Nr. 4. Freitag, 7. Jänner 1887. 106. Jahrgang. Mbacher Mum ' Mit Postvcrs«ndung - ssanzjäüiig ss. 15. halbjährig fl. 7,5«. Im Comptoir: »«uz almg n n, Halbjahrs sl, 5>,oo, ssilr die Zustellung ins Hau« ganzjährig fl. >.— Iusertionsaebür: Mir neme Inserate bi« zu 4 Zeilcn 25 lv.. größere per Zeile <> lr.: bei öfteren Wiederholungen pr, >seilc 3 lr Die „i!,nbacher Zeitung" erscheint tliglich ni!t Ausnahme der Son», und Feiertage. Die Ädministratlon befindet sich Äal)nln>fs!rahc lü, die Redaction Wiencrslraße l5. — Uns^,. k.. a > ! nlMeu Zeüeu hiucmden- n. I" Mbazia selbst wächst schlechter Wein die künm7 ^'""' li"d dem GedeilM ier «"'nick Mnstlg. Nenn man sich einen Begriff von diesem W me macheu will. so stelle man sich ZMerwässer vor w w Weiu'ü s^ ^"gchlllt ^ ^l wK U vorher Wem befand. Daun deuke man sich dieses Zuckmvasser m.t einigen Tropfen Essig versetz? Was zu ewem ^"^'"-^ ich selbst gesehen, wie .^ ? n l """ """' braunen Brühe, welcher '"" diesen Namen gegeben hatte, ein Löse servi rt ""' darin schwimmende,. Fliegeil he. W^?i3^ ^""^lllgen aus einer Zeit gegenüber. Welche anm drei ^ahre hinter uns liegt, braucht man nch etwa .n deu wunderbaren, vom hochschäftigeu Lor-b m s 5 "'"dingten Speisesaal des «Hotels Stefanie. Wanfzuswgen. Schon die sogenaunte «Schwemme, ill ewem der beiden Hotels verhält sich zn den damaligen Vorrichtuugen, wie sich ein Andienzsaal zu ciuer Kneipe verhält. Ein Stück genießbares Brot musste uou Fiume geholt werden. Während sich jetzt sogar ein Damcn-Frisiersalon im Schatten des Lorbeers angesiedelt hat, musste damals jemand, der sich den Bart abnehmen lassen wollte, zu eiuem alten Romagnolen pilgern, der in einem verpesteten Winkel von Voloska hauste nnd ein Varthaar nach dem andern absäbelte, sowie man Standenwerk in einem Walde nmsägt. Die hölzerne Baracke, iu welcher jetzt dein rotlwem'ützwi Metzger gc-gcuüber die Frau des Hausknechtes vom «Hotel Stefanie» deu Arbeitern Wein nud SchuapZ ausschäukt und cm bescheidenes Essen zusammeukocht, würde damals das Stelldichein sämmtlicher Fremden gewesen sein. Wer irgend elwas habeu wollte, musste es entweder durch das Marktschiff besorgen lassen, welches sich alle Tage mit Hilfe von Rudern oder Segeln nach Finme hinüberbewegte, oder durch irgend eiues der barfüßigeu Weiber, die täglich den weiten Weg hin nnd her zuriick-legten nnd sich ihre Einkäufe nach eigenem Gutdünken bezahlen ließen. Die Leute, welche heute täglich Fleisch essen, begnügten sich damals mit schlechten Fischen und Grünzeug. Freilich waren es noch keine Siguorini wie heutzutage, und ihre Häuser, ihr Grund uu> Boden hatten uoch nicht den fünften Theil von dem Werte, der ihnen heute zukommt. Ob fie damals fchou imstande gewesen wären, Wohlthätern das Legen eines Drahtes zn verhindern, bleibe dahingestellt. Jedenfalls haben sie es heute gethan, und es ist deshalb keine Telephonleitung nach der Station hinauf gelegt worden. Vermuthlich fürchteten sie. der Draht möchte anf ihre allzu kostbaren Besitzungen zu viel Schatten werfen. Als es bekannt wurde, dass man alls Abbazia einen Cnrort zu machen gedenke, begann ein Treiben unter den Einheimischen, welches einen wohl im kleinen an die Scenen erinnern mochte, die sich anderswo, in Amerika beispielsweise, abspielten, wenn die Leute hörten, dass uuter ihrem bis dahin wertlosen Grunde Pe« trolenm aufzutreiben sei. Wenn da ein Fremder kam nnd sich nach der langen Unterredung eines mühevollen Tages vielleicht einbilden mochte, dass er jetzt endlich mit denl Misstrauen nnd der Dummheit der Menschen fertig gewordeu fei >iud am nächsten Tage nnr zum Notar zu gehen brauche, um den Kanf emes Grundstückes eintragen zu lassen, so zerstörte während der Nacht ein Coiwentikel von Weibern wieder die ganze Ueber-einklinft. nnd am nächsten Morgen war er ebensoweit wie am vorhergehenden. Ein sentimentaler Philosoph konnte vielleicht ans solchen Erfahrungen den Schlnss ziehen, dass die Menschen nnter ähnlichen Verhältnissen durch das Veld verderbt werden. Ich für meiuen Theil glaube, dass die Bauern an allen Ecken uud Enden der Welt die gleichen sind nnd ihre moralischen Eigenschaften nnter der Anlage eines Curortes weder verbessert noch verschlimmert werden. Iu jeuen Tagen hatte Abbazia auch das Glück des Besnchcs eines deutschen Hofrathes, der als Cur-arzt eines berühmten Bade-Ortes hieher gekommen war, um in irgend eine medicinische Wochenschrift einen Bericht über unsere Lorbeergcstade zn schreibell, Laibachcr Zeitung Nr. 4 26 7. Jänner 1887. bar. Da kann es sich nnr um Sieg nnd Niederlage handeln. Wir vertrauen auf den Sieg der liberalen Principien! ____________ Von der Direction der krainischen Sparcasse erhalten wir folgende Zuschrift: Mit Bezug auf § 19 des PresZgesetzes wird die löbliche Redaction um die Ausnahme nachstehender Berichtigung ersucht: In Nr. 1 der «Laibacher Zeitung» vom 3. Jänner 1887 wird in den beiden letzten Absätzen des daselbst veröffentlichten, vom Herrn Dr. Mosche^ verfassten Artikels «Die krainische Orundentlastuugsschuld» die Behauptung aufgestellt, dass die iu der «Neuen freien Presse» vom 24. Dezember 1886 enthaltene Correspond denz über die feitens der krainischen Sparcasse erfolgte Ablehnung der Intervenieruug bei Convertierung jener Schuld von einem Directions-Mitgliede der krainischen Sparcasse besorgt oder inspiriert wurde, und dass zum Zwecke politischerVerhetzung unwahre Berichte aus der Directions-Sitzung in die Welt gesetzt wor< den sind. Dem gegenüber erklärt die gefertigte Direction als solche, und es erklären die sämmtlichen mitgefer-tigten Mitglieder der Direction alle jeue Angaben als unwahr und als höchst muthwillige Suppositions des Verfassers jenes Artikels; sie erklären es als unwahr, dass die Direction oder ein einzelnes Mitglied derselben den erwähnten Correspondenzartikel besorgt oder inspiriert habe und dass von ihr oder eiuem einzelnen ihrer Mitglieder über die fragliche Directions-Sitzung ein anderer Bericht in die Welt gesetzt wurde, als jener, der an den krainischen Landesausschnss in Erwideruug seiner Zuschrift geleitet worden ist, wornach jedermann selbst leicht ermessen kann, von welcher Seite eine Verhetzung angestrebt wird. Direction der krainischen Sparcasse. Laibach am 3. Jänner 1887. Der Vereins - Präsident: A. Dreo; Josef Luckmann, Curator; Leopold Bürger, Vicepräsideut; Wenzel Stedry, Cnrator; Dr. Robert von Schrey, Curator; Arthur Mühleisen, Director; Anton Ritter v. Gariboldi; Dr. Anton Pfefferer, Director; Josef Korbin, Director; Ferdinand Mahr, Director; Gmerich C, Mayer, Di-rector; Ottomar Bamberg, Director; Peter Laßnik, Director; Dr. Josef Suppan, Amtsdirector. Dem gegenüber müssen wir zur thatsächlichen Richtigstelluug constatieren, dass in dem fraglichen Artikel des Herrn Dr. Mosch 6 die Behauptung nicht enthalten ist. dass ein Directions-Mitglied der krainischen Sparcassc die fragliche Correspondenz besorgt oder inspiriert «habe», soudern nur die Schlussfolgerung gezogen worden ist, dass ein Directions-Mitglied dieselbe besorgt oder inspiriert «haben musste». Politische Uebersicht. (Ministerberathungen.) Die ungarischen Minister vou Tisza, Graf Szapäry, Graf SzechlMyi und Baron February sind Mittwoch ans Budapest in Wien eingetroffen, nnd die Miuisterberathuugeu über den Ausgleich, den rumänischen Handelsvertrag nnd über die Dnrchführuugs-Normen znm Laudsturmgesetze, die vor Neujahr unterbrochen wurden, wurden wieder aufgenommen. ___________ (Die Situation inVöhme u.) Der Exodus der Deutschen veranlasste in der jüngsten Versammlung des Cesky Club Rieger uud Zeithammer, Erklärungen abzugeben. Rieger betoute die czechische Versöhnlichkeit und die bisherigen vergeblichen Versuche, die Führer der Deutschen zu Verhandlungen geneigt zu machen. Die Deutschen, sagte er. verlassen sich darauf, dass ihnen die uatiouale Gleichberechtigung iu keinem Falle eut^ gehen könne; aber sie verlangen mehr. die Obetherr-schaft nämlich, nnd diese ihnen zu gewähren verbietet das gesetzliche Recht und die nationale Ehre. Zeitham-mer plaidierte hierauf für weitere Auögleichsversuche uud legte dar, dass ohne vorhergegangene außerpar' lamentarische Verständigung ein Ausgleich der Gegensätze nicht zu erzieleu sei. Er sprach ferner das Bedauern aus. dass die deutschen Parteiführer sich bisher gegen jede Verhandluug gesträubt hälteu. Die Czechen-partei werde keineswegs durch den Exodus Schaden leiden. Zu wünschen wäre. dass die deutsche Partei bald erkenne, dass die Interessen beider Stämme die rascheste Beseitigung des Streites fordern. Nieger pflichtete den Ausführungen Zeithammers bci und erklärte, dass er und seine Collegen stets zu solchen außerparlamentarischen Verhaudluugeu bereit seien. — Die deutscheu Mitglieder des Pilseuer Gemeiuderathes sind in diese Körperschaft wieder eingetreten, da sie uach der Pilseuer Gemeiude-Wahlorduullg sonst des activen Gemeindewahlrechtes verlustig gieugen. (Steiermar k.) Abgeordneter Graf Wnrmbrand wird in der nächsten Sitzuug der Grazer Handelskammer den Rechenschaftsbericht über seine Thätigkeit im Neichs-rathe erstatten. (Aus dem sch lesischen Landtage.) In der jüugsteu Sitzuug des schlesischen Landtages widmete der Landeshauptmann Heinrich Graf Larisch dem ver> storbenen Fürstbischof von Vreslau einen Nachruf. Laudespräsideut Graf Merveldt überreichte den Gesetzentwurf eiues Fischereigesetzes für Schlesien. Der Laudtag beschloss das Gesetz über äußere Keuuzeich-uuug der zum Schutze der Laudescultur bestellten und beeideten Wachorgane. (Nussland.) Aus eiuer vorzüglichen polnischen Quelle wird der «Pul. Corr.» aus Warschau ge-schriebeu: Personen, welche vom Kaiser Alexander Hl. in letzterer Zeit in Audienz empfangen wurden uud ihrer uatioual-volitischeu Gesiuuung nach eher einer pessimistischen Auffassung der Sachlage als einer Vor> eiugeuommenheit zuguusteu Nusslauds geziehen werden könnten, versichern in entschiedenster Weise, dass alle Gerüchte vou ciucm kraukhafteu oder selbst irgeudwo geäuderteu Zustaude des Kaisers Alexander jedweder Begründung entbehren, uud dass Se. Majestät Per-soueu uud Angelegenheiten genau iu derselbeu Weise behandelt, wie zuvor. (Die englische Ministerkrisis) ist beendet. Göschen hat das Schatzkanzleramt angenommen, und damit ist der wichtigste der Rathschläge erfüllt, welche Lord Hartiugton dem Premier Salisbury gegeben hat. Die Führerschaft im Uuterhause überuimmt vorläufig der Krieasmiuister Smith, da Göschen gegenwärtig nicht Mitglied des Parlaments ist. Wie es heißt, wird er für einen Sitz für Liverpool, der gegenwärtig durch Todesfall erledigt ist. als Caudidat auftreten; die Wahl gilt als gesichert, da Göschen nun mehr auch der Stimmen der Couservatweu sicher ist. (Spauieu.) Iu Madrid wurde am 30sten Dezember, wie die «Epoca» meldet, ein langer Ministerrath gehalten, welcher sich in^besondeie mit der aus« wältigen Politik beschäftigte. Es wurde, dabei iufolge der von den Vertretern Sp.ini^.is im Auslande eingelaufenen Berichte die Möglichkeit eiues europäischen Krieges ius Auge gefasst, uud die Minister des Krieges uud der Marine setzteu ihre Ansichten über die Mittel anseinauder, welche zu ergreifen wären, nm die Neutralität Spaniens nud die Achtung der Rechte des Landes zu sichern. Es sollen demnach Mahon nnd noch ein anderer Hafen der Balearen befestigt und demnächst noch andere Maßregeln studiert werden. welche von deu Generalen Castillo und Rodriguez Arias vor-geschlageu wordeu wareu. Außerdem werdeu demnächst Trnppen uud das Panzerschiff «Pelayo» nach den Aa-learcu geschickt werde». (Von der bulgarischeu Deputation.) Wie ans Rom gemeldet wird, sieht man daselbst der Ankunft der bulgarische« Deputation zwischen dem 10. uud 12. d. M entgegen. Die Aufnahme der Deputation wird dem Empfange entsprechen, welcher ihr seitens jener Regieruugcu bereitet wurde, dereu Politik iu der bulgarische» Frage sich auf gleicher Liuie mit der des italienischen Cabinets bewegt. Tagesuemgtciten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol» meldet, im Laufe des Jahres 1886 zur Förderung kirchlich-religiöser, gemeinnütziger uud humanitärer Zwecke in Tirol uud Vorarlberg 14300 fl. uud 50 Ducaten in Gold zu spenden geruht. — (Gambetta.) Der Vater Gambetta's versprach dem Deputierten Elieune, dass er die Transferierung der Leiche seines Sohnes uach Paris bewilligen wolle, wenn die Beisetzung desselben im Pantheon erfolgen werde. — (Blumen mode.) Aus Paris wird geschrieben: Man sollte doch glauben, dass Vlumeu uud Blüten nicht der Mode unterliegen, allein dein ist nicht so, die vornehme Welt hat jedes Jahr andere Lieblinge. Heuer sind es in erster Linie, Encharis, eine Art weißer und blaner Meersterue, rothes Anthurinm auf laugeu grünen Stengeln und belgische Orchideen. Aelteren Franen schenkt man weißen Flieder, zn fast meterlangen Aesten gebnnden, jungen Mädchen bunte Roseuzweige, jnngen Frauen melierte Camelien, mit untermengten Schneeballen gebunden. Mit einem Veilchenbonquet darf man heuer nicht erscheinen. Maiglöckchen und Nelken sind gleichfalls völlig verbannt, hingegen bindet man die großen Nosenbouquets nach altfranzösischer Mode ganz ohne Grün. — (Auf dem Grabe seines Sohues erschossen.) Auf dem Centralfriedhofe iu Wien begieng am vergangenen Mittwoch am Grabe seines im Jahre 1884 verstorbenen Sohnes, des städtischen Arztes Dr. Inlins Steininger, der gleichnamige Kaufmann einen Selbstmordversuch aus Kränkung über den Tod seines Sohnes. Der Selbstmörder, welcher sich eine Kugel in den Kopf schoss, ist unrettbar. — (Fün funduierzigIahre starrsüchti g.) In Caldoriua befindet sich eine 45jährige Frau, die seit ihrer Geburt ununterbrochen an Katalepsie (Starrsncht) leidet. Dieser Zustaud tritt nach regelmäßigen Pausen von 20 bis 30 Tagen ein und dauert jedesmal mehrere welches eben allgemach aufieng, in der Welt bekannt zu werden. Dies that er denn auch, und zwar in einer Weise, die mir und meinen Vekaunten uuvergesslich bleiben wird. In dem Sommcrhäuschcn, das wir bewohnten, hatten wir während der heißen Stuudeu eiuer südlichen Juli keiue audere Unterhaltung, als den Siebenschläfern zuzuschauen, die hier und dort auf Lorbeerbäumen herumkletterten. Jenes Elaborat vaterländischer Wissenschaft erheiterte uus manche Stuudc. Wir erfahren daraus, dass hier Petroleumduft auf deu Straßen zum Husten reize, da «in Oesterreich sogar auf den Eiseubahustatwueu Petroleum gebrauut werde». Iu deu Gärteu Abbazia's sah jeuer Gelehrte nur «gewöhnliche Fichtenbäume uud wilde Rosen». Es war eine köstliche Lecture. Wenn ich dagegen den heutigeu Tag (es ist heute der 27. Dezember) heranziehe, so möchte ich fchier glauben, dafs jeue Zeiten viele Jahre hiuter uns zurückliegen. Auf Plätzen, welche mit Vlumeu geschmückt sind und auf denen mau uuter der Mittagssonne gern den Schatten der nmringenden Bäume aufsucht, drängt sich eine geputzte Menge, fahren Car-rossen, hört man Gespräche in allen Zungen Europas. Vom biaueu Meere herein dringt der Klang der Volkshynme. Der Krouprinz des Reiches lustwandelt in dem anstoßenden Lustgarten. Es ist ein Anblick wie auf der Esplauade irgend eines der beliebtesten Badeorte an einem Iuli.Vormittage. An den Winter erinnert nur der Schuee auf den kroatischen Bergen und die weiten Licht-Inseln im Meere, die nur unter der niedrig wandelnden Sonne entstehen können. Man möchte es für eiu Mä'rcheu halteu, wenn uns jemaud daran erinnert, dass iu eiuer Entfernung non kaum zwanzig Meilen Luftliuie die Wohufitze der Meuscheu Schuee und Eis »mstarrt. Die weißen Segel uud die buuteu Wimpel, das leise Auschlageu des Meeres, die Gesänge der Uferbewohner dort. welche die reifen Oliven aus dem grüueu Geäste herabholeu. die sich bäumeudeu Rosse, das Gerenne befrackter Kellner, die Unifurmeu, die Damentoiletteu, die grellfarbigen Souueuschirme, die weißen Blüten des Vi-dui'nuln ^jnu«, die gelblichen des Erobcerbaumes, die rothen des Onlinntlui« — alles dies zufammen gibt eine Farbenstudie, welche mau iu Europa am 27. Dezember au uicht vieleu Orteu vorfindet, wenn mau die unmittelbar aneinander augreuzeudeu Gegensätze vou hereingetragenem nordischen Culturlebeu uud eiuer südlicheu Lorbeer- uud Felseulnudschaft dabei ius Auge fasst. Heiurich No5 (Nachdruck verboten,) Zis Mlinne öes KMcks. Roman von Max von Weißenthuru. (X. Fortsehnn.) «Was schulden wir Ihueu uicht!» sprach er. «Ich schaudere bei dem Gedanken, in welcher Gefahr Cora schwebte.» «Ihr Dank bringt mich in Verlegenheit,» sprach der Graf kalt. «was ich gethan habe, war eine eiu-fache Pflicht der Meuschlichkeit. Ich hätte völlig herzlos seiu müssen, wenn ich mich anders benommen haben würde.» «Das verriugert die Schuld der Dankbarkeit nicht, welche wir Ihnen gegenüber haben», versetzte Herbert lächelnd. «Wir werden derselbeu stets ciugedenk sein, dessen mögen Sie sich überzeugt halten!» Lord Almaiue verbeugte sich; es war ihm uicht recht möglich, mit dem nenen Ankömmling auf herzlichem Fuße zu verkehren. Herbert legte der Schwester Arm auf deu feiueu. Sie gieugeu fchweigend uebeneiuander her durch die verödete Gaffe uud bogen endlich in eine audere, ebeufalls leere Straße eiu. «Wie folleu wir denu nnr heim gelangen, Schwesterchen?» fragte jetzt plötzlich Herbert. «Wir können den letzten Zug nach Richnwnd uicht mehr erreichen, uud ich zweifle sehr, dass es uus gelingen wird, eiu Fuhrwerk irgeud welcher Art aufzutreiben.» Wie ein Wetterleuchten war es über Lord Almai-ue's Züge gegaugeu uud er wandte sich mit einer Herzlichkeit an Herbert, welche diesen geradezu befremden mnsste. «Mein Wagen wartet in geringer Entfernung; er steht Ihueu vollkommen zu Diensten, bitte verbinden Sie mich, indem Sie ihu beuutzeu!» Cora warf ihm unter ihren laugen Wimpern einen Daukesblick zu; Herbert aber zögerte.' Er hatte das aufcheiuend kühle, zurückhalteude Temperament des Vaters, nicht die leichtlebige Fröhlichkeit der italienifchen Mutter geerbt. Lord Almaiue sah dieses Zögeru, fuhr aber uubeirrt fort: «Ihr Fräuleiu Schwester muss erschöpft sein; Sie sollten mcin Anerbieten deshalb doch nicht ausschlagen.» Laibllchcr Zeitung Nr. 4 27 7. Jänner !887. Wochen lang an. Seit 27 Jahren hütet die Kranke das Bett. Die Nahrung des Phänomens bestand, wie der «Moniteur de Rome» meldet, in den ersten 20 Lebensjahren aus ein wenig Bouillon, von da an bis zum heutigen Tage aus — frischem Wasser, eine Enthaltsamkeit, gegen die Succi und Consorten die reinen Schwelger-Orgien verüben. Sommer und Winter stehen die Fenster ihres Zimmers offen, da die Kranke weder Wärme noch Kälte empfindet. Im Zustand der Starrsucht stud chre Augen geöffnet, unbeweglich und gläsern und der ganze Körper steif. Hem! hem! . .^(Explosion schlagender Wetter.) In oer Kohlengrube von Ncscoussiaux fand Mittwoch eine ^Plosion schlagender Wetter statt. Im Augenblicke der Katastrophe befanden sich dreißig Arbeiter in der Grube, -lusher wurden sechs Leichen und vier Verwundete herausgezogen. — (Wie rasch die Zeit vergeht.) Ein Tarokspieler im Kaffeehaus zum Kellner: «Sie Jean, wie spät ist es denn?» ~ «Mitternacht vorüber, Herr von Mayer.» — «Herrgott, wie schnell die Zeit vergeht! Meine Frau erwartet mich zum Mittagessen.» Local- und Promnzial-Nachrichtcn. Krainischer Landtag. Sitzung vom 4. Jänner. (Schluss.) -^«^^'!!°"" betont, dass die von der Stadt-gememde La.bach den. Landesausschusse behufs Erweir -Gru'nd ti cke^7t^"'"^auses zum Kaufe' angeben Viel7^ '""""' D"' Stadtgemeinde kommen wo ^"bf-Wohlthätigkeitsanstalten zugute, daher es 2 /^ gewesen wäre, in diesem Falle nicht so wucherische Anforderungen zu stellen. Auch andere Ge-memden haben bei Errichtung von Cholera-Nothspitälern bedeutende Kosten gehabt; sie mussten dies jedoch thun, !> "l. ^ ^ Stadtgemeinde Laibach. Der Landcsaus-Mss habe keine Verpflichtung gehabt, ein Spital zn errichten; es lst ihm diesbezüglich von der Negierung, die ooch m dleser Angelegenheit sehr genau und strenge vor-3??" ?' ^" Auftrag zugekommen. Es stehe fest, oais fur d,e Errichtung eines Choleraspitals die Stadt-gcmemde zu sorgen hatte. Anfangs habe die Stadt-^wänglinge ohne Weigeruug in ilir ausgenommen; erst nach dem zehnten ^oocvMe vmueigcrte sie die weitere Anfnahme. Warum Mi^" '^ '"^ sogleich gethan, wenn sie fich der Vcr-WM>> ^ ^^" ^' gewnsst? Ucbrigens seien die Kosten, lml ^tadtgemeinde vom Laudesausschusse vergütet Men wlll, so groß, dass man wohl bezweifeln könne, "v oer Ausdruck Nod!o88o odi^o hier am Platze sei. l^ «^ ^^^^li erwidert auf die Ausführungen ^cs Abg. Deschmann betreffs der Wohlthätigteitsanstalten. ki. >^'! bedeuten nuisse, welche bcdentcnden Snmmen ° e ^tadtgemeinde dem Lande beisteuere. Auch sei der Kf^. . 2M"be «icht wucherisch gewesen, da die ^tadtgememde den Gruud und Boden a,l dieser Stelle !" H'Ä'? c'^"^" ^zahlen mnfs. Dass alle Gemeinden 2! ? ^""' Cholera-Nothspitälcr zu errichten, sei aem^, ?"^ - °^<-' jedoch noch nicht, dass die Stadt-N° v tal?"ichk't sei. für Zwänglinge ein Cholera-es der Al, ^" "ächten. Redner führt weiter aus, dass del,^«. ?' ^'chl'lann für gut befunden, das Sanitäts-er w^ b°r k. k. Landesregierung zu beloben; auch ^wolle zugeben, dass d^.^ s,h? thätig sei, jedoch wolle es ihm scheinen, dass es mit besonders wachsamem Auge auf die Laibacher Sanitätsverhältnisse blicke. Landespräsident Baron Winkler erwidert ans die letzten Worte des Vorredners, dass sich die Ncgiernng nicht bloß um die Laibacher Sanitätsverhältnisse, sondern anch um andere Angelegenheiten interessiere, da dies ja ihre Pflicht sei. Alle Verfügungen der Regierung seien im Rahmen der bestehenden Gesetze erlassen worden; nie hat sie ihren Wirkungskreis überschritten. Nachdem noch der Berichterstatter gesprochen und die gegen den Finanzausschussbericht vorgebrachten Gründe zu entkräften gcfucht, wcrdcu die Anträge des Finanz-ansschusscs angenommen. Abg. 2 uckmann berichtet namens des Finanzausschusses über den Voranschlag des Zwangsarbeitshaus-Fondes pro 1887. Das Erfordernis beträgt 83 566 fl., die Bedeckung 70 786 fl.; somit zeigt sich ein Abgang von 12 786 fl., welcher aus dem Landesfonde zn decken ist. — Der Voranschlag wird genehmigt. Auf das Gesuch der Frau Francisca Drenit um Bclassung des Erziehungsbeitrages für ihre drei noch unversorgten Kinder wird für jedes Kind ein jährlicher Beitrag von 5(1 st. auf drei Jahre bewilligt. Dem Vereine «Naroäu:! 5ol»» wird eine Subvention von 100 fl. bewilligt. Abg. Dr. Poklukar berichtet namens des Finanz-anöschusses über die Karstaufforstnug in Krain. Den diesbezüglichen Bericht haben wir bereits in der Nummer vom 24. Dezember vollinhaltlich veröffentlicht. - Alle Anträge des Finanzausschusses werden angenommen. Abg. Robic berichtet namens des Rechenschaftsberichts'Ausschusses über den Rechenschaftsbericht des Landesausschusses, und zwar über H 4 «Landesuuter-stützungen», 8 5 «Gemeinde-Angelegenheiten» und aus dem tz 11 über die «Beiträge der Assecuranzgcsellschaftcn für Feuerwehrzwccke» uud beantragt, diefen Bericht zur Kenntnis zu nehmen. — Angenommen. Der Bericht des Finanzausschusses über die Verwendung der außerordentlichen Dotation von 18 000 st. für Sanierung der im Herbste 1885 im politischen Bezirke Radmannsdorf durch elementare Gewalten an öffentlichen Gütern verursachten Schäden und über die zur Sicherung der in diesem Bezirke durch Wassergcfahr bedrohten Ortschaften getroffenen Maßregeln, dann der Bericht des Finanzausschusses über das Subventionsgesnch des Gemeinde-Amtes Krouan zur Herstellung der Ge-nieindebrücke über die Save bei Wald und endlich der Bericht des Finanzausschusses über das Subventionsgcsuch des Gemeinde-Amtes Görjach zur Herstellung von Schntz-bauten an der Wurzncr Save, werden von der Tagesordnung abgesetzt. Abg. Dr. Poklukar berichtet uamens des Finanzausschusses, betreffend die Adaptierungen an den Gebunden, dann die Anschaffung landwirtschaftlicher Geräthe und den Ankauf von Vieh für die Wein- und Obstbauschule in Stauden, und beantragt: Der hohe Landtag wolle beschließen: 1.) Für die Landes-Wein- uud Obstbauschule in Stauden wird pro 1887 bewilligt: u) für die Reparatur uud Adaptierllug der Gebäude 6000 st., b) für den Ankanf von Vieh 1000 fl., c) für die Anschaffung von Wirtschastsgeschirr und Wirtschaftsgeräthen 1200 fl., ci) für die Anschaffung der Wagen 400 fl., o) für den anzukaufenden Weingarten 3500 fl. —zusammen 12 100 ft. 2.) Der Landtag ertheilt seine Zustimmung zu der vom Landesausschusse dem t. k. Ackerbauministerium iubctreff der in den Punkten 6, a—ä des Normalerlasses vom 14. März 1877, Z. 3159, ausgesprochenen Ingerenz abgegebene Erklärung, 3.) Der Landcsausschuss wird beauftragt, beim hohen k. k. Ackerbauministerium um Erhöhung des Gründungsbeitrages für die Schnle in Stauden anzusuchen. 4.) Der Landcsausschuss wird ermächtigt, für die Schule in Stauden proviforisch ein neues Statut und einen neuen Lchrplan im Einvernehmen und mit Zustimmung des Ackerbaumiuisteriums einzuführen, jedoch mit dem ausdrücklichen Auftrage, in der nächsten Session das neue Statnt sowie den nenen Lehrplan dem Landtage zur Genchmignng vorzulegen. — Angenommen. Nachdem die Tagesordnung erschöpft ist, schließt der Vorsitzende die Sitzuug um ^/^I Uhr. Nächste Sitzung Samstag. — (Zur Aufklärung.) Die «Neue freie Presse» weiß in ihrer Nummer vom 5. d. M. ihren Lesern zn erzählen, «der Landespräsident von Krain habe in Form einer Currcnde den jüngeren Concefttsbeamten der Landesregierung Weisungen über die deutsche Rechtschreibung zugehen lassen, welche deutlich documcuticren, wie verderblich die Früchte der Slovcnisierung der Schulen zu werden beginnen». Etwas Aehn-lichcs haben schon vor einiger Zeit auch andere oppositionelle Blätter berichtet, und die «Neue freie Presse» betet ihnen das jetzt andächtig nach. Nun, wir unsererseits können der «Neuen freien Presse» und ihren gesinnungsverwandten Eolleginncn, um sie über die Qualification der Beamten Krains in sprachlicher Beziehung einigermaßen aufzuklären, nur so viel sagen, dass es weder bei der Landesregierung noch überhaupt in ganz Krain gegenwärtig irgend einen Beamten gibt, der andere als ausschließlich — deutsche Schulen besucht hätte. Es sind also hiemit nicht etwa «die verderblichen Früchte der Slovenisterung der Schulen» in Krain, sondern schon wieder die Wahrheitsliebe der «Neuen freien Presse» und ihrer Genossinnen, sowie der Begriff, den dieselben von der Pressfreiheit haben, nur zu «deutlich documentiert». — (Postsparcasse.) Nach dem Gescliäftsaus-weise des Postsparcassenamtes für den Monat Dezember v. I. waren die Ergebnisse dieses Monates in Kram die folgenden: Einzahlungen im Sparverkchre 14!)93 st., im Checkuerkehre 430 000 fl.; Rückzahlungen im Sparverkchre 9248 fl., im Checkverkehre 126 000 st. Im abgelaufenen Jahre wurden insgesammt im Sparverkehre 15 459 070 ft. eingelegt und 13 634 030 fl. zurückgezahlt. Im Check« verkehre giengen 47819 Millionen Guldcu ein und 466 807 Millionen Gulden aus. Im ganzen ergab sich aus dem Verkehre des abgelaufenen Jahres eine Ein-lagenvcrmchrung von 13 2 Millionen Gulden. Die Pust-sparcasse verwaltet nun ein Einlagscapital von 38 579 Millionen Gulden. — (Ein freches Attentat.) Wie uns aus Stein mitgetheilt wird, feuerte diesertage der Bursche Leopold Pecar aus Videm auf den Lehrer Heinrich Vizjak in Lustthal, als diefer mit seiner Frau in der Wohnstube bei Tische saß, durch das Fenster einen Schuss ab. Das Geschoss drang in den Tisch, an dem die gedachten Eheleute saßen, ohne dass jemand beschädigt worden wäre. Die bei diesem Attentate benutzte Waffe (eine Pistole) wurde von der Gendarmerie confisciert. Der Thäter hat sich geflüchtet. — (Telegraphen-Lehrcurs in Trieft.) Bei der k. k. Post- und Telegraphen-Direction in Trieft wird ein Telegraphcn-Lehrcurs zur Heranbildung von Post- und nehmet ^"'"" ^^ Opfer nicht von Ihnen an- sichern^n!!^'" ?^er. ich kann Sie dessen ver-He' 'm^Stfrn^s'^^' Sie i« begleiten. Ich längere Zeit. ^ ^ " Richmond, wenigstens für tieren'w?IH^'üt^s'Z ^ M ist, dann accep. allzuviel Ge- gelteu können, was Sie 7e.t' an ,3i!' '".""^ ""' n,.5l^" -"^"' sich nicht fo bald wieder der twlabr «'sehen, m ein Gedränge zu ihr so V a V^sein^^ ^ Nr erster und letzter ähnsH «Ich werde nie nach einem zweiten verlanaen R wa/. """"" ^"'li"n bitter bereut, als c"zu Weglr^« da er mich Ihren und da^'A ""^"! empor, erwiderte aber nichts, 3 n S ckt^a?"'^ ^ Lord plötzlich bemerkte ssn ^ ^ ' ^" '"°" '"scher auf diesen zu. und 3^ >^"^ ln dunkler Livree sprang vom Bock l ni^mn^ .^^''^l^. sich .mchl im Stillen ein be ua^s^'"^ "^ die Freunde, welche sein Gebieter nachtschlafender Zelt gefunden hatte. >3m nächsten Moment fuhr die Equipage im raschen Galopp davon, seinem ersten Ziele, dem Stern-Hotel in Richmond, zu. Die Fahrt war angenehm. Cora lehnte in den Kissen uud betrachtete in stiller Bewunderung das regel-mäßig schöne Antlitz ihres Gegenübers, senkte aber jedesmal den Blick, wenn Lord Almaine sie ansah, was selbst während seines lebhaften Gespräches mit Herbert nicht selten der Fall war. Gar bald, — so dünkte es wenigstens Cora, — war das Hotel erreicht. Lord Almaine reichte ihr zum Abschied die Hand, sprach die Huffnung aus, dass der gehabte Schreck und die Ermüdung ihr nicht nachtheilig scin würden, nnd bat um die Erlaubnis, sich nach ihrem Befinden erkundigen zu dürfen. Herbert war ansgcstiegen, um dem Kutscher deu Weg auseinander zu setzen, welchen er einschlagen mnsste, um die Villa, welche den Geschwistern ein Heim war, zn erreichen, nnd für einen Moment blieb Cora mit Lord Almaine aNein. «Darf ich kommen?» wiederholte er mit leiser, einschmeichelnder Stimme. «Werden Sie mich gern sehen? Ich komme sonst nicht!» «Ich werde mich freuen.» sprach Cora errolhend, während ein Glücksgefühl sie bewegte, welches ihr bis nun völlig unbekannt gewesen war. «Darf ich dies behalten?» fragte er, ihr eine dunkelrothe Vandschleife zeigend, welche sie am Hälfe ^tragen hatte. «Ich möchte eine Erinnernng an den heutigen Abcnd behalten; überdies ist es ja eigentlich mein, cin gefundener Schah, ich bewahre ihn!» Noch einen letzten Druck seiner Hand, dann sprang er aus dem Wagen, rasch von Herbert Ab- schied nehmend nnd dessen warme Dankesworte abwehrend. Den Hnt gelüftet, blickte er dem davonrollenden Wagen nach. Cora lehnte sich hinaus, nm noch einen Blick in das schöne Antlitz des Mannes zu werfen, dessen Zaubermacht tief in ihr junges Leben eingreifen sollte. «Sagte ich Ihnen nicht, Signorina. dass sich etwas ereignen würde?» fragte die alte Marianna, während sie das Haar ihrer jugendlichen Herrin für die Nachtruhe ordnete. «Und sagte ich dir nicht, es werde etwas Angenehmes sein. Marianna?» fragte das jnnge Mädchen dagegen. «Es war viel mehr Angenehmes als Unangenehmes an dem ganzen Vorfall.» «Das wird erst die Zeit lehren,» erwiderte die alte Dienerin bedeutungsvoll. Und als sie eine halbe Stunde später, nachdem Cora bereits ihr Lager aufgesncht hatte und ein glück« lichcs Lächeln ihre Lippen umspielte, das Gemach verließ, da sprach sie leise vor sich hin: lerischem Geschmack ausgestattet, und die Aussicht auf den Garten, welcher das Haus umgab, war eine entzückende. Zwei Tage waren vergangen, seit Cora von Lord Nlmaine aus dem Gedränge befreit worden war uud sie faß mit einem offenen Auche iu der tiefen Fensternische des Wohnzimmers, doch blickten ihre Augen nicht auf die Lecture, sondern träumerisch ins Weite. Im Geiste rief sie sich jenen Abend wieder ins Gedächtnis zurück, hörte sie die Stimme, fühlte sie den Arm ihres Beschützers, und ihr unschnldsuolles Herz pochte in mädchenhaftem Triumph, über den Lord Nlmaine sicherlich gelächelt haben würde, wenn er denselben geahnt hätte. Stimmen, welche in dem Vorhaufe hörbar wurden, schreckten sie aus ihrer Träumerei auf. Sie erhob sich, um nachzusehen, was es Außergewöhnliches gäbe, als ihr Bruder auch bereits hastig eintrat. «Erschrick nicht,» sprach er, «Lord Almaiue ist ein Unfall zugestoßen. Sein Pferd hat ihn abgeworfen und er ist verletzt, wenn auch nicht ernstlich, wie ich hoffe. Sie bringen ihn hierher zu uns!» «Lord Almaine!» rief Cora mechanisch. «Wir werden deiner Hilfe bedürfen, sei also ein muthiges Mädchen. Suche Marianna auf und komme schnell niit ihr. Du könntest auch Eau de Cologne mitbringen.» (Fortsetzung folgt.) Triester Seebehürde die Detailprojecte bereits dem Hau' delsministcrium überreicht hat und die nunmehr geprüft werden. — (Der Unterstützungsverein für dürftige Lehramtszöglinge in Laibach) wird Sonntag den 9. Jänner, vormittags 11 Uhr, im Confcrenz-zimmer der k. k. Lehrer-Bildungsanstalt seine ordentliche Generalversammlung abhalten, an welcher thcilzunchmen alle p. t. Mitglieder und Gönner des Vereins höflichst eingeladen werden. Kunst und Aiteratu^. — (Laudschaftlichcs Theater.) Der Gounod'sch» Faust ist nachgerade zu einem Probiersteine für die Soprci' uistinneu geworden. Frl. Blanche vom Sladttheater in Ham burg hat ihre Gastrolle als »Grctcheu» mit nicht ungünstigem Erfolge absolviert. Obzwar ihr nicht starkes, doch sympathisches Organ die correcte Stimmbildung derzeit nuch vermisse» lässt, so steheil doch anderseits Frl. Blanche die Consequeuzeu einer tüchtigen Schulung sowie eines durchwegs gediegenen Vortragcs und ausgearbeiteten Spielcs zur Seite. Die äußere Erscheinung ließ ohnedies nichts zu wünschen übrig. Den grüßten Beifall eruteten mit ihren wirklich gediegenen Leistungen die Herren N egro (Faust) und Dohrs (Mephisto). Frl. Ianuuicz hat wie sonst als idealer Tiebel mit dem cin» fachen «Blumculiede» bedeutenden Applaus erzielt. Approximativ am besten — allerdings der dautbareu Nolle halber — war die Leistung des Herrn Scherte! als Valeutin, welcher gesanglich sowohl als auch schauspielerisch die Sterbescene eminent durchgeführt hat. Nicht gerechtfertigt war endlich die Weglassuug der «Dom-scene», welche zur Mitwirkung des Ganzen uncrlässlich ist. Sonst ist die Aufführuug uuter der Leitung des Hcrru Directors Schulz als eine gelungene zu bezeichnen. Gestern giengeu die «Glocken von Corneville» mit Herrn Alexander Moudhcim als Gaspard bei uahczu ausuerkauftem Hause, doch mit nur thcilweisen Erfolgen über die Bretter. Die Vorstellung ist in mehr als einer Hinsicht als eine improvisierte zu bezeichnen. Vor allem hörten sich die Chöre nicht güustig cm; von einem Durcharbeiten der Rollen, welche bei Plumquette ernstes Studium erfordern, kouute dem-uach keine Rede sein. Stimmlich befriedigte uns Fräulein Fröhlich nicht; auch Fräulein Palme war trotz der reizenden Erscheinung keine richtige «Haiderose». —k. 8. Verzeichnis der beim l. l. Landespräsidium in Laibach für das in Wien zu errichtende RadetzlY'Monument eingelangten Spenden. (Fortsetzung.) fl. lr. Uebertrag.................. 1153 69 Herr Karl Tavuil in Kramburg......... 3 — » Ferdinand Sajovic............ 1 — » A. Liudtner............... — 50 » Iohanu Schisfrer............. — 50 » M. Pcttan............... — 50 » Franz Omersa.............. 1 — » N. Krisper............... — 50 » Dr. Eduard Savnik............ 1 — » Franz 3. Sire.............. 1 — Frau M. Berciil............... — 60 » Maria Götzl............... — 50 Herr Fr. Steinbaucr.............. — 50 » Primus Hudovcrnig............ 1 — » Anton Rakovc.............. — 50 » Iguaz Sumi.............. — 50 Frau Marie Marenciö............. — 50 , Marie Mally.............. — 50 Herr I. N. Pollak............... — 50 . Viuko Majdic.............. 5 — » Johann Majdie............. 1 — » Mathias Golob............. — 30 Uugcnanttt.................. 1 — Frau Katharina Florian............ — 50 » Auua Fautoni.............. — 30 Herr Varthclmä Globocnil........... — 50 Frau M.Killer............... — 60 Herr Franz Crobath.............. — 50 Firma W. Killer............... 1 60 (sämmtlich in Krainburg) (Fortsetzung folgt.) Neueste Post. Original-Telegramme der Laib.Zeitung. Wien, 6. Jänner. Vei Ihren Majestäten fand heute ein Diner statt, wozu auch der päpstliche Nuntius sowie die Votfchafter Russlands und Frankreichs und mehrere Gesandte erschienen. Fillme, 6. Jänner. Kronprinz Rudolf jagte gestern auf der Insel Veglia, begab sich fodann mit dem Kanonenboot «Adler» nach Fiume und kehrte von hier mittelst Wagen nach Abbazia zurück. Dem gestrigen Diller bei dem Kronprinzen waren die Stabsofficiere der Garnison, Hofrath Billruth und der Director der «Adria», Klirauda, beigezogen. Das Wetter gestaltet sich reguerisch. Tlmwar, 6. Jänner. Die Flügelbahn Daruvar-Kurenicani ist gestern eröffnet worden. Berlin, 6. Jänner. Das Militär-Comite lehnte in zweiter Lesung die Militärvorlagen, sowie auch den Antrag Rickert, die Friedenspräsenz auf 454 402 Mann zu bestimmen, ab; desgleichen den Antrag Hucne auf dreijährige Bewilligung der geforderten 468 409 Mann. Ferner wurde in Gesammtabstimmung der Paragraph 1 vollständig, sowie mit 16 gegen 12 Stimmen der Antrag Koller zu Paragraph 2 auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage abgelehnt, und der Paragraph 2 in der Fassuug der ersten Lesung angenommen. Paris, 6. Jänner. Der Mariueminister ordnete an, dass iu allen Häfen die Torpedoboote erster Classe in Stand gesetzt und behufs Wiederaufnahme der großen Manöver nach Tonlon gesandt werden. London, 5. Jänner. Der Posten eines Kriegsministers ist dem Gouverneur Canadas, Marquis Laus-downe, angeboten worden, dessen Antwort noch ausständig ist. Petersburg, 6. Jänner. Das «Journal de St. Pitersbourg» sagt, eine Wiederwahl Batteubergs wäre eine wahre Provocation; dieselbe würde einen neuen Conflict herbeiführen und die allgemeine Ruhe fchwer bedrohen. Dieser gefährlich».' Plan werde deshalb auch außerhalb Russlands übel aufgenommen und wäre aus« , sichtslos, wenn es nicht gewisse waghalsige Politiker gäbe, welche entschlossen find, alles zu thun, um den Frieden zu stören. Bukarest, 5. Jänner. Im Pioccssc wegen des Attentats gcgeu den Ministerpräsidenten Bratiano wurde der Hauptthäter Alexandrcsco zu zwanzigjähriger Zwangsarbeit, ein Mitschuldiger zu einjährigem Gefängnis ver< urthM. Der Deputierte Proveauo mitfammt den an< dcrn Augeklagten wurde freigesprochen. Volkswirtschaftliches. 5!ail>llch, 5. Iäuucr. Auf dem hcutigcu Markte sind erschienen: 5 Wagen mit Getreide, 2 Wagen mit Heu und Stroh, 11 Nagcu uud 3 Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Preise. - 41M,. 11t»,z.- Mtl.- Mg,.. N. j l, N,!ll, sil, j lr, sl,j,r. Weizen pr. Hcktolit. 6 82 ? 95 Nutter pr. Kilo . . — 90------- Korn , 4 8? 6 30 Eier ftr. Stück . . — 3------- Gerste . 4 6 5 — Milch pr. Liter . . — 8------- Hascr . 2 92 3 20 Rindfleisch pr. Kilo — 64------- Halbfrucht »-------6 90 Kalbfleisch » —52------- Heiden » 3 90 485 Schweinefleisch » —54------- Hirse > 4 87 4 90 Schöpsenfleisch » — 30------- Kukuruz » 4 87 5 60 Händel pr. Stück . — 40------- Erdäpfel 100 Kilo 2 85-------Tauben » — 17____ Linsen' pr. Hcttolit, 10 — — — Heu pr. M.-Ctr. . 3----------- Erbsen » 10-----------Stroh . . . 2 85------- Fisolen » 9-----------Holz, hartes, pr. Rindsschmalz Kilo —90------- Klafter 650------- Schweineschmalz» — 68-------— weiches, » 4 10------- Speck, frisch, , —54-------Wein,roth.,i00Lit.-------24 — — geräuchert , — 68-------— weißer, >-------20 — Landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag) zum Benefiz des ersten Komikers Herrn Alexander M 0 n d h e i m - S ch r c i n c r: Der böse Geist Lumpaci Vagabuudns oder das liderlicheKlee» blatt. Zauberposse mit Gesang in 3 Acten von Ioh, Nestrou. Angekommene Fremde. Am 5. Jänner. Hotel Stadt Wien. Storch, k. k. Nahn Oberinspector, s. Frau, Lazgus, Marle, Steiner uud Vaumann, Kaufleute, Wien. — Fcrderbcr und Behofschiy, Kaufleute, Wien. — Dr. Ielovsek, Privatier, Radmaunsdorf. — Hasko, Lehrerin, Ill.-Fcistritz. — Kikol, Besitzer. Pischätz. Hotel Elefant. Blanche Ernestine, Opernsängerin, Hamburg. — Dr. Prosinagg, Advocat, Wien. — Kowarschil, Reisender. Graz. — Douauer, Kaufmann, Agram. — Spintre, Cadct-Osficier-stellver., Agram. — Dr. Prctnar , Advocaturs - Couc. Adels' berg. — Moline Elisabeth uud Bertha, Private, Neumarltl. — Prosinagg, Glasfabrikant, Hrastuigg. -- Bruuner, Ingenieur, Trieft. Gasthof Silollahlchof. Siliuovits. Privatier, Belgrad. — Schwabe Ingenieur, Brunn — Rubcsn, Lehrer, Bergud. Gasthof Baiser uuu Oesterreich. Plantauic, Reisender, Meidling. — Pollanz und Perw, Bezirlsdiencr, Nrumarktl. Lottozichung vom 5. Jänner. Prag: 37 41 3 9 39. MeteörolöWsc Beobachtungen iu ^aibach. "7Ü.Mg. 727,78 —5,6 NWT'schwach bewölkt „„ 5.2»N. 724,21 -2.4 NW. schwach bewölkt ^)'" 9 . Ab. 721,27 -3,2 W. schwach bewölkt ^""" 7U.Mg. 717.43 —4.6 Ö. schwach bewölkt .< ^ 6. 2 ' N. 718.00 —1.0 windstill bewölkt ^'," 9 , Ab. 719.17 —2.4 wiudstill bewölkt ^"'"^ Den 5. anhaltend trübe, abwechselnd Schnee; abends ausgiebiger Schuecfall. Dcu 6, tagsüber Schneefall mit geringen Unterbrechungen auhalteud. Das Tagesmittel der Wärme—3,7" und — 2,7°, beziehungsweise um 2,9° unter und 0,1° über dem Normale.___________________________ Verantwortlicher Redacteur: I, Nagliö. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, für die mir allseitig entgegengebrachten Beileidsbezeigungen anlässlich des Hiuschridcus meines uuvergcsslicheu, theuren Gatten, des Herrn Johann Echifflti ^ für die Widmung der schönen Kränze und die zahlreiche ehrende Betheiligung an dem Leichenbegängnisse sage ich allen tiesbewrgten Herzens innigen aufrichtigste» Dank, Krainburg, 4. Jänner 1887. Joseftne Schissrer. 29 Course an der Wiener Börse vom 5. Jänner 1887. Nach dem ofsiciellen Coursblattc. Geld Wire Staats.Nnlehen. Nrtenrcnte ....... «2 95 «3 ,5 Llll-errente ....... »4 U5 8420 1854c» 4°/„ Ctaatslosc 250 fi, ,«i-- 132- 186s,^l 5°/„ ganze 500 „ 138—13825 I»6<,N5«/« yilnstcl 100 „ !39-b»l4l,-- I8N4l! Stlllltslose . . 100 I«8K01«!»-— ^""«. « . ' 5U l«7 —1U8- Eomo.Mentenschcmc , . per St. —'— —'- O^?/^>^°^^"e. steuerfrei . i,2-!.5 I14-I0 ^esserr. Notenrente, steuersrei . ioiL0i0i,3s> ung. Goldrente 4 °/„ .... 1U3 80!«3?° " /p°,p>errcnle 5°/» .... !»3 50 !»3ü5, " ^nb.-AnI.iü0ft,ö,W.S. is>0 —151- « ^fibahn«Pr>oritaten . . ioo - iou-3l, « Staale-ObI.(U»g.Qstbadn)---------------- ' ,. , « „ vel» 3, 187b . 118 — 119 — . Pramien-Nnl. KWO. 121 - 121 50 ^he«h°>«eg..i!ose 4°/, 100 sl, . . 12475125 2b ^rundentl. Obligationen (für >uo ft i«4 75105 5c, ?°> ^'rische....... 105 50! - - c»"/i> iroallsche und slavonische . ,05 5010« 50 d°,o sicbcribilrgische.....104 80 iub'4U Gelb Ware 5°/» Tcmeser Vanat . . . .104 30105.-5°^» ungarische......104-70 105-40 Andere öffrntl. Anlehen. 2)rnau-Meg.<^osc 5°/„ 100 fl. . —'— —'— dio. Anleihe ,«?», swicrsrci . IU5-50 10« — Nnlebcn b. Etadlgruninde Wien inb'?5ioS25 Aulchen d. Eladtgümcindc Wien /,°/<> Gold. 124-25 1247b d/, «/0 i«c<'^<"01— blo. U! f'0 „ „ 4»/n . »L ÜU »?- — dlo. Prämicn-Echlllduelschr,3°/» ioc,-7s> 101- 5 ^est.HyPothclcnbanl >0i. 5>/i"/<> ,iuo 75>ioi 2l< l^cjl.'UNg. Bunl Verl. 5°/n . , I«1'2b 10175 bto. « 4>/,°/n . 101-90 108-30 dto. „ 4«/» . . U8-— 98-50 U»g, all,), Nodencrcbit-Actirnges. >l! Pcsl in I. 1«AU v«I.5>/,°/n —— —-— Prioritate»Ol,ligationen (fill 100 fi.) ^liwbeth-lllefibahn 1. Emissi°n ^_ ^,^. !!ra>.""^K7""" '" ""."" ^^1°°-«° ^>ül>z,jl!,c ilali» Ludwig« Nahn ^»e^nbmn« . , . , ' lUb^b iub bU Gelt Alar,-Staatsbahn 1, Emission . .201-50 202 50 Südbahn ^ 3»/<>.....159'—>59b0 „ 5 5°/«.....128-75129 25 Nng.'gllliz.Bahn.....lOU 5010100 Diverse i!«se (per Stit«). Credillose luo fi...... 176'75 177-25 Clary-Lose Salm-Los«: 4u fl...... zg.^y 59 - St.-Genoie-^ose 40 sl, . . . »9 — 59 50 Waldfwn-^ose !iu fl. . . , uz 75 ,3 — Wiud'Ichgräy^'ose 20 sl. , . 45 — 46 — «llul-Actien (per Stüll). Anglo-Oestevr. Bant «00 fl. . m—114 «5 Nanlverein, Wiener, 100 fl. . 105—i«5-x93 sn lireditduul. AUg Uug. 200,1, . 30i! ?s> 3«3 25 Teposliei,t>.!nl, Allg. 2uu fl. . igi —.133 ^ ^isc»,mple»Oes.,Ni!:Iieloit,5,uusl, hyl«.—b««;-— ^>Vpolhelenb., öst. üUu il. ^"/u«.! »5-—! 67 — vanberb., oft. ^ou sl. O.50",« l. . 155 — 155-25 Held Ä— DraU'Eis. (Äat.»Db.-^.)200fl.S.------------'— Duf^Bodexbacher ,^iUfl.ö.W,-------—-— Kahlenbeia.Eiseiibahn 10« fl. .-------—-— «aschal^Oderd.Eisenb.uuo sl. S, —----------— Lei»dcrg»Ezcrnon>itz»Iassu Eisen» bahn^Ocselljchaft 2uu sl. ö, W. 231 5<» 2»^.__ Lloud,ösl.uug,, Trieft 500 sl.^Di. 5«8__!5^._ Oesterr.Norbwestb.uU0 sl. Silv, Iß8z5>iu8?5 dlo. (Iil.Il) 20^) ,l. Silber . iLl-5<^i«i?b Prag^Duiei «iljcnb. I5l,sl. Silb. —.— ^._ !»tuvoli»<.ayn 200 sl. S»oer . 190-—I90 3u Hievcuvül^^ Ul>env. 200 sl. . — — —- ->2laal»e!,,l-.. ».u .'>,« il, 0. W. . 255 llbÄL5?5 Oeld Ware Silbbahn 300 fl. Silber . . . 104-L5 104-75 BudoNorbb.Verb.xA^nosl.llM. 1H2-50 16»' — Theiß'Vahn 300 fl. ö. W. . . —— —'— Tramroah'Ves,, wr, i?afl. ö. W. 2ii-?52i2-»5 , Wr„ neu i«o fl, i04-50 105 — Tran«portaaliz, «iisenb. «uo fl. Silber 174 50 175 — Una,, Norboftbabn 200 fl. Silber 172 —1725U Ung.Weftb.(«aab— Hlscnbabnn>.«Leihg. I. »0 fl. 40«/, 95— 98 — „Hlbcmühl", Papicrf. u. V.'G. «5-50 «6 — ^itonlan'Gcscllsch.. öfterr.Gcs. 2W >l. .134-50185 — Halgo-Iarj. liisenrasf. 100 sl. . -— — — Tllfaüer Kohlenw'Oes. 7» fl. . — — —'— iüaffens.-G., Ocst. in W. IN« fl.313—215 — Devifen. Deutsche Play«......«1 »0 «1'85 London.........i»«z>o!>a'6» Vari« .........4l»'S0 4985 Petersburg .......—-— —' — Valuten. Ducateil........ 5-l»» 595 20»zranc«>'Stiicte..... g>9ß 997 Hllbcr......... —— —.-— Hcutsche Nelchodanlnoten . gz-go ßiu»