehr daraus achte», daß wir uns auch die ächte» Pillen ver-schaffen. Auf der Etiquette jeder Schachtel muß sich der NamenSzug Richard Brandt und da« weiße Schweizerkreuz auf rothem Grunde de-finden. Die Schachtel kostet 70 Kreuzer in den Apotheken. 1884 Literarisches. [Zur Reise - Saiso it.] Die schöne Sommerzeit »ah» und mit ihr regt sich in jeder-nor.ii der Wunsch, sein Heim auf kurze Zeit zu erlassen und in bevorzugte» Gegendeu die Reize Kr Natur zu genießen, die Reiselust hat sich im äi»se der Zeit zu einem ganz artigen Zug im menschlichen Culturlebe» herangebildet und findet iijwn schönsten Ausdruck in den sommerlichen Zittgnügnngsreisen. Dies veranlaßt unS, «in Unternehmen von A. Hartlebcn'S Verlag in Liln. dessen „Jllustrirte Führer" zur diesjährigen Saison in I!> e!eg> nten und durchwegs slhöii ausgestalteten Bänden vorliegen, bestens i>l empfehlen. Verschiedene maßgebende Stimmen 1« Kritik habe» Hartleden's Führern das vollste !ob gewidmet, so daß eS genügt, auf dieselben im erneut aufmerksam zu machen. Wer eine üeise machen will, wird gut thun, sich von seiner kachhandlung oder direct vou A. Hartleben's Verlag in Wien ein Verzeichniß senden zu lchen. aus dem er sich einen treuen und ver-Wichen Reisebegeiter wählen kann. Eingesendet/) K. k. Gymnasium in Cilli. Die unterzeichnete Direktion beehrt sich, tai p. t Herren Eltern, resp, verantwortlichen Zusichern der hiesigen Gymnasialschüler einzelne Kiste der DiSciplinarordnung mit dem Ersu-lhen mitzutheilen, die Befolgung derselben sei-tntö der ftudirenden Jugend übermachen und caf diese Weise die erziehende Thätigkeit der 5chule unterstützen zu wolle»: 1. Excursionen ganzer Classen oder größerer Abtheilungen von Schülern sind nur im Qcifein eineS LehrerS gestattet. Oeffentliche und Gesellschaftsbälle dürfen nur von den reiferen Schülern der 7. und 8. Classe mit Bewilligung des Direktors und i» vertrauenswürdiger Begleitung besucht wer-den. (§. 17.) 2. Den Schülern der 7. und 8. Classe ist kri entsprechender Erfüllung ihrer Berufspflichten ein mäßiger, nicht in die späte« Äbend timden fallender Besuch anständiger, vom Di-nclor im Einvernehnien niit dem Lehrkörper ton Fall zu Fall bezeichneter Gast- und Cafö-Häuser unbenommen (btefetben werden zu Besinn des Schuljahres angegeben); den Schülern k: übrigen Classen ist der Besuch der bezeich-inen Locale nur in Begleitung der Eltern tin deren Stellvertreter gestattet. Ungeziemen-k* Benehmen. Trunkenheit, Streit und Excesse EArt werden auf das strengste, nöthigen- mit der Ausschließung von der Lehran-ia'.t bestraft. Zu Trinkgelagen Extrazimmer zu «bmen oder Commerse abzuhalten, ist streng «holen (§. 18.) 3. Der Schüler vermeide gewissenhaft jedes Spiel, das zur Vergeudung von Zeit und Geld nP zur Vernachlässigung der Schulpflichten sidrl. Tagegen Handelnde werden nach erfolglos Sli-bener Mahnung vom Gymnasium auSge- -sie". (§. 19.) 4. Ohne dringenden Anlaß in später keidstunde aus der Gaffe herumzugehen, ist mrsagt. (§. 20.) 5. DaS Tabakrauchen ist Schülern der kW unteren Classen verboten. Auch Schüler in 7. und 8. Classe dürfen auf der Gasse -i-erhalb deS Weichbildes der Stadt nicht wichen. (§. 21.) 0. Unter sich Vereine zu bilden oder Ver-tatn als Mitglieder anzugehören, Abzeichen zu nagen und an Studentenverbindungen theilzu-I»chmin, sowie bei den Zusammenkünften dieser Sndwdungkn oder in den Sitzungen und Ver-Ia»mlungen von Vereinen auch nur als Zu-dorer zu erscheinen, ist allen Schülern streng-florä verboten. Ebenso dürfen größere Ver. suimlungen von Schülern ohne Erlaubniß deS *) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. „Zutsche Wacht. Lehrkörpers weder in noch außer der Schule stattfinden. Wer den« Verbote entgegen handelt, wird nach fruchtlos gebliebener Ermahnung von der Lehranstalt ausgeschlossen. (§. 22.) K. k. Gymnasial-Directio» Cilli, im Mm 1884. Kommik. O Wir lenken die Aufmerksamkeit unserer verehrten Leser auf die Annonce der wohlre-nommirten Firma Valentin & Co., Hamburg, die Hamburger Grld-Lotterie betreffend, welche zweifelsohne das Interesse des Publikums in Anspruch nehuien muß und Jedem Gelegenheit bietet, für eine geringe Ausgabe sein Glück zu versuchen. WW" Wir machen hiedurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kaufmanns Simon in Hamburg besonders aufmerksan». Wer Neigung zu einem interessanten wenig kostspieligen Glücks-versuche hat, dem kann die Beiheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen aus-gestatteten staatlich garantirten Geldverloosung nur bestens empfohlen werden. reinster AlUfillnclicr tete Tisch- ond N«iMM>M, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Ilcinrich Mattoni. Karlsbad und Wien. DolkswirtyschaMiches. [Zur Nordbahn frage. ] Die gestern von der Majorität deS Subcomit^s des Eisenbahnausschusses gefaßte Resolution lau-tet: Die k. k. Regierung ivird ausgefordert mit der Gesellschaft der Nordbahn in neuerliche Verhandlungen zu treten und die Bahnstrecke, für welche daS Privilegium am 4. Mai 1886 erlischt, gemäß K 10 dieses Privilegiums a u s der Basis der Herstellungskosten abzulösen, oder ein anderes Uebereinkommen abzuschließen, welches den finanziellen und volkswirthschaftlichen Interessen vollkommen ent-spricht. Das Ergebniß dieser Unterhandlungen ist dem ReichSrathe in der nächsten Session zur Genehmigung vorzulegen. Sollen aber diese Unterhandlungen zu einem günstigen Re-sultate nicht führen, so wird die Regierung aufgefordert, die etwa hiedurch sich als noth-wendig erweisenden Gesetzvorlagen rechtzeitig einzubringen, insbesondere auch damit der Be> trieb auf den erwähnten Eisenbahnlinien nach Ablauf des Privilegiums nicht unterbrochen werde. Der Obmann des Subcomit^s Dr. Herbst wird Namens der Minorität dieser Resolution gegenüber seinen bekannten Antrag auf Ver-staatlichung ausrecht erhalten. sL o n d o n — Calcutta.] Kürzlich wurden von London aus sämmtliche Telegraphen-Stationen zwischen dieser Stadt und Calcutta (7000 englische Meilen) geöffnet und war von den beiden Endstationen aus eine kurze Con-versativn mit der „Geschwindigkeit" von zwölf bis vierzehn Worten per Minute gehalten. Die Reihenfolge der Hauptstationen war: Emden, Odessa, Teheran, wo, dem Wunsche zuvor- 1 kommend, dir Communicatioi» mit Kurrachee geöffnet wurde; in letzterem Orte „rief" der Beamte den Londpnern n, Gefallen Agra an. wo der Diensthabende. Malcom Khan, das Uebrige that, um in kürzester Zeit die Ver-bindung mit Calcutta herzustellen. Der dortige Beamte wollte anfänglich an den directen Ver-kehr mit London gar nicht glauben, und er fragte verblüfft: ,Aro yon really London?* (Seid Ihr wirklich London?) — In der That eine tüchtige Leistung! Jede Entfernung scheint zu schwinden. _ sFünfpercentige Salzkam mergut-Prioritäten.] Wie die „Piefse" meldet, unterhandelt die österreichische Regierung mit der österreichischen Bodencreditanstalt wegen Durchführung der Conversion von 25 Millio-nen fünfprocentiger Salzkammergul-Goldpriori-täten. Die Bodencreditanstalt soll die Conver-sion, welche erst für den Herbst in Aussicht ge-nommen ist, auf eigene Kosten durchführen. Aus dem Amtsölatte. Kundmachungen. Erhebung von An-sprächen auf die Caution des an» 2. Novem-ber 1883 zu Lichtenwald verstorbenen k. k. No-lars Josef Krainz. Termin binnen 6 Wochen. K. k. Notariatskammer Cilli, 5. Mai 1884. — Vergebung der Graz-Triester Lotto-Collectur in Marburg. Termin 24. Mai. K. k. Lottoamt Graz. — Vergebung deS Windisch - Feistritz-Petschko-Straßenbaues bei heiligen Dreikönig im Loßnitzthale. Offerte bis 24. Mai. Landesbau-Amt Graz. — Erledigung eines Frau FranziSka Freiin von Schwitzen'sches Mädchen - Stipendi-ums per 67 fl. 20 kr. Termin 1. Juni. Statt-halterei Graz. Erledigungen. Militär-Lotto-Stifts-platze im k. k. Civil - Mädchen Pensionate in Wien pro Schuljahr 1884/5. Steier märkische LandeSschulrath. L i c i t a t i o n e n. 3. executive Feilbie-thung der Realitäten des M. Erlaö in Tram-berg. Sch.-W. 1295 fl. am 23. Mai. B. G. Pettau. — Des I. Tosf in Weinitzen. Sch.-W. 1500 fl. am 24. Mai. B.-G. Umgebung Graz. — DeS Johann Treu in Arnace. Sch.-W. 3634 fl. 4 kr. am 24. Mai. B.-G. Schön-stein. — Des Johann Vinpolöek in Ober-pohanca. Sch.-W. 2683 fl. 70 kr. M. Glancnik in Pirsenberg. Sch.-W. 1430 fl.; Johanna Sakoschek in Rann. Sch.-W. 378 fl. am 24. Mai. B.-G. Rann. — Relicitate» der Realität Berg Nr. 828'/, ad Wind. - Landsberg der Maria Anderlach erstanden von Natalie Wofau dann von Franz Bogt. Sch.-W. 230 fl. Meistboth 155 fl. am 24. Mai. B.-G. St.-Marein. Erinnerungen. Verjährungs-Aner-kennung und Löschuugsgestattung von Rechten und Forderungen nach Anton Jantschitsch. Tag» satzung 28. Mai. B.-G. Marburg l. D.-U. — Nach Vincenc Karnicnik. Tagsatzung 11. Juni. B.-G. Rann. — Nach Maria, Agnes und Anna Majoriö, dann Josef, Maria und Ursula Veble. Tagsatznng am 17. Juli. B.»G. Rann. — Nach Lorenz und Maria Lakner. Tastsatzung am 21. Juli. Bezirks-Gericht Pettau. — Nach Jo-hann Zainer. Tagsatzung 25. Juni BezirgS-Ge-richt Oberburg. — Nach Martin Viliönjak, Ursula und Joses Slaviner. Tagsatzung am 27. Mai. BezirkS-Gericht Lultenberg. — Nach Ursula Stiploscheg, geb. Poviü am 24. Mai. B.-G. Gonobitz. — Nach Johann Lapusch. Tagsatzung am 7. Juni. B.-G. Rann. — Nach Joses und Franz Feijaniö. Tagsatzung am 7. Juni. B.-G. Rann. — Curatorbestellung für den in St. Peter verstorbenen Josef Kofi««. Curator Dr. Johann Sernec, Advocat in Mar-bürg. Kreis- als Handelsgericht Cilli. — Einberufung der Erben und VerlaffenschaftSgläu-biger nach Ursula 5van. Tagsatzung 30. Mai. B.-G. Franz. 'Nach Georg und Maria Bo-goviö. Tagsatzung 11. Juni. B.-G. Rann. 8 .ZX»tlche Wacht ' 1884 Pa Z7eZ^r2. G i 1 t 1 |f vom lct. Oot. 1S83. TrUst—Witn. Courinug Nr. 1, Ankunft Cilli 1 Uhr 26 Min. Nacht». Abfahrt . 1 , 26 . Anschlu«» Prageihof, Eilrag Nr. 202, ab 8 Uhr Fröh. , Marburg — Eilzug Nr. 8. Ankuufl Cilli 1 Uhr 15 Min. Mittags. Abfahrt » 1 » 17 » » Anicblnw Pragerhof — , Marburg Postzag Nr. 406, ab 3 UV Nachm. Postzug Nr. 5, Ankunft Cilli 6 Uhr 9 Min. Abends. Abfahrt , 6 , 14 , » Anschluss Praeerbof Postz. 206ab 7 Uhr 55 Min. Abends. , Marburg — Puetiug Nr. 7, Ankunft Cilli 3 Uhr 10 Min. Prflh. Abfahrt , 3 , 15 , » Anschluss Pragerbos, Post*. 204. ab 9 Uhr 35 Min. Von» , Marburg, , 404, , 9 » 15 » , Secundin. Nr. 93, Ankunft Cilli 9 Uhr 4 Min. Abends, äecumlärzug 91, Abfahrt Cilli 6 Uhr 5 Minuten frtb bis Mttran&chlng. Anschluss Pragcrhof Post*. 204 ab 9 Uhr 35 Min. Vorm. Gemischter Zug Nr. 97, Ankunft Cilli 9 Uhr 11 M. Vorm. Abfahrt , 9 , 19 , , Anschluss Pragerhof — » Marburg wie bet Zug Nr. 3. Wien— Trlest. Courinug Nr. 2, Ankunft Cilli 2 Uhr 41 Min. Nachte. Abfahrt , 2 , 43 , „ Anschluss SteinbrBck, Gemischter Zug Nr. 512 ab 4 Uhr 50 Min. Frth. Eilrug Nr. 4, Ankunft Cilli 3 Uhr 49 Min. Nachm. Abfahrt »8 »51 » , Anschluss SteinbrOck Posting Nr. 502, ab 5 Uhr 45 M. Nachm. Postaug Nr. 6, Ankunft Cilli 10 Uhr 24 Min. Vorm. Abfahrt . 10 . 2S » Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 4 Postzug Nr. 8, Ankunft Cilli 1 Uhr 45 Min. Nachts. Abfahrt , 1 , 50 „ » Anschluss Steinbrtick wie bei Zug Nr. 2. Secund&nug Nr. 94 Abfahrt Cilli 6 Uhr Fröh bis Laibach. Secnndärzug, Ankunft Cilli, 9 Uhr 18 Min. Abends t. Mömn ichlag. Gemischter Zug Nr. 98, Ank. Cilli 5 Uhr 27 M. Nachm. Abf. » 5 „ 35 > » Anschluss SteinbrOck — Vom 1. Juni an werden Tour- und Betourkarten aller 3 Wagenclasseu sowohl nach Marburg als auch nach Pettau aasgegeben. Zleöerftcht »er meteorologischen Beobachtungen an den Sta-tionen Cilli, Tllffer unt> Neubau«. Mosat Mär» 1884 Cilli >7» 1» 8" lass« 7» 1» 9» NcuhauS 7- 2" D* Lujtdruck bei 0" in Millimetern: Monatmittel . . . 74022 74244 — Maximum (am 16.) 751-4 7534 — Minimum (am 35..) i 732 0 7837 — Temperatur nach Cel- sius.- Monatmittel . . . +«••11 +6*-14 —4*45 M°j. (am 19.) •) +20*6 +22"0 +15*0 Min (am 6- 10- •) -4*-0 —2* 2 —t'O Dunstdruck in Milli- metern, Mittel. . 49 53 — Zeuchligkeit in Per- cent«, Mittel . . 726 77-2 — geringste (am 19..) . 28 32 — Niederschlag in Mil> limetern, Summe. 98-5 59-0 46 7 größter binnen 24 ©L (am 0.—10. ) . . 12 1 235 145 Monatmittel der Be- wöltung (0—10). «4 6-1 57 Zahl der Tage mit: Meßbaren Nieder. ichlägen .... 10 - 8 12 Nebeln..... 10 ß 10 8 8 Stürmen . . . .- 2 0 0 Äcwitlern .... 0 0 0 Secnndäre Temp.-Extreme: Cilli: am 13.-j-l7«o, am 17. - Z.O. Tüffer: am 13. + 17--8. am 17. — l.*0. Neuhaus: am 30. -J- 11°"4, am 28. — 0*-6. *) In Cilli u. Tfljfer nach dem Max>Min.-THer m in Neubau« nach unmittelbarer Beobachtung Eourse der Wiener Vors, vom 17. Mai 1384. Soldrente.......... . 101.6a Einheitliche Staatsschuld in Noten . 80.50 „ „ in Silber . 81.11 Märzrente 5% ....... 95.95 Bankaktien.......... 855.— Creditactien ........317.20 London . . wista........121.90 Napoleond'or..........9.67 ?. f. Münzdncaten........5.73 100 Reichsmark.........59.65 Ttv C1U1 ist ein in einer frequentea sissa stehendes, einstockhohes, im besten Hausstand* W-sindlichcs und zinserträeiiehes Haus mit gewölbtem Keller, Garten und Uau&bruancn, itt freier Hand unter günstigen Bedingungen sogleich n rerkanfen. Auskunft ertheilt die Administration der „Dti".-schen Wacht' in Cilli. Fftr meine Papier-, Schreib- & ZeichuM-Requisiten-Handlung verbunden mit LeUtlilbliothck, Druck« Horten .Vorlag, Z<>ltuii|f»-E*i>cil|. tion etc., suche ich einen u\mm *> PracUei, Selber muss aus guter Familie, beider LandesspucbM mächtig und mit den nothigen Schulkenntnis-^n Tuschen sein. Johann Raknscli in Cilli. Frachtbriefe mit oder ohne Unterschrift, zu haben bei Joli. Kakusch, C'illl- in JCT am Hauptplatz empfiehlt einem P. T. Publicum sein reich assortirte« Lager in Cialailterie-, Spiel», M.ltrx- und murnberifcr%%'aarcn in grösster Auswahl hei solider uno«ie i'ir Anlatre von Capitalien in Baurcm oder in Werthpapieren gegen monatliche Gewind» (»Auszahlung wie bisher, empfehlen «ich Theodor Noderer & Go lirolor. IBimli- iV Lomhard-liicM'hiist, WIEN, I., Schottenring 5, Eingang Hessgasse 7, I. Stock. Vorirhilur auf alle im Coursbbtt« nutirten Kffeeten und Lose bis zum Tollen Werthe. — Beeile Informationen auf mündliche oder nicht anonyme schriftliche Anfragen stehen in discreter Weise zu Diensten. 325—it Zur Erlangung und Erhaltung drr Gesundheit bat »ich seit jeher bestens bewährt eine Blitreiniguttgs-Cur ' W" im ArüyjaKre, "WU «eil durch eine solche mancher im K0r]>er schlummernde K- im schwerer Krankheiten uuf demselben entfernt wird. Das ausgezeichnetste und wirksamste Mittel hinzu ist >1. llrrlmltiij'« verstärkter §nriH|mrilla§yrii|i. J. Herbabny's verstärkter Sarsaparilla-Syrup wirkt gelinde auflösend und in hohem Grade blotrerbeiueriid, indem er alle »dürfen nnd krankhaften Stosse, Mut dick, f.: zur raschen Cirkulation untauglich »»»eben, au« demselben entfernt, sowie alle verdorbenen u. krankhaften .Säfte, angehäuften Schleim und Galle — die Ursache vieler Krankheiten — auf unschädliche und schmerzlose Weite aus dem Körper abscheidet. Seine Wirkungt«l sleshalb eine ausgezeichnete bsi Hartleibigkeit, bei Blutandrang nach dem Kopfe. Ohrengangen. Schwindel, Kopfschmerzen, bei Gicht- und Hämorrhoidal-Leiden, hei Magen-verscbleimung. schlech er Verdauung, Leber- uu«i Milz-Anschwellungen, ferner hei Drüsen Anschwellungen, bösen Flechten. Haut-Aossclilügen. Preis einer Driginol-Alasche sammt Broschüre 85 fr., per Post 15 fr. mehr fttr Sntballage. yV Jette Ftnuette muss ohensteher.de Neht*t*t»irirfse als Zeichen der Kehtheit tragen Ccutral Versrudungs vrpot für dieproimiM: V», YMe „Ar BarierziiM" des J. Ilerliabny, Neubau, Kaiserstrasse 90, Ecke der Neustistgasse, Depots ferner bei den Herren Apothekern: KiUi: I. Kupferschmid, Baumbach'S (frbrn, Apoth Deutsch Vandsberg: ß. Müller Aetd-dach: I. «önig vionobitz: I VoSpifchil Gra;: Anton Nedwed Letbnitz: O Rußheim. Marburg: G- Bancalari. Pettau: E. Behrbalt, H Eliaich ?tadker»burg: C- Andrieu WotfSberg: A Huth. Das Beat« der Neuxeltl Die Marburger Dralt - Neti-Matratzsii - Erieopm R. RITTKH empfiehlt Ihre neu verbesserten, elastischen Drabt-NeU-Matraisea (Bett-EInsitsel, bestes Encagnlss, xu den billigsten Hrelsen und liefert selbe In liols- oder Klsen-Kahmen nnd in eisernen, aasamiaenlegbaren Betten, wo die Draht-Malratxe schon fest »"erbracht Ist. Besonders geelnet fu, Hfitels. Baue-Anstalten, Spitaler und sonstige Institute. Von anverwärtlloher Dauert lllark 500,000 im gtücktichtten Aaike. Tie «roke vom Staate Hamburg garantirte Geldlotterie erfreut sich durch die Reichhelligkeit der in dciselden zur Berlooiung kommenden Gewinne sowie durch die größtmöglichste Marantie für prompte Gewinnauszahlung überall der größten Beliebtheit. Dieselbe wird den Bestimmungen des Planes gemäsi von einer besonders hiefür eingrfepten General Direktion geleitet und da« ganze Unternehmen vom Staute überwacht. Es werde» in wenigen Moaien oon der ersten bis zur siebenten l<)0,«)00 Loosen 50 500 Loose sicher mit Gewinnen gezogen. Tarunler befinden sich von eventuell Mark 500 «»00, speciell aber: Classe unter Haupttreffer Prämie 1 Gewinn 2 Gewinne 1 (gewinn 1 Gewinn 2 Gewinne Gewinn Gewinne Gewinn Gewinne Gewinne Mart »00 000 200 000 100.000 00.000 feO 000 30 000 GO 000 50 00«» 30.000 20 000 15 000 2«j Gewinne hC Gewinne 10ti Gewinne 253 Gewinne 6 Gewinne M5 Gewinne 1036 Gewinne 89020 Gewinne 1SM63 Gewinne Mart 10,000 5 000 3.000 2.000 1,500 1 000 500 145 200.150 333—t 124, 100, 0 t, 67, 40, 20 IC. Von diesen Gewinnen werden in der ersten Classe 4000 im Gesammlbetrage von M 157,000 vnloost. Der Haupttreffer der ersten Classe beträgt Mart 50 000 und steigert sich in der zweiten Classe aus Mart 60.000, dritten Mark 70,000, vierten Mark 80 000, fünften Mark ttO.OOO, sechsten üRaik 100.000 und in der siebenten Classe auf eventuell Mari 500,00«», speciell aber M 300,000, 200,000 je. :c. Zu der Gewinnziehung der ersten tilasse tostet Ein ganzes Originallos fl. 3.30 (?in halbes Originallos „ 1.79 Ein viertel Originallos „ 0.90 Gegen Einsendung des Betrages in Banfnoten, Postanweisung oder unter Nachnahme miden die bei un» eingehenden Au>träge prompt ausgeführt- Es erhält Jeder die mit dem Staats-wappen versehenen Qrtginallose in vänden und zu gleicher Zeit den amtlichen c Auszahlung der Gewinne geschieht planmäßig prompt unter TtaatSgarantie. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan im Voraus gratis und erklären uns ferner bereit, die nicht conveni-reuten Loose, welche uns rechtzeitig vor Ziehung retournirt werden, wieder zurückzunehmen und den dafür erhaltenen Beirag sofort zurückzuerstatten, Da zu diesen Gewinnziehungen täglich sehr zahlreiche .lustläge bei uns eingeben, so ersuchen wir, um alle Bestellungen mit Sorgfalt ausführen zu tönn«», dieselben baldmöglichst, jedenfalls aber vor dem 31. Mai 1884 uns direct zugehen zu lassen. Valentin & C^o., Bankgeschäft HAMBURG. Glucf und Zufall spielen »st eine große Roll« im menschlichen Leben und diesen darf ein Jeder gern ohne AuSnahn.e eine Thür offen las-jen, wenn dieses, wie hier, auf solide und be-queme Weise tu erreichen ist Unsere Hauptcollecte war von jeher ganz besonder» vom Klücfe begünstigt und routte das Jntereiie unserer werthen Abnehmer ittls auf Angelegentlichste von uns wahrgenommen. Jeder genießt bei UNS den Vortheil des di-recten Bezugs der Originallofe ohne Vermittlung von Zwischenhändlern und demzufolge erhält Je-der nicht allein die Gewinnlisten in möglichst kür-zefter Zeit nach geschehener Ziehung unaufge-fordert zugesandt, sondern auch die Original-toose stet« zu«« planmäßig festgesetzten Preise ohne irgend welchen Aufschlag. 500 Gulden zahle ich item. der beim Gebrauch von liösler'« Xialin-71 issi«la«asser 4 Flaaohe 35 kr. jemals wi ih r Zahnschmerzen bekommt, oder aus dein Munde riecht. K. Tftrliler. Apotheker, W. Bösler's Neffe Nachfolger Wien I, HoKioruiis'ssassp 4. Nur echt In C11U bei J. Kupferschmid, Apotheker. im HsUftidali lind mit t Jont tu vermiehten. Nii-lm> in der A'lmini«tr*tk*£a6re&lcxaia3.pf u. Hothlauf gelitten und di« ärztliche Hilfe Iccixicsi Erfolgs leistete, nahm ich mir vor. Ihr t>e-r-Ci.iiz».tes Heilmittel einzunehmen, wodurch ich nach Verbrauch mohreret n&scii.-elxeaa., jetzt •v©113eoKi»ae». gresvun.e«tas Heilmittel meinen Irtnlf-etezi. yip-1*11<- auszusprechen und jedem, der an Olcis-t und Isiag-enkiompf und . X^otlila-Äf leidet, Ihr Heilmittel mit gutem Gewissen a.-vif dos Beste anz-aampfehlan. Ich wiederhole nochmals meinen innigsten Dank und zeichne mit »11er Hochachtung Dambach bei Steyr, am 8. December 1883. Burburn IliilteiiNiorser, Gutsbesitzers-Gattin. ANMEKKUNß. Langwierige, veraltete, tief im Organismus eingewurzelt.- Arnnft-heile»* aller Art, insbesondere dicht und ttftrumnlSitumi. I.a/tmuttf/rn. bei welchen bisher jede und .flaff enteilten, lliintarrhitiiien. AnorA^n/ro«*, . Franenkratthiteifet* >-- s. w. jcdc'^Bchaudlung ohne Erfolg geblieben ist, werden durch den Gebrauch des mutige MB ■m l n***nct%tiifje. MI tut- «MMf Mästereiniffunaun,Hielt ßSttE*LAVEH VNMVKM*m*!M ftr immer beseitigt. Das Brenlauer I 'iiirerttitut ist per Flasche zu 2 fl. zum Gebrancfae auf ü Wochen ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisuug echt zu haben: In Cilli bei JT. H U p f«' r *«'lim I «1, Apotheker, in Leihnit/. bei Othniar Rums bei in, Ap. „ Marburg a. Dr»« bei W. A. König, Ap. Nen markt 1 >. Steierin. bei Utto Maly, Ap. in Dentscta-Landsberg bei H. Müller, Apoth. Feldbacb bei Jum. Klinig, Ap. Friesnch bei A. Aie-liinger, Ap. „ Frohiileiten bei V. Blamannr, Ap. „ Etirstenfeld bei A. Schrückenfnx Ap. .. Gonobitz bei J. Puspiwhil, Ap. „ Graz bei F. X Gscbihay, Ap. „ Klagenfart bei W. Thurnwald. Ap. Pettau bei Hag» Eliaaeh, Ap. „ Rotteumann bei Franz Moro, Ap. „ Tarvis bei Joh. Siegel. Ap. „ Villach bei Friedrich Scliolz, Ap. „ Woiz bei C. Maly, Ap. KAISER FRANZ JOSEPH-BAD TÜFFER. Der ergebenst Gefertigte, welcher durch Vergrößerung de» R<»taurationt>-Gartflich*t einzuladen. Heffit*n tter ('NriNMtM "»• *» 337—4 Hai. II ochachtungs voll Theodor Ounkel. Berber'» medicinische THEERSEIFE lock mftdic. CukIUM •■pfäkl«« , wird in 4m nirin Stuten Emp'a all Ittiutl» Erfolga (•(•> Haut-Aussenläge aller Art, ia«b»«n»dere ckroaUek» »ad Schnppr ufl»cfct#n, KritM. Grind »nd pimitln »owi# *•««»» K«pf»ni» »!!»>. ttbri*»# Tfco»rMtf»B d»« H*od«1<«. — £#r Vor-liiiliintt vom Tiku»«lt ««*•»> l.etf.. ,r* Beryor'» Tli«»*r- »ell«* mu4 acht« auf di« VokjiUit« |1*i iMrluirklKfii II n Hilf-!11-, Ili'r«:»r,»4,li«* Th**r-ikh»»ft>|*oir» xu wUnffu. da <4f» ***lJiM»«!. AI» »nllderr TI»r-«-rt»*lf«> v r »»»«» ITnreInlielteu de» Teipits, IM'» n«t- u O'l Waorh- und Bs4«rl(> (»r d*n liflithtll Bedarf liMt Berg er'8 Glycerin - Th eersctfe, I4*L GiTcorin ecttai.lt lad fein parfomrt tat . Preis per Stück |eder Sorte 35 kr. ssmmt Broschüre mbrtk nnd Ilanptveraaiadl: Ö. 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M. :mo* 2ao I4Z 10.4«3 Gewinne »M.tt ISO, 124, 100. 1)4, ST, 40, 20. Von die en Gewinnet gelangen in erster Clane 4000 im Gesammtbetrage von M. 167.000 zur Yoi-loosung. Der Haupttreffer lter Classe beträgt M. 50 00t und steigert sich in 2t«r auf Mark 60 000 3t< r M 70 000 4ter M. HO 000. 5ter M. t0( 6tcr M. 100,000, in 7ter aber auf eventnoll M 500.000, spee. M. ZOO 000. 100 000 etc. Die Gewinnxichungen sind planmässig amtirci festgestellt. Zur niebsten Gewinnziehung erster Classe 0U« 40.000 etc. 12 Vwavttichüich kann bei einem solchen ans der MOlldretesi BsssiIm gtgründeien CtUern*k\it» überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden und bitten wir Jäher um alle Aufträge ausführen zu können, uns :i< Bestellungen baldigst und jedenfalls vor des» 31. VIi«l d. J. zukommen zu lassen. Kaufmann & Simon, Bank- nnd Wechsel-Geschäft in Hambirg, P.S. Wir danken hierdurch für das uns seltner n»sch'sklt| Vertrauen nnd bitten durch Elnsirhtnshm- tn da amtlichen Plan sieb von de» grotsarli^cii Oewtaa-chancen tu iilierif ug*n, welche dies« \ orlom»«— bieten. 0. 1 1884 ..z>"tsch- mw 11 500,000 Mark gewinnen« Diese enorme Summe beträgt im glücklichsten FiUe der Haupttreffer in der von der Regierung mit U-rtj« ganzen SUaUveriDögen garantirtua llam-Vigtr GddMteri«. Die Lotterie enthält 50.300 Gewinns, welche in 7 Abtheilungen ausgelost werden. Mehr wie die Hilfte aller Loose müssen gewinnen. Keine Lotterie bietet solch' günstige Gewinnchancen. Speciell *ük1 die 50.400 Gewinne wie folgt eingetheilt: 1 Prämie u Mark 300.000 1 Gewinn k „ 200.000 2 Gewinne a „ 100.000 > Gewinn a „ »0,000 1 Gewinn a „ 80,000 2 Gewinne 1 Gewinn 2 Gewinne 1 Gewinn l> Gewinne 3 Gewinne 20 Gewinne 56 Gewinne IOC Gewinne 253 Gewinne 0 Gewinne 515 Gewinne I03C Gewinne 60 Gewinne kl! Gewinne 29020 Gewinne a k k k k k k k a k k k a ä i i ä ä 70.000 GO.OOO 50.000 30.000 30,000 1 5,000 10,000 5,000 3.000 3.000 1,500 1.000 500 ZOO 150 145 15*340 Gewinne » M. 124, 1O0, 94. 67, 40 und 30. Der kreis der Loose ist amtlich festgestellt und beträgt für die erste Abtheilung: 0<»t. Währ. 3 50 für ganze Originalloose n „ 1.75 für halb« Origiualloose „ —.00 für viertel Originalloose Wir bitten mit den Bestellungen den entfallenden Betrag in Banknoten oder in ö»terr.-ungar. Piutmarken iu übersenden; am Bequemsten ist die Zusendung pr. Postanweisung. Bei Zusendung der bestellten Loose legen wir das amtliche Ziehungsprogramm bei, woraus Alles »uiu zu ersehen ist. — Sollte irgend einem tmpflnger das Ziehungsprogramm nicht conve-niren, sind wir bereit, die Loose vor Beginn der Ziehung zurückzunehmen, und das dafür bezahlte Geld zu retonrniren. Der Harne jedes Bestellers wird in den Lotterie-Rqrutern notirt, und sofort nach jeder Ziehung eriult jeder Loosbesitzer von uns direct, ohne d»*s eine Aufforderung nöthig ist, die amtliche Ziehungsliste. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt unter Sti»t«fitrole nach jeder Ziehung. rns*Tv Firma besteht schon seit mehr als 70 Jahren anil seit dieser Zeit waren wir schon oft in !fr Lage, in Oesterreich-Ungarn Haupttreffe: von 250.0lii, Emmciitltit lot*. Huuntliiiler, KoifoiHor, noniittur, I in | x-i-iit I. und (il'o)ci- Küwi', sowie hochfeine ungarische & Veroneser Salami bei AL01S WALLAND in CILLI, Hauptplatz und Postgasse. An die P. T. Herren Mitglieder der Cillier Schützengesellschaft und jene Herren, die solche werden wollen, ergeht hiermit die ergebenste Einludung. Mittwoch, den 21. d. X., um W Uhr 30 Minuten Abends, im ,,Hötel Erzherzog: Johann" sieh recht zahlreich einmünden. Mit Schfitxengrusn und Handschlag 349—1 DAS COMITE. 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