potww» V LS» oNZSaarsn». VerW«»ttn«ß. vachdruckeret, V!arider, AurStttva ulico 4. Telephon 24 V«'oftspc-. Durch Post Viertels., » . » VO — Eini^elnummer . . » « » ? k!.bvw nement»l»et?«tft für Eww'nien !».? minde« !lena eii,»n2tonat, auveri^alb »tt? mmte.icnf l/4Aahr einhulevdkn. j u benntivorterit" v? werden ntc^tbervrkftr<^tt<'t l„ss?atent»nnahm« i>i Vtirtbor vei dc, Ndmintitvattai d«e «Rettung, »Ii?-» 4z i: n-i U!«d vlatelte, itt Uak»??!' Mockner und Mo'!«, w M '»tienreich» ,.iientraq", tn ds. allen Änzei« _ '^vüei. _ Nr. 20 MMWoch, ven 2S. Äamm tV22 K2. Äahrg. ZUvaM«. j gelegenheit zu sew, die ilmso lekchter geordnek werden könnte, als die Interessen der beiden E.' darf nicht geleugnet werden, daß dis j Gemeinwesen mit einander leicht in EinNang ^^enjchheit der Riiialität, dem Wettstreit oder'gebracht werden können, und zwar Beograd ailch Wetteifer, solange er edlen Zielen gilt, so als Zentrale der Balkanhalbinsel, Zagreb als manchen Fortschritt und so manche große Er rungenschaft zu verdanken hat. Aber jeder erfahrene Mensch wird zugeben müssen, daß jeder Wettstreit, auch der edelste, einen sehr fruchtbaren Boden für böse Instinkte bildet, die, wenn sie überhandnehmen, nicht nur Schadenfreude, sondern auch Streit und ^amps zur Folge haben können, mit der Tendenz. den mißliebigen Rivalen unschädlich zu machen. Cö wetteiferil die Menschen als Individuen, sogar Brüder miteinander, aber auch Gesell-schaftsklafsen, i^tiidtl', Völker und Staaten, lind wer wird sich der Tatsache verschließen Mollen, das; dc'r serbisch-kroatisckie Gegensah, der unser staatliche.^ Leben zu keiner gedeihlichen Entwiälung komnlen lassen will, seine tiefste Ursachs'. in der geplanten.Nivellierung bei bmden Volksstäinnien vorhandenen R lufilitätSbed ürfnisses ha t V Dieses Bedürfni'Z ist nicht nur eine Folge der geschl6)tlichen Entwicklung der beiden Ä'^olk'^stämnie, es hängt auch mit der geographischen Lage ihrer Siedinngsverhültnisse mid ihrer geistigen und wirtschaftlichen Zentren Zusammen, so daß der serbisch-kroatische Kon-slitt eher als Gea/'nsatz zwischen den beiden .'!>i''uptftüdtcn Veogr:id und Zagreb als zwi-s6ien Serben ilnd Kroaten bewertet werden 'darf. ^Zagreb, dlV^ geistige und wirtsckiaftliche Zentrum eine!? Gebiete^?, in dein hauptsächlich rollten wohnen, will nicht untergehen im ju-(^eflawifäien Meufchemueere, es will als würdiger .^onlu'rent niit dem Reichszentrnm Z^^eograd rivalis'cren. Diesen Willen bat es di.'rck die leisten Gemeinderntowahlen sehr deutlich zun; Au^>drnck gebracht. Wie bereii'5 betont, kann Nivalität ein ^ächtigcr Ansporn zum Fortschritt werden^ sie kann aber auch ausarten. ES wirft sich die Frage ans, wann Pflegt sie aU'^znarten? Eine Rivalität auf geistigem Gebiete, auf l^elnete der ^'unst und Wissenschast hat noch nienmls böse Früchte getragen. Gefährlich ist nur der Wettstreit auf wirtschaftlichem l^^ebiete und auch nur dann, wenn er aus Kosten de.^ Konkurrenten Ersolge anstrebt. Im wirtschaftlichen Wc^tbewerb Pflegen die Menschen, ob sie nun ein.^eln oder kollektiv auftreten, am rüfksichtslosesten zu sein. In den Dienst dieser Nivolität.werden alle Fähigkei-t'M und alle Triebe, die niedrigsten und die idealsten gestellt, so das; ein rein wirtschastli" cher Ü^onflilt, wie z. B. der Weltkrieg, unter einer anderen. man6nnal sehr ideal klingenden Devise an'.^csochien werden kann. Nun sind Ziigrel' und Beograd nicht nur ?»ie geistigen und kulturellen Zentren zweier ^'oUi^stäinme, sondern auch zwei wirtschaftliche Zentrum des kroatischen und. dalmatinischen Küstengebietes. t.'V:'i Herr Stojan VroNc aber Iwßland. Bor einigen Tagen hatte eine von der Agentur Herzog gebrachte Nachricht, Frankreich hätte mit Japan bezüglich Ostsibiriens ein geheimes Abkommen getroffen und bei dieser Gelegenheit seinen Kompasiszenten nicht nur von. der Wiederherstellung des Zarismus versichert, sondern soll ihm auch erklärt haben, daß ihm zu diesem Zwecke auch die magyarische und jugoslawische Armee zur Verfügung stünde, in der heimischen Presse eine gewisse Auftegung verursacht. Herr Prdtiv nimmt diesen Borfall zum Anlaß, um die Nachricht als Zeitungsente zu stigmatisieren, wobei er zum Schlüsse seiner Ausführungen auch über Rußland und seine Verhältnisse ein Urteil fällt. Dieses Urteil bringen wir unseren Lesern zur Kenntnis. Herr Protlä schreibt: „Uns sind die Russen»^ R«fse?s Aeb und wert. Wir Serben zumindest haben volle Ur sache, die Russen ohne Rücksicht auf ihr politi sches Glaubensbekenntnis zu schätzen, und ich bin überzeugt, daß auch für die Kroaten und Slowenen, ohne Rücksicht auf den Glaubens unterschied, Gründe genug bestehen, den Ruf sen dankbar zu sein, denn auch Zllr Erfüllung ihrer Hoffnungen haben die Hufe der russi scheu Kosakenpferde beigetragen. Bei all ihren UnVollkommenheiten, von welchen übrigens kein Volk frei ist, zeichnen sich die Russen durch eine solche Tiese des Gemütes aus, wie kaum ein anderes Volk. Zudem sind die Russen Slawen und ein großes Volk, das der Welt schon so manchen, auch außerhalb seiner Grenzen bekannten Geistesljeroen geboren hat. Deshalb haben wir Gründe genug, den Russen alles Gute zu wünschen, vor allem aber eine recht rasche Ueberwindung der Krise, an der sie gegenwärtig leiden und' die wir ebenso wie die meisten europäischen Völker mitempfinden. Nach unserer freiheitlich demokratischen Auffassung glauben wir, daß es für die Russen wie auch fflr Europa am besten wäre, wenn sich Rußland in einem demokratischen und parlamentarischen Regime wiederfinden wurde. Rußland fcheint mir für ein republikanisches Regime nicht die Eignung zu haben, aber wenn das Volk es sollte haben wollen, würde uns auch daS recht sein. Das heutige Regime in Rußland ist aber nach meiner wie auch nach der Auffassung jedes frei denkenden Menschen keine Volksherrschaft, das nung nicht Serschwinden wollen. Wir würden nur wünschen, daß diese Experimente im Sinne der oben angedeuteten Gesundung eine je raschere Entwicklung nehmen würden. Es muß getrachtet und geholfen werden, daß in Rußland recht bald der Wille des unter einer wirklich demokratischen Führung stehenden Volkes zum Ausdruck gelangt. Auch Ideale, und mögen sie wie immer aussehen, lassen sich einem Volke nicht aufdrängen. Dazu muß das Volt erst durch Selbstverwaltung und durch Teilnahme an allen Verwaltnngs-zweigen des Staates und des Erwerbes vorbereitet und erzogen werden, ohne dabei dessen Würde zu nlißbrauchen oder zu verletzen." >sich vom Uneingeweihten nur ou^"- den Versn> öjen beurteilen, die vonseite de:.' heiliger Stuhles zur Schlichtung dcü> unglüiUichek Streites unternoninieil wurden. Und da wird es vielleicht so manchen geben, der mit deiv Vorwurf hervortreten wird: W^irinn trc?t det Papst nicht als Richtvr s,wischen die Streiten-den und brandniarkte niäft das Unrecht der Kriegführung? Ol^wohl der Vorwurf berechtigt zu seivl scheint, so konn ihm doch folgender t^iedanken» gang entgegengehalten werden: Selbst wenn alle die Kriegfnhreilden dem heiligen Pater dos Recht des Richters zuerkannt hätte^l, was gewiß nicht zu erwarten war, so durste er doch nicht so vorgehen, weil er dadurch unmöglich den Frieden gefördert, vielmehr die Erbitterullg jener wachgerufen hätte, gegen welche seine Entscheidung gefallen wäre. Sq wie der Vater in einer Familie, in welcher zwischen den Kindern ein leidenschaftliche!; Streit ausbricht, solange die Leidenschaft rsH giert, nicht Partei ergreifen darf und nur z« beschlvichtigen suchen muß, um eine gegensei-» tige Verständigung zu ermöglichen, so mußte au chder heilige Vater vorgehen, weil er der Vater aller war, welch allen er dieselbe Liebe bezeugen mußte. An solchen Beschwichtigungsversuchen hatdß Nächstenliebe! Die Lehre ist schön und es der Papst auch nicht fehlen lassen, da tr«»t groß, aber noch größer ilnd stärker ist die Wilson, ein anderer Vater der Völker, ÄUM Tode des heiligen Vaters Benedikt. Die christliche Welt steht unter deni Ein drucke des Ablebens des heiligen Vaters, Papst Benedikt XV., des geistigen Oberhauptes t^r katholischen Kirche. Dem Reiche, das die Nachfolger Petris be-herrfchen, stehen heute keinerlei Machtmittel zu Gebote. Ihre .<^rrschaft beruht auf der im Prinzipe der Nächstenliebe wurzelnden religiösen Disziplin der Geister. schön und den Herzen der Menschen wohnende Eigen liebe, und so wurde immer und zu allen Zei ten auch innerhalb der christlichen Gemeinschaft gegen dieses hehre Gebot gesündigt. Keiner der Nachfolger aus dem Stuhle Petris^ hat aber einen solchen Zusammenbruch des erhabenen Grundsatzes der christlichen Lehre erlebt, wie Benedikt XV., denn in der christlichen Gemeinschaft, die den Anspruch erhebt, die Trägerin der Weltkultur zu sein, hatte sich ein Herd gebildet, der im Weltkriege einen Brand entfachte, in welchem, trotz der schönen Phrasen, mit welckien das große Morden und die Zerstörungswut zu rechtfertigen versucht wurde, nur die bösesten von den menschlichen Instinkten, der Neid und die Eigenliebe, ihren höchsten Triunlph feierten. Welche Eindrücke, Empfindungen und' Sorgen diese Verii rungen in der christlichen Welt ^beim heiligen Vater ausgelöst haben, das läßt ans den Plan, der mit seinen frischen und starken Bataillonen zwar den Krieg verschärf« te, dafür aber die langerschnte Entscheidung beschleunigte. Dieser Eingriff ist ein Beweis, daß felbst in eineni Familienstreite, wenn ein« mal nur die Leidenschaften sprechen, eim Schlichtung des Streites nin^ mit moralischen Waffen wenig Aussicht auf Erfolg hat, selbst wenn diese Waffen von einem Familienober« Haupte gehandhabt werden, wie es der heiligß Vater ist. Diese traurige und in ihrem Umfange denkliche Erfahrung, die der oberste Seelenhirt der El?ristenbeit ins Grab mitnek)men mußte, mag von feiner .Herde als ernste Mah» nnng hingenommen werden, Einkehr zu halten und sich der Pflichten bewußt zn sein, die der Begriff Christ, oder wenn dies besser gefällt, Mensch sein in sich schließt. Berkehrskonferenz in Graz. W.ÄB. Graz, !?3. Jänner. Die ersten Dele-Nrage auf Abschaffnng de^? Sichtvermerke? gi- . . , . .heißt keine Herrschaft, die auf dem Vertrauen f^)cmcu!!cha,lcn, ».«.e leicht »n Gegensatz zu Volkes fußt, es ist vielmehr dasselbe alte ander gebracht werden ki^nnen, wenn deren wirZschastl'u!'? ^u'.leressen nicht die gebührende Bea6)tung finden, und wenn ein solcher Gegensatz entstailden, so liegt es auch sehr, nahe, den Stanlmesunterschied als Mittel in dm Wirtschaftskainpf zu tragen. Zagreb scheint unter dem Eindrucke zu stehen, daß seine wirtschaftliche. Zukunft bedroht lvird, und zu diesem Eindruck dürsten die Mißerfolge in unserer Adriapolitik und' 'im Zusammenhange mit der zentralistischen Verfassung die geplante administrative E^eilung des Staates beigetragen haben. In diesem Sinne scheint das kroatische Problem in erster Linie eine wjrtkWWe Alv! zaMische Regime, nur mit dem Unterschiede, daß es'auf den Kops gestellt ist. Manche behaupten sogar, daß die hmltige Herrschaft Uoch viel willkürlicher und absoluter wäre. Statt der alten Ochrana gibt es jetzt die TschÄa, die nach BeliÄben anklagt und auch richtet. Statt der alten Zarenarmee gibt es jetzt eine Armee Trotzkis, die nack d'^elben .(^nd-sätzen organisiert ist, wie ^ frühere. Ein solches Regime ist zweifellos ummkür-lich, und' deshalb ist es nicht wahrscheinlich, daß es sich wird sta^ifieren können. ^ Be-WÄs dafik. sind' dke. Experimente, zu . welchen die Regierung seit einem Jahre gezwungen gierten bei der Paßkonferenz in Graz haben, pfelte, also viel weiter ging, alS die Parii-^r in Komnnssionssit)ungen die von der .Konfe-j Resolution, die die Grundlage der Grazer renz gefaßten Befchlüsie und Wünsche fornni liert und sind, soweit Oesterreich, Italien, die Tschechoslowakei und Ungarn in Betracht kom men, zu einer vollständigen Einigung gelangt. ES steht nunmehr der Redigierung eines Vertrages zwischen ihnen nichts mehr im Wege. Der Staat SHS und Rumänien — das nunmehr gleichsalls durch einen Delegierten vertreten sein wird — gaben ihre Vorbehalte noch nicht auf. Diefer Stellungnahme hielt der Präsi^t Legationsrat Lukes in der heutigen Plenarsitzung die bezeichnende Tatsache entgegen, daß einerseits der Staat S.HS bereits mls der VerkehtÄonferenz in Paris im Oktober Z0M durch seinen damaligen Vertreter eine EiÄärung abgeben ließ, die in dem An- .'itonferenz bildet. Andererseits habe Rumä« nien sich in einer Note an den Völkerbund auf diese Grundlage gestellt. ?^eiden wäre nunmehr Gell-genheit geboten, ihr Wort in di<' Tat umzusetzen. Der polnische Delegierte gab l^ekannt, daß er unter Aufrechterhaltung seines Standpunktes zur Unterzeichnung ermächtigt worden sei. Es ist zu hoffen, daß auch seine Negierung sich den Grundsätzen der Pariser .Konferenz schließ lich anpassen werde, damit ein Einverständnis, das für alle Sukzessionsstaaten wichtige und praktische Ergebnisse hätte, erzielt werde, das auch in den Vereinigten Staaten von Amerika gewertet und für die t^cnueser.Kon» ferenz von Einflns^, sein würde. Dr. Wlrw aber Wiever aufbau Rußlands. ANS. 23. Jänner. (Wolff.) mlswärtigm Ausschuß sprach Reichskanzler Wirth eingehend.die wirtschaftlichen und Im land. Die Ausführungen gipfelten in der Erklärung, daß Deutschland den baldigen Wie^ deraufbau Rußlands wünsche. Auch wünsche Deutschland kein deutsches Wirtschaftsmonopol, sondern die deutsche Regierung sei bereits mit anderen Interessenten gemeinsa.n .'>n ope« und mit .^ultim O??. M» ,nung derjenigen Gebiete, für die derartige Syndikate errichtet werden sollen. ?tatdenau durch Lenln nach Moskau etaoeladen Antrag lm Etinnes zum AaSba« des Petersburger Hasens. Berti«, 23. Jänner. In einer Rede, die der A^eichStagspräsidcnt Loebe gestern vor den Ar deitern der ?lllqemeinen Elektrizitäts-Gesell schast hielt, warnte er die Arbeiter vor dem Beispiel Cowjetrußlands, dessen WirtschastZ Politik völligen Schisfbruch erlitten habe. So dann teilte er mit, Lenin habe Rathenan ein geladen, nach Petersburg .^u kommen. Der Sowjetdelcgierte Krassin habe Etinne? den Vorschlag genlacht, den Hasen von Petersburg auszichauen. Wer diese Zusanimenhängl kenne, wisse, daß die Neise von Stinnes nach ^'ondon eigentlich eine Reise nach Moskau ^ar. Schutzvertrag zwischen Eng lanb und Srankrelch. Serlängerung der BertragSdauer. Vermittlung t»er Entente zwischen Griechen und Türken. WKV Paris, 23. Jänner. (.Havas.) In den Mitteilungen, die Botschafter St. Aulaire dem „Foreign Osice" bezüglich der Abände tung des englisch - französischen Garantiever träges machen wird, schlägt die französische Negierung die Ausdehnung der Geltungsdauer auf 15 oder 20 Jahre vor und bietet England gegenseitige Garantie an. Ein deutscher Eingriff auf die neutrale Rhein zone soll als feindfeliger Akt betrachtet wer den, auf den hin das Abkonimen in Wirksam-!keit zu treten hätte. Die eventuelle militärische Hilfe der beiden Mächte soll durch ein ständi-er Minister des Aeuheren Großbritanniens, /Frankreichs und! Italiens wird die Orientfrage behandeln und einen wesentlichen Plmkt der Erörterung wird die Frage bilden, wie die drei Großmächte eine Vermittlung zwischen Griechen und Türken vorschlagen WKB. Paris, 23. Jänner. (Wolss.) Wie der p,Matin" meldet, verlangt die französische Re-igierung von der englischen, daß der Schutzvertrag nicht für die Dauer von 10 Jahren, 'sondern für 2b Jahre abgeschlossen werde. WKB. London, 23. Jänner. (Havas.) In ,6en Kreisen, in denen man die offiziellen An-^pchten zu kennen in der Lage ist, besteht Grund DU der Annahme, daß das Londoner Kabinett entschlossen sei, in der Frage des Abkommens Wischen England' und Frankreich folgenden Standpunkt einzunehmen: Die englische Neuerung ist damit einverstanden, die Dauer deS Abkommens gu verlängern und den Termin vuf 30 Jahre festzusetzen. Sie ist auch damit einverstanden, das Abkommen auf Gegenseitigkeit zu schließen, obwohl man die Notwendigkeit hiefür nicht einsieht. Der Hunger ln Rußland. WKB. MoSta«, 23. Jänner. (Funkspruch.) Die Bauernzeitung „Benota" berich^t auS Samara, daß in den Dörfern dieses Gebietes die hungernden Einwohner sich bereits an den Leichen der Verstorbenen vergreifen. Zahlreiche Fälle dieser Art seien von Vertretern internationaler Hilfsaktionen festgestellt worden. WKB. Moskau. 53. Jänner. (Funkspruch.) Im Melitopoler Kreise hungern 2^.000 Menschen. Alle Surrogate und Pserde sind bereits aufgegessen. Hunderte von Familien sind vom Hunger aufgerieben. Die Bauern verkaufen den letzten Rest ihrer Habe. Auflösung des Varlamentes tn Itumanien. WtB. Bukarest, 23. Jänner. (Tsckiechoslo-wakischc'Z Presjbüro.) Das Anttsblatt verös-sentlicht ein königliches Dekret, womit das Parlanlent anfgelöst wird. Die Wahlen in die gesetzgebenden Körperschaften finden in der Zeit vour 1. bis 11. März statt. Die neue Na-tionalversanunlung wird am 23. März einberufen werden. ' Der Vapft aus der Totenbahre. WKB Rom, 22. Jänner. (Stefani.) Die Leiche des Papstes wurde heute vormittags aus dem Thronsaalc in seierlichem Zuge, an dem die Kardinale und Prälaten, die Mitglieder lind' die päpstliche Garde teilnahmen, in die St. Peterslirche übertragen und dort in der Sakramentskapelle aus einem, von Kerzen flankierten Katafalk aufgebahrt. Nach Beendigung der Zeremonien wurde die Volksmenge, die in großen Massen herbeiströmte, Aur öffentlichen Schaustellung der irdischen .Hülle des heiligen Vaters in die St. Peterskirche eingelassen. Die NüSkedr der «rlafferln Atta nach Madeira. WKB. Paris, 23. Jänner. Der „Matin" meldet: Der Aufenthalt der Exkaiserin Zita ist von den Bundesbehörden infolge der Note der Botschasterkonferenz um 10 Tage abgekürzt worden. In einem geschlossenen Wagen ist die Exkaiserin an die Schweizer Grenze gebracht woriien, wo ein Truppenaufgebot jeden Verkehr der Exkönigin mit der Außenwelt unmöglich machte. Die Krankenschwestern wurden beim Verlassen des Spitals einer Leibesdurchsuchung unterzogen. Exkönigin Zita, die nachts in Bordeaux eintraf, wurde von Sixtus von Parma erwartet und erhielt nach einer telegraphischen Anfrage im Ministerinnt des Aeußeren die Erlaubnis, bis heute nach-nlittags in Bordeaux zu bleiben, von wo ails sie die Reise nach Spanien fortsetzen wird. Die Exkönigin ist vom König Alfons sür einige Tage als Gast eingeladen. WKB. Paris, 23. Jänner. (Havas.) „Petit Parisien" meldet aus Bordeaux: Exkaiserin Zita ist gestern abends hier eingetroffen und reist heute nachmittags nach Madrid weiter. ! WKB. London, 23. Jänner. (Funkspruch des Tschechoslowakischen Preßbiiros.) Exkaiserin Zita ist in Madrid eingetroffen. Kurze Rachrtchtm. WKB. P«ris, 23. Jänner. (Havas.) Der irische Kongreß, an denl 120 T^legierte teilnehmen, ist unter denl Vorsitze O'EonnorS eröffnet worden. WKB. Paris, 23. Jänner. (.Havas.) Der erste Teil der Rheinarmee wird (!^de Feber endgültig entlassen werden. WKB. London, 23. Jänner. (Funkspruch.) Zwischell der provisorischen Regierung von Südirland und der Regierung von Mster ist ein Uebereinkomnien in den strittigen Fragen erzielt worden. WKB. Lisiovon, 23. Jänner. (Funkspruch.) Die Schneestürnie der letzten Wochen haben der portugiesischett Schisfahrt ungeheuren Schaden zugefügt. Viele Schiffe wurden anS Land geworfen, wodurch, soweit bekannt ist, 30 Personen ums Leben gekonunen sind. WKB. Prag^ 23. Jänner. Wie der „(!as" meldet, haben die Bergarbeiter des Falkenauer Revieres beschlossen, vom 23. bis 2ü. d. einen Demonstratwnsstreik zu veranstalten. WKB. PtOG, 23. Jänner. „Pravo Lidu" meldet, daß die Arbeiterschast der Ringhofser-werke die Arbeit eingestellt hat, da die Leitung des Unternehmens die Wiederaufnahme der ausgesperrten Schmiede abgelehnt hat. WKB Rom, 22. Jänn. (Stefani.) Morgen unt S Uhr vormittags erfolgt die Ueberfi'ch-rung der Leiche in den St. Peters-Dom. Der AUnisterpräsident hat zunr Zeichen der rauer für uiorgen die Schließung der staatlichen Schulen angeordnet. WKB Rom, 22. Jänner. (Stefani.) Das Kardinalkollegium hielt unter dem Vorsitze des Kardinalsstaatssekretärs Gaspari seine erste Versammlung ab, um über die Organisation der Leichenfeierlichkeiten und die Eröffnung des Konklave zu beraten. ' Papstzinlmer dabei nicht verfallen zu lasten. Hiemit würde aber zugleich dieser Stadtteil wesentlich an modernem Aussehen gewinnen, zumal die vereinigten Banken einen solchen Riesenbau leichter materiell überwinden, als ein Privater. Weiter wird' angeregt, eins Fahrbrücle von der Schlachthofgasse nach PobreZje aufzuführen, da auf diese Art der Zentralfricd-hof wie auch das Industriezentrum Pobretje-Tezno den Bewohnern deS Mellinger Bezirkes .leichter zugänglich gemaäjt würde. .Hiemit würde auch die Notwendigkeit der Mellinger Ueberfuhr entfallen, die bei Eisgang, bei Zufrieren der Drlm, bei Hochwasser sowie bei sehr niedrigem Wasserstande ohnehin außer Betrieb gesetzt werden muß. Es ist dermalen wohl wenig Aussicht, daß in absehbarer Zeit die Mittel silr eine sal6)e Bri'icke beschasst werden könnten, doch wird sich das Bedürfnis sür eine solche automatisch unlso dringender einstellen, je mehr Industrieunternehmen siä) anl rechten Drauuser etablieren U'erden. Die Zukunft Maribors. Von Daporin ZnnKooie. II. Zu dieseui Thema erhalten wir zwei neue Anregungen. Man sö)lägt vor, daß alle Banken, die eigene Wohnräume bis zum Oktober l. I. selbst herstellen müssen, hiezu aber bisher keinen günstigen Baupläh finden konnten, die alte Burg erworben, auf dieselbe ein bis zwei Stockwerke aufbauen oder doch modern so adaptieren, daß darin deren ganzes Personal, allenthalben auch einige Banken selbst untergebracht werden könnten. Dieser Vorschlag ist gewiß sehr diskutabel, denn die Banken fänden dort einen dem Verkehre sehr zusprechenden Platz, die Beamten würden in, Hanse selbst wohnen oder hätten doch in keiner Richtung einen nennenswerten! neue Hartkrankheit gezeigt, die Hcilungsver-Weg zu ihren Amtsräunien, und das ungün-i suchen hartnäckig ttoßt. Größtenteils zeigt sich Marburger und Xagesnachrichten. Spenden an die Rettungsabteilung. An Stelle eines KranzeS sür den verstorbenen Herrn .Hans Temmerl spendete Herr Jng. B ühl 200 ^ und sür den verstorbenen Herrn Wnrzinger Herr Johann Miloschitz 100 — Herzlichen Dank! Unser neuer Roman. In der heutigen Num» mer beginnen wir mit dem Abdrucke einer spanenden, interessanten Erzählung „Das sonderbare Duell" von dem rtchmlickist bekannten Schriststeller Friedrich Gerstäcker. Der Autor zeigt unS das Leben der Ansiedler in den sumpfreichen Gegenden des Mississippi iin anziehender und fesselnder Weise und silhrt mit uieisterhaster Routine ein anscheinend sehr verwickeltes Draina zwischen zwei Nebenbuhlern in so anziehender und köstlich humoristischer Weise zur Auslösung, daß jeder Leser von dem überraschenden Ausgang dei^ Erzählung hochbesriedigt sein muß. Fünsdinarnoten gliltiges Zahlungsmittel. Der Finanzminister hat angeordnet, daß die Steuerbehörden die Fünsdinarnoten bis auf weiteres noch in Zahlung zu nehmen haben. Die spanische Grippe in Enqland. In der ersten Woche dieses Monates starben in England ohne Irland 1400 Menschen an dieser Krankheit. Hievon entfallen nur auf London 700 Todesfälle. Die Aerzte sind nicht imstande dieser gefährlichen Krankheit Eilchalt zu tun. Eine neue Raucherkrankheit. In den letzten drei Monaten hat sich in Ljnblsana und auch anderwärts bei männlichen Rauchern eine stiae, das Stadtbild gewiß nicht mehr zieren de Burggemäuer würde daS Aussehen eines RiesenpalasteS erhalten. Die Architekten würden es gewiß auch zustandebringen, alleS jene, was historisch oder architektonisch eine Erhaltung oder Konservierung verdient, wie die Kapelle, der Tllrn:, das Stiegenhaus, das am Sckenkel eine Hautentzündung, die sich oft auch an den Händen, im Gesicht und' nnr die Augenwinlpern herun! ausbreitet. Die Entzündung verursacht ein starkes Jucken, ein Springen und Schälen der Haut. Es wurde festgestellt, daß die Ursache dieser Krankheit die Zündhölzchenschachteln sind, die auf den s» MII. l ">>1 Von Friedrich GerstäSer. (Nachdruck verboten.) Erste s K ap i t el. Am Misiissippi. Tom Ralfson, ein junger, reicher Engländer, fing an, sich in seinem Vaterlande zu langweile«. Die Vergnügungen Londons ekelten ihn an, eine eigene Familie hatte er nicht, und die Sehnsucht erwachte in ihvl, einmal den fernen Westen Amerikas zu sehen, NM dort im Urwald zu jagen imd überhaupt eine Zeitlang in der Wildnis herilmzustreifen. Er wollte, wie er meinte, den „Staub der Zivilisation" abschütteln, und dazu konnte er allerdings keinen besseren Platz sinden, als die Mississippisümpse. — Dort war in der Tat weder Staub noch Zivilisation zu fürchten. Er zögerte auch nicht lange mit der Ausführung seines Planes, schiffte sich nach New ?)orr ein, besuchte erst ^n Niagara und die Seen, und wandte sich dann westlich durch die Staaten, biS tief nach Missouri und Arkansas hinein, um dort seiner Jagdlust zu genügen; und das konnte er dort nach Herzenslust. Allerdings hatte er sich das Wild in jeuen Wäldern zahlreicher gedacht, und daß er manchmal tagelang umherstreifen nlußte, ohne einen Schuß zu tun, wollte ihm anfanc^s nicht behagen; aber der wirkliche Jäger will doch auch nicht nur innner totschießeu, sondern sucht die Wakdfreude vielmehr in dem durch Mi'che und Schlauheit errungenen einzelnen Erfolg, und so verbrachte er dort in dem schönen Wald eine frohe glückliche Zeit und erlegte immerhin Wild genug, lim mit dem Resultat zufrieden zu sein. Aber auch das ermüdete ihn endlich. Er hatte wohl ini Ueberdruß des gesellschaftlichen Lebens die Wildnis gesucht, fühlte jedoch zuletzt, daß er in die Gesellschaft gehöre — daß er sie wenigsten? nicht ganz entbehren könne, und sing endlich an, sich wieder zurück zu sehneu. Einen ungemeinen Reiz übte aber trotz-deul das ganze Treiben dieses prächtigen Waldvolts auf ihn aus, das er in den verschiedenen Blockhütten kennen lernte, und wenn er sich bis dahin den Amerikaner nur als spekulierenden Nankee gedaÄ)t, und im fernen Osten der Staaten auch so gesunden, so mußte er sich wohl gestehen, daß hier im Westen, als Vorläufer der Zivilisation ein ganz anderes Volk existiere, dem er seine Achwng nicht versagen konnte. Wenn er sich selber fragte, ob er hier fortan zwischen ihnen leben uni>' nicht wieder in die alten Verhältnisse zurückkehren wolle, so nln^te er sich das freilich nlit ewem entschie-i denen „Nein" beantworten? aber begreifen konnte er trotzdem recht gut, wie sich jemand, der eben nicht in einer großen Stadt und von .alleul Luxns nnigeben .auferzoge» wordeil^ hier lvohl glücklich fühlen könne, inch' beneidete die Menschen oft unl ihre bescheidenen -Ansprüche an das Leben, um ihre stille Zll^' sriedenheit unter lauter Entbehrungen. Wenn er die Damen der vornehlnen Welt ulit diesen schlichten Backwoodsfrauen verglich, welcher merkwürdige Unterschied trat ihm da entgegen! Nur ihr selbstgesponneneS, selbstgcwebtes und gesärbtes Zeug trugen sie, und wie nett und sauber sahen sie darin aus, ja welch reizende Gestalten und Gesichter traf er unter ihnen. Ueberhaupt sprach ihn die Reinlichkeit in den oft noch so ärmlichen Hütten an, und er mußte manchmal auch wieder das freie, ungezwungene, aber imurer anständige, ja nicht selten sogar vornehme Wesen bewundern, niit welchem sich diese Töchter des Waldes bewegten und wie stachen sie in der Hinficht gegen das Landvolk deS Kontinents — ja seiner eigenen Insel ab. Er mußte sich gestehen, daß diese Frauen »nd Mädchen, mitten aus dem Wald heraus, nur in anderer Toilette, injede Gesellschaft der Alten Welt eingeführt werden könnten, und' seder zur Zierde gereichen würden. Sein Herz hatte sich aber trotzdem nirgends gefesselt, er schaute in ntMlcheS dunkle, brennend« Auge unversehrt hinein. Motten jedoch, die zulange um daS Licht flattern, versengen sich zuletzt die Flügel, und etwas AehnlicheS mußte er, wo er sich schön außer jeder Gefahr glcmbte, selber erlob'cn. Da der lange Sonnner die Sümpfe zieui-lich ausgetrocknet hatte, so daß wenigstens überall wasserleere Striche hindurchliefen, -pirschte sich unser junger Engländer allein, nur mit seiner treuen Büchse und einem Kompaß, nach und nach an den Mississippi hinüber, um dort nachher ein Dampfboot anzutreffen und nach denl Osten zurückzukehren. Allerdings kannte er dieses Terrain nicht genau genug, sonst würde er etwas derartiges nicht so keck gewagt haben. ES konnte ihm nämlich leicht geschehen, daß er dabei in einen der entsetzlichen Schilfbrüche hineingeriet; und aus denen wieder herauSzukouin^en, ist wahrlich keine Kleinigkeit. Er hatte aber Glück — oder Unglück, wie man's nehmen will, denn er wäre vielleicht in einem solchen Schilfbruch besser aufgehoben gewesen, als iu der freundlichen Hütte, die er endlich, unmittelbar am Mississippi, eines Morgens erreichte. Er hatte nämlich Zufällig im Wald einen Pfad getroffen, der von Osten nach Westen lief; er folgte der östlichen Richtung und entdeckte am nächsten Morgen Banmstnnipfe, an welchen die Axt tätig gewesen — ein sicheres Zeichen also, daß er sich in der Nähe einer menschlichen Wohnung befand. Er hörte auch, ivie er kaum noch eine Stunde in dieser Bahn sortschritt, einen Hanshahn kräl^en und .Hunde bellen, und er erreichte bald danach ein jr^'undlicheS dopMtc^ Älockbans. in d,'ui er i! inodcriien Stile „Erotiü'n", eine Geschichte ans nied^'vuer Ebe, vorgesührt. Eine reizendere Tragiloniö-die der Liebe, als dieses Filmsplel, ist der.i Ki-nopnblikunr sicher noch nie geboten worden. Die Regie entspricht den st-^Izen Traditionen der nordischen Bnhnenknnst und ein prächtigeres Ausammenspiel als das der Tanten Tora Teja nnd .^tarin und der .'^^erren Anders de Wahl und Lars 5)nrson ist lauin denkbar. — Prosesser arpentier ist Zoosoge. ''.'l t'genblic^lich hat er die Bocltafer in der Arbeit nnd hat tief in ihr Liebesleben hineingeschaut: Die einen find Anhänger der Vielweiberei, die andeveu haben mit eincnr Weibchen genug, die dritten aber sind verstockte Biga?nisten. Zuweilen erinnert sich der Gelehrte daran, daß er selbst slZtonolnist ist. Irene ,seine Frail, ist Weltdauie, die glänzen und geliebt werden will; der Gemahl ist für sie eine selbstverständliche Institution, an der es schwer ist, zu rütteln, nnd die uian deshalb aul besten in Ruhe läßt. Und es wäre unt dem Profesior schleck)t bestellt, wenn nicht .^arin int Hause wäre, die ihnr die .H^rawatte bindet und ihm .Han^melfleisch mit Kohl bereitet. Während sich also hier eine chemische Bindung von zwei einander zustrebenden dementen vorbereitet, hat auch Irene langst die Unnatür-lichkeit ihrer ehelichen Verbindung mit dem Profesior eingesehen und auch schon die Korrektur dieses Ehefehlers herausg^unden. Der Bildhauer Preben fühlt sich von Irene ebenso angezogen wie sie von ihm. Doch für ihn gibt es ein unübersteiglicheS Hindernis: er ist der beste Freund des Professors; ja er wird s^ar dessen Kroteftor, als fflauvf, d^ Irene den Gatten mit einem Baron hintergehe. Da kommen nun die köstlichsten Szenen. Als Preben ihr darüber unverdiente Vorwürfe macht, gewahrt sie darin eine Gelegenheit, ihrer Ehekomödie ein Ende zu machen, indem sie dem Gatten den nicht begangenen Ehebruä) eingesteht. Obligates Vernichtungsgefühl des Profesiors, Verzweiflung und Tränen. Irene tut es leid, die schmerzhafte Kur ist jedoch notwendig, um vier Menschen glücklich zu «lachen und zusammen zu bringen, was inl Buch des Schicksals für einander bestimmt war. Die letzten zwei Akte sind ein wahrer Hochgenuß für jeden Freund wirklicher Kounk und echter Lustspielkunst. Mestni kino. Die zweite Epoche des Films „Der Schrecken des Ehincsenviertels" wird von Dienstag den 24. bis einschließlich Donnerstag den 20. Jänner vorgcsührt. Letzte RMrlMen. Sraf Banffy zur Hadsburger-frage. LKB. Budapest, 23. Jänner. Mit Rücksicht auf die von der Kleinen Entente iu der .^'^abs-burgersrage. in Budapest unternomuiene Demarche, die auch von! jugoslawischeir Anßen-niinister Dr. Ninöiv im Abgeordnetcnhanse besprochen wurde, erhielt der „Pester Lloyd" von rnaßgebender Stelle folgende Informationen: Die Vertreter der .Neinen Enteilte stattetet! dein Außenminister Grafen Banfsl) einen Besuch ab, um ihn um Ausklärungen über die Absichten der .^königin Zita und hinsichtlich der Stellungnahuie der nngarisck)en Regierung zu dieser Frage zu ersuchen. Graf Banffy gab den Vertretern der .^leinen Euteutc? l^eruhi-geude Erklärungeu ab, wount die Angelegenheit als erledigt betrachtet werden kann. Ein oMzitsser Besuch Ves Statthattzrs von Slowenien. Preoa'tje, 24. Jänner. Der Statthalter von Slowenien, Herr Ivan Hribar, beehrte Montag Prevalje ulit seiuem Besuche. Zu feiner Begrüßung hatten sich am Bahnhof Bezirks-lzauptniann 5wkl, Pfarrer Liepl, Bürgermeister Lahounig und andere offizielle Vertreter dcr örtlichen Behörden sowie sonstiges Pnb-litum eingefunden. Iin Gebände der Bezirks-hauptniannschast fand später ein Empfang der Beamtenschast, weiter von Bertreterii'der hiesigen staatlichen und autouomen Aemter, Korporationen und verschiedener Vereine statt. )!ach der Festtafel fuhr der Herr Statthalter nach Gu^tanj zur Besichtigung der dortigen Stahlwerke, wo er eine Deputation der Arbeiterschaft enipfing. Um Uhr abends trat der Herr Statthalter die Rüctreisc nach Ljubljcna an. BSrsenSericht. Devisen: Veriin 151-^-154, Mailand 1^00—1322, tondon 1280—1290, Z.7ew.1'?ore Z00—303, ^ans 2430—2430. j)raa 510 —-vien 3.20—".30, Budapest 44 50—4.'), ^^ukareft 225, Schweiz 6000— K050. — Valuten Dollar: 293—302, osisrr. 4.50, Nubcl 22—2s, tschechische A 55Y, 20 Kronen in Go'd 1020, Franken 3350—2410, Napoleon d'Gc 1025,—10-10, deutsche ^lark 153—15^, Lei 202—220, ital. tire 1290—13l)0, türkische Goldlire 1100—1125, ungarische R 42—44. Wies:. Devisen: Zagreb 33.13—33.28, veo.zrad 132.70 — 132.90, Z^erlin 50.95 — 51.04,Budapest 14.73—14.81, London 437.90 -438.10, Mailand 439 90—440.10, New. r?ork 101.98-.102.02, Paris 834.80-.83.').20. Prag 194 97—195.03, Sofia 65.70—65.80. Warschau 2 99—3 01, Zürich 2029.75— 2030.25. — Valuten: Dollar 9993— 100.0S, ceoe 6095—6105, Mark 5097-5103, Pfund 431.90—432.10, französische Franken 824 80—825.20, tire 433.90—434.10, Dinar 1.?1.70—13''.90, polnische Mark 2.97— 2.99, tei 72.95—73.05, Schweizer Franken 1999.75 — 2000.25, tschech. Krone 194 96 —196.03, Ungarische Krone 14.78—14.31. Jüri». Devisen: Berlin 2.57, New. York S.1S, condsn 21.67, pari» 41.50, Mlai-land LS.40, Prag 9.40, Budapest 0 75, Za. greb 1.75, Warschau 0.15, 1Vien0.16, Aster-rsichische gestempelte Reon» 0.08. AuÄ aller Welt. »te ««werfttSttzluh. Gin- Rulz, der Staatsuniverfität Iüinoi» in den Vereinigten Sta«ten gehörend, hat den Welt-Milchre?ord geschlagen. Sie produzierte in 365 Tagen 16.347 Oter Milch »yd SS5'Sps»nd Butter-fett. Seile S Die et«dt der N»uchlOsen. ^n Aion Oly, ^llinoi», wurde ein Mann mit einer Geldstrafe von 30 Dollars belegt, weil er ^ auf der Straße eine Pfeife geraucht hatte, denn in dieser Stadt ist das Nauchen gssetzliä' verboten. Krostbettle«. Zu den kleineren teiden der Menschheit gel^ören die Frostbeulen. Ls sind kleine teiden, aber darum nicht minder quälend und belästigend, und der unglückliche Besitzer von Frostbeulen sieht immer nur mit Bangen dem Winter entgegen. Nun wird über die günstige Ivirkung berichtet, die Röntgenstralzlen auf Erfrierungen und Frostbeulen üben. Die gewöhnlich nur bei hierz» disponierten Menschen auftretende akute un^ chronische Rältebeschädigung der Blutgefäße, die den Erfrierungen und den Frostbeulen zugrunde liegt und schon in den geringen Graden durch schlafraubendes Jucken, Schmerzen und Schwierigkeiten, einen Schulz anzu« ziehen, ein quälendes teiden darstellt, verschwindet fast stets prompt auf ein oder zwei ganz schwaä^e Röntgenbestrahlungen von bestimmter Dosis. Dieses Heilverfahren ist sehr wenig bekannt. Der gewöhnliche Ver« lauf der Behandlung ist folgender: 24 bis 4? Stunden nach der Bestrahlung schwinden Jucken und Schmerzen, nach weiieren zwei bis drei Tagen gehen die Knoten und die Schwellungen zurück. In welcher Iveise dabei die Strahlen auf die Blutgefäße wirken, ist nicht bekannt. Jedenfalls hält die Beeinflussung der Gefäße durch die Röntgenstrahlen längere Zeit an. Die Aerzte werden iiberflüssig. In London seiert zurzeit Pros, (loue, der französische .Heilsapostel einer ueueu Forni der autosug-gestioeu jtrankellbehaudluug, Triumphe. Er hält aus Einladung der englischen Verehrer, unter denen englische Geistliche besonders stark vertreten ist, Borträge, die insbesonderc; die Frauen in lritiklose Begeisterung versetzen. Er berichtet von erstaunlichen Wunder-heiltlngen, die sowohl in chirurgischen Fällen wie bei inneren .^frantheiten in der medizinischen Schule zu ^ic'ancy erzielt worden seiir jollen. Iufolge der Vorträge Prof. Coue's sind jet^t.^^underte von Londonern dabei, dic; ebenso einfache wie radikale Kur des französi--schen Arztes zn erproben. Körperliche Leiden sogar noch n!ehr als Psychis6)e Erkrankungen, vor allem.^lrankheiten der Luftwege und de5 Verdauuzlgsapparates, werden nach seiner Behauptung im .'Handumdrehen behoben, wenn der Patient in einen Strick zwanzig .^inoten knüpft und vornt Schlafengehen und Aufstehen imter Benutzung dieses Strickes als einer Art von Rosenkranz zwanzigmal den Satz lviederholt: „Täglich fühle ich mich in jeder .^^)lnsicht besser!" Zur Unterstützung ver-gesjlicher ranker empfiehlt er, sich diesen Spruch in schönenl Druck auf einem beleuchteten Transparent über die Bettstelle zu hängen. Man ist dann gegen jedes Leiden gesichert, und wer daran glaubt, dem wird' es '.oohl auch helfen. ' Das gefährlichste Jahr der Ehe. Ill der scs)wedischen Damenzeitung „Charme" steht unter dieser Ucliersc1?rist ein Artikel, der zweifellos alle Ehepaare? nnd solche, die es noch werden wollen, interessieren wird. Sari,-verstäl^dige haben näiulich uach langein Stu-di'.lul dc?s „gefährlichste Jahr der Ehe" her-ausgesnnden. Es ist das dritte. Wie sind die Sachverständigen darauf gekonimen? Sic sind einfach von der Ehescheidungsstatistik ausgegangen, und al?s ihreu! Stndium haben sie ersehen, daß der dritte Teil oder !nindestens der vierte aller Ehescheidungen iu! dritten Jahre der Ehe stattfindet. Die meisten Ehe» lente halten bis zu diesem Jahre durch, und ivenn sie die Nöte dieses Jahres überwunden haben, so sind die Auosichien die dencbar besten, daß in Zuluust alles gut gehen wird. . Aber nun sragt uian sich luililrlich, warum gerade das dritte Jahr das gefährlichste ist. Die Sachverstandigen erklären daraui, das? zwc'i Jahre Roinantik in der Ehe genug sind. Die Hoffnung, daß die romantische Zeit sich auch für die nächsten Jahre der Ehe fortsei^en lasse, ist irrig, es sei denn, daß Ma7m nnd Frau ini-ftande sind, sich selbst eine ewige Nomantik einzureden. Und dazu kommen praktische Bedenken. So können zum Beispiel (^eldsorgen leicht die Ursache für eine Scheidung werden; denn es ist natürlich eine andere Sache, ob man eine oder zwei Personen ernähren soll^ Auch das erste Kind ist iinmer ein verhäng« uisvoller Pnnkt. Das Kind, das eigentlich die Eheleute fester an sich binden sollte, trennt sie oft genug. Und ein t^jatte, der noch nichl gemlgend Verständnis besitzt, kann sich mit deni großen Interesse der Frau an den! .^'in de nicht leicht abfinden; denn er sieht ein, da^'' er der Fran nun nicht un'hr, nne früher, „al les" bedluiti«! «V, > V» ? I» « «I» W » » Mr. ?st — WWßh nachO-wiesni, daß gerade die NÄH« BogÄrten an Zahl von Jahr z« «schmkender Weise abnehmeil. Der Wms 'n^wne^er werdende Betrieb führt zur htBSichtzii^tzg setbft der. kleinsten BodenflSchen, M A«Orod»ny aller Hecken ,md Dorngesttüu-che ovf den Fek^awe«, der alten hohlen Bäu-We sowie d>^ Unterholzes w den Wäldern Mpv., wodurch viele BSqel der Nistflelegenhei-und des chchvtzez vor ihren zahlreichen lden beraubt werden imd zilgrunde gehen. .. rächt sich d>'. können, wie fie möc!)ten. Älso schnucn sie Und stehen an der „Gemiit^nienschenknrve". Dos ist die kritische Stelle der Bahn. Ied-'s dritte Rodel fliegt dort in den Graben, in den Schnee. Dann stecken die Jungen entweder i.n Schnee fest, oder sle rutschen auf der „Natur« rodel" unfreiwillig noch ein Stück den Berg hinunter. Aber echte Rodler machen imnier gute Miene, auch wenn sie sich grün, bl-iu und gelb gerodelt haben. Die Stelle heißt auch „Kap der guten Miene zum bösen Spiel". Aber die Gemütsmenschen, die nnr zuschauen, lachen boshaft und verdienen es redlich, wenn ihnen ab und zu ein von Rodlern geschleuderter Schneeball inS hämische Gesicht fliegt! Jemand den Buckel herunterrutschen ist bald gesagt, schwer getan. Aber auf leichter Rodel die steilen Abhänge hin^ntersausen —> das ist ein Vergnügen, so köstlich und schön, daß man wirklich bedauern muß, weun der Winter zu wenig Gelegenheit dazu bietet. Also mög' es guten Rodelschnee geben und glatte Bahn nnd sportgereckften Kurtten^ schwllng und jauchzen!!« Lust uud dann später ein herrliches Rückerinnern an die großartigen Rutschfahrten in der stahlblankcn Winter^ lust. Wenn nur der Südwind nicht alle Möglichkeit zu einem solchen Winterglück dahin-schmelzen läßt. Wäre dock) schade, wenn man sich nicht tüchtig ausrodeln und auSjubeln könnte im rasenden Flug, auch wenn man dabei manchmal die Kurve zu flach nimmt und hineinsaust in den Schnee und dann dazu noch hold lächeln muß am „Kap der guten Miene zum bösen Spiel". Dieses „Kap" kann man im Sommer des Lebens auch gut brau-, chen. ' ' ' A. R. / Velika 4^ Mm-tag^Muflkallscher Spmi AVmv 24.2««,«, 4 kavama Kledm Anzeiger. »hn« revannt wlid« und N. VlAia«. ««ribor» So»-»N« l5. KM «M» Dz» »MG tun« Nattlße unter M»t» O^zinsufti «d e M «? WM Srtft V» tßsfvcht. Uattiße, H0- m die Ven». s» leihen 554 demjenißen» der «hepa«e bis Mkte y«^ l. S. in der Stsdt zwei-ZliMnektAe un«öbltekteWohnn»g »ers^s^^schr. vnt. «»»»» «»d V«ck«»s von Veichun-D«. Getchtfts. ZinstzSÄer. Ui««7^..Aißen Bedwa^en iiber-»w«t «ealttütenUirv des M«el uNca L. ««ibvr. 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